2010 - Gymnasium Seligenthal

2010 - Gymnasium Seligenthal

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Jahresbericht 2009/2010

Impressionen

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Kunst

Jahresbericht 2009/2010

Gymnasium der Schulstiftung Seligenthal

Jahresbericht 2009/2010

Ausbildungsrichtungen des Gymnasiums G8 und G9

Träger Schulstiftung Seligenthal Landshut

■ Musisches Gymnasium Sprachenfolge: EL

Vorsitzende des Stiftungsrats: Frau Äbtissin M. Petra Articus

■ Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Gymnasium mit sozialwissenschaftlichem Profil (WSG-S) Sprachenfolge: EF oder EL

Vorsitzender des Stiftungsvorstands: Herr Dr. Anton Hofmann OStD a.D. Geschäftsführer der Schulstiftung: Herr Carsten Riegert

■ Sprachliches Gymnasium (SG) Sprachenfolge: ELF Kontakt Mitgliedsschule des Katholischen Schulwerks Bayern

Anschrift:

Telefon: Fax: E-Mail:

Zertifizierte Katholische Schule Das Katholische Schulwerk in Bayern zeichnet das Gymnasium Seligenthal für nachhaltige Qualitätssicherung aus.

Internet:

Gymnasium der Schulstiftung Seligenthal Bismarckplatz 14 84034 Landshut 0871 821-203 oder -204 0871 821-205 [email protected] [email protected] www.gymnasium.seligenthal.de www.seligenthal.de

Impressum Herausgeber: Auflage: Redaktion: Layout/Produktion:

Schulstiftung Seligenthal Landshut, Bismarckplatz 14, 84034 Landshut 1.100 Stück, Druck auf 100% Recycling-Papier Cornelia Eberhard, Dietmar Kratzer, Ruth Mirtes, Dunja Müller Bayer Werbeagentur GmbH, Landshut, Christian Bayer, Dipl. Des. (FH)

Copyright 2010

Schulstiftung Seligenthal, Landshut

Der Jahresbericht darf nicht ohne Genehmigung vervielfältigt, nicht elektronisch gespeichert oder verteilt sowie nicht im Internet veröffentlicht werden. Bildnachweis: Klassen- und Lehrerfotos: Jeanette Brunner Wir danken allen anderen Fotografen für die Freigabe ihrer Bilder!

Gymnasium der Schulstiftung Seligenthal

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Jahresbericht 2009/2010

Gymnasium der Schulstiftung Seligenthal ■ Inhalt betrifft auch die Wirtschaftsschule Seligenthal

Inhalt Seiten

Kapitel Vorwort der Schulleiterin „Zum Ende des Schuljahres“ Rede anlässlich der Amtseinführung als Schulleiterin

10 – 12 10 11 11 –12

Schulgemeinschaft Ein Jahr in neuen Ämtern Verkehrserziehung Abschied von der Schule: SR M. Magdalena Legat

13 – 16 13 – 15 16 16

Abitur 2010 Abiturrede der Schulleiterin Abitur Schuljahresende

17 – 12 17 – 18 18 19 – 20 20 – 21

SchülerInnen in Verantwortung Bericht der SMV Großartige Haiti-Spendenaktion Demokartie beginnt im Klassenzimmer Klassensprecherinnen der Mittel- und Oberstufe in Wildbad Kreuth Tutorenprogramm Die Optimierung der Ganztagesbetreuung als Hauptaufgabe der Schulentwicklungsgruppe

22 23 – 24 ■ ■

24 – 25

Bericht des Elternbeirats

26 – 27 26 – 27

Bericht des Fördervereins 10. Tag der Freunde und Förderer Seligenthals Besuch aus Schio: Preside Antonio Caruso in Seligenthal

28 – 29

30 – 79 30 31 – 32

■ Inhalt betrifft auch die Ganztagsbetreuung

04 – 09 04 – 06 07 – 09

27

Inhaltsverzeichnis

32

33 34 35 35 – 36 36 37 38 39 40 – 42 43 43 44 – 45 45 46 – 47 48 49 50 51 52 52 53 53 – 54 54 55 56 57 58 59

Auszug aus der Schulchronik

Gymnasium der Schulstiftung Seligenthal

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Blick in die Fachschaften Berufs- und Studienwahlorientierung Und was nach der Schule? – Bewerbungstraining bei Siemens für Q11 Effizienter arbeiten mit Veranstaltungen zur Berufs- und Studienfindung im Internet Seligenthalerinnen hören sich um... Mit der Zeitmaschine zu den Dinosauriern nach Argentinien KZ-Gedenkstätte Dachau ebm-papst-Besuch Sozialkunde und Sozialpraktische Grundbildung Projekte in Sozialkunde Nevfel Cumart: Ein Wanderer „zwischen McDonald’s und Moschee“ Salattage 09/10; Wahlfach Hauswirtschaft am Gymnasium Kunsterziehung: „Werke“ Stadtmeisterschaften; Schwimmen; Lehrersport Vorführung römischer Kleidung und Legionärsausrüstung Die Römer im Isartal: „Faciamus iter in praeteritum!“ Miriam Pressler: Lesung für die 5. und 6. Jahrgangsstufe Lesung von Miriam Pressler zum Tag des Gedenkens an die Opfer des NS Besuch im Schiller-Nationalmuseum und im Literaturarchiv der Morderne Lesewettbewerb der 6. Jahrgangsstufe Wanderung durch die Jahrhunderte mit Lyrik und Musik Mathematik-Wettbewerbe 2009/10; Vollmond im Biosaal Werksbesichtigung bei Wacker Chemie Exkursionsziel Isarau Biologie unter freiem Himmel Techniktage 2009 Viva el español – viva el Flamenco! Besuch aus Teneriffa DELF-Prüfung Vive l’amitié franco-allemande!;

Jahresbericht 2009/2010

Gymnasium der Schulstiftung Seligenthal

60 – 61 62 63 – 64 65 66 67 68 69 70 71 72 – 73 74 ■ 75 75 – 76 77 78 79 80 – 92 80 81

82 – 85

86 ■ 86 – 87 87 88 – 89 ■ 90 90 – 91 92

Inhaltsverzeichnis

Meet the American Ambassador Musiktermine im Schuljahr 2009/10 Neu in der Fachschaft Musik: Stefanie Brandl, Ariane Kufner; Feel the rhythm! Shakespeare, Mendelssohn-Bartholdy und Wir Was ist eigentlich ein P-Seminar? Young Strings – Young Woodwinds: Zwei neue Ensembles stellen sich vor Zwei Tage in der Musikakademie in Alteglofsheim Frühjahrskonzert mit Schülern des Musischen Zweigs Integratives Musikprojekt Jugend musiziert Dank Katholische Religionslehre Mission impossible Weltkiosk in Seligenthal; Orientierungstage in Kloster Ensdorf Kinder laufen für Kinder; Leichtathletik „Skipping schools“; Volleyball Bericht vom Skilager

92 – 98 92 92 – 93 93 94 94 – 95 96 97

98 ■

Seligenthaler unterwegs Schüleraustausch mit Mulhouse Seligenthal zu Gast in der TaipehVertretung der Bundesrepublik Deutschland Gründung einer Schulpartnerschaft mit dem Wenzao Ursuline College of Languages in Kaohsiung Lehrerwandern am Spitzingsee Bayerische Meisterschaft der Diözesen im Riesenslalom Übernachtung in der Jugendherberge Die Regel des Heiligen Benedikt und die Schule Besuch der Schüler unserer finnischen Partnerschule Besuch in der Cité des Sciences in Paris Märchenhaftes Budapest

99

Themen der W- und P Seminare

100 – 101 100 101

Nachlese zum Schuljahr 2008/2009 Ein Tag am Gericht „Seligenthaler Erfindungsgeist“

102 – 103

Facharbeitsthemen 2009/2010

104 – 105

Klassenlektüren

106 – 107 106 107

Wahlfächer „Ni Hao“ heißt Guten Tag – Chinesisch im Gymnaisum Seligenthal Wahlfach Rhetorik

108 – 111

Statistik

112 – 113

Lehrerkollegium

114 – 143

Klassenverzeichnisse

144 – 147 ■ 144 – 145 146 – 147

Ganztagesbetreuung Kurzprofil Ganztagesbetreuung Jahresreport Ganztagesbetreuung

148 – 149 ■ ■Schulstiftung Seligenthal 150 – 151 Einrichtungen im Kurzportrait 152 – 155

Gymnasium der Schulstiftung Seligenthal

Schule ist mehr Wahlfach GK Fotografie in der K13 Happy Birthday, ideeot! Antolin-Preisverleihung Seligenthalerinnen als Förderpaten für Schüler der GS St. Nikola Jugend debattiert Schulwettbewerb Eindrücke vom Tag der offenen Tür; Weihnachten im Schuhkarton Friedliche Konfliktlösung – Mediation in Seligenthal; Rote Hände gegen Kindersoldaten „Zeit für uns“ lehrt Teamfähigkeit und Kommunikationskompetenz

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Sponsoren, Danksagung

Jahresbericht 2009/2010

Vorwort der Schulleitung

Begrüßung

Zum Ende des Schuljahres

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern und Freunde Seligenthals, als ich im August 2009 das Amt der Schulleiterin übernahm, sah ich der neuen Aufgabe mit Spannung entgegen, gilt es doch auch als weltliche Leiterin den guten Geist des Hauses zu bewahren und aus der Tradition des Ordens das Schulleben zu gestalten und neue Herausforderungen zu meistern. Schon in den Sommerferien musste der Umzug der Oberstufe in das uns vom Landkreis zur Verfügung gestellte Gebäude in der Seligenthaler Straße bewältigt werden. Die anstehende Sanierung alter Bausubstanz machte es nötig, zwei Computersäle zu verlegen und die Belegung mit Klassen in diesem Gebäudeteil zu reduzieren. Die Anschaffung digitaler Anzeigentafeln zur schnellen Vermittlung von Nachrichten z.B. über Vertretungsstunden garantiert die gute Anbindung des Nebengebäudes, das unseren Oberstufenschülerinnen neben geräumigen Klassenzimmern auch einen Aufenthaltsraum, einen Raum zum ungestörten Lernen und einen Arbeitsraum mit Computer-

arbeitsplätzen bietet. Eine neue Pausenregelung gibt uns die nötige Zeit zum Wechsel zwischen den Gebäuden, der uns zudem fit und frisch hält. Der Schulbeginn wurde diesmal mit besonderer Spannung erwartet. Zum einen begann die erste Schülergeneration von G8 die Qualifikationsphase, die ob der hohen Wochenstundenzahl und der Stofffülle bayernweit anfangs für einige Aufregung sorgte. Inzwischen wurde an einigen Stellen bereits nachgebessert und wir bemühen uns, durch fürsorgliche Begleitung unsere Schülerinnen für die letzte Etappe gut zu rüsten. Zum anderen hießen wir bei unseren Jüngsten die ersten Buben in Seligenthal willkommen. Waren einige zu Beginn auch noch etwas zaghaft, so war die anfängliche Zurückhaltung schnell verflogen. Inzwischen haben sich unsere Buben gut eingelebt und können als erfahrene „Seligenthaler“ den Jungen, die im neuen Schuljahr zu uns kommen, schon wertvolle Tipps geben. Die Erweiterung unseres gymnasialen Angebots mit dem musischen Zweig und der Aufnahme

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Frau Ursula Weger von Buben machte eine neue Informationsbroschüre für das Gymnasium und die Ganztagsbetreuung nötig, die – so glaube ich – recht gut gelungen ist. Doch auch unser Jahresbericht zeigt sich heuer in ganz neuem Gewand, wofür den KollegInnen, die sich dieser Aufgabe angenommen haben, an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön gebührt. Neue Schulprojekte, wie die Zusammenarbeit mit geistig behinderten Kindern der Pestalozzischule im Rahmen des Musikunterrichts und in einem Tanzprojekt sowie die Übernahme von „Förderpatenschaften“ für Grundschulkinder der benachbarten Nikolaschule durch Schülerinnen unserer Oberstufe sollen die sozialen Kompetenzen unserer Schüler

Jahresbericht 2009/2010

Vorwort der Schulleitung

Begrüßung

Die neue Schulpartnerschaft mit dem „Wenzao Ursuline College of Languages“ in Taiwan ist besiegelt. und Schülerinnen stärken und Berührungsängste abbauen. Besonders wichtig erscheint mir auch die Vorbereitung unserer Jugendlichen auf die Anforderungen einer globalisierten Welt. Dieses Ziel verfolgt die Einführung des Wahlfachs Chinesisch und die neue Schulpartnerschaft mit dem „Wenzao Ursuline College of Languages“ in Kaohsiung, Taiwan, einer Sprachenschule auf höchstem Niveau. Doch auch unsere anderen Austauschprogramme stoßen auf reges Interesse und so besuchten unsere Schülerinnen unsere Partnerschulen in Frankreich, Italien und Ungarn. Mit Mulhouse verbindet uns inzwischen eine mehr als 40-jährige Freundschaft; mit dem Liceo Tron in Schio durften wir das 30-jährige Jubiläum feierlich begehen.

Dass unser vielfältiges Angebot gerne angenommen wird, zeigen die hohen Einschreibezahlen der letzten beiden Jahre: jeweils 6 Eingangsklassen mit 133 Mädchen und 27 Buben im Jahr 2009 und 131 Mädchen und 43 Buben im Jahr 2010. Leider konnten wir dieses Jahr nicht alle aufnehmen, die zu uns kommen wollten, aber mit 6 Eingangsklassen sind alle unsere räumlichen Kapazitäten erschöpft. Zudem wollen wir auch in Zukunft eine überschaubare Schule bleiben, die in familiärer Atmosphäre neben einer fundierten Schulausbildung das Zusammenleben in einer Gemeinschaft, Verantwortung füreinander und gesundes Selbstbewusstsein vermittelt. Dies kann nur durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit der ganzen Schulfamilie gelingen und so möchte ich mich hier

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bei den vielen Schülerinnen und Schülern bedanken, die durch ihr engagiertes Mitwirken in der SMV, als Tutoren oder Mediatoren, in Arbeitsgemeinschaften, Chören und Orchestern unser Schulleben so aktiv mitgestalten. Dank gilt auch allen Eltern für das gute Miteinander und das in uns gesetzte Vertrauen, das auch in der diesjährigen Befragung im Rahmen der Evaluation deutlich geworden ist. Von Herzen danken möchte ich allen Lehrkräften unserer Schule für die sorgsame Begleitung und Förderung der uns anvertrauten Kinder. Nur durch einen Einsatz weit über das unterrichtliche Maß hinaus sind die Durchführung von Fahrten und Schulaustauschprogrammen, das reiche Angebot von Wahlfächern und Arbeitsgemeinschaf-

Jahresbericht 2009/2010

Vorwort der Schulleitung

ten und die individuelle Förderung unserer Schülerinnen und Schüler möglich. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle auch meinem ständigen Stellvertreter, Herrn Karl Riechers, und Frau Christine Ingerl, meiner Mitarbeiterin im Direktorat, für ihren tatkräftigen Einsatz. Eine wichtige Rolle für die ständige Weiterentwicklung unserer Schule kommt der Schulprofilarbeitsgruppe zu, die seit Jahren unter der bewährten und engagierten Leitung von Frau Margit Schleinkofer die Schulleitung in vielfältiger Weise unterstützt und an ungezählten Freitagnachmittagen z.B. die Schulprofilseite auf der Homepage, das Konzept des „Kennenlern-Tages“, unsere Hausordnung und Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen der offenen Ganztagsbetreuung erarbeitet hat. Allen Mitgliedern des Arbeitskreises sei deshalb herzlich gedankt.

Begrüßung

Ein herzlicher Dank gilt auch dem Förderverein unter der bewährten Leitung von Frau Hergeth und dem Elternbeirat mit seiner Vorsitzenden Frau Dollinger-Wackerl. Ohne die ideelle und finanzielle Unterstützung dieser Gremien könnte vieles nicht auf den Weg gebracht werden. Dank gebührt auch den Mitarbeiterinnen im Sekretariat, die mit großer Umsicht und schier unerschöpflicher Geduld unseren Schülerinnen und Schülern und dem gesamten Kollegium in allen Fragen und Anliegen zur Seite stehen. Es ist mir ein Anliegen, auch der Schulstiftung für die vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle unserer Kinder zu danken. Ein besonderer Dank gilt der hochwürdigsten Frau Äbtissin M. Petra Articus und allen Schwestern des Konvents für ihre wohlmeinende Unterstützung, die wir in unserer Arbeit immer erfahren dürfen.

Das nächste Schuljahr wird uns mit dem doppelten Abiturjahrgang viel Kraft und Organisationstalent abverlangen; mit vereinten Kräften werden wir auch diese Herausforderung meistern. Doch haben wir im Herbst auch allen Grund zu feiern: Genau vor 175 Jahren erhielt Seligenthal aus der Hand König Ludwig I. seine zweite Gründungsurkunde, verbunden mit dem Auftrag sich der schulischen Erziehung zu widmen. Und auch unsere Schulstiftung kann auf ihr zehnjähriges Jubiläum zurückblicken – zwei Ereignisse, die wir im Oktober mit einem Festakt und einem „Tag der offenen Tür“ in allen Einrichtungen Seligenthals begehen wollen. Zum guten Schluss darf ich nun euch, liebe Schülerinnen und Schüler, Ihnen, liebe Eltern, und allen Mitgliedern unserer Schulfamilie Gottes Segen und erholsame Ferien wünschen.

Ihre Ursula Weger Schulleiterin des Gymnasiums Seligenthal

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Jahresbericht 2009/2010

Vorwort der Schulleitung

Rede anlässlich der Amtseinführung

Rede anlässlich der Amtseinführung als Schulleiterin des Gymnasiums Seligenthal am 14.10.2009 Hochwürdigste Frau Äbtissin, Schwester Petra Articus, sehr geehrter Herr Dr. Hofmann, verehrte Festversammlung, liebe Schülerinnen, Schulleiterin Ursula Weger mit Ehemann bei der Feier zur Amtseinführung als ich vor genau 40 Jahren als Viertklässler ein wenig schüchtern das erste Mal Seligenthal betrat, ahnte ich nicht, dass mich die benediktinische Regel der stabilitas loci in so umfassender Weise bestimmen würde, denn mit dem Abitur vor genau 30 Jahren schien ja meine Seligenthaler Zeit beendet. Doch der besondere genius loci dieser Mauern ließ mich nicht los und so bedurfte es keines langen Nachdenkens, als mich Sr. Lioba fragte, ob ich nicht nach dem Staatsexamen dem Staat Ade sagen und nach Seligenthal zurückkehren wolle. Ich sagte gerne „Ja“, denn die Erfahrungen in der Referendariatszeit hatten mir gezeigt, dass Seligenthal den Vergleich mit anderen Schulen nicht zu scheuen

braucht, gelingt es hier doch Wissensvermittlung auf hohem Niveau mit menschlicher Wärme und einer festen Verankerung im Glauben zu verbinden. Das haben wir damals als Schülerinnen natürlich nicht wirklich begriffen, aber gespürt haben wir es doch, und so bin ich beileibe nicht die einzige Seligenthaler Schülerin, die auch eine Seligenthaler Lehrerin wurde. Dass ich nun als Schulleiterin die Geschicke dieser Schule gestalten und damit ein wenig von all dem Guten, das ich hier erfuhr, zurückgeben darf, erfüllt mich mit Freude und Dankbarkeit. Gleichzeitig weiß ich um die große Verantwortung, diesen

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Seligenthaler Geist auch in Zeiten großer Herausforderungen zu bewahren und hoffe meine Aufgabe im Sinne meiner Vorgängerinnen und des Konvents zu erfüllen und das Vertrauen zu rechtfertigen, das mir von Konvent und Schulstiftung geschenkt wird. Stellvertretend für alle möchte ich mich deshalb ganz herzlich bei Ihnen, verehrte Frau Äbtissin und Herrn Dr. Hofmann, dem Vorsitzenden des Stiftungsvorstands, bedanken. Die Kernaufgabe einer guten Schule ist die Wissensvermittlung, das ist unbestritten, die Wege, dies zu erreichen, sind jedoch vielfältig und müssen immer wieder überdacht werden.

Jahresbericht 2009/2010

Vorwort der Schulleitung

„Lehren heißt ein Feuer entfachen und nicht leere Eimer füllen“, das wusste schon Heraklit 500 vor Christus. Es sind nicht so sehr ausgeklügelte Methoden, die Kinder zum Lernen motivieren, als engagierte Lehrer, die es verstehen Neugier zu wecken und durch ihr persönliches Vorbild wirken. Mein Dank gilt deshalb an dieser Stelle allen Kolleginnen und Kollegen, die dies wie selbstverständlich in ihrer Arbeit tun. Damit Wissensvermittlung gelingen kann, braucht es aber auch ansprechende Rahmenbedingungen. Deshalb müssen wir in den nächsten Jahren die Sanierungsmaßnahmen fortsetzen, denn zuerst gestalten wir Menschen die Räume, doch dann ge-

Rede anlässlich der Amtseinführung

stalten die Räume uns. Nicht viele Schulen haben das Glück über Gebäude mit Jahrhunderte langer Tradition zu verfügen. Wer vom Bismarckplatz in den Schmuckhof kommt und unser Haus durch die Hauptpforte betritt, spürt die wohltuende Wirkung ästhetischer Architektur. Doch ältere Gebäude brauchen wie ältere Menschen unsere besondere Fürsorge und so bin ich der Stadt Landshut und dem Landkreis sehr dankbar, dass sie unsere notwendigen Maßnahmen so wohlwollend begleiten und unterstützen. Eine zweite Kernaufgabe, die zunehmend ins Blickfeld der Öffentlichkeit rückt, ist die Herzens- und Charakterbildung un-

serer Kinder und Jugendlicher. Wir können zwar bedauern, dass Eltern sich zum Teil dieser Aufgabe mehr und mehr entziehen, aber wir müssen uns in der heutigen Gesellschaft mit einer zunehmenden Auflösung herkömmlicher Familienstrukturen dieser Verpflichtung stellen. Gerade in der Erziehungsaufgabe liegt aber die Stärke kirchlicher Schulen: Wir können noch auf einen weitgehenden Wertekonsens bauen, wir müssen nicht ständig Werte neu diskutieren und legitimieren, sind sie doch einer höheren Autorität als der menschlichen verpflichtet. Unser christliches Menschenbild, das nicht nur auf Leistung setzt, sondern die Person in

Schulleiterin Ursula Weger im Kreise der Gäste zur Amtseinführung

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Jahresbericht 2009/2010

Vorwort der Schulleitung

all ihren Anlagen und Talenten achtet, ist heute wichtiger denn je. Das Glück eines erfüllten und gelingenden Lebens ist viel weniger dem Zufall, als einer bewussten und verantwortlichen Lebensführung geschuldet, die zu einem großen Teil erlernbar ist. Verlässlichkeit, Selbstdisziplin, Einfühlungsvermögen sind Tugenden, die vorgelebt und eingeübt werden müssen und für beruflichen Erfolg ebenso unverzichtbar sind wie für ein gutes Miteinander in Familie und Gesellschaft. Wir müssen mehr denn je „Mut zum Erziehen“ haben, wie es schon der Jesuit und Hochschullehrer Roman Bleistein oder die Psychotherapeutin Christa Meves forderten, und vielfältige Räume im Schulalltag schaffen, die soziales Lernen und bewusste Lebensgestaltung ermöglichen. Schon die Tatsache, dass pädagogische Ratgeber wie Michael Winterhoffs Buch „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“ Bestseller auf dem Buchmarkt sind, zeigt, welch drängende Probleme sich in diesem Bereich auftun. Es gilt unseren Kindern Orientierung und Sicherheit zu geben. Dies gelingt aber nur innerhalb fester Strukturen, die Halt geben und die Freiheit des anderen sichern.

Rede anlässlich der Amtseinführung

Dies einzufordern braucht Mut, da der Zeitgeist Autorität verpönt und so oft Beliebigkeit mit Freiheit verwechselt.

bewiesen, und schenkt – auch das ist nicht gering zu achten – Musizierenden wie Zuhörern viel Freude als Lohn aller Mühen.

Der Ganztagsbetreuung, wie wir sie hier in Seligenthal anbieten, wird in Zukunft auch in diesem Sinn eine immer wichtigere Rolle zukommen, lernen die Kinder doch neben Lerntechniken auch eine vernünftige Strukturierung des Tages, die Rhythmisierung von Arbeit und Entspannung und sinnvolle Gestaltungsmöglichkeiten der Freizeit. Müßiggang ist nur dann aller Laster Anfang, wenn Muße missverstanden wird als leere Zeit, die es tot zu schlagen gilt. Richtig gestaltet bietet sie einen zweckfreien Raum für Kreativität und ist so auch eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen.

„Wenn der Wind stärker wird, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen“ sagt ein Sprichwort. Wir haben mit der Öffnung für Buben, den Sanierungsmaßnahmen und dem musischen Zweig den Mut bewiesen, immer wieder Neues aufzugreifen, um den Herausforderungen, wie sie in aktuellen Bildungsdiskussionen formuliert werden, gerecht zu werden.

Gerade die musischen Fächer leisten hier Grundsätzliches und deshalb war für uns auch die Wiedereinführung des Musischen Zweigs eine Herzensangelegenheit. Die besondere Pflege der Musik ist schon immer ein Merkmal klösterlichen Lebens und hat auch in Seligenthal eine lange Tradition. Im gemeinsamen Musizieren lernen die Kinder aufeinander zu hören und miteinander Großes zu leisten. Die Musik fördert und fordert Herz und Kopf zugleich, das haben viele Untersuchungen längst

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Was bleibt, ist aber unser Ziel, die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen zu verantwortungsvollen, kompetenten und selbstsicheren Persönlichkeiten zu erziehen, die nach dem Verlassen der Schule ihr Leben selbst in die Hand nehmen und sich ihrer Verantwortung in Staat und Gesellschaft stellen können. Dieses Anliegen verbindet uns alle und so freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit der Schulfamilie, mit den Leitern der Nachbarschulen und aller beteiligten Institutionen zum Wohl unserer Kinder. Ursula Weger Schulleiterin des Gymnasiums Seligenthal

Jahresbericht 2009/2010

Schulgemeinschaft

Neues von Schulleitung und Lehrerkollegium

Bilderbuchstart: Frau Weger und Frau Ingerl ein Jahr in ihren neuen Ämtern Beide Kolleginnen, Frau Weger als Schulleiterin, und Frau Ingerl als Mitarbeiterin im Direktorat, haben sich mit großem Idealismus und Fleiß erstaunlich schnell in die komplexe Materie eingearbeitet und zahlreiche Bewährungsproben mit geschicktem (Krisen-)Management bestanden. Sie haben auch – wohlüberlegt – eigene, neue Akzente gesetzt, wohl wissend, dass Stillstand Rückschritt bedeuten würde. Auch im kommenden Schuljahr wird der Kessel des Schulschiffes Seligenthal kräftig unter Dampf stehen, denn weitere Herausforderungen sind bereits am Horizont auszumachen: Für die anstehende Generalsanierung des Gymnasiums und den doppelten Abiturjahrgang kann mit Sicherheit hoher Wellengang prognostiziert werden. So bleibt uns nur, beiden Kolleginnen weiterhin eine glückliche, sensible Hand zu wünschen, verbunden mit der Hoffnung auf beste Gesundheit. Insider wissen nämlich, dass Frau schon mit einer Rossnatur gesegnet sein muss, um in diesen virulenten Zeiten nicht „seekrank“ zu werden.

Neue Schulleiterin: Frau Ursula Weger

Neue Mitarbeiterin im Direktorat: Frau Christine Ingerl

Das Seligenthaler Lehrerkollegium konnte in diesem Schuljahr einen besonders zahlreichen „Zuwachs“ verzeichnen. Wir begrüßen ganz herzlich folgende Kolleg(inn)en in unseren Reihen: Frau Brandl (Spanisch, Musik, Klavier), Frau Eberhard (Deutsch, Geografie), Herrn Ebermeier (Latein), Frau Fischer (Mathematik, Sport), Herrn Dr. Gallenkamp (Mathematik, Physik, Natur u. Technik), Frau Hackl (Kunst), Herrn Häglsperger (Mathematik, Physik), Frau Kratzer (Kunst), Frau Kufner (Klavier), Herrn Mahr (Biologie, Chemie), Frau Qualmann (ev. Religion), Frau Sickau (Deutsch, Französisch), Frau Dr. Waser (Latein, Französisch, Italienisch), Frau Werner (Englisch, Geschichte) und Frau Zagel (Sport). Nach eigener Aussage haben sich die „Neuen“ mittlerweile gut eingelebt und fühlen sich in Seligenthal recht wohl. Eine Stufe auf der „Karriereleiter“ höher geklettert sind Frau Fräsdorf zur Oberstudienrätin i.K., Frau Weger, Frau Gruber-Lange und Frau Dreier zu Studiendirektorinnen i.K. Herzlichen Glückwunsch! Karl Riechers

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Jahresbericht 2009/2010

Schulgemeinschaft

Neues von Schulleitung und Lehrerkollegium

Verkehrserziehung

Abschied von der Schule

Wie aus der Presse bekannt, hat der Alkohol- und Drogenkonsum unter Jugendlichen mittlerweile alle gesellschaftlichen Schichten erfasst und alarmierende Ausmaße angenommen. Von staatlicher Seite versucht man seit Jahren hier gegenzusteuern.

Mit Ablauf dieses Schuljahres tritt Sr. M. Magdalena Legat (D/F) nach mehr als drei Jahrzehnten überaus engagierter Tätigkeit als Lehrerin in Seligenthal in den wohlverdienten Ruhestand.

Deshalb fanden im Rahmen der Aktion „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“, die dankenswerterweise von der MB-Dienststelle für die niederbayerischen Gymnasien koordiniert wird, am Freitag, den 5. Februar, für die 10. Klassen unseres Gymnasiums wieder die entsprechenden Veranstaltungen statt. Mit dem Direktor des Amtsgerichts Landshut, Herrn Loher, hatte man zudem einen ausgewiesenen Fachmann gewinnen können, der es (auch aus der Sicht des Strafrichters) hervorragend verstand die mit diesem Thema verbundene Problematik den Schülerinnen in Wort und Bild nahezubringen. Karl Riechers

Am 30.4.1945 wurde Gudrun – so ihr damaliger „Säkularvorname“ – in der Steiermark, die damals russische Besatzungszone war, als erstes Kind der Familie Legat geboren. Der Vater war Jurist im Staatsdienst und die Mutter sorgte sich – wie es damaligen Gepflogenheiten entsprach – um Haus(halt) und Kinder. Trotz karger Zeitläufe erlebte Gudrun zusammen mit ihrer um ein Jahr jüngeren Schwester eine behütete, glückliche Kindheit.

Familie nach Salzburg übersiedelte, weil es in dieser Stadt keine weiterführende Schule mit grundständigem Französisch gab, war in einem Jahr der Stoff von 4 Englischjahren nachzuholen und deshalb auf dringendes Anraten des Direktors erneut die 8. Klasse zu besuchen.

Von 1951 – 1955 besuchte das aufgeschlossene Mädchen die Volksschule, um dann an die Frauenoberschule in Graz überzutreten, an der sie bis zum Jahr 1959 verweilte. An dieser Schule wurde Französisch als 1. Fremdsprache unterrichtet, was für Gudrun zunächst Vorteile hatte, da neben Deutsch auch diese romanische Sprache in der Familie verwendet wurde.

Im Juni 1964 wurde die Matura erfolgreich abgelegt und es folgte in den Jahren 1964 bis 1971 ein Studium an der Universität Salzburg, unterbrochen von Sommersemestern an den Universitäten in Lausanne und Dijon. Aus Freude und Interesse an Sprachen hatte die talentierte Studentin zusätzlich einige Semester in Italienisch und Spanisch belegt. Dem Lehramtsstudium, das im Fach Französisch 1970 und in Deutsch 1971 beendet wurde, schloss sich eine 1-jährige Referendarzeit an. Da – wieder einmal – akuter Lehrermangel herrschte, musste ein volles Stundendeputat unterrichtet werden, was zwar alles andere als ein Honiglecken war, aber angesichts kleiner Klassen doch gemeistert werden konnte.

1959 musste das junge Mädchen dann allerdings eine bittere Pille schlucken: als die

Nach der Lehrzeit als Referendarin unterrichtete Frau Legat dann am Musisch-Pädagogi-

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Jahresbericht 2009/2010

Schulgemeinschaft

schen Realgymnasium, an dem ausschließlich die Klassen 9–12 geführt wurden. 1972 erfolgte die Verbeamtung verbunden mit einer so genannten „schulfesten“ Stelle, was bedeutete, dass eine Versetzung gegen den Willen der Betroffenen nicht möglich war. Bis zum Jahr 1978 wirkte die junge Frau an dieser Schule, an der sie auf Grund überzeugender Leistungen sehr bald zur Seminarlehrerin für Französisch ernannt wurde. Bereits im Jahr 1976 sollte das Leben von Frau Legat mit der Konversion zum Katholizismus eine ganz wesentliche Prägung erfahren. Warum die 68er Protestfrau sogar zwei Jahre später, am 14. August 1978, schließlich in Seligenthal eintrat, entzieht sich einer menschlich-rationalen Ebene, denn zu Religion an sich hatte man im Hause Legat ein reichlich indifferentes Verhältnis, man war zwar „evangelisch“ aber lediglich auf „papierene“ Art und Weise. Kein Wunder, dass bei den Eltern über den Schritt ihrer Tochter Entsetzen herrschte. In Seligenthal lernte Schwester Magdalena – seit 1984 nicht zuletzt als Beratungslehrerin – die mannigfaltigen Facetten des bayerischen Schulsystems u.a. mit sechs Notenstufen und mit Klassengrößen über 35 Schülerinnen kennen. Um den neuen

Neues von Schulleitung und Lehrerkollegium

Anforderungen, die an Beratungslehrer gestellt wurden, gerecht zu werden, nahm sie von 1992–94 ein Vollstudium der Psychotherapie in Innsbruck auf. Neben dem Studium mussten in einer Art Grundausbildung 600 (!) Praxisstunden in einschlägigen Einrichtungen geleistet werden. Hinzu kamen 4 Jahre berufsbegleitendes Studium am Institut für Logotherapie in München. Lohn all der Mühen war ein sehr erfolgreicher Diplomabschluss mit Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendpsychiatrie. Zurück in Seligenthal nahm Schwester Magdalena ihre Unterrichts- und Beratungstätigkeit wieder auf. Ihre Schülerinnen lernten sie als überaus engagierte Lehrerin mit hohem sozialem Ethos kennen, die keine Mühe scheute, anschaulich-aufwändige Tafelbilder zu erstellen und den Stoff mit Engelsgeduld, dem typischen „Sr. Magdalena-Trichter“ und unzähligen Arbeitsblättern einzuüben und zu wiederholen. Sie zeigte darüber hinaus immer Bereitschaft, sich mit individuellen Problemen ihrer Schülerinnen zu befassen, so dass in ihren Unterrichtsstunden eine gedeihliche Lernatmosphäre des Miteinander herrschte. Wer bei dieser Lehrkraft den Stoff nicht zu bewältigen vermochte, stand – und das muss wirklich so deutlich gesagt werden – entweder mit einer nach-

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Eine Ära geht zu Ende: Sr. M. Magdalena Legat tritt in den Ruhestand haltigen Arbeitshaltung auf Kriegsfuß oder war auf dem weiträumig angelegten „Bahnhof der (Aus-) Bildungsmöglichkeiten“ einfach nicht in den für ihn „adäquaten Zug“ gestiegen. Auch bei den zahlreichen Beratungsgesprächen zeigte sich Schwester Magdalena – wie die Schulleitung aus nicht wenigen Rückmeldungen weiß – als äußerst einfühlsam, vertrauenswürdig, diskret und auf vielen Gebieten von detaillierter Sachkunde, so dass ihre „Kundschaft“ sich ihr gerne anvertraute. Somit ist es verständlich, wenn die Seligenthaler Schulgemeinschaft Schwester Magdalena nur ungern ziehen lässt. Zum Abschied bedanken wir uns bei ihr ganz herzlich für ihren hohen Einsatz über einen so langen Zeitraum hinweg und wünschen ihr – trotz einer vor einem Jahr diagnostizierten Parkinson-Erkrankung – Gesundheit, Gottes Segen und noch viele Jahre eines erfüllten Ruhestands in ihrem schönen Seligenthal. Karl Riechers

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Abitur 2010

Liebe Abiturientinnen, heute ist Ihr Tag! Sie haben allen Grund auf sich stolz zu sein! Viele Wochen angestrengten Lernens und sicher auch die eine oder andere bange Stunde liegen hinter Ihnen. Ich bin mir sehr sicher, dass auch Ihre Eltern und Freunde mit Ihnen gefühlt haben und heute aus ganzem Herzen Ihre Freude über einen gemeisterten Lebensabschnitt teilen. Und so freue ich mich, auch Sie, liebe Eltern, Verwandte und Freunde unserer Abiturientinnen begrüßen zu dürfen. Wenn man ein so besonderes Fest begeht, das man nur einmal in seinem Leben feiert, möchte man seine Freude mit vielen Gästen teilen und so haben Sie, liebe Abiturientinnen, auch viele Ehrengäste und Ihre Lehrkräfte eingeladen, die Sie in Ihrer Schulzeit mit viel Engagement begleitet haben. Auch Sie darf ich herzlich begrüßen. Mindestens 2464 Schultage liegen nun hinter Ihnen, 1693 davon haben die meisten von Ihnen im Gymnasium Seligenthal verbracht. 2464 mal hieß es früh aufstehen, sechs oder mehr Unterrichtsstunden lang aufmerk-

Abiturrede der Schulleitung

sam sein und danach noch Hausaufgaben machen. Wie oft mögen Sie mit gemischten Gefühlen unser Schultor passiert haben, weil Exen zu befürchten oder Schulaufgaben zu schreiben waren! Doch hoffe ich sehr, dass Sie mindestens so oft mit frohem Herzen nach Hause gingen, weil der Schultag interessant und Prüfungen erfolgreich waren. Dieser Lebensabschnitt liegt nun hinter Ihnen. Als Motto für Ihre Einladung haben Sie einen Spruch von Herbert Spencer, eines bedeutenden britischen Philosophen und Soziologen des 19. Jahrhunderts, gewählt:

„Der eigentliche Zweck des Lernens ist nicht das Wissen, sondern das Handeln“.

Johann Wolfgang von Goethe formuliert die gleiche Einsicht, wenn er schreibt: „Es ist nicht genug, zu wissen, man muss es auch anwenden. Es ist nicht genug, zu wollen, man muss es auch tun“.

Aber worin liegt die richtige Anwendung des in so vielen Jahren oft mühsam erworbenen Wissens?

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Welche Prinzipien sollen unser Handeln bestimmen, damit es uns und andere glücklich macht? Denn Glück ist ja letztlich das Lebensziel aller Menschen und die Ratschläge zur Erlangung desselben füllen am aktuellen Buchmarkt ganze Regale: So schrieb Eckhart von Hirschhausen mit seinem Buch „Glück kommt selten allein“ einen Bestseller und antwortet damit auf die menschliche Ursehnsucht nach einem glücklichen Leben. Doch was macht ein Leben glücklich? Die Antwort finden wir schon bei den Philosophen der Antike und nicht minder in der Bibel: Es ist ein Leben in Fülle, ein im wahrsten Sinn des Wortes „erfülltes Leben“. Und dieses Glück ist weit weniger von Zufällen abhängig als man zunächst annehmen mag. Schon immer wusste man um die Bedeutung einer bewussten Lebensführung, der „ars vivendi“, der Kunst zu leben. In moderner Terminologie könnte man sie auch „Glücksmanagement“ nennen. Und so möchte ich Ihnen, liebe Abiturientinnen, einige wenige Ratschläge mit auf den Weg geben:

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Abitur 2010

Abiturrede der Schulleitung

87 Schülerinnen unterzogen sich 2010 der Reifeprüfung. Rechts Kollegstufenbetreuer Rainer Oswald

Gestalten Sie aktiv Ihre Biographie: Finden Sie einen Beruf, in dem Sie Ihre individuellen Talente für sich und andere entfalten können. Denn ein Beruf, der zur Berufung wird, ist das beste Mittel gegen „burn out“. Lassen Sie sich also nicht zu sehr von Zukunftsprognosen und Erfolgsaussichten, die zudem ohnehin nie gestimmt haben, beeinflussen, sondern hören Sie auf Ihre innere Stimme. Seien Sie offen für Veränderungen. In unserer modernen globalisierten Gesellschaft werden immer wieder neue Herausforderungen

und Rollen auf Sie zukommen. Das ist vielleicht nicht immer bequem, aber jeder Wandel bedeutet auch die Chance einer Weiterentwicklung. Lebenslanges Lernen ist zu einem Schlagwort unserer Zeit geworden und niemand von uns wird sich dem entziehen können. Trauen Sie sich auch oder gerade als Frau zu, Verantwortung und Leitung zu übernehmen. Dies schließt Kinder und Familie nicht aus; hier gilt es kreative Lösungen zu finden, die abseits von Klischees und traditionellen Rollenmustern Familie und Beruf in wechselnder Intensität möglich machen.

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Gehen Sie achtsam mit sich um. Jedes Leben kennt nicht nur Höhen, euphorische Augenblicke, Erfolgserlebnisse und Spaß. Lassen Sie auch Zeiten der Nachdenklichkeit, der Zweifel und Trauer zu. Sie geben unserem Leben Tiefe, denn sie führen uns immer wieder zu uns selbst zurück und sind oft Anlass für notwendige „Kurskorrekturen“. Planen Sie deshalb auch in hektischen Zeiten, die Studium, Familie und Beruf sicher immer wieder bringen werden, bewusst Zeiten der Ruhe und Muße ein, denn nur in der Stille findet man zu sich selbst. So wünsche ich Ihnen heute, am Tag Ihres Abschieds vom

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Abitur 2010

Abitur

„Schülerdasein“, dass dieser Tag nicht der glücklichste Ihres Lebens, – das wäre schade – , sondern ein glücklicher Tag und der Beginn einer selbst gestalteten und sinnerfüllten Zukunft ist. Und wenn wir, Ihre Lehrkräfte, Ihnen nicht nur Wissen, sondern auch Bildung – nicht zuletzt in Sinne einer Herzensbildung – vermitteln konnten, so ist dieser Tag auch für uns ein glücklicher Tag, der alle Mühen eines Lehrerdaseins lohnt. Wenn Sie jetzt aus Seligenthal weggehen – nichts anderes besagt ja das Wort „Abitur“– möchte ich Ihnen mit dem Abiturzeugnis einen Seligenthaler Schlüsselanhänger überreichen. Er ist extra für Damen konzipiert – also nicht zu groß, damit er in engen Hosen- und kleinen Handtaschen Platz findet. Er soll ein Zeichen sein, dass unsere guten Wünsche Sie begleiten verbunden mit der Hoffnung, dass Sie auch ein wenig „Seligenthaler Geist“ mitnehmen, der in der Tradition des heiligen Benedikt die Würde jedes Menschen, die Verpflichtung zur gegenseitigen Sorge und Rücksichtnahme und – als Wichtigstes – die Liebe zu den Menschen und die Geborgenheit in Gott lehrt. Ursula Weger

Besonders herausragende Abitur-Leistungen erzielten v.l.n.r. Ariane Nikpur, Theresa Näger, Johanna Wernthaler, Nicole Neubauer. Der Elternbeirat würdigte diesen Erfolg der Jahrgangsbesten mit einem Buchgeschenk.

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Abitur 2010

Abitur

Abitur 87 Schülerinnen unterzogen sich in diesem Jahr der Reifeprüfung, die in den einzelnen Fächern durchaus anspruchsvoll war, und nicht weniger als 14 Abiturientinnen durften sich über einen Abiturschnitt mit einer „1“ vor dem Komma freuen. Besonders herausragende Leistungen erzielten Ariane Nikpur und Johanna Wernthaler mit dem Schnitt von 1,1, Nicole Neubauer mit 1,2 und Theresa Näger mit 1,3. Der Elternbeirat würdigte diesen Erfolg der Jahrgangsbesten mit einem Buchgeschenk. Nach vielen Wochen angestrengten Lernens und Bangens wurden den Schülerinnen am 25.Juni die Zeugnisse überreicht, ein denkwürdiger Tag, der entsprechend feierlich begangen wurde. In einem ökumenischen Gottesdienst, zelebriert von dem Spiritual des Klosters, Monsignore Dr. Fuchs und Pfarrer Kley, dankten die Schülerinnen für den glücklichen Abschluss ihrer Schullaufbahn und baten Gott um seinen Segen für den weiteren Lebensweg. Im Anschluss an den von Schülerinnen musikalisch sehr ansprechend gestalteten Gottesdienst fand in der

Schuljahresende Mehrzweckhalle die feierliche Zeugnisverleihung statt. Der Geschäftsführer der Schulstiftung, Herr Riegert, beglückwünschte die Schülerinnen in Vertretung von Herrn Dr. Hofmann und Frau Äbtissin Petra Articus, die beide verhindert waren. Umrahmt von musikalischen Beiträgen gaben auch die Schulleitung und der Elternbeirat den Absolventinnen manch guten Rat mit auf den Weg. Die Kollegstufensprecherinnen, Veronika Ertl, Sophia Hunger und Ricarda Schumacher, schilderten ihre Schulzeit in Form eines Märchens, in dem die angehenden Prinzessinnen so manche Prüfung bestehen mussten, bevor sie sich über ihren verdienten Erfolg freuen konnten. Diese Freude spiegelte sich in den Gesichtern aller Abiturientinnen, als sie endlich ihre Zeugnisse in Empfang nehmen durften.

In der letzten Schulwoche sind diesmal zwei Jahrgangsstufen, K12 und Q11, auf Studienreisen. Damit kündigt sich bereits der doppelte Abiturjahrgang an, der uns im nächsten Jahr besonderen Einsatz abverlangen wird. Für die Jahrgangsstufen 5 –10 bieten die Projekttage die Möglichkeit, sich über den normalen Stundenrahmen hinaus mit verschiedensten Themen wie „Ein Tag im Kloster“, „Präsentationstechniken mit modernen Medien”, „Interkulturelles Training“, oder verschiedenen Berufsbildern zu beschäftigen. Ein gemeinsames Schulfest und ein Wandertag bieten Raum für Begegnungen und gemeinsames Erleben und geben dem Schuljahr mit all seinen Mühen einen guten Abschluss. Ursula Weger

Unsere guten Wünsche begleiten unsere Absolventinnen in eine hoffentlich erfolgreiche Zukunft.

Ursula Weger

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Schülerinnen und Schüler in Verantwortung

Bericht der SMV

Auf die Plätze – Fertig – Los! Das war der Startschuss für unser halb altbewährtes und halb neugewähltes SMV-Team bestehend aus: Hanni, Anna, Teresa, Franzi, Kathi und Sofia. Im Laufe dieses Schuljahres hatten wir als Schülersprecherinnen wieder viele Hürden zu überwinden, die wir durch unseren guten Zusammenhalt und unser Engagement leicht bezwingen konnten. Aber von Anfang an: Da wir im Jahr zuvor leider keine Mittelstufenparty hatten, haben wir gleich am Anfang des Schuljahres die erste organisiert, die ein Riesenerfolg wurde. An diesem Abend sind nicht nur die begeisterten Schülerinnen und Schüler aller Landshuter Schulen ins Schwitzen gekommen, sondern auch wir und unsere Kollegen der anderen Gymnasien hatten unseren Spaß. Deshalb haben wir uns fest vorgenommen im zweiten Halbjahr wieder eine Mittelstufenparty zu veranstalten, die erneut zu einem großen Erfolg wurde. Die nächsten Punkte auf unserem „Reiseplan“ durchs Schuljahr waren die Aids-Aktion und die Nikolausaktion. Am 1. Dezember wurden an unserer Schule, wie jedes Jahr,

Schülermitverwaltung: Mädchen mit Profil

selbstgemachte Aidsschleifen und Steine verkauft. Das Geld, das wir dabei einnahmen, spendeten wir an den Kinder-AidsFond. Unsere fünften Klassen staunten nicht schlecht, als am 6.Dezember der Nikolaus höchstpersönlich mit seinen helfenden Engelchen zu Besuch kam und aus seinem goldenen Buch etwas über die Klasse vorlas. Natürlich gab es danach auch ein paar kleine Süßigkeiten von ihm. Damit jedoch unsere anderen Klassen auch etwas bekamen, waren an diesem Tag viele Helfer-Engelchen im ganzen Schulhaus unterwegs und verteilten kleine Leckereien in den Klassen. Dann gab es erst mal eine Verschnaufpause für unser SMVTeam. Doch zu lange ausruhen kam für uns natürlich nicht in Frage und deshalb starteten wir und die anderen Schülersprecher

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der Gymnasien gleich mit den Vorbereitungen für den alljährlichen Oberstufenball, der dieses Schuljahr unter dem Motto „Party Animals“ im Ballsaal Bernlochner stattfand. Zusammenfassend kann man sagen, dass es ein toller Abend war, bei dem man viele verschiedene und ausgefallene Kostüme bewundern konnte. Kurz darauf folgte die Rosenaktion. Unsere Schülerinnen haben wieder fleißig Briefe an die anderen Schulen verschickt und auch viele Briefe mit Rosen bekommen. Vor den Osterferien kam der Osterhase natürlich auch zu uns an die Schule und versteckte ein Körbchen mit leckeren Schokoeiern für jede Klasse innerhalb und außerhalb des Schulhauses. Das Geld, welches wir durch den Kuchenverkauf an Elternsprechtagen, dem Weinverkauf beim Weihnachtskonzert und durch andere Veranstaltungen gesammelt haben, sahen wir in einer Spende für unsere Partnerschule Colegio

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Schülerinnen und Schüler in Verantwortung

Ave Maria in la Paz (Bolivien) gut angelegt. Nun starteten wir in die letzte Runde des Schuljahres 2009/10, bei der uns „Rock im Kloster“ bevorstand. Am 22.7.2010 verwandelte sich die Pausenhalle des Schulhauses Seligenthal in eine Art „Konzerthalle“, in der die Landshuter (Schul-) Bands die Chance auf einen öffentlichen Auftritt hatten. Alle Schülerinnen und Schüler der anderen Schulen waren natürlich herzlich eingeladen. Der Abend war der krönende Abschluss für ein gigantisches Schuljahr 2009/10! An dieser Stelle wollen wir uns bei allen Helfern und Lehrern bedanken, die uns durch das Schuljahr begleitet haben, vor allem bei Frau Weger, Frau Fischer und Frau Müller, die uns in jeder Hinsicht unterstützt haben und auf die wir immer zählen konnten. Auch wollen wir, die altbewährte SMV: Hanni, Anna und Teresa, uns verabschieden, denn wir sind mit dem Ende dieses Schuljahres im Ziel angekommen. Wir wollen Danke sagen für die tolle, schöne und wunderbare Zeit, die wir als Schülersprecherinnen in Seligenthal haben durften und wünschen dem neuen SMV-Team viel Erfolg. Wir hoffen, sie nehmen ihr Amt mit genauso viel Freude und Begeisterung wahr, wie wir es getan haben. Eure SMV

Bericht der SMV, Haiti-Spendenaktion

Großartige Spendenaktion für Haiti Die Schüler des Gymnasiums Seligenthal zeigten sich hilfsbereit und engagiert. Für die Aktion „100 Cent für Haiti“, bei der die Schüler zur freiwilligen Spende für die Opfer des Erdbebens in Haiti aufgerufen wurden, sammelten sie eine stolze Summe von 700 €.

Die Gymnasiasten freuen sich sehr, dass sie mit diesem Betrag die Schüler des Centre St. Joseph in Haiti unterstützen können. Seligenthal folgte damit einem Aufruf des Katholischen Schulwerks in Bayern, das mit seiner großartigen Spendenaktion 88.000 € vor allem für dringend notwendige medizinische Hilfe bereitstellen konnte. Nach letzten Meldungen sind alle Hilfsmittel in Haiti angekommen. Dank der großzügigen Spenden können bereits wieder alle bisherigen Schüler und weitere Flüchtlingskinder aus der Hauptstadt das Centre St. Joseph besuchen. Anna Geltinger für die Schülersprecherinnen

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Einer für alle – was macht eigentlich ein Klassensprecher? Klassensprechertag 5. – 7. Jahrgangsstufe am 19.10.2009 Im Rahmen des Klassensprechertags der Jahrgangsstufen 5 mit 7 des Gymnasiums wurde ein Beitrag für den Schülerwettbewerb für politische Bildung erarbeitet. Die Mädchen und ein Junge setzten sich intensiv mit den Aufgaben und Grenzen der Klassensprecher auseinander. Zudem konnten sie Probleme ansprechen, die ihre Arbeit als Klassensprecher, oder aber die Klasse bzw. die ganze Schule betrafen. Dabei wurden sie von Unterstufenbetreuer Helmuth Fischer, den Verbindungslehrerinnen Maria Fischer und Dunja Müller und der SMV bzw. den Mediatorinnen des Gymnasiums unterstützt. Schulleiterin Ursula Weger stand den interessierten „Jungpolitikern“ zum Abschluss des Programms noch Rede und Antwort. Ort des Klassensprechertags war auch in diesem Jahr wieder die Jugendherberge Landshut, wo wir herzlich empfangen wurden. Nachtrag: Wir haben uns tatsächlich gegen die Konkurrenz durchgesetzt und einen schönen Buchpreis gewonnen. Dunja Müller

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Schülerinnen und Schüler in Verantwortung

Klassensprechertag Unterstufe

Demokratie beginnt im Klassenzimmer Die Klassensprecherinnen der Klassen 5 mit 7 des Gymnasiums Seligenthal unter den Preisträgern des Schülerwettbewerbs der Bundeszentrale für politische Bildung Die Jury der Bundeszentrale für politische Bildung war beeindruckt: Die Klassensprecherinnen der Unterstufe des Gymnasiums Seligenthal haben sich mit ihrem Beitrag zum Schülerwettbewerb nicht nur viel Arbeit gemacht. Ihr Thema „Einer für alle – Was macht eigentlich ein Klassenspre-

cher?“ hat sie offensichtlich beschäftigt und zu kreativer Leistung angespornt. Die Anstrengung wurde belohnt: Die Mädchen und Jungen bekommen von der Bundeszentrale für politische Bildung als Preis eine Bücherkiste mit 40 altersgerechten und anspruchsvollen Büchern. „Im Rahmen des Klassensprechertags, den wir auf der Jugendherberge in Landshut abgehalten haben, haben sich alle große Mühe gegeben und ihre eigenen Erfahrungen zum Thema Klassensprecher als Grundlage ge-

nommen, um sich intensiver mit der Thematik auseinanderzusetzen“, freut sich Verbindungslehrerin Maria Fischer. Zusammen mit ihrer Kollegin Dunja Müller, Unterstufenbetreuer Helmuth Fischer, Vertreterinnen der SMV, den Mediatorinnen und Schulleiterin Ursula Weger durften die Kinder mehr über demokratische Prozesse an der Schule und Mitwirkungsmöglichkeiten erfahren. Schließlich gestalteten sie ein fünfseitiges Konvolut, das über die wichtigsten

Die Klassensprecherinnen der Unterstufe

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Schülerinnen und Schüler in Verantwortung

Aufgaben, aber auch Grenzen des Klassensprecheramtes informierte und als Grundlage für die gesamte Unterstufe und ihre SMV-Arbeit dienen soll. Die Konkurrenz, gegen die sich die Seligenthaler SchülerInnen mit ihrem Beitrag durchsetzen konnten, war riesig. Fast 50.000 Jugendliche der 5. – 11. Jahrgangsstufe aus Deutschland und Österreich haben beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2009 mitgemacht. 2259 im Team erarbeitete Projektergebnisse waren zu bewerten. Die Jury setzte sich aus Fachlehrkräften sowie Mitarbeitern einiger Kultusministerien zusammen. Neben dem Thema „Klassensprecher“ hatten die Kinder und Jugendlichen noch viele weitere Aufgabenstellungen zur Auswahl: „Fairplay? – Ein Blick in Chinas Spielzeugfabriken“, „Warum die Mauer fiel“ oder „Augen auf! – gemeinsam gegen Vandalismus“ und das freie Thema „Politik aktuell“ waren darunter. Der angesehene Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Bundesprädsidenten steht, möchte wichtige Themen in die Schulen hineintragen, methodische Anstöße geben und so die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer unterstützen. Dunja Müller

Klassensprecherseminar in Kreuth

Klassensprecherinnen der Mittel- und Oberstufe in Wildbad Kreuth Verantwortung in der Schule übernehmen... so lautete das Thema der diesjährigen Klassensprecherinnentagung in Wildbad Kreuth. Zwei Tage durften 29 Schülerinnen unseres Gymnasiums dem Schulalltag entfliehen und sich an einem Ort austauschen, wo auch bayerische Politiker gerne tagen. In diesem stimmungsvollen Ambiente wurden sie am Dienstag, den 13. April 2010 von Oberstudiendirektor Edmund Speiseder, Schulleiter des Gymnasiums der Ursulinen-Schulstiftung in Straubing und Mitglied im Bildungsbeirat des Bayerischen Philologenverbandes, empfangen. Edmund Speiseder führte in die Arbeit der Hanns-Seidel-Stiftung ein und führte den Mädchen auch deutlich vor Augen, dass sie sich in einer verantwortungsvollen Rolle befänden, die sie zu einem wertvollen Mitglied der Schulfamilie mache. Schule sei nicht nur Bildungsinstitution, sondern auch Wertegemeinschaft, die den Menschen forme und somit besondere Umgangsformen für das Miteinander jeden Tag aufs Neue einfordere.

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Doch mit Werten alleine sei es nicht getan. Damit eine Werteerziehung auch fruchte, müssten junge Menschen immer wieder angehalten werden, sich ihrer eigenen Werte bewusst zu werden und einen eigenen Standpunkt beziehen, was in unserer pluralen Gesellschaft oft gar nicht so leicht sei. In Gruppen erarbeiteten die Schülerinnen, was sie von der Schule auch im Hinblick auf ihre Lebenswirklichkeit erwarteten. Zusammen mit Schulleiterin Ursula Weger und den Verbindungslehrerinnen Maria Fischer und Dunja Müller wurden nach dem Abendessen noch anstehende Projekte geplant, wie beispielsweise die Projekttage der letzten Schulwoche, „Rock im Kloster“ und auch das Schulfest. Manche hatten danach noch genug Energien, das hauseigene Schwimmbad zu benutzen, sodass der erste Tag nicht zu arbeitsam endete. Der nächste Tag stand unter dem Motto „SMV-Arbeit professionalisieren“ und wurde von Frau Dr. Cornelia Wolfgruber, RhetorikTrainerin und Dozentin für Design- und Kommunikationstheo-

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Schülerinnen und Schüler in Verantwortung

Klassensprecherseminar in Kreuth

Klassensprecherinnen der Mittel- und Oberstufe beim Klassensprecherseminar in Wildbad Kreuth

rie an der Hochschule München, geleitet. Beginnend mit einem Impulsreferat zu Teambildung und der Wichtigkeit von „Networking“ wurden die Mädchen in die einzelnen Phasen der Teambildung eingeweiht und erfuhren zugleich auch die Probleme, die bei

Teambildungsprozessen regelmäßig auftauchen. In Rollenspielen und Diskussionsrunden konnten unterschiedliche Konstellationen ausprobiert und reflektiert werden. Auch bekamen die Schülerinnen immer ein Feedback darüber, wie sie sich im Team verhalten und wie ihr kommunikatives Agieren auf an-

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dere wirkt. Gegen 15:00 Uhr brach die Gruppe dann wieder in Richtung Landshut auf, wo alle zufrieden feststellten, dass es sich um zwei zwar arbeitsintensive, aber auch sehr lohnende Tage gehandelt habe. Dunja Müller

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Schülerinnen und Schüler in Verantwortung

Tutorenprogramm

Tutorenprogramm Auch in diesem Jahr fand das Tutorenprogramm unter der Leitung von Frau Glas statt. Die insgesamt 29 Tutorinnen aus der 10.Jahrgangsstufe halfen den ca. 110 Schülern und Schülerinnen aus den sechs 5.Klassen beim Übertritt ins Gymnasium. Das eigentlich sechswöchige Programm startete mit einer Kennenlernstunde, in der sich die Tutoren den „Neulingen“ vorstellten und versuchten durch verschiedene Spiele die Angst und Schüchternheit vor den noch etwas unbekannten Klassenkameraden zu nehmen. Bei der Schulhausrallye konnten die Fünftklässler das Schulhaus erkunden, was allen viel Spaß gemacht hat. Ein schönes Erlebnis war auch ein gemeinsamer Kinobesuch.

Die Tutorinnen… Einige Tutorinnen führten das Programm über den eigentlichen Zeitrahmen hinaus weiter und organisierten auch einige Feste, wie z.B. eine Halloweenparty, eine Weihnachtsfeier oder Ostereiersuchen. Doch das Highlight war sicherlich die Faschingsfeier, die zusammen mit den ehemaligen Tutorinnen und Tutorenkindern des vorherigen Jahres veranstaltet wurde! Margaretha Erber (10a) und Halat Akin (10b)

… und ihre Schützlinge aus den 5. Klassen

10a Ariane Michalski, Pia Götzberger, Katja Strobl, Sarah Pfaff, Julia Geishauser, Julia Glasl, Elena Pielorz, Margaretha Erber, Elisabeth Müller

10b Halat Akin, Regina Gerung, Petra Ziegler, Anna Schidek, Theresa Weigl

10c Sabine Schönberger, Daniela Krentz, Rebekka Lessmann, Angelina Marchl, Lucia Kraus, Sandra Wocheslander, Rebecca Alt, Hanna Thalhammer-Bauer, Julia Rink, Nadja Paulukuhn, Tatjana Hahn, Bettina Fürstenwerth, Tamara Roider, Sarah Angermeier, Katharina Kottmayr, Anna Rhöse Ein herzlicher Dank geht an Frau Glas, die uns dies alles ermöglicht hat!

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Schulentwicklung

Die Optimierung der Ganztagesbetreuung als Hauptaufgabe der Schulentwicklungsgruppe Die Schulentwicklungsgruppe, die bereits seit Jahren Anregungen der verschiedenen Gruppen der Schulfamilie aufgreift und daraus praktikable, zukunftsweisende Konzepte in enger Zusammenarbeit mit den Schulleitungen von Gymnasium und Wirtschaftsschule, Frau Weger und Frau Liebig, sowie der Schulstiftung entwickelt, formierte sich durch die turnusmäßige Wahl zu Beginn des Schuljahres neu. Ein fester Mitarbeiterstamm blieb bestehen, zu dem junge Kolleginnen und Kollegen hinzugewählt wurden und weitere „freie“ Mitarbeiter mit Interesse für die jeweils

anstehende Thematik dazukamen. Frau Schleinkofer übernahm wieder die sorgfältige Vorbereitung und Leitung der Treffen. Der Besuch der Schulentwicklungsgruppe im St.-GotthardGymnasium der Benediktiner Niederalteich, einer gebundenen Ganztagsschule, noch am Ende des letzten Schuljahres zeigte eindeutig, dass die bisher bestehende offene Ganztagesbetreuung für die Seligenthaler Eltern und Schüler entscheidende Vorteile gegenüber der gebundenen Form bringt. So können die Eltern weiterhin frei entscheiden, ob und für wie viele Jahre sie eine Nachmittagsbe-

treuung für ihre Kinder wünschen. Die Hauptaufgabe dieses Jahres war daher, im Auftrag der Schulstiftung zusammen mit Frau Hummer, der Leiterin der Ganztagesbetreuung (GTB), einer eigenständigen Einrichtung der Schulstiftung, das bestehende Konzept weiterzuentwickeln. Um nutzerorientiert arbeiten zu können, führte die Schulentwicklungsgruppe zunächst eine Umfrage bei den Schülern der GTB und getrennt davon bei deren Eltern durch und holte Verbesserungsvorschläge ein. Die Auswertung ergab eine hohe Zufriedenheit gleichermaßen bei Eltern

Im Fokus der Schulentwicklungsgruppe: Austausch zwischen Gymnasium, Wirtschaftsschule und Ganztagesbetreuung

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Elternbeirat

und Schülern in Bezug auf die Lernzeit, den Umfang der Betreuung und die Musikangebote. Als verbesserungswürdig wurden v.a. die Vielfalt der Freizeitangebote und die Ausstattung der Räume angesehen. Unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse erarbeiteten drei themenorientierte Arbeitsgruppen in Abstimmung mit Frau Hummer Vorschläge, um das bestehende Konzept nachhaltig zu optimieren. So soll ab nächstem Schuljahr den Kindern der GTB ein deutlich erweitertes, weiterhin freiwilliges Freizeitangebot zur Verfügung stehen, das zusätzlich durch die mögliche Teilnahme an den Wahlfächern des Gymnasiums z.B. im sprachlichen, sportlichen und sozialen Bereich an Attraktivität gewinnen wird. Das fertige Konzept soll am Ende dieses Schuljahres dem Kollegium vorgestellt werden und zum neuen Schuljahr starten. Die enge Zusammenarbeit der Schulentwicklungsgruppe mit Frau Hummer, die durch ihre reiche Erfahrung klare Zielvorstellungen hat, weckte bei allen Beteiligten den Wunsch, den gegenseitigen Austausch zwischen Gymnasium, Wirtschaftsschule und Ganztagesbetreuung zu fördern, um in Zukunft ein noch intensiveres Miteinander pflegen zu können. Maria Fischer

Bericht

Elternbeirat zieht positives Fazit Zum Ende dieses Schuljahres blicken wir wieder auf eine ereignisreiche und fordernde Zeit zurück, die die Mitglieder des Elternbeirats sicher in sehr positiver Erinnerung behalten werden. Als besondere Ereignisse, die unsere Arbeit zum Teil sehr deutlich geprägt haben, seien hier beispielsweise genannt: ■ der personelle Wechsel in der

Schulleitung, ■ die Verpflegung der Gäste des

Sommerfestes mit Gegrilltem, Salaten und Getränken, ■ die Verpflegung der Gäste des Kennenlerntages mit Kaffee, Kuchen und Getränken, ■ die Beteiligung an der Veranstaltung „Kinder laufen für Kinder“, ■ die Organisation des 1. gemeinsamen Ski-Basars der Landshuter Gymnasien, ■ die Durchführung der Umfrage der Elternbeiräte der Landshuter Gymnasien bei Schülern und Eltern. Mit Freude haben wir im zurückliegenden Jahr die großen, aber auch die vielen kleinen Veränderungen an unserer Schule zur Kenntnis genommen, die wir z.T. aktiv begleiten oder unterstützen durften, und die alle dazu beige-

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tragen haben, die Schule weiter zu entwickeln und proaktiv auf die Zukunft auszurichten. Die überwiegende Zustimmung der Eltern- und Schülerschaft zu dieser Entwicklung war auch aus den Ergebnissen der erst vor kurzem durchgeführten Schulumfrage deutlich zu erkennen. Bei dieser Umfrage stellte sich auch heraus, dass sich Eltern und Schüler durchaus sehr kritisch mit der Schule und dem Schulleben auseinandersetzen, was wir als gute Grundlage für einen künftigen Dialog um die Weiterentwicklung der Schule sehen. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit lag in der Verbesserung der Kommunikation innerhalb und außerhalb der Schule. So wurden die gemeinsamen Gespräche mit Kloster- und Schulleitung sowie Vertretern der Schulstiftung fortgeführt. Auf städtischer Ebene findet seit ca. einem Jahr eine regelmäßige Abstimmung der Elternbeiratsvorsitzenden der Landshuter Gymnasien statt, was unter anderem zur gemeinsamen Durchführung der Umfrage der Elternbeiräte an allen Gymnasien geführt hat und darüber hinaus den Einfluss der Elternschaft insgesamt auf das kommunale Schulwesen stärkt. Unser besonderes

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Elternbeirat

Interesse lag auch in diesem Schuljahr wieder in der regelmäßigen Fortführung des Schulforums, da hier die Vertreter nahezu aller Einzelgruppen der Schulfamilie beteiligt sind und es somit nur in diesem Forum möglich ist, ein gemeinsames Meinungsbild zu bestimmten Sachverhalten zu erarbeiten sowie übergreifend gemeinsame Entscheidungen zu treffen. Erfreulicherweise konnten wir heuer nach vielen Jahren des Rückgangs erstmalig wieder ein leichtes Ansteigen des Spendenaufkommens der Eltern an den Elternbeirat verzeichnen. Durch diese Entwicklung sind wir zuversichtlich, dass es auch in Zukunft möglich sein wird, allen berechtigten Anfragen aus Lehrer-, Schüler- oder Elternschaft zur finanziellen Unterstützung entsprechen und somit den Schulalltag nachhaltig berei-

Bericht

chern zu können. Wir bedanken uns bei allen Spendern aufs Herzlichste für deren Unterstützung. Mit dem Ende des Schuljahres endet auch die zweijährige Amtsperiode des Elternbeirats und wir möchten die Gelegenheit nutzen, uns bei all denen zu bedanken, die unsere Arbeit auf unterschiedlichste und sehr engagierte Art und Weise unterstützt haben. Besonders bedanken wir uns bei Frau Weger, aber auch noch einmal bei Schwester Christiane für die sehr vertrauensvolle und stets offene Zusammenarbeit in den letzten zwei Jahren. Für die im neuen Schuljahr bevorstehende Elternbeiratswahl hoffen wir darauf, dass sich wieder zahlreiche Eltern als Kandidaten zur Wahl stellen. Dem

Elternbeiratsvorsitzende Frau Maria Dollinger-Wackerl

künftigen Elternbeirat wünschen wir in seiner Aufgabe viel Erfolg und gutes Gelingen bei seinen Vorhaben. Wir wünschen der ganzen Schulfamilie erholsame Ferien und alles erdenklich Gute für das nächste Schuljahr. Maria Dollinger-Wackerl Vorsitzende des Elternbeirats

Grundkurs Fotografie Theresa Näger Gymnasium der Schulstiftung Seligenthal

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Förderverein

Das Wohl der Schule im Blick

Seit zehn Jahren das Wohl der Schule im Blick: 10. Tag der Freunde und Förderer des Gymnasiums Seligenthal Trotz herrlichsten Wetters am Samstagnachmittag präsentierte sich die Aula im Gymnasium Seligenthal gut besucht zum 10. Tag der Freunde und Förderer des Gymnasiums Seligenthal. Nicht nur für die 1. Vorsitzende Gertraud Hergeth war dies ein Zeichen, dass der Verein seinen Zweck sehr ernst nimmt und mit mittlerweile 520 engagierten Mitgliedern auch entsprechend förderstark aufgestellt ist. Erst heute habe sie wieder 19 neue Beitritte bekommen, freute sich Frau Hergeth. Als sie vor zehn Jahren gebeten wurde, sich an dieser Stelle ehrenamtlich nach ihrer Pensionierung als langjährige Lehrerin in Seligenthal zu engagieren, musste Gertraud Hergeth nicht lange überlegen. Der Förderverein Vorsitzende: Frau unterstützt Gertraud Hergeth die Schule in finanziellen Belangen, die der normale Schulhaushalt nicht abdeckt. Bedürfnisse der Fachschaften werden vom

Förderverein unbürokratisch und schnell bezuschusst, z. B. in den letzten Jahren Computer für den Medienbereich, eine Beamer-Leinwand, Instrumente oder Veranstaltungen wie eine Dichterlesung und Fahrten. Für Gertraud Hergeth und den Verein der Freunde und Förderer des Gymnasiums Seligenthal ist es wichtig, die Zusammengehörigkeit und Gemeinschaft auch nach der Schullaufbahn zu erhalten. Viele ehemalige Schüler nutzen dies gerne und engagieren sich. Der Verein veranstaltet auch viele kunsthistorische Führungen in Seligenthal und sorgt sich um den Erhalt von Geschichte und Geschichten. Beim 10. Tag der Freunde und Förderer war es auch diesmal Tradition, einen kunsthistorischen Vortrag zu hören. Die ehemalige Schülerin des Gymnasiums Seligenthal, Kunsthistorikerin Martina Paringer, hielt einen kurzweiligen Vortrag zu Ludwig X., dessen Leben und Wirken im vergangenen Jahr in der Ausstellung „Ewig blühe Bayerns Land“ in Landshut beleuchtet worden war. Paringer stellte Ludwig X. als frühmodernen Fürsten des 16. Jahrhunderts, als jüngeren Bruder des politisch viel bedeutenderen Wilhelms IV. und doch ehrgeizigen und gewandten, lebenslustigen Menschen vor.

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Musikalisch gut umrahmt… Lieblingssohn der Mutter sei Ludwig X. gewesen, und wenn er auch zum Grafen degradiert worden sei, so habe er doch politisch gewirkt und sich Verdienste als Diplomat erworben und gemeinsam mit seinem Bruder 30 Jahre lang regiert, so Paringer. Ludwig X. war als Stadthalter in Landshut ansässig gewesen, sein Leichnam liegt in der Abteikirche Seligenthal begraben. „An der Steinplatte auf dem Boden konnte ich nie ohne einen Blick darauf vorbeigehen. Sie hat mich seit der 1. Klasse fasziniert und ich habe mich gefragt, wer ist dieser Mann“, sagte Martina Paringer in ihrem Vortrag. Musikalisch wurde der Tag der Freunde und Förderer umrahmt

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Förderverein

Besuch aus Schio

Besuch des Schulleiters unserer Partnerschule in Schio

Führung durch den Klostergarten von Anna Betz, Franziska Poppe, Christina Schindler und Corinna Hartl, Schülerinnen der 11. und 12.Jahrgangsstufen am Gymnasium Seligenthal. Sie spielten Werke von Telemann und Debussy als Querflötenquartett. Viel Applaus bekam Solistin Corinna Hartl mit Claudia Schmidt am Klavier für ihre hervorragend interpretierte Ballade op.288 von Carl Reinecke. Die Musikerinnen gehörten u.a. den letzten Leistungskursen Musik am Gymnasium Seligenthal an. „Trauer wegen dem letzten Leistungskurs Musik habe ich nicht. Durch das musische Gymnasium kommen die Kleinen bald nach, das ist das Schöne“, sagte Gertraud Hergeth. Mit einer Führung durch den Klostergarten endete der informative Teil des Nachmittags, bevor der Jahresbericht 2009 bei der Mitgliederversammlung erörtert wurde, Kassenwart Christine Miksik den Kassenbericht vorstellte und schließlich Vorstand und Kassenprüfer einstimmig entlastet wurden.

Es war für uns eine große Freude und Ehre, dass der Preside Antonio Caruso des Liceo Scientifico Tron im Mai unserer Schule einen Besuch abstattete, zumal er bei unserem 30-jährigen Jubiläum leider verhindert war. Unterstützt von Frau Gerti Hergeth und Frau Maria Fischer kam es zu einem lebhaften und sehr interessanten Gedankenaustausch über die europäischen Bildungssysteme und die

Folgen der weitreichenden Reformen, die in Italien momentan große strukturelle Veränderungen bewirken. Bei dieser Gelegenheit wurde auch von beiden Seiten die Wichtigkeit des Schüleraustausches betont, um die Freundschaft zwischen unseren Schulen und Völkern weiter zu vertiefen, und so freuen sich unsere Schülerinnen schon wieder darauf, im Herbst für eine Woche nach Schio fahren und dort in Gastfamilien leben zu können.

Auf dem Bild von links nach rechts: Gertraud Hergeth, Äbtissin Petra Articus, Ursula Weger, Antonio Caruso, Luciana Pozzer, Maria Fischer

Elisabeth Lackermeier

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Auszug aus der Schulchronik

2009/2010

September 2009 14./15.09. 1. Allgemeine Lehrerkonferenz 14.09. Einführung der neuen 5.Klassen in der Aula 15.09. Pädagogischer Tag 17.09. Schulbeginn 21.09. K12: Kollegstufenbesprechung K12, LK Englisch (Langer): Meeting mit amerikanischem Botschafter in München 22.09. 1. Wandertag 23.09. Q11: Besprechung 26.09. K12, LK Kunst (Deimel): Besuch der alten Pinakothek 29.09. 6. Klasse: Zentraler Jahrgangsstufentest Deutsch 8. Klasse: Zentraler Jahrgangsstufentest Mathematik 10. Klasse: Zentraler Jahrgangsstufentest Englisch

Dezember 2009 01.12. 1. Vorspielabend 10.12. 6. Klasse: Vorlesewettbewerb 16./17.12. Weihnachtskonzerte 18.12. 10. Klasse: Oberstufenbesprechung 22.12. Weihnachtsfeier in der GTB 22./23.12. vorweihnachtliche Gottesdienste 23.12. Weihnachtsfeier des Lehrerkollegiums Januar 2010 07.01. Q11 BuS (Fischer M.): Besuch des BIZ in Landshut 11.01. 9c (Loibl): Besuch des BIZ in Landshut Preisverleihung Antolin 12.01. Q11 Englisch (Huber): Vortrag im Amerikahaus in München 14.01. Q11 BuS (Loibl): Besuch des Assessment Centers K12 GK Deutsch: Gedichtvortrag von Fr. Tieber „Streifzug durch die Literatur“ Q11 W-Seminar Biologie (Gruber-Lange): Besuch der Stadtbücherei 18.01. 9c (Bernhard, Loibl): Betriebserkundung des BMW-Werks Dingolfing 22.–24.01. Kammermusikwochenende (Schleinkofer) 25.01. 6.–13.Klasse (Fischer M.): Klassensprecherversammlung 27.01. 7d: Unterrichtsgang zum Thema „Mittelalter – Stadtgeschichte“

Oktober 2009 01.10. 6. Klasse: Zentraler Jahrgangsstufentest Englisch 10. Klasse: Zentraler Jahrgangsstufentest Mathematik 05.10. Lehrerwandertag an den Spitzingsee 06.10. Q11 BuS (Fischer M., Kratzer): Bewerbungstraining und Firmenbesichtigung bei Fa. Siemens in München 9./10.Klasse (Müller, Sickau): Besuch von Nevfal Cumart und Workshops zu kreativem Schreiben 09.10. Klassensprecherversammlung zur Wahl der Schülersprecher 13.10. K12, LK Latein (Weger): Landeswettbewerb Alte Sprachen 14.10. Amtseinführung der Schulleiterin Ursula Weger 17.10. K13, LK Kunst (Deimel): Besuch der neuen Pinakothek 19.10. 5. – 7. Klasse (Fischer H., Fischer M., Müller): Klassensprecherfortbildung 19.–25.10. Schüleraustausch nach Italien (Gruber-Lange, Hergeth, Sickau): Partnerschule Liceo Scientifico Nicolo Tron in Schio 20.10. Q11 Englisch (Huber): Besuch der englischen Theateraufführung „The Picture of Dorian Gray“ im Stadttheater Landshut 22.10. Q11, K12, K13 (Dreier, Huber, Koslowski): Besuch der französischen Theateraufführung „Le Petit Prince“ in München 29.10. Seligenthal als Gastgeber der Niederbayerischen Direktorentagung

Februar 2010 01.02. 9.Klasse (Krieg): Lesung von Mirjam Pressler zum Tag des Gedenkens an NS-Opfer Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ Oberstufe (Oswald): Einzelsprechstunden mit Fr. Schröter von der AA 02.02. 10. Klasse: Hörtest 03.02. K12 GK Geschichte (Lindl, Werner): Exkursion zum Armeemuseum in Ingolstadt 10. Klasse: Vorstellen der W- und P-Seminare für die Q11 04.02. K12 LK Musik (Schleinkofer): Konzert 05.02. 10. Klasse: Workshop „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“ 08.–13.02. Q11 Französisch K12 LK Französisch (Dreier, Brandstetter): Projekt „Classe Villette“ in Paris K12 GK d1, d4: Vortrag von Fr. Schröter von der AA 10.02. K12 GK d2, d3, LK Deutsch: Vortrag von Fr. Schröter von der AA Q11 Chemie, K12/K13 LK Chemie (Dr. Menhofer, Sr. Mirjam): Exkursion zu Wacker Chemie nach Burghausen 11.02. Q11: Vortrag von Fr. Schröter von der AA 23.02. K12 GK Deutsch (Krieg, Mirtes): Besuch des Schiller-Museums in Marbach 24.–26.02. Wortgottesdienste mit Aschenauflegung 25.02. National Geographic Wettbewerb (Bernhard, Eberhard) 26.02. Französischer Tag

November 2009 09.–13.11. 5b, d: Schullandheimaufenthalt in Pottenstein 11./12.11. 7b, c: Techniktage 11.–13.11. Gottesdienste 16./17.11. 7a, d: Techniktage 19.11. Präsentationsabend zu den Techniktagen der 7. Klassen 23.11. 9b (Loibl): Betriebserkundung bei Fa. ebmpapst 25.11. 9b (Loibl): Existenzgründer-Wettbewerb BMW Landshut 27.11. 5a, b; 6a (Schleinkofer): Besuch der Schulveranstaltung von Mendelssohns „Sommernachtstraum“ Mitwirken eines Projektchores (Schleinkofer) bei der Aufführung Stadtfinale Volleyball

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Auszug aus der Schulchronik

2009/2010

März 2010 01.03. 02.03.

Mai 2010 03.05. 03.-05.05. 06.05. 06.–21.05. 08.05.

9a (Loibl): Besuch der Sparkasse Landshut 9ab SPG-Gruppe, 9c (Bernhard, Dassler F., Krieg): Besuch der Ausstellung zum Internationalen Frauentag im Landshuter Rathaus 03.03. Kammermusikabend 08.03. 10c (Krieg): Planspiel „Der Landtag sind wir“ 09.03. 8a, b, c; 9a, b; 10b: Besuch des Vortrags „Kleidung der römischen Frau und Legionärsausrüstung“ 11.–15.03. K12 LK Geographie (Eberhard, Peis): Exkursion nach Mallorca 12.–19.03. Schüleraustausch aus Ungarn 15.03. 9b (Loibl): Besuch der Sparkasse Landshut 17.03. Q11 Geschichte (Mirtes): Kinobesuch „Der weiße Rabe“ 18.03. 8. Klasse: BJR-Info Kaengurutag der Mathematik Infoabend am Gymnasium 19.03.–01.04. 10a, b (WSG-Gruppe), 10c: Soziales Praktikum 20.03.–02.04. Q11, K12: Besuch der Partnerschule in Taiwan 24.03. Frühjahrskonzert Oberstufe: Bußgottesdienst Rope-Skipping Wettbewerb 24.–26.03. vorösterliche Gottesdienste 25.03. Q11 Wirtschaft (Loibl): Besuch des Amtsgerichts Landshut 26.03. 9. Klasse (Baumgartner, Bernhard, Krieg): Besuch der KZGedenkstätte Dachau

10.05. 10.–14.05. 11.05. 14.,15.05. 18.–20.05. Juni 2010 07.–11.06. 14.-18.06. 17.06. 25.06. 28.06. 30.06.

Colloquium 5a,c,e,f: Schullandheimaufenthalt in Eichstätt Aktion „Schüler helfen leben“ Entlassung der Abiturienten 9a: Besuch des BIZ 5c (Schleinkofer): Besuch des Bayerischen Nationalmuseums

Juli 2010 06./08./14.07.5def (Fröschl, Kobler): Besuch des Bayerischen Nationalmuseums 07./16.07. 5a, b (Schleinkofer): Besuch des Münchner Stadtmuseums 11.–25.07. Besuch aus der Partnerschule in Taiwan 11.07. Workshop „Alte Musik“ 14.07. Q11, K12, K13 Musik: Workshop „Emma“ 26./28.07. Projekttage 27.07. Schulfest 29.07. Wandertag 30.07. Ausgabe der Jahreszeugnisse

April 2010 13./14.04.

8.–13.Klasse (Fischer M.): Klassensprecherseminar in Wildbad-Kreuth 14.04. 9b (Loibl): Besuch des BIZ 15.04. 10. Klasse: Besuch des Musicals „Rent“ im deutschen Theater Abitur-Gesamtprüfungskonferenz 17.04. Kennenlerntag 19.04. K12: Besprechung 12.–19.04. Besuch der Partnerschule in Ungarn (Koslowski, Mirtes) 19.-26.04. Schüleraustausch aus Frankreich 21.04. 9./10.Klasse (Fischer M.): Vortrag zur Aktion „Schüler helfen leben“ 22.04. Girl’s Day 24.04. Schriftliche DELF-Prüfung 26.04.–03.05. Schüleraustausch aus Finnland 28.04. K12 (Gruber, Gruber-Lange, Dr. Menhofer, Spanfelner): Exkursion in die Garchinger Heide und die Echinger Lohe 29.04. Q11 W-Seminar Physik (Brandstetter): Exkursion in das Deutsche Museum nach München

September 2010 13.09. 1. Allgemeine Lehrerkonferenz Pädagogischer Tag Einführung der neuen 5. Klassen in der Aula 14.09. Schulbeginn

Elternabende bzw. -versammlungen 20.10.2009 5.Klasse 19.11.2009 7.Klasse 25.11.2009 8.Klasse 30.11.2009 6.Klasse 11.01.2010 10.Klasse 15.04.2010 Klassen 5c,d,e,f 22.04.2010 9.Klasse

Elternsprechtage 26.11.2009 5.Klasse 02.12.2009 6.–13.Jahrgangsstufe 27.04.2010 5.–13.Jahrgangsstufe

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5. Klasse: Autorenlesung Mirjam Pressler 9. Klasse: Besinnungstage 6. Klasse: Autorenlesung Mirjam Pressler Schriftliches Abitur „Kinder laufen für Kinder“ Sponsorenlauf zu Gunsten von SOS-Kinderdörfern 9a: Besuch der Sparkasse Einschreibung Maiandacht Teilnahme am ÖKT in München (Grasser, Kley) Probeunterricht

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Blick in die Fachschaften

Berufs- und Studienwahlorientierung (BuS) Mit BuS als Teil eines jeden P(rojekt)-Seminars wird ab der 11. Klasse ein systematischer Prozess der Berufs- und Studienwahlorientierung in Gang gesetzt, der durch die Teilnahme an Veranstaltungen z.B. im BIZ verstärkt wird oder an der AbiMesse in Poing, der Messe zu Ausbildungsberufen des Arbeitskreises SchuleWirtschaft Landshut oder den Tagen der Studienorientierung an den verschiedenen Hochschulen und Universitäten, an denen den Schülerinnen alle Vorlesungen offenstehen. Die BuS-Lehrer Frau Loibl, Herr Kratzer und Frau M. Fischer förderten die Eigeninitiative der Schülerinnen, gezielt die für sie wichtigen Informationen in einem Portfolio zusammenzutragen und sich für Schnupper-Praktika zu bewerben. Sie gaben die Strategie zur individuellen Entscheidungsfindung vor und zeigten verschiedene Möglichkeiten der Informationsbeschaffung auf.

terschiedlich gewertet. Die Berufsberaterin für Gymnasien in der Agentur für Arbeit, Frau Schröter, informierte alle Schülerinnen über aktuelle Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und die geplanten Neuerungen an den Hochschulen, um den Ansturm des doppelten Abiturjahrgangs zu bewältigen. Neben dem Einholen von Informationen übten die Schülerinnen, Bewerbungsunterlagen korrekt und vollständig zu erstellen. Sie lernten verschiedene Methoden von Auswahlverfahren kennen und bekamen die Möglichkeit, sie unter Anleitung kompetenter Referenten, wie Herrn Hauffe, Geschäftsführer der Barmer Ersatzkasse, zu trainieren.

Das P-Seminar „Kinderarbeit – Was können wir tun?“ organisierte in BuS die Berufsfindungstage am Jahresende, an denen unterschiedliche Berufe aus erster Hand vorgestellt werden. Ein wichtiges Anliegen war es, ein möglichst realistisches Bild eines Berufs oder Studiums zu bekommen, damit jede Einzelne erkennt, ob sie den Anforderungen auch gerecht werden kann. Berufs- und Studienorientierung ist nur sinnvoll, wenn immer wieder Außenkontakte gepflegt werden. Im Folgenden geben Schülerinnen ihre Eindrücke wieder. Maria Fischer

Die neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master regten besonders zur Zeit der Studentendemonstrationen zu Diskussionen an. Auch die Arbeitsbelastung bei einem dualen Studium wurde von den Schülerinnen unGrundkurs Fotografie Theresa Näger Gymnasium der Schulstiftung Seligenthal

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Blick in die Fachschaften

Und was nach der Schule??? Auslandsjahr? – Ausbildung? – Studium? Wer sich darüber noch nicht so sicher war bzw. sich genauer über seine Möglichkeiten nach der Schule oder sogar schon während der Schulzeit informieren wollte, für den bot sich am 20. und 21.11.09 die Abi-Messe in Poing an. Über 220 Aussteller informierten über Hochschulen, Sprachreisen, Ausbildungsplätze, Bacheloroder Masterstudiengänge bis hin zum dualen Studium. Auch hatte man die Möglichkeit, Vorträge auf den aufgestellten Bühnen zu hören und sich in aller Ruhe mit diversen Informationsmaterialien von den Ausstellern einzudecken und sich beraten zu las-

sen. Jedoch war es bei der Fülle an verschiedenen Ausstellern oft etwas schwierig, den Überblick zu behalten. Aber dank der Internetinformationen im Vorfeld und mithilfe einer Abimessenbroschüre fand man sich nach kurzer Zeit gut zurecht. Und wem nach dem Besuch der Messe immer noch nicht der Kopf von den vielen Informationen brummte, der konnte sich nachträglich noch Informationsmaterialien der Aussteller zuschicken lassen oder sich direkt vor Ort ein Bild von ihrem Angebot machen, wie z.B. am Tag der offenen Tür der LMU in München am 6.2.2010. Anna-Theresa Bach

Die Schülerinnen in den Werkstätten der Firma Siemens

Bewerbungstraining bei Siemens für Q11 Im Rahmen von BuS fuhren drei P-Seminare nach München, um im Siemens-Assessment-Center in die Berufswelt eines großen Betriebs hineinzuschnuppern und beim Bewerbungstraining viel Wissenswertes über Auswahlverfahren und Berufsmöglichkeiten im Siemens-Konzern zu erfahren. Herr Felbier, zuständig für technische Ausbildungs- und Studiengänge, informierte uns in Form einer PowerPoint Präsentation über Berufsorientierung und Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bei Siemens. Dabei gab er uns konkrete Informationen über duale Studiengänge (ein Studium, das mit einer gleichzeitigen Ausbildung in einem Betrieb verknüpft ist). Danach widmeten wir uns Bewerbungsverfahren und durften gleich selbst aktiv werden, indem wir einen typischen, schriftlichen Eignungstest bearbeiteten. Schließlich gingen wir einen Schritt weiter zum mündlichen (Gruppen-)auswahlverfahren, das auf die (erfolgreiche) Bewerbung mit Online-Vortest und den schriftlichen Eignungstest folgt.

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Blick in die Fachschaften

aus terminlichen, finanziellen oder grundsätzlichen Erwägungen nicht verfolgten, war der Besuch einer virtuellen Messe, die bis auf das persönliche Gespräch ähnliche Inhalte wie eine reale Messe bietet, durchaus eine Alternative.

Q11 im Siemens Assessmentcenter Dazu konnten wir aus dem Stegreif Kurzreferate über ausgewählte Zitate halten und an einer Gruppendiskussion teilnehmen. Nach der Mittagspause ging es auch schon weiter: Wir bekamen eine Führung durch den Konzern. Hierbei durften wir einen Blick in Werkstätten und Klassenzimmer werfen, in denen fleißig gearbeitet wurde. So konnten

wir mehrere Berufe gleich praxisnah kennenlernen und zwar sowohl in der Werkstatt als auch im Computerraum. Obwohl der Großteil der Schülerinnen keinen der (technischen) Berufe anstrebt, fanden die meisten den Einblick in den Alltag bei Siemens spannend und interessant, auf jeden Fall aber lehrreich und unterhaltsam. Charlotte Unruh

Effizienter arbeiten mit Veranstaltungen zur Berufs- und Studienfindung im Internet Dem Trend der Zeit folgend werden immer mehr reale Welten im Internet in virtuelle Welten abgebildet und dies durchaus mit Vorteilen für SchülerInnen abseits der Ballungszentren, da damit Zeit und

Geld gespart und die Informationstiefe und -breite gesteigert werden. Nachdem einige Schülerinnen den Besuch einer Abimesse in Poing, Nürnberg oder München

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Ihre Eindrücke sollten sie im Rahmen von BuS schriftlich zusammenfassen. Die Ausarbeitung unserer Schülerin Cécile Danner, die durch den Seminarlehrer Dietmar Kratzer an den Veranstalter weitergeleitet wurde, fand dort so großes Gefallen, dass sie in einer Pressemitteilung Niederschlag fand: „Cécile, Schülerin des Gymnasiums Seligenthal in Landshut, stellt nach ihrem Besuch der Einstieg Webmesse fest: „Der klare Vorteil einer virtuellen Messe ist der, dass man jederzeit auf bestimmte Informationen zurückgreifen kann und eine größere Bandbreite von Informationen erhält. Man kann sich über die verschiedensten Berufsbilder sehr gut und verständlich informieren. Zudem wird deutlich, welche unterschiedlichen Möglichkeiten einem nach dem Abitur offen stehen.“ (aus Pressemitteilung der Einstieg Webmesse vom 1.2.2010 www.webmesse.einstieg.com) Dietmar Kratzer

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Blick in die Fachschaften

Seligenthalerinnen hören sich um... Im Antenne Bayern-Studio in München nahmen am Samstag, den 5. Dezember, 15 Schülerinnen und die BuS-Lehrerin Frau Maria Fischer des Gymnasiums Seligenthal an einem Journalismus-Seminar teil. Unter der fachkundigen Leitung von Michael Watzke, Chefreporter von Antenne Bayern und Dozent der Deutschen Journalistenfachschule in München, lernten die Teilnehmerinnen die

vielfältigen Möglichkeiten des Hörfunks kennen, um die unterschiedlichen Informationen aufzubereiten. Während eines Rundgangs durch die Redaktion vermittelte Herr Watzke die typischen Abläufe in einem Radiosender. Anschließend zeigte er die verschiedenen Wege in den Journalismus auf. Dank Frau Fischers Engagement bei der Organisation und Zu-

schüssen des Elternbeirats und der Schulstiftung Seligenthal konnten wir Schülerinnen wertvolle Erfahrungen für die Zukunft sammeln. Solche Seminare bieten wichtige Entscheidungshilfen für die Berufswahl und sollten daher verstärkt von Betrieben angeboten und von Schulen unterstützt werden. Anja und Mirjam Ried

Die Seligenthalerinnen im Antenne Bayern Studio in Ismaning

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Blick in die Fachschaften

Gesellschaftswissenschaften

Mit der Zeitmaschine zu den Dinosauriern nach Argentinien Dass man am Wandertag nicht nur eine Reise um den halben Erdball, sondern gleichzeitig auch in längst vergangene Zeiten antreten kann, das erfuhren die Schülerinnen der Klassen 6a und 6b an ihrem ersten Wandertag im September, als sie die DinosaurierAusstellung im Rosenheimer Lokschuppen besuchten. Zuerst galt es im wahrsten Sinn des Wortes einen „Gang“ durch die Jahrmillionen der Erdentwicklung zu durchschreiten, um zu den Exponaten der Ausstellung vorzudringen. Dabei handelte es sich nicht nur um sensationelle Fossilien, die mehrere hundert Millionen Jahre alt waren, sondern auch um impo-

sante Skelett-Rekonstruktionen sowohl kleiner als auch riesiger Dinosaurier. Die Aussteller hatten dabei keine Mühen gescheut: Damit die Besucher das Skelett des Argentinosaurus bestaunen konnten, war zum Beispiel eigens eine Holzhalle errichtet worden, da das Ausstellungsgebäude für die gewaltigen Ausmaße dieses Pflanzenfressers nicht groß genug war. Mit ehrfürchtigen Blicken und geleitet von einer kompetenten Museumspädagogin bestaunten die Schülerinnen die größten Tiere, die jemals unseren Planeten bewohnt haben und erfuhren viel Neues und Interessantes über das Leben und die

Entwicklung dieser Urtiere. Argentinosaurus hatte es dabei den Mädchen besonders angetan: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass so einer mir nichts tun kann. Bei seinen Schritten bebte die Erde sicher.“ „Ich finde es erstaunlich, dass so riesige Tiere nur so kleine Eier legen.“ – Solche und ähnliche Gedanken gingen vielen bei der Heimfahrt noch durch den Kopf.

„Dino-Fangemeinde“ – Schülerinnen der Klassen 6a / 6b bestaunen die Rekonstruktion eines Dinosaurierskeletts.

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Christine Langer

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Blick in die Fachschaften

Gesellschaftswissenschaften

ebm-papst-Besuch

KZ-Gedenkstätte Dachau

Im Rahmen des Wirtschaftsunterrichts von Frau Loibl besuchte die Klasse 9b die Zweigstelle der Firma ebm-papst in Landshut.

„Menschen im Zaun“ Im Rahmen des Geschichtsunterrichts besuchten die 9. Klassen am 26. März die KZ- Gedenkstätte in Dachau. Obwohl die Thematik über einen längeren Zeitraum hinweg vorbereitet worden war, war es nicht leicht, die schrecklichen Eindrücke, denen man an diesem Ort ausgesetzt ist, aufzunehmen und zu verarbeiten. Der Vormittag begann mit der Präsentation des Films, der die Öffnung des Lagers durch die Amerikaner im Frühjahr 1945 zeigt. Die bis auf das Skelett abgemagerten Häftlinge, die Leichenberge, das Chaos und das Elend im Lager, das Grauen der Dachauer Bevölkerung, die gezwungen wurde, das Lager anzusehen, all das waren Bilder, die man nicht so schnell wieder vergisst.

Nach dem Film wurden die Klassen von hervorragend informierten und vorbereiteten Leitern durch das Gelände geführt und auch hier wurde einem eindringlich vor Augen geführt, welche schrecklichen Dinge in diesem Lager geschahen: in den Schlafbaracken, in der Gaskammer, in den Verbrennungsöfen für die Leichen, im Bunker, in dem „besondere“ Häftlinge wie z. B. Georg Elser, der 1939 Hitler in die Luft sprengen wollte, in Einzelhaft untergebracht waren. Trotz all dieser grauenvollen Dinge waren sich die Schülerinnen einig darüber, dass man solche Gedenkstätten aufsuchen soll. Nur wenn man weiß, was sich an solchen Orten abgespielt hat, kann man sich dafür einsetzen, dass es nicht mehr zu solchen Taten kommt. Angelika Baumgartner

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Nach einem kurzen Empfang am Eingang wurden wir in die Kantine der Firma geführt, wo wir bei einer Präsentation erfuhren, in welchen Branchen die Firma tätig ist und welche Produktbereiche sie abdeckt. So lernten wir auch, dass ebm-papst neben Landshut noch zwei weitere Standorte, nämlich Mulfingen und St. Georgen besitzt. In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass sich der Kernmarkt von ebm-papst auf Deutschland und Westeuropa erstreckt, die Produkte aber auch weltweit vertrieben werden. Außerdem wurden uns die verschiedenen individuellen Berufsmöglichkeiten und Ausbildungsrichtungen der Firma erklärt. Anschließend sahen wir einen Film über den vielfältigen Einsatz der ebm-papst-Produkte und konnten feststellen, dass wir als Privatpersonen doch sehr nah an deren Verwendung leben. Beispielsweise werden Klimaanlagen in Autos, PCs oder Dunstabzüge in der Küche von ebmpapst produziert.

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Blick in die Fachschaften

Nach dem Film wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt, worauf der wohl interessanteste Teil der Firmenbesichtigung, nämlich der Werksrundgang, begann. Hier wurden wir zuerst in eine der Fertigungshallen geführt, wo uns unser Führer, Herr Vidal, ein Ingenieur der Firma, anhand eines Schaumodells die Produktion eines Lüfters erläuterte. Danach besuchten wir die Lehrwerkstatt und konnten kurz den Unterricht der Auszubildenden verfolgen, die nach zwei Jahren Lehrwerkstatt zwei weitere Jahre im Betrieb lernen. Schließlich besichtigten wir das Fertigungslager, wo wir das sog. Fi-Fo-Prinzip (First in – First out) erklärt beka-

Gesellschaftswissenschaften

men. Dieses besagt: Was zuerst geliefert wurde, muss auch zuerst weiterverarbeitet werden, um kostenintensive Lagerhaltung zu minimieren. Zuletzt bekamen wir die eigentliche Fertigung zu sehen. Hier begutachteten wir die verschiedenen Maschinen und Roboter, wobei der modernste Produktionsroboter, der je nach Ausrüstung bis zu 60 000€ kosten kann, besonders interessant war. Im Zuge der weiteren Besichtigung wies Herr Vidal aus gegebenem Anlass auch auf Unfallgefahren im Betrieb hin, wobei er betonte, dass 80% der Arbeitsunfälle sog. Wegeunfälle sind, also Unfälle, die sich außerhalb des Betriebs-

geländes ereignen. Dies zeigt, dass Unfallvermeidung im Unternehmen große Bedeutung hat. Nach diesem anstrengenden, aber doch interessanten Rundgang wurden wir wieder in der Kantine verabschiedet, wo wir passend zur Mittagszeit - noch eine kleine Verpflegung erhielten. Bei dieser ausführlichen und sehr informativen Betriebsbesichtigung erfuhren wir viel über moderne Industrieproduktion und die Arbeitssituation der einzelnen Mitarbeiter des Unternehmens. Katrin Eichfelder, 9b

Sozialkunde und Sozialpraktische Grundbildung Im Fachprofil des Lehrplans für Sozialkunde heißt es: „Dem Bezug zur Lebenswelt der Schüler kommt in Sozialkunde eine ganz besondere Bedeutung zu.“ Und im Fachprofil für Sozialpraktische Grundbildung ist zu lesen: „Im Kontakt mit in der Praxis erfahrenen Personen, Einrichtungen und Organisationen wird die Bedeutung der Sozialarbeit für das Individuum wie auch für die Gesamtgesellschaft deutlich.“ Die Fachschaft Sozialkunde versuchte daher auch in diesem Schuljahr durch die unterschiedlichsten Projekte und Aktionen sowie die Einladung von ReferentInnen diesen Vorgaben gerecht zu werden. Praktische Übung im Umgang mit Rollstühlen

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Blick in die Fachschaften

Gesellschaftswissenschaften

Martina Busch, (3. v. links), Bewährungshelferin am Landgericht Landshut beim Projekt Aufgaben und Arbeitsweise der Bewährungshilfe

Workshop zur Gewaltprävention bei häuslicher Gewalt (v.l.: Frau Friedl, Frau Hirsch, Frau Weger)

Projekte in Sozialkunde Klasse

Datum

Projekt / Vortrag

9abc, 10abc

06.10.2009

10c 10ab

12.01.2010 26.01.2010

Lesung Nevfel Cumart: „Zwischen McDonald’s und Moschee“ – ein Beitrag zur interkulturellen Kompetenz (siehe Bericht) Katharina Martell und Elisabeth März (Studentinnen an der FH LA) über das Studium der ‚Sozialen Arbeit’ an der FH Landshut

10abc

23.02. und 02.03.2010

Übung im Umgang mit Rollstühlen (Fa. Letzgus-Lang) als Vorbereitung auf das Soziale Praktikum

9abc

02.03.2010

10b 10c

23.02.2010 08.03.2010

10abc

16.03.2010

Besuch der Ausstellung zum Internationalen Frauentag: „Ziel ist das Menschenrecht als Frauenrecht weltweit“ (IG-Metall Bayern) Frau Keil, Stadtjugendamt LA: Aufgaben und Arbeitsweise der Jugendämter Planspiel „Der Landtag sind wir“ zum Thema „Jugendkriminalität“; Gäste: MdL Gertraud Goderbauer (CSU), Jutta Widmann (FW), Eike Hallitzky (Bündnis 90/Die Grünen) Frau Oertel (Altenpflegeschule der VHS): Rechte, Pflichten, Anforderungen und Verhaltensregeln im Sozialen Praktikum

9abc 10abc

Ferienwoche nach Wahl Soziales Praktikum 19.03. – 01.04.2010 Soziales Praktikum

8ac

25.03.2010 29.04.2010

Projekt Salatimbiss in der Mittagspause anlässlich der Bewerbung zur „Umweltschule in Europa“ (siehe Kurzbericht unten)

9b 9a 9c

20.04.2010 11.05.2010 18.05.2010

Angelika Hirsch (AWO-Frauenhaus LA in Zusammenarbeit mit LIS bzw. Caritas): Das Problem häuslicher Gewalt gegen Frauen

10c

04.05.2010

10ab 9abc 10abc 10abc

9. u. 10. Jgst.

Sabine Haberberger (Hospizverein Landshut): Informationen zum Hospizverein und der Tätigkeit seiner ca. 45 aktiven Hospizbegleiter 11.05.2010 Martina Busch (Bewährungshelferin am Landgericht LA): Aufgaben und Arbeitsweise der Bewährungshilfe (s. Bild oben) 22.06.2010 Teilnahme an „Sport ohne Grenzen“, einem Projekt des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands Bayern e.V. zum Thema „Integration von Menschen mit Behinderung“ 26.07.2010 Europatag im Rahmen der Projekttage der letzten Schulwoche in Zusammenarbeit mit ‚Europe direct’ (Freyung), Gast: MdEP Manfred Weber (CSU) 28.07.2010 Fahrt nach Herrenchiemsee und Besuch des Alten Schlosses, Tagungsort des Herrenchiemseer Verfassungskonvents: Fächerübergreifendes Unterrichtsprojekt der Fächer Geschichte u. Sozialkunde 30.11.2009 – 17.07.2010 Sozial-AG „Jung trifft Alt“ in der Seniorenresidenz Curanum (14 Schülerinnen, vierzehntägig)

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Blick in die Fachschaften

Gesellschaftswissenschaften

Der Schriftsteller Nevfel Cumart Ein Wanderer „zwischen McDonald’s und Moschee“ Nevfel Cumart, ein Wanderer zwischen den Kulturwelten Deutschland und der Türkei, zwischen Christentum und Islam, „zwischen McDonald’s und Moschee“, wie er seine Lesung betitelte, war drei Tage zu Gast in der Wirtschaftsschule, dem Gymnasium und der Fachakademie Seligenthal. Cumart, von seiner Herkunft Türke, lebt seit seiner Geburt in Deutschland und verkörpert so den Spagat, den viele Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte tagtäglich leisten müssen. Über seine Gedichte kam er mit den Schülerinnen zwanglos ins Gespräch, erzählte anschaulich aus seinem Leben, über Vorurteile, die sich beispielsweise in

der sog. Tarzansprache äußern. Cumart meint damit die verkürzte Sprache, die viele Deutsche Ausländern gegenüber anwenden. Umgekehrt betonte er die zentrale Bedeutung der deutschen Sprache für jeden Zuwanderer, der sich in Deutschland integrieren will. Doch der erhobene Zeigefinger fehlte, dafür konnte man die Botschaften zwischen den Zeilen spüren, wie etwa in dem Gedicht: Strategie meines vaters fremde ist meine heimat geworden meine heimat ist die fremde meines vaters geblieben wo wir uns begegnen ist niemandsland

Aber nicht nur der Inhalt kam an. Fasziniert waren die Schülerinnen bzw. Studierenden davon, was gute Gedichte darüber hinaus leisten können, wie sehr sie mit wenigen Worten ihr Gegenüber herausfordern und am Leben des anderen teilnehmen lassen. Und so führte das Gespräch ohne den Umweg über den „wissenschaftlichen Diskurs“ in der Integrations- und Migrationsforschung - schnell zu den wesentlichen Fragen, den Fragen nach der Identität, den Selbst- und Fremdbildern in einem Leben „zwischen“ zwei Welten.

(Erschienen in: N. Cumart, Unterwegs zu Hause – Gedichte, Düsseldorf 2003)

Fritz Dassler

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Gesellschaftswissenschaften

Salattage im Schuljahr 09/10 Angeregt durch die Bewerbung für das Zertifikat „Umweltschule in Europa“ der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung hat die zum Fach Sozialkunde gehörende SPG-Gruppe der Klasse 8a das Projekt „Salatimbiss“ erdacht. Nach Sichtung der Stundenpläne war schnell der Donnerstag als intensivster Nachmittagsunterrichtstag herausgefunden. Aus dem Ergebnis der Umfrage in den betroffenen Klassen ließ sich eine ungefähr zu erwartende Resonanz errechnen und Vorlieben der potentiellen Kunden erfragen. Die 8a legte sich auf ein Angebot von Obstsalat mit und ohne Joghurt und verschiedene Salate in einer Mischung aus Blattsalat und Rohkost fest.

Trotz des überwältigenden Einsatzes der SPG-Mädchen der 8a, waren die Vorbereitungen in einer Unterrichtsstunde nicht machbar. Dankenswerterweise stellte Frau Bernhard in einer weiteren Stunde die ganze Klasse zur Vollendung der Arbeit zur Verfügung. Zum zweiten Projekttag hat die SPG-Gruppe der 8a die Klasse 8c mit ihrer SPG-Lehrkraft Frau Kolditz zur Mithilfe eingeladen, um die Vorbereitungen zu beschleunigen. Die Salatbuffets wurden gut angenommen und werden sicher auch auf Grund der Begeisterung der Produzentinnen und Kunden eine Fortsetzung erfahren. Angelika Gruber

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Wahlfach Hauswirtschaft am Gymnasium Anknüpfend an die lange Tradition des Faches Hauswirtschaft am Gymnasium Seligenthal, steht dieser Unterricht wenigstens als Wahlfach noch im Angebot. Gerne gewählt von vielen Schülerinnen, wird das Fach in mehreren Gruppen praktiziert. Gerade in den Jahrgangsstufen 8 und 9 ist es eine großartige Ergänzung zum Fach SPG, das der Sozialkunde angegliedert ist. Nach dem Prinzip „learning by doing“ können die Schülerinnen Grundfertigkeiten der Speisenzubereitung erlernen. Neue Erfahrungen im Umgang mit frischen Lebensmitteln, die Arbeit im Team der Kochgruppe und das Gemeinschaftserlebnis des gemeinsamen Essens der selbst zubereiteten Mahlzeit bereiten den Schülerinnen jedes Jahr wieder viel Freude und schaffen außerdem soziale Nähe. In einigen Jahren könnten auch unsere Buben Teil dieser Gemeinschaft sein. Sicherlich würden sie sich dann als Erwachsene nicht nur bekochen lassen, sondern zu geschulten Selbstversorgern oder vielleicht sogar zu Hobbyköchen werden. Angelika Gruber

Blick in die Fachschaften

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Kunsterziehung

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Kunsterziehung

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Kunsterziehung

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Blick in die Fachschaften

Stadtmeisterschaft Schwimmen/ Stadtfinale Schwimmen 2009 Beim alljährlichen Stadtentscheid Schwimmen der Schulen im Stadtbad strebten die Schülerinnen des Gymnasiums nach Bestleistungen. Am 21.07.2009, war es soweit. Bei herrlichem Sommerwetter machte es Spaß, ins Wasser zu springen. Das Gymnasium Seligenthal schickte drei Mannschaften ins Rennen. WK III/1: Damerow Anna, Dietz Franziska, Heilmeier Katja, Kagermeier Katharina, Rehborn Jana, Wackerbauer Julia und Wagner Chantal schwammen auf den 5. Platz WKIV: Van Hove Beatrice, Kilian Sunny, Sagstetter Lina, Schmid Anne, Willer Nadine, Wittmann Magdalena, Cyba Sophie, Schubart Viktoria und Stini Hannah belegten ebenfalls den 5. Platz.

Sport

Schwimmen

Lehrersport

Im Rahmen des Programms Jugend trainiert für Olympia des Arbeitskreises „Sport in Schule und Verein“ fuhren die Schwimmerinnen der Wettkampfklasse III am 11.03.2010 nach Passau zum Bezirksfinale Schwimmen.

Volleyball und Gymnastik sind die bevorzugten Sportarten unserer Lehrer. Regelmäßig treffen sich Kollegen und Kolleginnen um in gemeinsamer Runde Sport zu treiben. Auch das gesellige Beisammensein nach der Anstrengung wird gepflegt.

Von neun gemeldeten Schülerinnen wurden am Wettkampftag drei krank, deshalb konnten wir nicht mehr in die Mannschaftswertung und mussten außer Konkurrenz mitschwimmen. Leicht war es nicht, da die Mädchen Trainingsrückstände hatten und sie nun sehr oft in den verschiedenen Disziplinen eingesetzt wurden. Aber es war eine gute, sportliche Übung für die kommende Stadtmeisterschaft in Landshut. Es schwammen: Mirjam Alt, Lisa Glasl, Ramona Liebl, Stephanie Müller, Julia Trautner und Julia Wackerbauer.

Landshuter Stadtmeisterschaften Die Stadtmeisterschaften finden heuer in allen Disziplinen wieder in der vorletzten Schulwoche statt und enden mit einer gemeinsamen Siegerehrung am Ende der Woche. So können wir erst im nächsten Jahr über das Abschneiden unserer Turnerinnen, Schwimmerinnen und Leichtathletinnen Bericht erstatten.

Die zweite Mannschaft dieser Klasse: Barth Judith, Glasl Lisa, Habereder Laura, Jobst Veronica, Körösy Verena, Waitl Angelika, Weidhaus Stella und Ziegler Sonja landete auf dem 6. Platz. Grundkurs Fotografie, Julia Rieder

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Blick in die Fachschaften

Latein

Vorführung römischer Kleidung und Legionärsausrüstung

Am 09.04.2010 trafen sich in der Aula unseres Gymnasiums alle Lateinschülerinnen der 8. bis 10. Jahrgangsstufen zu einem Vortrag über römische Kleidung und Legionärsausrüstung. Die beiden Referenten, Frau und Herr Koppenberger – beide Lehrer und experimentelle Archäologen – waren auf Einladung der Fachschaft Latein aus der ehemaligen Provinzhauptstadt Augsburg angereist. Sie vermochten ihr Publikum sehr schnell durch ihre lockere und humorvolle Vortragsart für ihr Thema zu gewinnen. Bestens gerüstet!

Herr Koppenberger – ausgestattet und gerüstet als einfacher römischer Legionär – demonstrierte und erläuterte Kleidung und Bewaffnung des gewöhnlichen römischen Legionssoldaten, dessen „kleiner Dienstanzug“ aus einem gewebten und dunkelgelb gefärbten Leinenhemd bestand, das mit einem verzierten Gürtel in Form gebracht wurde. Unter diesem Hemd wurde im Kampf, und zwar nur im Kampf, ein „subligaculum“ (Unterhose) getragen. Ein 10 bis 12 Kilogramm schweres und von einem Waffengürtel gerafftes Kettenhemd schützte den Träger in der Schlacht. Den gleichen Zweck erfüllte der aus Holzschichten zusammengeleimte, etwa 10 Kilogramm schwere, mit Leder überzogene Schild, der zum Schutz vor Nässe in einer Lederhülle mitgetragen werden konnte. Da die Römer keinen wasserfesten Klebstoff kannten, ging der Schild bei Regen im wahrsten Sinne des Wortes „aus dem Leim“ und wurde „weich wie ein in den Kaffee getauchter Keks“. Sein 16 bis 20 Kilogramm schweres übriges Gepäck wie Geschirr, Wasserflasche, Umhang etc. trug der Legionär an einer Holzgabel mit, die er mit der Schulter

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„Römisch frisiert...“ stützte und auf dem oberen Rand seines auf dem Rücken getragenen Schildes aufsitzen ließ. Als Schanzgerät führte er eine Beilhacke, einen Spaten und eine Ziehhacke mit. Seine Bewaffnung bestand in einem „pilum“, einem Speer, den man maximal 40 m weit werfen konnte, sowie dem „gladius“ (Schwert) und dem „pugio“ (Dolch). Insgesamt hatte ein Legionär ein Gewicht von kaum weniger als 50 Kilogramm zu schleppen. Sehr viel bequemer und angenehmer gekleidet war natürlich die römische Frau, wie Frau Koppenberger anhand zahlreicher, nach historischen Vorbildern gefertigter Gewänder den Schülerinnen vor Augen führen konnte.

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Blick in die Fachschaften

Das Gewand der verheirateten und auf ihren Ruf bedachten Frau aus guter Familie verhüllte auch die Füße. Kurze Gewänder zeigten dagegen an, dass ihre Trägerin arbeiten musste. Als Mäntel dienten große rechtekkige Tücher, die bei Bedarf, etwa bei religiösen Handlungen, über den Kopf gezogen wurden. Die Brüste wurden mit einer ca. 3,5 Meter langen Stoffbahn nach oben gebunden. Als Haarfarbe beliebt war vor allem blond. Wer nicht naturblond war, was selten der Fall gewesen sein dürfte, färbte seine Haare stundenlang mithilfe von urinhaltigen Mitteln und Bleichkämmen an der Sonne. Auch Haarteile und Perücken fanden Verwendung. Gerne flocht man sich blonde Zöpfe in die „Nodus-Frisur“ (Haarknoten) ein oder half mit Brennschere und Lockenwicklern nach. Ein mit Olivenöl und Cremes herbeigeführter Glanz galt als Zeichen von Reichtum. Zum Waschen der Haare verwendete man Birkenasche. Geschminkt hat sich die vornehme Römerin, indem sie eine Art Gesichtsmaske aus weißer Paste auftrug. Ärmere Frauen versuchten mit Mehl und Kreide einen ähnlichen Effekt zu erzielen. Werner Ebermeier

Latein

Die Römer im Isartal: „Faciamus iter in praeteritum!“* Ihr Interesse für die Heimat und die Antike ließ Johanna Wernthaler, K13, in ihren PowerPoint-Vortrag über „Die Römer im Isartal“ einfließen, den sie vor Mitkollegiatinnen des LK Latein und den 7. Klassen hielt. Johanna fasste die fast 400-jährige Geschichte der Römer im Isartal zusammen, zeigte anhand eindrucksvoller Fotos Spuren der Römer in der Umgebung Landshuts auf und erklärte deren Bedeutung für die römische Provinz Rätien, zu der damals die Gegend um Landshut gehörte. Da es ihr ein großes Anliegen ist, Latein als lebendige Sprache zu vermitteln, gab sie eine lateinische Einführung z.B. zu den Römervillen, den Thermen, zur Kleidung, den antiken Gefäßen, zur Landwirtschaft und den Römerstraßen. Interessante Einzelheiten zu den römischen Funden erläuterte sie allerdings in deutscher Sprache.

Von wegen „tote Sprache“: Johanna Wernthaler präsentiert Latein höchst lebendig…

Ihre eigene Faszination für die Schätze, die sich „unter unseren Füßen befinden“ und die eine Menge über das Leben vor etwa

Maria Fischer

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2000 Jahren erzählen, riss die Zuhörer mit und begeisterte sie, denn: „Archäologisches Material ist nicht stumm, es spricht seine eigene Sprache.“ (Marija Gimbutas)

* „Lasst uns eine Reise in die Vergangenheit machen!”

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Deutsch, Literarisches Leben

Miriam Pressler: „Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen“– eine Lesung für die 5. und 6. Jahrgangsstufe

Miriam Pressler mit den Mädchen aus der Unterstufe

Die Geschichte „Wenn das Glück kommt ...“ spielt in Deutschland, das gerade den Schrecken des Nationalsozialismus hinter sich hat. Und doch ist der Schrecken der Vergangenheit weiter präsent. Die zwölfjährige Halinka ist die Tochter einer Jüdin, die den Holocaust überlebt hat. Doch überlebt zu haben, bedeutet noch nicht zu leben, ein normales Leben führen zu können. Weil es für die Mutter keinen Frieden gibt, kann es den auch für Halinka nicht geben. Die Geschichte beginnt, als das Mädchen bereits seit zwei Jahren

in einem Kinderheim untergebracht ist. Strikt vermeidet sie es, an die Mutter zu denken, denn dieser war es nicht gelungen, dem eigenen Kind ein Zuhause zu geben. Die kranke Seele der Mutter war es, die ein liebevolles Verhältnis zwischen den beiden unmöglich gemacht hatte. Wir nehmen Anteil an Halinkas Gefühlen, erkennen, wie schrecklich es ist, ohne Familie und ohne Freunde zu sein, wir erfahren von quälendem Hunger, der das Kind plagt und freuen uns über den einzigen Hoffnungsschimmer in Halinkas Leben, Tante Lou, die Halinka ab und zu besuchen darf. Diese Geschichte berührt, ge-

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rade weil vieles nur angedeutet und nicht ausgesprochen wird, weil sich die Gefühle eines Kindes sehr subtil vermitteln. „Man darf nie zuviel von sich zeigen“ – das hat Halinka mit ihren zwölf Jahren bereits gelernt. Auch Frau Pressler selbst hat diesen Satz lange Zeit beherzigt. Ihre Kindheit wollte sie besser nicht zu nah an sich heranlassen. Als dann aber ein Verlag um eine Kurzgeschichte bittet, überwindet sie sich und schreibt in diesem Buch auch ein Kapitel ihres eigenen Lebens auf. Für diese Offenheit, die Mut macht, danken wir Frau Pressler. Ruth Mirtes

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Blick in die Fachschaften

Deutsch, Literarisches Leben

Einige Eindrücke der Klasse 5c: Mir hat gefallen, dass ... ■ Frau Pressler ihren Beruf mit Begeisterung ausübt. (Sophia Maier) ■ Frau Pressler unsere Fragen ausführlich und geduldig beantwortet hat. (Thomas Windl)

Mich hat beeindruckt, dass ... ■ Frau Pressler offen über ihre persönlichen Erfahrungen in einem Waisenhaus gesprochen hat. (Anna Rogos) ■ die Geschichte über Halinka und das Waisenhaus viel mit Frau Preßlers eigener Kindheit zu tun hat. (Julia Ruzsas)

Lustig fand ich, dass ... ■ die Autorin, bevor sie mit dem Schreiben begonnen hat, einen Jeansladen geführt hat. (Julius Biswurm)

Traurig fand ich, dass ... ■ Halinka, trotzdem sie eine Mutter hat, in einem Waisenhaus leben muss. (Claudia Donhauser, Laura Rogos) ■ viele Kinder im Heim so große Probleme beim Einschlafen haben, dass ein Kind seinen Kopf solange gegen die Wand geschlagen hat, bis es endlich eingeschlafen ist. (Franziska vom Hofe) ■ Halinka keine richtigen Freunde unter den anderen Heimkindern hat. (Marco Maierthaler)

Zum Nachdenken hat mich gebracht, dass ... ■ Halinka nie richtig satt geworden ist und wir deshalb häufiger daran denken sollten, wie gut es uns eigentlich geht. (Anke Schäffer)

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Deutsch, Literarisches Leben

Lesung von Mirjam Pressler zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus Seit Roman Herzog als Bundespräsident den 27. Januar, den Tag, an dem im Jahr 1945 das Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit wurde, zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt hat, wird dieser Tag auch in Seligenthal begangen. In diesem Jahr hatte die Fachschaft Geschichte/Sozialkunde Mirjam Pressler eingeladen, die für die 9. Jahrgangsstufe aus ihrem Buch „Grüße und Küsse an alle“ las. Das Buch basiert auf Briefen der Familie Frank, die Gerti Elias, die Ehefrau von Buddy Elias, einem Cousin Anne Franks, auf dem Speicher ihres Hauses in der Baseler Herbstgasse entdeckt hatte. Die Briefe wurden mittlerweile an die Anne-Frank-Stiftung in Amsterdam übergeben. Der erste Teil der Lesung galt Alice Frank, der Großmutter von Anne Frank, die anlässlich ihres 70. Geburtstags im Jahr 1937 in einem Brief an ihre Familie ihr Leben Revue passieren lässt. Sie verließ bereits im September

1933 Frankfurt am Main wegen der antisemitischen Hetzpropaganda der Nationalsozialisten und zog zu ihrer Tochter Leni Elias nach Basel, die bereits vor der Machtergreifung mit ihrer Familie dorthin übergesiedelt war. Im zweiten Teil beschäftigte sich Mirjam Pressler mit Leni Elias und ihrer Familie, die seit dem Untertauchen der Familie Otto Frank in Amsterdam kein Lebenszeichen mehr von dessen Familie bekommen hatte. Sie waren aber überzeugt davon, dass Otto sich und seine Familie in Sicherheit hat bringen können. Ihre Hoffnung schien sich zu bestätigen, als sie im Mai 1945 ein Telegramm von Otto Frank erreichte, das sie so interpretierten, als sei seine ganze Familie nach Paris unterwegs. Tatsächlich bezog sich das Telegramm aber auf die Tatsache, dass Otto Frank zusammen mit anderen ehemaligen KZ-Häftlingen nach Frankreich gebracht wurde. Seine Frau Edith war bereits Mitte Januar 1945 in Auschwitz gestorben, die beiden Töchter Margot und Anne waren in Ber-

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Mirjam Pressler bei ihrer Lesung

gen-Belsen ums Leben gekommen. All das erfuhr die Familie aber erst nach langen Zeiten des Bangens und Hoffens. Den dritten Teil der Lesung widmete die Autorin Buddy Elias, für den das Tagebuch seiner Cousine Vermächtnis und Auftrag wurde, das Andenken an sie in aller Welt wach zu halten, denn er bewunderte ihren unerschütterlichen Glauben an das Gute im Menschen, der aus ihrem Tagebuch spricht. Marlene Krieg

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Deutsch, Literarisches Leben

Ein Besuch im Schiller-Nationalmuseum ... ... und im Literaturarchiv der Moderne Wussten Sie schon, dass ... (LiMo) in Marbach am Neckar ■ Schiller am Anfang seiner literarischen Karriere nur heimlich schreiben konnte ■ sich Schiller bei Kopfschmerzen ein rotes Tuch fest um den Kopf band, also eine frühe Form der Akupressur anwandte ■ bei den Verehrern Schillers echte – und weil die Nachfrage so groß war – auch falsche Schillerlocken im Umlauf waren ■ Schiller seine Manuskripte vernichtete, wenn ein Werk in Druck gegangen war ■ Schillers Söhne nicht gedruckte Manuskripte zerschnitten und an Liebhaber verschenkten bzw. verkauften ■ das Goethe & Schiller Denkmal in Weimar lügt! – zwar sind die Dichter bis heute gleich berühmt, aber bestimmt nicht gleich groß – mit seinen 180 cm war Schiller locker einen Kopf größer als Goethe

Von Thomas Manns Taufkleid zum Atari Wussten Sie außerdem, dass ... ■ Erich Kästner „Emil und die Detektive“ in Steno geschrieben hat ■ „Montagetechnik“ in Alfred Döblins „Alexanderplatz“ wörtlich zu nehmen ist, da er das Manuskript mit Schere und Kleber verfertigt hat ■ aus oft mittelmäßigen und schlechten Schülern brillante Autoren geworden sind ■ Kafkas Manuskript des „Prozesses“ nicht linear entstanden ist ■ Schreiben richtig harte und systematische Arbeit bedeutet ■ Hans Magnus Enzensbergers Poesieautomat auf Knopfdruck neue Gedichte erfindet

■ es im LiMo nicht nur Nach-

lässe, sondern auch Vorlässe gibt, d.h. Briefe und Manuskripte, die dem Museum bereits zu Lebzeiten von einem Autor überlassen werden ■ auch scheinbar banale Gegenstände, wie z.B. ein Gerät zum Stopfen von Zigaretten, für Wert befunden werden, im LiMo ausgestellt zu werden ■ Thomas Gottschalk einen scharfzüngigen Brief an den Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki geschrieben hat, damit dieser in „Wetten dass“ auftritt ■ das LiMo eigene Kästen für die Archivierung von Schriftstücken entwickelt hat, damit diese sich nicht zersetzen Eindrücke des GK Deutsch K12

Originale: Schillerlocke und Frisuren des Grundkurses Deutsch der K12

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Deutsch, Literarisches Leben

Lesewettbewerb der 6. Jahrgangsstufe Nachdem Magdalena Wittmann (6a), Julia Morkel (6b), Fiona Fartaczek (6c) und Anna-Lena Luber (6d) im Deutschunterricht als beste Leserinnen ihrer Klasse ermittelt worden waren, stellten sie sich am 10.12.2009 unter den „gestrengen Ohren“ der Jury, bestehend aus den Deutschlehrkräften, der Schulleiterin, Frau Weger, und zwei Kollegiatinnen in der Aula der schulinternen Ausscheidung. Alle ihre Klassenkameradinnen hatten sie als „Fan-Klub“ und zur seelischen Unterstützung zu diesem spannenden Wettbewerb mitgebracht. Beim Vortrag eines selbst gewählten Ausschnitts aus „Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft“ von Sabine Ludwig durch Anna-Lena Luber, aus „Sieben Pfoten für Penny – so ein Affenzirkus“ von Thomas Brezina durch Fiona Fartazcek, aus „Die Brandstifter von Rom“ von Fabian Lenk durch Julia Morkel und aus „Whisper“ von Isabel Abedi durch Magdalena Wittmann gelang es allen vier Kandidatinnen recht überzeugend, die so unterschiedliche Atmosphäre, die ihre Lektüre kennzeichnet, dem Publikum zu vermitteln. So war ein Stichentscheid mit einem

Siegreich: Magdalena Wittmann (6a, re.), Anna-Lena Luber (6d, li.) und Fiona Fartaczek (6c, 2. v. li.)

fremden Text, nämlich Ausschnitten aus Christine Nöstlingers „Villa Henriette“, notwendig. Nach einer intensiven Beratung der Jury stand dann fest: Schulsiegerin wurde Magdalena Wittmann (6a), zweite wurde Anna-Lena Luber und den dritten Platz belegte Fiona Fartaczek. Alle drei bekamen als Anerkennung für ihre Leistung eine Siegerurkunde. Alle vier Teilnehme-

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rinnen erhielten – dank der großzügigen Unterstützung durch den Förderverein – zusätzlich ein Buch und einen kleinen Teddy. Magdalena Wittmann stellte sich außerdem am 03.02.2010 im Salzstadel der Konkurrenz aus Stadt und Landkreis, wo sie ihr Bestes gab, aber leider nicht noch einmal aufs Siegertreppchen kam. Marlene Krieg

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Blick in die Fachschaften

Deutsch, Literarisches Leben

Wanderung durch die Jahrhunderte mit Lyrik und Musik Die K12 des Gymnasiums Seligenthal konnte am 15. Januar 2010 an einer Wanderung der besonderen Art teilnehmen. Gerlinde Tieber nahm die Schülerinnen und Schüler mit auf einen Streifzug durch die Jahrhunderte mit Lyrik und Musik. Frau Tieber hat ihre große Leidenschaft zur Lyrik entdeckt und macht sich das Lernen von Gedichten zum Hobby. Einen Ausschnitt ihres umfangreichen Programms brachte sie den SchülerInnen und den Kursleiterinnen der Deutschkurse in einem kurzweiligen Programm dar. Mit insgesamt 13 Gedichten, die aus unterschiedlichsten Jahrhunderten stammen und verschiedenste Inhalte haben, begeisterte sie alle. Von den Leiden und Qualen des Damon, die Stadt pünktlich zu erreichen, um den Freund zu retten („Die Bürgschaft“ von Friedrich Schiller 1759-1805), bis hin zum Wiesel, das auf einem Kiesel sitzt („Das Wiesel“ von Christian Morgenstern 1871-1914), ertreckte sich das Programm über die unterschiedlichsten Themenbereiche.

Katrin Neher, Philipp Nitzl, Esther Dechantsreiter (Gymnasium Seligenthal) und Evelyne Fleiss (Hans-Carossa-Gymnasium) untermalten die Vorträge mit verschiedenen Musikstükken, wie zum Beispiel von J. S. Bach oder G. Ph. Telemann. So erlebte die zwölfte Jahrgangsstufe eine erfolgreiche Schulstunde mit bestem Programm, und bestimmt wurden einige Jugendliche von der Freude an der Lyrik, die Gerlinde Tieber ausstrahlt, angesteckt, und vielleicht sogar angeregt, selbst das eine oder andere Gedicht zu lernen. Magdalena Mayer, K12

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Blick in die Fachschaften

Mathematik, Naturwissenschaften

Mathematik-Wettbewerbe 2009/10 Auch in diesem Schuljahr beteiligten sich mehrere Schülerinnen und Schüler aus den 5. Klassen an der deutschlandweiten 49. MathematikOlympiade. Nach einer besonders erfolgreich absolvierten ersten Schulrunde (Hausaufgabenwettbewerb) nahmen Olivia Dudkowski und Anna-Celine Krause (5b) sowie Justin Goth (5e) auch an der zweiten Schulrunde – einer vierstündigen Klausur – teil. In der dritten Runde, die an der Universität Passau abgehalten wurde, vertrat Justin Goth das Gymnasium Seligenthal. Er konnte dabei einen 2. Preis erzielen. Herzlichen Glückwunsch!

2. Preis bei der Mathe-Olympiade für Justin Goth

Im März war es wieder so weit: 90 Schülerinnen und Schüler aus dem Gymnasium und 10 Teilnehmerinnen der Wirtschaftsschule testeten beim Kaenguru-Wettbewerb ihr Können und Verständnis in Mathematik. Dieser Wettbewerb wird von der Humboldt Universität in Berlin aus organisiert. Er ist weltweit für alle Jahrgangsstufen ausgeschrieben und lockt jedes Jahr mehr Teilnehmer an. Die vielfältigen Aufgaben regen zum Knobeln, Schätzen und Rechnen an und wollen die Freude am mathematischen Denken und Arbeiten fördern. Jeder Teilnehmer bekommt eine Urkunde mit der erreichten Punktezahl und ein kleines Erinnerungsgeschenk. Leider lagen aufgrund der großen Teilnehmerzahl die Ergebnisse für unsere Schule bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Weitere Infos und die Aufgaben der letzten Jahre findet man unter www.mathe-kaenguru.de Viel Spaß beim Erobern der Kaenguru-Welt – auch den Mamas und Papas! Caroline Weigl

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Vollmond im Biologiesaal Keiner braucht sich jetzt zu sorgen, dass wir vielleicht im Biologiesaal nächtliche Überstunden leisten müssen. Die Überschrift bezieht sich ausschließlich auf das Thema des Bildes, das seit ungefähr einem Jahr die rückwärtige Wand unseres Biologiesaales schmückt. Nachdem wir auf Vermittlung von Frau Dr. Mathes die Gelegenheit hatten, einen prächtigen, ausgestopften Uhu zu erwerben und der Förderverein des Gymnasiums die nötigen finanziellen Mittel dafür aufbrachte, kam Herr Deimel auf die Idee, für dieses Tier eine adäquate Umgebung zu schaffen. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für diese Verschönerung und hoffen, dass auch die rechte Hälfte der Wand bald dazu passend gestaltet wird. Wie wäre es beispielsweise mit einem Sonnenaufgang? Gabriele Gruber-Lange

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Blick in die Fachschaften

Mathematik, Naturwissenschaften

Werksbesichtigung bei Wacker Chemie Am 10.02.2010 unternahmen wir, der Chemiekurs der Q11 von Herrn Dr. Menhofer, zusammen mit den beiden LK Chemie der K12 und K13 sowie Schwester Mirjam eine Exkursion zu Wacker Chemie nach Burghausen – Bayerns größtes Chemiewerk. Dort sind ca. 10.000 von den weltweit 16.000 Mitarbeitern beschäftigt. Der Umsatz der Wacker Chemie betrug 2009 3,72 Mrd. €. Bereits auf der Fahrt bekamen wir umfangreiche Informationen über die wichtigsten Herstellungsverfahren und chemischen Verbindungen von Kunststoffen. Als wir in Burghausen ankamen, wurden wir von Herrn Mayer begrüßt, der uns in einem Einführungsvortrag das Unternehmen und die vier Hauptgeschäftsbereiche vorstellte. Diese Geschäftsbereiche sind: Silicones: findet Anwendung in

der Isoliertechnik, bei Farben und Lacken, der Autoindustrie und der Medizintechnik; Polymers: wird z.B. für Fliesenkleber, Papier und Keramik sowie in Textilien verwendet; Biosolutions: wird benötigt z.B. für Produkte in der Pharma-, Bau- und Chemieindustrie; Polysilicon: wird z.B. für Halbleiter und Solarindustrie verwendet.

Exkursionsziel Isarau Seit dem Frühjahr 2009 gibt es den neuen Naturerlebnisweg „Mittlere Isarau“.

Im Anschluss daran besichtigten wir verschiedene Produktionsstätten des Werks. Danach hielt der Bus vor dem Alzkraftwerk, dem größten industriellen Wasserkraftwerk Deutschlands. Wir bekamen eine sehr interessante Führung durch das Kraftwerk, das auf dem Gelände von Wacker Chemie steht und das Werk mit 270 Mio. kWh Strom jährlich versorgt.

Dieses Gebiet, vom Eisstadion isaraufwärts gelegen, ist von unserer Schule aus leicht innerhalb von 20 Minuten zu Fuß zu erreichen.

Sandra Köhler, Michaela Stauner, Q11

An über 100 Stationen können die Schüler mittels Lernbögen die Natur selbständig und aktiv erkunden. Die verschiedenen Themen eignen sich für Schüler unterschiedlicher Altersstufen, z.B.

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Blick in die Fachschaften

für den Ökologieunterricht in der bisherigen Kollegstufe wie auch für die 10.Klasse im G8. Je nach Jahreszeit kann man etwas über Frühblüher, Bäume, Sträucher, Kräuter, Kleintiere in Gewässern oder Vögel erfahren.

Dieses Angebot wurde von uns sofort genutzt. Während die Klasse 10c im Mai bei Bilderbuchwetter unterwegs war, regnete es bei der LK-Exkursion durchgehend.

Der Kommentar der Jungbiologinnen lautete nur: „Das ziehen wir jetzt durch“, denn gemäß einer alten Exkursionsweisheit gibt es ja kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung...

Mathematik, Naturwissenschaften

Biologie unter freiem Himmel Am 28. April tauschte bei herrlichem Frühlingswetter die gesamte K12 einschließlich ihrer Biologielehrer die Kursräume mit Lernorten in freier Natur.

Frühlings-Adonisröschen

Stengelloser Enzian

Das erste Ziel war die Echinger Lohe, ein naturnaher EichenHainbuchenwald. Durch das noch nicht ganz vollständig ausgetriebene Blätterdach fiel ein stimmungsvolles Licht auf den mit Frühblühern bedeckten Boden.

Blüte. Heideröschen, Küchenschelle, Frühlingsenzian und Kugelblümchen ergänzten die Reihe der blühenden Schönheiten.

Nach einer kurzen Pause auf der Schlüsselblumenwiese erreichten wir die Garchinger Heide, die laut Bayerischem Umweltministerium ein „Naturschutzjuwel von europaweiter Bedeutung“ darstellt. Eine besondere botanische Rarität, das auffallende gelbe Frühlings-Adonisröschen, stand zu unserer Freude in voller

Glücklicherweise hatten wir auch den optimalen Zeitpunkt für die Vollblüte des Stengellosen Enzians erwischt. Hunderte dieser tiefblauen Blüten, die man eher im alpinen Bereich vermutet, überraschten uns in diesem flachen Gelände in der Nähe eines bekannten schwedischen Möbelhauses. Gabriele Gruber-Lange

Gabriele Gruber-Lange

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Blick in die Fachschaften

Mathematik, Naturwissenschaften

Techniktage 2009 Seit 2003 beteiligen sich die Mädchen der 7.Klassen an dem Schulprogramm „Mädchen machen Technik“. Dieses Programm wird von ReferentInnen der Agentur Mädchen in Wissenschaft und Technik, einer Einrichtung der Frauenbeauftragen der Technischen Universität München, durchgeführt. In der Zielsetzung des Schulprogramms heißt es: „Wir wollen Mädchen darin unterstützen ihre Fähigkeiten und Interessen für Naturwissenschaft und Technik zu entdecken und ihnen Mut machen, diese zu erproben und weiter zu entwickeln.“ Jede Schülerin konnte in einem Projekt innerhalb einer kleinen Gruppe Herber Rückschlag...

.... voller Erfolg! unabhängig vom üblichen Schulalltag an zwei Tagen experimentieren und theoretische Grundlagen kennenlernen. Das Projekt „Geistesblitze“ vermittelte einen Überblick über die verschiedenen Bereiche des Gehirns. Die Theorie wurde durch das Sezieren von Schweinehirnen ergänzt. In der Architektur wurden mit viel Phantasie Häuser maßstabsgetreu geplant und aus unterschiedlichen Materialien aufgebaut. In der Elektrotechnik erhielten die Schülerinnen eine Vorstellung vom elektrischen Strom. Die zugehörigen Schaltungen konnten gleich gelötet werden. Dass ein (Lego-)Roboter eigentlich ziemlich „dumm“ist, erfuhr man in der Informatik. Das Pro-

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grammieren von festgelegten Wegen war nicht einfach. In dem neuen Projekt „Aeronautik“ wurden in Experimenten Aspekte des Luftdrucks betrachtet. In Gruppenarbeit bauten die Teilnehmerinnen Heißluftballons. In allen Projekten zeigte sich, dass es in der Technik auch „Rückschläge“ geben kann, beispielsweise wenn sich ein mit viel Mühe gebastelter Heißluftballon losreißt und in unerreichbarer Höhe in einem Baum hängen bleibt. Vielen Dank an Frau Krischer und an alle Referentinnen und Referenten, die die Projekte zu einem Erlebnis für die Schülerinnen gemacht haben. Anton Brandstetter

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Moderne Fremdsprachen

Viva el español – viva el Flamenco!

Farruca, ein eigentlich typischer Männertanz, der sich durch harte und strenge Bewegungen auszeichnet, eine Rumba, ein sehr flotter Tanz, einen Pasodoble, die typische Stierkampf-Musik, die jedem, der schon einmal in Spanien war, geläufig sein dürfte und die Ouvertüre zur Oper „Carmen“. Das alles zusammen war eine sehr schöne Abwechslung zum alltäglichen Spanischunterricht und es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht. Melanie Papst, Svenja Lents und Margaretha Erber (10a)

Im Rahmen des Spanischunterrichts der Klasse 10a bei Frau Brandl lernten wir einen kleinen Teil der Kultur Spaniens kennen. Während sich die eine Hälfte der Klasse in der Woche vor Ostern im sozialen Praktikum befand, entführte uns Frau Brandl in die Welt des Spanischen Tanzes und der Musik. Wir lasen spanische Texte, hörten Flamenco-Musik und gestalteten Plakate, die wir anschließend in einer Unterrichtsstunde nach den Ferien der anderen Hälfte präsentierten. Zusammen tauchten wir in die Rhythmen ein und lernten ein Flamenco-Lied zu singen und dieses mit Klatschen zu begleiten.

Am 22. April in der Nachmittagsstunde Spanisch besuchte uns ein kleiner Teil der Flamencogruppe „Alegría“. Sie brachten mit ihrer Musik und Tänzen den Flair einer spanischen Fiesta zu uns. Die Gruppe zeigte uns die vielen Gesichter des Flamenco, einerseits durch verschiedene Kostüme, andererseits durch die unterschiedliche Musik. Der Flamenco ist ursprünglich ein Zigeunertanz, der sich im Laufe der Zeit zum Volkstanz entwickelte. Schon die Kleinsten in Andalusien lernen die Sevillanas, den Flamencotanz schlechthin. Und auch uns wurden die Sevillanas gezeigt. Neben diesen tanzte die Gruppe auch eine Alegría, einen fröhlichen Tanz, eine

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Moderne Fremdsprachen

Besuch aus Teneriffa Unsere Fachschaft konnte sich trotz des Ausscheidens von Schwester Christiane zahlenmäßig behaupten. Marta Haake an der Wirtschaftsschule, Stephanie Brandl und Helga Menhofer am Gymnasium sorgen dafür, dass die schöne und von mehr als 400 Millionen Muttersprachlern gebrauchte Sprache erlernt wird, und die SchülerInnen einen Einblick in verschiedene Aspekte von spanischer und lateinamerikanischer Landeskunde und Kultur erhalten. Unser Gast Judith Fonte Cova (stehend, siebte von rechts) Im Rahmen des spätbeginnenden Spanisch-Unterrichts – die Schülerinnen können erst für die letzten drei Jahre am Gymnasium Spanisch wählen – organisierten wir im Dezember 2009 in der K13 ein Projekt zum Thema: „Tenerife, más que una isla turística“ – „Teneriffa, nicht nur eine touristische Insel“. Wir verfügten über viel Material, das uns Herr Lindl für eine Ausstellung, die er mit seiner damaligen 10. Klasse zu diesem Thema organisiert hatte, überließ. Außerdem recherchierten die Schülerinnen im Internet. Jeweils zwei oder drei Schülerin-

nen bereiteten in spanischer Sprache ein Thema vor. Es ergab sich glücklicherweise, dass eine Studentin von den Kanarischen Inseln anwesend sein konnte, als die Schülerinnen ihre Referate vortrugen. Dank ihres profunden Wissens über ihre Heimat und ihres klaren Spanisch konnte sie ergänzen, korrigieren und uns v. a. ein authentisches Bild dieser faszinierenden Insel vermitteln. Zwei Schülerinnen hatten das Thema „Comer y beber en Tenerife“ – „Essen und Trinken auf Teneriffa“ vorbereitet, aber nicht nur theoretisch, sondern wir kamen auch in den Genuss eines selbstgemachten Gebäcks, das

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auf den Kanarischen Inseln und in Spanien typisch für die Weihnachtszeit ist. Es lohnt sich also Spanisch zu lernen. Beißt man sich durch die vor allem schwierige Grammatik, erschließt man sich tiefergehende Kenntnisse, nicht nur über Spanien, der Deutschen liebstes Urlaubsland, sondern auch über weite Teile Lateinamerikas. Helga Menhofer

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Moderne Fremdsprachen

DELF-Prüfung Seit diesem Schuljahr findet die DELF-Prüfung (Diplôme d´Etudes en Langue Française) nur noch einmal im Schuljahr statt, und zwar Ende April. Das bedeutet einerseits zwar eine Erleichterung, da die etwas umständliche Prozedur des Anmeldens nicht zu zwei Terminen erledigt werden muss, andererseits erfordert dies bei den beachtlichen Zahlen von Schülerinnen, die sich bei uns für die Prüfung anmelden, einen gewaltigen logistischen Aufwand, sowohl die Vorbereitungsstunden als auch

die mündlichen Prüfungen über die Bühne zu bringen. Gut 50 Schülerinnen meldeten sich heuer für die Prüfungen auf den Niveaustufen A2, B1 und B2 an. Erfreulicherweise waren etliche Abiturientinnen bereit, zusätzlich zu den Vorbereitungen auf ihr Abitur auch noch die DELF-Prüfung in Angriff zu nehmen. Leider lagen die Ergebnisse bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

genen Sommer die DELF-Prüfung abgelegt haben, konnte Frau Weger Ariane Nikpur (K13) zu ihrem sehr erfreulichen Ergebnis in der B2-Prüfung beglückwünschen und ihr als kleine Anerkennung ein Buch überreichen. Evelyn Dreier .

Bei der Ausgabe der Diplome an die Schülerinnen, die im vergan-

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Vive l’amitié franco-allemande! Der Französische Tag ist in Seligenthal schon eine feste Einrichtung geworden, ebenso wie die Tatsache, dass wir ihn nicht am eigentlichen Tag, den 22. Januar, an dem der deutschfranzösische Freundschaftsvertrag unterzeichnet wurde, feiern können. Wie in den vergangenen Jahren boten wir in einer verlängerten Pause Croissants, belegte Baguettes, Quiches und Tartes an. Neben den lukullischen Freuden

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sollte auch die Kultur nicht zu kurz kommen und so gab es eine PowerPoint-Präsentation zu verschiedenen Regionen Frankreichs und eine kleine Ausstellung zu den deutsch-französischen Beziehungen zu bestaunen und ein Quiz der Französischgruppe aus der Klasse 6d zu lösen. Natürlich kann eine solche Veranstaltung nur gelingen, wenn eine Menge fleißige Hände zusammenarbeiten. Deshalb möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei den Schülerinnen der Klasse 6d, der Klasse 8c, der Klasse 8a, die einen Großteil der Dekoration bastelten, bei den

Kollegiatinnen des LK Französisch der K12, die eifrig Quiches und Tartes produzierten und die PowerPoint-Präsentation erstellten, beim LK Französisch der K13, der Stellwände zu den deutsch-französischen Beziehungen gestaltete und last but not least geht mein Dank an Laura Hunger aus der Q11, die das Plakat entwarf. Ein herzliches Vergelt’s Gott auch an die Bäckerei Rauchensteiner in Geisenhausen und die Metzgerei Wernthaler in Gündlkofen für ihre großzügigen Spenden. Evelyn Dreier

Meet the American Ambassador Thanks to an invitation from the American Consulate our English class had a chance to meet the US Ambassador to Germany, Mr. Philip C. Murphy, at the Amerika Haus in Munich on September 21st.. Mr. Philip Murphy impressed us enormously with his enthusiastic and energetic performance which was a vivid demonstration of how closely connected politics and entertainment are in the US. Ambassador in action: Philip C. Murphy

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Leistungskurs English K12

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Musiktermine im Schuljahr 09/10 Oktober 14.10. Amtseinführung unserer neuen Direktorin, Frau Ursula Weger, musikalisch umrahmt von der Bigband „Swinging Sisters“ 20.10. Niederbayerische Direktorenkonferenz, Eröffnungsveranstaltung umrahmt von der Bigband „Swinging Sisters“ 25.10. Festgottesdienst in der Abteikirche anlässlich des 175jährigen Bestehens der Barockkirche Seligenthal, musikalisch umrahmt von Mitgliedern des LK Musik: Marielle Bogner, Christina Fürstenwerth, Georg Fröschl, Isabella v. Kuepach und Katja Schuster November 24.11. Besuch des Jugendkonzertes mit den Münchner Philharmonikern im Gasteig 27.11. Konzert des Oberstufenchors mit der Sinfonia Essenbach in der Escara/ Essenbach. Zur Aufführung kommt u.a. F. Mendels-

Musik

sohn- Bartholdys „Sommernachtstraum“ 28.11. Musikalische Eröffnung der „Landshuter Kinderweihnacht“ in den Räumen des Gymnasiums durch den Unterstufenchor 5/6 und Solistinnen Dezember 01.12. 1. Vorspielabend der Instrumentalkurse von Hedwig Grenyo, Margit Schleinkofer, Ekaterina Birman, Gabriele Fröschl, Anton Grenyo, Maria Rottenwallner, Manuela Stieglmeier, Iris Jürgensmeyer und Barbara WolfEckmann 13.12. Krippenwegskonzert in der Dominikanerkirche, mit SolistInnen, Ensembles, dem Unterstufenchor 6/7 und Sprecherinnen des Rhetorikkurses 16./17.12. Weihnachtskonzerte in der Mehrzweckhalle Januar 22.01. bis 24.01 Kammermusikwochenende in der Musikakademie Schloss Alteglofsheim 25.01. 1. Lehrertrommeln

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27.01. 2. Vorspielabend der Instrumentalkurse Violine, Klavier, Saxophon, Trompete, Violoncello, Gesang, Flöte und Klarinette Februar 04.02. Konzert des Leistungskurses Musik K12 März 03.03. Kammermusikabend mit Schülerinnen der Klassen 5 – 13 zugunsten von Unicef 06.03. Festakt 30 Jahre Schulpartnerschaft Landshut / Schio Musikalisch umrahmt von Schülerinnen des LK Musik: Marielle Bogner, Esther Dechantsreiter, Johanna Greil, Isabella v. Kuepach sowie Philipp Nitzl und den am Klavier begleitenden Gästen Christine Einsle-Wolf und Claudia v. Kuepach 11.03. Instrumentalvorspiel der Klassen Stefanie Brandl und Maria Rottenwallner 18.03. Instrumentalvorspiel der Klassen Christine Einsle-Wolf, Ariane Kufner und Manuela Stieglmeier

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24.03. zum ersten Mal: Frühjahrskonzert mit Ensembles der Unterstufe und SolistInnen des musischen Zweigs in der Mehrzweckhalle April 09.04. Festakt anlässlich der Ordensaushändigung im Großen Sitzungssaal der Regierung von Niederbayern, musikalisch gestaltet vom Querflötenquartett des LK Musik K12 mit Ulrike Besl, Anna Betz, Franziska Poppe und Christina Schindler 13.04. Integratives Musikprojekt gemeinsamer Musiziernachmittag mit SchülerInnen der Pestalozzischule und Mädchen aus der Unterstufe des Gymnasiums 17.04. Kennenlernnachmittag des Gymnasiums musikalisch eingeleitet vom Unterstufenchor 5/6 und der Percussion Company mit Musikworkshops und einer Instrumentenpräsentation für die Mädchen und Buben der 4. Klassen 24.04. Jahresversammlung des Fördervereins des Gymnasiums, musikalisch umrahmt vom Querflöten-Quartett: Anna Besl, Corinna Hartl, Franziska Poppe, Christina

Musik

Schindler K12 und Claudia Schmidt K12, Klavier Mai 11.05. Kirchenkonzert im Rahmen einer feierlichen Maiandacht mit SolistInnen, Orchester und Chören 19. bis 21.05. Chor- und Orchestertage in der Musikakademie Schloss Alteglofsheim Juni

Juli 02.07 Opernfahrt des LK Musik ins Gärtnerplatztheater, München, Besuch der Oper „Carmen“ 30.06./01./06./07./08./14. und 16.07. Lehrfahrten aller 5. Klassen zur Instrumentensammlung des Münchner Stadtmuseums und des Bayerischen Nationalmuseums

07.06. Colloquiumsprüfung im Fach Musik

10./11.07. Im Rahmen der Landshuter Hofmusiktage: Workshop für Alte Musik und Abschlusskonzert mit SchülerInnen des Gymnasiums

17.06. Besuch des Jugendkonzertes mit den Münchner Philharmonikern und dem Philharmonischen Chor im Gasteig

14.07. Im Rahmen der Landshuter Hofmusiktage: Gesprächskonzert mit Emma Kirkby für die Musikkurse der Oberstufe

22.06./24.06. Sommerkonzerte in der Mehrzweckhalle

15.07. 3. Vorspielabend der Instrumentalkurse Violine, Violoncello, Klavier, Querflöte, Klarinette, Saxophon, Trompete und Gesang

25.06. Abiturfeier, musikalisch umrahmt von Solistinnen, dem GK Chor und der Bigband „Swinging Sisters“

30.07. Schlussgottesdienst, musikalisch gestaltet von den Chören und den „Swinging Sisters“

29.06. Instrumentalvorspiel der Klassen Barbara Wolf-Eckmann und Ekaterina Birman

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Musik

Neu in der Fachschaft:

schen Musikschule Landshut tätig und seit diesem Schuljahr zusätzlich am Gymnasium Seligenthal. In den letzten Jahren durfte ich etliche Musik-LKSchüler im Fach Klavier erfolgreich zum Abitur führen. Da mit der Einführung des G8 die Leistungskurse leider abgeschafft wurden, bin ich froh, dass durch den neuen musischen Zweig in Seligenthal nach wie vor die Möglichkeit besteht, junge Talente mit prägen zu dürfen.

Stefanie Brandl

Ariane Kufner

Frau Brandl absolvierte ihr Schulmusikstudium für das Lehramt an Gymnasien an der Hochschule für Musik und Theater in München. Den Unterricht im Erstinstrument Klavier erhielt sie von Prof. C.-F. Journès. Nach dem Staatsexamen in Musik und dem Zweitfach Spanisch führte sie ihre pädagogische und künstlerische Ausbildung am Klavier bei Prof. Th. Böckheler fort, die sie im Sommer 2011 mit dem Diplom abschließen wird. Neben der solistischen Ausbildung liegt ihr Schwerpunkt auf Projekten im Bereich der Kammermusik und Liedbegleitung. In der Fachschaft Musik des Gymnasiums Seligenthal unterrichtet Frau Brandl seit dem Schuljahr 09/10 die Fächer Musik und Klavier, dazu das Fach Spanisch.

Mein Name ist Ariane Kufner. Ich bin verheiratet, habe zwei Söhne und wohne in Altdorf. Meine musikpädagogische Ausbildung in Klavier und Querflöte erhielt ich am Richard-StraussKonservatorium in München, die ich mit der staatl. Musiklehrerprüfung in beiden Instrumenten abschloss. Anschließend absolvierte ich ein künstlerisches Aufbaustudium im Fach Klavier an der Musikhochschule in Frankfurt, das ich 1990 mit dem Konzertdiplom beendete. Prägende Lehrkräfte in Studium und Meisterkursen waren: Prof. Renate Werner, Prof. Jürgen Uhde und Prof. Joachim Volkmann. Während und nach der Studienzeit entstanden etliche Rundfunkaufnahmen beim BR. Seit nunmehr 20 Jahren bin ich an der Städti-

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Feel the rhythm! Jetzt hat das Trommelfieber auch die Lehrer erwischt!

Eine kleine Truppe aus Seligenthaler Lehrkräften und einigen externen Percussionbegeisterten trifft sich alle 14 Tage, um unter der motivierenden Anleitung von Gabi Fröschl ein bisschen mehr Rhythmus in den Alltag zu bringen. Einzelne versuchen sich auch schon an einer Performance beim Schlagen der Trommeln! Vielen Dank, liebe Gabi, dass du für uns die südamerikanische Sonne aufgehen lässt! Cornelia Eberhard

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Musik

Shakespeare, Mendelssohn-Bartholdy und Wir

Alles begann am Ende des Abschlussgottesdienstes im Schuljahr 2008/09 als Frau Schleinkofer alle Sängerinnen ab der 10. Jahrgangsstufe um ein kurzes Gespräch bat. Sie stellte uns ein Projekt vor, in dem Shakespeares Sommernachtstraum von der Sinfonietta Essenbach in der Eskara-Halle aufgeführt werden sollte und Seligenthal die Teilnahme als Begleitchor angeboten wurde. Zu diesem Zeitpunkt war vermutlich den wenigsten bewusst, worauf sie sich wirklich einließen, und doch war im gesamten Chor eine Begeisterung zu spüren. So kam es, dass wir alle spontan zusagten und zu einem Projektchor zusammenwuchsen. Im nächsten Schuljahr begann daraufhin ein intensiver Probenmarathon, den wir hauptsächlich in unserer Freizeit absolvierten. Die erste Übungseinheit fand während des

Wandertags statt und später übten wir einmal wöchentlich. Als sich die Anfangsbegeisterung etwas gelegt hatte, spürten wohl die meisten von uns mit jeder weiteren Probe den großen Anspruch, der durch die schwierigen Lieder an uns gestellt wurde. Das Konzert schien noch in unerreichbarer Ferne und die Proben hatten wir uns doch etwas leichter vorgestellt. Doch vor den letzten Proben ver-

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ging die Zeit wie im Flug, und man bekam das Gefühl, gar nicht mehr genug üben zu können, um sich vor den professionellen Musikern der Sinfonietta nicht zu blamieren. Die Tatsache, dass uns nicht wie gewohnt Margit Schleinkofer, sondern ein uns vollkommen fremder Dirigent während des Konzerts leiten sollte, trug nicht gerade zu unserer Beruhigung bei. Schließlich war der Tag der Generalprobe in der Eskara-Halle gekommen! Man merkte in unserer Kabine deutlich die Nervosität der Sängerinnen, ob man schnell genug die Anweisungen des Dirigenten umsetzen und die Erwartungen der Veranstalter erfüllen könnte. Als wir unseren Dirigenten, Herrn Nielson kennen lernten, verflog unsere Anspannung aber sehr schnell und machte Platz für die Vorfreude auf den großen Auftritt.

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Wie auch am Tag der Generalprobe wurden wir am nächsten Tag zu den Konzerten mit einem Shuttle-Bus abgeholt und auch wieder zurück nach Seligenthal gebracht, was uns ein bisschen den Eindruck eines persönlichen „Tourbusses“ vermittelte. Am Vormittag standen zunächst zwei Schülervorstellungen für jeweils 600 SchülerInnen verschiedener Altersstufen an. Hier hörten wir auch zum ersten Mal die gesamte Geschichte von Shakespeare, die von dem Sprecher Peter Tilch vorgetragen wurde und von der Sinfonietta Essenbach und uns musikalisch untermalt wurde. Die Vorstellungen vor den Kindern waren eine gute Vorbereitung für die große Aufführung am Abend vor dem anspruchsvollen Publikum. Das Lachen der Kinder an besonders lustigen Stellen zauberte zwar auch den meisten von

Musik

uns ein Lächeln auf das Gesicht, trotzdem war es ein etwas komisches Gefühl als Mitwirkende zu sehen, wie sich die Kleinen schon 15 Minuten vor dem Ende ihre komplette Winterausrüstung anzogen und unruhig darauf warteten, endlich gehen zu können. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann endlich der große Abend – unser großer Abend. Der Text der Geschichte war nun auf Erwachsene zugeschnitten und das Werk in Originallänge. Aber etwas war trotzdem anders: Das aufregende Kribbeln im Bauch sobald wir in die EskaraHalle kamen und die Gänsehaut, die uns beim Betreten der Bühne überkam. Alles lief nach Plan und der gewaltige Schlussapplaus ließ uns alle Anstrengungen der letzten Wochen auf einen Schlag vergessen.

In der zweiten Hälfte des Konzerts erlebten wir als Zuhörer Mendelssohns „Italienische Sinfonie“. Am Ende hatten wohl alle von uns ein leichtes Gefühl von Wehmut, als wir die Bühne ein letztes Mal für die Zugabe betraten. Nach einem Dankeschön des Bürgermeisters von Essenbach an die zwei Solistinnen, den Dirigenten, die Initiatorin und natürlich unsere Chorleiterin sangen wir das Stück „Abends wenn ich schlafen geh“ aus Hänsel und Gretel. Auch dieses Stück kam sehr gut bei den Zuschauern an und so endete das Konzert in tosendem Applaus. Auch zahlreiche Lehrer versicherten uns beim Sektempfang im Anschluss, dass es ihnen sehr gut gefallen habe. Abschließend lässt sich sagen, dass wir zwar viel Zeit und Mühe aufwenden mussten, dafür aber um Erfahrungen reicher geworden sind und außerdem ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb des Chores entstanden ist. Und wenn Frau Schleinkofer uns irgendwann wieder fragen würde, ob wir bei einem ähnlichen Projekt teilnehmen würden, würde wahrscheinlich jede von uns sofort wieder mitmachen. Ein wirklich unvergessliches Erlebnis! Marina Ehm, Bettina Stauner K12

Foto: Projektchor Essenbach, Brunner Gymnasium der Schulstiftung Seligenthal

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Musik

Das 1. P-Seminar Musik

„Was ist eigentlich ein P-Seminar? Und was macht man da?“ Diese oder ähnliche Fragen hören wir als der erste Jahrgang des G8 immer wieder, und auch bei uns war anfangs die Verwirrung groß. Das „Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung“ soll uns bei unserer Studienund Berufswahl unterstützen und auf die Anforderungen in Hochschule und Berufswelt vorbereiten. Dies wird erreicht durch die Arbeit an einem einjährigen Projekt mithilfe außerschulischer Projektpartner – soweit das Kultusministerium. Eines der vielen Seminare in Seligenthal wird im Rahmen des „Leitfaches“ Musik angeboten. Mithilfe unserer Projektleiterin Frau Fröschl werden wir, d.h. ein Haufen musikbegeisterter Oberstuflerinnen, bis zum Frühjahr 2011 ein Seminarkonzert vorbereiten und hoffentlich erfolgreich auf die Bühne bringen. Dazu gehört nicht nur das Musizieren an sich, sondern auch jede Menge Organisations- und Werbearbeit bzw. die anschließende tontechnische Aufbereitung, was auch Schülerinnen ohne Instrumentalunterricht die Möglichkeit zur Mitgestaltung gibt. Schon im 1. Halbjahr der Q11 wurde einiges bewegt. Wir fanden uns zu Ensembles zusammen oder hatten viel Spaß am Singen,

Xylophon spielen oder an Percussioneinlagen mit der ganzen Gruppe. Das große Highlight war das Kammermusikwochenende in der Musikakademie Alteglofsheim, an dem wir ausgiebig Zeit für unsere Proben für den Kammermusikabend – quasi als Generalprobe vor dem Seminarkonzert – hatten. Dieser fand dann am 03.03. statt und war für alle ein großer Erfolg. Unsere Instrumentalistinnen, Sophia, Steffi, Corinna, Miriam und Magdalena glänzten am Klavier, mit der Querflöte und der Klarinette und der ganze Kurs hatte seinen ersten großen Auftritt als Percussionband mit einem feurigen Mambo. Während der Pause des Kammermusikabends organisierten wir außerdem zusammen mit der Unicef-Gruppe einen kleinen Pizzaverkauf für Eltern und Schüler, dessen Erlös einem Projekt der Unicef-Gruppe zu Gute kam. Letztendlich waren wir alle sehr zufrieden und konnten die Chance nützen, uns für das kommende Seminarkonzert mit Lampenfieber und Auftritt vor Publikum vertraut zu machen. Aber wir beschränkten uns nicht allein auf die Projektarbeit. Darüber hinaus lernten wir die Welt der Musik von verschiedensten Seiten kennen: Ob beim Besuch der Werkstatt des Landshuter

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Geigenbauers, Herrn Laufer, der Besichtigung des neuen Funkhauses von Radio Trausnitz und Radio Galaxy, einer Führung hinter die Kulissen des Stadttheaters, einem TaKeTiNa-Workshop oder beim Gesprächskonzert mit Emma Kirkby, einer WeltklasseSopranistin – wir hatten immer Spaß und erfuhren viel Interessantes über diverse Berufe im Bereich der Musik. Im 2. Halbjahr erwartete uns das BuS (Seminar zur Berufs- und Studienwahl). Dieses soll gezielt bei der Berufswahl helfen, indem man Stärken und Schwächen erkennen lernt, Erfahrung im Umgang mit Informationsquellen erlangt (z.B. Bundesagentur für Arbeit oder Internet), verschiedene Berufe vorgestellt bekommt und eine persönliche Bewerbungsmappe anlegt. Britta Dumser, Q11

Leiterin Gabriele Fröschl (links) und ihr P-Seminar

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Musik

Young Strings – Young Woodwinds: Zwei neue Ensembles stellen sich vor Der musische Zweig brachte bereits in diesem Schuljahr mehrere neue Ensembles für den musikalischen Nachwuchs hervor. Durch deutlich mehr InstrumentalistInnen am Gymnasium, die bereits nach kurzer instrumentaler Ausbildung ein recht hohes Niveau erreicht haben, konnte das Vororchester, das bisher aus einer bunten Mischung aus vielen Holzbläsern – v. a. Querflöten und wenig Streichern bestand, in zwei eigenständige Ensembles aufgeteilt werden – eine reine Holzbläsergruppe und ein 15-köpfiges Streichorchester.

Zwölf Flötistinnen und Klarinettistinnen der Jahrgangsstufen 5 – 8, die Young Woodwinds, konnten in diesem Jahr mit Werken von Georg Friedrich Händel und Leopold Mozart die ersten Früchte ihres regelmäßigen und intensiven Einsatzes ernten. Sie wurden beim Vorspielabend im Januar und beim Frühjahrskonzert im März reichlich mit dem Applaus des Publikums bedacht. Sicher kann das Klangspektrum in der Zukunft durch andere Holzblasinstrumente, wie Fagott oder Oboe, noch ergänzt werden. Musiziert werden reizvolle Bearbeitungen von Werken der ver-

Young Woodwinds

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schiedensten Stilepochen. Zur Vorbereitung ihres ersten großen Auftritts im Frühjahrskonzert durften die Young Strings diesmal zum Kammermusikwochenende im Februar in die Musikakademie Alteglofsheim mitfahren (siehe nebenstehender Artikel). Die Probenerfolge sind beachtlich und die damit verbundene Arbeit mit dem Nachwuchs macht sehr viel Freude.

Young Strings

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Musik

Zwei Tage in der Musikakademie Alteglofsheim Am 22.Januar 2010 durfte zum ersten Mal das Vororchester unter der Leitung der Musiklehrerinnen Frau Schleinkofer, Frau Fröschl, Frau Grenyo, Frau Kobler und Frau Brandl in die Musikakademie Alteglofsheim fahren.

und anschließend eine halbe Stunde Rhythmus mit Frau Brandl trainiert, was uns allen viel Taktgefühl vermittelt hat. Abends veranstaltete Frau Fröschl noch ein Percussiontraining mit unserem Orchester, was uns viel Spaß machte.

Als wir um 13:30 Uhr ankamen, wurden wir zuerst von Frau Grenyo durch das Schloss geführt, damit wir uns zurechtfinden würden. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen. Danach übten wir gemeinsam 1 1/2 Stunden Cello und Geige unter der Leitung von Frau Schleinkofer.

Zum Abschluss spielten wir am Sonntag das Lied „Fiesta“ unserer Lehrerin und Dirigentin Frau Schleinkofer vor, das wir die letzten zwei Tage fleißig geübt hatten. Aus Begeisterung über unser neues Können gab sie uns den schönen Namen: „Young Strings“.

Am Abend wurde noch viel geredet und gelacht, aber trotzdem waren um 22 Uhr bei allen die Lichter aus. Am nächsten Tag wurde nach dem Frühstück wieder fleißig bei Frau Grenyo geübt

Leider war dieses Wochenende viel zu schnell vorüber und wir hoffen, noch einmal die Möglichkeit zu erhalten, uns dort musikalisch weiterzubilden. Verena Pietschmann, Klasse 7c

Young Strings – Selbstportrait

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Musik

Frühjahrskonzert mit Schülern des musischen Zweigs Der musische Zweig am Gymnasium Seligenthal wird mittlerweile von 85 Schülerinnen und Schülern besucht. Viele von ihnen sind seit Herbst 2009 in einem der neugegründeten Ensembles integriert und können ihre neu erworbenen Fertigkeiten am Instrument, im Streich- oder Blasorchester und in der Juniorband im gemeinsamen Spiel erproben. Zusammen mit der Percussiongruppe und dem Chor gestalteten all diese Ensembles mit Haydn, Vivaldi oder Händel, mit Samba und „Probiers mal mit Gemütlichkeit“ am 24.3. das erste Seligenthaler Frühjahrskonzert und wagten damit den Schritt in die Öffentlichkeit.

Natürlich standen auch einige solistische Beiträge mit Harfe, Violine, Klarinette oder Klavier auf dem bunten Programm, die von besonders weit fortgeschrittenen SchülerInnen aus den drei musischen Klassen erstaunlich souverän dargeboten wurden.

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Und so war es eine gelungene Premiere mit vorher sehr gespannten und nachher sehr erleichterten jungen Künstlern, einem begeisterten Publikum und einer eindrucksvollen Bestätigung dafür, wie wertvoll der musische Zweig für das Gymnasium Seligenthal ist!

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Musik

Integratives Musikprojekt Unsere Schule fühlt sich dem christlichen Menschenbild in besonderer Weise verpflichtet und so ist es uns ein großes Anliegen, unseren Schülern und Schülerinnen neben einem fundierten Wissen auch soziale Kompetenzen zu vermitteln. Dieses Ziel verfolgt u.a. ein neues integratives Musikprojekt in Zusammenarbeit mit Herrn Kick von der Pestalozzischule. Als Erstes trafen sich alle teilnehmenden Schülerinnen in zwei Zfu-Stunden mit Frau Fröschl, um sich auf den Besuch einzustimmen. Mit Hilfe von Fotos konnten wir uns schon ein wenig kennen lernen, einige Lieder vorbereiten und überlegen, wer mit welchen Instrumenten zum Gelingen beitragen kann. Schließlich kam Herr Kick mit 10 seiner SchülerInnen zu uns nach Seligenthal. Zusammen mit 16 Schülerinnen aus dem U-Chor verbrachten wir einen fröhlichen Nachmittag mit Singen und Musizieren und erfuhren auch viele interessante Details aus dem doch etwas anderen Schulalltag, den geistig oder körperlich behinderte Kinder an der Pestalozzischule erleben. Mit dem gemeinsamen Trommeln oder einigen bewegungsorientierten Liedern z.B. von der „Donikkl-

Band“ konnten Berührungsängste sicht- und hörbar abgebaut werden. Mit großem Interesse bestaunten die Pestalozzi-Schüler die mitgebrachten Instrumente und führten mit Begeisterung vor, was sie im Musikunterricht gelernt hatten. Unsere Kinder konnten dabei erfahren, dass ihre Talente und Begabungen keine Selbstverständlichkeit sind, sondern dass es auch in unserer Stadt Kinder gibt, die es aufgrund von Behinderungen ungleich schwerer haben. Gerade diese Kinder überraschen aber durch ihre ungezwungene, offene Art und ihre sehr spontane Freude und Begeisterungsfähigkeit, auch mit einer ganz besonderen Ausstrahlung. Am Ende waren sich alle darüber einig, dass sie einen sehr gelungenen Nachmittag erlebt hatten, der am Ende dieses Schuljahres oder aber sicher im nächsten unbedingt eine Fortsetzung finden sollte.

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Musik

Jugend musiziert Erfreulich zahlreich nahmen unsere SchülerInnen am diesjährigen Wettbewerb „Jugend musiziert“ mit großem Erfolg teil! Wir gratulieren... ...zum Regionalwettbewerb: Swantje Hauser, Harfe, Duo-Wertung 1. Preis Noel Riedl, Klavierbegleitung 2. Preis Julia Dendl, Querflöte 2. Preis Julia Dendl, Klavierbegleitung 2. Preis Anne Schmid, Querflöte 2. Preis Magdalena Wittmann, Klavierbegleitung 2. Preis Patricia Gruber, Querflöte 1. Preis Sarah Daimer, Querflöte 3. Preis Ramona Liebl, Klarinette 2. Preis Kathrin Eibensteiner, Klavierbegleitung 1. Preis Melanie Papst, Klavierbegleitung 2. Preis Martina Fleiss, Violine 1. Preis Esther Dechantsreiter, Klavierbegleitung 1. Preis Philipp Nitzl, Klavierbegleitung 2. Preis Marielle Bogner und Isabella v. Kuepach, 1. Preis Gesang, Duo-Wertung

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...zum Landeswettbewerb: 3.Preis Marielle Bogner und Isabella v. Kuepach, Gesang, Duo-Wertung

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Musik

Auch heuer müssen wir nach dem Abitur wieder viele einsatzfreudige und leistungsstarke MusikerInnen der Schule verabschieden, die sich in Chor und Orchester, in verschiedenen Ensembles und als Solistinnen mit viel Freude für das Musikleben an unserer Schule engagiert haben. Ihnen gelten unser besonderer Dank und die besten Wünsche für ihre Zukunft. Zum Schluss gilt unser Dank auch jenen, die unsere musikalische Arbeit direkt und indirekt unterstützt und gefördert haben: ■ Herrn Dr. Hofmann, Vorsitzen-

der der Schulstiftung Seligenthal, als Sachaufwandsträger ■ StDin Ursula Weger und der gesamten Schulleitung ■ Frau Christine Ingerl für die ausgefeilten Vertretungspläne, die uns den reibungslosen Ablauf unserer Konzertprobenphasen ermöglichen ■ allen Kolleginnen und Kollegen für ihr Verständnis in intensiven Probenphasen ■ den InstrumentallehrerInnen unserer Schule, die die Aufbauarbeit für unsere großen Ensembles mittragen

■ dem Elternbeirat, der uns auch

in diesem Schuljahr bei der Finanzierung der Busfahrt nach Alteglofsheim unterstützt hat ■ Herrn Wackerl für die Brezen ■ Frau Brunner für viele schöne Fotos von unseren Konzerten ■ dem Förderverein des Gymnasiums mit seiner Vorsitzenden, der für unsere Anliegen immer ein offenes Ohr hat ■ dem Dreamteam im Sekretariat für jede erdenkliche Unterstützung ■ ganz besonders Herrn Fartaczek und allen technischen Mitarbeitern, die uns trotz Dauerbelastung in vielen Einsatzstunden jedes Mal wieder ein wundervolles Ambiente und die optimalen Rahmenbedingungen für unsere Vorspielabende und Konzerte schaffen

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Zum guten Schluss danken wir allen unseren Schülerinnen und Schülern, die auf unterschiedlichste Weise und bei den verschiedensten Gelegenheiten in und außerhalb der Schule mit uns musiziert und dafür auch viel Freizeit aufgewendet haben. Nur mit ihrer Unterstützung gelingt es uns immer wieder, den musischen Geist von Seligenthal nach außen zu tragen.

Die Fachschaft Musik: Monika Kobler, Hedwig Grenyo, Margit Schleinkofer, Gabriele Fröschl, Iris Jürgensmeyer, Stefanie Brandl

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Religiöses Leben

Katholische Religionslehre Während ich diesen Artikel schreibe, treffen sich in München auf dem Ökumenischen Kirchentag Menschen verschiedener Religionen und Konfessionen unter dem Motto „Damit ihr Hoffnung habt.“ (1 Petr 1,21) In diesem Schuljahr waren wir gemeinsam unterwegs, um Spuren der Hoffnung zu entdecken und Spuren der Hoffnung zu legen, damit wir alle Hoffnung haben. Die größte Hoffnungskraft spürten wir beim gemeinsamen Beten und Singen. Auch heuer strukturierten gemeinsame Gottesdienste das Schuljahr. Zum Beginn und Abschluss des Schuljahres, zum Gedenken an verstorbene Lehrer und Schüler und zum Beginn der Fastenzeit wurden gemeinsame Wortgottesdienste gefeiert. Vor Weihnachten und Ostern feierten wir miteinander Eucharistie in der Abteikirche. Vorbereitend dazu wurden Morgenandachten, offenes Singen am Adventskranz, Beichtgespräche und Bußgottesdienste angeboten. Die Morgenandachten unter der Leitung von Herrn Dr. Fuchs wurden zum Teil von Schülerinnen und Schülern (6c, 10b und K 12) mitgestaltet,

Zum 7. Bild des Ökumenischen Jugendkreuzwegs 2010 mit dem Titel „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist“ schreiben Schülerinnen der Klasse 10 b folgende Gedanken: Auf dem Bild liegt vor uns ein großes Kreuz auf dem Boden. Es nimmt sehr viel Raum ein. Ist es nur der Schatten eines Kreuzes? Rechts oben sehen wir den Oberkörper einer jungen Frau, die auf dem Boden neben dem Kreuz liegt. Mit ihren Haaren berührt sie das Kreuz. Sie wirkt verkrampft, ganz mit sich beschäftigt und verzweifelt. Ihre Augen und Ohren sind verschlossen. Verschlossen – auch vor Gott? Oder vertraut sie sich in ihrer Verzweiflung dem Kreuz an? Der warme gelbe Boden trägt das Kreuz und fängt die Frau in ihrer Not auf. – Hoffnung

indem sie meditative Texte verfassten und vortrugen und die musikalische Gestaltung übernahmen.

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Schülerinnen der Klasse 6c erarbeiteten Hoffnungsspuren aus den verschiedenen Stationen des Misereorkreuzweges 2010, stellten sich diese gegenseitig vor und verstärkten die Aussagen mit Taizéliedern. Im Rahmen des Marienkonzertes in der Abteikirche gestalteten Schülerinnen der Klasse 6d und aus K12 mit Texten und Gebeten die Maiandacht.

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Religiöses Leben

Das Thema Hoffnung zieht sich wie ein roter Faden durch den Lehrplan im G 8 und beendet die Auseinandersetzungen mit sich, mit der Mit- und Umwelt und mit Gott im Unterricht von K13 mit Antwortversuchen auf die Frage „Was dürfen wir hoffen?“.

Mit unserem Gebet v.a. für die Erdbebenopfer und mit Spendenaktionen konnten wir auch einen kleinen Hoffnungsstrahl nach Haiti, Bolivien und Ecuador senden.

An dieser Stelle möchte ich meinen Hoffnungswunsch anfügen: Ich wünsche mir, dass die Schultaschen unserer Schülerinnen und Schüler nicht noch schwerer werden. Maria Grasser

Hoffnung schöpfen konnten wir auch in den wöchentlichen Schulmessen jeweils am Donnerstag um 7:30 Uhr, die von verschiedenen Klassen und ihren Religionslehrern vorbereitet und zusammen mit Herrn Dr. Fuchs gefeiert wurden. Die Klasse 5c stellte ihre Schulmesse unter das Motto „Jesus hinterlässt Spuren“ und machte sich so im Rahmen des Lehrplans auf Spurensuche. Beim Brotteilen in der anschließenden Religionsstunde wurde über die Hoffnungsspuren, die uns Jesus hinterlassen hat, nochmals gesprochen.

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Blick in die Fachschaften

Religiöses Leben

Mission impossible Als Hoffnungshighlight erlebten Luisa Schmid und Bernadette Wagner (10c) zusammen mit Nadine Rogl (H 10a) die Teilnahme am DeBeJu-Treffen. Sie schreiben dazu: Am Donnerstag, den 01.10.2009 fuhren wir endlich los. Wohin? Nach Münsterschwarzach zum BeDeJu. Ok, von vorne: Wir drei (Bernadette, Luisa und Nadine) fuhren in Begleitung von Frau Kiermayer für vier Tage ins Egbert-Gymnasium nach Münsterschwarzach, um am Deutschen Benediktinischen Jugendtreffen teilzunehmen. Anfangs dachten wir, es könnte vielleicht ein wenig langweilig werden, aber nachdem wir das Programm gesehen hatten und einfach da waren, änderten wir unsere Meinung schnell: Grillabend, Workshops, Klosterrallye und Sportmöglichkeiten hörten sich gar nicht schlecht an. Sicherlich habt ihr gedacht wir beten dort die ganze Zeit – oder? Na gut, nach benediktinischem Vorbild unterbrachen wir unsere Aktivitäten mit Morgenmeditationen, Mittagshoren und Vespern, die von uns gestaltet wurden. Insgesamt nahmen 20 Mädchen und 60 Jungen der 8. bis 13. Jahrgangstufen aus ganz

Religiöse Reisegruppe – zum Deutschen Benediktinischen Jugendtreff

Deutschland und Österreich teil. Da wir in unterschiedliche Gruppen (wie z.B. Geschirrspülen, Workshops oder Wanderungen) eingeteilt waren, lernten wir uns sehr schnell kennen und schlossen Freundschaften.

Bernadette Wagner, Luisa Schmid, Nadine Rogl

Es war eine schöne Zeit mit guten Erfahrungen und wir waren sehr traurig und müde, als es mit dem Zug wieder nach Hause ging. Doch hoffentlich sehen wir uns in zwei Jahren beim nächsten Treffen wieder!

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Blick in die Fachschaften

Religiöses Leben

Weltkiosk in Seligenthal – warum sollt ihr ihn unterstützen?

Orientierungstage Kloster Ensdorf

Hoffnungsspuren ganz anderer Art will die Klasse 8c mit der Eröffnung des ‚Weltkiosk’ legen.

Hoffnungsfroh kehrten die Schülerinnen aller 9. Klassen aus den Tagen der Orientierung aus dem Kloster Ensdorf nach Seligenthal zurück.

Am Dienstag, den 13.04.2010 eröffnete Frau Saxl mit der Klasse 8c einen Weltkiosk mit vielen Leckereien. Doch warum? Wir haben Mitschülerinnen gefragt, warum sie den Weltkiosk unterstützen. „Wir helfen damit Menschen, die für ihre harte Arbeit nur sehr wenig Geld bekommen,“ sagten viele Mädchen. Auf die Frage, ob es ihnen Spaß macht hinter den Tischen zu stehen und Produkte wie Trockenfrüchte, Nüsse, Fruchtriegel, Schokolade, Ordner, Mäppchen

usw. zu verkaufen, bekamen wir immer „Na klar!“ zu hören. Für die Schülerinnen ist es sehr wichtig, Produkte von hoher Qualität zu verkaufen. „Aber woher weiß man, ob die Schokolade auch eine gute Schokolade ist“, wollten wir von Katrin wissen. „Man schmeckt es doch, wenn sie auf der Zunge zergeht und einfach gut schmeckt und außerdem ist ja das Siegel drauf!“, antwortete sie uns. Nach diesen Gesprächen ist uns ganz klar, dass die Idee der Seligenthaler Schülerinnen, ihren Weltkiosk zu unterstützen, einfach gut ist. Patricia Franke, Elina Sedlmaier, 8c

Am 03.05.2010 standen für die neunten Klassen die Tage der Orientierung an, in denen man sich intensiv mit der Klasse sowie anderen, für Jugendliche aktuellen Themen beschäftigt. Nach einer 2stündigen Fahrt kam die Klasse 9c im Kloster Ensdorf in der Oberpfalz an. Nach einer kurzen Begrüßung und der Besichtigung der Zimmer, wurde die Klasse mit ihren beiden Betreuerinnen Lydia und Maria bekannt gemacht und

wählte die Themen aus, mit denen sie sich näher beschäftigen wollte. Da ein großes Spektrum an Interessen vorhanden war, einigte sich die Gruppe am Ende auf das Thema „Life is Life“ mit den Unterthemen „Liebe oder was“ und „Tod und Trauer“. Ein weiteres Thema war „Wer bin ich?, Wie sehen mich die anderen?“. Nach dieser Einteilung bastelte jede aus

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der Klasse ein Namensplakat mit Fragen an die ganze Klasse, die gemeinsam im Sitzkreis gestellt und beantwortet wurden. Anschließend hatte die Klasse Freizeit, die sie in dem klostereigenen Kneippbecken oder beim Entspannen mit den Freundinnen verbrachte. Der nächste Tag fing mit der ersten Einheit an, die eine Traumreise und das Basteln einer eigenen Lebenskette beinhaltete. In der zweiten Einheit am Nachmittag beschäftigte sich ein Teil der Klasse mit dem Thema Tod, der andere Teil machte eine weitere Traumreise. Außerdem erlebte die Klasse in einem interaktivem Spiel den Zusammenhalt der Klasse deutlich. Die Freizeit am Dienstag nutzten viele zu einer Besichtigung von Ensdorf. Der letzte Tag fing mit einer Fragerunde an. In den Fragen ging es um die Klasse, um Liebe, Leben und Zukunft. Diese Einheit war für die ganze Klasse sehr interessant. Nun war es Zeit für die Abschlussrunde. Die Klasse bereitete in Gruppen aufgeteilt Lieder, Gedichte vor und gestaltete den Raum ganz besonders ansprechend. Nach Gesang und kreativem Schreiben verabschiedeten sich die Betreuer von der Klasse. Insgesamt waren es drei wunderschöne und erlebnisreiche Tage, an denen die Schülerinnen viel Neues miteinander erlebten und großen Spaß hatten. Veronika Datzer, 9c

Religiöses Leben

ÖKT in München Am Freitag, den 14.05., machten sich 21 Schülerinnen aus den 10. Klassen und aus K12 mit Frau Fräßdorf und Frau Sickau auf Spurensuche in Sachen Ökumene beim ÖKT in München. Klostertag für Abiturientinnen Interessierte Abiturientinnen sind am 18. Juni eingeladen, einen Tag im Kloster mitzu(er)leben bzw. bei der nachmittäglichen Führung einen Blick hinter die Klausurtüren zu werfen.

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Projekttage Für alle Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe gibt es an den Projekttagen am 26. und 28. Juli unter dem Motto „Seligenthal kennen lernen“, beim Film über das Colegio Ave Maria in La Paz und beim Thema „die Abteikirche erkunden“ viel zu erfahren und zu entdecken. Dank Nun möchte ich mich bei allen bedanken, die die Arbeit der Fachschaft Religion tatkräftig unterstützen, damit das religiöse Leben an der Schule so vielfältig gestaltet werden kann. Nur so können wir aus der Hoffnungskraft Gottes leben und Hoffnungsspuren legen, die uns durch schwierige Zeiten tragen. In diesem Sinne ganz herzlichen Dank und eine erholsame Ferienzeit! Maria Graßer

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Sport

Kinder laufen für Kinder Am 8. Mai 2010 war es wieder soweit: Mehr als 800 Kinder, Jugendliche und Erwachsene beteiligten sich an dem Sponsorenlauf zugunsten von SOS-Kinderdörfern und der Landshuter Tafel. Bereits zum 6. Mal in Folge organisierte der Postsportverein zusammen mit den Seligenthaler Schulen, dem HCG, dem HLG und dem Gymnasium Furth diese gelungene Veranstaltung auf dem Gelände des Hans-CarossaGymnasiums.

Bereits im Vorfeld suchten sich die Läuferinnen und Läufer Sponsoren, die dieses Projekt finanziell unterstützen. Und so kam auch heuer wieder die stattliche Summe von ca. 35.000€ zusammen; 60% gehen an die SOSKinderdörfer und an die Landshuter Tafel, die restlichen 40% werden nach Abzug der Unkosten auf die fünf Veranstalter verteilt. So können wir jedes Jahr die Ausstattung in den Turnhallen verbessern und attraktive Geräte kaufen. Die Seligenthaler Bilanz: Mehr

„Ich war dabei am 8. Mai – du auch?“

als 120 Teilnehmer aus Grundschule, Wirtschaftsschule, Gymnasium und Lehrerschaft liefen weit mehr als 1500 km; ein toller Erfolg!

Leichtathletik Im Juni 2009 haben sich die Mädchen der Wettkampfklasse III/1 (Jahrgang 1994 und jünger) durch den Sieg im Kreisentscheid des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ in der Leichtathletik für das Bezirksfinale in Dingolfing qualifiziert. Leider mussten kurzfristig drei Teilnehmerinnen wegen Krankheit passen. Miriam Maier, Luisa Erber (7b), Marion Schömburg (7a), Carolin Leßmann (8c), Anja Schmidtke (8a), Lena Schuster, Simone Lutz (8b), Verena Schauer, Manuela Wittmann (9c),

Stefanie Spath (7d) und Julia Stempfhuber (6b) kämpften in den Disziplinen 75m, 800m, 4x75m, Hoch-/Weitsprung, Kugelstoß und Ballwurf und sammelten dabei soviele Punkte, dass es – sie hatten sich mit der drittbesten Leistung qualifiziert – sogar am Ende zum überraschenden zweiten Platz gereicht

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hat. Beim Kreisentscheid der Klasse IV/I (Jahrgang 1996 und jünger) haben die Mädchen den zweiten Platz hinter dem HansLeinberger-Gymnasium erreicht. Auch dies war ein großer Erfolg, denn das Team wurde neu zusammengestellt. Beide Mannschaften gehen auch im Juni 2010 wieder an den Start.

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Sport

„Skipping-schools“ Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Haupt- und Realschulen und Gymnasien sprangen, liefen, hüpften bei der Südbayerischen Meisterschaft im Rope-Skipping In vier Kategorien mussten sie Ausdauer, Koordination und viel Geschick aufbringen, um zum Schluss ganz oben zu stehen. Und das gelang den „Crazy frogs“ der Klasse 6a ganz hervorragend: Amelie Jäkel, Victoria Schubart, Stefanie Held, Sophia Neudecker und Constanze Helmer qualifizierten sich für die Teilnahme an der Bayerischen Meisterschaft in Ingolstadt. Und diese Meisterschaft haben die ”Crazy frogs” auch gleich gewonnen. Herzliche Glückwünsche! Die „Jumping angels“ aus der Klasse 5a (Carina Hattenkofer, Isabella Hiermer, Lorena Neubauer, Luisa Zeeh und Kira Rettinger) wollten einfach nur dabei sein und schnuppern. Auch sie haben mit Platz 7 gezeigt, was in ihnen steckt. Auf ein Neues!

Es spielten: Verena Schauer 10a, Julia Glasl 10a, Bettina Fürstenwerth 10c, Alexandra Glass 9c, Agila Ratnakumar 9c, Carmen Herzing 8b, Katharina Kagermeier 8b und Fanni Kortmann 8b.

Volleyball Am 27.11.2009 waren wir Ausrichter des Stadtfinales Volleyball im A-Programm von „Jugend trainiert für Olympia“. Die 3 teilnehmenden Mannschaften vom Gymnasium Seligenthal, der Wirtschaftsschule Seligenthal und dem Hans-LeinbergerGymnasium wurden von der Leiterin der Wirtschaftsschule Frau Liebig ganz herzlich begrüßt. Sie wünschte den Wettkämpferinnen viel Spaß und Erfolg und den Zuschauern spannende Spiele. Die erste Begegnung zwischen unseren Mädels vom Gymnasium und den Hans-Leinberger-Schülerinnen ging glatt 2:0 an die Gä-

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ste, obwohl sich unsere Sportlerinnen tapfer gegen die spielerfahrenen Leinbergerinnen wehrten. Ein ebenso klarer 2:0 Erfolg der Gymnasiastinnen gegen die Mädels unserer Wirtschaftsschule brachte dem neu zusammengesetzten Team des Gymnasiums schließlich den 2. Platz. Platz 1 ging ans Hans-Leinberger-Gymnasium; sie besiegten auch die Schülerinnen der Wirtschaftsschule mit 2:0 und qualifizierten sich somit für die nächste Runde, dem Regionalentscheid, der leider ohne Seligenthaler Beteiligung stattfindet. Das planen wir für nächstes Jahr!

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Blick in die Fachschaften

Sport

Bericht vom Skilager

Die Breitfußalm in Saalbach-Hinterglemm Vom 6. – 10.01.2010 verreisten die Siebtklässlerinnen des Gymnasiums Seligenthal nach Saalbach-Hinterglemm auf die Breitfußalm. In aller Frühe um 6 Uhr ging’s für die vier Lehrer, fünf Studentinnen und 90 Schülerinnen los! Dort angekommen marschierten die Anfänger nach der ersten Gondelfahrt zur Hütte, während die Fortgeschrittenen schon die

Pisten unsicher machten. Später fuhren wir dann in den eingeteilten Gruppen weiter. Den 88 Skifahrerinnen und zwei Snowboarderinnen machte es großen Spaß – egal ob auf der blauen, roten oder schwarzen Piste. Abends vergnügten sich alle bei gemeinsamen Spieleabenden und durch einen tollen Lawinenvortrag wussten wir auch, was im schlimmsten Falle zu tun gewesen wäre und sahen schöne Bil-

der aus der Umgebung. Dem Essen geben wir insgesamt die Note 3. Das Wetter war meist gut und bescherte uns eine tolle Aussicht und guten Schnee, obwohl hin und wieder eine Eisplatte gefunden wurde. Unser Fazit: Trotz drei (Leicht-)Verletzter waren es gelungene fünf Tage mit viel Spiel und Spaß! Klasse 7d

Ski Heil für die Siebtklässlerinnen

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Seligenthaler unterwegs

Schüleraustausch Frankreich

Schüleraustausch mit Mulhouse Seit inzwischen 41 Jahren pflegen wir intensive Kontakte zum Collège Jeanne d’Arc in Mulhouse. So freuen wir uns, dass auch heuer wieder eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus dem Elsass zu uns kam und wir einige Wochen später den Gegenbesuch antreten durften. Nach einer ziemlich verregneten Fahrt kamen wir fast auf die Minute genau in Mulhouse an, wo unsere Partnerinnen und Partner schon auf uns warteten. Am nächsten Vormittag mussten wir zuerst einmal Mulhouse erkunden, die Kirche St. Etienne, das

Rathaus mit seiner farbenprächtigen Fassade, die vielen Fachwerkhäuser und natürlich die zahlreichen Geschäfte. Am Nachmittag ging es in die Vogesen zur HautKoenigsbourg, die wir bei einer Führung erkundeten. Weitere Ausflüge führten uns nach Colmar und Strasbourg. In Colmar stand ein Besuch im Museum Unterlinden mit dem berühmten Isenheimer Altar auf dem Programm, bevor wir eine Stadtführung machten. In der Europastadt Strasbourg führte uns der Weg zu den verschiedenen Institutionen der Europäischen Union, dann in die malerische Altstadt und schließlich noch in das Münster, wo wir nicht nur die herr-

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lich bemalten Fenster, sondern auch die riesige astronomische Uhr bestaunen konnten. Natürlich besuchten wir an einem Vormittag den Unterricht im Collège Jeanne d’Arc. Last but not least statteten wir noch dem Automobilmuseum in Mulhouse einen Besuch ab. Nach diesen erlebnisreichen Tagen fiel einigen Schülerinnen der Abschied von ihren Austauschpartnern recht schwer. Doch schon bei der Abfahrt wurden fleißig Pläne geschmiedet für weitere private Begegnungen. Evelyn Dreier

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Seligenthaler unterwegs

In der Taipeh-Vertretung

Seligenthal zu Gast in der Taipeh-Vertretung der Bundesrepublik Deutschland

Edmund Speiseder, Jian-song Chu, Ursula Weger (v. li.) Als Vorbereitung der Schulpartnerschaft des Gymnasiums Seligenthal mit dem WenzaoCollege in Kaohsiung in Taiwan waren Schülerinnen des Gymnasiums Seligenthal zusammen mit ihrer Lehrerin Maria Fischer und der Schulleiterin Ursula Weger in München zu einem Treffen mit dem Generaldirektor der Taipeh Vertretung der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Jian-song Chu, eingeladen.

Zusammen mit Schülerinnen und Lehrkräften des Ursulinengymnasiums Straubing erlebten sie interessante Stunden und erhielten viele Informationen über ihr Reiseland. Herr Chu betonte dabei die Wichtigkeit, Gelegenheiten zu interkulturellen Begegnungen zu schaffen.

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Dabei ist es Taiwan ein großes Anliegen, nicht nur durch seine Exportartikel in Europa bekannt zu sein, sondern auch Gäste aus Deutschland gastfreundlich aufzunehmen, um das gegenseitige Verstehen zu fördern und freundschaftliche Bande zu knüpfen Ursula Weger

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Seligenthaler unterwegs

Schulpartnerschaft Taiwan

Gründung einer Schulpartnerschaft mit dem Wenzao Ursuline College of Languages in Kaohsiung Eine Reise ganz besonderer Art machten sieben Schülerinnen der Oberstufe des Gymnasiums Seligenthal zusammen mit ihrer Begleitlehrerin Maria Fischer und der Schulleiterin Ursula Weger. Vom 20.3. bis zum 3.4.2010 ging es doch darum, eine Schulpartnerschaft mit dem Sprachencollege Wenzao in Kaohsiung in Taiwan ins Leben zu rufen. Für die meisten war es die erste Reise nach Asien, ein Kontinent, der sich mehr und mehr zu einer führenden Wirtschaftsmacht entwickelt. So ist Taiwan nach Japan und China in Asien der drittgrößte Handelspartner Deutschlands, weshalb das Erlernen der deutschen Sprache in Taiwan auf großes Interesse stößt. Das hoch industrialisierte Land exportiert vor allem elektronische und telekommunika-

tive Geräte; mehr als 70 % aller Computer weltweit stammen aus Taiwan.

Über 800 Schülerinnen und Schüler besuchen den Deutschunterricht in Wenzao, das über 8000 Schüler zwischen 16 und 23 Jahren in Chinesisch, der offiziellen Amtssprache in Taiwan, Japanisch, Spanisch, Französisch und Deutsch unterrichtet. Das flüssige Beherrschen des Englischen ist Voraussetzung für einen Studienplatz und wird als Wirtschaftsenglisch noch vertieft. Die Schule verfügt zudem über ein eigenes Studio für FernWenzao Ursuline College of Languages seh- und Radioaufnahmen und

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ist technisch bestens ausgestattet, um ihre Schüler auf leitende Positionen in Wirtschaft und Gesellschaft vorzubereiten. Gegründet wurde diese Schule von dem Orden der Ursulinen. Neun Schwestern leben in einem

Wenzao Ursuline College of Languages

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Seligenthaler unterwegs

Seligenthal zu Gast in Taiwan

kirchliche Schule einen so herausragenden Ruf, dass Jugendliche aus ganz Taiwan kommen, um die renommierte Schule besuchen zu können.

Tai-Chi kleinen Konvent auf dem Campus und leiten die Geschicke der Schule, auch wenn sie selbst nicht mehr unterrichten. Dies ist auch der Grund, warum sich das Schulprofil der Partnerschulen Wenzao und Seligenthal so gut entsprechen, steht doch in kirchlichen Schulen weltweit neben einer hervorragenden Wissensvermittlung die ganzheitliche Erziehung der Jugendlichen im Mittelpunkt. Auch wenn sich nur ca. 3 % der Taiwaner zum Christentum bekennen, genießt diese

Vom ersten Tag an fühlten sich die Seligenthaler Gäste sehr wohl. Die überaus freundliche Aufnahme in den Gastfamilien, das interessante und vielfältige Angebot an der Schule und nicht zuletzt die ausnehmend herzliche Art der taiwanesischen Schülerinnen und Schüler ließen die Jugendlichen schnell Freundschaft schließen.

Und wie viel Neues galt es zu entdecken! Unterrichtsstunden in Taiwanesisch und Chinesisch, in Kalligraphie und Tai-chi gaben einen

Aller Anfang ist schwer! verschieden: das Essen mit Stäbchen ist gar nicht so leicht und die – im Übrigen sehr gesunde – taiwanesische Küche bietet manche Überraschungen. Die taiwanesischen Schülerinnen und Schüler tragen Schuluniform, Alkohol wird so gut wie nicht konsumiert und selbst abends kann man in einer Millionenstadt ohne Angst unterwegs sein; Asiaten reagieren nicht so spontan, denn in Asien gilt das Zeigen von Zorn oder Ärger als Gesichtsverlust; Selbstdisziplin ist ein hoher Wert, der auch das Unterrichten in großen Klassen

Schule mal ganz anders...

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Einblick in die fremde Kultur. Das Leben in der Gastfamilie bietet die beste Plattform für ein interkulturelles Training. Viele Interessen sind ganz ähnlich – die Taiwaner schwärmen für dieselben Stars und dieselbe Musik wie deutsche Jugendliche, sie tragen die gleiche Mode und haben ganz ähnliche Zukunftsträume, doch vieles ist auch sehr

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Seligenthaler unterwegs

Seligenthal zu Gast in Taiwan

über Deutschland und ganz besonders Bayern aus erster Hand zu bekommen. Die Seligenthaler Schülerinnen hingegen vertiefen ihre im Wahlfach Chinesisch erworbenen Kenntnisse und üben im Kontakt mit den nicht Deutsch sprechenden Studenten englische Konversation. Am Lotussee in Kachsiung

Mazu-Tempel

(über 40 Schüler) ermöglicht. Die Schule ist kein Muss, sondern eine Chance, die es zu ergreifen gilt; da sind Unterrichtszeiten von 8 – 17 Uhr selbstverständlich und auch danach oder am Wochenende findet man viele Schüler auf dem Campus, die Sport treiben, Projekte vorbereiten oder lernen.

der wichtigste Hafen von Taiwan, bietet viel Sehenswertes, angefangen beim berühmten Konfuziustempel bis zum Lotussee, ein bei Alt und Jung beliebtes Ausflugsziel mit herrlichen Tempeln, Pagoden und Götterstatuen. Die Südspitze Taiwans ist ein Paradies mit romantischen Sandstränden und zerklüfteten

Lotussee

Für die Deutschschüler von Wenzao ist der Besuch aus Landshut ein ganz großes Ereignis, bietet er doch die Gelegenheit, die jahrelang erlernte Sprache als alltägliches Kommunikationsmittel anzuwenden und Informationen

Statue des Himmelsgottes am Lotussee Doch kommt auch die Freizeit nicht zu kurz. Viele Ausflüge zeigen das Land in all seiner landschaftlichen und kulturellen Vielfalt. Nicht umsonst wurde die Insel von Portugiesischen Seefahrern „Ilha Formosa“, die „schöne Insel“ genannt. Die Millionenstadt Kaohsiung,

Cijin-Insel

Konfuziustempel Kachsiung

Küsten. In Tainan prägen altehrwürdige Tempel das Stadtbild, während die geschäftige Hauptstadt Taipeh das zweithöchste Hochhaus der Welt, den 101Tower, und das Palastmuseum besitzt, das unvorstellbare Kunstschätze aus der „verbo-

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Seligenthaler unterwegs

tenen Stadt“ Pekings zeigt. Der Entschluss, diesen Schüleraustausch zu einer festen Einrichtung zu machen, fällt deshalb nicht schwer. In einer feierlichen Zeremonie wird in Anwesenheit der Seligenthaler Schülerinnen und vieler Offizieller der Vertrag zur akademischen Zusammenarbeit zwischen dem Gymnasium Seligenthal und dem WenzaoCollege vom Präsidenten der Schule, Herrn Dr. Francis So und der Schulleiterin Seligenthals, Frau Ursula Weger, unterzeichnet und damit der Grundstein für viele interessante Projekte gelegt. So ist in Zukunft für die Schüler und Schülerinnen Seligenthals nicht nur ein zwei-

Großer Buddha in Foguangshan wöchiger Austausch in der Oberstufe geplant, sondern auch die Möglichkeit, während der 10. Klasse oder nach dem Abitur mehrere Monate in Wenzao zu verbringen und intensiv Chinesisch und Wirtschaftsenglisch zu lernen, – eine zukunftsweisende

Seligenthal zu Gast in Taiwan

Unsere Austauschpartner Chance Qualifikationen zu erwerben, die im späteren Studium und Beruf von unschätzbarem Wert sein können. Der letzte Tag des Aufenthaltes bietet noch einmal ein ganz besonderes Ereignis: ein Sportfest, an dem alle Studenten teilnehmen und mit immensem Engagement und viel Kreativität ein buntes Begleitprogramm einstudiert haben. Auch die Gäste aus Seligenthal machen mit und dann heißt es nach zwei erleb-

nisreichen Wochen Abschied nehmen. Auf dem Flughafen wird manche Träne vergossen, doch mit umso größerer Freude wird im Juli der Gegenbesuch der Taiwaner erwartet – und in Zeiten von Internet und E-Mail fällt

Sportfest es nicht schwer auch bis ans andere Ende der Welt Kontakt zu halten. Im Botanischen Garten

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Ursula Weger

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Seligenthaler unterwegs

Lehrerwandern am Spitzingsee Am 05.10.09 brachen die Lehrer und Pensionisten von Seligenthal mit zwei Bussen zum Spitzingsee in den bayerischen Alpen auf. Die durch das schöne Wetter beflügelte Stimmung bekam einen Dämpfer, als sich herausstellte, dass die Busfahrer über Landstraßen fuhren. So war das Ziel erst nach mehr als zweieinhalb Stunden erreicht und der großzügig bemessene Zeitplan etwas in Verzug. Der Gottesdienst in der vollbesetzten St. Bernhard-Kirche wurde von Dr. Fuchs zelebriert, Frau Olga Schmidt, eine ehemalige Musiklehrerin, entlockte dem statt einer Orgel vorhandenen alten Harmonium die letzten Tonreserven. Danach konnten die Teilnehmer der Fahrt aus einer Vielzahl von Möglichkeiten auswählen: Für die Spaziergänger stand als Erstes das Mittagessen im Wirtshaus „Alte Wurzhütte von 1720“ auf dem Programm. Der anschließende Seerundgang von etwa 3,5 km Länge bot schöne Bergblicke und führte auch an einem Kreuzweg mit 15 Stationen vorbei.

Lehrer unterwegs

Die Wanderer gingen einen Forstweg mit 300 m Höhenunterschied zur Unteren Firstalm hinauf, wahlweise auch noch 50 m höher zur Oberen Firstalm und genossen dort das Mittagessen bei Sonnenschein auf der Terrasse. Der Rückweg führte sie zum Spitzingsattel, dort holte sie der bereits mit den Spaziergängern gefüllte Bus am frühen Nachmittag ab und brachte sie nach Neuhaus am Schliersee. Dort konnten die Lehrer auswählen, ob sie die Whiskybrennerei Slyrs besichtigen oder auf der Terrasse des Gasthaus Kögl den hausgemachten Kuchen genießen wollten. Die Bergwanderer gingen zuerst mit den Wanderern zur Unteren Firstalm und teilten sich dort in zwei Zehnergruppen auf. Die einen überwanden 600 Höhenmeter hinauf zur Brecherspitze und dann 850 Höhenmeter herunter nach Neuhaus, wo sie rechtzeitig zum Kaffee wieder eintrafen und von der herrlichen Tour schwärmten. Die zweite Gruppe eroberte den Berg Bodenschneid mit fast gleichem Höhenunterschied und stieg über einen anderen Weg zum Spitzingsattel ab. Da sie etwas später als geplant ankamen, fuhr ein Bus noch einmal von Neuhaus herauf und brachte sie ebenfalls zur Brennerei oder ins Gasthaus.

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Die Heimfahrt erfolgte nach Überredung der Busfahrer über die Autobahn, so dass nach bereits knapp eindreiviertel Stunden Seligenthal erreicht war. Zum Ende des von allen gelobten Ausflugs machte es auch nichts mehr, dass immer stärker werdender Regen einsetzte. Bernhard Schwing

Bayerische Meisterschaft der Diözesen im Riesenslalom Am Montag, 11.01.2010, fand am Arber im Bayerischen Wald das alljährliche Skirennen für die Pfarrer, pastoralen Mitarbeiter und sonstigen Bediensteten der Diözese statt. Wie vor fünf Jahren waren wieder alle bayerischen Diözesen eingeladen. Von der Schulstiftung Seligenthal startete nach drei Jahren Pause nur Bernhard Schwing, da die Sportlehrerinnen erst tags zuvor aus dem Skikurs der 7. Klassen zurückgekommen waren und andere Lehrer(innen) sich zu wenig zutrauten. Bei leichtem Schneefall und Nebelschwaden über der Piste waren die zwei Durchgänge des flüssig gesteckten Riesenslaloms nicht ganz einfach zu

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Seligenthaler unterwegs

Tutoren und Schützlinge in der Jugendherberge

Übernachtung in der Jugendherberge Landshut

bewältigen. Trotzdem kamen von 35 Startern, darunter nur zwei Damen, 34 in die Wertung. Herr Schwing belegte in seiner Altersklasse den 2. Rang. In der Einzelwertung der Diözesen wurde er damit Vizemeister der Diözese Regensburg unter immerhin 14 „Rennläufern“. Da viele Teilnehmer bereits seit Jahren dabei sind, wurden nach dem Rennen beim freien Fahren alte Kontakte aufgefrischt und neue geknüpft. Um 15 Uhr beendete die Siegerehrung, bei der jeder Läufer eine Urkunde und ein graviertes Weißbierglas und jeder Sieger einen Wanderpokal bekam, diesen erfolgreichen Tag. Bernhard Schwing

Frau Weger zeigt der Klasse 5c die Jugendherberge Landshut Am 15. Januar war es endlich soweit. Wir, Schülerinnen der Klasse 5c, übernachteten mit unseren Tutoren in der Jugendherberge Landshut.

Bauchtanzkünsten überzeugen musste. Anschließend konnten wir unser Können bei TSDS (Tutoren suchen den Superstar) unter Beweis stellen.

Nach Nudelsalat und Pizza begann unser lustiger Spieleabend. Als Erstes kamen unsere Überraschungsbesucher, Frau Mirtes und Frau Bernhard, die gleich mit uns Zeitungsschlagen spielen mussten (blaue Flecken nicht ausgeschlossen).

Am späten Abend las uns unser zweiter Überraschungsgast, Frau Weger, die Geschichte „Der Elefant auf Papas Auto“ von David Henry Wilson vor. Da wir fast nicht geschlafen hatten, waren wir etwas müde, als wir abgeholt wurden, doch eines ist sicher: Dieses Wochenende werden wir nicht so schnell vergessen! Carina & Lea, 5c Anna & Theresa, 10b

Nachdem unsere Lehrer völlig aus der Puste geraten waren, spielten wir Pantomime, wobei Frau Bernhard uns von ihren

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Seligenthaler unterwegs

Treffen der benediktinischen Schulen

Die Regel des Heiligen Benedikt und die Schule Die Auseinandersetzung mit der Benediktusregel stand im Mittelpunkt des 2. Treffens von Lehrerinnen und Lehrern deutschsprachiger benediktinischer Schulen im oberösterreichischen Zisterzienserstift Schlierbach, das vom 13. – 15.11.2009 stattfand. Ca. 80 Kolleginnen und Kollegen aus 19 benediktinisch geprägten Schulen zwischen Wien und Fahr, zwischen Meschede und St. Ottilien nahmen teil. Am zweiten Tag kam das gesamte Kollegium des Gymnasiums von Admont hinzu. Es nutzte die Impulsreferate von Schwester Dr. Michaela Puzicha, OSB und die sich daran anschließenden Workshops als Pädagogischen Tag. Gymnasium und Wirtschaftsschule der Schulstiftung Seligenthal wurden von Sr. Mirjam Zeidler, Marlene Krieg und Roswitha Forstner vertreten. Nach einem ersten Kennenlernen beim Abendessen im SPES-Hotel wurden von den „Delegationen“ die von ihnen vertretenen 19 Schulen in PowerPoint-Präsentationen vorgestellt, die nicht, wie man angesichts der großen Zahl meinen möchte, recht langweilig, sondern Dank der witzig-spritzigen Moderation von Frau Prof. Friederike Zillner, sehr unterhaltsam und aufschlussreich waren, zeigten sie doch, wie benediktinischer Geist

allenthalben gelebt wird. Nach der gemeinsamen Laudes am Samstagvormittag referierte Sr. Dr. Michaela Puzicha, OSB, Leiterin des Instituts für Benediktinische Studien in Salzburg, über „Können und Sein: das Anforderungsprofil der Benediktusregel an Lernende und Lehrende.“ „Constituenda est nobis ergo schola“, so Sr. Michaela, heißt es im Prolog der Benediktusregel. Gemeint sei eine Lebensschulung zur Einübung des „gegenseitigen Dienstes“, die Übernahme von Verantwortung in und für die Gemeinschaft. „Scire“, ein Schlüsselbegriff der Regel, bedeute also nicht in erster Linie zu vermittelndes Sachwissen, sondern geistliche und menschliche Kompetenzen, sprich Lebenskompetenz. Die Schule sei daher als Erziehungsgemeinschaft zu sehen, als Lebensraum, in dem durch die Autorität des Lehrers, dessen Erziehungsqualitäten auf Reife, Zuwendungsfähigkeit und fachlichem Wissen beruhten, geistiges und geistliches Wachstum stattfinden könne. Die menschliche

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Reife des Lehrers zeige sich nicht in Überheblichkeit, sondern in Verlässlichkeit, Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit und Glaubwürdigkeit („qualis debeat esse“). Ausschlaggebend für die Glaubwürdigkeit des Lehrers sei sein Beispiel, die Übereinstimmung von Leben und Lehre. Die Frage nach dem „qualis debeat esse“ beinhalte auch die Frage nach Selbsterkenntnis, nach Gefährdungen, Anfechtungen, Verletzungen des Lehrenden. Erziehung definiere die Benediktusregel als lebenslangen Prozess („processus“) auf Gegenseitigkeit, d.h. als ein Fortschreiten auf dem Weg der Reifung in Freiheit und Verantwortung. Um sich dem Ziel der „humanitas“, der Selbstständigkeit, anzunähern, bedürfe es der ständigen Übung ohne asketischen Druck. „Processus“ meine also auch den Erwerb von Selbstkompetenz, d.h. ein Leben ohne Bevormundung oder gar Entmündigung führen zu können. Ein weiterer Aspekt des Erziehungsprozesses sei der Erwerb sozialer und spiritueller Kompetenzen und nicht zuletzt von Sachkompetenz als Grundlage für die Übernahme von Verantwortung für das eigene Leben und für die Gemeinschaft. Voraussetzung dafür seien geeignete Rahmenbedingungen in der Gemeinschaft, die Freiwilligkeit und

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Zustimmung zum eigenen Tun zuließen. Ein wesentlicher Bestandteil der Erziehung sei die Erziehung zum Frieden. Frieden müsse täglich neu gesucht werden, d.h., Konflikte dürften nicht verdrängt, sondern müssten wahrgenommen und im Dialog gelöst werden. Willkür und Unberechenbarkeit dürfe es nicht geben, wohl aber müssten die Konsequenzen allen Tuns offen angesprochen werden, damit Entscheidungen frei getroffen werden könnten. Da die Regel von der Realität des Zusammenlebens in einer Gemeinschaft ausgehe, die von den Eigenheiten ihrer Mitglieder („mores multorum“), d.h. z.B. auch von Neid und Eifersucht geprägt sei, müssten Friedensbereitschaft und -fähigkeit jeden Tag neu eingeübt werden. Der Umgang miteinander solle geprägt sein von der „aequalitas personarum“, dem Ethos der Gleichwertigkeit und Wertschätzung, durch das sowohl Unter- als auch Überforderung ausgeschlossen würden. Der Lehrer müsse über

Schlierbach

die Fähigkeit der „discretio“, der klugen Unterscheidung, verfügen, d.h. einerseits Milde und Nachsicht zu üben, aber auch „Nein“ sagen zu können. Nur so sei umsichtige Menschenführung („humanitas“), die sich in der Aufmerksamkeit für die konkrete Situation zeige, möglich, und so entstehe Vertrauen zwischen Lehrern und Lernenden. Das letzte, sehr gewichtige Wort der Benediktusregel, so Sr. Michaela, lautet „pervenies“, was soviel heißt wie „du kommst an“. Damit sei ■ das grundsätzliche Vertrauen in den Menschen und sein Verantwortungsbewusstsein, ■ das Vertrauen in das Gelingen des Friedensprozesses, ■ das Vertrauen in die Selbstverantwortung des Menschen und ■ das Vertrauen in den Herrn und die Ankunft im Paradies gemeint. Dies gründe in dem Glauben an den Herrn, der alles vermag – „Dominus qui omnia potest“. Im Anschluss an das Referat fand in Workshops ein Austausch über die Möglichkeiten statt, die Regel

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des Heiligen Benedikt in der eigenen Schule lebendig werden zu lassen. Die Workshops dienten der Präsentation schulpastoraler Konzepte, ermöglichten künstlerische Aktivitäten oder einen intensiven Gedankenaustausch auf einer Wanderung. Mit einer Vesper in der Klosterkirche und einer daran anschließenden Klosterführung endete der geistige und spirituelle Teil dieses Tages. Beim gemeinsamen Abendessen im Genusszentrum des Klosters kam auch das Kulinarische bei Schlierbacher Käse nicht zu kurz. Der Sonntag begann mit einer gemeinsamen Laudes und endete mit dem gemeinsamen Gottesdienst in der Stiftskirche, für dessen beeindruckende musikalische Umrahmung die Mitglieder eines Workshops sorgten. Dazwischen warben Pater Martin, Administrator des Stifts Schlierbach, Bruder Josef von St. Ottilien und Hubert Hering aus Münsterschwarzach für benet, das Netzwerk benediktinischer Schulen. Marlene Krieg

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… in Finnland, Frankreich…

Besuch der Schüler aus unserer finnischen Partnerschule

mit den Gästen und ihren Gastgebern zeigten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Darbietungen ihre Kreativität. Leider mussten wir nach einer Woche unsere Gäste schon wieder verabschieden. Doch wir freuen uns jetzt schon auf unsere Reise nach Finnland im kommenden Schuljahr. Evelyn Dreier

Wenn uns vor wenigen Wochen jemand gesagt hätte, dass ein Vulkan mit schier unaussprechlichem Namen etwas mit Seligenthal zu tun haben würde, hätten uns wahrscheinlich alle für verrückt erklärt. Wegen der Aschewolke, die aus Island über Europa zog, stand plötzlich der Besuch der Schüler aus der Kouvolan Yhteiskoulu auf dem Spiel. Nachdem Dutzende von E-Mails zwischen Seligenthal und Kouvola hin- und hergegangen waren, bekamen wir eine Woche vor dem geplanten Besuch der Finnen die Nachricht, dass deren Reise um eine Woche verschoben werden musste. Also hieß es, alle Pläne um eine Woche verschieben. Kaum war dies erledigt, erreichte uns die

nächste Mail, in der wir lesen konnten, dass unsere Gäste nun doch zum ursprünglich geplanten Termin anreisen würden. Innerhalb von drei Tagen musste das bereits rückgängig Gemachte wieder organisiert werden. Ein Wunder, dass dabei alles glatt ging. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von den beiden Deutschlehrerinnen Frau Pirkko Järvinen und Frau Anu Kurki. Unsere finnischen Gäste hatten Glück und konnten eine sonnige Woche in Landshut genießen. Sie besuchten München und Regensburg und besichtigten natürlich auch Landshut. Ein Besuch des Unterrichts der deutschen Partnerinnen stand ebenfalls auf dem Programm. Bei einem gemeinsamen Abend

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Besuch in der Cité des Sciences in Paris Nachdem im vergangenen Schuljahr der LK Französisch die Gelegenheit bekommen hatte, ein einwöchiges Praktikum in der Cité des Sciences et de l’Industrie in Paris zu machen, rechneten wir uns für heuer keine Hoffnungen aus. Doch offensichtlich hatten wir letztes Jahr die Verantwortlichen der Cité des Sciences so beeindruckt, dass sie uns ausdrücklich wieder einluden. Diese Chance ließen wir uns natürlich nicht entgehen und so fuhren der LK Französisch der K12 und der Französischkurs der Q11 Anfang Februar nach Paris. Standesgemäß wählten wir den

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Seligenthaler unterwegs

… in Ungarn

TGV als Verkehrsmittel und konnten nach knapp 7-stündiger Fahrt Pariser Luft genießen, die wie im vergangenen Jahr leider sehr kalt war. Im Lauf der Woche kamen wir noch in den Genuss von Schnee und Glatteis und konnten miterleben, wie wenig man in einer Großstadt wie Paris auf derartige meteorologische Erscheinungen eingestellt ist. Hervorragend betreut von einem jungen Wissenschaftler durften wir verschiedene Workshops und Vorführungen aus dem Bereich der Physik erleben, machten uns auf eine Reise zu entfernten Galaxien und lernten manch Überraschendes. Natürlich stand auch eine ausgiebige Erkundung der Stadt Paris auf dem Programm. Leider musste der Besuch auf dem Eiffelturm ausfallen, da die Wetterverhältnisse zu schlecht waren. Und selbst der Arc de Triomphe war wegen des schlechten Wetters geschlossen. Einen Bummel auf dem Montmartre ließen wir uns aber durch die Kälte nicht vermiesen. Ein herzliches Dankeschön an Herrn Brandstetter, der dieses Projekt wie im vorigen Jahr sehr professionell begleitete und an den Förderverein, der einen Reisezuschuss gewährte.

Märchenhaftes Budapest Hoch über Budapest im Sonnenlicht der heilige Gellért ins Auge sticht. Um die besagte Stadt nun näher zu betrachten, sich 14 Seligenthaler-Mädchen auf die Reise machten. Das malerische Burgviertel war unsere 1. Station, die Cremeschnitte danach die große Sensation! Ein schöner Tag mit viel Programm, war jedoch der Mittwoch dann: Nach der Markthalle gab die Stadtrundfahrt per Schiff, dem Tag den letzten Schliff. Volkstänze lernten wir am Donnerstag, nachdem die alte Burg Visègrad hinter uns lag. Auch die Tropfsteinhöhle war ein besonderer Genuss, für jeden Budapest-Besucher ist sie ein Muss! Auf der Magareteninsel fuhren wir noch mit dem Rad, anschließend folgte ein Besuch im Gallértbad. „Langeweile“ war in dieser Woche ein fremdes Wort, denn wir alle hatten viel Vergnügen dort. Auch unsere Gastfamilien waren wunderbar, denn sie verwöhnten uns mit Herz und Seele gar. Die ganze Woche war nicht zum Gähnen, und beim Abschied schließlich flossen viele Tränen. Innerhalb der Gruppe fühlten wir uns sehr wohl, und die Lehrer waren auch ganz toll. Wir haben uns ewige Freundschaft geschworen und unser Herz an diese Stadt verloren! Katrin Eichfelder, Sophia Nußbaumer, Anja Rohrmann

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Wahlfächer

Happy Birthday, ideeot! Die Schülerzeitung ideeot feiert nun schon ihr einjähriges Bestehen. Anfangs nur eine Handvoll engagierter Mitglieder, wuchs die Redaktion mit jedem Treffen auf mittlerweile 20 Redakteurinnen aus fast allen Jahrgangsstufen an.

Wahlfach GK Fotografie in der K13 Im vergangenen Schuljahr wählten 17 Schülerinnen der K13 das Wahlfach Fotografie. Neben viel fotografischer Theorie und Entwickeln von analogen Fotos im Fotolabor (bei Herrn Oswald) lernten die Teilnehmer bei Kursleiter Herrn Freudenstein auch, wie man digitale Fotos nachbearbeiten kann. Dafür stand das Bildbearbeitungsprogramm GIMP zur Verfügung. Am Ende des Kurses konnten die Schülerinnen z.B. rote Augen auf den Fotos umwandeln zu ganz natürlich erscheinenden Augen oder bestimmte Gegenstände, die das Motiv störten (z.B. ein Abfalleimer, eine Oberleitung oder ein Verkehrszeichen), in wenigen Minuten verschwinden lassen, um dafür mehr von der Hecke oder vom Himmel auf das

Foto zu zaubern. Auch Fotomontagen wurden gemacht, z.B. wurde ein Hubschrauber aus einem Foto ausgeschnitten und in ein anderes eingefügt. Trübe Witterung auf dem Original konnte durch Löschen der Wolken und Umfärben des Himmels in schönstes Wetter verwandelt werden. Bestimmte Farbtöne wurden durch andere ersetzt. Auch zu dunkle Bereiche eines Fotos wie sie häufig bei Innenaufnahmen in Kirchen vorkommen, können mittels GIMP aufgehellt werden. Im Oktober stand auch eine Fototour durch Landshut auf dem Programm, bei der die Herbststimmung bzw. die Farben dieser Jahreszeit eingefangen werden sollten. Siegfried Freudenstein

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Die Leitung der ideeot setzt sich zusammen aus fünf Schülerinnen der Q11, betreuende Lehrkraft ist Frau Mirtes. Sogar bei „Jugend gestaltet Freizeit“ konnten wir punkten: Bei diesem Wettbewerb haben wir mit großem Erfolg die Januarausgabe mit dem Leitthema „Hurra, Hurra, die Schule brennt“ vorgestellt. Auch unsere letzte Ausgabe „Das Internet - Freund oder Feind?“ - erfreute sich großer Beliebtheit. Allerdings hat die Namensgebung schon oft für Verwirrung gesorgt. Deshalb wollen wir hier die Gelegenheit wahrnehmen, eventuellen Fragen vorzubeugen und gewähren Ihnen hiermit exklusiven Einblick in das ideeotLexikon der Redaktion.

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ideeot, die: I Synonym für „hochwertige, unabhängige Berichterstattung“ II abgemilderte Form des Wortes „Idiot“, das zugleich das Vorhandensein geistiger Regungen („Ideen“) impliziert. Von daher ein überaus treffendes Synonym für faule SchülerInnen III Zufallsprodukt der geistigen Regungen einiger Schülerhirne, führt zu: IV Name der Schülerzeitung des Gymnasiums Seligenthal Oder man könnte einfach sagen: Uns ist ein Glühbirnchen aufgegangen...!

Wir bedanken uns bei der Schulleitung, Frau Mirtes und dem Sekretariat für die tatkräftige Unterstützung und hoffen, dass die Schülerzeitung weiterhin so gut bei Schülern und Lehrern ankommt wie im letzten Jahr! Happy Birthday und noch viele, viele Jahre ideeot wünschen Charlotte Unruh und Jessica Forster (beide Q11) für die Redaktion

Antolin

AntolinPreisverleihung „Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.“ Aldous Huxley Acht Mädchen unserer Schule haben bewiesen, dass sie zu lesen verstehen, denn sie haben bei unserem Antolin-Projekt die meisten Punkte erlesen. Antolin ist ein Projekt, genauer eine Internetplattform, das von der Stiftung Lesen gefördert wird und neben spannenden Rätseln im Internet auch vielfältige Anregungen zu literarisch behandelten Themenbereichen gibt. Schülerinnen können eigene Fragebögen entwerfen und einsenden, denn Antolin will ja auch immer aktuell sein und die neuesten Bücher - natürlich in entsprechender literarischer Qualität - aufnehmen. Für Leseratten ist Antolin deshalb so besonders, weil hier nicht nur Wissen abgefragt und mit Punkten belohnt wird, sondern auch wertvolle Tipps zur Orientierung im Bücherdschungel geboten werden. Schwedische Bücher, Bücher über die Olympiade, das Altertum, Mytho-

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logie, der Geburtstag von Astrid Lindgren, Umweltschutzproblematik, Bücher über Bienen... Kinder finden eine großartige Auswahl und Zusammenstellung dessen, was lesenswert ist, können sich auf das Urteil erfahrener Vielleser verlassen und selbst auf diese Weise ihre Schulbildung erweitern und vertiefen. Die Schulleiterin Frau Weger, Frau Hergeth vom Förderverein und Projektbetreuerin Frau Müller sind stolz darauf, dass sich einige schon zum wiederholten Male auf dieses Leseabenteuer eingelassen haben, was angesichts der vielen Mühen des Alltags und Verführungen der Freizeit nicht leicht ist, doch einmal davon infiziert, lässt einen der Lesevirus so schnell nicht mehr los. Eigentlich ist das Lesen an sich schon Belohnung genug, dennoch sollten die fleißigsten Leserinnen mit kleinen Buchpreisen bedacht werden, damit sie weitermachen und noch mehr große Taten und unerträumte Möglichkeiten kennenlernen und diese vielleicht auch für sich selbst nutzen. Vielen Dank für Euer Engagement! Dunja Müller

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Tag der offenen Tür, Projekt „Förderpatenschaft“

Schüler für Schüler:

Seligenthalerinnen als Förderpaten für Schüler der Grundschule St. Nikola

Jugend debattiert Schulwettbewerb

Die Volksschule St. Nikola und Seligenthal verbindet schon seit fast 200 Jahren nicht nur eine gute Nachbarschaft, sondern auch immer wieder eine enge Zusammenarbeit. So ordnete 1836 der Magistrat der Stadt an, dass die Mädchen des Sprengels St. Nikola die Schule in Seligenthal zu besuchen hätten, die Jungen aber die Nikolaschule. In Zeiten der Not, z.B. während des I. und II. Weltkriegs öffnete sich Seligenthal immer wieder für die Nikolaschüler. Was lag also näher, als die alten Beziehungen wieder aufzufrischen und über ein gemeinsames Unternehmen nachzudenken. Mit Frau Horinek, der Leiterin der Grundschule, und Herrn Schmohel vom mobilen sonderpädagogischen Dienst, entstand der Plan, Schülerinnen des Gymnasiums für eine ehrenamtliche Förderpatenschaft zu gewin-

Mit großer Spannung wurde das diesjährige Schulfinale von „Jugend debattiert“ am 01.02.2010 erwartet, bei dem die Schülerinnen der 8. – 12.Klasse des Gymnasiums Seligenthal in unserer Aula zusammenkamen. Dieser deutschlandweite Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und getragen von der HertieStiftung soll Jugendlichen rhetorische Fähigkeiten vermitteln, die in unserer Gesellschaft immer wichtiger werden.

nen. Da viele Grundschüler von St. Nikola aus bildungsfernen Schichten stammen und häufig einen Migrationshintergrund aufweisen, der große Defizite in Deutsch verursacht, reichen die Fördermöglichkeiten durch Lehrkräfte nicht aus. Angeleitet von den Klassenlehrern aus St. Nikola und unterstützt von Herrn Schmohel besuchen 15 Schülerinnen der Q11 und K12 seit Mai ihr Patenkind wöchentlich einmal in St. Nikola, um miteinander zu lernen und zu üben, und bei Sorgen und Nöten der Grundschüler zuzuhören und den Rücken zu stärken, damit sie Selbstvertrauen gewinnen und Freude am Lernen entwickeln. Und Gewinner des Projekts werden sicher nicht nur die Jungen und Mädchen der 1. – 4. Klasse sein! Auch die Förderpatinnen machen wertvolle Erfahrungen in der Begegnung mit ihren Schützlingen, sind doch Geduld, Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit, Kreativität und Kommunikationsfähigkeit wesentliche Faktoren für das Gelingen. Der schönste Lohn aber ist die Freude, Kindern helfen zu können und dazu beizutragen, dass sich in unserer Gesellschaft alle angenommen fühlen. Ursula Weger

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An den Debatten nehmen je vier Schülerinnen teil, von denen sich je zwei für bzw. gegen die jeweilige Themafrage aussprechen. In jeder Klasse wurde bereits eine Klassensiegerin ermittelt, die ihre Klasse vertreten sollte, wobei sie von ihren Mitschülerinnen unterstützt wurde. In der Sekundarstufe I, bestehend aus den Klassen 8 und 9, erläuterten Natalie Leichtfuß 8c, Kathrin Schäffer 9b, Mirjam Mayer 9a sowie Verena Grimm 8b die Streitfrage, ob Jungen und Mädchen getrennt unterrichtet werden sollten. Während der ganzen Debatte wurden viele gute Argumente vorgebracht. Die Debattierenden der Sekundarstufe II (Klassen 10 – 13) waren

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Theresa Antony K12, Anna Henschel K12, Laura Haßler 10a und Charlotte Unruh aus der Q11. „Soll das Erlernen eines Musikinstruments in der Schule zur Pflicht gemacht werden“, war die Themafrage, mit der sie sich auseinander setzen mussten. Auf gute Einleitungsreden folgte eine lebhafte und spannende Diskussion. Nach einer kurzen Besprechung der Jury, die sich

Jugend debattiert

zusammensetzte aus Herrn Lindl, Frau Jürgensmeyer, Frau Glas, der Direktorin Frau Weger und Schülervertreterinnen, gaben die Juroren den Teilnehmerinnen Tipps, was diese noch verbessern könnten. Anschließend wurde die Platzierung bekannt gegeben, die anhand der Kriterien Sachkenntnis, Gesprächsfähigkeit, Ausdrucksvermögen und Überzeugungs-

kraft zustande kam. Die beiden Erstplatzierten beider Sekundarstufen, welche sich somit automatisch für den Regionalverbundswettbewerb Südbayern an der BOS in Landshut am 10.02.2010 qualifiziert hatten, waren Natalie Leichtfuß, Kathrin Schäffer, Theresa Antony und Anna Henschel. Mirjam Mayer, Jaclyn Forster, Maria Wiethaler 9a

Seligenthalerin gewinnt im Regionalfinale von „Jugend debattiert“ Dass in Seligenthal couragierte junge Damen zur Schule gehen, die beileibe nicht auf den Mund gefallen sind, bewies Theresa Antony beim Regionalfinale des Schulverbundes Niederbayern West / Oberbayern Ost, zu dem neun Schulen u.a. aus Landshut, Haar, Erding und München ihre Schulsieger gesandt hatten, um in spannenden Debatten um aktuelle Fragen die Besten gegeneinander antreten zu lassen. Auch in Seligenthal, das seit 8 Jahren als einziges Landshuter Gymnasium an diesem bundesweiten Wettbewerb teilnimmt, hatten sich zuvor im Schulfinale die Teilnehmerinnen des Regionalfinales qualifiziert: für die Sekundarstufe I (8. und 9.Klasse) Nathalie Leichtfuß und Katrin Schäffer, für die Sekundarstufe II (10. – 13.Klasse) Theresa Antony

und Anna Henschel, beide aus K12. Im Regionalfinale am 10.2. in der BOS Landshut hieß es nun, sich gegen die durchaus hochkarätige Konkurrenz der anderen Schulen zu behaupten, und so war es schon eine große Leistung in die Schlussrunde der letzten Vier zu kommen. Dort mussten sich die Debattierenden der Frage stellen, ob ein Bürgerhaushalt eingeführt werden soll. Es war erstaunlich, mit welch großem Sachverstand die Schülerinnen und Schüler wortgewandt und engagiert ihre Positionen verteidigten und zu überzeugen versuchten und damit das viel gescholtene politische Desinteresse der Jugendlichen Lügen straften. Natürlich war die Freude der Seligenthaler riesig, als Theresa

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Antony zum Sieger des Finales gekürt wurde. Als Preis erhielt sie von der Hertie-Stiftung ein mehrtägiges Rhetorik-Training, um den Schulverbund im April beim Bayrischen Landesfinale in München zu vertreten. Ursula Weger

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Aktionen

Eindrücke vom Tag der offenen Tür Großer Andrang herrschte am Tag der offenen Tür am Samstag, dem 17. April, im Gymnasium Seligenthal. Während die – vielleicht künftigen – Schülerinnen und Schüler mit viel Freude an Schnupperstunden in Englisch, Musik sowie Natur und Technik teilnahmen, zeigten sich die Eltern bei Führungen durch das Schulgebäude sehr interessiert. Manche nutzten das sonnige Wetter, um sich bei Kaffee und Kuchen, serviert vom recht engagierten Elternbeirat, im Garten zu unterhalten.

Die Familien trafen sich in der Mehrzweckhalle wieder, wo die Kinder die verschiedenen Turngeräte ausprobieren konnten.

Nicht wenige von ihnen informierten sich am Tag der offenen Tür in der Aula über den musischen Zweig und die verschiedenen Instrumente.

Weihnachten im Schuhkarton Zum zweiten Mal machten Seligenthaler Schülerinnen und Lehrer nun schon beim Projekt „Weihnachten im Schuhkarton“, geleitet von der Organisation „Geschenke der Hoffnung“, mit. Im Herbst waren sie auch letztes Jahr fleißig, verzierten Schuhkartons mit Geschenkpapier und füllten sie mit kleinen Geschenken, wie Kuscheltieren, Puppen, Spielzeugautos u.v.m. Den fertigen Karton gaben sie im SMVZimmer ab. Unser Hausmeister Herr Fartaczek fuhr die vielen Päckchen zu einer der Sammelstellen. Von dort gingen sie dann in ein Sammellager. Die Schuhkartons wurden in verschiedene Empfängerländer, wie den Kosovo, Kroatien, Albanien, Serbien und Bulgarien transpor-

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tiert und dort an Kinder aus sozial schwachen Familien, in Elendsvierteln und Waisenhäusern verteilt. Die Geschenke bereiten den Kindern eine große Freude, besonders denen, die durch dieses Projekt das erste Weihnachtsgeschenk ihres Lebens bekommen. Bei der Aktion 2009 kamen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz 538.238 Päckchen zusammen, davon stammten stolze 90 Stück von den Schülerinnen und Lehrern aus Seligenthal. Zusätzlich konnten wir einen Spendenbetrag von 100 Euro überweisen. Wir möchten nochmals allen danken, die sich an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ beteiligt haben und hoffen, dass es 2010 noch mehr Päckchen geben wird. Christina Schmidt

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Mediation, Projekt „Rote Hände“

Rote Hände gegen Kindersoldaten

Friedliche Konfliktlösung – Mediation in Seligenthal

Während wir uns auf Weihnachten freuen, kämpfen in vielen Ländern Kinder als Kindersoldaten im Krieg. Durch diesen Gedanken angestoßen, fingen wir an, nach Projekten und Organisationen zu suchen, die gegen Kindersoldaten kämpfen.

Gymnasium und Wirtschaftsschule haben es sich gemeinsam zur Aufgabe gemacht, unter den Schülerinnen eine Atmosphäre des Vertrauens und der friedlichen Konfliktlösung zu pflegen. Ricarda Schumacher, die heuer ihre Schulzeit mit dem Abitur abgeschlossen hat, ist ein gutes Beispiel für diese Zusammenarbeit. Vor sechs Jahren stieß sie damals als Schülerin der Wirtschaftsschule - zur Mediatorengruppe und blieb ihr auch nach der Mittleren Reife und dem Übertritt ans Gymnasium treu. Von Anfang an brachte sie sehr engagiert ihre vielfältigen Ideen und auch ihre umfangreichen Computerkenntnisse ein, so dass wir ihr heute nicht nur die inhaltliche und formale Gestaltung der Informationsblätter über die Streitschlichter, die Initialzündung und tätige Mithilfe bei der ansprechenden Ausgestaltung des Mediatorenzimmers, sondern auch die Digitalisierung des von Charlotte Unruh entworfenen Logos verdanken. Es ziert z.B. die Urkunden, die den akti-

ven Streitschlichtern mit dem Abschlusszeugnis feierlich verliehen werden. In dieser langen Zeit hat sich Ricarda immer mehr zur „Fachfrau für schwierige Fälle“ entwickelt, wobei ihr Mobbing-Opfer besonders am Herzen lagen. Trotz der Arbeitsbelastung in der Kollegstufe stand sie jederzeit für Sondereinsätze zur Verfügung. Wir danken ihr ganz herzlich für ihr großes Engagement! Weitere Informationen zu den Streitschlichtern finden sich im Teil der Wirtschaftsschule. Ganz herzlich bedanken möchten wir uns auch beim Elternbeirat, der uns durch seine finanzielle Unterstützung wieder ein gemeinsames Pizzaessen zum Jahresabschluss ermöglichte. Maria Fischer

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Bald darauf entdeckten wir die Aktion „Rote Hände gegen Kindersoldaten“ des Kinderhilfswerks „Plan“. Wir begannen „Rote Hände“ von Schülern und Lehrern zu sammeln. Der Erfolg war überwältigend. Am 15. Januar konnten wir ein 5 kg schweres Päckchen mit über 800 „Roten Händen“ an „Plan“ schicken. Gemeinsam mit vielen weiteren Händen werden sie am 12. Februar, dem „Red Hand Day“, an Politiker überreicht, damit auch sie endlich gegen Kindersoldaten aktiv werden. Theresa Weigl, 10b

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Zeit für uns

ZFU – „Zeit für uns“ lehrt SchülerInnen Teamfähigkeit und Kommunikationskompetenz „Zeit urbar machen.“ Georg Christoph Lichtenberg Zeit urbar machen – in der Schule oft kein leichtes Unterfangen, denn es gilt innerhalb eines halben Tages, meist im Dreiviertelstundentakt, Wissen zu vermitteln, Kompetenzen einzuüben, Sozialverhalten zu trainieren und all dies auch abzuprüfen und in eine Vielzahl von Noten umzuwerten. Die Zeit ist oft viel zu kurz, die Fäden hält dabei natürlich die Lehrkraft in der Hand. ZFU, Zeit für uns, soll dazu einen Kontrapunkt bilden, da dieses Konzept die SchülerInnen nicht nur für kurze Unterrichtsphasen in die „Selbständigkeit“ entlässt, sondern ihnen eine ganze Schulstunde pro Woche – vorausgesetzt, sie haben sich rechtzeitig angemeldet und ihr Vorhaben auch angemessen vorbereitet – zur Verfügung stellt.

oder aber der Lauf „Kinder laufen für Kinder“ wurde vorbereitet. Auch klasseninterne Probleme konnten an- und ausgesprochen werden und es stehen nun die Vorbereitungen für das Schulfest bzw. die Projektwoche vor der Tür, was auch einige ZFU-Stunden füllen wird. Der „Output“ der ZFU-Stunden schlägt sich nicht selten in barer Münze für Bedürftige oder einem besseren Klassenklima nieder, doch auch der Prozess des Vorbereitens und Durchführens ist nicht zu unterschätzen, da Teamfähigkeit und Kommunikationskompetenz immer eines Trainings bedürfen, das in dem geschützten Raum einer ZFU-Stunde gefahrlos und doch zielorientiert durchgeführt werden kann. An dieser Stelle möchte ich mich bei den ZFU-Assistentinnen be-

danken, die oft gegen Widerstände in der Klasse kämpfen mussten, denn der bequemere Weg besteht für einige SchülerInnen oftmals auch darin, einen Schultag einfach ohne viel Eigeninitiative an sich vorüberziehen zu lassen, und auch bei allen Kolleginnen und Kollegen, die den Kindern ihre oft knappe Unterrichtszeit zur Verfügung stellen und nicht selten genug auch geduldige Ratgeber sind. Solange uns alle der Gedanke verbindet, dass in den ZFU-Stunden die Zeit sinnvoll genutzt wird, und wir die SchülerInnen immer auch dazu anhalten, sich konstruktiv mit sich und ihrer Umwelt in dieser Wochenstunde auseinanderzusetzen, können wir den vielen selbstredend wichtigen Unterrichtsstunden einen weiteren Aspekt einer umfassenden Bildung, Ausbildung und Herzensbildung mit den ZFU-Stunden hinzufügen und somit den SchülerInnen etwas mit auf ihren Lebensweg geben, Zeit urbar machen. Dunja Müller

Diese Zeit wurde von den Kindern auf die vielfältigste Art und Weise genutzt: es wurden Pausenverkäufe und Hilfsprojekte für gute Zwecke organisiert, beispielsweise für die Erdbebenopfer in Haiti, es wurde gutes Benehmen eingeübt, Eltern referierten über ihre Berufe

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Seminar-Themen

Themen der W-Seminare 2009/2011

Themen der W-Seminare 2010/2012

Fach

Thema

Fach

Thema

Religion (K, Ev)

Interreligiöser Dialog oder die Frage nach der Wahrheit Darstellung mathematischen Denkens an hellenistischen Fragestellungen Das Handy, ein kleines Gerät mit viel Physik Genetik und ihre Bezüge zur Praxis Frauen im Nationalsozialismus Illustration und textbezogenes Arbeiten

Biologie Deutsch

Lernen bei Tier und Mensch Antike in der Gegenwartsliteratur Contemporary Literature in English Mediterrane Räume Kernenergie Rund um die Zeit

Mathematik

Physik Biologie Geschichte Kunst

Englisch Geographie Physik Religion (K)

Themen der P-Seminare 2010/2012 Fach

Thema

Biologie Geographie

Gehölzführer von Seligenthal Planung und Durchführung einer geographischen Exkursion Bild und Musik Audioguide durch die italienischen Räume der Stadtresidenz Landshut Seminarkonzert Frauen in Landshut

Themen der P-Seminare 2009/2011 Fach

Thema

Deutsch

Faire Kommunikation (Schwerpunkt: Mediation) Biologie Exotische Bäume im Landshuter Hofgarten – Erstellen eines Führers Geographie Landeskundliche Exkursion nach Mallorca: Erstellung des Exkursionsprogrammes, Durchführung, Berichte in Deutsch und Spanisch Musik Seminarkonzert Sozialkunde Kinderarbeit weltweit und Gegenstrategien. Konzept einer Ausstellung und Aktionen in Zusammenarbeit mit lokalen Gruppierungen (v.a. Unicef) Dramat. Gestalten Oberstufentheater

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Kunst Latein

Musik Sozialkunde

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Nachlese zum Schuljahr 2008/2009

Ein Tag am Gericht Wer glaubt, ein Tag am Gericht sei trocken und langweilig, der irrt! Wir, die Klasse 9b, erlebten im Gegenteil einen spannenden und sehr informativen Tag, als wir im Rahmen der Projekttage des Schuljahres 2008/2009 das Amtsgericht Landshut besuchten. Auf dem Programm standen zwei Verhandlungen und eine Fragestunde mit Amtsgerichtsdirektor Werner Loher. In der ersten Ver-

Tag am Gericht

handlung ging es um einen mehrfach vorbestraften 22-jährigen jungen Mann, der wegen eines Diebstahls angezeigt worden war, davor aber auch schon z.B. wegen Drogenmissbrauchs verurteilt worden war. In der zweiten Verhandlung wurde gegen zwei Männer wegen unerlaubten Drogenbesitzes Anklage erhoben. Da der eine zum ersten Mal straffällig geworden war, wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt, was bei seinem Komplizen auf Grund seiner elf Vorstrafen nicht möglich war.

Während wir den Verhandlungen still folgten, stellten sich uns immer mehr Fragen. Herr Loher beantwortete uns anschließend all diese und erklärte uns, welche Kleiderordnung bei Gericht gilt, was ein Bewährungshelfer zu tun hat und wie die Justiz in Bayern und Deutschland aufgebaut ist. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Herrn Loher bedanken, der uns diesen sehr interessanten Tag im Gericht ermöglichte. Theresa Weigl, Klasse 9b

Austausch mit Herrn Loher

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Nachlese zum Schuljahr 2008/2009

Schulfest

„Seligenthaler Erfindergeist“ Für das Schulfest am Ende des Schuljahres ließen sich die Schülerinnen des Seligenthaler Gymnasiums in Zusammenarbeit mit ihren Verbindungslehrerinnen, Dunja Müller und Maria Fischer, auch heuer wieder eine Menge einfallen. Sie stellten das Schulfest unter das Motto „Seligenthaler Erfindergeist“.

Stolz über die erreichten Spenden für das Colegio Ave Maria in Bolivien

Jede Klasse setzte sich im Vorfeld kreativ mit dem Thema auseinander und bereitete engagiert ein vielfältiges Programm vor. Jüngere Schülerinnen bauten z.B. selber Instrumente und führten dann sogar ein kleines Konzert auf. Andere veranstalteten eine Erfindungsrallye, bei der die Mitwirkenden Quizfragen, die in Schachteln, verstreut im Schulgebäude, versteckt waren, beantworten mussten. Wieder andere erfanden ihre eigene Mode oder suchten Modelle für ihren Friseursalon. Die älteren Schülerinnen stellten Werkzeuge der Steinzeit her, informierten über Erfindungen in der Raumfahrt und über die Entwicklung von der Schallplatte zu den digitalen Medien. Besonderes Interesse fand eine Ausstellung zu den nutzlosesten Erfindungen. Der Betrachter erfuhr z.B. von einem Spritzschutz für

das Gesicht, um es vor Spagettisoßenspritzern zu bewahren oder von einem Teaboy in Form eines Pinguins, der nach abgelaufener Zeit den Teebeutel herauszieht, oder von High-HeelSchirmchen, die Füße und Schuhe vor Regen schützen. Eine Klasse berichtete im Schulradio live vom Schulfest, eine andere lud ins Astronauten-Pub ein. Im Anschluss an das Programm der Klassen lud der Elternbeirat zu einem gemütlichen Beisammensein mit Bewirtung in den Garten ein. Dazu spielte die Percussion Company, die schuleigene Rhythmusgruppe, unter Leitung von Gabi Fröschl. Der Erlös, insgesamt stolze 1800 €, kommt besonders bedürftigen Kindern im Colegio Ave Maria in La Paz, Bolivien, zugute. „Ich denke dabei vor allem an die Kinder, deren Eltern inhaftiert sind und nur durch die Hinterle-

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gung einer Kaution frei kommen. Wir sind sehr froh, wenn wir gerade für diese Kinder Ihre Spende verwenden können“, versicherte Sr. M. Rita Bodmer, die Leiterin des Bolivienbüros, die zusammen mit Frau Äbtissin M. Petra Articus voll Freude den Geldbetrag entgegennahm. Da nur durch die Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligten der große Erfolg des Schulfestes möglich war, übergaben auch die Vertreter der verschiedenen Gruppen gemeinsam die Spende – die Schülersprecherinnen Johanna Häusler, Anna Geltinger und Teresa Elbauer, die Vorsitzende des Elternbeirats, Maria Dollinger-Wackerl, die Verbindungslehrerinnen und die Direktorin des Gymnasiums Ursula Weger. Maria Fischer

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Facharbeitsthemen

Facharbeitsthemen 2010 Geographie – B. Peis 1. Korallenriffe und ihre Gefährdung durch den Klimawandel am Beispiel der Malediven 2. Biologische Landwirtschaft – Perspektiven und Probleme 3. Vulkanismus auf Hawaii 4. Tourismus in Thailand vor und nach dem Tsunami 5. Norwegen 6. Irlands Rolle in der EU 7. Die Atmosphäre der Erde 8. Das Banat (rumänischer Teil) 9. Tasmanien – eine Insel voller Gegensätze 10. Die Isar – Entstehung, Verlauf, Nutzung 11. Das Land Afghanistan 12. Die Vils – Talbildung, Nutzung, Entwicklung

Sozialkunde – F. Dassler 1. Gefährden die Verbände die parlamentarische Demokratie? Neue Studien zur „fünften Gewalt“ in Deutschland 2. Die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (NGO) – dargestellt am Beispiel „Ärzte ohne Grenzen“ 3. Entwicklung und Wandel der Partei „DIE GRÜNEN“, veranschaulicht am Kreisverband Landshut Stadt 4. Funktionen und Macht der Medien – dargestellt am

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Beispiel der Skandalierung 5. Möglichkeiten, Probleme und Reformvorschläge zur vorzeitigen Parlamentsauflösung –veranschaulicht an konkreten Beispielen 6. Der Wandel der Familienpolitik in Deutschland – Schwerpunkt: aktuelle Zielsetzungen und Maßnahmen 7. Neuere Studien zur sozialen Situation von Kindern in Bayern – vertieft am Beispiel Landshut 8. Die „Agenda 21“ und ihre Umsetzung in der Kommunalpolitik – das Beispiel Landshut 9. „Soldaten für den Frieden“ – die neue Rolle der Bundeswehr, aufgezeigt an Fallbeispielen 10. „Germans to the front?“ – Auslandseinsätze der Bundeswehr am Beispiel Afghanistan 11. Neuere Studien zu Amokläufen an Schulen – das Beispiel ‚Winnenden’

Kunst – W. Deimel 1. DONALD DUCK - Geschichte einer Comicfigur 2. Stop Motion - eine besondere Filmtechnik 3. Experimentelles Lay Out 4. Modell eines barrierefreien, behindertengerechten Anbaus 5. Andy Warhol

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6. Experimentelle Mode – DA-DA 7. Erarbeitung eines Asterix Comics 8. Verfremdung im Surrealismus 9. Neurowissenschaft und Werbung 10. Das Selbstportrait 11. Bau eines Paravent mit chinesischer Tuschemalerei 12. Gestaltung eines Kinderbuches am Computer

Biologie – G. Gruber-Lange 1. Toxoplasmose 2. Die Weide und Acetylsalicylsäure 3. Die Kartoffel 4. Der schwarze Holunder 5. Die Hopfenpflanze 6. Strauße – Beobachtungen aus eigener Haltung

Chemie – Dr. X. Menhofer 1. Schnelle Brüter weltweit eine aktuelle Bestandsaufnahme 2. Biodiesel, Diesel und Benzin im Vergleich 3. Einfache Experimente zum Thema Wein 4. Gefrierverhalten von Bieren 5. Gärungen 6. Chemilumeneszenz 7. Untersuchung von Fetten und Ölen: Jod- und Säurezahl 8. Kältemischungen 9. Gefahr aus der Babyflasche – Bisphenol A

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Facharbeitsthemen

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Mathematik 2 – B. Schwing 1. Verschiedene Perspektivkonstruktionen in der Kunst – Analytische Geometrie 2. Komplexe Zahlen und ihre Anwendungen in der Physik 3. Gewöhnliche Differentialgleichungen und Lösungsmethoden

Mathematik 1 – R. Oswald 1. Funktionen von mehreren Variablen, graphische Darstellung und Beispiele 2. Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen in der Humangenetik 3. Die Exponentialfunktion und ihre Anwendung am Beispiel des Populationswachstums

Englisch 2 – M. Wild 1. The O.J. Simpson Case and the American Criminal Justice System 2. „The Notebook“ – Comparison of Nicholas Sparks’ novel and the film 3. Chris Gardner, „The Pursuit of Happyness“ – The film and the real man 4. Problems of Muslim Americans after 9/11 as shown in Marina Budhos’ novel „Ask Me No Questions“

Englisch 1 – A. Baumgartner 1. The Landshuter Hochzeit 2. Hooliganism in England

3. Audrey Hepburn 4. Vancouver and British Columbia 5. The death penalty in the USA 6. Frodo and Sam – Two important figures of „The Lord of the Rings“ 7. The life of Jane Austen and her novel „Pride and Prejudice“ 8. Elizabeth I. – a comparison of the historical facts and the Shekhar Kapur film „Elizabeth: The Golden Age“

Französisch – E. Dreier Les relations franco-allemandes – rêve et réalité

Latein – M. Fischer 1. Die Römer im Isartal 2. Die römische Frau 3. Der Roman „Das Rätsel des Catilina“ von Steven Saylor im Vergleich mit der Rede „In Catilinam“ von Marcus Tullius Cicero 4. Senecas Schriften als Lebenshilfe

Deutsch – D. Müller 1. Carl Gustav Jungs Hauptideen in „Die Psychologie des C.G. Jung“ von Jolande Jacobi und ihr Vergleich mit seinen Therapiemaßnahmen im Roman „Als sie mit C.G. Jung tanzte“ von Karsten Alnaes

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2. Erschließung und Interpretation der Novelle „Natura Morta“ von Josef Winkler 3. J.W. von Goethe und Friederike Brion – Eine Beziehung, ihr Ende und der damit einhergehende Einfluss auf die Literatur des jungen Autors 4. Von der Erfindung des Buchdrucks zum e-book–Werden wir nicht mehr lesen wie bisher? 5. Die Kriminalromane „Justiz“ von Friedrich Dürrenmatt und „Mord im Sommerpalast“ von Taiping Shangdi im Vergleich, unter Berücksichtigung von genretypischen Elementen mit anschließender Gattungseinordnung 6. Der Literaturskandal am Beispiel des Romans „Feuchtgebiete“ von C. Roche 7. Umformung des Romans „Kafkas Puppe“ von Gerd Schneider in ein Hörspiel 8. Vergleich zwischen „Die Leiden des jungen Werther“ von J.W. v. Goethe und „P.S. Ich liebe Dich“ von C. Ahern im Bezug auf die Verarbeitung des Liebesmotivs 9. Das Theater des Absurden am Beispiel von „Die Nashörner“ von Eugene Ionesco 10. Der Briefroman – Bettina von Arnims „Die Günderrode“ 11. Analyse: Karl Valentins Humor 12. Der bairische Dialekt aus sozialwissenschaftlicher Sicht – Das Verhältnis zur Mundart am Gymnasium Seligenthal

Jahresbericht 2009/2010

Klassenlektüren

2009/2010

KlassenLektüren

8. Jgst. ■ Friedrich Schiller: Wilhelm Tell ■ Carl Zuckmayer: Der Hauptmann von Köpenick ■ Uwe Timm: Die Entdeckung der Currywurst ■ Theodor Storm: Der Schimmelreiter ■ J. W. v. Goethe: Das Märchen ■ Friedrich Dürrenmatt: Der Besuch der alten Dame ■ Ödon von Horvath: Jugend ohne Gott

Deutsch

9. Jgst. ■ Annette v. Droste-Hülshoff: Die Judenbuche ■ Theodor Fontane: Irrungen, Wirrungen ■ Gudrun Pausewang: Adi: Jugend eines Diktators

5. Jgst. ■ Judith Kerr: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl ■ Scott O’Dell: Die Insel der blauen Delphine ■ Zizou Corder: Lionboy, Die Entführung (Bd. 1) ■ Günter Fenstel: Ein Indio darf den Tag nicht

10. Jgst. ■ Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise ■ Gotthold Ephraim Lessing: Emilia Galotti ■ Bernhard Schlink: Der Vorleser

verschlafen ■ Michael Ende: Der Wunschpunsch

6. Jgst. ■ Wolfgang Kuhn: Mit Jeans in die Steinzeit ■ Patricia MacLachlan: Schere, Stein, Papier ■ Miriam Pressler: Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen ■ Auguste Lechner: Die Abenteuer des Odysseus ■ Mark Twain: Tom Sawyer ■ Griechische Sagen

11. Jgst. ■ Johann W. v. Goethe: Iphigenie auf Tauris ■ Johann W. v. Goethe: Faust I ■ Gerhart Hauptmann: Bahnwärter Thiel ■ Theodor Fontane: Effi Briest ■ Friedrich Schiller: Maria Stuart ■ Joseph v. Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts ■ Georg Büchner: Woyzeck ■ verschiedene Autoren: lyrische Texte von der Weimarer Klassik bis zum Naturalismus

7. Jgst. ■ Henning Mankell: Das Geheimnis des Feuers ■ Auguste Lechner: Die Nibelungen ■ Daniel Defoe: Robinson Crusoe ■ Jack London: Wolfsblut

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12. Jgst. ■ Euripides: Iphigenie bei den Taurern ■ Johann W. v. Goethe: Iphigenie auf Tauris ■ Johann W. v. Goethe: Faust I ■ Georg Büchner: Woyzeck ■ Gerhart Hauptmann: Bahnwärter Thiel ■ Theodor Fontane: Effi Briest ■ Friedrich Schiller: Maria Stuart ■ Joseph v. Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts

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Jahresbericht 2009/2010

Klassenlektüren

2009/2010

■ Friedrich Hebbel: Maria Magdalena ■ Theodor Fontane: L’Adultera ■ verschiedene Autoren: lyrische Texte vom

10. Jgst. ■ Cicero: 1. Rede gegen Catilina ■ Ovid: Metamorphosen ■ ausgewählte Stellen aus den philosophischen Schriften von Cicero und Seneca (Dialoge und Briefen an Lucilius)

Barock bis zum Naturalismus 13. Jgst. ■ Christa Wolf: Kassandra ■ Thomas Mann: Der Tod in Venedig ■ Franz Kafka: Der Prozess ■ Wolfgang Borchert: Draußen vor der Tür ■ Bernhard Schlink: Der Vorleser

12. Jgst. ■ Cicero, De re publica ■ Petron, Cena Trimalchionis ■ Horaz, Satiren, Epoden und Oden ■ Vergil, Auszüge aus der Aeneis.

Englisch

13. Jgst. ■ Livius: Ab urbe condita ■ Tacitus: Annales ■ Lex Aquilia de damno ■ Texte zur Sklaverei, z.B. von Cato, Seneca, Plinius, Paulus ■ Ausschnitte aus philosophischen Werken ■ Cicero, z.B. De natura deorum, Tusculanae disputationes, De finibus bonorum et malorum ■ Seneca: Epistulae morales 16, 47, 89 ■ Ausschnitte aus Lactantius, Divinae institutiones

5. Jgst. ■ Neil Gaiman: The Doll’s House 11. Jgst. ■ Peter Weir: The Truman Show 12. Jgst. ■ William Shakespeare: A Midsummer Night’s

Dream ■ Henry James: The Portrait of a Lady

13. Jgst. ■ Willy Russel: Shirley Valentine ■ Doris Lessing: Flight ■ F.S. Fitzgerald: The Great Gatsby

Französisch 12. Jgst. ■ Molière: Les précieuses ridicules 13. Jgst.

Latein

■ Aicha Benaissa: Née en France ■ Auszüge aus Romanen des 19./20./21.

9. Jgst. ■ Catull: Carmina ■ Martial: Epigrammata ■ Ovid: Ars amatoria ■ Caesar: De bello Gallico ■ Caesar: De bello civili ■ Sueton: Caesar ■ Abaelard: Historia calamitatum ■ Héloise: Epistulae

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Jahrhunderts

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Jahresbericht 2009/2010

Wahlfächer

Chinesisch

„Ni Hao“ heißt „Guten Tag“ – Chinesisch im Gymnasium Seligenthal Seit dem 5. Februar drücken jeden Freitagnachmittag ca. 30 Schülerinnen der 9. – 12.Klasse freiwillig die Schulbank, um sich von Frau Hefei Huang in die ferne Welt Chinas entführen zu lassen. Mit Charme und großem Elan versteht es die Dozentin, die Mädchen für die Sprache und Kultur Chinas zu begeistern. Mag die chinesische Grammatik auch einfach sein – das Chinesische kennt z.B. keine Kasusendungen –, der ungewohnte Klang und die für westliche Augen kaum zu unterscheidenden Schriftzeichen sind durchaus eine Herausforderung. Doch

Frau Hefei kennt die besonderen Schwierigkeiten, die Deutsche beim Erlernen ihrer Muttersprache haben, ganz genau und so hat sie zusammen mit ihrem Mann ein Standardwerk zum Erlernen der chinesischen Sprache herausgegeben. Die Gründe für das große Interesse der Schülerinnen an diesem Wahlfach sind ganz verschieden: Manche fasziniert gerade das so ganz Andere dieser Sprache und Kultur, andere denken an China als aufstrebende Wirtschaftsmacht und den Nutzen von Sprachkenntnissen für den späteren Weg in Studium und Beruf, einige wollen ihre neu

erworbenen Kenntnisse ganz praktisch im Schüleraustausch mit dem Wenzao Ursuline College in Taiwan erproben, mit dem das Gymnasium Seligenthal im März eine Partnerschaft geschlossen hat. Allen gemeinsam aber ist die Begeisterung, mit der sie unermüdlich die Redewendungen wiederholen und mit großer Sorgfalt die Schriftzeichen immer und immer wieder schreiben. 99 Zeichen sind das ehrgeizige Ziel für dieses Schuljahr, für nächstes Jahr wird sogar eine Sprachprüfung nach internationalen Standards angestrebt, und ganz nebenbei erfahren die Mädchen einiges über die chinesische Kultur, die Lebensart und die Geschichte des Landes, das die Europäer schon immer in besonderer Weise faszinierte. So dient dieses Wahlfach neben dem Spracherwerb auch dem interkulturellen Training und vermittelt den Schülerinnen Kompetenzen, die in Zeiten der Globalisierung nicht hoch genug eingeschätzt werden können. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Förderverein des Gymnasiums, der die Anschaffung von Chinesisch-Leihbüchern so großzügig unterstützte.

Frau Hefei Huang deutet die Zeichen richtig

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Ursula Weger

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Jahresbericht 2009/2010

Wahlfächer

Wahlfach Rhetorik Dienstagnachmittag. Was aus dem Fenster eines Klassenzimmers in den Hof hinausschallt, erweckt den Anschein, eine Schulklasse sei außer Kontrolle geraten. Doch was man dort hört, ist nicht das Resultat einer entgleisten Unterrichtssituation, sondern eine Gruppe von Oberstufenschülerinnen des Wahlfachs Rhetorik: Im Schutze der Lerngruppe probieren die Mädchen, einen Text so begeistert und gelangweilt wie möglich zu sprechen, so wütend, zärtlich, vorwurfsvoll und erschrocken, so laut und so leise wie möglich. Solche Übungen dienen dem Ausloten der eigenen Ausdrucksmöglichkeiten und natürlich auch dem Abbau von Hemmungen. Außerdem macht es Spaß, wenn Unter-

Rhetorik

richt einmal ganz anders abläuft als normalerweise üblich. Zudem gab es im Fach Rhetorik, über das Schuljahr verteilt, Übungen für die Resonanzfähigkeit der Stimme und zur Verbesserung von Aussprache und Betonung. Und immer wieder wurde das Auftreten und Vortragen vor der Gruppe trainiert. Für einige der Schülerinnen ergab sich im Dezember 2009 im Rahmen des Krippenwegkonzerts in der Dominikanerkirche die Gelegenheit, sich mit gelesenen Texten in der Öffentlichkeit zu bewähren. Neben diesen rein sprechtechnischen Übungen ging es im Fach Rhetorik auch darum, das Reden zu lernen. In der Debatte übten die Schülerinnen, sich zu aktuellen, politischen Streitfragen zu äußern und ihre Meinung überzeugend zu vertreten. Sie konnten dabei das Argumentieren

ebenso wie ihre Gesprächsfähigkeit und ihre sprachliche Ausdrucksfähigkeit entwickeln. Und manch eine der jungen Damen war darüber überrascht, dass sich nach einer intensiven Einarbeitung in die Themen, die richtigen Worte und Gedanken beim Reden quasi von selbst einstellten. Die erworbenen Fähigkeiten konnten die Mädchen beim Wettbewerb „Jugend debattiert“ erfolgreich anwenden. Besonders erfreulich war dabei, dass eine Schülerin sogar beim Landeswettbewerb in München teilnehmen durfte. Ein weiteres Thema des Kurses war das Vorbereiten und Verfassen von Reden. Dafür wurden zunächst Reden analysiert, dann verfassten die Schülerinnen selbst kurze Reden, wobei sie rhetorische Strategien und Stilmittel anwenden konnten. So pflegte der Rhetorik-Kurs in diesem Schuljahr die uralte Tradition der Redekunst, die aber gerade in unserer modernen Kommunikationsgesellschaft nach wie vor große Bedeutung hat und die den Teilnehmerinnen sicher in der Zukunft von Nutzen sein wird, wenn es darum geht, politisch mitzureden oder sich im Berufsleben wirkungsvoll Gehör zu verschaffen. Iris Jürgensmeyer

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Jahresbericht 2009/2010

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2009 / 2010

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Jahresbericht 2009/2010

Statistik

2009 / 2010

Schülermitverantwortung (SMV) Häusler Johanna, K12 Geltinger Anna, Q11 Elbauer Teresa, K12 Häusler Franziska, 10b Badusi Katherine, 8b Fartaczek Sophia, 8b

Disziplinarausschuss Weger Ursula Deimel Werner Fischer Helmuth Kolditz Heiderose Krieg Marlene Riechers Karl Spanfelner Maria Weigl Alfons

Elternbeirat Dollinger-Wackerl Maria, 1. Vorsitzende, Schulforum Bach Martin Barnerßoi Armin, Kassier, Finanzausschuss Del Fabbro Christine Glasl Elisabeth, Schulforum Röder Georg, Finanzausschuss Dr. Roeb Ludwig, Schulforum Sagstetter Reiner Schmidt Hans Schuster Klaus Tautz Matthias, Schriftführer Waitl Erika

Verbindungslehrer Fischer Maria Müller Dunja Mitarbeitervertretung Friedl Wolfgang, 1. Vorsitzender Gruber Angelika 2. Vorsitzende Ertl M. Martina Gruber-Lange Gabriele Oswald Rainer Ganztagsbetreuung Hummer Daniela, Dipl.-Soz.Päd./FH, Leitung Nitsche Karin Martin Sr. Josefina Eberhard Cornelia, Mitarbeit in der Lernzeit Häglsperger Simon, Mitarbeit in der Lernzeit Koslowski Monika, Mitarbeit in der Lernzeit

Verwaltungspersonal Ackermann Gertraud - Sekretariat der Geschäftsleitung Brandstetter Marlene - Sekretariat Draghici Monika - Sekretariat Eichinger Margit - Sekretariat Riegler Gabriele - Sekretariat Schmidt M. Gisela - Zentralbibliothek Raczka Petra - Zentralbibliothek Spanfelner Maria - Schulbücher Gymnasium Dassler Irmgard - Schulbücher Wirtschaftsschule Haake Marta - Laborantin Müller Irene - Personalbüro Müller Karin - Buchhaltung

Beratungslehrer Legat M. Magdalena Schulforum Weger Ursula Fischer Maria Langer Christine Dollinger-Wackerl Maria Glasl Elisabeth Dr. Roeb Ludwig Elbauer Teresa, K12 Geltinger Anna, Q11 Häusler Johanna, K12

Zentralpforte Herzog Eva-Maria Müller Helmut Nagl Annemarie, Vertretung Hauspersonal Fartaczek Ernst - Hausmeister Gruber Gerhard - Hausmeister Reinigung WERNER companies GmbH, Ergolding

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Jahresbericht 2009/2010

Schülerstand am Anfang und Ende des Schuljahres





































 



 



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Wahlunterricht 2009/2010 Kurse

Englische Konversation Englisch Intensiv Italienisch Unterstufenchor Mittelstufen-und Oberstufenchor Vororchester (Streicher) Vororchester (Bläser)

Jahrgangsstufe

Teilnehmer 01.10.2009 ohne Q 11 K12/K13

Teilnehmer 01.07.2010 ohne Q 11 K12/K13

16

16

Teilnehmer Q 11 K12/K13

Q 11 10

22

9

25

26

5-7

119

118

8-11

47

47

5-8

14

13

43

5-8

12

12

Orchester

7-11

13

13

Geige

5-11

23

23

1

Big Band

7-11

4

4

11

Junior Band

5-10

12

12

Cello

5-11

6

6

1

Holzbläserensemble

9-11

1

1

6

Percussion Company

5-11

33

31

8

21

19

Hauswirtschaft

8/9

34

34

Schulgarten

5-6

22

22

Volleyball

5-8

48

50

Physik zum Anfassen

8/9

15

17

Sozial-AG

9/10

14

14

Badminton

5/6

20

20

Textverarbeitung

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Jahresbericht 2009/2010

Lehrerfortbildungen

2009 / 2010

Lehrerfortbildungen Thema

Veranstalter

Veranstaltungsort

Teambildung und handlungsorientierter Unterricht

Hanns-Seidel-Stiftung

Kloster Banz

Thema: Mobbing

Katholisches Schulwerk

Ingolstadt

Treffen von Lehrern deutschsprachiger benediktinischer Schulen

Benet

Stift Schlierbach (OÖ)

Mathematische Spiele – spielerisch Mathematik lernen

Lehrstuhl für Symbolic Computation Passau

Die Lernplattform Moodle

Kompetenzzentrum

Dillingen

Evolution und Glaube

Bischöfliches Ordinariat

Passau

TAKETINA Rhythmus und Percussiontraining I + II

Zist

Zist, Penzberg

Jahrestagung der Musiklehrer

AMuG

Bamberg

Jazz für Streicher

Regionale Lehrerfortbildung

Aichach

Lektüreprojekte in der Unterstufe, Oberstufenseminare

MB-Dienststelle Ndb. (RLFB)

Gmund / St. Quirin

Suchtprävention: Rauschbrillen-Schulung

Netzwerk Landshut

Netzwerk Landshut

Mit dem Atlas multimedial unterrichten

RLFB, Westermann

HLG Landshut

Neue gymnasiale Oberstufe Jgst.11, Ausgewählter Themenkreis

Erzbischöfliches Ordinariat München Domberg-Gymnasium Freising

Schulgottesdienste in veränderter Schule

Erzbischöfliches Ordinariat München Domberg-Gymnasium Freising

Namibia/Botswana/Sambia Exkursion

LMU

Namibia, Botswana, Sambia

Sicherheit und Verkehrserziehung

MB-Dienststelle Ndb. (RLFB)

HLG Landshut

„Ruhm durch Verbrechen“ – Amokläufe und Hintergründe

Polizeiinspektion Landshut

Ursulinen-Realschule Landshut

Basisschulung „Jugend debattiert“

BOS Landshut

Fachbetreuertagung Latein

HLG Landshut

Null Bock und schlechte Noten – Ein alltäglicher Hilferuf

Staatl. Schulberatungsstelle Ndb.

Staatliche Beratungsstelle Ndb.

Tagung „Alte Sprachen“

RLFB

Gymnasium Vilsbiburg

Forschungsforum Didacta classica III:

LMU München

LMU München

Modernste Antike. Präsenzen der griechisch-römischen Antike in Literatur und Film der neueren und neuesten Zeit

Verantwortung in der Schule übernehmen –

Hanns-Seidel-Stiftung

Wildbad-Kreuth

Weiterbildung zur Beratungslehrkraft – Modul IV

Katholisches Schulwerk

Bistumshaus St. Otto, Bamberg

Weiterbildung zur Beratungslehrkraft – Modul V

Katholisches Schulwerk

Exerzitienhaus St. Paulus, Leitershofen

Schulentwicklungsseminar für Multiplikatoren

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Jahresbericht 2009/2010

Ganztagsbetreuung der Schulstiftung Seligenthal

Kurzprofil

Ganztagsbetreuung der Schulstiftung Seligenthal für Gymnasium und Wirtschaftsschule Die Ganztagsbetreuung Seligenthal ist eine Einrichtung der Schulstiftung Seligenthal und betreut Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und der Wirtschaftsschule in enger Zusammenarbeit mit den Schulen.

In der Mittagszeit nehmen die Kinder das Mittagessen, das von der Klosterküche zubereitet wird, gemeinsam mit den BetreuerInnen ein. Danach haben die Kinder bis um 14:30 Uhr Freizeit, in der sie spielen, miteinander reden und sich entspannen können.

Die Ganztagsbetreuung ist ein Dienstleistungs- und Serviceangebot für Eltern. Ziel ist es, dass sich die Kinder wohl und von den BetreuerInnen unterstützt fühlen und sich gerne in der Ganztagsbetreuung aufhalten. Die Kinder sind Teil einer Gemeinschaft, die auf sozialem Miteinander basiert und sich gegenseitig unterstützt.

Die Lernzeit dauert von 14:30 Uhr bis 16:00 Uhr. In dieser Zeit haben die Kinder in einer ruhigen Arbeitsatmosphäre die Möglichkeit, weitgehend ihre Haus- und Lernaufgaben zu erledigen und werden dabei vom pädagogischen Personal unterstützt. Zusätzlich steht den Kindern an mehreren Tagen jeweils eine Lehrkraft zur Verfügung. Dadurch wird ein hohes Niveau gewährleistet.

Die Schülerinnen und Schüler erledigen den Großteil ihrer Haus- und Lernaufgaben in der Ganztagsbetreuung und werden unter Wahrung und Stärkung ihrer Eigenverantwortlichkeit kompetent begleitet.

Im Freizeitbereich herrscht das Prinzip der Freiwilligkeit. Die Schülerinnen und Schüler haben in einer weiterführenden Schule vielfältige Aufgaben zu bewältigen. Daher gibt es keine Verpflichtung zur Teilnahme an bestimmten Freizeitangeboten. Die Aktivitäten bedienen ein breites Spektrum aus dem Bereich Spiel und Bewegung bis hin zu

Die Ganztagsbetreuung Seligenthal besteht aus drei Komponenten: ■ Mittagszeit ■ Lernzeit ■ Freizeitangebote

Ganztagsbetreuung der Schulstiftung Seligenthal

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Jahresbericht 2009/2010

Ganztagsbetreuung der Schulstiftung Seligenthal

Kurzprofil

Ganztagsbetreuung der Schulstiftung Seligenthal für Gymnasium und Wirtschaftschule Bismarckplatz 14 · 84034 Landshut Tel.: 0871 821-245 Fax: 0871 821-205 [email protected] Leiterin: Daniela Hummer, Dipl.-Sozialpädagogin Weitere Informationen und das

Dipl.-Sozialpädagogin Daniela Hummer leitet die Ganztagsbetreuung.

Anmeldeformular finden Sie unter www.seligenthal.de

Koch- und Kreativangeboten. Sie werden so den altersgemäß unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen von Mädchen und Jungen gerecht. Öffnungszeiten Die Einrichtung ist grundsätzlich an Schultagen Montag bis Freitag von 12:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Die Ganztagsbetreuung ist in der Regel offen für Kinder aus den Jahrgangsstufen 5 – 7. Die regelmäßige Mindestanmeldung beträgt aus pädagogischen Gründen drei Tage in der Woche. Das Team der Ganztagsbetreu-

ung besteht ausschließlich aus pädagogischen Fachkräften. Die Gruppenräume und Lernzeiträume der Ganztagsbetreuung befinden sich im Schulgebäude. Die Kinder können von dort aus ihre nachmittäglichen Unterrichtseinheiten gut erreichen. Darüber hinaus stehen der Ganztagsbetreuung eine eigene Küche, ein weiträumiges Außengelände sowie für spezielle Freizeitangebote eine Turnhalle zur Verfügung. Kosten einschließlich Mittagessen 180,– Euro pro Monat (11 Monatsbeiträge).

Ganztagsbetreuung der Schulstiftung Seligenthal

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Jahresbericht 2009/2010

Ganztagsbetreuung der Schulstiftung Seligenthal

Jahresreport

Das Schuljahr in der Ganztagsbetreuung der Schulstiftung Seligenthal für Gymnasium und Wirtschaftsschule Das Schuljahr 2009/2010 in der GTB war durch Expansion gekennzeichnet. So wurden anstelle der bisher ca. 25 Kinder im letzten Jahr aufgrund des stark gestiegenen Betreuungsbedarfs insgesamt 48 Mädchen und Jungen aus den Jahrgangsstufen 5 bis 8 in der GTB betreut.

Die Ganztagsbetreuung steht Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums und der Wirtschaftsschule offen und ist an den Schultagen von 12 bis 17 Uhr geöffnet. (Ausführliches Profil siehe vorangehende Seite)

Der Anteil von Schülerinnen der Wirtschaftsschule war mit fünf Mädchen gering. Das ist jedoch durch die bereits erreichte Selbstständigkeit von Schülerinnen der 7. Jahrgangsstufe erklärbar. Die Kinder wurden in zwei Kerngruppen aufgeteilt und von drei pädagogischen Fachkräften betreut. Das Team bestand aus Daniela Hummer (Leitung GTB), Karin Nitsche (Gruppenleitung) und Sr. Josefina Martin. An einem Wochentag wurde der Einrichtungsleitung mit Frau Borger eine versierte Pädagogin zur Seite gestellt, was durch eine Kooperation mit dem Grundschulhort ermöglicht wurde. In der Lernzeit wurde das GTBTeam an drei Tagen jeweils von Frau Koslowski, Frau Eberhard und Herrn Häglsperger ergänzt.

Ganztagsbetreuung der Schulstiftung Seligenthal

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Dadurch war ein hohes Niveau an Unterstützung und Förderung der Kinder in der Lernzeit gewährleistet. Deshalb an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Lehrkräfte für ihre engagierte Mitarbeit. Die GTB kann keine Nachhilfe im Sinn von Einzelförderung anbieten, aber es fällt natürlich leichter, in der Gruppe die Hausaufgaben zu erledigen, zusammen mit anderen, die „das gleiche Schicksal teilen“. Gerade für die SchülerInnen der 5.Klassen ist der Übertritt an das Gymnasium mit einer großen Umstellung verbunden, was die Anforderungen und das Lernspektrum betrifft. 28 Kinder aus allen sechs 5.Klassen, davon erstmals sechs Jungs, haben das mit Unterstützung der GTB gemeistert. Die Freizeitangebote in der Ganztagsbetreuung sind prinzipiell freiwillig. Die Schülerinnen und Schüler können selbst entscheiden, ob sie an einem Spiel-, Sport-, Bewegungs- oder Kreativangebot teilnehmen möchten. Es hat sich aber gezeigt, dass viele nach einem anstrengenden

Jahresbericht 2009/2010

Ganztagsbetreuung der Schulstiftung Seligenthal

Jahresreport

Schulvormittag zuerst entspannen und „frei spielen“ möchten. Naturgemäß sind die Interessen und Bedürfnisse von 10- bis 11jährigen Kindern und von „Teenagern“ unterschiedlich. Die Pubertät ist auch für die Betroffenen manchmal anstrengend. Deshalb braucht es gerade auch für die Älteren (einigermaßen) ungestörte Rückzugs- und Gesprächsorte - die Präsenz von BetreuerInnen ist da nicht immer erwünscht. In diesem Schuljahr standen der Einrichtung pro Gruppe jeweils ein großer Gruppenraum sowie für die Älteren zwei Räume zur Verfügung. Darüber hinaus gab es zur Nutzung in der Lern- und Hausaufgabenzeit drei Klassenzimmer. So ist es möglich, dass eine Lehrkraft störungsfrei eine Lerneinheit in einem der Räume anbieten kann. Durch Kooperation mit dem Postsportverein findet freitags ein Badminton-Angebot in der GTB statt. An dieser Stelle sei der Familie Bachhuber für ihr Engagement herzlich gedankt. Sehr beliebt bei den Kindern waren auch die „kulinarischen“

Begleitung und Förderung ist das Ziel der Ganztagsbetreuung Angebote. In der kleinen, aber gemütlichen GTB-Küche wurden Waffeln und Pizza gebacken oder sogar Popcorn hergestellt. Abschließend ist zu sagen, dass die GTB einen Bezugs- und Orientierungspunkt für die Kinder darstellt. In der Gruppe werden Kontakte und Freundschaften geschlossen, aber auch Konflikte

Ganztagsbetreuung der Schulstiftung Seligenthal

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durchlebt. So erleben die Kinder, dass das Ganze mehr ist „als die Summe seiner Teile“. Unterstützung und gegenseitige Wertschätzung sind wichtige Pfeiler im gemeinsamen Alltag. Die Betreuerin ist Ansprechpartnerin und Begleitung durch das Schuljahr. Daniela Hummer

Jahresbericht 2009/2010

Schulstiftung Seligenthal

Stiftung des öffentlichen Rechts

Schulstiftung Seligenthal Die Schulstiftung nimmt als Träger der sieben Seligenthaler Bildungs- und Betreuungseinrichtungen und damit auch des Gymnasiums und der Wirtschaftsschule vor allem koordinierende und übergreifende Aufgaben wahr und ist für Personal- und Finanzangelegenheiten der Einrichtungen zuständig. Der Vorstand der Stiftung war im letzten Jahr sehr froh, mit Frau Ursula Weger für das Schuljahr 2009/2010 eine kompetente und der Schule seit langem verbundene neue Direktorin gewinnen zu können. Frau Weger ist selbst Seligenthalerin, die hier bereits die Grundschule besuchte und seit 1987 als engagierte Lehrkraft am Gymnasium arbeitet. Sie hat sich schulisch und außerschulisch intensiv für Seligenthal eingesetzt. Die Öffnung des Gymnasiums für Jungen ab dem Schuljahr 2009/2010 war sicher eines der weiteren wesentlichen schulischen Ereignisse. Die Entscheidung fiel 2009 nach langer und intensiver Beratung in den Gremien der Stiftung und der Abtei unter Beteiligung der Schulen. Wir sind froh, dass sich unsere

Schulstiftung Seligenthal

guten Erwartungen erfüllt haben und die Öffnung positiv angenommen wurde. Die Attraktivität der Schule gemessen an den Gesamtanmeldezahlen hat sich erheblich gesteigert und der erste Bubenjahrgang hat zudem offensichtlich gut Reklame gemacht: Zum kommenden Schuljahr 2010/2011 werden bereits fast ein Drittel Jungen in den Eingangsklassen am Gymnasium eingeschrieben und das wiederum in sechs Eingangsklassen. Für die Schulstiftung bleibt die räumliche Situation eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre. Der ohnehin knapp bemessene Platz im Hauptgebäude für Wirtschaftsschule und Gymnasium wurde durch erste Planungen und organisatorische Notwendigkeiten noch weiter eingeschränkt. Teile der Oberstufe sind bereits in diesem Schuljahr in das benachbarte Gebäude des Landkreises in die Seligenthaler Straße ausgelagert worden. Wir sind sehr froh, dass der Landkreis uns dieses Gebäude mietweise zur Verfügung stellt, da ansonsten die geplante schrittweise Sanierung der Gebäudeteile nicht gut zu realisieren wäre. Für das Schul-

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jahr 2010/2011 steht uns dort das gesamte Gebäude mit zwölf Klassenräumen zur exklusiven Nutzung zur Verfügung, da die bislang dort untergebrachte Realschule Ergolding ihre externen Klassen in das Hauptgebäude in Ergolding zurücklagern kann. Die notwendige Sanierung des Hauptgebäudes – so sehen es die ersten Planungen vor – könnte in vier großen Bauabschnitten, für die jeweils ca. ein Jahr einzuplanen wäre, durchgeführt werden. In Anbetracht der enormen geschätzten Gesamtkosten von 11–12 Mio. € ist zurzeit aber noch nicht klar, ob und wie

Dr. Anton Hofmann Vorstandsvorsitzender der Schulstiftung Seligenthal

Jahresbericht 2009/2010

Schulstiftung Seligenthal

Schulen und Betreuungs-Einrichtungen

dieser Betrag in Zukunft geschultert werden kann. Die Abtei als Eigentümerin der Gebäude und die Stiftung als Nutzerin führen zurzeit Gespräche mit allen beteiligten Stellen und Einrichtungen, um die Möglichkeiten der Umsetzung auszuloten. Schließlich sei noch angemerkt, dass wir auch zukünftig wegen der zurückgehenden staatlichen Förderung für Privatschulen – unabhängig von den Baumaßnahmen – zunehmend auf die Unterstützung unserer Schulen und Einrichtungen von privater Seite angewiesen sind. Das monatliche Schulgeld an Wirtschaftsschule und Gymnasium kann dabei auch nur einen Teil der Kosten decken.

Die Schulstiftung Seligenthal ist Träger folgender Einrichtungen:

■ ■ ■ ■ ■ ■ ■

Wenn Sie die werteorientierte Erziehung unserer Kinder und Jugendlichen im Sinne von „Tradition & Innovation“ in Seligenthal aktiv unterstützen möchten, nehmen Sie mit uns Kontakt auf (Tel. 0871 821-151, Mail: [email protected]) – wir informieren Sie gerne über konkrete Projekte und Fördermöglichkeiten.

Kindergarten Grundschule Kinderhort Gymnasium Wirtschaftsschule Ganztagsbetreuung Fachakademie für Sozialpädagogik

Nutzen Sie die Informationsbroschüren für einen Überblick über die Schulen und Betreuungseinrichtungen in Trägerschaft der Schulstiftung Seligenthal

Mit besten Grüßen Mehr Informationen finden Sie unter

www.seligenthal.de Dr. Anton Hofmann Vorstandsvorsitzender der Schulstiftung Seligenthal

Schulstiftung Seligenthal

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Jahresbericht 2009/2010

Schulstiftung Seligenthal

Kindergarten

Kurzprofil Schulen und Betreuungs-Einrichtungen

Grundschule

der Schulstiftung Seligenthal

der Schulstiftung Seligenthal

Für Mädchen und Jungen

Für Mädchen und Jungen mit optionaler Hortbetreuung am Nachmittag

Unsere Besonderheiten ■ Wertorientiertes Lernen und

intensive Vorbereitung auf die Schule ■ Religiöse Erziehung ■ Zwergerlsport ■ Besondere Aktivitäten und Projekte ■ Ausbildungsstätte für angehende Erzieherinnen der Fachakademie für Sozialpädagogik Seligenthal

Die Grundschule Seligenthal sieht ihren Auftrag nicht nur in der Weitergabe von Wissen und Können. Sie hilft den Kindern, als junge Christen ihren Glaubensweg und ihre Aufgabe in der Welt von heute zu finden.

Die Grundschule hilft, vielfältige Begabungen zu entfalten. Den SchülerInnen steht ein Computerraum, ein Werkraum, ein Musikraum, eine Schulbibliothek und eine Turnhalle mit Außensportplatz zur Verfügung. Auf Wunsch besteht die Möglichkeit der Hortbetreuung am Nachmittag (mit Mittagessen) direkt im Anschluß an den Unterricht. (siehe auch nebenstehende Information)

■ Die Vermittlung christlicher

Werte steht im Zentrum ■ Das Kirchenjahr prägt das

Schulleben ■ Die Einübung in den Glaubens-

Einrichtungsleitung: Sr. M. Pia Steinberger, Leiterin (l.) Lucia Friedrich, Stellv. Leiterin

vollzug prägt den Alltag, mit Schulgebet und Schulgottesdiensten ■ Die soziale Sensibilität wird gefördert durch rücksichtsvollen Umgang mit anderen, sinnvolle Regeln zur Orientierung und verantwortungsvollen Gebrauch der Umwelt

Grundschule der Schulstiftung Seligenthal Bismarckplatz 14 84034 Landshut

Kindergarten Seligenthal Bismarckplatz 14 84034 Landshut Tel.: 0871 821-460 [email protected]

Schulstiftung Seligenthal

Schulleitung: Astrid Heimberger, Sr. M. Dorothea Schlaffer

Tel.: 0871 821-400 [email protected]

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Jahresbericht 2009/2010

Schulstiftung Seligenthal

Kinderhort

Kurzprofil Schulen und Betreuungs-Einrichtungen

Fachakademie für Sozialpädagogik

der Schulstiftung Seligenthal

der Schulstiftung Seligenthal

Für Mädchen und Jungen im Grundschulalter

Ausbildung KinderpflegerIn Studium ErzieherIn

Warum sollte ich in Seligenthal studieren? Der Kinderhort Seligenthal bietet Kindern ergänzend zum schulischen Angebot Betreuung, Bildung und Erziehung. Großer Wert wird auf die Förderung der Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit gelegt.

Einrichtungsleitung: Ursula Kölbl-Lichtenauer, Leiterin Andrea Zankl, Stellv. Leiterin

Kinderhort der Schulstiftung Seligenthal Bismarckplatz 14 84034 Landshut Tel.: 0871 821-450 [email protected]

Schulstiftung Seligenthal

Wir sind weit über die Grenzen von Stadt und Landkreis Landshut für unsere hervorragende Ausbildung von ErzieherInnen bekannt und geschätzt. Unser Anliegen ist die Vermittlung fachlicher Kompetenzen mit fundiertem Praxisbezug, die Ihren späteren Berufsalltag erfolgreich werden lassen. Genauso wichtig ist uns Ihre persönliche Entwicklung. Denn in unseren Augen ist Erziehung eine innere Haltung, die Sie sich nur in einer wertschätzenden und ermutigenden Atmosphäre aneignen können. Dazu haben wir uns dem christlichen Menschenbild verpflichtet, das heißt Verantwortung, Freiheit, Menschenwürde und christliche Ideale sind Grundlagen unseres Miteinanders im Schulalltag. Auf diesem Weg werden Sie von unseren engagierten und kompetenten PädagogInnen begleitet.

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Wenn Sie bereit sind, Ihre Persönlichkeit auf breiter Basis zu bilden, sich neugierig und lernoffen auf die vielfältigen Welten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einzulassen und wenn Ihnen Werte wichtig sind, dann sind Sie uns herzlich willkommen.

Schulleitung: Dr. Stefan Brembeck, Schulleiter Christine Hilkinger, Stellv. Schulleiterin Fachakademie für Sozialpädagogik der Schulstiftung Seligenthal Bismarckplatz 14 84034 Landshut Tel.: 0871 821-302 fachakademie @seligenthal.de

Jahresbericht 2009/2010

Wir danken folgenden Unternehmen für Ihre freundliche Unterstützung

Unterhaltsreinigung Schulhausreinigung Büroreinigung Kaufhausreinigung Industriereinigung

Isar-Clean

Baureinigung

Reinigungsservice GmbH Stethaimerstrasse 36 a 84034 Landshut

Glasreinigung

Telefon 08 71- 27 66 98 - 0 Telefax 08 71- 27 66 98 - 20

Teppichreinigung

Email: [email protected] www.isar-clean.de

DIE FAHRSCHULE Helga Bayer Kapuzinerweg 13a 84028 Landshut Tel. 0176/62 52 42 00 www.die-fahrschule-landshut.de

DIE FAHRSCHULE Helga Bayer Schulstiftung Seligenthal

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Jahresbericht 2009/2010

Wir danken folgenden Unternehmen für Ihre freundliche Unterstützung

www.bmw-werk-landshut.de

www.royes-dental.de Wir geben Perspektiven

WACKERBAUER Agrarhandel www.wackerbauer-agrar.de

www.mareis.com

Telefon 089 975-54054 Telefax 089 975-41306 [email protected] www.munich-airport.de

Schulstiftung Seligenthal

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Jahresbericht 2009/2010

Wir danken folgenden Unternehmen für Ihre freundliche Unterstützung

Nikola-Wäscherei Ihr kompetenter Partner in Sachen Textilpflege: * Wäscherei * Chemische Reinigung * Reinigung von Teppichen * Hol- und Bringservice

* Pferdedecken * Saugaktivmatten * Hemdenservice

Nikolastr. 25, 84034 Landshut, Tel./Fax 0871 - 64556

Gerüstbau 84174 Eching/Landshut . Mühlenstraße 19 80538 München . Steinsdorfstraße 14 Telefon (08709) 910-0 . Fax (08709)910-30 [email protected] . www.sax-geruestbau.de Schulstiftung Seligenthal

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Jahresbericht 2009/2010

Wir danken folgenden Unternehmen für Ihre freundliche Unterstützung

Werben im Jahresbericht der Schulstiftung Seligenthal

Die Lebensgemeinschaft Höhenberg e.V. ist eine sozialtherapeutische Einrichtung, in der 120 Menschen mit Behinderung zusammen mit ihren Betreuern in 11 Wohngruppen leben und in unseren WfbM-Werkstätten arbeiten. Wir bieten Arbeitsplätze für

ErzieherInnen in Teil- und Vollzeit in der Betreuung in unseren Wohngruppen sowie in den verschiedenen Werkstätten.

Mit einem Logoeintrag, oder einem Inserat bringen Sie Ihre Verbundenheit mit den Idealen und Zielen der Schulen zum Ausdruck. Die Veröffentlichung des Jahresberichts bietet Präsenz bei einer breiten Bezugsgruppe von Schülern, Eltern, Mitarbeitern und einer Vielzahl von Multiplikatoren aus Politik und institutionellen Einrichtungen. Die Möglichkeit zum Logoeintrag ist neu und bietet auf einfachste Weise und schnelle und wirtschaftliche Präsenz. Weitere Informationen und die Mediadaten finden Sie unter www.seligenthal.de

Im Rahmen der Ausbildung zum Erzieher/zur Erzieherin sind wir Praxisstelle für

Vorpraktikum Berufspraktikum Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung an: Lebensgemeinschaft Höhenberg e.V., Höhenberg 8, 84149 Velden/Vils

www.bayer-werbeagentur.de

Wir sind eine anerkannte Zivildienstund FSJ-Stelle

www.netattalk.de

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Jahresbericht 2009/2010