26 jAnuAr 2016 - DIAKO Nordfriesland

26 jAnuAr 2016 - DIAKO Nordfriesland

DIALOG Das Magazin der Fachkliniken Nordfriesland gGmbH 06 10 Erster Gesundheitstag der Fachkliniken PDL stellt neues Pflegeleitungsteam vor ...

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DIALOG Das Magazin der Fachkliniken Nordfriesland gGmbH

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Erster Gesundheitstag der Fachkliniken



PDL stellt neues Pflegeleitungsteam vor

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Adaption bezieht Neubau

16 Leitbild ist überarbeitet

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januar 2016

Einmal quer durch die Fachkliniken: Die Leitbildgruppe: S. 16

impressum Firma: Fachkliniken Nordfriesland gGmbH Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung Sitz der Gesellschaft: Breklum Handelsregister: Registergericht Flensburg HRB 837 (HU) Steuernummer: 1529277642 Geschäftsführung: Ingo Tüchsen Dr. med. Christoph Mai Gesellschafter: Ev. - Luth. Diakonissenanstalt zu Flensburg Verein Fachkrankenhaus Nordfriesland e.V. Zentrum für Mission und Ökumene Ev.-Luth. Kirchenkreis Nordfriesland Verein Brücke e.V. Spendenkonto:

Gern nehmen wir Spenden, auch zweckgebunden, entgegen. Empfänger: Fachkliniken Nordfriesland gGmbH, IBAN: DE43 5206 0410 0006 4046 26 BIC: GENODEF1EK1, Bank: Evangelische Bank eG Bitte den Zweck der Spende in der Betreffzeile eintragen.

Wir sind auf Eure Mitarbeit angewiesen! Jede/r Mitarbeitende ist herzlich eingeladen, Artikel und Texte über interessante Themen zu verfassen. Diese könnt Ihr an die Mitglieder des Redaktionsteams senden: Dr. Anke Bauer: Heike Walter:





04671 408 -1018, [email protected] 04671 408 -3481, [email protected]

Gender-Hinweis: Wir sind uns bewusst, dass viele der in den Texten benutzten Begriffe wie Patient, Mitarbeiter, Therapeut etc. grammatikalisch gesehen maskulin (männlich) sind. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen („Patientinnen und Patienten“) nicht durchgängig verwendet. In einigen Fällen verwenden wir sie als neutrale Begriffe, die eine Funktion und nicht eine Person meinen. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht. Die Komplizierung und Bürokratisierung des Lesens bzw. Schreibens durch Formulierungen wie „Leiter_in“ oder „MitarbeiterIn“ wollen wir den Leserinnen und Lesern (und uns selbst) ersparen. Gestaltungsvorlage ©: Boy - Strategie und Kommunikation GmbH (Kiel). Satz und Layout: Anke Bauer, Druck: Mussack Niebüll Foto Frontseite: Sabine von Wasserschleben, Fotos von Fotolia.com©: Logo: Norman Enke, Sonstige Fotos von Anke Bauer, Heike Walter, Monika Lucas, Nicole Witte, Frederike Senger, Ole Michel und den Abteilungen der Fachkliniken Nordfriesland (©)

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www.fklnf.de

Impressionen vom ersten Gesundheitstag der Fachkliniken, mehr dazu gibt es ab S. 6 .

inhalt 04 Themen der Geschäftsführung 05 Neuer Internetauftritt: Fachambulanz Kiel und Suchthilfezentrum Schleswig 06 Erster Gesundheitstag für die Fachkliniken – Prävention mit Medi-Maus und Lach-Yoga 07 Das Suchthilfezentrum lädt Betriebe ein: Psychische Belastung am Arbeitsplatz – Information, Prävention, Inklusion 08 Das Hans Christian Nickelsen Haus – Wiedereingliederung und Wohnen in Bredstedt unter altem neuen Namen 10 Pflegeleitungsteam komplett – Marlies Krause stellt ihre Führungscrew vor

14 Das Husumer Insel-Team spielt Floorball –

Sportlich Inklusiv: das Inklusion-Hobby-Floorball-Turnier in Hattstedt

15 Das Recovery-Modell in der Psychiatrischen Pflege – Ansatz einer gesundheitsförderlichen zukunftsorientierten psychiatrischen Praxis

16 Überarbeitet: Unser Leitbild – die Leitbildgruppe stellt Ergebnis ihrer Arbeit vor

18 Who is Who: „Erfolgreich, Engagiert und Bedankt“ 19 Unsere Jubilare und Ruheständler 20 Dem Himmel so nah: Kirchliches Wort

13 Adaption in Husum verbessert Strukturen – Bezug des Neubaus geht mit Erhöhung der Platzzahl einher

21 Der DIAKO-Newsticker

14 Zwischen „Nord Art“ und Wattenmeer – die Mitarbeitenden aus Fachkliniken und DIAKO auf Tour

23 Fortbildungen und Veranstaltungen

22 Termine, Termine, Termine

24 Alles auf einen Blick – die Fachkliniken Nordfriesland gGmbH

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themen der geschäftsführung

Modernes Design, nutzerfreundlich und optimiert für mobile Endgeräte Einrichtungen entscheiden sich für das Corporate Design der Fachkliniken

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Leserinnen und Leser, Und wieder schließt das vergangene Geschäftsjahr für die Fachkliniken Nordfriesland erfolgreich ab. In der Betriebsversammlung, an der leider nicht alle Kollegeninnen und Kollegen teilnehmen konnten, hatten wir über die Ergebnisse des Jahres 2015 und die Pläne und Ziele für das bevorstehende Jahr 2016 berichtet. Als Highlights des Jahres 2015 wären zu benennen: Die ambulante Rehabilitation für Rendsburg und Eckernförde wurde zum 1.1.2015 übernommen und in den Betriebsablauf des Suchthilfezentrums Schleswig integriert. Das Psychiatrische Pflege- und Betreuungszuhause Hohenfelde wurde übernommen und arbeitet insbesondere mit der Fachambulanz Kiel gut zusammen. Wir einigten uns mit den Versicherungen zum Thema der Wasserschäden im Neubau der Rehabilitation in Breklum, OT Riddorf. Der Nordflügel konnte im Erdgeschoss bereits saniert werden. Die Baumaßnahme der Adaption in Husum wurde bei Kapazitätsausweitung abgeschlossen, die Sanierung des Altbestandes begonnen. Die Plätze für psychisch kranke Menschen aus dem Bracker-Haus zogen von Breklum nach Bredstedt um. Weiterhin konnten das Bracker-Haus in Breklum und das ehemalige Verwaltungsgebäude in Bredstedt aus dem Bestand genommen werden. Dies und vieles mehr setzten wir erfolgreich um. Weiterhin freue ich mich sehr über das veränderte neue Leitbild der Fachkliniken, das durch die Projektgruppe neu formuliert wurde.

neuer internetauftritt: fachambulanz kiel und suchthilfezentrum schleswig

Ingo Tüchsen, Geschäftsführung

Für 2016 darf es dann gern etwas ruhiger werden. Vorrangig werden wir die vereinbarten Ziele aus der Zielkonferenz nach unseren Möglichkeiten umsetzen. Als große Projekte sind hier der geplante Anbau der Rehabilitation mit 72 Plätzen und die Integration von Hohenfelde in die Ablauforganisation der Fachkliniken zu nennen. Instandhaltungsmaßnahmen sollen in Kiel, Hohenfelde, Wilster und in der Husumer Insel zum Abbau des Instandhaltungsstaus in die Wege geleitet werden. Und das Eine oder Andere kommt dann sicherlich noch hinzu.

Die Webseiten der Fachambulanz Kiel und des Suchthilfezentrums Schleswig präsentieren sich jetzt neu im Corporate Design der Fachkliniken Nordfriesland. Neben dem Aussehen ist auch die gesamte Funktionalität verbessert worden. So gibt es jetzt Schnellzugänge, die auf die wichtigsten Nutzergruppen zugeschnitten sind und die neue Webseite erkennt selbst, welches Endgerät sie ansteuert. Ob Smartphone, Tablet oder PC, das Layout passt sich jeweils selbst an. Unten rechts sehen Sie das neue Aussehen der Seite der Fachambulanz Kiel, wie sie auf einem Smartphone zu sehen ist. Links daneben ist ein Screenshot der Webseite des Suchthilfezentrums Schleswig in der normalen PC- oder Tablet-Ansicht zu sehen. Gleichzeitig können die neuen Seiten nun auch Inhalte der Mutterseite der Fachkliniken nutzen, etwa die Funktion „Aktuelles“, „Google-Maps“, das „Leitbild“, den „Stellenticker“ und vieles mehr. Durch die gleichzeitige Erstellung von zwei neuen Webseiten, mit ganz ähnlichen Anforderungen und der Mitnutzung von Modulen und Inhalten der www.fklnf.de, konnten erhebliche Synergien geltend gemacht und die neuen Seiten von der Agentur Hoch2 in Flensburg kostengünstig erstellt werden.

In dem neuen Redaktionssystem kann jede Einrichtung ihre Seite nun selbst bearbeiten, den technischen Hintergrunddienst übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit der FKLNF sowie die Agentur Hoch2. Die Geschäftsführung erhofft sich durch die Einführung des Coporate Design bei den Einrichtungen einen besseren Wiedererkennungswert zum einen für externe Besucher (Stichwort: Versorgungskette), aber auch für die interne Zusammenarbeit. Da viele zentrale Dienstleistungen inzwischen von DIAKOAbteilungen in Flensburg erbracht werden, ist es wichtig, dass alle Einrichtungen visuell (und gedanklich) eindeutig als „Fachkliniken“ eingeordnet werden können. Gleichzeitig erhofft sich die Geschäftsführung dadurch einen Schub in Richtung einer gestärkten „Corporate Identity“. Schauen Sie doch mal rein: www.fachambulanz-kiel.de und www.suchthilfezentrum-sl.de. Anke Bauer

Wir in der Geschäftsführung freuen uns auf ein weiteres Jahr mit Ihnen zusammen in der Fachkliniken Nordfriesland gGmbH zusammenzuarbeiten! Wir wünschen Gesundheit, Zufriedenheit und ein gesegnetes Jahr 2016. Viele Grüße aus der Geschäftsführung, Ingo Tüchsen

Ob Smartphone, Tablet oder PC, das Layout passt sich jeweils selbst an: (l.) Screenshot der Webseite des Suchthilfezentrums Schleswig in der normalen PC- oder Tablet-Ansicht und (r.) das neue Aussehen der Webseite der Fachambulanz Kiel, wie sie auf einem Smartphone zu sehen ist.

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So viel Spaß kann Prävention machen: Mitarbeitende beim ersten Gesundheitstag der Fachkliniken in Riddorf, die Geschäftsführung ging mit gutem Beispiel voran (v.l.: Drums Alive, Ingo Tüchsen bei der Blutdruckmessung, Gesundes Kochen im Wok und der Stand der Rheumaliga). (Fotos: Lucas, Bauer)

erster gesundheitstag für die fachkliniken Prävention mit Medi-Maus und Lach-Yoga „Prävention und Früherkennung sind besser als zu spät langwierig zu behandeln und krankzuschreiben“, das ist das Motto des Betrieblichen Gesundheitsmanagements der Fachkliniken Nordfriesland. Ganz diesen Themen gewidmet war daher der erste Gesundheitstag der Fachkliniken in Breklum. Es gab Bewegungsangebote, die Lust machten auf mehr, so wie bspw. die „Drums Alive“ mit Susanne Wilke, Husumer Insel. „Bei dem Rhythmus und dem Trommeln kann man gar nicht anders als sich zu bewegen. Dies fördert die Beweglichkeit und positive Gefühle und wirkt daher nicht nur etwa Rückenschmerzen, sondern auch seelischen Störungen entgegen“, so Wilke. Den Verspannungen an PC-Arbeitsplätzen wirkt eine „Bewegte Pause“ entgegen. Eine Einführung in die Grundformen des QuiGong gab Monika Lukas, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Hauswirtschaftsleitung. Deutlich wurde, dass jede Art von Bewegung sich auch auf die Psyche zum Vorteil auswirkt, so auch neben dem Trommeln und dem QuiGong, das „Lach-Yoga“, einen Schnupperkurs gab ebenfalls Susanne Wilke. Ein weiteres Angebot zur Entspannung für Körper und Seele, welches großen Anklang fand, war die „Chinesische Massage“ mit Wolfgang Lucas, Heilpraktiker in Husum. Die regionalen Vertreter der Rheumaliga informierten zudem mit einem Stand über alles rund um rheumatische Erkrankungen und Fibromyalgie.

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Zum Thema Ernährung zeigte Frau Steinkamp, AOK, „Gesundes Kochen im WOK“ in der Praxis und mit kleinen Köstlichkeiten zum Probieren. Das Praxisteam der Betriebsärztin Monika Knöpfel engagierte sich gleich in mehreren Bereichen, so wurde Blutdruck gemessen, Blutzucker bestimmt, Stuhlproben zur Darmkrebsvorsorge entgegengenommen und Sehteste durchgeführt. Bei Bedarf oder auffälligen Werten konnte zeitgleich eine Beratung in Anspruch genommen werden. Auch die Geschäftsführung ließ sich gründlich durchchecken und ging so mit gutem Beispiel voran. Erstaunliches konnte beim „Check up - Hautpflege und Hautdesinfektion“ beobachtet werden, trotz reichlicher Verwendung von Hand-Desinfektionsmitteln, zeigte eine Blaulicht-Apparatur, welche Teile der Hände weiterhin keimbehaftet waren. „Insbesondere die Fingernägel und die Finger-Zwischenräume werden nicht gründlich genug eingerieben“, erläuterte Annelie Schuhmacher, Labor, und zeigte wie es richtig geht. Dass der Erfolg sofort sichtbar war, hat viele Mitarbeitende beeindruckt (Foto: siehe S. 3 oben). Ausgebucht waren weitere Angebote der AOK-Vertreter vor Ort, die nur mit Voranmeldung in Anspruch genommen werden konnten. So die „Medi Maus“ - eine computergestützte Messung der Wirbelsäulenbeweglichkeit. In einem Ausdruck der Messergebnisse konnte jeder gleich sehen, ob und zwischen welchen Wirbeln Probleme auftreten bzw. zukünftig auftreten können. Da die Kolleginnen und Kollegen gleich für jedes Problem die richtigen Übungen erklärt bekamen

und ausprobieren konnten, ist dies ein Paradebeispiel für eine gelungene Präventionsmaßnahme. Weitere Angebote waren die „Körperfettmessung“ (AOK) sowie ein Vortrag zum Thema Impfen durch einen Pharmavertreter. Die Veranstaltung wurde gefördert durch die AOK. Die Mitarbeitenden der Krankenkasse wiesen auch auf weitere vielfältige Vorsorgeangebote der AOK hin. Nähere Informationen gibt es unter www.aok.de.

Die Geschäftsführung bedankt sich für die gelungene Veranstaltung bei allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen, bei dem Praxisteam der Betriebsärztin Monika Knöpfel, der AOK, der Rheumaliga und Wolfgang Lucas.

Anke Bauer

das suchthilfezentrum lädt betriebe ein Psychische Belastung am Arbeitsplatz - Information, Prävention, Inklusion Der Wettbewerb um nachhaltige Kundenzufriedenheit und kompetente, zufriedene, gesunde Mitarbeitende nimmt stetig zu. Entsprechend steigen die Anforderungen an Kompetenzen in guter unternehmerischer Mitarbeiterführung zum Erhalt der Belegschaft enorm an. Das Suchthilfezentrum Schleswig möchte den Verantwortlichen in Betrieben daher einen umfassenden Einblick bieten, wie sie den Anforderungen als Arbeitgeber, Vorgesetzte oder auch Mitarbeiter effektiv und nachhaltig gerecht werden können:

Jeweils montags 19.00 – 21.30 Uhr im Suchthilfezentrum Schleswig, Suadicanistr. 45 in 24837 Schleswig. Anmeldung: per mail unter [email protected] oder telefonisch unter 04621 4861 -0. Das Projekt „Inklusion“ ist gefördert von der Aktion Mensch.

Seminarreihe für Betriebe der Nordregion: 15.02.2016: „Stressbewältigung für Mitarbeiter“ 21.03.2016: „Weiterbeschäftigung von Mitarbeitern mit gesundheitlicher Beeinträchtigung im Betrieb“ 04.04.2016: „Neueinstellung von Menschen mit Handicap im Betrieb“.

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1974: nach der Auflösung des Kreiskrankenhauses in Bredstedt (li.), wurde das Gebäude für das neugegründetet Fachkrankenhaus Nordfriesland für die Therapie und Rehabilitation suchtkranker Menschen umgebaut (re.). (Fotos: Archiv)

das hans christian nickelsen haus Wiedereingliederung und Wohnen in Bredstedt unter altem neuen Namen Ein neuer Name für die zusammengelegten Wohnund Wiedereingliederungsangebote in Bredstedt, danach suchten die Kolleginnen und Kollegen, seitdem neben dem Wohnheim für Abhängigkeitskranke auch die Plätze aus dem ehemaligen Bracker-Haus von Breklum nach Bredstedt umzogen. „Hans-Christian Nickelsen ist ein Name, der sehr eng mit der frühen Entstehungsgeschichte der ehemaligen Klinikgebäude verbunden ist, die wir heute nutzen“, erläutert Erika Beiche, Leitung des Hans Christian Nickelsen Hauses. „Er dachte als Therapeut sehr fortschrittlich und der sozialpsychiatrische Aspekt stand bei ihm im Vordergrund einer erfolgreichen Behandlung von psychisch kranken und suchtkranken Menschen. Die Möglichkeiten der Wiedereingliederung und die Selbsthilfegruppen hatten bei ihm daher einen besonderen Stellenwert. Sein Name steht für Integration und wird unserem Angebot daher besonders gerecht“, freut sich Beiche. Unter dem Namen „Hans Christian Nickelsen Haus 1 und 2“ sind zukünftig die Wohn- und Wiedereingliederungsangebote für psychisch kranke und suchtkranke Menschen im Krankenhausweg in Bredstedt zusamengefasst.

Dr. Hans-Christian Nickelsen Leben und Werk Geboren 19.6.1934 in Hellewatt, Dänemark, als ältester Sohn eines Mittelschulrektors, aufgewachsen bei den Eltern mit 4 jüngeren Geschwistern. In Dänemark zunächst Besuch deutscher Volksschulen und einer dänischen Oberschule in Apenrade. Nach Umzug der Familie nach Föhr dort am deutschen Gymnasium in Wyk 1956 Abitur. Studium der Nordischen Philologie sowie Geschichte, Englisch und Germanistik in Kiel, München und Hamburg, außerdem Besuch psychologischer, pädagogischer und philosophischer Vorlesungen und Kurse. 1960/61 mit einem Stipendium des DAAD Studium in Aarhus in Dänemark. 1964 Promotion über das Sprachbewusstsein der Nordfriesen im 16. bis ins 19. Jahrhundert. Wissenschaftlicher Assistent am Nordischen Institut der Universität Kiel, Nordfriesische Wörterbuchstelle.

Hans Christian Nickelsen Haus

Seit 1966 verheiratet mit Katharina Nickelsen, 1966 – 1978 Geburt von 5 Töchtern.

Wiedereingliederung für psychisch kranke und suchtkranke Menschen

Gründung des Nordfriisk Instituut in Bredstedt mit anderen jungen Wissenschaftlern. Arbeit dort als Lektor.

Krankenhausweg 3, 25821 Bredstedt, Tel. 04671 408 -5100 [email protected] Bereichsleitung: Erika Beiche

1974 stationäre Behandlung wegen seiner Alkoholabhängigkeit im Krankenhaus Bremen Ost, seitdem abstinent. Danach Gründung des Vereins Fachkrankenhaus Nordfriesland zusammen mit Suchtberatern, dort als Planungskoordinator tätig. Arbeitete am Fachkrankenhaus als Suchttherapeut von 1975 bis zu seinem Tod 1983. Selbsthilfegruppen, insbesondere die Anonymen Alkoholiker, waren ihm ein großes Anliegen.

In den 1990er Jahren wurde umgebaut und erweitert und seit 2014 fanden hier nach dem Umzug der Abteilung für Psychosomatik, der Entzugsstation und der Rehabilitation nach Riddorf die Wiedereingliederungsangebote für suchtkranke (re.) und für psychisch kranke (li.) Menschen ihr neues Zuhause. (Fotos: Bauer)

„Neue Chance für Suchtkranke in der Region“ - das war das Ziel des neugegründeten Vereins Fachkrankenhaus Nordfriesland e.V. im Jahr 1974. Der erste hauptamtliche Mitarbeiter des Vereins und einer der treibenden Kräfte hieß Dr. phil. Hans-Christian Nickelsen. Als Planungskoordinator leistete er einen Großteil der Vorarbeiten, die mit dem Aufbau des Fachkrankenhauses verbunden waren. Da er gleichzeitig Therapeut und selbst Betroffener, d.h. abstinenter Alkoholiker, war, konnte er den weiteren Vereinsvorständen besonders gut nahe bringen, dass eine rein medizinische Therapie die Alkoholsucht nicht bekämpfen kann. Das, was heute wie selbstverständlich zu jeder Therapie von abhängigen Menschen dazugehört, war damals neu: die Wahrnehmung der Sucht als Erkrankung und eine psychosoziale Begleitung und Unterstützung des Suchtkranken auf dem Weg in ein abstinentes Leben. „Am Beginn eines suchtmittelfreien Lebens steht die ganz persönliche Entscheidung, das „Nein“ zum Suchtmittel. Dies ist durch Nichts zu ersetzen“, hieran glaubte Hans-Christian Nickelsen fest und dieser Grundgedanke zog sich wie ein roter Faden durch die erste Therapiekonzeption des neuen Fachkrankenhauses.

„Ich lernte Hans-Christian Nickelsen im Jahr 1981 als Studentin kennen. Gruppenbehandlung war in der Therapie das zentrale Element und alles war anders als ich es an der Uni gelernt hatte. Fast unauffällig saß er im Stuhlkreis, klein von Gestalt, scharf in der Beobachtung und treffsicher im Wort“,

Einen Teil seines Lebens setzte Hans-Christian Nickelsen ein, um Menschen zu helfen, sich aus dem Gefängnis ihrer Sucht zu befreien. Außerdem engagierte er sich leidenschaftlich und mit einem hohen Maß an Wissen und Professionalität für den Erhalt und die Pflege des Friesischen. So promovierte er zu diesem Thema am Nordischen Institut in Kiel und gründete das Nordfriisk Instituut in Bredstedt. Er sprach neben Hochdeutsch auch Plattdeutsch, Friesisch, Hochdänisch und Süderjütisch, da er die Vielfalt des friesischen Sprachraumes als ein Ganzes begriff, welches nur ganzheitlich betrachtet das wahre Gesicht des Friesischen abbilden könne: „Wer sich mit dem Friesischen befassen will, ..., der muss sich mit allen Aspekten des friesischen Lebens beschäftigen, mit Sprache, Geschichte, Kultur und Landschaft“, so Dr. Hans-Christian Nickelsen. Den Menschen Hans-Christian Nickelsen beschreibt sein Freund und Wegbegleiter Ommo Wilts: „Er wuchs als Däne auf, fühlte und dachte als Deutscher und zugleich als Friese. Liebenswürdigkeit und Umgänglichkeit des Wesens verbanden sich bei ihm in seltener Weise mit Engagiertheit und Unnachgiebigkeit in der Sache. So konnte er andere immer wieder für seine Ideen gewinnen und diese mit hohem persönlichen Einsatz verwirklichen.“ Güde Nickelsen, Johanna Christiansen und Anke Bauer Quellen: 25 Jahre Fachkrankenhaus Nordfriesland - Festschrift (2000), Planungsdokumentation Fachkrankenhaus Nordfriesland (1974), Erstes Therapeutisches Konzept des Fachkrankenhauses Nordfriesland (1974), diverse Zeitungsartikel (1974).

Johanna Christiansen, Psychologische Psychotherapeutin und Kollegin der ersten Stunde von Hans-Christian Nickelsen.

Dr. phil Hans-Christian Nickelsen verstarb am 11. April 1983 im Alter von 48 Jahren.

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pflegeleitungsteam komplett Marlies Krause stellt ihre Führungscrew vor Nach einigen Turbulenzen, bedingt durch Umzüge, Personalwechsel und notwendige Reorganisationen ist es nun gelungen, ein Pflegeleitungsteam für den stationären Bereich der Fachklinik für Psychiatrie und Psychosomatik und der Fachklinik für Rehabilitation zusammenzustellen. Die Führungscrew besteht aus jeweils einer Stationsleitung und einer stellvertretenden Stationsleitung für die Stationen Allgemeinpsychiatrie, Abhängigkeitserkrankungen und Psychosomatik in der Fachklinik für Psychiatrie und Psychosomatik sowie für die Fachklinik für Rehabilitation. Geleitet wird das Team von mir als der Pflegedienstleitung.

anderen Kollegen, wenn es nötig ist. Für die Zusammenarbeit im Leitungsteam sind Verlässlichkeit und Entscheidungsfreudigkeit sowie die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung wichtig.“ Im Juli 2015 bekam die Allgemeinpsychiatrie mit Petra Fittkau eine neue und erfahrene Stationsleitung. Weiterhin begrüßen wir Dirk Wenndorf als stellvertretenden Stationsleiter in der Abteilung für Allgemeinpsychiatrie.

Folgende Fragen haben mir einige Mitglieder der Führungscrew beantwortet: Wie lange sind Sie bei uns im Unternehmen? Was hat Sie motiviert, sich auf die Stelle der Stationsleitung bzw. Stellvertretung zu bewerben? Was glauben Sie, zeichnet Sie als Stationsleitung bzw. stellvertretende Stationsleitung aus? Was ist für Sie das Wichtigste in der Zusammenarbeit in dem Leitungsteam? Michael Rössner ist die Stationsleitung der Psychosomatik und seit Anfang des Jahres stellvertretende Pflegedienstleitung der Fachklinik für Psychiatrie und Psychosomatik. Michael Rössner: „Ich bin seit 1998 hier im Unternehmen. Meine Motivation für die Stelle ist die kreative Mitarbeit an der konzeptionellen Arbeit und die Herausforderung bei der Führung von Mitarbeitenden. Ich glaube, dass meine ruhige und gelassene Art sowie die fachliche Kompetenz mich auszeichnen. Das Wichtigste in der Zusammenarbeit im Leitungsteam ist für mich eine gute Kommunikation und Vertrauen.“ Im Sommer wurde Friederike Haufe, Krankenschwester und Praxisanleiterin in der Psychosomatik, stellvertretende Stationsleitung dieser Abteilung. Friederike Haufe: „Ich bin seit 20 Jahren im Unternehmen. Es schien mir der richtige Zeitpunkt zu sein, offiziell etwas Verantwortung für die Station zu übernehmen. Ich denke, dass ich einen guten Überblick über die Station habe. Es ist sicher auch passend, dass ich gern vermittle, auch zwischen der Leitung und den

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Nina Steinhoff, stellvertretende Stationsleitung, Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen.

Nadine Biell hat seit Anfang des Jahres bewiesen, dass sie die Frau in der ersten Reihe sein wird. Seit dem 1. Juli ist sie die Stationsleitung der Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen der Fachklinik für Psychiatrie und Psychosomatik.

Marlies Krause, Pflegedienstleitung, stellt Ihr Pflegeleitungsteam vor (v.l.): Petra Fittkau, Dirk Wenndorf, Nina Steinhoff, Frederik Herr, Marlies Krause, Andrea Taysen, Michael Rössner und Nadine Biell (es fehlt: Friederike Haufe). (Fotos: Bauer) Nina Steinhoff: „Ich arbeite seit 11 Jahren im Unternehmen. Mich motivieren für die Stelle der stellvertretenden Stationsleitung vor allem die neuen Herausforderungen und die Möglichkeit, Veränderungsprozesse aktiv mitgestalten zu können. Mich zeichnen Verantwortungsbewusstsein, Freude an der Arbeit, Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit und Organisationsverständnis aus. Das Wichtigste in der Zusammenarbeit im Leitungsteam ist aus meiner Sicht, dass wir gemeinsame Entscheidungen treffen mit realistischen Zielen.“ Frederik Herr leitet das Pflegeteam der Fachklinik für Rehabilitation und nimmt an den Leitungsteamsitzungen teil. Dadurch sind der Fachaustausch und der Austausch von organisatorischen Fragen und Details gewährleistet. Andrea Taysen hat die Stellvertretung inne.

Nadine Biell: „Seit 1995 bin ich im Unternehmen. Die Themen, die mich motivieren, sind: Verantwortung übernehmen, an der Gestaltung der Station mitwirken, den Mitarbeitenden Sicherheit geben (ansprechbar sein) und der Spaß an der Arbeit. Für die Stationsleitung bringe ich die folgenden Eigenschaften mit: kompromissbereit, mitarbeiterorientiert, offen für Neues, geduldig. Das Wichtigste in der Zusammenarbeit in dem Leitungsteam ist aus meiner Sicht Vertrauen, freundlicher Umgang, Austausch und die Kritikfähigkeit von allen.“ Nina Steinhoff, Krankenschwester und Praxisanleiterin, ist als stellvertretende Stationsleitung in der Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen neu im Pflegeleitungsteam.

Wir werden nun in voller Besetzung unsere Ziele verfolgen und die Prozesse, die bereits begonnen wurden, fortführen. Unsere Themen für die nahe Zukunft sind unter anderem: Die Entwicklung eines Pflegeleitbildes und die Qualifizierung der Mitarbeitenden im Krankenhaus zum Thema „Deeskalationsstrategien in der Psychiatrischen Behandlung“. Jörg Walliser und Carsten Ketelsen haben ein Schulungskonzept erarbeitet und starten mit einer Fortbildungsreihe hausinterner Schulungen im Februar. Weiterhin sind wir ab diesem Jahr als Schulungshaus bei der Registrierungsstelle Beruflich Pflegender angemeldet.

Marlies Krause

Frederik Herr, Stationsleitung, Fachklinik für Rehabilitation

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störfall arbeitsplatz – mit mir nicht!

adaption in husum verbessert strukturen

„Traum statt Trauma“: Betriebe und Beschäftigte auf einem gemeinsamen Weg

Bezug des Neubaus geht mit Erhöhung der Platzzahl einher

Nordfriesland und Mitglied des Organisationsteams. Das Thema Resilienz, die psychische Widerstandsfähigkeit des Menschen, begleiteten den gesamten Workshop. Möglichkeiten der Resilienzförderung im Betrieb wurden diskutiert. Mitarbeitende der Fachkliniken präsentierten Vorträge und leiteten oder nahmen Teil an Arbeitsgruppen. Dr. Güde Nickelsen, Leiterin des TraumaKompetenzzentrums Nord der Fachkliniken, hielt einen Vortrag über „Trauma und Traumafolgestörungen im Betrieb“. Am Nachmittag wurden diesbezüglich in einer Arbeitsgruppe unter Zusammenarbeit mit Dorothee Haude, Psychologische Psychotherapeutin, Mitarbeitende der Fachkliniken beim Bredstedter Workshop „Störfall Behandlungswege bei TraumaArbeitsplatz“: (v.l.): Dorothee Haude, Güde Nickelsen, Ralf Tönnies und folgestörungen diskutiert. Die Michael Rössner. (Foto: Witte) Arbeitsgruppe von Ralf Tönnies thematisierte die Auflösung Wer kennt das nicht – Konflikte im Berufsleben! hartnäckiger Konflikte im Betrieb durch FachcoaStörfälle am Arbeitsplatz und die daraus resultierenching. Hierbei ging es auch um praktische Beispiele den gesundheitlichen Folgen sind für Betriebe und und die Möglichkeiten der Konfliktbewältigung. deren Mitarbeitende alltägliche, aber auch beschwer- Das Heinrich Sengelmann Krankenhaus Bargfeld-Steliche Probleme. Demnach ist die Frage, wie Gesundgen stellte ihr Arbeitskonzept vor. Das Konzept richtet heit im Betrieb gefördert werden kann, berechtigt. sich hauptsächlich an das Wohl der Mitarbeitenden Der Bredstedter Workshop „Störfall Arbeitsplatz“, und orientiert sich an dem Modell „A Great Place to organisiert über die Landesstelle für Suchtfragen Work“. Die Ergebnisse und die Qualität der Arbeit Schleswig-Holstein e.V. (www.lssh.de), beschäftigt zeigten positive gesundheitsfördernde Aspekte auf sich seit Jahren mit dieser Thematik. Jetzt fand der die Betriebs- und Mitarbeiterkultur. 17. Bredstedter Workshop unter dem Titel „Traum statt Trauma“ – Betriebe und Beschäftigte auf dem Zusammenfassend ist zu sagen, dass der 17. Bredgemeinsamen Weg zur „Neuen Qualität der Arbeit“ stedter Workshop eine gelungene Veranstaltung mit statt, der sich diesen Schwerpunkten widmete. zahlreichen Besuchern aus verschiedensten BerufsZentrale Fragen waren: Was ist eigentlich gute Arbeit? und Arbeitsfelder war. Der nächste Bredstedter Welche Möglichkeiten haben Institutionen und deren Workshop steht schon in den Startlöchern. Wir könMitarbeiter, um gute Arbeit realisieren zu können? nen gespannt sein, was uns 2016 erwartet! Wie bleibt man längerfristig gesund? Welche präventiven Maßnahmen können helfen? Nicole Witte Hierzu wurden interessante Vorträge gehalten, die anschließend anhand von Arbeitsgruppen vertieft wurden. „Das Spektrum reichte von Resilienz über Trauma bis hin zum Traumarbeitsplatz“, so Ralf Tönnies, leitender Therapeut der Fachklinik für Psychiatrie und Psychosomatik der Fachkliniken

Die Rehabilitanden der Adaption Husum konnten gemäß der Vereinbarung mit der Deutschen Rentenversicherung Nord im Oktober 2015 in den rechtzeitig fertiggestellten Neubau umziehen. Die räumliche Veränderung ging mit einer deutlichen Verbesserung des strukturellen Leistungsangebotes sowie einer Erweiterung von bisher 10 auf jetzt 16 Plätze einher. Die Lage des Hauses (an den Schlosspark grenzend mit Blick auf Schloss und Park) sowie die Aufteilung, Gestaltung und Möblierung der neuen Räume lassen kaum Wünsche offen. Große Fenster und freundliche Farben bestimmen das Erscheinungsbild. Die Appartements haben jeweils eine eigene Nasszelle und eine kleine Küchenzeile. Die Rehabilitanden haben sich schnell eingelebt und sind sehr zufrieden; und was für uns als Leistungserbringer für die Deutsche Rentenversicherung fast genauso wichtig ist: Die Vertreter der DRV Nord, die wir als unsere Federführer im

Rahmen einer ersten Visitation hier schon begrüßen durften, sind es auch. Aktuell wird jetzt der Altbau, die bisherige Unterkunft der Adaption, renoviert. Hier sind zukünftig Büros und Gruppenräume untergebracht. Das ganze Team der Adaption freut sich nun auf die offizielle Eröffnung, die für März geplant ist, mit hoffentlich vielen Gästen und noch mehr anerkennenden Worten für alle, die halfen, dieses gute Projekt zu realisieren. Wer schon vorher vorbeikommen und sich den Neubau ansehen möchte, ist herzlich willkommen. Die Adaption ist ein Angebot der stationären Nachsorge der Fachklinik für Rehabilitation. Dr. phil. Rainer Petersen Birgit Wunderlich

Freuen sich über die verbesserte Ausstattung der Adaption und über die Zustimmung der DRV Nord: (v.r.) Birgit Wunderlich, Leitung der Adaption, Dr. phil. Rainer Petersen, Leiter der Fachklinik für Rehabilitation, Stephanie Spreckelsen-Höper, Suchttherapeutin an der Adaption. (Fotos: Bauer)

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das recovery-modell Ein recovery-orientierter Ansatz als Möglichkeit einer gesundheitsförderlichen zukunftsorientierten psychiatrischen Praxis?

Von Gigantisch bis Haarig: Der Besuch der Nord Art in der historischen Carlshütte in Büdelsdorf begeisterte die DIAKO-Mitarbeitenden. (Fotos: Bauer)

zwischen „nord art“ und wattenmeer Die Mitarbeitenden aus Fachkliniken Nordfriesland und DIAKO auf Tour Kunstinteressierte Mitarbeitende der DIAKO kamen in diesem Jahr voll auf ihre Kosten: Ein Besuch der „Nord Art“ in der historischen Carlshütte in Büdelsdorf mit Führung durch Ausstellung und Skulpturenpark begeisterte die Kolleginnen und Kollegen. Die große Vielfalt an Ausstellungsstücken, Skulpturen, Bildern, Installationen und mehr erstaunte die Besucher. „Ich freue mich auch, dass eine bunte Mischung aus dem Diakonissenkrankenhaus, der Fachkliniken und der DSG sich hier zusammengefunden hat“, berichtet Regina Suhr, Organisatorin dieses Betriebsausfluges. Es sei besonders interessant, etwas über die Arbeitsgebiete der anderen Abteilungen der DIAKO zu erfahren, so die Diakonisse und MAV-Vorsitzende der DSG.

Die Angebote waren auch in diesem Jahr vielfältig und umfassten: Kanufahrt auf der Füsinger Au, Fahrten mit Dampfeisenbahn und Schiff, Schleitour, Ausflüge nach Friedrichstadt, Mögeltondern und Tondern, Wanderung im Krusautal, Waldspaziergang mit Vortrag in der Marienhölzung, Fahrradtour am NordOst-See-Kanal, Husumspaziergang auf den Spuren von Theodor Storm und die beliebte Wattwanderung mit Halligführung. Wir danken dem Organisationsteam um Oberin Hannelore Balg: Angela Burba, Berit Liebherr, Volker Carstens-Kanzow, Ralph Häcker, Ulrich Kowalski, Mathias Norden, Frank Oetzmann, Volkmar Stibi, Dr. F. Scheil, Regina Suhr und Dr. S. Thomsen. Anke Bauer

das husumer insel-team spielt floorball

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• Hoffnung • Stigma • Bewältigung und Empowerment (Selbstbefähigung)

• Change Management

- Veränderung der eigenen Haltung und Einstellung zum Begriff Krankheit - Toleranz - Mitarbeiterschulungen • Personenorientierung

- Person nicht als „Fall“ betrachten - Individualität • Empowerment

- Erlernen von Bewältigungsstrategien durch Ressourcenaktivierung

Nicole Witte, Belegungskoordination, FKL für Psychiatrie und Psychosomatik

- Ermöglichen von Lernerfahrungen - Erfolge maximieren - Rückschläge sind erlaubt • Selbstbestimmung & Mitspracherecht

- Geteilte Entscheidungsfindung „shared decision making“ - Angebot statt Druck und Vorschrift - Compliance (= Befolgen) vs. Adherence (= aktive Partizipation) • Einbezug formeller und informeller Netzwerke

- Schafft Hilfe, Sicherheit, Schutz, Stabilität & Vertrauen • Sozialraumorientierung

- Zugängliche und gemeindenahe Angebote - Inklusion

• Unterstützende Beziehungen

Sportlich Inklusiv: das Inklusion-Hobby-FloorballTurnier fand zum 5. Mal in Hattstedt statt. Menschen mit Behinderungen spielen hier Seite an Seite mit gesunden Menschen. Mit am Start waren der Lauftreff Hattstedt, die Jugendfeuerwehr, Matze und Friends, die Arche Husum mit drei Teams und unsere Mannschaft von der Husumer Insel. Das Team, bestehend aus Mitarbeitenden und Klienten, trug die neuen blauen Trikots, die auf der Rückseite mit dem Schriftzug der Fachkliniken Nordfriesland und dem Logo der Husumer Insel versehen waren. Spaß und Erfolg waren garantiert: dem Inselteam gelang es, den guten 5. Platz vom Vorjahr zu verteidigen. Der Inselexpress

Der Fokus des Versorgungssystems ist vorwiegend durch eine eindimensionale Sichtweise gekennzeichnet, in dem die Entstehung von Krankheiten und nicht die Gesundheitsentstehung und deren Förderung berücksichtigt werden. Die Weltgesundheitsorganisation geht mit gutem Beispiel voran, indem nicht die Defizite eines Menschen berücksichtigt werden, sondern die Ressourcen. Die Gesundheit ist das höchste Gut eines Menschen und ist maßgeblich an der Existenz eines Menschen beteiligt. Die Frage wie Gesundheit entsteht und gefördert wird, ist auf mehrdimensionaler Ebene zu betrachten. Das Recovery-Modell stellt in diesem Kontext ein hilfreiches Instrumentarium dar. Recovery bedeutet wörtlich übersetzt Erholung, Gesundung, Genesung oder auch Wiederherstellung. In der psychiatrischen Praxis hat dieser Begriff aber eine weitreichendere Bedeutung. Es geht nicht um eine Störungsfreiheit oder Heilung, sondern eher um die Förderung des psychischen Wohlbefindens sowie die Wiederherstellung in einen gewohnten psychischen und physischen Zustand. Der Betroffene wird dazu befähigt, trotz bestehender Erkrankung, ein möglichst selbstbestimmtes, eigenständiges und glückliches Leben führen zu können. In der recovery-orientierten psychiatrischen Versorgung sind gewisse Schlüsselelemente von besonderer Bedeutung, die entscheidende Impulse für eine Veränderung in der psychiatrischen Versorgung geben können, dieses sind:

• Sinn und Bedeutung

Was braucht es für eine recovery-orientierte psychiatrische Praxis? • Verständliche Sprache

- Fachsprachlichkeit vermeiden - Hoffnungsvolle Sprache

Das Recovery-Modell bietet die Chance eines Paradigmenwechsels und könnte neue Weichen in der psychiatrischen Versorgung stellen. Jedoch ereignet sich Recovery nicht von selbst, sondern es ist ein zutiefst individueller Prozess, der sich durch erlernte Fähigkeiten und Eigenschaften entwickelt. Eine Veränderungsbereitschaft gegenüber der eigenen Haltung ist erstrebenswert, vorteilhaft und gewinnbringend.

• Vermitteln von Respekt, Wertschätzung, Zutrauen

& Ermutigung

• Antistigmaarbeit

Nicole Witte

- Diskriminierung & Vorurteile vermeiden Begeistert und erfolgreich gekämpft: Das Husumer Insel-Team. (Foto: Husumer Insel)

- Behutsamer Umgang mit Diagnosen

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fachkliniken nordfriesland gGmbH

leitbild

sie sind uns willkommen! Quer durch die gesamten Fachkliniken Nordfriesland hat sich die Leitbildgruppe zusammengesetzt: Beteiligt waren: Michael Rössner und Nicole Witte (Fachklinik f. Psychiatrie und Psychosomatik), Christiane Pompöse (Labor), Silke Lübben (Fachambulanz Kiel), Gunnar Clausen (Husumer Insel), Heike Walter (Verwaltung), Magret Stoll (Fachambulanz Kiel), Ramona Lehnert (Hohenfelde) und (nicht auf dem Foto) Sabine Klose (TK Niebüll). (Foto: Sabine von Wasserschleben)

überarbeitet: unser leitbild Leitbildgruppe stellt Ergebnis ihrer Arbeit vor Die neu gebildete Leitbildgruppe der Fachkliniken Nordfriesland hat über das ganze Jahr mehrfach getagt, ist jeden Abschnitt des Leitbilds durchgegangen, hat diskutiert und überlegt - mit vollem Erfolg, das Leitbild ist nun fertig überarbeitet. Obwohl dicht an seinem Vorgänger, wurde es gekürzt und vereinfacht und dadurch klarer in der Aussage. Grundlage der Überarbeitung war die Mitarbeiterbefragung zum Leitbild. Gute Kritiken, viele Anregungen und Verbesserungsvorschläge ergaben ein klares Bild der Ansichten und Wertevorstellungen in der Mitarbeiterschaft. „Die Leitbildgruppe arbeitete sehr motiviert und ideenreich“, beschreibt Heike Walter, Verwaltung, und Teil der Gruppe. „ Schön fand ich, dass wir aus so vielen Bereichen und Standorten Mitarbeitende gefunden haben, die bereit waren, neben ihrer Arbeit noch in der Leitbildgruppe mitzuwirken und dass auch aus Hohenfelde mit Ramona Lehnert noch eine Mitarbeiterin dazugekommen ist. Jedem war etwas anderes wichtig, jeder hatte seine Ideen und Sichtweisen und nach und nach ergab sich ein Gesamtbild: unser neues Leitbild.“

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Quer durch die gesamten Fachkliniken hat sich die Leitbildgruppe zusammengesetzt. Beteiligt waren: Michael Rössner und Nicole Witte (Fachklinik f. Psychiatrie und Psychosomatik), Christiane Pompöse (Labor), Silke Lübben (FAK), Gunnar Clausen (Husumer Insel), Heike Walter (Verwaltung), Magret Stoll (FAK), Ramona Lehnert (Hohenfelde) und Sabine Klose (TK Niebüll). Die Geschäftsführung der Fachkliniken hat das Leitbild ohne Änderungen übernommen und dankt der Gruppe für die gute Arbeit. Die Leitbildgruppe freut sich nun auf Rückmeldungen von den Kolleginnen und Kollegen. Das Leitbild, gestaltet als Aushang, wurde bereits mit dem DIALOG EXPRESS versandt. Rechts ist es nochmalig abgedruckt. Ein PDF ist bei der Leitbildgruppe erhältlich. Ein Leitbild-Flyer geht zeitnah in Druck. Auch auf unserer Homepage ist es zu finden, unter: „Wir- Fachkliniken Nordfriesland“. Anke Bauer

Wir, die Fachkliniken Nordfriesland, sind Anbieter in Schleswig-Holstein im Bereich psychischer Gesundheit und arbeiten an verschiedenen Standorten mit Schwerpunkt im Kreis Nordfriesland. Unser Angebot dient der Gesundheitssorge und bewegt sich zwischen Maßnahmen der Prävention, Beratung, Behandlung, Wiedereingliederung, Nachsorge sowie der medizinischen und beruflichen Rehabilitation. Wir erfüllen unseren Auftrag mit tiefem Respekt vor der Würde des Menschen. Wir erleben die unterschiedlichen Biografien und Kulturen als Bereicherung. Unser Umgang miteinander ist geprägt von Achtsamkeit, Toleranz und Wertschätzung.

Wir unterstützen Menschen darin, das Vertrauen in ihre Fähigkeiten zu stärken, Krisen zu überwinden und so ihre Lebensqualität zu verbessern.Die Zusammenarbeit mit dem sozialen Umfeld ist nach Wunsch und Wille selbstverständlich. Wir sind im fachlichen Austausch und in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, öffentlichen, rechtlichen sowie privaten Trägerorganisationen. Die Fachkliniken Nordfriesland sind als Unternehmen klar strukturiert. Entscheidungen werden transparent kommuniziert. Sicherstellung der Qualität und die kontinuierliche Weiterentwicklung sind unser Ziel.

Wir wissen um die Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen und schaffen dafür einen sicheren, verlässlichen Rahmen.

fachkliniken nordfriesland gGmbH, gammeltoft 8-15, 25821 breklum tel. 04671 408 -0, [email protected], www.fklnf.de

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who is who?

unsere jubilare und ruheständler

engagiert erfolgreich

Fahrräder für Flüchtlinge in Schuss gebracht

Pflege macht Karriere: PDL Marlies Krause setzt auf Qualifizierung

bedankt HiKiDra freut sich über Spende von der PSD-Bank

Liebe Leser und Leserinnen, nicht jede /jeder möchte sein Bild im Internet sehen, daher sind die Fotos unserer Jubilare und Ruheständler hier entfernt und nur in der Printversion vorhanden. Wir bitte dafür um Verständnis.

Das Team der Angebotswerkstatt mit Wolfgang Grote, Leitung des Suchthilfezentrums Schleswig Nicole Witte, machte ihren Bachelor of Arts im Fach Psychiatrische Pflege In dem berufsbegleitenden Studium der Psychiatrischen Pflege an der Fachhochschule der Diakonie - University of Applied Sciences, Bielefeld, legte Nicole Witte nun erfolgreich ihre Prüfung zum Bachelor of Arts ab. Weiterhin haben die Pflegekräfte Holger Nedera, Volker Huss und Frank Specht erfolgreich eine funktionsbezogene Weiterbildung, die Fachpflege Psychiatrie, nach 2 Jahren berufsbegleitend abgeschlossen. „Gratulation zu den bestandenen Prüfungen! Die Chance auf eine Fachkarriere in der Pflege zu haben, ist wichtig, um diesen Absolventen eine berufliche Entwicklung in der Pflege zu bieten, aber auch, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein. Wir freuen uns auf die Pflegeexperten in der Praxis und über die Motivation der Mitarbeiter, die diese Qualifizierungen erhalten haben“, erläutert Marlies Krause, PDL, die Bedeutung der Qualifizierungsmaßnahmen für die Fachkliniken Nordfriesland.

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Auch in Schleswig kommen täglich neue Flüchtlinge an. Neben Wohnung, Möbeln und Bekleidung benötigen die Flüchtlingsfamilien auch dringend Fahrräder, mit denen sie sich schneller fortbewegen können, bspw. zum Einkaufen oder zu ihren behördlichen Terminen. Nun nahm der Lions-Club Schleswig Kontakt mit der „Angebotswerkstatt“ des Suchthilfezentrums Schleswig auf. In der Angebotswerkstatt reparieren psychisch kranke Menschen gespendete Fahrräder. Der Lions-Club hat dort 35 Fahrräder günstig gekauft und in Zusammenarbeit mit der AWO Flüchtlingen zur Verfügung gestellt. „Wir freuen uns, dass wir hier ein Projekt gefunden haben, mit dem wir schnell, effektiv und vor allem unbürokratisch bei der Versorgung der Flüchtlinge mithelfen können“, sagte Hans-Heinrich Erichsen vom LionsClub. Er hofft auf weitere FahrradSpenden für die Angebotswerkstatt. Die Angebotswerkstatt bietet Menschen mit psychischen Behinderungen Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten an. Nähere Infos auf: www.suchthilfezentrum-sl.de

Jan Rademann (re.), Leiter der HiKiDra, hier mit Holger Brammer, Bereichsleiter der PSD Bank Kiel eG. „Mit diesem Geld kann die Chamäleon Präventionsgruppe für ein weiteres Jahr gesichert werden“, freut sich Jan Rademann, Leiter der HiKiDra (Hilfe für Kinder Drogenabhängiger). „Wir fördern seit vielen Jahren gezielt Projekte, die Kindern in SchleswigHolstein zu Gute kommen“, so Holger Brammer, Bereichsleiter der PSD Bank Kiel eG. In der Beratungsstelle HiKiDra der Fachambulanz Kiel finden Kinder aus suchtbelasteten Familien sowie ihre Eltern Unterstützung. HiKiDra bietet die Chamäleon Präventionsgruppe für Schulkinder aus Hochrisikofamilien an. Dank der Spende der PSD Bank Kiel in Höhe von 3.000 Euro können Materialien, Ausflüge sowie die Betreuung der Chamäleon-Gruppe finanziert werden. HiKiDra ist für die Finanzierung der Regelangebote sowie zur Durchführung von Projekten auf die Unterstützung durch Spenden angewiesen: Förderverein Fachambulanz S-H e.V.: Evang. Bank, IBAN: DE54 5206 0410 0006 4118 00, BIC: GENODEF1EK1

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der diako newsticker

Dem Himmel so nah - an der Küste Nordfrieslands.

(Foto: Walter)

dem himmel so nah Gedanken über den Himmel, Gott, Wind und Antworten An der nordfriesischen Küste laufen im Sommer auf dem Deich nicht nur Schafe, sondern auch viele Gäste, die den weiten Blick über Nordsee und Binnenland genießen. In der Tat ist man hier dem Himmel sehr nah. Einheimische wissen dies auch in allen anderen Jahreszeiten für sich zu nutzen. Nichts ist reinigender als der Wind, auch für trübe Gedanken. Und die Spiritualität - Gott über und um allem erfährt man hier ebenfalls. Was stellen wir uns eigentlich unter Himmel vor? Es ist sicher mehr als endloses Blau und sich hochauftürmende Wolken. Was ist drin im Himmel? Wohnt dort Gott? Sehen uns alle geliebten Verstorbenen zu? Wachen dort die Engel über uns Menschenkindern? Stellen eigentlich nur Kinder solche Fragen?

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Wer auf der Suche ist, sucht auch im Himmel nach Antworten für sich und sein Leben. Patienten aus unserer Klinik gehen seit Jahrzehnten montags zu einem Deichmarsch. Häuser haben sich geändert, Personal ist ausgetauscht, der Deichmarsch hat Bestand. Und wer hier Patient war, kennt Erlebnisse, die er hautnah im Sommer oder in der Herbstzeit erfahren hat. Den Wind um die Ohren, der weite Blick – die unendlich lange Strecke vor sich, geht man seinen Trott. Bleibt mit den Gedanken bei sich, meditatives Gehen. Mal ein Schaf vor sich, eine Möwe fliegt aufs Watt hinaus – und im Sommer streifen die Schwalben am Deich hin und her, und für den einen oder anderen ist der Hauch Gottes spürbar. Das Beste was man dort erlebt, ist ein weites Herz und ein klarer Horizont, auf Friesisch : Rüm hart, klaar kiming. Johanna Christansen

Johanna Christiansen, Psycholog. Psychotherapeutin, PIA Riddorf (Foto: Lucas)

Quelle: Kirchliches Wort - Auszug aus den Husumer Nachrichten.

abschied von diakovorstand karl-heinz vorwig

neuer kaufmännischer vorstand martin wilde tritt sein amt an

Karl-Heinz Vorwig ging Ende September 2015 nach über 40-jähriger Tätigkeit im Gesundheitswesen in den Ruhestand. Bis auf vier Jahre, die er in einem niedergelassenen großen Labor in Hamburg verbrachte, hat er sich stets dem Krankenhausmanagement gewidmet; darKarl-Heinz Vorwig unter Einrichtungen in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein und dort zuletzt in der Diakonissenanstalt zu Flensburg (DIAKO). In Flensburg hat er maßgeblichen Anteil an dem Ausbau der DIAKO auf den verschiedensten stationären und ambulanten Versorgungsgebieten in der Region. Einer der Höhepunkte in der Zeit in Flensburg war die Gründung des Klinikverbundes mit dem benachbarten katholischen Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital.

Der Aufsichtsrat der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt zu Flensburg hat zum 1. Oktober 2015 Martin Wilde, bisheriger Geschäftsführer der imland Klinik GmbH in Rendsburg, in den DIAKO-Vorstand als Nachfolger von KarlHeinz Vorwig berufen, Bereits zum 1. Juli hatte Martin Wilde mit seiner Martin Wilde Einarbeitung in der DIAKO begonnen. Martin Wilde hat seit 2007 die Gesundheitseinrichtungen der imland Klinik GmbH mit rund 2500 Beschäftigten geführt. Er hat maßgeblichen Anteil daran, dass sich der imland-Verbund zu einem erfolgreichen Gesundheitsversorger entwickelt hat. Unter seiner Geschäftsführung kletterte der Umsatz von 100 auf 160 Millionen Euro. Die Strukturen der imland GmbH sind mit denen der DIAKO vergleichbar.

13 Jahre hat er als Mitglied des Vorstands die Verantwortung der DIAKO Flensburg mitgetragen, die er nach seinem Amtsantritt in sehr kritischen Zeiten auf einen Konsolidierungs- und Wachstumskurs führte. In der Amtszeit von Karl-Heinz Vorwig stieg der Jahresumsatz der DIAKO von 75 auf 172 Millionen Euro. Die DIAKO wuchs in vielen Bereichen des Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereiches, so kamen in den letzten 13 Jahren viele Einrichtungen in der stationären und ambulanten Altenhilfe sowie im Krankenhausbereich hinzu. Neben seiner Tätigkeit als Vorstand der DIAKO hatte er auch die Geschäftsführung mehrerer Tochterunternehmen der DIAKO inne und war Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Fachkliniken Nordfriesland gGmbH. „Mein größter Wunsch ist die Finanzierung eines Krankenhausneubaus auf dem Gelände der DIAKO“, erklärte Karl-Heinz Vorwig zu seinem Abschied.

Zuvor war Martin Wilde u.a. für die damalige DampHolding als Geschäftsführer der Endo-Klinik in Hamburg und als Geschäftsführer des Martin-LutherKrankenhauses in Schleswig tätig. Unter seiner Leitung gelang die Fusion des Martin-Luther-Krankenhauses mit der Landespsychiatrie Schleswig zum Schlei-Klinikum. „Mit Martin Wilde ist es gelungen, einen hervorragenden Kenner des Krankenhausbereichs in Schleswig-Holstein mit besten Kontakten im Lande für die DIAKO zu gewinnen“, freuten sich Rektor Wolfgang Boten, Vorstandsvorsitzender der DIAKO, und der scheidende Kaufmännische Vorstand Karl-Heinz Vorwig über den reibungslosen Übergang in der Vorstandsarbeit. Der 48-Jährige ist verheiratet, hat zwei Töchter und wohnt in Handewitt. (Texte und Fotos: Michel)

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termine, termine, termine

fortbildungen und seminare

Fortbildungen:

10.02.16

Maligne Adipositas-chirurgische Optionen und Grenzen, Dr. Krause, Klinikum Nordfriesland.

23.03.16

Nichtstoffgebundene Abhängigkeiten: pathologisches Spielen, Hypersexualität, PC/Internetsucht, Dr. Petersen, FKLNF

20.04.16

Psychische Erkrankungen im Alter: Diagnostik und Therapie von Demenz, Depression, Psychose, Dr. Schulz-Du Bois, Helios Klinik Schleswig

Jeweils mittwochs: 15.30 Uhr bis 17 Uhr:

12.02.-13.02. Erfurt

Veranstaltungsort:

20.02.-21.02. Hamburg

07.04. Hamburg

Interkulturelle Kompetenzen in der Psychotherapie

Einwanderer und Flüchtlinge mit traumabedingten und anderen psychischen Störungen

www.dgvt-fortbildung.de

www.bildungsforum -hamburg.com

15.06.-16.06. Heidelberg

11.02-12.02. Berlin

22.02.-23.02. Bielefeld

29. Heidelberger Kongress des Fachverbandes Sucht e.V.

Psychosoziale Versorgung zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Neuere Entwicklungen in der Psychosentheorie

www. psychiatrie.de

www.psychiatrie.de

16.03.-17.03. Berlin

15.03 ÖBiZ, Flensburg

26.04. ÖBiZ, Flensburg

102. Wissenschaftliche Jahrestagung des buss

Patientenverfügung

Klar und effektiver Kommunizieren

www.suchthilfe.de

www.oebiz.de

www.oebiz.de

„Wanderer zwischen den Welten“

Fachkliniken Nordfriesland gGmbH Gammeltoft 8 - 15, A04, Besprechungsraum der PIA 25821 Breklum, OT Riddorf

– Migration und Psychiatrie www.psychiatrie.de

Falls die Veranstaltung außerplanmäßig in einem anderen Raum stattfindet, erfahren Sie dies an der Rezeption im Gebäude A04. Wir bitten um Anmeldung: Telefonisch unter 04671 408 -3001 oder per eMail an: [email protected] Die Akkreditierung der Veranstaltung ist bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein beantragt.

„Sucht bewegt – Zugangswege erweitern“ www.sucht.de

Pflichtfortbildungen Was

Zielgruppe

Datum

Uhrzeit

Arbeitsschutz: Basiswissen

alle Mitarbeiter

09.03.

11:00-12:00 Gelber Therapieraum A05

Monika Knöpfel

Rezeption

Arbeitsschutz:

alle Mitarbeiter

01.06.

11:00-12:00 Gelber Therapieraum A05

Monika Knöpfel

Rezeption

„Tuberkulose, welche Bedeutung hat diese Erkrankung heute? – Wie kann ich mich am Arbeitsplatz schützen?“

Reanimation:

Pflegepersonal Krankenhaus, Rehabilitation und Tageskliniken

10.02.

13:00-16:00

Erste Hilfe: Fortbildung

alle Berufsgruppen

09.03.

8:00-15:00

Erste Hilfe: Grundkurs

Mitarbeiter, deren Erste-Hilfe-Fortbildung länger als 2 Jahre zurückliegt oder die noch nie in Erster-Hilfe ausgebildet wurden.

08.06.

8:00-15:00

Brandschutz*:

Neue Mitarbeiter

13.03.

(nicht für Pflegekräfte)

9:00

Ort

Durchführung Anmeldung

Breklum, OT Ridn.n. dorf (Ort wird noch bekanntgegeben Gelber TherapieMonika raum A05 Braczek (DRK) Gelber TherapieMonika raum A05 Braczek (DRK)

Multifunktionsraum A04, EG

M. Krause

Annelie Schumacher Annelie Schumacher

K. Jochimsen nicht nötig

* die vielen weiteren Termine zum Brandschutz für das Jahr 2016 entnehmen Sie bitte dem QM-Dokument (s.u.). Für alle Einrichtungen und Abteilungen werden i.d.R. mehrere Termine angeboten. Jährliche Fortbildungen sind verpflichtend für alle Mitarbeitenden. Alle Termine sind auf Laufwerk T im Ordner „Pflichtschulungen“ zu finden.

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Ökumenisches Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen (ÖBiZ) Das Bildungszentrum wirkt am öffentlichen Auftrag der Gesundheitsversorgung mit und bietet ein umfangreiches und innovatives Angebot an Aus-, Fort- und Weiterbildung im Sozial- und Gesundheitsbereich an. Weitere Informationen und viele interessante Veranstaltungen für das Jahr 2016 finden Sie jetzt im Internet:

www.oebiz.de

Meldungen über Veranstaltungen, Fortbildungen und Seminare können (frühzeitig) an die Mitglieder des Redaktionsteams gesendet werden (s. Impressum). Kurzfristig gemeldete Veranstaltungen werden auf der Homepage eingetragen: www.fklnf.de.

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fachkliniken nordfriesland gGmbH vernetzt behandeln - therapieerfolg sichern

alles auf einen blick Zentrale & Verwaltung: Fachkliniken Nordfriesland gGmbH Gammeltoft 8-15, 25821 Breklum Tel. 04671 408 -0, [email protected] www.fklnf.de

Wohnangebote und Wiedereingliederung Psychiatrisches Betreuungs-und Pflegezuhause Hohenfelde, Dorfstraße 15, 24257 Hohenfelde, Tel. 04385 5961 -0, [email protected] www.fklnf.de, www.psy-hohenfelde.de Hans Christian Nickelsen Haus - für psychisch kranke und suchtkranke Menschen. Krankenhausweg 3, 25821 Bredstedt, Tel. 04671 408 -5100, [email protected] Hof Tarpfeld - Übergangseinrichtung für Suchtkranke. Barderuper Straße 6, 24963 Tarp, Tel. 04638 -1599, [email protected]

Fachklinik für Psychiatrie und Psychosomatik Krankenhaus: Zentrale Aufnahme und Anmeldung im Gammeltoft 8-15, Gebäude A04, 25821 Breklum [email protected] Belegungskoordination: Telefon: 04671 408 -3410 Sprechzeiten: 8-16 Uhr, im Anschluss sind die Fachabteilungen zuständig (s.u.): Abt. für Allgemeinpsychiatrie: Tel. 04671 408 -3200 Abt. für Abhängigkeitskranke - Entzugsstation Tel. 04671 408 -3400 / -3500 Abt. für Psychosomatik und Psychotherapie Tel. 04671 408 -3600 Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) Riddorf Gammeltoft 8-15, Gebäude A04 25821 Breklum, Tel. 04671 408 -3900, [email protected] Psychiatrische Tagesklinik Mitte Kirchenstraße 7, 25821 Breklum Tel. 04671 408 -3300, [email protected] Psychiatrische Tagesklinik Husum und Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) Husum Theodor-Schäfer-Strasse 1b, 25813 Husum TK: Tel. 04841 66 328 -13, [email protected] PIA: Tel. 04841 66 328 -0, [email protected] Psychiatrische Tagesklinik Niebüll Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) Niebüll Bahnhofstr. 24a, 25899 Niebüll TK: Tel. 04661 93494 -10, [email protected] PIA: Tel. 04661 934 94 -20, [email protected] Fachklinik für Rehabilitation Zentrale Aufnahme Abhängigkeitserkrankungen & Psychosomatik Gammeltoft 8-15, 25821 Breklum, Tel. 04671 408 -4050, [email protected] Adaption Neustadt 99, 25813 Husum Tel. 04841 663 868 0, [email protected]

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Husumer Insel Psychiatrische Nachsorgeeinrichtung, Tagesstätten, Arbeitsprojekte, Eingliederung, Betreutes Wohnen Neustadt 106, 25813 Husum, Tel. 04841 6619 -0, [email protected], www.husumer-insel.de Suchthilfezentrum Schleswig Beratung, Prävention, ambulante Behandlung und Rehabilitation, Beratungsstelle für Spieler, Fachstelle Mediensucht Suadicanistr. 45, 24837 Schleswig, Tel. 04621 4861-0, [email protected], www.suchthilfezentrum-sl.de Fachambulanz Kiel Allg. Drogenberatung, Psychosoz. Betreuung, ambulante Behandlung und Rehabilitation, ambulant betreutes und teilstat. Wohnen, HiKiDra. Boninstraße 27a, 24114 Kiel, Tel. 0431 66846 -0, [email protected], www.fachambulanz-kiel.de Tochterfirmen Medizinisches Versorgungszentrum Kiel - FAK MVZ GmbH - Medizinische Betreuung und Substitutionsbehandlung von opiatabhängigen Menschen Boninstraße 27a, 24114 Kiel Tel. 0431 66846 -0, [email protected] www.fachambulanz-kiel.de FKS - Fachkliniken Service GmbH Gammeltoft 8-15, Gebäude A07, 25821 Breklum Tel. 04671 408 -7000, [email protected] Haus ELIM GmbH Nachsorge, Wiedereingliederung, Übergangseinrichtung, Burger Straße 6, 25554 Wilster Tel. 04823 94 55 -0, Fax -66, [email protected], www.hauselim.de

fachkliniken nordfriesland gGmbH, gammeltoft 8-15, 25821 breklum tel. 04671 408 -0, fax -3809, [email protected], www.fklnf.de