Agrarstudenten auf Hallig-Exkursion

Agrarstudenten auf Hallig-Exkursion

52 Umwelt BAUERNBLATT l 17. Dezember 2011 ■ FH Kiel: Wahlpflichtmodul Naturschutz Agrarstudenten auf Hallig-Exkursion operation zum Schutz der Hal...

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auf dem
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Umwelt

BAUERNBLATT l 17. Dezember 2011 ■

FH Kiel: Wahlpflichtmodul Naturschutz

Agrarstudenten auf Hallig-Exkursion operation zum Schutz der Halligen und der Natur. Zudem wurden die besonderen Aspekte des Lebens dort hervorgehoben, wie zum Beispiel Schulen, Müllabfuhr und Einkunftsarten. Diese Einführung war sehr unterhaltsam.

Der Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Kiel in Osterrönfeld unterrichtet sehr praxisnah. Deshalb sind Exkursionen immer willkommen.ImRahmendesWahlpflichtmodulsNaturschutz,Umweltschutzund Landespflege fand im November 2011 eine Exkursion zu den Halligen Oland und Langeneß im nordfriesischen Wattenmeer statt. Die Teilnahme war freiwillig und die begrenzten Plätze voll belegt. Die Leitung hatte der zuständige Dozent Dr. Holger Gerth. Ziel der Exkursion war es, etwas über das Leben und das Wirtschaften auf den Halligen zu erfahren. Im Vordergrund standen hierbei der Halligund der Naturschutz. An der Küste angekommen, wurde die Gruppe bereits von vielen Nonnengänsen und einigen Kiebitzen begrüßt. Dann wurden am Bauhof Autos gegen eine Lore getauscht und es folgte eine langsame Fahrt durch das Wattenmeer. Nach der Ankunft auf Langeneß war die erste Frage der Studenten, warum die Menschen auf den Halligen leben, denn es war ein kalter und leicht windiger Tag, und das Klima schien noch rauer als auf dem Festland zu sein. Zudem wirkte es auf der Hallig recht einsam. Die Antwort eines Hallig-Bewohners lautete, er sei auf der Hallig geboren und liebe

Landwirtschaft

Auf der Hallig Langeneß erklärt Landwirt Honke Joauf der Hallig hannsen (r.) den Agrarstudenten die besonderen BeNach einer kurzen dingungen für seine Landwirtschaft sowie die Lebensweise der Menschen, denen sie im Wattenmeer aus- Fahrt zur Honkensgesetzt sind. Foto: Dr. Holger Gerth warf gab Landwirt

die schöne Aussicht, außerdem sei man dort ein wenig freier. Er fuhr die Gruppe zum Informationshaus Nationalpark und Biosphäre auf der Rixwarf. Da brachte der Bundesfreiwilligendienstleistende von der Schutzstation Wattenmeer den Studenten die Entstehung der Halligen, die Natur, den Naturschutz und das Leben auf den Halligen näher. Er ging ausführlich auf die Geschichte und die Fluten ein, die die Halligen geprägt haben. Dann erklärte Felix Rosnau seine Arbeit, wobei er die Bedeutung des Lebensraumes Hallig hervorhob. Es gab auch eine Einführung in die länderübergreifende Ko-

Honke Johannsen einen Überblick über seine Betriebsstruktur und klärte die Studenten über die Eigenheiten der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung der Halligen auf. Sehr interessant war hierbei der Umgang mit den Gänsen, die von Anfang März bis Ende Mai viele Grünlandflächen abäsen. Auch die besonderen Prämien wurden angesprochen. Honke Johannsen beschrieb die Probleme der Bewirtschaftung, da ständig mit einer Flut zu rechnen sei. Dabei ging er auch auf die Maßnahmen bei einer solchen ein. Die Pensionstierhaltung, das ist das saisonale Halten von Nutztieren, die vom Festland kom-

men, auf den Salzwiesen und der Transport wurden beschrieben.

Bedeutung des Tourismus Ein Thema war auch die besondere Bedeutung des Tourismus. Weiterhin erklärte Honke Johannsen die ärztliche Versorgung und die Feuerwehr. Die vielen Fragen der Studenten wurden ausführlich beantwortet. In einem kleinen, privaten Museum konnte sich die Gruppe noch ein Bild von dem Leben und Wohnen der Hallig-Bewohner zu früheren Zeiten machen. Bei der Rückfahrt zur Lore wurde allen durchgefrorenen Studenten wieder warm. Mittlerweile verstanden alle, was der Hallig-Bewohner eingangs gemeint hatte. Die Aussicht war wirklich schön, obwohl es an diesem Tag recht nebelig war, und etwas freier schien man hier tatsächlich zu sein. Während der gesamten Exkursion hatten die Studenten einen guten Eindruck von diesem einzigartigen Lebensraum und bekamen ein Gefühl für das Leben auf den Halligen. Vor der Rückfahrt gab es noch einen kurzen Zwischenstopp auf der Hallig Oland, auf der es nur eine Warft gibt. Marina Sancken Studentin Fachhochschule Kiel