Beethoven-Gymnasium 2016

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Beethoven-Gymnasium 2016 1 2 Ein Wort zuvor – ein Blick zurück: In Zeiten zahlreicher Veränderungen und Verunsicherungen freuen wir uns, dass das...

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Beethoven-Gymnasium 2016

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Ein Wort zuvor – ein Blick zurück: In Zeiten zahlreicher Veränderungen und Verunsicherungen freuen wir uns, dass das Schuljahr 2015/16 für das Beethoven-Gymnasium ein ganz normales Jahr war – mit einem Herbstfest, der Weinlese, dem „Tag der offenen Tür“, dem 23. Beethoven-Ball, dem Schüler-Lehrer-Konzert, den „Tanzenden Füßen“, der Aufführung des Unterstufenchores, dem Musical „Alice im Wunderland“, den Tagen der Naturwissenschaft, den Tagen der Mathematik, den Lehrerkonferenzen, Schulkonferenzen, Fachkonferenzen, Zeugniskonferenzen, den Pädagogischen Tagen, Lernstandserhebungen, Zentralen Klausuren, Abiturprüfungen, Klassenfahrten, Skifahrten, Englandfahrten, Studienfahrten und vielem mehr. Aber vor allem haben wir an 196 Schultagen unsere Kinder und Jugendlichen unterrichtet - für uns trotz aller anderen großartigen Ereignisse das Wichtigste und zugleich die größte Herausforderung, täglich aufs Neue. Wie guter Unterricht gelingen kann, haben Experten in vielen Veröffentlichungen immer wieder durchdacht, erkannt und beschrieben. Umso erfrischender ist der Ansatz unseres Kollegen Dr. Josef Boyer, der in einem Diskussionspapier, das Sie in diesem Jahresbericht in Auszügen lesen können, die „normale Klasse“ und die Rolle der Lehrerinnen und Lehrer in das Zentrum rückt, wobei die Frage, was eine normale Klasse sei, gerade heute überaus spannend ist. Kulturelle Vielfalt ist Normalität, auch bei uns, und mehr als in früheren Jahrzehnten. Statistisch gesehen haben bei uns mehr als 30 % der Kinder und Jugendlichen einen Migrationshintergrund. Ich sage absichtlich statistisch, weil wir sie nicht als solche wahrnehmen. Sie sind unsere Kinder und Jugendlichen, sie haben keinen besonderen Status, sie werden nicht mehr oder weniger gefördert, sie sind Teil unserer Gemeinschaft, ganz selbstverständlich. Und wenn jemand Hilfe braucht, dann bekommt er sie, und wenn er oder sie sich schlecht benimmt, dann folgen Konsequenzen, ganz gleich wie die Herkunft, die Hautfarbe, das Aussehen sind, ob grün, weiß, schwarz oder kariert. Und so sollte es sein, ein erstrebenswerter Zustand, selbst wenn ich zugeben muss,

dass es bei uns Sprüche, Anfeindungen, auch Kränkungen, Beleidigungen, vielleicht Vorurteile gibt, gegen die wir arbeiten und kämpfen. Wir sind keine heile Welt, aber wir versuchen, nicht wegzuschauen, und stellen uns den Problemen jeden Tag. „Eine Klasse kann nur funktionieren, wenn die Lehrerin und der Lehrer wirklich in sich empfinden: Es ist gut, dass die Kinder da sind; die Kinder sind grundsätzlich schwer in Ordnung; es ist schön und spannend, sie zu erleben; das Leben ist letzten Endes köstlich und wird in der Schule an die nächste Generation weitergegeben. In unserer pluralistischen Gesellschaft sollte eine humanistische, an den Menschenrechten orientierte Ausrichtung, die nicht ideologisch, sondern funktional gedacht wird, Basiskonsens sein. Wir gehen human miteinander um und üben das täglich aufs Neue ein, weil damit jeder am besten zurechtkommt, das Zusammenleben am angenehmsten gelingt und die besten sachlichen Arbeitsergebnisse erzielt werden können,“ so formuliert es Josef Boyer, und wie wunderbar, wenn es uns gelingt, Kinder in diesem Sinne zu unterrichten und zu begleiten. Diesen Herausforderungen haben wir uns auch im vergangenen Schuljahr mit Freude und Überzeugung gestellt und gemeinsam, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, hilfreich unterstützt durch die Eltern, manches Ziel erreichen können. Ich danke allen Schülerinnen und Schülern, allen Kolleginnen und Kollegen, allen Eltern, allen Mitarbeitern des Silentiums, der Jugendfarm Beuel, dem Mensateam und unseren Hausmeistern, allen, die sich auch in diesem Jahr so vielfältig in unserer Schule engagiert haben. Besonders herzlich danken möchte ich Frau Bedke, die diesen Jahresbericht wieder wunderbar gestaltet hat, und unseren Pensionären Frau Spancken und Herrn Schieweck, die es sich trotz Ruhestands nicht nehmen ließen, die Texte zu redigieren und die Chronik zu schreiben. Danke!

Renate Giesen, Schulleiterin

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Chronik des Schuljahres 2015/2016 August/September

Im Anfang war das Wort. Dies gilt nicht nur für Weltenanfänge, sondern auch für Schuljahresanfänge, beginnen sie doch in aller Regel mit Konferenzen. So waren auch am Montag, dem 10. August, das 66-köpfige Stammkollegium (36 weibliche Mitglieder, 30 männliche, aber vermindert um einen Kollegen im Sabbatjahr (Herr Schmeling) und fünf Kolleginnen in Elternzeit), des Weiteren acht Referendarinnen und Referendare sowie sechs Vertretungslehrerinnen und –lehrer aufgerufen, an der ersten allgemeinen Lehrerkonferenz und den nachmittäglichen Klassenteamsitzungen teilzunehmen. Neu im Ensemble waren Frau Kiesewetter (Französisch und Mathematik), Frau Wallraff (Deutsch und Katholische Religion), Herr Birnbaum (Biologie und Chemie), Herr Trapp (Deutsch und Geschichte) und Herr Zwirner (Sport und Sozialwissenschaften), mit einer Festanstellung, als Vertretungskräfte empfahlen sich Frau Klaus (Englisch), Herr Dr. Koch (Chemie) und Herr Stutz (Kunst). Die Schülerinnen und Schüler (sofern keine Nachprüflinge) konnten noch zwei letzte Ferientage genießen, um dann am 12. August, dem offiziellen Schulbeginn, mit umso größerem Schwung den Weg zum Beethoven-Gymnasium einzuschlagen. 119 neue Fünfer erlebten den großen Tag ihrer „Einschulung“ am BG mit einem feierlichen Programm in der Aula, die übrigen Schülerinnen und Schüler konnten sich mehr oder weniger routiniert dem neuen Schuljahr stellen. Insgesamt besuchten in diesem Schuljahr 924 Schü-

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lerinnen und Schüler das BG (471 männlich, 453 weiblich), davon 556 in der Sekundarstufe I (281 Jungen und 275 Mädchen), 368 in der Sekundarstufe II (190 männlich, 178 weiblich). Wer einen wachen Blick in die ihn umgebende Lebenswelt warf, bemerkte vielleicht, dass der Einzelhandel noch nicht das Weihnachtsgebäck in die Verkaufsregale eingeräumt hatte – ein untrügliches Zeichen für den sehr frühen Beginn des Schuljahres 2015/2016. Das Schuljahr war noch sehr jung, als bereits erfreuliche Meldungen über Auszeichnungen und Preisverleihungen zu verkünden waren: Der Facharbeit von Johannes Götz (aus der Jahrgangsstufe Q2) war im Wettbewerb um die Dr. Hans Riegel-Fachpreise „von einer Jury aus renommierten Wissenschaftlern der Universität Bonn“ der 1. Platz im Fach Physik zugesprochen worden. Die feierliche Übergabe des Preises (in Höhe von 600 Euro) erfolgte am 19. August im Bonner Universitätsforum. – Einen weiteren 1. Platz – diesmal auf dem Felde des Sports – erzielte das Tennis-Mädchenteam des BG (Jahrgang 1999 – 2002), als es die Tennis-Schulmeisterschaften der Bonner Schulen für sich entschied. (September) – Ferner hatten 26 Schülerinnen und Schüler aus den Stufen 9 bis Q1 an den DELF-Prüfungen des Institut Français teilgenommen und sie alle „mit Bravour gemeistert“. Zum Anfang des Schuljahres nun bekamen sie ihre Zertifikate von der Schulleiterin Frau Giesen mit viel Lob ausgehändigt. „Universitäres Flair“ (so auf der Homepage nachzulesen) hielt Einzug ins BG, als Privatdozent Dr. Jürgen Nelles für die Schülerinnen und Schüler der Stufe Q2 eine germanistische Vorlesung über Kafka hielt. Der geheimnisvolle Titel der Aula-

Veranstaltung: „Franz Kafkas labyrinthische Welten“. (3.9.) Im Medienworkshop „Schlau durchs Netz“ erfuhren die Klassen 6 durch Medienstudentinnen der Rheinischen Fachhochschule Köln eine besondere Ertüchtigung im Umgang mit dem Internet. Insbesondere erlernten sie Methoden einer erfolgreichen Recherche sowie Verhaltens- und Vorsichtsregeln für den Dschungel des World Wide Web.(7.9., 15.9. und 23.9.) Die Kultur, die Natur und die Geschichte Perus standen wieder im Fokus des Peruanischen Tags, eines Projekttages für die Stufe 5. Auch die besondere Beziehung zu dem Andenland aufgrund der Schulpartnerschaft mit dem Colegio Ludwig van Beethoven in Arequipa wurde natürlich vor Augen geführt, desgleichen bestand die Möglichkeit, Bekanntschaft mit Rosito, dem Lama-Stofftier, zu machen. (8.9.) Name und meteorologische Wirklichkeit befanden sich – fast möchte man sagen: endlich einmal – vollkommen im Einklang: Das Spätsommerfest entsprach mit Blick auf das Wetter genau den Erwartungen an einen schönen Spätsommertag und war unter diesen günstigen Bedingungen geprägt von einem großen Besucherandrang und fröhlicher Geselligkeit auf dem mit Sitzbänken und einem Getränkewagen aufgerüsteten Schulhof. Der Umsatz an Getränken aller Art florierte und stimmte die Gastgeber höchst zufrieden. Doch galt es zunächst natürlich, die Verkaufsstände im Inneren des Gebäudes zu entdecken, wo die einzelnen Klassen unter dem thematischen Oberbegriff „Asien“ eine Vielzahl von Angeboten unterbreiteten, z. B. südkoreanischen Kuchen und Tee, Tattoos mit chinesischen Schriftzeichen oder kunstvoll geformtes Papier (gemäß den Regeln von Origami, der japanischen Kunst des Papierfaltens). Daneben bot sich auch ein Fototermin mit Rosito an, dem bereits erwähnten Lama-Stofftier der Peru-AG, oder die Teilnahme an einer Weinversteigerung. Ein Sponsorenlauf der Klassen 5 gehörte ebenso zum traditionellen Repertoire wie die Ruder-Regatta

auf dem Rhein. Etwa 4500 Euro wurden eingenommen und zu einem großen Teil der Partnerschule in Peru und Erdbebenopfern in Nepal gespendet. (11.9.) Aufgrund der verstärkten Praxisorientierung in der reformierten Lehrerausbildung waren im Lehrerzimmer des BGs seit geraumer Zeit vermehrt sehr junge und in der Regel sehr freundliche und sehr aufgeschlossene Gäste anzutreffen, die ihr Eignungs- und Orientierungspraktikum absolvierten. Im laufenden Jahr konnte das Beethoven-Gymnasium zum ersten Mal auch drei Studentinnen im Praxissemester begrüßen. (15.9.15 – 29.01.16) Einen weinbaukundlichen Superlativ unserer Schule konnte der General-Anzeiger Ende Septembervermelden: „die schnellste […] Weinlese, die das Beethoven-Gymnasium seit 33 Jahren erlebt hat.“ Der Grund für die große Eile im schuleigenen Weinberg in der Rheinaue lag allerdings nicht in besonderem sportlichen Ehrgeiz des Leseteams, sondern in der beschleunigenden Wirkung von strömendem Regen. Trotz der Kürze des Arbeitseinsatzes war der Ertrag gut – es wird mit rund 250 Litern des Labels Vinea Domini Archigymnasii Bonnensis gerechnet. (23.9.) Einen glänzenden Sieg errang das Beethoven-Gymnasium im Bonner Mathematikturnier, welches vom Hausdorff Center for Mathematics der Bonner Universität ausgerichtet wurde. Unter 56 angetretenen Schulen hatte sich das BG-Team mit 780 erreichten Punkten (von 1000 möglichen) vor dem Zweitplazierten mit 657 Punkten in höchste Höhen emporgeschwungen. Die glücklichen Sieger: Urs Flock (Q2), Adrian Fritsch (Q1), Tim Langschwager (Q2), Elbrus Mayer (Q1) und Tim Schöberl (Q2). (25.9.). Die Studienfahrten der Jahrgangsstufe Q2 führten in der letzten Woche vor den Herbstferien wieder zu erlesenen

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europäischen Destinationen: So machten sich die Leistungskurse Geschichte auf nach Breslau und Krakau, der LK Griechisch wandelte auf den Spuren antiker Stätten in Griechenland, drei gemischte Gruppen schließlich erkundeten Avignon und die Provence, London und Oxford sowie last but not least das schöne Prag. (26.9. – 2.10.) Schon seit einiger Zeit zeichnete sich ein neues Projekt am schulministeriellen Horizont ab: die Potenzialanalyse. Schülerinnen und Schüler sollen durch verschiedene von einem außerschulischen Träger durchgeführte Tests ihre „Potenziale im Hinblick auf die Lebensund Arbeitswelt“ entdecken. Auf eine solche (ganztägige) Entdeckungsreise gingen nun zum ersten Mal am BG die Klassen 8 und absolvierten ein Potpourri aus Konzentrationsübungen am Computer, Präsentationen in der Gruppe, fröhlichem Laubsägen und kooperativen Spielen wie etwa Turmbau im Team. Im nachträglichen Erfahrungsaustausch bezweifelten die Eltern die Effektivität und die Angemessenheit der praktizierten Tests im Blick auf die Erfordernisse des Gymnasiums (monierten aber nicht – dem Himmel sei Dank – die ministeriell immer wieder betonte Geschlechtersensibilität). (28.9. und 29.9.)

Oktober/November Als Schüler wie Lehrer am Montag, dem 19. Oktober, überwiegend gut erholt und wohlgemut aus den Herbstferien ans BG zurückkehrten, erwartete sie eine schreckliche Nachricht: Der überaus beliebte Lehrer und langjährige Kollege Johannes Meyer lag nach einem Badeunfall während des Urlaubs im Koma und verstarb wenig später, am Mittwoch, dem 21. Oktober. Allenthalben herrschten Fassungslosigkeit und Ent-

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setzen; in Tränen aufgelöste Schülerinnen und Schüler bevölkerten den Pausenhof und das Aulafoyer. Ein Kondolenzbuch, welches in der Bibliothek ausgelegt war und später der Familie überreicht wurde, ermöglichte allen Angehörigen des Beethoven-Gymnasiums einen letzten Gruß zu formulieren. Mit einer Gedenkfeier in der Kreuzkirche, am 4. November, nahm das Beethoven-Gymnasium offiziell Abschied von Johannes Meyer, der 35 Jahre lang ein Mitglied des Kollegiums gewesen war. In Gebeten, Fürbitten und Kirchenliedern, unterstützt von Lehrerchor, Schulchor und Schulorchester, brachten die Anwesenden im voll besetzten Kirchenraum ihre Trauer zum Ausdruck; daneben aber erinnerten auch einige von Schülern vorgetragene lustige Anekdoten an die stets heitere bis schelmische Wesensart ihres verstorbenen Lehrers. Die Beisetzung durch die Familie erfolgte schließlich – begleitet von vielen Kollegen und Weggefährten – am 21. November im Friedwald Bad Münstereifel. Mit einem Benefizkonzert in der Aula der Universität Bonn feierte die Peru-AG das 30-jährige Jubiläum der Schulpartnerschaft zwischen dem BG und dem Colegio Ludwig van Beethoven in Arequipa. Das Bonner Jugend-Sinfonieorchester trug zur Würdigung dieser Partnerschaft mit der neuen Welt natürlich Antonin Dvoráks neunte Sinfonie vor: „Aus der neuen Welt“. (25.10.) Alle Ohren waren hochgradig gespitzt, als am 29. Oktober in der vollbesetzten Aula wieder zum Schüler-Lehrer-Konzert aufgespielt wurde. Schüler aller Stufen, häufig als Solisten oder im Duo, aber auch in größeren Ensembles auftretend (wie dem Unterstufenchor, dem Unterstufenorchester sowie dem Mittel- und Oberstufenorchester) gestalteten im Zusam-

menwirken mit dem Lehrerchor und einzelnen Lehrerduos einen hinreißenden und äußerst anspruchsvollen musikalischen Abend. Wenn es auch logisch unmöglich sein mag, so war es doch erlebte Realität: Ein Superlativ jagte den nächsten. So sangen zwei Solistinnen aus der Stufe 6 ganz ohne Instrumentalbegleitung und ohne elektronische Verstärkung Amazing Grace respektive ein ungarisches Volkslied. Im zweiten Teil der Aufführung faszinierten glänzende Virtuosen mit vollendet vorgetragenen klassischen Werken, etwa von Liszt und Beethoven. Der Beifall war tosend – ein großartiger Musikabend! In drei Gruppen mit unterschiedlichen Einzelzielen aufgeteilt, machte sich das Kollegium an seinem Fortbildungs- und Ausflugstag auf die Reise nach Köln. Der dreigliedrigen Zielauswahl lag vermutlich ein Konzept der klassischen Anthropologie zugrunde, wonach der Mensch zum einen ein körperliches Wesen ist, zum anderen seine Seele ein oberes und unteres Begehrungsvermögen besitzt: Dem Aspekt der Körperlichkeit wurde durch die Besichtigung des Deutschen Sport & Olympia Museums entsprochen, der Besuch des Schokoladenmuseums tangierte besonders das untere Begehrungsvermögen, der des kulturkundlichen Rautenstrauch-Joest-Museums hingegen das obere. (30.10.) Offene Türen? – Angesichts erheblich erhöhter Brandschutzbestimmungen scheinen sie kaum mehr genehmigungsfähig zu sein; dennoch konnte der Tag der offenen Tür am BG wieder in der gewohnten Weise stattfinden. Der Duft von frischen Waffeln im Aula-Foyer bildete erneut den sinnlichen Auftakt für den traditionellen Dreischritt von Unterrichtsmitschau, „Schnupperunterricht“ und Besichtigung von Fach- und Klassenräumen mit entsprechenden Präsentationen. Hier stellten sich die Naturwissenschaften wieder in bekannter Virtuosität vor, die Biologen etwa durch Experimente zur DNA-Isolation und die gnadenlose Konfrontation des Besuchers mit Schnecken, Asseln und Würmern; die Chemiker beeindruckten durch Mehlstaub-Explosionen und CO2-Raketen (auf der Basis von Backpulver und Essig), die Physiker hatten einen Stirlingmotor angeworfen und visualisierten Töne am Oszilloskop. Unter dem Motto „Aus der Dunkelheit kam das Licht“ wurden des Weiteren mittels Dampferzeuger und Prismen in einem dunklen Raum magische Lichtspiele inszeniert. Auch die Spra-

chen machten auf sich aufmerksam und präsentierten Lehrwerke, Kulturkundliches oder Informationen zu den laufenden Schüleraustauschen. Im Fach Englisch fanden natürlich auch die Royals eine angemessene Berücksichtigung. (7.11.) Als Boten des Südens stattete im traurigen Monat November eine Gruppe italienischer Austauschschülerinnen und –schüler aus Parabiago (bei Mailand) dem Beethoven-Gymnasium ihren Gegenbesuch ab. Der Vorbesuch hatte im letzten Schuljahr stattgefunden. (9.11. – 16.11.) Als MINT - freundliche Schule war dem Beethoven-Gymnasium die Teilnahme seiner Informatik-Schülerinnen und -schüler am internationalen Informatik-Biber-Wettbewerb natürlich eine Herzensangelegenheit (9.11.), ebenso die Beteiligung der so genannten Mathe-Asse an der Regionalrunde der 55. Mathematik-Olympiade, die mit zwei ersten Plätzen für Urs Flock (Q2) und Elbrus Mayer (Q1) und damit ihrer Qualifikation für die Landesrunde sehr erfolgreich ausfiel (12.11.). MINT - relevant war auch der Tag der Naturwissenschaften bei der DLR (dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt), jeweils für die Klassen 7 und die Stufe EF (16.11. – 20.11.) Genau am 11.11., also mit dem Beginn der fünften Jahreszeit im Rheinland, brach der GTV (der Gymnasiale Turnverein) zu seiner jahrgangsübergreifenden Jahresfahrt nach Brohl-Lützing auf. Karnevaleske Anekdoten sind allerdings nicht überliefert. (11.11. – 13.11) Genau 200 Jahre nach dem Wiener Kongress und dem ihm anhaftenden geflügelten Wort „Le congrès danse“ hieß es am 28. November (in etwas bescheideneren Dimensionen) wieder: „Le lycée Beethoven danse“. Ein festlich gekleidetes Publikum strömte in ein festlich geschmücktes Brückenforum zum 23. BG-Ball und machte von seiner Tanz- und Kommunikationskompetenz ausgiebig Gebrauch. Die legendäre Mitternachtsshow schließlich gab allen Anwesenden eine tänzerische Vorstellung von Schule, wie sie progressiver nicht gedacht werden kann: Facility Management, flexibles Medien-Management, Kommunikation mit Leidenschaft waren nur einige der aufleuchtenden Leitbegriffe, all dies natürlich unter skrupulöser Beachtung von gender mainstreaming.

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Dezember/Januar Nachdem das Nikolausfest auf einen Sonntag gefallen war, konnte der schuleigene Nikolaus erst am Montag, dem 7. Dezember, den Klassen 5 seine Aufwartung machen und lobend wie mahnend auf die jungen Seelen einwirken. Ein außergewöhnlich gutes Ergebnis erbrachte die Weihnachtstombola der Peru-AG, wohl auch wegen der großzügigen und hochwertigen Spenden, die als Preise verlost werden konnten. 1800 Euro wurden eingenommen, die zur Hälfte nach Peru flossen, zur anderen Hälfte der Flüchtlingshilfe vor Ort zugute kamen. (10.12.) Es droht im Ansturm der digitalen Datenströme unterzugehen, erlebte aber am 11. Dezember noch einmal eine Sternstunde: das Vorlesen. Im Vorlesewettbewerb der Stufen 5 und 6 errang Laura Körner aus der Klasse 6C nach einer mitreißenden Rezitation den ersten Preis. Einer alten Tradition folgend, versammelten sich zum Ausklang des Jahres wieder Lehrer und Schüler im Aula-Foyer, um – begleitet von Chor und Orchester – inbrünstig klassische Weihnachtslieder zu singen. (23.12.) Wie sein (tendenzieller) Namensvetter Friedrich Nietzsche brillierte auch Tonio Nitsche aus der Jahrgangsstufe Q2 im philosophischen Essay und qualifizierte sich im Bundes- und Landeswettbewerb Philosophischer Essay für die Teilnahme an der Philosophischen Winterakademie in Münster. (13.1.) Berlin ist auch dem Beethoven-Gymnasium seit vielen Jahren stets eine Reise wert; die diesjährige Fahrt der Q2 war – wie dem Fahrtenbericht der Abizeitung zu entnehmen ist – durch eisige Temperaturen, aber wärmende soziale Beziehungen gekennzeichnet, daneben natürlich ebenso durch aufschlussreiche Erkundungen zur neuesten deutschen Geschichte und Zeitgeschichte. (16.1. – 20.1.) Tage der Mathematik in den fünften und achten Klassen stärkten erneut den kombinatorischen Geist der Lernenden und

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das MINT-Profil der Schule. (Stufe 5: 18.1., Stufe 8: 22.1.) Während ihres zweiwöchigen Betriebspraktikums nahm die Jahrgangsstufe EF wieder Abstand vom gewöhnlichen Schulunterricht und stürzte sich in das sogenannte wahre Leben außerhalb der Schulmauern. Arztpraxen und Anwaltskanzleien wurden natürlich frequentiert, aber auch Berufsfelder wie „Kirche“, „Bäckerei/Hotel/Café“ oder „Auto, Motor und Sport“ kamen zum Zuge. Man hielt die Augen offen und machte seine Erfahrungen, denn schließlich will man nicht später einmal mit Grabbe ausrufen müssen: „Einmal auf der Welt und dann ausgerechnet als Klempner in Detmold“. (18.1. – 29.1.) Am 27. Januar versammelte sich die Sekundarstufe II erneut in der Aula zu einer Holocaust-Gedenkveranstaltung. Schülerinnen und Schüler der Geschichtskurse stellten ausgewählte Biographien von Opfern vor, um an deren leidvolle Lebenswege zu erinnern, und kontrastierten sie mit biographischen Skizzen von Tätern. Eine Grunderfahrung der Neuzeit ist laut dem Soziologen Hartmut Rosa die „ungeheure[…] Beschleunigung der Welt und des Lebens“. – Wie gut, dass es die Besinnungstage gibt, die vom 28. bis zum 30. Januar wieder in der Bildungsstätte Steinbachtalsperre für Schülerinnen und Schülern der Q2 stattfanden. Nach dem Gewinn der Bonner Stadtmeisterschaft im November zeigte das Basketballteam des BGs auch in der Finalrunde des Regierungsbezirks Köln eine formidable Leistung. Lediglich der Mannschaft eines veritablen Basketball-Internats musste es sich geschlagen geben und erlangte insgesamt einen überaus ehrenvollen zweiten Platz. (3.2.)

Februar/März Zeitlich geschickt, genau am Aschermittwoch, trafen die Austauschschülerinnen und –schüler des Lycée Stanislas aus Paris in Bonn ein und konnten darauf rechnen, dass die gröbsten Tollheiten des Karnevals vorüber waren und die Rheinländer sich wieder auf dem Wege zurück zum bon sens befanden. (10.2. – 17.2.) „Tanzende Füße. Fröhliche Grüße!“, hießen die Moderatoren am 18. und 19. Februar wieder das Publikum in der Aula willkommen zur legendären Tanzshow des BG, den 17ten Tanzenden Füßen in 32 Jahren. Die Klassen 6C und 9C sowie drei Oberstufenkurse führten erneut kunstvoll vor, was Mobilität auf zwei Beinen bedeuten kann. Die Sechser etwa gestalteten mit rhythmischen oder tänzerischen Zwischenspielen die Übergänge zwischen den Hauptnummern leicht und spielerisch, zwei vorzügliche Solo-Darbietungen versetzten die Zuschauer in staunende Bewunderung; im Vordergrund aber standen Gruppen-Auftritte mit anspruchsvollen thematischen Umsetzungen, etwa eine Tanzgeschichte, die vom Walzer bis zum Irish Dance verschiedenste Tanzarten präsentierte, eine tänzerische Darstellung der Arbeitswelt oder die choreographische Interpretation des Gedichts Unaufhaltsam von Hilde Domin, welche die fatale Wirkung eines bösen Worts vor Augen führte. Ein Can Can in einer nicht frivolen Fassung beendete wie immer einen grandiosen Tanzabend – ein riesengroßer Beifall war selbstverständlich garantiert. Inzwischen begann wieder die Skisaison am Beethoven-Gymnasium und die Klassen 7 und 8 machten sich (sukzessive und jeweils paarweise) auf den Weg nach Hirschegg im Kleinwalsertal. (7B und 7C: 19.2. – 26.2.; 7A und 7D: 26.2. – 4.3.; 8A und 8D: 4.3. – 11.3.; 8B und 8C: 11.3. – 18.3.) Im Rahmen eines Zeitzeugengesprächs zum Gedenken an den Holocaust hielt der Journalist und Buchautor Peter Finkelgruen in der Aula einen bewegenden Vortrag über seinen Lebens-

weg. Zwar nicht direkt der Verfolgung ausgesetzt, war sein Leben doch indirekt vom Trauma des Holocaust stark geprägt, war doch sein Großvater im Konzentrationslager umgebracht worden, seine Großmutter zeitweise in Auschwitz interniert. Darüber hinaus musste er mit seinen Eltern unter prekären Verhältnissen im jüdischen Ghetto von Shanghai (unter japanischer Besatzung) leben und überleben. Über Prag und Israel kam er schließlich nach Deutschland und erforschte seine Familiengeschichte und das begangene Unrecht. Zwei Ratschläge gab er den wissbegierigen Teilnehmern der Veranstaltung mit auf den Weg: Sich immer selbst informieren und nichts ungeprüft glauben. (23.2.) Der pädagogische Tag des Kollegiums kreiste um das Oberthema Kommunikation und wurde von Referentinnen und Referenten der Lehrerakademie im Querenburg-Institut gestaltet. Ob dabei auch Nachhaltigkeit durch elaborierte Authentizität verwirklicht wurde, wie es die „Firmenphilosophie“ verspricht, mag der Urteilskraft eines jeden Einzelnen überlassen bleiben. Auch in der Landesrunde der 55. Mathematik-Olympiade schlugen sich die BG-Teilnehmer bravourös: Urs Flock belegte einen zweiten Platz, Elbrus Mayer sogar einen ersten und war damit für die Bundesrunde nominiert, wofür er von der Bonner Landtagsabgeordneten Renate Hendricks mit einem Glückwunschschreiben bedacht wurde. (27.2.) Die rheinische Lebensweisheit Et kütt, wie ett kütt zitierend, legte Hila Wahabzahda (Jahrgangsstufe EF) im Wettbewerb Jugend debattiert äußerst eloquent die Notwendigkeit dar, Dialekte auch in der Schule erlernen zu können. So kam es, wie es kommen musste, und Hila erlangte den zweiten Platz im Regionalfinale (in der Altersklasse II). Gar den ersten Platz belegte ihre Mitkandidatin Elisa Brohl (Klasse 8D) in der Altersklasse I.

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Beide Finalistinnen waren damit für die Landesebene nominiert. (2.3.) Kurz vor den Abiturprüfungen schickte sich die Jahrgangsstufe Q2 an, einen großen Fußabdruck im kulturellen Leben des Beethoven-Gymnasiums zu hinterlassen und gleich zwei Großveranstaltungen innerhalb einer Woche in der Aula zur Aufführung zu bringen. Ein Musikabend am 4. März leitete die Kulturoffensive ein; klassische Musik, etwa von Bach, von Liszt, von Mendelssohn Bartholdy, bildete dabei den einen Schwerpunkt der herausragenden Darbietungen, den anderen markierten Lieder und Songs, zum Teil an der Gitarre vorgetragen. Im Übrigen wurde dem staunenden Publikum mit bewundernswerter Meisterschaft eine Marimba vorgeführt – wie zu erahnen, keine Giftschlange, sondern ein Musikinstrument (welches einem Xylophon ähnelt). Nur sechs Tage nach dem höchst vergnüglichen Musikabend, am 10. März, folgte die eigentliche Stufenshow der Q2 unter dem Titel „Ist das Kunst oder kann das weg?“ Um es gleich vorwegzunehmen: Nichts konnte weg, bot doch die Talentshow (so die offizielle Selbstbezeichnung) ein Feuerwerk sprühender Ideen in unterschiedlichsten Formaten. So verliehen Diashows den Stufenfahrten bildliche Präsenz, der Rhythmus eines selbst komponierten hitverdächtigen Raps sprang bald auf das Publikum über, der Stufenchor trat auf, der Stufentanz wurde dargeboten, der Stufenfilm vorgeführt. Sketche und Poetry Slam durften natürlich nicht fehlen, auch die Lehrer hatten einen märchenhaften Auftritt: „Es war einmal …“. Beim Ka Mate Haka, einem rituellen Tanz der Maori, durften die Akteure noch einmal Mann im emphatischen Sinn des Wortes sein. Eine launige Jury schließlich kommentierte gekonnt und mit nicht versiegender Komik das Geschehen. Ein überwältigen-

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der Beifall würdigte den rundherum gelungenen Abend. Fast im gleichen Zeitraum, jedoch in unterschiedlichen Richtungen vollzogen sich Austauschbewegungen zwischen der germanischen und der romanischen Welt: Während die italienischen Austa u s c h s c h ü l e r i n n e n und –schüler aus Parabiago bei Mailand ihre Pendants aus der Stufe Q1 in Bonn besuchten, machten sich zwei frankophile Schülergruppen aus der EF mit den Zielen Paris (und dort Lycée Stanislas) sowie Meaux auf den Weg nach Frankreich. (Italienaustausch: 10.3. – 17.3.; Französischaustausch: 12.3. – 19.3.) Nach dem Informatik-Biber-Wettbewerb im November traten am 17. März Schülerinnen und Schüler der Stufen 5 bis 12 zum Känguru-Mathematik-Wettbewerb an. Eine Vorliebe für putzige Tiere scheint Informatikern und Mathematikern gemeinsam zu sein. An ihrem letzten Unterrichtstag, dem Tag des so genannten Abi-Gags, bot die Stufe Q2 einen besonderen Mobilitäts-Service an. Sie holte ihre beiden Jahrgangsstufenleiter, Frau Meinert und Herrn Günther, in Plittersdorf am Rheinufer ab und transportierte sie in GRV-Ruderbooten sanft über den Strom gleitend bis zum Beethoven-Gymnasium. Die Verlesung eines Manifests, eine Aufführung des Stufentanzes, ein Rap und eine Preisverleihung (unter anderem wurden die „hotteste“ Lehrerin und der „hotteste“ Lehrer geehrt) hielten dann das auf dem Schulhof versammelte Publikum bei Laune. Es folgten die obligaten, diesmal eher kurz bemessenen lustigen Lehrerspiele, dann begannen die Osterferien.(18.3.)

April/Mai Tierisch gut verliefen, salopp gesagt, wieder die Erlebnistage auf der Jugendfarm Beuel für die Klassen 5. Die jungen Schülerinnen und Schüler hatten hier vor allem Gelegenheit, die vielen Tiere – von Pferden über Schweine und Ziegen bis hin zu Gänsen und einer Pute – kennen zu lernen, zu füttern und zu versorgen. Auch ein Bauspielplatz lockte zu eher nicht unterrichtstypischer Tätigkeit. (5D: 5.4.; 5B: 6.4.; 5C: 20.4.; 5A: 22.4.) Ein neues Format am Beethoven-Gymnasium trat ans Licht der Öffentlichkeit: Der Tag der jungen Petitionen. Auf Anregung des Bonner Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber organisierten sich am 8. April die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen in Workshops (nach Vorbereitung in den Politikkursen) und machten sich daran, Petitionen zu diskutieren und zu entwerfen. Neben Herrn Kelber standen ihnen drei weitere hochkarätige Experten aus der Politik zur Seite: Stefan Schwartze, Obmann des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages, Bernhard „Felix“ von Grünberg, Mitglied des Petitionsausschusses des Landtags NRW, sowie Gabi Klingmüller, Vorsitzende des Bürgerausschusses der Stadt Bonn. (8.4.) Eine weitere Erfolgsmeldung machte die Runde: Unter den fünf teilnehmenden Teams des BGs erreichte eine Mädchenstaffel beim Schulmarathon Bonn den zweiten Platz. Damit konnte zum ersten Mal ein schuleigenes Team an der offiziellen Siegerehrung teilnehmen, die diesjährig am 7. Juli auf dem Ausflugsschiff Moby Dick stattfand. (Marathonlauf: 10.4.) Bereits im April machte sich die Klasse 9C auf den Weg über den Kanal nach Tunbridge Wells zum Schüleraustausch mit The Skinners‘ School. Sie bildete damit die Avantgarde, der Tross von 9D, 9A und 9B folgte im Mai mit England-Studienfahrten

zu den Reisezielen Hythe oder Oxford. (9C: 14.4. – 23.4.; 9D (nach Hythe): 7.5. – 13.5.; 9A u. 9B (nach Oxford): 29.5. – 3.6.) Am 28. April bestimmte wieder der Girls‘ und Boys‘ Day die geschlechtersensible Tagesordnung. Mädchen und Jungen der Stufe 8 bekamen die Gelegenheit, einen Einblick in Berufsfelder zu erlangen, die als eher untypisch für das eigene Geschlecht gelten. Die Schüleraustausche mit der romanischen Welt traten in ihre zweite Phase: Während die deutsche Italienisch-Gruppe zum Gegenbesuch nach Parabiago ans Liceo Cavalleri reiste (5.5. – 12.5.), kamen liebe Gäste aus Meaux bei Paris für eine Woche nach Bonn (6.5. – 13.5.). Eine Begegnung mit einem erheblichen „Promifaktor“ war der Klasse 6A im School Lab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) beschieden, als sie dort mit Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich zusammentraf. Vier Schülerinnen und Schüler erklärten der Kanzlerin, welche sich„sehr interessiert“ zeigte und auch Zwischenfragen stellte, ein Experiment zur Kometensimulation. „Aufregend und spannend“ verlief der Tag nach eigenem Bekunden. (18.5.) Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V. (DPG) ist die größte physikalische Fachgesellschaft der Welt und sie ist durch die Neumitglieder Matthias Gessinger, Erik Pagenkopf und Mielad Sabzehi sowie den Buchpreisgewinner Johannes Götz (alle aus der Stufe Q2) noch ein wenig angewachsen. Diese haben aufgrund exzellenter physikalischer Leistungen eine kostenlose (einjährige) Mitgliedschaft in der ehrwürdigen und illustren Institution erhalten. (31.5.)

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Juni/Juli Anfang Juni fielen im Schulgebäude eine Reihe von Plakaten mit dem bedeutungsschwangeren Titel auf: „So spielt das Leben“. Wer nun näher erfahren wollte, wie das Leben denn so spielt, der begab sich am 8 Juni in die Aula des BGs und ließ sich klangvoll belehren. Die musikalischen Ensembles des Beethoven-Gymnasiums – das Unterstufenorchester, das Mittel- und Oberstufenorchester, der Mittel- und Oberstufenchor sowie die Big Band – hatten sich vereint und luden zum Konzert (nur der Unterstufenchor war ausgenommen, er verfolgte ein eigenes Musical-Projekt). Die existentielle Dimension, die im Titel anklang, spiegelte sich in manchen Themen wider wie etwa Hochzeit, Freundschaft und Tod, teils klassisch dargeboten (Grieg, Mendelssohn Bartholdy), teils in populären Songs. Doch auch eingängige Filmmelodien fanden den Weg auf die Bühne. Großer Applaus und viele Blumensträuße belohnten schließlich die Akteure, Begeisterungsstürme entfachte besonders das Oberstufenorchester. Hamm ist für den nordrheinwestfälischen Schulfilm das, was Cannes oder Hollywood für den internationalen Kunstfilm beziehungsweise Kommerzfilm darstellen. Nach der erfolgreichen Teilnahme am Bonner Schulfilmfest (26.4.) wurde der Klasse 6D die besondere Ehre zuteil, auch dem Schulfilmfest NRW in Hamm beizuwohnen und eine Auszeichnung für ihren Film-Clip „Länder-Scrabble – Bonn ist international“ entgegenzunehmen, in dem die vielfältigen Herkunftsnationalitäten der Klassengemeinschaft filmisch veranschaulicht wurden.(8.6.) „Über allen Dingen“, bemerkt Nietzsche, „steht der Himmel Zufall.“ Dieser war Mitte Juni dem BG nicht gewogen, brachte nur Dauerregen sowie außergewöhnliche Kälte und bewirkte, dass das Spiel- und Sportfest der Klassenstufen 5 und 6, vorgesehen für Freitag, den 17.6., zum Unmut von Groß und Klein ausfallen musste. Unter dem Titel „Einmal Schwarzwald bitte“ stellte der Literaturkurs der Jahrgangsstufe Q1 ein Zwischenergebnis seiner Arbeit an einem Musicalprojekt vor. Zu einer vorgegebenen Ausgangssituation – einer angeordneten Klassenfahrt in den Schwarzwald (nach Hinterzarten!) – hatten die Kursteilnehmerinnen und –teilnehmer in höchst kreativer

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und erfrischender Weise Charaktere, Situationen und Dialoge ersonnen und ein Spiegelbild der eigenen modernen bis postmodernen Lebenswelt entworfen. Die Aufführung des Musicals ist für das nächste Schuljahr ins Auge gefasst, die Spannung wächst. (22.5.) War am Vortag noch ein Musical in statu nascendi zu beobachten, so konnte am folgenden Donnerstag, dem 23. Juni, bereits ein solches in Vollendung erlebt werden. „Alice im Wunderland“ hatte nicht nur das Wunderbare zum Gegenstand, es war auch selbst eine ganz wundervolle Aufführung, die das Publikum verzauberte. Rund 100 Köpfe haben durch ihr gemeinsames Tun zum Gelingen des Projekts beigetragen, unmittelbar sichtbar natürlich der Unterstufenchor der Klassen 5 und 6, der das Bühnengeschehen begleitete und aus dessen Mitte auch die Bühnenrollen besetzt wurden (in unterschiedlichem Zuschnitt an den beiden Aufführungsabenden); darüber hinaus aber hatten auch viele helfende Hände aus der Oberstufe durch die Anfertigung des Bühnenbilds und der Kostüme am Erfolg mitgewirkt. Alice, die Herzkönigin, das Kaninchen, die Grinsekatzen, Tweedle Dee, Tweedle Dum und all die anderen hinterließen mit ihrer Spielfreude, ihrer Bühnenpräsenz und ihrer Sangeskraft eine bleibende Erinnerung. Mit überwältigendem Beifall und kleinen Geschenken wurden die Akteure für ihren großartigen Auftritt belohnt. (23.6. und 24.6.) Der 23. Juni war nicht nur der erste Aufführungsabend des Musicals, sondern darüber hinaus auch ein Datum historischer Tragweite: der Tag des Brexit. Wer vielleicht des Abends verzaubert vom Wunderland nach Hause gegangen ist, mag am Morgen ernüchtert aufgewacht sein, als er vom Abstimmungsergebnis erfuhr. – Kurz darauf, am 29. Juni, trafen die englischen Austauschpartner aus Tunbridge Wells in Bonn ein; werden wir sie bald als exotische Gäste von außerhalb der EU wahrnehmen? Und wieder schwoll der Ordner an, in dem Preise und Auszeichnungen niedergelegt werden: Am 28. Juni erhielt Niklas Goncz (aus der Jahrgangsstufe Q2) den 1. Preis von der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus für seine Facharbeit mit dem Titel „Konrad Adenauer als Präsident des Parlamentarischen Rates – Bruch oder Kontinuität seiner politischen Ansichten in Bezug auf die Ausarbeitung des Grundgesetzes?“. Der glück-

liche Gewinner konnte neben der ehrenvollen Auszeichnung auch ein Preisgeld über 250 Euro entgegennehmen.– Am gleichen Tag nahmen fast 30 Schülerinnen und Schüler der Stufen 9 bis 11 ihre DELF-Diplome aus der Hand von Frau Giesen in Empfang; ein Ferienaufenthalt in Frankreich war nun eine nahe liegende Konsequenz. „Ja, wir vermissen euch“, bekannten die beiden Jahrgangsstufenleiter, als am 1. Juli die Abiturientia festlich in der Aula verabschiedet wurde. Manche Erinnerungen aus den gemeinsam verbrachten Jahren wurden in ihrer Ansprache wie auch in den Reden der Schulleiterin und des Elternvertreters noch einmal wachgerufen, bisweilen ein wenig wehmütig, bisweilen in heiterem Rückblick. Darüber hinaus mahnte Frau Giesen, Fremdenfurcht zu überwinden, konnte im Übrigen aber den Laureaten nur attestieren, sie seien eine „großartige Abiturientia“. Diese Feststellung blieb allseits unwidersprochen und wurde sogleich durch die Schülervertreterin bestätigt, die in ihrer Rede in reifer humanistischer Tradition die neun Leistungskursfächer der Schule auf die neun Musen bezog und durch die Aussagen jeweils hervorragender Vertreter näher charakterisierte. Alle 121 Kandidaten hatten das Abitur bestanden, die feierliche Übergabe der Zeugnisse vollzog sich wieder nach altem Ritus unter der Begleitung einer selbst gewählten Musikfanfare und Einblendung eines neckischen Kinderfotos. Mit dem gemeinsamen Singen eines Abschiedsliedes beendete die Stufe Q2 dann in ergreifender Weise die Feier und ihre Schulzeit am BG insgesamt: „Wir ruhen all in Gottes Hand, Lebt wohl, auf Wiedersehn!“(1.7.) Der sich am folgenden Tag anschließende Abiball im Beueler Brückenforum stand unter dem Vorzeichen einer kleinen Terminkollison mit der UEFA. Just während des festlichen Abschieds der Abiturientia vom Schulleben wurde die Europameisterschaftsbegegnung Deutschland – Italien ausgetragen – ein Klassiker des europäischen Fußballs. Die Problem-

lösungskompetenz der Gastgeber war indessen über jeden Zweifel erhaben: Durch die Aufstellung zweier großflächiger Bildschirme im Foyer-Bereich wurde ein Semi-Public-Viewing ermöglicht, so dass auch tanzbegeisterte Gäste sich über die dramatischen sportlichen Ereignisse auf dem Laufenden halten konnten. – Der Abend dürfte im Übrigen auch die Adepten der Inklusions-Doktrin befeuert haben, zeigte sich doch, dass selbst eingefleischte Fußballfans in den festlichen Ablauf eines gymnasialen Traditionsballs inkludierbar sind. (2.7.) Aus der Hand des Oberbürgermeisters Ashok Sridharan persönlich erhielten 15 Tutorinnen und Tutoren der neunten Klassen Urkunden, die ihr besonderes ehrenamtliches Engagement würdigten. Die „Beschützer“ (so die eigentliche Bedeutung des lateinischen Ursprungsworts tutor) hatten insbesondere jüngeren Schülern mit Lernproblemen hilfreich zur Seite gestanden. (5.7.) Das Motto des ökumenischen Wiesengottesdienstes am 8. Juli „Ferienzeit – Zeit zum Träumen“ spiegelte genau den Stand der Dinge wider: Der letzte Schultag war angebrochen. Nachdem die Zeugnisse zur geflissentlichen Beachtung ausgegeben worden waren, folgten im Lehrerzimmer noch die anstehenden Verabschiedungen. Frau Raithel verließ das BG zugunsten einer Festanstellung an einer anderen Schule, Frau Püllenberg verabschiedete sich wohlgemut ins Sabbatjahr. Die langjährigen Kollegen Herr Herpel und Herr Schieweck schließlich wurden dem Brauch des Hauses entsprechend mit ausführlichen Ansprachen, selbst entworfenen Liedern und Spielszenen feierlich in den Ruhestand entlassen. Das gesellige Beisammensein zog sich bis in den frühen Nachmittag hin, dann endete das Schuljahr 2015/2016. Für die Sommerferien aber galt wieder das Motto (in einer Formulierung von Peter Sloterdijk): Erfülle deine Genießerpflicht! Bernd Schieweck

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BG für alle Sinne Wenn du es nicht erforschst, kannst du es nicht entdecken…

Alice im Wunderland

Donnerstag, 23. Juni 2016. Freitag, 24. Juni 2016. Jeweils kurz vor 19.00 Uhr. Einen Kloß in der Kehle, feuchte Hände, weiche Knie, Lampenfieber. Aufregung und ungeduldiges Warten im gläsernen Aufgang, der vom Musikraum in die Aula führt. Ein letztes TOI TOITOI. Los geht’s. Nach knapp einjähriger Probenzeit laufen die über 60 Kinder des Unterstufenchors auf die Bühne unserer Aula. Als die Musik erklingt und das Bühnenlicht nach und nach eine traumhafte Parklandschaft erwachen lässt, tauchen alle in die Welt von Alice ein. Alice und ihre Schwester Mathilda betreten die Bühne. Alice hat im Gegensatz zu ihrer sehr belesenen und strebsamen Schwester nur Flausen im Kopf. Sie möchte nicht wie die beflissene Mathilda Bücher wälzen, sondern alles selbst erforschen und entdecken. Mit diesen Worten schläft sie ein und wacht im Wunderland wieder auf. Dort trifft sie auf viele kuriose Gestalten: die wundersame Grinsekatze, das weiße Kaninchen, den Türknauf, den verrückten Vogel Dodo und die Rockhummer, das konfuse Zwillingspärchen Tweedle Dee und Tweedle Dum, die zickigen Blumen, die immer gut gelaunte Raupe, den Hutmacher und den Märzhasen, die 364 Tage im Jahr Nicht-Geburtstagspartys feiern. Alice, die zu Beginn so neugierig war, ist vom Wunderland nun gar nicht mehr so begeistert. Für sie macht das Verhalten der Bewohner keinen Sinn. Daher möchte sie wieder nach Haus. Doch dafür

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muss sie durch das Herzköniginnen-Land! Die mächtige Herzkönigin möchte Alice allerdings den „Kopf abschlagen“, da sie gegen Alice in einem Spiel verloren hat.Doch Alice ist nach all den erlebten Ereignissen immer selbstbewusster geworden und trickst die Herzkönigin aus. Schließlich wacht sie auf und freut sich, ihre Schwester Mathilda in die Arme nehmen zu können. Seit Beginn des Schuljahres hat der Unterstufenchor das Musical Alice im Wunderland eingeübt. Neben den regelmäßigen Proben montags und mittwochs wurde während der Musiktage auf der Freusburg und an einigen Wochenenden in der Schule intensiv und konzentriert geprobt. Dabei standen Chor-, Solisten- und Szenenproben auf dem Programm. Texte und Musikstücke mussten gelernt werden. Die Aussprache, Gestik und Mimik, der Ausdruck in der Stimme, die richtigen Töne, der richtige Rhythmus, das alles wurde immer fleißig geübt. Für die richtigen Einsätze waren Aufmerksamkeit und hohe Konzentration gefragt. Und die Proben, in denen dann alle Einzelteile zusammengesetzt wurden

- Musik und Schauspiel, Bühnenbild und Requisiten, Licht und Ton - forderten von allen Beteiligten viel Geduld. Immer wieder ist es spannend die Entwicklung der Kinder zu beobachten, wie sie von Woche zu Woche sicherer auf der Bühne stehen, ihre Texte lernen, die Stimme entwickeln und immer mehr in ihre Rolle hineinwachsen. Das ist natürlich zwischendurch mit mancherlei Anstrengung verbunden, aber es zeigt sich immer spätestens bei den Aufführungen, in denen viele Kinder über sich hinauswachsen, dass sich die Mühe und Arbeit lohnt. Ob Selbstvertrauen oder Teamgeist: Die gemeinsame Arbeit an der Aufführung fördert und fordert - bringt aber vor allem jede Menge Spaß. An zwei warmen Juni-Abenden begeisterten die Schülerinnen und Schüler des Unterstufenchors das Publikum mit ihren wunderbaren Stimmen und schauspielerischen Talenten. Mit einem lauten und lang anhaltenden Applaus bedankte sich das Publikum. Stephanie Jaquet

Perlen des Schulfilms: Klasse 6d beim Landesschulfilmfest erfolgreich Gute Nachricht für unsere Klasse 6d beim Bonner Schulfilmfest am 26. April: Ihr Beitrag hatte das filmpädagogische Auswahlgremium des Medienzentrums Bonn überzeugt und wurde – gemeinsam mit anderen Film-Beiträgen von Bonner Schulen – für das Landesschulfilmfest in Hamm nominiert. Wie kam es zu dem Projekt, das hier ausgezeichnet wurde? Die Klasse 6d hatte mit ihrer Klassenlehrerin Frau Monschau und Frau Hellemann (Mutter einer Schülerin) einen kurzweiligen Beitrag unter dem Motto „Länder-Scrabble – Bonn ist international“ produziert. Zu sehen war in diesem mehrminütigen Clip, wie sich zur Musik von „Live your Dream“ Kindergruppen der Klasse mit Buchstaben-T-Shirts, geschminkten Buchstaben, Fahnen und anderen Symbolen immer wieder aus den unterschiedlichsten Bewegungsformen wie Skateboards, Einrad, Tanz, Joggen, Cheerleading, Basketball herauslösten, um die 15 Ländernamen zu formieren, die die Herkunftsländer der zum Drehzeitpunkt 30 Kinder der Klasse ausmachten. Gedreht worden war in der Turnhalle über nur 90 Minuten – anders ließ es der enge Takt der Klassenpläne nicht zu; da aber aus verschiedenen Perspektiven, mal mit Stativ, mal aus der Hand, aus Vogelperspektive und aus Bodenhöhe gedreht worden war, konnten die vielen Bewegungsabläufe zu einem lebendigen zweiminütigen Clip zusammengeschnitten werden, der dann den Weg zum Schulfilmfest fand. Dort konnte er bezeugen, wie produktiv und positiv sich die Klasse mit der Vielfalt der Kulturen und Herkunftsländer auseinandergesetzt hat – und sicherte so das Ticket der Klasse 6d zum Landesschulfimfest NRW in Hamm. „Schulfilmfest NRW … und Action“ – so hieß es dann auf den Urkunden zum Schulfilmfest NRW, die am 8. Juni 2016 im Namen von „Film und Schule NRW“ und den Netzwerken der Filmbildung in Hamm verliehen wurden. Martin Husemann, Referent beim Landesverband Westfalen-Lippe und Organisator des Schulfilmfests, sparte nicht mit lobenden Worten an die Filmteams der Schulen, die sich mit „viel Kreativität, Engagement und Ideenreichtum“ an den ausgezeichneten Filmproduktionen beteiligt hatten.

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Wissenschaftsabende

Mit dabei waren auch die Schülerinnen und Schüler unserer Klasse 6d - die sich bereits morgens um 6:45 Uhr auf den langen Weg nach Hamm gemacht hatten. Im dortigen Cineplex wurden sie nun gemeinsam mit anderen erfolgreichen Schülergruppen aus ganz NRW geehrt. Selbstverständlich wurden sämtliche ausgezeichneten Beiträge auf großer Leinwand gezeigt – und die Schülerinnen und Schüler konnten sich dabei bequem in Plüschsesseln am kostenlos bereitgestellten Popcorn erfreuen. Zudem gab es auch Workshops mit Filmschaffenden. Dort Lagen die Schwerpunkte bei Schauspielunterricht, Storyboard- und Trailer-Erstellung – und mit Sicherheit fand sich auch manche Inspiration für künftige Filmprojekte. Ein schönes Produkt, das die geehrten Gruppen mit nach Hause nehmen konnten, war eine DVD, auf der die „Perlen des Schulfilms“ aus dem diesjährigen Wettbewerb, übrigens dem größten und teilnehmerstärksten Durchgang in der Geschichte der Schulfilmfeste in NRW, zusammengefasst präsentiert werden: eine bunte Zusammenstellung vom ökologisch engagierten Trickfilm über religionspädagogische Projekte bis hin zum Zombi-Grusel-Filmchen – und selbstverständlich auch der Beitrag unserer 6d. Glückwunsch an alle Beteiligten und Dank an alle Engagierten! Dr. Jacqueline Monschau

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“Non vitae, sed scholae discimus.” (Sen. epist. mor. 106, 12) - Ein sehr kritischer Satz des Philosophen Seneca und nicht unbedingt ein Kompliment für die Schule! Deshalb wird dieser Satz auch gern ein wenig umgestellt: “Non scholae, sed vitae discimus.“ Aber was ist nun richtig? Lernen wir für die Schule oder für das Leben? Schule läuft ja bisweilen Gefahr, sich in sich selbst zu verlieren. Manche Schülerinnen und Schüler gewinnen dann den Eindruck, dass ihr Einsatz vor allem ihren Lehrern, nicht aber ihnen selbst zugute kommt. Doch Schule ist kein im Weltraum treibendes Raumschiff. Schule soll und will Jugendliche auf das Leben vorbereiten, ihnen neben der Wissensvermittlung einen (geschützten) Raum bieten für ihre unterschiedlichen Interessen und Talente und ihnen so den Weg ebnen für ihre spätere Berufswahl. Dies Schülerinnen und Schülern immer wieder bewusst zu machen, ist wesentlicher Auftrag von Schule. Das BG versucht dies neben dem täglichen Unterricht auf vielfältige Weise: Exkursionen, Museumsbesuche, Tage der Naturwissenschaften, Musikveranstaltungen, Kunstausstellungen, Arbeitsgemeinschaften und nicht zuletzt die Wissenschaftsabende. Wir, die Organisatorinnen der Wissenschaftsabende, haben uns zum Ziel gesetzt, aus der Schule einen Ort des Lernens nicht nur für Schüler, sondern auch für Eltern und Lehrer zu machen. Schon etliche namhafte Referenten aus verschiedenen Wissenschaften haben ihre Fachbereiche vorgestellt und uns in die Welt - da draußen - entführt, etwa Herr Prof. Dr. Arndt, Quantenphysiker an der Universität Wien, oder Herr Prof. Dr. Elger, Leiter der Klinik für Epileptologie an der Universität Bonn. Sie haben uns gezeigt, dass Schule mehr ist als scholae discimus. Auch für die Zukunft sind Wissenschaftsabende geplant. Wir, das sind Frau Dr. Sybille Kamps und Inge Mosebach-Kaufmann, strecken schon wieder unsere Fühler aus, um hochkarätige Referenten mit spannenden Themen präsentieren zu können. Für das zweite Schulhalbjahr ist beispielsweise eine spannende Veranstaltung zum Luther-Jahr 2017 geplant. Lassen Sie sich einfach überraschen. Inge Mosebach-Kaufmann

Heimat

So wie es scheint

Heimat ist da, wo Herz und Seele sind. Wo du ausgelassen und glücklich bist. Wo der Baum steht, Der Strauch wächst, Die Pferde grasen Und die alte Frau sitzt, An denen du so oft vorbei gingst.

Dunkel die Augen, Dunkel die Haare, Dunkel das Loch in seinem Herzen

Heimat ist da, Wo deine Mutter kocht, Deine Schwester singt Und deine Großmutter in ihrem Sessel sitzt und dir alte Geschichten erzählt. Heimat ist da, Wo du Gerüche riechst, Die es nur an diesem Ort gibt. Die dich an Tage, Stunden, Minuten oder auch nur Augenblicke erinnern. Heimat ist da, Wo du dich frei fühlst.

Strahlend das Lächeln, Strahlend die Augen, Strahlend die Mauer, Die die Trauer verbirgt Groß die Sehnsucht, Groß das Leid, Groß die Entfernung zu seiner Familie Fröhlich das Lachen, Fröhlich die Worte, Fröhlich das Herz, So wie es scheint Doch sieh tief in die Augen, Siehst du den Schmerz? Denn die Augen sind die Fenster zu seinem Herz. beide Gedichte von Emma Leiterer, Klasse 8a

Vorlesewettbewerb 2015 Am 11. Dezember in der 5. bis 6. Stunde fand der alljährliche Vorlesewettbewerb in der Aula des Beethoven-Gymnasiums statt. Das Publikum wurde herzlich von Frau Roth begrüßt. Insgesamt vier Sechstklässlerinnen traten in dem Wettbewerb gegeneinander an, in dem es darum ging, wer am besten vorlesen konnte. Jede von ihnen hatte sich einen Ausschnitt aus einem Jugendroman ausgesucht, aus dem sie vorlas. Für ein paar Minuten bekamen die Zuschauer einen Einblick in vier verschiedene Bücherwelten. Nach jedem Vortrag klatschte das Publikum begeistert. Danach sollten die vier Vorleserinnen eine schwierigere Aufgabe bewältigen: sie mussten jede einen Ausschnitt aus einem fremden Roman vortragen. Doch alle meisterten diese Aufgabe erfolgreich, sodass es für die Jury, als sie sich zurückzog, nicht leicht war, eine Entscheidung zu treffen. Um während der Beratung das Publikum bei Laune zu halten, lasen nun die Deutschlehrer und -lehrerinnen abwechselnd einen Teil aus einer amüsanten Weihnachtsgeschichte vor. Endlich kam die Jury zurück und verkündete ihre Entscheidung: Laura Körner aus der 6c war die Siegerin dieses Wettbewerbs. Somit landeten Milena Dörr aus der 6a, Matilde Schubert aus der 6b und Johanna Schlangen aus der 6d auf dem zweiten Platz. Das Publikum klatschte laut. Danach gingen alle gut gelaunt nach Hause. Franca Krämer, Klasse 6a

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Bild: Anja Brinkmann, Stufe Q1

Eine Darstellung unserer Schule in der Bonngasse In der Bonngasse, unweit von Beethovens Geburtshaus, lädt schon seit Jahrzehnten eine Traditionskneipe ab dem Nachmittag (nicht nur) zu einem gepflegten Kölsch ein. Zu dem besonderen Flair der “Ewigen Lampe” gehört die Ausstattung mit mehreren großformatigen Bildern aus blauweißen Fliesen. Neben der Darstellung des Bonner Rathauses und einer Gruppe rastender Menschen auf dem Lande sieht man im Eingangsbereich die Frontansicht des Vorläufergebäudes unserer Schule, das unmittelbar in der Bonngasse gegenüber der heutigen Namen-Jesu-Kirche lag und von 1736 - 1891 als Schule diente. Im Oktober 1891 zogen Lehrer und Schüler des damaligen Königlich Preußischen Gymnasiums an den heutigen Standort an der Adenauerallee. Spätestens 1896 erfolgte der Abriss des alten Gebäudes. Auf dem Fliesenbild (204 Fliesen auf ca. 130 x 200 cm) ist in der unteren rechten Ecke “Dona Maria Fresco Portugal 93“ zu lesen. Diese Signatur legt nahe, dass die Fliesen in Portugal, das berühmt ist für die Produktion seiner Azulejos, hergestellt worden sind. Nach Auskunft von Frau Bodsch, der Direktorin des Stadtmuseums, entspricht das Fliesenbild einer aquarellierten Zeichnung aus dem Jahr 1894, angefertigt von Matthias Frickel (1833 - 1911), der viele Bonner Straßen, Plätze und Gebäude gezeichnet und so, auch wenn sie längst “untergegangen” sind, der Nachwelt erhalten hat. Das Original ist im November 2015 von Ralf Simmat, dem Ehemann unserer Kollegin Frau Bedke, fotografiert worden. Eine auf Leinwand gezogene Darstellung erinnert nun seitFebruar2016 an diesen Vorläufer unserer Schule. Die Abbildung hängt in Originalgröße an der dem Lehrerzimmer gegenüberliegenden Wand. Martin Bordin

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Buchankündigung:

Aus Tradition modern Beethoven-Gymnasium Bonn von Dr. Helmut Kötting und Alexander Wolfshohl Es gibt seltene Glücksfälle, die man nutzen sollte. Zwei ehemalige Schulleiter des Beethoven-Gymnasiums, beide Historiker, haben sich während und vor allem nach ihren Amtszeiten begeistert mit der langen und spannenden Geschichte unserer Schule beschäftigt. So ist ein Buch entstanden, das nicht nur die wechselvolle Geschichte darstellt, sondern auch Geschichten über viele unserer ehemaligen Schüler erzählt – ein großartiges Buch, das zum Ende des Jahres veröffentlicht wird und das Sie zum Preis von 19,80 Euro in der Schule erwerben können. Ich bin sehr dankbar, dass meine beiden Vorgänger Dr. Helmut Kötting und Alexander Wolfshohl die Geschichten und die Geschichte des Beethoven-Gymnasiums für uns festgehalten haben und uns dieses Buch schenken. Wir freuen uns sehr darauf.

Renate Giesen, Schulleiterin

Berufsinformationsabend des Beethoven-Alumni-Vereins Einmal jährlich organisiert der Alumni Verein des Beethoven-Gymnasiums einen Berufsinformationsabend für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. In kleinen Gruppen berichten ehemalige BGler mit unterschiedlichen Werdegängen von Ihren Erfahrungen in Ausbildung, Studium und Beruf. Beim letzten Berufsinformationsabend gab es eine große Bandbreite an Präsentationen: Während ein BWLer verriet, wie man mit Handy-Apps „reich werden“ kann, erfuhr man ebenso, wie es ist, als Frau in Aachen Maschinenbau zu studieren. Eine Theologiestudentin beantwortete Fragen zur Studienförderung am Beispiel des Cusanuswerks, und ein Informatiker hatte als Anschauungsobjekt einen Roboter mitgebracht. Auch der Mensch kam dank Expertinnen für Zahn- und Humanmedizin nicht zu kurz.

zwischen Ehemaligen und der Schule. Die Mitgliedschaft ist kostenlos und für alle ehemaligen Schüler und Lehrer möglich. Zurzeit gibt es einen Mitgliederwettbewerb:Der Jahrgang, der bis Dezember 2016 die meisten Mitglieder im Verein hat, erhält einen Preis beim nächsten Klassentreffen! Wir freuen uns über zahlreiche Anmeldungen unter www.beethoven-alumni.de. Leon Fehring, Philipp Klais

Durch den direkten Bezug der Referenten zum BG und die Begeisterung für ihren jeweiligen Fachbereich entstand in den Kleingruppen sofort eine angenehme Atmosphäre, in der auch allgemeine Aspekte des Studienbeginns wie Praktika und Vorkurse zur Sprache kamen, die für manche Schüler der Jahrgangsstufe Q2 schon bald wichtig werden könnten. Der nächste Termin findet am 18.11.2016 in der Aula statt. Hierzu sind alle Schülerinnen und Schüler der Oberstufe herzlich eingeladen! Interessierte Referentinnen und Referenten können sich gerne an [email protected] wenden. Der Alumni-Verein informiert Ehemalige über aktuelle Termine und Neuigkeiten am BG und vereinfacht den Austausch

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Learning by doing - SV-Arbeit am BG aus der Sicht eines SV-Lehrers Zugegeben: Die Bezeichnung „SV“ oder in Langform „Schülervertretung“ klingt recht hölzern und funktional. Sie passt damit, so scheint es, gut in eine Schulrealität, die sich aufs zentralistische Steuern und funktionale Dirigieren und Evaluieren viel einbildet.

Arina Alyeva, Stufe Q2

Wir wissen nur zu gut, dass die Kultusverwaltung nur zu gerne auf Akronyme zurückgreift, um Bewährtes zu verschlüsseln oder Neues besonders aufzuwerten. Bittet man Schülerinnen und Schüler um eine Begriffsbestimmung, erfährt man lachend die Wahrheit: - Die SV - das ist unser Ansprechpartner, der sich für uns stark macht.“ Oder im Hinblick auf die SV-Mitglieder: „Das sind die Oberstufenschüler, die die coolen U-Partys mit uns feiern!“ Oder: „Die haben einen eigenen Raum und engagieren sich für die Schule. Dieses Jahr gibt es sogar einen Wahlkampf der verschiedenen SV-Teams.“ Und im

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Hinblick auf die SV-Lehrer: „Das sind die, die mit der SV zusammenarbeiten“. Laut Schulgesetz gilt als Schülervertreter/-vertreterin, wer in dieses Amt von der Schülerschaft gewählt wurde. Einmal in Amt und Würden, setzt man sich für die Belange der Mitschülerinnen und -schüler ein und vertritt diese in den schulischen Gremien. Jedes Jahr aufs Neue wird diese Wahl zu Beginn des neuen Schuljahres durchgeführt und auf dem BG-Schulfest mittels Schlüsselübergabe öffentlich gemacht. Aber diese symbolische Geste ist mehr als ein Ritual. Sie rührt an ein schulisches Selbstverständnis nicht nur am BG, in dem Mitwirkung aus gutem Grund großgeschrieben wird, wie ein Blick in die Geschichte zeigt. Denn es ist wohl kein Zufall, dass die Ursprünge schulischer Mitbestimmung in der Weimarer Republik zu finden sind. Weg vom Untertanengeist, hin zur selbstverantwortlichen Schülerpersönlichkeit - das war der Aufbruchsgeist jener reformpädagogisch geprägten Jahre. Allzu schnell erfolgten dann Verbot und Gleichschaltung der ersten zaghaften Schülerinitiativen im 3.Reich. Nach dem Krieg wurde auf Anordnung der Besatzungstruppen und später gemäß dem politischen Selbstverständnis der jungen Bundesrepublik „reeducation“ zunächst gewissermaßen verordnet und anschließend in kleinen Schritten im Schulalltag institutionalisiert. Demokratie musste und wurde mühsam erlernt. Was im Allgemeinen gilt, lässt sich auch am BG nachweisen. Der neue Geist der Offenheit firmiert unter den zeitgenössischen Bezeichnungen „Schülermitverantwortung“ bzw. „Schülermitverwaltung“. Erstmals erschien am BG auch eine Schülerzeitung mit dem sprechenden Namen „Forum“, die der kritischen Meinungsbildung diente. Rück-

blickend können wir sagen, dass die ersten Schritte mehr waren als nur demokratische „Sandkastenspiele“, wie man damals befürchtete. Denn wer es ernst meint mit dem Schlagwort von der offenen Schule und dem „Haus des Lernens“, weiß die damals gelegten politisch-rechtlichen Grundlagen zu schätzen. Gewiss, die Schule ist bis heute ein Schonraum geblieben, in dem für das richtige Leben geübt wird, immer wieder aufs Neue. Dennoch: die SV am BG ist heute ein unübersehbarer Teil des Schulalltags und dies nicht nur, weil die SV sogar ein eigenes „Zimmer“ hat, übrigens auf einer Ebene mit dem Sekretariat und den Büros der Schulleitung! Ob es sich um die Organisation von Schulveranstaltungen, wie Schulfest oder Unterstufenfeiern handelt, um die Gestaltung des Schulraums, um die Anstiftung der Mitschülerinnen und Mitschüler zu sozialem Engagement, um die Diskussion und Beschlussfassung in den schulischen Gremien - überall ist der Einfluss der SV und der Praxis der Mitbestimmung und diskursiven Interessenvertretung erkennbar und wird von der Schulleitung auch gezielt gesucht. Damit hat die SV mehr als eine Alibi-Funktion im Schulalltag. Noch wichtiger: Hier werden selbstverständlich und doch immer wieder neu von den gewählten Mitgliedern Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit eingeübt und eingefordert. Damit wird auch klar, dass SV-Mitglieder gerade nicht nur eingebildete Selbstdarsteller oder ambitionierte Karrieristen sind, wie man glauben könnte. Also doch nur Anpassung statt Fundamentalopposition? Demokratie light? Natürlich würde man sich als ungeduldiger SV-Lehrer manchmal zielgerichteteres und dauerhafteres Engagement wünschen, träumt von einer stärkeren Politisierung mit öffentlichen Diskussionen, Film- und Kulturabenden. Oder würde gerne auch die gängige Praxis der einjährigen Legislatur aufweichen, um der Gefahr eines gewissen Aktionismus der

Finn Grande, Stufe Q2

SV-Teams vorzubeugen. Und ertappt sich dann selber wieder dabei, dass auch dem eigenen Idealismus Grenzen gesetzt sind, Terminzwänge vorherrschen, und dass ein langer Schulalltag im G8-Modus kaum Freiräume – im doppelten Wortsinn - zulässt. Aber all das ändert nichts daran, dass Jean Deweys Idee von der selbstständigen Aneignung und demokratischen Gestaltung der Wirklichkeit hier im Kleinen glaubwürdig praktiziert werden kann und – mit Blick aufs BG - auch praktiziert wird, wie man ohne falsche Bescheidenheit sagen kann. Wenn man so will, ist das auch eine Facette unserer humanistischen Schul-Devise „Aus Tradition modern“, natürlich ergänzt um das Erlernen grundlegender fachlicher Inhalte. Runtergebrochen auf Schülersprache: Keine Schule ohne SV! Christian Weitz

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Die normale Klasse Je normaler eine Klasse ist, desto eher kann sie ihre Ziele erreichen und desto weniger Störungen werden auftreten. Liebe Leserinnen und Leser, wenn ich als (Klassen-)Lehrer vor Kindern und Jugendlichen stehe, frage ich mich: Warum klappt der Unterricht und der Umgang miteinander oft, warum klappen sie immer wieder mal nicht? Im Folgenden stehen in einer kleineren Auswahl einige Gedanken, die mir aus Lehrersicht im Lauf der Jahre dazu gekommen sind. Sie sind zwar sehr knapp und beinahe hart formuliert (wie Nüsse), sollten aber von Ihnen als Kollegen, Schülerin und Schüler oder Eltern geknackt, also in Frage gestellt und weiterentwickelt werden. Wir sind Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler, bunt durcheinander. Dem folgt der Text in seinen Sprachformen ein wenig. Die Gefühle des Lehrers Eine Klasse kann nur funktionieren, wenn die Lehrerin und der Lehrer wirklich in sich empfinden: Es ist gut, dass die Kinder da sind; die Kinder sind grundsätzlich schwer in Ordnung; es ist schön und spannend, sie zu erleben; das Leben ist letzten Endes köstlich und wird in der Schule an die nächste Generation weitergegeben. Wenn diese Basis fehlt, die die Lehrer ohne Gegenleistung investieren, also in die Klasse werfen müssen, entstehen Ketten von Störungen vielfältigster Art. Wertekonsens In unserer pluralen, von vielen Kulturen geprägten Gesellschaft wird keine Schule mehr einen engen Wertekonsens erreichen. Ein solcher kann also nicht Grundlage des Unterrichts und des Schullebens sein. Könnte weiterhin ein minimaler Basiskonsens möglich sein? Vorschlag: eine humanistische, an den Menschenrechten orientierte Ausrichtung, die nicht ideologisch, sondern funktional gedacht wird – wir gehen human miteinander um und üben das täglich aufs Neue ein, weil damit jeder am besten zurechtkommt, das Zusammenleben am angenehmsten gelingt

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und die besten sachlichen Arbeitsergebnisse erzielt werden können. Freundlichkeit Freundlichkeit des Lehrers den Schülern gegenüber lohnt sich immer. Konflikte und unerfreuliche Situationen sind in der Schule aber häufig. Dann tritt am besten an die Stelle der Freundlichkeit Sachlichkeit. Nur selten ist das offene, „echte“ Ausleben negativer Gefühle des Lehrermenschen sinnvoll, um die Schüler und Schülerinnen mit der direkten Wirklichkeit zu konfrontieren. Dann aber ist das so. Der Normalunterricht geschieht mit den Schülern, nicht gegen sie Hat der Lehrer den Schülern gesagt, was er vorhat, und Zustimmung erreicht, gibt es für Schüler keine Grundlage, aus Protest zu stören. Für die Zustimmung genügt oft: „Einverstanden?“ Haben die Schüler eine bessere Unterrichtsidee, umso besser – durchführen! Gespräche Wie viel und wie intensiv Schüler stören, dürfte umgekehrt proportional zu den direkten Gesprächen stehen, die ein Lehrer mit seinen Schülern führt. Fehler und Fehlverhalten Beide Wörter sind in der Schule gleichbedeutend mit „Nochnicht-gelernt“. Das gilt gerade auch für soziales Verhalten. Neues, besseres, alternatives Sozialverhalten muss gefunden, aufgezeigt, thematisiert, vereinbart und eingeübt werden. Fehler fordern Findigkeit: Wer weiß einen besseren Lösungsweg, wer hat einen, an den noch keiner gedacht hat? Die Klasse als Ausnahme Die Schulklasse ist weitgehend a) eine Zufallsgemeinschaft b) innerhalb einer engen Altersgruppe. Diese soziale Sonderform kommt sonst und kommt unter Erwachsenen nicht häufig vor.

Man sollte daher von dieser Sozialform keine Wunder erwarten. Kooperatives Lernen Gemeint sind hier diejenigen Zeiten im Unterricht, in denen Schüler mit Schülern handeln. Es erscheint sinnvoll, dass Schüler lernen und einüben, mit beliebigen anderen (Zufallsauslosung) zweckgebunden und zeitbegrenzt produktiv arbeiten zu können. Zum einen erfordert das spätere Leben das öfter (Arbeit, Nachbarschaft, Vereine u.ä.), zum anderen liegt darin eine politische, staatsbürgerliche Fähigkeit: Wir arbeiten an einem gemeinsamen Ziel, obwohl wir ansonsten wenig miteinander zu tun haben. Zugleich lernen sich die Schüler und Schülerinnen dadurch in der Klasse besser kennen, lernen, sich zu fordern und sich zu helfen. Das kann Mobbing entgegenwirken. Oder Konflikte werden deutlicher, so dass sie dann angesprochen und bearbeitet werden können. Die sozialen Rollen in der Klasse Meistens werden diese von den Schülerinnen und Schülern früh und schnell gefunden und dann dauerhaft eingenommen. Unabhängig davon, ob sie passen, längst überholt sind oder nur früher einmal für einen Moment passend waren. Rollen sind Rollen, sie sind nicht die Persönlichkeit, nicht der Charakter. Sie können also gewechselt und variiert werden. Kein Schüler ist auf Dauer auf eine bestimmte Rolle festgelegt. Daher ist es wichtig, immer wieder verschiedene Rollen im Unterricht anzubieten. Bei einzelnen Schülern und Schülerinnen festgefahrene Rollen sollten gezielt gesprengt werden (im Unterricht eine andere Rolle zuweisen, Rollen verlosen). Ziel ist es, variabel mit Rollen umgehen zu können: Obwohl ich schüchtern bin, kann ich kurz für eine Moderation im Zentrum stehen – und dabei behalte ich meine Schüchternheit, ich spiele die Rolle ja nur.

Die Klasse und Regeln „Eine Klasse braucht Regeln!“ Ach, wirklich? Ja, weil Kinder noch weniger aus sich heraus geformt sind. Daher sind Regeln Hilfen für sie, die Sicherheit und Orientierung erzeugen und Verhalten berechenbar und damit einfach machen. Lehrer müssen diese Regeln einführen, verwalten, lebendig halten, also dem Gang des Lebens anpassen. Lehrer und Lehrerin müssen selbst regelkonform handeln, d.h. sich durchschaubar und berechenbar verhalten. Zugleich senkt das den Arbeitsaufwand für alle – und darauf haben Lehrer und Schüler an ihrem Arbeitsplatz einen Anspruch. Regeln müssen immer funktional begründet sein, d.h. zu Zielen führen: gutes Arbeiten und humanes Zusammenleben. Alle anderen Regeln sind, weil freiheitsraubend, schädlich. Konsequenz Positiv ist, dass Konsequenz zum Ziel und zum Erlebnis von Erfolg führt. Negativ ist, dass sie wenig menschengemäß ist, weil wir eher spielerisch, spontan und flexibel sind (selbst Erwachsene!). Jeder Tag ist neu und überraschend! Konsequente Konsequenz in Klassen führt schnell zum Kriegszustand, zur Unerbittlichkeit. Also: Vereinbarungen, einmal beschlossen, sind nicht verhandelbar. Letztlich und im Alltag aber immer doch. Sie können, wenn es das Klassenleben, der einzelne Schüler, die einzelne Schülerin oder die Situation erfordern, auch immer einmal abgeändert oder ausgesetzt werden. Zugunsten der Humanität und der echten, gerade aktuellen Bedürfnisse der Beteiligten. Das ist eine wichtige Erfahrung fürs Leben. Josef Boyer

Bild: Eva Hoffmann, Stufe Q1

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BG unterwegs Mangez bien, riez souvent, aimez beaucoup!

Frankreich-Austausch mit Meaux

„Aller guten Dinge sind drei.“ Unter diesem Motto fuhren die Schülerinnen und Schüler der EF in Begleitung von Frau Jaquet und Herrn Muschellik nach Meaux. Das Beethoven-Gymnasium und das Lycée Pierre de Coubertin in Meaux organisieren bereits seit drei Jahren einen Austausch, um ihren Schülern die noch unbekannte Kultur näherzubringen und ihnen die Chance zu geben, das französische „savoir-vivre“ kennen zu lernen und für eine Woche lang zu leben. Paula Preiter, Stufe EF

Beethoven und Bonn. Da Paris in der Nähe liegt, ließen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen und besichtigten an zwei Tagen die Hauptstadt. Während all dieser Ausflüge herrschte, auch wenn mal etwas schief ging (der Arc de Triomphe, den wir erklimmen wollten, war leider geschlossen), immer eine entspannte und humorvolle Atmosphäre. Als besonders schön empfanden wir den Abschlussabend, an dem selbstgeschriebene „Elfchen“ und Gedichte vorgetragen und Fotos geschossen wurden, die für uns alle eine wunderbare Erinnerung sind.

Wir Schüler waren alle sehr gespannt und freuten uns, unsere in zwei Jahren erworbenen Sprachkenntnisse endlich auch einmal praktisch anwenden zu können. Bei einer Rallye haben wir Meaux, eine Kleinstadt 50 km nordöstlich von Paris, kennengelernt und dabei französische Gastfreundschaft und Nationalstolz erlebt, als uns eine ältere Dame ohne Aufforderung stolz das Hôtel de ville und dessen Archiv mit historischen Dokumenten zeigte. Außerdem nahmen wir am Unterricht im Lycée teil. Trotz kleiner Sprachbarrieren beteiligten wir uns am Unterricht und erzählten den französischen Schülern gerne etwas über das BG,

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Die französischen Familien, zu denen wir abends nach langen anstrengenden Tagen gerne zurückgekehrten, haben wir als sehr offen und gastfreundlich erlebt:Gemeinsam haben wir sportliche Aktivitäten und Musik gemacht, gekocht, gelacht, über Politik diskutiert und von unseren Familien erzählt. Und auch wenn ein schöner Austausch zu Ende gegangen ist, sind wir dankbar für diese großartige und eindrucksvolle Erfahrung und behalten das, was wir von unseren Austauschschülern gelernt und mitgenommen haben: „Mangez bien, riez souvent, aimez beaucoup!“ Sofia Khaledi, Q1

Hoch hinaus: Tutoren vom Hochseil-Klettergarten bis zum Astronautentrainer Am 22. Januar 2016 durften 15 engagierte Tutorinnen und Tutoren aus den 9. Klassen in Begleitung von Frau Monschau und Herrn Diercker einen besonderen Schultag im Kölner Odysseum erleben: Damit wollte unsere Schule sich einmal bei den vielen Schülerinnen und Schülern bedanken, die im Rahmen von Lernpatenschaften und begleitend im Förderunterricht in unterschiedlichen Kernfächern jüngere Schülerinnen und Schüler bei Lernschwierigkeiten begleiten und unterstützen. Das Ziel des Ausflugs war sehr bewusst gewählt: Das Odysseum in Köln ermöglicht es Schülern unterschiedlichen Alters, im Rahmen von 200 Erlebnisstationen auf ganz lebendige Weise naturwissenschaftliche Sachverhalte zu erkunden. Dabei kann man unterschiedliche Schwerpunkte setzen und z. B. in unterschiedlichen Rallyes Biologie, Physik oder Technik in den Vordergrund stellen. Zusätzlich bietet ein Hochseil-Klettergarten die Möglichkeit, das Museum aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten. Während diese Option von fast allen Tutorinnen und Tutoren rege genutzt wurde, trauten sich nur die etwas Mutigeren in den Astronautentrainer, um dort ihre Weltraumtauglichkeit zu testen. Erfreulicher Weise wurde  das Vorhaben im Rahmen der mit dem Odysseum bestehenden Bildungspartnerschaft unterstützt: So gab es für die Gruppe 10 Freikarten. Die verbleibenden Kosten für Anfahrt und Mittagsverpflegung wurden

dankenswerter Weise von der Gesellschaft der Freunde und Förderer (GFF) übernommen - ein tolles Signal der Wertschätzung an alle Schülerinnen und Schüler, die sich in ihrer Freizeit für Kinder mit Problemen in einzelnen Lernbereichen engagieDr. Jacqueline Monschau ren.

Auszeichnung für besonderes ehrenamtliches Engagement: Tutorinnen und Tutoren im Rathaus geehrt Kein Tag wie jeder andere: Am 5. Juli 2016 waren 15 Schülerinnen und Schüler unserer neunten Klassen gemeinsam mit engagierten Schülerinnen und Schülern anderer Bonner Schulen eingeladen, um aus der Hand von Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan ihre Urkunden zur Auszeichnung für besonderes ehrenamtliches Engagement entgegenzunehmen. Die 15 Geehrten haben sich im Rahmen des Tutorenprogramms im Schuljahr 2015/16 ehrenamtlich für Mitschülerinnen und Mitschüler eingesetzt und dabei zu deren schulischen Erfolgen beigetragen. Oberbürgermeister Sridharan ging im Rahmen der Verleihung im ehrwürdigen Gobelinsaal des alten Rathauses noch einmal ausführlich auf den Charakter ihres Engagements ein: So seien unsere leistungsstarken Schülerinnen und Schüler bereits im vorangegangenen Schuljahr über ein halbes Jahr geschult worden, um mit Schülerinnen und Schülern gezielt an individuellen Lernschwierigkeiten auf 1:1-Basis erfolgreich arbeiten

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zu können. Dabei, so Sridharan weiter, haben sie „zeitliche Mehrbelastungen im Nachmittagsbereich auf  sich genommen, um sich die notwendigen pädagogischen und fachdidaktischen Kompetenzen für ihre Tätigkeit in Theorie und Praxis anzueignen.“ Wie erfolgreich sie im laufenden Schuljahr mit jüngeren Schülerinnen und Schülern, zumeist aus den Klassen 5 bis 7, gearbeitet haben, hat sich inzwischen an unserer Schule herumgesprochen. Die Nachfrage nach den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die dazu beitragen, Lernschwierigkeiten zu überwinden, Selbstbewusstsein aufzubauen und Lernstrategien für zukünftigen schulischen Erfolg zu erwerben, ist daher stetig gestiegen. Dies gilt sowohl für die Begleitung von Förderkursen als auch für Silentien sowie die Betreuung einzelner Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Lernpatenschaften. Auch Schulleiterin Renate Giesen schloss sich dem Dank des Oberbürgermeisters gerne an und freute sich mit Puja Akbari, Ian Clages, Klara Friedhoff, Kim Hermann, Carla Jörn, David Kielert, Maja Kleinefenn, Johanna Krueger, Julia Nisen, Elli Pauleit, Julia Schade, Paula Schindler, Laura Schweikert, Charly Steinebach und Antonia Wagner über die verdiente Würdigung ihrer Arbeit. Um den Fortbestand dieses seit Jahren bewährten Programms braucht sich unser Gymnasium übrigens keine Sorgen zu machen: Im Schuljahr 2015/2016 haben sogar 26 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen die Tutorenausbildung absolviert, um im folgenden Schuljahr bei Bedarf mit jüngeren Schülerinnen und Schülern arbeiten zu können. Dr. Jacqueline Monschau

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Higgs-Boson statt Mottowoche Johannes Götz und Mielad Sabzehi aus dem Leistungskurs Physik der Q2 haben am 16.03.2016 an der internationalen Masterclass 2016 des Physikalischen Instituts der Universität Bonn teilgenommen. Der Tag unter dem Thema: „Hands on Particle Physics“ findet jedes Jahr an über 150 Universitäten oder Forschungseinrichtungen in über 40 Ländern statt. Diese Veranstaltung will aktuelle Entwicklungen aus der Teilchenphysik, die oft noch nicht in Schulbüchern behandelt werden, vorstellen. Im Mittelpunkt steht dabei die aktive Beschäftigung mit Messdaten. Es begann vormittags mit Vorträgen über die Grundlagen der Teilchenphysik (Standardmodell), den Aufbau des Large Hadron Colliders (LHC) und die Funktionsweise des Atlasdetektors am CERN in Genf. Anschließend erfolgte eine Einführung zur Analyse und Auswertung von Daten mittels eines Laptops. Das wurde dann auch nachmittags in kleinen Antonia Thiele, Stufe EF Gruppen durchgeführt, wobei jede Kleingruppe zunächst einen Datensatz vom Umfang 50 aus Genf zur Bearbeitung erhielt. Tatsächlich erzielte man hier und da einen Treffer: ein Higgs-Boson. In der anschließenden Videokonferenz mit dem CERN und weiteren Masterclasses in Orsay, Rom, Wuppertal und Hamburg wurden die Ergebnisse der Datenauswertung verglichen, und Fragen der Teilnehmer zur Teilchenphysik beantwortet. Die Videokonferenz fand auf Englisch statt. Beide berichteten anschließend begeistert von ihrer Teilnahme an diesem Seminar der Uni Bonn, sie hatten den verpassten Mottotag überhaupt nicht vermisst. Thomas Dreiseidler

qu’elles reflètent une partie de la culture française. 
Durant nos balades à pied nous avons vu beaucoup de facettes diverses de Paris.
Le matin, nous avons participé aux cours avec nos correspondants, c’était une bonne expérience de voir un autre système scolaire.
Un autre aspect que tous ont aimé, c’étaient les pâtisseries et les boulangeries fantastiques qui vendent des choses comme les macarons, les éclairs et les croissants. 
Au total, l’échange était une expérience merveilleuse et nous avons rencontré beaucoup de nouveaux amis.
C’est sûr que nous allons retourner à Paris pour visiter nos correspondants. Helen Mundorf, Pia Zelgert, Stufe EF

Skifahrten ins Kleinwalsertal

Paris, Paris! 
 Du 12 au 19 mars 2016 nous étions à Paris pour l’échange scolaire avec le lycée Stanislas.
 Nous sommes arrivés samedi et nous avons eu tout le weekend dans notre famille d’accueil. Nos correspondants ont essayé d’organiser des fêtes en grands groupes, des pique-niques, des rencontres aux cafés parisiens et d’autres choses. 
Pendant la semaine, nous avons fait beaucoup d’excursions. L’excursion à Montmartre était particulièrement belle à cause de la vue magnifique sur Paris. Les excursions aux musées Picasso et Rodin étaient très intéressantes parce

2016 war für die Skifahrt ein besonderes Jahr. Auf der einen Seite zeigte sich das Kleinwalsertal von seiner schönsten Seite und bot allen Fahrtteilnehmern eine traumhafte weiße Winterlandschaft. Anderseits war es die letzte Skifahrt mit Reiner Herpel, dem langjährigen Fahrtenleiter unseres Beethoven Gymnasiums, der zum Schuljahresende das BG verließ. Seine unzähligen Skitage haben vielen Schülergenerationen die Faszination des unbeschwerten Gleitens nähergebracht und die legendären Abende werden vielen Mitfahrern in Erinnerung bleiben. Wir hoffen, dass Du, lieber Reiner, uns in den nächsten Jahren das ein oder andere Mal im Kleinwalsertal besuchen wirst.

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Dabei könnte er ebenfalls auf neue Skilehrer treffen. In Tradition von Dieter Kissenbeck, der die Skifahrt am BG einführte, und Verena Lambert, die über viele Jahre herausragend die Ausbildung der Skilehrer leitete, begleiteten dieses Jahr wieder acht Oberstufenschüler der Q1 unsere Skifahrt. Nach der lehrreichen theoretischen Vor- und Nachbereitung sowie der intensiven Ausbildungswoche im Schnee konnten schließlich alle acht Schülerinnen und Schüler ihre Skihelfer-Zertifikate von Frau Giesen in Empfang nehmen. Wir gratulieren dem Ausbildungsjahrgang 2016 mit Adrian Fritsch, Lucie Herpel, Eva-Lena Kickartz, Jacob Klais, Chiara Kühbacher, Alvar Rapp, Frederick Siklossy und Finn Sartoris. Ein besonderer Dank geht an alle Fahrtenleiter und Klassenlehrer,an die GFF und vor allem an die zahlreichen Skilehrer, ohne deren Engagement und Freude an der Arbeit mit unseren Schülerinnen und Schülern die Skifahrten in dieser Form nicht möglich wären. Auf ein Neues in 2017… Fabian Zwirner

Antonia Tietzel, Stufe Q1

Auf den Spuren der Römer Am 16. März 2016 unternahmen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6d - begleitet von der Klassen- und Geschichtslehrerin Frau Dr. Monschau, dem Lateinlehrer Herrn Bordin und dem Praktikanten Herrn El-Ghoul - einen hochinteressanten, fächerverbindenden Ausflug in das römische Köln zur Zeit des 1. Jahrhunderts n. Chr. In einem abwechslungsreichen Rundgang stellte uns ein Archäologe einige der herausragenden Exponate des Römisch-Germanischen Museums vor, so u.a. das riesige Dionysos-Mosaik, das beeindruckende Grabmal des Poblicius und eines der besterhaltenen Trinkgläser.

Rabiya Carkit, Stufe Q1

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Hierbei wussten unsere gut vorbereiteten Schüler auf fast alle Fragen Antwort zu geben. Denn die römischen Wurzeln der Stadt Köln waren den Kindern aus dem Geschichtsunterricht bestens vertraut, ebenso wie der alte Stadtname „Colonia Claudia Ara Agrippinensi-

um“, aus dem sich später „Köln“ entwickelte. Drei Dinge werden nun mit Sicherheit in Erinnerung bleiben: werden Figuren nackt dargestellt (z.B. auf dem Dionysos-Mosaik), muss es sich um göttliche Wesen handeln. Auch war auf einem Grabstein mit „MANGO“ der Beruf des verstorbenen „Ur-Kölners“ angegeben; hier zeigte sich unser Führer sehr verwundert, dass unsere Schüler sofort die Antwort geben konnten: „Sklavenhändler“. Denn ein solcher spielt in der zuletzt behandelten Lektion des Lateinbuches eine wichtige Rolle. Doch viele Schüler waren auch sehr überrascht darüber, dass man in Köln sogar in der Dom-Tiefgarage ohne jedes Eintrittsgeld die römischen Wurzeln der Stadt in Form von Mauerresten begutachten kann. Klar wurde auch: Rund um das Museum gibt es noch viel zu sehen und auszuprobieren, auch spannende Computeranimationen! Vielleicht ergibt sich ja mal ein privater Besuch zusammen mit den Eltern, wo man dann in aller Ruhe auf Entdeckungstour gehen kann. Martin Bordin, Jacqueline Monschau

Echange avec La Réunion J‘ai passé un très beau séjour de trois mois à La Réunion, un département et région d’outre-mer de la France. J’ai participé au programme Sauzay (programme d’échange de l’OFAJ) car je voulais améliorer mon français. Quand je suis arrivé à La Réunion, je savais que je me sentirais bien pendant ces trois mois. Il faisait beau, un argument très important et j’étais accueilli par la famille d’accueil très chaleureusement. Ils ont pris beaucoup de temps à me montrer l’île et de m’expliquer des choses pendant mon séjour. Aussi à l’école, tout le monde m’a accueilli très gentiment. Dès le début de mon échange, chacun m’a parlé, ce qui m’a aidé beaucoup à améliorer mon français et à nouer de nouveaux contacts. Effectivement, mes professeurs en France ont pris en considération que je viens de l’étranger et ils étaient très patients avec moi. J’habitais chez une famille très gentille. Ils ont une très belle maison avec un jardin dans une banlieue de la capitale de l’île,

Saint-Denis. J’avais même ma propre chambre avec une salle de bains. Je me suis entendu très bien avec mes parents et mes trois frères d’accueil. Avec eux, j’ai joué beaucoup au foot et au ping-pong dans le jardin. Le père parle allemand et il est professeur à l’école à laquelle j’assistais aussi. La mère est née à La Réunion et nous avons souvent visité ses parents. Ils habitent à l’intérieur de l’île. Pendant notre temps libre, nous avons fait des excursions à la plage ou nous sommes partis pour la montagne pour faire des randonnées. De plus, nous sommes allés au musée pour découvrir la culture créole. Mais généralement, on a moins de temps libre qu’en Allemagne à cause du fait que l’école a lieu six jours par semaine. L’école était une école où on peut passer l’AbiBac. Dans quelques matières, les cours étaient en allemand. Je suis allé dans la même classe que mon correspondant qui parle allemand aussi. Cela a simplifié l’initiation à l’école. La Réunion est caractérisée par une diversité de cultures. J’étais impressionné que tout le monde s’entende très bien. Cette diversité s’est montrée aussi dans les repas. J’ai mangé beaucoup de spécialités régionales et internationales. Personnellement, j’ai gagné plus de confiance en moi en parlant français pendant cet échange de trois mois. Mes professeurs et ma famille d’accueil en France ont confirmé cette impression. Au surplus, c’était une bonne expérience de vivre à l’extérieur de l’Allemagne pour trois mois. A la fin de l’échange, j’aurais aimé rester encore plus longtemps à La Réunion. Je suis heureux que ce programme pour l’encouragement de l’amitié entre la France et l’Allemagne existe. Jonas Kuczatky, Stufe EF

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BG im Wettbewerb

Erster Preis beim Schülerwettbewerb der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus „Der parlamentarische Rat beginnt seine Tätigkeit […]in einer Zeit der völligen Ungewissheit über Deutschlands Zukunft. Ja, auch die Zukunft Europas und der Welt ist dunkel und unsicher, und Deutschland selbst ist politisch unsicher.“ Mit dieser Einschätzung in seiner Eröffnungsrede des Parlamentarischen Rates am 1.September 1948 nahm Konrad Adenauer seine Amtsgeschäfte als dessen Vorsitzender auf. Er beendete sie anlässlich der Verabschiedung des Grundgesetzes am 8.Mai 1949 mit den Worten: „es ist wohl in Wahrheit heute […] der erste frohe Tag seit 1933“. Wie prägte Adenauer die Arbeit der Mitglieder des Parlamentarischen Rates und vor allem ihr Ergebnis, das Grundgesetz? Welche Stellung nehmen diese Monate in der politischen Biografie Adenauers und der Herausbildung seiner überzeugten Haltung zur Westbindung auf dem Weg zur Westintegration der jungen Bundesrepublik Deutschland ein? Dieser Frage ging unser Schüler Niklas Goncz (Leistungskurs Geschichte, Q1) in seiner Facharbeit im Schuljahr 2015/16 nach. Er reichte seine Recherchen und seine Darstellung bei der Stiftung des Konrad-Adenauer-Hauses ein. Das Konrad-Adenauer-Haus ruft seit sechs Jahren Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe in Bonn, Remagen, Bad Neuenahr-Ahrweiler. Linz und im Rhein-Sieg-Kreis dazu auf, ihre Facharbeiten, sofern sie sich mit Konrad Adenauer oder der deutschen Nachkriegsgeschichte beschäftigen, als Wettbewerbsbeitrag einzureichen.

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Am 28.Juni 2016 fand nun die Verkündigung der Sieger des diesjährigen Wettbewerbs und die Preisverleihung im Wohnzimmer dessen statt, um den es ging, nämlich im Konrad-Adenauer-Haus in Rhöndorf. Wir gratulieren unserem Schüler für den Erfolg: Ihm wurde der erste Preis zuerkannt – für die besondere Fokussierung des Zeitraums und des Themas sowie die detailliert herausgearbeitete politische und inhaltliche Leistung Adenauers, insgesamt für eine Schülerarbeit, die auch die formalen Kriterien des wissenschaftlichen Arbeitens in besonderer Weise erfüllte. Dagmar Tosstorff, Geschichtslehrerin

Erfahrungsbericht Facharbeit zu Konrad Adenauer

Sowohl für das Grundgesetz als auch für den Politiker und die Person Konrad Adenauers habe ich mich bei der Wahl zum Thema meiner Facharbeit in Geschichte interessiert. Insofern habe ich mir vorgenommen, ein Thema zu bearbeiten, das beide Bereiche miteinander verbindet. Die Beschreibung der Rolle Konrad Adenauers als PräsiCharlotte Weiland, Stufe Q1 dent des Parlamentarischen Rates, welcher die Aufgabe hatte, nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue und vorläufige Verfassung auszuarbeiten, bot sich hierzu an. Im Laufe der Bearbeitung des Themas habe ich einen tiefen Einblick in das Wirken Konrad Adenauers erhalten. Ich bin bei meiner Recherche zu dem Schluss gekommen und

deshalb überzeugt, dass das Grundgesetz maßgeblich durch seine politischen Ansichten beeinflusst wurde. Zwar hat Theodor Heuss 1959 zu Konrad Adenauers Rolle im Parlamentarischen Rat gesagt: „Von Adenauer stammt kein Komma“, jedoch ist seine Handschrift in unserer bis heute gültigen Verfassung deutlich zu erkennen. An den Einzelheiten der formellen Ausgestaltung des Grundgesetzes beteiligte sich Konrad Adenauer nur am Rande, ihm ging es um die Implementierung der wesentlichen Bestimmungsmerkmale. Dabei galt es für Konrad Adenauer nicht selten, zwischen den verschiedenen Parteien mit unterschiedlichen Interessen vermittelnd zu agieren und dabei seine persönlichen Ansichten zu platzieren. Dazu verkörperte er die erforderlichen Voraussetzungen, diesen Konflikten entgegenzuwirken. Vor allem sein diplomatisches Geschick hat ihn hierbei für mich zu einem persönlichen Vorbild gemacht. Darüber hinaus bin ich der Ansicht, dass seine Kompromissbereitschaft  in Zeiten globaler Krisen und Konflikte auch die nächsten Generationen inspirieren wird. - Während der Ausfertigung meiner Facharbeit hat mich meine Fachlehrerin Frau Tosstorff darauf aufmerksam gemacht, dass zu Facharbeiten zur Person Konrad Adenauer seit einigen Jahren ein Schülerpreis ausgelobt wird. Nach der Korrektur der Arbeit durch Frau Tosstorff, bin ich ihrem Vorschlag gefolgt und habe meine Arbeit bei der Stiftung Konrad-Adenauer-Haus eingereicht. Mit Erfolg: überraschenderweise wurde mir der erste Preis verliehen. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Ein herzlicher Dank dafür geht an Frau Tosstorff! Niklas Goncz, Q1, LK Geschichte

BG-Schüler erreichen Spitzenergebnis bei Matheolympiade Bei der Siegerehrung zur Regionalrunde der 55. Mathematik-Olympiade am 25. November 2015 in der Kirche des Aloisiuskollegs Bonn - Bad Godesberg erhielten vier Schüler des Beethoven-Gymnasiums einen Preis und vier weitere eine Anerkennung. Einen 1. Preis erhielten Urs Flock (Q2) und Elbrus Mayer (Q1). Urs holte 39 von 40 möglichen Klausurpunkten und Elbrus hol-

Preisträger der Jahrgangsstufen Q1 und Q2

te sogar 40 von 40 möglichen Punkten. Beide zogen mit ihren großartigen Leistungen in die Landesrunde am 27. Februar 2016 in Dortmund ein.Für seine besonders guten Lösungswege erhielt Urs Flock zusätzlich einen der beiden Sonderpreise der Vereinigung Mathematik-Olympiaden e.V. Rostock. Einen 2. Preis errang Noah Hartmann (6a). Weiterhin errang die BG-Olympiamannschaft noch einen 3. Preis, welcher an Laura Körner (6c) ging. Anerkennungen gingen an Florian Hougardy (5a), Bars Nyam (5d), Eda Durmaz (7c) und Gesa Rady (8a). Darüber hinaus nahmen noch neun weitere BG-Schüler an der Regionalrunde teil. Alle 17 BG-Olympioniken hatten sich zuvor in einem Schulwettbewerb erfolgreich für die Klausur in der Regionalrunde qualifiziert. Bei der Siegerehrung wurde allen Teilnehmern der Regionalrunde ein tolles Rahmenprogramm geboten. Neben musikalischen Darbietungen von talentierten Jungmusikern begeisterte insbesondere der mathematische Festvortrag von Professor Dr. Rainer Kaenders, Hausdorff – Center- for- Mathematics Bonn, das Publikum. Den Zuhörern wurde dabei auf unterhaltsame Weise veranschaulicht, wie Transportprobleme beim Umzug mit Mathematik gelöst werden können. Dabei wurde auch die Bedeutung von Gegenständen der Schulmathematik wie der Satz des Thales oder gleichseitiges Dreieck deutlich. Für die jungen Freundinnen und Freunde der Mathematik war das sicher ein Ansporn, sich weiter intensiv mit der Schulmathematik zu beschäftigen. Annette Kiesewetter und Reinhard Meierarend, betreuende Lehrer

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Die BG-Schülermannschaft

Schüler des BG gewinnen Bonner Mathematikturnier 2015 Einen grandiosen Erfolg konnte das Beethoven-Gymnasium am 25.9.2015 beim Bonner Mathematikturnier feiern, welches vom Hausdorff-Center-for-Mathematics ausgerichtet wurde. Insgesamt 56 Schulen von Düsseldorf bis Frankfurt rangen in zwei Wettkampfrunden um den TurnierDer Wanderpokal sieg. In beiden Runden konnten jeweils bis zu 500 Punkte erreicht werden, und die Summe bildete das Gesamtergebnis. Mit 780 von insgesamt 1000 möglichen Punkten gewann das BG mit gewaltigem Vorsprung den Titel vor der Christopherusschule aus Königswinter mit 657 Punkten und dem St.-Ursula-Gymnasium Brühl mit 652 Punkten. Am BG wird daher nun für ein Jahr der interessante Wanderpokal in Form eines symmetrischen Pythagorasbaumes zu bestaunen sein. Nach der ersten Runde lag das BG bereits mit 310 Punkten

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knapp vorn. In dieser Runde spielten außer Konkurrenz noch ein Lehrerdreamteam, in welchem das BG mit Frau Sixt beteiligt war, sowie ein Universitätsdreamteam, bestehend aus Mathematik-Professoren und Mitarbeitern, mit. Die Lehrer kamen ebenfalls auf starke 310 Punkte, und die Uni-Mannschaft kam auf standesgemäße 450 Punkte. In der zweiten Runde erreichte das BG dann unglaubliche 470 Punkte und damit den Gesamtsieg. Die erfolgreiche BG-Mannschaft bildeten Urs Flock (Q2), Elbrus Mayer (Q1), Tim Langschwager (Q2), Tim Schöberl (Q2) und Adrian Fritsch (Q1). Als Preis erwartet die fünf BG-Schüler am 22. Oktober ein Treffen mit dem französischen Mathematiker und Fields-Medallien-Preisträger Cédric Villani. Darüber hinaus fahren die Schüler zur Ausstellung „IMAGINARY“ nach Leuven in Belgien und erhalten ferner noch einen Buchpreis.

Vera Sixt und Reinhard Meierarend, betreuende Lehrer

Zwei BG-Schüler erreichen die Zwischenrunde des Pangea-Mathematikwettbewerbs 2016

In diesem Jahr starteten erstmals auch BG-Schüler beim Pangea-Mathematik-Wettbewerb. Bundesweit über 137.000 Teilnehmer rangen am 24. Februar 2016 um die 4.000 begehrten Startplätze für die Zwischenrunde. Für das BG gingen Leon Aschenbrenner, Anuar Lutfi (beide Klasse 7a), Floyd Surtees (Klasse 7b) und Hannah Siemens (Klasse 8b) an den Start. Leon und Floyd gelang sogar gleich auf Anhieb die Qualifikation für die Zwischenrunde. Diese 2. Runde fand in der Region Bonn am 30. April 2016 am Amos-Comenius-Gymnasium in Bad Godesberg statt. Floyd schlug sich in dieser 2. Runde sehr gut. Nur ein paar kleinere Fehler brachten ihn um die Qualifikation für die Finalrunde. Zu dieser 3. Runde werden nur noch die besten 14% der Zwischenrunde eingeladen – d.h. nur ca 0,4% aller Pangea-Teilnehmer. Leon Aschenbrenner war bei der Zwischenrunde leider verhindert. Reinhard Meierarend

Gleich zwei BG-Schüler bei der Landesrunde der Mathematik-Olympiade erfolgreich! Bei der Landesrunde der 55. Mathematik-Olympiade am 27. Februar 2016 in Dortmund haben mit Urs Flock (Jgst. Q2) und Elbrus Mayer (Jgst. Q1) gleich zwei BG-Schüler große Erfolge erzielen können. Urs errang einen zweiten Preis und Elbrus sogar einen ersten Preis. Elbrus hat sich damit sogar für die Bundesrunde qualifiziert, die vom 12. bis 15. Juni in Jena stattfindet. Der Landesrunde gingen eine Schulrunde und eine Regionalrunde voraus. Von den NRWweit ca. 16.000 Teilnehmern der Schulrunden konnten sich ca. 5.500 Schüler für die jeweiligen Regionalrunden qualifizieren und davon wiederum 350 Schüler für die Landesrunde. Den Abschluss der Landesrunde bildete die Siegerehrung am 9. April 2016 um 11:00 Uhr im Audimax der TU Dortmund. Reinhard Meierarend

Schöner Erfolg beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2016 Auch im Schuljahr 2015/16 haben sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 am Bundeswettbewerb Fremdsprachen mit Latein als Wettbewerbssprache beteiligt. In diesem Wettbewerb, in dem die Anforderungen deutlich über das im Unterricht Verlangte hinausgehen, gelang es nun Julia Schade (9b), sich eine Platzierung in der Gruppe der 4. Preisträger zu sichern. Herzliche Gratulation zu diesem Erfolg! In der zweieinhalbstündigen Lateinklausur galt es, zu einem zuvor angekündigten Thema (in diesem Jahr: „Caius Iulius

Lorenz Mehrlein, Stufe EF

Caesar“) verschiedene Aufgaben zu bearbeiten, die in ihrer Konzeption durchaus als anspruchsvoll und attraktiv bezeichnet werden können: Übersetzung – Wortergänzung – Hörverstehen – Sprachbeobachtung (Lateinisches in modernen Fremdsprachen) – Sachteil. Auch gaben vor Beginn der Klausur die Teilnehmenden eine CD ab, auf welche sie zu Hause nach längerer Einübung einen lateinischen, vom Veranstalter vorgegebenen Text in sinngemäßem Lesevortrag gesprochen hatten. - Allen, die teilgenommen haben, sei an dieser Stelle im Namen der Schule herzlich gedankt. Und es sei daran erinnert, dass auch im kommenden Januar die nächste Klausur des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen (Jahrgänge 9 und 10) durchgeführt wird. Martin Bordin, Betreuer des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen

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BG sportlich

As time rows by –Eurega wird 25 – ein heroischer Agon frei nach Homer „As time rows by“ - so lautete das Motto der nunmehr zum 25. Mal stattfindenden Europäischen Rheinregatta oder kurz Eurega, die vom Bonner Ruderverein 1882 auf zwei Strecken ausgetragen wird: die kurze Distanz startet bei Rheinkilometer 608 in Neuwied und ist die traditionelle Schülerrudererstrecke mit 45 Kilometern; die lange Strecke für die routinierten Regattaruderer beginnt bei der Loreley, Rheinkilometer 553, und erstreckt sich somit über 100 Kilometer. So fanden sich in diesem Jahr gleich zwei Mannschaften des GRV bereit, diese Hürden auf sich zu nehmen, um den Ruhm des Beethoven-Gymnasiums zu mehren. Fünf tapfere Schülerrecken begaben sich am Samstag Morgen, den 07. Mai 2016 nach Neuwied und bereiteten eifrig ihr Boot vor, wie es ihnen weise Stimmen geflüstert hatten, völlig unbelastet von schwerer Erfahrung, die doch manchmal die Mühen bereits vorausahnen lässt: so kleben sie nun und tapen das schöne Rheinheitsgebot von Bug bis Heck, nichts ahnend von dem, was noch kommen mag. Wie wenn die Meeresflut zum hallenden Felsengestade, Wog ´an Woge, sich stürzt, vom Zephyroswinde getrieben, so brandete die Flut der Ruderer hinab zum Stege Neuwieds und hier erst wurde ihnen gewahr die Macht der Konkurrenz. Aber frohen Mutes bestiegen sie ihr fein präpariertes Gefährt unter dem leichtfüßigen Steuermann Johannes Martin, dem Aresliebenden Lukas Chronz auf Schlag mit seinen streitbaren Recken Hendrik Siklossy, Leo Rieger und Martin Koch, sämtlich Novizen aus der EF. Ein paar wohlige Klänge sollte ihnen die Fahrt und Strapazen etwas erleichtern und so starteten sie ihre mühevollen Abenteuer. Aber bereits bei Rheinkilometer 613 im berüchtigten Andernacher Loch zeigten sich erste Schwächen ihrer Kleb- und Tape-Bemühungen und ein Teil der

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mühsamen Arbeit verabschiedete sich und verhinderte fortan das drohende Volllaufen durch die mächtigen Wogen Gevatter Rheins nicht mehr. So schöpften sie denn unter den Kommandos des Steuermannes und nahmen die demütigende Warnung eines DLRG Bootes, jetzt nicht mehr auf Sieg fahren zu wollen, gelassen hin. Sie ruderten in einem fort, die 1. Stunde gut, die 2. Stunde hart und in der 3. ging es wieder, wie mir Zeugen berichteten. Allein sie erreichten ihr hart erkämpftes Ziel nach 2 Stunden und 59 Minuten, einer noch steigerbaren, aber durchaus respektablen Zeit und nahmen hierfür den Ehrenpreis für das schnellste Schülerruderboot entgegen.

am Steuer Günter Mertens, auf Schlag Marc Adam, auf 3 (dahinter) Wolfgang Emmerich, auf der 2 Lutz Kirchhoff, auf der 1 Martin Kühn

Tempora labuntur tacitisque senescimus annis – die Zeit verstreicht und wir altern unmerklich an Jahren – so drückte Ovid das Motto der 25. Eurega aus und eine Gruppe Altvorderer GRVer nahm sich dies zu Herzen und fand sich zusammen, einen weiteren Erfolg zum Ruhme ihrer ehemaligen bisweilen noch jetzigen Schule zu ergattern: Wolfgang Emmerich (Abiturjahrgang 1974), Günter Mertens (Abiturjahrgang 75), Martin Kühn (Abiturjahrgang 1976), Marc Adam (Abiturjahrgang 1999) und Lutz Kirchhoff (Abiturjahrgang 1998). Von der Loreley beginnt das Spektakel bereits am Freitag davor mit ebensolcher Präparierung der Boote und einem stärkenden Spaghetti-Essen. Unsere Präparierungen hielten allerdings weitestgehend und wir konnten ein Schöpfen durch frühzeitiges Lenzen (Klappen im Boot zum Entwässern während des Ruderns) verhindern. Eine Frankfurter Mannschaft in unserer Klasse Masters C (Mindestdurchschnittsalter 43)

leistete anfangs noch heftig Widerstand und überholte uns gar, konnte aber die vereinte GRV-Zugkraft nicht lange halten, sodass wir bei Koblenz an ihnen vorbeirauschten und ihnen erst im Ziel wieder gewahr wurden, das wir auch dank der guten Bedingungen bereits nach 5 Stunden und 23 Minuten erreichten. So endete ein erfolgreicher Tag für den Gymnasialruderverein 1895, der doch auch zeigt, welch tiefe Verbundenheit ein solcher Schülerruderverein stiften kann, und die vorbeiziehenden Jahre bereichert. Lutz Kirchhoff

Bald darauf folgte die 64. traditionelle Lahnfahrt. In fünf Etappen ruderten wir mit einer guten Gesellschaft durch die wunderbare Landschaft von Weilburg nach Bonn. Am Ende des Schuljahres fanden die Anfängertage für die siebten Klassen im Mondorfer Hafen statt, wo die Siebtklässler erste Erfahrungen im Ruderboot sammeln konnten. In den ersten beiden Sommerferienwochen fuhren viele GRVler bei super Wetter die Elbe hinunter. Abgeschlossen wurden die Sommerferien mit der Anfängerfahrt, die auf die schöne Mosel ging. Nun freuen wir uns auf das kommende Ruderjahr. Alvar Rapp, Vorsitzender des GRV

Jahresbericht GRV 2016 Auch des Jahr 2016 war erfolgreich für den GRV: Wir haben einen neuen 4er (inkl. Steuersitz) erworben (Bonn éclair). Neue Skulls sind bestellt und werden bald eintreffen. Außerdem ist die Renovierung unseres neuen Clubraumes im Gange. Das Jahr begann wie immer mit der Vollversammlung, wo ein neuer Vorstand gewählt wurde. Die Ämter waren wie folgt besetzt: Vorsitzender: Alvar Rapp; Ruderwarte: Umid Bäuerle, Lukas Chronz; Bootswarte: Floris Born, Tjade Fulda, Niko Mies; Kassenwart: Tobias Schlangen; Hauswärtin: Jona Glass. Die Herbstfahrt ging dieses Jahr auf die Saar und die Mosel. Am ersten Maiwochenende nahm der GRV erfolgreich an der jährlich stattfinden Europäischen Rhein-Regatta („Eurega“) teil. Hendrik Siklossy, Lukas Chronz, Leo Rieger, Johannes Martin und Martin Koch gewannen den Preis für den besten Schülerruderverein (siehe Foto unten).

Erfolgreiche Basketballer am BG Am 26. November fanden die Stadtmeisterschaften im Basketball der Jungen in der Wettkampfklasse II, also der Jahrgänge 1999-2002, statt. Gegen das Tannenbusch-Gymnasium fand unsere Mannschaft, getragen von den herrlich miteinander kombinierenden Fresen-Drillingen, schnell zueinander. Alle Mitglieder der Mannschaft wurden nach und nach eingewechselt, damit sie gemeinsame Spielpraxis sammeln konnten. Das Team harmonierte und schnell wurde ein deutlicher Vorsprung erspielt, der bis zum Ende auf ein 31:11 ausgebaut werden konnte. Auch die weiteren Vorrundenspiele wurden souverän

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Am 3. Februar 2016 galt es nun, sich die Tickets für das Landesfinale in Paderborn zu erkämpfen, und zwar gegen das Heilig-Geist-Gymnasium aus Würselen (Vertretung der Städteregion Aachen), das Albert-Schweitzer-Gymnasium aus Hürth (Rhein-Erft-Kreis) und gegen die Schule „Schloss Hagerhof“ aus Bad Honnef (RheinSieg-Kreis). Die teilnehmenden Schulen ließen ein hochklassiges Turnier erwarten, wobei die regelmäßigen Gastgeber des Bezirksfinales schon traditionell mit der Favoritenrolle in den Spieltag starteten. Denn der „Hagerhof“ ist als Basketballinternat von Seiten des Deutschen Basketballbundes als Talentförderprojekt und Bundesstützpunkt an Das Team des BG: (von links nach rechts) erkannt. Jan Katzer, Lukas Tuchen, Nick Trautwein, Jonas Kuczaty, Lennart Fresen, Finn Hebermehl (vorn, Im Spiel gegen die hart verteidigenden Hürther Nr. 4), Lorenz Mehrlein, Joachim Fresen, Ben Wallraven, Christoph Fresen, Jon Blümcke, Tim Schö- musste unser Team zum ersten Mal im Verlauf berl. des gesamten Turniers einen Rückstand hinnehmen; am Ende der ersten Halbzeit stand es 8 : gewonnen, so dass unser Team als Gruppensieger ins Halbfi11. Nach dem Seitenwechsel fanden unsere Spieler jedoch imnale einzog. Dort leisteten die Akteure der Marie-Kahle-Schule zu Beginn mer besser zueinander, holten auf und erspielten sich schließder ersten Halbzeit zunächst erheblichen Widerstand. Im Ver- lich mit 29 : 16 einen deutlichen Sieg. Im folgenden Spiel gelauf des Matches entwickelte unsere Mannschaft allerdings gen das Heilig-Geist-Gymnasium aus Würselen ließen unsere eine immense Spielfreude, kombinierte nach Belieben und Basketballer von Anfang an keinen Zweifel an ihrem Siegeswillen aufkommen. In souveräner Manier wurde herrlich kombisiegte schließlich mit 54:14 Punkten. Im Finale wartete mit dem Hardtberg-Gymnasium ein sehr niert und mit großem Vorsprung gewonnen. starker Gegner, der unserer Mannschaft zum ersten Mal im Lediglich dem späteren Gesamtsieger, dem favorisierten BasVerlauf des Turniers einen Rückstand bescherte. Die Führung ketball-Internat Hagerhof, musste sich unser Team geschlagen wurde zwar schnell zurückerobert, es gelang aber nicht, sich geben und belegte so einen ausgezeichneten zweiten Platz im entscheidend abzusetzen. Die Spannung blieb so bis zum Regierungsbezirk Köln. Schluss erhalten. Mit hoher Konzentration und starkem Ein- Wir gratulieren Nick Trautwein aus der Klasse 8d, Jon Blümsatz schafften unsere Spieler es, sich bis zwei Minuten vor cke, Finn Hebermehl, Jonas Kuczaty, Lorenz Mehrlein, Lucas Spielende einen Vorsprung von sieben Punkten zu erarbeiten, Tuchen, Ben Wallraven sowie Christoph, Joachim und Lennart der in den letzten Sekunden noch auf ein 43:34 ausgebaut Fresen aus der EF. Ein besonderer Dank gilt Tim Schöberl (Q2), der die Mannwerden konnte. Als Stadtmeister reiste unsere Basketball-Schulmannschaft schaft hervorragend taktisch betreut hat. nach Leverkusen, wo sie sich durch einen souveränen Sieg Die BG-Teams der Wettkampfklassen I und III erreichten bei beim Regionalentscheid für das Regierungsbezirksfinale in den Stadtmeisterschaften jeweils den hervorragenden zweiten Platz. Bad Honnef qualifizierte.  Jan Katzer

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Elisa Radtke, Stufe Q1

Carla Jörn, Klasse 9b

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Starke Leistungen beim Bonner Schulmarathon Fünf Staffeln des Beethoven-Gymnasiums waren am 10. April am Start, um gegen 251 weitere Schülerstaffeln anzutreten. Und wie in den vergangenen Jahren gab es tolle Platzierungen. Drei Mixedstaffeln, darunter eine komplett aus der 7c, verstärkt durch den Ersatzläufer Raphael Piontek aus der 5a, sowie eine Männer- und eine Damenstaffel gaben ihr Bestes. Letztere erreichte in ihrer Wertungsklasse den sensationellen zweiten Platz. So viel Erfolg wurde kurz vor den Sommerferien auf einer zwe i st ü n d i gen Rheintour auf Moby Dick gefeiert, zu der der Veranstalter alle Staffeln, die sich unter den ersten Drei ihrer jeweiligen Wertungsklasse (Alter) platzieren konnten, eingeladen hatte. Es ist schön, wahrzunehmen, dass viele Schülerinnen und Schüler mehrere Jahre hintereinander teilnehmen, sogar in der Abiturphase. Zu den Staffeln gehörten: Mädchen: Frieda Friedhoff, Amelie Philipsenburg, Sophie Stenz, Jana Stremmel, Judy Shhadi, Jana Bastos Simas und Maria Medvedovskyy. (2. Platz) Jungen: Elias Linderoth, Philipp Hentschel, Luis Hebling, Alvar

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Rapp, Darius Rosemund, und Ben Wallraven. (10. Platz) Mixed I : Jona Wojtun, Tobias Schlangen, Ian Clages, Saskia Nies, Marie Ilshöfer und Julia Krämer. (19. Platz) Mixed II : Rosa Reithmeier, Sinan Eichelkraut, Paula Preiter, Julius Nebling, Elena Festersen und Anna-Lena Becker. (28. Platz) Mixed III: Karolin Schneider, Leonard Wunderlich, Julia Mahayni, Jonas Haeblei, Maximilian Lange und Cornelius Böhle. ( 64. Platz ) Großes Lob allen Läuferinnen und Läufern und lieben Dank allen helfenden Kolleginnen und Kollegen sowie den begleitenden Eltern. Andrea Schwarz

Sophia Dräger, Stufe Q1

Dario Ramm, Stufe Q1

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oben links: Pardis Moghini-Darounkalaie, Klasse 9d oben rechts: Dario Ramm, Stufe Q1 unten links: Elisa Radtke, Stufe Q1

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Maren Festersen, Stufe Q2

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Gymnasial Turn Verein Bonn 1891

Ein Turnverein wird 125 Jahre

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Renate Giesen | OSTD‘

Grußwort der Direktorin des Bonner BeethovenGymnasiums 3 16

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„Höret die Kunde, die kosend und drängend die Herzen euch öffnet: Von zahlreicher Jährung des stolzen Vereins der turnenden Jugend, gebettet im heimelnden Pfuhle der Schule seit etlichen Zeiten. Jahr um Jahr wurd‘ Bewegung beglückt gestaltend verfeinert, zunehmend paarte empfundener Rhythmus die Seele dem Körper….“, so beginnt die wunderbare Hommage des ehemaligen Protektors Peter Moser an unseren GTV, der in diesem Jahr als zweitältester Schulturnverein Deutschlands 125 Jahre alt wird – wahrlich ein Grund zur Freude und zum Feiern. Seit drei Jahren leitet Jonas Harries diesen Verein mit sehr großem Engagement und führt die Traditionen fort. In einer Zeit, in der Jugendlichen Freude an Bewegung zu vermitteln noch wichtiger geworden ist, bietet er jeden Donnerstag Gelegenheiten, besondere sportliche Erfahrungen zu machen und Gemeinschaft zu erleben. Jährlicher Höhepunkt ist stets die GTV-Fahrt, die allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur zusätzliche unterrichtsfreie Tage, sondern vor allem gemeinsame sportliche, spielerische und auch kulturelle Erlebnisse bietet. Als Schulleiterin freue ich mich, dass es uns gelungen ist, dieses besondere Angebot 125 Jahre lang zu bewahren, und dass wir immer wieder engagierte Protektoren gefunden haben, die unsere Schülerinnen und Schüler begeisterten. Dafür danke ich von Herzen und hoffe, dass der GTV noch lange selbstverständlicher Teil unseres Schullebens bleibt.

Dr. Claus Recktenwald | Vorsitzender

Grußwort des Alt-HerrenVerbands des GTV 4

125 Jahre GTV, wie die Zeit vergeht. Gerade erst haben wir die Festschrift zum 100sten Jubiläum erstellt, die wie ihr Vorgänger zum 75sten noch lieferbar ist und Zeugnis über eine sehr lebhafte Vereinsgeschichte ablegt. Die Zeit seither war von einem Interessenwandel und einer allgemeinen Lebensumstellung geprägt, die das Internet und die Vernetzung auch im Schulalter gebracht hat, mit Erscheinungsformen wie Computerspielen und social networks. Das Turnen hat da auch etwas Federn gelassen, ist aber im Kern nicht verblasst, insbesondere die jüngeren Schüler schätzen es auch heute und genießen ihre „Leibesübungen“. Auch Alter schützt da aber weiterhin vor Torheit nicht.

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Der Altherren-Verband des GTV ist der Club der Ehemaligen, dem natürlich auch Abiturienten angehören und der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Protektor und seine Schülergruppen nach Kräften zu unterstützen und die Erinnerung an den gemeinsamen Schulsport in regelmäßigen Pfingst- und Herbsttreffen im ehemaligen Schullandheim in Gemünd wachzuhalten. Zu diesen regelmäßigen Eifelwochenenden ist die Aktivitas immer herzlich eingeladen. Aus ihr gehen wir weiterhin hervor und freuen uns auf jedes neue Mitglied. Wir danken Euch Schülern dafür, dass Ihr unsere gemeinsame Vereinsfahne hochhaltet und damit eine Tradition fortsetzt, die lebenslange Freude schafft. Den Protektoren, vor allem unserem Urgestein Walter Hasenbusch, erst im vergangenen Jahr hochbetagt verstorben, seinem Nachfolger Peter Moser, der uns im gesamten Berichtszeitraum so zupackend unterstützt hat, und jetzt Jonas Harries, dem wir allzeit eine glückliche Hand wünschen, gilt unser besonderer Dank für ihren Einsatz und den aufrecht erhaltenen Schulterschluss zwischen Altherrenverband und Aktivitas des GTV. Der lebe hoch!

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Jonas Harries | Protektor

Grußwort des Protektors des GTV 5 16

Ich möchte an dieser Stelle das Zitat meines Vorgängers Peter Moser zum 100jährigen Bestehen des GTV in vollem Umfang anbringen, dessen Worte den Sinn des Gymnasial-Turn-Vereins nicht trefflicher hätten beschreiben können. Trotz intensiven Grübelns – vermutlich weil es sie nicht gibt – sind mir keine treffenderen Worte eingefallen: „Die Fähigkeit, eigene Bewegungen bewusst zu gestalten, öffnet uns eine Möglichkeit, lustvoll und glücklich Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung zu erleben: Benutzen wir die Schwerkraft und berücksichtigen wir die Biomechanik bei der Bewegungsgestaltung, so werden die durch sie gesetzten Grenzen zu uns eigenen Gestaltungselementen erhoben. Wenn dazu ein Rhythmus die Bewegung von Angst und Scheu befreit, dann – bleibt die Zeit für einen Lidschlag stehen…“

125 Jahre GTV! „Höret die Kunde, die kosend und drängend die Herzen euch öffnet: Von zahlreicher Jährung des stolzen Vereins der turnenden Jugend, gebettet im heimelnden Pfuhle der Schule seit etlichen Zeiten. Jahr um Jahr wurd‘ Bewegung beglückt gestaltend verfeinert, zunehmend paarte empfundener Rhythmus die Seele dem Körper: Wenn beide vereint zum mutigen Sprunge, den Absprung vollzogen, um darauf, dem Kondor gleichend, im kühnen Fluge, dem kurzen, die dienliche Matte freudig erspähten, in fester Gewissheit auf wohltuend sanfte Landung, sofern sich die Flugbahn des Körpers und Lage der dämpfenden Matte begegnend, den Springer beglückten. Hatte er aber mit steigender Lust die sichere Flugbahn dem Herzschlage schwebenden Glücks herrlich haltlos geopfert: Schwob er also weiter, als ach, die Matte zu liegen bereit war, dann flog er häufig fest auf die Schnauze - die Freude verstummte! Aber kurz nur schnürte dies harte Erlebnis die Seele, gebar doch das zeitlose Sehnen, dem schwebenden Vogel zu gleichen, den süchtigen Wunsch nach weiteren Sprüngen, und wieder und wieder... Ach liebe Freundin und Freund, wie berauscht doch der treibende Puls, im stets einzig-endlosen Herzschlag die glitzernde Sehnsucht zu stillen.“

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Dem ist außer meinem herzlichen Glückwunsch zum 125jährigen Bestehen nichts hinzuzufügen!

49 Udo Vohwinkel, h U 2, Vereinsmeisterschaft 1956

Auszug aus der GTV-Chronik

Der GTV von 1891-1992 ZUSAMMENGESTELLT VON AH BERNHARD VOGEL | GEKÜRZT UND FORTGESCHRIEBEN VON JONAS HARRIES

1891 7 16

15.10.

Eröffnung des neuen Schulgebäudes und der Turnhalle des Gymnasiums an der Koblenzer Straße (heute Adenauerallee)

Winter

Gründung des „Gymnasial-Turn-Vereins“ durch 30 Primaner und Sekundaner unter Oberprimaner Hermann Schultze Gerätturnen, Freiübungen, Fußball, Volkstümliches Turnen (Leichtathletik)

50

1892 1893

n.v.

30 – 40 aktive Turner

11.8.

Erster Turnmarsch des GTV (ins Siebengebirge)

1894

11.8.

Erstmalige Feier des Stiftungsfestes im Gasthof Schumacher, Godesberg

1895

22.3.

Erstes GTV-Schauturnen auf dem Schulhof

15.5.

Gründung einer Ruderriege; Umbenennung in „Gymnasial-Turn- & Ruder-Verein“ (GTRV)

21.5.

Erste GTRV-Ruderfahrt; bis August 65 weitere Fahrten mit 384,5 km

19.10.

Fußballspiel GTRV – SV Städt. Gymnasium Bonn 1:0 (Hofgartenwiese)

1898

n.v.

Die Ruderriege trennt sich ab und gründet den GRV; Name wieder GTV.

1910

Oktober

Max Fiedler zum Turnwart gewählt; von nun an monatliche Turnmärsche und regelmäßige Kriegsspiele

1912

6.2.

Freiübungen aller Gymnasiasten auf dem Schulhof unter Kommando des GTV (von nun an täglich bis 1918)

1914

31.7.

Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Zahlreiche Aktive und AH ziehen ins Feld; Gründung eines AHV wird aufgeschoben

1918

November Infolge der Demobilmachung Schließung der Schule; englische Besatzung ins

1919

23.8.

Gründung des AH-Verbandes des GTV; Max Fielder zum Vorsitzenden gewählt

13.9.

Wiederaufnahme des Turnens in der Schule; Gründung einer AH-Riege

8

1925

n.v.

Der Turnpionier Prof. Neuendorff führt erstmals in der Schule ein Bodenturnprogramm vor; seither Bodenturnen im GTV

16

1925

23.10.

Schauturnen – Auf der anschließenden Feier Vorschlag zur Errichtung eines Ferienheims in der Eifel

Herbst

Nach sieben Eifelwanderungen Wahl Gemünds als Standort

19.11.

Beschluss zum Bau einer in Bonn erworbenen Baracke auf dem Hohenfried

16.1.

Gemeinsames „Fund-raising“ von GTV und Schulorchester in der Turnhalle zugunsten des Ferienheims; dabei erstmals Vorführung von Bodenturnen

n.v.

Nach Ablehnung des Barackenbaus durch den RP Aachen wird mit der Errichtung eines größeren Hauses auf dem Hohenfried begonnen

17.7.

Richtfest in Gemünd

1925

Schulgebäude und Turnhalle

51

1928

3.6.

Einweihungsfeier auf dem Hohenfried mit Eltern, Schülern, Lehrern, Aktiven und AH zu Ehren der im Weltkrieg Gefallenen

17.11.

Gedenktafel für die Gefallenen als Geschenk der Aktivitas anlässlich des Schauturnens in der Turnhalle enthüllt

1930

9.2.

Gründung des „Vereins der Freunde und Förderer des Ferienheims Gemünd“; Feierstunde mit GTV und Schulorchester in der Beethovenhalle

1938

n.v.

Angesichts der drohenden Zwangseingliederung des GTV in die HJ formelle Auflösung des GTV bei praktischem Weiterbestehen in Form von „Übungsgemeinschaften“

n.v.

Das Ferienheim in Gemünd wird an die „Deutsche Arbeitsfront“ (Westwallbau) vermietet; Bau einer Wasserleitung und eines Stromanschlusses durch die DAF

23.8.

Konstituierende Generalversammlung der Aktivitas. Wolfgang Kaiser zum Vorsitzenden gewählt.

Okt.

Wiederaufnahme des wöchentlichen Turnbetriebs (in der Turnhalle der Liebfrauenschule)

1950

5.3.

Erstes Schauturnen des GTV nach dem 2. Weltkrieg in der Turnhalle der Liebfrauenschule (50 Aktive, 90 Zuschauer)

1953

März

Namensänderung des Vereins in „Schüler-Turn-Verein“ (S.T.V.)

1954

1.12.

Schauturnen des GTV in er wiederaufgebauten Turnhalle des Beethovengymnasiums (75 Aktive, 160 Zuschauer)

1955

Juni

Der Verein heißt wieder „G.T.V. 1891“

1967

23.2.

Einweihung der neuen Gymnastikhalle

1967

16.11.

Endgültiger Rücktritt von Walter Hasenbusch und Übernahme des Protektorats durch seinen Vertreter Günter Schöberl

1930

1946

9 16

52

1971

17.12.

Übernahme des Schullandheims Hohenfried durch die Stadt Würselen

1973

n.v.

Beschluss zu koedukativem Turnen im GTV

1979

n.v.

Uta Gustorff zur Vorsitzenden gewählt

1982

n.v.

Übernahme des Protektorats durch Peter Moser

1991

28.6.

Schauturnen „100 Jahre GTV“ in der Gymnastikhalle

1992

3.9.

Jens Kopelke zum Vorsitzenden der Aktivitas gewählt Dr. Claus Recktenwald in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum Vorsitzenden des AH-Verbandes gewählt

26.9

Vorführung des GTV aus Anlass der „Offenen Tür“ des Beethoven-Gymnasiums 10

HIER ENDET DIE CHRONIK ZUM 100JÄHRIGEN BESTEHEN DES GTV

2013

4.9.

Übernahme des Protektorats durch Jonas Harries (44 gemeldete Aktive). Kürzung von drei auf zwei Turnstunden der Aktivitas pro Woche.

2015

n.v.

Strukturelle Veränderungen machen es notwendig, den Vereinsstatus des GTV aufzuheben. Austritt aus dem TuVerb. Rhein-Sieg und dem Stadtsportbund. (Seit Jahren wurde kein Vorsitzender mehr gewählt. Die Aktivitas besteht überwiegend aus Schülerinnen und Schülern der 5. – 7. Klassen) Praktisch besteht der GTV als AG unverändert weiter.

n.v.

Nach wie vor trifft sich der GTV immer donnerstags nach der 6. Schulstunde für zwei Stunden in der Gymnastikhalle des Beethoven-Gymnasiums zum Turnen. Es gibt es eine jährliche Herbstfahrt des GTV in das Schullandheim nach Brohl-Lützingen und zwei jährliche Fahrten des AH-Verbandes zu Pfingsten und im Oktober in das Ferienheim Gemünd auf dem Hohenfried. Seit 1992 ist Dr. Claus Recktenwald Vorsitzender des AH-Verbandes.

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53

Bericht über die GTV-Fahrt 2015

Hochsitz, Jonglage und eine große Portion Spaß. 11 16

Die dreitägige GTV-Fahrt startete am Martinstag, den 11.11.2015. Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-9 fuhren gemeinsam mit Herrn Harries und Frau Schwarz nach Brohl-Lützing in die Eifel. Schon die Hinfahrt war sehr fröhlich, da im Bus gesungen wurde. Nachdem der Herbergsvater Herr Schneider uns in das Schullandheim eingewiesen hatte, bezogen wir unsere Zimmer. Nach dem Mittagessen begann das traditionelle „Mörderspiel“, bei dem alle Schüler/ innen beteiligt waren. Am Nachmittag spielten wir auf dem Außengelände einige dynamische Gruppenspiele. Nach dem leckeren Abendessen gab es noch eine Schnitzeljagd-Nacht-Wanderung, die an einem Hochsitz endete, auf dem Herr Harries sich versteckt hatte. Am darauffolgenden Tag bastelten wir aus Luftballons und Reis Jonglierbälle, mit denen wir unter Anleitung jonglieren übten. Herr Harries konnte es schon sehr gut und gab uns viele Tipps. Am Nachmittag führte uns der Herbergsvater Herr Schneider in einen Steinbruch, in dem man Katzengold finden konnte. Katzengold ist ein goldglänzender Glimmer auf Steinen (Minerale). Am Abend sahen wir einen spannenden Abenteuerfilm über die Rettung eines Seehundbabys. Zum Abschluss der 3-Tage-Rallye hatten wir die Aufgabe aus Pappe und Klebern eine Murmelbahn zu bauen. Vor der Heimreise hatten wir noch eine fröhliche Abschlussrunde mit Siegerehrung. Wir GTV-ler danken Herrn Harries und Frau Schwarz sehr für ihr großes Engagement. Im November 2015

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Franca Krämer, 6a

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Von Franca Krämer, 6a

Ein Lied über den GTV 13

1. Strophe

2. Strophe

GTV - Der macht sehr schlau und färbt die Laune himmelblau. Herr Harries leitet diesen Verein immer drinnen nie am Rhein. Ja, der schöne Spaß ist mein.

Turnen gefällt allen gut es kommt eine große Jubelschreiflut. Gemeinsam etwas tun ist toll, oder? Sonst werden wir doch alle moder! Ja der schöne Spaß ist mein.

Refr ain

2 x Refr ain

GTV – Das macht Spaß, ja! Wir rufen und schreien „Hurra“.

GTV – Das macht Spaß, ja! Wir rufen und schreien „Hurra“. GTV – Das macht Spaß, ja! Wir rufen und schreien „Hurra“.

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Abschluß Drum wollen alle fröhlich danken, dass das doll beginnt zu schwanken.

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Mitgliederberzeichnis 2015/2016

Aktivitas 5. Jahrgang

Eller, Caterina Klahn, Hannah Leka, Fiona Ribbeck, Gabriella-Julie Schweikert, Billa Trushin, Margarita Weber, Leonie Langiu, Larissa Larzaba, Francisca Marién Winkelmann, Franka

6. Jahrgang

Adams, Sarah Busch, Greta Doerr, Milena Kleikamp, Katharina Korang Seitz, Virginie Kornemann, Maike Ko, Pauline Krämer, Franca Surwald, Emilia Kapahnke, Stefano Schmidt, Sophia Wiegers, Martha

5a 5a 5a 5a 5a 5a 5a 5c 5c 5d

6a 6a 6a 6a 6a 6a 6a 6a 6a 6b 6b 6b

Ferreira Jäntges, Luise Beátrice Friedhoff, Frieda Hansen, Julia Henn, Chiara Hentschel, Charlotte John, Jannes Karlowsky, Lara Kemp, Linus Khanzadyan, Lusine Körner, Laura Lohmann, Jette Schepke, Hannah Schindler, Leo

7. Jahrgang

Thielscher, Stella Aldenhoff, Katharina Sarter, Gina Schmitt, Katinka Copprian, Felicia Abovska, Aglaja Jammoul, Rani

9. Jahrgang

Friedhoff, Klara

6c 6c 6c 6c 6c 6c 6c 6c 6c 6c 6c 6c 6c

7b 7b 7b 7b 7b 7b 7d

9d

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AUF DIE NÄCHSTEN

125 Jahre!

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Abschiede

Eine Rede für Reiner Herpel

Lieber Rainer, so oft haben wir in den letzten 37 Jahren vom Geist des Beethoven-Gymnasiums gesprochen, vom alten und neuen Geist. Wir haben uns gefragt, ob es ihn überhaupt gibt, ob er sich verändert hat, was ihn eigentlich ausmacht. Du, lieber Reiner, hast ihn mit Deiner Persönlichkeit gelebt, den Geist des BG, denn Du hast immer Ansprüche gestellt und sie eingefordert, hast ganz selbstverständlich Verantwortung übernommen, Du warst stets selbstständig in Deinen Entscheidungen, hast die Freiheit in unserer Schule geschätzt, hast Dich überaus vielfältig engagiert, manches kritisch hinterfragt, Du warst auch mal anderer Meinung und hast Deine Meinung dann auch gesagt, Du hast immer konstruktiv mitgestaltet und warst immer da und immer dabei. Kaum einer kennt das BG so gut wie Du. Als Sextaner wurdest Du 1963 im Beethoven-Gymnasium eingeschult, 1971 hast Du hier erfolgreich Dein Abitur bestanden und sicher während Deiner Schulzeit nicht immer nur über den Geist des Beethoven-Gymnasiums gejubelt. Nach Deinem Abitur folgten ein paar bittere Jahre der BG-Abstinenz, in denen Du Deutsch und Sport an der Universität Bonn studiert und anschließend als Referendar am Helmholtz-Gymnasium unterrichtet hast. Nach einer verkürzten Referendarzeit durftest Du dann im Sommer 1979 auf Beschluss des Schulministeriums in Düsseldorf – schulscharfe Lehrereinstellungen gab es noch nicht - endlich

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wieder ans BG zurück, als neuer Kollege Deiner vielen ehemaligen Lehrer, ein Umstand, der zunächst nicht nur Freude bei Dir ausgelöst hat. Aber der Geist des Beethoven-Gymnasiums hat gewirkt: Du hast Dich von Beginn an eingebracht und zahlreiche Aufgaben übernommen. Klassenlehrer, Jahrgangsleiter, sportlicher Betreuer der Tennis-, Basketball-, Fußball- und Volleyballmannschaften, es gab kaum eine Aufgabe, die Du nicht übernommen hast. Du hast die Weinberg-AG an der Mosel geleitet, Fortbildungen in Verkehrserziehung gemacht und die Qualifikation zum Leiter von Mofakursen erworben. Du warst Berufwahlkoordinator und lange Jahre Protektor des Gymnasial Rudervereins, unseres GRV. Als Skifahrtenkoordinator hast Du in Hirschegg im Kleinwalsertal Anfängern und Fortgeschrittenen die Freude an diesem Sport vermittelt und Deine erfahrene Skilehrercrew während der legendären Abendveranstaltungen erfolgreich motiviert, Dich Jahr um Jahr erneut zu begleiten und zu unterstützen. Dein großes ehrenamtliches Engagement als Geschäftsführer des Vereins der Freunde und Förderer des Beethoven-Gymnasiums hat so manche Skifahrt, Klassen- und Kursfahrt und viele Extraanschaffungen erst möglich gemacht, und bis heute bist Du sehr engagierter Mittelstufenkoordinator. Vor allem und in erster Linie aber warst Du stets ein begeisterter und begeisternder, kluger und humorvoller Lehrer mit einem sehr großen Herzen für Kinder und Jugendliche. Einer meiner Vorgänger formulierte es sehr liebevoll. „Er hört den Kindern verständnisvoll zu, wirkt beruhigend, setzt aber konsequent seine Linie und sein fachliches Konzept durch. Die Schüler haben ihn gern.“ Und dies spürte man, wann immer

man Dich mit Deinen Schülerinnen und Schülern erlebte, bei den Kleinen und den Großen und egal bei welcher Gelegenheit. Uns beide, lieber Reiner, verbindet etwas Besonderes. Seit 1979 haben wir den Weg in unserer Schule gemeinsam zurückgelegt, 37 Jahre, in denen Du für mich immer ein zuverlässiger und vertrauter Weggefährte warst. Wir haben sehr viel unterrichtet, gemeinsame Klassenfahrten erlebt und manch eine eher überstanden und in der Elefantenrunde geredet, gelacht und gestritten. Stets warst Du mit Freude ein kritischer Widerpart, der manche meiner Ideen mit wenigen Worten auf den Boden der Tatsachen zurückholte, mich damit freundlich zwang, noch einmal darüber nachzudenken und meine Meinung zu schärfen. Gerade dafür danke ich Dir sehr. Dies und Du werden mir fehlen, Du wirst uns fehlen und frei nach Reinhard Mey möchte ich Dir zum Abschied sagen: Hab Dank für die Zeit, die wir mit Dir verplaudert haben, und für Deine Geduld, wenn‘s mehr als eine Meinung gab. Und auch wenn es uns allen sehr schwer fällt, nun wird es Zeit für Dich zu geh‘n. Das, was ich Dir noch zu sagen hätte, dauert mehr als eine Zigarette und ein letztes Glas im Steh‘n. Lieber Reiner, wir danken Dir für alles, was Du für uns, für unsere Schule getan hast. Mach es gut und genieß die kommende Zeit!

Renate Giesen

Renate Giesen

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Eine Rede für Bernd Schieweck

Lieber Bernd, ich bin sehr froh, Du machst es noch einmal! Du hast versprochen, noch einmal die Chronik des Schuljahres 2015/16 im Jahresbericht des Beethoven-Gymnasiums zu schreiben. Deine Jahresrückblicke, lieber Bernd, haben wir immer mit großem Vergnügen gelesen. Sie spiegelten Deine Klugheit, Deinen feinen, mit leichter Ironie gepaarten Humor, Deine Freude an Sprache und Deinen besonderen Blick, mit dem Du die Dinge hinterfragst. Descartes hat einst gesagt, „wenn man zu leben versucht, ohne zu philosophieren, dann ist das, als halte man die Augen geschlossen, ohne daran zu denken, sie zu öffnen“. Du, lieber Bernd, hast die Welt immer auch aus der Perspektive des Philosophen gesehen und bist bewusst mit offenen Augen durch das Leben und das Beethoven-Gymnasium gegangen. Nach Deinem Studium in Köln hast Du Deine ersten Berufserfahrungen am Sankt Angela Gymnasium in Wipperfürth gemacht. Seit 1983 unterrichtest Du bei uns Philosophie und Französisch und hast in dieser Zeit hunderten von Schülern die französische Sprache und die Philosophie näher gebracht. Dein akribisch vorbereiteter Unterricht war, wie es Deiner Grundhaltung entspricht, ruhig, gelassen, leise, zurückhaltend, unautoritär und vom Wunsch geprägt, die Schüler einzuladen, eigene Erkenntnisse und Einsichten zu erlangen. Ein Anliegen war es Dir, Wissen in besonderer Form zu präsentieren, was sich besonders auch in Deinen mit großer Akkuratesse gestalteten Arbeitsmaterialien zeigte. Immer hast Du die Persönlichkeit Deiner Schülerinnen und Schüler respektiert, ganz gleich wie kompliziert und verquer sie sein mochte, und auch dann, wenn mancher dies zunächst nicht zu schätzen wusste.

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Dass Du über ein sehr großes Wissen verfügst, hat endlich auch die Bezirksregierung Köln erkannt, die Dich in die Kommission zur Erstellung von Prüfungsaufgaben im Fach Philosophie berufen hat, eine Aufgabe, die Du in den letzten Jahren gerne erfüllt hast. Deine umfangreichen Literaturkenntnisse sind aber auch uns zugute gekommen bei den vielen Aufführungen von Café théâtre, bei denen Du sehr gerne mitgewirkt hast, und bei Deiner Arbeit für unsere Bibliothek, die Du viele Jahre betreut und die Du mit den besten von Dir ausgewählten Büchern kontinuierlich erweitert hast. Aber Du warst Dir auch nicht zu schade, profanere Aufgaben zu erledigen. Jahr für Jahr hast Du akribisch das Kopiergeld eingesammelt und so dafür gesorgt, dass wir unsere vielen Vervielfältigungen nicht selbst bezahlen mussten. Meine Erinnerungen an Dich, lieber Bernd, werden aber stets untrennbar auch mit Deinen Auftritten in der Mitternachtsshow des Beethoven-Balls verbunden sein. Mit Sigrid Bauer durfte ich Dich als schönen fremden Mann bewundern, Du warst Diogenes in der Tonne und der Franzose mit dem Baguette und hast Deine Rollen stets zur Begeisterung Deiner Zuschauer unnachahmlich ausgefüllt. So werden wir Dich in Erinnerung behalten und lassen Dich nun in einen wohlverdienten Ruhestand gehen. Wir danken Dir für Deine Zuverlässigkeit, Deine Hilfsbereitschaft, Deine Arbeit für unsere Schule und wünschen Dir für Deine Zukunft alles Liebe. Ich danke Dir! Renate Giesen

Lieber Johannes, Du fehlst uns, wir vermissen Dich - als Lehrer, Kollegen und Freund. Seit 1981 hast Du am Beethoven-Gymnasium Sozialwissenschaften, Politik und Erdkunde unterrichtet und in diesen Jahren unzählige Schülerinnen und Schüler für Deine Fächer begeistert. Du warst Jahrgangsleiter und Berufswahlkoordinator und hast Dich auch sonst gerne und vielfältig ins Schulleben eingebracht. Da es Dir in den letzten Jahren gesundheitlich oft nicht gut ging, hattest Du überlegt, früher in Pension zu gehen und Dich dann doch immer wieder entschieden, noch ein Jahr zu verlängern. Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen machte Dir Freude und die Kinder mochten Dich sehr. An Deinen Humor, Deine vielen wunderbaren Geschichten über die Welt und vor allem über Deine Hunde haben sie sich erinnert, als sie von Deinem unerwarteten Tod erfuhren. Viele weinten und erzählten mir von Deinem fröhlichen Unterricht und sie konnten gemeinsam unter Tränen lachen.

Eine Rede für Johannes Meyer

Lieber Johannes,

Wir alle hätten gerne noch viele Jahre mit Dir gelacht. Wir denken an Dich und Deine Familie. Renate Giesen

„Montagmorgen, 6.45 Uhr, die Tür zum Sekretariat wird geöffnet, Du trittst ein, gut gelaunt, verschmitzt und fröhlich lächelnd. Auf Deinen Gutenmorgengruß folgt eine herzliche, gelegentlich auch freche Bemerkung zum Tag, zum Befinden oder zu anstehenden Aufgaben. Ganz gleich, wie müde ich noch war, stets hast Du mich zum Lachen gebracht. Du warst gerne früh in der Schule und hast die morgendliche Ruhe im Haus geschätzt. Du nimmst die Tageszeitung und den Wochenplan mit, hängst ihn im Lehrerzimmer ans schwarze Brett und verbringst die nächste halbe Stunde Zeitung lesend in der ruhigen Bibliothek - die neue Woche konnte beginnen.“ So oder so ähnlich sollte die Abschiedsrede zu Deiner Pensionierung beginnen - nun ist es eine Abschiedsrede für immer.

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Klasse 5 A Emirhan Bagci, Jenny Dizendorf, Justus Eimermacher, Mirav Mariella El-Sheikh Ali, Benedikt Frick, Pierce Mathis Friedrich, Jeremia Glaser, Caspar Groß, Eva Antonia Hassel, Mia Hermes, Milo Janzon, Nicolas Legrand, Gustav Leiterer, Maya Looke, Anastasia Markin, Mila Martini, Lara Mischke, Juli Felicitas Müller, Alma Sofia Neteler, Felicitas Paul, Charlotte Ramirez Schulschenk, Julius Redöhl, Finja Schewe, Julius Schnaidt, Maya Sophie Soballa, Christopher Stokal, Justus Verheyen, Friederike Von Lepel, Julius Wendland, Elias Jakob Znined Klassenlehrer: Herr Dierker

Klasse 5 B Maximilian Drewes, Insa Drews, Philipp Geisen, Lissy Juliane Grotthaus, Milla Harder, Miro Lawko Hassan Pour, Quentin Heesen, Thawindu Hewage, Carlotta Holz, Philipp Irsen, Raphael Keutmann, Julika Klinz, Teo Kraushaar, Mia Larbig, Sebastian Lindenthal, Artin Mashhadi Farahani, Rasmus Merchant, Jasper Mitchell, Philip Müller-Stromberg, Sofia Neagoe, Ann-Charlott Pfandler, Thomas Schwarze, Amelie Schwarze, Erik Solovjov, Clara Strauß, Stina Thomas, Antonia Vohwinkel, Felix Werner Klassenlehrerin: Frau Kiesewetter

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Klasse 5 C Felix Beck , Leni Bindl , Ella Blümcke , Noah Buller , Djelikan Coulibaly , Moritz Fischer , Noel Hamdi , Glen Hanke , Annika Hansen , Mohamed Amin Harrach , Faris Hashim , Friedrich Hentschel , Emma Jaenisch , Jonas Lehnert , Nina Marie Mahayni , Niklas Major , Kimberly Marx , Khadija Mbarek , Fabio Memmolo , Victoria Müller , Anton Nikolaychuk , Greta Nilson , Gabriel Plaza Dorna , Jan Filip Rockmann , Abraham Saleem , Marie-Sophie Schmitz , Annika Staus , Viviana Sun , Thilo Viehöfer , Fenja Witt Klassenlehrerin: Frau Roth

Klasse 5 D Benedikt Aretz, Anna Barsuhn, Jonas Beck, Linus Busch, Elif Demircioglu, Emilia Eggers, Paul Falconi, Emma Christine Friedhoff, Ole Emil Glenz, Joudi Hannan, Nuria Sophia Hendricks, Maximilian Holzwarth, Nina Hoppe, Moritz Huse, Adrian-Mihai Irimie, Lasse Keuter, Charlotte Kuczaty, Tom Leutner, Leo Leutner, Constanze Nill, Hannah Paprotny, Gero Peters, Jaron Rapp, Jule Mathilda Scherwa, Clara Schlangen, Maximilian Skowasch, Mathilde Thoma, Elisa Van den Boom, Henry Weber, Yashar Alan Zenker Klassenlehrer: Herr Harries

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Abiturientia 2016 Ahlmann Charlotte, Ahlmann Niklas, Aliyeva Arina Sophia, Bargende Lucas, Bartels Johannes, Benfaida Sarah, Berlitz Sabrina, Berning Ruben, Bobbenkamp Lars, Buhl Anne Sabine, Del Castillo Loki, Durrant Joanna, Ehlenz Lucia, Equinet Clara Maria, Ferber Dominic, Festersen Maren, Flock Urs, Fraune Theresa, Fuchs Angelika, Gaedike Nina, Geisen Paulina, Georg Clara, Gessinger Matthias, Glaser Linus, Goldfarb Wittkopf Noah, Goldschmidt Simon, Gonzales Brent Steven, Götz Johannes, Grande Finn, Greiner Antonius, Groeger Luise, Hashemi Olya Ario, Hebermehl Max, Heeg Mauritz, Hesse Maximilian, Höffler Victor, Hofmann Luisa, Hörning Jonas, Hurst-Behrens Annika, Ibrahim Aria, Ibrahim Faysal, Jobs Alexander, John Julius, Kalmuk Olivia, Kaminski Erick, Kapahnke Isabella, Karacic Marija, Kartal Resul-Ekrem, Kemp Insa, Kiechle Isabel, Kinkel Til Malte, Klaus Elena, Klauser Julian, Koch Anne-Caroline Emmanuelle, Köhler Iustus, Krause Finn Jasper, Krieg Sophia Nicole, Krtinic Alan, Langendörfer Laura Camille, Langschwager Tim, Leonhardt Antonia, Löhken Jan, Luckey Antonia, Maassen Tim-Hendrik, Markos Martin, Mayer Pascal, Meyer-Noack Luke, Müller Linda, Nagel Inga, Nebelin Felix, Nebling Julius Quirin, Nitsche Tonio, Norwig Pia, Pagenkopf Erik, Pauleit Julius, Peters Max, Peters Paul Gerhard, Peters Sabina, Petin Annike, Petzke Laura, Quispe Amaya Luis, Reithmeir Rosa Maria, Ringhoff Malte, Rondorf Teresa, Rotermund Emma, Roth Philipp, Sabzehi Mielad, Sander Christopher, Schappert Isabelle, Scheiermann Angelina, Schemmel Sophie, Schmolling Julius, Schneider Sophia, Schneider Tamara, Schöberl Tim, Schreiner Marina, Schupp Leona, Seibel Anastasia, Seidel Stefanie, Semaan Siad, Sotoudeh Mahssa, Stenz Sophie, Stremmel Janna, Stülb Meret Lydia, Tattoni Thalia Valeria Eileen, Unrau Malte, von Kohout Louisa, von Rüden Robin, Vössing Valentin, Weber Niels, Wehlings-Schmitz Anne, Westkamp Mats Hendrik, Wiggenhauser Leon, Willmeroth Alan, Windisch Bastian Rasmus, Wirxel Vincent, Wittig Malte, Wolff Leonie, Wu Sanjia, Yalcin Ayse, Yerlikaya Rewan

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Kollegium des Beethoven-Gymnasiums im Schuljahr 2015/16 Renate Giesen, Schulleiterin Uwe Bramstedt, stellvertr. Schulleiter Bauer, Sigrid Bedke, Charlotte Birnbaum, Valeri Blechstein, Arvo Bordin, Martin Dr. Boyer, Josef Brauer, Ella Braun, Dieter Büttner, Robert Dautzenberg, Tim Dickob-Rochow, Gisela Dierker, Philipp Dreiseidler, Thomas Eckert, Johannes Fischer, Enno Franken, Julia Gaukstern, Lena Garus, Alicja Geusen, Katharina Gräf-Fröhlich, Frauke Günther, Christian Harries, Jonas Harries, Verena Herpel, Reiner Imiela, Caroline Dr. Janssen, Wibke Jaquet, Stephanie Dr. Kamps, Sibylle Katzer, Jan Kiesewetter, Annette Kirchhoff, Lutz Dr. Knecht, Heinz-Josef Köhler, Bettina Dr. Krause, Berenike Ladendorf, Jana Lambert, Verena

Leggewie, Dorothee Meierarend, Reinhard Meinert, Sabine Dr. Monschau, Jacqueline Mosebach-Kaufmann, Inge Muschellik, Matthias Dr. Pesch, Michael Petrat, Rüdiger Pfannenschmidt, Dirk Piel, Andrea Püllenberg, Lena Roesner, Annegret Roterberg, Sabine Roth, Katja Schaaf, Frieda Schieweck, Bernd Schmeling, Mario Schmitz, Johannes Schüller, Frank Schwarz, Andrea Sixt, Vera Tosstorff, Dagmar Trapp, Andreas Vewinger, Sabine Wallraff, Irmgard Weitz, Christian Wienecke, Katharina Wirtz, Teresa Zwirner, Fabian

Referendare: Abts, Lucas Bölt, Michael van Koert, Stefan Köster, Sabine Regehr, Alexander Seithe, Jan Svachiy, Anton Vedder, Marie-Therese Sekretariat: Nick, Mechthild Mahnken, Claudia Thomas, Manuela Hausmeister: Hardenacke, Philipp Kriese, Thomas Silentium: Altmann-Holtz, Helga Eimermacher, Karin Haas, Rosemarie Kaut, Katja Rudloff, Jutta Schäfer, Bärbel Schirmer, Renate

Vertretungslehrkräfte: Herrmann, Vicky Kindl, Eva-Martina Padilla, Jérôme Raithel, Kerstin

Bild: Paula Sica, Stufe Q1

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Liebe Freunde und Förderer des Beethoven-Gymnasiums, vielen herzlichen Dank für die Unterstützung, die Sie unserer Schule durch Beiträge und Spenden zukommen lassen. Denn Ihre Bereitschaft, das Beethoven-Gymnasium finanziell zu unterstützen, lässt Schüler und Lehrer an wichtigen Schnittpunkten nicht allein, da, wo Stadt und Land nicht mehr unterstützen wollen oder können. Die fortschreitende Digitalisierung in der Schule z. B. kostet mehr Geld als die öffentliche Hand bereitstellt; nur unter bestimmtem Umständen (Hartz IV) zahlt die Kommune bedürftigen Schülerinnen und Schülern Lehrmittel (Bücher und Material) oder die Kosten für Klassen- und Studienfahrten – es gibt jedoch auch Elternhaushalte mit knappem Budget, die auf Grund ihrer verfügbaren finanziellen Mittel nur einen Teil der Fahrtenkosten aufbringen können. Hier ist dann die GFF gefordert, ebenso bei der Förderung der Chöre und des Orchesters am BG. Wie der Vorstand Ihr Geld verwendet hat, finden sie in der nachfolgenden Übersicht. Bleiben Sie der Schule gewogen, wir brauchen Ihren Einsatz, Ihren Treibstoff!

Bilanz Im Einzelnen wurden seit Oktober 2015 folgende Projekte und Maßnahmen durch die GFF finanziert: Ausstattung der Schule mit Smartboards und dazugehörigen PCs: 14 000 € Anschaffung von Unterrichtsmaterialien / Ausstattung der naturwissenschaftlichen Sammlungen: 10 000 € Tontechnik-AG, Neuanschaffungen: 5000 € Teilnahme an Schulwettbewerben : 1100 € Schülerstipendien und Unterstützung von Schulfahrten: 8540 € Jahresbericht 4500 € Unterstützung der Chor- und Orchesterfahrt: 3600 € Unterstützung der schulinternen Sportvereine GRV und GTV: 1500 € Geschäftskosten 450 €

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Spendentechnisches Das Finanzamt akzeptiert Einzahlungsbelege über Spenden bis zur Höhe von 200.- €. Bei Zuwendungen, die über diesen Betrag hinausgehen, übersenden wir Ihnen unaufgefordert eine Spendenquittung. Wer am Lastschriftverfahren teilnimmt, erhält bei der Abbuchung im Dezember alle finanzrelevanten Daten auf seinen Kontoauszug gedruckt. Unsere Kontoverbindung lautet: GFF Beethoven-Gymnasium IBAN: DE85 3705 0198 0031 0416 01

Bei Einzahlungen aus dem Ausland: Sparkasse KölnBonn UST-ID DE 122 661 493 Swift-BIC.: COLSDE33

Bitte teilen Sie uns umgehend mit, wenn sich Ihre Bankverbindung oder Ihre Anschrift geändert hat. Unsere Anschrift ist mit der Schulanschrift identisch.

Ausblick Hiermit lädt der Vorstand zur Mitgliederversammlung ein. Sie findet statt am 17.02.2017 um 19.00 Uhr im Schulleiterzimmer des Beethoven-Gymnasiums. Alle Mitglieder sind herzlich willkommen. Um Portokosten zu sparen, ergeht keine weitere Einladung. Ergänzende Vorschläge zur Tagesordnung können bis zum 29. Januar 2016 beim Vorstand über das Sekretariat der Schule eingereicht werden. Vorläufige Tagesordnung Begrüßung durch den Vorsitzenden Endgültige Festsetzung der Tagesordnung Bericht des Vorsitzenden Berichte des Schatzmeisters und des Geschäftsführers Entlastung des Vorstands Wahlen Anträge Verschiedenes gez.: Dr. Hermann Heuschmid, Vorsitzender

Mit herzlichen Grüßen im Auftrag des Vorstands Reiner Herpel, Beisitzer und Geschäftsführer Bild: Tobias Junker, Stufe Q1 Bild Umschlag (vorn): Lucie Herpel, Stufe Q1; Bild Umschlag (hinten): Daniele Gatto, Stufe Q1

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-Beitrittserklärung(Bitte abtrennen oder fotokopieren) Hiermit erkläre ich meinen Beitritt zur Gesellschaft der Freunde und Förderer des Beethoven-Gymnaiusms in Bonn e.V. (GFF).

NAME:......................................................VORNAME:..................................... ANSCHRIFT:..................................................................................................... (Auszubildende,Studenten,etc. bitte Elternanschrift) ........................................................................................................................ (ORT, DATUM , UNTERSCHRIFT) Ich bin  Ehemalige(r) vom Abiturjahrgang 19..../20....  ehemalige(r) Lehrer(in)  Elternteil Ehemaliger vom Abiturjahrgang 19..../20....  Elternteil derzeitiger Schüler(in) der Klasse(n) .......  ........................................................................................ ......................................................hier evtl. abtrennen........................................................ ERMÄCHTIGUNG zum Einzug eines Geldbetrages durch Lastschriften An die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Beethoven-Gymnasiums in Bonn e.V. Adenauerallee 51 - 53, 53113 BONN Hiermit ermächtige(n) ich/wir Sie widerruflich, einmal im Jahr - einen Beitrag in Höhe von 12,- EURO und/oder - eine Spende in Höhe von ..... ...... EURO - insgesamt also ........................... EURO (In Worten: ................................................................) zu Lasten meines/unseres Girokontos

IBAN:............................................................................bei: .................................................................... .durch Lastschrift einzuziehen. (Genaue Bezeichnung des kontoführenden Kreditinstituts) Wenn mein/unser Konto die erforderliche Deckung nicht aufweist, besteht seitens des kontoführenden Kreditinstituts (s.o.) keineVerpflichtung zur Einlösung.

........................................................................................................................................ (Name, Vorname, Anschrift) .......................................................................................................................................... Ort, Datum, Unterschrift(en) Ich bin  Ehemalige(r) vom Abiturjahrgang 19.../20...

 Elternteil Ehemaliger vom Abiturjahrgang 19.../20...

 ehemalige(r) Lehrer(in)  Elternteil derzeitiger Schüler(in) der Klasse(n).........





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www.sparkasse-koelnbonn.de

Unser Engagement für Bildung. Bildung ist der Schlüssel für die Entwicklung des Einzelnen, der Gesellschaft und für die Zukunft der Region. Darum unterstützen wir vielfältige Bildungsprojekte. Wir fördern bilinguale Erziehung, Lese-, Kunst- und Musikprojekte und ermöglichen Busfahrten ins LVR-LandesMuseum. Damit die Bürger in Köln und Bonn ihre Chancen auf Bildung nutzen können. Gut für Köln und Bonn.

 Sparkasse KölnBonn 71

Herausgegeben vom Kollegium des Beethoven-Gymnasiums Bonn Adenauerallee 51-53, 53113 Bonn, Telefon 0228-777430 Fax 0228 – 777434, [email protected] www.beethoven-gymnasium.de

Layout und Gestaltung Charlotte Bedke Redaktion Marilies Spancken Fotografie Lena Püllenberg. Charlotte Bedke

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Druck- und Werbegesellschaft mbH, Bonn