Elternbrief SS 2016 - RhythmikStudio

Elternbrief SS 2016 - RhythmikStudio

1030 Wien; Untere Viaduktgasse 57/3; tel: 01/5133913 mail: [email protected] Verein für rhythmisch-musikalische Erziehung zur Förderung ...

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1030 Wien; Untere Viaduktgasse 57/3; tel: 01/5133913 mail: [email protected] Verein für rhythmisch-musikalische Erziehung zur Förderung der Gesamtpersönlichkeit

ELTERNBRIEF Wien, im März 2016

Liebe Eltern! Uns ist es sehr wichtig Euch, liebe Eltern, einen Rückblick und gleichzeitig Einblick in die Gruppen der 2- 7 Jährigen zu geben, mit denen wir nun seit September arbeiten, da wir die Entwicklung der Kinder sehr deutlich wahrnehmen und die Förderung besonders gut gelingen kann, wenn alle Beteiligten gleichermaßen Interesse an Austausch und Zusammenwirken haben. Die „Großen“ – die Schulkinder – zeigen ja dann im Juni ihre Arbeit beim diesjährigen Rhythmical im Theater LaWie.

Allgemeines über den Ablauf einer Rhythmikstunde: Mit Begrüßungslied, aktiven Bewegungsphasen, Material-, Text- oder Instrumenten-Experimenten und Improvisation kommt die Gruppe über rasche Phasenwechsel von Aktion und Entspannung zur Gestaltung des Stundenthemas. Die Stundenthemen sind sehr vielfältig und reichen von musikalischen (laut-leise, crescendo-decrescendo, dirigieren etc.) zu tänzerischen (schwer-leicht, weit-eng, etc.) zu experimentellen Themen („Welche Klänge, Spielmöglichkeiten könnt ihr den Instrumenten/Materialien entlocken?“ Z.B. Heulschläuche als Kommunikationsmittel, Naturmaterialien und Texte, „Wir bauen einen Abenteuerpfad“ etc.), aber auch Rollenspielthemen oder die Umsetzung eines Bilderbuches in Musik, Bewegung, Rauminstallationen mit verschiedensten Materialien bieten reizvolle RhythmikSpielräume für Ihr Kind und die Gruppe. Am Ende der Rhythmik-Stunde machen wir meist eine Schlussgestaltung oder ein Abschluss-Spiel und immer ein Schlusslied. Diese Rituale sind für die Kinder sehr wertvoll. Das Spiel mit den „Spielmitteln“ der künstlerischen Bereiche Musik, Bewegung, verschiedene Materialien, Stimme/Sprache, mit Spielpartnern, aber auch mit Spielregeln, bezogen auf das Stundenthema, stehen für die Kinder als Aktionsrahmen im Vordergrund. Die Kinder gestalten das Stundenthema durch ihr Mitspielen aktiv mit, wobei der/die RhythmikspielleiterIn die Stundenthemen gezielt auswählt. Die Kinder begreifen dieses Geschehen als ihr Spiel und gestalten unter professioneller, behutsamer und dialogischer Anleitung. So werden im Laufe des Kursjahres u.a. Bewegungsvermögen, Musikalität, Wahrnehmung, Ausdrucksfähigkeit, Konzentration, Kommunikation, Reaktion, Spontaneität, Teamgeist, Durchsetzungsvermögen und Sensibilität angeregt und gefördert. In der Dialogischen Pädagogik der Rhythmik geht es nicht (nur) um das Erlernen bestimmter Fertigkeiten. Wir beabsichtigen darüber hinaus, Lernprozesse in Gang zu setzen, bei welchen Ihr Kind seine individuellen Fähigkeiten entwickeln kann und seine Gesamtpersönlichkeit bereichert und gefördert wird. Wir schaffen durch Aufgaben und Spiele „Pädagogische Situationen“, die es erfordern, sich einzubringen, selbst denken und fragen zu können, Ideen zu entwickeln und vorzustellen, Lösungen und Antworten zu suchen; dazu gehört aber auch, Ideen anderer zu akzeptieren, zuhören und reagieren zu können. So werden im Laufe des Kursjahres Rücksichtnahme, Durchsetzungsvermögen und Kooperation im Wechselspiel wirksam. 2

STUFE A: 2-3 JÄHRIGE & MUTTER/VATER/BEGLEITPERSON: „GEMEINSAM SPIELEN MIT MUSIK UND BEWEGUNG“ entwickeln

die Kinder die Fähigkeit, sich mithilfe der erwachsenen Begleitperson immer mehr in die Gruppe einzubringen, zunehmend und kontinuierlich mitzuspielen und sich auf angebotene Themen einzustellen. Das gemeinsame Bewegungserlebnis zur live gespielten Musik des/der KursleiterIn ist ein zentraler Punkt in der Stunde. Die musikalische Artikulation von schnell-langsam, hoch-tief, laut-leise wird in der Bewegung umgesetzt und bildet die Kinder in der Wahrnehmung von zeitgleichem akustischem und motorischem Erleben. Die Musik ist ein tragendes Mittel. Die Kinder lernen Musik in ihrer Vielfalt kennen. Sie hören stimmliche Musik und Instrumentalmusik, live gespielt, Musik in verschiedenen Tonalitäten und Metren. Sie erlebten eigenständige und gemeinsame Aktivität zur Musik. Sie nehmen Musik auf, beginnen sie nachzuahmen, in dem sie selbst singen oder sich dazu bewegen. Durch die emotionale Bindung zu der Bezugsperson, die Gemeinschaft der Gruppe und der adäquaten Anleitung des/der Kursleiterin ist es möglich, dass die Kinder einen positiven Zugang zur Musik erfahren. Der Ablauf der Rhythmikstunde schafft für die Kinder Orientierung und fördert das Zutrauen, eigene Ideen zu entwickeln, Zeit für deren Umsetzung zu haben und auch sich auf die Ideen anderer Kinder einlassen zu können. KURS MO 16h (Mag. Urd Anja Specht): Besonderes Highlight für diese Gruppe waren die Stunden mit den Tier-Fortbewegungsarten ebenso, wie das Erlebnis „Galopp“ mit den Hopsi-Pferden und den Trommeln. Die Farbzuordnung über das Spiel „Ich seh etwas, das du nicht siehst“ oder die Stunden mit den Polstern als Spielmaterial wurden mit Leichtigkeit gelernt. Der Erstkontakt mit kleinen Schlagwerkinstrumenten beim gemeinsamen Musizieren auch mit der Musik vom Klavier war für die Kinder ein tiefgreifendes Erlebnis – deutlich zu sehen an den konzentrierten Gesichtern und dem intensiven Mitspielen. Das Zusammenspiel mit der erwachsenen Begleitperson und experimentieren und improvisieren mit den Seilen, ob genknotet oder offen war in den letzten Stunden sehr intensiv zu beobachten. Das Zutrauen der Kinder an die Gruppenmitglieder und an mich als Kursleiterin ist wunderbar gewachsen und zeigt großes Potential für weitere kreative Entwicklungen. KURS MI 16.10h (Maria Pöll): Den Stoffhasen ‚Ruby’ habe ich als Vermittler zwischen mir und den Kindern eingesetzt, um die anfängliche Schüchternheit oder auch Unsicherheit aufzulösen, sodass sie mir als Kursleiterin Vertrauen schenken. In den ersten Stunden mit den Themen „Häschen in der Grube“ und „Die Vöglein schlafen im Nest“ konnte ich beobachten, wie sich die Kinder langsam an diesen neuen Rahmen gewöhnten und „auftauten“. Die Materialien Holzhocker und Holzreifen waren eine wichtige Stütze für die Kinder, mit mehr Selbstvertrauen Raum in den Stunden einnehmen zu können – damit hatten sie ein Material, an das sie sich anhalten, an dem sie sich orientieren und mit dem sie spielen konnten. Musikalisch habe ich in der Bewegungsphase und bei den Tierthemen (Hasen, Vögel, Pferde) eine starke Entwicklung der Aufmerksamkeit auf die Musik und auch aufeinander beobachtet. Rhythmisch konnten die Kinder mit den Hopsi-Pferden in der Bewegung sowie mit der Trommel den Galopprhythmus verinnerlichen und auf unterschiedliche musikalische Signale (laut-leise, hoch-tief, Ruhe-Aktion) reagieren. Ich habe auch beobachtet, wie ihr Selbstbewusstsein mit den Stunden gewachsen ist. Sie trauen sich Ideen in den Experimentierphasen einzubringen, oder etwas in der Bewegungsphase oder zu einem Thema vorzuzeigen.

STUFE B:

3-4 : „MUSIK & BEWEGUNG - ICH UND DIE GRUPPE.“,

Die Kinder erleben sich als Teil einer Gruppe, die bereit ist, die verschiedenen Anregungen des/der Rhythmik-SpielleiterIn, in der Ablösung von der erwachsenen Begleitperson auszuprobieren. Sie erleben ihre eigene Stärke und Wirkung ohne Mutter/Vater in der Gruppe und beziehen sich sehr stark auf den/die KursleiterIn. Sie machen konkrete Erfahrungen mit Musik & Bewegung (z.B. Bewegungsbegleitung durch den/die KursleiterIn, Fortbewegungsarten, Tierfortbewegungsarten), Experimente & kreative Rätsel mit Materialien, Texten und Liedern und beginnen selbst gestalterisch tätig zu werden. Auch durch Instrumente erleben sie die Vielfalt des musikalischen Ausdrucks. Wenn sie am Instrument in der Anleitungsrolle sind können sie die unmittelbare Reaktion der anderen Kinder auf ihren musikalischen Ausdruck erleben. Selbständig werden durch selbst Handeln, mit gleichaltrigen Kindern zu recht kommen und sich als Gruppe finden, ist das wichtigste Erlebnis dieser Altersgruppe. 3

KURS MO15h (Mag. Urd Anja Specht): In dieser Gruppe gelang die Ablösung von der erwachsenen Begleitperson recht gut – auch bei jenen Kindern, die zunächst vom letzten Jahr noch die Gewohnheit der mitspielenden Mama hatten. Mehr als die Hälfte der Kinder sind bereits das 2. Jahr im RhythmikStudio. Ganz besondere Highlights waren die Stunden mit den Polstern, die die Kinder zu vielen Spielformen anregten, ob als Bob – die Langbank hinunter rodelnd – oder auch als Baustein für eine gemeinsame Straße, aber auch als farbige Unterlage für die Zuordnung der Instrumente, die gemeinsam gespielt wurden. Die Unterscheidung der Spielarten der Instrumente gelang in dieser Altersstufe schon ziemlich gut! Ganz besonders begeistert spielten die Kinder „Wirle-warle was ist das?“ ein Tier-Rätsel-Spiel – das sich dann auch zur Bewegungsbegleitung mit den kleinen Schlagwerkinstrumenten entwickelte. Das geknotete Seil war in den letzten Stunden „der Renner“, denn es ist für die Kinder immer wieder überraschend, wie viele Spielideen sie damit finden können. Beim Musizieren fiel mir besonders auf, dass die Kinder sehr gut mit mir (am Klavier) mitspielen konnten. Sich in das Metrum (den musikalischen Puls) und den Charakter der Musik einzufinden, zu bemerken, wann die Musik zu Ende geht/ist, war von den Kindern deutlich nach- und zunehmend auch mitvollziehbar. Es ist also eine deutliche natürliche Musikalität vorhanden, die im gemeinsamen Spiel zum Ausdruck kommt und weiterentwickelt werden wird. KURS DI 16.10h (Mag. Gerald Specht) Diese Gruppe setzt sich aus 4 Kindern der 2-3Jährigen Vorjahresgruppe und 7 neuen Kindern zusammen. Die spannende Ablösesituation dauerte, bei unterschiedlichen Fortschritten der einzelnen Kinder und Eltern insgesamt zwar etwas länger, konnte aber durch die gute Kooperation eine erfolgreiche Richtung nehmen. Der Klettertunnel als ‚Eingangsschleuse’ in den Rhythmik-Raum fand guten Zuspruch bei den Kindern und die Eltern haben nun Zeit für sich im Wartebereich. Die Kinder singen bei allen Varianten des Begrüßungs- und Abschiedsliedes differenziert mit und zeigen große Lust am Musizieren mit Gegenständen und Instrumenten. Berührend war ihre Entspanntheit beim Liegen auf den ‚schlafenden’ Hopsi-Pferdchen zum Ausruhlied mit Gitarre. Die großen Abenteuer als Reiter, Pfleger und Voltigierer waren aber auch anstrengend. Beim Spiel mit den ‚Sitz-Palatschinken’ zeigten die Kinder fantasievolle Ideen fürs Transportieren, Rollen, Kicken, Werfen & Fangen sowie Balancieren bis hin zum Musizieren. Die Boomwhackers als Sprach-, Flüster- und Hörrohr und Gesangsmikrofon schafften für sie weitere Differenzierungserlebnisse für die Stimme und motorische Herausforderungen beim aufstellen als Bäume bis hin zur Lautstärkendifferenzierung bei der Verwendung als Trommelschlägel. Insgesamt besteht diese Gruppe aus sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten, die ihre neu gewonnene Selbständigkeit miteinander genießen. KURS Mi 15.10h (Maria Pöll) & KURS Fr 16.10h (Maria Pöll) Es war spannend in dieser Altersstufe ihren Wunsch nach Eigenständigkeit und Unabhängigkeit aber auch ihre Zuwendung zu euch Eltern zu beobachten. Ich hab bewusste ein paar Verknüpfungspunkte mit euch in den Stunden anfangs gesetzt, damit die Loslösung gut funktionieren konnte und den Kindern klar war, dass sie es schaffen und es auch wichtig ist. Ich habe mit Materialen wie z.B der Kastanie oder der Handtrommel versucht ihnen eine Sicherheit zu geben - sie haben etwas in der Hand, sie können in der Experimentierphase ihre eigenen Ideen finden und dann der Gruppe zeigen – und können dann stolz auf sich sein, solch mutige Impulse gesetzt zu haben. Wir haben Lieder gelernt verbunden mit Bewegungselementen (z.B Kastanienlied, Ponylied, Schneeflöckchen, Trommellied), welche sie mitgestalten durften. Spannend war die Entwicklung der Gruppe untereinander. In den Trommelstunden oder Bewegungsphasen habe ich Übungen zu zweit oder zu mehrt gegeben und beobachten können, wie sich die Kinder mehr und mehr kennengelernt und zusammengeschlossen haben und auch gut aufeinander achteten. Sie konnten die Ideen der Mitspieler annehmen, ausprobieren und dadurch auch selbst ermutigt und inspiriert werden in ihrem Tun.

STUFE B:

4-5 : „MUSIK & BEWEGUNG – IM DIALOGISCHEN SPIELFELD: ICH & DU“,

Die Selbständigkeit und Aktivität der Kinder in dieser Altersgruppe unterscheidet sich grundlegend von den 1 Jahr jüngeren Kindern. Daher ist diese Altersgruppe besonders prädestiniert dafür mit Partneraufgaben zu beginnen. Zu den Fortbewegungsarten werden die Raumrichtungen hinzugefügt, Richtungswechsel, aufwärts, abwärts geführt von der Musik des/der KursleiterIn. Die Rätsel, über das Tasten, Spüren, aber auch über sprachliche Beschreibungen unterschiedliche Qualitäten herauszufinden, fördert die kreative Intelligenz. Kunststücke zu zweit, Spiel zu zweit, Führensich führen lassen, Begleitung der eigenen Bewegung mit einem kleinen Instrument, aber auch der Bewegung eines anderen Kindes, erweitern ihren Erfahrungsschatz. Musik spielt dabei eine ganz wichtige Rolle, denn die Musik bestimmt oft den Spielablauf – Kommunikation ohne Worte. 4

KURS MO 15.10h (Mag. Gerald Specht): Die Kinder lieben es, sich wie Tiere zur Bewegungsbegleitung mit der Conga o.ä., Gitarre und Gesang fortzubewegen. Welches Tier (klein/groß, schwer/leicht, am Boden/im Wasser/in der Luft,...) passt dazu? Beim Musikstopp rasch zum Ausgangsplatz und in die vereinbarte Position zurückzukehren ist besonders spannend, weil es auch darum geht, bis wie viel ich zählen kann, bis das ganze Team angekommen ist. Selbst anfangs schüchterne Kinder können sich daran motivieren. Da fällt die Konzentration für den Körperrhythmus mit stampfen, patschen, klatschen, ... viel leichter und nun schaffen wir schon eine 4taktige Abfolge beim Begrüßungslied. Das Experimentieren mit Hockern, Klangrohren (‚Boomwhackers’), Zeitungspapier, Seilen etc., schafft ein Repertoire an selbst entwickelten Lösungen und selbst erprobten Ideen anderer. Fantasie, Geschicklichkeit, Umsetzungs- und Kooperationsfähigkeit sind einige der wichtigsten dabei geförderten Persönlichkeitsbereiche. Wie selbstverständlich ist die musikalische Live-Begleitung, Muse für die Bewegungsfantasie und Helferin für die Kraftdosierung, die Wiederholung von Abläufen und deren Varianten. Jetzt warten wieder Instrumente auf das eifrige Bespielt-werden. KURS MI 16.10h (Mag. Urd Anja Specht): Diese Gruppe (die Hälfte der Kinder sind neu hinzugekommen) hat eine ungeheure Amplitude der Temperamente und Charaktere – von sehr, sehr schüchtern bis sehr selbstbewusst. Die Bewegungsdynamik entwickelte sich während der Fortbewegungsphase, von ganz zart bis ganz wild, langsam bis ganz schnell beim gehen, laufen, springen, rutschen, drehen, ... . Bewegungsdynamik, Rücksicht und Umsicht sind das Thema, immer geführt und unterstützt von der Live-Musik mit Klavier, Geige, Stimme etc. Das Abklatsch-Spiel, aber auch Galopp-Trommeln & Pferde-Bewegungsbegleitung und der BergSpaziergang über die Hängebrücke waren Highlights in dieser Gruppe. KURS DO 16.10h (Mag. Urd Anja Specht): Diese Gruppe ist untereinander sehr kooperativ, die meisten Kinder sind bereits das 3. Jahr im RhythmikStudio. Phantasievoll bei den Kunststücken beim Begrüßungslied – über das Spiel „Musik-Rätsel – wie bewegt sich die Musik?“ für die freie Fortbewegung – bis hin zu den Improvisationen mit Polstern und Seilen. Spiele zur Live-Musik zu zweit mit 2 Seilen, waren das Highlight in dieser Gruppe - vom Tauziehen, über Pferdchen & Kutscher bis zum Seile tanzen lassen zur Musik. Ganz erstaunlich waren auch die Stunden mit den kleinen Schlagwerkinstrumenten: die Kinder konnten ganz klar Instrumente zu Bewegungsrätseln und Spielformen zuordnen und auch bereits Rhythmus-Patterns gemeinsam mit dem Klavier mitspielen.

STUFE C: 5-7 JÄHRIGE: „MUSIK & BEWEGUNG IN KOMMUNIKATION ON“ ALLGEMEIN GILT FÜR ALLE RHYTHMIK-SCHERPUNKTKURSEN:

UND

KOOPERATI-

Die Fähigkeit, Geschicklichkeit im Umgang mit Materialien und Instrumenten, der eigenen Bewegung, dem Partner, mit Sprache und Stimme zu erwerben und zu steigern, erschließt den Kindern eine reiche Auswahl an Ausdrucksmöglichkeiten. Über die eigene Ausdrucksfähigkeit mit den anderen zu kommunizieren und zu kooperieren, schafft Selbstvertrauen und Selbstsicherheit und ist für diese Altersstufe ein großes und wichtiges Erlebnis. Spiel-Regeln zu erkennen, zu formulieren und einzuhalten ermöglicht den Kindern komplexere Spielabläufe zu entwickeln und zu erlernen. Die Förderung der Kreativität schafft in dieser Altersstufe besondere Voraussetzungen, Konzentrationsfähigkeit, Lernbereitschaft, Logik und Systematik zu entwickeln und zu verbessern. Die verschiedensten Verknüpfungen von Musik und Bewegung in Bezug zu gestalterischen Aufgabenstellungen, regen die Kreative Intelligenz der Kinder an. Kreative Intelligenz ist für das wirkliche, mit Interesse vollzogene Lernen eine wichtige Voraussetzung, das Erlernte mit dem noch Unbekannten zu verknüpfen. KURS: Rhythmik-Akrobatik MO 16.10h (Mag. Gerald Specht): Die Stimmung in der Gruppe ist von großer Freude am aktiven Mitmachen geprägt. Die Kinder gehen mit Mut und Konzentration an ihre Kunststücke heran. War anfangs, der runde Rücken beim VorwärtsPurzelbaum noch eine Herausforderung so purzeln sie jetzt bereits immer geschickter auch rückwärts und üben sogar den Zweierpurzelbaum mit Absprung. Über rhythmisch-musikalische Spielsituationen die u.a. die Körperspannungsdifferenzierung das Reaktions-, Koordinations- und Kooperatiansverhalten fördern, nähern wir uns diesen und anderen turnerischen Aufgaben wie dem Balancieren über lange schmale Latten, dem Bockspringen und anderen gut gesicherten Mutproben. Dagegen ist das Warten können während andere an der Reihe sind, manchmal noch schwierig. Da ist das Mithelfen 5

beim umbauen der Bewegungslandschaft eine willkommene Abwechslung und das Mitblödeln bestens zum Spannungsabbau und für unsere angenehme Atmosphäre geeignet. Einige Kinder wären für die Künstlerische Klasse Rhythmical nächstes Jahr geeignet. KURS: Rhythmik-Bewegte Welt Di 16h (Mag. Urd Anja Specht): Diese Gruppe ist sehr homogen, etliche Kinder sind darin schon das 4. Jahr im RhythmikStudio, was sich in den Fähigkeiten der Kinder deutlich ablesen lässt. Besonders deutlich ist die bereits erwachende Fähigkeit einen kleinen Rhythmus zu entwickeln und diesen zu halten, auch während wir das Begrüßungslied singen. Die Kooperationsfähigkeit der Kinder zeigte sich auch bei der Bewegungsbegleitung mit kleinem Schlagwerk: 1 Kind bewegt sich und die Gruppe setzt dessen Bewegung konkret in Musik um. Die Instrumentenstunden waren das Highlight der Gruppe, denn die vielen gefundenen Variationen, wie Instrumente eingesetzt werden konnten, die kleinen Rhythmus-Pattern, die mit dem Klavier gemeinsam gespielt werden konnten, lassen schon richtige Musik entstehen. Die Bewegungsqualität in der Differenzierung, rückwärts, vorwärts, seitwärts im Gehen, Laufen, Galoppieren steigert sich deutlich. Das genknotete Seil und seine zweckentfremdete Anwendung im Rahmen eines Zaubersprüchleins fand sehr großen Anklang – die Phantasie und Vorstellungskraft samt Pantomimischer Darstellung war kaum zu übertreffen. Einige Kinder wären für die Künstlerische Klasse Rhythmical nächstes Jahr geeignet. KURS: Rhythmik-Bewegte Welt Mi 15h (Mag. Urd Anja Specht): Diese Gruppe hat sich heuer ganz neu zusammengesetzt, 2 Kinder sind neu dazugekommen, 6 Kinder sind bereits 2-3 Jahre im RhythmikStudio allerdings aus anderen Gruppen stammend. Ganz besondere Freude macht den Kindern das Finden immer neuer Rhythmen & Kunststücke zum Begrüßungslied. Die metrische Fähigkeit besonders der Mädchen der Gruppe lassen mich immer wieder staunen: Das Stampfen& Klatschen des Rhythmus, den ich am Klavier spiele – auch in Fortbewegung - ist etwas Besonderes für diese Altersgruppe. Das Thema Reifen faszinierte diese Gruppe sehr. Immer neue Möglichkeiten fanden die Kinder in der Gestaltung von innen – außen, oben – unten, einzeln – gemeinsam mit den Reifen. Aber auch Spiele zu zweit mit 2 Seilen waren für sie faszinierend. Das Spüren von Formen auf dem Rücken – diese zu erkennen und dann zu legen, einander zu führen, mit offenen oder geschlossenen Augen, und nicht zuletzt etwas mit Seilen zu bauen – es entstand ein „Doppelbett“ zum Ausruhen waren besondere Höhepunkte in dieser Gruppe. Einige Kinder wären für die Künstlerische Klasse Rhythmical nächstes Jahr geeignet. KURS: Rhythmik-Combolino DO 16h (Mag. Gerald Specht): Diese Bubengruppe hat Freude an körperlichen Herausforderungen, in ihrer Differenzierung, aber auch mit der Würze der Wildheit. Glücklicherweise im (und nur manchmal am) Rahmen der Spielregeln ;-) Die Kinder brauchen die Action bei den Fortbewegungsspielen zur Live-Musik mit Umschaltimpulsen für Richtungswechsel oder das in die Rückwärtsrichtung bewegen und plötzlichen Stopps damit sich z.B. auch das Kennenlernen und Wiederholen einer 8taktigen Kreistanzform mit eingebauten Bodypercussion-Stellen gut anfühlt. Dadurch lässt sich im musikalischen Zusammenspiel mit RhythmikMaterialien und/oder Instrumenten rasch eine Struktur mit Anfang und Ende samt dynamischen Unterschieden umsetzen. Die Koordinations-, Konzentrations- und Kooperationsfähigkeit der Buben entwickelt sich so gut, dass die Einen bereits nächstes Kursjahr in unser künstlerisches Rhythmical-Ensemble hineinwachsen könnten. Andere wären bei Rhythmik&Fußball, wo es u.a. auch um Umsicht, Kraftdosierung, Selbst- und Ballkontrolle geht gut aufgehoben. KURS: Rhythmik&Fußball FR15h (Mag. Gerald Specht): So trivial Fußball auf manchen wirkt, so sehr bergen die Anforderungen dieses Teamsports in einem gesicherten Rahmen enorme Entwicklungsmöglichkeiten. Unser rhythmisch-musikalischer Stundenteil fördert die Innen- und Außenwahrnehmung der Kinder besonders in den Bereichen Wahrnehmungsfähigkeit, Soziales Lernen und Kreativität enorm. Scharte der Ball bei den Matches anfangs alle Kinder ‚kontrolliert’ um sich, so kontrollieren jetzt die Kinder den Ball beim Pass-Spiel in den eigenen Reihen teils so gut, dass auch ein übermächtiger Gegner (ich ;-) ) das Nachsehen hat. Sie begreifen mehr und mehr, dass einer nicht schnell und ausdauernd genug sein kann, um an den Ball zu gelangen, wenn sie nicht als ein Team agieren. Passen bedeutet auch geben und nehmen, dazwischen einen Trick auszuprobieren oder aufs Tor zu schießen bedeutet etwas zu riskieren und Verantwortung zu übernehmen. Die roten Wangen nach der Stunde zeigen welch große Bereitschaft sich zu engagieren die Kinder haben und jubeln können sie jetzt schon besser als die Großen. 6