Endbericht zur Verbreitung der Projekterfahrungen und Ergebnisse

Endbericht zur Verbreitung der Projekterfahrungen und Ergebnisse

Endbericht zur Verbreitung der Projekterfahrungen und Ergebnisse Projektnummer 2113 Projekttitel GEMMA – Der Hof als Bewegungsraum Projektträger/...

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Endbericht zur Verbreitung der Projekterfahrungen und Ergebnisse

Projektnummer

2113

Projekttitel

GEMMA – Der Hof als Bewegungsraum

Projektträger/in

ASKÖ Landesverband Tirol

Projektlaufzeit, Projekt-

01.06.2011 – 31.05.2014

dauer in Monaten

36 Monate

Schwerpunktzielgruppe/n

6-14 Jährige

Erreichte Zielgruppengröße Zentrale Kooperationspartner/innen Autoren/Autorinnen Emailadresse/n Ansprechpartner/innen

1.025 in Innsbruck Stadt Innsbruck, Land Tirol Viktoria Geiler, MSc [email protected]

Weblink/Homepage

www.askoe-tirol.at

Datum

28.08.2014

Endbericht Projekt Nr. 2113

1. Kurzzusammenfassung Eine 2009 in Tirol durchgeführte Trendanalyse zum Thema „Freizeit und Sportaktivitäten von Tiroler Volksschulkindern“ gab den Anstoß für die Initiierung des Projekts „GEMMA – Der Hof als Bewegungsraum“. Ergebnisse der Analyse zeigen, dass Innsbrucks 6-10 Jährige im Durchschnitt 353 Minuten/Tag sitzen und sich lediglich 144 Minuten/Tag bewegen. Ziel des 3-jährigen Projektes ist es, 6-14 Jährige nachhaltig für Bewegung und gesunde Lebensweise zu sensibilisieren. Um dies zu erreichen werden in Kooperation mit der Stadt Innsbruck sowie dem Land Tirol in 10 Innsbrucker Höfen bzw. städtischen Anlagen zweimal wöchentlich (á 90 Minuten) kostenlose Bewegungseinheiten durchgeführt an denen die Kinder partizipativ teilnehmen. Neben den Kindern stellen Eltern/Erziehungsberechtigte sowie Anrainer der betreffenden Innenhöfe eine wichtige Zielgruppe für das Projekt dar, da ohne Akzeptanz dieser ein reibungsloses Durchführen der Bewegungseinheiten nicht möglich wäre. Zusätzlich zu Sport und Bewegung wird den Kindern von qualifizierten BewegungsbetreuerInnen eine gesundheitsbewusste Lebensweise und Werte wie „Fair Play“, „Integration“ und „Rücksichtnahme“ vermittelt. Als Projektabschluss wurde in den dafür geeigneten Höfen ein Spielefest für Kinder, Eltern/Erziehungsberechtigte sowie Anrainer durchgeführt. Über die gesamte Projektdauer von 3 Jahren konnten somit insgesamt 1.031 Bewegungseinheiten (á 90 Minuten) mit durchschnittlich 8-10 Kindern abgehalten werden. Dadurch wurden 1.025 Innsbrucker Kinder über die Projektdauer regelmäßig zweimal pro Woche aktiv bewegt. Im Projektverlauf konnte beobachtet werden, dass die Akzeptanz der Anrainer gegenüber „spielenden Kindern“ stark anstieg und die Eltern/Erziehungsberechtigten dem Projekt positiv und dankend gegenüber stehen und sich der Wichtigkeit von Bewegung für ihre Kinder bewusst werden. Neben einer detaillierten und realistischen Projektplanung ist eine gute Kooperation mit lokalen Partnern (Stadt Innsbruck) sowie den Hausbesorgern vor Ort eine unabdingbare Voraussetzung zur Durchführung des Projektes.

2. Projektkonzept Eine 2009 in Tirol durchgeführte Trendanalyse zum Thema „Freizeit und Sportaktivitäten von Tiroler Volksschulkindern“ gab den Anstoß für die Initiierung des Projekts „GEMMA – Der Hof als Bewegungsraum“. Ergebnisse der Analyse zeigen, dass Innsbrucks 6-10 Jährige im Durchschnitt 353 Minuten/Tag sitzen und sich lediglich 144 Minuten/Tag bewegen. Das Projekt sollte somit darauf abzielen, dass Innsbrucks 6-14 Jährige mehr Bewegung erfahren und diese Form der Bewegung für alle Schichten, vereinsungebunden und ohne Einstiegsbarrieren zugänglich wird. Nach Vorbild eines in Deutschland angesiedelten Vereins (Spiellandschaft Stadt e.V.), welcher Spiel- und Aktionsräume für Kinder im Stadtgebiet fördert, sollten Innsbrucks Innenhöfe und städtische Anlagen als Ort für die Bewegungsräume dienen. Neben den Kindern zählen Eltern/Erziehungsberechtigte sowie die Anrainer der Innenhöfe zu den Zielgruppen des Projektes, da eine reibungslose Durchführung ohne Einbeziehung dieser nicht sinnvoll bzw. möglich ist.

3. Projektdurchführung Gestartet wurde das Projekt mit den Projektvorarbeiten, wie Kontakt zu Kooperationspartnern (Stadt Innsbruck, Land Tirol) herstellen, Auswahl (mit Hilfe der Stadt Innsbruck) und Besichtigung der Höfe und städtischen Anlagen, Rekrutierung der BewegungsbetreuerInnen und Vorbereitung der Informationsmaterialien. Im Anschluss an die Vorbereitungen konnte bereits mit der Pilotphase in vier Höfen gestartet werden, welche für den weiteren Projektverlauf sehr lehrreich war. Nach Adaptionen bezüglich Materialpackage und Evaluationsprozess begannen die eigentlichen Praxiseinheiten in zehn Inns2/5

Endbericht Projekt Nr. 2113

brucker Höfen. Mit einer Informationsveranstaltung für Eltern/Erziehungsberechtigte und Anrainer wurden die Bewegungseinheiten offiziell gestartet. Die Bewerbung des Projektes erfolgte in Kooperation mit der Stadt Innsbruck sowie den Hausverwaltungen durch ein Infoschreiben und Folder an die Mieter sowie durch Plakat-Aushänge in den umliegenden Wohnhäusern. Mit Ausnahme der Winterpause wurden die Bewegungseinheiten zweimal wöchentlich für 90 Minuten durchgeführt. Neben den Praxiseinheiten fanden jährlich Empowermentmaßnahmen für BewegungsbetreuerInnen sowie Pressekonferenzen mit den Kooperationspartnern statt. Als Projektabschlussveranstaltungen wurden in den dafür geeigneten Höfen GEMMA-Spielefeste für Kinder, Eltern/Erziehungsberechtigte und Anrainer veranstaltet. Als nachhaltige Broschüre wurde in Kooperation mit den BewegungsbetreuerInnen das „GEMMASpieleheftchen“ erstellt in welchem u.a. die Lieblingsspiele der Kinder aufgelistet sind.

4. Evaluationskonzept Beim zu Grunde liegenden Projekt wurde eine Selbstevaluation umgesetzt, da seitens des Projektteams genügend Wissen diesbezüglich vorhanden war und das Team durch eine Selbstevaluation einen tieferen Einblick in die praxisorientierten Aktivitäten des Projektes bekam. Vorerst war es geplant die Evaluation rein quantitativ mittels Fragebogen und Dokumentationsformularen durchzuführen. Nach ersten Tests wurde das Evaluationskonzept überarbeiten und durch qualitative Methoden (Interviews, Fotos, Feedback der BewegungsbetreuerInnen und Beobachtung) erweitert. Die vorwiegend qualitativen Methoden waren für die Steuerung und Umsetzung im Projektverlauf sehr hilfreich, da auf etwaige Probleme umgehend reagiert werden konnte. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Mischung zwischen quantitativen (z.B. Dokumentationsformulare für jede Bewegungseinheit) und qualitativen (z.B. Beobachtungen, Interviews mit Eltern) Methoden zielführend für die Bewertung der Projektergebnisse war.

5. Projekt- und Evaluationsergebnisse Im Rahmen des Projektes konnten in Innsbrucks Höfen und städtischen Anlagen insgesamt 1.031 Bewegungseinheiten á 90 Minuten abgehalten werden an welchen im Durchschnitt ca. 10 Kinder teilnahmen. Dadurch konnten 1.025 Innsbrucker Kinder über die Projektdauer regelmäßig zweimal pro Woche aktiv bewegt werden. Werte wie „Fair-Play“, „Integration“ und „Rücksichtnahme“ waren wichtige Grundsätze in den Praxiseinheiten. Neben Bewegung und Sport wird den teilnehmenden Kindern mit kindgerechten Hilfsmitteln das Thema „gesunde Ernährung und Flüssigkeitszufuhr“ vermittelt. Neben den Kindern stellen Eltern/Erziehungsberechtigte sowie Anrainer der betreffenden Innenhöfe eine wichtige Zielgruppe für das Projekt dar, da ohne Akzeptanz dieser ein reibungsloses Durchführen der Bewegungseinheiten nicht möglich gewesen wäre. Im Projektverlauf konnte beobachtet werden, dass die Akzeptanz

der

Anrainer

gegenüber

„spielenden

Kindern“

stark

anstieg

und

die

El-

tern/Erziehungsberechtigten dem Projekt positiv und dankend gegenüber stehen und sich der Wichtigkeit von Bewegung für ihre Kinder bewusst werden. Die partizipative Teilnahme der Kinder an den Bewegungseinheiten soll die Nachhaltigkeit sichern, sodass sich diese auch eigenständig im Hof zum „Spielen“ treffen. Zudem ist durch die Unterstützung der „Stadt Innsbruck“ die Weiterführung des Projektes gesichert. Prinzipiell ist das Projekt in dieser Form auf alle Städte übertragbar, vorausgesetzt die Höfe bzw. städtischen Anlagen dürfen für Bewegungseinheiten genutzt werden.

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Endbericht Projekt Nr. 2113

6. Zentrale Lernerfahrungen und Empfehlungen Die gut strukturierte und vor allem aber realistische Projektplanung war für die Durchführung des Projektes sowie Erreichung der Projektziele sehr förderlich. Zudem ist eine gute Kooperation mit den lokalen Partnern (Stadt Innsbruck und Hausverwaltungen) unabdingbar. Ein persönlicher Kontakt mit dem Hausbesorger (bei Betreuung von externen Firmen nicht dringend erforderlich) ist von Vorteil, da dieser grundsätzlich für die Betreuung der Anlagen verantwortlich ist und über die Bewegungseinheiten informiert werden sollten. Um die Erreichung der Projektziele zu verdeutlichen hat sich eine Mischung von quantitativen und qualitativen Evaluationsmethoden als sehr förderlich erwiesen. Auch die Pilotphase in vier Höfen war für das Projektteam sehr lehrreich und ist für Projekte dieser Arte auf alle Fälle empfehlenswert. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Projekt ohne größere Probleme durchgeführt werden konnte und auch bei einem Neustart das Projektmanagement nicht verändert werden würde.

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Endbericht Projekt Nr. 2113

Anhang Listen Sie Ihre veröffentlichbaren Beilagen zum Bericht auf. Diese sind ebenso wie der Bericht selbst im Projektguide hochzuladen. 

GEMMA-Spieleheftchen



GEMMA – Plakat (Beispiel)



GEMMA – Folder (Beispiel)

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