Exkursion Ramstein - Historisches Seminar

Exkursion Ramstein - Historisches Seminar

Exkursionsbericht „Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz“ Amerikaner in Rheinland-Pfalz „US-Präsenz in Ramstein und Kaiserslautern“ Sommersemester 20...

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Exkursionsbericht „Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz“

Amerikaner in Rheinland-Pfalz „US-Präsenz in Ramstein und Kaiserslautern“ Sommersemester 2009 von Jean Kiltz, Florian Büren und Robert Grohmann

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Inhalt: 0. 1. 2. 3. 4. 5. 6.

Wer sind wir? Vorbereitungen (Planungen) Ablaufplan der Exkursion Exkursionsbericht Referate während der Exkursion Bewertung der Exkursion Weitere Informationen und Literatur

S. 1 S. 2 S. 3 S. 4 S. 13 S. 23 S. 24

0. Wer wir sind Wir sind Geschichtsstudenten der Universität Mainz, die allesamt Geschichte im Haupt- oder Nebenfach studieren. Die Exkursion ist Teil des zu absolvierenden Pflichtmoduls „Exkursion“ im Bachelorstudiengang. Geleitet wurde die Exkursion von Herrn Professor Kißener vom Historischen Seminar der Universität Mainz. Die Exkursion fand im Sommersemester 2009 statt und war Teil des Exkursionsmoduls, das eine Vorlesung über die Geschichte des Landes RheinlandPfalz, eine Übung zur Planung der Exkursion und die Exkursion selbst beinhaltete.

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1. Vorbereitungen und Planungen Unsere erste Sitzung zur Planung der Exkursion fand am 20.4.2009 statt. An diesem Termin unterhielten wir uns über mögliche Exkursionsziele. Mögliche Themengebiete waren zum Beispiel die NS-Vergangenheit (Besichtigung einer Gedenkstätte), der Zweite Weltkrieg (Verteidigungsanlagen am Westwall, Remagen), der Neubeginn des Landes Rheinland-Pfalz, die US-Präsenz (Ramstein, Kaiserslautern) oder die Wirtschaft/Landwirtschaft (BASF). Nach Abstimmung der Studenten stand das Exkursionsziel schnell fest: Amerikaner in Rheinland-Pfalz. Anschließend wurden drei Gruppen gebildet: das Organisationsteam, das Referatteam und das Nachbereitungsteam. Die Aufgabe des Organisationsteams bestand darin, einen Ablaufplan zu erstellen, die An- und Abfahrt mitsamt Bus zu organisieren, die Exkursion an der Airbase anzumelden, einen Stadtführer für die Stadtrundfahrt in Kaiserslautern zu finden und andere organisatorische Dinge zu regeln. Das Referatteam sollte zwei Referate zur Geschichte der US-Präsenz in RheinlandPfalz ausarbeiten, wovon eines sich auf die Geschichte des Zusammenlebens von Amerikanern und Deutschen beziehen sollte. Die Nachbereitungsgruppe sammelte alle wichtigen Ereignisse der Exkursion und stellt sie nun im hier vorliegenden Reader zusammen. Innerhalb dieser Gruppen wurde nun engagiert die Arbeit aufgenommen. Allerdings zeigte sich bald, dass einige Schwierigkeiten bei der Planung entstanden. Es musste nämlich geklärt werden, wie nun der genaue Ablauf der Exkursion aussehen würde; hing doch die Reihenfolge der zu besuchenden Orte von ihrer zeitlichen Verfügbarkeit ab. Daher zeichnete sich schnell ab, dass der Ablaufplan sich zeitlich nach dem Besuch der Airbase Ramstein zu richten hätte. Beim Besuch der Airbase war zu beachten, dass alle Exkursionsteilnehmer ihre persönlichen Daten hinterlegen mussten, die dann an die Airbaseverwaltung geschickt wurden. Zusätzlich bereitete noch eine andere Bedingung Probleme: Der Busfahrer, sollte einen internationalen Führerschein besitzen. Das Hauptproblem war jedoch die Teilnahme an der Exkursion zu organisieren. Trotz zahlreicher Anmeldungen bei Jogustine meldeten sich weitaus weniger Teilnehmer zurück als vorher angemeldet waren. Das ganze Teilnehmerkontingent von 48 Plätzen war bis kurz vor der Exkursion nur zur Hälfte ausgeschöpft. Von der Anzahl der Teilnehmer hing nämlich auch der Preis der Exkursion für jeden einzelnen ab. Bei der Planung einer Exkursion ist also unbedingt zu bedenken, wie viele Teilnehmer mitfahren können und wie man diese dann auch an Bord bekommt. In unserem Fall war dies auch technisch bedingt sehr problematisch, da mit der Einführung von Jogustine nicht alle potentiellen Teilnehmer erreicht werden konnten. Im Großen und Ganzen konnte die Exkursion dennoch zügig geplant werden.

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2. Ablaufplan der Exkursion Zur Erläuterung: Linke Spalte: Geplanter Ablauf Mittlere Spalte: Was zur jeweiligen Zeit gemacht wurde. Rechte Spalte: Tatsächliche Uhrzeit der einzelnen Veranstaltungen 07:15 Uhr

Treffen vor dem Philosophicum (am

bis 07:15 Uhr

Pferd) 07:20 – 09:00 Uhr

Fahrt nach Kaiserslautern

07:25 – 08:25 Uhr Pause bis 09:05

09:00 – 10:30 Uhr

Rundfahrt durch Kaiserslautern

09:05 – 10:45 Uhr Pause bis 11:00Uhr

10:30 – 11:00 Uhr

Fahrt nach Ramstein

11:00 – 11:20 Uhr

11:00 – 11:45 Uhr

Mittagspause (Selbstverpflegung)

11:20 – 11:50 Uhr

12:00 – 13:45 Uhr

Besuch der Ausstellung African-

12:00 – 13:30 Uhr

American Civil Rights and Germany, anschließend Veranschaulichung des sich im Aufbau befindlichen Dokumentationszentrums 13:45 – 14:00 Uhr

Fahrt zur Airbase Ramstein

13:35 – 14:00 Uhr

14:00 – 15:00 Uhr

Besichtigung der Airbase

14:00 – 15:10 Uhr

15:00 – 16:00 Uhr

Regionale Rundfahrt um Ramstein

15:15 – 16:00 Uhr

16:00 – 17:30 Uhr

Rückfahrt nach Mainz

16:00 – 17:35 Uhr

(Wie ersichtlich ist, wurde der Plan insgesamt gut eingehalten.)

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3. Exkursionsbericht Fahrt nach Kaiserslautern Am 02.07.2009 um 07:15 war es endlich soweit. Die lange geplante und sehnlichst erwartete Exkursion startete. Mit großer Vorfreude auf einen spannenden und erlebnisreichen Tag stiegen 46 Exkursionsteilnehmer (zwei fehlten) in den Bus und wurden vom Busfahrer, Herrn Professor Kißener und einem Studenten freundlich begrüßt. Mit einer minimalen Verzögerung starteten wir sehr zügig und fuhren nach Kaiserslautern, wo zu Beginn eine Stadtrundfahrt auf der Tagesordnung stand. Auf der Fahrt wurden zwei Referate zum Thema „Amerikaner in Rheinland-Pfalz“ gehalten. Diese beiden Referate bereiteten die Teilnehmer gut und kompakt auf die historischen Hintergründe der Exkursion vor, sodass wir gut gerüstet die „Sehenswürdigkeiten“ betrachten konnten. Im ersten Referat wurden die Fragen geklärt, wie, warum, wann und wohin die Amerikaner nach Rheinland-Pfalz kamen. Allgemein gesagt war Rheinland-Pfalz ein strategisch wichtiger Ort für die NATO. So kam es, dass von den Amerikanern in den 1960er Jahren acht Flugplätze gebaut wurden, obgleich Rheinland-Pfalz eigentlich französische Besatzungszone war. In den folgenden Jahren wurden bis zu 250.000 Mann stationiert. Mit dem Zerfall des Ostblocks wurde dann auch der „Flugzeugträger der NATO“ (wie man Rheinland-Pfalz getauft hatte) allmählich aufgelöst und es blieben nur noch zwei Flugplätze erhalten. Näheres zum ersten Referat unter Punkt 4 Im zweiten Referat wurde auf die Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Verbindung mit der US-Präsenz in Rheinland-Pfalz eingegangen, brachten doch die Amerikaner in den vergangenen Jahrzehnten weitreichende Veränderungen mit sich. Schnell wurden sie mit zu den bedeutendsten Arbeitgebern in Rheinland-Pfalz und damit zu einem der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren, zumal durch die amerikanischen Soldaten die Kaufkraft in der Region enorm anstieg. Trotz Fraternisierungsverbot kam es zu vielen und langlebigen Kontakten zwischen deutscher Bevölkerung und eigentlichen Besatzern. Aber auch der Vergnügungsbereich (Bars, Discos, Bordelle, etc.) war ein sehr florierender Sektor, da die amerikanischen Soldaten in ihrer Freizeit viel Geld für Vergnügungen aller Art ausgaben. Näheres zum zweiten Referat unter Punkt 4

Stadtrundfahrt durch Kaiserslautern Nach der Ankunft in Kaiserslautern begann recht zügig die Stadtrundfahrt unter Leitung von Silke Kretschmar vom Tourismuszentrum. Die Rundfahrt stand unter dem Thema „Amerikaner in und um K-Town“ (K-Town = amerikanisch für Kaiserslautern), denn Kaiserslautern war und ist der Standort, an dem die meisten Amerikaner außerhalb der USA stationiert waren und noch sind. Aktuell leben noch rund 48.000 amerikanische Soldaten in und um Kaiserslautern.

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Wie wir sehen konnten, sind fast alle US-Einrichtungen umzäunt und meist hinter Bäumen verborgen. Dennoch entstand relativ schnell eine Hass-Liebe zwischen Deutschen und Amerikanern. Liebe zum einen dadurch, dass die Amerikaner für viele Deutsche Arbeitsplätze geschaffen haben und damit vielen zu einer wirtschaftlichen Absicherung verhalfen. Auch heute noch schätzt man den Umsatz, den die Amerikaner in Kaiserslautern ermöglichen, auf 1,69 Mrd. Dollar. Zum anderen aber auch Hass, da Kaiserslautern mitten in einer Einflugschneise für amerikanische Flugplätze liegt und somit die Bevölkerung unter starker Lärmbelästigung leidet. Zu Stoßzeiten fliegen alle 3-4 Minuten Flugzeuge über die Innenstadt. Gegen diese Lärmbelästigung wurden unter anderem auch Bürgerinitiativen gegründet, die allerdings erfolglos blieben. Kaiserslautern, das bis vor 150 Jahren ein recht einsames Landstädtchen war und erst ab ca. 1849 durch die Industrialisierung an Bedeutung gewann, wurde von den Amerikanern in den 1960er Jahren regelrecht wieder neu aufgebaut, da es im Verlauf des Zweiten Weltkrieges zu mehr als 60 % zerstört worden war. Im Zuge dessen wurde die Infrastruktur nicht nur wieder aufgebaut, sondern auch deutlich ausgebaut. Die Amerikaner zogen eine vierspurige „Autobahn“ durch die Stadt, um eine Ost-West-Verbindung (bzw. später auch Nord-Süd-Verbindung) zu schaffen. Dies war wichtig, damit ihre Einrichtungen, die quer über die Stadt verteilt waren, schnell und gut erreichbar waren. Während der Stadtrundfahrt wurde dann relativ schnell deutlich, dass die Amerikaner eine eigenständige „Stadt in der Stadt“ geradezu gegründet haben. Ein Beispiel dafür ist die Wohnsiedlung „Vogelweh“. Dies wird daran erkennbar, dass alle Anlagen eingezäunt und damit für die Zivilbevölkerung größtenteils verborgen sind. Auf unserer Stadtrundfahrt sahen wir trotzdem einige Einrichtungen der Amerikaner, unter anderem die 23. Kaserne, die Daenner-Kaserne, die Panzer-Kaserne oder aber auch das Warrior Preparation Center. Die Abgeschlossenheit der Einrichtungen erklärt sich zum einen durch das große Sicherheitsbedürfnis der Amerikaner, die immer mehr dazu neigen, unter sich zu bleiben und zum anderen dadurch, dass die Einrichtungen für die deutsche Zivilbevölkerung tabu sind. Da sich in den eingezäunten Arealen in und um Kaiserslautern die Natur ungestört entfalten konnte, entstanden im Laufe der Zeit viele Biotope, die nun von Naturschützern erhalten werden. Nicht zuletzt ist Kaiserslautern bei den Amerikanern übrigens auch gerade wegen des stadtnahen Waldes und der Nähe zur Natur beliebt. Trotz dieser Tendenz, immer abgeschiedener zu leben, sieht man dennoch überall Spuren der Amerikaner in Kaiserslautern. Vor allem an zweisprachiger Doppelbeschilderung wird dies deutlich (Schilder in deutscher und englischer Sprache oder Centrum statt Zentrum). In den 50er Jahren soll sogar noch jedes zweite Auto, das in Kaiserslautern verkehrte, ein amerikanisches Kennzeichen gehabt haben (– heute verwenden sie zwecks „Tarnung“ lieber deutsche). Für Amerikaner gibt es in Kaiserslautern auch viele spezielle Geschäfte.

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Ein Beispiel hierfür ist ein Kuckucksuhrengeschäft, da Amerikaner diese gerne als Souvenir mit nach Hause nehmen. Wir sehen des Weiteren auch viele

Autovermietungen und Lebensmittelgeschäfte mit englischer Werbung (z. B.: „It’s always Döner-Time!“). Früher war Kaiserslautern zudem eine „Prostitutionsstadt“ (auch genannt „sin city“) mit einem riesigen Vergnügungsviertel, welches die Amerikaner sehr frequentierten. Erst mit dem „Off-Limits“ durch die Militärführung Ende der 50er Jahre wurden die hohe Kriminalität und der schlechte Ruf dieses Viertels beendet. Sehr beeindruckend sind in Kaiserslautern sicherlich das TAACOM und das Warrior Preparation Center. Das TAACOM ist das größte Logistikzentrum in Europa, an das das größte Warenhaus der US-Airforce in Europa angegliedert ist. Hier findet der amerikanische Soldat alles, was er benötigt. Im Warrior Preparation Center kann man computergestützt Kriegssimulationen durchspielen und sich somit auf den Krieg vorbereiten, ohne dass jemand zu Schaden kommt. Doch auch Kaiserslautern bleibt nicht von den Spuren der Konversion verschont. Waren noch bis in die 1990er Jahre bis zu 80.000 Amerikaner in Kaiserslautern stationiert, so sind es heute „nur“ noch 48.000. Für uns besonders sichtbar wurde dies an einem ehemaligen Wohngebiet für Generäle, das zu einem Geisterviertel verkommen ist, da bis heute die Umwidmung dieses Gebietes nicht abschließend geklärt wurde.

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Trotz der vielen „verborgenen“ Einrichtungen war die Stadtrundfahrt alles in allem eine sehr aufschlussreiche Fahrt durch eine Stadt, die sehr stark von den Amerikanern geprägt ist. Nach einer kurzen Mittagspause ging unsere Fahrt dann nach Ramstein weiter, wo wir von Frau Gross durch die Ausstellung African-American Civil Rights and Germany begleitet wurden.

Ausstellung African-American Civil Rights and Germany und Veranschaulichung des sich im Aufbau befindlichen Dokumentationszentrums Die oben genannte Ausstellung wurde von Maria Höhn und Martin Klimke ins Leben gerufen. Die Ausstellung ist eine Wanderausstellung, die sowohl in den USA als auch in Deutschland gezeigt wird. In Ramstein ist diese Ausstellung in Zusammenarbeit mit Studenten entstanden. Thema sind die afroamerikanischen Soldaten innerhalb der US-Armee in Bezug auf Deutschland. Die Ausstellung gliedert sich in fünf Abschnitte: 1. Allgemeiner Teil 2. Besatzungszeit 3. Martin Luther King 4. Solidarität in Deutschland 5. Eigener Beitrag des DOKU-Zentrums

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Die Ausstellung zeigt zu Beginn Fotos von afroamerikanischen Soldaten mit deutschen Kriegsgefangenen während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Botschaft dieser Bilder: Während die Amerikaner das Judentum gegenüber den Nationalsozialisten schützten, werden gleichzeitig Minderheiten im eigenen Volk unterdrückt. Die afroamerikanischen Soldaten waren im Krieg die Helden der Nation, die mithalfen den Feind zu besiegen, zu Hause aber fielen sie unter die diskriminierenden Gesetze der Rassentrennung. Das wurde vor allem angesichts des Anspruchs der Amerikaner, den Deutschen „Freiheit und Demokratie“ zu bringen, zu einem Glaubwürdigkeitsproblem, welches zuerst die schwarze Bürgerrechtsbewegung erkannte und publik machte. Die schwarzen Soldaten waren bei den Deutschen genauso beliebt wie alle anderen Soldaten auch, weshalb die Deutschen den Afroamerikanern meist sehr freundlich gegenüber traten. Nichtsdestoweniger schlug sich aber auch in Deutschland der Konflikt zwischen Schwarzen und Weißen sehr schnell nieder und übertrug sich auch auf die deutsche Bevölkerung. Absoluter Rassismus konnte jedoch entgegen der Erwartungen der Amerikaner in der deutschen Bevölkerung nicht festgestellt werden. So kam es zur paradoxen Situation, dass afroamerikanische Soldaten das Nachkriegsdeutschland als wesentlich „freier“ empfanden als ihre eigene Heimat: Hier durften sie sich im Bus überall hinsetzen und sogar mit weißen Frauen ausgehen. Im weiteren Verlauf geht die Ausstellung genauer auf die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung ein. Unter anderem wird Martin Luther King genannt, dessen Kampf einen großen Eindruck in Ost- und Westdeutschland hinterließ. Das zeigte sich auch an der großen Anteilnahme der Deutschen an seinem Tod, woraufhin sich die Studentenbewegung in Deutschland mit der durch die Ermordungen

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radikalisierten Bürgerrechtsbewegung solidarisierte. So kam es beispielsweise zu gemeinsamen „teach ins“ an deutschen Universitäten. Es gab rund 40 Publikationen von und für schwarze GIs. Ende der 60er Jahre, angesichts der Situation im Vietnamkrieg, kam es sogar zu Antikriegsdemonstrationen der amerikanischen Soldaten, unter anderem auch in Kaiserslautern, wo insgesamt 1000 Soldaten protestierten. Eine sehr beachtliche Anzahl, vor allem wenn man berücksichtigt, dass es sich eben um Soldaten handelte. Auch der radikalere Arm der Black Panther Party griff auf die Gegend um Kaiserslautern über und sorgte mit einigen gewalttätigen Aktionen unter der deutschen Zivilbevölkerung für Angst vor „Negerkampforganisationen“, sodass örtliche deutsche Politiker beim amerikanischen Kommandanten vorstellig wurden und darum baten, dass für die Sicherheit der Zivilbevölkerung gesorgt werde. Des Weiteren geht die Ausstellung darauf ein, wie sich die Deutschen mit der Black Panther Bewegung, Clever, Angela Davis und den Soledad-Brothers solidarisierten und sie unterstützen. Hier ist etwa der Schauspieler Manfred Krug zu nennen, der mit seiner Band Angela Davis unterstütze. Im Anschluss an die Ausstellung besuchten wir das im Aufbau befindliche Dokumentationszentrum in Ramstein.

Dokumentationszentrum Ramstein Leider bedeutete „Besuch des Dokumentationszentrums“ für uns, dass wir lediglich an einer Straßenkreuzung vor dem Haus, in dem sich offenbar das gesammelte Material befand, längere Zeit verweilten. Die akustische Situation war dort aufgrund zahlreicher vorbeifahrender Kraftwagen ungünstig, sodass wir – noch unter dem Eindruck starker Hitze in den Ausstellungsräumen vorher – Frau Gross‘ Worten leider nicht immer mit der gebotenen Aufmerksamkeit folgen konnten. Das Zentrum soll später als Anlaufstelle zur Geschichte der Amerikaner in Rheinland-Pfalz allgemein dienen. Dabei ist es natürlich lokal von besonderem Interesse für den Raum Ramstein, da sich dort mit der Airbase heute der größte USamerikanische Stützpunkt außerhalb der USA befindet. Vor Ort gibt es deshalb viele Personen, die mit den Amerikanern persönlich verbunden und deshalb potentiell auch an der Geschichte der Amerikaner vor Ort interessiert sind. Frau Gross nennt als Beispiele Frauen, die für (teils) amerikanische Familien Kinder gehütet oder im Haushalt geholfen haben. Außerdem ist bekannt, dass viele Veteranen aus den USA Ramstein und die umliegenden Ortschaften der Gegend viele Jahre nach ihrem Einsatz wieder besuchen und sich dort in die Gästebücher eintragen, manche besuchen sogar deutsche Familien, bei denen sie früher einmal gewohnt haben. Für diesen Personenkreis wird ein solches Dokumentationszentrum natürlich ebenfalls interessant sein, zumal die Reise nach Deutschland für sie nicht so schwierig ist, da sie, sofern Plätze frei sind, mit US-Militärmaschinen fliegen dürfen. Frau Gross machte deutlich, dass der Hauptteil des bisher gesammelten Materials aus Fotos besteht, die von privater Hand zugänglich gemacht wurden. Größere

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Ausstellungsobjekte, ein Jeep oder gar ein Jet sind bisher – sehr zu ihrem Bedauern – nicht vorhanden. Schließlich soll die Geschichte der amerikanischen Militärpräsenz auch für die neu heranwachsende Generation dokumentiert werden, die wegen der Konversion und auch der zunehmenden Abschottung nicht mehr so unmittelbar mit den US-Soldaten in Berührung kommt. Bisher trägt die Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach das Museum im Aufbau. Der Grund für die Abwesenheit von Herrn Geib, der uns eigentlich hätte führen sollen, ist denn auch, dass dieser sich an unserem Exkursionstag in Mainz aufhielt, um in Landesministerien Geld für die Sache einzuwerben.

Airbase Ramstein und Fahrt nach Mainz Ganz nach Plan fuhren wir um 14 Uhr bei der Airbase vor und warteten auf unsere Führerin.

Von: http://www.globalsecurity.org/military/facility/kaiserslautern.htm

Die 1214 Hektar umfassende Militärbasis war anfangs noch in ein nördliches Gebiet für die US-Streitkräfte und in ein südliches Gebiet für die französische Armee unterteilt. 1957 wurden diese beiden Teile zusammengelegt und waren von da an US-amerikanisch. Mittlerweile sind dort nur noch ein Lufttransportgeschwader (86th Airlift Wing), ein Luftraumüberwachungsgeschwader (521st Air Mobility Operations Wing) und ein Geschwader zum Betrieb der Airbase (435th Air Ground Operations Wing) stationiert, nachdem 1994 alle Kampfflugzeuge nach Italien verlegt wurden. So ist die Airbase inzwischen die Drehscheibe für den gesamten amerikanischen Luftfrachtverkehr. Die Flugzeuge starten dort von je einer Start- und Landebahn im Norden und Süden.

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Heute befindet sich in Ramstein auch ein NATO-Gefechtsstand zur Führung von Luftstreitkräften. Zweiundzwanzig immer wieder wechselnde Nationen sind dort unter der Führung der USA vertreten. Die Familien, die auf der Airbase wohnen, zahlen weder für Miete, noch für Wasser, noch für Strom; Soldaten, die außerhalb leben, bekommen entsprechende Zuschüsse. Vor nicht allzu langer Zeit lebten die Soldaten mit ihren Familien auf der Airbase offenbar noch hauptsächlich in vierstöckigen Wohnblocks, in den letzten zwei Jahren wurden jedoch neue Doppelhäuser in Reih und Glied längs der Straßen des Wohngebiets errichtet. In diesem neuen Wohngebiet gibt es nur unterirdische Müllbehälter aufgrund der Angst vor Anschlägen.

Während die Unteroffiziere und Privates in der großen Siedlung leben, werden die ansässigen Generäle mit ihren Familien in einem eigenen, durch eine Mauer abgetrennten Bereich untergebracht. Es ist mittlerweile durch den Bau von Freizeitanlagen wie Hallenbädern, Kinos, Bowling-Center, Golfclubs, usw. für die dortigen Familien nicht einmal mehr nötig die Airbase zu verlassen. Dennoch gehen gerade die jüngeren Amerikaner in „off-base“ gelegene Freizeitanlagen. Als wir die Airbase besuchten, wurde gerade das neue „Kaiserslautern Military Community Center“ eröffnet, ein Gebäudekomplex mit großem Kaufhaus, einem Hotel und vielem mehr. Unter anderem befindet sich dort auch ein Tourismusbüro, das die amerikanischen Soldaten über Sehenswürdigkeiten der Region informiert und Ausflugsziele vorschlägt. Der größte Hangar der Airbase, Hangar 3, wo unter anderem auch Kommandoübergaben stattfinden, wurde sogar für Konzerte freigegeben. Früher

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fanden auf der Airbase in Ramstein auch Flugshows statt, die jedoch seit dem großen Unglück 1988 in ganz Deutschland bis auf Berlin verboten sind. Die Kinder gehen generell auf Schulen innerhalb der Airbase, weil Soldaten im Offiziersrang häufig versetzt werden(Manschaften und Unteroffiziere haben in der Regel eine längere Aufenthaltsdauer). Sofern es Lehrpersonal gibt, wird allerdings sogar versucht, den Kindern Unterricht in der Landessprache des Gastlandes zu geben. Man findet auf der Airbase auch durchaus Deutsche, die dort zum Beispiel bei der Flugplatz-Feuerwehr zusammen mit Soldaten der Air Force arbeiten oder auch Wildund Vogeljäger, die die Landebahnen von Tieren freihalten sollen.

Da Ramstein ein internationaler Grenzübergang ist, gehen damit einige rechtliche Komplikationen einher. So werden Soldaten im aktiven Dienst, die Straftaten begehen, unter die militärische Gerichtsbarkeit der Airbase gestellt. Zivilisten hingegen können von deutschen Gerichten verurteilt werden, wenn diese es für nötig halten. Nachdem wir die Airbase wieder verlassen hatten, fuhren wir noch am Landstuhl Regional Medical Center vorbei, der größten medizinischen Einrichtung der USForces außerhalb der USA. Neben der medizinischen Versorgung der Soldaten aus der Kaiserslautern Military Community werden dort auch Verwundete aus dem Irak oder Afghanistan behandelt, die nach Ramstein ausgeflogen wurden. Anschließend betrachteten wir die Airbase noch von oben, und zwar von der Burg Nanstein aus. Dann ging es wieder zurück nach Mainz: Auf dem Weg sahen wir den Film „Ami bleib hier!“ über die Konversionsproblematik am Beispiel von Baumholder.

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4. Referate 1. Referat: Amerikaner in Rheinland-Pfalz Von: Klara Langmann, Jan Pfaff, Kevin Klinkhammer Ausgangslage: 1944/45 wurde das Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz von amerikanischen Truppen besetzt.

Durch Beschluss der Siegermächte in der Konferenz von Jalta 1945 wurde auch Frankreich eine Besatzungszone zuerkannt. U.a. umfasste diese das Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz, also einen wesentlichen Teil des linksrheinischen Deutschlands. Die Zone entstand ab 10. Juli 1945. Zunächst Abschottung der frz. Zone (Seidener Vorhang).

Ab 1948 (Berlin Blockade) und insbesondere 1950 (Koreakrieg) stieg jedoch die Angst vor einer sowjetischen Invasion, weil sich durch die russische Atombombe ein Gleichgewicht des Schreckens hergestellt hatte. Die Folge: Die konventionelle Komponente musste ausgebaut werden. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch ca. 80.000 US-Soldaten in Deutschland in der US- Besatzungszone. Strategische Einordnung: Die USA hatten sich eigens eine Enklave in der Britischen Besatzungszone (Bremen/Bremerhafen) geben lassen, um über diese Häfen ihre Truppen in der USBesatzungszone versorgen zu können. Daraus ergaben sich folgende Probleme: 1. Sowohl Bremen/Bremerhaven als auch die Transportwege in die amerikanische Zone lagen in nächster Nähe zur SBZ („Schlacht in der Norddeutschen Tiefebene“), wären also bei sowjet. Angriff mit als erstes neutralisiert worden. 2. Das Logistikzentrum der US-Truppen lag in Hessen (Gießen, Frankfurt), direkt gegenüber dem zweiten möglichen „Einfalltor“ in den Westen (Fulda Gap, Thüringer Balkon). 3. Der 2. WK hatte gezeigt, dass ein moderner Bodenkrieg ohne Luftunterstützung gar nicht führbar war. Es mangelte jedoch an geeigneten Basen für die US- Luftwaffe. 4. US-Basen direkt in Hessen hätten jedoch in unmittelbarer Reichweite der sowjetischen Artillerie gelegen; eine Vorwarnzeit für Luftangriffe wäre im Jetzeitalter quasi nicht gegeben gewesen. 5. Der Rhein bildete das einzige durchgehende natürliche Hindernis bis zur Atlantikküste. Aus all diesen Gründen lag es nahe, neue amerikanische Einrichtungen diesseits des Rheines zu errichten, außerhalb der amerikanischen Besatzungszone. 1949 wurde die NATO gegründet. Erste Planungen gingen davon aus, die Sowjets solange am Rhein aufzuhalten, bis Verstärkung aus den USA eintreffen konnte.

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Deswegen: Aufstockung der US-Truppen bis 1955 auf über 300.000 Soldaten sowie Vorkehrung für weitere Verstärkung im Kriegsfalle. 2. März 1951: Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den USA und Frankreich über Stationierung von US-Truppen und Material südlich der Linie Idar-Bingen (ausgenommen Saar), insbesondere aber über Anlegung von Flugplätzen. Neue Nachschubroute nicht mehr über Bremen, sondern über Nordfrankreich. Aufstockung der US-Truppen in Deutschland bis 1955 auf 300.000 Soldaten sowie Vorkehrung für weitere Verstärkungen im Kriegsfalle. Deswegen: Anlegung großer Materialdepots in Rheinland-Pfalz und bis zur französischen Atlantikküste als „Rhine General Depot“. Wichtigstes Anliegen war aber der Auf- und Ausbau von Luftstützpunkten, um eine NATO- Luftstreitkraft von 5.000 bis 6.000 Flugzeugen unterbringen zu können. Bis 1954 wurden insgesamt 165 Flugplätze in Westeuropa errichtet. Hierbei wurde ein standardisierter Typ gebaut.

Auswirkung auf Rheinland-Pfalz: Ein russischer Angriff zwischen Main- und Moselmündung wurde befürchtet. Damit wurde Rheinland-Pfalz zum „Frontstaat“. Andererseits war es der logische Endpunkt der NATO-Nachschublinie vom Atlantik her. Damit kam ihm eine wichtige Rolle in der NATO-Logistik zu. Zudem war es relativ sicher vor einem Überraschungsangriff; deswegen besonders geeignet für Flugplätze. Im Zuge des „Rhine General Depot“ wurden diverse Nachschubeinrichtungen in Rheinland-Pfalz eingerichtet, u.a. in Kaiserslautern, Pirmasens, Mainz, Germersheim uvm. Zum Teil wurden auch ehemalige, vor allem unterirdische Westwallanlagen in die Depots übernommen, um einen Schutz gegen Luft- und Nuklearangriffe zu bieten. Auch wurden große amerikanische Truppenverbände (z.B. 2nd Armoured Division) in Rheinland-Pfalz stationiert, z.B. in Kaiserslautern, Baumholder, Mainz, Worms, Bad Kreuznach, Fischbach, Germersheim, Hoppstädten, Nahbollenbach und Neubrücke. Kaiserslautern wurde so z.B. mit über 80.000 Soldaten zum größten US-Stützpunkt außerhalb der USA. Eine besondere Rolle kam Rheinland-Pfalz jedoch als „Unsinkbarer Flugzeugträger der NATO“ zu: Es musste eine komplette Infrastruktur für die NATO-Luftstreitkräfte geschaffen werden, da vorhandene Vorkriegs- oder Kriegsanlagen den erheblich gestiegenen Anforderungen des Jetzeitalters nicht mehr gewachsen waren. Für die neu zu errichtenden NATO- Flugplätze wurde ein Standardtyp entworfen, der dann einfach in kürzester Zeit an den dafür auserkorenen Standorten „aus dem Boden gestampft“ wurde. In Rheinland-Pfalz bauten deutsche. Bauarbeiter unter französischer Aufsicht (Mission des Grandes Travaux Aéronautique) innerhalb von einer Jahresfrist sieben Flugplätze: Bitburg, Hahn, Landstuhl (Ramstein), Spangdahlem, Sembach, Zweibrücken (zunächst kanadisch) und Pferdsfeld (später dt. Stützpunkt).

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Am 2. März 1952 wurden erste amerikanische Flieger auf den neuen Stützpunkten stationiert. Beim Bau der Flugplätze wurde auf deutsche Belange keine Rücksicht genommen (immerhin 13.000 ha Land). Die Zielstärke wurde jedoch erst 1955/56 erreicht. Die große Dislozierung von Flugkräften war nötig, um bei zu erwartendem sowjetischen Eröffnungsschlag immer noch Ausweichflugplätze zu haben. Ergänzung: Bundeswehr in Rheinland-Pfalz Auch die Bundeswehr war (und ist) in Rheinland-Pfalz seit 1955 stark präsent; Aufstellung erster Bundeswehreinheiten fand in Andernach statt. Ansonsten starke Präsenz in Koblenz (5 Kasernen inkl. HQ III. Korps, „Zentrum Innere Führung“ usw. und Flugplatz Büchel). Kommandostruktur der amerikanischen Fliegerkräfte in RLP: Ab 1959 unterstanden alle zentraleuropäischen Fliegerkräfte der USA der 17. USLuftflotte mit HQ auf der Ramstein Airbase. Diese wiederum unterstand der 1951 gegründeten United States Air Force in Europe (USAFE) mit HQ in Wiesbaden. Die USAFE verlegte ihr HQ 1972/73 nach Ramstein, weswegen das HQ der 17. US Luftflotte nach Sembach ausweichen musste. Dies zeigt, wie wichtig RLP für die US Streitkräfte, insbesondere für die Luftstreitkräfte war und ist.

Phase 1966 bis 1980 Der Rückzug Frankreichs aus der NATO 1966 wertete Rheinland-Pfalz als Standort für US Luftstreitkräfte weiter auf. Diese mussten nämlich in Frankreich neun Basen räumen und verlegten den Großteil der aus Frankreich abgezogenen Verbände nach Rheinland-Pfalz. Dies führte jedoch zu einem erheblichen Engpass in den Kapazitäten der Air Bases. Deshalb wurden in den 1970er Jahren die Air Bases Spangdahlem, Hahn und Ramstein ausgebaut. Zum einen wurden neue Startbahnen gebaut, des Weiteren hatte der israelische Erfolg im Sechs-Tage-Krieg erneut die hohe Verletzbarkeit von am Boden parkenden Kampfflugzeugen demonstriert. Dies machte den Bau von sog. Sheltern notwendig. Durch Einsparung und Umstrukturierungen während des Vietnamkrieges pendelte sich die US-Truppenpräsenz in Deutschland ab 1968 auf ca. 250.000 US-Soldaten ein.

Nachrüstungskontroverse in den 1980ern Durch die Nachrüstungsdebatte, die auch mit der Stationierung amerikanischer taktischer Mittelstreckenraketen in Rheinland-Pfalz verbunden war, sowie die Veröffentlichung der Stationierungsorte amerikanischer Atomwaffen in Deutschland und Rheinland-Pfalz, wurde Anfang der 80er die Stationierung amerikanischer Truppen wieder zunehmend kritisch aufgefasst.

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Hinzu kam die Belästigung durch Fluglärm sowie die ständige Gefahr von Abstürzen in unmittelbarer Nähe der Standorte.

Abzugsproblematik in den 1990ern Mit dem Ende des Ost-Westkonflikts verlor Rheinland-Pfalz schlagartig seine strategisch herausgehobene Stellung. Dies äußerte sich vor allem in einer deutlichen Reduktion der amerikanischen und französischen Militärpräsenz. So fand zwischen Herbst 1990 und Herbst 1995 eine Reduktion sowohl bei militärischem als auch bei zivilem Personal um ca. 50% statt. Von den amerikanischen Airbases wurden bis auf Spangdahlem und Ramstein alle geschlossen, auch deren Schließung wurde Mitte der 90er nicht ausgeschlossen. Die schnelle und große Truppenreduktion bedingte die Konversionsproblematik seit den 1990ern.

Heutige Bedeutung Für sämtliche Militäroperationen der USA im Nahen und Mittleren Osten (Afghanistan, Irak) stellen die Ramstein Airbase sowie das „Landstuhl Medical Center“ einen integralen Bestandteil der amerikanischen Logistik dar. Z.T. wurden sogar bereits beschlossene Schließungen von Standorten (z.B. Baumholder) widerrufen.

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2. Referat Sozialgeschichte Schon Monate vor der Landung der Alliierten in der Normandie gab es Überlegungen, in welcher Form die Besatzungstruppen den Kontakt zur deutschen Bevölkerung unterhalten sollten. Unkontrollierte Beziehungen konnten weder im Interesse der alliierten Soldaten noch der Deutschen sein, aber es war von vornherein klar, dass ein striktes Verbot jeglicher Kontakte nicht durchgehalten werden konnte. Aufgrund dessen entschied sich die amerikanische Militärregierung dazu, „indiscriminate associations“ zu missbilligen. Allerdings soll laut amerikanischer Berichterstattung die Begrüßung der Alliierten durch die Deutschen sehr freundlich gewesen sein, worauf die Soldaten den Kindern Süßigkeiten schenkten. Die Konsequenz war, dass die amerikanische Militärregierung ein absolutes Verbot der Fraternisierung (Verbrüderung von Soldaten mit einheimischer Bevölkerung) aussprach. Zeitzeugen berichteten allerdings, dass dieses Verbot nur teilweise eingehalten werden konnte, denn zeittypisch war der Kontakt der amerikanischen GIs mit den „deutschen Fräulein“. Das Verbot der Fraternisierung wurde jedoch bald eingestellt, denn der Polizei gelang es nicht, weiteren Kontakt zwischen Deutschen und Amerikanern zu verhindern. Alles in allem hatte nur eine Minderheit der deutschen Bevölkerung tatsächlich Kontakt zu amerikanischen Besatzern. Eine Umfrage im September 1946 ergab, dass nur 20 % der Befragten je mit einem Amerikaner sprachen und nur 14 % näheren Kontakt zu ihnen hatten. Der regelmäßige Umgang zwischen Deutschen und Amerikanern spielte sich eher in höheren sozialen Schichten ab. Das amerikanische Bild der Deutschen war sehr stark von nationalsozialistischen Gräueltaten bestimmt, jedoch nur eine Minderheit wurde mit diesen konfrontiert, z.B. die amerikanischen Soldaten, die Buchenwald befreiten. Des Weiteren war das Verhältnis der amerikanischen Soldaten zu den Deutschen charakterisiert durch die Furcht vor „Werwolfaktivitäten“ (nationalsozialistische Untergrundbewegung), und Erstaunen über eine zwischen Unsicherheit und Zutraulichkeit schwankenden Haltung der Bevölkerung. Im Gegenzug dazu wurden die alliierten Truppen nur von wenigen Deutschen als Befreier gesehen; die meisten waren froh, dass der Krieg vorbei war, wodurch es zum sogenannten „widespread lack of dignity and pride“ (verbreitetes Fehlen von Würde und Stolz) kam. Eine besondere Form der frühen Beziehung zwischen Bevölkerung und alliierten Soldaten war der Schwarzhandel. Der Schwarzmarkt war ein Strukturmerkmal der Zeit vor der Währungsreform. Eine Minderheit der Deutschen dachte, die Amerikaner würden die Versorgungslage durch Demontagen und den Schwarzmarkt noch verschlimmern, sich selbst aber durch ihn bereichern. Im Gegensatz dazu wurden die Menschen mit Leistungen von amerikanischen Hilfsorganisationen (insbesondere „Care“) unterstützt. Die sogenannten „CarePakete“ wurden von den Deutschen als Geste gesehen und sie verstanden, dass sie von den Amerikanern (von Soldaten, wie auch von der amerikanischen Bevölkerung) nicht als kollektive Kriegsgegner, sondern als Menschen mit Problemen gesehen wurden. Überdies lernten die Deutschen durch die Care-Pakete Produkte kennen, die den „American way of life“ erahnen ließen; der Lebensstil, der als Magnet der Bewunderung und gleichzeitiger Ablehnung zu einem Bezugspunkt der 1950er Jahre werden sollte.

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Mit der Übernahme von Stützpunkten in der französischen Besatzungszone 1950/51 durch die Amerikaner veränderte sich nun viel in Rheinland-Pfalz. Allein 1951 kamen 100.00 Soldaten nach Rheinland-Pfalz. Dem ehemaligen Grenzgebiet und „Armenhaus“ Deutschlands wurde nicht nur ein wirtschaftlicher Aufschwung beschert, sondern auch eine kulturelle „Neuorientierung“ abverlangt. Die „Goldenen Jahre“ der 50er und 60er begannen damit, dass zum Teil auf unbefestigten Straßen plötzlich Panzer, Bautrupps und Pioniere anrollten, um auf beschlagnahmten Ländereien ihre Militärstützpunkte zu errichten bzw. alte Flugplätze zu erweitern. Die Landbevölkerung war erst einmal verzweifelt und wollte keinen Kontakt zu den Amerikanern, vor allem nicht zu den „Negro-Amerikanern“, herstellen. Das Auftreten des lässigen, Zigarette rauchenden und Kaugummis an kleine Kinder verteilenden GIs war aber für fast jeden faszinierend. Die amerikanischen Offiziere hatten auch von Anfang an den Willen, sich als Verteidiger gegen den Kommunismus zu etablieren und wussten um die Abneigungen, gegen die sie ankämpfen mussten, um auch so gesehen zu werden. Daher wurde der Kontakt zu den Bürgermeistern der Dörfer oder Städte gesucht und dem Land Hilfe angeboten. Die Bautrupps asphaltierten Straßen, Ärzte behandelten in ihrer Freizeit kostenlos kranke Kinder, von alliierten Bomben zerstörte Gebäude wie Kindergärten wurden wiedererrichtet – später wurden unter dem Motto „Sport ist ein wirksames Mittel der non-verbalen Kommunikation“ Fußballplätze planiert. Für die Bevölkerung, unter anderem auch für die weibliche, wurden durch den Aufbau einer neuen Infrastruktur neue, gut bezahlte Arbeitsplätze geschaffen. Nicht nur auf dem Stützpunkt, im Baugewerbe, als Sekretärin oder Küchenhilfe fanden viele eine gute Alternative zur Feldarbeit. Ebenfalls ein guter Nebenerwerb war es, sich, wie es damals umgangssprachlich hieß, „einen Ami zu holen“. Es sprach sich schnell herum, dass viele Soldaten und Offiziere nach einer Wohnung oder einem Zimmer für sich, ihre Liebschaft oder ihre nachgereiste amerikanische Familie suchten. Die Familie zog also zusammen in ein Zimmer und vermietete das andere Zimmer an einen Amerikaner. Zum Teil konnten sie sogar horrende Mieten verlangen, die auch ohne weiteres bezahlt wurden, da der Umrechungskurs des Dollars bei ca. 1:4 stand. Durch dieses intime Zusammenleben, Küche und Bad miteinander zu teilen, entstanden natürlich enge freundschaftliche Beziehungen. Deutsche lernten Englisch, um sich nicht mehr mit Händen und Füßen verständigen zu müssen. Man kam sich kulturell näher, lud sich zu hohen Festen wie Weihnachten oder Thanksgiving ein – es gibt sogar Berichte von Kindern, die zweisprachig aufwuchsen oder von älteren Vermieterehepaaren, die zu den Ersatzgroßeltern von amerikanischen Kindern wurden. Das Zusammenleben in den Gemeinden und Landkreisen förderte außerdem gemeinsame Freizeitaktivitäten – die Deutschen wurden in die Kunst des Barbecues eingeführt und Amerikaner wurden Mitglieder in Schützenvereinen. Man plante Fußballturniere, feierte gemeinsam Fasching und jährlich wurde auf den Stützpunkten ein „Tag der Offenen Tür“ veranstaltet, an dem Blasorchester deutsche und amerikanische Lieder spielten, amerikanisches Essen verteilt wurde und Kinder sich in ein Flugzeug oder einen Helikopter setzten durften. Das Ende der 50er ins Leben gerufene „Deutsch-Amerikanische Freundschaftskomitee“ sollte als Sicherheitsventil für Lösungen von Konflikten vor Ort sorgen. Sehr amüsant ist z.B. der Fall, dass sich Deutsche beschwerten, dass die Amerikaner ihre Autos nicht mehr an Flüssen und Seen waschen sollten, da sie eine Verschmutzung dieser befürchteten. Ebenfalls eine gute Erwerbsquelle war es, die Amüsiersucht der Soldaten zu befriedigen. Erst konnten diese nur die Dorfwirtshäuser und Gaststätten besuchen. Aber schon bald eröffneten aufmerksame Deutsche, zum Teil in Scheunen, Clubs,

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Bars und Restaurants. In diesen wurde gefeiert, zu Jazz oder Rock’n’Roll getanzt oder Damen, vornehmlich deutsche, ausgeführt. Konservativen und kirchlichen Vertretern war dieser „Sündenpfuhl“ natürlich ein Dorn im Auge. Ledige Frauen, die sich mit einem weißen oder afroamerikanischen Soldaten abgaben, eine eheähnliche Beziehung mit Kind hatten oder sogar nur ihr Bett mit ihm teilten, wurden in der Öffentlichkeit schnell zu „Amizonen“, „Negerliebchen“ oder „Veronikas“ und damit mehr oder weniger als Dirne betitelt. Dass aber aus vielen dieser Beziehungen Ehen entstanden – in den 50ern waren dies ca. 20 %, in manchen Gebieten wie Kaiserslautern, Baumholder, Landstuhl, Birkenfeld etc. sogar fast die Hälfte aller Ehen – wurde erst nach und nach akzeptiert. All diese Schnittpunkte, an denen sich Amerikaner und Deutsche – geschäftlich oder privat – begegneten, veränderten das Leben auf beiden Seiten. Die Menschen in Rheinland-Pfalz profitierten sehr vom Wohlstand der Amerikaner in diesen goldenen Jahren und erweiterten ihren Erfahrungshorizont, z. B. durch das Kennenlernen und Übernehmen von Einbauküchen mit vollautomatischer Waschmaschine, Popcorn, Pampers oder American Icecream. In der deutschen Bevölkerung setzte sich ein neues Frauenbild durch, in dem die Frau erwerbstätig ist und mit ihrer Sexualität freier umgehen kann. Die Jugend, vor allem die jungen Männer, waren vom „American Way of Life“ fasziniert und ahmten den lässigen Gang ihrer „Idole“ nach, trugen Jeans und hörten die Musik des amerikanischen Radiosenders AFN. Für viele Amerikaner, vor allem für viele Afroamerikaner, die in Deutschland wesentlich mehr Freiheiten genießen konnten als z.B. in den Südstaaten mit den Jim-Crow-Gesetzen, war ihr Wehrdienst in Deutschland oft eine sehr prägende Zeit. Viele von ihnen brachten nach den drei Jahren Wehrdienst eine deutsche Ehefrau mit nach Hause, die sogenannten „warbrides“. Von deutscher Seite wurde aber oft bedauert, dass nur wenige von ihnen versucht haben, Deutsch zu lernen. Abschließend betrachtet lebten Amerikaner und Deutsche dennoch mehr nebeneinander her anstatt miteinander. Deutsche Bürger hatten oft nichts gegen Amerikaner an sich, aber so wirklich auf sie eingelassen haben sie sich dann auch nicht. Sie waren schon immer kritisch, wenn es um die amerikanische Politik ging, dies äußerte sich dann vermehrt in den 70er und 80er Jahren, als eine erstarkte Friedensbewegung in Deutschland gegen den Vietnamkrieg oder die Stationierung von Pershing-Raketen offen demonstrierte. Daher kann man sagen, dass beide Kulturen in der anderen ihre Spuren hinterlassen haben und dass in diesen Jahren zum Teil Stereotypen aufgebrochen wurden. Und dies geschah hauptsächlich durch gemeinsames Wohnen und Leben, weniger durch Militär oder Politik.

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Zusätzliches Handout zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte Referenten: P. Butschek, S.Erbach, E.Knopp, I. I.eising Amerikaner und Deutsche in Rheinland-Pfalz nach 1945: Wirtschafts- und Sozialgeschichte I. Wirtschaftsgeschichte I.1 Ausgangssituation Das Gebiet des Landes Rheinland-Pfalz bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges nur begrenzt industrialisiert. Im Jahre 1946 waren 42,8 % aller Erwerbstätigen in der Landwirtschaft beschäftigt. Im Jahre 1948 wurden zwei Drittel des Nettoproduktes der Industrie durch die Landwirtschaft erwirtschaftet. Als zwei Beispiele der wichtigsten Industriekonzentrationen zu dieser Zeit sind zu nennen. • Ludwigshafen: BASF und weitere chemische Industrie • Pirmasens: Lederindustrie I.2 Die militärischen US-Standorte als wirtschaftlicher Stabilisator An den Standorten der Amerikaner kam es daraufhin zu einer Belebung der Wirtschaft. Zunächst profitierte die Bauwirtschaft, da diese beim Aufbau der Standorte beteiligt wurde: Im Frühling 1951 sank aufgrund der einsetzenden Baumaßnahmen die Arbeitslosigkeit um 30 %. Später kamen Branchen wie hinzu, die beispielsweise für die Verpflegung der US-Truppen gebraucht wurden. Aber es profitierte natürlich auch insgesamt die örtliche Wirtschaft durch den Konsum eines jeden einzelnen Soldaten. I.3 Die US-Streitkräfte als Arbeitsgeber Die US-Streitkräfte entschlossen sich dazu, Arbeitskräfte aus der örtlichen Bevölkerung einzustellen. Dafür gab es zwei Gründe: • Mit der Beschäftigung von Deutschen, kam es zu einer indirekten Förderung der örtlichen Wirtschaft, weil mehr Kaufkraft entstand • Deutsche Arbeitskräfte waren günstiger als amerikanische. Die Grundlagen der Personalpolitik der Amerikaner waren dabei: • Maximale Ausschöpfung des Potentials einheimischer Arbeitskräfte • Bei Festlegung der Löhne und Beschäftigungsbedingungen landesüblichen Arbeitsgesetzen und –praktiken folgen, da eine „Besserstellung“ im Vergleich zu den Arbeitnehmern in der einheimischen Wirtschaft, eben dieser Wirtschaft schaden würde. • Weitestgehende Einbindung der einheimischen Verwaltungsinstanzen in der Regelung dieser Angelegenheiten • Unterstützung der Einrichtung und Stärkung demokratischer Gewerkschaften und anderer Institutionen zur Vertretung der Arbeitnehmer. • Einstellung, Ausbildung, Beförderung und Entlohnung von Einheimischen soweit wie möglich auf der Grundlage von Verdienst und Leistung. Vielfach wurden bewusst ungelernte Arbeitskräfte („Rohdiamanten“) eingestellt, die gezielt von den Amerikanern gefördert wurden.

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5. Bewertung der Exkursion Die Exkursion wurde von allen Teilnehmern sehr positiv bewertet. Im Großen und Ganzen ist alles nach Plan gelaufen, sodass die Exkursion als Erfolg gewertet werden kann. Dennoch wurde auch Einiges bemängelt: Die frühe Abfahrtszeit wurde angesichts der halben Stunde Pause direkt nach Ankunft in Kaiserslautern kritisiert, ebenso dass es keine richtige Mittagspause gab oder auch, dass bei der Stadtrundfahrt in Kaiserslautern sehr wenig über die Geschichte Kaiserslauterns gesagt wurde. Positiv hervorgehoben wurde hingegen der Film auf der Rückfahrt, der allen Teilnehmern einen zusammenfassenden Abschluss bot. Kritisch wurde der Besuch des sich im Aufbau befindlichen Dokumentationszentrums gesehen, da sich viele der Exkursionsteilnehmer unter einem „Museum im Aufbau“ etwas anderes vorgestellt hatten. Schwierig war dabei die Situation, als Frau Gross der Gruppe das Zentrum an einer viel befahrenen Straße erläuterte, da dort wegen des Straßenverkehrs keine ungestörte Kommunikation möglich war. Ebenfalls positiv hervorgehoben wurde der Besuch der Airbase, der für alle sehr spannend war, obwohl sicher noch mehr Möglichkeiten für eine Besuchergruppe sich angeboten hätte, z.B. ein Gespräch mit amerikanischen Soldaten direkt vor Ort.

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6. Weitere Informationen und Literatur Zum Thema „Amerikaner in Rheinland-Pfalz“: -

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Herget, Winfried: Nachbar Amerika. 50 Jahre Amerikaner in Rheinland-Pfalz = Neighbor America. Trier, 1995. Herget, Winfried: Amerika in Rheinland-Pfalz. Beiträge zu einem halben Jahrhundert deutsch-amerikanischer Nachbarschaft. Trier, 1996. Plassmann, Max: die U.S. Air Bases in Rheinland-Pfalz. Von der ersten Planung bis zur Konversion unter besonderer Berücksichtigung von Sembach. Hausarbeit zur Erlangung des Akademischen Grades eines Magister Artium, 1996 Kißener, Michael: Kleine Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz 1945-2005, Wege zur Integration eines Nachkriegsbundeslandes, Karlsruhe, 2006

Speziell zur Sozialgeschichte: -

Höhn, Maria: Amis, Cadillacs und „Negerliebchen“. GIs im Nachkriegsdeutschland, Berlin-Brandenburg, 2008. Kremp, Werner; Tunali, Martina; Tönnesmann, Wolfgang (Hg.): Amerikaner in Rheinland-Pfalz. Alltagskulturelle Begegnungen, Trier, 2008. Schild, Georg: Deutsch-amerikanische Beziehungen, in: Informationen zur politischen Bildung. aktuell, München, 2003.

Zur Ausstellung African-American Civil Rights and Germany: -

http://www.aacvr-germany.org

Offiziell: -

http://www.ramstein.af.mil/ http://www.ramstein.af.mil/kmcc.asp http://www.ramstein-miesenbach.de/06.Freizeit/06.Info/

Sonstiges: -

http://www.globalsecurity.org/military/facility/kaiserslautern.htm

„Der "fliegende Fisch" der amerikanischen Militärgemeinde Kaiserslautern war im Rahmen der Kunstaktion "Fishing for Fantasy" anlässlich des 725-jährigen Stadtjubiläums von Kaiserslautern im Jahr 2001 entstanden.“

Fotos: © Arne Pettermann