Geschäftsbericht 2007 Neue Dimensionen. Neue - cloudfront.net

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Ordentliche Hauptversammlung 2008 Zwischenbericht Januar bis März 2008 Zwischenbericht Januar bis Juni 2008 Zwischenbericht Januar bis September 20...

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Ordentliche Hauptversammlung 2008 Zwischenbericht Januar bis März 2008 Zwischenbericht Januar bis Juni 2008 Zwischenbericht Januar bis September 2008

TUI AG Karl-Wiechert-Allee 4 30625 Hannover

7. Mai 2008* 15. Mai 2008* 14. August 2008* 14. November 2008*

Geschäftsbericht 2007

Finanzkalender 2008

Geschäftsbericht 2007 Neue Dimensionen. Neue Möglichkeiten.

Kurzprofil

* voraussichtlich

Kontakt

TUI ist mit ihren beiden Sparten Touristik und Schifffahrt inter­ national aufgestellt. In der Touristik ist durch die Fusion mit First Choice die TUI Travel PLC entstanden, eines der weltweit größten Touristikunternehmen. In der Schifffahrt besetzt der Konzern mit Hapag-Lloyd, der fünftgrößten Containerschifffahrtslinie der Welt, eine führende Position. In beiden Geschäftsfeldern überzeugt TUI ihre Kunden als Qualitätsanbieter.

TUI AG Karl-Wiechert-Allee 4 30625 Hannover

Postfach 61 02 09 30602 Hannover

Die gute Positionierung beider Sparten in ihren Märkten und die weitere Stärkung der Touristik mit der Schaffung der neuen TUI Travel PLC in 2007 bilden eine sichere Basis für weiteres Wachstum des Konzerns.

Telefon 05 11.5 66 - 00 Telefax 05 11.5 66 - 19 01 E-Mail [email protected] Internet www.tui-group.com Investor Relations E-Mail [email protected] Telefon 05 11.5 66 -14 25 Telefax 05 11.5 66 -10 96

TUI AG

Konzern-Kommunikation E-Mail [email protected] Telefon 05 11.5 66 -14 08 Telefax 05 11.5 66 -11 66

TUI_GB07_Umschlag_dt.indd 1

12.03.2008 15:18:43 Uhr

Ordentliche Hauptversammlung 2008 Zwischenbericht Januar bis März 2008 Zwischenbericht Januar bis Juni 2008 Zwischenbericht Januar bis September 2008

TUI AG Karl-Wiechert-Allee 4 30625 Hannover

7. Mai 2008* 15. Mai 2008* 14. August 2008* 14. November 2008*

Geschäftsbericht 2007

Finanzkalender 2008

Geschäftsbericht 2007 Neue Dimensionen. Neue Möglichkeiten.

Kurzprofil

* voraussichtlich

Kontakt

TUI ist mit ihren beiden Sparten Touristik und Schifffahrt inter­ national aufgestellt. In der Touristik ist durch die Fusion mit First Choice die TUI Travel PLC entstanden, eines der weltweit größten Touristikunternehmen. In der Schifffahrt besetzt der Konzern mit Hapag-Lloyd, der fünftgrößten Containerschifffahrtslinie der Welt, eine führende Position. In beiden Geschäftsfeldern überzeugt TUI ihre Kunden als Qualitätsanbieter.

TUI AG Karl-Wiechert-Allee 4 30625 Hannover

Postfach 61 02 09 30602 Hannover

Die gute Positionierung beider Sparten in ihren Märkten und die weitere Stärkung der Touristik mit der Schaffung der neuen TUI Travel PLC in 2007 bilden eine sichere Basis für weiteres Wachstum des Konzerns.

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12.03.2008 15:18:43 Uhr

Touristik TUI Travel PLC Die Touristik-Sparte der TUI wurde in 2007 – ausgenommen die unter TUI Hotels & Resorts zusammengefassten Hotelbeteiligungen – mit dem britischen Reisekonzern First Choice fusioniert. Unter dem Namen TUI Travel PLC ist damit einer der größten Reisekonzerne der Welt geschaffen worden. Die neue Gesellschaft hat ihren Sitz in Großbritannien und ist an der Londoner Börse gelistet. Die TUI AG hielt am Bilanzstichtag mit 51 Prozent die Aktienmehrheit der TUI Travel PLC; diese wurde somit vollständig im Konzernabschluss der TUI AG konsolidiert. Das Geschäft der neuen TUI Travel PLC umfasst die vier Bereiche Mainstream Holidays, Specialist Holidays, Activity Holidays und Online Destination Services. Mit rund 30 Millionen Kunden ist TUI Travel PLC in 180 Ländern international aktiv. TUI Hotels & Resorts Unter TUI Hotels & Resorts sind die Hotelaktivitäten des TUI Konzerns gebündelt. Mit ihren 237 Hotels und mehr als 144 000 Betten ist TUI Hotels & Resorts der größte Ferienhotelanbieter Europas. Marken wie Riu, Robinson und Grecotel ge­­ hören zum Portfolio. Der Schwerpunkt liegt auf Häusern der 4-Sterne-Kategorie. Der Bereich wird direkt von der TUI AG geführt.

Schifffahrt Containerschifffahrt Die in Hamburg ansässige Reederei Hapag-Lloyd bietet in über 100 Ländern Linienverkehre und logistische Dienstleistungen rund um den Containertransport an. Seit der Übernahme der kanadischen Containerlinie CP Ships in 2005 rangiert das Unternehmen unter den fünf größten weltweit tätigen Containerreedereien. Die Flotte umfasst 141 Containerschiffe mit einer Transportkapazität von ins­gesamt 493 000 Standardcontainern. Die Schiffe agieren global in den Fahrt­ gebieten Fernost, Transpazifik, Atlantik, Lateinamerika sowie in Australasien. Kreuzfahrten Hapag-Lloyd Kreuzfahrten ist einer der führenden Anbieter für Premium- und Luxuskreuzfahrten im deutschsprachigen Raum. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Expeditionskreuzfahrten. Das Flaggschiff der Flotte ist die „Europa“, das weltweit einzige Kreuzfahrtschiff der 5-Sterne-Plus-Kategorie. In 2007 haben Royal Caribbean Cruises Ltd. und TUI AG mit der Gründung eines Joint Ventures den Grundstein für den Einstieg in den deutschen PremiumVolumenmarkt für Kreuzfahrten gelegt. TUI Cruises wird das erste Schiff 2009 in Dienst stellen.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Der Geschäftsbericht, insbesondere der Prognosebericht als Teil des Lageberichts, enthält verschiedene Prognosen und Erwartungen sowie Aussagen, die die zukünftige Entwicklung des TUI Konzerns und der TUI AG betreffen. Diese Aussagen beruhen auf Annahmen und Schätzungen und können mit bekannten und unbekannten Risiken und Un­gewiss­ heiten verbunden sein. Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse sowie die Finanz- und Vermögenslage können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Gründe hierfür können, neben anderen, Marktschwankungen, die Entwicklung der Weltmarktpreise für Rohstoffe sowie der Finanzmärkte und Wechselkurse, Veränderungen nationaler und inter­nationaler Gesetze und Vorschriften oder grundsätzliche Veränderungen des wirtschaftlichen und politischen Umfelds sein. Es ist weder beabsichtigt noch übernimmt TUI eine ge­­ sonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren oder sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Erscheinen dieses Geschäftsberichts anzupassen.

Impressum Konzept, Gestaltung und Produktion HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG, Hamburg Irlenkäuser Communication GmbH, Düsseldorf Fotos Armin Brosch (S. 4) Hapag-Lloyd (Umschlag, S. 20-27, S. 58) World of TUI Picture Pool (Umschlag, S. 12-19, S. 48) Druck ColorDruckLeimen GmbH

Inhalt

4 An unsere Aktionäre

26 Lagebericht 28 41 49 58 65 70 75 86 87 95 101 103 105 107

Geschäft und Rahmenbedingungen Umsatz und Ertrag des Konzerns Touristik Schifffahrt Ertragslage Vermögenslage Finanzlage Nachtragsbericht Risikobericht Vergütungsbericht Forschung und Entwicklung Mitarbeiter Umweltschutz Prognosebericht

112 Corporate Governance 114 118 121 122 127 132 133

Corporate Governance Bericht Aufsichtsrat Vorstand Bericht des Aufsichtsrats TUI Aktie TUI Konzern in Zahlen Nachhaltige Entwicklung

140 Konzernabschluss 142 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 143 Konzernbilanz 144 Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen 144 Kapitalflussrechnung

145 Konzernanhang 145 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 168 Segmentberichterstattung 177 Erläuterungen zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung 187 Erläuterungen zur Konzernbilanz 231 Wesentliche Beteiligungen 232 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 234 Sonstige Erläuterungen 238 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 239 Bestätigungsvermerk

Dieser Bericht sowie der Jahresabschluss der TUI AG liegen in deutscher und englischer Sprache vor. Beide Fassungen stehen im Internet unter www.tui-group.com zum Download zur Ver­fügung. Zudem wird eine interaktive Online-Version des Geschäftsberichts im Internet angeboten.

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12.03.2008 15:18:53 Uhr

Touristik TUI Travel PLC Die Touristik-Sparte der TUI wurde in 2007 – ausgenommen die unter TUI Hotels & Resorts zusammengefassten Hotelbeteiligungen – mit dem britischen Reisekonzern First Choice fusioniert. Unter dem Namen TUI Travel PLC ist damit einer der größten Reisekonzerne der Welt geschaffen worden. Die neue Gesellschaft hat ihren Sitz in Großbritannien und ist an der Londoner Börse gelistet. Die TUI AG hielt am Bilanzstichtag mit 51 Prozent die Aktienmehrheit der TUI Travel PLC; diese wurde somit vollständig im Konzernabschluss der TUI AG konsolidiert. Das Geschäft der neuen TUI Travel PLC umfasst die vier Bereiche Mainstream Holidays, Specialist Holidays, Activity Holidays und Online Destination Services. Mit rund 30 Millionen Kunden ist TUI Travel PLC in 180 Ländern international aktiv. TUI Hotels & Resorts Unter TUI Hotels & Resorts sind die Hotelaktivitäten des TUI Konzerns gebündelt. Mit ihren 237 Hotels und mehr als 144 000 Betten ist TUI Hotels & Resorts der größte Ferienhotelanbieter Europas. Marken wie Riu, Robinson und Grecotel ge­­ hören zum Portfolio. Der Schwerpunkt liegt auf Häusern der 4-Sterne-Kategorie. Der Bereich wird direkt von der TUI AG geführt.

Schifffahrt Containerschifffahrt Die in Hamburg ansässige Reederei Hapag-Lloyd bietet in über 100 Ländern Linienverkehre und logistische Dienstleistungen rund um den Containertransport an. Seit der Übernahme der kanadischen Containerlinie CP Ships in 2005 rangiert das Unternehmen unter den fünf größten weltweit tätigen Containerreedereien. Die Flotte umfasst 141 Containerschiffe mit einer Transportkapazität von ins­gesamt 493 000 Standardcontainern. Die Schiffe agieren global in den Fahrt­ gebieten Fernost, Transpazifik, Atlantik, Lateinamerika sowie in Australasien. Kreuzfahrten Hapag-Lloyd Kreuzfahrten ist einer der führenden Anbieter für Premium- und Luxuskreuzfahrten im deutschsprachigen Raum. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Expeditionskreuzfahrten. Das Flaggschiff der Flotte ist die „Europa“, das weltweit einzige Kreuzfahrtschiff der 5-Sterne-Plus-Kategorie. In 2007 haben Royal Caribbean Cruises Ltd. und TUI AG mit der Gründung eines Joint Ventures den Grundstein für den Einstieg in den deutschen PremiumVolumenmarkt für Kreuzfahrten gelegt. TUI Cruises wird das erste Schiff 2009 in Dienst stellen.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Der Geschäftsbericht, insbesondere der Prognosebericht als Teil des Lageberichts, enthält verschiedene Prognosen und Erwartungen sowie Aussagen, die die zukünftige Entwicklung des TUI Konzerns und der TUI AG betreffen. Diese Aussagen beruhen auf Annahmen und Schätzungen und können mit bekannten und unbekannten Risiken und Un­gewiss­ heiten verbunden sein. Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse sowie die Finanz- und Vermögenslage können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Gründe hierfür können, neben anderen, Marktschwankungen, die Entwicklung der Weltmarktpreise für Rohstoffe sowie der Finanzmärkte und Wechselkurse, Veränderungen nationaler und inter­nationaler Gesetze und Vorschriften oder grundsätzliche Veränderungen des wirtschaftlichen und politischen Umfelds sein. Es ist weder beabsichtigt noch übernimmt TUI eine ge­­ sonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren oder sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Erscheinen dieses Geschäftsberichts anzupassen.

Impressum Konzept, Gestaltung und Produktion HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG, Hamburg Irlenkäuser Communication GmbH, Düsseldorf Fotos Armin Brosch (S. 4) Hapag-Lloyd (Umschlag, S. 20-27, S. 58) World of TUI Picture Pool (Umschlag, S. 12-19, S. 48) Druck ColorDruckLeimen GmbH

Inhalt

4 An unsere Aktionäre

26 Lagebericht 28 41 49 58 65 70 75 86 87 95 101 103 105 107

Geschäft und Rahmenbedingungen Umsatz und Ertrag des Konzerns Touristik Schifffahrt Ertragslage Vermögenslage Finanzlage Nachtragsbericht Risikobericht Vergütungsbericht Forschung und Entwicklung Mitarbeiter Umweltschutz Prognosebericht

112 Corporate Governance 114 118 121 122 127 132 133

Corporate Governance Bericht Aufsichtsrat Vorstand Bericht des Aufsichtsrats TUI Aktie TUI Konzern in Zahlen Nachhaltige Entwicklung

140 Konzernabschluss 142 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 143 Konzernbilanz 144 Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen 144 Kapitalflussrechnung

145 Konzernanhang 145 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 168 Segmentberichterstattung 177 Erläuterungen zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung 187 Erläuterungen zur Konzernbilanz 231 Wesentliche Beteiligungen 232 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 234 Sonstige Erläuterungen 238 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 239 Bestätigungsvermerk

Dieser Bericht sowie der Jahresabschluss der TUI AG liegen in deutscher und englischer Sprache vor. Beide Fassungen stehen im Internet unter www.tui-group.com zum Download zur Ver­fügung. Zudem wird eine interaktive Online-Version des Geschäftsberichts im Internet angeboten.

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12.03.2008 15:18:53 Uhr

TUI Konzern in Zahlen

TUI Konzern in Zahlen 2007

2006

Veränd. %

Umsatz der Sparten Touristik Schiffahrt Sonstige Konzern

Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €

15 638 6 202 26 21 866

14 085 6 254 577 20 916

+ 11,0 - 0,8 - 95,6 + 4,5

Ergebnis der Sparten vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) Touristik Schiffahrt Sonstige Konzern

Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €

684 621 18 1 323

779 212 193 1 184

- 12,2 + 192,9 - 90,7 + 11,7

Ergebnis der Sparten (EBITA) Touristik Schiffahrt Sonstige Konzern

Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €

210 342 -4 548

388 - 106 - 52 230

- 45,7 n. a. + 91,8 + 137,9

Bereinigtes Ergebnis der Sparten (Bereinigtes EBITA) Touristik Schiffahrt Sonstige Konzern

Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €

449 197 - 30 616

395 89 - 36 448

+ 13,7 + 120,5 + 17,1 + 37,4

Konzernjahresergebnis Ergebnis je Aktie

Mio. € €

236 0,61

- 843 - 3,65

n. a. n. a.

Vermögensstruktur Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte Gesamtvermögen

Mio. € Mio. € Mio. €

11 507 4 797 16 304

10 157 2 873 13 030

+ 13,3 + 67,0 + 25,1

Kapitalstruktur Eigenkapital Langfristige Schulden Kurzfristige Schulden Gesamtkapital

Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €

3 124 6 806 6 374 16 304

3 007 5 259 4 764 13 030

+ 3,9 + 29,4 + 33,8 + 25,1

%

19,2

23,1

+ 3,9

Cashflow aus laufendem Geschäft

Mio. €

569

467

+ 21,7

Investitionen

Mio. €

1 116

757

+ 47,4

Netto-Verschuldung

Mio. €

3 926

3 211

+ 22,3

Mitarbeiter

31.12.

68 521

53 930

+ 27,1

Eigenkapitalquote

1

Inhalt

4 An unsere Aktionäre

26 Lagebericht 28 Geschäft und Rahmenbedingungen 41 Umsatz und Ertrag des Konzerns 49 Touristik 58 Schifffahrt 65 Ertragslage 70 Vermögenslage 75 Finanzlage 86 Nachtragsbericht 87 Risikobericht 95 Vergütungsbericht 101 Forschung und Entwicklung 103 Mitarbeiter 105 Umweltschutz 107 Prognosebericht

2

112 Corporate Governance

140 Konzernabschluss



142 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 143 Konzernbilanz 144 Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen 144 Kapitalflussrechnung

114 Corporate Governance Bericht 118 Aufsichtsrat 121 Vorstand 122 Bericht des Aufsichtsrats 127 TUI Aktie 132 TUI Konzern in Zahlen 133 Nachhaltige Entwicklung

145 Konzernanhang 145 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 168 Segmentberichterstattung 177 Erläuterungen zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung 187 Erläuterungen zur Konzernbilanz 231 Wesentliche Beteiligungen 232 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 234 Sonstige Erläuterungen 238 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 239 Bestätigungsvermerk

3

Dr. Michael Frenzel, Vorstandsvorsitzender

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Damen und Herren,

in 2007 hat sich ab der Jahresmitte der Geschäftsverlauf unserer Sparten Touristik und Schifffahrt positiv entwickelt. In der Touristik konnte das operative Ergebnis des Vorjahres trotz schwieriger Marktbedingungen in der ersten Jahreshälfte deutlich übertroffen werden. Die positive Ergebnisentwicklung wurde dabei von den „alten“ touristischen Bereichen des TUI Konzerns getragen. Die seit September 2007 in den Abschluss einbezogenen First ChoiceAktivitäten konnten saisonbedingt noch keinen wesentlichen operativen Ergebnisbeitrag leisten. Die Schifffahrt hat auf Basis ihrer exzellenten Produktivität den in der zweiten Jahreshälfte begonnenen zyklischen Aufschwung in eine ebenfalls deutliche Ergebnis­steigerung umgesetzt. Das Konzernergebnis zeigt sich damit erheblich verbessert und versetzt uns in die Lage, die Dividende mit einer Ausschüttung von 0,25 Euro je Aktie wieder aufzunehmen. Die Richtung, die die Entwicklung der TUI genommen hat, stimmt. Wir sind mit den Geschäftsfeldern Touristik und Schifffahrt in über­­ durchschnittlich wachsenden Märkten tätig. Durch den Zusammenschluss mit First Choice Holidays und nach der inzwischen abgeschlossenen Integration von CP Ships nimmt der Konzern in beiden Bereichen eine führende Marktposition ein und verfügt über erhebliches Wertsteigerungspotenzial in den kommenden Geschäftsjahren. Wir haben uns daher zum Ziel gesetzt, Konzernstruktur und Portfolio wertsteigernd weiterzuentwickeln, und haben hierfür bereits in 2007 entscheidende Weichenstellungen vorgenommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 haben wir das touristische Geschäft des Konzerns durch die vollzogene Fusion mit First Choice und die Gründung der neuen TUI Travel PLC nachhaltig gestärkt.

5

Mit der TUI Travel PLC haben wir die strukturellen Voraussetzungen geschaffen, das Pauschalreisegeschäft noch effektiver aufzustellen und das margenstarke Spezialgeschäft weiter auszubauen. Aus dieser idealen strategischen Ergänzung ergeben sich große Wachstumspotenziale. TUI Travel hat die Maßnahmenpakete definiert, um die Profitabilität des Geschäftes nachhaltig zu steigern. Aus den gemeinsamen Aktivitäten erwarten wir hohe Synergien. In einem konsolidierten Marktumfeld, insbesondere in Großbritannien, wird TUI Travel PLC aus der Fusion nachhaltige jährliche Kosten- und Umsatzsynergien von mindestens 150 Mio. Britischen Pfund erzielen. In der neuen Konstellation liegen weitere er­­hebliche Potenziale darin, dass Spezialprodukte über eine weitaus größere Vertriebsplattform an­­geboten werden können. TUI Hotels & Resorts wird die eigenen Hotelkapazitäten in bestehenden und potenziellen Wachstumsdestinationen bei gleichzeitig renditeorientierter Schärfung des Angebotsportfolios weiter ausbauen. Neben dem Vertrieb über Reiseveranstalter wird durch den gezielten Auf- und Ausbau zusätzlicher Vertriebskanäle die Auslastung der konzerneigenen Hotels optimiert und die hohe Ergebnisqualität abgesichert. Besondere Bedeutung kommt innerhalb unserer Hotel­ strategie der Realisierung des Projektes „Tenuta di Castelfalfi“ in der Toskana zu. Neben Ferienwohnungen und Villen sind Hotels der Marken Robinson sowie Iberotel geplant. Mit der Gründung der TUI Cruises, an der sowohl die TUI AG als auch die Royal Caribbean Cruises Ltd. jeweils 50 Prozent der Anteile halten werden, haben wir im Geschäftsjahr 2007 den Grundstein für einen Einsteig in den stark wachsenden deutschen Volumenmarkt für Premium-Kreuzfahrten gelegt. Die erfreuliche Entwicklung der bereits bestehenden Kreuzfahrtaktivitäten der Hapag-Lloyd im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 unterstreicht den insgesamt positiven Trend in diesem Marktsegment.

6

In der Containerschifffahrt ist mit der abgeschlossenen Integration von CP Ships für die deutlich vergrößerte Gruppe der Produkt­ivitäts­ stand wieder erreicht worden, der Hapag-Lloyd bereits im Jahr 2005 auszeichnete. Mit dem Anziehen der Märkte partizipieren wir von dieser Aufstellung, wie die wieder gewonnene Ertragskraft deutlich macht, obwohl die durchschnittliche Frachtrate im Jahr 2007 noch unter dem Wert des Vorjahres lag. Die Containerschifffahrt hat weiterhin große Wachstumspotenziale. Wir wollen den Bereich so fortentwickeln, dass Hapag-Lloyd weiterhin eine führende Position unter den großen Containerlinien dieser Welt einnimmt. Nach der Neuformierung des touristischen Geschäftes und der erfolgreichen Integration der CP Ships in die Hapag-Lloyd Container­ line, wird in den nächsten Monaten das Bemühen zum Abbau der Konzernverschuldung und die zielgerichtete Allokation von Investi­ tionsmitteln Vorrang haben. Dieses bedeutet zugleich auch eine Überprüfung der strategischen Ausrichtung des Konzernportfolios.

7

individuell organisiert vielfältig koordiniert freundlich sicher komplett 8

einfach orientiert zuverlässig schnell 9

individuell

Die Erwartungen an einen erholsamen Urlaub, der die Sinne neu belebt, sind sehr persönlich. Sie können Aktion und Abenteuer in außergewöhnlicher Atmosphäre oder pure Entspannung mit gehobenem Wohlfühl-Faktor bedeuten. Unser Angebot an Freizeitreisen und unsere Vielfalt von Hotels, Resorts und Clubs umfassen das gesamte Spektrum an Urlaubserlebnissen. 10

organisiert

11

Mit wem möchte ich meine „schönste Zeit des Jahres“ verbringen? Mit meiner Familie. Mit interessierten Gleichgesinnten. Unter Singles oder so genannten Best Agern. Die Antworten auf diese Frage können sehr unterschiedlich ausfallen. Und: Ist die richtige „Reisegruppe“ gefunden, braucht es ein stimmiges Programm. Wir erfüllen unseren rund 30 Millionen Kunden auch in Zukunft gerne ihre ganz speziellen Reisewünsche.

12

jung

geblieben

13

vielfältig

14

koordiniert

Die neue TUI Travel PLC besitzt eine eigene Flotte von rund 160 Flugzeugen, die mehr als 180 Flughäfen ansteuern. Unsere effiziente Flotten- und Flugplanung deckt alle wesentlichen Feriengebiete ab. Zielgebietsagenturen in 50 Ländern ver­einfachen die weitere Organisation vor Ort. Der Urlauber kann beispielsweise seine Wege mit einem Mietwagen auf eigene Faust gestalten oder durch gut organisierte Transfers sein festes Ziel erreichen. 15

einfach

Das Urlaubsgefühl beginnt im besten Fall bereits beim Auswählen und Buchen. Denn Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Ob online im Internet, mit dem Katalog zuhause oder in einem unserer Reisebüros, unsere Kunden können gleichermaßen hohe Qualität und umfassende Informationen erwarten und ihre Bausteine für ihre Traumreise kombinieren. 16

freundlich

17

18

sicher

Wir tragen bei unserer Arbeit eine große Verantwortung, denn unsere Schiffe sind das zentrale Verbindungsglied in der globalen Wirtschaftskette vom Lieferanten zum Kunden. Seit mehr als 160 Jahren schenken uns unsere Kunden ihr Vertrauen. Über große Distanzen hinweg funktioniert unsere Logistik, reibungslos und pünktlich. Auch, wenn es sich um eine Ladung mit Übermaßen, Schwergüter oder um besonders sensible Produkte handelt.

zuverlässig

19

20

komplett

Ladungsberater und Stauplaner, Gefahrgutexperten oder nautisch-technisches Personal: Viele spezialisierte Köpfe sind notwendig, um Waren aller Art durch wechselnde klimatische Bedingungen über die Weltmeere zu transportieren. Hinzu kommt, dass sich die Bestimmungen für den weltweiten Transport ständig verändern und man ihnen immer wieder neu Rechnung tragen muss. In unserer Branche verfügen wir über ein erstklassiges Know-how in allen Belangen der Behandlung und Beförderung von Gütern.

orientiert

21

international 22

Die Anzahl der über die Weltmeere transportierten Container nimmt weiterhin zu. In den kommenden fünf Jahren wird ein Anstieg von rund 40 Prozent im Containerverkehr erwartet. Die diversifizierte Hapag-Lloyd-Flotte umfasst heute mehr als 140 Containerschiffe. Um am erwarteten Marktwachstum zu partizipieren und den internationalen Kunden die notwendige Kapazität zur Verfügung zu stellen, investieren wir vor allem in große Schiffsklassen. Hapag-Lloyd wird bis 2011 weitere sechzehn und mit neuester Technologie ausgestattete Containerschiffe in die Flotte einbringen.

unterwegs

23

schnell

Containerverkehr endet nicht im Hafen. Unsere 77 Liniendienste sind die Basis für unsere weltweiten Haus-zu-HausTransporte. Durch ständige Erweiterung und Optimierung sorgen wir für stets schnelle und flexible Verbindungen. Mit unserem in der Branche führenden IT-System können wir überall auf der Welt Echtzeit-Informationen über sämtliche Dienstleistungen rund um den Transport zur Verfügung stellen. Wir sind weltweit präsent, so dass unsere Kunden kurze Wege zum nächsten Büro haben. Dort sind die Hapag-Lloyd-Experten mit den lokalen Gegebenheiten bestens vertraut. 24

da

25

Lagebericht

aktiv orientiert dynamisch weltweit 26

Lagebericht

  28 Geschäft und Rahmenbedingungen   41 Umsatz und Ertrag des Konzerns   49 Touristik   58 Schifffahrt   65 Ertragslage   70 Vermögenslage   75 Finanzlage   86 Nachtragsbericht   87 Risikobericht   95 Vergütungsbericht 101 Forschung und Entwicklung 103 Mitarbeiter 105 Umweltschutz 107 Prognosebericht

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2007 – Ein erfolgreiches Jahr. Positive Entwicklung in den Kerngeschäftsfeldern. Stärkung der Touristik durch die Gründung der TUI Travel PLC. Deutliche Ergebnis­ steigerung in der Containerschifffahrt. 2007 im Überblick Positive Entwicklung in den Kerngeschäften Beide Sparten des Konzerns, Touristik und Schifffahrt, entwickelten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv. Nach einem verhaltenen Start der touristischen Aktivitäten in der ersten Jahreshälfte 2007 wurde durch die erfreuliche Entwicklung des dritten und vierten Quartals das operative Ergebnis des Vorjahres übertroffen. Dabei spiegelt der in der zweiten Jahreshälfte 2007 beobachtete Geschäftstrend die anhaltende Erholung der touristischen Märkte wider. Auch in der Schifffahrt konnte nach dem schwierigen Jahr 2006 wieder eine deutliche Ergebnisverbesserung verzeichnet werden. Darin zeigten sich die realisierten Synergieeffekte aus der abgeschlossenen Integration der im Jahr 2005 erworbenen Containerlinie CP Ships sowie das sich in der zweiten Hälfte des Jahres 2007 deutlich erholende Frachtratenniveau.

Der Umsatz der Touristik-Sparte lag mit 15,6 Mrd. € um 11,0 % über dem Vorjahresniveau. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis (bereinigtes Sparten-EBITA) stieg um 13,7 % auf 449 Mio. €. In der Sparte Schifffahrt bewegte sich der Umsatz wechselkursbedingt mit 6,2 Mrd. € leicht unter dem Vorjahr, während das bereinigte Ergebnis um 120,5 % auf 197 Mio. € gesteigert werden konnte. Der Umsatz der fortzuführenden Bereiche umfasst die Kerngeschäfte Touristik und Schifffahrt sowie den Zentralbereich. Er stieg insgesamt um 6,6 % auf 21,9 Mrd. €. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis (bereinigtes Sparten-EBITA) stieg um 47,2 % auf 616 Mio. €. Fusion der Touristik-Sparte des TUI Konzerns mit der britischen First Choice Holidays PLC Am 19. März 2007 kündigte die TUI AG die Fusion der TUI Touristik-Sparte – mit Ausnahme der unter TUI Hotels & Resorts zusammengefassten Hotelbeteiligungen – mit der First Choice Holidays PLC zur TUI Travel PLC an. Nachdem am 4. Juni 2007 die Genehmigung der Fusion durch die EU Kommission erfolgte, wurde am 29. Juni 2007 der Börsenprospekt der TUI Travel PLC veröffentlicht. Am 25. Juli 2007 stimmten die Aktionäre der First Choice Holidays PLC der Fusion zu, so dass diese am 3. September 2007 mit dem Listing und dem ersten Handelstag der Aktien der TUI Travel PLC an der Londoner Börse abgeschlossen werden konnte. Die neue Gesellschaft hat ihren Sitz in Großbritannien. Die TUI AG hielt am Bilanzstichtag mit 51 Prozent die Aktienmehrheit der Gesellschaft. TUI Travel PLC wird vollständig in den Konzernabschluss der TUI AG einbezogen. 28

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Ausweitung der Kreuzfahrtaktivitäten Mit der Absichtserklärung zur Gründung der TUI Cruises, an der die TUI AG und die Royal Caribbean Cruises Ltd. jeweils 50 Prozent der Anteile halten sollen, wurde im Geschäftsjahr 2007 der Grundstein für einen Einstieg in den deutschen Volumenmarkt für Premium-Kreuzfahrten gelegt. Die Gründung der neuen TUI Cruises steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden. Das erste Schiff der Marke TUI Cruises soll im Jahr 2009 seinen Dienst aufnehmen. Mit je einem weiteren Neubau in 2011 und 2012 wird die Flotte weiter wachsen.

Konzernstruktur

Touristik TUI Travel PLC

Schifffahrt TUI Hotels & Resorts

Container­ schifffahrt

Kreuzfahrten

Nachdem der Umbau der TUI zu einem reinen Dienstleistungskonzern mit den beiden Säulen Touristik und Schifffahrt in 2006 abgeschlossen werden konnte, wurde die Touristik im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 durch den Erwerb der First Choice Holidays PLC weiter gestärkt. Die Touristik gliedert sich nun in die TUI Travel PLC sowie in den Bereich TUI Hotels & Resorts. Die Schifffahrts-Sparte umfasst die Containerschifffahrt und die Kreuzfahrt­aktivitäten. Die Kerngeschäftsfelder Touristik und Schifffahrt tragen unverändert mit rund 70 % bzw. 30 % zum Konzernumsatz bei.

Obergesellschaft des Konzerns

TUI AG Die TUI AG ist die Obergesellschaft des Konzerns und hat ihren Geschäfts­ sitz in Hannover. Sie hält über Beteiligungsgesellschaften direkt oder in­­direkt in der Regel Mehrheitsbeteiligungen an den wesentlichen Konzerngesellschaften, die das operative Geschäft des Konzerns in den einzelnen Ländern betreiben. Insgesamt gehörten am Bilanzstichtag 729 unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen zum Konsolidierungskreis der TUI AG, davon waren 46 inländische Gesellschaften, 683 hatten ihren Sitz im Ausland. Zudem wurden 17 assoziierte Unternehmen und 33 Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bewertet in den Konzernabschluss der TUI AG einbezogen.

29

Lagebericht

Der TUI Konzern rechnet aus der Fusion mit nachhaltigen jährlichen Synergien von 150 Mio. Britische Pfund. Durch den weiteren Ausbau der marktführenden Position im Bereich Mainstream Holidays bei gleichzeitiger Stärkung des margenstarken Spezialistengeschäfts ist die TouristikSparte des Konzerns durch die neue TUI Travel PLC weiter gestärkt worden.

Organisation und Leitung

Die TUI AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts, dessen Grundprinzip das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat ist. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng zusammen. Dabei trägt der Vorstand Gesamtverantwortung für die Leitung des Unternehmens. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach §§ 84 f. AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Satzungsänderungen erfolgen nach den Regelungen der §§ 179 ff. AktG, in Verbindung mit § 24 der Satzung der TUI AG.

Vorstandsstruktur

Der Vorstand der TUI AG bestand zum Bilanzstichtag aus sechs Mitgliedern: dem Vorstandsvorsitzenden sowie fünf weiteren Vorständen mit den Ressorts Finanzen, Controlling, Personal und Recht, Touristik sowie Schifffahrt. TUI Travel PLC Im Mittelpunkt des Geschäftsjahrs 2007 stand innerhalb der Sparte Touristik die Gründung der TUI Travel PLC durch die Fusion der Touristik-Sparte des TUI Konzerns mit der britischen First Choice Holidays PLC. Seitens der TUI AG wurden sämtliche Vertriebs- und Veranstalteraktivitäten der Quellmärkte Europa Mitte, Europa Nord und Europa West sowie die dazuge­ hörigen Flugaktivitäten in die TUI Travel PLC eingebracht. Darüber hinaus wurden die vormals im Bereich Zielgebiete befindlichen Zielgebietsagenturen des Konzerns auf die neue TUI Travel PLC übertragen. Die TUI Travel PLC ist in 180 Ländern weltweit aktiv und betreut über 30 Millio­nen Kunden.

TUI Travel PLC hat ihren Sitz in Großbritannien und ist seit dem 3. September 2007 an der Londoner Börse gelistet. Die TUI AG hielt zum Bilanzstichtag mit 51 Prozent die Aktienmehrheit der Gesellschaft. Die neue Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften wurden vollständig in den Abschluss des TUI Konzerns einbezogen. Das Geschäft der TUI Travel PLC gliedert sich in die vier Bereiche Mainstream Holidays, Specialist Holidays, Activity Holidays und Online Destination Services. Mainstream Holidays

Specialist Holidays

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Der Bereich Mainstream Holidays ist der größte innerhalb der TUI Travel PLC und umfasst den Verkauf von Flug-, Unterkunfts- und sonstigen touris­ tischen Dienstleistungen, sowohl als Einzelkomponenten wie als Pauschalreise. In diesem Bereich sind verschiedene vertikal integrierte Reiseveranstalter wie Thomson, First Choice und TUI Deutschland zusammengefasst. Die Aktivitäten sind in die drei Quellmärkte Europa Mitte, Europa Nord und Europa West untergliedert. Der Bereich Specialist Holidays ist in die drei Unterbereiche Länderspe­zia­­­­­l­isten, Premiumreisen und Lifestages unterteilt. Die Länderspezialisten sind in elf Quellmärkten aktiv und konzentrieren sich bei ihrem Produkt­ angebot auf bestimmte Zielgebiete. Der Premiumbereich umfasst fünf Marken, die sich auf das gehobene Urlaubserlebnis in Europa, Asien und in der Karibik spezialisiert haben. Im Unterbereich Lifestages werden Reisen speziell für unterschiedliche Altersgruppen angeboten.

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Activity

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Der Activity-Bereich umfasst eine große Anzahl an Reiseunternehmen für Aktivurlaube in den Unterbereichen Yacht-, Abenteuer- und Erlebnis­ urlaub. Im Yachtsegment werden zum Beispiel die führenden Anbieter für Charter-Yachten vereint, während das Segment Erlebnisurlaub unter anderem geführte Kultur- und Luxusreisen beinhaltet.

Online Destination Services



Die im Bereich Online Destination Services gebündelten Zielgebietsdienst­ leistungen vermitteln zum einen über das Internet Hotels und Wohnungen sowohl an unabhängige Reisebüros und Reiseveranstalter als auch an Endkunden. Zum anderen bieten die hier zusammengefassten Zielgebietsagenturen klassische Leistungen am Zielort an, wie den Transfer und die Betreuung von Urlaubsgästen, Ausflüge und andere spezialisierte Dienstleistungen für Reise- und Eventveranstalter oder die Kreuzfahrt­industrie. TUI Hotels & Resorts TUI Hotels & Resorts in Hannover ist der größte Ferienhotelanbieter Europas. Zum Geschäftsbereich zählen Hotelgesellschaften, an denen Mehrheitsbeteiligungen bestehen, Joint Ventures mit lokalen Partnern, Gesellschaften, an denen finanzielle Beteili­gungen gehalten werden, und Hotels, mit denen Managementverträge bestehen. Als Bindeglied zwischen den Veranstaltern und den Hotelpartnern sorgt TUI Hotels & Resorts für die starke Positionierung der Hotelmarken innerhalb des Konzerns und gegenüber dem Wettbewerb. Neben strategischer Planung und operativer Unterstützung werden auch Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie ökologisches und soziales Engagement der Hotelgesellschaften zur nachhaltigen Gestaltung der touristischen Entwicklung koordiniert.

Der Geschäftsbereich TUI Hotels & Resorts umfasste im Jahr 2007 insgesamt 237 Hotels mit insgesamt 144 470 Betten. Die Veränderung gegen­ über dem Vorjahr war im Wesentlichen durch den Übergang der Gesellschaften Nordotel, Atlantica und Gran Resort mit ihren Hotelanlagen auf die TUI Travel PLC bedingt. Von den 237 Häusern waren 199 Vier- oder Fünf-Sterne-Hotels. 43 % befanden sich im Eigentum der jeweiligen Hotelgesellschaft, 42 % wurden im Rahmen von Managementverträgen betrieben, 10 % waren gepachtet. Für 5 % der Anlagen bestanden Franchisevereinbarungen.

Finanzierungsstruktur TUI Hotels & Resorts (in %)

‘07

‘06



Eigentum 43

44



Management 42

38



Finanzlage

Prognosebericht

Franchise



5

7

Pacht 10

11

TUI Hotels & Resorts Hotelmarke Riu Magic Life Grupotel Iberotel Robinson Grecotel Dorfhotel Übrige Hotelbeteiligungen Gesamt

3 Sterne

4 Sterne

5 Sterne

Hotels gesamt

Betten

Hauptstandorte

10 6 16 0 0 0 0 6 38

66 11 16 13 17 11 4 12 150

27 0 2 8 3 8 0 1 49

103 17 34 21 20 19 4 19 237

73 437 14 405 13 468 12 086 11 114 9 129 2 113 8 718 144 470

Spanien, Karibik Türkei, Tunesien, Ägypten Balearen Ägypten, Türkei Spanien, Griechenland, Türkei Griechenland Deutschland, Österreich –

31

Lagebericht

Lagebericht

Riu ist die größte Hotelgesellschaft im Portfolio der TUI Hotels & Resorts. Das Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz auf Mallorca steht für hohe Professionalität und exzellenten Service. Die Hotels gehören hauptsächlich dem Premium- und Komfortsegment an und befinden sich im Wesentlichen in Spanien und in der Karibik. Magic Life ist die All-Inclusive-Clubmarke von TUI Hotels & Resorts mit Sitz in Österreich. Für Familien mit Kindern wird ein Urlaubskonzept mit einem ausgewogenen Preis-/Leistungsverhältnis und Unterhaltungsprogrammen in internationalem Umfeld angeboten. Hauptstandorte der auf das Komfortsegment ausgerichteten Häuser sind in der Türkei, in Tunesien sowie in Ägypten. Die mallorquinische Hotelgruppe Grupotel ist eine der bedeutendsten auf den Balearen. Das Angebot umfasst Appartements, Aparthotels, aber auch Luxusanlagen. Im Wesentlichen sind die Häuser im Komfortsegment angesiedelt. Die Iberotel-Anlagen bieten umfassenden Hotelkomfort und eine ausgezeichnete Gastronomie. Die vor allem in Ägypten und in der Türkei gelegenen Premium-Hotels bieten ein hohes Produktniveau durch die Einhaltung entsprechender Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltstandards. Robinson, der Qualitäts- und Marktführer im Premiumsegment für Cluburlaub, zeichnet sich durch sein professionelles Sport-, Entertainment- und Eventangebot aus. Die Clubs bieten darüber hinaus hochwertige Hotelleis­ tungen, umfassenden Service und großzügige Architektur. Die Hauptstandorte der Hotels sind in Griechenland, Spanien und der Türkei sowie in der Schweiz und in Österreich. Einen hohen Anspruch haben die Häuser auch bei der Erfüllung verschiedener Umweltnormen. Grecotel ist ein führender Premium-Anbieter unter den griechischen Hotel­ marken. Das Konzept stellt Kultur- und Umweltaspekte in den Vordergrund. So werden für die hochwertige Gastronomie überwiegend Produkte aus eigenem Anbau verwendet. Die Dorfhotels liegen in Deutschland und Österreich in ländlicher Umgebung. Sie verbinden die Vorteile von Ferienappartements, die in erster Linie auf Familien ausgerichtet sind, mit den Annehmlichkeiten eines Hotels. Mit einem Grundstückserwerb in der Toskana wurde im März 2007 das Projekt „Toscana Resort Castelfalfi“ initiiert. Auf einem elf Quadratkilometer großen Grundstück, auf dem sich ein mittelalterliches Dorf mit Kirche und Castello sowie ein Golfplatz befinden, sollen nach einer Sanierung touris­ tische Anlagen entstehen. Neben Ferienwohnungen und Villen sind Hotels der Marken Robinson sowie Iberotel geplant. Im Vordergrund stehen dabei auch Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Neben dem Einsatz erneuerbarer Energien soll ein Teil der Versorgung der Gäste durch Produkte der eigenen Agrarwirtschaft erfolgen.

32

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Finanzierungsstruktur Containerschiffflotte (in %) ‘07



‘06



Eigentum 41

41



Langfrist Charter/Leasing 29

29



Kurzfrist und Mittelfrist Charter/Leasing 30

30

Die Hapag-Lloyd-Flotte umfasste zum 31. Dezember 2007 insgesamt 141 Containerschiffe. Davon befanden sich 58 im Eigentum des Konzerns, während 41 Schiffe im Rahmen von längerfristigen Leasing- und Charterverträgen betrieben wurden. Weiterhin setzte Hapag-Lloyd 42 kurz­fristig gecharterte Schiffe ein. Das Durchschnittsalter der Flotte betrug 8,1 Jahre. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden fünf Neubauten mit einer Gesamtkapazität von rund 35 000 Standardcontainern (TEU) aus­geliefert, wovon zwei Schiffe in Langfristcharter betrieben werden. Im sogenannten Orderbook für Neubauten sind jeweils zwei Auslieferungen für 2008 und 2009 geplant sowie je sechs für 2010 und 2011. Jedes der neuen Schiffe hat eine Kapazität von 8 750 TEU. Eine Übersicht über die Containerschiffe von Hapag-Lloyd, geordnet nach Größenklassen und unter Angabe von Kapazität und Durchschnittsalter der Klassen, gibt die nachfolgende Tabelle. Containerschiffflotte Stellplatzkapazität in TEU bis 2 300 2 300 - 4 000 4 000 - 6 000 über 6 000 Gesamt

Anzahl Gesamt

Durchschnittsalter

Kapazität in TEU

47 39 39 16 141

15,0 14,9 7,3 3,0 8,1

81 000 113 000 173 000 126 000 493 000

Stand: 31. Dezember 2007

Finanzierungsstruktur Container (in %)

‘07

‘06



Eigentum 63

67



Charter 37

33



Darüber hinaus befanden sich zum 31. Dezember 2007 Container mit einer Kapazität von 1,1 Mio. TEU im Bestand von Hapag-Lloyd. Rund 61 % davon waren Container mit dem Standardmaß von 40 Fuß oder Sondergrößen, die restlichen 39 % waren 20 Fuß-Container. Neben Standardund Kühlcontainern sind dies Spezialcontainer wie Open-Top-Container mit Plane, Flatrack-Container ohne Seitenteile und Dach oder Containerplattformen für Ladung mit Übergröße. Von den Containern befanden sich rund 63 % im Eigentum des Konzerns, während die restlichen Con­ tainer gechartert wurden. Containerbestand TEU

Kapazität

Standardcontainer Kühlcontainer Spezialcontainer Gesamt

990 000 68 000 57 000 1 115 000

Stand: 31. Dezember 2007

Die Containerschiffe werden in verschiedenen Fahrtgebieten eingesetzt. Dabei umfasst jedes Fahrtgebiet verschiedene Routen (Liniendienste), welche unterschiedliche Häfen verbinden. Das Geschäft von Hapag-Lloyd gliedert sich in fünf Fahrtgebiete. 33

Lagebericht

Containerschifffahrt Die Hapag-Lloyd AG mit Sitz in Hamburg ist die fünftgrößte Containerlinie der Welt. Die TUI AG hält 100 Prozent der Anteile der Hapag-Lloyd AG.

Fernost



Transpazifik

Atlantik

Das Fahrtgebiet Fernost umfasst den Verkehr zwischen Europa und Asien. In diesem Gebiet liegen 21 Routen, wovon der Großteil Europa mit den asiatischen Ländern wie China, Japan und Indien verbindet. Weitere Routen verbinden Nord- und Südeuropa sowie Nordeuropa und Afrika. Dieses Fahrtgebiet ist insbesondere geprägt durch den europäischen Verkehr mit den asiatischen Schwellenländern.

Über das Fahrtgebiet Transpazifik wird der Güterverkehr zwischen Nord­ amerika und Asien abgewickelt. Hier operiert Hapag-Lloyd 13 Routen, von denen die Mehrzahl die nordamerikanische Westküste mit der asiatischen Ostküste verbindet.



Das Fahrtgebiet Atlantik, dessen 16 Routen Europa mit Nord­amerika verbinden, ist wie bereits im Vorjahr das volumenstärkste. Die Routen liegen zwischen Nordamerika und Nordeuropa, weitere verbinden Nordamerika mit dem Mittelmeerraum, während eine Route Verkehre zwischen Nord­ amerika und Afrika anbietet.

Lateinamerika

Australasien





Durch das Fahrtgebiet Lateinamerika wird Südamerika mit Nordamerika und Europa verbunden. Eine der zehn Routen verbindet darüber hinaus verschiedene Häfen innerhalb Südamerikas. Güter zwischen Australien und Asien werden auf den 17 Routen im Fahrtgebiet Australasien befördert. Darunter sind die Routen innerhalb Asiens, die den größten Anteil am Ladungsaufkommen hatten, sowie diejenigen, die Australien mit allen Kontinenten außer Afrika verbinden. Kreuzfahrten Die Hapag-Lloyd Kreuzfahrten GmbH bildete mit ihren vier Kreuzfahrtschiffen der Premium- und Luxusklasse den Kern der Kreuzfahrtaktivitäten des TUI Konzerns im Geschäftsjahr 2007. Das Angebot ist ausgerichtet auf Lifestyle- und Expeditionskreuzfahrten für den deutschsprachigen Markt. Flaggschiff ist das 5-Sterne-Plus-Schiff „Europa“. Es erhielt diese Auszeichnung des Berlitz Cruise Guide zum siebten Mal in Folge und als einziges Schiff weltweit. Die „Europa“ geht vorwiegend auf Weltreisen. Die „Columbus“, ein 3-Sterne-Plus-Schiff, kreuzt ebenfalls auf allen sieben Weltmeeren, sie kann zudem als einziges Hochseekreuzfahrtschiff die Großen Seen in Nordamerika befahren. Die „Hanseatic“ unternimmt unter anderem Expeditionskreuzfahrten in die Arktis und Antarktis. In 2007 hat sie erneut erfolgreich eine Reise durch die Nord-West-Passage absolviert. Sie ist das weltweit einzige 5-Sterne-Passagierschiff, das mit der höchsten Eisklasse ausgestattet ist. Die „Bremen“, ein 4-Sterne-Schiff – ebenfalls mit höchster Eisklasse – steuert ähnliche Reiseziele an.

Mit der vorgesehenen Gründung der TUI Cruises wurde im Geschäftsjahr 2007 der Grundstein für den Einstieg in den deutschen Volumenmarkt für Premium-Kreuzfahrten gelegt. Gemeinsam mit der Partnergesellschaft Royal Caribbean wird TUI Cruises ab Frühjahr 2009 klassische Kreuzfahrten im Vier-Sterne-Segment im deutschsprachigen Markt anbieten.

34

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Touristik Das Wachstum der Konsumentengesamtausgaben im weltweiten Reiseund Tourismusmarkt wird für das Jahr 2007 auf 3,4 % geschätzt (Quelle: WTTC report, 2007). Bezogen auf die größten Quellmärkte der TUI Travel PLC ergibt sich ein Wachstum von 2,6 %. Dabei haben sich die Anforderungen der Kunden und damit der Markt in den letzten Jahren strukturell gewandelt. Die Kunden verlangen nach höherer Flexibilität und Auswahl und sehen den Urlaub als ein individuelles Erlebnis. Daher werden vermehrt Reisen nach dem Baukastenprinzip nachgefragt. Ebenso wächst der Markt für Low Cost-Flugangebote. Das große Angebot im Internet erhöht die Transparenz, und viele Kunden wählen und buchen ihre Reise dort selbstständig.

Markt

Im Geschäftsjahr 2007 war der Markt für Geschäfts- und Ferienhotellerie nach einer Konsolidierungsphase von einer dynamischen Entwicklung geprägt. Verschiedene Hotelketten bauten ihre Aktivitäten deutlich aus, wobei Investitionen insbesondere sowohl im Luxussegment als auch im Budgetbereich getätigt wurden. Bezogen auf die Zielgebiete wurden die Hotelkapazitäten vor allem in Europa ausgeweitet, aber auch in Mexiko, der Karibik, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Asien war ein Zuwachs an verfügbaren Betten zu verzeichnen. Die durchschnittlichen Preise für Hotelzimmer bewegten sich nur leicht über dem Niveau des Vorjahres, während sich die Auslastungen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2006 zum Teil deutlich verbesserten. Wettbewerb



Auch nach der erfolgten Konsolidierung in der europäischen Touristikindustrie durch die Fusion von Thomas Cook und MyTravel zur Thomas Cook Group PLC und der Zusammenführung von TUI und First Choice zur TUI Travel PLC in 2007 bleibt der Wettbewerb in diesem Markt stark diversifiziert. Wesentliche Wettbewerber sind zum einen Reiseveranstalter, die sowohl integrierte als auch nicht-integrierte Geschäftsmodelle verfolgen. Daneben nehmen Online-Vermittler, Hotel­gesellschaften sowie Linien- und Low Cost-Fluggesellschaften eine wichtige Rolle, insbesondere bei dem Verkauf von Reisedienstleistungen über das Internet, ein. TUI Travel PLC ist das größte Touristikunternehmen der Welt. An zweiter Stelle steht Thomas Cook. Weitere Hauptwettbewerber sind der Schweizer Konzern Kuoni, die briti­ sche Holidaybreak PLC sowie die Tourismussparte des deutschen REWEKonzerns. Das Wettbewerbsumfeld im Markt für TUI Hotels & Resorts ist durch eine steigende Popularität des All Inclusive-Konzeptes und einen anhaltenden Trend zur Entwicklung von Golf-, Spa-, Wellness- und Gesundheitsprodukten gekennzeichnet. Dabei spielt die Sensitivität der Gäste für Umweltfragen weiterhin eine bedeutende Rolle. TUI Hotels & Resorts gewährleistet durch die Entwicklung quellmarktbezogener Projekte nach den Bedürf­ nissen der Gäste eine hohe Gästezufriedenheit.

Geschäftsmodell

Die TUI Travel PLC bietet ihren Kunden eine Vielzahl von Produkten an. Sie reichen von verschiedenen und teilweise exklusiven Pauschalreisen bis hin zu einem Portfolio von Spezialangeboten. Dabei werden die Bereiche 35

Lagebericht

Geschäftstätigkeit

produktorientiert in Mainstream, Specialist, Activity und Online Destination Services unterschieden. Den größten Anteil am Geschäft bildet der Bereich Mainstream, der sämtliche Aktivitäten im Pauschalreisegeschäft vom Vertrieb über das Veranstaltergeschäft bis hin zum Flugbereich umfasst. Dieser setzt sich aus mehreren integrierten Touristikgruppen mit jeweils länderbezogener Ausrichtung zusammen. Durch einen hohen Anteil exklusiver und differenzierter Produkte in allen vier Bereichen, die über verschiedene Vertriebskanäle einschließlich des Internets abgesetzt werden, wird den Kunden Flexibilität und Auswahl geboten. Aus der starken Marktstellung resultieren Skaleneffekte, die in hohem Maße genutzt werden. Gleichzeitig werden Auslastungsrisiken durch die gezielte Vermarktung über mehr als 170 etablierte Marken und ein striktes Kapazitätsmanagement minimiert. TUI Hotels & Resorts wird die eigenen Hotelkapazitäten in bestehenden und potenziellen Wachstumsdestinationen bei gleichzeitiger Schärfung der Angebotspalette weiter ausbauen. Neben dem Vertrieb über Reiseveranstalter wird durch den gezielten Auf- und Ausbau zusätzlicher Vertriebs­ kanäle die Auslastung der konzerneigenen Hotels nicht nur in der Nebensaison optimiert und die hohe Ergebnisqualität abgesichert. Strategie

Im Zuge der marktbezogenen Stärkung der Touristik-Sparte durch Schaffung der neuen TUI Travel PLC in 2007 und der strukturellen Veränderungen des gesamttouristischen Marktes ergeben sich folgende strategische Schwerpunkte:  Realisierung der identifizierten Integrations- und Synergie­vorteile von nachhaltig 150 Mio. Britische Pfund p. a. aus der Fusion der TUI TouristikSparte mit der First Choice Holidays PLC.  Erhöhung des Anteils an differenzierten Urlaubsprodukten und weitere Stärkung des Direktvertriebs über das Internet.  Ausbau und Stärkung des margenstarken Spezialveranstaltergeschäfts.  Überprüfung des kapitalintensiven Flugbereiches mit der Zielsetzung, eine geschäftsadäquate, flexible Flotten- und Finanzierungsstruktur herzustellen.  Konzentration auf ein renditestarkes und differenziertes Hotelportfolio im Bereich TUI Hotels & Resorts.

Markt

Schifffahrt Die Globalisierung spiegelt sich in der Marktentwicklung der Containerschifffahrt wider. Der zunehmende Welthandel, die fortschreitende Ver­ lagerung der Produktion von West nach Ost, aber auch das überproportionale Wirtschaftswachstum in den ostasiatischen Schwellenländern sorgen für ein hohes Transportaufkommen insbesondere auf den Routen von und nach Asien. Darüber hinaus steigt der Anteil an Gütern, die in Containern transportiert werden, weiter an. Nachdem im Jahr 2006 weltweit 104 Mio. TEU transportiert wurden, wuchs diese Menge im Jahr 2007 um 8 % auf über 112 Mio. TEU (Quelle: Global Insight, September 2007).

In der Schifffahrtsbranche führte das hohe Niveau der ölpreisabhängigen Bunkerkosten zur Umsetzung Treibstoff sparender Maßnahmen. Da höhere Geschwindigkeiten bei Containerschiffen einen überproportionalen Bunker­ verbrauch zur Folge haben, wurde damit begonnen, die Fahrtgeschwindig36

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Die Routen in der Containerschifffahrt werden nach Fahrtgebieten geordnet. Für die wesentlichen Fahrtgebiete ergab sich im Jahr 2007 folgende Entwicklung: Den größten Anteil am weltweiten Transportvolumen hatte im Jahr 2007 der innerasiatische Verkehr mit rund 24 Mio. TEU und einem Wachstum im Vergleich zum Vorjahr von rund 7 %. Das größte Wachstum von rund 15 % auf knapp 20 Mio. TEU wurde auf den Europa-FernostRouten erzielt. Mit rund 19 Mio. TEU bei einem Wachstum von 5 % folgte das Fahrtgebiet Transpazifik. Im Fahrtgebiet Atlantik wurden zwischen Europa und Nordamerika rund 6 Mio. TEU transportiert. Das kleinste Fahrtgebiet ist Lateinamerika mit rund 4 Mio. TEU. Eine Reihe von Unternehmen in der Containerschifffahrt hat sich zu internationalen Allianzen zusammengeschlossen. Zweck dieser Konsortien ist die gegenseitige Nutzung von Transportkapazitäten und die Koordination von Abfahrtzeiten. Dadurch ist es den Mitgliedern möglich, ihren Kunden eine größere Anzahl von Routen und höhere Frequenzen anzubieten. Die Hapag-Lloyd AG ist Gründungsmitglied der Grand Alliance, dem bedeutendsten Konsortium in der Containerschifffahrt weltweit. Hapag-Lloyd stellt rund 35 % der gemeinschaftlich genutzten Kapazität. Wettbewerb

Wettbewerb (Kapazität in Tsd. TEU, ohne „Orderbook“) Maersk

1 764 1 185

MSC 840

CMA CGM Group 619

Evergreen Line 493

Hapag-Lloyd COSCO Container L.

406

CSCL

398

NOL/APL

382

NYK

376 347

OOCL Hanijn

343

MOL

329

K-Line

295

Yang Ming Line

282

Zim

271 269

Hamburg Süd Group

233

CSAV Group Hyundai

183

PIL (Pacific Int. Line)

165

Wan Hai Lines

123

Quelle: Transmodal, Januar 2008/Eigene Berechnungen

Die Konzentration in der Containerschifffahrt setzte sich im Jahr 2007 mit einigen kleineren Übernahmen fort. Die Liste der größten Container­reede­ re­­ien wird weiterhin angeführt von der dänischen Reederei Maersk mit einer Transportkapazität von knapp 1,8 Mio. TEU. Mit deutlichem Abstand folgt die Schweizer Mediterranean Shipping Co. (MSC) mit einer Transportkapa­ zität von rund 1,2 Mio. TEU. Nach der französischen CMA CGM und der 37

Lagebericht

keit der Schiffe auf ausgewählten Routen zu reduzieren. Um weiterhin die gleichen Abfahrtsfrequenzen anbieten zu können, müssen weitere Containerschiffe in den Liniendienst eingebracht werden.

taiwanesischen Evergreen Line folgt Hapag-Lloyd mit einer Kapazität von 0,5 Mio. TEU als fünftgrößte Containerlinie der Welt. Geschäftsmodell

Die Hapag-Lloyd AG ist ein global tätiges Unternehmen mit über 340 Büros in über 100 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Dabei sind die Schiffe der Hapag-Lloyd-Flotte auf 77 Routen auf allen Weltmeeren unterwegs. Insbesondere wird der volumenstarke Ost-West-Verkehr bedient. Dieser beinhaltet im Wesentlichen Transporte zwischen Nord­ amerika, Europa und Asien. Die Vertriebsorganisation ist weltweit nach der gleichen Struktur aufgebaut, dem so genannten „Blueprint-Modell“. Eng mit der Organisation verbunden ist das voll integrierte IT-Netzwerk. Die Geschäftsprozesse und deren Dokumentation sind hierin standardisiert. Das IT-Netzwerk stellt für alle Nutzer Daten in Echtzeit bereit und ermöglicht damit die kosten- und ertragsoptimierte Steuerung der Containerströme. Darüber hinaus helfen diese Komponenten bei der Ermittlung und dem Angebot maßgeschneiderter Lösungen für die individuellen Anforderungen der Kunden. Ebenso sichert das IT-Netzwerk die Informationsgewinnung für die Kunden und stellt die von Hafen- und Zollbehörden benötigten Daten zur Verfügung. Neben dem reinen Seetransport von Containern bietet Hapag-Lloyd vorrangig die Organisation des weltweiten Haus-zu-Haus-Transportes an. Die Transportkette beginnt mit dem Transport des Containers vom Versender zu einem Seehafen. Dort schließt sich die Verschiffung zum Zielhafen an, und die Kette endet mit der Lieferung zum Bestimmungsort. Insbesondere die Transporte der Container zu oder von den Seehäfen – per Bahn, Lastkraft­wagen oder Binnenschiff – werden überwiegend von Subunter­ nehmen durchgeführt. Hapag-Lloyd ist dabei Hauptvertragspartner während des gesamten Transports und bietet dem Kunden darüber hinaus weitere Services wie die Zollabwicklung.

Strategie

In der Sparte Schifffahrt wird grundsätzlich eine Fortsetzung der bereits in den vergangenen Jahren begonnenen Wachstumsstrategie angestrebt. Dabei ist für die nächsten Jahre ein Kapazitätsaufbau von durchschnittlich 8 % p. a. der Containerschiffflotte geplant und durch entsprechende Investitionsprogramme unterlegt. Die Wachstumsstrategie wird von folgenden strategischen Ansatzpunkten begleitet:  Gezielter Kapazitätsaufbau durch Investition in große Schiffsklassen.  Hebung weiterer Effizienzvorteile durch eine homogene Flottenstruktur.  Ausnutzung strategischer Optionen zu externem Wachstum im Zuge der fortschreitenden Konsolidierung des Marktes.  Flexible Kapazitätssteuerung durch einen ausgewogenen Mix der Flottenfinanzierung zwischen Eigentum/Langfristcharter und Kurzfristcharter.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Allgemeine Entwicklung

38

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich insbesondere im ersten Halbjahr 2007 fortgesetzt. Nach einer Abschwächung im zweiten Halbjahr wird durch den International Monetary Fund (IMF) ein Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsproduktes von insgesamt 5,2 % prognostiziert (IMF, World Economic Outlook, Oktober 2007). Vor allem die Immobilienkrise in den USA wirkte dabei dämpfend. Das Wachstum in den asiatischen Schwellen-

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Amerika und Asien

Euroraum

Touristik

Entwicklung in den Regionen Während das Wirtschaftswachstum in den USA in der ersten Jahreshälfte 2007 noch 2,3 % betrug, lag es für das Gesamtjahr bei lediglich 1,9 %. Verantwortlich dafür sind die Krise am US-amerikanischen Hypothekenmarkt und deren Auswirkungen auf den dortigen Immobiliensektor, in Folge derer die Nachfrage der Haushalte zurückging. Die Schwäche des US-Dollar wirkte sich zwar negativ auf Importe aus, förderte jedoch gleichzeitig den Exportsektor. Das Wachstum in Kanada lag im Jahr 2007 leicht über dem der USA. Japan war der Finanzkrise nicht so stark ausgesetzt, trotzdem wuchs die Wirtschaft etwas langsamer als im Vorjahr. Dazu trug unter anderem der schwache Yen bei. In den asiatischen Schwellenländern wurde das Wachstum erheblich von China mit 11,5 % und Indien mit 8,9 % ge­­ trieben. Insbesondere in der ersten Jahreshälfte wuchs die Wirtschaft in Asien außergewöhnlich schnell. Im Gesamtjahr lag das Wachstum in der Region bei 9,8 % und damit auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

Das Wirtschaftswachstum des Euroraumes lag im Jahr 2007 bei 2,5 % und damit auf dem Niveau der entwickelten Volkswirtschaften. Das anhaltend hohe Zinsniveau sowie Ausläufer der US-Immobilienkrise wirkten sich in der zweiten Jahreshälfte verlangsamend auf das Wachstum aus. Trotz einiger dämpfender Rahmenfaktoren legte der private Konsum in der ersten Jahreshälfte zu, allerdings etwas langsamer als im Vorjahr. Hier wirkten sich die Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland, Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Parlamentswahlen in Frankreich sowie der hohe Ölpreis aus. Insbesondere in Deutschland bestimmten diese Faktoren, neben gestiegenen Preisen für bestimmte Nahrungsmittel, die hohe Inflationsrate, unter deren Einfluss der private Konsum hier für das Gesamtjahr sogar leicht zurückging. Im übrigen Euroraum hat sich der private Konsum für das Gesamtjahr dagegen stabil entwickelt. Entwicklung in den Sparten In der Touristik hat sich das Wachstum der letzten Jahre auch im Jahr 2007 fortgesetzt. Im Vergleich zu 2006 stieg die Anzahl der Reisen gemäß World Tourism Organization (UNWTO, World Tourism Barometer, Oktober 2007, Januar 2008) um 6,1 %, gemessen an den weltweiten Ankünften. Damit ist das Jahr 2007 das vierte in Folge mit einem Wachstum über dem von der UNWTO prognostizierten langfristigen Durchschnitt. In den entwickelten Regionen im Euroraum sowie in Amerika verlief die Entwicklung stabil. Dabei wuchs der Markt für Geschäftsreisen hier schneller als der Touristikmarkt. Treibend für das weltweite Wachstum waren Asien, der Pazifikraum, Afrika und der Mittlere Osten mit Wachstumsraten über 7 %. Ein ähnliches Bild ergibt sich, wenn man auf die Quellmärkte blickt. Während sich das Wachstum in den meisten Ländern des Euroraumes stabil zeigte, konnten viele Schwellenländer zweistellige Wachstumsraten verbuchen. Dabei 39

Lagebericht

ländern war weiterhin überproportional, während es sich für die Volkswirtschaften der USA, des Euroraumes sowie Japans schwächer zeigte als im weltweiten Durchschnitt. Neben der wirtschaftlichen Expansion in den Schwellenländern war ein deutlicher Anstieg der Produktion in den Industrieländern zu erkennen. Das Wachstum des Welthandels entwickelte sich stabil und wird durch den IMF für das Gesamtjahr mit 6,6 % prognostiziert. Es liegt damit über dem Wachstum der Weltwirtschaft.

hatte das hohe weltweite Wirtschaftswachstum einen starken positiven Einfluss. Die anhaltenden Turbulenzen an den Kapitalmärkten beeinträchtigten nicht die Entwicklung der Touristik im Geschäftsjahr 2007. Schifffahrt

Die weltweite Entwicklung in der Containerschifffahrt war trotz steigender Bunkerpreise positiv. So wuchs das weltweite Transportvolumen um rund 8 % auf über 112 Mio. TEU (Global Insight, September 2007) und übertraf damit das prognostizierte Wachstum des Welthandels. Der Hauptmotor dieser positiven Entwicklung lag erneut in Asien und dort insbesondere in China. Der Grad der Containerisierung erhöhte sich leicht auf rund 71 % nach rund 70 % im Vorjahr. Die zuletzt stark rückläufigen Frachtraten konnten sich in der zweiten Hälfte des Jahres 2007 deutlich erholen, wobei, bezogen auf das Gesamtjahr, im volumenstarken Europa-FernostVerkehr der höchste Anstieg verzeichnet werden konnte. Den steigenden Frachtraten standen allerdings auch weiterhin hohe Bunkerkosten gegenüber. Bei zeitweise über 500 USD/Tonne stieg der Bunkerpreis im Jahresdurchschnitt um rund 15 % gegenüber dem Vorjahr. Dazu kamen Infrastrukturprobleme, wie insbesondere die Überfüllung in den Häfen von Southampton und Rotterdam. Um Treibstoff zu sparen, wurde im Jahr 2007 begonnen, die Geschwin­digkeit der Containerschiffe im Europa-Fernostverkehr zu verringern. Gleichzeitig wurden neue Containerschiffe in Dienst gestellt, um die Transportfrequenzen stabil zu halten. Ebenfalls im Jahr 2007 wurde der Grand Alliance-Vertrag um weitere zehn Jahre verlängert.

Bewertung der wirtschaftlichen

Insgesamt entsprach die konjunkturelle Entwicklung im Geschäftsjahr 2007 weitestgehend den Erwartungen des Vorstands und damit den in der Planung unterstellten makroökonomischen Rahmenbedingungen. Dabei zeigte sich für beide Geschäftsfelder in der ersten Jahreshälfte eine eher verhaltene Entwicklung als zunächst erwartet, während sich das ge­­schäftliche Umfeld in der zweiten Jahreshälfte durchgreifend verbesserte. Belastend für beide Kerngeschäftsfelder waren die im Jahresdurchschnitt weiter angestiegenen hohen Energiekosten für Kerosin und Bunker. In der Schifffahrt belastete der im Vergleich zum Euro schwache Kurs des US-Dollar. In der Touristik war insbesondere in der zweiten Jahreshälfte durch die konjunkturellen Erholungstendenzen im europäischen Wirtschaftsraum eine spürbare Verbesserung der Konsumentennachfrage zu beobachten. In der Schifffahrt waren im Zuge des insgesamt stabilen weltwirtschaftlichen Wachstums deutliche Erholungstendenzen des Gesamtmarktes im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.

Rahmenbedingungen

40

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Für den TUI Konzern verlief das Geschäftsjahr 2007 insgesamt positiv. In beiden Sparten des Konzerns, Touristik und Schifffahrt, konnte das operative Ertragsniveau im Vergleich mit dem Vorjahr zum Teil deutlich gesteigert werden. Dabei trug insbesondere in der Touristik, aber auch in der Schifffahrt ein starkes zweites Halbjahr 2007 zum insgesamt positiven Geschäfts­ verlauf bei. In der Touristik belasteten Sondereinflüsse aus Restrukturierungen und Integrationsaufwendungen im Zusammenhang mit der vollzogenen Fusion der touristischen TUI Einheiten mit der First Choice das Ergebnis. Um eine transparente Darstellung der operativen Ergebnisentwicklung in den Sparten zu gewährleisten, wurde wie im Vorjahr in der folgenden Kommentierung eine Überleitung zum bereinigten Ergebnis (bereinigtes Sparten-EBITA) abgebildet. In Abweichung von der Berichterstattung im Geschäftsjahr 2006 wurden erstmalig mit der Zwischenberichterstattung zum dritten Quartal 2007 zu tragende Aufwendungen aus Kaufpreisallokationen im Zuge von Erwerbsvorgängen (Purchase Price Allocation) in der Überleitung zum bereinigten Ergebnis berücksichtigt. Die zusätzliche Bereinigung der vorgenannten Effekte ist Folge der Harmonisierung des Ausweises des operativen Ergeb­ nisses nach der Fusion der First Choice mit den touristischen Einheiten des TUI Konzerns. Um eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten zu gewährleisten, sind die bereinigten Ergebnisse entsprechend angepasst worden. Durch die erstmalige Anwendung der Vorschriften des IAS 23 („Borrowing Costs“) ergaben sich zudem kleinere Anpassungen des Vor­ jahres­ergebnisses.

Umsatz und Ertragslage in den Sparten Bewertung der Ertragslage

Das bereinigte Ergebnis der Sparte Touristik konnte sich in beiden Bereichen, TUI Travel PLC und TUI Hotels & Resorts, im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Der insgesamt positive Ergebnistrend des Bereichs TUI Travel PLC wurde im Wesentlichen von den eingebrachten touristischen Einheiten des TUI Konzerns in die neue Gesellschaft getragen, da die für September bis Dezember 2007 einbezogenen Ergebnisbeiträge der First Choice natur­ gemäß für diesen Zeitraum des Jahres unwesentlich ausfielen. Ein maßgeblicher Grund der Ergebnissteigerung gegenüber dem Vorjahr lag in der im Jahresverlauf deutlichen Erholung des französischen Reisemarktes sowie in der Realisierung von Kostensenkungspotenzialen aus in Vorjahren erfolgten Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere im englischen Geschäftsbereich.

41

Lagebericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Auch in der Schifffahrt konnte in 2007 Synergiepotenzial aus der abgeschlossenen Integration der in 2005 erworbenen Containerlinie CP Ships gehoben werden. Zudem erhöhten sich die Frachtraten im zweiten Halbjahr 2007, ausgehend von dem zur Jahresmitte niedrigen Niveau, und wiesen seither ein stetiges Wachstum auf. Dabei wurde das sich im Jahresverlauf erholende Preis­niveau von einem stabilen Mengenwachstum begleitet. Belastend wirkten der im Vergleich zum Euro weiterhin schwache US-Dollar und das anhaltend hohe Niveau der Bunkerkosten. Insgesamt konnte das bereinigte Ergebnis gegenüber dem Vorjahr jedoch deutlich gesteigert werden. Gemessen an der Entwicklung der Sparten im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine deutlich gestiegene Ertragskraft der Kerngeschäftsfelder. Insgesamt lag das Ergebnis in der Touristik leicht über den Erwartungen des Vorstands. In der Schifffahrt blieb das erzielte Ergebnisniveau, insbesondere durch den schwachen US-Dollar und das im Jahresdurchschnitt noch unter dem Wert des Jahres 2006 liegende Frachtratenniveau, hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, entwickelte sich jedoch zum Jahresende hin deutlich positiv.

Fortzuführende Bereiche

Umsatzentwicklung der Sparten Der Umsatz der fortzuführenden Bereiche umfasst die Sparten Touristik und Schifffahrt sowie den Zentralbereich. Umsatz der Sparten Mio € Touristik TUI Travel PLC TUI Hotels & Resorts Sonstige/Konsolidierung Schifffahrt Containerschifffahrt Kreuzfahrten Zentralbereich Fortzuführende Bereiche Einzustellende Bereiche Umsatz der Sparten

2007

2006

Veränd. %

15 638,5 15 258,7 379,8 0,0 6 201,6 6 018,4 183,2 25,5 21 865,6 0,0 21 865,6

14 085,1 13 676,0 346,7 62,4 6 254,0 6 093,7 160,3 175,5 20 514,6 401,0 20 915,6

+ 11,0 + 11,6 + 9,5 n. a. - 0,8 - 1,2 + 14,3 - 85,5 + 6,6 n. a. + 4,5

Die Touristik lag mit einem Umsatz von 15,6 Mrd. € um 11,0 % über dem Vorjahresniveau. Dabei konnten sowohl die TUI Travel PLC als auch der Bereich TUI Hotels & Resorts den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr steigern. Im Umsatz der TUI Travel PLC war durch die erstmalige Einbeziehung der First Choice-Aktivitäten seit September 2007 ein fusionsbedingter Umsatz­ anstieg von 1 342,5 Mio. € enthalten. Bereinigt um den Umsatzbeitrag von First Choice sowie in 2006 noch anteilig enthaltene Umsätze aus den desinvestierten Geschäftsreiseaktivitäten ergab sich ein Umsatzanstieg für die Sparte Touristik von 1,9 %. In der Schifffahrt sank der Umsatz trotz einer weiterhin steigenden Entwicklung der Ladungsmengen leicht um 0,8 % auf 6,2 Mrd. €. Wesentlicher Grund der leicht rückläufigen Umsatzentwicklung war der im Vergleich zum Vorjahr schwache US-Dollar sowie die im Jahresdurchschnitt noch leicht unter dem Vorjahresniveau liegenden Frachtraten. 42

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Einzustellende Bereiche

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 verfügte der TUI Konzern über keine einzustellenden Bereiche mehr. Im Vorjahr 2006 waren noch Umsätze im Bereich Handel in Höhe von 401 Mio. € angefallen.

Umsatz der Sparten

Insgesamt lag der Umsatz der Sparten des TUI Konzerns im Geschäftsjahr 2007 mit 21,9 Mrd. € um 4,5 % über dem Vorjahr. Durch die konsolidierungs­ bedingte Erhöhung des Umsatzes der TUI Travel PLC stieg der Anteil am Umsatz der Sparten für die Touristik auf 71,5 % (Vorjahr 67,3 %). Die Schifffahrt verzeichnete insbesondere durch den schwachen US-Dollar einen leicht rückläufigen Umsatzanteil auf 28,4 % (Vorjahr 29,9 %). Durch den desinvestitionsbedingt rückläufigen Umsatz im Zentralbereich sank dessen Umsatzanteil auf 0,1 % (Vorjahr 0,8 %).

Ergebnisentwicklung der Sparten Ergebnis der Sparten (EBITA) Bereinigtes Sparten-EBITA Mio € Touristik TUI Travel PLC TUI Hotels & Resorts Sonstige/Konsolidierung Schifffahrt Containerschifffahrt Kreuzfahrten Zentralbereich Fortzuführende Bereiche Einzustellende Bereiche Ergebnis der Sparten Fortzuführende Bereiche

2007 448,9 304,4 146,1 - 1,6 196,7 182,5 14,2 - 29,5 616,1 0,0 616,1

2006 Veränd. % 394,7 258,6 123,2 12,9 89,2 81,3 7,9 - 65,4 418,5 29,8 448,3

+ 13,7 + 17,7 + 18,6 n. a. + 120,5 + 124,5 + 79,7 + 54,9 + 47,2 n. a. + 37,4

Sparten-EBITA 2007

2006

Veränd. %

210,5 103,3 108,8 - 1,6 341,9 327,7 14,2 - 4,2 548,2 0,0 548,2

387,9 150,6 86,6 150,7 - 106,4 - 114,3 7,9 - 80,7 200,8 29,6 230,4

- 45,7 - 31,4 + 25,6 n. a. n. a. n. a. + 79,7 + 94,8 + 173,0 n. a. + 137,9

Das Ergebnis vor Bereinigung von Sondereinflüssen der fortzuführenden Bereiche (EBITA) stieg im Geschäftsjahr 2007 um 173,0 % auf 548 Mio. €. Im Ergebnis belastend enthalten waren insbesondere Re­­strukturierungsund Integrationsaufwendungen im Zusammenhang mit der Fusion von First Choice mit den touristischen Einheiten des TUI Konzerns. Demgegenüber standen einmalige Erträge aus Desinvestitionen in der Sparte Schifffahrt. Bereinigt um die im Geschäftsjahr 2007 enthaltenen Sondereinflüsse stieg das operative Ergebnis auf 616 Mio. € um 47,2 % im Vergleich zum Vorjahr.

43

Lagebericht

Der Umsatz des Zentralbereichs verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 85,5 % auf 26 Mio. € deutlich. Maßgeblich hierfür waren in erster Linie die entfallenen Umsätze aus dem im Oktober 2006 erfolgten Verkauf der mehrheitlichen Beteiligung an der Wolf GmbH, einem Unternehmen der Heiz- und Klimatechnik.

Bereinigtes Sparten-EBITA: Touristik Mio € Sparten-EBITA Abgangsergebnisse Restrukturierung Kaufpreisallokation Einzelsachverhalte Bereinigtes Sparten-EBITA

2007

2006

Veränd. %

210,5 + 6,8 + 62,4 + 48,8 + 120,4 448,9

387,9 - 153,3 + 100,6 – + 59,5 394,7

- 45,7

+ 13,7

Mit 211 Mio. € lag das Ergebnis der Sparte Touristik um 45,7 % unter dem Vorjahr. Der Ergebnisrückgang ist wesentlich auf im Vorjahr enthaltene Einmalerträge aus Desinvestitionen der Geschäftsreiseaktivitäten und der niederländischen Spezialveranstalter zurückzuführen. Darüber hinaus waren einmalige Aufwendungen für Geschäftsrestrukturierungen und Einzelsachverhalte, insbesondere aus Integrationsvorgängen, in Höhe von insgesamt 183 Mio. € enthalten. Ein großer Teil dieser Aufwendungen in Höhe von 97 Mio. € stand hierbei im Zusammenhang mit der Fusion von First Choice mit den touristischen Einheiten des TUI Konzerns. Weiterhin belastend wirkten sich die laufenden, planmäßigen Amortisationen aus der Kaufpreisallokation der First Choice in Höhe von 49 Mio. € aus. Unter Berücksichtigung der vorgenannten Sondereinflüsse ergab sich für das Geschäftsjahr 2007 eine Steigerung des bereinigten Ergebnisses um 13,7 % auf 449 Mio. €. Dabei stieg das bereinigte Ergebnis sowohl in dem neuen Bereich TUI Travel PLC als auch im Bereich TUI Hotels & Resorts. Ein maßgeblicher Grund der operativen Ergebnissteigerung gegenüber dem Vorjahr lag in der im Jahresverlauf deutlichen Erholung des französischen Reisemarktes sowie den greifenden Effizienzsteigerungen aus den in Vorjahren erfolgten Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere im englischen Geschäfts­ bereich. Bereinigtes Sparten-EBITA: Schifffahrt Mio € Sparten-EBITA Abgangsergebnisse Restrukturierung Kaufpreisallokation Einzelsachverhalte Bereinigtes Sparten-EBITA

2007

2006

Veränd. %

341,9 - 200,5 - 1,1 + 82,4 - 26,0 196,7

- 106,4 – + 66,4 + 81,8 + 47,4 89,2

n. a.

+ 120,5

Das Ergebnis der Schifffahrt lag mit 342 Mio. € um 448 Mio. € deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres. Im Geschäftsjahr 2007 waren einmalige Erträge aus dem Verkauf der Montreal Gateway Terminals sowie der An­teile am Germanischen Lloyd in Höhe von zusammen 201 Mio. € enthalten. Darüber hinaus entstand ein Einmalertrag in Höhe von 32 Mio. € aus der Neubewertung einer zum Erwerbszeitpunkt gebildeten Risikoposition im Zuge der CP Ships A ­ kquisition, der geringe nachlaufende Aufwendungen aus der Integration von CP Ships gegenüber standen. Per Saldo waren dementsprech­end einmalige Erträge aus Einzelsachverhalten in Höhe von 26 Mio. € zu berücksichtigen.

44

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Nach Bereinigung der Sondereinflüsse ergab sich eine deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses der Schifffahrt von 120,5 % auf 197 Mio. €. Bereinigtes Sparten-EBITA: Zentralbereich Ergebnis der Holdings Sonstige operative Bereiche Sparten-EBITA Abgangsergebnisse Restrukturierung Kaufpreisallokation Einzelsachverhalte Neubewertung von Wandelrechten Bereinigtes Sparten-EBITA

2007

2006

Veränd. %

- 16,6 12,4 - 4,2 – + 6,7 – - 32,0 – - 29,5

- 175,7 95,0 - 80,7 - 34,7 – – + 65,0 - 15,0 - 65,4

90,6 - 86,9 + 94,8

+ 54,9

Das Ergebnis des Zentralbereichs umfasst die Corporate-Center-Funktionen der TUI AG und der Zwischenholdings sowie die sonstigen operativen Bereiche, welche sich im Wesentlichen aus den Immobiliengesellschaften des Konzerns zusammensetzen. Das Ergebnis des Zentralbereichs verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 77 Mio. € auf - 4 Mio. €. Dabei waren im Geschäftsjahr 2007 Sonderbelastungen in Höhe von 7 Mio. € zu berücksichtigen, welche im Zusammenhang mit der Restrukturierung des Corporate Center der TUI AG hinsichtlich der wahrgenommenen touristischen Funktionen standen. Demgegenüber standen einmalige Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Altlasten sowie eines Rechtsstreits von insgesamt 32 Mio. €. Auf vergleichbarer Basis verbesserte sich das bereinigte Ergebnis des Zentralbereichs um 36 Mio. € auf - 30 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich für die Verbesserung war eine Entlastung der Personalkostenbasis des Corporate Center durch die Übertragung von touristischen Zentralfunktionen auf die TUI Travel PLC sowie ein positiver Ergebnisbeitrag aus der Bewertung von derivativen Finanz­sicherungsinstrumenten. Das Ergebnis der sonstigen operativen Bereiche entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Grund des Verkaufs der Wolf GmbH in 2006, als letzter industrieller Aktivität, entsprechend rückläufig. Zudem war im Geschäftsjahr 2006 ein Ertrag aus einem Verkauf im Immobilienbereich (Schacht Konrad) enthalten. Einzustellende Bereiche

Im Geschäftsjahr 2007 verfügte der TUI Konzern über keine einzustellenden Bereiche mehr. Im Vorjahr war hier ein Ergebnis von 30 Mio. € aus dem Bereich Handel enthalten.

45

Lagebericht

Mio €

Bereinigtes Sparten-EBITA: Konzern Mio € Sparten-EBITA Abgangsergebnisse Restrukturierung Kaufpreisallokation Einzelsachverhalte Neubewertung von Wandelrechten Bereinigtes Sparten-EBITA

Ergebnis der Sparten

2007

2006

Veränd. %

548,2 - 193,7 + 68,0 + 131,2 + 62,4 – 616,1

230,4 - 187,8 + 167,0 + 81,8 + 171,9 - 15,0 448,3

+ 137,9

+ 37,4

Insgesamt wies der TUI Konzern im Geschäftsjahr 2007 ein Ergebnis der Sparten vor Bereinigung von Sondereinflüssen von 548 Mio. € aus, 137,9 % mehr als im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der vorstehend erläuterten Sondererträge und -belastungen stieg das bereinigte Ergebnis der Sparten um 37,4 % auf 616 Mio. €.

Wertorientierte Konzernsteuerung Als finanzwirtschaftliche Zielsetzung verfolgt die TUI AG als kapitalmarkt­ orientierte Führungsgesellschaft die nachhaltige Wertsteigerung des TUI Konzerns. Zur wertorientierten Steuerung des Gesamtunternehmens sowie der einzelnen Geschäftsfelder ist ein standardisiertes Steuerungssystem eingerichtet. Das wertorientierte Steuerungssystem ist ein integraler Be­­ standteil der konzernweit einheitlichen Controlling- und Planungsprozesse. Der Return On Invested Capital (ROIC) und der absolute Wertbeitrag sind die zentralen Steuerungsgrößen im Zuge der periodischen Wertanalyse. Dabei werden dem erzielten ROIC die spartenspezifischen Kapitalkosten gegenübergestellt. Kapitalkosten

Die Kapitalkosten berechnen sich als gewichteter Durchschnitt der Eigenund Fremdkapitalkosten (WACC = Weighted Average Cost of Capital). Die eingehenden Eigenkapitalkosten spiegeln die Renditeerwartung eines Anlegers bei einer Investition in die TUI Aktie wider. Zur Abbildung der Fremdkapitalkosten werden die durchschnittlichen Finanzierungskosten des TUI Konzerns herangezogen. Die Kapitalkosten entsprechen grundsätzlich einer Betrachtung vor Steuern des Unternehmens und vor Steuern des Investors. Die so ermittelte Renditeanforderung entspricht der gleichen steuerlichen Ebene wie das in den ROIC eingehende bereinigte Ergebnis. Um den unterschiedlichen Rendite-/Risikoprofilen der Bereiche des Konzerns Rechnung zu tragen, werden bereichsspezifische Kapitalkosten vor Steuern ermittelt. Für die Sparte Touristik betrug der Wert 10,3 % (Vorjahr 8,8 %). Im Zuge der im Geschäftsjahr 2007 erfolgten Neustrukturierung in der Sparte Touristik wurden für die beiden Bereiche TUI Travel PLC und TUI Hotels & Resorts die bereichsspezifischen Kapital­kos­ten weiter ausdifferenziert. Für den neuen Bereich der TUI Travel PLC kam für das Jahr 2007 ein Wert von 10,6 % zum Ansatz. Die anzusetzenden Kapitalkosten im Bereich TUI Hotels & Resorts betrugen für das Berichtsjahr 10,0 %. In der Sparte Schifffahrt betrugen die Kapitalkosten 9,6 % (Vorjahr 7,9 %), und für den Gesamtkonzern ergab sich ein Wert von 9,8 % (Vorjahr 8,5 %).

46

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

ROIC und Wertbeitrag

Der ROIC errechnet sich als Quotient aus dem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (Bereinigtes Sparten-EBITA) und dem durchschnittlich gebundenen verzinslichen Kapital (Invested Capital) des Segments. Die angesetzte Ergebnisgröße ist definitionsgemäß frei von steuerlichen und finanziellen Einflüssen und bereinigt um einmalige Sondereinflüsse. Das Invested Capital um­­­­­­­­fasst aus Konzernsicht in seiner passivischen Herleitung das Eigenkapital (inklusive Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital) sowie den Saldo aus verzinslichen Schuldpositionen und zinstragenden Vermögenswerten. Darüber hinaus werden die kumulativen planmäßigen Abschreibungen aus Kaufpreisallokation dem Invested Capital wieder hinzugerechnet. Neben der relativen Performance-Größe ROIC wird auch der sogenannte Wertbeitrag als absolute wertorientierte Erfolgsgröße herangezogen. Der Wertbeitrag errechnet sich aus der Differenz des ermittelten ROIC und den zugehörigen Kapitalkosten, multipliziert mit dem gebundenen verzins­ lichen Kapital.

Wertorientierte Kennzahlen Mio €

20072)

Touristik 2006

2007

Schifffahrt 2006

20072)

Konzern 2006

Bereinigtes Sparten-EBITA Ø Invested Capital1) ROIC Kapitalkosten (WACC) Wertbeitrag

445,7 4 350,5 10,2 % 10,3 % -2

394,7 5 052,2 7,8 % 8,8 % - 50

196,7 2 750,4 7,2 % 9,6 % - 67

89,2 2 896,1 3,1 % 7,9 % - 140

612,9 6 973,6 8,8 % 9,8 % - 71

448,3 7 919,6 5,7 % 8,5 % - 225

1) 2)

Durchschnittswert aus Jahresanfangs- und -endbestand Angepasst um den stichtagsbedingten Erstkonsolidierungseffekt First Choice

Für den Ausweis der wertorientierten Kennzahlen wurde eine Adjustierung der stichtagsbedingten Erhöhung des investierten Kapitals aus der erstmaligen Einbeziehung der First Choice-Aktivitäten im Konzernabschluss vorgenommen. Hierbei wurde die investierte Kapitalbasis um den First Choice-Anteil reduziert. Analog wurden die seit September 2007 angefallenen Ergebnisbeiträge von First Choice eliminiert. Die vorgenommene Anpassung gewährleistet somit die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten. Touristik

Der ROIC der Touristik erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozentpunkte auf 10,2 %. Innerhalb der Sparte Touristik erreichte der Bereich TUI Travel PLC einen ROIC für das Geschäftsjahr 2007 von 12,6 %, für den Bereich TUI Hotels & Resorts errechnete sich ein Wert von 7,5 %. Wesentlicher Treiber für die Steigerung des ROIC war der Anstieg des Ergebnisses

47

Lagebericht

Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2006 war ein deutlicher Anstieg des Kapitalkostenniveaus in den Sparten und entsprechend für den Gesamtkonzern zu verzeichnen. Maßgeblichen Einfluss auf diese Niveausteigerung hatte eine deutliche Erhöhung des in die Berechnung eingehenden risikolosen Basiszinsniveaus, welcher sich an dem Zinsniveau lang laufender Staats­ anleihen orientiert. Weiterhin ergab sich eine Erhöhung der sogenannten Marktrisikoprämie für risikobehaftete Anlagen für den deutschen Markt.

im Vergleich zum Vorjahr bei einem im Jahresdurchschnitt rückläufigen investierten Kapital. Insgesamt lag die Sparte Touristik mit dem erzielten Renditeniveau auf dem Niveau der bereichsspezifischen Kapitalkosten. Rechnerisch ergab sich noch ein kleiner negativer Wertbeitrag von 2 Mio. € für das Geschäfts­ jahr 2007. Schifffahrt

Im Zuge der deutlichen Verbesserung des Ergebnisniveaus im Vergleich zum Vorjahr stieg der ROIC der Schifffahrt um 4,1 Prozentpunkte auf 7,2 %. Bezogen auf die bereichsspezifischen Kapitalkosten ergab sich jedoch noch ein negativer Wertbeitrag von 67 Mio. €.

Konzern

Für den Gesamtkonzern ergab sich eine Rendite von 8,8 %, was einer deutlichen Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 3,1 Prozentpunkten entsprach. Unter Rückgriff auf die Kapitalkosten für den Gesamtkonzern errechnete sich noch ein negativer Wertbeitrag von 71 Mio. €.

48

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Lagebericht

Touristik

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Touristik Fusion mit First Choice Holidays PLC und Börsengang der neuen TUI Travel PLC umgesetzt. Ergebnisanstieg um 14 %.

Die Sparte Touristik umfasst die TUI Travel PLC und den Bereich TUI Hotels & Resorts. In der TUI Travel PLC wurden im Geschäftsjahr 2007 die Vetriebs-, Veranstalter- und Flugaktivitäten sowie die Zielgebietsagenturen des TUI Konzerns mit den Aktivitäten der ehemaligen First Choice Holidays PLC zusammengeführt. Das Geschäft der TUI Travel PLC entwickelte sich nach einem durch schwierige Markbedingungen gekennzeichneten ersten Halbjahr im weiteren Jahresverlauf deutlich positiv. Dadurch konnte das bereinigte Ergebnis, vor Berücksichtigung des Ergebnisbeitrages der ab September einzubeziehenden Geschäfte der ehemaligen First Choice, in 2007 gesteigert werden. Der Bereich TUI Hotels & Resorts profitierte in 2007 wiederum von dem weiteren Wachstum der Riu-Gruppe.

Umsatz und Ertrag in der Touristik Kennzahlen Touristik Mio €

2007

2006

Veränd. %

Umsatz

15 638,5

14 085,1

+ 11,0

Segmentumsatz Umsatzkosten Bruttogewinn Verwaltungsaufwendungen Sonstige Erträge/Aufwendungen Equity-Ergebnis Sparten-EBITA Abgangsergebnisse Restrukturierung Kaufpreisallokation Einzelsachverhalte Bereinigtes Sparten-EBITA

15 664,5 14 444,8 1 219,7 1 088,3 40,1 39,0 210,5 + 6,8 + 62,4 + 48,8 + 120,4 448,9

14 121,7 13 104,2 1 017,5 876,9 204,3 43,0 387,9 - 153,3 + 100,6 – + 59,5 394,7

+ 10,9 + 10,2 + 19,9 + 24,1 - 80,4 - 9,3 - 45,7

+ 13,7

531,1 59 832

547,7 44 409

- 3,0 + 34,7

Investitionen Mitarbeiter (31.12.)

Im Berichtsjahr 2007 stieg der touristische Umsatz mit 15,6 Mrd. € um 11,0 % gegenüber dem Vorjahreswert. Im Gesamtjahresvergleich führte die erstmalige Einbeziehung der First Choice zu einem deutlichen Umsatz­ anstieg. Um diesen Sondereffekt bereinigt sowie in 2006 noch anteilig enthaltener Umsätze aus den desinvestierten Geschäftsreiseaktivitäten, erhöhte sich der Umsatz um 1,9 %. Den Umsatzerlösen wurden die Umsatzkosten gegenübergestellt. Sie betrugen 14,4 Mrd. €, ein Plus von 10,2 %. Im Jahr 2007 betrug der Bruttogewinn als Saldogröße aus Umsatzerlösen und -kosten 1 220 Mio. € (Vorjahr 1 018 Mio. €), ein Plus von 19,9 %. 50

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Die Verwaltungsaufwendungen beinhalten Aufwendungen, welche nicht direkt durch die Erzielung der Umsatzleistung verursacht sind wie Aufwendungen für allgemeine Managementfunktionen. Der Anstieg in 2007 war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum durch die erstmalige Einbeziehung von First Choice bedingt. Sonstige Erträge und andere Aufwendungen umfassen in erster Linie Gewinne bzw. Verluste aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens. Der Saldo aus sonstigen Erträgen und Aufwendungen reduzierte sich um 164 Mio. € auf 40 Mio. €. Ursächlich für den Rückgang war der noch im Vorjahresergebnis enthaltene Abgangsgewinn aus dem Verkauf der Geschäftsreiseaktivitäten. Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen enthält das anteilige Jahresergebnis der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Mit 39 Mio. € in 2007 verringerte es sich um 9,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Ergebnisbeiträge resultierten im Wesentlichen aus den Equity-Gesellschaften in den Bereichen TUI Hotels & Resorts und Online Destination Services bei TUI Travel PLC. Das Ergebnis der Touristik-Sparte erreichte insgesamt 211 Mio. € (Vorjahr 388 Mio. €). Der Ergebnisrückgang ist zum einen auf den im Vorjahr enthaltenen Einmalertrag aus der Desinvestition der Geschäftsreiseaktivitäten zurückzuführen. Zum anderen wurde das Ergebnis in 2007 durch Restrukturierungskosten und durch die planmäßige Amortisation von Vermögens­werten aus den Kaufpreiszuordnungen im Zuge des Erwerbs der First Choice belastet. Bereinigt um Sondereinflüsse belief sich das operative Ergebnis der Sparte Touristik auf 449 Mio. €, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 13,7 %. Die TUI Travel PLC trug zu diesem Ergebnis 304 Mio. € bei, der Anteil des Bereichs TUI Hotels & Resorts betrug 146 Mio. €. In dem bereinigten Ergebnis der TUI Travel PLC ist ein Ergebnisbeitrag der erstmals ab September 2007 einzubeziehenden Bereiche von First Choice in Höhe von 3 Mio. € enthalten.

TUI Travel PLC Kennzahlen TUI Travel PLC Mio € Umsatz Sparten-EBITA Abgangsergebnisse Restrukturierung Kaufpreisallokation Einzelsachverhalte Bereinigtes Sparten-EBITA Investitionen Mitarbeiter (31.12.)

2007

2006

Veränd. %

15 258,7 103,3 + 6,8 + 62,4 + 48,8 + 83,1 304,4

13 676,0 150,6 - 12,8 + 97,9 – + 22,9 258,6

+ 11,6 - 31,4

+ 17,7

220,9 47 705

361,8 33 696

- 38,9 + 41,6

51

Lagebericht

Lagebericht

Umsatz und Ergebnis Die Umsatzerlöse der TUI Travel PLC erhöhten sich in 2007 um 1,6 Mrd. € auf 15,3 Mrd. €, was wesentlich auf die erstmalige Einbeziehung der First Choice-Aktivitäten zurückzuführen ist. Der um diesen Sondereffekt bereinigte Umsatz erhöhte sich um 1,8 %.

Das Ergebnis der TUI Travel PLC verringerte sich 2007 gegenüber dem Vorjahr um 31,4 % auf 103 Mio. €. Der Ergebnisrückgang ist zum einen auf den im Vorjahr enthaltenen Einmalertrag aus der Desinvestition der Geschäftsreiseaktivitäten zurückzuführen. Zum anderen enthielt das Ergebnis 2007 Belastungen, insbesondere aus der Fusion mit First Choice. In dem Ergebnis 2007 enthalten sind Sondereinflüsse aus  laufenden Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 28 Mio. €.  Einmalaufwendungen aus Einzelsachverhalten in Höhe von 27 Mio. €, davon unter anderem einmalige Belastungen aus dem Re-Branding der neuen Marke TUIfly.com in Höhe von 13 Mio. € und Einmalbelas­ tungen aus nicht überwälzbaren Aufwendungen aus der Umstellung der Besteuerung von Flugpassagieren in Großbritannien (Air Passenger Duty) in Höhe von 10 Mio. €.  Belastungen im Zuge der Fusion zwischen First Choice und den touris­ tischen Einheiten der TUI in Höhe von insgesamt 146 Mio. €, davon Abgangsergebnisse von 7 Mio. €, Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 34 Mio. €, Kaufpreisallokationen in Höhe von 49 Mio. € und Einmalkosten der Integration in Höhe von 56 Mio. €. Nach Bereinigung dieser Sondereffekte ergab sich ein Ergebnis von 304 Mio. € für die TUI Travel PLC, was einem Ergebnisanstieg von 46 Mio. € gegenüber dem vergleichbaren Vorjahr entspricht. Hierin ist ein Ergebnisbeitrag der erstmals ab September 2007 einzubeziehenden Bereiche von First Choice von 3 Mio € enthalten. Der Anstieg des um die erstmalige Einbeziehung von First Choice und Sondereffekte bereinigten Ergebnisses ist wesentlich auf die erfolgreichen Restrukturierungsprogramme in Groß­ britannien und Frankreich sowie auf eine Erholung des französischen Reise­ marktes zurückzuführen. Im deutschen Markt wirkte sich das Abschneiden der Flugaktivitäten belastend aus. Mainstream Mainstream Holidays ist der größte Bereich innerhalb der TUI Travel PLC und umfasst den Verkauf von Flug-, Unterkunfts- und sonstigen touristischen Dienstleistungen in den drei Quellmärkten Europa Mitte, Europa Nord und Europa West. Gästezahlen TUI Travel PLC Mainstream Tsd Europa Mitte Europa Nord davon First Choice Holidays1) Europa West Gesamt 1)

52

Ab 3. September 2007

2007

2006

Veränd. %

11 590 7 742 (764) 4 632 23 963

10 542 6 999 – 4 389 21 930

+ 9,9 + 10,6 – + 5,5 + 9,3

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Europa Mitte

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Im Quellmarkt Europa Mitte (Deutschland, Österreich, Schweiz sowie die Fluggesellschaft TUIfly.com) stieg die Anzahl der Gäste im Geschäftsjahr 2007 um 9,9 %. Daran waren vor allem die Veranstalter der TUI Deutschland, aber auch das Einzelplatzgeschäft von TUIfly.com beteiligt. Das gestiegene Geschäftsvolumen in Deutschland führte auch zu einem gestiegenen Umsatz im Quellmarkt Europa Mitte.

Europa Nord

Im Quellmarkt Europa Nord (Großbritannien, Irland, Nordische Länder sowie die Fluggesellschaften Thomsonfly, TUIfly Nordic und First Choice Airways) stiegen in einem schwierigen Marktumfeld die Gästezahlen auch durch das in 2007 erstmalig seit September einbezogene Mainstream­ geschäft von First Choice in Großbritannien an. Um diesen Sondereffekt bereinigt bewegte sich die Gästezahl auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei stand dem wachsenden Einzelplatzgeschäft von Thomsonfly sowie der positiven Entwicklung in den Nordischen Ländern ein Rückgang im briti­ schen Veranstaltungsgeschäft gegenüber. Bereinigt um die viermonatige Einbeziehung des UK Mainstreamgeschäfts der First Choice in 2007 ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Im Oktober 2007 wurde der irische Reise­­veranstalter Budget Travel auf Grund kartellrechtlicher Auflagen im Zusammenhang mit der Fusion der touristischen Einheiten der TUI und First Choice Holidays PLC an die isländische Gesellschaft Primera Travel Group verkauft und ist daher nur anteilig bis zum Zeitpunkt der Veräußer­ung im Quellmarkt enthalten. Der Quellmarkt Europa Nord konnte auf Grund der Erfolge der in den Vor­­ jahren und in 2007 durchgeführten Restrukturierungsprogramme trotz eines schwierigen Marktumfeldes in Großbritannien an das Vorjahr anknüpfen. Das britische Pauschalreisegeschäft litt im Geschäftsjahr 2007 unter einem preisagressiven Marktumfeld und Kostendruck, insbesondere nach der Erhöhung der Air Passenger Duty (APD). Im vierten Quartal waren im britischen Reisemarkt erste Erholungstendenzen zu beobachten. Die Nordischen Länder verzeichneten einen erfreulichen Geschäftsverlauf in einem weiterhin positiven Marktumfeld.

Europa West

Im Quellmarkt Europa West (Frankreich, Niederlande, Belgien sowie die Fluggesellschaften Corsair, Arkefly und Jetairfly) führten höhere Gästezahlen in den Niederlanden und Belgien in 2007 zu einem Umsatzanstieg. Die Restrukturierungsmaßnahmen der touristischen Einheiten in Frankreich und die im Jahresverlauf zu verzeichnende deutliche Erholung des franzö­s­­ischen Reisemarktes trugen zusammen mit einem weiterhin erfreulichen Geschäftsverlauf im belgischen Markt zu einer deutlich positiven Entwicklung im Quellmarkt Europa West bei.

53

Lagebericht

Insgesamt konnte der Quellmarkt Europa Mitte trotz einer insgesamt positiven Buchungsentwicklung in der Sommersaison 2007 auf Grund der schwierigen Bedingungen im deutschen Flugmarkt nicht an das hohe Niveau des Vorjahres anknüpfen. Der wesentliche Grund für den Ergebnisrückgang lag in der leicht gesunkenen Auslastung im Flugbereich.

Specialist Holidays Der Bereich Specialist Holidays ist in die drei Unterbereiche Länderspezial­ isten, Premiumreisen und Lifestages unterteilt. Während sich die Länderspezialisten bei ihrem Produktangebot auf bestimmte Zielgebiete konzentrieren, umfasst der Premiumbereich fünf Marken, die sich auf das gehobene Urlaubserlebnis in Europa, Asien und in der Karibik spezialisiert haben. Im Unterbereich Lifestages werden speziell zugeschnittene Reisen für unterschiedliche Altersgruppen angeboten. Der Bereich wurde in 2007 erstmalig für vier Monate in den TUI Konzernabschluss einbezogen und knüpfte in diesem Zeitraum an den vergleichbaren Vorjahreszeitraum an. Die hier gebündelten Veranstalter steigerten die Zahl der in diesem Zeitraum beförderten Gäste gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5 % auf 678 000. Activity Der Activity-Bereich umfasst eine große Anzahl an Reiseunternehmen für Aktivurlaube in den Unterbereichen Yacht-, Abenteuer- und Erlebnisurlaub. Im Unterbereich für Yachtreisen werden Anbieter für Charter-Yachten vereint, während der Unterbereich Abenteuer- und Erlebnisurlaub unter anderem geführte Kultur- und Luxusreisen beinhaltet. Der Bereich Activity wurde in 2007 erstmalig für vier Monate in den TUI Konzernabschluss einbezogen und verzeichnete in diesem Zeitraum eine deutlich positive Entwicklung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Online Destination Services Der Bereich Online Destination Services besteht aus den Online-Services und klassischen Zielgebietsleistungen. Zu den Online-Services gehören Datenbanken mit Hotels und Appartements, die sowohl an Reisebüros und Reiseveranstalter als auch an Endkunden vermittelt werden. Zu den klassischen Zielgebietsleistungen gehören Dienste am Zielort, wie der Transfer und die Betreuung von Urlaubsgästen, sowie andere Dienstleis­ tungen für Reise­veranstalter und die Kreuzfahrtindustrie. Diese werden von den regional tätigen Zielgebietsagenturen durchgeführt.

Die Online-Dienstleis­tungen wurden in 2007 erstmalig für vier Monate in den TUI Konzernabschluss einbezogen und verzeichneten in diesem Zeitraum, insbesondere durch den Erwerb von Laterooms im Jahr 2007, eine deutlich positive Entwicklung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Zielgebietsagenturen knüpften an das erfolgreiche Vorjahr an und leisteten in 2007 den wesentlichen Beitrag zum Ergebnis des Bereichs Online Destination Services.

54

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

TUI Hotels & Resorts

‘07

‘06



Westliches Mittelmeer 36

33



Östliches Mittelmeer 19

23



Nordafrika/Ägypten 18

18



Karibik 18

16



Sonstige Länder

9

10

Der Hotelbereich des Konzerns ist unter TUI Hotels & Resorts zusammengefasst. Hierzu zählen Hotelgesellschaften, an denen eine Mehrheitsbe­ teiligung besteht, Joint Ventures mit lokalen Partnern, Gesellschaften, an denen finanzielle Beteiligungen gehalten werden, und Hotels, mit denen Managementverträge bestehen. Sie betrieben zum Ende des Jahres 2007 insgesamt 237 Hotels mit einer Kapazität von rund 144 000 Betten, wobei der Großteil der Anlagen der 4-Sterne-Kategorie angehört. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr war im Wesentlichen durch den Übergang der Gesellschaften Nordotel, Atlantica und Gran Resort mit ihren Hotelanlagen auf die TUI Travel PLC zum 3. September 2007 bedingt. Die Anzahl der Übernachtungen in Hotels von TUI Hotels & Resorts lag bei insgesamt 32,7 Mio. Die Bettenauslastung erreichte 81,2 % und lag damit um 4,0 Prozentpunkte über dem Niveau des Vorjahres. Das Geschäft entwickelte sich dabei in den einzelnen Hotelgruppen und regional unterschiedlich. Umsatz und Ertragslage Kennzahlen TUI Hotels & Resorts Mio €

2007

2006

Veränd. %

Umsatz Sparten-EBITA Abgangsergebnisse Restrukturierung Kaufpreisallokation Einzelsachverhalte Bereinigtes Sparten-EBITA

379,8 108,8 – – – + 37,3 146,1

346,7 86,6 – – – + 36,6 123,2

+ 9,5 + 25,6

Investitionen Mitarbeiter (31.12.)

310,2 12 127

185,9 10 713

+ 66,9 + 13,2

+ 18,6

Im Bereich TUI Hotels & Resorts erreichte der konsolidierte Umsatz 0,4 Mrd. € und nahm damit um 9,5 % im Vergleich zum Vorjahr zu. Ursächlich für den Anstieg war ein Plus an verkauften Hotelübernachtungen bei verbesserten durchschnittlichen Erlösen pro Bett, wobei zu diesem Umsatzwachstum die Hotelgesellschaften nicht in gleichem Maße beitrugen. Das Ergebnis lag mit 109 Mio. € um 25,6 % über dem Vorjahreswert. Im Ergebnis waren einmalige Aufwendungen aus einer außerplanmäßigen Wertminderung auf Hotelanlagen der Magic Life-Gruppe in Höhe von 37 Mio. € enthalten. Be­reinigt um die Sondereinflüsse lag das Ergebnis im Jahr 2007 mit 146 Mio. € um 18,6 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Der operative Ergebnisanstieg wurde im Wesentlichen von der größten Hotelgruppe im Bereich TUI Hotels & Resorts, der Riu Hotels, getragen, die sowohl von ergebniswirksamen Neueröffnungen als auch von höheren Auslastungen und Erlösen pro Bett profitierte. Belastend auf die Ertragslage wirkte der relativ schwache Kurs des US-Dollar im Vergleich zum Euro. Dieser Effekt betraf in erster Linie die Riu-Gruppe mit ihren Aktivitäten in den Zielgebieten Mexiko, Jamaika, Dominikanische Republik, Bahamas und USA, wurde aber von den Verbesserungen bei Auslastungen und Raten mehr als ausgeglichen. Positiv wirkte sich darüber hinaus die operative Ergebniserholung im Clubgeschäft der Magic Life-Gruppe aus. 55

Lagebericht

Eigene Hotelbetten nach Regionen (in %)

Geschäftsentwicklung TUI Hotels & Resorts TUI Hotels & Resorts Kapazität (in Tsd.)1) Hotelmarke Riu Magic Life Grupotel Iberotel Robinson Grecotel Dorfhotel Gesamt 1) 2) 3)

2007 15 071 2 835 834 2 719 2 220 730 200 24 609

2006 Veränd. % 14 086 3 170 819 2 722 2 153 737 194 23 881

+ 7,0 - 10,6 + 1,8 - 0,1 + 3,1 - 1,0 + 3,3 + 3,0

Auslastung (%)2) Durchschnittl. Erlös pro Bett (€)3) 2007 85,6 80,2 83,5 61,6 77,1 83,1 61,0 81,2

Veränd. 2006 %-Punkte 83,4 75,2 83,3 56,0 73,1 84,3 64,1 78,1

+ 2,2 + 5,0 + 0,2 + 5,6 + 4,0 - 1,2 - 3,1 + 3,1

2007

2006

Veränd. %

45,96 36,75 41,19 30,24 73,75 65,62 30,67 46,25

43,30 38,33 38,43 31,50 72,54 59,73 29,02 44,37

+ 6,1 - 4,1 + 7,2 - 4,0 + 1,7 + 9,9 + 5,7 + 4,2

Anzahl der Betten in Eigentum/Pacht befindlichen Hotels, multipliziert mit Öffnungstagen pro Jahr Belegte Betten, dividiert durch Kapazität Arrangement-Umsatz, dividiert durch belegte Betten

Riu Riu, eine der führenden spanischen Hotelgruppen, setzte die positive Entwicklung der Vorjahre im Jahr 2007 erneut fort. Die Anzahl der Häuser betrug 103 bei einer Bettenanzahl von 73 437. Durch Veränderungen im Portfolio nahm damit bei einer leicht verringerten Anzahl von Häusern die Bettenanzahl zu. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr vier neue Riu Hotels eröffnet. Die Kapazitäten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 7,0 % auf 15,1 Mio. verfügbare Hotelbetten. Diese stark erweiterten Kapazitäten konnten besser als im Vorjahr ausgelastet werden, der Zuwachs betrug 2,2 Prozentpunkte. Ursächlich hierfür war die in allen Zielgebieten günstige Entwicklung der Nachfrage. Der im Durchschnitt erzielte Erlös pro Bett legte um 6,1 % zu. Trotz Belastungen der Geschäftsentwicklung, die durch negative Wechselkurseffekte in den Zielgebieten im US-Dollar-Währungsraum bedingt waren, trug Riu maßgeblich zur positiven Ertragslage des Bereichs bei. Magic Life Magic Life, die All Inclusive-Clubmarke, betrieb im Berichtszeitraum ihre 17 Anlagen mit einer Gesamtbettenanzahl von 14 405 vorwiegend in der Türkei, in Ägypten und Tunesien. Durch eine deutliche Reduzierung der Kapazitäten um 10,6 % auf 2,8 Mio. verfügbare Hotelbetten gelang es Magic Life, die Auslastungsrate im Vergleich zum Vorjahr auf 80,2 % zu verbessern; der Anstieg betrug 5,0 Prozentpunkte. Der durchschnittliche Erlös pro Bett ging um 4,1 % zurück. Die Magic Life-Gruppe konnte im Jahresverlauf ihre Ergebnissituation weiter stabilisieren, erzielte jedoch noch keinen positiven Ergebnisbeitrag. Grupotel Die in Spanien tätige Grupotel-Kette mit ihren 34 Häusern auf Mallorca, Menorca und Ibiza verfügte im Geschäftsjahr 2007 über 13 468 Betten. Die Gesellschaft profitierte von der deutlich gestiegenen Nachfrage nach Urlaub auf den Balearen und erzielte eine auf Vorjahresniveau liegende Auslas­tung ihrer um 1,8 % ausgeweiteten Kapazitäten. Der durchschnittliche Erlös pro Bett stieg deutlich um 7,2 %. Diese Verbesser­ung spiegelte sich auch im gestiegenen Ergebnisbeitrag der Gruppe wider. 56

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Iberotel Im Geschäftsjahr 2007 verfügte Iberotel über 21 Hotels, wobei der weit überwiegende Teil der Häuser in Ägypten und der Türkei liegt. Die Anzahl der Hotelbetten betrug insgesamt 12 086. Die Auslastung lag mit 61,6 % um 5,6 Prozentpunkte über dem Niveau des Vorjahres. In Ägypten führte die gestiegene Nachfrage zu einer verbesserten Auslas­tung der Kapazitäten, die insgesamt 2,7 Mio. verfügbare Hotelbetten betrug. Ergebnisseitig lag die Gruppe bei leicht rückläufigen Durchschnitts­erlösen pro Bett auf Vorjahresniveau. Robinson Robinson, Markt- und Qualitätsführer im Premiumsegment für Cluburlaub, betrieb im Jahr 2007 insgesamt 20 Clubanlagen mit 11 114 Betten in acht Ländern. Insgesamt wurden die Anlagen in allen Destinationen im Geschäfts­­ jahr 2007 besser ausgelastet als im Vorjahr, besonders profitierten die Clubs in der Türkei von einer gestiegenen Nachfrage. In Summe betrug das Plus 4,0 Prozentpunkte. Robinson verfügte über eine Kapazität von 2,2 Mio. Betten. Dies entsprach einem Zuwachs von 3,1 % gegenüber dem Vorjahr, wobei eine zeitweilige, renovierungsbedingte Schließung eines Clubs durch eine Neueröffnung mehr als kompensiert werden konnte. Der durchschnittliche Erlös pro Bett lag um 1,7 % über dem Vorjahreswert. Grecotel Grecotel als führende Hotelgesellschaft in Griechenland bot im Berichtszeitraum 2007 Hotelaufenthalte in 19 griechischen Ferienanlagen mit insgesamt 9 129 Betten an. Die Auslastung verfehlte mit einem Minus von 1,2 Prozentpunkten nur leicht das hohe Niveau des Vorjahres. Ursächlich hierfür war eine Beeinträchtigung des Geschäfts durch einen Nachfragerückgang angesichts der Waldbrände in Griechenland, dieser konnte jedoch durch eine Ausweitung des lokalen Geschäfts annähernd kompensiert werden. Die Kapazität wurde im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 % reduziert und betrug 0,7 Mio. Betten. Insgesamt konnte Grecotel die Durchschnitts­ erlöse pro Bett deutlich um 9,9 % steigern. Dorfhotel Die zwei im Eigentum befindlichen Dorfhotels liegen in Österreich. Die Auswirkungen der dort rückläufigen Auslastungen konnten durch gestiegene Raten kompensiert werden. Das Dorfhotel-Konzept entwickelte sich im Geschäftsjahr positiv. Weitere im Management betriebene Anlagen bestanden in Fleesensee und – seit der Neueröffnung in 2007 – auf Sylt.

Da die Dorfhotels im Wesentlichen Familienzimmer bzw. Appartements mit entsprechend höherer Bettenanzahl anbieten, liegen die durchschnittlichen Erlöse unter denen der anderen Hotelmarken, die überwiegend Zweibettzimmer offerieren.

57

Lagebericht

Lagebericht

Schifffahrt

58

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Schifffahrt Wachstum der transportierten Mengen. Ergebnis mehr als verdoppelt.

Die Sparte Schifffahrt umfasst die Containerschifffahrt und das Kreuzfahrtgeschäft der Hapag-Lloyd-Gruppe. Die geschäftliche Entwicklung im Jahr 2007 war durch das anhaltende Wachstum der weltweiten Transportmärkte geprägt sowie durch eine deutliche Zunahme der Frachtraten in der Containerschifffahrt gegen­über dem niedrigen Niveau zum Jahres­ anfang. Insgesamt knüpfte Hapag-Lloyd an alte Wachstumsstärke an und erzielte einen Mengenanstieg gegenüber dem Vorjahr.

Umsatz und Ertragslage in der Schifffahrt Kennzahlen Schifffahrt Mio €

2007

2006

Veränd. %

Umsatz

6 201,6

6 254,0

- 0,8

Segmentumsatz Umsatzkosten Bruttogewinn Verwaltungsaufwendungen Sonstige Erträge/Aufwendungen Equity-Ergebnis Sparten-EBITA Abgangsergebnisse Restrukturierung Kaufpreisallokation Einzelsachverhalte Bereinigtes Sparten-EBITA

6 204,4 5 948,2 256,2 188,8 248,8 25,7 341,9 - 200,5 - 1,1 + 82,4 - 26,0 196,7

6 259,1 6 010,8 248,3 337,2 - 25,0 7,5 - 106,4 – + 66,4 + 81,8 + 47,4 89,2

- 0,9 - 1,0 + 3,2 - 44,0 n. a. + 242,7 n. a.

+ 120,5

572,2 8 243

192,4 8 571

+ 197,4 - 3,8

Investitionen Mitarbeiter (31.12.)

Im Geschäftsjahr 2007, dem ersten vollständigen Geschäftsjahr nach der Integration der CP Ships in Hapag-Lloyd, entwickelte sich der Umsatz uneinheitlich. Trotz eines erneuten Mengenwachstums ging der Umsatz um 0,8 % auf 6,2 Mrd. € zurück – bedingt durch den Wertverlust des US-Dollar gegenüber dem Euro. Mit 6,0 Mrd. € hatte das Containerschifffahrtsgeschäft den größten Anteil am Umsatz der Sparte. Auf HapagLloyd Kreuzfahrten entfiel ein Umsatz von 0,2 Mrd. €, er war um 14,3 % höher als im Vorjahr. Den wechselkursbedingt rückläufigen Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr stand eine entsprechende Verringerung der Umsatzkosten von 1,0 % auf 5,9 Mrd. € gegenüber. Insgesamt konnte der Bruttogewinn um 3,2 % auf 256 Mio. € gesteigert werden.

59

Lagebericht

Lagebericht

Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich deutlich um 44,0 % auf 189 Mio. €. Ursächlich hierfür waren die im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 voll wirksam gewordenen Einsparungseffekte aus der Integration von CP Ships sowie der Entfall der im Vorjahr enthaltenen Restrukturierungsaufwendungen. Der Saldo aus sonstigen Erträgen und Aufwendungen erhöhte sich um 274 Mio. € auf 249 Mio. €. Der hierin enthaltene positive Ergebnisbeitrag resultierte im Wesentlichen aus dem positiven Abgangsergebnis der im März 2007 verkauften Anteile an den Montreal Gateway Terminals in Kanada. Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen erhöhte sich ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr um 18 Mio. € auf 26 Mio. €. Die deutliche Ergebnissteigerung wurde hierbei von der positiven Ergebnis­ entwicklung des Containerterminals Altenwerder getragen. Das Ergebnis der Sparte Schifffahrt erreichte insgesamt 342 Mio. € (Vorjahr - 106 Mio. €) und verbesserte sich damit erheblich um 448 Mio. €. Die Containerschifffahrt trug zu diesem Ergebnis 328 Mio. € bei, der Anteil der Hapag-Lloyd Kreuzfahrten betrug 14 Mio. €. Bereinigt um nachlaufende Aufwendungen aus der Integration von CP Ships sowie die enthaltenen Einmalerträge, insbesondere der Verkauf der Montreal Gateway Terminals, belief sich das operative Ergebnis der Sparte Schifffahrt auf 197 Mio. €, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 120,5 %.

Containerschifffahrt Kennzahlen Containerschifffahrt Mio € Umsatz Sparten-EBITA Abgangsergebnisse Restrukturierung Kaufpreisallokation Einzelsachverhalte Bereinigtes Sparten-EBITA

2007

2006

Veränd. %

6 018,4 327,7 - 200,5 - 1,1 + 82,4 - 26,0 182,5

6 093,7 - 114,3 – + 66,4 + 81,8 + 47,4 81,3

- 1,2 n. a.

+ 124,5

Integration von CP Ships und Vereinheitlichung der Berichtsstruktur Die Integration des im Oktober 2005 akquirierten Containerschifffahrtsunternehmens CP Ships in Hapag-Lloyd wurde bereits in 2006 erfolgreich abgeschlossen. In 2007 standen vor allem die Prozessoptimierung und Produktivitätssteigerungen im Vorder­grund.

Seit dem dritten Quartal 2006 werden die Frachtraten und die Transportmengen für Hapag-Lloyd und CP Ships gemeinsam nach der geographischen Struktur der Fahrtgebiete dargestellt. Dafür wurden die CP Ships-Kennzahlen für 2006 entsprechend geschlüsselt und für die Vergleichszeiträume statistisch ermittelt.

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Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Umsatz und Ergebnis Im Geschäftsjahr 2007 entwickelte sich der Umsatz der Containerschifffahrt trotz eines deutlich gestiegenen Transportvolumens rückläufig und nahm um 1,2 % auf 6,0 Mrd. € ab. Dieser Rückgang war vor allem durch den schwachen Wechselkurs des US-Dollar im Vergleich zum Euro bedingt. Die transportierten Mengen legten um 9,0 % auf insgesamt 5 454 Tsd. Standardcontainer (TEU) zu. Die durchschnittlichen Frachtraten konnten auf allen Fahrtgebieten seit Mitte 2007 deutlich gesteigert werden. Im Durchschnitt des Jahres 2007 lag das Frachtratenniveau jedoch noch um 1,3 % unter dem Vorjahres­niveau.

Das Ergebnis entwickelte sich in 2007 positiv und lag mit 328 Mio. € deutlich über dem im Vorjahr negativen Wert von - 114 Mio. €. Es enthielt Sondereinflüsse aus:  Abgangsgewinnen aus den Verkäufen der Montreal Gateway Terminals und der Minderheitsbeteiligung der Hapag-Lloyd AG an der „Germanischer Lloyd AG“ in Höhe von insgesamt 201 Mio. €;  einem einmaligen Ertrag aus der Auflösung einer Restrukturierungsrückstellung im Zusammenhang mit der Integration von CP Ships in Höhe von 1 Mio. €;  Amortisation von Vermögenswerten aus der Kaufpreisallokation für CP Ships in Höhe von 82 Mio. €;  einem einmaligen Ertrag aus der Neubewertung einer im Zuge der CP Ships-Akquisition gebildeten Risikoposition in Höhe von 32 Mio. € sowie Einmalaufwendungen aus der Integration von CP Ships in Höhe von 6 Mio. €. Nach Bereinigung dieser Sondereffekte ergab sich ein Ergebnis von 183 Mio. € für die Containerschifffahrt, was einem Ergebnisanstieg von 101 Mio. € gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert entspricht. Ursächlich für die operative Verbesserung war das deutliche Mengenwachstum sowie die Effizienz­steigerung aus der erfolgreichen Integration von CP Ships in die Hapag-Lloyd-Gruppe. Diese Effekte konnten die Belastungen, die aus dem schwachen Kurs des US-Dollar gegenüber dem Euro resultierten, mehr als ausgleichen. Den Auswirkungen der im Jahresverlauf kontinuierlich gestiegenen Bunkerkosten wurde durch verschiedene Maßnahmen ent­gegengewirkt. Durch eine Optimierung der Fahrpläne und durch Ge­­ schwindigkeitsreduzierungen wurden Einsparungen beim Bunkerverbrauch erzielt. Darüber hinaus wurde ein Teil des Kostenanstiegs über Bunker­ zuschläge an die Kunden weitergegeben. Eine erfolgreiche Strategie zur Sicherung der Treibstoffkosten komplettierte das Maßnahmenpaket. Entwicklung in den Fahrtgebieten Auch im Geschäftsjahr 2007 behauptete Hapag-Lloyd die Position als eine der – gemessen an den vorhandenen Kapazitäten – fünf größten Containerlinien der Welt. Per 31. Dezember 2007 zählten zur Hapag-Lloyd-Containerflotte 141 Containerschiffe, die zusammen eine Stellplatzkapazität von 493 000 TEU besaßen. Als Gründungsmitglied der Grand Alliance ist Hapag-Lloyd zudem in das Routennetzwerk eines der weltweit bedeutendsten Konsortien der internationalen Linienschifffahrt eingebunden. Hapag-Lloyd brachte rund 35 % und damit einen wesentlichen Anteil der 61

Lagebericht

Lagebericht

gemeinschaftlich genutzten Kapazität in das Konsortium ein. Die von Hapag-Lloyd transportierten Mengen stiegen im Geschäftsjahr 2007 um 9,0 % auf insgesamt knapp 5,5 Mio. TEU, wobei insbesondere die großen Ost-West-Verbindungen zu diesem Anstieg beitrugen. Damit wuchs HapagLloyd stärker als der Gesamtmarkt für Containertransporte, der in 2007 um 7,8 % zulegte (Quelle: Global Insight, Sept. 2007). Der Ausbau der Transportkapazitäten durch die Indienststellung von drei im Eigentum befindlichen Schiffsneubauten mit einer Stellplatzkapazität von je 8 750 TEU wirkte sich dabei positiv auf das Mengenwachstum aus. Transportmengen Hapag-Lloyd Tsd TEU

2007

2006

Veränd. %

Fernost Transpazifik Atlantik Lateinamerika Australasien Gesamt

1 374 1 044 1 456 890 690 5 454

1 183 948 1 392 791 690 5 004

+ 16,1 + 10,2 + 4,6 + 12,5 + 0,0 + 9,0

US-$/TEU

2007

2006

Veränd. %

Fernost Transpazifik Atlantik Lateinamerika Australasien Ø über alle Fahrtgebiete

1 379 1 453 1 523 1 399 1 189 1 411

1 223 1 485 1 659 1 449 1 223 1 430

+ 12,8 - 2,1 - 8,2 - 3,5 - 2,8 - 1,3

Frachtraten Hapag-Lloyd

Fernost

Das Fahrtgebiet Fernost mit seinen Verkehren zwischen Europa und Asien ist – gemessen an den Transportmengen – das am schnellsten wachsende und in 2007 mit einem Anteil von 25 % zweitgrößte von Hapag-Lloyd. Das Marktvolumen in diesem Fahrtgebiet stieg im Jahr 2007 um 15,3 %. Dabei nahm erneut der Warenverkehr von Asien nach Europa mehr als doppelt so stark zu wie der in der Gegenrichtung. Getragen wurde das Wachstum von den weiterhin steigenden Export­aktivitäten Chinas, die sich auf den Verkehren von Asien nach Europa positiv auswirkten, sowie durch die fortschreitende Verlagerung europäischer Produktionen in asiatische Länder. Durch eine optimierte Steuerung der Containerumläufe begrenzte Hapag-Lloyd die Auswirkungen der auf den einzelnen Routen unterschiedlich hohen Mengenzuwächse. Mit einem Zuwachs von 16,1 % wuchs die Transportmenge der Hapag-Lloyd stärker als der Markt und stieg in diesem Fahrtgebiet auf 1 374 000 TEU. Die durchschnittliche Frachtrate entwickelte sich im Jahresverlauf deutlich positiv und lag um 12,8 % über dem Niveau des Vorjahres. Dieser Anstieg resultierte überwiegend aus Frachtratenerhöhungen, die in den Verkehren von Asien nach Europa durchgesetzt werden konnten.

Transpazifik

62

In 2007 betrug das Wachstum des Transportmarktes im Fahrtgebiet Transpazifik 5,1 %, wobei der Verkehr von Asien nach Nordamerika mehr als doppelt so stark wuchs wie in der Gegenrichtung. Die Zunahme war durch das anhaltend hohe Wirtschaftswachstum Chinas und den damit verbundenen Austausch von Rohstoffen und Gütern zwischen den Kontinenten bedingt.

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Atlantik

Die Verkehre zwischen Nordamerika und Europa hatten mit knapp 27 % den größten Anteil am Geschäft der Hapag-Lloyd. Im Berichtsjahr 2007 wuchs das Marktvolumen in diesem Fahrtgebiet um 3,2 %. Die Mengenentwicklung wurde insbesondere von gestiegenen Transportmengen von Nordamerika nach Europa getragen, da die Nachfrage nach amerikanischen Erzeugnissen durch den schwachen Wechselkurs des US-Dollar begünstigt wurde. Hapag-Lloyd wies für 2007 eine um 4,6 % gestiegene Transportmenge aus und legte damit stärker zu als der Markt. Insgesamt erreichte das Transportvolumen 1 456 000 TEU. Der anhaltend starke Wettbewerb in diesem Fahrtgebiet führte zu Jahresbeginn noch zu sinkenden Frachtraten, insbesondere auf den Verkehren von Europa nach Nordamerika, wobei der Rück­ gang aber im weiteren Jahresverlauf gebremst werden konnte. Kumuliert für das Gesamtjahr lag die durchschnittlich erzielte Frachtrate noch um 8,2 % unter dem Vorjahresniveau.

Lateinamerika



Das Fahrtgebiet Lateinamerika verbindet im Wesentlichen Südamerika mit Nordamerika und Europa. Hier betrug das Marktwachstum insgesamt 5,6 %. Dabei nahmen die aus Europa abgehenden Verkehre nur halb so stark zu wie die von Lateinamerika nach Europa. Die Transportmengen auf den Routen von Nord- nach Südamerika stiegen auf Grund des schwachen Wechselkurses des US-Dollar an. Die von Hapag-Lloyd transportierten Mengen im Fahrtgebiet Lateinamerika betrugen 890 000 TEU und lagen damit um 12,5 % über dem Niveau des Vorjahres. Ursache für den Anstieg waren die wachsenden Importaktivitäten Lateinamerikas. Die Frachtrate lag noch um 3,5 % unter dem Vorjahreswert, wobei seit Mitte des Jahres 2007 auch in diesem Fahrtgebiet steigende Frachtraten erzielt werden konnten.

Australasien



Das Fahrtgebiet Australasien umfasst die innerasiatischen Verkehre sowie die Dienste, die den Fernen Osten und den indischen Subkontinent mit Australien und Neuseeland verbinden. Der Gesamtmarkt wies in 2007 ein um 7,4 % gestiegenes Transportaufkommen aus. Ursache hierfür waren in erster Linie die stark wachsenden innerasiatischen Containerverkehre. Hapag-Lloyd wuchs in diesem Fahrtgebiet nicht mit dem Markt. Das Transportvolumen in Australasien betrug 690 000 TEU und blieb damit auf Vorjahresniveau. Ursache hierfür war eine bewusste Ladungsselektion. Im Vergleich zum Vorjahr ging die durchschnittliche Frachtrate, bedingt durch einen veränderten Ladungsmix, um 2,8 % zurück.

63

Lagebericht

Hapag-Lloyd verzeichnete im Fahrtgebiet Transpazifik ein mit 10,2 % deutlich über dem Marktwachstum liegendes Plus an transportierten Containern. Das Transportvolumen stieg auf 1 044 000 TEU. Die Unpaarigkeit der Transporte verbesserte sich durch die gezielte Akquisition von Ladung von Nordamerika nach Asien. Trotz einer positiven unterjährigen Entwicklung der Frachtrate blieb die durchschnittliche Rate noch um 2,1 % hinter dem Vorjahreswert zurück.

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten Kennzahlen Hapag-Lloyd Kreuzfahrten Mio €

2007

2006

Veränd. %

Umsatz Sparten-EBITA Abgangsergebnisse Restrukturierung Kaufpreisallokation Einzelsachverhalte Bereinigtes Sparten-EBITA Auslastung (in %)

183,2 14,2 – – – – 14,2 78,6

160,3 7,9 – – – – 7,9 73,5

+ 14,3 + 79,7

+ 79,7 + 5,1

Umsatz und Ergebnis Das Geschäft von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten entwickelte sich im Geschäftsjahr 2007 erneut gut. Die Geschäftsentwicklung wurde durch den Gewinn neuer Kundengruppen für die Reiseform Kreuzfahrt begüns­tigt. Positiv wirkte sich darüber hinaus aus, dass die Zielgebiete weitgehend frei von politischen Instabilitäten und Naturkatastrophen waren. Auf Grund des hochwertigen Angebots nahmen auch die durchschnittlichen Umsatz­ erlöse pro Tag im Vergleich zum Vorjahr weiter zu. Insgesamt erreichte der Umsatz mit 183 Mio. € ein Plus von 14,3 % gegen­über dem Vorjahreswert.

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten wies ein Ergebnis von 14 Mio. € aus, eine Zunahme um 79,7 %. Ursächlich für die Verbesserung waren im Wesentlichen die verbesserten Raten sowie die gestiegene Auslastung. Einen Ergebnis belastenden Effekt hatten die gestiegenen Treibstoffkosten, denen mit entsprechenden Preissicherungsmaßnahmen entgegengewirkt wurde. Geschäftsverlauf Die Entwicklung des Kreuzfahrtmarkts im deutschsprachigen Raum verlief in 2007 erneut erfreulich, die Gesamtpassagierzahl wuchs im hohen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr. Im Berichtsjahr wurden zwei neue Schiffe in den deutschen Kreuzfahrtmarkt eingebracht.

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten baute ihre Position im deutschsprachigen Premium- und Luxusmarkt für klassische Kreuzfahrten und Expeditionskreuzfahrten weiter aus. Die Flotte bestand im Geschäftsjahr 2007 unverändert aus vier Kreuzfahrtschiffen: der „Europa“, der „Columbus“, der „Hanseatic“ und der „Bremen“. Zwei davon befanden sich im Eigentum und zwei waren gechartert. Das durchschnittliche Flottenalter betrug zwölf Jahre. Zwei der Schiffe legten im Geschäftsjahr planmäßig einen Werft­ aufenthalt ein, bei dem sie technisch überholt und mit einer verbesserten Innenausstattung ausgerüstet wurden. In 2007 steigerten alle vier Schiffe ihre Auslastung gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Auslastung der Flotte betrug 78,6 % und lag damit 5,1 Prozentpunkte über dem Vorjahr.

64

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Seit dem Zwischenabschluss zum 30. September 2007 wird die KonzernGewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Hierbei werden die Umsatzerlöse den zu ihrer Erzielung notwendigen Aufwendungen gegenübergestellt. Das Umsatzkostenverfahren dient der verbesserten internationalen Vergleichbarkeit.

Entwicklung des Konzernergebnisses Die erstmalige Einbeziehung der First Choice-Aktivitäten für die Monate September bis Dezember des abgelaufenen Geschäftsjahres 2007 führte für die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zu einer eingeschränkten Vergleichbarkeit mit dem Vorjahreszeitraum. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Mio € Umsatzerlöse Umsatzkosten Bruttogewinn Verwaltungsaufwendungen Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte Finanzergebnis Finanzerträge Finanzaufwendungen Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen Ergebnis vor Ertragsteuern Überleitung auf bereinigtes Ergebnis: Ergebnis vor Ertragsteuern Zinsergebnis und Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte EBITA aus fortzuführenden Geschäfts­bereichen1) Bereinigungen Abgangsergebnisse Restrukturierung Kaufpreisallokation Einzelsachverhalte Neubewertung von Wandelrechten Bereinigtes EBITA aus fortzuführenden Geschäftsbereichen Ergebnis vor Ertragsteuern Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen Ergebnis aus einzustellenden Geschäftsbereichen Konzernergebnis - Anteil Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis - Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis Konzernergebnis Unverwässertes Ergebnis je Aktie Verwässertes Ergebnis je Aktie 1)

in € in €

2007

2006

Veränd. %

21 865,6 20 331,1 1 534,5 1 385,4 336,0 53,7 - 259,0 209,8 468,8 64,7 237,1

20 514,6 19 205,7 1 308,9 1 382,3 223,1 709,5 - 221,8 179,3 401,1 50,5 - 731,1

+ 6,6 + 5,9 + 17,2 + 0,2 + 50,6 - 92,4 - 16,8 + 17,0 + 16,9 + 28,1 n. a.

237,1 257,4 53,7 548,2

- 731,1 219,1 712,8 200,8

n. a. + 17,5 - 92,5 + 173,0

- 193,7 + 68,0 + 131,2 + 62,4 – 616,1

- 188,0 + 167,0 + 81,8 + 171,9 - 15,0 418,5

+ 47,2

237,1 0,8 236,3 0,0 236,3 175,1 61,2 236,3 0,61 0,61

- 731,1 129,4 - 860,5 17,1 - 843,4 - 890,3 46,9 - 843,4 - 3,65 - 3,65

n. a. - 99,4 n. a. n. a. n. a. n. a. + 30,5 n. a. n. a. n. a.

Das EBITA entspricht dem Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten. 65

Lagebericht

Ertragslage Positive Entwicklung der Kerngeschäftsfelder führt zu einem deutlich gestiegenen Konzernergebnis.

Durch die erstmalige Anwendung der Vorschriften des IAS 23 in 2007 („Borrowing Costs“) ergaben sich kleinere Anpassungen der Vorjahres­werte. Umsatzerlöse und -kosten

Die Umsatzerlöse beinhalten die Umsätze der Sparten Touristik und Schifffahrt sowie die des Zentralbereichs, in dem neben den Holdinggesellschaften die Immobiliengesellschaften des Konzerns zusammengefasst sind. Mit 21,9 Mrd. € übertraf der Konzernumsatz den Vorjahreswert um 6,6 %. Den Umsatzerlösen werden die Umsatzkosten gegenübergestellt. Sie betrugen 20,3 Mrd. €, ein Zuwachs von 5,9 %. Bereinigt um die seit September 2007 einbezogenen Umsätze von First Choice blieben die Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau. Im Einzelnen sind Zusammensetzung und Entwicklung des Umsatzes im Abschnitt „Umsatz und Ertrag des Konzerns“ dargestellt.

Bruttogewinn

Der Bruttogewinn als Saldogröße aus Umsatzerlösen und -kosten betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 1,5 Mrd. €, 17,2 % mehr als im Vorjahr.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen umfassen Aufwendungen, die nicht direkt den Umsatzvorgängen zuzuordnen sind, wie insbesondere Aufwendungen für allgemeine Managementfunktionen. Sie lagen im Geschäftsjahr 2007 mit 1,4 Mrd. € auf dem Wert des Vorjahres. Bereinigt um den Effekt aus der erstmaligen Einbeziehung der First Choice im abgelaufenen Geschäftsjahr war eine rückläufige Entwicklung der Verwaltungskosten zu verzeichnen. Dies resultierte im Wesentlichen aus Entlastungen aus den in 2006 erfolgten Desinvestitionen (Geschäftsreiseaktivitäten TQ3 Travel Solutions, Wolf Heiz- und Klimatechnik und IT-Dienstleistungsgesellschaften der TUI InfoTec) sowie aus im Jahr 2006 noch enthaltenen Integrations- bzw. Restrukturierungsaufwendungen in den Bereichen Schifffahrt und Touristik.

Sonstige Erträge/

Sonstige Erträge und andere Aufwendungen umfassen in erster Linie Gewinne bzw. Verluste aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens. Im Geschäftsjahr 2007 belief sich der Posten auf 336 Mio. € und lag damit 50,6 % über dem Vorjahreswert – im Wesentlichen begründet durch den Ertrag aus der Veräußerung der Montreal Gateway Terminals im Bereich Schifffahrt.

Andere Aufwendungen

Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte

Finanzerträge und -aufwendungen/ Finanzergebnis

Die Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte beliefen sich auf insgesamt 54 Mio. €. Die vorzunehmenden Wertminderungen betrafen die Abschreibungen der Geschäfts- und Firmenwerte für die irische Budget Travel und die Magic Life-Gruppe in der Sparte Touristik. In 2007 fielen Finanzerträge in Höhe von 210 Mio. € und Finanzaufwendungen in Höhe von 469 Mio. € an. Im Saldo ergab sich ein Finanzergebnis von - 259 Mio. €. Im Finanzergebnis enthalten sind das Zinsergebnis und der Nettoertrag aus marktgängigen Wertpapieren. In Summe verschlechterte sich das Finanzergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 37 Mio. €. Ursächlich war das seit September 2007 einzubeziehende Finanzergebnis von First Choice.

Equity-Ergebnis

66

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen enthält das anteilige Jahresergebnis der assoziierten Unternehmen und

Geschäft und Rahmenbedingungen

Lagebericht

Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Bereinigtes Ergebnis (EBITA)

Das bereinigte Ergebnis der fortzuführenden Bereiche betrug im Geschäfts­ jahr 2007 rund 616 Mio. €, ein Plus von 47,2 %. Das bereinigte EBITA wurde um Abgangsergebnisse von Finanzanlagen, um Aufwendungen im Rahmen von Restrukturierungen, um planmäßige Amortisationen aus Kaufpreis­ allokationen, um Einmalaufwendungen aus Einzelsachverhalten sowie um Effekte aus der Neubewertung von Wandelrechten korrigiert. Die Bereinigungen sowie die Ergebnisentwicklung werden detailliert in den Kapiteln „Umsatz und Ertragslage“ sowie „Touristik“ und „Schifffahrt“ dargestellt.

Steuern vom Einkommen

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die Steuern auf die Gewinne aus der ordentlichen Geschäftstätigkeit der fortzuführenden Bereiche. Sie betrugen 1 Mio. € und setzten sich aus effektiven Ertragsteuern in Höhe von 104 Mio. € und einem latenten Steuerertrag in Höhe von 103 Mio. € zusammen. Der im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringerte Ertragsteueraufwand resultierte hauptsächlich aus der Neuordnung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen in Deutschland im Zuge der Fusion der touristischen Einheiten und First Choice zur neuen TUI Travel PLC.

und vom Ertrag

Ergebnis aus einzustellenden Bereichen

Im Geschäftsjahr 2007 verfügte der TUI Konzern über keine einzustellen­den Bereiche, so dass entsprechend kein Ergebnis gemäß IFRS 5 anfiel. Im Vor­ jahr betrug es 17 Mio. € und beinhaltete einen Ertragsteueraufwand von 12 Mio. €. Vor Ertragsteuern belief sich das Ergebnis in 2006 auf 29 Mio. €.

Konzernergebnis

Das Konzernergebnis erreichte 236 Mio. €, eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Verlust im Vorjahr von - 843 Mio. €. Unter Einbezug der hohen Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte des Vorjahres resultierte die Steigerung des Konzernergebnisses im Wesentlichen aus den verbesserten Ergebnissen in den operativen Sparten. Die Entwicklung der Ergebnisbeiträge der Touristik und der Schifffahrt ist im Einzelnen im Abschnitt „Umsatz und Ertragslage“ dargestellt.

Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis Ergebnis je Aktie



Der Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis betrug 61 Mio. € und betraf nahezu ausschließlich Gesellschaften der Touristik-Sparte. Das den Aktionären der TUI AG zustehende Konzernergebnis (nach Abzug der Minderheitsanteile und der Dividende auf das Hybrid-Kapital) stieg auf 175 Mio. € an. Bezogen auf die gewichtete durchschnittliche Anzahl Aktien von 251 030 397 Stück ergab sich ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von 0,61 € (Vorjahr - 3,65 €). Für die im November 2003 begebene Wandel­ anleihe war kein Verwässerungseffekt zu berücksichtigen, so dass das verwässerte Ergebnis pro Aktie gleichermaßen 0,61 € betrug.

67

Lagebericht

Gemeinschaftsunternehmen. Mit 65 Mio. € verbesserte es sich um 28,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Ursächlich für die Steigerung war die positive Entwicklung des Containerterminals in Altenwerder in der Sparte Schifffahrt.

Ertragslage der TUI AG Der Jahresabschluss der TUI AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt und vom Abschlussprüfer Pricewaterhouse­ Coopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Er wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Der Jahresabschluss ist im Internet unter www.tui-group.com dauerhaft verfügbar und kann als Sonderdruck bei der TUI AG angefordert werden. Gewinn- und Verlustrechnung der TUI AG Mio € Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Beteiligungsergebnis Abschreibungen auf Finanzanlagen Zinsergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern Jahresüberschuss

2007 455,0 2 289,8 190,5 63,1 359,3 1 867,9 576,7 499,7 - 270,1 70,9 4,5 66,4

2006 303,7 972,0 155,4 75,9 320,3 1 556,6 3 672,3 2 549,0 - 183,2 107,6 4,0 103,6

Veränd. % + 49,8 + 135,6 + 22,6 - 16,9 + 12,2 + 20,0 - 84,3 - 80,4 - 47,4 - 34,1 + 12,5 - 35,9

Die Ertragslage der TUI AG als Obergesellschaft des Konzerns bestimmt sich maßgeblich aus der Ergebnisentwicklung ihrer Konzerngesellschaften, die direkt über Ergebnisabführungsverträge mit ihr verbunden sind oder ihre Gewinne auf Grund von Beschlüssen an sie ausschütten. Darüber hinaus hatte die im Geschäftsjahr 2007 erfolgte Umstrukturierung der Touristik-Sparte sowie die Bewertung von zu Sicherungszwecken bestehenden Finanzderivativen wesentliche Auswirkungen auf das Ergebnis der TUI AG. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2007 ist im Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Umsatz und sonstige betriebliche Erträge

Aufwendungen

68



Die Umsätze der TUI AG erhöhten sich im Geschäftsjahr 2007 um 49,8 % auf 455 Mio. €. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um Erlöse aus der Vermietung von Flugzeugen, Containerschiffen und Containern an Konzerngesellschaften. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 135,6 % auf 2 290 Mio. €. Hierin enthalten waren überwiegend Buchgewinne aus der Veräußerung von Finanz- und Sachanlagen an Konzerngesellschaften, Kursgewinne aus Währungsgeschäften sowie Erträge aus Zu­­ schreibungen auf Finanzanlagen. Gegenläufig wirkten vor allem gegenüber dem Vorjahr reduzierte Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Bei den Aufwendungen stieg der Materialaufwand um 22,6 % auf 191 Mio. €. Ursächlich dafür war ein erhöhter Aufwand aus der Anmietung von an die TUI Travel PLC Fluggesellschaften weiterverleasten Flugzeugen. In Folge reduzierter Aufwendungen für Altervorsorge, bedingt durch geringere Zu­­ führungen zu den Pensions-Rückstellungen, nahm der Personalaufwand um 16,9 % auf 63 Mio. € ab. Die Abschreibungen erhöhten sich deutlich; mit 359 Mio. € lagen sie um 12,2 % höher als im Vorjahr, hervorgerufen durch erstmals für ein volles Jahr anzusetzende Abschreibungen auf Containerschiffe und Container, gegenläufig wirkte eine im Vorjahr vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung auf Fluggerät sowie die durch die

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Beteiligungsergebnis



Das Beteiligungsergebnis lag mit 577 Mio. € erheblich unter dem Wert des Vorjahres, wobei die Reduzierung um insgesamt 3 096 Mio. € neben niedrigeren Erträgen aus Beteiligungen auch durch deutlich geringere Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen, die im Vorjahr einmalig in Folge der Restrukturierung des Schifffahrtsbereichs aus einer Zwischenholding vereinnahmt wurden, hervorgerufen wurde. Weiterhin haben sich die Verlustübernahmen aus Ergebnisabführungsverträgen im Zuge der erfolgten Restrukturierungen in der Sparte Touristik erhöht.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen reduzierten sich deutlich auf 500 Mio. €, da im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen, bedingt durch die Neuordnung der Schifffahrts-Sparte und im Bereich Touristik, enthalten waren.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis verschlechterte sich um 87 Mio. € gegenüber dem Vorjahr vor allem auf Grund erhöhter Zinsaufwendungen aus der konzern­ internen Finanzierung von verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Kreditinstituten.

Jahresüberschuss

Für das Geschäftsjahr 2007 ergab sich ein Jahresüberschuss der TUI AG von 66 Mio. €. Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr um 37 Mio. € ist im Wesentlichen auf das geringere Ergebnis aus Beteiligungen, das durch deutlich gestiegene sonstige betriebliche Erträge, vor allem aus dem Verkauf von Sach- und Finanzanlagen, nur teilweise kompensiert werden konnte, zurückzuführen. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags von 54 Mio. € sowie der Einstellung in andere Gewinnrücklagen von 33 Mio. € ergab sich ein Bilanzgewinn von 88 Mio. €, der zur Ausschüttung einer Dividende von 0,25 € je Stückaktie zur Verfügung steht. Bei einer dividendenberechtigten Anzahl von 251 245 575 Aktien ergibt sich daraus eine Ausschüttungssumme von 63 Mio. €. Zum Vortrag auf neue Rechnung verbleiben 25 Mio. €.

69

Lagebericht

Übertragung von Flugzeugen auf die TUI Travel PLC entfallenen Abschreibungen für die letzten vier Monate des Geschäftsjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen um 20,0 % auf 1 868 Mio. € zu. Die Erhöhung resultiert vor allem aus höheren Aufwendungen aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten und aus Buchverlusten aus dem Abgang von Finanzanlagen, während der Aufwand für Konzernverrechnungen deutlich reduziert wurde.

Vermögenslage Bilanzsumme erhöht. Langfristige Anlagendeckung auf 72 % gesteigert.

Im Geschäftsjahr 2007 führte die erstmalige Einbeziehung der Aktivitäten von First Choice in den TUI Konzernabschluss zu einer deutlichen Erhöhung der Vermögenswerte und Finanzschulden. Diese Veränderungen wirkten sich als strukturelle Veränderungen des Konzerns sowohl auf die Bilanzsumme als auch auf die Vermögens- und Kapitalstruktur des Konzerns und der TUI AG aus.

Vermögenslage des Konzerns Die Bilanzsumme des Konzerns stieg im Vergleich zum Jahresende 2006 um 25,1 % auf 16 304 Mio. € an. Diese Veränderung resultierte im Wesent­ lichen aus Zugängen zum Konsolidierungskreis im Zuge der Gründung der TUI Travel PLC. Durch die Vereinheitlichung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach der Fusion mit First Choice und die erstmalige Anwendung der Vorschriften des IAS 23 („Borrowing Costs“) ergaben sich unwesentliche Auswirkungen auf Bilanzpositionen des Konzerns. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Werte für das Geschäftsjahr 2006 entsprechend angepasst. Eine Erläuterung und Überleitung ist im Anhang zum Konzernabschluss im Abschnitt ,,Grundlagen der Rechnungslegung’’ dargestellt.

Entwicklung der Vermögensstruktur des Konzerns Mio € Anlagevermögen Langfristige Forderungen Langfristige Vermögenswerte Vorräte Kurzfristige Forderungen Finanzmittel Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte Aktiva Eigenkapital Fremdkapital Passiva

Vertikale Strukturen

70

31.12.2007 31.12.2006 10 877,7 629,9 11 507,6 208,7 2 965,2 1 614,0 8,8 4 796,6 16 304,2 3 124,2 13 180,0 16 304,2

9 522,5 635,1 10 157,6 129,3 1 883,4 688,7 171,4 2 872,8 13 030,4 3 007,4 10 023,0 13 030,4

Veränd. % + 14,2 - 0,8 + 13,3 + 61,4 + 57,4 + 134,4 - 94,9 + 67,0 + 25,1 + 3,9 + 31,5 + 25,1

Strukturkennzahlen Die langfristigen Vermögenswerte hatten einen Anteil von 70,6 % am Gesamtvermögen, im Vorjahr betrug er 78,0 %. Das Anlagevermögen machte 94,5 % der langfristigen Vermögenswerte aus; es stieg im Wesentlichen auf Grund einer Zunahme der sonstigen immateriellen Vermögenswerte sowie der sonstigen Sachanlagen auf Grund der erstmaligen Einbeziehung von First Choice um 14,2 % auf 10 878 Mio. €. Die Anlagen­

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

intensität (Anlagevermögen zu Gesamtvermögen) ging von 73,1 % auf 66,7 % zurück.

Horizontale Strukturen

Die langfristigen Vermögenswerte waren am Bilanzstichtag zu 27,1 %, im Vorjahr zu 29,6 %, durch Eigenkapital gedeckt. Für das Anlagevermögen betrug die Deckung durch Eigenkapital 28,7 % nach 31,6 % im Vorjahr. Eigenkapital plus langfristige Finanzschulden deckten das Anlagevermögen zu 72,2 %, im Vorjahr waren es 68,1 %. Struktur der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns Mio € Geschäfts- oder Firmenwerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Als Finanzanlagen gehaltene Immobilien Sachanlagen Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Anlagevermögen Forderungen und Vermögenswerte Latente Ertragsteueransprüche Langfristige Forderungen Langfristige Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwerte

31.12.2007 31.12.2006

Veränd. %

3 058,3 1 373,8 90,5 5 706,2 540,7

3 134,8 604,9 95,7 5 162,1 407,7

- 2,4 + 127,1 - 5,4 + 10,5 + 32,6

108,2 10 877,7 437,6 192,3 629,9 11 507,6

117,3 9 522,5 359,5 275,6 635,1 10 157,6

- 7,8 + 14,2 + 21,7 - 30,2 - 0,8 + 13,3

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns Die Geschäfts- oder Firmenwerte reduzierten sich geringfügig um 2,4 % auf 3 058 Mio. €. Ursächlich waren die im Zuge der jährlichen Überprüfung ihrer Werthaltigkeit (Impairment-Test) vorzunehmenden Wertminderungen in Höhe von 54 Mio. €.

Die Wertminderungen entfielen auf TUI Travel PLC mit 34 Mio. € und standen dort im Zusammenhang mit dem Verkauf der irischen Budget Travel sowie auf die Magic Life-Gruppe im Bereich TUI Hotels & Resorts mit 20 Mio. €. Mit 2 957 Mio. € betraf der überwiegende Teil der Geschäfts- oder Firmenwerte Gesellschaften in der Touristik: TUI Travel PLC hatte insgesamt mit 82,5 % den größten Anteil, TUI Hotels & Resorts hatte einen Anteil von 14,2 %. Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die Gesellschaften der Schifffahrt-Sparte zuzuordnen waren, betrugen 101 Mio. €. Aus der Fusion mit First Choice entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert von 1 228 Mio. €, nachdem der gezahlte Kaufpreis nach den Vorschriften des IFRS 3 den erworbenen Vermögenswerten und Schulden im Zuge der Kaufpreisallokation ihrem Marktwert entsprechend zugeordnet wurde. Auf die übrigen Bereiche des Konzerns entfielen keine Geschäfts- oder Firmenwerte. 71

Lagebericht

Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen betrug 29,4 % nach 22,0 % im Vorjahr. Der deutliche Anstieg der Forderungen resultiert aus der erstmaligen Einbeziehung von First Choice. Die liquiden Mittel des Konzerns stiegen mit 1 614 Mio. € am Bilanzstichtag ebenfalls durch den Zusammenschluss mit First Choice gegenüber dem Vorjahr temporär um 134,4 % an. Sie hatten damit einen Anteil am Gesamtvermögen von 9,9 % nach 5,3 % im Vorjahr.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte betrugen zum Bilanzstichtag 18,8 % des Gesamtver­mögens sowie 97,9 % des Eigenkapitals. Sachanlagen

Mit 5 706 Mio. € waren die Sachanlagen der größte Posten der Bilanz. Sie erhöhten sich um 10,5 %, wobei die Zugänge mit 374 Mio. € aus der erstmaligen Einbeziehung von First Choice resultierten und mit 294 Mio. € auf Schiffe und Container entfielen. Im Sachanlagevermögen sind auch gemietete Vermögenswerte enthalten, bei denen Konzerngesellschaften über das wirtschaftliche Eigentum verfügten. Diese so genannten Financial Leases hatten am Bilanzstichtag einen Buchwert von 322 Mio. €, der sich um - 6,3 % gegenüber dem Vorjahr verändert hat. Entwicklung der Sachanlagen Mio €

31.12.2007 31.12.2006

Grundstücke mit Hotels Sonstige Grundstücke Flugzeuge Schiffe Container Maschinen und Anlagen Anlagen im Bau, Anzahlungen Gesamt Nach der Equity-Methode

finanzielle Vermögenswerte

869,4 364,6 1 344,1 1 523,4 395,9 454,5 210,1 5 162,0

+ 5,9 + 19,6 - 9,4 + 18,5 + 2,9 + 6,9 + 106,1 + 10,5

Nach der Equity-Methode wurden insgesamt 50 Unternehmen bewertet. Davon waren 17 assoziierte Unternehmen und 33 Gemeinschaftsunternehmen. Mit 541 Mio. € war ihr Wert am Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 32,6 % höher.

bewertete Unternehmen

Zur Veräußerung verfügbare

921,1 436,1 1 217,2 1 805,6 407,3 485,8 433,1 5 706,2

Veränd. %



Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte gingen um 7,8 % auf 108 Mio. € zurück. Sie beinhalten die Anteile an verbundenen, nicht konsolidierten Tochterunternehmen, Beteiligungen sowie weitere Wertpapiere. Struktur der kurzfristigen Vermögenswerte des Konzerns Mio €

31.12.2007 31.12.2006

Vorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen1) Effektive Ertragsteueransprüche Kurzfristige Forderungen Finanzmittel Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte 1)

Vorräte

Kurzfristige Forderungen

72

Veränd. %

208,7

129,3

+ 61,4

2 923,1 42,0 2 965,1 1 614,0 8,8 4 796,6

1 860,0 23,4 1 883,4 688,7 171,4 2 872,8

+ 57,2 + 79,5 + 57,4 + 134,4 - 94,9 + 67,0

inkl. Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten

Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte des Konzerns Mit 209 Mio. € nahmen die Vorräte gegenüber dem Vorjahr um 61,4 % zu. Ursächlich für den Anstieg war insbesondere die erstmalige Einbeziehung von First Choice.

Die kurzfristigen Forderungen umfassen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, effektive Ertragsteueransprüche sowie Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten. Mit 2 965 Mio. € stiegen die kurzfristigen Forderungen um 57,4 % gegenüber dem Vorjahr.

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Finanzmittel

Der Bestand an Finanzmitteln war mit 1 614 Mio. € um 134,4 % höher als im Vorjahr. Der Anstieg steht in Verbindung mit einer vorübergehend erhöhten Kassenhaltung der TUI Travel PLC nach der Gewährung eines Gesellschafterdarlehens durch die TUI AG.

Zur Veräußerung bestimmte

Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte reduzierten sich deutlich durch den im Berichtsjahr erfolgten Verkauf des Container-Terminal in Montreal um 95 Prozentpunkte.

Vermögenswerte

Nicht zu bilanzierendes Vermögen Für ihren Geschäftsbetrieb setzten die Konzerngesellschaften Vermögenswerte ein, bei denen sie nach Vorschriften des IASB nicht der wirtschaftliche Eigentümer sind. Hierbei handelte es sich hauptsächlich um Flugzeuge, Hotelanlagen oder Schiffe, für die branchenübliche Miet-, Pachtoder Charterverträge abgeschlossen wurden, so genannte Operating Leases. Operative Miet-, Pacht- und Charterverträge Mio € Hotelanlagen Reisebüros Flugzeuge Schiffe und Container Verwaltungsgebäude Sonstiges Gesamt Beizulegender Zeitwert

31.12.2007 31.12.2006 553,2 583,1 1 134,9 2 326,1 389,6 265,1 5 252,0 4 316,2

433,6 418,6 882,4 2 219,2 350,9 153,8 4 458,5 3 827,1

Veränd. % + 27,6 + 39,3 + 28,6 + 4,8 + 11,0 + 72,4 + 17,8 + 12,8

Die finanziellen Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charterverträgen nahmen um 17,8 % auf 5 252 Mio. € zu. Mit 44,3 % machten Schiffe und Container den größten Anteil aus, auf Flugzeuge entfielen 21,6 % und auf Hotelanlagen 10,5 %. Der Anstieg resultierte in erster Linie aus der Einbeziehung der finanziellen Verpflichtungen der First Choice zum Bilanzstichtag. Weitere Erläuterungen sowie die Struktur der Restlaufzeiten der finan­ ziellen Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charterverträgen enthält der Abschnitt „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“ im Anhang zum Konzernabschluss.

73

Lagebericht

Auch hier war die Einbeziehung von First Choice in den Konzernabschluss ausschlaggebend für die Erhöhung.

Vermögenslage der TUI AG Die Vermögenslage der TUI AG und ihre Bilanzstrukturen sind durch ihre Funktion als Obergesellschaft des TUI Konzerns geprägt. Die Bilanzsumme erhöhte sich leicht um 6,9 % auf 11,3 Mrd. €. Entwicklung des Anlagevermögens

Das Anlagevermögen hatte am Bilanzstichtag einen Anteil von 72,1 % am Gesamtvermögen und war zu 93,9 % durch Eigenkapital und langfristige Finanzmittel gedeckt. Das Anlagevermögen der TUI AG bestand zu 79,8 % aus Finanzanlagen. Der Rückgang der Finanzanlagen im Vergleich zum Vorjahr von 1 168 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus der Neuordnung der Beteiligungsstruktur im Bereich Touristik. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen war der Rückgang im Wesentlichen auf die konzerninterne Übertragung von Flug­zeugen, Ersatzteilen und für den Erwerb von Fluggerät geleisteten Anzahlungen auf die TUI Travel PLC zurückzuführen.

Entwicklung des Umlaufvermögens

Der Anstieg der Forderungen resultiert im Wesentlichen aus der Gewährung eines verzinslichen Gesellschafterdarlehens an die TUI Travel PLC. Kurz-Bilanz der TUI AG (HGB-Abschluss) Mio € Immaterielle Vermögensgegenstände/Sachanlagen Finanzanlagen Anlagevermögen Forderungen Finanzmittel Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungen Aktiva Eigenkapital Sonderposten mit Rücklageanteil Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungen Passiva

74

31.12.2007 31.12.2006 1 640,4 6 483,2 8 123,6 2 796,6 306,5 3 103,1 44,7 11 271,4 3 706,3 41,5 1 054,3 6 458,1 11,2 11 271,4

2 236,8 7 651,6 9 888,4 594,5 7,6 602,1 49,0 10 539,5 3 616,5 42,6 730,2 6 137,6 12,6 10 539,5

Veränd. % - 26,7 - 15,3 - 17,8 + 370,4 n. a. + 415,4 - 8,8 + 6,9 + 2,5 - 2,6 + 44,4 + 5,2 - 11,1 + 6,9

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Das Geschäftsjahr 2007 war durch den Zusammenschluss der touris­ tischen Aktivitäten der TUI mit der First Choice geprägt. Im Zuge dieser Fusion erhöhte sich die Bilanzsumme und damit insbesondere auch die Verschuldung des TUI Konzerns durch die Finanzschulden, die seitens First Choice in den Konzernabschluss einzubeziehen waren. Mittel­auf­ nahmen von 694 Mio. € über eine Wandelanleihe sowie 150 Mio. € durch Privatplatzierungen stärkten die Liquiditätsvorsorge im Rahmen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung.

Finanzlage des Konzerns Grundsätze

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Das Finanzmanagement im TUI Konzern erfolgt grundsätzlich zentral durch die TUI AG, die dabei die Rolle als interne Bank des Konzerns wahrnimmt. Das Finanzmanagement schließt alle Konzernunternehmen ein, an denen die TUI AG direkt oder indirekt eine Beteiligung von mehr als 50 % hält. Das Finanzmanagement erfolgt nach Richtlinien, die sich auf sämtliche zahlungsstromorientierten Aspekte der Geschäftstätigkeit des Konzerns erstrecken.

Im Zuge der Fusion der touristischen Aktivitäten der TUI mit First Choice zur TUI Travel PLC wurde eine Aufgabenteilung für das bisher allein bei der TUI AG geführte, zentrale Cash-Management sowie das finanzwirtschaftliche Risikomanagement um­­gesetzt. Die TUI Travel PLC übt diese Funktionen nun entsprechend der unveränderten Risikopolitik des Konzerns für den Geschäftsbereich Touristik aus, während für die anderen geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns diese Funktion weiterhin bei der TUI AG liegt. Ziele

Das Finanzmanagement der TUI zielt darauf ab, die TUI AG und ihre Tochtergesellschaften jederzeit und nachhaltig mit ausreichender Liquidität und Kapital zu versorgen sowie finanzwirtschaftliche Risiken aus Währungen, Zinsen und Rohstoffpreisen zu begrenzen. Alle Transaktionen orientieren sich an dem Ziel, Finanzkennzahlen zu erlangen, die zu einer Verbesserung des derzeitigen Credit Ratings beitragen.

Liquiditätssicherung

Die Liquiditätssicherung des Konzerns besteht aus zwei Komponenten:  Im Zuge des konzerninternen Finanzausgleichs werden die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur Finanzierung des Geldbedarfs anderer Gesellschaften eingesetzt.  Durch syndizierte Kreditfazilitäten und bilaterale Bankkreditlinien sowie den Bestand an flüssigen Mitteln sichert sich die TUI eine ausreichende Liquiditätsreserve. Grundlage für die Dispositionen mit den Banken ist ein monatliches, rollierendes Liquiditätsplanungssystem. 75

Lagebericht

Finanzlage

Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken



Die Konzerngesellschaften sind mit ihren geschäftlichen Aktivitäten weltweit vertreten. Damit ist der TUI Konzern finanzwirtschaftlichen Risiken im Wesentlichen durch Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Rohstoffpreisen ausgesetzt. Die Geschäfte der Konzerngesellschaften werden hauptsächlich in Euro, in US-Dollar sowie in Britischen Pfund abgewickelt; da­neben sind Schweizer Franken und Schwedische Kronen von Bedeutung. Zur Begrenzung von Risiken aus Wechselkursänderungen für die Grundgeschäfte werden Sicherungsgeschäfte in insgesamt über 20 Fremdwährungen getätigt. Zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken, die durch die Liquiditätsbeschaffung an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten entstehen, werden im Rahmen des Zinsmanagements fallweise derivative Zinssicherungsinstrumente eingesetzt. Rohstoffpreisänderungen wirken sich im TUI Konzern insbesondere auf die Beschaffung von Treibstoffen, wie Kerosin und Bunkeröl, aus. Sofern es nicht möglich ist, Preissteigerungen auf Grund vertraglicher Vereinbarungen an Kunden weiterzugeben, werden Preisrisiken aus Treibstoffeinkäufen sowohl in der Touris­ tik als auch in der Schifffahrt überwiegend durch Sicherungsgeschäfte abgesichert. Weitere Angaben zu Sicherungsstrategien und Risikomanagement sowie zu Finanzgeschäften und ihrem Umfang am Bilanzstichtag enthalten der „Risikobericht“ des Lageberichts und der Abschnitt „Finanzinstrumente“ im Anhang zum Konzernabschluss. Entwicklung der Kapitalstruktur des Konzerns Kapitalstruktur des Konzerns Mio € Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte Aktiva Gezeichnetes Kapital Rücklagen inklusive Bilanzgewinn Hybrid-Kapital Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital Eigenkapital Langfristige Rückstellungen Kurzfristige Rückstellungen Rückstellungen Langfristige Finanzschulden Kurzfristige Finanzschulden Finanzschulden Langfristige sonstige Verbindlichkeiten Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten Passiva

Kapitalstruktur

76

31.12.2007 31.12.2006 11 507,6 4 796,6 16 304,2 642,3 1 889,7 294,8 297,4 3 124,2 1 816,9 625,6 2 442,5 4 732,8 807,4 5 540,2 256,8 4 940,5 5 197,3 16 304,2

10 157,6 2 872,8 13 030,4 641,7 1 791,8 294,8 279,1 3 007,4 1 726,2 714,5 2 440,7 3 477,6 422,0 3 899,6 55,3 3 627,4 3 682,7 13 030,4

Veränd. % + 13,3 + 67,0 + 25,1 + 0,1 + 5,5 + 0,0 + 6,6 + 3,9 + 5,3 - 12,4 + 0,1 + 36,1 + 91,3 + 42,1 + 364,4 + 36,2 + 41,1 + 25,1

Die Entwicklung der Kapitalstruktur des TUI Konzerns im Geschäftsjahr 2007 wurde im Wesentlichen durch die erstmalige Einbeziehung der Vermögenswerte und Schulden der First Choice beeinflusst. Insgesamt nahm das langfristig zur Verfügung stehende Kapital um 20,1 % auf 9 931 Mio. € zu, relativ zur Bilanzsumme nahm es um 2,5 Prozentpunkte auf 60,9 % ab. Die Eigenkapitalquote sank auf 19,2 % nach 23,1 % im Vorjahr. Eigenkapital und langfristige Finanzschulden machten am Bilanzstichtag, nach 49,8 % im Vorjahr, 48,2 % der Bilanzsumme aus.

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital stieg durch die Ausgabe von 225 720 Belegschaftsaktien im Dezember 2007 um rund 0,5 Mio. € auf 642 Mio. €. Die Kapitalrücklage, die nur Einstellungen aus Aufgeldern enthält, nahm im Wesentlichen auf Grund der emittierten Wandelanleihe um 77 Mio. € auf 2 472 Mio. € zu. Die Gewinnrücklagen erhöhten sich um 22 Mio. € auf - 582 Mio. €. Im Eigenkapital ist die im Dezember 2005 begebene HybridAnleihe in Höhe von 295 Mio. € enthalten. Andere Aktionäre hatten einen Anteil am Eigenkapital von 297 Mio. €.

Rückstellungen

Die Rückstellungen bestehen überwiegend aus Rückstellungen für Pen­ sionsverpflichtungen, effektive und latente Ertragsteuerrückstellungen sowie Rückstellungen für betriebstypische Risiken, die je nach Eintritts­ erwartung als kurzfristig oder langfristig klassifiziert wurden. Sie ergaben am Bilanzstichtag insgesamt 2 443 Mio. € und lagen damit um 2 Mio. € bzw. 0,1 % über dem Wert des Vorjahres. Ursächlich hierfür war die erstmalige Einbeziehung der First Choice in den Konzernabschluss.

Finanzschulden

Die Finanzschulden erhöhten sich um insgesamt 1 641 Mio. € auf 5 540 Mio. €. Der Betrag setzte sich aus Anleihen in Höhe von 2 945 Mio. €, 2 160 Mio. € Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, 256 Mio. € Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen und 179 Mio. € übrigen Finanzschulden zusammen. Die Erhöhung resultierte aus den im Konzernabschluss einzubeziehenden Finanzschulden der First Choice sowie dem temporär zu finanzierenden, aus dem Zusammenschluss mit der First Choice bedingten erhöhten Finanzmittelbestand. Die Zuordnung zu kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden erfolgt nach ihrer Fälligkeit. Die als kurzfristig ausgewiesenen Finanzschulden erhöhten sich auf 807 Mio. €. Ursächlich hierfür war insbesondere die nunmehr als kurzfris­tig klassifizierte Wandelanleihe über nominal 385 Mio. € mit Laufzeitende im Dezember 2008. Das Volumen der über die Konsolidierung der First Choice zusätzlichen Finanzverschuldung im TUI Konzern ist vornehmlich als langfristig klassifiziert. Darüber hinaus führten insbesondere die im Geschäfts­jahr begebene Wandel­­anleihe über nominal 694 Mio. € sowie 150 Mio. € durch Privatplatzierungen aufgenommenen Fremdmittel zu einem Anstieg der lang­ fristigen Finanzschulden auf 4 733 Mio. €. Weitere Informationen, insbesondere zu den Restlaufzeiten, enthält die Position „Finanzschulden“ im Anhang zum Konzernabschluss.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Sonstigen Verbindlichkeiten lagen mit 5 197 Mio. € um 1 515 Mio. € bzw. 41,1 % über dem Vorjahr. Bestimmend für die Erhöhung war auch hier die Einbeziehung von First Choice in den Konzernabschluss. Ratings durch Standard & Poor’s und Moody’s Im Geschäftsjahr 2007 wurden die Credit Ratings der TUI AG durch die Rating-Agenturen Standard & Poor’s und Moody’s angepasst. Das Unternehmens-Rating bei Standard & Poor’s wurde auf „BB- (negative outlook)“ und bei Moody’s auf „B1 (negative outlook)“ geändert. Die in den Jahren 2004 und 2005 begebenen Anleihen (Senior Notes) über rund 77

Lagebericht

Das Verhältnis der durchschnittlichen Netto-Finanzschulden zum durchschnittlichen Eigenkapital (Gearing) erhöhte sich auf 99,1 %; im Vorjahr betrug es 82,1 %.

2,0 Mrd. € sowie die im Jahr 2007 begebene Wandelanleihe über rund 0,7 Mrd. € wiesen seitens Standard & Poor’s ein Rating von „B“ und seitens Moody’s von „B3“ auf. Die im Dezember 2005 begebene Hybrid-Anleihe wird auf Grund ihrer Nachrangigkeit zu anderen Finanzschulden und ihrer im Grundsatz unbegrenzten Laufzeit partiell wie Eigenkapital behandelt und wurde daher von Standard & Poor’s mit „B-“ und von Moody’s mit „B3“ eingestuft. Wesentliche Finanzierungsmaßnahmen Das Geschäftsjahr 2007 war geprägt durch die Umfinanzierung der Finanz­ schulden der First Choice auf Ebene der TUI Travel PLC sowie Fremdkapitalaufnahmen durch die Begebung einer Wandelanleihe und Privatplatzie­­r­ungen, die zur Liquiditätsvorsorge im Rahmen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung dienen. Im Zuge einer langjährigen Inves­titionsfinanzierung wurde ein mehrjähriger Kreditvertrag abgeschlossen. Emission einer Wandelanleihe

Im Juni 2007 emittierte die TUI AG eine fünfjährige Wandelanleihe mit einem Nominalvolumen von 694 Mio. €. Der jährliche Zinskupon beträgt 2,75 %. Die Anleihe kann in Aktien der TUI AG zum Wandelpreis von 27,68 € pro Aktie gewandelt werden. Etwaige Wandlungen sind durch ein bedingtes Kapital über bis zu 64,1 Mio. € unterlegt.

Privatplatzierungen

Im Oktober 2007 wurden Privatplatzierungen mit einer Laufzeit von rund drei Jahren über ein Gesamtvolumen von 150 Mio. € begeben. Die Schuld­ verschreibungen sind in mehreren Tranchen verbrieft und unterliegen einer Festverzinsvereinbarung.

Umfinanzierung seitens TUI Travel PLC

Im August 2007 hat die TUI Travel PLC eine syndizierte Kreditlinie über 770 Mio. Britische Pfund unterzeichnet. Diese Linie hat eine fünfjährige Laufzeit und ist variabel verzinslich. Unter dieser Linie können Barmittel gezogen oder auch Bankavale herausgelegt werden. Mit der Kreditlinie wurde eine Rückführung der Finanzverschuldung der First Choice in Höhe von ungefähr 506 Mio. Britischen Pfund refinanziert. Die Ausnutzung durch Bankavale betrug zum Bilanzstichtag rund 79 Mio. Britische Pfund.

Bonding Facility

Im März 2005 unterzeichnete TUI Northern Europe eine syndizierte Bonding Facility, unter der TUI Northern Europe oder ihre Tochtergesellschaften Bankavale zu Gunsten von Aufsichtsbehörden als Sicherheiten stellen konnten, die für das touristische Geschäft in Großbritannien, Irland und Skandinavien vorgeschrieben sind. Der Kreditrahmen betrug nach einer bedarfsgerechten Anpassung im Januar 2007 280 Mio. Britische Pfund. Im Oktober 2007 hat TUI Northern Europe diese Linie im Zuge einer Umfinanzierung gekündigt. Die TUI Travel PLC hat im August 2007 eine neue Bonding Facility unterzeichnet, unter der die Bonding Facility der TUI Northern Europe sowie der Anteil der Bankavale, die im Rahmen der ehemaligen über 310 Mio. Britische Pfund lautenden Revolving Credit Facility der First Choice herausgelegt waren, refinanziert wurden. Das am aktuellen Bedarf adjustierte Gesamtvolumen beträgt 430 Mio. Britische Pfund. Die neue Bonding Facility hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2008 und kann im Rahmen einer von der TUI Travel PLC ausnutzbaren Verlängerungsoption um ein Jahr bis zum 31. März 2009 angepasst werden. Die Ausnutzung der Bonding Facility zum 31. Dezember 2007 betrug rund 407 Mio. Britische Pfund.

78

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Investitionsfinanzierung

Finanzierungsumfeld

Zinssätze

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Im Zuge eines Bestellvorgangs über die Fertigung und Lieferung von sechs 8 750 TEU-Containerschiffen hat Hapag-Lloyd im November 2007 einen Konsortialkreditvertrag über 660 Mio. US-Dollar abgeschlossen. Die Kredit­ summe deckt 80 % des Investitionsvolumens der in 2010 zur Auslieferung geplanten Schiffe ab. Die Laufzeit des Kredits beträgt 15 Jahre und umfasst nach der Bauzeitfinanzierung eine zwölfjährige amortisierende Kreditgewährung. Die Verzinsung ist variabel. Der Kredit ist mittels der zu finanzierenden Schiffe und von der Korea Export Insurance Corporation besichert. Zinsen und Konditionen Das Umfeld für Finanzierungen am Geld- und Kapitalmarkt hat sich im Laufe des Jahres 2007 für den TUI Konzern auf Grund der niedrigeren Ratings durch Standard & Poor’s und Moody’s leicht verschlechtert. Einen deutlich stärkeren Effekt hatte die noch anhaltende Vertrauens­krise im Finanzmarkt, die in der zweiten Jahreshälfte einsetzte und branchenübergreifend zu einer deutlichen Ausweitung der Kreditmargen insbesondere im Non-Investmentgrade-Bereich führte.

Die im Jahresvergleich erhöhte Finanzverschuldung sowie das gestiegene Zinsniveau in diesem Zeitraum mit seinen Auswirkungen auf die variabel zu verzinsenden Finanzierungsinstrumente führten zu einem erhöhten Zinsaufwand. Zinssätze und Laufzeiten der Finanzschulden sind im Einzelnen unter der Position „Verbindlichkeiten“ (Finanzschulden und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) im Anhang zum Konzernabschluss angegeben. Das durch die Fusion mit First Choice bedingte, temporäre Vorhalten eines erhöhten Bestandes an flüssigen Mitteln sowie das gestiegene Zinsniveau führten zu einem höheren Zinsertrag. Börsennotierte Anleihen Kapitalmaßnahme Wandelanleihe November 2003 Senior Floating Rate Notes Juni 2004 Senior Fixed Rate Notes Mai 2004 Senior Floating Rate Notes Dezember 2005 Senior Fixed Rate Notes Dezember 2005 Hybrid-Anleihe Dezember 2005 Wandelanleihe Juni 2007

Fälligkeit

Volumen Mio €

Verzinsung %

Dezember 2008

384,55

August 2009

400,00

4,000 3-MonatsEURIBOR plus 2,10

Mai 2011

625,00

Dezember 2010

550,00

6,625 3-MonatsEURIBOR plus 1,55

Dezember 2012

450,00

5,125

Unbefristet

300,00

8,625

September 2012

694,00

2,750

79

Lagebericht

Lagebericht

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente Zur weiteren Optimierung der Finanzierungsstruktur wurden im Geschäfts­ jahr 2007 außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente (sogenannte Operating Leases) in der Touristik-Sparte genutzt. Im Zusammenhang mit der laufen­ den Erneuerung der Flugzeugflotte in der Touristik sind in 2007 insgesamt 18 Flugzeuge zugegangen. Für alle Maschinen wurden Operating LeaseVerträge abgeschlossen, davon elf Flugzeuge im Rahmen sogenannter Sale-and-lease-back-Transaktionen. In der Schifffahrt wurden langfristige Charterverträge für zwei bestellte 8 750 TEU-Schiffe abgeschlossen, die im Dezember 2009 ausgeliefert werden. Zwei neu in Dienst gestellte 4 250 TEU-Schiffe wurden ebenfalls über langfristige Verträge eingechartert. Darüber hinaus wurden zur Erweiterung der Flotte mittelfristige Charterverträge für fünf Containerschiffe mit einer Kapazität zwischen 1 000 und 2 800 TEU abgeschlossen.

Operating Leases

Die Entwicklung der operativen Miet-, Pacht- und Charterverträge ist im Abschnitt „Vermögenslage“ des Lageberichts dargestellt. Weitere Erläuterungen sowie die Struktur der Restlaufzeiten der finanziellen Verpflichtungen hieraus enthält der Abschnitt „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“ im Anhang zum Konzernabschluss. Haftungsverhältnisse gegenüber Zweckgesellschaften bestanden nicht. Liquiditätsanalyse Die Zahlungsfähigkeit des TUI Konzerns war im Geschäftsjahr 2007 durch Zahlungsmittelzuflüsse aus dem laufen­dem Geschäft, Bestände an flüssigen Mitteln sowie bilaterale und syndizierte Kreditvereinbarungen mit Banken jederzeit gegeben.

Liquiditätsreserve

Im Dezember 2005 schloss die TUI AG eine Vereinbarung über eine syn­ dizierte Kreditlinie in Höhe von 1,75 Mrd. € (Multicurrency Revolving Credit Facility) ab, die nach Ausübung einer Verlängerungsoption eine Laufzeit bis Dezember 2009 aufwies. Im Januar 2007 konnte die Kredit­ linie auf Grund erster umgesetzter Maßnahmen im Rahmen eines Programms zur Reduzierung des gebundenen Kapitals bedarfsgerecht auf 1,0 Mrd. € reduziert werden. Neben der syndizierten Kreditlinie bestand die Liquiditätsreserve der TUI aus nicht ausgenutzten bilateralen Kredit­ linien mit Banken sowie dem Finanzmittelbestand. Die Liquiditätsreserve betrug zum Bilanzstichtag 2,6 Mrd. €. Keine Beschränkungen des Transfers von flüssigen Mitteln

Kontrollwechsel

80



Beschränkungen des Transfers von flüssigen Mitteln innerhalb des Konzerns, die eine erhebliche Bedeutung für seine Liquidität haben könnten, wie zum Beispiel Kapitalverkehrsbeschränkungen oder Beschränkungen auf Grund abgeschlossener Kreditvereinbarungen, bestanden am Bilanzstichtag nicht. Die börsennotierten Anleihen, die in 2006 und 2007 begebenen Privatplatzierungen sowie ein bilateraler Kreditrahmenvertrag der TUI AG enthalten Klauseln für den Fall eines Kontrollwechsels (Change-of-Control). Ein Kontrollwechsel liegt insbesondere dann vor, wenn ein Dritter direkt oder indirekt die Kontrolle über je nach Vertrag mindestens 30 % oder die Mehrheit der stimmberechtigten Aktien der TUI AG erwirbt.

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Im Falle des Kontrollwechsels muss dem Anleihegläubiger der Rückkauf der entsprechenden Anleihe angeboten werden. Diese Regelung gilt für alle börsennotierten Anleihen mit Ausnahme der Hybrid- und Wandelanleihen. Für die Hybrid-Anleihe ist als Folgewirkung eines Kontrollwechsels ein Zinsaufschlag vereinbart, sofern eine Verschlechterung des Ratings eintritt. Im Falle der Wandelanleihen ist ein Kündigungsrecht oder die Minderung des Wandlungspreises vorgesehen. Für die Privatplatzierungen sowie für einen bilateralen Kreditrahmenvertrag ist im Falle des Kontrollwechsels ein Kündigungsrecht seitens der Kreditgeber vorgesehen. Das Gesamtvolumen von Finanzierungsinstrumenten und Kreditlinien mit entsprechenden Klauseln für den Fall des Kontrollwechsels beträgt derzeit rund 3,9 Mrd. €. Darüber hinaus bestehen keine Vereinbarungen in Garantien, Leasing-, Options- und anderen Finanzierungsverträgen, die umfangreiche vorzeitige Rückzahlungsverpflichtungen auslösen könnten, welche für die Liquidität des Konzerns von erheblicher Bedeutung wären. Neben den vorgenannten Finanzierungsinstrumenten beinhaltet eine Rahmenvereinbarung zwischen der Familie Riu und der TUI AG eine Klausel für den Fall eines Kontrollwechsels bei der TUI AG. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn eine definierte Hauptversammlungspräsenzmehrheit einer Aktionärsgruppe besteht bzw. wenn ein Drittel der Vertreter der Anteils­ eigner im Aufsichtsrat einer Aktionärsgruppe zuzurechnen ist. Im Falle des Kontrollwechsels hat die Familie Riu das Recht, von TUI mindestens 20 % und maximal sämtliche von TUI gehaltenen Anteile an der RIUSA II S.A. zu erwerben. Eine entsprechende Vereinbarung hinsichtlich eines Kontrollwechsels bei der TUI AG besteht mit der El Chiaty Group. Ein Kontrollwechsel liegt auch hier vor, wenn eine definierte Hauptversammlungspräsenzmehrheit einer Aktionärsgruppe besteht bzw. wenn ein Drittel der Vertreter der Anteils­ eigner im Aufsichtsrat einer Aktionärsgruppe zuzurechnen ist. Die El Chiaty Group hat in diesem Fall das Recht, von TUI jeweils mindestens 15 % und maximal alle von TUI gehaltenen Anteile an den gemeinsamen Hotelgesell­ schaften in Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu erwerben. In der Lizenzvereinbarung, die im Rahmen der Zusammenfassung des touristischen Geschäfts unter der TUI Travel PLC getroffen wurde, hat die TUI Travel PLC als Lizenznehmer im Falle eines Kontrollwechsels bei der TUI AG das Recht, das gesamte touristische Markenportfolio der TUI AG zu erwerben. Im Zusammenhang mit der geplanten Gründung des Joint Ventures TUI Cruises zwischen Royal Caribbean Cruises Ltd. und der TUI AG wurde eine Vereinbarung im Falle eines Kontrollwechsels bei der TUI AG getroffen. Sie beinhaltet für den Partner das Recht, eine Auflösung des neu zu gründen­den Joint Ventures zu verlangen und für den Erwerb des Anteils der TUI AG einen gegenüber dem Verkaufspreis für den eigenen Anteil reduzierten Kaufpreis zu dotieren.

81

Lagebericht

Lagebericht

Zusammengefasste Kapitalflussrechnung Mio € Nettozufluss aus laufender Geschäftstätigkeit Nettoab-/zufluss aus Investitionstätigkeit Nettozu-/abfluss aus Finanzierungstätigkeit Veränderung des Finanzmittelbestandes Nettozufluss aus laufender Geschäftstätigkeit



Nettoabfluss aus Investitionstätigkeit

Nettozufluss aus





Finanzierungstätigkeit



2007

2006

Veränd. %

+ 568,5 - 711,6 + 699,0 + 555,9

+ 466,5 + 631,6 - 1 045,7 + 52,4

+ 21,9 n. a. n. a. + 960,9

Der Nettozufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Jahr 2007 in Höhe von 569 Mio. € resultierte aus dem erzielten Konzernergebnis, das bereinigt um Abschreibungen, Zinsaufwendungen und Gewinne aus dem Verkauf des Anlagevermögens einen Wert von 1 116 Mio. € erreichte. Hierzu leisteten die operativen Ergebnisse in den Kerngeschäftsfeldern Touristik und Schifffahrt den wesentlichen Beitrag. Mindernd wirkte, bedingt durch den erstmaligen Einbezug der First Choice, eine Erhöhung des Netto-Umlaufvermögens. Aus der Investitionstätigkeit sind im Jahr 2007 netto 712 Mio. € abgeflossen. Mittelabflüsse in Höhe von 1 169 Mio. € resultierten vor allem aus den getätigten Investitionen in Sach- und Finanzanlagen der Sparten Touristik und Schifffahrt. Mittelzuflüsse entstanden durch den Abgang von Sachund Finanzanlagen in Höhe von 517 Mio. €. Ein wesentlicher Abgang war in diesem Zusammenhang der Verkauf der Montreal Gateway Terminals in der Sparte Schifffahrt. Aus der Finanzierungstätigkeit flossen netto 699 Mio. € zu. Wesentliche Posten waren dabei die Mittelzuflüsse aus der Begebung einer Wandel­ anleihe im Juni 2007, Zuflüsse aus einer neuen syndizierten Kreditlinie im Zuge der Umfinanzierung der TUI Travel PLC im August 2007 sowie begebener Privatplatzierungen im Oktober 2007 von in Summe 2 034 Mio. €. Durch Zinszahlungen flossen 298 Mio. € ab, eine Zunahme von 28,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die Tilgung von Anleihen und Finanzschulden führt zu Auszahlungen von 988 Mio. €. Entwicklung des Finanzmittelbestands Mio € Bestand am Anfang der Periode Konsolidierungskreisbedingte Veränderungen Wechselkursbedingte Veränderungen Zahlungswirksame Veränderungen Bestand am Ende der Periode

2007

2006

Veränd. %

688,7 + 441,7 - 72,3 + 555,9 + 1 614,0

607,5 + 25,7 + 3,1 + 52,4 + 688,7

+ 13,4 n. a. n. a. + 960,9 + 134,4

Die detaillierte Kapitalflussrechnung und weitere Erläuterungen hierzu enthalten der Konzernabschluss sowie der Abschnitt „Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung“ im Anhang zum Konzernabschluss.

Investitionsanalyse Die Entwicklung des Anlagevermögens, einschließlich der Entwicklung der Sachanlagen und des immateriellen Vermögens sowie der Beteiligungen und der sonstigen Finanzanlagen, ist im Abschnitt „Vermögenslage“ des Lageberichts dargestellt, weitere Erläuterungen hierzu enthält der Anhang zum Konzernabschluss.

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Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Zugänge zum Anlagevermögen Mio €

31.12.2007 31.12.2006

Geschäfts- oder Firmenwerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Als Finanzanlagen gehaltene Immobilien Sachanlagen Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Gesamt

Veränd. %

36,5 64,0 7,4 1 008,4 124,5

9,1 45,9 7,5 692,4 65,1

+ 301,1 + 39,4 - 1,3 + 45,6 + 91,2

12,1 1 252,9

35,4 855,4

- 65,8 + 46,5

Lagebericht

Zugänge zum Sachanlagevermögen nach Sparten Die Investitionstätigkeit in Sachanlagen hatte in 2007 mit 1 008 Mio. € einen Anteil von 80,5 % an den Zugängen zum Anlagevermögen. Mit 570 Mio. € bzw. 56,6 % hatte die Schifffahrt den wesentlichen Anteil. In der Touristik fielen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 433 Mio. € an, was einem Anteil am Gesamtvolumen von 42,9 % entsprach. Auf den Zentralbereich entfiel mit 6 Mio. € ein Anteil von 0,6 %. Investitionen in Sachanlagen nach Sparten Mio € Touristik Schifffahrt Zentralbereich Fortzuführende Bereiche Einzustellende Bereiche Gesamt

2007

2006

Veränd. %

432,8 570,1 5,5 1 008,4 – 1 008,4

500,9 185,9 5,6 692,4 – 692,4

- 13,6 + 206,7 - 1,8 + 45,6 – + 45,6

Touristik

Der größte Teil der Investitionen in der Sparte Touristik floss mit 275 Mio. € in den Bereich TUI Hotels & Resorts. Davon entfielen rund 197 Mio. € auf laufende und neu begonnene Großprojekte in Jamaika, Mexiko, Italien und auf den Kapverden.

Schifffahrt

In der Sparte Schifffahrt betrug das Investitionsvolumen 570 Mio. €. Hierin enthalten waren im Wesentlichen Zugänge in Höhe von 232 Mio. € aus der Indienststellung von drei Containerschiffen sowie Anzahlungen für sechs Schiffsneubauten mit einer geplanten Auslieferung in 2009 und 2010. Darüber hinaus waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Containerequipment in Höhe von 75 Mio. € enthalten.

Bestellobligen

Touristik

Investitionsverpflichtungen Am Bilanzstichtag bestanden auf Grund von Vereinbarungen, die im Geschäftsjahr 2007 oder in Vorjahren abgeschlossen wurden, Bestellobligen für Investitionen in Höhe von insgesamt 3 451 Mio. €, davon betrafen 577 Mio. € geplante Auslieferungen im Geschäftsjahr 2008. Weitere Erläuterungen enthält der Abschnitt „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“ im Anhang zum Konzernabschluss.

In der Touristik betreffen die Bestellobligen für Investitionen hauptsächlich die Flottenerneuerungsprogramme der Fluggesellschaften. Aus dem Bestellobligo bei Boeing – aus Kaufverträgen und ausgeübten Optionen – wurden im Laufe des Jahres zehn Flugzeuge (Boeing 737) ausgeliefert. Durch die 83

Fusion mit First Choice erhöhte sich das Bestellobligo um weitere zwölf Maschinen (Boeing 787), sodass sich die Gesamtorder am Ende des Jahres 2007 zur Auslieferung bis 2013 auf 67 Flugzeuge belief. Weitere zehn Auslieferungen sind für das Jahr 2008 vorgesehen. Schifffahrt

In der Schifffahrt hatte die Hapag-Lloyd am Bilanzstichtag insgesamt zehn Containerschiffe mit einer Kapazität von je 8 750 TEU in Auftrag gegeben, die bis zum Jahre 2010 ausgeliefert werden sollen; zwei Schiffe davon bereits im Geschäftsjahr 2008. Acht Schiffe wurden direkt bestellt, für zwei Schiffe wurden langfristige Charterverträge abgeschlossen. CP Ships hatte zur Erweiterung ihrer Flotte im Jahr 2003 langfristige Chartervereinbarungen über neun Containerschiffe mit einer Kapazität von je 4 250 TEU abgeschlossen. Davon wurden ein Schiff im Geschäftsjahr 2005, sechs in 2006 und zwei im Jahr 2007 ausgeliefert.

Finanzlage der TUI AG Die TUI AG ist die Obergesellschaft und zentrale Finanzierungseinheit des TUI Konzerns. Dadurch ist auch ihre Finanzlage im Wesentlichen geprägt. Die beschriebenen Veränderungen des Eigenkapitals, insbesondere des Grundkapitals und der Rücklagen sowie der Anleihen für den TUI Konzern, spiegeln sich entsprechend in der Bilanz der TUI AG wider. Kurz-Bilanz der TUI AG (HGB-Abschluss) Mio € Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungen Aktiva Eigenkapital Sonderposten mit Rücklageanteil Rückstellungen Anleihen Finanzverbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungen Passiva

Eigenkapital

84

2007

2006

Veränd. %

8 123,6 3 103,1 44,7 11 271,4 3 706,3 41,5 1 054,3 3 403,5 883,6 2 171,0 6 458,1 11,2 11 271,4

9 888,4 602,1 49,0 10 539,5 3 616,5 42,6 730,3 2 709,5 641,4 2 786,6 6 137,5 12,6 10 539,5

- 17,8 + 415,4 - 8,8 + 6,9 + 2,5 - 2,6 + 44,4 + 25,6 + 37,8 - 22,1 + 5,2 - 11,1 + 6,9

Entwicklung der Kapitalstruktur der TUI AG Das Eigenkapital der TUI AG erhöhte sich leicht um 2,5 % auf 3 706 Mio. €. Das gezeichnete Kapital der TUI AG besteht aus nennwertlosen Stückaktien, die jeweils in gleichem Umfang am Grundkapital beteiligt sind. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt rund 2,56 €. Die Ausgabe von 225 720 Belegschaftsaktien im Dezember 2007 veränderte die Höhe des gezeichneten Kapitals kaum. Es blieb fast unverändert bei rund 642 Mio. €. Zum Ende des Geschäftsjahres setzte sich das gezeichnete Kapital damit aus 251 245 575 Aktien zusammen. Die Kapitalrücklage erhöhte sich leicht, insbesondere in Folge der Ausgabe einer Wandelanleihe, um 23 Mio. € auf 2 420 Mio. €. Die Gewinnrücklagen stiegen, bedingt durch die Einstellungen aus dem Jahres­über­schuss, an. Der Bilanzgewinn erhöhte sich um 33 Mio. € auf 88 Mio €. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich leicht auf 32,9 % (Vorjahr 34,3 %).

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Nahezu unverändert blieb der Sonderposten mit Rücklageanteil aus steuerlichen Wertberichtigungen auf das Anlagevermögen. Die Rückstellungen nahmen um 44,4 % auf 1 054 Mio. € deutlich zu. Sie setzen sich aus Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 198 Mio. € (Vorjahr 224 Mio. €) und übrigen Rückstellungen in Höhe von 856 Mio. € (Vorjahr 506 Mio. €) zusammen. Ursächlich für den Anstieg waren höhere Drohverlustrückstellungen für derivative Finanzinstrumente im Bereich der sonstigen Rückstellungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten der TUI AG betrugen 6 458 Mio. € und stiegen um 321 Mio. € oder 5,2 %.

Befugnisse des Vorstands zum

Die Hauptversammlung vom 16. Mai 2007 hat den Vorstand der TUI AG ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung ist befristet bis zum 15. November 2008 und tritt an die Stelle der in der Hauptversammlung vom 10. Mai 2006 erteilten Genehmigung. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.

Rückkauf und zur Ausgabe von Aktien

Lagebericht

Rückstellungen

Die Hauptversammlung vom 10. Mai 2006 beschloss ein bedingtes Kapital in Höhe von 100 Mio. €; danach können bis zum 9. Mai 2011 Teilschuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten sowie Genussrechte und Gewinnschuldverschreibungen bis zu einem Nominalbetrag von 1,0 Mrd. € ausgegeben werden. Mit der Begebung einer Wandelanleihe über ein Nominalvolumen von 694 Mio. € am 1. Juni 2007 wurde das bedingte Kapital mit 64,1 Mio. € ausgenutzt. Weiterhin bestand ein noch nicht genutztes genehmigtes Kapital in Höhe von 317 Mio. €. Hierin enthalten war ein genehmigtes Kapital zur Ausgabe von Belegschaftsaktien in Höhe von 7 Mio. €. Der Vorstand der TUI AG ist ermächtigt, dieses bis zum 17. Mai 2009 zu nutzen. Zusätzlich zu dem für die Ausgabe von Belegschaftsaktien vorgesehenen genehmigten Kapital wurden auf der Hauptversammlung vom 10. Mai 2006 Beschlüsse zur Schaffung eines genehmigten Kapitals zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen in Höhe von 310,0 Mio. € gefasst. Die Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen ist auf 128,0 Mio. € beschränkt. Der Vorstand der TUI AG ist ermächtigt, dieses bis zum 9. Mai 2011 zu nutzen.

85

Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2007 gab es folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung für den TUI Konzern. Begebung einer Umtauschanleihe Mitte Januar hat die TUI AG eine mit Aktien der TUI Travel PLC aus ihrem Bestand unterlegte Finanzierung begeben. Das Volumen dieser Finanzierung beträgt 450 Mio. € und hat eine Laufzeit bis 2013. Die TUI AG hat dazu mit der Deutschen Bank und der Nero Finance Limited, einer von TUI unabhängigen Gesellschaft mit Sitz in Jersey, entsprechende Verträge geschlossen. Im Rahmen der Finanzierung hat die TUI AG Aktien im Um­­ fang von 10,7 % des TUI Travel PLC-Aktienkapitals an die Deutsche Bank verkauft, die dieses Aktienpaket an die Nero Finance übertragen hat. Nero Finance hat eine Umtauschanleihe mit Barausgleichs­option in TUI Travel PLC-Aktien begeben. Die Anleihe ist mit einem Kupon von 4,50 % p. a. ausgestattet. Sofern die Inhaber einer Umtauschanleihe ihr Umtausch­recht nicht ausüben, hat TUI die Verpflichtung, nach Ablauf der fünfjährigen Laufzeit die TUI Travel PLC-Aktien zurück zu erwerben. Bei Ausübung des Umtauschrechtes hingegen hat TUI das Recht, über eine Barausgleichs­ option die TUI Travel PLC-Aktien zurück zu kaufen. Unabhängig vom tempo­rären Verkauf des Aktien­paketes hat die TUI AG das Recht, mittels eines Stimmbindungsvertrages den Erwerber der TUI Travel PLC-Aktien zu instruieren, das Stimmrecht nach Weisung der TUI AG auszuüben. Dementsprechend resultieren keine Führungsveränderungen der TUI AG hinsichtlich der Beteiligung an der TUI Travel PLC. Demgemäß wird die TUI Travel PLC weiterhin vollständig im Konzernabschluss der TUI konsolidiert.

Den Erlös aus der Finanzierung setzt die TUI AG zur Verbesserung ihres Finanzprofils sowie für allgemeine Unternehmenszwecke ein. Im Zusammenhang mit dieser Finanzierung hat TUI eine ungenutzte Kreditfazilität über 1,0 Mrd. € gekündigt. Prüfung einer Verschmelzung der Hapag-Lloyd AG auf die TUI AG In seiner Sitzung am 23. Januar 2008 hat der Aufsichtsrat den Vorstand der TUI AG beauftragt, strategische Optionen für die Fortentwicklung des Konzerns zu prüfen. In diesem Zusammenhang soll auch eine mögliche Verschmelzung der Hapag-Lloyd AG auf die TUI AG untersucht werden. Erste Ergebnisse sollen in der Aufsichtsratssitzung am 17. März 2008 vorgestellt werden. Zusammenlegung von Germanwings, Eurowings und TUIfly Am 29. Januar 2008 hat die TUI Travel PLC zusammen mit Deutsche Lufthansa AG und Albrecht Knauf Industriebeteiligung GmbH ein Memorandum of Understanding zur Zusammenführung ihrer Tochtergesellschaften HapagLloyd Fluggesellschaft mbH, Hapag-Lloyd Express GmbH, Germanwings GmbH und Eurowings Luftverkehrs AG unterzeichnet. Nach erfolgter Buchprüfung und entsprechenden Detailverhandlungen sollen die Aktivitäten unter dem Dach einer gemeinsamen eigenständigen Holding geführt werden. Der Zusammenschluss bedarf neben der Zustimmung der Gremien der beteiligten Gesellschaften auch der kartellrechtlichen Freigabe. 86

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Risikobericht Chancen nutzen und Risiken begrenzen. Bewährte Kontrollen und zusätzliche Früherkennung.

Der TUI Konzern ist weltweit in den beiden Kerngeschäften Touristik und Schifffahrt tätig. Diese Aktivitäten bergen inhärente Risiken, die je nach Art des Geschäfts unterschiedlich ausgeprägt sind. Dabei können Risiken sowohl aus eigenem unternehmerischen Handeln resultieren, als auch durch externe Faktoren bedingt sein. Um Risiken zu erkennen und aktiv zu steuern, sind konzernweit Risikomanagementsysteme eingerichtet.

Risikopolitik Die Risikopolitik der TUI orientiert sich an dem Ziel, den Wert des Unternehmens stetig und nachhaltig zu steigern, die mittelfristigen finanziellen Ziele zu erreichen und den Fortbestand des Unternehmens langfristig zu sichern. Damit bildet sie einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmenspolitik. In beiden Kerngeschäftsfeldern des TUI Konzerns sind die Tochtergesellschaften in Märkten tätig, die in den letzten Jahren überdurchschnittliche Wachstumsraten aufweisen konnten und die auch künftig weiter wachsen werden. Gemessen am Umsatz ist die TUI in der Touristik, vor allem durch die Beteiligung an der TUI Travel PLC, Marktführer in Europa. Die Schifffahrts-Sparte des TUI Konzerns zählt – gemessen an der Kapazität – zu den fünf größten Containerschifffahrtslinien weltweit. Um die gebotenen Marktchancen nutzen und die hierin liegenden Erfolgspotenziale ausschöpfen zu können, müssen in angemessenem Umfang auch Risiken getragen werden. Zweck und Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken jeglicher Art frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und sie so weit zu begrenzen, dass der wirtschaftliche Nutzen überwiegt.

Risikomanagement Um seiner Gesamtverantwortung im Konzern nachzukommen, hat der Vorstand der TUI AG die wesentlichen Elemente des Risikomanagements in Richtlinien gefasst, die für alle Gesellschaften des Konzerns gültig sind. Des Weiteren hat er Kontroll- und Steuerungssysteme installiert, mittels derer die Entwicklung der Geschäfte und die damit verbundenen Risiken regelmäßig gemessen, bewertet und gesteuert werden. Verantwortlich für die Früherkennung und die Berichterstattung sowie den Umgang mit den geschäftlichen Risiken ist das Management der Gesellschaften; dabei obliegt der jeweils höheren Führungsebene die Kontrolle. Dem Vorstand und dem operativen Management stehen für das Risikomanagement mehrstufige, integrierte Berichtssysteme zur Verfügung. Das Planungs- und Controllingsystem analysiert monatlich Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten geschäftlichen Entwicklung und identifiziert damit zeitnah Risiken, die den Erfolg des Unternehmens gefährden könnten. 87

Lagebericht

Lagebericht

Weiterhin sind besondere, eigenständig organisierte Berichtssysteme zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken eingerichtet. Die Erfassung solcher Risiken erfolgt organisatorisch getrennt vom operativen Risiko­ management. Aufgabe der Risikofrüherkennung ist es, durch regelmäßige und fallweise Berichterstattung Risikopotenziale in den Gesellschaften zu erkennen, einheitlich zu bewerten und in einer Gesamtbetrachtung für den Konzern zusammenzufassen. Die im Rahmen der Risikosteuerung zu treffenden Maßnahmen werden in den operativen Einheiten vollzogen und durch operative Systeme unterstützend abgebildet. Gleichwohl erfolgt eine Rückkopplung zwischen der Risikofrüherkennung (KonTraG) und dem operativen Risikomanagement. Der Aufsichtsrat wird durch regelmäßige Berichterstattung und, soweit erforderlich, durch Ad-hoc-Berichte des Vorstands zu den Quartalen und in seinen Sitzungen eingebunden. Das Risikomanagement wird durch die konzernweiten Revisionsabteilungen unterstützt. Diese überprüfen sowohl regelmäßig als auch fallweise die Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Effizienz von Geschäften und Organisationsabläufen. Die Methoden und Systeme des Risikomanagements als auch das zeitliche Ausmaß der Kontrollen sind auf die Art der Risiken zugeschnitten und werden ständig überprüft, weiterentwickelt und den sich wandelnden geschäftlichen Umfeldern angepasst. Im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses 2007 sind die Systeme zur Früherkennung existenzgefährden­ der Risiken durch den Abschlussprüfer überprüft worden. Weder während noch zum Ende des Geschäftsjahres 2007 sind im Rahmen der regelmäßigen Risikoberichterstattung besondere, den Fortbestand einzelner Unternehmen oder des Konzerns gefährdende Risiken bekannt geworden.

Risikotransfer Als Teil des Risikomanagements werden Risiken auch außerhalb des Konzerns abgesichert. Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken aus den täglichen Geschäften wurden zu diesem Zweck so weit möglich Ver­ sicherungen abgeschlossen. Im Konzern bestehen unter anderem branchenübliche Haftpflicht- und Sachversicherungen sowie Versicherungen für die Luft- und Seefahrt. Diese werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Risiken der zukünftigen Entwicklung Umfeld- und Branchenrisiken Sowohl für die Sparte Touristik als auch für die Schifffahrts-Sparte des TUI Konzerns bestehen gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken. Die Einschätzung der mittelfristigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist im Einzelnen im „Prognosebericht“ dargestellt. Besondere Risiken können in beiden Sparten aus der Preisentwicklung von Rohstoffen, insbesondere von Ölprodukten, sowie den Entwicklungen von Währungsrelationen und Zinsen entstehen. Unter anderem können diese zu 88

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

schwächeren wirtschaftlichen Wachstumsraten in Ländern führen, die für die Aktivitäten des TUI Konzerns wesentlich sind. Dies kann sich in beiden Sparten negativ auf die Nachfrage nach den Leistungen auswirken und bei der Beschaffung von Vorleistungen und betriebsnotwendigen Produkten mit Kostensteigerungen verbunden sein. Risiken aus Akquisitionen und Desinvestitionen Im Zuge der im Geschäftsjahr 2007 vollzogenen Fusion der touristischen Einheiten des TUI Konzerns, mit Ausnahme der Hotelbeteiligungen, mit First Choice unter dem Dach der neuen TUI Travel PLC, sind signifikante Synergien identifiziert worden. Die Synergiepotenziale sind mit entsprechenden Maßnahmen und Prozessschritten hinterlegt worden, um eine sachgerechte Bewertung des zukünftigen Erfolgspotenzials abzuleiten. Dennoch besteht das Risiko, dass die Synergiepotenziale nicht in der geplanten Höhe erreicht werden.

Lagebericht

Lagebericht

Im Zuge der Neuausrichtung des TUI Konzerns sind durch die damit verbundenen Akquisitionen Geschäfts- oder Firmenwerte entstanden. Eine negative wirtschaftliche Entwicklung, die zu einer Rücknahme der zu erwartenden zukünftigen Cashflows führt, löst Wertminderungen (zum Beispiel durch Abschreibungen von Geschäfts- oder Firmenwerten) aus, die das Konzernergebnis belasten. Risiken aus der Informationstechnologie Die Geschäftsprozesse sowohl in der Touristik als auch in der Schifffahrt sind in hohem Maße von den installierten Informationssystemen abhängig. Beispielswiese sind in der Touristik die Buchungssysteme, das Kapazitätsund Ertragsmanagement sowie sämtliche administrativen Bereiche ITbasiert. Darüber hinaus gewinnt das Internet nicht nur als Vertriebskanal, sondern auch als Basistechnologie zur Automatisierung von Geschäftsprozessen zwischen Geschäftspartnern weiter an Bedeutung. Auch in der Schifffahrt werden weltweit IT-Systeme zur Buchung und Durchführung von Transportdienstleistungen und für die Kapazitäts- und Ertragssteuerung eingesetzt.

Die IT-Governance wird im TUI Konzern durch ein konzernweites und alle Geschäftsfelder umfassendes IT-Führungsgremium gewährleistet, das hierbei durch ein aus IT-Direktoren bestehendes Expertenteam unterstützt wird. Die zur Sicherung der Geschäftsprozesse eingesetzten IT-Systeme werden ständig überprüft und weiterentwickelt. Dies gilt auch für die bereits bestehenden Regelungen zur Informationssicherheit, z. B. durch die zunehmende Einführung von Festplattenverschlüsselungen bei mobilen Endgeräten, durch die Systemzugänge kontrolliert und die Ausfallrisiken begrenzt werden. Die Sicherheitsmaßnahmen umfassen beim Versand sensibler Daten auch teilweise die Anwendung von Verschlüsselungsmechanismen für E-Mails, die konzernweite Implementierung von „Firewalls“, „Virenscannern“ sowie die vollständige Spiegelung aller anwendungskritischen Systeme, Websites und Infrastrukturkomponenten in zwei räumlich voneinander getrennten Rechenzentren.

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Geschäftliche Risiken in der Touristik Das Buchungsverhalten der Kunden der Touristik-Sparte wird wesentlich durch wirtschaftliche Rahmenbedingungen und externe Faktoren beeinflusst. Politische Ereignisse, Naturkatastrophen, Epidemien oder terroris­ tische Anschläge haben Einfluss auf Urlaubsentscheidungen und damit den Geschäftsverlauf in einzelnen Märkten. Mit zunehmender Wettbewerbsintensität und dem Auftritt neuer Marktteilnehmer mit neuen Geschäftsmodellen nehmen die Marktrisiken zu. Beispiele hierfür sind der Verkauf von Reiseleistungen über das Internet und Niedrigpreis-Fluggesellschaften, die den stationären Vertrieb von Reisen negativ beeinflussen können. Ein wesentliches geschäftliches Risiko in der Touristik liegt in der Saisonplanung der Flug- und Hotelkapazitäten. Hierzu sind eine Nachfrageprog­ nose der Veranstalter sowie die Vorwegnahme von Trends in der Urlaubsgestaltung und bei den Urlaubsgebieten notwendig. Die hinterliegende Geschäftslogik der touristischen Bereiche der TUI Travel PLC sowie des Hotelbereiches bietet gute Voraussetzungen, um den daraus resultieren­ den Auslastungsrisiken zu begegnen:  Die Kapazitäten der eigenen Fluggesellschaften und Hotels sind deutlich niedriger als die Gästezahlen der Veranstalter. So ist es möglich, über den Einkauf von Sitzplätzen und Hotelbetten von Dritten und entsprechende vertragliche Vereinbarungen das Angebot flexibel zu halten.  Durch die Präsenz in allen wesentlichen europäischen Ländern können Auswirkungen von regionalen Nachfrageschwankungen auf die Kapazitätsauslastung in den Urlaubsgebieten begrenzt werden.  Weitere Möglichkeiten bieten der Mehr-Wege-Vertrieb und die direkte und modulare Vermarktung der Kapazitäten über das Internet.

Geschäftliche Risiken in der Schifffahrt In der Containerschifffahrt gehen die wesentlichen Risiken für die geschäftliche Entwicklung von externen Faktoren aus. Eine ungünstige Entwicklung des Welthandels und der Investitionszyklen in der Schifffahrt kann so zu Überhängen an Schiffskapazitäten führen; diese beeinflussen die Seefrachtraten negativ. Regionale Konjunkturschwankungen innerhalb der einzelnen Fahrtgebiete können zu einer Unpaarigkeit der Ladungsströme führen. Diesem branchentypischen Risiko wird durch ein effizientes Kapazitätssteuerungssystem begegnet. Zur Begrenzung der geschäftlichen Risiken tragen weiterhin bei:  die Aktivität in den nachhaltig attraktiven Fahrtgebieten der Ost-WestVerkehre,  die Mitgliedschaft in der Grand Alliance, einem der weltweit führenden Konsortien in der Linienschifffahrt.

Finanzwirtschaftliche Risiken Im TUI Konzern ist ein zentrales Finanzierungsmanagement eingerichtet, das alle wesentlichen Transaktionen mit den Finanzmärkten wahrnimmt.

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Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Im Zuge der Zusammenführung der touristischen Aktivitäten der TUI mit First Choice zur TUI Travel PLC wurde eine Aufgabenteilung für das bisher allein bei TUI AG geführte, zentrale Cash-Management sowie das zentrale finanzwirtschaftliche Risikomanagement umgesetzt. TUI Travel PLC nimmt diese Funktionen nun entsprechend der unveränderten Risikopolitik des Konzerns für den Geschäftsbereich Touristik wahr, während für die anderen geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns diese Funktion weiterhin bei TUI AG liegt. Die einzelnen Finanzierungskreise, Regeln, Kompetenzen und Abläufe sowie die Limits für Transaktionen und Risikopositionen sind in Richtlinien festgelegt. Die Aufgaben von Handel, Abwicklung und Controlling sind funktional und organisatorisch getrennt. Die Einhaltung der Richtlinien und Geschäftslimits wird laufend überwacht. Grundlage aller Sicherungsgeschäfte des Konzerns sind grundsätzlich entsprechend bilanzierte oder zukünftige Grundgeschäfte. Für die Erfassung, Bewertung und Bericht­ erstattung der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte wird anerkannte Standardsoftware eingesetzt. Finanzinstrumente Im Wesentlichen entstehen im TUI Konzern finanzwirtschaftliche Risiken durch Zahlungsströme in Fremdwährungen, den Bedarf an Treibstoffen (Flugbenzin und Bunkeröl) und die Finanzierung über den Geld- und Kapitalmarkt. Zur Begrenzung der Risiken aus Änderungen von Wechselkursen, Markt­preisen und Zinsen für die Grundgeschäfte setzt TUI derivative Finanzinstrumente ein, die nicht an Börsen gehandelt werden. Dabei handelt es sich überwiegend um Festpreisgeschäfte (zum Beispiel Termingeschäfte und Swaps). Daneben werden auch Optionsgeschäfte in geringerem Um­­ fang gehandelt. Der Abschluss dieser Geschäfte erfolgt zu Marktbedingungen mit Adressen aus dem Finanzsektor, die über eine einwandfreie Bonität verfügen. Umrechnungsrisiken aus der Konsolidierung der nicht in Euro bilanzierenden Konzerngesellschaften (Translationsrisiken) werden nicht abgesichert.

Detaillierte Angaben zu Sicherungsstrategien und Risikomanagement sowie zu Finanzgeschäften und zu ihrem Umfang am Bilanzstichtag enthält der Abschnitt „Finanzinstrumente“ im Anhang zum Konzernabschluss. Liquiditätssicherung Die TUI stellt im Rahmen der jährlichen Konzernplanung einen mehrjährigen Finanzplan auf. Daneben wird monatlich eine rollierende Liquiditätsplanung mit einem Planungszeitraum von einem Jahr erstellt. In die Liquiditätsplanung sind alle Finanzierungskreise des Konzerns einbezogen.

Zur Finanzierung des Konzerns werden Geld- und Kapitalmarktinstrumente sowie bilaterale Bankkredite und syndizierte Kreditfazilitäten eingesetzt. Der TUI AG stand am Bilanzstichtag eine syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 1,0 Mrd. € zur Verfügung. Diese syndizierte Kreditlinie war am Bilanzstichtag nicht genutzt. Im Zuge einer Finanzierungsmaßnahme über 0,5 Mrd. € im Januar 2008 hat TUI diese syndizierte Kreditfazilität gekündigt. Als Nebeneffekt dieser Finanzierungsmaßnahmen sind die Restriktionen aus den so genannten Senior Notes der TUI AG über 2,0 Mrd. € 91

Lagebericht

Lagebericht

für TUI Travel PLC entfallen. Somit verfügt TUI Travel PLC über einen separaten Banken- und Kapitalmarktzugang und kann die Liquiditätsvorsorge der ihr zugeordneten touristischen Gesellschaften eigenständig wahrnehmen. Der Bestand an flüssigen Mitteln sowie nicht ausgenutzte Banklinien stellen sicher, dass die TUI stets über eine angemessene Liquidi­ tätsreserve verfügt. Am Bilanzstichtag hatte die TUI zur langfristigen Finanzierung Anleihen von insgesamt 3,4 Mrd. € am Kapitalmarkt begeben. Diese teilten sich auf sieben Anleihen auf, hierunter befindet sich eine als Hybridkapital ausgewiesene Anleihe. Die Anleihen weisen unterschiedliche Ausstattungen und Laufzeiten auf. Durch die Optimierung von Laufzeiten und Volumen der Anleihen wurden zukünftige Risiken bei der Rückzahlung bzw. Refinan­ zierung begrenzt. Der TUI Travel PLC wurde im August 2007 durch ein Bankenkonsortium eine syndizierte Kreditlinie über 0,8 Mrd. Britische Pfund gewährt. Diese Fazilität hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2012 und war zum Bilanzstichtag mit 0,6 Mrd. Britischen Pfund in Anspruch genommen. Zur Erfüllung der regulatorischen Anforderungen (insbesondere der Civil Aviatioh) an die TUI Travel PLC als Anbieter touristischer Leistungen in Großbritannien, Irland und Skandinavien hat TUI Travel PLC eine syndizierte Bankfazilität (Bonding Facility in Form von Aval-Krediten) in Höhe von 0,4 Mrd. Britischen Pfund abgeschlossen. Die Bonding Facility hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2008 und kann über eine Option bis zum 31. März 2009 verlängert werden. Zum Bilanzstichtag war diese Fazilität mit 0,4 Mrd. Britischen Pfund ausgenutzt. Die über den Kapitalmarkt aufgenommenen Finanzschulden der TUI AG, die syndizierte Kreditfazilität der TUI Travel PLC sowie die syndizierte Bonding Facility der TUI Travel PLC enthalten eine Reihe von Verpflichtungen: So besteht beispielsweise seitens TUI Travel PLC aus der syndizierten Kredit­fazilität und der syndizierten Bonding Facility die Verpflichtung zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen, so genannter Financial Covenants, die (a) die Einhaltung einer EBITDAR-zu-Nettozinsaufwand-Relation, die die relative Belas­tung des Konzerns aus dem Zinsergebnis sowie aus den Miet- und Pacht­aufwendungen bemisst, und (b) die Einhaltung einer Nettoschulden-zu-EBITDA-Relation, die die relative Belastung des Konzerns mit Finanz­­ver­­­bindlichkeiten berechnet, erfordern. Daneben wird unter anderem die Möglichkeit der TUI Travel PLC beschränkt, Vermögensgegenstände zu belasten oder zu veräußern, andere Unternehmen oder Beteiligungen zu erwerben oder Verschmelzungen durchzuführen. Die Kapital­ marktinstrumente sowie die syndizierte Kreditfazilität und die Bonding Facility enthalten darüber hinaus weitere Vertragsklauseln, die für Finanzierungsinstrumente dieser Art typisch sind. Die Nichteinhaltung dieser Verpflichtungen führt dazu, dass die Fazilitäten oder die Kapitalmarktinstrumente durch die Kreditgeber gekündigt werden können. Die Geschäftsvorfälle der TUI und der TUI Travel PLC sowie die erwartete Geschäftsentwicklung werden fortlaufend auf Einklang mit den vertraglichen Regelungen überprüft.

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Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Weitere Angaben zur Finanzierung sowie zu den Finanzschulden enthalten der Abschnitt „Finanzlage“ des Lageberichts sowie die Position „Verbindlichkeiten“ im Anhang zum Konzernabschluss. Risiken aus Pensionszusagen Für die Finanzierung von Pensionszusagen, insbesondere in Großbritannien, bestehen Pensionsfonds, die von unabhängigen Fondsmanagern betreut werden. Diese legen das Fondsvermögen auch in Wertpapieren an. So kann die Entwicklung der Finanzmärkte die Wertentwicklung dieser Fonds ungünstig beeinflussen und zu Belastungen führen.

Für ganz oder teilweise fondsgedeckte Versorgungszusagen bestand im TUI Konzern ein Anwartschaftsbarwert in Höhe von 1,8 Mrd. €, dem ein Marktwert des Vermögens externer Fonds in Höhe von 1,5 Mrd. € gegenüberstand. Aus der Unterdeckung in Höhe von 0,3 Mrd. € sowie aus dem Anwartschaftsbarwert für die nicht fondsgedeckten Versorgungszusagen von 0,5 Mrd. € ergibt sich ein Nettoanwartschaftsbarwert in Höhe von 0,8 Mrd. €, der in voller Höhe durch Pensionsrückstellungen abgebildet ist. Detaillierte Angaben zur Entwicklung der Pensionsverpflichtungen enthält die Position „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen“ im Anhang zum Konzernabschluss. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden im TUI Konzern zum Bilanz­ stichtag in Höhe von 4,1 Mrd. € (nach 3,9 Mrd. € im Vorjahr). Sie betrafen im Wesentlichen Bestellobligen für Investitionen. Rund 18 % des Gesamtbetrags hatten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Finanzielle Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charter­ verträgen bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von 5,3 Mrd. € (nach 4,5 Mrd. € im Vorjahr). Mit 2,3 Mrd. € hatten Schiffe und Container den größten Anteil an den finanziellen Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charterverträgen. 1,1 Mrd. € entfallen auf Flugzeuge, 0,6 Mrd. € auf Hotels und 1,3 Mrd. € auf übrige Gebäude und Sonstiges. Rund 21 % des Gesamtbetrags hatten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Detaillierte Angaben zu den Sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthält der entsprechende Abschnitt im Anhang zum Konzernabschluss.

Umweltrisiken Sowohl derzeitige Gesellschaften des TUI Konzerns als auch bereits veräußerte Unternehmen sind bzw. waren mit der Verwendung, Verarbeitung, Gewinnung, Lagerung oder dem Transport von Stoffen befasst, die als umwelt- oder gesundheitsschädlich eingestuft werden. TUI tritt Umwelt­ risiken aus dem laufenden Geschäftsbetrieb mit vorbeugenden Maßnahmen entgegen und hat sich gegen bestimmte Umweltrisiken versichert. Sofern umweltrechtliche Risiken aus bereits veräußerten Unternehmen nicht auf die Erwerber übergegangen sind, wurden für eventuelle Ansprüche im bilanziell erforderlichen Rahmen Rückstellungen gebildet.

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Lagebericht

Lagebericht

Haftungsverhältnisse und Rechtsstreitigkeiten Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten. Sie wurden am Bilanzstichtag mit 71 Mio. € (nach 214 Mio. € im Vorjahr) ausgewiesen. Die Reduzierung war im Wesentlichen durch die Rückführung von Garantien und Bürgschaften zur Abwicklung noch laufender Geschäfte aus den ehemaligen Aktivitäten im Anlagen- und Schiffbau bedingt. Die TUI AG oder eine ihrer Tochtergesellschaften sind nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten. Dies gilt auch für die im Klagewege geltend gemachten Gewährleistungs-, Rückforderungs- oder sonstigen Ansprüche im Zusammenhang mit den in den letzten Jahren getätigten Verkäufen von Tochtergesellschaften. Für alle eventuellen finanziellen Belastungen aus Gerichts- oder Schiedsverfahren wurden, wie in den vergangenen Jahren, bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Über Haftungsverhältnisse und Rechtsstreitigkeiten wird auch in den entsprechenden Abschnitten im Anhang zum Konzernabschluss berichtet.

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Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Vergütungsbericht

Der Aufsichtsrat berät und überprüft auf Vorschlag des Präsidiums regelmäßig die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Präsidium festgelegt. Dabei orientiert sich das Präsidium an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Außerdem werden die Aufgaben und die Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Bei Herrn Peter Long und Herrn Peter Rothwell wird bzw. wurde die Vergütung durch das Remuneration Committee der TUI Travel PLC festgelegt. Bezüge des Vorstands Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der TUI AG setzt sich aus Festbezügen und variablen Bestandteilen zusammen. Die variablen Komponenten bestehen aus einer Tantieme sowie einem Bonus mit langfristiger Anreizwirkung (Langfristiges Anreizprogramm). Bei den Vorstandsmitgliedern mit Dienstsitz in Deutschland ist die Höhe der Tantieme abhängig vom Konzernergebnis sowie vom Ergebnis der Sparten des abgelaufenen Geschäftsjahres und persönlichen Bemessungsfaktoren. Grundlage der Berechnung der Tantieme ist das jeweilige Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBITA). Bei Herrn Peter Long ist die Höhe der Tantieme abhängig von einem persönlichen Bemessungsfaktor und dem Grad der Erreichung von bestimmten, vorgegebenen Zielen. Vorstandsmitglieder haben außerdem einen Anspruch auf die Gestellung eines Dienst­wagens mit Fahrer sowie auf Reisevergünstigungen.

Im Rahmen des langfristigen Anreizprogramms wurde den Vorstandsmitgliedern mit Dienstsitz in Deutschland für das Geschäftsjahr 2007 ein Bonus gewährt, der auf Basis eines durchschnittlichen Aktienkurses in virtuelle Aktien der TUI AG umgerechnet wird. Grundlage der Berechnung der Gewährung von virtuellen Aktien ist das Konzernergebnis vor Ertragsteuern und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBTA). Die Umrech­ nung in virtuelle Aktien erfolgt mit dem durchschnittlichen Börsenkurs der TUI Aktie an den 20 Börsentagen, die der Aufsichtsratssitzung folgen, in der der Jahresabschluss festgestellt wird. Somit erfolgt die Ermittlung der Stückzahl der für ein Geschäftsjahr gewährten virtuellen Aktien erst im Folgejahr. Nach einer Sperrfrist von zwei Jahren kann der Anspruch auf Barzahlung aus diesem Bonus in vorher definierten Zeiträumen individuell von den Vorstandsmitgliedern ausgeübt werden. Bei Ausscheiden aus dem Vorstand entfällt die Sperrfrist. Die Höhe der Barzahlung richtet sich nach dem durchschnittlichen Börsenkurs der TUI Aktie für einen Zeitraum von 20 Börsentagen nach dem Ausübungszeitpunkt. Absolute oder relative Rendite- bzw. Kursziele bestehen nicht. Eine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) 95

Lagebericht

Lagebericht

ist bei außerordentlichen, nicht vorhergesehenen Entwicklungen vereinbart. Das langfristige Anreizprogramm für Herrn Peter Long besteht aus der Gewährung von Aktien der TUI Travel PLC nach Maßgabe von persönlichen Bemessungsfaktoren, die vom Remuneration Committee der TUI Travel PLC festgelegt werden. Entwicklung der Stückzahl der virtuellen Aktien der TUI AG Stück Bestand zum 31.12.2006 Gewährung von virtuellen Aktien für das Geschäftsjahr 2006 Ausübung von virtuellen Aktien Zugang bzw. Abgang von virtuellen Aktien1) Bestand zum 31.12.2007 1)

503 511 963 0 - 10 257 494 217

beim Ausscheiden von Herrn Peter Rothwell

Am 31. Dezember 2007 hielten ehemalige Vorstandsmitglieder 6 486 Aktien (Vorjahr 0 Aktien). Herr Peter Long hatte zum 31.12.2007 einen Anspruch auf Anwartschaften auf 1 905 423 Aktien der TUI Travel PLC. Für die Ansprüche aus den langfristigen Anreizprogrammen einschließlich der Gewährung von virtuellen Aktien für das Geschäftsjahr 2007 bestehen Rückstellungen in Höhe von 9 822 Tsd. € (Vorjahr 8 481 Tsd. €). Aus der Bewertung der virtuellen Aktien der TUI AG bzw. der Anwartschaften auf Aktien der TUI Travel PLC entstand den Mitgliedern des Vorstands einschließlich eines ehemaligen Vorstandsmitglieds im Geschäftsjahr 2007 ein Gewinn von 2 207,0 Tsd. € (im Vorjahr ein Verlust von 1 107,1 Tsd. €). Bei Herrn Peter Long betrifft die Wertveränderung Ansprüche, die vor dem 3. September 2007 erworben wurden und die im Rahmen der Verschmelzung auf TUI Travel PLC übergegangen sind. Wertveränderungen der virtuellen Aktiendepots des Vorstands Tsd € Dr. Michael Frenzel (Vorsitzender) Horst Baier Michael Behrendt Sebastian Ebel1) Dr. Peter Engelen Rainer Feuerhake Peter Long Christoph R. Mueller1) Peter Rothwell1) Gesamt 1)

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bei ihrem Ausscheiden

2007

2006

703,6 – – – 392,2 748,2 249,0 1,8 112,2 2 207,0

- 344,2 – – - 142,3 - 190,2 - 376,1 – – - 54,3 - 1 107,1

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Erfolgsunabhängige Vergütung

Tsd € Dr. Michael Frenzel (Vorsitzender) Horst Baier (ab 9.11.2007) Michael Behrendt Sebastian Ebel (bis 31.8.2006) Dr. Peter Engelen Rainer Feuerhake Peter Long (ab 3.9.2007) Christoph R. Mueller (bis 3.9.2007) Peter Rothwell (bis 8.11.2007) Gesamt Vorjahr

1 104,5 67,5 498,0 – 468,9 654,9 587,0 325,3 1 085,7 4 791,8 3 575,4

Erfolgsabhängige Vergütung 2 893,6 95,9 1 335,2 – 1 156,1 1 874,9 389,2 377,4 1 769,3 9 891,6 3 126,7

Vergütung für AufLangsichtsratsfristiges mandate Anreizprogramm im Konzern 290,8 25,3 174,5 – 174,5 232,6 184,0 – 82,4 1 164,1 17,0

189,4 7,0 0,0 – 52,8 229,1 – 58,6 7,3 544,2 648,9

Gesamt 2007

Gesamt 2006

4 478,3 195,7 2 007,7 0,0 1 852,3 2 991,5 1 160,2 761,3 2 944,7 16 391,7 7 368,0

1 996,6 – 655,3 350,1 925,7 1 372,0 – 283,9 1 784,4 7 368,0

Den Mitgliedern des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2007 wie im Vorjahr keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

a) Ruhegehaltsansprüche

Leistungen für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit Ruhegehälter werden an frühere Vorstandsmitglieder gezahlt, die entweder die vorgesehene Altersgrenze erreicht haben oder dauerhaft arbeitsunfähig sind. Basis für die Berechnung des Ruhegehalts für Vorstandsmitglieder mit Dienstsitz in Deutschland ist ein ruhegehaltsfähiges Gehalt, das sich an der festen Vergütung eines Vorstandsmitglieds orientiert. Das Ruhegehalt bestimmt sich nach einem prozentualen Anteil am ruhegehaltsfähigen Gehalt. Dieser prozentuale Anteil beträgt für die erste Dienstvertrags­ periode 50 %. In Abhängigkeit von der Anzahl der Dienstvertragsperioden oder auf Grund von Einzelvereinbarungen erhöht sich der Prozentsatz auf bis zu 80 %. Herr Peter Long hat keinen Ruhegehaltsanspruch an die TUI AG. Anstelle der Gewährung eines Ruhegehaltsanspruchs wird ein Betrag in Höhe von 50 % des Festgehaltes in einen Pensionsfonds eingezahlt. Diese Zahlung ist in der erfolgsunabhängigen Vergütung enthalten.

Witwen von Vorstandsmitgliedern erhalten unter bestimmten Bedingungen bis zu ihrem Lebensende oder ihrer Wiederverheiratung ein Witwengeld von 60 % des Ruhegehalts. Kinder von Vorstandsmitgliedern erhalten bis maximal zur Vollendung des 25. Lebensjahres ein Waisengeld von 20 % des Ruhegehalts für Halbwaisen und von 25 % für Vollwaisen. Ruhegehaltsansprüche/ Zuführung zu bzw. Auflösung von Pensionsrückstellungen Tsd € Dr. Michael Frenzel (Vorsitzender) Horst Baier Michael Behrendt Dr. Peter Engelen Rainer Feuerhake

Ruhegehalt pro Jahr

Zuführung zu bzw. Auflösung von Pensionsrückstellung

720,0 200,0 320,0 240,0 424,0

- 642,8 1 294,5 - 370,3 - 340,7 - 404,7

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Lagebericht

Individuelle Vergütung des Vorstands

In Folge der Anhebung des Rechnungszinssatzes auf 5,5 % im Jahr 2007 (Vorjahr 4,5 %) ergaben sich bei den Pensionsrückstellungen Auflösungen. Für ein neues Vorstandsmitglied wurde der erforderliche Betrag der Pen­sions­rückstellung zugeführt. Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstandsmitglieder bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 19 929 Tsd. € (Vorjahr 20 663 Tsd. €). Für ehemalige Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen betrugen die Pensionsverpflichtungen am Bilanzstichtag 34 780 Tsd. € (Vorjahr 47 811 Tsd. €). Die Finanzierung der Pensionsverpflichtungen für inländische Anspruchsberechtigte erfolgt über den Abschluss von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Da die Rückdeckungsversicherung die Verpflichtungen aus den Pensionszusagen für ehemalige und aktive Vorstandsmitglieder vollumfänglich abdeckt, wurde die Versicherung als Vermögenswert von den Pensionsverpflichtungen abgesetzt. Im Geschäftsjahr 2007 reduzierten sich die Pensionsrückstellungen für aktive Vorstände um 464 Tsd. € (im Vorjahr wurde ein Betrag von 1 988 Tsd. € zugeführt). Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene beliefen sich die Gesamtbezüge im Geschäftsjahr 2007 auf 7 011 Tsd. € einschließlich einer einmaligen Abfindung in Höhe von 777 Tsd. € an ein ausgeschiedenes Vorstandsmitglied (Vorjahr insgesamt 5 652 Tsd. €). Die Rückstellung zur Abgeltung von Wettbewerbsklauseln und eventuelle Übergangsgeldansprüche wurde um 100 Tsd. € erhöht (Vorjahr 3 250 Tsd. €). b) Übergangsbezüge

Wenn Vorstandsmitglieder mit Ablauf der Amtsperiode mangels Wiederbestellung oder mangels Verlängerung der Amtszeit ausscheiden oder wenn das Unternehmen deren Dienstvertrag beendet, haben sie Anspruch auf Übergangsbezüge bis zum Eintritt der Zahlung von Ruhegehältern. Die Übergangsbezüge entsprechen dem erreichten Ruhegehaltsanspruch. Der Anspruch auf Übergangsgeld wird um Einkommen gekürzt, das der Anspruchsberechtigte aus selbstständiger oder nicht selbstständiger Tätigkeit erhält, aus Ruhegehalt oder Übergangsgeld von anderen Unternehmen oder aus Bezügen von Versicherungen.

c) Change of Control-Vereinbarung

Für den Fall des durch eine Änderung der Mehrheitsverhältnisse bedingten Verlustes des Vorstandsamtes oder der Wahrnehmung des für diesen Fall eingeräumten Rechtes zur Niederlegung des Amtes und Kündigung des Vorstandsdienstvertrags haben die Vorstandsmitglieder einen Anspruch auf Abgeltung der finanziellen Ansprüche für die Restlaufzeit des Vorstandsdienstvertrags. Die erfolgsabhängige Vergütung und die Zuteilung virtueller Aktien für die Restlaufzeit des Dienstvertrags richten sich dabei nach dem Durchschnitt der für die letzten drei Geschäftsjahre gewährten Bezüge. Gleiches gilt für die bislang von Konzerngesellschaften erhaltene Vergütung für Aufsichtsratstätigkeiten. Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthalten die Vorstandsdienstverträge keine ausdrückliche Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben.

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Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Bezüge des Aufsichtsrats Die Bezüge des Aufsichtsrats bestehen aus einer festen sowie variablen Komponenten. Sie bestimmen sich aus § 18 der Satzung der TUI AG, die der Öffentlichkeit im Internet dauerhaft zugänglich ist. Der Vorsitzende erhält das Dreifache der Beträge, sein Stellvertreter sowie die weiteren Mitglieder des Präsidiums das Eineinhalbfache. Die Mitgliedschaft und der Vorsitz in Ausschüssen werden gesondert vergütet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung in Höhe von 40 000 €. Der Aufsichtsrat erhält ferner eine am kurzfristigen Erfolg des Unternehmens orientierte Vergütung in Höhe von 100 € je 0,01 € des für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgewiesenen Ergebnisses je Aktie (Gewinn pro Aktie). Außerdem erhält der Aufsichtsrat eine auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens bezogene Vergütung. Die langfristige variable Vergütung besteht aus einem Basisbetrag von 20 000 € pro Jahr. Dieser Basisbetrag kommt nach Ablauf des dritten der Gewährung folgenden Geschäftsjahres zur Auszahlung und erhöht oder verringert sich in dem Ausmaß, wie sich der Gewinn pro Aktie des dritten der Gewährung folgenden Jahres gegenüber dem Geschäftsjahr, für das der Betrag gewährt wurde, verändert. Dabei zieht eine Veränderung des Gewinns pro Aktie um 0,01 € eine Erhöhung oder Verminderung des Basisbetrags um 100 € nach sich. Der zur Auszahlung kommende Betrag darf jedoch in keinem Fall 250 % des Basisbetrages überschreiten. Vergütung des Aufsichtsrats Tsd € Feste Vergütung Kurzfristige variable Vergütung Langfristige variable Vergütung Vergütung für Ausschusstätigkeit Vergütung für Tätigkeit im Aufsichtsrat der TUI AG Vergütung für Aufsichtsratsmandate im Konzern Gesamt

2007

2006

979,2 149,3 1 135,0 160,0 2 423,5 415,0 2 838,5

973,5 – 486,4 160,0 1 619,9 319,3 1 939,2

Außerdem wurden Reisekosten und Auslagen in Höhe von 65 Tsd. € (Vorjahr 74 Tsd. €) erstattet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich danach auf 2 904 Tsd. € (Vorjahr 2 013 Tsd. €). Abgesehen von den im Rahmen der Anstellungsverträge erbrachten Arbeitsleistungen der Arbeitnehmervertreter haben Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2007 keine persönlichen Leistungen, wie zum Beispiel Beratung oder Vermittlung für die TUI AG und deren Tochtergesellschaften, erbracht.

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Lagebericht

Lagebericht

Individuelle Vergütung des Aufsichtsrats für 2007

Tsd € Dr. Jürgen Krumnow (Vorsitzender) Jan Kahmann (stellvertr. Vorsitzender) Andreas Barczewski Jean-Claude Baumgarten Jella Susanne Benner-Heinacher Sepp Dieter Heckmann Frank Jacobi (ab 15.8.2007) Uwe Klein Christian Kuhn (bis 31.12.2007) Dr. Dietmar Kuhnt Roberto López Abad Dieter Lübkemann Dr. h.c. Abel Matutes Juan Petra Oechtering (bis 15.8.2007) Carmen Riu Güell Dr. Manfred Schneider Roland Schneider Ilona Schulz-Müller Olaf Seifert Henry Sieb Dr. Franz Vranitzky Gesamt

Variable Variable Feste kurzfristige langfristige Vergütung Vergütung Vergütung 120,0 60,0 40,0 40,0 40,0 40,0 15,0 60,0 40,0 40,0 40,0 40,0 40,0 37,5 60,0 40,0 46,7 40,0 40,0 40,0 60,0 979,2

18,3 9,2 6,1 6,1 6,1 6,1 2,3 9,2 6,1 6,1 6,1 6,1 6,1 5,7 9,2 6,1 7,1 6,1 6,1 6,1 9,2 149,3

150,0 75,0 39,2 39,2 50,0 39,2 7,5 75,0 50,0 50,0 50,0 24,9 50,0 58,4 75,0 50,0 42,6 50,0 50,0 39,2 69,6 1 135,0

Vergütung für AufVergütung für Aus- sichtsratsmandate schusstätigkeit im Konzern 20,0 – – – – – – 20,0 – 60,0 – – – – – 20,0 – 20,0 20,0 – – 160,0

99,9 – – – – – – 72,8 38,3 93,6 – 76,2 – – – – – – – 34,2 – 415,0

Gesamt 408,2 144,2 85,3 85,3 96,1 85,3 24,8 237,0 134,4 249,7 96,1 147,2 96,1 101,6 144,2 116,1 96,4 116,1 116,1 119,5 138,8 2 838,5

Die Ansprüche der Mitglieder des Aufsichtsrats aus der langfristigen Vergütungsregelung sind durch eine Rückstellung in Höhe von 1 565 Tsd. € (Vorjahr 430 Tsd. €) abgedeckt.

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Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Um in einem Umfeld neuer Technologien und dynamischer Märkte wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die angebotenen Dienstleistungen des TUI Konzerns, aber auch die konzerninternen Prozesse ständig weiterentwickelt werden. Dabei liegen die Entwicklungsschwerpunkte in der Nutzung neuer Informationstechnologien sowie in einem Ausbau des Serviceangebots, um auf diese Weise ein weiterhin hohes Wachstum des Konzerns zu gewährleisten. In der Touristik galt es, im Online-Bereich das Angebot ständig zu erweitern und an neue Technologien anzupassen. Gleichzeitig wurden Konzepte für neue Internetseiten entwickelt, um der wachsenden Zahl der OnlineBuchungen gerecht zu werden. In der Schifffahrt standen der kontinuierliche Ausbau des elektronischen Daten- und Informationsaustausches mit den Kunden sowie der hohen weltweiten IT-Standards im Fokus der Arbeiten.

Innovationen in der Touristik Innovationen in der TUI Travel PLC betrafen im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen die Bereiche Mainstream Holidays und Online Destination Services. Dabei wurde in beiden Bereichen vor allem die Funktionalitäten der jeweiligen Internetauftritte ausgebaut. Im Mainstream-Bereich wurde darüber hinaus das bestehende Reiseangebot erweitert. Hotelbewertungen im Internet

Neue Internetauftritte



Reservierungssystem Contour

Im Bereich Europa Nord wurde die Thomson-Homepage durch Hotelbewertungen ergänzt, die die Internetplattformen für Gästebewertungen, Holidays Uncovered und TripAdvisor, zur Verfügung stellen. Die Einführung umfassender Internetanwendungen für die Reisebüros in Großbritannien ermöglichen interaktive Verkaufsgespräche, in denen die Mitarbeiter ihren Kunden Bewertungen und Videos der angebotenen Hotels zeigen können. Zunächst wurde eine Pilotphase in 88 Reisebüros begonnen, die flächendeckende Einführung ist für das Jahr 2008 geplant. Im Bereich Europa Mitte wurden die Internetauftritte von Airtours und TUIfly neu gestaltet und mit weiteren Funktionen ausgestattet. Daneben wurden die Auftritte zahlreicher TUI Gesellschaften überarbeitet und erweitert. Im Bereich Europa Nord wurde ein Online-Guide eingeführt, der dem Kunden die Buchung beispielsweise von Ausflügen und Restaurants bereits vor seiner Abreise ermöglicht. Nachdem das Reservierungssystem Contour in 2006 bereits für TUI France eingeführt wurde, erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Ausdehnung auf den Veranstalter Nouvelles Frontières. Neben einer Lastminute-Suchmaschine ermöglicht die Plattform die individuelle Zusammenstellung von Urlaubsreisen. Auch der neue Reisekatalog für den Sommer 2008 wurde auf der Plattform implementiert. 101

Lagebericht

Forschung und Entwicklung IT-basierte Neuerungen in Touristik und Schifffahrt.

Online Destination Services

Für den Bereich Online Destination Services wird ein einheitliches Revenue Management System entwickelt, das durch erweiterte Funktionen die betriebsinternen Prozesse optimieren soll. Dazu wurde in 2007 ein detailliertes Konzept erarbeitet und eine Pilotphase vorbereitet. Des Weiteren verbesserte die Einführung eines neuen Booking Migration System den Datenaustausch mit den Systemen der Hotels. Durch eine neue Schnittstelle können Buchungsvorgänge nun direkt in die Datenbanken der An­­ bieter exportiert werden.

Toscana Resort Castelfalfi

Mit einem Grundstückserwerb in der Toskana wurde im März 2007 das größte Tourismusprojekt in dieser Region initiiert. Auf dem elf Quadratkilometer großen Areal soll nach dem Vorbild des Projektes „Land Fleesensee“ das „Toscana Resort Castelfalfi“ entstehen.

Innovationen in der Schifffahrt Elektronischer Datenaustausch

Wie in den Vorjahren betraf der Schwerpunkt der Entwicklungsarbeiten von Hapag-Lloyd auch im Jahr 2007 insbesondere den Bereich der Informationstechnologie. Der Hauptfokus lag dabei in der Weiterentwicklung des hausinternen Abwicklungssystems Freight Information System (FIS) sowie im weiteren Ausbau des E-Business-Bereichs. Der Einsatz des integrierten Workflow-Systems vereinfacht weltweit die Arbeit an verknüpften Prozessschritten. Die kontinuierliche Verbesserung der IT-Systeme trägt dabei zu einem großen Teil zu Effizienzsteigerungen bei.

FIS

Mit FIS Documentation/Invoice wurde ein neu entwickeltes System für die Erstellung von Frachtdokumenten und Rechnungen eingeführt. Es ermöglicht das papierlose Arbeiten durch die zentrale elektronische Archivierung von Frachtdokumenten, indem es die Erstellung von Frachtbriefen auf Basis elektronisch empfangener Verschiffungsinstruktionen weitgehend automatisiert. Das FIS Contract & Fleet System steuert alle Veränderungen der Containerflotte. Der Schwerpunkt des neuen FIS Moduls liegt auf der gezielten Rückgabe von Mietcontainern an die Mietgesellschaften. Diese werden im laufenden Transport identifiziert und an die Rückgabeplätze gesteuert. Treten hierbei Abweichungen auf, werden die Systemnutzer automatisch von dem Workflow-System informiert. Die damit verbesserte Steuerbarkeit der Flotte ermöglicht den gezielten und effizienten Einsatz von Mietcontainern zum Ausgleich saisonaler Spitzen.

E-Business

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Um den Daten- und Informationsaustausch mit Kunden und Lieferanten noch effektiver zu gestalten, wurden Neuerungen auf der Hapag-LloydWebsite eingeführt. So sind durch eine Optimierung der Einstiegsseite nun transportrelevante Informationen für die Kunden auf einen Blick ersichtlich. Direkte Verknüpfungen von der Startseite führen zu dahinterliegenden Modulen, wodurch die Bedienerfreundlichkeit gesteigert werden konnte.

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Mitarbeiter Fusion mit First Choice Holidays PLC verändert Umfang und Struktur der Belegschaft.

Veränderungen in der Belegschaft Weltweit beschäftigte der TUI Konzern am Bilanzstichtag 27,1 % mehr Mitarbeiter als im Vorjahr. Die Struktur der Konzernbelegschaft veränderte sich auf Grund der Fusion mit First Choice Holidays PLC. Den größten Teil der Belegschaft stellte nach wie vor die Touristik-Sparte mit 87,3 % nach 82,3 % im Vorjahr. Auf die Sparte Schifffahrt entfielen 12,0 % der Mitarbeiter, im Vorjahr waren es 15,9 %. Der Anteil der Mitarbeiter im Zentralbereich veränderte sich durch die Ausgliederung der touristischen Funk­ tionen erheblich. Beschäftigt waren hier nur noch 0,7 % der Gesamtbelegschaft, im Vorjahr waren es noch 1,8 %. Mitarbeiter nach Sparten 31.12.2007 31.12.2006 Touristik TUI Travel PLC TUI Hotels & Resorts Schifffahrt Containerschifffahrt Kreuzfahrten Zentralbereich Gesamt 1)

Touristik

59 832 47 705 12 127 8 243 8 031 212 446 68 521

44 409 33 6961) 10 713 8 571 8 376 195 950 53 930

Veränd. % + 34,7 + 41,6 + 13,2 - 3,8 - 4,1 + 8,7 - 53,1 + 27,1

entspricht den in 2007 fusionierten Einheiten der TUI Touristik-Sparte

Für das Jahr 2006 entsprechen die unter TUI Travel PLC dargestellten Mitarbeiter denen der touristischen Einheiten des TUI Konzerns, die im abgelaufenen Geschäftsjahr in die TUI Travel PLC eingebracht wurden. Der Anteil der Mitarbeiter in der Touristik änderte sich durch die Fusion mit First Choice Holidays PLC erheblich, er stieg um insgesamt 34,7 %. Im Zuge der Fusion wurden auch die touristischen Funktionen des Zentral­bereiches in die TUI Travel PLC eingebracht. Insgesamt kamen zum Ende des Geschäfts­ jahres insgesamt 15 423 Mitarbeiter neu zur Sparte Touristik hinzu. Im Bereich TUI Hotels & Resorts erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr um 13,2 % auf 12 127. Dies resultierte im Wesentlichen aus Kapazitätssteigerungen durch Neueröffnungen von Hotels.

103

Lagebericht

Die Anzahl der Mitarbeiter des TUI Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2007 auf 68 521. Diese Erhöhung war im Wesentlichen auf die Fusion mit First Choice Holidays PLC zurückzuführen.

Schifffahrt

Im Bereich Schifffahrt verringerte sich die Mitarbeiteranzahl im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 % auf 8 243 primär durch Veräußerungen.

Zentralbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter im Zentralbereich verringerte sich erheblich um 53,1 % auf 446. Ursächlich hierfür war die strategische Ausgliederung der touristischen Funktionen sowie Restrukturierungsmaßnahmen im Corporate Center. Im Corporate Center verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter von 465 im Vorjahr um 48,8 % auf 238, wobei 195 davon der TUI AG angehörten.

Saisonale Entwicklung

Die Entwicklung der Belegschaftsstärke ist unterjährig stark durch die saisonalen Beschäftigungsschwankungen in der Touristik, insbesondere bei den Hotelgesellschaften und Zielgebietsagenturen, geprägt. Durch die temporäre Beschäftigung von Saisonkräften in den Sommermonaten Juni bis August betrug die durchschnittliche Beschäftigungszahl im Bereich Zielgebietsagenturen in diesen Monaten 5 748, verglichen mit 3 584 Mitarbeitern am Jahresende. Im Bereich TUI Hotels & Resorts lag diese in den Sommermonaten durchschnittlich bei 16 992 verglichen mit 12 127 Mitarbeitern am Ende des Jahres.

Internationale Belegschaft In Europa war mit 80,6 % der Großteil der Mitarbeiter im TUI Konzern beschäftigt. Dabei waren 16,2 % der Konzernbelegschaft in Deutschland tätig, 28,2 % in Großbritannien, 12,2 % in Frankreich und den BeleluxLändern, 12,8 % in Spanien und 2,8 % in den Nordischen Ländern. Bei Konzerngesellschaften außerhalb Europas waren 19,4 % der Mitarbeiter beschäftigt. Der überwiegende Teil dieser Mitarbeiter war für Hapag-Lloyd und First Choice in Amerika und in Asien tätig. Mitarbeiter nach Regionen 31.12.2007 31.12.2006 Deutschland UK/Irland Nordische Länder Frankreich/Benelux-Staaten Spanien Sonstiges Europa Amerika Übrige Länder Gesamt

11 118 19 335 1 937 8 347 8 759 5 722 7 215 6 088 68 521

11 112 12 975 1 599 7 202 7 656 5 729 4 149 3 508 53 930

Veränd. % + 0,1 + 49,0 + 21,1 + 15,9 + 14,4 - 0,1 + 73,9 + 73,5 + 27,1

Personalaufwand Der Personalaufwand nahm im Geschäftsjahr 2007 um 3,7 % auf 2 345,1 Mio. € ab. Personalaufwand Mio € Löhne und Gehälter Sozialabgaben Gesamt

104

2007

2006

Veränd. %

1 898,6 446,5 2 345,1

1 968,4 467,0 2 435,4

- 3,5 - 4,4 - 3,7

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Im Sinne der nachhaltigen Geschäftspolitik sind die Integration von Umwelt­ qualitätsstandards und deren aktive Umsetz­ung in allen Konzernbereichen von strategischer Bedeutung für die TUI AG. Insbesondere der Klima­schutz, Biodiversität und der Schutz der Meere und Ozeane sind wesentliche Voraussetzungen für ein ökologisch verträgliches Wirtschaften in den Sparten Touristik und Schifffahrt des TUI Konzerns.

Umweltmonitoring

Energieeinsatz

Kennzahlen zur Konzern-Umweltleistung Im Zuge der Fusion der TUI Touristik-Sparte mit First Choice zur TUI Travel PLC wurde die Konzernberichterstattung unter Berücksichtigung inter­natio­na­ler Reportingstandards (u. a. die G3-Guidelines der Global Reporting Initiative) an die neue Struktur des Unternehmens angepasst. Um eine größtmögliche Kontinuität und Transparenz der dargestellten Umwelt­kenn­zahlen zu gewährleisten, erfolgt die Darstellung der wichtigsten Indikatoren wie im Vorjahr.

Die Verwendung fossiler Brennstoffe im Flugbereich und in der Schifffahrt stellte auch in 2007 den höchsten Anteil am Gesamtenergieeinsatz im Konzern dar. Konzernweit wurden 2007 insgesamt 250 436 Tera Joule (TJ) an Energie eingesetzt (Vorjahr: 232 426 TJ). Durch die Konsolidierung von First Choice Airways und Island Cruises im Rahmen der TUI Travel PLC sowie die Flottenerweiterung bei Thomson Cruises ist der absolute Energie­­ einsatz mit dem des Vorjahres nur eingeschränkt vergleichbar. Die TUI Fluggesellschaften (ohne First Choice Airways) hatten in 2007 einen spezifischen Treibstoffverbrauch von 3,12 Litern Kerosin auf 100 Passagier­ kilo­meter (pkm) (Vorjahr: 3,08 Liter auf 100 pkm) und zählten damit im Vergleich erneut zu den effizientesten europäischen Fluggesell­schaften. First Choice Airways berichtete für den konsolidierten Zeitraum September bis Dezember 2007 einen Treibstoffverbrauch von 3,11 Litern auf 100 pkm. In der Containerschifffahrt lag der spezifische Energieaufwand pro Standard­ container (TEU) und Seemeile (sm) in 2007 bei 2,31 Mega Joule (MJ) (2006: 2,41 MJ/TEU/sm). Der spezifische Verbrauch der gesamten Kreuzfahrtflotte lag bei 3,28 MJ pro Passagier und 100 sm (2006: 3,65 MJ/Passagier/100 sm).

Kohlendioxidemission

Eine der wichtigsten Umweltkennzahlen für den TUI Konzern ist die Kohlen­dioxidemission (CO2) aller Geschäftsbereiche. Im Geschäftsjahr 2007 betrug der CO2-Gesamtausstoß 17,19 Millionen Tonnen (2006: 15,99 Millionen Tonnen). Der CO2-Ausstoß pro pkm über alle TUI Flug­ gesellschaften (ohne First Choice Airways) lag bei 80 g (2006: 79 g/pkm). First Choice Airways berichtete für den konsolidierten Zeitraum September bis Dezember 2007 einen CO2-Ausstoß pro pkm von 78 g. Der CO2-Ausstoß der Containerschiffflotte lag im Geschäftsjahr 2007 bei 163 g/TEU/sm 105

Lagebericht

Umweltschutz Umsetzung von Umwelt­ qualitätsstandards. Monitoring von Umwelt­ kennzahlen.

(2006: 174 g/TEU/sm). Für den Kreuzfahrtbereich ergab sich eine spezifische Emission von 231 g CO2 pro Passagier und 100 sm (2006: 283 g/ Passagier/100 sm).

Im Geschäftsjahr 2007 neu nach ISO 14001 zertifizierte Hotels: Dorfhotel Sylt (ISO 14001) Dorfhotel Schönleitn (ISO 14001) Dorfhotel Seeleitn (ISO 14001) Grecotel El Greco (ISO 14001) Grecotel Club Marine Palace (ISO 14001) MAGIC LIFE Bodrum Imperial (ISO 14001/9001) MAGIC LIFE Kemer Imperial (ISO 14001/9001) MAGIC LIFE Marmaris (ISO 14001/9001) MAGIC LIFE Sarigerme Imperial (ISO 14001/9001) MAGIC LIFE Seven Seas Imperial (ISO 14001/9001) MAGIC LIFE Sirene Imperial (ISO 14001/9001) MAGIC LIFE Waterworld Imperial (ISO 14001/9001) ROBINSON Club Cala Serena (EMAS)

Kontinuierliche Qualitätsverbesserung durch Zertifizierung Die Umweltmanagementsysteme in den einzelnen Konzerngesellschaften werden kontinuierlich an die Anforderungen internationaler Umweltnormen angepasst. Ein dauerhafter Schwerpunkt der systematischen Umweltver­ besserungen liegt im Hotelbereich. Im Jahr 2007 wurden zwölf Häuser neu nach ISO 14001, sieben Häuser neu nach ISO 9001 und ein Robinson Club neu nach EMAS zertifiziert. Zum Jahresende waren damit die Umwelt­ managementsysteme von insgesamt elf Robinson Clubs, neun Magic LifeClubs, zwei Grecotels, sieben Iberotels, vier Nordotels, neun Grupotels, vier Dorfhotels, einem Jaz Hotel sowie drei Hotels der Sol y Mar Gruppe nach ISO 14001 zertifiziert.

Vollständige Liste siehe: www.tui-umwelt.com

Ausführliche Darstellung des TUI Multi-Stakeholder-Dialogs in der TUI Nachhaltigkeitsbericht­erstattung 2006/2007

In der Schifffahrt wurde das bestehende Umweltmanagementsystem der Hapag-Lloyd AG auf die nunmehr vollständig integrierten Geschäftsteile der ehemaligen CP Ships-Reederei ausgedehnt und durch den German­ ischen Lloyd nach ISO 14001 und ISO 9001 zertifiziert. Strategische Partnerschaften und Kooperationen Anfang Februar 2007 präsentierte sich TUI gemeinsam mit der „Conven­tion on Migratory Species“ und der EUROPARC Federation, der Dach­organisa­tion der Großschutzgebiete in Europa, auf dem 17. Reisepavillon in Hannover. Diese internationale Messe beleuchtete mit rund 300 Ausstellern aus 30 Ländern und etwa 120 Veranstaltungen im Rahmenprogramm die verschie­denen Facetten des nachhaltigen Tourismus. TUI stellte unter anderem ihr Partnerschaftsabkommen zum Jahr des Delphins mit dem Umweltpro­gramm der Vereinten Nationen vor und referierte über die Bedeutung der EUROPARC Charter für Schutzgebiete und ihre nachhaltige Nutzung für die TUI Umweltarbeit.

Das pro-aktive Engagement der TUI AG als Gründungsmitglied von econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft – wurde auch in 2007 fortgesetzt. Die Arbeit in der Tour Operators’ Initiative for Sustainable Tourism Develop­­ ment zur Umsetzung einer nachhaltigen Tourismusentwicklung mit Unter­ stützung durch das United Nations Environment Programme der United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO) und der United Nations World Tourism Organization (UNWTO) wird seit Ende 2007 in der TUI Travel PLC weitergeführt, in der alle touristischen Aktivi­ täten des Konzerns gebündelt wurden. In der Schifffahrt unterstützt Hapag-Lloyd im Bereich Umweltschutz insbe­sondere Forschungsprojekte, die die Reduzierung von Emissionen und eine Steigerung der Energieeffizienz in der Schifffahrt zum Ziel haben. Diese Projekte werden in Zusammenarbeit mit der staatlichen US-amerika­ nischen Environmental Protection Agency und der EU durchgeführt. Darüber hinaus ist die Containerlinie Mitglied der Container Owner Association, die im Dialog mit den Herstellern die Verwendung umweltfreundlicher Farben vorantreibt. 106

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Prognosebericht Maßnahmenprogramm in der Touristik wird umgesetzt. Schifffahrt profitiert durch Synergien.

Allgemeine Entwicklung

Entwicklung in den Regionen

Gesamtwirtschaftliche Situation Experten gehen davon aus, dass sich der Anstieg der Weltwirtschaft auch in den kommenden Jahren auf einem vergleichbaren Niveau wie in den Vorjahren bewegen wird. Der International Monetary Fund (IMF, World Economic Outlook, Oktober 2007) rechnet jedoch, wie auch schon für das Jahr 2007, mit einer leichten Abschwächung. So prognostiziert er ein Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsproduktes von 4,8 % in 2008. Dies bedeutet eine Verlangsamung, die im Wesentlichen durch die Immobilienkrise in den USA und wie schon im Vorjahr durch den steigenden Ölpreis und Inflationstendenzen ausgelöst wird. Insbesondere wird erwartet, dass die Immobilienkrise nun auch große Unsicherheiten an den weltweiten Finanzmärkten nach sich zieht. Für den Ölpreis prognostiziert der IMF derzeit einen Anstieg um 9,5 % in 2008. Wie bereits in 2007 wird auch in 2008 der Welthandel mit 6,7 % stärker wachsen als die Weltwirtschaft. Für die Jahre 2009 bis 2012 erwarten die Experten ein durchschnittliches Wachstum der Weltwirtschaft von jährlich 5,1 %, während der Welthandel um 7,2 % ansteigen soll.

Bei Betrachtung der einzelnen Wirtschaftsregionen zeigt sich in allen Regionen ein stabiles, teilweise leicht abgeschwächtes Wachstum. Für die USA wird die Zunahme des Bruttoinlandsproduktes für 2008 durch den IMF auf 1,9 % prognostiziert. Dies entspricht derzeit auch der Prognose für 2007. Insgesamt wird hier eine Abkühlung der Nachfrage bedingt durch eine striktere Kreditvergabe erwartet. Dies gilt insbesondere für den Immobilienmarkt und die damit verbundenen Sektoren. Das Wachstum im Euroraum wird für 2008 auf 2,1 % geschätzt und liegt damit etwas niedriger als die Prognose für 2007. Als Wachstumsrisiken wird dabei neben dem volatilen Ölpreis und einer Verlangsamung des Wachstums in den USA ebenfalls eine erwartete striktere Kreditvergabe durch die Banken gesehen. Auch in Asien wird eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums erwartet. So entwickelt sich die konjunkturelle Dynamik in Japan mäßig, und das prognostizierte Wirtschaftswachstum schwächt sich auf 1,7 % ab. Dagegen wächst die Wirtschaft in den asiatischen Schwellenländern mit 8,8 % noch immer überdurchschnittlich. Vorreiter ist hier China mit 10,0 %, gefolgt von Indien mit 8,4 % geschätztem Wachstum in 2008. Dämpfend könnte sich hier allerdings eine Senkung der europäischen bzw. amerikanischen Nachfrage in Folge der Unsicherheit auf den Finanzmärkten auswirken.

107

Lagebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Erwartete Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts Veränderung in % Welt Euroraum Deutschland Großbritannien Frankreich USA Japan China Indien Ostasiatische Schwellenländer

2007

2008

5,2 2,5 2,4 3,1 1,9 1,9 2,0 11,5 8,9 9,8

4,8 2,1 2,0 2,3 2,0 1,9 1,7 10,0 8,4 8,8

Quelle: International Monetary Fund, World Economic Outlook, Oktober 2007

Touristik

Schifffahrt

Marktentwicklung in den Sparten Wie bereits in den Vorjahren wird durch die World Tourism Organization (UNWTO, World Tourism Barometer, Januar 2008) für das Jahr 2007 ein beschleunigtes Wachstum des weltweiten Reisemarktes mit rund 6 % prog­ nostiziert. Auf Grund einer hohen wirtschaftlichen Unsicherheit sowie eingetrübter ökonomischer Rahmenbedingungen soll sich das Wachstum in 2008 jedoch lediglich zwischen 3 % und 4 % bewegen. Zu diesen Rahmenbedingungen zählen unter anderem auch der Kurs des US-Dollar sowie der hohe Rohölpreis. Das schwächste Wachstum wird mit 1 % bis 3 % für Nord- und Südamerika erwartet. Verantwortlich dafür ist die wirtschaftliche Lage in Nordamerika, von wo aus rund zwei Drittel der Reisen in diese Region gebucht werden. Das erwartete Wachstum des Reisemarktes im Euroraum liegt dagegen mit 3 % bis 4 % auf dem Niveau des weltweiten Durchschnitts und kann dabei insbesondere von guten Wechselkursen des Euro profitieren. Die stärksten Wachstumsraten zwischen 6 % und 10 % werden in den Regionen Asien und Pazifik sowie dem Mittleren Osten und Afrika erwartet.

Global Insight prognostizert für das Jahr 2008 eine Zunahme des Transportvolumens in der Containerschifffahrt um 7,3 % auf rund 120 Mio. Standardcontainer (TEU). Dies liegt unter anderem in einem stetigen Wachstum des Welthandels begründet, welches der International Monetary Fund (IMF) für das Jahr 2008 auf 6,7 % schätzt. Dieser vor allem durch die asiatischen Volkswirtschaften getriebenen positiven Entwicklung steht ein erhöhter Kostendruck gegenüber. So wird derzeit für 2008 von weiter steigenden Bunker- und Energiekosten ausgegangen.

Entwicklung der Ertragslage Geschäftsverlauf

108

Touristik Im Geschäftsjahr 2007 konnte die Touristik-Sparte erneut ein Gästewachs­ tum verzeichnen. Bereinigt um die erstmalige zeitanteilige Einbeziehung von First Choice resultierte der Anstieg insbesondere aus dem deutschen Markt und betraf sowohl den Verkauf von Veranstalterreisen als auch von Reisekomponenten, insbesondere Flugeinzelplätzen. Für die Folgejahre werden Wachstumsimpulse bei Veranstalterreisen vornehmlich in der Fernstrecke erwartet. Badepauschalreisen in Ziele rund um das Mittelmeer werden sich dagegen auf hohem Niveau stabilisieren. Während die Bedürfnisse der Urlauber immer individueller werden und die Nachfrage

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Umsatz

Ausgehend von einem Umsatz im Geschäftsjahr 2007 in Höhe von rund 16 Mrd. € wird im Geschäftsjahr 2008 eine Umsatzsteigerung auf rund 19 Mrd. € angestrebt. Der Zuwachs resultiert wesentlich aus der erstmalig ganzjährigen Einbeziehung der Aktivitäten von First Choice, während das originäre Umsatzwachstum entsprechend der geplanten Kapazitäts- und Qualitätsstrategie moderat ausfallen wird.

Ertragslage

Für 2008 wird sowohl für die TUI Travel PLC als auch für TUI Hotels & Resorts ein Anstieg des Ergebnisses erwartet. Wesentliche Ergebnistreiber bei der TUI Travel PLC sind die erwarteten Synergien aus der Zusammenführung von TUI und First Choice, Margenverbesserungen durch die eingeleiteten Kapazitäts- und Produktmaßnahmen im Bereich Mainstream sowie ein weiteres Wachstum der Bereiche Specialist Holidays, Activity Holidays und Online Destination Services. TUI Hotels & Resorts plant eine weitere Steigerung der Übernachtungen, die von der erwarteten positiven Entwicklung in Fernzielen sowie im östlichen Mittelmeer getragen wird. Ausserdem soll das Drittgeschäft deutlich ausgebaut werden. Der durchschnittliche Erlös pro Bett soll leicht ansteigen. Ausgehend vom Ergebnisziel für die ehemaligen touristischen Einheiten der TUI unter Einbezug der zukünftig erwarteten Ergebnisbeiträge der First Choice sowie erster Synergieerfolge und unter Berücksichtigung eines Margenrisikos durch die Zunahme der Wettbewerbsintensität sowie erhöhter Rohstoffpreise erwartet die TUI für die Touristik eine deutliche Erhöhung des Ergebnisses.

Geschäftsverlauf

Schifffahrt Insgesamt wird für Containertransporte weltweit ein weiteres Anziehen der Geschäfte erwartet. Mit einem Zuwachs von rund 7 % soll das Wachstum erneut über jenem des Welthandels liegen. Dies ist insbesondere auf die weiterhin positive Entwicklung des chinesischen Exportmarktes – als entscheidendem Faktor für die Fernost- und Transpazifik-Verkehre – zurückzuführen. Daneben wird über alle Fahrtgebiete von einem Anstieg der Frachtraten ausgegangen. Nach der abgeschlossenen Integration von CP Ships will Hapag-Lloyd einen über dem Marktwachstum liegenden Zuwachs bei den Transportmengen realisieren. Risiken liegen in diesem Zusammenhang zum einen in der noch nicht abschließend zu beurteilenden Auswirkung der Finanzmarktkrise auf die Entwicklung des Welthandels. Zum anderen spielt auch die Entwicklung des Preises für Schiffsbunker für

109

Lagebericht

nach Spezial- und Nischenangeboten steigt, unterliegen Standardprodukte weiterhin einem starken Preiswettbewerb. Daher liegt das strategische Schwergewicht der TUI in 2008 neben einer flexiblen Kapazitätspolitik auf der Gestaltung individueller Urlaubsreisen und differenzierter Produkte für den Kunden. Dies soll über eine hohe Produktqualität und die Schaffung von Alleinstellungsmerkmalen aus Sicht des Kunden erreicht werden. Zu diesem Zweck werden die Hotelexklusivitäten in allen Märkten verstärkt. Durch diese, aus Sicht der TUI wesentlichen, Erfolgskriterien wird die Werthaltigkeit des Mainstreamgeschäfts bei moderatem Wachstum deutlich erhöht. Der Bereich Spezialgeschäft, der unter anderem Premium- und Bausteinprodukte umfasst, wird ebenfalls weiter ausgebaut.

die Ertragssituation eine Rolle. Der Bunkerpreis war in den letzten Jahren durch einen stetigen Anstieg gekennzeichnet. Umsatz

Vor dem Hintergrund der erwarteten Entwicklung der Transportmengen und dem Anziehen der durchschnittlichen Frachtraten ist davon auszu­ gehen, dass der Umsatz der Schifffahrt-Sparte zunehmen wird. Ausgehend vom Umsatz des Geschäftsjahres 2007 in Höhe von 6,2 Mrd. € ist – abhängig von der Kursentwicklung des US-Dollar zum Euro – eine Steigerung auf rund 7 Mrd. € im Geschäftsjahr 2008 möglich.

Ertragslage

Durch die Erreichung der vollen Synergiepotenziale aus der Integration von CP Ships im Jahr 2008 in Höhe von 220 Mio. € erwartet TUI auch bei nur moderaten Mengenzuwächsen und bei nur leichter Erholung des Frachtratenniveaus in 2008 für die Schifffahrt ein deutlich verbessertes Ergebnis. TUI Konzern Der Konzernumsatz soll auf der Basis der höheren Umsatzerwartungen in der Touristik und der Schifffahrt steigen, ausgehend vom Umsatz des Vorjahres in Höhe von knapp 22 Mrd. € auf rund 26 Mrd. €. TUI AG Vor dem Hintergrund der prognostizierten Geschäfts- und Ertragsent­ wicklung des TUI Konzerns kann erwartet werden, dass die TUI AG als Obergesellschaft des Konzerns ausreichende Ergebniszuflüsse aus ihren Beteiligungsgesellschaften erhält, um für 2008 wiederum eine Dividende ausschütten zu können.

Entwicklung der Finanzlage Finanzierung

Die Netto-Verschuldung des Konzerns belief sich am Bilanzstichtag auf 3,9 Mrd. €. Ausgehend von einer erwarteten Steigerung der Ertragskraft des Konzerns sowie den geplanten Investitionsprogrammen in der Touristik und Schifffahrt kann von einer rückläufigen Entwicklung der Netto-Verschuldung für das Jahr 2008 ausgegangen werden.

Investitionen

Auf Grund bereits getroffener Investitionsentscheidungen und geplanter Projekte erwartet TUI für das Geschäftsjahr 2008 einen Finanzmittelbedarf von rund einer Milliarde Euro. Der überwiegende Teil ist für Investitionen in Sachanlagen vorgesehen. Rund 60 % der vorgesehenen Gesamtinvesti­ tionen entfallen auf die Sparte Touristik. Rund zwei Drittel der Investi­ tionen in der Touristik entfallen auf die TUI Travel PLC, das verbleibende Drittel ist für den weiteren Ausbau des Hotelbereichs vorgesehen. In der Schifffahrt beansprucht der Ausbau der Containerschiffflotte den größten Teil der Finanzmittel. Der Anteil der Schifffahrt beträgt rund 40 % der vorgesehenen Gesamtinvestitionen des Konzerns. Weitere Projekte oder Akquisitionen werden nur erwogen und umgesetzt, wenn sich attraktive Gelegenheiten ergeben oder es die geschäftliche Entwicklung gebietet.

110

Geschäft und Rahmenbedingungen Nachtragsbericht

Umsatz und Ertrag des Konzerns

Risikobericht

Vergütungsbericht

Touristik

Schifffahrt

Forschung und Entwicklung

Ertragslage

Mitarbeiter

Vermögenslage

Umweltschutz

Finanzlage

Prognosebericht

Gesamtaussage der voraussichtlichen Entwicklung Insgesamt kann durch die Realisierung der geplanten Synergien im Zuge der Fusion der touristischen Einheiten des TUI Konzerns mit der First Choice sowie einer erwarteten Frachtratenerholung und weiteren Verbesserung des Produktivitätsniveaus in der Schifffahrt von einer Steigerung der Ertragskraft des Konzerns im Geschäftsjahr 2008 ausgegangen werden. Die Ergebnisentwicklung kann dabei von einer möglichen Folgewirkung der aktuellen Finanzmarktkrise auf die operativen Geschäfte negativ beeinflusst werden.

Lagebericht

Lagebericht

111

Corporate Governance

global transparent nachhaltig engagiert 112

Corporate Governance

114 Corporate Governance Bericht 118 Aufsichtsrat 121 Vorstand 122 Bericht des Aufsichtsrats 127 TUI Aktie 132 TUI Konzern in Zahlen 133 Nachhaltige Entwicklung

113

Corporate Governance Bericht Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vollständig entsprochen.

Die Prinzipien guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der TUI AG. Der Vorstand berichtet in diesem Kapitel – zugleich auch für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance im Unternehmen. TUI hat die Corporate Governance im Unternehmen konsequent an den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ausgerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Jahr 2007 mehrfach mit Themen der Corporate Governance beschäftigt und am 8. November 2007 gemeinsam die aktualisierte Entsprechenserklärung 2007 gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Erklärung wurde der Öffentlichkeit auf der Internetseite der TUI AG dauerhaft zugänglich gemacht.

Die aktuelle sowie alle bisherigen

Entsprechenserklärung Die Entsprechenserklärung hat den folgenden Wortlaut:

Entsprechenserklärungen sind im Internet dauerhaft zugänglich unter

„Vorstand und Aufsichtsrat der TUI AG erklären gem. § 161 AktG:

www.tui-group.com

Den vom Bundesministerium der Justiz am 24. 07. 2006 im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gegebenen Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ in der Fassung vom 12. Juni 2006 wurde und wird vollständig entsprochen. TUI AG wird zukünftig auch den vom Bundesministerium der Justiz am 20. Juli 2007 bekannt gegebenen Empfehlungen in der derzeit gültigen Fassung vom 14. Juni 2007 vollständig entsprechen. Darüber hinaus folgt TUI AG auch den Anregungen des Kodex. Lediglich die Einführung unterschiedlicher Amtsperioden für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat ist zurzeit nicht vorgesehen.“ Wir halten es für sinnvoll, an einer einheitlichen Amtsperiode festzuhalten, um eine kontinuierliche Arbeit des Aufsichtsrats zu gewährleisten. Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat Die TUI AG ist eine Gesellschaft deutschen Rechts, auf dem auch der Deutsche Corporate Governance Kodex beruht. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kom­pe­ tenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der TUI AG arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. 114

Corporate Governance

Corporate Governance Bericht TUI Aktie

Aufsichtsrat

Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

TUI Konzern in Zahlen

Nachhaltige Entwicklung

Der Vorstand der TUI AG besteht zurzeit aus sechs Mitgliedern. Sie führen als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft und tragen gemeinschaft­ liche Verantwortung. Die Zuständigkeitsbereiche des Vorstands sind in diesem Kapitel gesondert angegeben. Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge – wie beispielsweise die Festlegung der Jahresplanung, größere Akquisitionen und Desinvestitionen – beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr.

Dem Aufsichtsrat der TUI AG gehören gemäß Mitbestimmungsgesetz und Satzung zwanzig Mitglieder an, von denen jeweils zehn von den Aktionären und den Arbeitnehmern gewählt werden. Die Amtsperioden sind identisch. Es ist zurzeit nicht vorgesehen, unterschiedliche Amtsperioden für die Ver­ treter der Aktionäre einzuführen. Entsprechend den neuen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Vertreter der Aktionäre bei der letzten Wahl zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung am 10. Mai 2006 einzeln gewählt. Ehemalige Vorstandsmitglieder der TUI AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Dem Gremium gehört eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand stehen. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre, die laufen­de Amtsperiode endet mit der ordentlichen Hauptversammlung 2011. Der Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Präsidium, dem Prüfungsausschuss (Audit Committee) und dem Nominierungsausschuss drei Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Präsidium und Prüfungsausschuss bestehen aus jeweils sechs Mitgliedern und sind paritätisch mit Vertretern der Aktionäre und der Arbeitnehmer besetzt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses verfügt aus seiner beruflichen Praxis über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontroll­ verfahren. Der neu gebildete Nominierungsauschuss ist gemäß Corporate Governance Kodex ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. Seine Aufgabe ist es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Die Einrichtung weiterer Ausschüsse ist zurzeit nicht vorgesehen.

115

Corporate Governance

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, den Gang der Geschäfte und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements sowie über die Compliance. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben. Zur Vorbereitung der Sitzungen tagen die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer bei Bedarf getrennt.

Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse der TUI AG verpflichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten keine Interessenskonflikte, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offen zu legen sind, auf. Vorstandsmitglieder hielten jeweils nicht mehr als fünf Aufsichtsratsmandate bei nicht zum Konzern gehörenden börsennotierten Aktiengesellschaften. Vergütungsbericht siehe gesondertes Kapitel im Lagebericht

Die TUI AG entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, die Vergütungen für den Vorstand und den Aufsichts rat individualisiert offen zu legen. Die Grundzüge der Vergütungssysteme und die Vergütungen sind im Vergütungsbericht, der Teil des Lageberichts ist, dargestellt. Aktionäre und Hauptversammlung Die Aktionäre der TUI AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der jährlich stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung aus. Diese beschließt alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbind­ licher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme.

Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächti­g­ ten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen, den ihnen die TUI AG zur Verfügung stellt. Seit der Hauptversammlung 2006 ist es den Aktionären außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben beziehungsweise auch die Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft per Internet zu beauftragen. Die Einladung zur Hauptversammlung sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der TUI AG in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt. Während der Hauptversammlung können die Vorträge des Aufsichtsratsvorsitzen­ den und des Vorstands zeitgleich im Internet verfolgt werden. Risikomanagement Verantwortungsbewusster Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand der TUI AG und dem Management im TUI Konzern stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt, den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst und von den Abschluss­ prüfern überprüft. Einzelheiten zum Risikomanagement im TUI Konzern enthält der entsprechende Abschnitt des Lageberichts. Transparenz TUI setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Konzerns und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht und die Zwischenberichte werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen 116

Corporate Governance

Corporate Governance Bericht TUI Aktie

Aufsichtsrat

Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

TUI Konzern in Zahlen

Nachhaltige Entwicklung

veröffentlicht. Über aktuelle Ereignisse und neue Entwicklungen informieren Pressemeldungen und gegebenenfalls Ad-hoc-Mitteilungen. Alle Informationen stehen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung und werden in gedruckter Form sowie über geeignete elek­ tronische Medien wie E-Mail und Internet publiziert. Die Internetseite www.tui-group.com bietet darüber hinaus umfangreiche Informationen zum TUI Konzern und zur TUI Aktie. Die geplanten Termine der wesentlichen wiederkehrenden Ereignisse und Veröffentlichungen – wie Hauptversammlung, Geschäftsbericht und Zwischenberichte – sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Sie werden mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite der TUI AG dauerhaft zur Verfügung gestellt.

Der Gesamtbesitz aller von Vorstand und Aufsichtsrat direkt oder indirekt gehaltenen Aktien der TUI AG lag am Ende des Geschäftsjahres 2007 bei zwei Aufsichtsratsmitgliedern über der für die individuelle Berichterstattung festgelegten Grenze von 1 % der ausgegebenen Aktien. Vorstandsmitglieder hielten insgesamt 2 715 Aktien, Aufsichtsratsmitglieder insgesamt 18 787 142 Aktien. Davon entfielen auf Frau Carmen Riu Güell 12 768 000 Aktien (indirekt), auf Herrn Abel Matutes Juan 6 006 000 Aktien (indirekt) und auf die übrigen Aufsichtsratsmitglieder 13 142 Aktien. Rechnungslegung und Abschlussprüfung Die TUI AG stellt ihren Konzernabschluss nach den Vorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) auf und veröffentlicht regelmäßig Zwischenberichte, die ebenfalls nach den entsprechenden Vorschriften des IASB aufgestellt werden. Der Jahresabschluss der TUI AG erfolgt nach deutschem Handelsrecht (HGB).

Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der TUI AG wurden von dem durch die Hauptversammlung 2007 gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Die Prüfungen erfolgten nach deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung; ergänzend wurden die International Standards on Auditing beachtet. Sie umfassten auch das Risikomanagement und die Einhaltung der Berichtspflichten zur Corporate Governance nach § 161 AktG. Mit dem Abschluss­ prüfer wurde zudem vertraglich vereinbart, dass er den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Hierzu gab es im Rahmen der Prüfungen für das Geschäftsjahr 2007 keinen Anlass.

117

Corporate Governance

Aktiengeschäfte der Organmitglieder Meldepflichtige Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte von Aktien der TUI AG oder von sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten durch Organmitglieder sind der Gesellschaft in 2007 von zwei Aufsichtsratsmitgliedern bekannt geworden.

Aufsichtsrat

Anlage zum Konzernanhang

Mitglieder des Aufsichtsrats Dr. Jürgen Krumnow

Uwe Klein

Carmen Riu Güell

Vorsitzender ehem. Mitglied des Vorstands der Deutsche Bank AG Frankfurt am Main

Kaufmännischer Angestellter Hamburg

Unternehmerin Playa de Palma

Christian Kuhn

Hans-Dieter Rüster

Reiseverkehrskaufmann Hannover (bis 31.12.2007)

Flugzeugbauer Langenhagen (ab 17.1.2008)

Dr. Dietmar Kuhnt

Dr. Manfred Schneider

Andreas Barczewski

ehem. Vorsitzender des Vorstands der RWE AG Essen

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayer AG Leverkusen

Flugkapitän Hannover

Roberto López Abad

Roland Schneider

Generaldirektor der Caja de Ahorros del Mediterráneo Alicante

Betriebswirt Barsinghausen

Dieter Lübkemann

Genderbeauftragte des Bundesvorstands der ver.di – Vereinte Dienstleistungs­ gewerkschaft Berlin

Jan Kahmann Stellvertretender Vorsitzender ehem. Mitglied des Bundesvorstands der ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Berlin

Jean-Claude Baumgarten Präsident des World Travel & Tourism Council London

Jella Susanne Benner-Heinacher Rechtsanwältin Geschäftsführerin der Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. Düsseldorf

Sepp Dieter Heckmann Vorsitzender des Vorstands der Deutsche Messe AG Hannover

Frank Jakobi Reiseverkehrskaufmann Hamburg (ab 15.8.2007)

Stand 29.2.2008 118

Schifffahrtskaufmann Bremen

Dr. h.c. Abel Matutes Juan Vorsitzender der Fiesta Hotels & Resorts Ibiza

Petra Oechtering Reiseverkehrskauffrau Köln (bis 15.8.2007)

Ilona Schulz-Müller

Olaf Seifert Leiter Konzern-Controlling der TUI AG Hannover

Henry Sieb Bundesfachgruppenleiter Touristik der ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Berlin

Dr. Franz Vranitzky Bundeskanzler a.D. der Republik Österreich Wien

Corporate Governance

Corporate Governance Bericht TUI Aktie

Aufsichtsrat

Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

TUI Konzern in Zahlen

Nachhaltige Entwicklung

Ausschüsse des Aufsichtsrats Mitglieder des Präsidiums

Mitglieder des Prüfungsausschusses

Mitglieder des Nominierungsausschusses

Dr. Jürgen Krumnow

Dr. Dietmar Kuhnt

Dr. Jürgen Krumnow

ehem. Mitglied des Vorstands der Deutsche Bank AG Frankfurt am Main

Vorsitzender ehem. Vorsitzender des Vorstands der RWE AG Essen

ehem. Mitglied des Vorstands der Deutsche Bank AG Frankfurt am Main

Dr. Jürgen Krumnow

Unternehmerin Playa de Palma

ehem. Mitglied des Bundesvorstands der ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Berlin

Uwe Klein Kaufmännischer Angestellter Hamburg

Petra Oechtering Reiseverkehrskauffrau Köln (bis 15.8.2007)

Carmen Riu Güell Unternehmerin Playa de Palma

Roland Schneider Betriebswirt Barsinghausen (ab 1.9.2007)

Dr. Franz Vranitzky

ehem. Mitglied des Vorstands der Deutsche Bank AG Frankfurt am Main

Uwe Klein

Carmen Riu Güell

Dr. Franz Vranitzky Bundeskanzler a.D. der Republik Österreich Wien

Kaufmännischer Angestellter Hamburg

Dr. Manfred Schneider Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayer AG Leverkusen

Corporate Governance

Jan Kahmann

Ilona Schulz-Müller Genderbeauftragte des Bundes­vorstands der ver.di – Vereinte Dienstleistungs­ gewerkschaft Berlin

Olaf Seifert Leiter Konzern-Controlling der TUI AG Hannover

Bundeskanzler a.D. der Republik Österreich Wien

119

Aufsichtsrat

Anlage zum Konzernanhang

Mandate des Aufsichtsrats*) Dr. Jürgen Krumnow

Dr. Dietmar Kuhnt

Carmen Riu Güell

(Vorsitzender) a) Deutsche Bahn AG Hapag-Lloyd AG Lenze Holding AG2) b) Peek & Cloppenburg KG

b) RIU Hotels, S.A. RIUSA II, S.A.

Jan Kahmann

a) Allianz Versicherungs-AG BDO Deutsche Warentreuhand AG Dresdner Bank AG GEA Group AG Hapag-Lloyd AG Hochtief AG b) COMSTAR-United TeleSystems

(Stellvertretender Vorsitzender) a) Eurogate Beteiligungs-GmbH2)

Roberto López Abad

Andreas Barczewski



Jean-Claude Baumgarten



Jella Susanne Benner-Heinacher a) A.S. Création AG K+S AG

Sepp Dieter Heckmann a) Arena Hannover GmbH

Frank Jakobi



Uwe Klein a) Hapag-Lloyd AG

Christian Kuhn

b) Banco Inversis Net, S.A. CAM AEGON Holding Financiero S.L.1) CAMGE Financiera, E.F.C. S.A., Unipersonal1) CAMGE Holdco, S.L.1) EBN Banco De Negocios, S.A. Gestión Tributaria Territorial, S.A.1) Lico Corporación, S.A.2) Lico Leasing S.A. E.F.C.1) Mediterráneo Vida, S.A. De Seguros Y Reaseguros, Sociedad Unipersonal1)

Dieter Lübkemann a) Hapag-Lloyd AG

Dr. h.c. Abel Matutes Juan



Hans-Dieter Rüster



Dr. Manfred Schneider a)

Bayer AG1) Daimler AG Linde AG1) Metro AG RWE AG

Roland Schneider



Ilona Schulz-Müller



Olaf Seifert

a) TUI Espan~a Turismo S.A. TUI Hellas Travel and Tourism A.E.

Henry Sieb a) TUI Deutschland GmbH2) TUI Leisure Travel GmbH

Petra Oechtering

Dr. Franz Vranitzky



b) Magna International Corp.



a) TUI Deutschland GmbH

*) Alle Angaben zu den Mandaten beziehen sich auf den 31.12.2007 bzw. auf den Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Aufsichtsrat der TUI AG in 2007

120

1) 2)

Vorsitzender stellvertr. Vorsitzender

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

Corporate Governance

Corporate Governance Bericht TUI Aktie

Aufsichtsrat

Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

TUI Konzern in Zahlen

Nachhaltige Entwicklung

Vorstand

Anlage zum Konzernanhang

Vorstand der TUI AG Dr. Michael Frenzel

Dr. Peter Engelen

Christoph R. Mueller

Vorsitzender

Personal und Recht

Horst Baier

Rainer Feuerhake

Controlling (bis 3.9.2007)

Controlling (ab 9.11.2007)

Finanzen

Peter Rothwell

Michael Behrendt

Peter Long

Touristik (bis 8.11.2007)

Touristik (ab 3.9.2007)

Schifffahrt

Dr. Michael Frenzel

Michael Behrendt

Peter Long

(Vorsitzender) a) AWD Holding AG AXA Konzern AG Continental AG E.ON Energie AG Hapag-Lloyd AG1) Hapag-Lloyd Fluggesellschaft mbH1) TUI Deutschland GmbH1) Volkswagen AG b) Norddeutsche Landesbank Preussag North America, Inc.1) TUI China Travel Co. Ltd. TUI Travel PLC1)

a) Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG Barmenia Krankenversicherung a.G.2) Barmenia Lebensversicherung a.G.2) ESSO Deutschland GmbH ExxonMobil Central Europe Holding GmbH Hamburgische Staatsoper GmbH MAN AG b) CP Ships Ltd.1)

a) – b) Debenhams PLC First Choice Airways Ltd.1) First Choice Holidays&Flights Ltd. First Choice Holidays PLC Rentokil Initial PLC StudentCity.com, Inc. Sunshine Cruises Ltd.

Dr. Peter Engelen

Christoph R. Mueller

a) Hapag-Lloyd Fluggesellschaft mbH TUI Deutschland GmbH TUI Leisure Travel GmbH b) TUI China Travel Co. Ltd.

a) Hapag-Lloyd AG Hapag-Lloyd Fluggesellschaft mbH TUI Deutschland GmbH b) Jetair N.V. Sonata Software Ltd. TUI Belgium N.V.

Horst Baier a) Hapag-Lloyd AG TUI Deutschland GmbH TUI Leisure Travel GmbH b) Grupotel Dos S.A. Magic Life Assets AG RIUSA II S.A.1) TUI Holding Spain S.L.

Rainer Feuerhake

*) Alle Angaben zu den Mandaten beziehen sich auf den 31.12.2007 bzw. auf den Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Vorstand der TUI AG in 2007

1)

a) Hapag-Lloyd AG Hapag-Lloyd Fluggesellschaft mbH TUI Deutschland GmbH b) Amalgamated Metal Corporation PLC Preussag North America, Inc. TUI España Turismo S.A. TUI InfoTec GmbH TUI Travel PLC

2)

Vorsitzender stellvertr. Vorsitzender

Corporate Governance

Mandate des Vorstands*)

Peter Rothwell a) TUI Deutschland GmbH b) TUI Belgium N.V. TUI España Turismo S.A.

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen 121

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat berichtet im Folgenden über seine Tätigkeit im Geschäfts­ jahr 2007, insbesondere über die Beratungen im Plenum, die Arbeit der Ausschüsse, die Einhaltung des Corporate Governance Kodex, die Prüfung der Abschlüsse der TUI AG und des Konzerns sowie personelle Verände­r­ungen in den Organen der Gesellschaft. Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2007 seine ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Pflichten wahr. Er überwachte die Geschäftsführung des Vorstands und begleitete ihn regelmäßig beratend bei der Leitung des Unternehmens.

Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. Die Berichte beinhalteten alle relevanten Informationen zur Planung, zur Geschäftsentwicklung und über die Lage des Konzerns, einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den genehmigten Plänen wurden vorgetragen, begründet und diskutiert. Die strategische Ausrichtung des Konzerns wurde vom Vorstand mit dem Aufsichtsrat abgestimmt und alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge – insbesondere die Weiterentwicklung des Konzerns – wurden erörtert. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Geschäftsvorgänge, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften oder von besonderer Bedeutung waren, wurden vor Beschlussfassung in den Ausschüssen des Aufsichtsrats mit dem Vorstand eingehend beraten. Über besondere Absichten und Vorhaben, die für das Unternehmen eilbedürftig waren, wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den Sitzungen ausführlich informiert und er hat – sofern erforderlich – sein schriftliches Votum erteilt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ließ sich auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuelle Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorgänge im Unternehmen unterrichten. Aufsichtsrat und Ausschüsse Der Aufsichtsrat hat zur Unterstützung seiner Arbeit drei Gremien eingerichtet: das Präsidium, den Prüfungsausschuss und den Nominierungsausschuss. Das Präsidium bereitet die Beschlüsse und Themen vor, die im Aufsichtsrat zu behandeln sind. Es legt auch die Bedingungen der Vorstandsdienstverträge einschließlich der Vergütung fest.

122

Corporate Governance

Corporate Governance Bericht TUI Aktie

Aufsichtsrat

Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

TUI Konzern in Zahlen

Nachhaltige Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2007 fanden vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt. Das Präsidium trat viermal zusammen; auch der Prüfungsausschuss hielt vier Sitzungen ab. Der Nominierungsausschuss trat nicht zusammen. Vor planmäßigen Aufsichtsratssitzungen trafen sich die Vertreter der Anteils­eigner im Aufsichtsrat dreimal und die der Arbeitnehmer achtmal in getrennten Sitzungen. Kein Aufsichtsratsmitglied nahm an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen im abgeschlossenen Geschäftsjahr teil. Arbeit des Präsidiums In der Bilanzsitzung am 17. März 2007 war das Gremium hauptsächlich mit der Vorbereitung der Tagesordnungspunkte der nachfolgenden Aufsichtsratssitzung beschäftigt. Am 11. Juli 2007 und am 9. Oktober 2007 waren Vorstandsangelegenheiten beherrschende Themen der Sitzungen. In der letztgenannten Sitzung wurde zudem die aktualisierte Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex besprochen sowie Corporate Governance-Themen in Bezug auf die Beteiligung an der TUI Travel PLC. In der Sitzung am 8. November 2007 wurden Vorstandsangelegenheiten behandelt und die nachfolgende Aufsichtsratssitzung vorbereitet.

In der Sitzung am 10. Mai 2007 befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Zwischenabschluss zum 31. März 2007, mit dem Bericht über die Risikosituation des Konzerns, mit Leitlinien für die Beschäftigten der TUI AG sowie mit dem Stand der Integration von CP Ships. In der Sitzung am 8. August 2007 war der Zwischenabschluss zum Ende des ersten Halbjahres 2007 ein wesentliches Thema. Zudem befasste sich der Prüfungsausschuss mit den Prüfungsschwerpunkten der Abschluss­ prüfung für das Geschäftsjahr 2007 sowie mit der Gründung der TUI Travel PLC. Außerdem traf der Prüfungsausschuss den Beschluss, das Mandat zur Abschlussprüfung der TUI AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2008 neu auszuschreiben. Die Sitzung am 7. November 2007 galt in erster Linie dem Zwischenabschluss zum 30. September 2007. Weitere Tagesordnungspunkte waren das interne Kontrollsystem und hier insbesondere die Tätigkeiten der Konzern-Revision im Geschäftsjahr 2007, die Prüfungsplanung 2008 sowie der Bericht über die Compliance-Organisation. Des Weiteren wurde über die Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform auf den Konzern beraten. Vertreter des Abschlussprüfers haben an allen vier Sitzungen des Prüfungs­ ausschusses teilgenommen und über ihre Tätigkeit berichtet. Beratungen im Aufsichtsrat Die Entwicklung von Umsatz, Ergebnis und Beschäftigung des Konzerns und der Geschäftsfelder sowie die Finanzlage und die strukturelle Weiter123

Corporate Governance

Arbeit des Prüfungsausschusses In der Sitzung des Prüfungsausschusses am 17. März 2007 standen der Jahresabschluss der TUI AG und der Konzernabschluss 2006 im Mittelpunkt der Beratungen. Weiteres Thema war die Empfehlung an den Aufsichtsrat über die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2007.

entwicklung des Konzerns waren Gegenstand regelmäßiger Berichter­ stattung durch den Vorstand und der Beratungen in den Sitzungen des Aufsichtsrats. Im Mittelpunkt der Sitzung am 18. März 2007 standen die Beratungen über den Erwerb der First Choice Gruppe im Wege der Fusion mit den touristischen Einheiten des TUI Konzerns. Weitere Hauptthemen waren die Berichterstattung und die Beratungen über den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006, der Plan/Ist-Vergleich 2006 sowie die Personal- und Sozialsituation in 2006. An den Beratungen über den Jahresabschluss nahmen auch Ver­treter des Wirtschaftsprüfers teil und standen für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Weitere Tagesordnungspunkte dieser Sitzung waren die Beschlussfassung über die Ausgabe von Belegschaftsaktien und die Erneuerung der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien sowie diverse Satzungsänderungen. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit Beteiligungsangelegenheiten. Die Sitzung am 16. Mai 2007 diente hauptsächlich der Vorbereitung auf die nachfolgende ordentliche Hauptversammlung sowie auf die Begebung einer Wandelanleihe. In der Sitzung am 11. Juli 2007 standen Vorstandsangelegenheiten im Mittelpunkt der Beratungen. Zudem berichtete der Vorstand über den Stand der Fusion der touristischen Einheiten mit First Choice Holidays PLC zur TUI Travel PLC. Des Weiteren wurde über Beteiligungsangelegenheiten beraten. In der Sitzung am 8. November 2007 standen Fragen von Corporate Governance im Mittelpunkt der Beratungen. In diesem Zusammenhang verabschiedete der Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex, beschloss erforderliche Änderungen zur Geschäftsordnung des Aufsichtsrats und diskutierte den Bericht über die Effizienzprüfung. Im Rahmen seiner laufenden Berichterstattung informierte der Vorstand über Beteiligungs- und Finanzierungsangelegenheiten. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat mit dem zukünftigen Geschäftsverlauf der neuen TUI Travel PLC in 2008. Corporate Governance Vorstand und Aufsichtsrat haben in der Sitzung am 8. November 2007 über die Aktualisierung der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex beraten und die gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Sie wurde der Öffentlichkeit auf der Internetseite der TUI AG dauerhaft zugänglich gemacht. Die TUI AG entspricht demnach vollständig den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner derzeit gültigen Fassung vom 14. Juni 2007. Über Corporate Governance berichtet der Vorstand, zugleich auch für den Aufsichtsrat, gemäß Ziffer 3.10 des Kodex in einem gesonderten Abschnitt (Corporate Governance Bericht) dieses Kapitels.

Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat haben sich in ihren Sitzungen mehrfach mit Fragen von Corporate Governance im Unternehmen befasst, insbesondere auch in Bezug auf die Beteiligung an TUI Travel PLC. Zudem 124

Corporate Governance

Corporate Governance Bericht TUI Aktie

Aufsichtsrat

Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

TUI Konzern in Zahlen

Nachhaltige Entwicklung

haben sie die Effizienz ihrer Tätigkeit überprüft. Diese Prüfung fand auf Basis eines Fragebogens statt. Die Ergebnisse der Effizienzprüfung waren Gegenstand von Beratungen in der Sitzung des Aufsichstrats am 8. November 2007.

Die Jahresabschlüsse, der Lagebericht und die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Sie waren Gegenstand der Sitzungen des Prüfungsausschusses am 14. März 2008 und des Aufsichtsrats am 17. März 2008, an denen auch Vertreter des Abschlussprüfers teilnahmen und für Fragen zur Verfügung standen. Nach eigener Prüfung der Jahresabschlüsse der TUI AG und des Konzerns, des gemeinsamen Lageberichts zum 31. Dezember 2007 sowie der Ergebnisse der Abschlussprüfung billigt der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der TUI AG, der damit festgestellt ist, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht. Dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung für das Geschäftsjahr 2007 schließt sich der Aufsichtsrat nach Prüfung an. Besetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse Mit Wirkung zum 15. August 2007 legte Frau Petra Oechtering ihr Amt im Präsidium und Aufsichtsrat der TUI AG nieder. Zum gleichen Zeitpunkt trat ihr persönlich gewähltes Ersatzmitglied Herr Frank Jakobi in den Aufsichtsrat ein. Mit Wirkung zum 1. September 2007 wählte der Aufsichtsrat Herrn Roland Schneider zum Mitglied des Präsidiums. Herr Christian Kuhn legte mit Ablauf des 31. Dezember 2007 sein Amt im Aufsichtsrat der TUI AG nieder. Durch Beschluss des Amtsgerichts Hannover vom 17. Januar 2008 wurde Herr Hans-Dieter Rüster in den Aufsichtsrat bestellt. Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern für die langjährige Mitarbeit. Besetzung des Vorstands und des Executive Committee Mit Wirkung zum 3. September 2007 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Peter Long (Touristik) zum ordentlichen Vorstandsmitglied. Neben seiner Vorstandsfunktion für die TUI AG hält Herr Peter Long den Vorsitz im Vorstand der TUI Travel PLC.

Ebenfalls mit Wirkung zum 3. September 2007 schied Herr Christoph R. Mueller aus dem Vorstand der TUI AG aus. Er wechselte als Verantwort125

Corporate Governance

Prüfung des Abschlusses der TUI AG und des Konzerns Die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, wurde von der Hauptversammlung am 16. Mai 2007 zum Abschlussprüfer bestellt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Gegenstand der Prüfungen waren der vom Vorstand vorgelegte und nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der TUI AG zum 31. Dezember 2007 sowie der gemeinsame Lagebericht über die TUI AG und den Konzern und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2007, der nach den Vorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) und ergänzend nach den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wurde. Dem Jahresabschluss der TUI AG und dem Konzernabschluss wurden uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt.

licher für die Fluggesellschaften in den Vorstand der TUI Travel PLC. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Mueller für seine Tätigkeit als Vorstand der TUI AG. In seiner Sitzung am 8. November 2007 verlängerte der Aufsichtsrat die Verträge des Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. Michael Frenzel (bis 31. März 2012), des Finanzvorstands Herrn Rainer Feuerhake (bis 31. März 2011) sowie des Personalvorstands Herrn Dr. Peter Engelen (bis 31. August 2013). Ebenfalls in seiner Sitzung am 8. November 2007 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Horst Baier mit Wirkung vom 9. November 2007 zum Vorstandsmitglied der TUI AG. Er zeichnet für das Ressort Controlling verantwortlich. Herr Peter Rothwell legte am 8. November 2007 sein Vorstandsmandat mit sofortiger Wirkung nieder. Er hatte gemeinsam mit Herrn Peter Long für das Ressort Touristik verantwortlich gezeichnet. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Rothwell für seine Tätigkeit als Vorstand der TUI AG. Das Executive Commitee wurde im Zuge der Neuoganisation der Konzernstruktur aufgelöst. Die Herren Karl J. Pojer (TUI Hotels & Resorts) und Adolf Adrion (Schifffahrt) bleiben weiterhin als Bereichsvorstände verantwortlich und nehmen regelmäßig in dieser Funktion an den Vorstands­ sitzungen der TUI AG teil. Der Aufsichtsrat Hannover, 17. März 2008

Dr. Jürgen Krumnow, Vorsitzender

126

Corporate Governance

Corporate Governance Bericht TUI Aktie

Aufsichtsrat

Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

TUI Konzern in Zahlen

Nachhaltige Entwicklung

TUI Aktie 2007 Bewegter Kursverlauf. Aktie entwickelte sich besser als der DAX.

An der Börse war 2007 ein bewegtes Jahr. Nach anfänglich gutem Start sorgte ein Crash an der Börse in Shanghai Ende Februar für einen weltweiten Einbruch der Aktienindizes. Im Anschluss stiegen die Werte jedoch schnell auf Rekordstände, ehe im Juli die Auswirkungen der Immobilienkrise in den USA die Indizes erneut deutlich belasteten. In der zweiten Jahreshälfte besserte sich die Stimmung, auch wenn die Auswirkungen der Immobilienkrise die Kursentwicklung weiterhin stark beeinflussten.

Angaben zur TUI Aktie 31. Dezember 2007 WKN ISIN Reuters/Bloomberg Aktiengattung Grundkapital Zahl der Aktien Marktkapitalisierung

TUAG00 DE000TUAG000 TUIGn.DE/TUI1.GR Namens-Stammaktien 642 299 113,43 € 251 245 575 Stück 4 806 327 850 €

Kursverlauf der TUI Aktie in 2007 Wechselhafter Kursverlauf

Ausgehend von ihrem Jahrestiefststand von 15,19 € am 2. Januar 2007 startete die TUI Aktie mit Kursgewinnen in das Jahr 2007. Im Mai 2007 erreichte das Papier den Jahreshöchststand von 21,95 €. Begünstigt wurde der Kursverlauf in dieser Phase von der weltweit guten Konjunkturentwicklung, die sich zunehmend positiv auf den Welthandel und damit auf die Aussichten der Containerschifffahrtsbranche auswirkte. In der Jahresmitte bestimmten gegenläufige Ereignisse den Kursverlauf: Während positive Meldungen aus der Touristikbranche die Kursentwicklung begünstigten, ließen die im August veröffentlichten schwächeren Halbjahreszahlen des Konzerns in dieser Phase die Notierungen der TUI Aktie zurückgehen. Nach der Vorlage des Zwischenberichts zum 3. Quartal 2007 mit über den Er­­ wartungen liegenden Geschäftszahlen und einem positiven Ausblick zog der Kurs wieder an und erreichte annähernd den Höchststand. Der an­­ schließende Rückgang war durch eine leichte Konjunkturabschwächung, 127

Corporate Governance

Dieses Umfeld prägte auch den Verlauf des Deutschen Aktienindex (DAX), welcher in den ersten beiden Monaten des Jahres, ausgehend von 6 597 Punkten, um über 5 % stieg. Nach einem Jahrestiefststand im März mit 6 448 Punkten folgte im Juli 2007 ein historischer Höchststand von 8 106 Punkten. Der anschließende Rückgang um zwischenzeitlich über 800 Punkte konnte in der zweiten Jahreshälfte durch positive Unternehmensmeldungen ausgeglichen werden. Immobilienkrise und steigende Inflation beeinflussten den Wert jedoch weiter. Am Jahresende lag der DAX mit 8 067 Punkten 22 % über dem Stand zu Jahresbeginn.

die hohen Rohölpreise sowie nach wie vor anhaltenden Auswirkungen der Immobilienkrise in den USA bedingt. Am Jahresende notierte die TUI Aktie dennoch mit 19,13 € um rund 26 % über dem Anfangskurs und zeigte damit fast das gesamte Jahr über eine bessere Entwicklung als der DAX. Kursverlauf der TUI Aktie im Vergleich zum DAX (2007) TUI Aktie in € DAX

22,40

9 950 9 700

21,60

9 450

20,80

9 200 8 950

20,00

8 700

19,20

8 450 8 200

18,40

7 950

17,60

7 700 7 450

16,80

7 200

16,00

6 950 6 700

15,20

6 450

14,40 Dez

Nov

Okt

Sep

Aug

Juli

Juni

Mai

Apr

März

Feb

Jan

6 200

Langfristige Kursentwicklung der TUI Aktie €

2003

2004

2005

2006

2007

Höchstkurs Tiefstkurs Jahresendkurs

16,02 7,22 15,39

19,04 12,05 16,22

20,47 16,10 17,30

18,40 14,51 15,14

21,95 15,19 19,13

Notierungen, Indizes und Handel Die TUI Aktie wird an allen deutschen Präsenzbörsen amtlich gehandelt und ist im elektronischen Handelssystem Xetra notiert. Unternehmen, die vergleichbaren Aktivitäten in der Touristik und in der Schifffahrt nachgehen, sind in Deutschland nicht börsennotiert. Einige europäische Wett­ bewerber im Touristiksektor, wie Thomas Cook, Club Méditerranée und Kuoni, werden an den Börsen in Großbritannien, Frankreich und der Schweiz gehandelt. Im Schifffahrtsektor sind es internationale Wettbewerber wie zum Beispiel Maersk in Dänemark, Evergreen Line in Taiwan, COSCO und CSCL in China sowie NYK Lines in Japan, die ebenfalls börsennotiert sind. TUI Travel PLC-Aktie

128

Mit der abgeschlossenen Fusion der TUI Touristik-Sparte mit der First Choice Holidays PLC endete die Notierung der Aktie der First Choice Holidays PLC. Im Gegenzug wurden die Aktien der TUI Travel PLC am 3. September 2007 in die offizielle Liste der englischen Zulassungsbehörde aufgenommen und zum Handel an der Londoner Börse für gelistete Wert­ papiere zugelassen. Am 24. Dezember 2007 erfolgte die Aufnahme in den FTSE 100, den wichtigsten Aktienindex an der London Stock Exchange.

Corporate Governance

Corporate Governance Bericht

Aufsichtsrat

TUI Aktie

Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

TUI Konzern in Zahlen

Nachhaltige Entwicklung

Angaben zur TUI Travel PLC-Aktie 31. Dezember 2007 ISIN Reuters/Bloomberg Aktiengattung Zahl der Aktien Marktkapitalisierung

Die TUI Aktie ist seit dem Jahr 1990 im deutschen Aktienindex DAX30 vertreten. Bei der Überprüfung der Zusammensetzung des Index im Dezember 2007 lag sie, gemessen am Börsenumsatz, auf Platz 26, nach Marktkapitalisierung auf Platz 37. Die TUI Aktie hatte zu diesem Zeitpunkt im DAX ein Gewicht von 0,48 %. TUI ist seit dessen Einführung im Januar 2003 Mitglied des Prime Standards der Deutschen Börse und erfüllt damit – über die gesetzlichen Anforderungen hinaus – die hohen inter­nationalen Transparenzanforderungen dieses Segments.

Prime Standard

Die TUI Aktie ist im deutschen Aktienmarkt und auf europäischer Ebene in einer Reihe von Branchenindizes vertreten; so unter anderem in den europäischen Subindizes Dow Jones Travel & Leisure Titans 30 und Dow Jones Euro Stoxx Travel & Leisure. Hier betrug ihre Gewichtung zum Jahresende 2,20 % bzw. 8,41 %. Des Weiteren ist die TUI Aktie Bestandteil des FTSE-Index Eurotops 300. Im Bereich der Nachhaltigkeitsindizes ist die TUI Aktie im FTSE4Good, im ASPI Eurozone (Advanced Sustainable Performance Indices), im ESI (Ethibel Pioneer Index), im Dow Jones Sustainability Index World sowie im ECPI Ethical Index €uro enthalten. Im deutschen Aktienmarkt wird sie unter anderem in die Berechnung des DAXplus Seasonal Strategy einbezogen. Analystenempfehlungen (in %)

kaufen 48



halten 32

Stand: Dezember 2007

Sowohl für institutionelle Investoren als auch für Privatanleger sind die Empfehlungen der Finanzanalysten eine wichtige Entscheidungsgrundlage. Im Jahr 2007 veröffentlichten fast 30 Banken regelmäßig Studien über die TUI AG. Zum Jahresende empfahlen 48 % der Analysten, die Aktien der TUI AG zu kaufen, 32 % zu halten und 20 % zu verkaufen.

verkaufen 20

Der Handel mit TUI Aktien nahm im Jahr 2007 zu. Durchschnittlich wechselten 4 083 813 Stückaktien pro Tag den Besitzer, das sind rund 14 % mehr als im Vorjahr. Insgesamt erreichte das jährliche Handelsvolumen erstmals über eine Milliarde Stückaktien. Die Anzahl der auf die TUI Aktie an der europäischen Terminbörse EUREX gehandelten Optionskontrakte nahm um 40 % auf 9 405 Kontrakte pro Tag ab und erreichte für das Gesamtjahr 2 379 552 Stück.

Grundkapital und Anzahl der Aktien Belegschaftsaktien

Durch die Ausgabe von 225 720 Belegschaftsaktien im Dezember 2007 nahm das Grundkapital um weitere 577 044 € zu. Es betrug damit am Bilanzstichtag 642 299 113 € und setzte sich aus 251 245 575 nennwertlosen Namens-Stückaktien zusammen, die in Globalurkunden verbrieft sind. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grund­ kapitals beträgt rund 2,56 €. Neben dem gezeichneten Kapital bestehen sowohl genehmigtes als auch bedingtes Kapital. Erläuterungen dazu finden sich im Anhang zum Konzernabschluss. 129

Corporate Governance

TUI Aktie im DAX30 und

GB00B1Z7RQ77 TT.L/TT/LN Namens-Stammaktien 1 118 Mio. Stück 3 284 156 343 GBP

Wandelanleihen

Aus den Wandelanleihen 2003/2008 und 2007/2012 wurden im Jahr 2007 keine Teilschuldverschreibungen gewandelt. Somit standen den Anlegern am Bilanzstichtag Wandelrechte aus der Anleihe von 2003 auf insgesamt 19 385 784 TUI Aktien und aus der Wandelanleihe von 2007 auf 25 072 254 TUI Aktien zu.

Beschlüsse der Hauptversammlung 2007 Die Hauptversammlung 2007 fand am 16. Mai 2007 in Hannover statt. Anwesend waren rund 2 200 Aktionäre und Aktionärsvertreter, die bei den Abstimmungen 47,2 % des Grundkapitals vertraten. Tagesordnungspunkte waren – neben der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2006 – der Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie Satzungsänderungen. Von der Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde im Geschäftsjahr 2007 kein Gebrauch gemacht.

Aktionärsstruktur Aktionärsstruktur (in %)

Institutionelle Investoren*) ~60



Privatanleger*) ~15



Riu Hotels S.A. 5,1



Greenwich Holdings 5,1



Caja de Ahorros del Mediterráneo 5,0



CDG Group 5,0



S-Group Travel Holding 5,0

Stand: Januar 2008

Aktuelle Informationen zur Aktionärsstruktur sowie die Stimmrechts­ mitteilungen nach § 26 WpHG finden sich im Internet unter: www.tui-group.com/de/ir/aktie/aktionaersstruktur.html

Dividende und Renditen

*) Streubesitz nach Definition der Deutschen Börse

Geografische Aktionärsstruktur (in %)

Deutschland 42



EU ohne Deutschland 30



USA

7



Schweiz

3



Zu Beginn des Jahres 2008 befanden sich knapp 75 % der TUI Aktien im Streubesitz. Etwa 15 % aller TUI Aktien entfielen auf Privataktionäre, etwa 25 % auf strategische Investoren, und der überwiegende Teil, rund 60 %, lag in den Händen von institutionellen Anlegern. Nach Auswertung des Aktienregisters handelte es sich dabei hauptsächlich um Investoren aus Deutschland und dem übrigen EU-Raum.

Sonstige Länder 18

Aus dem Jahresüberschuss der TUI AG von 66 Mio. € und dem Gewinnvortrag von 54 Mio. € stand nach Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 33 Mio. € ein Bilanzgewinn von 88 Mio. € zur Ausschüttung an die Aktionäre zur Verfügung. Dieser ermöglicht es, der Hauptversammlung eine Dividendenzahlung von 25 Cent je Stückaktie vorzuschlagen. Bei 251 245 575 dividendenberechtigten Aktien beträgt die Ausschüttungssumme 62,8 Mio. €. Ergebnis- und Dividendenentwicklung der TUI Aktie €

Stand: Dezember 2007

Aktienrendite

130

Ergebnis pro Aktie Dividende

2003

2004

2005

2006

2007

1,54 0,77

2,96 0,77

2,28 0,77

- 3,66 0,00

0,61 0,25

Für ertragsorientierte Anleger war die TUI Aktie auch im Jahr 2007 eine interessante Anlage. Aktionäre, die sich längerfristig engagieren und zum Beispiel im Jahr 1990 den Gegenwert von 500 € in die damaligen Preussag Aktien investierten, ihre Bezugsrechte ausübten und ihre Dividendenerträge reinvestierten, verfügten am Bilanzstichtag über ein TUI Aktiendepot im Wert von 1 190 €. Ihre durchschnittliche jährliche Rendite betrug gut 5 %.

Corporate Governance

Corporate Governance Bericht TUI Aktie

Aufsichtsrat

Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

TUI Konzern in Zahlen

Nachhaltige Entwicklung

Rating Die TUI wird regelmäßig von den internationalen Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s hinsichtlich ihrer Finanzstärke bewertet. Ende des Jahres 2007 lauteten die Ratings wie folgt: Ratingagentur Standard & Poor‘s Moody’s

Corporate Rating

Ausblick

BB B1

negative negative

Die jeweiligen Ratings sowie weitere Detailinformationen für die am Kapitalmarkt gehandelten Anleihen finden Sie im Kapitel „Finanzlage“.

Refinanzierung Im Mai 2007 wurde eine unbesicherte, nicht nachrangige Wandelanleihe begeben, die ausschließlich institutionellen Investoren außerhalb der USA zum Kauf angeboten wurde. Auf Grund der außergewöhnlich hohen Nachfrage wurde das ursprünglich vorgesehene Anfangsvolumen von 550 Mio. € um 82,5 Mio. € erhöht. Zusätzlich übten die mit der Platzierung beauftragten Banken die Greenshoe-Option von 61,5 Mio. € zur Abdeckung von Mehrzuteilungen aus. Das Gesamtemissionsvolumen der Wandelanleihe betrug somit 694 Mio. €. Der Emissionserlös wurde sowohl für generelle Unternehmenszwecke eingesetzt als auch für die Refinanzierung eines Teils der existierenden Verschuldung der TUI zur Verfügung gestellt.

Investor Relations Aktuelle Informationen und eine offene Kommunikation mit Aktionären, institutionellen Investoren sowie Analysten und Kreditgebern bildeten den Schwerpunkt der Investor Relations-Arbeit im Jahr 2007. In Gesprächen mit diesen Interessengruppen wurden die Konzernstrategie und die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Bereichen diskutiert, um den Marktteilnehmern eine realistische Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der TUI zu ermöglichen. Der Vorstand traf Analysten und Investoren bei regelmäßigen Roadshows in Europa und Amerika, zu Einzelgesprächen sowie bei der Analystenkonferenz anlässlich der Vorlage des Jahresabschlusses 2006 und der Bekanntgabe des Mergers der Touristik-Sparte mit der First Choice Holidays PLC im März 2007. Telefonkonferenzen wurden bei der Vorlage der Zwischenberichte zu den jeweiligen Quartalen durchgeführt und stießen auf reges Interesse. Daneben bot die jährliche Hauptversammlung Gelegenheit für die Diskussion mit den Anlegern. Wie auch im letzten Jahr war es den Aktionären möglich, sich über ein Internet-Tool auf der Investor Relations-Seite im Internet zur Hauptversammlung anzumelden, eine Gästekarte zu bestellen sowie die Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft zu beauftragen. Dieser Service wurde wiederum gut angenommen; ca. 20 % der Aktionäre bestellten ihre Eintrittskarte über das neue Internet-Tool.

131

Corporate Governance

Rating

TUI Konzern in Zahlen Fünfjahresübersicht

TUI Konzern in Zahlen 2003

2004

2005

2006

2007

Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €

12 671 2 381 4 163 19 215

13 319 2 687 2 040 18 046

14 097 3 834 1 688 19 619

14 085 6 254 577 20 916

15 638 6 202 26 21 866

Ergebnis der Sparten vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) Touristik Mio. € Schiffahrt Mio. € Sonstige Mio. € Konzern Mio. €

532 343 847 1 722

678 392 407 1 477

734 454 192 1 380

779 212 193 1 184

684 621 18 1 323

Ergebnis der Sparten (EBITA) Touristik Schiffahrt Sonstige Konzern

Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €

200 266 606 1 072

345 300 267 912

365 319 166 850

388 - 106 - 52 230

210 342 -4 548

Konzernjahresergebnis Ergebnis je Aktie

Mio. € €

315 1,54

572 2,96

496 2,29

- 843 - 3,65

236 0,61

Vermögensstruktur Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte Gesamtvermögen

Mio. € Mio. € Mio. €

10 271 2 718 12 989

9 871 2 499 12 370

11 883 3 491 15 374

10 157 2 873 13 030

11 507 4 797 16 304

Kapitalstruktur Eigenkapital Langfristige Schulden Kurzfristige Schulden Gesamtkapital

Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €

2 767 4 204 6 018 12 989

2 660 5 153 4 557 12 370

4 367 5 288 5 719 15 374

3 007 5 259 4 764 13 030

3 124 6 806 6 374 16 304

%

21,3

21,5

28,4

23,1

19,2

Cashflow aus laufendem Geschäft

Mio. €

902

964

965

467

569

Investitionen

Mio. €

724

677

1 138

757

1 116

Netto-Verschuldung

Mio. €

3 828

3 251

3 807

3 211

3 926

Mitarbeiter

31.12.

64 257

57 716

62 947

53 930

68 521

Umsatz der Sparten Touristik Schiffahrt Sonstige Konzern

Eigenkapitalquote

132

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Corporate Governance Bericht TUI Aktie

Aufsichtsrat

Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

TUI Konzern in Zahlen

Nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung Soziale Verant­ wortung für die Beschäftigten. Umwelt­ qualitätsmanagement. Gesellschaftliches Engagement. Um ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Zielsetzungen im Konzern gleichermaßen zu erreichen, bleibt es zentrales Anliegen der TUI, die Kerngeschäftsprozesse mit relevanten Nachhaltigkeitsindikatoren zu verbinden. Dies sichert die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Gesellschaften, fördert die Potenziale von Mitarbeitern, systematisiert die konzernweite Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Anspruchsgruppen und verbessert nachhaltig die effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen an Unternehmensstandorten und in den Urlaubsländern.

Internationale Ratingagenturen und Nachhaltigkeitsanalysten bestätigten TUI auch in 2007 überzeugende Ergebnisse auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit: Als einziges Touristikunternehmen weltweit im Subsektor Travel & Tourism ist die TUI AG im Dow Jones Sustainability Index (DJSI) World gelistet. Darüber hinaus behauptete TUI ihre Position in den internationalen Ethik-Indizes FTSE4Good, ASPI Eurozone und dem Ethibel Pioneer Index. Mit Wirkung zum 31. Januar 2007 wurde die TUI AG in den ECPI Ethical Index €uro aufgenommen. Die oekom Research AG erstellte im September 2007 ein Corporate Responsibility Rating der TUI mit der Investment Status Einstufung „Prime“.

Mitarbeiter Die Förderung des Engagements, der Qualifizierung und der Motivation der Mitarbeiter war in 2007 ein wichtiger Aspekt in der Personalarbeit im Konzern. Schwerpunkte bildeten dabei die Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie zahlreiche Maßnahmen zur Alters- und Gesundheitsvorsorge.

Nachwuchssicherung und Ausbildung

Aus-, Fort- und Weiterbildung Die Nachwuchssicherung aus eigenen Reihen und eine gute unternehmenseigene Ausbildung sind für die Wettbewerbsfähigkeit der Konzern­ gesellschaften von entscheidender Bedeutung. In den deutschen Gesellschaften wurden 2007 insgesamt rund 720 junge Mitarbeiter qualifiziert ausgebildet. Von den Auszubildenden, die in 2007 ihre Ausbildung abgeschlossen haben, wurden ca. 75 % in ein Anstellungsverhältnis übernommen. 133

Corporate Governance

Im Juli 2007 veröffentlichte die TUI AG ihren Nachhaltigkeitsbericht „Nachhaltig wirtschaften im TUI Konzern: Mit Corporate Social Responsibility zu Nachhaltiger Entwicklung“. Die hierin doku­mentierten organisatorischen Strukturen für ökologische und soziale Good Governance sowie die vorgelegten „extrafinanziellen“ Ergebnisse im Umweltmanagement der Touristik und der Schifffahrt belegen, dass sich die Konzerngesellschaften in der Wahrnehmung sozialer Verantwortung für Mitarbeiter, Umwelt und Gesellschaft im Berichtszeitraum 2006/2007 bedeutend weiterentwickelt haben.

Die Ausbildungsquote stieg von 6,5 % auf 6,7 % und blieb damit auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Die TUI hat sich in 2007 erneut an dem Projekt „Fit für die Bewerbung“ beteiligt. Dabei unterstützten Personalmanager des Unternehmens junge Menschen zielgerichtet bei der Vorbereitung ihrer Bewer­bungsunter­lagen sowie auf Bewerbungsgespräche. Entwicklung von Fach- und Führungskräften

Altersvorsorge

Beim kontinuierlichen Ausbau der Personalentwicklung für Fach- und Führungskräfte wurden in 2007 neue Akzente gesetzt. Nach der Erwei­te­r­ung der potenzialdiagnostischen Verfahren um Methoden für das inter­ nationale Top-Management in 2006 ging es in 2007 insbesondere um die Umsetzung und Bewertung individualisierter Entwicklungspläne für diesen Teilnehmerkreis. Neben spezifischen fachbezogenen Maßnahmen wurde das Executive Coaching verstärkt nachgefragt. Im Traineeprogramm sowie in der Personalarbeit für das mittlere Management stand im Vordergrund, die Nachwuchskräfte für die zunehmend komplexen Anforderungen zu stärken. Auch für diese Personengruppen gewann das Coaching als eine individuelle Maßnahme zur Förderung der persönlichen Souveränität an Bedeutung. Soziale Verantwortung Die Gesellschaften des TUI Konzerns bieten ihren Mitarbeitern vielfältige Möglichkeiten zur betrieblichen und privaten Altersvorsorge. Die jeweiligen nationalen Rahmenbedingungen und die wirtschaftlichen Gegebenheiten werden bei der Konzeption der Modelle berücksichtigt. In Deutschland wird weiterhin der Abschluss von Pensionskassen- und Direktversicher­ ungsverträgen sowie von privaten Rentenversicherungen zur Erlangung der staatlichen Förderung (Riester-Rente) angeboten. Des Weiteren gibt es Deferred Compensation-Modelle, die es den Mitarbeitern ermöglichen, ihre Altersvorsorge nach individuellen Präferenzen auszuwählen. Diese Angebote wurden auch in 2007 verstärkt nachgefragt.

Altersteilzeit

In den deutschen Konzerngesellschaften waren im Jahr 2007 rund 360 Mitarbeiter in Altersteilzeit beschäftigt. Die sich daraus ergebenden Wertguthaben dieser Beschäftigten wurden unabhängig vom Beginn des Alters­ teilzeitvertrages gegen Insolvenz des Arbeitgebers abgesichert. Das Unternehmen geht damit zu Gunsten der Mitarbeiter in erheblichem Maße über die vorgeschriebene Absicherung der in 2004 beschlossenen Neuregelung im Altersteilzeitgesetz hinaus. TUI hat hierfür in 2007 ca. 15,5 Mio. € bereitgestellt.

Gesundheitsförderung

Gemäß der Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförder­ ung in der Europäischen Union, die die TUI AG 2006 unterzeichnet hat, wurde eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die den Stellenwert von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz unterstreichen. Unter dem Namen „fit with TUI“ wurde ein Gesundheitsprogramm für die Mitarbeiter ausgearbeitet: Die deutschen Gesellschaften des Konzerns bieten ihren Beschäftigten hierbei umfangreiche Angebote zur Gesundheitsförderung an. Von Betriebssport, Kooperationen mit Fitness-Centern und Wellnessangeboten werden des Weiteren zielgruppenspezifische Gesundheitsseminare, Akademieabende mit Gesundheitsthemen sowie Suchtpräventionsmaßnahmen durchgeführt. Darüber hinaus können die Mitarbeiter an jährlichen Aktionen wie der Grippeschutzimpfung, Krebsvorsorgeunter­

134

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TUI Konzern in Zahlen

Nachhaltige Entwicklung

Betriebskrankenkasse

Die BKK TUI baute im Geschäftsjahr ihre Aktivitäten in der betrieblichen Gesundheitsförderunge beträchtlich aus. Inzwischen bieten Konzerngesellschaften unter der Regie der BKK zahlreiche Einzelmaßnahmen an, u. a. zur Vorbeugung von Erkrankungen des Skeletts und der Muskulatur, Grippeschutzimpfungen und Ernährungsprogramme. Nichtraucherschutzprogramme waren schon weit vor den gesetzlichen Aktivitäten überall Standard. Das Engagement der teilnehmenden Gesellschaften wird durch Bonuszahlungen belohnt, die Unternehmen und Beschäftigten gleichermaßen zufließen. Dadurch ermäßigte sich die rechnerische Beitragsbelas­tung 2007 auf den unter dem Bundesdurchschnitt liegenden Satz von 12,3 %.

Arbeitssicherheit

In den Konzerngesellschaften wurde wieder eine Vielzahl an Maßnahmen zur Arbeitssicherheit durchgeführt. Neben den bewährten Aktivitäten wie der Begehung von Arbeitsstätten, der Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen, der Mitwirkung bei der Erstellung von Flucht- und Rettungsplänen oder der permanenten Schulung von Erst- und Brandschutzhelfern wurden interaktive Unterweisungen für den Gefahrenfall entwickelt und eingeführt.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

TUI gehört als eines der Gründungsmitglieder dem bundesweiten Netzwerk „Erfolgsfaktor Familie˝ an. In den einzelnen Gesellschaften sind Betriebsvereinbarungen abgeschlossen worden, um Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. Als Unterstützungsangebote dienen flexible Arbeitszeitmodelle wie Teilzeit- und Telearbeit, finanzielle Unterstützung bei der Kinderbetreuung sowie die Möglichkeit, unbezahlten Urlaub zur Betreuung eines erkrankten Familienmitglieds zu beantragen. Am Standort Hannover besteht seit 2006 die ‚Little World of TUI’, eine betriebseigene Kinderkrippe mit Ganztagsbetreuung. Deutschlandweit unterstützt die intranetbasierte TUI Kinderbetreuungsbörse Mitarbeiter mit Kindern dabei, eine geeignete Kinderbetreuung zu finden.

Arbeitnehmervertretungen im Konzern

Im TUI Konzern bestehen in den einzelnen Gesellschaften und auf Konzern­­ ebene sowohl nationale als auch internationale Arbeitnehmervertretungen. Für strategische Weichenstellungen, die auch mit Personalanpassungen verbunden waren, wie die Einbringung der touristischen Einheiten, außer TUI Hotels & Resorts, in die TUI Travel PLC, konnten mit dem Vorstand und den Geschäftsleitungen Wege gefunden werden, die die Interessen der Arbeitnehmer und des Unternehmens gleichermaßen und ausgewogen berücksichtigten. Das TUI Europa-Forum besteht seit 1995. Hier sind – ergänzend zu den nach nationalen Gesetzen zu bildenden Arbeitnehmervertretungen – zurzeit 54 Arbeitnehmervertreter aus 18 europäischen Ländern vertreten. Die Konzernleitung informiert das geschäftsführende Präsidium des TUI Europa-Forums regelmäßig und berät mit ihm die aktuelle wirtschaftliche und personelle Situation im Konzern. Das TUI Europa-Forum tagt einmal

TUI Europa-Forum

135

Corporate Governance

suchungen sowie Rückentherapieangeboten teilnehmen. Gesundheitsfördernde Maßnahmen werden im Austausch mit den Mitarbeitern entworfen und umgesetzt. Zum gegenseitigen Austausch dienen regelmäßig statt­ findende Mitarbeiterbefragungen, die konzernweiten Zusammenkünfte der Gesundheitskoordinatoren im TUI Netzwerk Gesundheit sowie die Abstimmungen in lokalen und konzernweiten Ausschüssen.

jährlich und leistet auf internationaler Ebene einen wichtigen Beitrag zur Transparenz übergeordneter unternehmerischer Entscheidungen und zur Integration der verschiedenen Nationalitäten im TUI Konzern.

Umweltmanagement Weitere Informationen zum Umweltschutzbereich: 1„Umweltschutz" im Lagebericht 1 www.tui-umwelt.com

Kerosineinsparung durch kontinuierliche Flottenerneuerung

Freiwilliges Carbon-Offsetting von TUI Flugreisen

Die relevanten Umweltauswirkungen der Geschäftsbereiche Touristik und Schifffahrt wurden im Rahmen einer Umweltaspektanalyse in Anlehnung an ISO 14001 und unter Berücksichtigung internationaler Reporting-Richt­­ linien (u. a. die G3-Guidelines der Global Reporting Initiative) bestimmt und entsprechende Indikatoren ausgewählt. Die weitgefächerten Konzern­ aktivitäten wurden in transparenten und reproduzierbaren Kennzahlen abgebildet. Klimaschutz durch Energieeffizienz Die Reduktion von Treibhausgasen ist eine globale Herausforderung, daher begleitet TUI aktiv die öffentliche Debatte zum Klimaschutz. Insbesondere über den Flugverkehr wird im Zusammenhang mit Treibhausgasemissionen intensiv diskutiert. Die TUI setzt bei ihrer Klimastrategie primär auf eine Steigerung der Energieeffizienz. Die im Lagebericht vorgestellten Emissions­­ daten des TUI Konzerns bilden eine solide Datenbasis für die Initiierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Durch schrittweise Erneuerung der TUI Flugzeugflotte soll bis zum Jahr 2014 eine Einsparung von insgesamt 1,47 Millionen Tonnen Kohlendioxid erreicht werden. Mit der Einführung der Boeing B787 ‚Dreamliner’ soll in dem entsprechenden Langstreckensegment zukünftig ein Viertel des Kerosins eingespart werden. Die TUI Airlines gehören hier zu den ersten Fluggesellschaften in Europa, die dieses Flugzeug in die Flotte integrieren werden.

Seit 2007 bietet die TUI ihren Kunden in Zusammenarbeit mit der Stiftung „myclimate“ eine Möglichkeit zur Kompensation von Treibhausgasen im Zusammenhang mit Flugreisen. Die Stiftung ermöglicht konkreten Klima­ schutz durch die Unterstützung von Projekten, die zur Verminderung von Treibhausgasen führen. Auf Grundlage der Umrechnung von „myclimate“ erfahren die TUI Kunden im Buchungsprozess den anteiligen Kohlendioxid (CO2)-Ausstoß ihres Flugs und die daraus resultierende Höhe der zur Kompensation des CO2-Anteils notwendigen freiwilligen Klimaschutzabgabe. Die Spenden der TUI Kunden verwendet „myclimate“ konkret für ein Entwicklungshilfeprojekt in Eritrea, Afrika. Neben der zertifizierten CO2-Reduzierung werden auch die Lebensbedingungen der Menschen dort erheblich verbessert. Weitere Konzerngesellschaften wie TUI UK, TUI Nederland, TUI Nordic und Gebeco bieten ebenfalls eine optionale Kompensation von Flugzeugemissionen an. In der Containerschifffahrt wurden durch den Einsatz neuer Containerschiffe mit modernster Technik und einer Kapazität von 8 750 Standardcontainern (TEU) die spezifischen Emissionen pro TEU weiter reduziert.

Carbon Disclosure Project (CDP) 5

136

Der TUI Konzern hat auch in 2007 an der Emissionsbilanzierung der Industrie teilgenommen: Die TUI Emissionsbilanz wurde zusammen mit den strategischen Aspekten der Klimapolitik der TUI im Carbon Disclosure Project (CDP) 5 beschrieben und damit Analysten und Investoren zugänglich gemacht.

Corporate Governance

Corporate Governance Bericht TUI Aktie

Partnerschaft mit UNEP = United Nations Environment Programme

Aufsichtsrat

Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

TUI Konzern in Zahlen

Nachhaltige Entwicklung

Wirtschaft und Biodiversität Die TUI kooperierte in 2007 mit der Bonner Konvention des Umweltprogramms der Vereinten Nationen UNEP zum weltweiten Schutz wandernder Tierarten. Die auch in 2008 gemeinsam fortgeführte Kampagne „Year of the Dolphin“ hat zum Ziel, den Delphin als eine der am stärksten bedrohten Tierarten weiter ins öffentliche Bewusstsein zu rücken sowie Initiativen zu seinem Schutz und dem Schutz seines Lebensraumes einzuleiten und durchzuführen.

TUI nutzte als exklusiver Wirtschaftspartner der Kampagne ihr weltweites Netzwerk in den Zielgebieten, um die Verteilung eines in Zusammenarbeit mit der WDCS Whale and Dolphin Conservation Society erstellten DelphinHandbuchs an hunderte lokaler Schulen in verschiedenen Zielgebieten zu organisieren. An ausgewählten Destinationen fanden ergänzende Workshops mit dem Ziel statt, über das Leben der Meeressäuger zu informieren und auf Gefahren und Schutzmaßnahmen hinzuweisen. Angesichts der Reichweite und des alternativen Bildungsansatzes hat die UNESCO diese Kampagne als Bestandteil des offiziellen Projekts der UN-Dekade „Bildung für die nachhaltige Entwicklung“ ausgewählt.

TUI Umwelt Champion für Hotels & Resorts Weitere Informationen www.tui-ecohotel.com

Umwelt-Gütesiegel „EcoResort“ Weitere Informationen www.ecoresort-tui.com

Spezifische Aktivitäten in Urlaubsländern Robinson erhielt in 2007 erneut als beste Hotelmarke den TUI Umwelt Champion in Gold. Teilnahmevoraussetzungen für den UmweltqualitätsWettbewerb aller Hotel-Vertragspartner sind das Mitwirken am TUI Hotel Umweltmonitoring und die Einhaltung der TUI Mindeststandards für Umwelt­qualität. Das Iberotel Sarigerme Park zählte zum elften Mal zu den TUI Umwelt Champions und belegte zum zehnten Mal in Folge den ersten Platz. Das zu TUI Hotels & Resorts gehörende Hotel im türkischen Dalaman ist seit 15 Jahren führend auf dem Gebiet der ökologischen Innovationen.

Im Geschäftsjahr 2007 vergab TUI Hotels & Resorts nach Überprüfung durch externe Umweltgutachter erneut das Umwelt-Gütesiegel „EcoResort“ für konzerneigene Hotelmarken. Alle Hotels des Bereichs bieten hohe Leistungs-, Qualitäts- und Umweltstandards. Die Kriterien für eine Auszeichnung als „EcoResort“ gehen über diese Standards deutlich hinaus. 36 konzerneigene Hotel- und Clubbetriebe wurden für die Sommersaison 2008 in den Katalogen entsprechend gekennzeichnet. Ziel des Gütesiegels ist es, neben der ökologischen Qualitätssicherung die nachhaltige Entwicklung in den Ferienregionen voranzutreiben.

Gesellschaftliches Engagement Verantwortung für die Gesellschaft ist für die TUI eine wichtige Leitlinie unternehmerischen Handelns und seit vielen Jahren integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit. Das Selbst­ verständnis der TUI AG und ihrer Beteiligungen als „Corporate Citizen“ trägt sowohl an den weltweiten Unternehmensstandorten als auch in den 137

Corporate Governance

Die internationale Wal- und Delphinschutz-Konferenz im Oktober 2007 auf Teneriffa wurde durch TUI España maßgeblich mit inhaltlichen Beiträgen sowie bei der Organisation und Durchführung unterstützt. Als wesentliches Resultat konnten mehrere Rahmenvereinbarungen für den Schutz von Kleinwalen und Delphinen im westafrikanischen Raum vorbereitet werden.

touristischen Destinationen zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Verbesserung der Lebensqualität bei.

Projekte und Initiativen in den Zielgebieten

Hilfe in den Destinationen Die marokkanische Regierung entwickelte die „Marokkanische Charta für verantwortlichen Tourismus“. 2007 wurde die Mitgliedschaft der TUI in der Charta unterzeichnet. Gemeinsames Ziel ist die Förderung einer Touris­­mus­ entwicklung, die mit der Bewahrung der Kultur, der Werte und Traditionen sowie dem Schutz von Natur und Umwelt im Einklang steht.

Im April 2007 wurde der durch TUIfly-Spendengelder finanzierte und vom Deutschen Roten Kreuz geförderte Bau eines Krankenhauses in der zentralsudanesischen Stadt Kosti fertig gestellt. Zusätzlich zu den Geldspenden organisierte TUIfly im Dezember 2007 zum dritten Mal in Folge einen jährlichen Transport von rund 20 Tonnen Hilfsgütern in den Sudan. In Ägypten eingesetzte Reiseleiter der Veranstaltermarke OFT Reisen nahmen in 2007 an einem interkulturellen Trainingsseminar für Tour Guides in Entwicklungsländern des Studienkreises für Tourismus und Entwicklung in Kairo teil. Bis Sommer 2009 werden sich sämtliche ägyptischen Reiseleiter von OFT Reisen interkulturell zertifizieren lassen. Anlässlich des fünfzehnjährigen Bestehens der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung in 2007 übernahm die TUI AG zwei Patenschaften für Jugend­­ clubs in Kenia, in denen unter anderem über AIDS aufgeklärt wird.

TUI Patenschaft

Unterstützung benachteiligter Kinder und Jugendlicher Die TUI Patenschaft der Mitarbeiter am Standort Hannover unterstützte 2007 ein zweites Jahr in Folge die lokale Initiative „Hilfe für hungernde Kinder“. Die Initiative setzt sich für mehr als 700 Kinder in sechs Förderschulen und zwei weiteren Einrichtungen ein, an denen Armut und Hunger stark verbreitet sind.

Eine Vielzahl von Konzerngesellschaften in der Touristik setzte auch in 2007 ihr weltweites Engagement für den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung, primär im Rahmen der Organisation ECPAT, fort.

TUI Stiftung Weitere Informationen www.tui-stiftung.de

Engagement der Stiftungen Die TUI Stiftung förderte im Jahr 2007 in ihren vier Förderschwerpunkten – Wissenschaft und Forschung, Projekte an Schulen, Qualifizierungsmaßnahmen für arbeitslose Jugendliche sowie Kunst und Kultur – über zwanzig ausgewählte Projekte.

Im Bereich Wissenschaft stand wiederum die Begleitforschung des Projektes „Prävention durch frühe Förderung“ von Kindern aus Höchst-RisikoFamilien des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen im Mittelpunkt. In der Wissenschaftsförderung wurde in 2007 bereits zum 20. Mal der Rudolf-Schoen-Preis für die beste wissenschaftliche Veröffent­lichung in der Medizinischen Hochschule Hannover vergeben.

138

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Aufsichtsrat

Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

TUI Konzern in Zahlen

Nachhaltige Entwicklung

In Zusammenarbeit mit dem Landesverband Paritätischer Niedersachsen e. V. konnten neun Ausbildungsplätze für benachteiligte Jugendliche gefördert werden. Weiterhin engagierte sich die TUI Stiftung im Projekt START der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, das besonders begabte Schüler mit Migrationshintergrund fördert. Im Bereich Kunst und Kultur lag der Schwerpunkt auf Theaterprojekten mit und für Kinder und Jugendliche. So wurde im neu gegründeten „jungen schauspiel hannover“ ein Projekt zur Gewaltprävention unterstützt.

Weitere Informationen: www.hapag-lloyd.de

Weitere Informationen: www.tui-campus.de

Bei Hapag-Lloyd gehört die Kulturförderung zum unternehmerischen Leitbild. Auch im Geschäftsjahr 2007 wurde im Rahmen der Hapag-LloydStiftung die Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern am Unternehmensstandort Hamburg unvermindert fortgeführt. Dabei spielte die Nachwuchs- und Talentförderung weiterhin eine wesentliche Rolle. Heraus­ ragende Projekte waren die Unterstützung des Jungen Schauspielhauses in Hamburg, des St. Pauli Theaters, des „Junges Forum Musiktheater“ sowie des Restaurierungspraktikums der Hamburger Museen. Darüber hinaus förderte die Hapag-Lloyd-Stiftung in 2007 die in Entwicklungs­ ländern tätige Kinderhilfsorganisation Plan International durch die Übernahme von Patenschaften in China und bezog in dieses Engagement die Mitarbeiter der Hapag-Lloyd AG erfolgreich ein. Wissenschaftliche Kooperationen Die Förderung von Innovationen im Tourismus-Sektor und der enge Austausch mit Hochschulen und Wissenschaft ist der TUI ein besonderes Anliegen. Im Februar 2007 fand das 2. TUI Campus Symposium in Berlin statt. Mit TUI Campus förderte der Konzern einen regelmäßigen Dialog zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, um von renommierten Institu­ tionen Impulse für die Entwicklung des eigenen Geschäfts zu gewinnen.

139

Corporate Governance

Hapag-Lloyd Stiftung

Konzernabschluss

komplett fokussiert effizient koordiniert 140

145 Konzernanhang 145 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 168 Segmentberichterstattung 177 Erläuterungen zur KonzernGewinn- und Verlustrechnung 187 Erläuterungen zur Konzernbilanz 231 Wesentliche Beteiligungen 232 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 234 Sonstige Erläuterungen 238 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 239 Bestätigungsvermerk 141

Konzernabschluss/-anhang

142 Konzernabschluss 142 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 143 Konzernbilanz 144 Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen 144 Kapitalflussrechnung

Konzernabschluss Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzernbilanz Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen Kapitalflussrechnung

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der TUI AG für die Zeit vom 1.1. bis 31.12.2007 Mio € Umsatzerlöse Umsatzkosten Bruttogewinn Verwaltungsaufwendungen Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte Finanzerträge Finanzaufwendungen Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen Ergebnis vor Ertragsteuern Überleitung auf bereinigtes Ergebnis: Ergebnis vor Ertragsteuern Zinsergebnis und Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte EBITA aus fortzuführenden Geschäfts­bereichen1) Bereinigungen Abgangsergebnisse Restrukturierung Kaufpreisallokation Einzelsachverhalte Neubewertung von Wandelrechten Bereinigtes EBITA aus fortzuführenden Geschäftsbereichen Ergebnis vor Ertragsteuern Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen Ergebnis aus einzustellenden Geschäftsbereichen Konzernergebnis - Anteil Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis - Anteil andere Gesellschafter am Konzernergebnis Konzernergebnis 1)

(1) (2) (2) (3) (4) (5) (6) (7)

2007

angepasst

2006 Anpassung ursprünglich

21 865,6 20 331,1 1 534,5 1 385,4 + 336,0 53,7 209,8 468,8 + 64,7 237,1

20 514,6 19 205,7 1 308,9 1 382,3 + 223,1 709,5 179,3 401,1 + 50,5 - 731,1

– - 39,2 39,2 – 6,2 – - 47,4 - 7,0 – 5,0

20 514,6 19 244,9 1 269,7 1 382,3 + 216,9 709,5 226,7 408,1 + 50,5 - 736,1

237,1

- 731,1

5,0

- 736,1

257,4 53,7 548,2

219,1 712,8 200,8

- 7,0 – - 2,0

226,1 712,8 202,8

- 193,7 68,0 131,2 62,4 – 616,1

- 188,0 167,0 81,8 171,9 - 15,0 418,5

– – – – – - 2,0

- 188,0 167,0 81,8 171,9 - 15,0 420,5

237,1 + 0,8 236,3 + 0,0 236,3 + 175,1 + 61,2 236,3

- 731,1 + 129,4 - 860,5 + 17,1 - 843,4 - 890,3 + 46,9 - 843,4

5,0 1,8 3,2 – 3,2 + 3,0 + 0,2 3,2

- 736,1 + 127,6 - 863,7 + 17,1 - 846,6 - 893,3 + 46,7 - 846,6

(8)

(9) (10) (11) (12)

Das EBITA entspricht dem Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten.



Anhang

Unverwässertes Ergebnis je Aktie2) aus fortzuführenden Geschäftsbereichen aus einzustellenden Geschäftsbereichen Verwässertes Ergebnis je Aktie2) aus fortzuführenden Geschäftsbereichen aus einzustellenden Geschäftsbereichen 2)

Anhang

(13)

2007 + 0,61 + 0,61 – + 0,61 + 0,61 –

angepasst - 3,65 - 3,72 + 0,07 - 3,65 - 3,72 + 0,06

2006 Anpassung ursprünglich + 0,01 + 0,01 – + 0,01 + 0,01 –

- 3,66 - 3,73 + 0,07 - 3,66 - 3,73 + 0,06

Zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie entsprechend den Regelungen des IAS 33.12 wird die Dividende auf das Hybridkapital mit ihrem Betrag nach Steuern vom Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis in Abzug gebracht, da das Hybridkapital Eigenkapital darstellt, aber keinen Anteil der Aktionäre der TUI AG verkörpert.

142

Konzernabschluss Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzernbilanz Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen Kapitalflussrechnung

Konzernbilanz der TUI AG zum 31.12.2007

Aktiva Geschäfts- oder Firmenwerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Sachanlagen Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Derivative Finanzinstrumente Latente Ertragsteueransprüche Langfristige Vermögenswerte Vorräte Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Derivative Finanzinstrumente Effektive Ertragsteueransprüche Finanzmittel Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte

Mio € Passiva Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Hybridkapital Eigenkapital vor Minderheiten Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital Eigenkapital

Anhang

31.12.2007 angepasst

31.12.2006 Anpassung ursprünglich

(14) (15) (16) (17) (18) (19)

3 058,3 1 373,8 90,5 5 706,2 540,7 108,2

3 134,8 604,9 95,7 5 162,1 407,7 117,3

– – – 16,4 – –

3 134,8 604,9 95,7 5 145,7 407,7 117,3

(20) (21) (22)

408,8 28,8 192,3 11 507,6

351,7 7,8 275,6 10 157,6

– – – 16,4

351,7 7,8 275,6 10 141,2

(23) (19)

208,7 13,7

129,3 5,8

– –

129,3 5,8

(20) (21) (22) (24) (25)

2 496,3 413,1 42,0 1 614,0 8,8 4 796,6 16 304,2

1 778,0 76,2 23,4 688,7 171,4 2 872,8 13 030,4

– – – – – – 16,4

1 778,0 76,2 23,4 688,7 171,4 2 872,8 13 014,0

Anhang

(26) (27) (28) (29) (30)

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Effektive Ertragsteuerrückstellungen Latente Ertragsteuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen Langfristige Rückstellungen Finanzschulden Derivative Finanzinstrumente Sonstige Verbindlichkeiten Langfristige Verbindlichkeiten Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

(31) (32) (32) (32)

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Effektive Ertragsteuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen Kurzfristige Rückstellungen Finanzschulden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Derivative Finanzinstrumente Sonstige Verbindlichkeiten Kurzfristige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten i. Z. m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

(31) (32) (32)

(33) (35) (36)

(33) (34) (35) (36)

(37)

31.12.2007

angepasst

31.12.2006 Anpassung ursprünglich

642,3 2 471,9 - 582,2 294,8 2 826,8 297,4 3 124,2

641,7 2 396,2 - 604,4 294,8 2 728,3 279,1 3 007,4

– – - 6,5 – - 6,5 3,6 - 2,9

641,7 2 396,2 - 597,9 294,8 2 734,8 275,5 3 010,3

825,2 256,3 245,5 489,9 1 816,9 4 732,8 126,4 130,4 4 989,6 6 806,5

1 056,1 177,0 57,6 435,5 1 726,2 3 477,6 27,0 28,3 3 532,9 5 259,1

– – - 2,5 – - 2,5 – – – – - 2,5

1 056,1 177,0 60,1 435,5 1 728,7 3 477,6 27,0 28,3 3 532,9 5 261,6

31,7 62,3 531,6 625,6 807,4 2 679,0 174,4 2 087,1 5 747,9

29,0 87,8 597,7 714,5 422,0 1 958,4 116,2 1 550,7 4 047,3

– – 21,8 21,8 – – – – –

29,0 87,8 575,9 692,7 422,0 1 958,4 116,2 1 550,7 4 047,3

0,0 6 373,5 16 304,2

2,1 4 763,9 13 030,4

– 21,8 16,4

2,1 4 742,1 13 014,0 143

Konzernabschluss/-anhang

Mio €

Konzernabschluss Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzernbilanz Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen Kapitalflussrechnung

Aufstellung der im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen Mio € Währungsumrechnung Erfolgswirksame Realisierung von Unterschieden aus der Währungsumrechnung Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen von nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen Zeitwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten Erfolgswirksame Realisierung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten Zeitwertänderung von Cash Flow Hedges Erfolgswirksame Realisierung von Cash Flow Hedges Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen und zugehörigem Fondsvermögen Direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerpositionen Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen Konzernergebnis Summe der im Geschäftsjahr erfassten Erträge und Aufwendungen Den Aktionären der TUI AG zuzurechnen Den anderen Gesellschaftern zuzurechnen

2007

2006 angepasst

- 159,5 5,9 32,1 0,1 - 13,5 76,2 143,6 199,8 - 168,3 116,4 236,3 352,7 316,3 36,4

- 216,7 68,4 - 11,8 15,1 – - 237,4 - 109,0 183,7 64,7 - 243,0 - 843,4 - 1 086,4 - 1 120,9 34,5

Kapitalflussrechnung Mio € Konzernergebnis Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) Zinsaufwendungen (ohne Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen) Gewinn (-) / Verlust (+) aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) Mittelzufluss/-abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und immateriellen Vermögenswerten Einzahlungen aus Abgängen von konsolidierten Gesellschaften (abzügl. abgegebener Finanzmittel aus Unternehmensverkäufen) Einzahlungen aus Abgängen sonstiger langfristiger Vermögenswerte Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und immateriellen Vermögenswerten Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Gesellschaften (abzügl. übernommener Finanzmittel aus Unternehmenskäufen) Auszahlungen für Investitionen in sonstige langfristige Vermögenswerte Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen und Zuschüssen der Gesellschafter Zahlung der Dividende der - TUI AG - Tochterunternehmen an andere Gesellschafter Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und aus der Aufnahme von Finanzschulden Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzschulden Auszahlungen für Zinsen Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands Entwicklung des Finanzmittelbestands Finanzmittelbestand am Anfang der Periode Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands Finanzmittelbestand am Ende der Periode1) 1)

Anhang

(41)

(42)

(43)

2007

2006 angepasst Veränderung

236,3 827,4 - 58,3 321,2 - 269,2 - 62,4 - 262,6 0,2 - 164,1 568,5

- 843,4 1 449,1 - 13,0 265,1 - 273,9 - 45,1 32,6 15,7 - 120,6 466,5

1 079,7 - 621,7 - 45,3 56,1 4,7 - 17,3 - 295,2 - 15,5 - 43,5 102,0

517,2

610,2

- 93,0

- 11,8 97,4

719,7 54,8

- 731,5 42,6

- 1 168,5

- 657,9

- 510,6

- 111,5 - 34,4 - 711,6 6,7

- 43,9 - 51,3 631,6 8,9

- 67,6 16,9 - 1 343,2 - 2,2

- 27,4 - 28,9

- 193,1 - 16,5

165,7 - 12,4

2 034,3 - 987,6 - 298,1 699,0 555,9

611,1 - 1 223,2 - 232,9 - 1 045,7 52,4

1 423,2 235,6 - 65,2 1 744,7 503,5

688,7 441,7 - 72,3 555,9 1 614,0

607,5 25,7 3,1 52,4 688,7

81,2 416,0 - 75,4 503,5 925,3

(44)

Weder zum 31.12.2007 noch zum Vorjahresstichtag werden Finanzmittelbestände in der Bilanzposition zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte ausgewiesen.

144

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Allgemeine Erläuterungen Die TUI AG mit Sitz in Hannover, Karl-Wiechert-Allee 4, ist die Muttergesellschaft des TUI Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Die Gesellschaft ist in den Handelsregistern der Amtsgerichte Berlin-Charlottenburg (HRB 321) und Hannover (HRB 6580) eingetragen. Die TUI verfügt unverändert über zwei Kerngeschäftsfelder, die Touristik und die Schifffahrt. Die Touristik umfasst die im Geschäftsjahr 2007 neu gegründete TUI Travel PLC, in der die touristischen Aktivitäten der TUI Touristik-Sparte – mit Ausnahme der von TUI Hotels & Resorts geführten Hotels – mit denen der First Choice Holidays-Gruppe zusammengeführt worden sind, sowie den Bereich TUI Hotels & Resorts. Im Bereich Schifffahrt betreibt der TUI Konzern mit Hapag-Lloyd eine der fünf führenden Containerlinien weltweit und die Hapag-Lloyd Kreuzfahrten im deutschsprachigen Premium- und Luxusmarkt. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie deren weitere Mandate sind als Anlage zum Anhang im Abschnitt „Corporate Governance“ des Geschäftsberichts angeführt. Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechens­ erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und der Öffentlichkeit auf der Internetseite des Unternehmens (www.tui-group.com) dauerhaft zugänglich gemacht. Das Geschäftsjahr der TUI AG ist das Kalenderjahr. Sofern bei Tochtergesellschaften (insbesondere der TUI Travel PLC-Gruppe) abweichende Stichtage bestehen, werden zum Zwecke der Einbeziehung dieser Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der TUI AG geprüfte Zwischenabschlüsse erstellt. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio. €) angegeben.

Die rechtliche Verpflichtung für die TUI AG zur Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß den Regelungen des International Accounting Standards Board (IASB), den International Financial Reporting Standards (IFRS), ergibt sich gemäß § 315a Abs.1 HGB in Verbindung mit der Verordnung EG-Nr. 1606/2002 der Europäischen Union. Die IFRS werden in der Form angewendet, wie sie im Rahmen des Anerkennungsverfahrens durch die Europäische Kommission in nationales Recht umgesetzt wurden. Darüber hinaus werden die in § 315a Abs. 1 HGB aufgeführten handelsrechtlichen Vorschriften erfüllt. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2007 waren die folgenden durch das IASB neu herausgegebenen Interpretationen verpflichtend anzuwenden: IFRIC 7 Anwendung des Anpassungsansatzes unter IAS 29 Rechnungslegung in 145

Konzernabschluss/-anhang

Grundlagen der Rechnungslegung

Hochinflationsländern, IFRIC 8 Anwendungsbereich des IFRS 2, IFRIC 9 Neubeur­ teilung eingebetteter Derivate, IFRIC 10 Zwischenberichterstattung und Wertminderung. Aus der Anwendung dieser Standards ergaben sich keine wesentlichen Aus­ wirkungen auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des TUI Konzerns. Des Weiteren waren zum 1. Januar 2007 der neu eingeführte IFRS 7 Angaben zu Finanzinstrumenten sowie die Änderungen hinsichtlich zusätzlicher Angaben zum Risikomanagement des Kapitals nach IAS 1 Darstellung des Abschlusses anzuwenden. Die durch diese neuen Vorschriften notwendigen zusätzlichen Angaben des Anhangs für das Berichts- und Vorjahr wurden im vorliegenden Abschluss entsprechend eingearbeitet. Die folgenden bereits durch das IASB verabschiedeten, überarbeiteten bzw. neu erlassenen Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr 2007 noch nicht anzuwenden: Zusammenfassung neuer, noch nicht angewendeter Standards Standard/Interpretation IAS 1 IAS 23 IAS 27 IFRS 2 IFRS 3 IFRS 8 IFRIC 11 IFRIC 12 IFRIC 13 IFRIC 14

Darstellung des Abschlusses – Änderungen hinsichtlich der Darstellung eines Abschlusses Fremdkapitalkosten – Aufhebung des Wahlrechts und Einführung der Aktivierungspflicht Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS – insbesondere Änderungen hinsichtlich des Kontrollwechsels Aktienbasierte Vergütung – Definition von Ausübungsbedingungen und Behandlung von Annullierungen Unternehmenszusammenschlüsse – Änderung hinsichtlich der Kapitalkonsolidierung und Bilanzierung von Geschäfts- oder Firmenwerten Operative Segmente Konzerninterne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen nach IFRS 2 Dienstleistungskonzessionsvereinbarung Kundenbindungsprogramme IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung

Anwendungspflicht ab

Übernahme durch EUKommission

01.01.2009 01.01.2009

Nein Nein

01.07.2009

Nein

01.01.2009

Nein

01.07.2009 01.01.2009 01.03.2007 01.01.2008 01.07.2008

Nein Ja Ja Nein Nein

01.01.2008

Nein

Dabei handelt es sich ausschließlich um Regelungen, die nach zum Teil noch aus­ stehender Übernahme durch die EU-Kommission verpflichtend erst ab dem Ge­­ schäftsjahr 2008 oder später anzuwenden sind. Die Auswirkungen der Anwendung dieser Standards auf den Konzernabschluss der TUI AG sind zur Zeit noch nicht in allen Einzelheiten bekannt bzw. verlässlich abschätzbar. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der Gliederung von Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Vorjahreseffekte aus den von im laufenden Geschäftsjahr vorgenommenen Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gemäß IAS 8 unter Berücksichtigung der Anpassung der Vorjahreszahlen darzustellen. Zur besseren Vergleichbarkeit werden den angepassten Vorjahreswerten sowohl für die Gewinn- und Verlustrechnung als auch für die Bilanz die ursprünglich veröffentlichten Vorjahreszahlen gegenübergestellt.

Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2007 übt die TUI AG das Wahlrecht nach IAS 1 zur Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkosten­ verfahren aus. Dabei werden den Umsatzerlösen die zu ihrer Erzielung notwendigen Aufwendungen gegenübergestellt. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren dient dazu, die internationale Ver146

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

gleichbarkeit der Berichterstattung zu verbessern. Die veränderte Darstellungsweise erstreckt sich mit Ausnahme der Umsatzerlöse auf alle betrieblichen Erträge und Aufwendungen. Unter Nutzung des Wahlrechts nach IAS 23 hat die TUI AG ihre Bilanzierungsmethode für die Behandlung von Fremdkapitalkosten im Zusammenhang mit qualifizierten Vermögenswerten geändert. Die nunmehr angewendete Bilanzierungsmethode führt zur Aktivierung von direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten (im TUI Konzern insbesondere Flugzeuge, Hotels und Schiffe) zurechenbaren Fremdkapitalkosten. Diese Darstellung führt zu einer aussagekräftigeren Darstellung der Anschaffungskosten von Vermögenswerten mit wesentlichen Finanzierungskosten und erleichtert den Vergleich mit den Anschaffungs­ kosten von Vermögenswerten, bei denen die Finanzierungs­kosten in den Kaufpreis einkalkuliert sind. Die Aktivierung von Fremdkapitalkosten hat die folgenden Auswirkungen auf Posten des Konzernabschlusses: Auswirkung der Aktivierung von Fremdkapitalkosten auf Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Mio €

2007

2006

Umsatzkosten (Planmäßige Abschreibungen) Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen Zinsaufwendungen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Konzernergebnis

0,4 - 4,0 - 14,9 1,8 8,7

0,4 - 1,6 - 7,0 1,8 3,2

Auswirkung der Aktivierung von Fremdkapitalkosten auf Posten der Konzernbilanz Mio € Sachanlagen Gewinnrücklagen Latente Ertragsteuerrückstellungen

31.12.2007

31.12.2006

26,9 21,0 5,9

16,4 12,3 4,1

Der im Falle der konzerninternen Finanzierung zugrunde gelegte Finanzierungs­ kostensatz beträgt 5,81 % für das Geschäftsjahr 2007 und 5,63 % für das Vorjahr.

Zusätzlich zu den geänderten Ausweis- und Bewertungsmethoden, die sich aus der Ausübung von Wahlrechten einzelner Standards ergeben, wurden die folgenden Anpassungen durchgeführt: Durch die operative Integration der CP Ships in die Hapag-Lloyd hat sich das primäre Wirtschaftsumfeld der Unternehmen des Bereichs Schifffahrt so sehr geändert, dass dies einen Wechsel der funktionalen Währung von Euro auf US-Dollar auslöst. Die Beurteilung der funktionalen Währung basierte dabei sowohl auf den Frachtraten sowie den Zahlungsmitteleingängen als auch den Kostenstrukturen. Beginnend mit dem 1. Januar 2007 haben die im Bereich der Schifffahrt operativ tätigen Gesellschaften der Containerschifffahrt somit ihre Abschlüsse in US-Dollar erstellt. 147

Konzernabschluss/-anhang

Die rückwirkende Anwendung der Aktivierung von Fremdkapitalkosten hat zu einer Erhöhung der Gewinnrücklagen in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2006 um 9,1 Mio. € geführt. Die Änderung dieser Methode hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung und das Ergebnis je Aktie.

In der aktuellen Berichtsperiode wurde die Bewertungsmethode der Rückstellungen für Instandhaltungsarbeiten an gemieteten Flugzeugen geändert. Zum 31. Dezember 2006 er­­höhten sich die betreffenden Rückstellungen hieraus um insgesamt 21,8 Mio. €. Gleich­zeitig reduzierten sich dadurch die Rückstellungen für latente Ertragsteuern um 6,6 Mio. €. Zum Zwecke einer besseren internationalen Vergleichbarkeit werden nunmehr die Aufwendungen und Erträge aus der Wertänderung von Finanzinstrumenten, soweit sie aus der Sicherung von Bunkeröl, Kerosin und zukünftigen Zahlungsströmen in ausländischer Währung stammen, den Aufwands- bzw. Ertragspositionen zugeordnet, in denen auch die Grundgeschäfte ausgewiesen sind, und werden nicht wie bisher im Finanzergebnis gezeigt. Dadurch reduzierte sich das Finanzergebnis des Vorjahres um 47,4 Mio. € bzw. für das Geschäftsjahr 2007 um 126,5 Mio. €.

Konsolidierungsgrundsätze und -methoden Grundsätze In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Unternehmen einbezogen, bei denen die TUI AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, die Finanzund Geschäftspolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen (Tochterunternehmen). In der Regel wird die Kontrolle über Stimmrechtsmehrheit ausgeübt. Die Einbeziehung der RIUSA II-Gruppe erfolgt bei paritätischer Beteiligung und gleichen Stimmrechten der TUI AG und des Mitgesellschafters auf Grund faktischer Beherrschung (de facto control). Nach dem Gesamtbild der Verhältnisse verfügt die TUI AG hier über die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Hotel-Gruppe Nutzen zu ziehen. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem der TUI Konzern die Möglichkeit der Kontrolle erlangt. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus.

Basis für die Erstellung des Konzernabschlusses bilden die Einzel- oder Gruppen­ abschlüsse der TUI AG und ihrer Tochterunternehmen, die nach einheitlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden aufgestellt und von Wirtschaftsprüfern geprüft sind. Anteile an Gesellschaften, bei denen der Konzern die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen auszuüben (assoziierte Unternehmen, grundsätzlich mit einem Beteiligungsanteil ab 20 % und kleiner 50 %), werden nach der Equity-Methode bewertet. Anteile an Gesellschaften, bei denen die Führung gemeinschaftlich mit einem oder mehreren Partnern erfolgt (Gemeinschaftsunternehmen), werden ebenfalls nach der Equity-Methode bewertet. Die Bestimmung der Zeitpunkte, zu denen assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in den Kreis der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen aufgenommen werden und aus ihm ausscheiden, erfolgt analog zu den für Tochterunternehmen geltenden Grundsätzen. Die Fortschreibung der EquityBewertung basiert auf den letzten verfügbaren Jahres- bzw. Gruppenabschlüssen, wobei das Geschäftsjahr grundsätzlich dem Kalenderjahr entspricht. Abweichend davon hat ein Gemeinschaftsunternehmen ein Geschäftsjahr vom 1.4. bis 31.3. und drei Gesellschaften haben ein Geschäftsjahr vom 1.11. bis 31.10. des Folgejahres.

148

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2007 wurden neben der TUI AG 46 inländische und 683 ausländische Tochterunternehmen einbezogen.

Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden 56 inländische und 93 aus­ ländische Tochterunternehmen. Diese Gesellschaften sind auch bei zusammengefasster Betrachtung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Nach dem 31. Dezember 2006 wurden 369 Gesellschaften neu in den Konsolidierungs­ kreis aufgenommen. Davon sind infolge des Erwerbs der Kontrolle über die First Choice Holidays PLC am 3. September 2007 342 Gesellschaften (einschließlich der TUI Travel PLC) neu in den Konsolidierungskreis zugegangen. Auf Grund von Akquisi­ tionen waren im übrigen weitere 20 Gesellschaften erstmalig einzubeziehen. Darüber hinaus gingen fünf Gesellschaften infolge der Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit sowie zwei neu gegründete Gesellschaften im Jahr 2007 zu. Von den Zugängen entfallen 367 Gesellschaften auf die Sparte Touristik und zwei Gesellschaften auf die Sparte Schifffahrt. Aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden sind seit dem 31. Dezember 2006 insgesamt 27 Gesellschaften. Von den Abgängen entfallen 11 Gesellschaften auf die Sparte Touristik und 16 Unternehmen auf die Sparte Schifffahrt. Der Verkauf der irischen Budget Travel-Gruppe reduzierte den Konsolidierungskreis um sechs Gesellschaften. Weitere 21 Gesellschaften schieden auf Grund von Liquidation oder Verschmelzung aus dem Konsolidierungskreis aus. Nach der Equity-Methode wurden 17 assoziierte Unternehmen und 33 Gemeinschaftsunternehmen bewertet. Der Kreis der nach der Equity-Methode bewerteten Gesellschaften verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um vier Gesellschaften. Während zwei Gesellschaften auf Grund von weiteren Anteilskäufen in den Kreis der konsolidierten Unternehmen zugingen, schieden vier Gesellschaften auf Grund von Anteilsverkauf, Liquidation oder Reduzierung des Geschäftsumfanges aus dem Kreis der nach der Equity-Methode bewerteten Gesellschaften aus. Die Zugänge resultieren vornehmlich aus dem Erwerb von Anteilen von zwei Gesellschaften. Eine Gesellschaft wurde aus dem Kreis der assoziierten Unternehmen in die Gemeinschafts­ unternehmen umgegliedert. Entwicklung des Konsolidierungskreises1) und der nach der Equity-Methode bewerteten Gesellschaften

1)

Zugänge

387 39 348 22 5 17 32 7 25

369 8 361 1 – 1 2 – 2

Stand Abgänge 31.12.2007 27 1 26 6 1 5 1 1 –

729 46 683 17 4 13 33 6 27

Anzahl ohne TUI AG

149

Konzernabschluss/-anhang

Konsolidierte Tochterunternehmen Inländische Unternehmen Ausländische Unternehmen Assoziierte Unternehmen Inländische Unternehmen Ausländische Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen Inländische Unternehmen Ausländische Unternehmen

Stand 31.12.2006

Die wesentlichen unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der TUI AG sind unter den wesentlichen Beteiligungen aufgeführt. Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes wird im elektronischen Bundesanzeiger (www.ebanz.de) veröffentlicht. Nachfolgend werden die Auswirkungen der Veränderungen des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2007 auf die Jahre 2007 und 2006 dargestellt. Während Bilanzwerte von im Geschäftsjahr 2007 entkonsolidierten Gesellschaften zum Stichtag der Vorperiode angegeben werden, erfolgt für Posten der Gewinn- und Verlustrechnung auf Grund von zeitanteiligen Effekten ein Ausweis auch für das Geschäftsjahr 2007. Auswirkungen der Veränderungen des Konsolidierungskreises auf die Konzernbilanz Zugänge 31.12.2007

Abgänge 31.12.2006

5 156,0 1 665,6 387,8 57,7 718,6 10,2 106,4 3 419,9

4,5 72,2 – 0,4 – – 0,0 15,2

Zugänge 2007

2007

Abgänge 2006

1 356,5 63,2 1 374,9 220,4 + 1,1 33,6 86,2 - 227,1 - 42,6

151,9 4,4 146,5 5,2 - 2,0 2,4 – 5,0 0,7

158,7 5,7 158,4 8,7 0,0 0,8 – - 1,9 - 0,2

90,4 - 94,1 – - 94,1

– 4,3 – 4,3

– - 1,7 – - 1,7

Mio € Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte Langfristige Rückstellungen Kurzfristige Rückstellungen Langfristige Finanzschulden Kurzfristige Finanzschulden Langfristige übrige Verbindlichkeiten Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten

Auswirkungen der Veränderungen des Konsolidierungskreises auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Mio € Umsätze mit Fremden Umsätze mit konsolidierten Gesellschaften Umsatzkosten Verwaltungsaufwendungen Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen Finanzerträge Finanzaufwendungen Ergebnis vor Ertragsteuern Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Erträge aus der Verlustübernahme durch verbundene Gesellschaften Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen Ergebnis aus einzustellenden Geschäftsbereichen Konzernergebnis

Akquisitionen – Desinvestitionen Mit Kaufvertrag vom 31. Januar 2007 erwarb der Reiseveranstalter TUI Deutschland GmbH zusätzlich zu den bereits gehaltenen 75 % auch die restlichen 25 % der An­teile am Stammkapital der schon vorher zum Konsolidierungskreis des TUI Konzerns gehören­den E.V.S. Beteiligungsgesellschaft mbH, Rengsdorf (Berge & Meer-Gruppe), zu einem Kaufpreis von 19,1 Mio. €.

Am 4. Juni 2007 erteilte die EU-Kommission die Freigabe für die am 19. März 2007 vereinbarte Fusion der TUI Touristik-Sparte – mit Ausnahme der unter dem Bereich TUI Hotels & Resorts zusammengefassten Hotelbeteiligungen – mit dem britischen Reisekonzern First Choice Holidays PLC zur TUI Travel PLC. Die Genehmigung wurde 150

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

unter der Auflage erteilt, dass die TUI AG ihre irische Tochtergesellschaft Budget Travel verkauft. Am 29. Juni 2007 veröffentlichten die TUI AG und die First Choice Holidays PLC den Börsenprospekt für die durch die geplante Fusion entstehende TUI Travel PLC zum Zwecke der Zulassung zum Handel an der Londoner Börse. Am 25. Juli 2007 stimmten die Aktionäre der First Choice Holidays PLC auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Fusion zu. Die Fusion erfolgte am 3. September 2007 durch Anteilstausch mittels der neu gegründeten TUI Travel PLC, deren Anteile seitdem an der London Stock Exchange gehandelt werden. Im Zuge dieses Anteilstauschs erhielt die TUI AG 51,0 % der Aktien der TUI Travel PLC sowie eine Ausgleichsforderung zur Herstellung der im „Merger Agreement“ vereinbarten Verschuldung der eingebrachten TUI TouristikSparte gegen Hingabe sämtlicher vom TUI Konzern gehaltenen Anteile an den Gesellschaften der TUI Touristik-Sparte. Der Tausch von First Choice Holidays PLCAktien wurde im Wege eines so genannten „Scheme of Arrangement“ durchgeführt, bei dem eine First Choice Holidays PLC-Aktie in eine TUI Travel PLC-Aktie getauscht wurde. Die TUI AG hält nunmehr mit 51,0 % der ausgegebenen Aktien die Mehrheit der Stimmrechte, die ehemaligen Aktionäre der First Choice Holidays PLC erhielten 49,0 % der TUI Travel PLC Anteile. Die Einbringung der TUI Touristik-Sparte war nach IFRS 3 als so genannte „Transaction under common control“ zu behandeln und daher in Bezug auf die TUI Touristik-Sparte ausdrücklich vom Anwendungsbereich des IFRS 3 ausgeschlossen.

Konzernabschluss/-anhang

Das entsprechend den International Reporting Standards vorläufig bestimmte Eigenkapital der First Choice Holidays-Gruppe beträgt insgesamt - 65,7 Mio. GBP (- 97,1 Mio. €). In Übereinstimmung mit den Regelungen des IFRS 3 wurden die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie die Anschaffungskosten wegen des kurzen Zeitraums seit dem Erwerb der umfangreichen First Choice Holidays-Gruppe bisher nur vorläufig errechnet. Das anteilige Nettovermögen der TUI Touristik-Sparte, bewertet zum Zeitwert am Tag des Anteilsaustausches, belief sich auf 1 164,6 Mio. € zuzüglich Anschaffungsnebenkosten von 12,3 Mio. €. Die Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen vorläufig neubewerteten Eigen­kapital unter Berücksichtigung des Minderheitenanteils (- 50,8 Mio. €) führte zu einer Aktivierung eines Geschäftsoder Firmenwertes in der Konzernbilanz von umgerechnet 1 227,7 Mio. €.

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Erstkonsolidierungsbilanz der First Choice Holidays-Gruppe Buchwerte zum Zeitpunkt des Erwerbs

Geschäfts- oder Firmenwerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Sachanlagevermögen Finanzanlagen Anlagevermögen Vorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Forderungen und Vermögenswerte, einschließlich aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Latente Steuerforderungen Finanzmittel Pensionsrückstellung Effektive und latente Ertragsteuerrückstellung Sonstige Rückstellungen Finanzschulden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten Eigenkapital davon Minderheitenanteil

Neubewertung von Vermögenswerten und Schulden

Neubewertete Buchwerte zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung

Mio £

Mio €

Mio £

Mio €

Mio £

Mio €

697,5 109,4 268,0 35,2 1 110,1 21,6 271,9

1 030,9 161,7 396,1 52,0 1 640,7 31,9 401,9

- 697,5 547,9 4,2 – - 145,4 – –

- 1 030,9 809,8 6,2 – - 214,9 – –

0,0 657,3 272,2 35,2 964,7 21,6 271,9

0,0 971,5 402,3 52,0 1 425,8 31,9 401,9

388,0 1,3 322,4 7,0 24,4 53,1 559,9 674,3 545,5 251,1 0,9

573,4 1,9 476,5 10,3 36,1 78,5 827,5 996,6 806,2 371,1 1,3

– 5,1 – – 162,0 17,6 – – - 3,1 - 316,8 –

– 7,5 – – 239,4 26,0 – – - 4,6 - 468,2 –

388,0 6,4 322,4 7,0 186,4 70,7 559,9 674,3 542,4 - 65,7 0,9

573,4 9,4 476,5 10,3 275,5 104,5 827,5 996,6 801,6 - 97,1 1,3

In den Monaten September bis Dezember erzielte die First Choice Holidays-Gruppe bei Umsatzerlösen von 945,4 Mio. GBP (1 342,5 Mio. €) einschließlich der Abschreibungen auf die im Zuge der Kaufpreisallokation angesetzten bzw. neu bewerteten Vermögenswerte ein Ergebnis nach Ertragsteuern von - 57,1 Mio. GBP (- 81,0 Mio. €). Unter Berücksichtigung des negativen Jahresergebnisses der TUI Travel PLC ver­ mindert sich das Ergebnis nach Ertragsteuern zinsbedingt um weitere 7,6 Mio. GBP (10,8 Mio. €). Seit Beginn des Geschäftsjahres bis zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung erwirtschaftete die First Choice Holidays-Gruppe Umsatzerlöse von 2 231,0 Mio. GBP (3 305,2 Mio. €), ein bereinigtes EBITA von 136,7 Mio. GBP (202,5 Mio. €) und ein EBITA von 70,3 Mio. GBP (104,1 Mio. €) sowie ein Ergebnis nach Ertragsteuern von 21,0 Mio. GBP (31,1 Mio. €). Im März 2007 hat die im Vorjahr mit einem mit 15,0 % beteiligten Mitgesellschafter gegründete italienische Tenuta di Castelfalfi S.p.A. ein etwa 1 100 Hektar großes Grundstück mit aufstehenden historischen Gebäuden in der Toskana, Gemeinde Montaione, zu einem Kaufpreis (einschließlich Nebenkosten) in Höhe von insgesamt 105,6 Mio. € erworben. Im Sachzusammenhang mit dem auf diesen Immobilienerwerb aufbauenden umfangreichen Hotel- und Immobilienprojekt „Toscana Resort Castelfalfi“ sind die Grundstücke und Gebäude nach IFRS 3 auf Basis der Vergleichs­ wertmethode mit ihren vorläufig bestimmten beizulegenden Zeitwerten für vergleichbare Immobilien angesetzt worden. Bei den vorläufig zum beizulegenden Zeitwert von insgesamt 45,0 Mio. € bilanzierten Grundstücken und Gebäuden ergibt sich daraus ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 60,6 Mio. €. Des Weiteren wurden im laufenden Geschäftsjahr 17 weitere Unternehmen mit Anschaffungskosten von umgerechnet 115,8 Mio. € (einschließlich Nebenkosten) erworben.

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Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Zusammenfassende Darstellung der übrigen Akquisitionen Name und Sitz der erworbenen Gesellschaft Holidays Services S.A. (Marokko) und deren 100%ige Beteiligung an einer weiteren touristischen Gesellschaft Starquest Expeditions, Inc. (Seattle, USA) New Horizons Tour & Travel, Inc. (Jackson, USA) Travel Turf, Inc. (Allentown, USA)

AnschafErwerbs- Erworbener fungs­­­kosten1) zeitpunkt Anteil % Mio €

Geschäftstätigkeit

Erwerber

Touristischer Veranstalter

TUI AG

30.05.07

40,22)

4,6

Anbieter von Luxusreisen

First Choice Holdings, Inc.

01.09.07

100,0

36,8

First Choice Holdings, Inc.

07.09.07

100,0

3,7

First Choice Holdings, Inc.

14.09.07

100,0

6,6

Pacific World Singapore Pte., Ltd. First Choice Holdings, Inc.

28.09.07

100,0

34,5

13.11.07

100,0

1,1

First Choice Holdings, Inc.

28.11.07

100,0

6,1

Ski Bound Ltd.

06.12.07

100,0

16,8

Trek America Travel Ltd.

06.12.07

100,0

5,6

Spezialanbieter für Studienreisen Anbieter von Studienreisen unter der Markenbezeichnung „World Class Vacations“ Asiarooms Pte., Ltd. Vermittler für Hotelüber(Singapore) nachtungen National Tours, Inc. Reiseveranstalter für Sport(Utah, USA) und Musikevents Anbieter von Dienstleistungen Cruiselink II Ltd. für Kreuzfahrtunternehmen (New Jersey, USA) CHS Tour Services GmbH (Österreich) Spezialreise-Veranstalter für und deren 100%ige Beteiligung an Schul-Ski-Kurse in Österreich drei weiteren Gesellschaften Pinnacle Tours PTY (Perth, Australia) Spezialreise-Veranstalter für sowie vier weitere 100%ige BeteiliAustralien gungen Gesamt

115,8

1)

Die Anschaffungskosten in Fremdwährungen wurden jeweils mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt in € umgerechnet und umfassen auch die Nebenkosten. 2) Nach dem Erwerb von 40,2 % hält die TUI AG nun 90,2 % der Anteile an ihrem bisherigen Gemeinschaftsunternehmen.

Die Anschaffungskosten beinhalten teilweise neben den bereits bezahlten Kaufpreisen auch bestmögliche Schätzungen der von zukünftigen Ereignissen abhängigen zusätzlichen Kaufpreisbestandteile.

in Mio €, umgerechnet

Buchwerte zum Zeitpunkt des Erwerbs

Neubewertung von Vermögenswerten und Schulden

Buchwerte zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung

Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagevermögen Finanzanlagen Anlagevermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögenswerte, einschließlich aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Finanzmittel Latente Ertragsteuerrückstellung Sonstige Rückstellungen

0,6 3,7 1,2 5,5 0,2

29,0 – – 29,0 –

29,6 3,7 1,2 34,5 0,2

14,8 24,3 – 3,0

– – 9,2 –

14,8 24,3 9,2 3,0

Finanzschulden Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzung Eigenkapital

2,4 48,6 - 9,2

– – 19,8

2,4 48,6 10,6

Der sich zwischen den Anschaffungskosten und dem erworbenen neubewerteten Nettovermögen ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von zusammen 105,2 Mio. € wurde jeweils vorläufig als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung erwirtschafteten die oben genannten Gesellschaften bei Umsatzerlösen von umgerechnet 11,0 Mio. € ein Ergebnis nach 153

Konzernabschluss/-anhang

Zusammenfassende Darstellung der übrigen Erstkonsolidierungsbilanzen

Ertragsteuern von 1,1 Mio. €. Bis zum Zeitpunkt der Anteilsübertragung erzielten die Gesellschaften bei Umsatzerlösen von 75,3 Mio. € ein Ergebnis nach Ertragsteuern von 1,0 Mio. €. Mit Wirkung zum 5. Januar 2007 wurde die durch die Hapag-Lloyd AG gehaltene Minderheitsbeteiligung an der „Germanischer Lloyd AG“ (rd. 2,6 %) zu einem Kaufpreis von 15,1 Mio. € veräußert. Zum Ende des Geschäftsjahres 2006 wurde diese Minderheitsbeteiligung als ein zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswert gemäß IFRS 5 in einem separaten Bilanzposten ausgewiesen. Am 21. Februar 2007 schloss die CP Ships Limited einen Vertrag über den Verkauf der wesentlichen Vermögenswerte und Schulden der Montreal Gateway Terminals an die von Morgan Stanley Infrastructure Partners zu diesem Zweck gegründete Montreal Gateway Terminals Limited Partnership. Die Vereinbarungen wurden zum 9. März 2007 wirksam. Die Montreal Gateway Terminals waren Bestandteil des Geschäfts der in 2005 erworbenen Containerschifffahrtslinie CP Ships. Infolge der Konkretisierung der Verkaufsverhandlungen wurden die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und Schulden der Montreal Gateway Terminals bereits zum Ende des Geschäftsjahres 2006 als Veräußerungsgruppe gemäß IFRS 5 in separaten Bilanzpositionen ausgewiesen. Die Montreal Gateway Terminals erwirtschafteten bis zum 9. März des Geschäftsjahres 2007 bei Umsatzerlösen von 17,1 Mio. € ein Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 1,4 Mio. €. In den ersten drei Monaten des Vorjahres beliefen sich die Umsatzerlöse auf 25,8 Mio. € und das Ergebnis auf 9,9 Mio. €. Das Container-Terminalgeschäft wurde von der Montreal Gateway Terminals Limited Partnership im Wege eines Asset Deal für umgerechnet 324,6 Mio. € erworben. Der Kaufpreis wurde zum überwiegenden Teil in bar sowie im Übrigen in Form der Übertragung eines 20%igen Anteils an der neuen Gesellschaft geleistet. Dieser Gesellschaftsanteil wird im TUI Konzern nach der Equity-Methode bewertet. Nach Abzug der mit dem Verkauf verbundenen Aufwendungen in Höhe von 4,6 Mio. € und nach Berücksichtigung des Abgangs des damit entfallenden Geschäfts- oder Firmenwertes von umgerechnet 4,4 Mio. € resultierte aus dem Verkauf im Geschäfts­ jahr 2007 in der Schifffahrt insgesamt ein positives Ergebnis vor Ertragsteuern von umgerechnet 185,4 Mio. €. Im Zuge der Erfüllung der Auflage der kartellrechtlichen Genehmigung des Zusammen­ schlusses der First Choice Holidays PLC mit der TUI Touristik-Sparte zur TUI Travel PLC wurden sämtliche Anteile der irischen TUI Budget Travel-Gruppe im Oktober 2007 an die isländische Primera Travel Group für ein Entgelt in Höhe von 5,5 Mio. € mit einem Buchverlust von 6,8 Mio. € veräußert. Der Geschäfts- oder Firmenwert dieser irischen TUI Gruppe wurde zuvor auf Grundlage der Wertverhältnisse des bevorstehenden Ver­kaufs im dritten Quartal 2007 vollständig in Höhe von 33,7 Mio. € abgeschrieben. Die Budget Travel-Gruppe erwirtschaftete in der Zeit von Januar bis August 2007 bei Umsatzerlösen von 129,2 Mio. € einen Gewinn nach Ertragsteuern in Höhe von 5,4 Mio. €. Im gesamten Jahr 2006 entstand in dieser Gruppe bei Umsätzen von 169,2 Mio. € ein Verlust nach Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 1,5 Mio. €. Währungsumrechnung Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der 154

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ausgenommen hiervon sind Gewinne und Verluste, die als qualifizierte Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen (Cashflow Hedges) im Eigenkapital zu erfassen sind. Jahresabschlüsse sind in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft er­­ stellt. Als funktionale Währung einer Gesellschaft wird die Währung des wirt­schaft­ lichen Umfeldes bezeichnet, in dem die Gesellschaft primär tätig ist. Mit Ausnahme der operativ tätigen Gesellschaften der Containerschifffahrt und zwei touristischen Gesellschaften stimmt die Funktionalwährung der Tochtergesellschaften mit der Währung des Landes überein, in dem die jeweilige Tochtergesellschaft ihren Sitz hat. Sofern Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften in anderen Funktionalwährungen erstellt werden als dem Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erfolgt die Umrechnung von Vermögenswerten, Schulden und Bilanzvermerken zum Mittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs). Diesen Gesellschaften zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwerte und Anpassungen des beizulegenden Zeitwertes, die beim Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögens­werte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und ebenso zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und damit das in der Erfolgsrechnung ausgewiesene Jahresergebnis werden zum Jahres­durch­ schnittskurs umgerechnet. Entstehende Währungsdifferenzen aus der Um­­rechnung von Nettoinvestitionen in wirtschaftlich selbstständige, ausländische Teil­einheiten, von Finanzschulden und von anderen Währungsinstrumenten, die als Hedges solcher Investitionen klassifiziert sind, werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Umrechnungsdifferenzen bei nicht-monetären Posten, deren Änderungen ihres beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam verrechnet werden (z.B. erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente), sind als Gewinn bzw. Verlust aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Demgegenüber sind Umrechnungsdifferenzen bei nichtmonetären Posten, deren Änderungen ihres beizulegenden Zeitwertes im Eigen­ kapital berücksichtigt werden (z.B. als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Eigenkapitalinstrumente) innerhalb der Rücklage für Wertänderungen von Finanzinstrumenten als Teil der Gewinnrücklagen erfasst.

Bei der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, finden für die Fortschreibung des Eigenkapitals sowie die Umrechnung der Geschäfts- oder Firmenwerte die gleichen Grundsätze Anwendung wie bei konsolidierten Tochterunternehmen. Differenzen aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunter­nehmen werden erfolgsneutral behandelt und in der Eigenkapitalveränderungsrechnung als Unterschiede aus der Währungsumrechnung gesondert ausgewiesen. Wenn ein ausländisches Unternehmen oder ein ausländischer Geschäftsbetrieb veräußert wird, werden bislang erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Währungsdifferenzen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Gewinns bzw. Verlusts aus der Veräußerung erfasst. Im Fall einer Reduzierung der Nettoinvestition in ein ausländisches Unternehmen oder einen ausländischen Geschäftsbetrieb werden die Währungsdifferenzen entsprechend dieser Abnahme erfolgswirksam realisiert. 155

Konzernabschluss/-anhang

Im TUI Konzern gibt es im Berichts- und im Vorjahr kein Tochterunternehmen, das seine Geschäfte in einer hochinflationären Volkswirtschaft betreibt.

Wechselkurse von für den TUI Konzern bedeutenden Währungen je € Britische Pfund Sterling US-Dollar Schweizer Franken Schwedische Kronen

Stichtagskurs 31.12.2007 31.12.2006 0,73 1,47 1,66 9,44

0,67 1,32 1,61 9,04

Durchschnittskurs 2007 2006 0,68 1,37 1,64 9,25

0,68 1,26 1,57 9,25

Konsolidierungsmethoden Die Bilanzierung des Nettovermögens erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Dabei wird zunächst ungeachtet von bestehenden Minderheitenanteilen eine vollständige Zeitwertbewertung aller identifizierbaren Vermögens­ werte, Schulden und Eventualschulden zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Anschließend werden die Anschaffungskosten des Beteiligungsanteils zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten mit dem auf den erworbenen Anteil entfallenden neu bewerteten Eigenkapital verrechnet. Aktive Unterschiedsbeträge aus Unternehmenserwerben seit dem 1. Oktober 1995 werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert und entsprechend den Vorschriften des IAS 21 als Vermögens­ wert der erworbenen Tochtergesellschaft bilanziert. Vor diesem Zeitpunkt entstandene aktive Unterschiedsbeträge werden weiterhin mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Passive Unterschiedsbeträge werden zum Zeitpunkt der Entstehung sofort ergebniswirksam aufgelöst, wobei der Effekt der Auflösung als Sonstiger Ertrag ausgewiesen wird.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden mit Anwendung des IFRS 3 nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Die Überprüfung der Werthaltigkeit (Impairment-Test) der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt regelmäßig mindestens einmal jährlich nach Abschluss des jährlichen Planungsprozesses. Darüber hinaus werden ImpairmentTests durchgeführt, sofern Ereignisse oder Anhaltspunkte vorliegen, die eine mögliche Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte anzeigen. Transaktionen mit Minderheiten werden unverändert wie Transaktionen mit Eigenkapitalgebern des Konzerns behandelt. Im Rahmen des Erwerbs von Minderheitenanteilen wird der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens direkt mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Bei der Veräußerung von Minderheitenanteilen wird der Unterschiedsbetrag zwischen Veräußerungserlös und dem anteiligen Buchwert ebenfalls direkt in den anderen Gewinnrücklagen erfasst. Im Fall von Sukzessiverwerben wird zu jedem Erwerbszeitpunkt eine vollständige Zeitwertbewertung von Vermögenswerten und Schulden des erworbenen Unter­ nehmens vorgenommen. Der zu bilanzierende Unterschiedsbetrag ergibt sich aus der Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf den erworbenen Anteil entfallenden neu bewerteten Eigenkapital zu den jeweiligen Erwerbszeitpunkten. Zwischen den Erwerbszeitpunkten entstehende Zeitwertveränderungen von Ver­ mögenswerten und Schulden werden gemäß der Beteiligungsquote, die noch nicht zu einer Konsolidierung der Gesellschaft führte, in der Konzernbilanz erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und als Neubewertungsrücklage ausgewiesen. Im Rahmen der Entkonsolidierung wird diese Neubewertungsrücklage mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Erlös aus der Veräußerung des Tochterunternehmens und dem anteiligen Konzerneigenkapital, einschließlich bis dahin erfolgs156

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

neutral erfasster Unterschiede aus der Währungsumrechnung, der Neubewertungsrücklage, der Rücklage für Wertänderungen von Finanzinstrumenten sowie Zwischengewinnen, wird zum Zeitpunkt der Veräußerung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ausgenommen hiervon sind im Rahmen der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 erfolgsneutral im Konzerneigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste. Bei der Veräußerung wird der diesen Tochtergesellschaften zurechenbare Geschäfts- oder Firmenwert in die Bestimmung des Gewinns bzw. Verlusts aus der Veräußerung einbezogen. Im Konzern werden die wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts­ unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert und zum Zeitpunkt des Erwerbs mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen umfasst den beim Erwerb jeweils ent­stehenden Geschäfts- oder Firmenwert. Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst (Ergebnis aus der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen), der Anteil der Veränderung der Rücklagen in den Gewinnrücklagen des Konzerns. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden mit dem Be­­ teiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil an einem assoziierten Unternehmen oder einem Gemeinschaftsunternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, werden grundsätzlich keine weiteren Verluste erfasst. Darüber hinaus gehende Verluste werden nur dann erfasst, sofern für das assoziierte Unternehmen oder das Gemeinschaftsunternehmen Verpflichtungen eingegangen oder für das Unternehmen Zahlungen geleistet wurden.

Konzerninterne Umsatzerlöse und andere Erträge sowie die entsprechenden Aufwendungen werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr werden unter Berücksichtigung latenter Ertragsteuern ergebniswirksam zurückgenommen. Zwischenverluste werden jedoch als Indikator zur Notwendigkeit der Durchführung eines Wertminderungstests für den übertragenen Vermögenswert betrachtet. Konzerninterne Lieferungen und Leistungen erfolgen in der Regel zu marktüblichen Bedingungen. Zwischenergebnisse aus Lieferungen an und von at Equity bewerteten Gesellschaften werden bei Kenntnis der entsprechenden Sachverhalte nach denselben Grundsätzen zurückgenommen.

Bilanzierung und Bewertung Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Wertan157

Konzernabschluss/-anhang

Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden aufgerechnet. Sofern die Voraussetzungen zur Konsolidierung von Drittschuldverhältnissen gegeben sind, wird hiervon Gebrauch gemacht. Zwischen­ gewinne aus Transaktionen zwischen Tochterunternehmen und nach der EquityMethode bewerteten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an den Unternehmen eliminiert. Zwischenverluste werden ebenfalls eliminiert, sofern die Transaktion nicht auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswertes hindeutet. Vorausgesetzt, dass Abweichungen zwischen den von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und den konzerneinheitlichen Rechnungslegungsvorschriften bekannt und zugänglich sind, werden Anpassungen vorgenommen.

sätze im Konzernabschluss werden unbeeinflusst von steuerlichen Vorschriften allein von der wirtschaftlichen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Rahmen der Vorschriften des IASB bestimmt. Ertragsrealisierung

Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit er­­ haltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer, Retouren, Rabatte und Preisnachlässe und nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen. Die Erfassung von Umsatzerlösen und Sonstigen Erträgen erfolgt grundsätzlich nach Erbringung der Leistung bzw. Lieferung der Vermögenswerte und damit mit dem Gefahrenübergang. Die von Reisebüros erzielten Provisionserlöse für die Vermittlung von Pauschalreisen werden bei Zahlung des Kunden, spätestens jedoch bei Abreise, realisiert. Die Leistung des Reiseveranstalters besteht im Wesentlichen aus der Organisation und Koordination einer Pauschalreise. Deshalb werden Umsatzerlöse aus der Veranstaltung von Pauschalreisen vollständig bei Reiseantritt realisiert. Die Realisierung von Umsatzerlösen aus einzelnen Reisebausteinen, die durch Kunden direkt bei Flugoder Hotelgesellschaften oder bei Zielgebietsagenturen gebucht werden, erfolgt zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme der Leistung durch den Reisenden. Erlöse für noch nicht beendete Schiffsreisen werden anteilig gemäß Fertigstellungsgrad am Bilanzstichtag realisiert. In der Containerschifffahrt wird der Fertigstellungs­ grad entsprechend dem Verhältnis von bereits angefallenen Aufwendungen zum erwarteten Gesamtaufwand der Schiffsreise bestimmt. Grundlage für die zu realisierenden Erlöse sind die nach Fahrtgebieten ermittelten Gewinnmargen, die laufend überprüft werden. Bei Kreuzfahrten bestimmt sich der Fertigstellungsgrad aus dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag erfolgten Reisetage zu den Gesamtreisetagen. Zinserträge und nicht nach IAS 23 aktivierungsfähige Zinsaufwendungen werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividenden werden vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist.

Geschäfts- oder Firmenwerte und Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, bei denen es sich überwiegend um Software zum Zwecke der Eigennutzung handelt, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert, sofern der Zufluss eines Nutzens für den Konzern wahrscheinlich ist und verlässlich bewertet werden kann. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Einzelkosten und den direkt zurechenbaren Gemeinkosten zusammen. Sofern immaterielle Vermögenswerte nur über einen begrenzten Zeitraum nutzbar sind, erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren abgeschrieben. Die Ab­­schreibung von Software erfolgt in der Regel über einen Zeitraum von drei Jahren, in Ausnahmefällen von bis zu zehn Jahren. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmbaren Nutzungsdauer sind nicht planmäßig abzuschreiben, sondern mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit zu überprüfen (Impairment-Test). Darüber hinaus sind Überprüfungen vorzunehmen, sofern Ereignisse oder Anhaltspunkte vorliegen, die eine mögliche Wertminderung der Vermögenswerte anzeigen. Bei den immateriellen Vermögenswerten mit einer

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Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

unbestimmbaren Nutzungsdauer des TUI Konzerns handelt es sich ausschließlich um Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Überprüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten wird auf der Ebene von Zahlungsmittel generierenden Einheiten durchgeführt. Zahlungsmittel generierende Einheiten sind nach den Vorschriften des IASB definiert als kleinste identifizierbare Einheiten, die weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten in der Lage sind, Mittelzuflüsse aus einer fortgesetzten Nutzung zu erzielen. Nach der Bündelung der TUI Touristik-Sparte (mit Ausnahme der von TUI Hotels & Resorts geführten Hotels) mit den Aktivitäten der First Choice Holidays-Gruppe in der TUI Travel PLC und der damit verbundenen Steuerung und Überwachung des für die TUI Travel PLC insgesamt bestehenden Geschäfts- oder Firmenwertes als Einheit bildet der Bereich TUI Travel PLC im Segment Touristik eine eigenständige Zahlungsmittel generierende Einheit. Die Zuordnung im Bereich TUI Hotels & Resorts erfolgt entsprechend der unterschiedlichen Hotelgruppen. Der Bereich Containerschiff­ fahrt wurde in seiner Gesamtheit als Zahlungsmittel generierende Einheit definiert.

Da für die zu testenden Einheiten mit Ausnahme der TUI Travel PLC kein beizulegender Zeitwert über einen aktiven Markt verfügbar war, wurde dieser über eine Diskontierung der erwarteten betrieblichen Zahlungsmittelüberschüsse ermittelt. Basis hierfür war die zum Ende des Jahres 2007 aufgestellte Mittelfristplanung der betrachteten Einheit, wobei Ertragsteuerzahlungen in Abzug gebracht wurden. Zu den der Planung zu Grunde liegenden Annahmen wird auf den Prognosebericht innerhalb des Lageberichts verwiesen. Der für die Abzinsung zu Grunde gelegte gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten­satz nach Ertragsteuern beträgt für die Detailplanungsjahre 2008 bis 2010 für den Bereich TUI Travel PLC 7,81 % p.a., für den Bereich TUI Hotels & Resorts 7,42 % p.a. sowie für die Sparte Schifffahrt 9,62 % p.a. und – nach Berücksichtigung eines Wachstums­abschlages von 1,0 % p.a. – für die nachhaltige Periode 6,81 % p.a., 6,42 % bzw. 8,62 % p.a. Eine Verprobung der ermittelten beizulegenden Zeitwerte erfolgte anhand von marktüblichen „multiples“. Die zu berücksichtigenden Veräußerungs­kosten wurden auf Grundlage von Erfahrungen aus Transaktionen der Vergangenheit bestimmt. Sind die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Wertminderungen entfallen, werden zu Gunsten der Sonstigen Erträge entsprechende Zuschreibungen erfasst. Zuschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sind gemäß IAS 36 nicht zulässig. 159

Konzernabschluss/-anhang

Außerplanmäßige Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der Buchwert der getesteten Einheiten zuzüglich der zurechenbaren Geschäfts- oder Firmenwerte höher ist als der zukünftig erzielbare Betrag. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten (Fair Value less Costs to Sell) und dem Barwert der künftigen Zahlungsströme der getesteten Einheit bei fortgeführter Nutzung im Unternehmen (Nutzungswert bzw. Value in Use). Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht dem Betrag, der zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Ge­­ schäftspartnern nach Abzug von Veräußerungskosten erzielt werden könnte. Auf Grund der Restriktionen bei Ermittlung der Zahlungsströme zur Ableitung des Nutzungswertes, wie zum Beispiel keine Berücksichtigung von Ergebniseffekten aus Erweiterungsinvestitionen oder aus Restrukturierungen, für die keine Rückstellung nach IAS 37 gebildet wurde, übersteigt der beizulegende Zeitwert abzüglich Verkaufskosten in der Regel den Nutzungswert und stellt somit den erzielbaren Betrag dar.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen, die auf­ gebracht wurden, um einen Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten werden auf Basis von Einzelkosten sowie direkt zurechenbaren Gemeinkosten und Abschreibungen ermittelt. Fremdkapitalkosten, die in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehen, werden für den Zeitraum bis zur Inbetriebnahme des Vermögenswertes in die An­­schaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte einbezogen. Andere Fremdkapitalkosten werden als laufender Aufwand erfasst. Der Finanzierungskostensatz ermittelt sich auf Basis der spezifischen Finanzierungskosten bei speziell für die Beschaffung eines qualifizierten Vermögenswertes aufgenommenen Fremdmitteln und ansonsten als gewogener Durchschnitt der Fremdkapitalkosten der aufgenommenen Fremdfinanzierung. Den nutzungsbedingten planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern zugrunde: Wirtschaftliche Nutzungsdauern Nutzungsdauer Hotelgebäude Sonstige Gebäude Containerschiffe - Klassekosten Kreuzfahrtschiffe - Klassekosten Yachten und Motorboote Flugzeuge - Flugzeugrümpfe - Triebwerke - Triebwerksüberholungen - Großreparaturen - Ersatzteile Container und Containersattelauflieger Sonstige technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung

30 bis 40 Jahre bis zu 50 Jahre 25 Jahre intervallabhängig, bis zu 5 Jahre 30 Jahre intervallabhängig, bis zu 2 Jahre 15 bzw. 24 Jahre 18 Jahre 18 Jahre intervallabhängig, bis zu 5 Jahre intervallabhängig, bis zu 5 Jahre 12 Jahre bis zu 12 Jahre bis zu 40 Jahre bis zu 10 Jahre

Des Weiteren wird die Höhe der planmäßigen Abschreibungen durch die zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer eines Vermögenswertes erzielbaren Restwerte bestimmt. Während der Restwert für Containerschiffe insbesondere auf Basis des Schrottwerts ermittelt wird, wird bei Kreuzfahrtschiffen und deren Hotelbereichen bei erstmaliger Bilanzierung von einem Restwert in Höhe von 30 % der Anschaffungs­ kosten ausgegangen. Die Bestimmung der planmäßigen Abschreibung von Flugzeug­ rümpfen, Flugzeugtriebwerken und Ersatzteilen bei erstmaliger Bilanzierung erfolgt unter Berücksichtigung eines Restwertes von 20 % der Anschaffungskosten. Sowohl wirtschaftliche Nutzungsdauern als auch angenommene Restwerte werden einmal jährlich im Rahmen der Jahresabschlusserstellung überprüft. Die Überprüfung der Restwerte erfolgt auf Basis von vergleichbaren Vermögenswerten am Ende ihrer Nutzungsdauer zum heutigen Zeitpunkt. Vorzunehmende Anpassungen werden als Korrektur der planmäßigen Abschreibungen über die Restnutzungsdauer des Vermögenswertes vorgenommen. Die Anpassung der planmäßigen Abschreibung erfolgt rückwirkend für das gesamte Geschäftsjahr, in dem die Überprüfung statt160

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

gefunden hat. Ergibt die Überprüfung eine Erhöhung des erzielbaren Restwertes, so dass dieser den verbliebenen Nettobuchwert des Vermögenswertes übersteigt, werden die planmäßigen Abschreibungen ausgesetzt. Zuschreibungen werden in diesem Fall nicht vorgenommen. Voraussichtlich dauernden Wertverlusten, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch die Erfassung von außerplanmäßigen Wertminderungen Rechnung getragen. Sofern Ereignisse oder Anhaltspunkte vorliegen, die eine Wertminderung anzeigen, wird im Rahmen der dann durchzuführenden Werthaltigkeitstests der Buchwert eines Vermögenswertes mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus dem beizu­ legenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und dem Barwert der künftigen, dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme (Nutzungswert). Erhaltene Investitionszuschüsse werden als Minderung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gezeigt, sofern diese Zuschüsse direkt einzelnen Posten des Sachanlagevermögens zuzuordnen sind. Kann eine direkte Zuordnung nicht vorgenommen werden, so sind die erhaltenen Zuschüsse und Zulagen als passiver Rechnungsabgrenzungsposten unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und werden entsprechend der Nutzung des Investitionsprojektes aufgelöst. Finanzierungsleasing

Gemietete Sachanlagen, bei denen der TUI Konzern gemäß den Kriterien des IAS 17 alle wesentlichen mit dem Gegenstand verbundenen Chancen und Risiken trägt, werden aktiviert. Die Aktivierung erfolgt dabei zum beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Die Abschreibung erfolgt planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrages. Dabei wird die Abschreibungsmethode herangezogen, die auch für vergleichbare erworbene bzw. hergestellte Vermögenswerte Anwendung findet. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind als Verbindlichkeit passiviert, wobei der zu­­künftige Zins­ aufwand jedoch unberücksichtigt bleibt. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, so dass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Der Zinsanteil wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Finanzinstrumente



Immobilien, die nicht von Tochterunternehmen betrieblich genutzt werden und ausschließlich zur Erzielung von Mieteinnahmen und Gewinnen aus Wertsteigerungen dienen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die planmäßige Abschreibung dieser Immobilien erfolgt über einen Zeitraum von maximal 50 Jahren. Finanzinstrumente sind vertraglich vereinbarte Ansprüche oder Verpflichtungen, die zu einem Ab- oder Zufluss von finanziellen Vermögenswerten oder zur Ausgabe von Eigenkapitalrechten führen werden. Sie umfassen auch die aus originären Finanzinstrumenten abgeleiteten (derivativen) Ansprüche oder Verpflichtungen. Nach IAS 39 werden Finanzinstrumente in die Bewertungskategorien erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte bzw. Ver161

Konzernabschluss/-anhang

Wenn Gesellschaften des TUI Konzerns Leasinggeber eines Finanzierungsleasings sind, werden Forderungen in Höhe des Nettoinvestitionswertes aus den Leasingverhältnissen erfasst. Die periodische Verteilung der Erträge aus den Finanzierungsleasingverträgen ergibt eine im Zeitablauf konstante Verzinsung des ausstehenden Nettoinvestitionswertes aus den Leasingverhältnissen. Mieteinnahmen aus operativen Leasingverhältnissen werden linear über die Laufzeit der entsprechenden Verträge erfasst.

bindlichkeiten, Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for sale), bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Held to Maturity) sowie Sonstige Verbindlichkeiten (Other Liabilities) unterteilt. Finanzinstrumente, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bestehen im TUI Konzern ausschließlich in Form von derivativen Finanzinstrumenten, die zwingend als „zu Handelszwecken gehalten“ einzustufen sind (Held for Trading). Auf eine Ausübung der Fair Value Option wird verzichtet. Des Weiteren bestehen im TUI Konzern finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) und zur Veräußerung verfügbar. Hingegen bestehen im vorliegenden Abschluss keine bis zur Endfälligkeit gehaltenen finanziellen Vermögenswerte (Held to Maturity). Im Geschäftsjahr 2007 sowie im vorangegangenen Geschäftsjahr gab es keine Umklassifizierungen innerhalb der Bewertungskategorien. Originäre finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden mit dem Wert zum Handelstag angesetzt, an dem sich der Konzern zum Kauf des Vermögenswertes verpflichtet. Originäre finanzielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz als Kredite und Forderungen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zu Beginn zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit vertraglich vereinbarten fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die an keinem aktiven Markt notiert sind. Diese werden in der Bilanz unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen ausgewiesen und als kurzfristig klassifiziert, soweit deren Fälligkeit innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag liegt. Kredite und Forderungen werden im Rahmen der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Für er­­ kennbare Einzelrisiken werden Wertberichtigungen gebildet. Ist der Ausfall eines bestimmten Anteils des Forderungsbestandes wahrscheinlich, werden Wertberichtigungen in dem Umfang vorgenommen, der dem erwarteten Nutzenausfall entspricht. Wertminderungen und Wertaufholungen werden dem sachlichen Hintergrund entsprechend in den Umsatzkosten oder den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie im Einzelnen ausdrücklich zugeordnet wurden oder keiner anderen Kategorie finanzieller Vermögenswerte zugeordnet werden konnten. Im TUI Konzern handelt es sich dabei ausschließlich um gehaltene Anteile an Gesellschaften sowie Wertpapiere. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zuzuordnen, sofern nicht die Absicht vorliegt, diese innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.

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Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden nach ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts werden bis zum Abgang der Vermögenswerte erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Einer nachhaltigen Minderung des beizulegenden Zeitwerts wird durch eine erfolgswirksam erfasste Wertminderung Rechnung getragen. Im Fall einer späteren Wertaufholung wird die erfolgswirksam erfasste Wertminderung bei Eigenkapitalinstrumenten nicht rückgängig gemacht, sondern erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Liegt für gehaltene Anteile kein auf einem aktiven

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Markt notierter Marktpreis vor und sind andere Methoden zur Ermittlung eines objektivierbaren Marktwertes nicht anwendbar, werden die Anteile zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Eine Ausbuchung der Vermögenswerte erfolgt zum Zeitpunkt des Erlöschens bzw. der Übertragung der Rechte auf Zahlungen aus dem Vermögenswert und somit zum Zeitpunkt, zu dem im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen wurden.

und Hedging

Derivative Finanzinstrumente werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Tag des Vertragsabschlusses bewertet. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zu dem am jeweiligen Bilanzstichtag geltenden beizulegenden Zeitwert. Soweit derivative Finanzinstrumente nicht Bestandteil einer Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) sind, werden diese gemäß IAS 39 zwingend als zu Handelszwecken gehalten (Held for Trading) klassifiziert. Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten ist davon abhängig, ob das derivative Finanzinstrument als Sicherungsinstrument klassifiziert wurde und von der Art des gesicherten Postens. Der Konzern klassifiziert derivative Finanzinstrumente grundsätzlich entweder als Sicherung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswertes oder einer Schuld (Fair Value Hedge) oder als Sicherung der Risiken schwankender Zahlungsströme aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden zukünftigen Transaktionen (Cash Flow Hedge). Bei Abschluss der Transaktion dokumentiert der Konzern die Sicherungsbeziehung zwischen Sicherungsinstrument und Grundgeschäft, das Ziel des Risikomanagements sowie die zugrunde liegende Strategie. Darüber hinaus findet zu Beginn der Sicherungsbeziehung und fortlaufend in Folge eine Dokumentation der Einschätzung statt, ob die in der Sicherungsbeziehung eingesetzten Derivate die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Zahlungs­ströme der Grundgeschäfte hocheffektiv kompensieren. Zu Handelszwecken gehaltene derivative Finanzinstrumente werden als kurzfristige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten, die zur Sicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedge) bestimmt wurden, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gemeinsam mit dem gesicherten Risiko zurechenbaren Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der gesicherten Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten erfasst. Sofern die Voraussetzungen für eine Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt sind und das vormals designierte Grundgeschäft mittels der Effektivzinsmethode bewertet wird, ist die ausstehende Buchwertanpassung des Grundgeschäfts über dessen Restlaufzeit vorzunehmen. Im vorliegenden Jahresabschluss bestanden keine Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von beizulegenden Zeitwerten von Vermögenswerten und Schulden (Fair Value Hedge). Der effektive Teil von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten, die als Cashflow Hedge für eine Absicherung von Zahlungsströmen bestimmt sind, wird im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil derartiger Wertänderungen wird dagegen direkt ergebniswirksam je nach Sachverhalt entsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Eigenkapital abgegrenzte Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht und als Ertrag bzw. Aufwand erfasst, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Wenn ein Sicherungsgeschäft ausläuft, veräußert wird oder nicht mehr die Kriterien zur Bilanzierung als Sicherungsgeschäft erfüllt, verbleibt der bis dahin im Eigenkapital 163

Konzernabschluss/-anhang

Derivative Finanzinstrumente

kumulierte Gewinn bzw. Verlust im Eigenkapital und wird erst dann erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die ursprünglich gesicherte, zukünftige Transaktion eintritt. Wird der Eintritt der zukünftigen Transaktion nicht länger erwartet, sind die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne bzw. Verluste sofort ergebniswirksam zu vereinnahmen. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien einer Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) erfüllen, werden direkt erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Vorräte

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Als Nettoveräußerungswert werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen variablen Vertriebskosten angesetzt. Bei allen Vorräten sind individuelle Bewertungsabschläge zu berücksichtigen, sofern die Nettoveräußerungswerte niedriger sind als die Buchwerte der Vorräte. Wenn zu einer Abwertung der Vorräte führende Gründe nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Die Bewertung für gleichartige Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt nach der Durchschnittsmethode.

Finanzmittel

Finanzmittel umfassen Bargeld, Sichteinlagen, andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten und Kontokorrentguthaben. Ausgenutzte Kontokorrentkredite werden als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen.

Hybridkapital

Aus den Anleihebedingungen des zum Ende des Geschäftsjahres 2005 begebenen Hybridkapitals ergibt sich gemäß IAS 32 eine Bilanzierung als Eigenkapitalbestandteil des Konzerns. Dementsprechend wird die steuerlich abzugsfähige Verzinsung nicht innerhalb der Zinsaufwendungen ausgewiesen, sondern analog zu den Dividenden­verpflichtungen gegenüber den Aktionären behandelt. Angefallene Kapital­ beschaffungskosten wurden unter Berücksichtigung latenter Ertragsteuern direkt vom Hybridkapital abgesetzt.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert und es darüber hinaus wahrscheinlich ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einer Vermögensbelastung führen wird und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden konnte. Restrukturierungsrückstellungen umfassen Zahlungen für die vorzeitige Kündigung von Mietverhältnissen sowie Abfindungszahlungen an Mitarbeiter. Für zukünftige operative Verluste werden keine Rückstellungen erfasst. Wenn eine Vielzahl gleichartiger Verpflichtungen besteht – wie im Fall der gesetzlichen Gewährleistung – wird die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung auf Basis der Gruppe dieser Verpflichtungen ermittelt. Eine Rück stellung wird auch dann passiviert, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung in Bezug auf eine einzelne, in dieser Gruppe enthaltene Verpflichtung, gering ist. Rückstellungen werden zum Barwert der erwarteten Ausgaben bewertet, wobei ein Vorsteuerzinssatz, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes sowie die für die Verpflichtung spezifischen Risiken berücksichtigt. Aus der Aufzinsung resultierende Er­höhungen der Rückstellungen werden erfolgswirksam als Zinsaufwendungen erfasst.

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Die angesetzte Pensionsrückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens.

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Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus der regelmäßigen durchzuführenden Anpassung von versicherungsmathematischen Parametern entstehen, werden zum Entstehungszeitpunkt erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Die DBO wird jährlich von unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten künftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst, sofern die Änderungen des Pensionsplans nicht vom Verbleib des Mitarbeiters im Unternehmen für einen festgelegten Zeitraum abhängen (Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit). In diesem Fall wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand linear über den Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit erfolgswirksam erfasst. Bei beitragsorientierten Plänen leistet der Konzern auf Grund einer gesetzlichen, einer vertraglichen oder einer freiwilligen Verpflichtung Beiträge an öffentliche oder private Pensionsversicherungspläne. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst. Bei den im Konzern existierenden aktienorientierten Vergütungsplänen handelt es sich um Vergütungspläne, die in bar oder auch durch Eigenkapitalinstrumente abgegolten werden. Für Transaktionen mit Barausgleich wird zum Zeitpunkt der Leistungserbringung durch den Anspruchsberechtigten die daraus resultierende Schuld des Konzerns zu ihrem beizulegenden Zeitwert aufwandswirksam angesetzt. Bis zur Begleichung der Schuld wird der beizulegende Zeitwert der Schuld zu jedem Berichtsstichtag neu bemessen und alle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst. In der Sparte Touristik bestehen Vergütungspläne in Form von Aktienoptionsplänen, die von der TUI Travel PLC gewährt werden. Diese Vergütungspläne erlauben Organmitgliedern und Mitarbeitern, Aktien der TUI Travel PLC zu erwerben. Der beizu­legende Zeitwert der gewährten Optionen wird als Personalaufwand mit einer korrespondie­ ren­den direkten Erhöhung des Eigenkapitals erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionen ermittelt und über den Zeitraum verteilt, in dem die Mitarbeiter die Bezugsberechtigung für die Optionen erdienen. Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wird auf der Grundlage der Konditionen der Optionsgewährung unter Anwendung von Optionspreismodellen ermittelt. Der als Personalaufwand erfasste Betrag wird so angepasst, dass er auf der Anzahl der letztendlich ausübbaren Optionen beruht, mit der Ausnahme von Optionen, die allein deshalb verfallen, weil im Hinblick auf Marktbedingungen nicht die für die Ausübbarkeit erforderlichen Schwellenwerte erreicht werden. Für aktienorientierte Vergütungspläne, die im Rahmen eines Unternehmenszu­ sammenschlusses als Ersatz für zuvor beim erworbenen Unternehmen bestehende aktienorientierte Vergütungspläne gewährt werden, wird der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalinstrumente zum Erwerbszeitpunkt ermittelt. Dieser beizulegende Zeitwert wird in dem Umfang, wie er bereits vor dem Unternehmens­zusammenschluss erbrachte Leistungen darstellt, als Teil der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses bilanziert, während der restliche Teil des beizulegenden Zeitwerts als Personalaufwand für den Zeitraum vom Unternehmens­zusammenschluss 165

Konzernabschluss/-anhang

Aktienorientierte Vergütungen

bis zum Tag der ersten Ausübbarkeit der Eigenkapitalinstrumente behandelt wird. Die Unterscheidung in Anschaffungskosten und Personal­aufwand erfolgt proportional zum Verhältnis des Erdienungszeitraums vor und nach dem Erwerbszeitpunkt. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Kapitalaufnahme- und Transaktionskosten angesetzt. Im Zeitablauf werden die Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektiv­ zinsmethode mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei der Ausgabe von Anleihen, die sowohl eine reine Fremdkapitalkomponente als auch eine zweite Komponente in Form von Wandel- oder Optionsrechten umfassen, werden die für den jeweiligen Bestandteil zugeflossenen finanziellen Mittel ihrem Charakter entsprechend bilanziert. Zum Emissionszeitpunkt wird die Fremdkapitalkomponente als Anleihe mit einem Wert angesetzt, der für die Ausgabe dieses Fremdkapitalinstrumentes ohne entsprechende Wandel- oder Optionsrechte auf Grundlage der bestehenden Marktbedingungen erzielt worden wäre. Sofern die Wandel- oder Optionsrechte als Eigenkapitalinstrument zu klassifizieren sind, wird die Differenz zum erzielten Emissionserlös unter Berücksichtigung latenter Steuern in die Kapitalrücklage eingestellt. Da die TUI AG mit Wirkung zum 3. April 2006 auf ihre einseitige Option, im Fall einer Ausübung der Wandelrechte aus der im Oktober 2003 begebenen Wandelanleihe einen Ausgleich mit Zahlungsmitteln vornehmen zu können, unwiderruflich verzichtet hat, werden die Wandelrechte für diese Anleihe seit dem Verzichtsdatum als Eigenkapitalinstrument behandelt. Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich als Korrektur zu den Umsatzkosten erfasst. Währungs­differenzen aus der Umrechnung von Verbindlichkeiten, die nicht im Rahmen des normalen Leistungsprozesses anfallen, werden entsprechend dem Charakter der zugrundeliegenden Verbindlichkeit entweder unter den Sonstigen Erträgen/Anderen Aufwendungen oder den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen.

Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerent- und -belastungen bilanziert. Erwartete Steuerersparnisse aus der Nutzung von als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen werden aktiviert. Unabhängig von der weiterhin bestehenden unbeschränkten Vortragsfähigkeit inländischer Verlustvorträge wird die jährliche Nutzung jedoch durch die Mindestbesteuerung beschränkt. Für ausländische Verlustvorträge bestehen oftmals länderspezifische zeitliche Begrenzungen der Vortragsfähigkeit und Beschränkung der Nutzung für Gewinne aus der betrieblichen Tätigkeit, die bei der Bewertung entsprechend berücksichtigt worden sind. Latente Steuern werden unmittelbar dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben, wenn sich die Steuer auf Posten bezieht, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden. Latente Steuerforderungen werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die temporäre Differenz oder ein noch nicht genutzter steuerlicher Verlust verwendet werden kann.

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Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet worden sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Latente Steuerposten inländischer Gesellschaften werden unter Berücksichtigung der ab dem Veranlagungs- bzw. Erhebungszeitraum 2008 geltenden Steuersätze laut Unternehmensteuerreformgesetz 2008 mit einem Steuersatz von 31,0 % (Vorjahr 40,0 %) bewertet. Effektive Ertragsteuern

Die deutschen Gesellschaften des TUI Konzerns mit am 31.12. endenden Wirtschaftsjahren unterliegen wie im Vorjahr im gesamten Geschäftsjahr 2007 einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von ca. 18,0 % des Gewerbeertrags, die bei der Ermittlung der Körperschaftsteuer abzugsfähig ist. Der Körperschaftsteuersatz betrug ebenso wie im Vorjahr 25,0 % zuzüglich eines unveränderten Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer. Demgegenüber beträgt der durchschnittliche Ertragsteuersatz für die deutschen Gesellschaften des TUI Konzerns, deren Wirtschaftsjahr in 2007 auf ein abweichendes Wirtschaftsjahr umgestellt wurde, wegen des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 bereits ab Umstellung auf ein in 2008 endendes Wirtschaftsjahr 31,0 %. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren von 10,0 % bis zu 42,1 %. Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind.

und Schätzungen

Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse. Die Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten wurde zum Bilanzstichtag überprüft. Einzelheiten zu der Durchführung von Impairment-Tests sind dem Abschnitt „Geschäfts- oder Firmenwerte und Sonstige immaterielle Vermögenswerte“ des Kapitels „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ dargestellt. Die Ermittlung des Barwerts von Pensionsverpflichtungen ist maßgeblich abhängig von der Auswahl des Abzinsungssatzes, der zum Ende eines jeden Jahres neu ermittelt wird. Als Abzinsungssatz wird dabei der Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität herangezogen, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Pensionsverpflichtungen entsprechen. Detailinformationen sind bei den Erläuterungen zu den bilanzierten Pensionsrück­ stellungen unter Ziffer 31 beschrieben. Der Konzern ist in verschiedenen Ländern ertragsteuerpflichtig. Zur Ermittlung der Ertragsteuerrückstellungen sind wesentliche Annahmen erforderlich. Es gibt Geschäftsvorfälle und Berechnungen, deren endgültige Besteuerung während des gewöhnlichen Geschäftsverlaufs nicht abschließend ermittelt werden kann. Die Höhe der Rückstellungen für erwartete Steuerprüfungen basiert auf Schätzungen, ob und in welcher Höhe zusätzliche Ertragsteuern fällig werden. In der Periode der endgültigen Ermittlung der Besteuerung werden getroffene Schätzungen gegebenenfalls korrigiert. 167

Konzernabschluss/-anhang

Wesentliche Annahmen

Darüber hinaus beziehen sich die wesentlichen Annahmen und Schätzungen auf die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern sowie erzielbarer Restwerte von Gegenständen des Sachanlagevermögens. Die ermittelten Nutzungsdauern und Restwerte werden mindestens einmal jährlich überprüft. Einzelheiten zu Nutzungsdauern und Restwerten von Gegenständen des Sachanlagevermögens sind im Abschnitt „Sachanlagevermögen“ des Kapitels „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ dargestellt. Im Rahmen der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen sind die identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Dabei werden regelmäßig Cashflowbasierte Verfahren eingesetzt, die in Abhängigkeit von den zugrunde liegenden An­­ nahmen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen können. Insbesondere unterliegt die Einschätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern von immateriellen Vermögens­ werten sowie die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Eventualschulden gewisser Unsicherheiten.

Segmentberichterstattung Erläuterung zu den Segmenten In der primären Segmentberichterstattung sind die einzelnen organisatorischen Einheiten den Geschäftssegmenten zugeordnet, wobei die Touristik und die Schifffahrt die Kernaktivitäten des Konzerns sind. Das Segment Sonstige operative Geschäftsbereiche besteht nach dem Verkauf der Wolf GmbH im Jahr 2006 ausschließlich aus den Immobiliengesellschaften des Konzerns. Die Segmentierung des Konzerns erfolgt anhand der internen Unternehmenssteuerung. Die einzelnen organisatorischen Einheiten werden unabhängig von ihrer gesellschaftsrechtlichen Beteiligungsstruktur allein nach wirtschaftlichen Kriterien den Sparten und Geschäftsbereichen zugeordnet.

Auf Grund der im Geschäftsjahr 2007 erfolgten Fusion der TUI Touristik-Sparte (mit Ausnahme von TUI Hotels & Resorts) mit dem britischen Reisekonzern First Choice Holidays PLC zur TUI Travel PLC und der damit verbundenen Neuausrichtung der operativen Unternehmenssteuerung wurde auch die Segmentberichterstattung entsprechend angepasst. Die Sparte Touristik besteht nun aus dem Bereich TUI Travel PLC und aus dem von der Fusion ausgenommenen Bereich TUI Hotels & Resorts, der alle Hotelbeteiligungen des Konzerns umfasst. Auf Grund der unternehmerischen Leitung durch die Hapag-Lloyd AG wird die Hapag-Lloyd Kreuzfahrten weiterhin nicht der Sparte Touristik zugerechnet, sondern unverändert in der Sparte Schifffahrt ausgewiesen. Der Bereich Sonstige Touristik enthält im Geschäftsjahr 2006 im Wesentlichen die infolge des Verkaufs nur zeitanteilig berücksichtigten Geschäftsreise-Aktivitäten sowie bis zum Zeitpunkt ihrer Veräußerung im Jahr 2006 die TUI InfoTec-Gruppe. Die Sparte Schifffahrt umfasst die Containerschifffahrt und die Kreuzfahrt-Aktivitäten. Im Bereich der Containerschifffahrt bietet die Hapag-Lloyd nicht nur den reinen Schiffstransport von Containern an, sondern insbesondere auch Containertransporte von Haus-zu-Haus. Durch die Inanspruchnahme von Subunternehmen werden somit Dienstleistungen auf allen Stufen der Transportkette angeboten. In Ausübung der spartenübergreifenden Führungsaufgaben hat die TUI AG insbesondere das rechtliche Eigentum an dem maritimen Vermögen (Containerschiffe, Container und Sattelauflieger) erworben, die im Rahmen von operativen Leasingverhältnissen an die Schifffahrtsgesellschaften des Konzerns vermietet werden. Für die Zwecke der Segmentberichterstattung wird das maritime Vermögen den operativen 168

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Gesellschaften zugeordnet, so dass dieses Vermögen im Segment Schifffahrt dar­ gestellt wird. Entsprechende Aufwendungen und Erträge werden ebenfalls den Segmenten zugeordnet. Der verbleibende Bereich der TUI AG sowie sonstige Holdinggesellschaften, die nicht eindeutig anderen Segmenten zugeordnet werden können, sind als nicht zuordenbare Geschäftsaktivitäten (Holdings) zusammengefasst. Im laufenden Geschäftsjahr gibt es keine einzustellenden Bereiche. Für das Ge­schäfts­­ jahr 2006 werden die im Mai 2006 verkauften US-Stahlservice-Gesellschaften sowie nachlaufende Erträge der im Geschäftsjahr 2005 verkauften Speziallogistik unter den einzustellenden Geschäftsbereichen ausgewiesen. In der sekundären Segmentberichterstattung erfolgt eine Aufteilung der Geschäftsaktivitäten des Konzerns nach geographischen Kriterien. Erläuterung zu den Segmentdaten Die Umsätze zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen getätigt, wie sie auch bei Geschäften mit fremden Dritten zugrundeliegen.

Das betriebliche Segmentvermögen und die Segmentschulden setzen sich aus den Vermögenswerten bzw. dem Fremdkapital – ohne finanzielle Vermögenswerte, Finanz­ schulden und Pensionsrückstellungen sowie ohne Ertragsteuern – zusammen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind ebenfalls als Vermögenswerte der Segmente ausgewiesen. Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen sowie immateriellen Vermögenswerten. Die Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen und enthalten auch die Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten. Die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen wurden ohne Berücksichtigung der Abschreibungen ermittelt.

Die finanziellen Vermögenswerte und Finanzmittel werden zur Erzielung des Finanzergebnisses eingesetzt. Finanzschulden einschließlich Pensionsrückstellungen werden als zinstragende Schulden ausgewiesen und dienen zur Finanzierung der Geschäftsund Investitionstätigkeit. Die Überleitung des Vermögens und der Schulden der Segmente auf das Vermögen bzw. die Schulden des Konzerns ergibt sich durch Berücksichtigung der nach den Vorschriften des IAS 14 nicht berücksichtigten Ertragsteueransprüchen bzw. Ertragsteuerrückstellungen und -verbindlichkeiten. In der Segmentberichterstattung werden Ergebniskennzahlen wie EBT, EBIT, EBITA, bereinigtes EBITA, EBITDA sowie EBITDAR angegeben, da diese Kennzahlen als Steuerungsbasis für die wertorientierte Unternehmensführung herangezogen werden. Für die Ermittlung der Ergebniskennzahlen der einzustellenden Geschäftsbereiche wurde das Ergebnis aus einzustellenden Geschäftsbereichen wieder den ursprünglichen Ertrags- und Aufwandsarten zugeordnet. 169

Konzernabschluss/-anhang

Ergebnisse aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften werden den einzelnen Segmenterlösen zugeordnet. Die erfolgswirksame Realisierung von Unterschieds­ beträgen aus der Währungsumrechnung im Zusammenhang mit Kapitalherab­ setzungen wurde den Holdingaktivitäten zugerechnet und daher in der Segment­ berichterstattung den Holdinggesellschaften zugeordnet.

Kennzahlen nach Sparten und Geschäftsbereichen Mio € Ergebnisrechnung Umsätze mit fremden Dritten Umsätze zwischen den Segmenten Segmentumsätze Konzernergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) Zinsergebnis und Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) davon Equity-Ergebnis Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte Wertminderungen von Equity-Gesellschaften Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBITA) Bereinigungen Bereinigtes EBITA Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen davon außerplanmäßige Wertminderungen Sonstige Abschreibungen und Zuschreibungen davon Zuschreibungen Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) Mietaufwendungen Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen, Abschreibungen und Mietaufwendungen (EBITDAR) Vermögenswerte und Schulden Segmentvermögen davon Geschäfts- oder Firmenwerte Equity-Buchwerte Finanzielle Vermögenswerte Nicht zuordenbare Steuern Summe der Vermögenswerte Segmentschulden Verzinsliche Schuldpositionen Nicht zuordenbare Steuern Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen Weitere Angaben Zahlungsunwirksame Aufwendungen Umsatzrendite (% auf EBITA) Investitionen Investitionen in Geschäfts- oder Firmenwerte Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Finanzierungsquote (%) Mitarbeiter zum Bilanzstichtag *)

Nicht zuordenbar zu den Segmenten

170

2007

Touristik 2006 angepasst

2007

Schifffahrt 2006 angepasst

15 638,5 26,0 15 664,5

14 085,1 36,6 14 121,7

6 201,6 2,8 6 204,4

6 254,0 5,1 6 259,1

89,4

- 342,6

252,6

- 174,6

- 67,4 156,8 (39,0) 53,7 –

- 17,7 - 324,9 (43,0) 709,5 3,3

- 89,3 341,9 (25,7) – –

- 68,2 - 106,4 (7,5) – –

210,5 238,4 448,9

387,9 6,8 394,7

341,9 - 145,2 196,7

- 106,4 195,6 89,2

459,4 (43,9) - 14,0 (3,7) 683,9 648,2

381,9 (31,3) - 3,0 (0,4) 772,8 572,7

280,1 (1,9) 0,2 (–) 621,8 567,6

317,7 (15,6) – (–) 211,3 593,5

1 332,1

1 345,5

1 189,4

804,8

11 507,8 (2 957,7) 469,1 1 657,1

7 190,0 (3 027,5) 388,8 1 509,3

4 025,1 (100,6) 71,6 472,3

3 673,5 (107,3) 18,9 195,5

4 795,6 3 810,8

3 322,5 2 077,2

1 150,1 2 150,8

1 101,9 1 773,4

21,1 1,3 531,1 36,5 494,6 96,6

2,8 2,7 547,7 8,9 538,8 199,3

– 5,5 572,2 – 572,2 49,0

0,3 - 1,7 192,4 0,2 192,2 165,1

59 832

44 409

8 243

8 571

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

25,5 10,5 36,0

175,4 10,1 185,5

Holdinggesellschaften*) 2007 2006

– 2,8 2,8

0,1 5,6 5,7

Konsolidierung 2007 2006

– - 42,1 - 42,1

Fortzuführender Bereich 2007 2006 angepasst

– - 57,4 - 57,4

21 865,6 – 21 865,6

20 514,6 – 20 514,6 - 860,5 129,4 - 731,1

18,1

93,3

297,0

- 208,8

- 420,0

- 98,4

236,3 0,8 237,1

5,7 12,4 (–) – –

- 1,7 95,0 (–) – –

- 106,1 403,1 (–) – –

- 129,3 - 79,5 (–) – –

- 0,3 - 419,7 (–) – –

- 2,2 - 96,2 (–) – –

- 257,4 494,5 (64,7) 53,7 –

- 219,1 - 512,0 (50,5) 709,5 3,3

12,4 – 12,4

95,0 - 34,7 60,3

403,1 - 25,3 377,8

- 79,5 50,0 - 29,5

- 419,7 – - 419,7

- 96,2 – - 96,2

548,2 67,9 616,1

200,8 217,7 418,5

9,7 (6,0) – (–) 22,1 2,3

9,4 (0,5) – (–) 104,4 2,6

5,9 (1,1) - 110,8 (–) 519,8 3,2

13,8 (6,9) - 49,4 (–) - 16,3 1,3

- 1,7 (0,1) 103,5 (0,7) - 524,9 - 9,7

- 0,7 (–) 37,9 (–) - 134,8 - 14,0

753,4 (53,0) - 21,1 (4,4) 1 322,7 1 211,6

722,1 (54,3) - 14,5 (0,4) 937,4 1 156,1

24,4

107,0

523,0

- 15,0

- 534,6

- 148,8

2 534,3

2 093,5

143,7 (–) – 290,0

147,1 (–) – 262,0

220,4 (–) – 8 054,7

143,7 (–) – 9 133,1

- 2 500,5 (–) – - 8 341,5

- 54,4 (–) – -9 876,1

13 396,5 (3 058,3) 540,7 2 132,6

11 099,9 (3 134,8) 407,7 1 223,8

34,8 250,1

53,7 100,3

352,5 2 939,5

276,5 4 467,4

- 120,7 - 2 754,1

- 45,2 - 3 433,6

6 212,3 6 397,1

4 709,4 4 984,7

– 34,4 9,0 – 9,0 107,8

– 51,2 13,5 – 13,5 69,6

2,6 – 4,0 – 4,0 147,5

66,6 – 1,3 – 1,3 1 061,5

– – – – – –

– – – – – –

23,7 2,5 1 116,3 36,5 1 079,8 72,3

69,7 1,0 754,9 9,1 745,8 189,6

75

82

371

868





68 521

53 930

171

Konzernabschluss/-anhang

Sonstige operative Bereiche 2007 2006

Kennzahlen nach Sparten und Geschäftsbereichen Mio € Ergebnisrechnung Umsätze mit fremden Dritten Umsätze zwischen den Segmenten Segmentumsätze

Fortzuführender Bereich 2007 2006 angepasst

Einzustellender Bereich*) 2007 2006

21 865,6 0,0 21 865,6

20 514,6 0,0 20 514,6

– – –

401,0 – 401,0

236,3 0,8 237,1

- 860,5 129,4 - 731,1

– – –

17,1 11,5 28,6*

- 257,4 494,5 (64,7) 53,7 –

- 219,1 - 512,0 (50,5) 709,5 3,3

– – – – –

- 1,0 29,6* – – –

548,2 67,9 616,1

200,8 217,7 418,5

– – –

29,6* 0,2 29,8

753,4 (53,0) - 21,1 (4,4) 1 322,7 1 211,6

722,1 (54,3) - 14,5 (0,4) 937,4 1 156,1

– – – – – –

– – – – 29,6* 1,1

2 534,3

2 093,5



30,7*

13 396,5 (3 058,3) 540,7 2 132,6

11 099,9 (3 134,8) 407,7 1 223,8

– – – –

– – – –

6 212,3 6 397,1

4 709,4 4 984,7

– –

– –

Weitere Angaben Zahlungsunwirksame Aufwendungen Umsatzrendite (% auf EBITA) Investitionen Investitionen in Geschäfts- oder Firmenwerte Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Finanzierungsquote (%)

23,7 2,5 1 116,3 36,5 1 079,8 72,3

69,7 1,0 754,9 9,1 745,8 189,6

– – – – – –

– – 2,0 – 2,0 –

Mitarbeiter zum Bilanzstichtag

68 521

53 930





Konzernergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) Zinsergebnis und Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) davon Equity-Ergebnis Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte Wertminderungen von Equity-Gesellschaften Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBITA) Bereinigungen Bereinigtes EBITA Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen davon außerplanmäßige Wertminderungen Sonstige Abschreibungen und Zuschreibungen davon Zuschreibungen Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) Mietaufwendungen Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen, Abschreibungen und Mietaufwendungen (EBITDAR) Vermögenswerte und Schulden Segmentvermögen davon Geschäfts- oder Firmenwerte Equity-Buchwerte Finanzielle Vermögenswerte Nicht zuordenbare Steuern Summe der Vermögenswerte Segmentschulden Verzinsliche Schuldpositionen Nicht zuordenbare Steuern Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen

*)

Der einzustellende Bereich enthält nachlaufende Erträge aus dem Verkauf der Energiesparte von 5,4 Mio € sowie einmalig anfallende Erträge aus dem Segment Zielgebiete von 1,8 Mio €.

172

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Mio € Ergebnisrechnung Umsätze mit fremden Dritten Umsätze zwischen den Segmenten Segmentumsätze

Konsolidierung 2007 2006

2007

Konzern 2006 angepasst

– – –

– – –

21 865,6 0,0 21 865,6

20 915,6 0,0 20 915,6

– – –

– – –

236,3 0,8 237,1

- 843,4 140,9 - 702,5

– – – – –

– – – – –

- 257,4 494,5 (64,7) 53,7 –

- 220,1 - 482,4 (50,5) 709,5 3,3

– – –

– – –

548,2 67,9 616,1

230,4 217,9 448,3

– – – – – –

– – – – – –

753,4 (53,0) - 21,1 (4,4) 1 322,7 1 211,6

722,1 (54,3) - 14,5 (0,4) 967,0 1 157,2





2 534,3

2 124,2

– – – –

– – – –

– –

– –

13 396,5 (3 058,3) 540,7 2 132,6 234,4 16 304,2 6 212,3 6 397,1 570,6 13 180,0

11 099,9 (3 134,8) 407,7 1 223,8 299,0 13 030,4 4 709,4 4 984,7 328,9 10 023,0

Weitere Angaben Zahlungsunwirksame Aufwendungen Umsatzrendite (% auf EBITA) Investitionen Investitionen in Geschäfts- oder Firmenwerte Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Finanzierungsquote (%)

– – – – – –

– – – – – –

23,7 2,5 1 116,3 36,5 1 079,8 72,3

69,7 1,1 756,9 9,1 747,8 189,1

Mitarbeiter zum Bilanzstichtag





68 521

53 930

Konzernergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) Zinsergebnis und Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) davon Equity-Ergebnis Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte Wertminderungen von Equity-Gesellschaften Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBITA) Bereinigungen Bereinigtes EBITA Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen davon außerplanmäßige Wertminderungen Sonstige Abschreibungen und Zuschreibungen davon Zuschreibungen Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) Mietaufwendungen Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen, Abschreibungen und Mietaufwendungen (EBITDAR) Vermögenswerte und Schulden Segmentvermögen davon Geschäfts- oder Firmenwerte Equity-Buchwerte Finanzielle Vermögenswerte Nicht zuordenbare Steuern Summe der Vermögenswerte Segmentschulden Verzinsliche Schuldpositionen Nicht zuordenbare Steuern Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen

173

Konzernabschluss/-anhang

Kennzahlen nach Sparten und Geschäftsbereichen

Kennzahlen der Sparte Touristik Mio € Ergebnisrechnung Umsätze mit fremden Dritten Umsätze zwischen den Segmenten Segmentumsätze Konzernergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) Zinsergebnis und Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) davon Equity-Ergebnis Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte Wertminderungen von Equity-Gesellschaften Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBITA) Bereinigungen Bereinigtes EBITA Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen davon außerplanmäßige Wertminderungen Sonstige Abschreibungen und Zuschreibungen davon Zuschreibungen Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) Mietaufwendungen Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen, Abschreibungen und Mietaufwendungen (EBITDAR) Vermögenswerte und Schulden Segmentvermögen davon Geschäfts- oder Firmenwerte Equity-Buchwerte Finanzielle Vermögenswerte Nicht zuordenbare Steuern Summe der Vermögenswerte Segmentschulden Verzinsliche Schuldpositionen Nicht zuordenbare Steuern Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen Weitere Angaben Zahlungsunwirksame Aufwendungen Umsatzrendite (% auf EBITA) Investitionen Investitionen in Geschäfts- oder Firmenwerte Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Finanzierungsquote (%) Mitarbeiter zum Bilanzstichtag

174

TUI Travel PLC 2007 2006 angepasst

TUI Hotels & Resorts 2007 2006 angepasst

15 258,7 27,6 15 286,3

13 676,0 38,1 13 714,1

379,8 444,4 824,2

346,7 412,9 759,6

27,3

- 535,5

63,7

43,4

- 42,3 69,6 (9,4) 33,7 –

3,9 - 539,4 (10,8) 690,0 –

- 25,1 88,8 (29,6) 20,0 –

- 20,4 63,8 (32,2) 19,5 3,3

103,3 201,1 304,4

150,6 108,0 258,6

108,8 37,3 146,1

86,6 36,6 123,2

348,1 (4,5) - 12,5 (2,6) 463,9 570,3

278,5 (0,9) - 1,2 (0,0) 430,3 493,7

111,3 (39,4) - 1,5 (1,1) 221,6 77,9

103,4 (30,4) - 3,2 (0,4) 193,2 75,2

1 034,2

924,0

299,5

268,4

9 708,1 (2 522,3) 156,7 1 566,7

5 537,1 (2 633,5) 97,6 1 588,8

1 830,7 (435,4) 312,4 92,1

1 682,9 (394,0) 291,2 124,4

4 722,4 2 893,7

3 246,3 1 452,0

106,0 917,1

109,6 701,5

9,2 0,7 220,9 2,5 218,4 172,8

1,0 1,1 361,8 8,9 352,9 267,7

11,9 13,2 310,2 34,0 276,2 42,3

1,8 11,4 185,9 0,0 185,9 66,1

47 705

33 696

12 127

10 713

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Kennzahlen der Sparte Touristik

– - 446,0 - 446,0

62,4 - 414,4 - 352,0

15 638,5 26,0 15 664,5

14 085,1 36,6 14 121,7

- 1,6

149,5

89,4

- 342,6

0,0 - 1,6 (–) – –

- 1,2 150,7 (–) – –

- 67,4 156,8 (39,0) 53,7 –

- 17,7 - 324,9 (43,0) 709,5 3,3

- 1,6 – - 1,6

150,7 - 137,8 12,9

210,5 238,4 448,9

387,9 6,8 394,7

– (–) – (–) - 1,6

– (–) 1,4 (–) 149,3 3,8

459,4 (43,9) - 14,0 (3,7) 683,9 648,2

381,9 (31,3) - 3,0 (0,4) 772,8 572,7

- 1,6

153,1

1 332,1

1 345,5

- 31,0 (–) – - 1,7

- 30,0 (–) – - 203,9

11 507,8 (2 957,7) 469,1 1 657,1

7 190,0 (3 027,5) 388,8 1 509,3

- 32,8 –

- 33,4 - 76,3

4 795,6 3 810,8

3 322,5 2 077,2

Weitere Angaben Zahlungsunwirksame Aufwendungen Umsatzrendite (% auf EBITA) Investitionen Investitionen in Geschäfts- oder Firmenwerte Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Finanzierungsquote (%)

– – – – – –

– – – – – –

21,1 1,3 531,1 36,5 494,6 96,6

2,8 2,7 547,7 8,9 538,8 199,3

Mitarbeiter zum Bilanzstichtag





59 832

44 409,0

Konzernergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) Zinsergebnis und Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) davon Equity-Ergebnis Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte Wertminderungen von Equity-Gesellschaften Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBITA) Bereinigungen Bereinigtes EBITA Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen davon außerplanmäßige Wertminderungen Sonstige Abschreibungen und Zuschreibungen davon Zuschreibungen Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) Mietaufwendungen Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen, Abschreibungen und Mietaufwendungen (EBITDAR) Vermögenswerte und Schulden Segmentvermögen davon Geschäfts- oder Firmenwerte Equity-Buchwerte Finanzielle Vermögenswerte Nicht zuordenbare Steuern Summe der Vermögenswerte Segmentschulden Verzinsliche Schuldpositionen Nicht zuordenbare Steuern Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen

175

Segmentkennzahlen

Ergebnisrechnung Umsätze mit fremden Dritten Umsätze zwischen den Segmenten Segmentumsätze

Sparte Touristik 2007 2006 angepasst

Konzernabschluss/-anhang

Mio €

Sonstige Touristik/Konsolidierung 2007 2006 angepasst

Kennzahlen nach Regionen Deutschland EU (ohne Deutschland) 2007 2006 2007 2006 angepasst angepasst

Mio € Außenumsatz nach Leistungsempfänger davon einzustellender Bereich Außenumsatz nach Sitz der Gesellschaften davon einzustellender Bereich Segmentvermögen davon einzustellender Bereich Nicht zuordenbare Steuern Segmentschulden davon einzustellender Bereich Nicht zuordenbare Steuern Weitere Angaben Abschreibungen davon einzustellender Bereich Investitionen davon einzustellender Bereich Investitionen in Geschäfts- oder Firmenwerte davon einzustellender Bereich Investitionen in übrige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen davon einzustellender Bereich Mitarbeiter zum Bilanzstichtag davon einzustellender Bereich

Mio € Außenumsatz nach Leistungsempfänger davon einzustellender Bereich Außenumsatz nach Sitz der Gesellschaften davon einzustellender Bereich Segmentvermögen davon einzustellender Bereich Nicht zuordenbare Steuern Segmentschulden davon einzustellender Bereich Nicht zuordenbare Steuern Weitere Angaben Abschreibungen davon einzustellender Bereich Investitionen davon einzustellender Bereich Investitionen in Geschäftsoder Firmenwerte davon einzustellender Bereich Investitionen in übrige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen davon einzustellender Bereich Mitarbeiter zum Bilanzstichtag davon einzustellender Bereich

176

Nord- und Südamerika 2007 2006

Übriges Europa 2007 2006

5 629,2 (0,0) 11 373,2 (0,0) 4 702,8 (0,0)

5 428,4 (0,0) 9 782,5 (0,0) 4 269,5 (0,0)

11 191,1 (0,0) 9 465,4 (0,0) 8 819,1 (0,0)

10 577,2 (0,0) 9 175,8 (0,0) 5 248,6 (0,0)

758,8 (0,0) 521,0 (0,0) 94,8 (0,0)

710,1 (0,0) 460,3 (0,0) 120,8 (0,0)

2 143,0 (0,0)

2 099,3 (0,0)

3 411,9 (0,0)

2 375,9 (0,0)

76,9 (0,0)

52,8 (0,0)

275,2 (–) 600,9 (–) 2,2 (–)

262,0 (–) 329,8 (–) 0,8 (–)

368,2 (–) 303,1 (–) 31,5 (–)

1 022,4 (–) 276,9 (–) 8,1 (–)

5,0 (–) 3,3 (–) 0,2 (–)

8,7 (–) 12,5 (–) 0,0 (–)

598,7 (–)

329,0 (–)

271,6 (–)

268,8 (–)

3,1 (–)

12,5 (–)

11 118 (–)

11 112 (–)

40 945 (–)

32 094 (–)

3 155 (–)

3 067 (–)

Konsolidierung 2007 2006

2007

Konzern 2006 angepasst

Übrige Regionen 2007 2006

2 682,6 (0,0)

2 722,1 (401,0)

1 603,9 (0,0)

1 477,8 (0,0)

0,0 (0,0)

0,0 (0,0)

21 865,6 (0,0)

20 915,6 (401,0)

370,5 (0,0) 1 528,7 (0,0)

1 431,4 (401,0) 1 425,6 (0,0)

135,5 (0,0) 222,9 (0,0)

65,6 (0,0) 454,7 (0,0)

0,0 (0,0) - 1 971,8 (0,0)

0,0 (0,0) - 419,3 (0,0)

478,9 (0,0)

459,0 (0,0)

254,7 (0,0)

157,1 (0,0)

- 153,1 (0,0)

- 434,7 (0,0)

21 865,6 (0,0) 13 396,5 (0,0) 234,4 6 212,3 (0,0) 570,6

20 915,6 (401,0) 11 099,9 (0,0) 299,0 4 709,4 (0,0) 328,9

92,9 (–) 195,8 (–)

81,8 (–) 92,1 (2,0)

65,8 (–) 13,2 (–)

57,1 (–) 45,6 (–)

0,0 (–) 0,0 (–)

- 0,5 (–) 0,0 (–)

807,1 (–) 1 116,3 (–)

1 431,6 (–) 756,9 (2,0)

0,0 (–)

0,2 (–)

2,6 (–)

0,0 (–)

0,0 (–)

0,0 (–)

36,5 (–)

9,1 (–)

195,8 (–)

91,9 (2,0)

10,6 (–)

45,6 (–)

0,0 (–)

0,0 (–)

1 079,8 (–)

747,8 (2,0)

7 215 (–)

4 149 (–)

6 088 (–)

3 508 (–)

0,0 (–)

0,0 (–)

68 521 (–)

53 930 (–)

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2007 übt die TUI AG das Wahlrecht nach IAS1 zur Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechung nach dem Umsatzkostenverfahren aus. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. (1) Umsatzerlöse

Umsatz des Konzerns nach Geschäftstätigkeit Mio € Touristische Dienstleistungen Transportdienstleistungen Handel mit Waren Vermietung und Verpachtung Herstellung von Erzeugnissen und sonstige Umsätze Gesamt

2007

2006

15 681,4 6 018,4 33,9 29,0 102,9 21 865,6

14 147,3 6 093,7 25,4 34,9 213,3 20 514,6

Die Entwicklung der Umsatzerlöse der fortzuführenden Bereiche des Konzerns ge­­ genüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen durch Konsolidierungskreisveränderungen geprägt. Die im Geschäftsjahr 2007 zugegangene First Choice Holidays-Gruppe hat in den vier Monaten ihrer Konzernzugehörigkeit Umsatzerlöse in Höhe von 1 342,5 Mio. € zu den Konzernumsatzerlösen beigetragen. Insbesondere auf Grund des schwächeren US-Dollar-Kurses liegen die Umsatzerlöse der Sparte Schifffahrt trotz gestiegener Transportmengen leicht unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang der Umsatzerlöse aus der Herstellung von Erzeugnissen und sonstigen Umsätzen resultiert vor allem aus dem Abgang der Wolf GmbH im Geschäftsjahr 2006. Diese Gesellschaft hatte im vergangenen Geschäftsjahr mit 154,1 Mio. € zu den Umsatzerlösen beigetragen. Dieser Rückgang wurde teilweise kompensiert durch einen Anstieg der sonstigen Umsätze. Sonstige Umsätze beinhalten unter anderem weiterberechnete Kosten an Hotels und Reisebüros für Katalogwerbung und Werbematerialien, Kosten, die für die BKK TUI anfallen und betriebliche Neben­ erträge wie z.B. Erträge aus der Vermietung von Fluggerät. In den Umsatzkosten und Verwaltungsaufwendungen sind enthalten:

Verwaltungsaufwendungen

Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen Mio € Miet-, Pacht und Leasingaufwendungen aus langfristigen Verträgen Miet-, Pacht und Leasingaufwendungen aus kurzfristigen Verträgen Gesamt

2007

2006

1 211,6 325,6 1 537,2

1 156,1 525,6 1 681,7

Stehen die Miet- und Pachtaufwendungen aus operativen Leasingverträgen in unmittelbarem Zusammenhang mit den erzielten Umsatzerlösen, werden diese Aufwendungen unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Handelt es sich hingegen um Miet- und Pachtaufwendungen für Verwaltungsgebäude, werden diese entsprechend unter den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Die Abnahme der Miet- und 177

Konzernabschluss/-anhang

(2) Umsatzkosten und

Leasingaufwendungen insgesamt ist hauptsächlich durch die Containerschifffahrt begründet, bei der insbesondere in Folge der Integration der CP Ships-Gruppe in die Hapag-Lloyd und auf Grund der US-Dollar-Schwäche diese Kosten aus kurzund langfristigen Verträgen zurückgingen. Für die TUI Travel PLC war insgesamt ein Anstieg dieser Aufwendungen zu verzeichnen, der in einem erheblichen Umfang aus den neu hinzugetretenen langfristigen Leasingverpflichtungen für Flugzeuge bei der First Choice Airways herrührt. Personalaufwand Mio € Löhne und Gehälter Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung Gesamt

2007

2006

1 898,6

1 968,4

446,5 2 345,1

467,0 2 435,4

Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten unter anderem den Aufwand für leistungsorientierte Versorgungszusagen. Der Zinsanteil aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird dem Finanzierungscharakter entsprechend als Finanzaufwand erfasst. Die erwarteten Erträge aus dem zugehörigen Fondsvermögen werden als Finanzerträge ausgewiesen. Die Darstellung der Pensionszusagen wird detailliert unter der Ziffer 31 erläutert. Der gesamte Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 90,3 Mio. € verringert. Ursächlich hierfür sind gegenläufige Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen und durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen. Erhöhend hat sich die erstmalige Einbeziehung der First Choice Holidays-Gruppe ausgewirkt, die durch den Abgang der TUI InfoTec-Gruppe und der TQ3-Gruppe im Vorjahr teilweise kompensiert wurde. Weitere Senkungen ergeben sich im Schifffahrtsbereich durch die abgeschlossene Integration von CP Ships und im Bereich TUI Northern Europe durch weitere Restrukturierungsmaßnahmen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ohne Berücksichtigung der einzustellen­ den Geschäftsbereiche des Vorjahres erhöhte sich um 2 525 Mitarbeiter auf nunmehr 62 731 Mitarbeiter (ohne Auszubildende). In der Schifffahrt verringerte sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl geringfügig von 8 545 auf 8 241 im Geschäftsjahr 2007. In der Sparte Touristik erhöhte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Wesentlichen durch die erstmalige Einbeziehung der First Choice Holidays-Gruppe von 49 499 auf 53 733. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende) Gewerbliche Mitarbeiter Angestellte Gesamt

178

2007

2006

1 137 61 594 62 731

1 454 58 752 60 206

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Planmäßige Abschreibungen enthalten sowohl Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen als auch planmäßige Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Die den planmäßigen Abschreibungen zugrundegelegten konzerneinheitlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern sowie die Grundsätze für außerplanmäßige Wertminderungen sind in den Erläuterungen zur Bilanzierung und Bewertung dargestellt. Abschreibungen Mio € Planmäßige Abschreibung Außerplanmäßige Wertminderungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Gesamt

2007

2006 angepasst

700,4

667,8

53,0 753,4

54,3 722,1

Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 32,6 Mio. € auf 700,4 Mio. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die erstmalige Einbeziehung der First Choice Holidays-Gruppe zurückzuführen, wobei dieser Anstieg teilweise durch Rückgänge im Bereich der Schifffahrt kompensiert wurde. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren insgesamt 53,0 Mio. € außerplanmäßige Wert­­ minderungen von Sonstigen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien vorzunehmen, davon allein 37,3 Mio. € auf Hotelgebäude. Dabei handelt es sich um drei türkische Hotelanlagen, für die Wertminderungen infolge der verschlechterten Buchungslage zu erfassen waren. Darüber hinaus wurden Wertminderungen in Höhe von 5,9 Mio. € auf Grund eines niedrigeren Marktwerts einer Büroimmobilie vorgenommen und 3,5 Mio. € für ein schadhaftes Flugzeugtriebwerk. Im Vorjahr waren außerplanmäßige Wertminderungen auf Sachanlagevermögen in Höhe von 54,3 Mio. € zu erfassen, die vor allem auf die Touristik entfielen.

Andere Aufwendungen

Sonstige Erträge/Andere Aufwendungen Mio € Sonstige Erträge Andere Aufwendungen Gesamt

2007

2006 angepasst

352,7 16,7 336,0

341,9 118,8 223,1

Die sonstigen Erträge des laufenden Geschäftsjahres resultieren im Schifffahrtsbereich im Wesentlichen aus dem unter „Akquisitionen – Desinvestitionen“ erläuterten Verkauf der Montreal Gateway Terminals (185,4 Mio. €) und aus dem Verkauf der Anteile am Germanischer Lloyd (15,1 Mio. €). Darüber hinaus sind Abgangserträge aus dem Flugbereich (31,1 Mio. €), dem Hotelbereich aus dem Verkauf von Immobilien der Riu-Gruppe (12,1 Mio. €) sowie dem Immobilienbereich (13,5 Mio. €) enthalten. Im Zusammenhang mit in Vorperioden eingestellten Geschäfts­­bereichen er­­ gaben sich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von insgesamt 32,0 Mio. €.

179

Konzernabschluss/-anhang

(3) Sonstige Erträge/

Die im Geschäftsjahr 2006 ausgewiesenen Erträge stammen überwiegend aus dem Verkauf der TQ3-Gruppe (149,2 Mio. €), der Realisierung eines Ertrages aus der Veräußerung der Schachtanlage Konrad (40,8 Mio. €), Sale-and-Leaseback-Verträgen für Flugzeuge und Schiffscontainer (27,0 Mio. €) sowie aus dem Verkauf der 80%igen Beteiligung an der Wolf GmbH (35,0 Mio. €). Hingegen stammen die im Geschäftsjahr 2006 ausgewiesenen anderen Aufwendungen im Wesentlichen aus der einmaligen ergebniswirksamen Realisierung von bis dahin erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Währungsdifferenzen im Zusammenhang mit der Reduzierung von Investments in ausländische Tochtergesellschaften in Höhe von 65,0 Mio. €. Außerdem werden unter dieser Position vor allem währungsbedingte Buchverluste aus Sale-and-Leaseback-Verträgen der Schifffahrt (16,6 Mio. €) und Verluste aus dem anteiligen Verkauf der TUI InfoTec-Gruppe (10,6 Mio. €) ausgewiesen. (4) Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmen­werte

Die Durchführung der Werthaltigkeitstests führte im Geschäftsjahr 2007 im Ge­­schäfts­ bereich Touristik wie auch im Vorjahr zu Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten. Die Wertminderungen sind insbesondere eine Folge des irischen Marktes sowie der verhaltenen Planung der Magic Life-Gruppe. Im Einzelnen ent­ fielen die Wertminderungen auf die folgenden Bereiche: Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte Mio € TUI Travel PLC Budget Travel-Gruppe TUI Hotels & Resorts Magic Life-Gruppe

Um 0,50 % p.a. geminderte Erfasste Wertminderung Wachstumsrate

Um 0,50 % p.a. erhöhter Zinssatz

33,7





20,0





Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und Schulden der im Geschäftsjahr 2007 verkauften irischen Budget Travel-Gruppe waren unterjährig nach IFRS 5 in einem separaten Bilanzposten auszuweisen. Auf Grund der Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts der Budget Travelund der Magic Life-Guppe in Höhe des gesamten Buchwerts ergeben sich aus der Minderung der Wachstumsrate und aus der Erhöhung des gewichteten durchschnitt­ lichen Kapitalkostensatzes selbst keine Auswirkungen auf weitere vorzunehmende Wertberichtigungen. Die Wertminderungen auf die Magic Life eigenen Hotelanlagen erhöhen sich jeweils bei ansonsten unveränderten übrigen Parametern im Falle einer Absenkung der Wachstumsrate um 0,50 % p.a. um weitere 7,1 Mio. € und im Falle eines Anstiegs des Kapitalkostensatzes um 0,50 % p.a. um zusätzliche 8,1 Mio. €. Darüber hinaus führt weder eine Verminderung der Wachstumsrate noch eine Erhöhung des Kapitalkostensatzes zu weiteren Wertminderungen.

180

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

(5) Finanzerträge

Finanzerträge Mio € Erträge aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen Erträge aus sonstigen Beteiligungsunternehmen Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen Beteiligungserträge Übrige Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen Zinsen und ähnliche Erträge aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen Zinserträge aus Fondsvermögen zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen Übrige Zinsen und ähnliche Erträge Zinserträge Erträge aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten Erträge aus der Bewertung von sonstigen Finanzinstrumenten Gesamt

2007

2006 angepasst

1,4 2,9

2,0 2,1

3,3 7,6 6,9

3,7 7,8 7,1

0,5

0,6

93,6 85,1 186,1 - 0,9 17,0 209,8

86,9 69,3 163,9 0,3 7,3 179,3

Die Erträge und Aufwendungen aus der Wertentwicklung derivativer Finanzinstrumente enthalten Bewertungsergebnisse von Sicherungsinstrumenten, die nicht den strengen Kriterien des IAS 39 genügen und die nicht auf Grund der zugrundeliegenden Geschäfte anderen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zugeordnet werden können. Im Zusammenhang mit der Begebung der Wandelanleihe 2003/08 hat die TUI AG derivative Finanzinstrumente erworben (Call Spreads), welche es der TUI AG er­­ möglichen, an einem Kursverlauf der TUI Aktie bei einem Kursniveau oberhalb des Wandlungspreises mittels einer Ausgleichszahlung zu partizipieren. Aus der Bewertung dieser Instrumente ergab sich im Geschäftsjahr 2007 ein Ertrag von 10,5 Mio. €. Am 3. April 2006 verzichtete die TUI AG unwiderruflich auf ihr Recht, im Fall einer Wandlung der Wandelanleihe 2003/08 einen Ausgleich durch Zahlungsmittel vornehmen zu können. Daher wurden diese Wandelrechte bereits im Vorjahr als Eigenkapitalinstrumente eingestuft. Bis zum Verzicht ergab sich im Geschäftsjahr 2006 ein Bewertungsertrag unter Berücksichtigung des Call Spreads in Höhe von 7,3 Mio. €. Finanzaufwendungen Mio € Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen Wertminderungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten und Ausleihungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene nicht konsolidierte Unternehmen Zinsaufwendungen aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zinsaufwendungen Aufwendungen aus der Bewertung von sonstigen Finanzinstrumenten Gesamt

2007

2006 angepasst

1,6

2,8

24,5

14,9

3,0 121,4 318,3 442,7 – 468,8

1,4 119,4 262,6 383,4 – 401,1

In den ausgewiesenen Wertminderungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten und Ausleihungen sind 24,5 Mio. € außerplanmäßige Wertminderungen enthalten (Vorjahr 14,9 Mio. €).

181

Konzernabschluss/-anhang

(6) Finanzaufwendungen

(7) Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen

Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen Mio € Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen Gesamt

2007

2006

27,6

10,2

37,1 64,7

40,3 50,5

Das Equity-Ergebnis enthält das anteilige Jahresergebnis der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Wertminderungen von EquityGesellschaften. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren im Equity-Ergebnis keine Wertminderungen zu erfassen (Vorjahr: 3,3 Mio. €). Im Geschäftsjahr wurden anteilige Verluste von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 2,8 Mio. €) an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nicht realisiert, da diese den Wert des Beteiligungsanteils übersteigen. Kumuliert betragen die im Rahmen der Equity-Bewertung noch nicht realisierten Verluste 3,6 Mio. € (Vorjahr: 7,6 Mio. €). Konzernanteil an den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung bei Gemeinschaftsunternehmen Mio €

2007

2006

Betriebliche Erträge Betriebliche Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresüberschuss Wertminderungen von Equity-Gesellschaften Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen

384,0 331,5 52,5 - 5,4 47,1 10,0 37,1 –

315,8 254,7 61,1 - 6,8 54,3 10,7 43,6 3,3

37,1

40,3

Konzernanteil an den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung bei assoziierten Unternehmen

(8) Bereinigungen

182

Mio €

2007

2006

Betriebliche Erträge Betriebliche Aufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresüberschuss Auflösung von passiven Unterschiedsbeträgen Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen

128,3 85,9 42,4 - 2,3 40,1 12,5 27,6 –

173,8 153,6 20,2 - 1,7 18,5 8,3 10,2 –

27,6

10,2

Zusätzlich zu den nach IFRS geforderten Angaben wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum bereinigten Ergebnis übergeleitet. Die Bereinigungen zeigen als Abgangsergebnisse Endkonsolidierungserfolge, als Restrukturierungen Ereignisse nach IAS 37 und unter Kaufpreisallokationen sämtliche Effekte auf das EBITA. Ein weiterer Bestandteil dieser Über­leitung sind die im Folgenden dargestellten Einzelsachverhalte.

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Einzelsachverhalte Mio €

2007

2006

Touristik Schifffahrt Zentralbereich Gesamt

120,4 - 26,0 - 32,0 62,4

59,5 47,4 65,0 171,9

Im Geschäftsjahr 2007 angefallene Sonderbelastungen im Bereich Touristik resultieren unter anderem in Höhe von 55,9 Mio. € aus einmaligen Integrationsaufwendungen vor allem im Zusammenhang mit der Fusion der First Choice Holidays PLC mit den touristischen Einheiten des TUI Konzerns. Der Flugbereich der Sparte Touristik wird des weiteren durch Sonderaufwendungen für das Re-Branding der neuen Marke TUIfly. com (13,0 Mio. €), nicht überwälzbaren Einmalaufwendungen aus einer Um­­stellung der Besteuerung von Flugpassagieren in Großbritannien (Air Passenger Duty, 10,1 Mio. €) belastet. Im Bereich TUI Hotels & Resorts fallen Sonderbelastungen auf Grund der außerplanmäßigen Wertminderung von türkischen Hotelanlagen (37,3 Mio. €) an. Der im Bereich Schifffahrt entstandene Einmalertrag resultiert im Wesentlichen aus der Neubewertung einer zum Erwerbszeitpunkt der CP Ships-Gruppe gebildeten Risikoposition, der nur geringe nachlaufende Aufwendungen aus der Integration von CP Ships gegenüberstanden.

und vom Ertrag

Im Zentralbereich entstanden Einmalerträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten. Zusammensetzung des Ertragsteueraufwandes Mio € Effektive Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Inland Ausland Latenter Steuerertrag/-aufwand Gesamt

2007

2006 angepasst

24,9 78,5 - 102,6 0,8

49,9 64,2 15,3 129,4

Der gegenüber dem Vorjahreszeitraum stark gesunkene Steueraufwand resultiert weitestgehend aus der gesellschaftsrechtlichen Reorganisation der deutschen, in die TUI Travel PLC eingebrachten Gesellschaften sowie den Auswirkungen der neu begebenen Wandelanleihe. Dies führt zu einer höheren Aktivierung von latenten Steuern aus Verlustvorträgen innerhalb der inländischen Organkreise. Der Rückgang der effektiven Steuern im Inland resultiert im Wesentlichen aus einer im Vorjahr vorgenommenen Neubewertung von steuerlichen Risiken. Der gesamte Ertragsteueraufwand im Berichtsjahr in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr 129,4 Mio. €) leitet sich wie folgt von einem „erwarteten“ Ertragsteueraufwand ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes der TUI AG als Mutterunternehmen (zusammengefasster Ertragsteuersatz) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte:

183

Konzernabschluss/-anhang

(9) Steuern vom Einkommen

Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand Mio € Ergebnis vor Ertragsteuern der fortzuführenden Geschäftsbereiche Erwarteter Ertragsteueraufwand (Steuersatz 40,0 %, Vorjahr 40,0 %) Unterschied aus der Differenz der tatsächlichen Steuersätze zum erwarteten Steuertarif Steuersatz- und Steuerrechtsänderungen Steuerfrei wirksame Erträge Steuerlich nicht wirksame Aufwendungen Effekte aus Verlustvorträgen Temporäre Differenzen, für die keine latente Steuer erfasst wurde Effektive periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge Sonstige Abweichungen Tatsächlicher Steueraufwand (10) Ergebnis aus einzustellenden Geschäftsbereichen

2007

2006 angepasst

237,1 94,8

- 731,1 - 292,4

4,5 - 5,0 - 129,9 89,7 - 48,1 - 2,2 - 6,2 3,2 0,8

73,6 - 11,1 - 96,2 370,9 9,6 37,2 35,8 2,0 129,4

Steuereffekte aus der Anpassung von Verlustvorträgen enthalten im Wesentlichen die Erträge aus der Aktivierung von Verlustvorträgen, die bisher als nicht werthaltig erachtet wurden. Mit dem Verkauf der US-Stahlservice-Gesellschaften der Preussag North America Inc. im Mai 2006 an den Finanzinvestor Platinum Equity sowie dem im Oktober 2006 erfolgten Verkauf der mehrheitlichen Beteiligung an der Wolf GmbH, einem Unternehmen der Heiz- und Klimatechnikbranche, an die Centrotec Sustainable AG hat sich der TUI Konzern von seinen letzten Industriebeteiligungen getrennt. Der TUI Konzern umfasst damit heute die beiden Kerngeschäftsfelder Touristik und Schifffahrt. Aktuell bestehen keine einzustellenden Geschäftsbereiche. Die nachfolgenden Übersichten geben einen Überblick über die Entwicklung der einzustellenden Geschäftsbereiche des Vorjahres.

Ergebnis aus einzustellenden Geschäftsbereichen

Mio € Speziallogistik Handel Sonstige Desinvestitionen Gesamt 2006

Ergebnis vor Ertragsteuern aus laufender Geschäftstätigkeit – 28,8 – 28,8

Steuern vom Ergebnis vor ErtragEinkommen und steuern aus der Steuern vom Einkommen Veräußerung sowie vom Ertrag aus der vorgenommenen Veräußerung sowie und vom Ertrag vorgenommenen aus laufender außerplanmäßigen Wertminderung Geschäftstätigkeit Wertminderungen – 9,0 – 9,0

5,3 - 12,7 7,2 - 0,2

0,1 1,1 1,3 2,5

Gesamt 5,2 6,0 5,9 17,1

Das Ergebnis aus einzustellenden Geschäftsbereichen des Vorjahres enthält sowohl das von den Gesellschaften erwirtschaftete Ergebnis nach Ertragsteuern als auch vorgenommene Wertminderungen infolge der Bewertung der Veräußerungsgruppen zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Darüber hinaus werden Erträge und Aufwendungen aus dem Verkauf sowie die hierauf entfallenden Ertragsteuereffekte im Ergebnis aus einzustellenden Bereichen ausgewiesen und dem Segment des einzustellenden Geschäftsbereichs zugeordnet. Detaillierte Angaben zu den einzustellenden Geschäftsbereichen des Vorjahres sind im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2006 erläutert. 184

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Wesentliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der einzustellenden Bereiche Mio € Umsatzerlöse Umsatzkosten Verwaltungsaufwendungen Finanzerträge Finanzaufwendungen Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen Ergebnis vor Ertragsteuern Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ergebnis nach Ertragsteuern

2007

Handel 2006

– – – – – – – – –

401,0 357,8 14,0 0,4 1,4 0,6 28,8 9,0 19,8

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 bestanden keine Vermögenswerte und Schulden aus einzustellenden Bereichen. Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit Mio € Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes Mittelfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit Mittelfluss aus der Finanzierungstätigkeit Veränderung des Finanzmittelbestandes

(11) Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis (12) Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis

2007

Handel 2006

– – – – –

0,1 - 17,4 - 2,0 18,4 - 0,9

Der auf die Aktionäre der TUI AG entfallende Anteil am Konzernergebnis erhöhte sich von - 890,3 Mio. € im Vorjahr auf ein positives Ergebnis in Höhe von 175,1 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr. Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis Mio € Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn Auf andere Gesellschafter entfallender Verlust Gesamt

2007

2006 angepasst

61,2 0,0 61,2

47,9 1,0 46,9

(13) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der TUI AG zustehenden Konzernjahresüberschuss und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Namensaktien ermittelt. Die durchschnittliche Aktienanzahl ergibt sich aus den Aktien zu Anfang des Geschäftsjahres (251 019 855 Aktien) und der zeitanteiligen Berücksichtigung der ausgegebenen Belegschaftsaktien (225 720 Aktien, 17 Tage).

185

Konzernabschluss/-anhang

Die anderen Gesellschaftern zustehenden Jahresergebnisse entfallen vornehmlich auf einbezogene Tochterunternehmen in der Sparte Touristik, hier insbesondere auf die Gesellschaften der TUI Travel PLC-Gruppe und der RIUSA II-Gruppe.



Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie tritt dann ein, wenn die durchschnittliche Aktienanzahl durch Hinzurechnung der Ausgabe potenzieller Aktien aus Options- und Wandelrechten erhöht wird. Verwässerungseffekte ergeben sich sowohl aus der im Oktober 2003 als auch aus der im Juni 2007 begebenen Wandelschuldverschreibung. Die Wandelrechte beider Anleihen sind jederzeit ausübbar. Zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses wird eine vollständige Wandlung und entsprechende Ausgabe der Aktien zu Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres unterstellt. Ein Verwässerungseffekt ergibt sich jedoch nicht im Falle eines negativen unverwässerten Ergebnisses je Aktie. Die Dividende auf das Hybridkapital wird analog IAS 33.12 mit ihrem Betrag nach Steuern von dem Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis in Abzug gebracht, da das Hybridkapital Eigenkapital darstellt, aber keinen Anteil der Aktionäre der TUI AG verkörpert. Für das Hybridkapital sind zum Bilanzstichtag 25,9 Mio. € aufgelaufene Dividendenverpflichtungen in den Finanzschulden enthalten, die im Januar 2008 ausgezahlt wurden. Ergebnis je Aktie 2007 Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis (in Mio €) Effekt der Dividende auf das Hybridkapital nach Ertragsteuern (in Mio €) Bereinigter Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis (in Mio €) Gewichtete durchschnittliche Aktienzahl Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) Bereinigter Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis (in Mio €) Zinsersparnis aus konvertierbaren Wandelschuldverschreibungen (nach Ertragsteuern) (in Mio €) Verwässerter und bereinigter Anteil der Aktionäre der TUI AG am Konzernergebnis (in Mio €) Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl Verwässerungseffekt aus unterstellter Ausübung von Wandelrechten Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl (verwässert) Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €)

2006 angepasst

175,1 - 890,3 - 23,2 - 25,2 151,9 - 915,5 251 030 397 250 742 835 0,61 - 3,65 151,9 - 915,5 27,8

15,6

179,7 - 899,9 251 030 397 250 742 835 34 011 266 19 385 785 285 041 663 270 128 620 0,61 - 3,65

Da beide Wandelanleihen im Geschäftsjahr 2007 keine verwässernde Wirkung erzeugen, sind das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie identisch.

186

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte Mio € Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand zum 1.1. Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Zugänge Abgänge1) Umbuchungen2) Stand zum 31.12. Abschreibungen Stand zum 1.1. Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Wertminderungen des laufenden Jahres Abgänge1) Umbuchungen Stand zum 31.12. Buchwerte Stand zum 31.12.

2007

2006

3 851,7 - 203,8 1 332,5 36,5 1 535,5 - 94,3 3 387,1 –­

3 836,2 29,1 0,1 9,1 18,4 - 4,4 3 851,7 –

716,9 - 25,8 – 20,0 292,1 - 90,2 328,8

0,0 7,4 – 709,5 – – 716,9

3 058,3

3 134,8

1) Davon

keine Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen (Vorjahr: 6,6 Mio. € bzw. 0,0 Mio. €). enthalten ist ein Zugang aus einem im Vorjahr unter den geleisteten Anzahlungen erfassten Betrag in Höhe von 26,6 Mio. €.

2) Darin

Entsprechend IFRS 5 werden Vermögenswerte der einzustellenden Bereiche sowie weitere zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte als Veräußerungsgruppe in der Bilanz zusammengefasst. Umgliederungen von Geschäfts- oder Firmenwerten, die im Laufe des Geschäftsjahres als zur Veräußerung bestimmt wurden, sind als Umbuchungen dargestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 20,0 Mio. € (Vorjahr: 709,5 Mio. €) vorzunehmen, die vollumfänglich auf die Magic Life-Gruppe entfallen. Detaillierte Angaben zur Durch­ führung bzw. zu den Ergebnissen der Werthaltigkeitstests werden unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bzw. unter Ziffer 4 dargestellt. Entsprechend den Vorschriften des IAS 21 wurden die den einzelnen Segmenten und Bereichen zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte in der Funktionalwährung der Tochterunternehmen bilanziert und im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses umgerechnet. Differenzen auf Grund von Wechselkursschwankungen zwischen dem Währungskurs zum Erwerbszeitpunkt des Tochterunternehmens und dem Währungskurs zum Bilanzstichtag werden analog zu anderen Differenzen aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen erfolgs­ neutral behandelt und gesondert im Eigenkapital ausgewiesen. Währungsdifferenzen verringerten den Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte im Geschäftsjahr 2007 um 178,0 Mio. € (Vorjahr Erhöhung um 21,7 Mio. €). 187

Konzernabschluss/-anhang

(14) Geschäfts- oder

Aus der Fusion der TUI Touristik-Sparte (ohne den Bereich TUI Hotels & Resorts) mit der First Choice Holidays PLC und der daraus resultierenden Erstkonsolidierung der TUI Travel PLC entsteht im Geschäftsjahr 2007 ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1 227,7 Mio. €. Gleichzeitig entsteht aus der Einbringung der touristischen Gesellschaften des TUI Konzerns in die TUI Travel PLC ein Abgang des Geschäftsoder Firmenwertes in Höhe von 1 242,9 Mio. €. Im Vorjahr resultierte aus Verkäufen von Tochterunternehmen ein Abgang von Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von 18,4 Mio. €. Im Segment Touristik entfällt der wesentliche Teil der ausgewiesenen Geschäftsoder Firmenwerte (2 522,3 Mio. €) auf den Bereich der TUI Travel PLC. Im Bereich der TUI Hotels & Resorts wird für die Riu-Gruppe ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 356,8 Mio. € ausgewiesen. Auf das Segment Schifffahrt entfällt ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 100,6 Mio. €. Der im laufenden Geschäftsjahr durch den Erwerb von Minderheitenanteilen entstandene Unterschiedsbetrag in Höhe von 22,5 Mio. € (Vorjahr 0,9 Mio. €) wurde direkt mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. (15) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Sonstige immaterielle Vermögenswerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

Selbst­ erstellte Software

Transportund Leasingverträge

Kundenstamm

Geleistete Anzahlungen

Gesamt

Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand zum 1.1.2006 Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2006 Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2007

318,0 0,8 1,6 30,9 80,7 14,7 285,3 - 54,9 516,1 40,3 18,0 9,8 778,6

318,2 - 9,5 – 11,7 219,2 - 11,4 89,8 - 12,9 94,1 7,5 0,6 - 7,1 170,8

578,3 - 58,6 – – – - 66,9 452,8 - 39,1 120,6 – – – 534,3

139,1 - 14,1 2,2 – – - 21,2 106,0 - 32,6 286,3 9,2 – – 368,9

2,9 – – 3,3 0,2 - 2,0 4,0 – – 7,0 – - 2,9 8,1

1 356,5 - 81,4 3,8 45,9 300,11) - 86,8 937,9 - 139,5 1 017,1 64,0 18,62) - 0,2 1 860,7

Abschreibungen Stand zum 1.1.2006 Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Abschreibungen des laufenden Jahres Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2006 Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Abschreibungen des laufenden Jahres Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2007

225,5 0,6 – 39,0 71,1 11,5 205,5 - 12,5 0,3 42,7 17,4 6,3 224,9

253,1 - 10,0 – 16,4 185,0 - 11,0 63,5 - 8,1 45,1 10,7 0,2 - 6,4 104,6

9,0 - 3,6 – 50,2 – - 2,2 53,4 - 5,0 – 47,0 – – 95,4

5,5 - 1,0 – 8,1 – - 2,0 10,6 - 3,3 – 54,7 – – 62,0

0,0 – – – – – 0,0 – – – – – 0,0

493,1 - 14,0 – 113,7 256,11) - 3,7 333,0 - 28,9 45,4 155,1 17,62) - 0,1 486,9

Buchwerte Stand zum 31.12.2006 Buchwerte Stand zum 31.12.2007

79,8 553,7

26,3 66,2

399,4 438,9

95,4 306,9

4,0 8,1

604,9 1 373,8

Mio €

1) 2)

davon Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen 200,0 Mio. € bzw. 159,7 Mio. € davon Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen 2,8 Mio. € bzw. 2,1 Mio. €

188

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Bei der selbsterstellten Software handelt es sich um Computerprogramme für touristische Anwendungen, die ausschließlich konzernintern genutzt werden. Die infolge der Fusion mit der First Choice Holidays-Gruppe erworbenen sonstigen immateriellen Vermögenswerte, die insbesondere auf Markenrechte sowie auf Kunden­ stämme entfallen, werden jeweils entsprechend dem Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens planmäßig auf Grundlage des den jeweiligen Vermögenswert bestimmenden Vorteils pro Jahr abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer beträgt danach für die Markenrechte zwischen 15 und 20 Jahre sowie für den Kundenstamm 2 und 15 Jahre. Außerplanmäßige Wertminderungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 3,6 Mio. € (Vorjahr: 8,3 Mio. €) vorgenommen, die auf Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte entfallen. Zuschreibungen zu den sonstigen immateriellen Vermögenswerten wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen.

gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Mio €

2007

2006

Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand zum 1.1. Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.

157,1 – – 7,4 21,8 - 2,0 140,7

144,5 – – 7,5 11,0 16,1 157,1

Abschreibungen Stand zum 1.1. Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Abschreibungen des laufenden Jahres Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.

61,4 – – 6,9 18,0 - 0,1 50,2

54,3 – – 11,0 8,9 5,0 61,4

Buchwerte Stand zum 31.12.

90,5

95,7

Die im Konzerneigentum stehenden Immobilien werden grundsätzlich im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit selbst genutzt. Daneben hält der Konzern Gewerbeimmobilien und Mietwohnungen, die als Finanzinvestitionen im Sinne des IAS 40 gelten. Der im Anlagevermögen ausgewiesene Buchwert dieser Immobilien beträgt 90,5 Mio. € (Vorjahr 95,7 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte von insgesamt 99,0 Mio. € (Vorjahr 104,3 Mio. €) wurden ohne Einschaltung eines externen Gutachters durch die Immobiliengesellschaften des Konzerns mittels vergleichbarer Marktmieten berechnet. Bei Objekten, bei denen bereits ein Kaufvertrag vorlag, wurde als Zeitwert der Verkaufspreis angesetzt. Aus den als Finanzinvestition ge­­ haltenen Immobilien wurden insgesamt Erlöse in Höhe von 43,6 Mio. € (Vorjahr 41,3 Mio. €) erzielt. Die mit der Erzielung der Erlöse verbundenen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2007 betrugen 44,7 Mio. € (Vorjahr 38,7 Mio. €). Außerplanmäßige Wertminderungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind in Höhe von 3,9 Mio. € (Vorjahr: 7,4 Mio. €) erfasst worden.

189

Konzernabschluss/-anhang

(16) Als Finanzinvestition

(17) Sachanlagen

Sachanlagen

Mio € Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand zum 1.1.2006 Erstmalige Anwendung des IAS 23 Angepasster Stand zum 1.1.2006 Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2006 Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2007

Sonstige Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücke Grundstücken mit Hotels

Flugzeuge

1 102,2 8,7 1 110,9 - 32,5 28,2 92,5 7,8 - 27,8 1 163,5 - 36,7 10,0 128,1 1,6 21,1 1 284,4

612,9 – 612,9 0,2 6,8 11,5 89,7 - 3,7 538,0 - 16,4 137,4 55,5 17,5 - 32,4 664,6

2 246,8 – 2 246,8 18,6 – 180,1 242,7 113,8 2 316,6 - 78,6 134,0 43,8 158,9 – 2 256,9

Abschreibungen Stand zum 1.1.2006 Erstmalige Anwendung des IAS 23 Angepasster Stand zum 1.1.2006 Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Abschreibung des laufenden Jahres Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2006 Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Abschreibung des laufenden Jahres Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2007

232,6 1,0 233,6 - 2,6 9,7 66,5 3,9 - 9,3 294,0 - 4,5 – 75,8 3,0 1,0 363,3

212,5 – 212,5 1,1 1,3 12,3 51,3 - 2,5 173,4 - 8,3 58,4 17,7 14,3 1,6 228,5

929,2 – 929,2 12,1 – 159,7 128,5 – 972,5 - 47,1 62,9 164,9 113,5 – 1 039,7

Buchwerte Stand zum 31.12.2006 Buchwerte Stand zum 31.12.2007

869,5 921,1

364,6 436,1

1 344,1 1 217,2

1) 2)

davon Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen 210,6 Mio. € bzw. 141,5 Mio. € davon Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen 8,6 Mio. € bzw. 6,0 Mio. €

Der Buchwert des Sachanlagevermögens, das Eigentumsbeschränkungen unterliegt, beträgt zum Bilanzstichtag 79,1 Mio. € (Vorjahr 16,2 Mio. €). Hiervon sind 79,1 Mio. € (Vorjahr 14,4 Mio. €) als Sicherheit verpfändet. Im Konzern wurden bei den Sachanlagen Zuschreibungen in Höhe von 3,3 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) vorgenommen; die außerplanmäßigen Wertminderungen betrugen 45,5 Mio. € und entfallen im Wesentlichen mit 38,2 Mio. € auf Grundstücke mit Hotels sowie mit 3,5 Mio. € auf Flugzeuge.

190

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts­ ausstattung

Anlagen in Bau

Geleistete Anzahlungen

Gesamt

3 175,7 – 3 175,7 - 67,5 – 120,4 566,2 0,3 2 662,7 - 32,9 231,5 269,2 71,2 21,8 3 081,1

881,1 – 881,1 4,0 – 38,1 81,1 – 842,1 - 0,7 – 74,7 52,3 1,2 865,0

332,5 – 332,5 - 9,5 – 16,3 55,5 - 81,9 201,9 0,4 – 18,2 8,5 3,2 215,2

1 182,9 – 1 182,9 - 10,4 15,2 119,3 264,5 - 1,7 1 040,8 - 42,2 201,9 82,6 88,2 3,7 1 198,6

71,1 1,5 72,6 - 0,4 – 32,6 4,1 - 21,0 79,7 - 0,2 3,8 87,8 0,4 - 28,4 142,3

148,7 2,1 150,8 0,6 0,1 81,6 10,5 - 92,2 130,4 – – 248,5 57,2 - 30,9 290,8

9 753,9 12,3 9 766,2 - 96,9 50,3 692,4 1 322,11) - 114,2 8 975,7 - 207,3 718,6 1 008,4 455,82) - 40,7 9 998,9

1 111,6 – 1 111,6 - 5,0 – 158,0 115,3 - 10,0 1 139,3 - 2,6 45,9 155,6 62,7 – 1 275,5

408,0 – 408,0 4,0 – 57,2 33,0 10,0 446,2 - 0,2 59,2 48,0 0,5 457,7

190,7 – 190,7 - 5,7 – 21,9 42,4 - 51,3 113,2 0,1 – 15,3 7,7 – 120,9

787,1 – 787,1 - 11,9 11,7 121,7 227,6 - 6,0 675,0 - 30,4 142,5 102,9 76,1 - 6,8 807,1

0,0 – 0,0 – – – – – 0,0 – – – – – 0,0

0,0 – 0,0 – – – – – 0,0 – – – – – 0,0

3 871,7 1,0 3 872,7 - 8,0 22,7 597,3 602,01) - 69,1 3 813,6 - 93,0 309,7 591,4 325,32) - 3,7 4 292,7

1 523,4 1 805,6

395,9 407,3

88,7 94,3

365,8 391,5

79,7 142,3

130,4 290,8

5 162,1 5 706,2

Die Umbuchungen enthalten mit 16,3 Mio. € bzw. 3,8 Mio. € die Umgliederung der zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte. Dabei handelt es sich im Geschäftsjahr 2007 im Wesentlichen um die Appartements einer Hotelanlage. Im Sachanlagevermögen sind alle gemieteten Vermögenswerte enthalten, bei denen Konzerngesellschaften über das wirtschaftliche Eigentum an den Vermögenswerten verfügen.

191

Konzernabschluss/-anhang

Schiffe

Container und Container- Technische Anlagen Sattelauflieger und Maschinen

Entwicklung der gemieteten Vermögenswerte Mio €

Gebäude Flugzeuge

Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand zum 1.1.2006 Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2006 Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2007 Abschreibungen Stand zum 1.1.2006 Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Abschreibung des laufenden Jahres Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2006 Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Abschreibung des laufenden Jahres Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2007 Buchwerte Stand zum 31.12.2006 Buchwerte Stand zum 31.12.2007 1) 2)

Schiffe Container Sonstiges

Gesamt

10,8 – – 0,4 – – 11,2 – – 6,6 – – 17,8

471,2 3,9 – 0,2 – 40,2 515,5 - 15,2 4,8 – 22,2 – 482,9

60,9 – – 70,5 131,4 – 0,0 - 2,7 27,1 0,6 0,9 – 24,1

9,3 - 0,9 – 2,3 – 0,3 11,0 - 1,2 – – – – 9,8

21,6 - 0,3 – 3,5 17,3 - 0,3 7,2 - 0,4 17,8 8,7 0,2 – 33,1

573,8 2,7 0,0 76,9 148,71) 40,2 544,9 - 19,5 49,7 15,9 23,32) 0,0 567,7

2,2 – – 0,2 – – 2,4 – – 0,3 – – 2,7

108,7 1,9 – 40,9 – 39,8 191,3 - 8,4 3,5 39,0 11,5 – 213,9

1,9 – – 5,3 7,2 – 0,0 - 0,7 7,9 0,3 0,1 – 7,4

2,7 0,3 – 0,8 – 0,3 4,1 - 0,5 – 0,9 – – 4,5

14,3 – – 4,0 14,8 - 0,3 3,2 - 0,3 13,0 1,3 0,3 – 16,9

129,8 2,2 0,0 51,2 22,01) 39,8 201,0 - 9,9 24,4 41,8 11,92) 0,0 245,4

8,8 15,1

324,2 269,0

0,0 16,7

6,9 5,3

4,0 16,2

343,9 322,3

davon Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen 7,8 Mio. € bzw. 6,2 Mio. € davon keine Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen

Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind als Verbindlichkeit passiviert, wobei der zukünftige Zinsaufwand jedoch unberücksichtigt bleibt. Die Summe aller in Zukunft zu leistenden Zahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen beträgt 292,4 Mio. € (Vorjahr 346,7 Mio. €). Für die geleasten Vermögenswerte haben Konzerngesellschaften Restwertgarantien in Höhe von 137,1 Mio. € (Vorjahr 135,1 Mio. €) übernommen.

192

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Überleitung der zukünftig zu leistenden Leasingraten zu den Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen

Mio € Summe der zukünftig zu leistenden Leasingraten Zinsanteil Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen

bis 1 Jahr

Restlaufzeiten über 1-5 über 5 Jahre Jahre

31.12.2007

31.12.2006

Gesamt

Gesamt

35,1 11,0

234,1 24,1

23,2 0,9

292,4 36,0

346,7 55,6

24,1

210,0

22,3

256,4

291,1

Die Gesellschaften des Konzerns sind jedoch nicht nur Leasingnehmer, sondern treten auch als Leasinggeber aus Finanzierungsleasingverträgen auf. In geringem Umfang vermietet der Konzern eigene Flugzeuge im Wege des Finanzierungsleasings an konzernfremde Dritte. Überleitung der zukünftig zu erhaltenden Leasingraten zu den Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen

Mio € Summe der zukünftig zu erhaltenden Leasingraten Zinsanteil Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen

bis 1 Jahr

Restlaufzeiten über 1-5 über 5 Jahre Jahre

31.12.2007

31.12.2006

Gesamt

Gesamt

6,6 –

– –

– –

6,6 –

10,1 0,5

6,6

0,0

0,0

6,6

9,6

Konzernabschluss/-anhang

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erzielten die Gesellschaften des Konzerns Umsatzerlöse in Höhe von 29,0 Mio. € (Vorjahr 34,9 Mio. €) aus der kurzfristigen Vermietung und Verpachtung von Immobilienvermögen.

193

(18) Nach der Equity-Methode

Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen

bewertete Unternehmen Mio € Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand zum 1.1.2006 Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2006 Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2007 Abschreibungen Stand zum 1.1.2006 Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Abschreibung des laufenden Jahres Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2006 Währungsangleichung Zugänge Konsolidierungskreisänderung Abschreibung des laufenden Jahres Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2007 Buchwerte Stand zum 31.12.2006 Buchwerte Stand zum 31.12.2007 1) 2)

Nach der Equity-Methode bewertete Gemeinschafts­ assoziierte unternehmen Unternehmen

Gesamt

310,9 - 4,1 15,4 53,2 42,4 12,4 345,4 - 7,0 51,0 62,6 23,2 3,0 431,8

61,8 - 0,6 3,1 11,9 3,6 - 7,0 65,6 1,4 – 61,9 10,8 - 5,9 112,2

372,7 - 4,7 18,5 65,1 46,01) 5,4 411,01) - 5,6 51,0 124,5 34,02) - 2,9 544,0

0,0 – – 3,3 – – 3,3 – – – – – 3,3

0,0 – – – – – 0,0 – – – – – 0,0

0,0 0,0 0,0 3,3 0,0 0,0 3,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 3,3

342,1 428,5

65,6 112,2

407,7 540,7

davon keine Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen davon Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen 6,0 Mio. €

Die anteiligen Jahresergebnisse der nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden unter den Zugängen und Abgängen ausgewiesen, während Wertminderungen von Equity-Gesellschaften als Wertberichtigung dargestellt werden. Bei assoziierten Unternehmen sowie bei Unternehmen, die der Konzern gemeinschaftlich mit anderen Partnern führt (Gemeinschaftsunternehmen), entspricht die Anteilsquote des Konzerns dem Anteil an den einzelnen Vermögenswerten und Schulden der Gemeinschaftsunternehmen. Konzernanteil an den Vermögenswerten und Schulden der Gemeinschaftsunternehmen Mio € Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Equity-Bewertung Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten Nach der Equity-Methode bewertete Gemeinschaftsunternehmen

194

31.12.2007

31.12.2006

41,0 492,2 156,3 136,5 124,5 428,5

36,8 458,5 118,0 160,0 111,2 342,1

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Konzernanteil an den Vermögenswerten und Schulden der assoziierten Unternehmen Mio € Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Equity-Bewertung Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten Nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen

(19) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

31.12.2007

31.12.2006

11,2 173,6 69,6 106,7 35,5 112,2

15,5 103,9 51,5 61,0 44,3 65,6

31.12.2007

31.12.2006

37,7 50,8 33,4 121,9

49,5 45,5 28,1 123,1

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Mio € Anteile an verbundenen nicht konsolidierten Tochterunternehmen Beteiligungen Sonstige Wertpapiere Gesamt

Liegt für gehaltene Anteile kein auf einem aktiven Markt notierter Marktpreis vor und liefern andere Methoden zur Ermittlung eines objektivierbaren Marktwertes keine verlässlichen Ergebnisse, werden die Anteile zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im Geschäftsjahr 2007 wurden finanzielle Vermögenswerte der IFRS 7 Klasse zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 15,9 Mio. € (Vorjahr 5,1 Mio. €) wertgemindert. Bei den ausgewiesenen Wertpapieren handelt es sich in Höhe von 13,7 Mio. € (Vorjahr 5,8 Mio. €) um kurzfristige Wertpapiere. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 31.12.2007

Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Mio € Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Herausgelegte Kredite und Forderungen Sonstige Forderungen und Vermögenswerte Gesamt

31.12.2006

Restlaufzeit über 1 Jahr

Gesamt

Gesamt

Restlaufzeit über 1 Jahr

– 299,6 109,2 408,8

1 069,5 935,9 899,7 2 905,1

887,8 589,1 652,8 2 129,7

– 285,3 66,4 351,7

Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen beruht im Wesentlichen auf der erstmaligen Einbeziehung der First Choice Holidays-Gruppe in den Konzernabschluss.

Konzernabschluss/-anhang

(20) Forderungen aus

195

Altersstruktur der Finanzinstrumente aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen davon nicht wertberichtigt und in den davon folgenden Zeitbändern überfällig weder Buchwert zwischen zwischen Finanz- überfällig über 181 instru- noch wert- weniger als 30 und 90 91 und 180 Tagen Tage Tagen 29 Tage mente berichtigt

Mio € 31.12.2007 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Herausgelegte Kredite und Forderungen Sonstige Forderungen und Vermögenswerte Gesamt

1 069,5 214,5 306,7 1 590,7

672,5 214,1 286,4 1 173,0

200,9 0,4 6,3 207,6

126,6 – 4,5 131,1

55,9 – 2,7 58,6

13,6 – 6,8 20,4

31.12.2006 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Herausgelegte Kredite und Forderungen Sonstige Forderungen und Vermögenswerte Gesamt

887,8 250,8 189,9 1 328,5

369,0 250,4 167,1 786,5

345,9 0,3 6,8 353,0

149,1 – 2,7 151,8

18,1 – 4,6 22,7

5,7 0,1 8,7 14,5

Für die unter den weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen ausge­ wiesenen Beträgen bestehen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Im Geschäftsjahr 2007 wurden finanzielle Vermögenswerte der IFRS 7 Klasse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen in Höhe von 31,1 Mio. € (Vorjahr 36,3 Mio. €) wertgemindert. Zahlungszuflüsse aus wertgeminderten verzinslichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen ergaben sich in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr 4,5 Mio. €). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Mio € Gegen fremde Dritte Gegen verbundene nicht konsolidierte Unternehmen Gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Gesamt

31.12.2007

31.12.2006

1 060,6 0,6 8,3 1 069,5

879,5 2,3 6,0 887,8

Herausgelegte Kredite und Forderungen

Mio € Kreditforderungen gegen verbundene nicht konsolidierte Unternehmen Ausleihungen gegen verbundene nicht konsolidierte Unternehmen Kreditforderungen gegen Beteiligungs­ unternehmen Ausleihungen gegen Beteiligungsunternehmen Kreditforderungen gegen Dritte Ausleihungen gegen Dritte Geleistete Anzahlungen Gesamt

31.12.2007

31.12.2006

Restlaufzeit über 1 Jahr

Gesamt

Gesamt

Restlaufzeit über 1 Jahr

2,9

7,3

9,3

4,5

1,3

2,1

1,2

1,2

2,9 1,0 14,5 50,9 226,1 299,6

16,7 6,8 64,4 133,0 705,6 935,9

16,4 9,7 66,3 176,2 310,0 589,1

0,9 1,1 13,3 150,9 113,4 285,3

Die geleisteten Anzahlungen betreffen hauptsächlich branchenübliche Vorauszahlungen für zukünftige touristische Leistungen, insbesondere für Hotelleistungen sowie für bestellte Flugzeuge. 196

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 31.12.2007 Mio € Übrige Forderungen gegen verbundene nicht konsolidierte Unternehmen Beteiligungsunternehmen Zinsabgrenzungen Forderungen aus Finanzierungsleasing Ansprüche aus der Erstattung sonstiger Steuern Übrige Vermögenswerte Rechnungsabgrenzungsposten Gesamt

31.12.2006

Restlaufzeit über 1 Jahr

Gesamt

Gesamt

Restlaufzeit über 1 Jahr

2,5 0,1 – – 6,9 98,2 1,5 109,2

4,9 9,9 55,1 6,6 134,9 378,3 310,0 899,7

4,8 8,7 15,8 9,6 86,5 221,6 305,8 652,8

2,0 2,8 3,9 7,2 9,6 38,8 2,1 66,4

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten vor allem abgegrenzte Aufwendungen für Rückflüge, die nach dem Bilanzstichtag durchgeführt werden, sowie abgegrenzte Mietaufwendungen. Im Geschäftsjahr 2007 wurden zur Absicherung vertraglich festgelegter Verbindlichkeiten, finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 9,1 Mio. € (Vorjahr 15,8 Mio. €) bei Vertragspartnern hinterlegt. (21) Derivative

Derivative Finanzinstrumente 31.12.2007

Finanzinstrumente Mio € Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten

31.12.2006

Restlaufzeit über 1 Jahr

Gesamt

Gesamt

Restlaufzeit über 1 Jahr

28,8

441,9

84,0

7,8

Die derivativen Finanzinstrumente werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Markt­ wert) angesetzt Sie dienen im Wesentlichen der Absicherung des zukünftigen operativen Geschäftes und werden innerhalb der Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten detailliert dargestellt.

Ertragsteueransprüche

Die Ermittlung der latenten und effektiven Ertragsteuern werden im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden detailliert erläutert. Ertragsteueransprüche Mio € Latente Ertragsteueransprüche Effektive Ertragsteueransprüche Gesamt

31.12.2007

31.12.2006

192,3 42,0 234,3

275,6 23,4 299,0

Von den latenten Ertragsteueransprüchen realisieren sich 145,9 Mio. € (Vorjahr 200,2 Mio. €) in mehr als zwölf Monaten. Konzernabschluss/-anhang

(22) Latente und effektive

197

Bilanzierte aktive und passive latente Steuern nach Sachverhalten 31.12.2007 Mio € Finanzierungsleasingtransaktionen Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei Sachanlagevermögen und sonstigen langfristigen Vermögenswerten Ansatzunterschiede bei Forderungen und sonstigen Vermögenswerten Marktbewertung von Finanzinstrumenten (davon erfolgsneutral) Bewertung von Pensionsrückstellungen (davon erfolgsneutral) Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei übrigen Rückstellungen Sonstige Transaktionen Aktivierte Steuerersparnisse aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern Bilanzansatz

31.12.2006

Aktivisch

Passivisch

Aktivisch

angepasst Passivisch

20,9



28,1



31,9

463,9

85,2

371,5

25,5 108,7 (108,6) 123,9 (94,8)

30,1 180,0 (99,2) 7,9 (6,5)

66,8 104,6 (91,3) 193,3 (166,0)

46,9 87,0 (15,5) 21,6 (0,2)

70,7 62,4

39,3 41,8

96,4 87,6

65,5 40,3

265,8 - 517,5 192,3

– - 517,5 245,5

188,8 - 575,2 275,6

– - 575,2 57,6

Erfolgsneutrale latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Behandlung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen, aus der Bewertung von zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken eingesetzten Derivaten sowie aus der Emission der Wandelanleihe. Das Eigenkapital verminderte sich durch die erfolgsneutrale Verrechnung von latenten Steuern im Geschäftsjahr 2007 um 168,3 Mio. € (Vorjahr + 64,7 Mio. €). Daneben erhöhte sich das Eigenkapital durch die Verrechnung latenter Steuern um 13,4 Mio. €, die im Rahmen der Erstkonsolidierung der First Choice Holidays-Gruppe erworben wurden. Somit verminderte sich das Eigenkapital aus diesem Sachverhalt im Geschäftsjahr 2007 um insgesamt 154,9 Mio. €. Keine latenten Steuerverbindlichkeiten wurden für temporäre Differenzen in Höhe von 40,3 Mio. € (Vorjahr 104,0 Mio. €) zwischen dem Nettovermögen und dem steuerlichen Buchwert von Tochterunternehmen angesetzt, da mit einer Umkehr der temporären Differenzen in näherer Zukunft nicht zu rechnen ist. Aktivierte Verlustvorträge und Vortragsfähigkeit nicht aktivierter Verlustvorträge Mio € Aktivierte Verlustvorträge Nicht aktivierte Verlustvorträge davon innerhalb eines Jahres verfallbare Verlustvorträge davon zwischen zwei und fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge davon in mehr als fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge (ohne unverfallbare Verlustvorträge) Unverfallbare Verlustvorträge Gesamtsumme noch nicht genutzter Verlustvorträge

31.12.2007

31.12.2006

1 429,9 2 649,5 10,9 125,4

807,1 4 234,4 21,8 96,3

0,9 2 512,3 4 079,4

2,1 4 114,2 5 041,5

Der Rückgang der noch nicht genutzten Verlustvorträge beruht auf einer Änderung der Ermittlungstechnik zur Bestimmung der noch bestehenden Verlustvorträge. Bei Anwendung dieser Vorgehensweise mindert sich der ausgewiesene Vorjahresbetrag für noch nicht genutzte Verlustvorträge um 578,7 Mio. €. Potenzielle Steuerersparnisse in Höhe von insgesamt 480,8 Mio. € (Vorjahr 841,4 Mio. €) wurden nicht aktiviert, da die Nutzung der zu Grunde liegenden Verlustvorträge im Planungszeitraum nicht wahrscheinlich ist. 198

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Es ergaben sich im Geschäftsjahr 2007 Steuerminderungen von 2,6 Mio. € (Vorjahr 1,6 Mio. €) aus der Nutzung von Verlustvorträgen, die bislang als nicht realisierbar eingeschätzt wurden und für die somit in Vorjahren kein Vermögenswert für die daraus möglichen Steuerersparnisse angesetzt wurde. Im Geschäftsjahr 2007 konnten wie bereits im Vorjahr keine Steuerminderungen durch Verlustrückträge realisiert werden. Entwicklung der aktivierten Steuerersparnisse aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen Mio € Aktivierte Steuerersparnis zu Beginn des Geschäftsjahres Veränderung des Konsolidierungskreises und Währungsangleichung Nutzung von Verlustvorträgen Aktivierung von Steuerersparnissen aus Verlustvorträgen Wertberichtigung auf aktivierte Steuerersparnisse aus Verlustvorträgen Aktivierte Steuerersparnisse zum Ende des Geschäftsjahres

2007

2006

188,8 - 1,8 - 38,9 + 175,7 - 58,0 265,8

133,8 - 0,9 - 10,3 + 80,1 - 13,9 188,8

Die aktivierten Steuerersparnisse aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 77,0 Mio. € erhöht. Die Wertberichtigung auf aktivierte Steuerersparnisse umfasst im Wesentlichen den Effekt aus der Änderung des inländischen latenten Steuersatzes im Geschäftsjahr 2007. Der aktivierte latente Steueranspruch aus temporären Differenzen und nutzbaren Verlustvorträgen des – durch die Reorganisation der deutschen in die TUI Travel PLC eingebrachten Gesellschaften – neu entstandenen inländischen Organkreises in Höhe von 80,7 Mio. € ist unabhängig von laufenden steuerlichen Verlusten durch künftig erwartete zu versteuernde Ergebnisse gedeckt. (23) Vorräte

Vorräte Mio € Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Unfertige Erzeugnisse Fertige Erzeugnisse und Waren Gesamt

31.12.2007

31.12.2006

165,4 2,6 40,7 208,7

102,1 3,5 23,7 129,3

Im Geschäftsjahr 2007 waren ebenso wie im Vorjahr keine Vorräte zum Nettover­ äußerungswert anzusetzen. Sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr als auch im Vorjahr wurden keine Zuschreibungen auf Vorräte vorgenommen. Finanzmittel Mio € Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestand und Schecks Gesamt

31.12.2007

31.12.2006

1 586,0 28,0 1 614,0

667,5 21,2 688,7

Die Finanzmittel unterliegen zum 31. Dezember 2007 Verfügungsbeschränkungen in Höhe von 0,2 Mrd. €. (25) Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte Mio € Sonstige langfristige Vermögenswerte

31.12.2007

31.12.2006

8,8

171,4

199

Konzernabschluss/-anhang

(24) Finanzmittel

Entsprechend den Vorschriften des IFRS 5 sind Vermögenswerte von einzustellen­den Bereichen sowie diejenigen langfristigen Vermögenswerte, für die es eine konkrete Verkaufsabsicht gibt, als Veräußerungsgruppe in einer Bilanzposition zusammen­ zufassen. Im Geschäftsjahr 2007 enthält dieser Posten neben geringfügigen zum Verkauf bestimmten Grundstücken und Gebäuden insbesondere 53 Appartements einer Hotelanlage, die nach ihrer Renovierung in 2008 verkauft werden sollen. Im Geschäftsjahr 2006 wurden als Veräußerungsgruppe insbesondere die wesentlichen Wirtschaftsgüter der Montreal Gateway Terminals definiert. Darüber hinaus wurden die durch Hapag-Lloyd gehaltene Minderheitsbeteiligung an der „Germanischer Lloyd AG“ und ein Hotel der RIUSA II-Gruppe zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte ausgewiesen. Sämtliche dieser Vermögenswerte wurden im Geschäftsjahr 2007 veräußert.

Konzerneigenkapital

Mio € Stand zum 31.12.2005 Erstmalige Anwendung IAS 23 Stand zum 1.1.2006 Dividendenzahlungen Dividende Hybridkapital Ausgabe von Belegschaftsaktien Reklassifizierung von Wandelrechten Erstkonsolidierung Entkonsolidierung Auswirkungen aus Erwerb von Minderheiten Auswirkungen aus Stillhalterposition aus einer Option auf Minderheitenanteile Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen vor Ertragsteuern Direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerpositionen Konzernergebnis Stand zum 31.12.2006 Änderung von Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden Stand zum 1.1.2007 Dividendenzahlungen Dividende Hybridkapital Ausgabe Wandelanleihe Ausgabe von Belegschaftsaktien Erstkonsolidierung Auswirkung aus Sukzessiverwerb Auswirkungen aus Erwerb von Minderheiten Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen vor Ertragsteuern Direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerpositionen Konzernergebnis Stand zum 31.12.2007

Unterschiede aus der Währungs­ Neubewertungsumrechnung rücklage

Gezeichnetes Kapital (26)

KapitalRücklage (27)

Andere Gewinnrücklagen

641,0 – 641,0 – – 0,7 – – – –

2 385,0 – 2 385,0 – – 4,1 11,7 – – –

1 594,8 5,7 1 600,5 - 189,0 - 27,4 – – – - 11,7 - 0,9

- 393,8 – - 393,8 – – – – – – –

21,9 – 21,9 – – – – – – –





- 45,1









- 11,8

- 130,3



– 641,7

- 4,6 – 2 396,2

– - 890,3 424,3

– – - 524,1

– – 21,9

– 641,7 – – – 0,6 – – –

– 2 396,2 – – 119,7 3,9 – – –

- 15,2 409,1 - 24,8 - 25,9 – – - 476,1 - 23,2

– - 524,1 – – – – – – –

– 21,9 – – – – - 0,5 1,1 –





175,7

- 77,8



– – 642,3

- 47,9 – 2 471,9

- 51,9 189,0 171,9

– – - 601,9

– – 22,5

Die erfolgswirksam im Eigenkapital berücksichtigten Erträge und Aufwendungen werden gesondert in der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen dargestellt. 200

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

(26) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der TUI AG besteht aus nennwertlosen Stückaktien, die jeweils in gleichem Umfang am Grundkapital beteiligt sind. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt rund 2,56 €. Im Juli des Ge­­schäfts­jahres 2005 wurden die bisherigen Inhaberaktien auf Namensaktien umgestellt. Das in den Handelsregistern der Amtsgerichte Berlin-Charlottenburg und Hannover eingetragene gezeichnete Kapital der TUI AG stieg infolge der Begebung von 225 720 Belegschaftsaktien um 0,6 Mio. € auf insgesamt 642,3 Mio. €. Zum Ende des Geschäftsjahres setzt sich das gezeichnete Kapital damit aus 251 245 575 Aktien zusammen (Vorjahr 251 019 855 Aktien).

Rücklage für Wertänderungen von Finanzinstrumenten

Rücklage gemäß IAS 19 Gewinnrücklagen (28)

Hybridkapital (29)

Eigenkapital vor Minderheiten

Anteile anderer Gesellschafter (30)

Gesamt

71,2 – 71,2 – – – – – – –

- 510,3 – - 510,3 – – – – – 11,7 –

783,8 5,7 789,5 - 189,0 - 27,4 – – – – - 0,9

294,8 – 294,8 – – – – – – –

4 104,6 5,7 4 110,3 - 189,0 - 27,4 4,8 11,7 – – - 0,9

262,2 3,4 265,6 - 19,0 – – – 8,4 - 11,3 0,9

4 366,8 9,1 4 375,9 - 208,0 - 27,4 4,8 11,7 8,4 - 11,3 –





- 45,1



- 45,1



- 45,1

- 328,9

176,0

- 295,0



- 295,0

- 12,7

- 307,7

120,8

- 51,8

- 136,9

- 374,4

69,0 - 890,3 - 589,2

– – 294,8

64,4 - 890,3 2 743,5

0,3 46,9 279,1

64,7 - 843,4 3 022,6

– - 136,9 – – – – 33,6 – –

– - 374,4 – – – – 173,8 – –

- 15,2 - 604,4 - 24,8 - 25,9 – – - 269,2 1,1 - 23,2

– 294,8 – – – – – – –

- 15,2 2 728,3 - 24,8 - 25,9 119,7 4,5 - 269,2 1,1 - 23,2

– 279,1 - 7,1 – – – - 10,6 - 0,4

- 15,2 3 007,4 - 31,9 - 25,9 119,7 4,5 - 279,8 1,1 - 23,6

44,1

153,6

295,6



295,6

- 10,9

284,7

5,3

- 73,8

- 53,9

- 120,8

- 120,4 189,0 - 582,2

– – 294,8

- 168,3 189,0 2 826,8

– 47,3 297,4

- 168,3 236,3 3 124,2

201

Konzernabschluss/-anhang

Die Hauptversammlung vom 16. Mai 2007 hat den Vorstand der TUI AG ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung ist befristet bis zum 15. November 2008 und tritt an die Stelle der in der Hauptversammlung vom 10. Mai 2006 erteilten Genehmigung. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.

Bedingtes Kapital Die Hauptversammlung hat am 18. Juni 2003 die Schaffung eines bedingten Kapitals in Höhe von 90,0 Mio. € beschlossen. Das bedingte Kapital dient zur Bedienung von Wandel- und Optionsrechten aus der Ausgabe von einer oder mehreren Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 1,0 Mrd. € bis zum 17. Juni 2008. Im Oktober 2003 wurden Teilschuldverschreibungen mit Wandelrechten in Höhe von rund 384,6 Mio. € begeben. Die Wandelrechte berechtigen zur Wandlung in 2 520 Aktien der TUI AG pro Wandelschuldverschreibung von nominal 50 000,00 €. Die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen übten bisher noch keine Wandelrechte aus.

Um weiterhin die Möglichkeit der Ausgabe von Schuldverschreibungen nutzen zu können, beschloss die Hauptversammlung am 10. Mai 2006 die Schaffung eines zusätzlichen bedingten Kapitals in Höhe von 100,0 Mio. €. Danach können bis zum 9. Mai 2011 wiederum Teilschuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten sowie Genussrechte und Gewinnschuldverschreibungen bis zu einem Nominalbetrag von 1,0 Mrd. € (mit und ohne Laufzeitbegrenzung) ausgegeben werden. Der entsprechende Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2004 über die Schaffung eines bedingten Kapitals in Höhe von 70,0 Mio. € wurde aufgehoben. Am 1. Juni 2007 hat die TUI AG eine unbesicherte, nicht nachrangige Wandelanleihe über 694,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 1. September 2012 begeben. Der Wandlungspreis beträgt 27,68 € je Stückaktie, die Stückelung der Anleihe erfolgte zu einem Nennbetrag von je 50 000,00 €. Die Wandelanleihe kann in maximal 25 072 254 Aktien gewandelt werden. Die Begebung der Schuldverschreibungen, die mit einem Zins-Kupon von 2,75 % p.a. ausgestattet sind, erfolgte zu pari. Die Anleihe wird an zwei deutschen Börsen sowie in Luxemburg und Zürich gehandelt. Bis zum 31. Dezember 2007 sind keine Wandlungen aus der Anleihe erfolgt. Genehmigtes Kapital Zum Ende des Geschäftsjahres 2006 verblieb von dem auf der Hauptversammlung vom 18. Mai 2004 zur Ausgabe von Belegschaftsaktien geschaffenen genehmigten Kapital in Höhe von 10,0 Mio. € ein Betrag von 7,3 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2007 wurde das genehmigte Kapital teilweise zur Ausgabe von 225 720 Belegschaftsaktien (Vorjahr 287 280 Aktien) genutzt. Das zum Ende des Geschäftsjahres 2007 verbliebene genehmigte Kapital zur Ausgabe von Belegschaftsaktien betrug somit 6,7 Mio. €. Der Vorstand der TUI AG ist ermächtigt, dieses bis zum 17. Mai 2009 zu nutzen.

Zusätzlich zu dem für die Ausgabe von Belegschaftsaktien vorgesehenen genehmigten Kapital wurden auf der Hauptversammlung vom 10. Mai 2006 Beschlüsse zur Schaffung eines genehmigten Kapitals zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen in Höhe von 310,0 Mio. € gefasst. Die Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlagen ist auf 128,0 Mio. € beschränkt. Der Vorstand der TUI AG ist ermächtigt, das genehmigte Kapital bis zum 9. Mai 2011 zu nutzen. Einschließlich des verbliebenen genehmigten Kapitals zur Ausgabe von Belegschafts­ aktien beträgt das insgesamt noch nicht genutzte genehmigte Kapital 316,7 Mio. €. (27) Kapitalrücklage

202

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Einstellungen aus Aufgeldern aus der Ausgabe von Aktien. Darüber hinaus sind Beträge, die bei der Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungs- und Optionsrechte zum Erwerb von Aktien der TUI AG berechtigen, in die Kapitalrücklage einzustellen, sofern die Wandlungs- und Optionsrechte gemäß IAS 32 als Eigenkapitalinstrumente zu klassifizieren sind. Auf-

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

gelder aus der Ausgabe von Aktien infolge der Ausübung von Wandel- und Optionsrechten werden ebenfalls der Kapitalrücklage zugeführt. Kapitalbeschaffungskosten für die Emission der Wandlungs- und Optionsrechte sowie für die Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage werden mit den aus diesen Vorgängen resultierenden Zuführungen zur Kapitalrücklage verrechnet. Die im Geschäftsjahr 2007 begebene Wandelanleihe 2007/12 ist gemäß IAS 32 als Eigenkapitalinstrument zu klassifizieren und führte zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage von 71,8 Mio. €. Durch die Ausgabe von Belegschaftsaktien erhöhte sich die Kapitalrücklage im laufenden Geschäftsjahr um 3,9 Mio. € (Vorjahr 4,1 Mio. €). Die anderen Gewinnrücklagen enthalten Einstellungen aus den Ergebnissen des Geschäftsjahres oder früherer Jahre sowie Verrechnungen aktiver Unterschieds­ beträge aus der Kapitalkonsolidierung und Equity-Bewertung von bis zum 30. September 1995 erworbenen Gesellschaften. Ferner werden erfolgsneutrale Anpassungen aus der erstmaligen Anwendung neuer bzw. überarbeiteter Bilanzierungsstandards sowie Effekte aus der Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt bzw. mit diesen verrechnet. Im Zusammenhang mit der Fusion von touristischen Aktivitäten des TUI Konzerns mit der First Choice Holidays-Gruppe ergab sich eine erfolgsneutrale Erhöhung des Eigenkapitals durch die Aufdeckung des Mehrwertes aus dem Abgang von 48,405 % des Anteils an dieser TUI Touristik-Sparte. Die Aufdeckung der Stillen Reserven und Lasten gemäß IFRS 3 führte zu einem negativen Eigenkapital der First Choice Holidays-Gruppe zum Erstkonsolidierungszeitpunkt, wovon 48,405 % auf die Minderheiten entfallen. Weiterhin nehmen die anderen Aktionäre an der gemäß der Vereinbarungen zur Fusion entstandenen Ausgleichsforderung der TUI AG entsprechend ihrem Anteil an der TUI Travel PLC teil. Der im Wesentlichen aus diesen Effekten und aus Währungsdifferenzen resultierende, auf die anderen Gesellschafter der TUI Travel PLC entfallende negative Anteil am Eigen­ kapital wurde nach IAS 27.35 mit den Gewinnrücklagen verrechnet (- 516,5 Mio. €). Für Ausschüttungen an die Aktionäre der TUI AG ist gemäß § 58 Abs. 2 AktG der im handelsrechtlichen Jahresabschluss der TUI AG ausgewiesene Bilanzgewinn maßgeblich. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 87,6 Mio. € für die Ausschüttung einer Dividende von 0,25 € je Stückaktie zu verwenden und den nach Abzug der Dividendensumme von 62,8 Mio. € verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschiede aus der Währungsumrechnung enthalten Differenzen aus der Währungs­ umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen sowie aus der Umrechnung von in fremder Währung geführten Geschäfts- oder Firmenwerten. Die Neubewertungsrücklage wird im Rahmen von sukzessiv durchgeführten Erwerben von Unternehmen gebildet. Zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wird die zwischen den Erwerbszeitpunkten eingetretene Veränderung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens gemäß des vor der 203

Konzernabschluss/-anhang

(28) Gewinnrücklagen

erstmaligen Konsolidierung gehaltenen Beteiligungsanteils erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage erfasst. Im Rahmen der Entkonsolidierung wird die Neu­ bewertungsrücklage mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Die Rücklage für Wertänderungen von Finanzinstrumenten enthält den Anteil der Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten, der als effektive Absicherung zukünftiger Zahlungsströme ermittelt wird. Eine erfolgswirksame Auflösung der gebildeten Rücklage für Wertänderungen von Finanzinstrumenten erfolgt in der gleichen Periode, in der auch das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird oder als nicht mehr wahrscheinlich eingeschätzt wird. Die Rücklage gemäß IAS 19 enthält erfolgsneutral bilanzierte Gewinne und Verluste aus der Veränderung von versicherungsmathematischen Parametern im Zusammenhang mit der Bewertung von Pensionsverpflichtungen sowie dem zugehörigen Fondsvermögen. Im Geschäftsjahr 2007 führte hauptsächlich der Anstieg des langfristigen Zinsniveaus in Deutschland und Großbritannien zu einer Reduzierung der Pensionsverpflichtungen und somit zu einer Erhöhung der Rücklage gemäß IAS 19. Darüber hinaus wurde dieser Posten in Folge der Errichtung der TUI Travel PLC insgesamt um 173,8 Mio. € zunächst durch Belastung der anderen Gesellschaften entlastet und auf Grund des insgesamt negativen Bestands der Anteile anderer Aktionäre an der TUI Travel PLC mit den Anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Zum Ende des Geschäftsjahres ergab sich somit eine Rücklage in Höhe von - 120,7 Mio. € (Vorjahr - 374,4 Mio. €). (29) Hybridkapital

Das im Dezember des Geschäftsjahres 2005 durch die TUI AG begebene nachrangige Hybridkapital mit einem Nominalvolumen von 300,0 Mio. € stellt gemäß den Regelungen des IAS 32 Eigenkapital des Konzerns dar. Die Kapitalbeschaffungs­ kosten in Höhe von 8,5 Mio. € wurden unter der Berücksichtigung von latenten Ertragsteuern erfolgsneutral vom Hybridkapital abgesetzt. Entstandene Dividenden­ ansprüche der Hybridkapitalgeber werden bis zum Zeitpunkt der Zahlung als sonstige Finanzschulden abgegrenzt.

(30) Anteile anderer

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen hauptsächlich auf Gesellschaften des Bereichs TUI Hotels & Resorts, insbesondere die RIUSA IIGruppe. Die auf andere Gesellschafter der TUI Travel PLC entfallenden negativen Anteile anderer Gesellschafter wurden mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Gesellschafter am Eigenkapital

(31) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeitern bestehen beitrags- und leistungs­orientierte Versorgungszusagen. Die Versorgungszusagen sind dabei abhängig von den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des jeweiligen Landes und basieren in der Regel auf Beschäftigungsdauer und -entgelt der Mitarbeiter. Beitragsorientierte Versorgungszusagen werden immer durch die Zahlung von Prämien an externe Versicherer bzw. Fonds finanziert, wohingegen leistungsorientierte Versorgungszusagen entweder durch die Bildung von Rück­ stellungen innerhalb des Unternehmens oder durch die Anlage von Finanzmitteln außerhalb des Unternehmens finanziert werden. In Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die Rentenzahlungen in Abhängigkeit vom Einkommen und von den geleisteten Beiträgen übernimmt. Daneben bestehen für Gesellschaften des TUI Konzerns weitere branchenspezifische Versorgungseinrichtungen. Mit Zahlung der Beiträge an die staatlichen Rentenversicherungsträger und privatrechtlichen Pensions­

204

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

kassen bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Aufwand der Periode erfasst. Im Geschäfts­ jahr 2007 betrug die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen im TUI Konzern 73,1 Mio. € (Vorjahr 77,9 Mio. €). Der Altersversorgungsaufwand für leistungsorientierte Pensionszusagen betrug 83,8 Mio. € (Vorjahr 80,3 Mio. €). Altersversorgungsaufwand für leistungsorientierte Pensionszusagen Mio €

2007

2006

Laufender Versorgungsaufwand für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen der Mitarbeiter Zinsaufwand Erwarteter Ertrag des externen Fondsvermögens Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand auf Grund von Planänderungen Effekte aus der Auflösung bzw. Reduzierung von Versorgungsverpflichtungen Gesamt

55,9 121,4 93,6 0,1 0,0 83,8

62,4 118,9 86,5 - 12,7 - 1,8 80,3

Der Rückgang des laufenden Versorgungsaufwandes für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2007 resultiert vor allem aus Veränderungen im Bereich der TUI Northern Europe. Der gestiegene Zinsaufwand resultiert zum großen Teil aus der erstmaligen Einbeziehung der First Choice Holidays-Gruppe. Der laufende Versorgungsaufwand dieser Gruppe belief sich auf 1,1 Mio. €, der Zinsaufwand betrug 1,6 Mio. € und der erwartete Ertrag aus dem externen Fondsvermögen 1,9 Mio. €. Der darüber hinausgehende höhere erwartete Ertrag aus dem externen Fondsvermögen ergibt sich aus einem im Vorjahresvergleich höheren Marktwert des Fondsvermögens der übrigen Gesellschaften. Den wesentlichen Anteil hieran haben ebenfalls die Gesellschaften des Bereichs TUI Northern Europe. Ein „nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand“ war nur in geringem Umfang zu berücksichtigen, während das Vorjahr stark von Einmaleffekten auf Grund einer Gesetzesänderung in Großbritannien geprägt war. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden auf Grund von Versorgungs­ zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Bildung von Rückstellungen erfolgt dabei ausschließlich für leistungsorientierte Versorgungs­ zusagen, bei denen das Unternehmen den Arbeitnehmern einen bestimmten Versorgungsumfang garantiert. Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen berücksichtigen insbesondere Vorruhestands- und Überbrückungsgeld.

Mio €

KonsolidierungsStand zum kreisänderungen1) 31.12.2006

Pensionsrückstellungen Pensionsähnliche Verpflichtungen Gesamt 1)

1 078,8 6,3 1 085,1

- 17,0 - 0,2 - 17,2

Erfolgsneutrale Veränderungen

Verbrauch

Auflösung

- 195,4 0,0 - 195,4

61,8 0,4 62,2

3,8 0,0 3,8

Stand zum Zuführung 31.12.2007 49,0 1,4 50,4

849,8 7,1 856,9

sowie Übertragungen und Währungsangleichung

Die im Geschäftsjahr 2007 entstandenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und führten insofern zur angegebenen erfolgsneutralen Veränderung der Pensionsrückstellungen. 205

Konzernabschluss/-anhang

Entwicklung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

Soweit die leistungsorientierten Altersversorgungszusagen nicht über Rückstellungen finanziert werden, erfolgt die Finanzierung über unabhängig verwaltete Fonds. Diese Form der Finanzierung von Altersversorgungszusagen erfolgt in erheblichem Umfang im Bereich Europa Nord bei der TUI UK sowie bei der Thomsonfly UK. Daneben bestehen fondsfinanzierte Altersversorgungszusagen bei ausländischen Gesellschaften in der Containerschifffahrt sowie bei Gesellschaften in der Schweiz und den Niederlanden und der First Choice Holidays-Gruppe. Während das Fondsvermögen anhand der Marktwerte der angelegten Mittel zum 31. Dezember 2007 bestimmt wird, erfolgt die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen durch versicherungsmathematische Berechnungen und Annahmen. Die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung erwarteter zukünftiger Entgelt- und Rentensteigerungen nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) ermittelt. Versicherungsmathematische Parameter bei deutschen Gesellschaften Prozentsatz p.a.

2007

2006

Rechnungszins Gehaltstrend Rententrend Fluktuationsrate

5,5 2,0 – 2,5 1,5 – 1,83 2,0

4,5 2,0 – 2,5 1,5 – 1,83 2,0

Im Ausland liegen der versicherungsmathematischen Berechnung jeweils länder­ spezifische Parameter zu Grunde. Versicherungsmathematische Annahmen bei ausländischen Gesellschaften 2007

Prozentsatz p.a. Euro-Währungsgebiet Großbritannien Übriges Europa Nordamerika Südamerika Asien

Erwartete Rendite auf Rechnungs- das Fondszins vermögen 5,5 5,6 – 5,8 3,25 5,25 – 6,0 9,0 2,2 – 8,5

4,25 – 6,0 5,1 – 7,42 2,5 5,0 – 6,0 9,0 0,0 – 6,0

2006

Erwartete Rendite auf Gehalts- Rechnungs- das Fondsvermögen trend zins 0,0 – 4,5 4,5 4,5 – 5,0 5,0 – 5,2 1,5 – 2,0 3,25 3,5 – 5,0 4,75 – 5,75 4,5 – 6,5 9,0 1,5 – 10,0 2,3 – 3,75

4,25 – 6,0 4,55 – 7,4 4,0 5,0 – 6,0 9,0 1,5 – 2,75

Gehaltstrend 0,0 – 4,5 3,4 – 4,6 1,5 – 2,0 3,5 – 5,0 5,0 1,5 – 3,0

Entwicklung des Anwartschaftsbarwertes der tatsächlichen Versorgungszusagen Mio € Barwert der tatsächlichen Versorgungszusagen zu Jahresbeginn Zugänge zum Konsolidierungskreis Abgänge aus dem Konsolidierungskreis Laufende Versorgungsverpflichtungen Zinsaufwand Gezahlte Renten Eingezahlte Beträge von Versorgungsberechtigten Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) Nachzuverrechnende Versorgungsverpflichtungen Währungsdifferenzen Sonstiges Barwert der tatsächlichen Versorgungszusagen zum Jahresende

206

2007

2006

2 470,2 119,9 – 55,9 121,4 - 110,5 11,2 - 214,9 – - 158,1 + 0,4 2 295,5

2 503,9 24,3 31,6 62,4 118,9 - 105,5 11,6 - 148,3 - 10,9 35,4 10,0 2 470,2

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Im Rahmen der erstmaligen Einbeziehung der First Choice Holidays-Gruppe erhöhte sich der Bestand an Versorgungszusagen um 119,9 Mio. €. Eine Abnahme der Ver­ sorgungszusagen durch Abgänge aus dem Konsolidierungskreis war im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen. Die Zunahme der Verpflichtung aus den Konsolidierungskreis-Zugängen wurde insbesondere durch die Entwicklung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste überkompensiert, die hauptsächlich durch einen gemäß den Regelungen des IFRS anzuwendenden höheren Diskontierungszinssatz bestimmt war. Die angegebenen Währungsdifferenzen des Geschäftsjahres 2007 resultieren vornehmlich aus der Umrechnung des britischen Pfund Sterling in den Euro. Entwicklung des Marktwertes von Fondsvermögen Mio € Marktwert des Fondsvermögens zu Jahresbeginn Zugänge zum Konsolidierungskreis Abgänge aus dem Konsolidierungskreis Erwartete Erträge aus dem Vermögen externer Fonds (-) Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) des laufenden Jahres Währungsdifferenzen Eingezahlte Beträge des Arbeitgebers Eigenbeiträge des Begünstigten aus dem Plan Gezahlte Renten Sonstiges Marktwert des Fondsvermögens zum Jahresende davon Dividendenpapiere davon Anleihen davon Sachanlagen davon Barmittel davon Sonstiges

2007

2006

1 398,4 111,1 – - 93,6 19,5 - 120,6 70,3 11,0 - 75,9 2,7 1 471,1 851,2 484,4 10,6 82,6 42,3

1 218,5 – – - 86,5 - 38,0 23,1 74,8 11,6 - 70,0 15,9 1 398,4 944,9 323,5 1,1 75,0 53,9

Die Annahmen zur Ermittlung der erwarteten Erträge aus dem Vermögen externer Fonds gehen von der tatsächlichen Fondsstruktur aus und orientieren sich an den langfristigen zukünftigen Renditen für die einzelnen Fondsklassen. Daneben werden das aktuelle Zinsniveau sowie der Inflationstrend berücksichtigt. Der Berechnung des Pensionsaufwandes liegen im TUI Konzern konservative Prognosen zur Bestimmung des erwarteten Ertrages aus dem Fondsvermögen zu Grunde. Trotzdem konnten, anders als im Vorjahr, im abgelaufenen Geschäftsjahr die erwarteten Erträge nicht von den Fonds erwirtschaftet werden, so dass sich aus dem Vermögen ein versicherungsmathematischer Verlust ergab. Bei erwarteten Erträgen in Höhe von 93,6 Mio. € (Vorjahr 86,5 Mio. €) erzielten die Fonds tatsächliche Erträge in Höhe von 74,1 Mio. € (Vorjahr 124,5 Mio. €). Die angegebenen Währungsdifferenzen des Geschäftsjahres 2007 resultieren vornehmlich aus der Umrechnung des Britischen Pfund Sterling in den Euro. Für das folgende Geschäftsjahr 2008 werden von den Gesellschaften des TUI Konzerns Beiträge zu den Pensionsfonds in Höhe von rund 120,5 Mio. € erwartet. Der im Vergleich zu den 2007 gezahlten Beiträgen deutlich erhöhte Betrag resultiert aus einer geplanten Reduzierung des Pensionsdefizits in Großbritannien. 207

Konzernabschluss/-anhang

Die Vermögensgegenstände nahmen durch den Zugang der First Choice HolidaysGruppe um 111,1 Mio. € zu. Der Vermögenswert wurde im Geschäftsjahr nicht durch Abgänge aus dem Konsolidierungskreis gemindert.

Überleitung von Anwartschaftsbarwerten zu bilanzierten Versorgungszusagen 31.12.2007

Mio € Tatsächlicher Anwartschaftsbarwert für ganz oder teilweise fondsgedeckte Versorgungszusagen Marktwert des Vermögens externer Fonds Unter- bzw. Überdeckung Tatsächlicher Anwartschaftsbarwert für nicht fondsgedeckte Versorgungszusagen Nettoanwartschaftsbarwert Unterschiedsbetrag auf Grund von vergangenen Serviceleistungen Bilanzierte Versorgungszusagen davon Pensionsrückstellungen für nicht fondsgedeckte Verpflichtungen davon Pensionsrückstellungen für fondsgedeckte Verpflichtungen davon aktivierte Vermögenswerte

Fonds mit Unter­ deckung

Fonds mit Über­ deckung

1 717,2 1 337,9 379,3

106,2 133,2 - 27,0

31.12.2006

Gesamt

Fonds mit Unter­ deckung

Fonds mit Über­ deckung

Gesamt

1 823,4 1 471,1 352,3

1 809,9 1 265,7 544,2

123,9 132,7 - 8,8

1 933,8 1 398,4 535,4

472,1 824,4

536,4 1 071,8

- 1,6 822,8

- 1,8 1 070,0

470,5

534,6

379,3 - 27,0

544,2 - 8,8

Durch die Inanspruchnahme des Wahlrechts, die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Jahr des Entstehens sofort erfolgsneutral mit dem Eigenkapital zu verrechnen, wurden die gesamten Pensionsverpflichtungen im TUI Konzern unter Anrechnung der bestehenden Fondsvermögen vollständig in der Bilanz abgebildet. Lediglich ein Unterschiedsbetrag auf Grund von vergangenen Serviceleistungen in Höhe von 1,6 Mio. € wurde bilanziell noch nicht erfasst. Dieser außerbilanzielle Unterschiedsbetrag wird in den kommenden Geschäftsjahren sukzessive aufwandswirksam amortisiert. Sofern fondsfinanzierte Pensionszusagen unter Einbeziehung eines Unterschiedsbetrages auf Grund von vergangenen Serviceleistungen eine Überdeckung aufweisen und zugleich ein Anspruch auf Rückerstattung bzw. Minderung künftiger Beitragszahlungen gegenüber dem Fonds besteht, erfolgt eine Aktivierung unter Berücksichtigung der in IAS 19 festgelegten Obergrenze. Jahresvergleich der wesentlichen Werte in Verbindung mit Pensionsverpflichtungen Mio € Anwartschaftsbarwert für Versorgungszusagen zum Jahresende Fondsvermögen zum Jahresende Überdeckung (-) / Unterdeckung (+) zum Jahresende Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) des laufenden Jahres aus der Verpflichtung Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) des laufenden Jahres aus dem Fondsvermögen

2007

2006

2005

2004

2 295,5 1 471,1

2 470,2 1 398,4

2 503,9 1 218,5

2 003,8 972,5

352,3

535,4

742,6

478,7

- 214,9

- 148,3

403,3

51,8

19,5

- 38,0

- 109,9

- 23,6

Zum 31. Dezember 2007 belief sich die Höhe der bis dahin insgesamt erfassten und erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste vor Berücksichtigung latenter Ertragsteuern auf - 311,3 Mio. € (Vorjahr - 540,2 Mio. €).

208

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

(32) Ertragsteuer- und sonstige Rückstellungen

Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2007 Stand zum Konsolidie31.12.2006 rungskreisangepasst änderung1)

Mio € Rückstellungen für effektive Ertragsteuern Rückstellungen für latente Steuern Ertragsteuerrückstellungen Personalbereich Betriebstypische Risiken Rückstellung für Instandhaltungen Risiken aus schwebenden Geschäften Garantie- und Haftungsrisiken Rückstellungen für sonstige Steuern Übrige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen Gesamt

25,1 172,7 197,8 - 22,3 27,9 56,6 - 1,0 4,2 - 19,1 16,5 62,8 260,6

Auflösung

37,2 – 37,2 171,6 2,6 92,1 23,6 8,0 1,4 113,2 412,5 449,7

17,0 – 17,0 20,8 42,0 0,0 0,9 24,7 0,7 48,2 137,3 154,3

Stand zum Zuführung 31.12.2007 82,9 15,2 98,1 139,3 15,1 129,1 13,8 15,0 10,7 152,3 475,3 573,4

318,6 245,5 564,1 233,3 55,0 229,9 42,8 77,3 38,0 345,2 1 021,5 1 585,6

sowie Übertragungen und Währungsangleichung

Ertragsteuerrückstellungen Die Ertragsteuerrückstellungen enthalten neben den Vorsorgen für effektive Ertragsteuern auch Rückstellungen für latente Steuern, die unter Ziffer 22 erläutert werden. Die Nettoveränderung der latenten Steuerrückstellungen zwischen den Bilanzstichtagen wurde in der oben stehenden Tabelle vollständig als Zuführung ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen Personalrückstellungen, Rückstellungen für betriebstypische Risiken, Rückstellungen für Instandhaltungen (Maintenance), Risiken aus schwebenden Geschäften, Garantie- und Haftungsrisiken, Rückstellungen für sonstige Steuern sowie übrige Rückstellungen.

Die Personalrückstellungen enthalten Rückstellungen für noch nicht genommenen Urlaub, für noch nicht geleistete Bonuszahlungen, Abfindungen und Jubiläumsgelder. Weiterhin enthalten die Personalrückstellungen auch Rückstellungen für anteils­ basierte Vergütungspläne mit Barausgleich gemäß IFRS 2. Im Rahmen eines langfristigen Anreizprogramms werden den Vorstandsmitgliedern sowie weiteren Führungskräften des Konzerns Boni gewährt, die auf Basis eines durchschnittlichen Aktienkurses in virtuelle Aktien der TUI AG umgerechnet werden. Grundlage der Berechnung der Gewährung von virtuellen Aktien ist das Konzern­ ergebnis vor Ertragsteuern und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBTA). Die Umrechnung in virtuelle Aktien erfolgt mit dem durchschnittlichen Börsen­ kurs der TUI Aktie an den 20 Börsentagen, die der Aufsichtsratssitzung folgen, die den Jahresabschluss feststellt. Somit erfolgt die Ermittlung der Stückzahl der für ein Geschäftsjahr gewährten virtuellen Aktien erst im Folgejahr. Nach einer Sperrfrist von zwei Jahren kann der Anspruch auf Barzahlung aus diesem Bonus in vorher definierten Zeiträumen individuell ausgeübt werden. Bei Ausscheiden aus dem Konzern entfällt diese Sperrfrist. Die Höhe der Barzahlung richtet sich nach dem durchschnittlichen Börsenkurs der TUI Aktie für einen Zeitraum von 20 Börsentagen nach dem Ausübungszeitpunkt. Absolute oder relative Rendite- bzw. Kursziele bestehen nicht. Eine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) ist bei außerordentlichen, nicht vorhergesehenen Entwicklungen vereinbart. Da der Ausübungspreis 0 € beträgt und 209

Konzernabschluss/-anhang

1)

264,8 57,6 322,4 308,7 56,6 136,3 54,5 90,8 48,5 337,8 1 033,2 1 355,6

Verbrauch

das Anreizprogramm keinen Erdienungszeitraum beinhaltet, entspricht der beizu­ legende Zeitwert dem inneren Wert und daher dem Börsenkurs am Bilanzstichtag. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung ergibt sich dann durch die Anzahl der virtuellen Aktien, multipliziert mit dem jeweiligen Stichtagskurs. Entwicklung der virtuellen Aktien

31.12.2005 Gewährung von virtuellen Aktien Ausübung von virtuellen Aktien Bewertungsergebnisse 31.12.2006 Gewährung von virtuellen Aktien Ausübung von virtuellen Aktien Bewertungsergebnisse 31.12.2007

Stückzahl

Gegenwert Mio €

710 007 239 638 185 116 – 764 529 19 447 152 055 – 631 921

12,3 4,4 - 2,9 - 2,2 11,6 0,4 - 2,9 3,0 12,1

Die im Vorjahr im Geschäftsbereich Europa Nord existierenden anteilsbasierten Vergütungspläne mit Barausgleich im Sinne des IFRS 2 wurden im Zuge der Fusion der TUI Touristik-Sparte mit der First Choice Holidays-Gruppe zu 50 % an die neu gegründete TUI Travel PLC übertragen und durch die anteilsbasierten Vergütungspläne der TUI Travel PLC ersetzt. Die restlichen 50 % der Ansprüche aus diesen Vergütungsplänen wurden in bar abgegolten und führten zu einer Zahlung von um­­ gerechnet 8,1 Mio. € (5,5 Mio. GBP). Bis zum Zeitpunkt der Übertragung an die TUI Travel PLC wurden Aufwendungen in Höhe von umgerechnet 2,2 Mio € (1,5 Mio. GBP) ergebniswirksam erfasst. Ebenfalls an die TUI Travel PLC übertragen wurden Ansprüche aus aktienbasierten Vergütungen für Führungskräfte der ehemaligen First Choice Holidays-Gruppe. Im Geschäftsbereich der TUI Travel PLC-Gruppe bestehen im Wesentlichen zwei aktienorientierte Vergütungspläne zur Koppelung der Vergütung der Mitarbeiter an die zukünftige Performance des Geschäftsbereichs. Einerseits besteht ein zeitlich versetzter jährlicher Bonus Plan (Deferred Annual Bonus Scheme, DABS) und anderer­ seits ein Aktien Performance Plan (Performance Share Plan, PSP). Gewährte und ausstehende Vergütungen sowie gewährte und ausstehende Aktien Datum der Options­ erstmaligen Ausüb­ Anzahl ausübungs­­ barkeit preis Aktien Zeitlich versetzter jährlicher Bonus Plan (DABS)

894 426 793 149 79 292 445 977 1 264 300 1 586 287 2 215 297 659 869 3 147 700

– – – – – – – – –

14. Dez 08 14. Dez 08 19. Jun 09 13. Feb 10 13. Feb 10 13. Feb 10 13. Sep 10 19. Dez 10 19. Dez 10

Aktien Performance Plan (PSP)

597 782 846 090 2 859 735

– – –

14. Dez 08 13. Feb 10 19. Dez 10

Gesamt 210

15 389 904

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Am 31. Dezember 2007 wurden 4 400 454 Aktien von dem First Choice Employee Benefit Trust gehalten. Zum gleichen Zeitpunkt wurden 4 400 000 Aktien vom TUI Travel Employee Benefit Trust gehalten. Entwicklung der Anzahl von Aktienoptionen Stückzahl Zu Beginn des Geschäftsjahres ausstehend Zugang im Rahmen der Fusion mit der First Choice Holidays-Gruppe am 3. September 2007 Während des Geschäftsjahres verfallen Während des Geschäftsjahres ausgeübt Während des Geschäftsjahres ausgegeben 31.12.2007

– 4 129 192 – – 11 260 712 15 389 904

Keine gewährten Instrumente oder Optionen waren am Ende des Geschäftsjahrs ausübbar. Der beizulegende Zeitwert von als Gegenleistungen für die gewährten Aktienoptionen erhaltenen Diensten wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts der gewährten Aktienoptionen ermittelt. Die Schätzung des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Dienste wird in Abhängigkeit der Kriterien für die Bezugsberechtigung mittels Binomialoder Simulationsmodellen ermittelt. Die folgenden Bewertungsparameter wurden für diese Modelle bezogen auf den Zeitpunkt der Gewährung der Optionen verwendet: Angaben zum beizulegenden Zeitwert von Aktienoptionen und gewährten Instrumenten

Wesentliche Pläne (DABS und PSP) Beizulegender Zeitwert am Bewertungsstichtag (in Mio) Aktienkurs Ausübungspreis Erwartete Volatilität Optionslaufzeit Erwartete Dividende Risikoloser Zinssatz

GBP

2007 €

1,75 – 2,71 2,70 – 2,91 0,0 28,3 % – 30,4 % 1 – 3 Jahre 4,0 % 4,52 % – 5,28 %

2,5 – 3,8 3,83 – 4,13 – – – – –

Die erwartete Volatilität beruht auf der historischen Volatilität der First Choice Holidays PLC nach durch öffentlich verfügbare Informationen implizierten Anpassungen im Hinblick auf die künftige Volatilität. Aktienoptionen werden unter der Auflage einer Dienstbedingung gewährt.

Geschätzter zukünftiger Aufwand auf Grund von am Bilanzstichtag ausstehenden Aktienoptionsplänen (Stand 31.12.2007) Aufwand innerhalb des nächsten Geschäftsjahrs Aufwand, der nach mehr als einem Jahr anfällt Gesamt

GBP



15,0 16,3 31,3

21,3 23,1 44,4

211

Konzernabschluss/-anhang

Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein Personalaufwand auf Grund von aktienorientierten Vergütungsplänen in Höhe von 2,0 Mio. GBP (2,8 Mio. €) erfolgswirksam verbucht.

Zur Senkung der Produktionskosten in der Touristik verabschiedete der Vorstand des Konzerns im Vorjahr ein Programm zur Senkung insbesondere der Personalkosten und damit verbundener Sachkosten. Sofern die einzelnen Maßnahmen hinreichend konkret waren und bereits eine faktische Verpflichtung zur Restrukturierung bestand, wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Dabei handelt es sich überwiegend um Personalkostenrückstellungen infolge des geplanten Abbaus von Arbeitsplätzen und sonstige Rückstellungen aus der vorzeitigen Beendigung von Miet- und Leasing­ verträgen. Insgesamt führten die Restrukturierungsmaßnahmen in der Sparte Touristik im Geschäftsjahr 2007 zu Aufwendungen in Höhe von 62,5 Mio. €. Die zum Ende des Geschäftsjahres 2006 im Wesentlichen für Personalmaßnahmen gebildeten Rückstellungen in Höhe von 95,8 Mio. € wurden in 2007 zu einem großen Teil planmäßig verbraucht. Zum Bilanzstichtag bestehen noch Rückstellungen in Höhe von rund 41 Mio. €, die jeweils etwa zur Hälfte auf Personalmaßnahmen und Mietverpflichtungen entfallen. Nach der erfolgreichen Integration der CP Ships Gruppe bestehen im Bereich Schiff­­ fahrt zum Jahresende nur noch geringe Restrukturierungsrückstellungen, die auf längerfristigen, nicht kündbaren Mietverpflichtungen beruhen. Die zum Ende des Vorjahres bestehenden Rückstellungen in Höhe von 34,8 Mio. € sind im Geschäftsjahr 2007 in großem Umfang verbraucht worden. Insgesamt sind im Geschäftsjahr Restrukturierungserträge in Höhe von 1,1 Mio. € angefallen. Die im Geschäftsjahr 2007 erstmals separat ausgewiesenen Rückstellungen für Instandhaltung (Maintenance) umfassen Vorsorgen für Wartungsmaßnahmen von gemieteten Flugzeugen. Die Zunahme ist zum überwiegenden Teil in der erstmaligen Einbeziehung der First Choice Holidays-Gruppe begründet. Die Rückstellungen für betriebstypische Risiken bestehen in nahezu unveränderter Höhe. Der Effekt aus der erstmaligen Einbeziehung der First Choice Holidays-Gruppe wurde dabei durch den Verbrauch und die Auflösung der im Vorjahr für notwendige Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen für die ehemaligen Bergbauaktivitäten gebildeten Rückstellungen um 22 Mio. € auf rund 16 Mio. € kompensiert. Von den genannten Rückstellungen wurden 15,0 Mio. € (Vorjahr 30,5 Mio. €) für notwendige Umweltschutzmaßnahmen gebildet. Die Drohverlustrückstellungen für schwebende Geschäfte wurden vorwiegend für kontrahierte, voraussichtlich jedoch nicht vollumfänglich genutzte Hotelkontingente gebildet. Die in Vorjahren infolge der Insolvenz der Babcock Borsig AG gebildete Rückstellung für Risiken aus der drohenden Inanspruchnahme aus in der Vergangenheit gegebenen Bürgschaften und Garantien für die ehemaligen Anlagenbauaktivitäten konnten im Geschäftsjahr infolge der planmäßigen Verminderung des Avalvolumens durch Zeitablauf zu einem großen Teil aufgelöst werden. Daneben werden als Rückstellungen für Garantie-, Gewährleistungs- und Haftungsrisiken im Bereich Schifffahrt hauptsächlich Instandhaltungsverpflichtungen im Zusammenhang mit geleasten Containern sowie Verpflichtungen zum Ausgleich nicht versicherter Ladungsschäden eingestellt. Die übrigen Rückstellungen enthalten im Rahmen der vollzogenen Umstrukturierung des Konzerns gebildete Rückstellungen im Zusammenhang mit der Abwicklung eingegangener Verträge aus den ehemaligen Bereichen Energie, Handel und Spezial­ logistik. 212

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Sofern für die Bewertung einer langfristigen Rückstellung zum Bilanzstichtag der Unterschied zwischen dem Barwert und dem Erfüllungsbetrag der Rückstellung wesentlich ist, muss die Rückstellung gemäß den Vorschriften des IAS 37 mit dem Barwert angesetzt werden. Der für die Abzinsung heranzuziehende Zinssatz sollte die spezifischen Risiken der Rückstellung ebenso berücksichtigen wie zukünftige Preissteigerungen. Die sonstigen Rückstellungen im TUI Konzern enthalten Positionen, auf die dieses Kriterium zutrifft. Die Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen enthalten einen Zinsanteil in Höhe von 6,9 Mio. € (Vorjahr 4,2 Mio. €), der als Zins­ aufwand ausgewiesen ist. Dabei entfällt der größte Anteil auf Zuführungen zu Rückstellungen für Instandhaltungen. Fristigkeiten der Ertragsteuer- und sonstigen Rückstellungen 31.12.2007 Restlaufzeit über 1 Jahr

Mio € Rückstellungen für effektive Ertragsteuern Rückstellungen für latente Steuern Ertragsteuerrückstellungen Personalbereich Betriebstypische Risiken Rückstellung für Instandhaltungen Risiken aus schwebenden Geschäften Garantie- und Haftungsrisiken Rückstellungen für sonstige Steuern Übrige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen Gesamt

256,3 214,4 470,7 74,6 16,6 158,3 14,6 48,1 21,7 156,0 489,9 960,6

31.12.2006

Restlaufzeit über 1 Jahr Gesamt angepasst 318,6 245,5 564,1 233,3 55,0 229,9 42,8 77,3 38,0 345,2 1 021,5 1 585,6

177,0 49,5 226,5 96,2 39,7 65,9 18,4 52,4 19,8 143,1 435,5 662,0

Gesamt angepasst 264,8 57,6 322,4 308,7 56,6 136,3 54,5 90,8 48,5 337,8 1 033,2 1 355,6

Rückstellungen für latente Steuern sind in der Bilanz unabhängig von dem erwarteten Realisierungszeitpunkt als langfristige Rückstellungen auszuweisen. (33) Finanzschulden

Finanzschulden

Mio € Konvertible Anleihen Sonstige Anleihen Vebindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen Finanzschulden gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen Finanzschulden gegenüber Beteiligungsunternehmen Sonstige Finanzschulden Gesamt

bis 1 Jahr

Restlaufzeiten über 1-5 über 5 Jahre Jahre

31.12.2006

Gesamt

Gesamt

Restlaufzeit über 1 Jahr

373,4 – 274,6 24,1

572,7 1 998,6 1 604,2 210,0

– – 281,0 22,3

946,1 1 998,6 2 159,8 256,4

362,1 1 991,1 1 042,4 291,1

362,1 1 991,1 791,1 263,0

24,8 3,1 107,4 807,4

– – 15,3 4 400,8

– – 28,7 332,0

24,8 3,1 151,4 5 540,2

35,8 6,3 170,8 3 899,6

2,1 – 68,2 3 477,6

213

Konzernabschluss/-anhang

31.12.2007

Markt- und Buchwerte der begebenen Anleihen (31.12.2007) Mio €

Volumen

Zinssatz Anleihe% p.a. komponente

Wandelanleihe 2003/08 Wandelanleihe 2007/12 Schuldverschreibung 2004/09 Schuldverschreibung 2005/10 Schuldverschreibung 2004/11 Schuldverschreibung 2005/12

384,6 694,0 400,0 550,0 625,0 450,0

Hybridkapital 2005/--

bis Januar 2013 300,0 danach 3M EURIBOR plus

1)

3M EURIBOR plus 3M EURIBOR plus

4,000 2,750 2,100 1,550 6,625 5,125 8,625 7,300

372,9 533,4 403,4 512,3 625,0 396,5 299,3

Marktwerte1) Wandelrechte Gesamt 36,7 119,0

Buchwert

409,6 652,4 403,4 512,3 625,0 396,5

373,4 572,7 397,8 543,0 615,1 442,7

299,3

294,8

Börsenwerte

Das im Dezember 2005 emittierte unbefristete nachrangige Hybridkapital wird entsprechend den Regelungen des IAS 32 nicht als Anleihe ausgewiesen, sondern als separater Bestandteil des Konzerneigenkapitals. Unter den konvertiblen Anleihen werden die im November 2003 begebene Wandelanleihe 2003/08 über 384,6 Mio. € sowie die am 1. Juni 2007 begebene Wandelanleihe 2007/12 über 694 Mio. € ausgewiesen. Die Wandelanleihen haben Laufzeiten bis zum 1. Dezember 2008 bzw. bis zum 1. September 2012 bei Nominalverzinsungen von 4,0 % p.a. bzw. 2,75 % p.a. Bei der Wandelanleihe 2003/2008 berechtigt jede Wandelschuldverschreibung von nominal 50 000,00 € grundsätzlich jederzeit bis zum 17. November 2008 bei einem Wandlungspreis von gerundet 19,84 € je Aktie zur Wandlung in 2 520 Aktien. Bei der Wandelanleihe 2007/12 berechtigt jede Wandel­ schuldverschreibung von nominal 50.000 € grundsätzlich jederzeit vom 12. Juli 2007 bis zum 7. Geschäftstag vor dem Rückzahlungszeitpunkt bei einem Wandlungspreis von 27,68 € je Aktie zur Wandlung in 1 806 Aktien. Die Fremdkapitalkomponente der Wandelanleihe wurde bei Ausgabe unter Berücksichtigung eines marktgerechten Zinses zum Barwert angesetzt und ist entsprechend der international üblichen Effektivzinsmethode (Effective Interest Method) zum Bilanzstichtag um den Zinsanteil der Periode erhöht worden. Unter den sonstigen Anleihen werden Schuldverschreibungen mit einem Nominalvolumen von insgesamt unverändert 2 025,0 Mio. € ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2004 wurden im Rahmen der langfristigen Refinanzierung des Konzerns zwei Schuldverschreibungen über insgesamt 1 025,0 Mio. € emittiert. Die im Mai 2004 begebene und bis Mai 2011 laufende Schuldverschreibung über 625,0 Mio. € ist mit nominal 6,625 % festverzinslich. Einer variablen Verzinsung (3-Monats-EURIBOR + 2,10 %) unterliegt die im Juni 2004 emittierte Schuldverschreibung über 400,0 Mio. €. Die Laufzeit endet für dieses Instrument im August 2009. Beide Schuldverschreibungen besitzen eine Stückelung von 1 000,00 €. Zur Finanzierung der Akquisition des Erwerbs der CP Ships wurden im Dezember des Geschäftsjahres 2005 durch die TUI AG zwei weitere Schuldverschreibungen mit einem Volumen von insgesamt 1 000,0 Mio. € emittiert. Die mit einem Nominalzinssatz von 5,125 % festverzinsliche Schuldverschreibung über 450,0 Mio. € weist eine Laufzeit bis Dezember 2012 auf. Das verbliebene Schuldverschreibungsvolumen von 550,0 Mio. € unterliegt einer variablen Verzinsung (3-Monats-EURIBOR + 1,55 %) und wird im Dezember 2010 fällig. Die im Geschäftsjahr 2005 emittierten Schuldverschreibungen besitzen eine Stückelung von 1 000,00 €. 214

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

(34) Verbindlichkeiten aus

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Lieferungen und Leistungen Mio € Gegenüber fremden Dritten Gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen Gegenüber Beteiligungsunternehmen Gesamt

31.12.2007

31.12.2006

2 652,4 4,8 21,8 2 679,0

1 935,1 10,2 13,1 1 958,4

(35) Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente 31.12.2007

Mio €

bis 1 Jahr

Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten

174,4

Restlaufzeiten über 1-5 über 5 Jahre Jahre 115,5

10,9

31.12.2006

Gesamt

Gesamt

Restlaufzeit über 1 Jahr

300,8

143,2

27,0

Die derivativen Finanzinstrumente werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Marktwert) angesetzt. Sie dienen im Wesentlichen der Absicherung des zukünftigen operativen Geschäftes und werden innerhalb der Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten detailliert dargestellt. (36) Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten

bis 1 Jahr

Mio € Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen Sonstige übrige Verbindlichkeiten Übrige Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern Übrige Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern Übrige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit Übrige Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern Übrige Verbindlichkeiten gegenüber Mitgliedern der Leitungsgremien Erhaltene Anzahlungen Sonstige Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzungsposten Gesamt

31.12.2006

Gesamt

Gesamt

Restlaufzeit über 1 Jahr

3,3





3,3

5,6



2,0 145,8 6,5 34,6 57,8 25,8

– 94,4 – 0,4 2,3 –

– 0,1 – 0,1 – 0,1

2,0 240,3 6,5 35,1 60,1 25,9

4,3 164,6 4,0 38,0 43,0 21,2

– 15,7 – – 0,1 0,1

2,4 1 767,8 2 046,0 41,1 2 087,1

– 0,2 97,3 28,8 126,1



2,4 1 768,0 2 143,6 73,9 2 217,5

3,9 1 262,6 1 547,2 31,8 1 579,0

– 0,4 16,3 12,0 28,3

0,3 4,0 4,3

Zuwendungen der öffentlichen Hand, die der Investitionsförderung dienen und nicht direkt auf einzelne Vermögenswerte zurechenbar sind (Investitionszulagen), sind mit 0,4 Mio. € (Vorjahr 0,4 Mio. €) in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten. (37) Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmten

Im Geschäftsjahr 2006 wurden in dieser Bilanzposition Verbindlichkeiten und Rückstellungen von einzustellenden Geschäftsbereichen und sonstigen Veräußerungsgruppen in Höhe von 2,1 Mio. € ausgewiesen.

Vermögenswerten

215

Konzernabschluss/-anhang

31.12.2007 Restlaufzeiten über 1-5 über 5 Jahre Jahre

(38) Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse Mio € Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen Sonstige Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften Sonstige Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten Gesamt

31.12.2007

31.12.2006

7,0

15,8

59,6 4,1

196,1 1,6

0,0 70,7

0,1 213,6

Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe des am Bilanzstichtag geschätzten Erfüllungsbetrags ausgewiesen werden. Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen sind alle über den geschäfts- und branchentypischen Rahmen hinausgehenden, nicht als Bürgschaft zu qualifizierenden vertraglichen Verpflichtungen, die gegenüber Dritten eingegangen wurden. Im Zusammenhang mit der Insolvenz der Babcock Borsig AG wurde für Garantien und Bürgschaften aus den ehemaligen Aktivitäten im Anlagen- und Schiffbau, für die eine Inanspruchnahme wahrscheinlich geworden ist, bereits in Vorjahren entsprechende Vorsorge durch die Bildung von Rückstellungen getroffen. Alle aus den ehemaligen Aktivitäten im Anlagen- und Schiffbau verbleibenden Garantien und Bürgschaften dienen zur Abwicklung laufender Geschäfte und werden mit ihren zum Stichtag valutierenden Beträgen angegeben. Durch Rückführung von Garantien und Bürgschaften reduzierte sich der Betrag im Geschäftsjahr entsprechend. Aus Beteiligungen an Gesellschaften bürgerlichen Rechts, über die Ergebnisab­ führungsverträge zu Organgesellschaften bestehen, sowie aus Arbeitsgemeinschaften und aus der Komplementärstellung bei Personengesellschaften haften die TUI Konzernunternehmen gesamtschuldnerisch. (39) Rechtsstreitigkeiten

Weder die TUI AG noch ihre Konzerngesellschaften sind an Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt oder beteiligt gewesen, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre gehabt haben, und es sind auch keine solchen Verfahren absehbar. Dies gilt auch für die im Klagewege geltend gemachten Gewährleistungs-, Rückforderungs- und sonstigen Ausgleichsansprüche im Zusammenhang mit in den letzten Jahren erfolgten Verkäufen von Tochtergesellschaften und Geschäftsbereichen. Die bereits im Jahre 2004 von dem Insolvenzverwalter der Babcock Borsig AG i.l. erhobene Klage wurde mittler­ weile in erster Instanz vom Landgericht Frankfurt/Main abgewiesen. Es wurde erneut nur eine Rückstellung in Höhe der voraussichtlichen, nicht erstattungsfähigen Prozess­ kosten gebildet, da auch in der zweiten Instanz eine Klageabweisung erwartet wird. Der Betreiber des Containerterminals im belgischen Zeebrugge hat CP Ships Ltd. und einige ihrer Tochterunternehmen im Jahre 1999 wegen angeblichen Vertragsbruchs im Zusammenhang mit dem Wechsel des belgischen Anlaufhafens von Zeebrugge nach Antwerpen auf Schadensersatz verklagt. Außerdem sind wegen behaupteter Unregelmäßigkeiten bei der Berichterstattung der CP Ships-Gruppe im Zusammenhang mit den im Jahre 2004 erfolgten Abschlusskorrekturen – insbesondere mit der Folge der Herabsetzung der Gewinne für das erste Quartal 2004 sowie für die vorangegangenen Jahre 2002 und 2003 – in den USA sieben und in Kanada drei Aktionärssammelklagen gegen CP Ships Ltd. erhoben worden. Auf Grundlage der

216

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

vorliegenden Erkenntnisse und Einschätzungen sind in beiden noch laufenden Verfahren die Voraussetzungen zur Bilanzierung von Verpflichtungen nicht erfüllt. Im Rahmen der Kaufpreiszuordnung zum 25. Oktober des Vorjahres sind diese beiden Klagen als Eventualschulden in Höhe von 58,8 Mio. US-Dollar berücksichtigt und angesetzt worden. Gegenläufige Erstattungsansprüche aus Versicherungen und sonstigen Verträgen wurden nicht angesetzt, da sie nicht als hochwahrscheinlich eingestuft werden können. Für alle eventuellen finanziellen Belastungen aus Gerichts- oder Schiedsverfahren wurden wie in den vergangenen Jahren bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet, denen zum Teil Leistungen aus Versicherungen gegenüberstehen. Insgesamt werden derartige Belastungen daher voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige finanzielle Lage haben. (40) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nominalwerte der sonstigen finanziellen Verpflichtungen 31.12.2007

Bestellobligo für Investitionen Übrige finanzielle Verpflichtungen Gesamt Beizulegender Zeitwert

576,6 185,0 761,6 721,9

Restlaufzeiten über 1-5 über 5 Jahre Jahre 2 654,9 499,4 3 154,3 2 686,2

219,9 9,8 229,7 149,7

Gesamt

Gesamt

Restlaufzeit über 1 Jahr

3 451,4 694,2 4 145,6 3 557,8

3 139,9 713,7 3 853,6 3 353,9

2 439,7 488,1 2 927,8 2 468,0

Der beizulegende Zeitwert der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurde durch Diskontierung der zukünftigen Ausgaben auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes von 5,5 % p.a. (Vorjahr 4,5 %) ermittelt. Die Diskontierung mit einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zinssatz von 4,5 % hätte einen um 96,7 Mio. € höheren beizulegenden Zeitwert ergeben. Die Erhöhung der nominellen Bestellobligen für Investitionen um insgesamt 311,5 Mio. € ist der Gesamteffekt aus einem Anstieg auf Grund der erstmaligen Einbeziehung der First Choice Holidays-Gruppe bei gleichzeitiger Verringerung auf Grund von Auslieferungen von Flugzeugen und Containerschiffen im laufenden Geschäftsjahr. Die übrigen finanziellen Verpflichtungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Verpflichtungen aus laufenden Bestellungen, Räumungs- und Wiederherstellungsverpflichtungen sowie Einzahlungsverpflichtungen und Haftungen aus Beteiligungen. Bestellobligen für touristische Leistungen werden ab dem Geschäftsjahr 2007 branchenüblich nicht mehr ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

217

Konzernabschluss/-anhang

Mio €

bis 1 Jahr

31.12.2006

Finanzielle Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Charterverträgen 31.12.2007

Mio € Hotelanlagen Reisebüros Verwaltungsgebäude Flugzeuge Schiffe und Container Sonstiges Gesamt Beizulegender Zeitwert

bis 1 Jahr

über 1-5 Jahre

89,6 93,8 55,3 290,7 538,1 55,1 1 122,6 1 064,1

391,2 290,3 172,8 688,4 1 196,2 149,3 2 888,2 2 459,6

Restlaufzeiten über 5-10 über 10 Jahre Jahre 71,4 132,6 93,4 114,4 537,0 46,2 995,0 648,4

1,0 66,4 68,1 41,4 54,8 14,5 246,2 144,1

31.12.2006

Gesamt

Gesamt

Restlaufzeit über 1 Jahr

553,2 583,1 389,6 1 134,9 2 326,1 265,1 5 252,0 4 316,2

433,6 418,6 350,9 882,4 2 219,2 153,8 4 458,5 3 827,1

341,7 346,9 294,4 636,1 1 556,2 94,8 3 270,1 2 689,9

Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Charterverträgen wurde durch Diskontierung der zukünftigen Ausgaben auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes von 5,5 % p.a. ermittelt. Die Diskontierung mit einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zinssatz von 4,5 % hätte einen um 147,3 Mio. € höheren beizulegenden Zeitwert ergeben. Die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betreffen ausschließlich Mietverträge, bei denen die Unternehmen des TUI Konzerns nach den IASB-Vorschriften nicht der wirtschaftliche Eigentümer der gemieteten Vermögenswerte sind (Operating Lease). Die Überprüfung, ob wirtschaftliches Eigentum vorliegt, wird insbesondere unter Berücksichtigung von vorhandenen Optionen zum Kauf der Vermögenswerte bzw. zur Verlängerung der Vertragslaufzeiten vorgenommen. Operative Leasingverträge für Flugzeuge enthalten grundsätzlich keine Kaufoption. Die laufenden Leasingraten umfassen in geringem Umfang auch einen Anteil für Wartungskosten. Die Grundmietzeit liegt in der Regel zwischen zwei und acht Jahren. Für Containerschiffe bestehen Leasingverträge mit unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen. In neu abgeschlossenen Leasingverträgen wird regelmäßig eine Kauf­ option vereinbart. Der Anstieg der Miet- und Pachtverpflichtungen für Hotelanlagen, Reisebüros und Flugzeuge resultiert hauptsächlich aus der erstmaligen Einbeziehung der First Choice Holidays-Gruppe.

Finanzinstrumente Grundsätze Risikomanagement

Risiken und Risikomanagement Durch seine Geschäftstätigkeit ist der TUI Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen das Marktrisiko (bestehend aus Währungsrisiko, Zinsrisiko und Marktpreisrisiko), das Ausfallrisiko und das Liquiditätsrisiko.

Die finanzwirtschaftliche Zielsetzung des Konzerns schreibt unter anderem vor, dass finanzwirtschaftliche Risiken zu begrenzen sind. Daraus abgeleitet sind konzernweit gültige Richtlinien und Vorschriften, die die Entscheidungsgrundlagen, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten für alle Finanztransaktionen verbindlich festlegen. Während die TUI AG in der Vergangenheit das zentrale Risikomanagement für den gesamten Konzern verantwortete und die Rolle der Konzernbank einnahm, wurde 218

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

nach Fusion der touristischen Aktivitäten des TUI Konzerns mit der First Choice Holidays-Gruppe die Aufgabenverteilung für das Risikomanagement entsprechend der neuen Konzernstruktur angepasst. So ist die TUI AG weiterhin für das Risiko­ management der Logistik-Sparte sowie der Hotelaktivitäten der TUI AG direkt verant­ wortlich. Die TUI Travel PLC hingegen nimmt diese Aufgaben nun für den touristischen Bereich der TUI Travel PLC unter Einbindung der TUI AG wahr. Für die konsistente Verfolgung der finanzwirtschaftlichen Zielsetzung des Konzerns sorgt eine enge Abstimmung beider Seiten. Gemäß den Richtlinien ist die Grundlage für die Absicherung der Konzerngesellschaften das jeweilige Risikoprofil und der Sicherungsterminplan der Gesellschaft. Die Konzerngesellschaften berichten an die TUI AG monatlich ihren aktuellen und geplanten Bedarf (oder Überschuss) an Fremdwährungen und Treibstoffen. Durch das Risikoprofil, den Sicherungsterminplan und die Monatsmeldung der Gesellschaften ergibt sich die jeweilige Sicherungsstrategie je Gesellschaft, auf deren Basis die TUI AG das Sicherungsportfolio mittels derivativer Finanzinstrumente eindeckt. Sowohl im Berichtszeitraum als auch im Vorjahreszeitraum sind sämtliche Transaktionen entsprechend der Planung eingetreten. Derivative Finanzinstrumente werden nur im Rahmen intern festgelegter Limite und sonstiger Vorschriften abgeschlossen. Dabei gilt, dass die eingesetzten Instrumente mit eigenen Mitteln (personell, organisatorisch und systemtechnisch) beherrschbar sein müssen. Als Sicherungsinstrumente werden ausschließlich nicht börsengehandelte Derivate eingesetzt. Dabei handelt es sich überwiegend um Festpreisgeschäfte (z.B. Termingeschäfte und Swaps) und Optionsgeschäfte. Der Abschluss der Geschäfte erfolgt zu Marktbedingungen mit bonitätsmäßig einwandfreien Adressen aus dem Finanzsektor. Alle Sicherungsgeschäfte des Konzerns sind grundsätzlich durch entsprechend bilanzierte oder künftige Grundgeschäfte unterlegt. Die Funktionsbereiche Handel, Abwicklung und Kontrolle sind organisatorisch strikt getrennt. Die Limite und die Einhaltung der Richtlinien werden laufend überwacht. Dabei wird für die Bewertung, Überwachung und Berichterstattung der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte sowie der Grundgeschäfte anerkannte Standardsoftware eingesetzt. Mindestens einmal pro Jahr werden die Prozesse, die angewendeten Verfahren und die Organisation des Risikomanagements durch die interne Revision und externe Prüfer auf die Einhaltung der Vorgaben geprüft. In diesem Zusammenhang erfolgt auch ein Benchmarking gegen allgemeine Industriestandards. Aus Marktrisiken resultieren Ergebnis-, Eigenkapital- und Zahlungsstromschwankungen. Zur Begrenzung bzw. Ausschaltung dieser Risiken hat der TUI Konzern verschiedene Sicherungsstrategien entwickelt, die den Einsatz derivativer Finanzinstrumente beinhalten. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der originären und derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag bezogen werden. Es ist sichergestellt, dass der jeweilige Bestand zum Bilanzstichtag repräsentativ für das Geschäftsjahr ist.

219

Konzernabschluss/-anhang

Marktrisiko

Die nachfolgend beschriebenen Analysen der risikoreduzierenden Tätigkeiten des TUI Konzern sowie die mit Hilfe der Sensitivitätsanalysen ermittelten Beträge stellen hypothetische und somit risikobehaftete und unsichere Angaben dar. Auf Grund nicht vorhersehbarer Entwicklungen an den weltweiten Finanzmärkten können sich die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den angeführten Angaben unterscheiden. Die in den Risikoanalysen verwendeten Methoden sind nicht als Prognosen zu­­ künftiger Ereignisse oder Verluste anzusehen, da sich der TUI Konzern ebenfalls Risiken ausgesetzt sieht, die entweder nicht finanziell oder nicht quantifizierbar sind. Diese Risiken beinhalten hauptsächlich Länder-, Geschäfts- und Rechtsrisiken, welche nicht Bestandteil der folgenden Darstellungen sind. Währungsrisiko

Aus den operativen Geschäften der Unternehmen des TUI Konzerns entstehen Einund Auszahlungen in Fremdwährung, denen nicht immer Zahlungen in derselben Währung mit gleichem Betrag und gleicher Fristigkeit gegenüberstehen. Unter der Ausnutzung möglicher Nettingeffekte (Aufrechnung von Ein- und Ausgaben der­ selben Währung mit gleicher oder ähnlicher Fristigkeit) werden seitens der TUI AG geeignete Sicherungsgeschäfte mit externen Kontrahenten abgeschlossen, um das Währungsrisiko zu begrenzen. Für Währungsgeschäfte in der Touristik beträgt der Umfang der abgeschlossenen Sicherungen, nach Festlegung der kalkulierten Katalogpreise, zwischen 95 % und 100 % des geplanten Währungsbedarfs der jeweiligen touristischen Saison. Die gesicherten Mengen werden an geänderte Planbedarfe auf Basis der monatlichen Berichterstattung der Tochtergesellschaften angepasst. Auch die Währungsabsicherung für die Gesellschaften der Schifffahrt erfolgt gemäß den gemeldeten Planexposures der monatlichen Berichterstattung der Gesellschaften. Die Sicherungsquoten liegen hier zwischen 80 % bis 100 % der gemeldeten Exposures. Im TUI Konzern werden Risiken aus Kursschwankungen von mehr als 20 Währungen gesichert, wobei die größten Sicherungsvolumina auf US-Dollar, Euro und britische Pfund entfallen. Aus dem operativen Geschäft entfällt das größte Sicherungsvolumen auf den USDollar. Im touristischen Geschäft fallen US-Dollar-Zahlungen hauptsächlich für den Bezug von Leistungen in nicht-europäischen Destinationen sowie für den Kauf von Flugzeugtreibstoff und die Anschaffung und Anmietung von Flugzeugen an. In der Sparte Schifffahrt werden wesentliche Beschaffungs- und Absatztransaktionen in US-Dollar getätigt. Auf Grund der Struktur des jeweiligen Geschäftes besteht in der Touristik ein erheblicher US-Dollar-Bedarf (short position), wohingegen in der Schifffahrt grundsätzlich US-Dollar-Überschüsse erzielt werden (long position). Der Euroraum begrenzt das Währungsrisiko aus Geschäften in den wichtigsten touristischen Zielgebieten auf diejenigen Konzernunternehmen, deren Funktionalwährung nicht der Euro ist. In der Sparte Touristik, und hier überwiegend im Bereich Europa Nord, wirken sich hauptsächlich die Wertänderungen des britischen Pfund sowie der schwedischen Krone aus. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch monetäre originäre und derivative Finanzinstrumente, deren Ausgabewährung von der funktionalen Währung eines Unternehmens abweicht. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Unter

220

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Berücksichtigung der unterschiedlichen funktionalen Währungen innerhalb des TUI Konzerns werden nachfolgend die Sensitivitätsanalysen jener Währungen dargestellt, die als relevante Risikovariablen identifiziert wurden. Wenn die jeweiligen funktionalen Währungen, im Wesentlichen der Euro, der US-Dollar und das Britische Pfund (GBP) gegenüber den übrigen Währungen um 10 % auf- oder abgewertet werden, ergäben sich folgende Effekte auf die Wertänderungsrücklage und das Ergebnis vor Ertragsteuern: Sensitivitätsanalyse – Währungsrisiken Mio €

31.12.2006

+ 10 %

- 10 %

+ 10 %

- 10 %

Gesamtheit aller Wechselkurse Wertänderungsrücklage Ergebnis vor Ertragsteuern

- 236,3 + 64,6

+ 276,9 - 71,3

- 68,4 + 36,8

+ 177,0 - 36,2

- 251,8 + 63,8

+ 293,3 - 73,4

- 153,8 - 2,4

+ 263,9 + 7,1

+ 70,5 - 14,7

- 65,0 + 16,7

+ 99,8 + 29,1

- 100,0 - 30,6

- 57,8 + 8,6

+ 61,7 - 7,5

+ 1,4 + 1,8

- 1,4 - 4,6

+ 8,8 - 1,2

- 8,8 + 1,4

+ 4,8 + 3,1

- 4,8 - 3,0

+ 4,8 + 7,8

- 4,8 - 8,2

- 0,3 + 4,7

+ 0,3 - 4,7

Wechselkurse wesentlicher Währungen €/US-Dollar Wertänderungsrücklage Ergebnis vor Ertragsteuern €/Britische Pfund Wertänderungsrücklage Ergebnis vor Ertragsteuern Britische Pfund/US-Dollar Wertänderungsrücklage Ergebnis vor Ertragsteuern €/Schweizer Franken Wertänderungsrücklage Ergebnis vor Ertragsteuern €/Schwedische Kronen Wertänderungsrücklage Ergebnis vor Ertragsteuern

Ein Marktwert-Zinsrisiko, d. h. die mögliche Veränderung des beizulegenden Zeitwertes eines Finanzinstrumentes auf Grund von Änderungen der Marktzinssätze, besteht vor allem bei festverzinslichen mittel- und langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten. Bei den begebenen Anleihen weicht der Marktwert von den bilanzierten Buchwerten ab. Da diese Finanzinstrumente jedoch grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten und nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, ergeben sich hieraus weder direkte Auswirkungen auf das Eigenkapital noch auf das Ergebnis. Bei Bilanzposten und Finanzderivaten, die auf variablen Zinssätzen basieren, ist der TUI Konzern hingegen Ergebnisrisiken ausgesetzt (Cash flow-Zinsrisiko). Dieses betrifft insbesondere die variabel verzinslichen Finanzschulden des Konzerns. Um dieses Risiko zu minimieren, werden gegebenenfalls Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Sensitivitätsanalyse – Zinsrisiko Mio € Veränderbare Variable: Zinsniveau für variabel verzinsliches Fremdkapital Ergebnis vor Ertragsteuern

31.12.2007

31.12.2006

- 100 + 100 - 100 + 100 Basispunkte Basispunkte Basispunkte Basispunkte - 12,2

+ 10,6

- 10,3

+ 11,0

221

Konzernabschluss/-anhang

Zinsrisiko

31.12.2007

Veränderbare Variable: Wechselkurs

Marktpreisrisiko im Commodity Bereich

Der TUI Konzern ist auf Grund seiner Geschäftstätigkeit sowohl in der Touristik als auch in der Logistik Marktpreisrisiken aus der Beschaffung von Treibstoffen ausgesetzt.

Die Absicherung der Marktpreisrisiken aus dem Einkauf von Flugzeugtreibstoffen orientiert sich am Sicherungsmodell der touristischen Gesellschaften. Zum Kalkulationszeitpunkt der jeweiligen Saison sind mindestens 95 % der Exposures gesichert. Dabei werden Möglichkeiten zur Erhebung von Treibstoffzuschlägen berücksichtigt. Die Absicherung von Treibstoffpreisrisiken bei den Gesellschaften der Schifffahrt erfolgt mittels Finanzderivaten und ferner unter Berücksichtigung anwendbarer geschäftsspezifischer Preisgleitklauseln. Der Sicherungsgrad der relevanten Exposures beträgt hier mindestens 80 %. Sensitivitätsanalyse – Marktpreisrisiken der Rohstoffe Mio € Veränderbare Variable: Treibstoffpreise Flugzeuge und Schiffe Wertänderungsrücklage Ergebnis vor Ertragsteuern Sonstige Marktpreisrisiken

31.12.2007

31.12.2006

+ 10 %

- 10 %

+ 10 %

- 10 %

123,1 0,0

- 118,4 0,0

73,8 0,2

- 72,4 - 1,6

Sonstige Marktrisiken sind Wertänderungen eines Finanzinstrumentes durch Schwankungen der Marktpreise. Mit Ausgabe der Wandelanleihe 2003/08 hat TUI einen Call Spread abgeschlossen. Die Wertentwicklung dieses Derivats ist abhängig von der Wertentwicklung der TUI Aktie und unterliegt somit dem Marktpreisrisiko. Sensitivitätsanalyse – Sonstige Marktpreisrisiken Mio € Veränderbare Variable: Aktienkurs TUI i. Z. m. Wandelanleihe 2003/08 Ergebnis vor Ertragsteuern

Ausfallrisiko

31.12.2007

31.12.2006

+ 10 %

- 10 %

+ 10 %

- 10 %

9,6

- 5,6

3,9

- 2,7

Das Ausfallrisiko bei den nicht derivativen Finanzinstrumenten ergibt sich aus dem Risiko, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Das maximale Ausfallrisiko wird einerseits durch die bilanzierten Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivater Finanzinstrumente mit positivem Marktwert), andererseits durch die Gewährung finanzieller Garantien definiert. Details zu den am Abschlussstichtag bestehenden Garantiebeträgen sind unter der Ziffer 38 dargestellt. Dabei werden rechtlich durchsetzbare Aufrechnungsmöglichkeiten zwischen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten berücksichtigt, bestehende Sicherheiten bleiben dagegen unbeachtet. Das Ausfallrisiko wird minimiert durch die hohen Anforderungen, die an die Bonität der Vertragspartner gestellt werden. Ausfallrisiken werden bei Vertragsabschluss eingehend geprüft und danach laufend überwacht, damit zeitnah auf eine Verschlechterung der Bonität des Vertrags­ partners reagiert werden kann. Hierbei sind grundsätzlich die jeweiligen Konzerngesellschaften des TUI Konzerns für das Ausfallrisiko des operativen Geschäfts ver­ant­ wort­lich. In Abhängigkeit von der Art der Geschäftstätigkeit und der Höhe des Kredit­ limits findet eine ergänzende Überwachung und Steuerung auf Konzernebene statt.

222

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Da der TUI Konzern in unterschiedlichen Geschäftsfeldern und Regionen tätig ist, sind Konzentrationen bedeutender Ausfallrisiken von Forderungen und Kredit­ ansprüchen gegenüber bestimmten Schuldnern oder Schuldnergruppen nicht zu erwarten; dies gilt auch für nennenswerte länderspezifische Konzentrationen von Ausfallrisiken. Soweit möglich werden im Rahmen des Ausfallrisikomanagements mit Geschäftspartnern Sicherheiten zur Minderung des Kreditrisikos verhandelt. Als Sicherheiten werden unter anderem Garantien der jeweiligen Mutterunternehmen, Bankgarantien bzw. -bürgschaften und die Hinterlegung von Barmitteln und Wertpapieren als Sicherheiten zur Reduzierung des Kreditrisikos akzeptiert. Das erkennbare Ausfallrisiko einzelner Forderungen wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Darüber hinaus werden auf Erfahrungswerte gestützte Wertberichtigungen auf Portfoliobasis vorgenommen. Hinsichtlich der Altersstrukturanalyse der Klasse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird auf die Angaben unter Ziffer 20 verwiesen. Zum Bilanzstichtag existieren im TUI Konzern keine finanziellen Vermögenswerte (Vorjahr 7,2 Mio €), die überfällig oder wertgemindert wären, wenn nicht die Vertragskonditionen neu ausgehandelt worden wären. Das Bonitätsmanagement erstreckt sich auch auf die derivativen Finanzinstrumente im TUI Konzern. Bei den abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumenten beschränkt sich das maximale Ausfallrisiko auf die Summe aller positiven Marktwerte dieser Instrumente, da bei Nichterfüllung seitens der Vertragspartner Vermögensverluste nur bis zu dieser Höhe entstehen würden. Ausfallrisiken sind durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit unterschiedlichen Schuldnern höchster Bonität nicht zu erwarten. Liquiditätsrisiken bestehen in möglichen finanziellen Engpässen und dadurch verursachten erhöhten Refinanzierungskosten. Aus diesem Grund bestehen die wesentlichen Ziele des TUI internen Liquiditätsmanagements in der jederzeitigen Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit, die stete Erfüllung vertraglicher Zahlungsverpflichtungen sowie in der Kostenoptimierung für den Gesamtkonzern. Der Liquiditätsbedarf des Konzerns wird über die Liquiditätsplanung ermittelt und ist über zu­­ gesagte Kreditlinien und flüssige Mittel gedeckt, so dass die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Konzerns sichergestellt ist. Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsströme der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente ersichtlich.

Konzernabschluss/-anhang

Liquiditätsrisiko

223

Zahlungsströme Finanzinstrumente (31.12.2007) Mio €

2008

Finanzschulden Anleihen - 541,9 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 398,5 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing­ verträgen - 37,2 Finanzschulden gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen - 24,8 Finanzschulden gegenüber Beteiligungsunternehmen - 3,1 Sonstige Finanzschulden - 107,4 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 2 670,2 Derivative Finanzinstrumente Sicherungsgeschäfte – Zuflüsse + 5 845,2 Sicherungsgeschäfte – Abflüsse - 5 656,1 Sonstige derivative Finanzinstrumente – Zuflüsse + 435,2 Sonstige derivative Finanzinstrumente – Abflüsse - 424,4 Sonstige Verbindlichkeiten - 120,1 Verbindlichkeiten i.Z.m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten - 0,0

Mittelzu- und -abflüsse 2009 2010-2011 ab 2012

- 533,4 - 521,1

- 2 524,8 - 1 439,2

- 0,0 - 339,0

- 202,9

- 37,3

- 24,3

- 0,0 - 0,0 - 3,8 - 8,8

- 0,0 - 0,0 - 11,5 - 0,0

- 0,0 - 0,0 - 28,7 - 0,0

+ 986,6 - 997,0 + 1,0 - 1,0 - 18,6

+ 1 752,4 - 1 877,2 + 37,2 - 43,7 - 55,8

+ 259,2 - 281,1 + 0,0 - 0,0 - 0,1

- 0,0

- 0,0

- 0,0

Zahlungsströme Finanzinstrumente (31.12.2006) Mio € Finanzschulden Anleihen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing­ verträgen Finanzschulden gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen Finanzschulden gegenüber Beteiligungsunternehmen Sonstige Finanzschulden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Derivative Finanzinstrumente Sicherungsgeschäfte – Zuflüsse Sicherungsgeschäfte – Abflüsse Sonstige derivative Finanzinstrumente – Zuflüsse Sonstige derivative Finanzinstrumente – Abflüsse Sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten i.Z.m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten

224

2007

Mittelzu- und -abflüsse 2008 2009-2011 ab 2012

- 131,3 - 300,5

- 514,5 - 209,1

- 1 825,8 - 557,9

- 471,8 - 146,0

- 41,9

- 40,8

- 220,4

- 35,8

- 33,7 - 6,3 - 103,7 - 1 956,2

- 0,5 - 0,0 - 12,9 - 2,1

- 1,6 - 0,0 - 36,4 - 0,0

- 0,0 - 0,0 - 21,1 - 0,0

+ 4 659,9 - 4 717,7 + 3 530,6 - 3 594,9 - 97,8

+ 1 087,9 - 1 096,9 + 10,1 - 10,0 - 2,3

+ 879,9 - 864,9 + 0,0 - 0,0 - 7,0

+ 226,2 - 222,0 + 0,0 - 0,0 - 0,0

- 2,1

- 0,0

- 0,0

- 0,0

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

In die Analyse der Zahlungsströme wurden alle zum Bilanzstichtag bestehenden originären und derivativen Finanzinstrumente einbezogen. Planzahlungen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Sofern finanzielle Verbindlichkeiten mit einem variablen Zinssatz ausgestattet sind, wurden zur Ermittlung der zukünftigen Zinszahlungen die am Bilanzstichtag fixierten Zinssätze auch für die folgenden Perioden verwendet. Jederzeit kündbare finanzielle Verbindlichkeiten werden dem frühesten Laufzeitband zugeordnet.

Strategie und Ziele

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte Der Einsatz von Derivaten ist gemäß den Ausführungsbestimmungen des TUI Konzerns erlaubt, wenn ihnen bilanzierte Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, vertragliche Ansprüche oder Verpflichtungen (Firm Commitments) bzw. geplante Transaktionen (Forecasted Transactions) zugrunde liegen. Dabei wird die Bilanzierung von Sicherungs­ beziehungen (Hedge Accounting) nach den Regelungen des IAS 39 insbesondere im Rahmen der Sicherung von Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme angewandt. Sicherungsbeziehungen werden im Berichtsjahr ausschließlich zur Absicherung von Zahlungsströmen (Cash Flow Hedges) abgebildet.

Zur Begrenzung der Währungsrisiken werden Devisentermingeschäfte und -optionen, im geringen Umfang auch Zins-/Währungsswaps, eingesetzt. Zur Absicherung externer Preisrisiken bei Rohstoffen werden Preissicherungsinstrumente in Form von Festpreis(Swaps) und Optionsgeschäften eingesetzt.

Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen

Zum 31. Dezember 2007 bestanden Grundgeschäfte zur Absicherung von Zahlungsströmen in Fremdwährung mit Laufzeiten bis zu sieben Jahre (Vorjahr: bis zu sieben Jahre). Die Laufzeiten der geplanten Grundgeschäfte zur Absicherung von Preis­risiken bei Rohstoffen betragen bis zu zwei Jahre (Vorjahr: bis zu drei Jahre). Im Falle der Bilanzierung von Sicherungsderivaten zur Absicherung von Zahlungsströmen wird der effektive Anteil der kumulierten Marktwertänderungen bis zum Eintritt des Grundgeschäfts erfolgsneutral in der Wertänderungsrücklage ausgewiesen und bei Abwicklung des gesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst. Aus Fremdwährungssicherungen und derivativen Finanz­ instrumenten zur Absicherung von Preisrisiken wurde im laufenden Geschäftsjahr ein Aufwand von 143,6 Mio. € (Vorjahr Ertrag von 109,0 Mio. €) in den Umsatz­ kosten und den Verwaltungsaufwendungen erfasst. Aus dem ineffektiven Anteil der Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Zahlungsströmen wurden Aufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr - 3,0 Mio. €) erfasst.

Konzernabschluss/-anhang

Sicherungsgeschäfte zur

225

Nominalwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente 31.12.2007 Restlaufzeiten bis über 1 Jahr 1 Jahr

Mio € Zinsinstrumente Swaps Währungsinstrumente Termingeschäfte Optionsgeschäfte Bandbreitengeschäfte Swaps und andere Währungsinstrumente Wareninstrumente Swaps Optionsgeschäfte Bandbreitengeschäfte

31.12.2006

Gesamt

Gesamt

Restlaufzeit über 1 Jahr

304,5

31,8

336,3

112,6

110,7

5 008,7 956,7 50,0 1 015,4

2 562,4 30,6 110,1 766,8

7 571,1 987,3 160,1 1 782,2

5 985,2 2 321,2 492,1 101,4

1 944,9 7,8 15,5 101,4

522,2 401,2 100,5

71,2 71,2 15,2

593,4 472,4 115,7

717,2 118,0 242,4

148,2 – 9,2

Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller den Geschäften zu Grunde liegenden Kauf- und Verkaufsbeträgen bzw. den jeweiligen Kontraktwerten der Geschäfte. Nicht eindeutig der Währungs- und Zinssicherung zuzuordnende Zins-/Währungs­ swaps (Cross Currency Interest Rate Swaps) werden bei der Darstellung unter den Währungssicherungsinstrumenten ausgewiesen. Beizulegende Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente

Die beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten entsprechen grundsätzlich dem Marktwert. Der für alle derivativen Finanzinstrumente ermittelte Marktpreis ist der Preis, zu dem eine Vertragspartei die Rechte und/oder Pflichten der jeweils anderen Vertragspartei übernehmen würde. Bei nicht börsengehandelten Derivaten wird der beizulegende Zeitwert durch geeignete finanzmathematische Methoden, z. B. durch Diskontierung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme, bestimmt. Die Terminkurse bzw. -preise von Termingeschäften richten sich nach den Kassakursen und -preisen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte abgeschlossener Optionsgeschäfte basiert auf dem Modell von Black & Scholes. Periodisch erfolgt ein Abgleich der mit den eigenen Systemen ermittelten Marktwerte mit Marktwertbestätigungen der externen Vertragspartner. Positive und negative Zeitwerte der als Forderung bzw. Verbindlichkeit ausgewiesenen derivativen Finanzinstrumente 31.12.2007 Mio € Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Zahlungsströmen für Währungsrisiken für Marktpreisrisiken Sicherungsgeschäfte Sonstige derivative Finanzinstrumente Gesamt

31.12.2006

Forder­ ungen

Verbind­ lichkeiten

Forder­­ ungen

Verbind­ lichkeiten

157,7 234,6 392,3 49,6 441,9

273,3 0,2 273,5 27,3 300,8

44,7 14,6 59,3 24,7 84,0

60,0 69,8 129,8 13,4 143,2

Finanzinstrumente, die zwar nach betriebswirtschaftlichen Kriterien zur Sicherung einer Risikoposition abgeschlossen werden, jedoch nicht die strengen Anforderungen des IAS 39 für die Bildung von Sicherungszusammenhängen erfüllen, werden als sonstige derivative Finanzinstrumente ausgewiesen. Hierzu zählen insbesondere

226

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

strukturierte Sicherungsgeschäfte wie der mit Ausgabe der Wandelanleihe 2003/08 abgeschlossene Call Spread sowie einige Fremdwährungsgeschäfte.

Zeitwerte

Finanzinstrumente – Zusätzliche Angaben Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Soweit Finanzinstrumente an einem aktiven Markt notiert sind, wie vor allem gehaltene Aktien und begebene Anleihen, stellt die jeweilige Notierung an diesem Markt den beizulegenden Zeitwert dar. Für nicht börsennotierte Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen und sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten wird der beizulegende Zeitwert als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme unter Berücksichtigung von Zinsstrukturkurven und des bonitätsabhängigen Kreditrisiko-Aufschlags (Credit-Spread) des TUI Konzerns ermittelt.

Für Finanzmittel, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten ist auf Grund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.

Konzernabschluss/-anhang

Buchwerte und beizulegende

227

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien zum 31.12.2007 Wertansatz Bilanz nach IAS 39

Mio € Aktiva Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Derivative Finanzinstrumente Hedge-Geschäfte Sonstige derivative Finanzinstrumente Finanzmittel Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte Passiva Finanzschulden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Derivative Finanzinstrumente Hedge-Geschäfte Sonstige derivative Finanzinstrumente Sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten i.Z.m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten

Bei­­Bei­ Bei­ zu­legender Wertanzulegender zulegender Zeitwert Anschaf- Zeitwert – Zeitwert – satz Bilanz Buchwert Finanzin­ nach Finanzin­ erfolgserfolgs­ fungsIAS 17 strumente strumente wirksam neutral kosten

Buchwert

Fortgeführte Anschaffungskosten

121,9



121,2

0,7





121,9

121,9

2 905,1

1 584,0







6,7

1 590,7

1 587,3

392,3





392,3





392,3

392,3

49,6 1 614,0

– 1 614,0

– –

– –

49,6 –

– –

49,6 1 614,0

49,6 1 614,0

















5 540,2

5 283,8







256,4

5 540,2

5 430,7

2 679,0

2 679,0









2 679,0

2 679,0

273,5





273,5





273,5

273,5

27,3 2 217,5

– 194,6

– –

– –

27,3 –

– –

27,3 194,6

27,3 194,6

















Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien zum 31.12.2006 Wertansatz Bilanz nach IAS 39

Mio € Aktiva Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Derivative Finanzinstrumente Hedge-Geschäfte Sonstige derivative Finanzinstrumente Finanzmittel Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte Passiva Finanzschulden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Derivative Finanzinstrumente Hedge-Geschäfte Sonstige derivative Finanzinstrumente Sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten i.Z.m. zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten

228

Bei­­WertanBei­ Bei­ zu­legender zulegender zulegender satz Bilanz Zeitwert nach Buchwert Anschaf- Zeitwert – Zeitwert – Finanzin­ IAS 17 Finanzin­ erfolgserfolgs­ fungswirksam (Leasing) strumente strumente neutral kosten

Buchwert

Fortgeführte Anschaffungskosten

123,1



107,4

15,7





123,1

123,1

2 129,7

1 318,8







9,7

1 328,5

1 324,0

59,3





59,3





59,3

59,3

24,7 688,7

– 688,7

– –

– –

24,7 –



24,7 688,7

24,7 688,7

171,4

109,5









109,5

109,5

3 899,6

3 608,5







291,1

3 899,6

3 883,3

1 958,4

1 958,4







1 958,4

1 958,4

129,8





129,8





129,8

129,8

13,4 1 579,0

– 107,1

– –

– –

13,4 –

– –

13,4 107,1

13,4 106,9

2,1

2,1









2,1

2,1

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

In den als zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente klassifizierten Finanz­ anlagen sind in Höhe von 88,5 Mio. € (Vorjahr 95,0 Mio. €) Anteile an Personenund Kapitalgesellschaften enthalten. Für diese nicht börsennotierten Beteiligungen wurde auf eine Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes auf Grund nicht verlässlich ermittelbarer Zahlungsströme verzichtet. Ebenfalls konnten keine verlässlichen beizulegenden Zeitwerte anhand vergleichbarer Transaktionen ermittelt werden. Aus dem Abgang von Anteilen der Klasse „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden, entstanden in den vorliegenden Geschäftsjahren keine wesentlichen Erträge bzw. Aufwendungen. Aggregation nach Bewertungskategorien des IAS 39 zum 31.12.2007 Beizulegender Zeitwert

Mio €

Buchwert

Beizulegender Zeitwert

Fort­geführte Anschaffungskosten

Anschaffungskosten

erfolgsneutral

erfolgswirksam

Gesamt

3 198,0







3 198,0

3 194,6

– –

121,2 –

0,7 –

– 49,6

121,9 49,6

121,9 49,6

8 157,4 –

– –

– –

– 27,3

8 157,4 27,3

7 983,5 27,3

Beizulegender Zeitwert

Buchwert

Beizulegender Zeitwert

Kredite und Forderungen Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung verfügbar zu Handelszwecken gehalten Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten zu Handelszwecken gehalten

Aggregation nach Bewertungskategorien des IAS 39 zum 31.12.2006

Mio €

Fort­geführte Anschaffungskosten

Anschaffungskosten

erfolgsneutral

erfolgswirksam

Gesamt

2 117,0







2 117,0

2 112,5

– –

107,4 –

15,7 –

– 24,7

123,1 24,7

123,1 24,7

5 676,1 –

– –

– –

– 13,4

5 676,1 13,4

5 670,4 13,4

Kredite und Forderungen Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung verfügbar zu Handelszwecken gehalten Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten zu Handelszwecken gehalten

Ergebniseffekte

Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 stellen sich wie folgt dar:

Nettoergebnisse der Finanzinstrumente

Mio € Kredite und Forderungen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Gesamt

2006 aus Zinsen

übriges Nettoergebnis

Netto­ ergebnis

39,1 6,3

57,6 –

- 25,1 1,3

32,5 1,3

142,6

142,6



54,9

54,9

14,9 143,8

- 286,3 - 98,3

- 267,3 - 209,7

6,7 37,8

- 260,6 - 171,9

aus Zinsen

Netto­ ergebnis

59,1 –

- 20,0 6,3

– - 301,2 - 242,1

229

Konzernabschluss/-anhang

2007 übriges Nettoergebnis

Neben Zinserträgen und Zinsaufwendungen besteht das Nettoergebnis im Wesentlichen aus dem Ergebnis aus Beteiligungen, Veräußerungsgewinnen/-verlusten, Effekten der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert sowie Wertberichtigungen. Aus nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten entstanden Provisionsaufwendungen in Höhe von 6,7 Mio. € (Vorjahr 7,6 Mio. €).

Kapital Risikomanagement Eine wesentliche Steuerungsgröße im Rahmen des Kapital Risikomanagements ist das Verhältnis zwischen der Konzern Netto-Verschuldung und dem Konzern-Eigenkapital nach IFRS (Gearing). Unter Risikogesichtspunkten ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Netto-Verschuldung und Eigenkapital anzustreben. Die derzeitige Zielsetzung des Konzerns liegt in einer Bandbreite des Gearing von 80 % bis 110 %. Um die Kapitalstruktur aktiv zu steuern, kann das Management des TUI Konzerns die Dividendenzahlung an die Aktionäre verändern, Kapital an die Aktionäre zurückzahlen, neue Aktien ausgeben oder Hybridkapital emittieren. Des Weiteren kann das Management Vermögenswerte verkaufen, um dadurch die Verschuldung des Konzerns zu reduzieren. Herleitung Gearing Mio € Durchschnittliche Finanzschulden Durchschnittliche Finanzmittel Durchschnittliche Konzern Netto-Verschuldung Durchschnittliches Konzern-Eigenkapital Gearing

230

31.12.2007

31.12.2006

4 895,0 1 738,6 3 156,4 3 183,6 99,1 %

4 245,3 1 106,6 3 138,7 3 821,1 82,1 %

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Wesentliche Tochtergesellschaften, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Jahres­ Nominal­ kapital i­n ergebnis in 1000 WE 1000 WE Touristik Atlantica Hellas S.A., Athen2) 3) First Choice Holidays PLC, Crawley5) Groupe Nouvelles Frontières S.A.S., Montreuil GRUPOTEL DOS S.A., C‘an Picafort2) 3) Hapag-Lloyd Fluggesellschaft mbH, Langenhagen JetAir N.V., Oostende1) Magic Life GmbH & Co. KG, Wien Riu Hotels S.A., Palma de Mallorca2) 3) RIUSA II S.A., Palma de Mallorca1) 4) Robinson Club GmbH, Hannover Tenuta di Castelfalfi S.p.A., Florenz Touraventure S.A., Montreuil TUI (Suisse) AG, Zürich TUI Deutschland GmbH, Hannover TUI InfoTec GmbH, Hannover1) 3) TUI Leisure Travel GmbH, Hannover TUI Nederland N.V., Rijswijk1) TUI Northern Europe Ltd., Luton1) TUI Österreich GmbH & Co. KG, Wien TUI Travel PLC, Crawley Turcotel Turizm A.S., Istanbul Schifffahrt Hapag-Lloyd AG, Hamburg1) Hapag-Lloyd Kreuzfahrten GmbH, Hamburg1) Sonstige Gesellschaften Preussag Finanz- und Beteiligungs-GmbH, Hannover Preussag Immobilien GmbH, Salzgitter Preussag UK Ltd., London Salzgitter Grundstücks- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Salzgitter TUI Beteiligungs GmbH, Hannover 1) 2) 3) 4) 5)

Beteiligungsanteil (%) davon gesamt mittelbar

€ GBP € € € € € € € € € € CHF € € € € GBP € GBP €

24 326 16 440 3 274 64 396 45 000 750 146 40 809 1 202 5 138 40 000 10 470 4 854 20 000 1 000 14 501 10 000 250 459 2 544 111 851 41 486

181 - 33 621 - 63 546 1 085 - 14 906 20 823 - 20 902 35 007 92 007 - 258 - 1 953 - 25 754 4 225 - 5 189 - 1 759 - 4 168 15 130 - 96 751 505 - 7 611 - 5 534

25,7 51,4 51,4 50,0 51,4 51,4 100 49,0 50,0 100 85,0 51,4 51,4 51,4 49,9 51,4 51,4 51,4 38,6 51,4 100

25,7 51,4 51,4 – 51,4 51,4 100 – – – – 51,4 51,4 51,4 49,9 51,4 51,4 51,4 38,6 – 100

USD €

33 743 520

48 024 10 118

100 100

– –

€ € GBP € €

148 001 25 856 82 000 71 427 500

– - 2 474 24 097 - 7 405 - 8 200

100 100 100 100 100

– 100 – – –

gemäß Gruppenabschluss Jahresergebnis gemäß Jahresabschluss zum 31.12.2007 Gemeinschaftsunternehmen Unternehmerische Leitung Jahresergebnis gemäß Gruppenabschluss für die Zeit vom 1.9. bis zum 31.12.2007

Konzernabschluss/-anhang

Die dargestellten Jahresergebnisse ergeben sich aus den nach den IFRS Vorschriften aufgestellten Einzel- oder Gruppenabschlüssen und beinhalten Ergebnisbestandteile, die im Rahmen der Konsolidierung des TUI Konzernabschlusses eliminiert werden.

231

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung In der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzuflüssen und Mittelabflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Auswirkungen infolge der Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert. (41) Mittelzufluss/Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit

Obwohl sich im Berichtsjahr die Einbeziehung der First Choice Holidays-Gruppe wegen des saisonbedingt schwachen letzten Jahresdrittels deutlich negativ ausgewirkt hat, der Mittelzufluss aus der Geschäftstätigkeit der 2006 veräußerten Geschäfts­­ bereiche (Geschäftsreise-Aktivitäten TQ3 Travel Solutions, Wolf Heiz- und Klimatechnik und IT-Dienstleistungsgesellschaften der TUI InfoTec) entfallen ist und der Verbrauch von Rückstellungen für die Restrukturierungs- und Integrationsprogramme in den Bereichen Schifffahrt und Touristik zu Mittelabflüssen geführt hat, ist durch die Verbesserung des Ergebnisniveaus sowohl der Touristik als auch der Schifffahrt ein um 102,0 Mio. € höherer Mittelfluss aus der laufenden Geschäfts­ tätigkeit zu verzeichnen. Im Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind auch Zinseinzahlungen enthalten. Im Geschäftsjahr wurden Zinsen in Höhe von 82,2 Mio. € (Vorjahr 64,5 Mio. €) vereinnahmt. Die Ertragsteuerzahlungen führten im Geschäftsjahr 2007 insgesamt zu Mittelabflüssen von 50,7 Mio. € (Vorjahr 62,1 Mio. €).

(42) Mittelzufluss/Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit

Die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle Anlagevermögen bzw. die Einzahlungen aus entsprechenden Veräußerungen decken sich nicht mit den bei der Entwicklung des Anlagevermögens gezeigten Zugängen bzw. Abgängen. Diese enthalten auch noch nicht zahlungswirksame Investitionen und Abgänge. Die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen enthalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen für sechs Containerschiffe und Zahlungen für drei im Berichtsjahr erworbene Containerschiffe. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit enthält – verrechnet mit den er­­ worbenen Finanzmitteln – die Zahlungen für den Erwerb von Anteilen an zu konsolidierenden Tochter­unternehmen. In der Konzernbilanz sind infolge des Erwerbs von Anteilen an zu konsolidierenden Tochterunternehmen Zugänge bei Geschäfts- oder Firmenwerten, Vermögenswerten und Schulden enthalten. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2007 für Akquisitionen von Anteilen an Tochtergesellschaften und Beteiligungen Zahlungen in Höhe von rund 111,5 Mio. € (Vorjahr rund 43,9 Mio. €) geleistet. Die durch die Käufe erworbenen Finanzmittel belaufen sich auf rund 23,4. €.

232

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Erhaltene Dividendenzahlungen einschließlich der von Equity-Gesellschaften erhaltenen ­Dividenden führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Mittelzuflüssen in Höhe von 24,1 Mio. € (Vorjahr 22,9 Mio. €). Nicht zahlungswirksame Investitionen wurden vor allem in der Sparte TUI Hotels & Resorts über den Abschluss von Finanzierungsleasingverträgen vorgenommen. Durch den Abschluss von Leasingverträgen wurden insgesamt 15,9 Mio. € (Vorjahr 76,9 Mio. €) investiert. Die Zahlungsströme aus der Investitionstätigkeit enthalten aktivierte Fremdkapitalzinsen in Höhe von 14,1 Mio. € (Vorjahr 7,0 Mio. €). (43) Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungs­ tätigkeit

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit ist im Geschäftsjahr 2007 wesentlich durch die Aufnahme von 694,0 Mio. € als Wandelanleihe und 150,0 Mio. € durch Privatplatzierungen geprägt. Weitere Darlehen in Höhe von 159,0 Mio. € wurden zur Finanzierung zweier Schiffe aufgenommen. Nach dem Zugang der First Choice Holidays-Gruppe wurde die Finanzverschuldung der First Choice durch eine syndizierte Kreditinie der TUI Travel PLC refinanziert, die sich als Tilgung in Höhe von rund 0,7 Mrd. € und Neuaufnahme in gleicher Höhe in den entsprechenden Zahlungsströmen widerspiegelt Die Zahlungsströme aus der Finanzierungstätigkeit enthalten neben den Finanz­ mittelflüssen auf Grund von aufgenommenen bzw. getilgten Finanzschulden auch die im Geschäftsjahr gezahlten Zinsen. Bei der für die TUI AG ausgewiesenen Dividende handelt es sich um die Bedienung des Hybridkapitals.

Finanzmittelbestands

Der Finanzmittelbestand umfasst alle flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. Die Einflüsse aus wechselkursbedingten Bewegungen der Zahlungsmittel werden gesondert dargestellt. Ebenfalls gesondert werden die­ jenigen konsolidierungskreisbedingten Veränderungen des Finanzmittelbestands dargestellt, die nicht aus Unternehmenskäufen bzw. -verkäufen resultieren. Hier sind die aus der Fusion mit der First Choice-Gruppe zugegangenen Zahlungsmittel in Höhe von 438,9 Mio. € enthalten. Zum 31. Dezember 2007 unterlagen Finanzmittelbestände in Höhe von 0,2 Mrd. € Verfügungsbeschränkungen. Es handelt sich hierbei um Gelder, die Reiseveranstalter auf Grund staatlicher Vorschriften zur Sicherung touristischer Leistungen hinterlegen müssen.

Konzernabschluss/-anhang

(44) Entwicklung des

233

Sonstige Erläuterungen

Wesentliche Transaktionen nach dem Bilanzstichtag Mitte Januar 2008 hat die TUI AG eine Finanzierung mit einem Nominalvolumen von 450,0 Mio. € und mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2013 aufgenommen, die von der Deutschen Bank im Rahmen einer Umtauschanleihe (so genannter „Exchangeable Bonds“) strukturiert worden ist. Die TUI AG hat zu diesem Zweck aus ihrem Bestand 10,7 % der TUI Travel PLC-Aktien rechtlich an die Deutsche Bank veräußert, die ihrerseits diese Aktien an die Nero Finance übertrug. Die Nero Finance, an der die TUI AG keine Beteiligung hält, emittierte eine mit dem Recht zum Tausch in TUI Travel PLC-Aktien ausgestattete Umtauschanleihe mit Barausgleichsoption und einer jährlichen 4,50%igen Verzinsung. Gleichzeitig ist zwischen der TUI AG und der Deutschen Bank bzw. der Nero Finance eine Vereinbarung geschlossen worden, wonach die Nero Finance sich verpflichtet hat, die Stimmrechte aus den von ihr gehaltenen Aktien nach Weisung der TUI AG auszuüben. Der wirtschaftliche Nutzen aus dem Bezug der auf die von der Nero Finance gehaltenen Aktien entfallenden Dividenden der TUI Travel PLC verbleibt ebenso bei der TUI AG. Sofern Inhaber der „Exchangeable Bonds“ ihr Recht auf Umtausch nicht ausüben, ist die TUI AG am Ende der Laufzeit zum Rückkauf von TUI Travel PLC-Aktien zum Nominalwert der Anleihe verpflichtet. Im Falle der Ausübung von Umtauschrechten hat die TUI AG das Recht, durch Nutzung der Barausgleichsoption die TUI Travel PLC-Aktien zum Marktwert zurückzukaufen. Die TUI AG verfügt weiterhin über „Control“ an deren Tochterunternehmen TUI Travel PLC. Darüber hinaus wurden im Erhellungszeitraum zwischen Bilanzstichtag und Erteilung des Bestätigungsvermerks durch den Wirtschaftsprüfer (3. März 2008) keine wesentlichen Transaktionen beschlossen, eingeleitet oder durchgeführt.

Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers Für die im Geschäftsjahr 2007 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind insgesamt Aufwendungen in Höhe von 5,0 Mio. € erfasst worden. Dabei entfielen 2,7 Mio. € auf Abschlussprüfungen, 2,2 Mio. € auf sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen und 0,1 Mio. € auf sonstige Leistungen, die für die TUI AG oder ihre Tochterunternehmen erbracht worden sind. Der Anstieg der Aufwendungen für Abschlussprüfungen um 0,2 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus eingelegten prüfungspflichtigen Rumpfgeschäftsjahren von deutschen touristischen Tochtergesellschaften der TUI AG auf Grund der im Zuge der Errichtung der TUI Travel PLC erfolgten gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen.

234

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Bezüge der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder Die gewährten Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr betrugen 16 391,7 Tsd. € (Vorjahr 7 368,0 Tsd. €). Im Rahmen des langfristigen Anreizprogramms erhielten die Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 1 164,1 Tsd. € (Vorjahr 17,0 Tsd. €). Der im Vorjahr gewährte Betrag wurde im März 2007 in 963 virtuelle Aktien der TUI AG umgerechnet. Die Umrechnung des für 2007 gewährten Betrags erfolgt durch die Aufsichtsratssitzung im März 2008. Die Pensionsrückstellungen für aktive Vorstandsmitglieder betragen zum Bilanzstichtag 19 929 Tsd. € (Vorjahr 20 663 Tsd. €). Die gewährten Gesamtbezüge der Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr betrugen 2 838,5 Tsd. € (Vorjahr 1 939,2 Tsd. €). Für ehemalige Vorstandmitglieder und deren Hinterbliebene beliefen sich die Gesamtbezüge im Geschäftsjahr auf 7 011 Tsd. € ein­ schließlich einer einmaligen Abfindung in Höhe von 777 Tsd. € (Vorjahr 5 652 Tsd. €). Die Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinter­ bliebenen betrugen am Bilanzstichtag 34 780 Tsd. € (Vorjahr 47 811 Tsd. €). Hinsichtlich der individualisierten Angaben und weiteren Einzelheiten zum Vergütungssystem wird auf den Vergütungsbericht im Lagebericht verwiesen.

Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die TUI AG in Ausübung ihrer normalen Geschäftstätigkeit in unmittelbaren oder mittelbaren Beziehungen mit nahe stehenden Unternehmen. Nahe stehende Unternehmen, die vom TUI Konzern beherrscht werden oder auf die der TUI Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, sind in der Liste des Anteilsbesitzes verzeichnet, die im elektronischen Bundesanzeiger (www.ebanz.de) veröffentlicht wird. Zum Kreis der nahe stehenden Unternehmen gehören sowohl reine Kapitalbeteiligungen als auch Unternehmen, die Lieferungen oder Leistungen für Unternehmen des TUI Konzerns erbringen.

Mio € Vom Konzern erbrachte Leistungen Management- und Beratungsleistungen Verkauf touristischer Leistungen Vertriebsleistungen Sonstige Leistungen (Containerumschlag) Gesamt Vom Konzern empfangene Leistungen Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen Einkauf von Hotelleistungen Zielgebietsservice Vertriebsleistungen Containerumschlag und Terminalleistungen Sonstige Leistungen Gesamt

2007

2006

25,3 0,0 7,8 49,1 82,2

30,1 5,4 8,2 – 43,7

26,6 69,9 123,9 0,0 59,1 11,0 290,5

30,6 119,2 160,7 4,2 43,4 12,0 370,1

235

Konzernabschluss/-anhang

Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen (ohne Management in Schlüsselpositionen)

Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen (ohne Management in Schlüsselpositionen) Mio € Vom Konzern erbrachte Leistungen gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen assoziierten Unternehmen sonstigen Beteiligungsunternehmen natürlichen Personen Gesamt Vom Konzern empfangene Leistungen von verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen assoziierten Unternehmen sonstigen Beteiligungsunternehmen natürlichen Personen Gesamt

2007

2006

7,8 10,9 50,4 – 13,1 82,2

9,8 17,9 3,6 – 12,4 43,7

24,8 153,1 83,3 26,1 3,2 290,5

24,8 178,6 102,2 57,9 6,6 370,1

Geschäfte mit assoziierten Beteiligungsunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden hauptsächlich in der Sparte Touristik abgewickelt. Sie betreffen insbesondere die touristischen Leistungen der Zielgebietsagenturen sowie der Hotelgesellschaften, die von den Veranstaltern des Konzerns in Anspruch genommen werden. Alle Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen enthalten wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen. Die zum Stichtag bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten sind in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber den verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen sowie gegenüber den Beteiligungsunternehmen enthalten. Die sich aus den Kapitalbeteiligungen und aus der Finanzierung ergebenden Erträge und Aufwendungen sind für alle einbezogenen Unternehmen insgesamt beim Finanz­ ergebnis sowie für die einzelnen Sparten im Rahmen der Segmentberichterstattung angegeben, in der zudem das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen je Sparte gesondert genannt wird. Das assoziierte Unternehmen Riu Hotels S.A. hielt am Bilanzstichtag 5,1 % der Aktien an der TUI AG. Frau Carmen Riu Güell und Herr Abel Matutes Juan sind Mitglieder im Aufsichtsrat der TUI und halten jeweils indirekt 5,1 % bzw. 2,4 % der Aktien an der TUI AG. Das Management in den Schlüsselpositionen des Konzerns – der Vorstand und der Aufsichtsrat – stellt im Sinne des IAS 24 nahe stehende Personen dar, dessen Vergütungen gesondert anzugeben sind.

236

Konzernanhang Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Segmentberichterstattung Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Wesentliche Beteiligungen Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Erläuterungen

Mio €

2007

2006

Kurzfristig fällige Leistungen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Andere langfristig fällige Leistungen Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Aktienbasierte Vergütungen Gesamt

16,8 0,5 1,1 0,9 1,2 20,5

8,8 2,0 0,5 5,3 – 16,6

Konzernabschluss/-anhang

Bei den Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses handelt es sich um die im jeweiligen Geschäftsjahr im Rahmen der Zuführungen zu Pensionsrück­ stellungen für die aktiven Vorstandsmitglieder erfassten laufenden Versorgungsaufwendungen. Diese Aufwendungen stellen gemäß des Corporate Governance Kodex keine Vergütungen des Vorstands dar. Die Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses betreffen mit 0,1 Mio. € die Bildung einer Rückstellung.

237

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungs­ legungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Hannover, 4. März 2008 Der Vorstand

Frenzel

Baier

Feuerhake

238

Behrendt

Engelen

Long

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

„Wir haben den von der TUI AG, Berlin und Hannover, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzern­ lagebericht der TUI AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hin­ reichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berück­ sichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungs­legungs­ bezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammen­gefassten Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hin­reichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Konzernabschluss/-anhang

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

239

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Hannover, 4. März 2008 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Norbert Winkeljohann Wirtschaftsprüfer

240

Sven Rosorius Wirtschaftsprüfer

Touristik TUI Travel PLC Die Touristik-Sparte der TUI wurde in 2007 – ausgenommen die unter TUI Hotels & Resorts zusammengefassten Hotelbeteiligungen – mit dem britischen Reisekonzern First Choice fusioniert. Unter dem Namen TUI Travel PLC ist damit einer der größten Reisekonzerne der Welt geschaffen worden. Die neue Gesellschaft hat ihren Sitz in Großbritannien und ist an der Londoner Börse gelistet. Die TUI AG hielt am Bilanzstichtag mit 51 Prozent die Aktienmehrheit der TUI Travel PLC; diese wurde somit vollständig im Konzernabschluss der TUI AG konsolidiert. Das Geschäft der neuen TUI Travel PLC umfasst die vier Bereiche Mainstream Holidays, Specialist Holidays, Activity Holidays und Online Destination Services. Mit rund 30 Millionen Kunden ist TUI Travel PLC in 180 Ländern international aktiv. TUI Hotels & Resorts Unter TUI Hotels & Resorts sind die Hotelaktivitäten des TUI Konzerns gebündelt. Mit ihren 237 Hotels und mehr als 144 000 Betten ist TUI Hotels & Resorts der größte Ferienhotelanbieter Europas. Marken wie Riu, Robinson und Grecotel ge­­ hören zum Portfolio. Der Schwerpunkt liegt auf Häusern der 4-Sterne-Kategorie. Der Bereich wird direkt von der TUI AG geführt.

Schifffahrt Containerschifffahrt Die in Hamburg ansässige Reederei Hapag-Lloyd bietet in über 100 Ländern Linienverkehre und logistische Dienstleistungen rund um den Containertransport an. Seit der Übernahme der kanadischen Containerlinie CP Ships in 2005 rangiert das Unternehmen unter den fünf größten weltweit tätigen Containerreedereien. Die Flotte umfasst 141 Containerschiffe mit einer Transportkapazität von ins­gesamt 493 000 Standardcontainern. Die Schiffe agieren global in den Fahrt­ gebieten Fernost, Transpazifik, Atlantik, Lateinamerika sowie in Australasien. Kreuzfahrten Hapag-Lloyd Kreuzfahrten ist einer der führenden Anbieter für Premium- und Luxuskreuzfahrten im deutschsprachigen Raum. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Expeditionskreuzfahrten. Das Flaggschiff der Flotte ist die „Europa“, das weltweit einzige Kreuzfahrtschiff der 5-Sterne-Plus-Kategorie. In 2007 haben Royal Caribbean Cruises Ltd. und TUI AG mit der Gründung eines Joint Ventures den Grundstein für den Einstieg in den deutschen PremiumVolumenmarkt für Kreuzfahrten gelegt. TUI Cruises wird das erste Schiff 2009 in Dienst stellen.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Der Geschäftsbericht, insbesondere der Prognosebericht als Teil des Lageberichts, enthält verschiedene Prognosen und Erwartungen sowie Aussagen, die die zukünftige Entwicklung des TUI Konzerns und der TUI AG betreffen. Diese Aussagen beruhen auf Annahmen und Schätzungen und können mit bekannten und unbekannten Risiken und Un­gewiss­ heiten verbunden sein. Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse sowie die Finanz- und Vermögenslage können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Gründe hierfür können, neben anderen, Marktschwankungen, die Entwicklung der Weltmarktpreise für Rohstoffe sowie der Finanzmärkte und Wechselkurse, Veränderungen nationaler und inter­nationaler Gesetze und Vorschriften oder grundsätzliche Veränderungen des wirtschaftlichen und politischen Umfelds sein. Es ist weder beabsichtigt noch übernimmt TUI eine ge­­ sonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren oder sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Erscheinen dieses Geschäftsberichts anzupassen.

Impressum Konzept, Gestaltung und Produktion HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG, Hamburg Irlenkäuser Communication GmbH, Düsseldorf Fotos Armin Brosch (S. 4) Hapag-Lloyd (Umschlag, S. 20-27, S. 58) World of TUI Picture Pool (Umschlag, S. 12-19, S. 48) Druck ColorDruckLeimen GmbH

Inhalt

4 An unsere Aktionäre

26 Lagebericht 28 41 49 58 65 70 75 86 87 95 101 103 105 107

Geschäft und Rahmenbedingungen Umsatz und Ertrag des Konzerns Touristik Schifffahrt Ertragslage Vermögenslage Finanzlage Nachtragsbericht Risikobericht Vergütungsbericht Forschung und Entwicklung Mitarbeiter Umweltschutz Prognosebericht

112 Corporate Governance 114 118 121 122 127 132 133

Corporate Governance Bericht Aufsichtsrat Vorstand Bericht des Aufsichtsrats TUI Aktie TUI Konzern in Zahlen Nachhaltige Entwicklung

140 Konzernabschluss 142 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 143 Konzernbilanz 144 Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen 144 Kapitalflussrechnung

145 Konzernanhang 145 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 168 Segmentberichterstattung 177 Erläuterungen zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung 187 Erläuterungen zur Konzernbilanz 231 Wesentliche Beteiligungen 232 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 234 Sonstige Erläuterungen 238 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 239 Bestätigungsvermerk

Dieser Bericht sowie der Jahresabschluss der TUI AG liegen in deutscher und englischer Sprache vor. Beide Fassungen stehen im Internet unter www.tui-group.com zum Download zur Ver­fügung. Zudem wird eine interaktive Online-Version des Geschäftsberichts im Internet angeboten.

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Touristik TUI Travel PLC Die Touristik-Sparte der TUI wurde in 2007 – ausgenommen die unter TUI Hotels & Resorts zusammengefassten Hotelbeteiligungen – mit dem britischen Reisekonzern First Choice fusioniert. Unter dem Namen TUI Travel PLC ist damit einer der größten Reisekonzerne der Welt geschaffen worden. Die neue Gesellschaft hat ihren Sitz in Großbritannien und ist an der Londoner Börse gelistet. Die TUI AG hielt am Bilanzstichtag mit 51 Prozent die Aktienmehrheit der TUI Travel PLC; diese wurde somit vollständig im Konzernabschluss der TUI AG konsolidiert. Das Geschäft der neuen TUI Travel PLC umfasst die vier Bereiche Mainstream Holidays, Specialist Holidays, Activity Holidays und Online Destination Services. Mit rund 30 Millionen Kunden ist TUI Travel PLC in 180 Ländern international aktiv. TUI Hotels & Resorts Unter TUI Hotels & Resorts sind die Hotelaktivitäten des TUI Konzerns gebündelt. Mit ihren 237 Hotels und mehr als 144 000 Betten ist TUI Hotels & Resorts der größte Ferienhotelanbieter Europas. Marken wie Riu, Robinson und Grecotel ge­­ hören zum Portfolio. Der Schwerpunkt liegt auf Häusern der 4-Sterne-Kategorie. Der Bereich wird direkt von der TUI AG geführt.

Schifffahrt Containerschifffahrt Die in Hamburg ansässige Reederei Hapag-Lloyd bietet in über 100 Ländern Linienverkehre und logistische Dienstleistungen rund um den Containertransport an. Seit der Übernahme der kanadischen Containerlinie CP Ships in 2005 rangiert das Unternehmen unter den fünf größten weltweit tätigen Containerreedereien. Die Flotte umfasst 141 Containerschiffe mit einer Transportkapazität von ins­gesamt 493 000 Standardcontainern. Die Schiffe agieren global in den Fahrt­ gebieten Fernost, Transpazifik, Atlantik, Lateinamerika sowie in Australasien. Kreuzfahrten Hapag-Lloyd Kreuzfahrten ist einer der führenden Anbieter für Premium- und Luxuskreuzfahrten im deutschsprachigen Raum. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Expeditionskreuzfahrten. Das Flaggschiff der Flotte ist die „Europa“, das weltweit einzige Kreuzfahrtschiff der 5-Sterne-Plus-Kategorie. In 2007 haben Royal Caribbean Cruises Ltd. und TUI AG mit der Gründung eines Joint Ventures den Grundstein für den Einstieg in den deutschen PremiumVolumenmarkt für Kreuzfahrten gelegt. TUI Cruises wird das erste Schiff 2009 in Dienst stellen.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Der Geschäftsbericht, insbesondere der Prognosebericht als Teil des Lageberichts, enthält verschiedene Prognosen und Erwartungen sowie Aussagen, die die zukünftige Entwicklung des TUI Konzerns und der TUI AG betreffen. Diese Aussagen beruhen auf Annahmen und Schätzungen und können mit bekannten und unbekannten Risiken und Un­gewiss­ heiten verbunden sein. Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse sowie die Finanz- und Vermögenslage können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Gründe hierfür können, neben anderen, Marktschwankungen, die Entwicklung der Weltmarktpreise für Rohstoffe sowie der Finanzmärkte und Wechselkurse, Veränderungen nationaler und inter­nationaler Gesetze und Vorschriften oder grundsätzliche Veränderungen des wirtschaftlichen und politischen Umfelds sein. Es ist weder beabsichtigt noch übernimmt TUI eine ge­­ sonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren oder sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Erscheinen dieses Geschäftsberichts anzupassen.

Impressum Konzept, Gestaltung und Produktion HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG, Hamburg Irlenkäuser Communication GmbH, Düsseldorf Fotos Armin Brosch (S. 4) Hapag-Lloyd (Umschlag, S. 20-27, S. 58) World of TUI Picture Pool (Umschlag, S. 12-19, S. 48) Druck ColorDruckLeimen GmbH

Inhalt

4 An unsere Aktionäre

26 Lagebericht 28 41 49 58 65 70 75 86 87 95 101 103 105 107

Geschäft und Rahmenbedingungen Umsatz und Ertrag des Konzerns Touristik Schifffahrt Ertragslage Vermögenslage Finanzlage Nachtragsbericht Risikobericht Vergütungsbericht Forschung und Entwicklung Mitarbeiter Umweltschutz Prognosebericht

112 Corporate Governance 114 118 121 122 127 132 133

Corporate Governance Bericht Aufsichtsrat Vorstand Bericht des Aufsichtsrats TUI Aktie TUI Konzern in Zahlen Nachhaltige Entwicklung

140 Konzernabschluss 142 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 143 Konzernbilanz 144 Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen 144 Kapitalflussrechnung

145 Konzernanhang 145 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 168 Segmentberichterstattung 177 Erläuterungen zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung 187 Erläuterungen zur Konzernbilanz 231 Wesentliche Beteiligungen 232 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 234 Sonstige Erläuterungen 238 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 239 Bestätigungsvermerk

Dieser Bericht sowie der Jahresabschluss der TUI AG liegen in deutscher und englischer Sprache vor. Beide Fassungen stehen im Internet unter www.tui-group.com zum Download zur Ver­fügung. Zudem wird eine interaktive Online-Version des Geschäftsberichts im Internet angeboten.

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Ordentliche Hauptversammlung 2008 Zwischenbericht Januar bis März 2008 Zwischenbericht Januar bis Juni 2008 Zwischenbericht Januar bis September 2008

TUI AG Karl-Wiechert-Allee 4 30625 Hannover

7. Mai 2008* 15. Mai 2008* 14. August 2008* 14. November 2008*

Geschäftsbericht 2007

Finanzkalender 2008

Geschäftsbericht 2007 Neue Dimensionen. Neue Möglichkeiten.

Kurzprofil

* voraussichtlich

Kontakt

TUI ist mit ihren beiden Sparten Touristik und Schifffahrt inter­ national aufgestellt. In der Touristik ist durch die Fusion mit First Choice die TUI Travel PLC entstanden, eines der weltweit größten Touristikunternehmen. In der Schifffahrt besetzt der Konzern mit Hapag-Lloyd, der fünftgrößten Containerschifffahrtslinie der Welt, eine führende Position. In beiden Geschäftsfeldern überzeugt TUI ihre Kunden als Qualitätsanbieter.

TUI AG Karl-Wiechert-Allee 4 30625 Hannover

Postfach 61 02 09 30602 Hannover

Die gute Positionierung beider Sparten in ihren Märkten und die weitere Stärkung der Touristik mit der Schaffung der neuen TUI Travel PLC in 2007 bilden eine sichere Basis für weiteres Wachstum des Konzerns.

Telefon 05 11.5 66 - 00 Telefax 05 11.5 66 - 19 01 E-Mail [email protected] Internet www.tui-group.com Investor Relations E-Mail [email protected] Telefon 05 11.5 66 -14 25 Telefax 05 11.5 66 -10 96

TUI AG

Konzern-Kommunikation E-Mail [email protected] Telefon 05 11.5 66 -14 08 Telefax 05 11.5 66 -11 66

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Ordentliche Hauptversammlung 2008 Zwischenbericht Januar bis März 2008 Zwischenbericht Januar bis Juni 2008 Zwischenbericht Januar bis September 2008

TUI AG Karl-Wiechert-Allee 4 30625 Hannover

7. Mai 2008* 15. Mai 2008* 14. August 2008* 14. November 2008*

Geschäftsbericht 2007

Finanzkalender 2008

Geschäftsbericht 2007 Neue Dimensionen. Neue Möglichkeiten.

Kurzprofil

* voraussichtlich

Kontakt

TUI ist mit ihren beiden Sparten Touristik und Schifffahrt inter­ national aufgestellt. In der Touristik ist durch die Fusion mit First Choice die TUI Travel PLC entstanden, eines der weltweit größten Touristikunternehmen. In der Schifffahrt besetzt der Konzern mit Hapag-Lloyd, der fünftgrößten Containerschifffahrtslinie der Welt, eine führende Position. In beiden Geschäftsfeldern überzeugt TUI ihre Kunden als Qualitätsanbieter.

TUI AG Karl-Wiechert-Allee 4 30625 Hannover

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Die gute Positionierung beider Sparten in ihren Märkten und die weitere Stärkung der Touristik mit der Schaffung der neuen TUI Travel PLC in 2007 bilden eine sichere Basis für weiteres Wachstum des Konzerns.

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TUI AG

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