Herzlichen Glückwun en Glückwun en Glückwunsch - Sächsischer

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20. Jahrgang * Heft 116 Oktober 2016 1,50 Euro Erhältlich in der Geschäftsstelle, ein kostenloses Heft für die Vereine des Sächsischen Kanu-Verbande...

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20. Jahrgang * Heft 116

Oktober 2016

1,50 Euro Erhältlich in der Geschäftsstelle, ein kostenloses Heft für die Vereine des Sächsischen Kanu-Verbandes. http://www.kanu-sachsen.de

OL YMPI SCHE SPIELE IN RI O OLYMPI YMPISCHE RIO

Säch sisch an uten Sächsisch sischee K Kan anuten e! erf olgr ei ch wi erfolgr olgrei eich wiee ni nie! ST AD TRA AL TUNG STAD ADTRA TRATT GEGEN VERW VERWAL ALTUNG

Neubau im K an uKan anupark beschlossen LABE ODER LÖWS Fotos: RIO2016.com

Elbef ahrt 2016 Elbefahrt SPORTP ARK RABENBERG SPORTPARK

Der „K apitän“ ggeh eh „Kapitän“ ehtt von Bor d Bord

Herzli ch en Glückwun sch ! erzlich chen Glückwunsch

SÄCH SI SCHER KANU-VERB AND ee.V .V SÄCHSI SISCHER KANU-VERBAND .V.. Geschäftsstelle : Goyastraße 2d, 04105 Leipzig Telefon: Fax: e-mail: Internet: Präsident Präsident:: Arend Riegel Funk: (0172) 9803895 eMail: [email protected]

Vizepräsidenten Verbandsentwicklung Verbandsentwicklung:: Ray Mehlig d.: (0351) 4702987 Funk: (0172) 9153712 eMail: [email protected] Rennsport/Marathon: Peter Weidenhagen Funk: (0177) 8044557 eMail: [email protected] Slalom/Wildwasser-Rennsport: Sybille Spindler p.: (035206) 18434 Funk: (0173) 8481206 email: [email protected] Wandersport/Kanusegeln: Uwe Gravenhorst p.: (0341) 4790964 Funk.: (0177) 8907547 email: [email protected] Schatzmeisterin Schatzmeisterin:: Dagmar Eumicke Funk: (0178) 4488169 p.: (0341) 6881637 eMail: [email protected] Fachwart Polo Polo:: Jochen Stets p.: (03763) 16699 Funk: (0174) 3092421 eMail: [email protected]

(0341) 9839121 (0341) 9839279 [email protected] http://www.kanu-sachsen.de

Fachwart für Drachenbootsport Drachenbootsport:: Tine Fink Funk: (0172) 3475937 eMail: [email protected]

Kampfrichter-Verantwortliche Rennsport: Marianne Fritsch p.: (0341)

3912220

Sportkoordinatorin Sportkoordinatorin:: Sabine Luda d./Fax: siehe Geschäftsstelle Funk: (0176) 21725540

Slalom: Andrea Graebe p.: (0341) Funk: (0163)

4797270 9619102

Fachwart für Medien und Öffentlichkeitsarbeit Öffentlichkeitsarbeit:: Christian Formella d.: (0341) 4014961 Funk: (0177) 3506035 eMail: [email protected]

Polo: Holger Wetzig p.: (03763)

501905

Fachwart für Umweltfragen: Michael Hammer Funk: (0174) 8491560 eMail: [email protected] Jugendwart Jugendwart:: Mirko Meißner Funk: (0174) 3273282 eMail: [email protected] Fachwart Aus- und Fortbildung Fortbildung:: Mike Köthen Funk: (0163) 9653344 eMai: [email protected]

Ehrenpräsident Heiner Quandt p.: (034383) 63615 Funk: (0151) 24244024 eMail: [email protected]

Änderungen und Ergänzungen bitte umgehend an die Geschäftsstelle.

Sicherheitsbeauftragter Dirk Schulze (Germania Kanusport Leipzig e. V.) eMail: [email protected] Spruch- und Schlichtungskammer Vorsitzender: Hans-Peter Könnecke Funk: (0160) 2642077 Ordentliche Beisitzer: Klaus-Peter Leder Jürgen Müller Ersatzbeisitzer: Heike Grimmer, Wolfram Werner Birgit Riedel Kassenprüfer Kassenprüfer:: Jan Liebscher Dieter Otto

Liebe Leserinnen und Leser, Die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, die ersten in Südamerika, sind Geschichte. Die fleißigsten Medaillensammler waren wieder einmal die Kanuten. Die ohnehin schon ambitionierte Zielvorgabe von sechsmal Edelmetall wurde sogar noch überboten. Es ist die beste Ausbeute seit den Sommerspielen 2004 in Athen. Insgesamt elf Kanurennsportler fahren mit einer Medaille nach Hause. Man hört immer wieder: „Olympische Spiele haben Ihre eigenen Gesetze.“ Viele Jahre hartes Training müssen auf den Punkt bei diesem einen Rennen abgerufen werden. Alles muss passen. Licht und Schatten liegen bei Olympia sehr eng beieinander. Dieses Mal ganz besonders und nicht nur sportlich! Keineswegs nur die sehr knappen und leider medaillenlosen Entscheidungen unserer SlalomSportfreunde, sondern auch Tod von Kanu-Slalom Trainer Stefan Henze hat uns Kanuten an einem glanzvollen Tag „geerdet“ und sehr, sehr nachdenklich gestimmt und emotional berührt. Manchmal ist auch für uns der Sport nicht immer alles. Trotzdem sind wir nach Rio gefahren um olympische Medaillen zu erkämpfen. Und so kam es auch. Drei Rennkanuten starteten für Sachsen in Rio. Tina Dietze, Steffi Kriegerstein und Tom Liebscher holten 4-mal Olympisches Edelmetall und erkämpften sensationell eine Gold- und drei Silbermedaillen für sich, für Sachsen, für Deutschland. Darauf können wir stolz sein! An dieser Stelle ein großes Dankeschön für die glanzvollen Momente an die Sportlerinnen und Sportler sowie alle die, die in welcher Form auch immer, mitgewirkt, unterstützt, beraten und hart gearbeitet haben. Es hat sich gelohnt! Trotzdem müssen wir auch unseren Nachwuchs im Auge behalten und weiter täglich kämpfen, damit wir in vier Jahren in Tokio ähnliche Erfolge feiern können. Dazu steht eine große Reform beim Deutschen olympischen Sportbund in den Startlöchern. Zukunftsweisende Lösungen braucht der deutsche Sport damit die vor uns liegenden gesellschaftlichen Herausforderungen gemeistert werden können und wir weiter so erfolgreich sind. Ich bin gespannt welche Auswirkungen das für uns Kanuten hat. Viel Spaß beim Lesen und speziell der interessanten Olympiaberichte, wünscht Euch

. . . inhalt 3

Editorial

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Olympische Spiele in Rio

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Olympische Spiele in Rio

Der unglaubliche Tag im KanuRennsport

Gute Leistungen aber keine Medaille im Kanu-Slalom

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Sachsen-Auswahl erfolgreich Olympiapokal im Kanu-Rennsport

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Stad tr at ggeg eg en VVerwaltun erwaltun g Stadtr trat egen erwaltung Neubau für den Leistungssport im Kanupark beschlossen

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DKV-Nachwuchs in Slowenien Acht Medaillen bei der Europameisterschaft U23/Junioren

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Meist Favoritensiege Deutsche Meisterschaft im KanuSlalom

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Labe oder Löws Internationale Elbe-Fahrt startet in Tschechien

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Die Saison ist zu Ende Hoffentlich viele Paddelkilometer in den Fahrtenbüchern

KAY VESELY (Damen Bundestrainer Kanurennsport)

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Der „Kapitän geht von Bord Andreas Decker auf dem Rabenberg verabschiedet

Neuigkeiten, Ausschreibungen und Mitteilungen ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○

kanu-news Oktober 2016

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o-l-y-m-p-i-a- Rio-2016 ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○

„Wir sin dh eute für Stef an ggepad epad delt“ sind heute Stefan epadd

Sebastian Brendel wiederholt seinen Olympiasieg – und widmet die Goldmedaille dem verstorbenen Trainer

Leipzigerin Tina Dietze, die mit Franziska Weber aus Potsdam nur um 51 Tausendstelsekunden das zweite Zweierkajak-Gold nach 2012

sich über sein Rennen freuen, dann sieht man wieder die Fahnen auf halbmast“, sagte Dietze, die mit Weber seit elf Jahren ein eingeschworenes Duo bildet. Die Potsdamerin über die Leipzigerin: „Tina ist mein Fels in der Brandung. Ich bin dankbar für die Momente, die wir gemeinsam erleben dürfen.“ Derweil adelte Thomas Konietzko den Doppelolympiasieger Brendel: „Sebastian, du bist mein Kanu-Held.“ Der Chef des Deutschen KanuVerbandes (DKV) stellte ihn auf eine Stufe mit Legende Birgit Fischer, als achtmalige Olympiasiegerin erfolgreichste deutsche Sportlerin der Geschichte. Brendel war als einer der allergrößten Goldfavoriten des gesamten deutschen Teams nach Rio gereist – und er zog sein Ding durch, vertraute im Duell mitseinem brasilianischen Rivalen Isaquias

Als Kanute Sebastian Brendel seinen Olympiasieg von 2012 im Canadier über 1000 Meter wiederholte, hingen die Deutschland-Fahnen an allen Wettkampfstätten auf halbmast. Auch die Gastgeber trauerten mit, was die tiefer hängende brasilianische Flagge verdeutlichte. „Wir sind heute alle auch ein bisschen für Stefan gepaddelt“, sagte der weltbeste Canadierfahrer, der zumindest im Rennen den Unfalltod des SlalomTrainers Stefan Henze auszublenden vermochte. „Insgesamt geht das natürlich an keinem von uns spurlos vorüber“, sagte Brendel, dem bei der Nationalhymne die Tränen kamen: „Das war sehr emotional, da spielte vieles mit rein, auch dieser Schock, der noch immer tief sitzt.“ Die Reaktion von Verbandspräsident Thomas Konietzko lautete nach dem ersten Kanu-Gold in Rio: „Das haben wir gebraucht. Die Trauer steckt bei jedem von uns tief drin. Aber wir versuchen, professionell damit umzugehen. Stefan würde sagen: Das Leben muss weitergehen, kämpft um eure Medaillen, ihr habt euch so lange darauf vorbereitet.“Auch die

verpasste, meinte: „Heute schossen bei mir die Tränen raus. Da war zum einen die Freude über Silber, dann die Trauer wegen Stefan, aber auch ein bisschen Ärger, dass es nicht ganz zu Gold gereicht hat. Heute spielten ganz viele Emotionen mit rein.“ Freud und Leid – bei Olympia liegen sie dieses Mal dicht beieinander. „Das ist tragisch und schlimm, es betrifft ja die ganze Kanu-Familie. Man will

Queiroz dos Santos seinem Endspurt: „Ihm habe ich den Zahn gezogen, indem ich drangeblieben bin.“ Brendel hatte im Vorfeld des Rennens das Wort Gold nicht in den Mund genommen: „Ich bin kein Typ, der die Medaillen schon vorher verteilt. Auch aus Respekt vor den Gegnern rede ich im Vorfeld nicht von Gold.“ Der Unterschied zu London? „Damals war ich nicht der absolute Favorit.

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Fotos : Rio2016.com



kanu-news Oktober 2016

Diesmal lag der Druck auch auf meiner Seite.“ In Gefahr sei sein Sieg eine Stunde vor dem Start geraten. „Beim Einpaddeln hatte ich mir was in den Rücken gezogen und musste mich behandeln lassen. Das hat mich nervös gemacht. Im Rennen war der Schmerz in den Armen aber größer als im Rücken.“ Die Tribüne war zwar bei weitem nicht ausverkauft, aber fest in deutscher Hand. Zahlreiche Fans aus seiner Heimatstadt Schwedt, aus dem gesamten Land Brandenburg und aus

Magdeburg, dem Heimatort seiner Frau, jubelten dem 28Jährigen zu. Sechs Stunden nach dem Rennen traf sich das KanuTeam mit der gesamten deutschen Mannschaft zur Trauerfeier für Stefan Henze im olympischen Dorf. Am Abend ging es ins deutsche Haus. Doch Konietzko betonte: „Die Medaillenfeiern in dieser Woche werden keine Freudenfeste.“

Foto : dpa

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Mit freundlicher Genehmigung FRANK SCHOBER / LVZ

Kajak-Gold: Mit allerletzter Kr aft Kraft Max Rendschmidt hatte ein einfaches Rezept für seine Goldfahrt. „Uns zeichnet aus, dass uns der Sport Spaß macht, keiner von uns paddelt des Geldes wegen“, sagte der Essener, Schlagmann des Kajakzweiers und seit gestern Olympiasieger. Sein Hintermann Marcus Groß fügte eine Kleinigkeit hinzu: „Ein Glas Nutella muss zu jedem Wettkampf mit.“ Das Brötchen mit der Nuss-Nougat-Creme sei sein persönliches Geheimnis, um das Paddel drei Minuten lang mit Megapower durchs Wasser zu ziehen. Macht der Gold-Paddler aus Berlin Jogis Jungs etwa Konkurrenz um einen ExklusivWerbevertrag? Power brauchten der 22 Jahre junge Max Rendschmidt und sein vier Jahre älterer Teampartner vor allem auf den letzten Metern, als die Serben Marko Tomicevic/Milenko Zoric auf der Nachbarbahn näher und näher rückten. Nach 750 Metern hatten die Weltmeister aus Deutschland sich bereits einen Vorsprung von zwei Sekunden erarbeitet, der auf dem letzten Viertel immer weiter schmolz. Zum Kraftverschleiß gesellte sich die Angst, doch noch abgefangen zu werden. „Wir haben gestern Abend den Plan geschmiedet, dass wir uns ab der Hälfte vom Feld absetzen wollten. Das hat wunderbar geklappt. Ich habe dann im Augenwinkel ein Boot gesehen und gemerkt, dass es ziemlich schnell heranflog“, meinte Groß. Der aus Bonn kanu-news Oktober 2016

Foto : DKV-Homapage

Olympiasieg für deutschen Kajakzweier

stammende Rendschmidt klopfte stolz auf seine Brust, als er sagte: „Zum Glück konnten wir gegenhalten. Das Rennen hätte aber keinen Meter länger sein dürfen. Unser Boot wurde etwas wacklig, die Arme waren fest. So viel Schmerz wie auf den letzten Metern haben wir in unserer Karriere noch nie ausgehalten. Für Gold geht man über seine Grenzen.“ 18 Hundertstelsekunden Vorsprung retteten beide ins Ziel – und waren in dem Moment die glücklichsten Menschen in der Zwölf-MillionenMetropole Rio. Mit zweimal Gold und einmal Silber können die Paddler vom Deutschen Kanu-Verband ihre angepeilten sechs Plaketten morgen erreichen. Dann gehören die Kajakvierer sowie der Canadierzweier mit Olympiasieger Sebastian Brendel zum Favoritenkreis. DKV-Präsident

Thomas Konietzko war gestern glücklich: „Ich habe voll auf Max und Markus gesetzt, hätte aber nicht gedacht, dass es noch so knapp wird. Am Ende habe ich so gebrüllt, dass der spanische Fernsehreporter neben mir erschrocken ist.“ Nach ihrem Sieg griffen Rendschmidt und Groß nicht mehr zum Glas mit der Schokocreme. Gefeiert wurde mit Pizza und Wasser. Beide sitzen schließlich morgen im Vierer – und wollen für eine Medaille erneut über Grenzen gehen. Mit freundlicher Genehmigung FRANK SCHOBER / LVZ

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Der un glaubli ch ag unglaubli glaublich chee TTag Die erfolgsverwöhnten deutschen Kanuten sind zusammen besonders stark - un d mitten drin zwei Dr esdn er und mittend Dresdn esdner er.. Dieser so unglaublich erfolgreiche Tag für die deutschen Kanuten ist seit Jahren vorbereitet. „Alles für Rio“ lautet das Motto, das sie bei jedem Training motiviert, antreibt, ja fast schon verfolgt und manchmal gehörig nervt. Aber was will man dagegen sagen? Wer nicht alles für Rio gibt, will nicht zu Olympia - simple Logik. Dass der Kanuverband am Ende der erfolgreichste deutsche bei diesen

Sommerspielen ist mit insgesamt viermal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze, hat vermutlich auch damit zu tun. Als Auftakt für den goldenen Samstag wird jedoch 9.10 Uhr in die Analen eingehen, zumindest für Tom Liebscher. Mit Tränen in den Augen hat der Dresdner zwei Tage zuvor die Rennstrecke am Lagoa Rod-rigo de Freitas verlassen. Der fünfte Platz im Zweier-Kajak mit Ronald Rauhe, den sie alle nur Ronny nennen, ist mehr als eine Enttäuschung. Und nun das! Im Einer holt sich Rauhe bei seinen vierten und letzten Spielen seine ersehnte Medaille - zeitgleich auf die Tausendstelsekunde mit einem Spanier und damit Bronze für beide. Wenn es im Zweier, wie Rauhe sagt, schweineknapp war, dann ist dieser Rennausgang jetzt: „Nur gerecht!“

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Liebscher beobachtet das aus der Ferne, und er weiß kurz vor seinem zweiten olympischen Einsatz mit dem Vierer-Kajak, dem Königsboot: „Jetzt ist der Zweier endgültig aus dem Kopf, jetzt können wir angreifen. Und jetzt hole ich mir meine Medaille.“ Gesagt, getan. Je lauter esto schn eller lauter,, ddesto schneller Mit mehr als einer Bootslänge liegen die Deutschen in Führung. 230 Meter vor dem Ziel gibt Liebscher dann das Kommando zum Endspurt. „Ab“, schreit er so laut es geht, selbst wenn die Arme brennen und das Herz bis zum Hals schlägt. Doch auch dahinter steckt Methode, wie der 23-Jährige erklärt: „Du willst die anderen ja antreiben. Und je lauter du brüllst, desto heftiger wird angezogen.“ Am Ende ist es der insgeheim erwartete Start-Ziel-Sieg. Wie viel Druck speziell von Liebscher abfällt, zeigt seine Gefühlsexplosion danach. „Emotional war das genau die andere Richtung als nach dem Zweier. Das waren zwei Wechselbäder der Gefühle“, sagt er und bedankt sich bei allen, die ihn auf dem Weg bis zum Olympiasieg unterstützt haben. Seinen Eltern kann er es persönlich sagen, sie jubeln auf der Tribüne. Bei den drei MitSiegern Max Rendschmidt und dem gebürtigen Görlitzer Marcus Groß, die bereits über 1000

Meter mit dem Zweier-Kajak gewannen, sowie Max Hoff muss er das nicht explizit tun. Die Männer wissen genau, was sie aneinander haben. „Wir sind richtig zusammengewachsen und haben uns jetzt komplett belohnt“, sagt Liebscher. Er bezieht ausdrücklich auch die Frauen, Silbergewinnerinnen im Kajak-Vierer, sowie Rauhe und das Trainer- und Betreuerteam mit ein. Auch Kanuten sind manchmal Egoisten, doch diese Deutschen eine Mannschaft. Das wird an diesem Samstag deutlich, und das betont Cheftrainer Reiner Kießling. So einen Tag, meint der 65-Jährige gerührt, habe er noch nicht erlebt. Und über die Frage nach dem Erfolgsgeheimnis kann Kießling, der im Örtchen Roda nahe Meißen wohnt, nur schmunzeln. „Wir trainieren hart“, meint er. Wichtiger ist ihm etwas anderes. „Richtig happy bin ich über Ronnys Bronzemedaille. Das war die Erste und ein bisschen der Schlüssel für diesen erfolgreichen Tag“, sagt Kießling. Perfekt läuft der auch für Sebastian Brendel, der erst seinen insgesamt dritten Olympiasieg holt und dann erfährt, dass er die deutsche Fahne bei der Abschlussfeier trägt. Doch der eigentliche Star der Mannschaft ist Rauhe. Sagen die anderen. „Seine Erfahrung, die Ausstrahlung. Und wenn es kritische Situationen gab, hat er mal ein Wort gesprochen. Das ist auch

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für die Trainer hilfreich“, sagt Kießling, was Liebscher so ähnlich wiederholt Für den Vorzeige-Athleten des KC Dresden sind es wieder besonders emotionale Stunden, auch oder gerade wegen der Beziehung zu Rauhe. Als der eine mit dem Vierer an den Bootssteg kommt, wartet der andere schon. Und dann liegen sich zwei Männer innig in den Armen. „Ronny war immer mein Vorbild, früher hatte ich ein Poster von ihm über meinem Bett hängen. Ich bewundere seine Leistung, die er jetzt seit 16

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Jahren bringt. Aber auch menschlich hat er mir und der Mannschaft so viel gegeben“, sagt Liebscher, was Rauhe gern hören wird. Denn genau das ist seine Absicht gewesen. „Ich habe versucht“, erklärt der bald 35jährigePotsdamer, ihm alles mitzugeben, was ich so weiß. Es geht nicht nur darum, ein guter Bootspartner zu sein, auch menschlich muss es passen.“ Und das tut es offensichtlich seit zwei Jahren, nachdem Liebscher bei Olympia 2012 noch zuschauen musste. Das hat ihn damals geärgert, vermutlich aber auch geholfen - genauso wie der fünfte Platz im Zweier. „Aus Niederlagen lernt man im Sport immer mehr als aus Siegen. Doch die brauchst du natürlich auch zur Bestätigung“, findet er, was Klubkollegin Steffi Kriegerstein nur bestätigen kann. Nervös wie noch nie Vor einem Jahr hat die Dresdnerin noch ans Karriere-Ende gedacht, und nun ist sie Silbermedaillengewinnerin bei Olympia. Das klingt gut und fühlt sich noch besser an. „Ist auf jeden Fall etwas, was man in der Hand halten kann“, sagt sie.

Vergessen sind in diesem Moment die Rückschläge in den vergangenen Monaten, der Umweg in diesen KajakVierer mit den Gesetzten Tina Dietze und Franziska Weber über die internen Ausscheidungsrennen, in denen sie sich sowie Sabrina Hering durchsetzten. „Durch harte Arbeit und viel Konzentration habe ich es hingekriegt. Das nächste Mal mache ich es nicht mehr so knapp“, verspricht die 23-Jährige, will sich aber zunächst einmal lieber im Hier und Jetzt aufhalten. „Ich war so nervös wie noch nie. Und ich hatte solche Angst, dass wir nur Vierter werden.“ Die Sorgen sind unbegründet. Mit einem starken Rennen sichern sich die deutschen Frauen den zweiten Platz hinter den Überfahrerinnen aus Ungarn. Doch nach Olympia ist vor Olympia, erst recht in einer Nischensportart wie Kanu. Deshalb, ahnt Kriegerstein, heißt es schon bald: Alles für Tokio. Dort finden 2020 die nächsten Sommerspiele statt Mit freundlicher Genehmigung Tino Meyer / SZ Fotos: Rio2016.com / Jens Kühn

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DKV-Rennk an uten been den di en DKV-Rennkan anuten beend diee olympisch olympischen ed aillenr ausch Wettkämp fe im M ettkämpfe Med edaillenr aillenrausch

Vier Boote in den abschließenden Finals und alle fahren in die Medaillenränge – spektakulärer hätte der Abschlusstag der olympischen Wettbewerbe im Kanu-Rennsport für das DKV-Team kaum verlaufen können. C1-Olympiasieger Sebastian Brendel begeisterte zusammen mit Jan Vandrey auch im C2 über 1000m mit einem taktisch perfekten Rennen, das dem in letzter Minute noch einen Startplatz für Rio erhaltenen Potsdamer Duo bei seinem zweiten gemeinsamen internationalen Start letztlich Olympiagold bescherte. Unbeeindruckt vom forschen Beginn des brasilianischen Duos De Souza Silva/Queiros dos Santos behielten Brendel/Vandrey auch bei zwischenzeitlichen Platzierungen um fünf und sechs die Nerven und rollten das Feld auf dem letzten

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Streckenviertel auf. Mit knapp einer Sekunde Vorsprung verwiesen sie die frenetisch angefeuerten Brasilianer auf den Silberrang, Bronze ging an Ianchuk/Mishchuk aus der Ukraine. Mit gänzlich anderer Taktik erkämpfte im abschließenden Finale der K4 der Herren über 1000m mit Max Rendschmidt (Essen), Tom Liebscher (Dresden), Max Hoff (Essen) und Marcus Groß (Berlin) das zweite Gold am heutigen Tag – es war seit den Spielen 1996 in Atlanta der erste Sieg eines deutschen Bootes in dieser Disziplin. Das deutsche Quartett hatte die Konkurrenz bereits im Vorlauf mit einem überlegenen StartZiel-Sieg beeindruckt, mit derselben Taktik zogen die vier nun auch im Finale dem Teilnehmerfeld den Zahn. Rendschmidt und Co. siegten unangefochten mit fast drei Sekunden Vorsprung vor dem Boot aus der Slowakei, Bronze ging an das Quartett aus Tschechien. Neben den Doppel-Olympiasiegern Max Rendschmidt und Marcus Groß kannte vor allem bei Max Hoff und Tom Liebscher nach den Ergebnissen zuvor nun die Freude über das ersehnte Edelmetall keine Grenzen. Zuvor hatte bereits der K4 der Damen über 500m mit Sabrina Hering (Hannover), Franziska Weber (Potsdam), Steffi Kriegerstein (Dresden) und Tina Dietze (Leipzig) in einem beherzten Finalrennen nach hartem Fight hinter den favorisierten Ungarinnen und vor dem Boot aus Weißrussland Silber geholt.

Für den passenden Auftakt an diesem medaillenträchtigen Tag sorgte im ersten Finale Ronald Rauhe im K1 der Herren über 200m. Der Potsdamer war in einem äußerst engen Rennen, in dem die ersten sieben Boote innerhalb nicht einmal einer Sekunde ins Ziel kamen, zunächst auf Rang vier angezeigt worden und völlig niedergeschlagen. Mit gleicher Zeit wie der Spanier Saul Craviotto hinter dem Sieger Liam Heath (GBR) und Maxime Beaumont (FRA) geführt, wurde die Anzeige dann jedoch korrigiert und Rauhe war ebenfalls Dritter. Von einer Sekunde zur anderen schlug bei ihm grenzenlose Enttäuschung in überschäumende Freude um. Unter dem Strich verzeichnete das Team von Chefbundestrainer Reiner Kießler damit 4x Gold, 2x Silber und 1x Bronze – ein Ergebnis, das am Ende über den Erwartungen lag. Chefbundestrainer Reiner Kießler sagte als Fazit: „Das ist ein schöner Abschluss für uns. Wir haben ihn erhofft, aber manchmal geht’s ja auch nicht auf. Heute hat es funktioniert. Wir hatten eine Wahnsinnstruppe, ich bin so stolz auf die Mädels und Jungs. Die Harmonie und das Miteinander, was diese Mannschaft geprägt hat, kann man gar nicht beschreiben. Etwas Schöneres habe ich im Sport noch nicht erlebt“, so der scheidende Chefbundestrainer. DKV-Homepage Fotos: Jens Kühn / Rio2016.com

kanu-news Oktober 2016

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Ri esenjubel, U marm un gen un d Fr eu de Riesenjubel, Um armun ung und Freu eud Familien, Freunde und Vereinsgefährten des Dresdner Kanu-Duos feiern Riesenjubel, Umarmungen, Freude pur – die Stimmung bei den rund 100 Vereinsmitgliedern, Sponsoren, Vertretern aus Politik und Sport, die am Sonnabend zum Public Viewing ins Bootshaus an der Oehmestraße gekommen war, hätte nicht besser sein können. Dafür sorgten die beiden Dresdner Kanuten Steffi Kriegerstein (WSV „Am Blauen Wunder“) und Tom Liebscher (KC Dresden) an diesem Nachmittag in Rio. Erst paddelte Kriegerstein mit dem K4 zu Silber, anschließend krönte Tom Liebscher mit dem Olympiasieg im K4 der Männer diesen grandiosen Tag. Mama Babette Kriegerstein, die vor dem großen

jährige Lehramtsstudentin war total aus dem Häuschen: „Jetzt fällt die ganze Last ab. Ich bin einfach nur unglaublich stolz auf ihn. Dieser Erfolg ist so verdient, wenn man sieht, wie viel harte Arbeit dahinter steckt“, meinte sie. Für den ehemaligen KCD-Vereinschef Bernd Metzler war es ein ganz besonderer Feiertag: „Es ist das erste olympische Edelmetall für Dresdner Kanuten seit 36 Jahren. Die letzte Medaille hatte 1980 in Moskau Carsta Genäuß geholt. Und jetzt haben wir gleich Gold und Silber“, freute er sich, gab aber auch schmunzelnd zu: „Bei den Männern habe ich den Sieg erwartet. Da saßen ja wirklich nur Top-Athleten, alles Weltmeister, im Boot. Sowas kann keine andere Nation aufbieten. Ich finde, ohnehin haben unsere Kanuten in Rio ihre

Bildschirm wohl mindestens so nervös war wie ihre Tochter im Kajak, strahlte vor Glück: „Ich bin unsagbar stolz auf das Kind. Sie hat sich damit einen großen Traum erfüllt. Natürlich werden wir das noch gebührend feiern.“ Mit Tränen in den Augen erlebte Julia Küchler den Sieg ihres Freundes Tom Liebscher. Die 21-

Leistungen gebracht, sie waren auf den Punkt fit.“ Bernd Spiller, Liebschers erster Trainer, verriet: „Ich gehe in ein paar Monaten in Rente. Das war auch für mich ein wunderbarer Abschluss. Ich hatte schon gehofft, dass sie gewinnen. Dass sie aber so klar vorn sind, hätte ich aber nicht erwartet.“ Eberhard

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Schmiemann vom WSV „Am Blauen Wunder“ zeigte sich ebenfalls stolz: „Für uns ist es natürlich eine Riesenfreude, erstmals eine OlympiaMedaille in unserem Bootshaus zu haben. Und es wird hoffentlich nicht die letzte bleiben. Steffi hat ihren Weg gemacht. Auch wenn sie manchmal bei Tests nicht ganz vorn war, aber immer, wenn es darauf ankommt, ist auf sie Verlass. Ihr Erfolg ist auch ein Ansporn für unsere jungen Talente.“ Bevor die beiden Dresdner Stars in der Heimat so richtig gefeiert werden können, steht für sie am Wochenende in Brandenburg noch die Deutsche Meisterschaft auf dem Plan. Mit freundlicher Genehmigung Astrid Hofmann / DNN

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Gute Leistun gen aber kkein ein ed aille Leistung einee M Med edaille Si deris TTasi asi adis pad delt in Ri o Sid asiadis padd Rio auf den fünften Rang Der Augsburger Sideris Tasiadis ist im Canadier-Einer-Finale der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro auf den fünften Platz gepaddelt. Olympiasieger wurde der Franzose Denis Gargaud Chanut. Der Silbermedaillengewinner von 2012 war zuvor im Halbfinale deutlich die schnellste Zeit gefahren und ging somit als letzter Finalist auf den Kurs in Deodoro. „Ich wusste, was die Jungs vor mir gefahren sind, das wusste ich, dass ich noch einmal so eine Leistung abliefern muss wie im Halbfinale und noch einen Tick schneller. Ich habe dann leider Tor

neun ganz leicht mit der Schulter berührt, das hat mich ein wenig aus dem Rhythmus gebracht und die Medaille gekostet. Ich war vielleicht ein wenig hektisch in diesem Moment und wollte zu früh nach links fahren. Danach wollte ich schon noch bis unten meine Linie halten und die Zeit war mit 95 Sekunden ja auch in

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Ordnung, deswegen bin ich auch mit Platz fünf schon zufrieden mit mir“, sagte der 26-Jährige. Hinter dem neuen Olympiasieger aus Frankreich gewannen der Slowake Matej Benus Silber und Takuya Haneda aus Japan Bronze.

In starkem Rennen fehlen 0,03 Sekunden zur Bronzemedaille Hannes Aigner aus Augsburg hat im olympischen Kajak-Finale von Rio de Janeiro am Mittwoch den vierten Platz belegt. Dem Dritten der Spiele von London fehlten 0,03 Sekunden zur erneuten Bronzemedaille. In einem engen, hochklassigen und hochspannenden Finale hatte am Ende der Brite Joseph Clarke das bessere Ende für sich. In 88,53 Sekunden paddelte er zum Olympiasieg, 17 Hundertstel vor dem slowenischen Routinier Peter Kauzer und 46 Hundertstel vor dem tschechischen Weltmeister Jiri Prskavec. Nur 49 Hundertstel hinter dem neuen Champion wurde Hannes Aigner Vierter. „Es war ein guter Lauf, die anderen waren halt einfach einen Tick schneller. Im Ziel hatte ich schon gedacht, dass es für eine Medaille reichen könnte. Dass es dann am Ende drei Hundertstel sind, ist natürlich ärgerlich, aber

auch kein Beinbruch. Ich bin mit mir selbst im Reinen – ich habe mein Bestes gegeben und das hat heute einfach nicht für eine Medaille gereicht“, bilanzierte Hannes Aigner das undankbare Ergebnis sehr gefasst, „es gab keinen großen Patzer, ich habe nichts versaut, es war einfach einen kleinen Tick zu langsam.“

An ton/Benzi en Vi erte Anton/Benzi ton/Benzien Vierte erte,, Melanie Pfeifer auf Rang sieben Am letzten Finaltag der olympischen Kanu-Slalom-Wettbewerbe in Deodoro haben die Leipziger Weltmeister Franz Anton/Jan Benzien den vierten Platz im Canadier-Zweier belegt. Europameisterin Melanie Pfeifer wurde im Kajak-Einer der Damen Siebte. Wie bereits gestern im Kajak-Finale und auch tags zuvor im Canadier-Einer so ging es für das DKV-Team auch heute in der Entscheidung im Canadier-Zweier unglaublich eng zu und das Glück war nicht auf der Seite der Deutschen. Franz Anton und Jan Benzien gingen als Beste des Halbfinals zuletzt auf den Olympiakurs und lagen zwischenzeitlich 1,4 Sekunden vor den späteren Olympiasiegern Ladislav und Peter Skantar (Slowakei), am Ende fehlten dem sächsischen Duo 36 hundertstel Sekunden auf Bronze. „Wir haben an Tor 22 wesentlich an Zeit verloren. Ich habe im ersten Moment gedacht, dass es vielleicht trotzdem noch zu Platz zwei oder drei reicht, wo wir uns auch drüber gefreut hätten“, konstatierte Jan Benzien enttäuscht. Silber gewannen die Briten David Florence/Richard Hounslow, Bronze ging an die Franzosen Gauthier Klauss/Mathieu Peche. Daran, dass dies die letzte olympische Entscheidung in dieser Kategorie gewesen ist, wollte Franz Anton im Moment keinen Gedanken verlieren: „Ich bin gerade Vierter. Der Gedanke kommt vielleicht nächstes Jahr, wenn man realisiert, dass man mit dieser Diszikanu-news Oktober 2016

o-l-y-m-p-i-a -Rio-2016 ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ plin vielleicht gar nicht mehr unterstützt wird“, so der Vordermann des Duos, der sich wie Jan Benzien wohl künftig auf den Canadier-Einer konzentrieren wird. „Ich bin Siebte im olympischen Finale, damit kann ich zufrieden sein. Ich fand den Lauf auch gar nicht so schlecht, ich habe, glaube ich, überall so ein kleines Bisschen verloren“, bilanzierte Melanie Pfeifer ihren Finallauf im Kajak-Einer der Damen. Mit einem überragenden Lauf sicherte sich die Spanierin Maialen Chorraut nach Bronze in London nun den Olympiasieg. Silber ging überraschend an die Neuseeländerin Luuka Jones, Jessica Fox gewann Bronze für Australien. „Natürlich sind wir alle ein bisschen traurig, dass es nicht zu einer Medaille für uns gereicht hat“, gab DKV-

Cheftrainer Michael Trummer zu, fügte aber gleichzeitig an: „Wir haben uns hier als Team trotzdem großartig präsentiert. Wir waren in allen Finals nie schlechter als Platz sieben, lagen in drei Kategorien nur wenige Bruchteile von Sekunden hinter den Medaillen, einmal gar nur eine halbe Sekunde hinter dem Olympiasieg. Uns hat einfach das kleine Quäntchen Glück gefehlt, ich bin aber trotzdem stolz auf meine Sportler und auf die Arbeit, die all unsere Trainer und Betreuer in der Vorbereitung geleistet haben. Wir waren auf den Punkt fit, es sollte aber am Ende leider einfach nicht sein.“ Zur Entscheidung, den Canadier-Zweier aus dem olympischen

Programm zu nehmen sagte der Chefcoach: „Man hat hier gerade wieder gesehen, welche hochentwickelte und attraktive Disziplin der CanadierZweier doch ist. Sicher müssen wir froh darüber sein, dass Kanu-Slalom im olympischen Programm ist, aber für die Sportart ist diese Entscheidung schon ein großer Verlust.“ Text und Fotos : DKV.-Homepage

DKV tr auert um Bun destr ain er Stef an H enze trauert Bund estrain ainer Stefan Henze Kan u-T er H enze erli egt schwer en VVerletzun erletzun gen anu-T u-Trrain ainer Henze erliegt schweren erletzung Das deutsche Olympiateam trauert um Stefan Henze. Der Kanuslalom-Trainer starb am Montag an den Folgen der schweren Verletzungen, die er bei einem Autounfall am frühen Freitagmorgen erlitten hatte. Seinen Tod bestätigte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB). Henze wurde 35 Jahre alt. „Wir sind unendlich traurig an diesem Tag“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann: „Worte können nicht annähernd beschreiben, was wir im Olympia-Team nach diesem schrecklichen Verlust empfinden.“ Henze starb im Beisein seiner Familie. „Wir wissen: Stefans eigene olympische Gedanken leben in vielen Menschen weiter“, teilte diese mit. Deutsche Fahne auf Halbmast Die Deutsche Olympiamannschaft wird am Dienstag am Gedenkort im Olympischen Dorf Henzes gedenken. Das IOC wird aus diesem Anlass und auf Bitten der deutschen Delegation die deutsche Fahne an allen olympischen Stätten auf Halbmast setzen. Notoperation wirkungslos Henze und der Sportwissenschaftler Christian Käding, der auch zum Team der Slalom-Kanuten gehört, hatten in einem Taxi gesessen, als der Unfall passierte. Während Käding und der Taxifahrer nur leicht verletzt wurden, erlitt Henze ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Auch eine noch am Freitag durchgeführte Notoperation konnte ihn nicht mehr retten. Der aus Halle an der Saale stammende Henze war früher selbst erfolgreicher Slalom-Kanute. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen gewann er im C2 mit Marcus Becker Silber, 2003 war das Duo Weltmeister, 2008 Europameister. In Rio betreute Henze die Augsburgerin Melanie Pfeifer Starterin im Kajak-Einer. T-Online kanu-news Oktober 2016

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Näch stes Dr am an uslalom Nächstes Dram amaa im K Kan anuslalom Jan Benzien und Franz Anton erstarrten regelrecht in ihrem Boot, als sie das Ergebnis auf der Anzeigetafel sahen. Platz vier, keine Medaille – nach Sideris Tasiadis und Hannes Aigner sind auch die Weltmeister aus Leipzig im CanadierZweier haarscharf am Podium vorbeigeschrammt. 0,34 Sekunden fehlten zu Bronze, das Duo verpasste es beim ersten und letzten gemeinsamen Olympia-Start, dem Deutschen Kanu-Verband (DKV) endlich die ersehnte Medaille in Rio de Janeiro zu schenken. Die Cousins Ladislav und Peter Skantar aus der Slowakei, Europameister von 2014, gewannen nach einer ganz starken Vorstellung. Silber holten die britischen LondonOlympiasieger David Florence/ Richard Hounslow. Bronze ging an die Franzosen Gauthier Klauss/ Matthieu Peche, die sich vor vier Jahren mit dem undankbaren vierten Rang hatten begnügen müssen. Bei ihrer Abschiedsvorstellung schrieben Anton und Benzien die tragische DKV-Geschichte in Brasilien fort. Die Augsburger Tasiadis (Fünfter im C1) und Aigner (Vierter im K1) hatten an den ersten beiden Finaltagen ebenfalls hauchdünn die Medaillenränge verpasst. Aigner fehlten ganze 0,03, Tasiadis 0,46 Sekunden, und dem hochgehandelten Zweier erging es im Whitewater Stadium nicht besser. Vordermann Anton und Hintermann Benzien hatten die Qualifikation (5.) und das Halbfinale (1.) souverän gemeistert, allerdings schied in jeder Runde auch nur ein Boot aus. Als Letzte gingen sie gestern ins Wildwasser des wunderschönen Kanals im Nordwesten von Rio de Janeiro und begannen sehr stark. Bestzeit an der ersten Messung, Bestzeit an der zweiten Messung. Doch im Schlussteil schlichen sich die letztlich entscheidenden Fehler ein. Anton (26) und der acht Jahre ältere Benzien (34) hatten lange auf diesen Tag hingearbeitet. Die

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früheren C1-Kanuten gehen seit 2012 gemeinsam an den Start, es dauerte, bis sich die ersten Erfolge einstellten. Bei der Heim-Europameisterschaft in Markkleeberg holte das Duo im Vorjahr

gesagt. Durch die Erfahrungen von damals sei beim Comeback auf der größten Sportbühne der Welt aber dennoch „alles nicht mehr ganz so

den Titel, vier Monate später wurden sie im Lee Valley White Water Centre, die Olympiastrecke von London, Weltmeister. Der bis dato größte Erfolg ihrer Karriere. Entsprechend groß waren die Erwartungen für Rio. „Als Weltmeister macht man sich sportlich viel Druck und den spürt man auch von außen“, hatte Benzien, 2008 bei den Spielen in Peking Zwölfter im Canadier-Einer, vor dem Beginn der Wettbewerbe

aufregend“. An den Nerven lag es dann auch eher nicht. 2020 geht es wieder in Tokio um Medaillen, Sportsoldat Jan Benzien und Polizeimeister Franz Anton können dort aber nicht mehr antreten. Der C2 der Männer wird für die Gleichberechtigung durch die C1Klasse der Frauen ersetzt. Mit freundlicher Genehmigung Frank Schober / LVZ kanu-news Oktober 2016

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Dank dden en Sportlern un d Betr euern und Betreuern Unsere fünf sächsischen Aktiven im diesjährigen Olympiateam des Deutschen Kanu-Verbandes sind alle bei den olympischen Wettkämpfen in Rio ganz vorn mitgefahren. Sie haben 4 Medaillen - 1 x Gold, 3 x Silber - und einen 4. Platz erkämpft. Das ist eine der erfolgreichsten, wenn nicht sogar die erfolgreichste Bilanz, die Kanuten aus unserem Sächsischen KanuVerband bei Olympischen Spielen seit 1992 erreicht haben. Dafür nochmals unseren herzlichen Glückwunsch und unser Dankeschön an Tom Liebscher, Tina Dietze, Steffi Kriegerstein, Franz Anton und Jan Benzien. Sie alle haben großartige Leistungen erbracht und damit gezeigt, dass sächsische Kanu-Vereine das Potential besitzen, in Zusammenarbeit mit dem Landesund dem Bundesverband Kanutinnen und Kanuten in die Weltspitze unseres Sports entwickeln zu können. Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch ein ganz herzliches Dankeschön allen Vereinen, Trainern, Betreuern und Unterstützern aussprechen, die unsere fünf Aktiven von Beginn ihrer sportlichen Karrieren an bis heute trainiert, entwickelt, betreut und unterstützt haben. Ohne diesen engagierten Einsatz wären in Rio diese tollen Ergebnisse, diese Spitzenleistungen nicht möglich gewesen. Wir sind stolz auf Eure Leistungen - auf die unserer Aktiven in Rio genauso, wie die langjährige Arbeit der Vereine, Trainer, Betreuer und Unterstützer! Wer die olympischen Kanuwettkämpfe verfolgt hat, konnte sehen, wie sich die Leistungsdichte an der internationalen Spitze sowohl im Rennsport, als auch im Slalom entwickelt hat. Nicht jede erbrachte Spitzenleistung wird heute auch durch einen Podiumsplatz gekrönt - fehlen manchmal wenige hundertstel oder tausendstel Sekunden zu einer Medaille. Dies haben Franz und Jan in ihrem olympischen Finallauf in Rio unglücklicherweise erleben müssen. kanu-news Oktober 2016

Sie haben nicht das gewünschte Ergebnis erreichen können, obwohl sie in ihrem gesamten Wettkampf in Rio Weltklasseleistungen gezeigt haben. Jetzt ist die Zeit, die Weltklasseleistungen von Tom, Tina, Steffi, Franz und Jan sowie die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre zu feiern und ihre Früchte, die Erfolge, zu genießen. Im Anschluss werden wir alle, Vereine, Trainer, Betreuer und Unterstützer, wieder gemeinsam an die Arbeit gehen, um auch in den nächsten Jahren ähnlich erfolgreich zu werden - die Leistungsdichte an der Spitze mitgestalten und sportlich beherrschen zu können. Dazu gehört zum einen, unseren aktuellen Top-Athletinnen und -Athleten Rahmenbedingungen mitzugestalten, die sie dabei unterstützen, auch in den nächsten Jahren auf den nationalen und internationalen Wettkämpfen dieser Welt und zu den nächsten Olympischen Spielen erfolgreichen Kanuspitzensport aus Sachsen zu präsentieren. Zum anderen werden wir sehr schnell die talentierten Nachwuchsathletinnen und -athleten in unserem Land finden, trainieren und weiterentwickeln müssen, die zur Spitzenklasse aufschließen können und wollen. Sie werden diejenigen

sein, die in die Fußstapfen unserer erfolgreichen sächsischen Topkanutinnen und -kanuten treten, ein Stück ihres sportlichen Weges mit ihnen gemeinsam gehen und hoffentlich dann von ihnen den Staffelstab an der Spitze übernehmen und den sächsischen Kanusport erfolgreich weitertragen. Das sind anspruchsvolle Aufgaben, die wir meistern müssen. Doch wie gesagt, jetzt ist erst einmal die Zeit zum Freuen, Feiern und Genießen … !!! Ihr / Euer Arend Riegel

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Vi er M ed aillen für JJak ak ob K urschat Vier Med edaillen akob Kurschat Bei der Internationalen Olympic Hopes Regatta der 15- bis 17jährigen Rennkanuten in Szeged erkämpfte der Dresdner Jakob Kurschat je zweimal Gold und Silber. Das 17-jährige Talent vom WSV „Am Blauen Wunder“ siegte mit Philipp Hardy (Oberhausen) im K2 über 500 m. Zudem holte sich Kurschat noch Gold im K4 über 1000 m. Der Elbestädter, der die deutschen Farben in diesem Jahr auch schon bei der JWM

vertreten hatte, sicherte in den Kajak-Einer-Disziplinen über 500 m und 1000 m jeweils die Silbermedaille. Dazu erreichte er im K2 über 200 m einen fünften Platz. „Die Hopes Regatta hat sich in den letzten Jahren zu einem Treffpunkt der Weltelite in diesem Altersbereich entwickelt. Jakob hat sich dabei sehr gut präsentiert. Wenn er weiter hart arbeitet und sich gut entwickelt, kann er in den nächsten Jahren

auch bei den Großen den Sprung in die Spitze schaffen“, ist Trainer Jens Kühn überzeugt. Insgesamt konnten die Kanuten des DKV zehn Gold-, 13 Sil-berund 13 Bronzemedaillen gewinnen. Damit belegten sie in der Nationenwertung den zweiten Platz hinter Gastgeber Ungarn. Mit freundlicher Genehmigung DNN

Erf olgr ei ch uswahl Erfolgr olgrei eich chee SKV-A SKV-Auswahl

Erfolgreiche SKV - Auswahl beim Olympiapokal 2016 in Brandenburg a. d. Havel Nach den letzten Trainingseinheiten zum Feintuning der Mannschaftsbootleistung am Samstag und einer kurzen Nacht im Bootshaus des SC DHfK in Leipzig, brach die Auswahl des sächsischen Kanuverbandes zum diesjährigen Olympiapokal in Brandenburg an der Havel auf. Dort kämpften die Sportlerinnen und Sportler der Altersklassen Schüler B,

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Schüler A und Jugend auf der 500Meter-Distanz um die Medaillen. Die Sonne strahlte bei leicht bewölktem Himmel mit den Siegern um die Wette und sorgte für spätsommerlich warme Temperaturen um die 23° C, einzig der Wind und die Wellen der Motorboote machten insbesondere den Canadiern etwas zu schaffen. Den krönenden Abschluss des erfolgreichen Renntages bildeten die Staffelrennen. Dabei kämpften in jeder Altersklasse je ein C1, C2, K1 weiblich, K2 weib-

lich, K1 männlich und K2 männlich über je 200 Meter um den Sieg, den die Sachsen in der Jugend und bei den Schülern A erringen konnten. Die Schüler B beendeten ihr Rennen trotz einer Kenterung und erreichten so den dritten Platz. Außerdem belegte der SKV in der Gesamtwertung der Altersklasse Schüler A den ersten Platz und verteidigte erfolgreich den Gesamtsieg über alle Altersklassen! An dieser Stelle noch einen herzlichen Dank an alle Trainer und Betreuer, die unsere Sportler zum Wettkampf begleitet und diese tollen Ergebnisse möglich gemacht haben. Text und Bilder: Ole Janetzko Kanuverein Laubegast

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Mutpr obe auf K an al-K opi utprobe Kan anal-K al-Kopi opiee Olympiasieger Siegbert Hörn stirbt an delt ein em TTag, ag, an ddem em in Ri o ggepad epad einem Rio epadd wird. In Pirna hatte er einen Neuanfang gewagt. Triumph und Trauer an einem Tag: Der Franzose Denis Gargaud Chanut holte vorigen Dienstag (9. August 2016) Olympiagold mit dem Canadier im Wildwasser. Am gleichen Tag starb einer seiner Vorgänger: Siegbert Horn, Kajakslalom-Olympiasieger 1972, erlag einem Krebsleiden. Bei den München-Spielen stand das GischtPaddeln erstmals im Programm. Die DDR-Flotte gewann alle vier Entscheidungen, die Sportart flog aus dem Programm, kehrte erst 1992 zurück. Der Triumph sei nur möglich gewesen, lautet eine Begründung, weil der Augsburger Kanal eine Kopie bei Zwickau hatte. Das wollte Siegbert Horn gegenüber der SZ nicht bestätigen und zeigte alte Narben an Fingerknöcheln von rauen Betonwänden. „Der Zwickauer Kanal war viel schmaler und gefährlicher als der in Augsburg“, sagte er 2004. „Die Olympiaanlage hatte erstbesten, glatten Beton. Der Muldeabfluss ließ nie so eine Strömung zu wie die Isar. Aber wir bekamen ein Gefühl für künstliche Strudel.“ Bei Trainingslagern in Augsburg spürten DDROlympiakandidaten die Unterschiede:

„Zuerst fürchteten wir den Isar-Kanal, Pirna gelang privat und beruflich ein bald liebten wir ihn. Zwickau wurde Neuanfang. In seiner Physiotherapie dagegen zur Mut- und Härteprobe.“ wollte er kein Gesundheitsapostel 1971 verbucht das DDR-Team mit Rang fünf den besten Platz bei vorolympischen Tests, Westdeutsche dominierten. „Vielleicht waren sie sich zu sicher“, vermutete der dreifache Weltmeister. „Sie sahen auch, welche Fortschritte wir machten. Ihre Nerven flatterten.“ Olympiasieger Siegbert Horn starb mit 66 Jahren Horn lag im Foto: Daniel Förster Olympiarennen nach dem ersten Durchgang auf Rang 17. Beim Masseur sein, wusste aber, wie Körper und machte er sich Luft, den Kopf frei. Die Geist zusammenspielen, wie Kraft aus Bestzeit im zweiten Lauf brachte Gold. innerer Ruhe wächst. Die Erfahrung Das Olympia-Aus seines Sports führte des Olympiasiegers: „Selbst zum Motivationsknacks, der herauskommen aus Tiefen, das gibt menschliche Umgang beim Armeeklub Lebensstärke.“ 2014 öffnete Horn in Leipzig deprimierte. Er wechselte als eine Praxis in Elsterwerda. Er wurde Sportlehrer zur Uni Leipzig. 66 Jahre alt, hinterlässt Ehefrau und Die Wende brachte die Kündigung. drei Kinder sowie zwei erwachsene Horn schulte um, machte Abschlüsse Kinder aus erster Ehe. als Physiotherapeut und in Naturheilkunde. Als Praktikant in Mit freundlicher Genehmigung Krankenhäusern fing er ganz unten Jochen Mayer / Sächsische Zeitung wieder an, überwand Tiefschläge. In

Sportför derun g ddes es Olympi a-Stützpunktes Sportförd erung Olympia-Stützpunktes Sonne und Spaß satt: Mit 36 Firmen-Booten und vier Athleten-Booten (HCL, Rugby-Club, FC Meuselwitz, JCL) konnte die Olympia-Sport Leipzig GmbH gestern beim 3. Eureos-OpenWater-Cup auf dem Elsterflutbett einen Anmelderekord verzeichnen. Als Steuermänner überzeugten die Weltklasse-Kanuten Franz Anton (l.) und Cup-Botschafter Stefan Holtz. Die Erlöse des Paddel-Vergnügens fließen in die Sportförderung des Olympiastützpunktes. Mit freundlicher Genehmigung Foto: Christan Modla / LVZ kanu-news Oktober 2016

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Trainin gslag er für di ainingslag gslager diee DM Vom 23.07.2016 - 30.07.2016 fand das Vorbereitungslager zur DM 2016 in Döbeln statt. 18 Sportler aus Leipzig und Dresden (9 Mädchen/9Jungs) hatten sich bei der ODM dafür qualifiziert. Das Hauptaugenmerk lag darauf die besten Mannschaftsboote zu finden und diese optimal für die DM einzufahren. Jeden Tag wurden 3-4 Paddeleinheiten absolviert. Abends wurde dann entweder Tischtennis, Volleyball oder Fußball gespielt. Neben dem Training kam der Spaß auch nicht zu kurz, so gab es Sicherheitstraining, einen Kinoabend sowie eine Nachtwanderung. Alles in allem war es ein sehr diszipliniertes TL. Wir wurden super versorgt von Nils Götzel und seinem Team. Vielen Dank auch noch an den ESV Lok Döbeln für die Gastfreundschaft und das Bereitstellen des Bootsmaterials.

Lars Seibt

Olympi asi eg er zum Anf assen Olympiasi asieg eger Anfassen Drei Leipziger Titel bei den deutschen Kanurennsport-Meisterschaften in Brandenburg

Ronald Rauhe groß abgeräumt. Nun nutzten die Potsdamer Asse ihre Heim-DM in Brandenburg an der Havel für eine eindrucksvolle MachtVor einer Woche hatten die Potsdademonstration. Für die Zuschauer mer Rennkanuten bei der olympiund den Nachwuchs gab es am schen Regatta in Rio de Janeiro mit Betzsee Olympiasieger zum Anfassen. Mit zahlreichen Titeln in den Einerund Zweierrennen paddelten die Gastgeber die Konkurrenz in Grund und Boden. Je drei Siege errangen die Kanuten aus Sachsen und NordrheinWestfalen, die in den MannschaftsIn den Mannschaftsbooten sind die Leipziger Kanu- booten punkteten. ten eine Macht. Jannis Müller, Johanna Handrick, Stefan Ihren Titel im VieHoltz und Peter Kretschmer (v.l.) siegen im C4-Mixed rer verteidigten die sächsischen Kajakdamen Tina Dietze, Melanie Gebhardt, Steffi Kriegerstein zwei Olympiasiegern (Sebastian und Anne Knorr. Im MixedBrendel, Jan Vandrey), einer doppelCanadiervierer dominierten die DHfKten Silbermedaillengewinnerin (FranAsse Jannis Müller, Stefan Holtz und ziska Weber) sowie Bronzemann

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Peter Kretschmer mit Johanna Handrick, die auch das Einer-Finale der Frauen vor drei Potsdamerinnen für sich entschied. Doppel-Olympiasieger Sebastian Brendel fand über 1000 Meter in seinem nicht für Rio qualifizierten Klubkollegen Ronald Verch seinen Meister. Die zweifache Silbermedaillengewinnerin Tina Dietze (SG LVB) wurde über 200 m knapp mit 0,19 s von Sabrina Hering aus Hannover bezwungen. Im Zweierkajak kam Tina Dietze mit Anne Knorr ebenfalls zu Silber. „Ich war nach jedem Rennen K.o. Kaum zu glauben, dass ich vor einer Woche noch in Top-Form war“, sagte die LVB-Paddlerin. Vorausgegangen waren eine Schweigeminute für den in Rio tödlich verunglückten Slalomtrainer Stefan Henze und ein begeisterter Empfang der Olympiamedaillengewinner vor der Haupttribüne der Regattastrecke und im Festzelt. Mit freundlicher Genehmigung Frank Schober / LVZ kanu-news Oktober 2016

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Neubau im K an upark Kan anupark Stad tr at setzt si ch ggeg eg en VVerwaltun erwaltun g ddur ur ch Stadtr trat sich egen erwaltung urch Funktionsgebäude für den Leistungssport wird trotz höherer Kosten und geringerer Förderung gebaut Das hatte sich Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) anders gedacht: Der Stadtrat hat in einer Sondersitzung die im April getroffene Entscheidung für den Neubau eines Leistungssport-Funktionsgebäudes im Kanupark mehrheitlich bekräftigt. Und das trotz höherer Kosten und geringerer Förderung durch den Bund. Im Frühjahr hatte der Rathauschef noch die Werbetrommel für das damals mit 1,28 Millionen Euro angesetzte Vorhaben gerührt. Fünf Monate später ist die Situation eine andere. „Wir sind mitten in der verwaltungsinternen Diskussion für den Doppelhaushalt 2017/18 und werden selbst bei der Finanzierung der Pflichtaufgaben ohne Kürzungen nicht hinkommen. Die Frage ist, ob wir uns ein Gebäude für den Leistungssport bei nur 60 Prozent Förderung und Kosten von jetzt knapp 1,7 Millionen Euro noch leisten können“, sagte Kämmerin Solveig Beutling den Stadträten im Großen Lindensaal. Ihr mahnender Vortrag ließ eigentlich nur einen Schluss zu: Nein. Anlass für die neuerliche Vorlage und Diskussion war das sächsische Innenministerium (SMI). Das hatte der Stadt am 18. August schriftlich mitgeteilt, dass der Bund statt der beantragten 50-Prozent-Förderung nur 30 Prozent – wie der Freistaat – sicherstellen könne. Die Stadt müsste damit statt 20 nun 40 Prozent Eigenmittel, also fast 680 000 Euro, tragen. Per 31. August sollte Markkleeberg dem SMI erklären, ob der Bau unter diesen Bedingungen weiter verfolgt wird. kanu-news Oktober 2016

„Sie müssen heute entscheiden, ob wir das trotzdem und vor Beschluss des Doppelhaushaltes 2017/18 wollen“, erklärte Bürgermeisterin Jana Thomas, die den Sonderstadtrat anstelle des terminlich verhinderten Oberbürgermeisters leitete. Doch die Räte rochen Lunte. „Ich lese aus dem Antrag, dass wir Nein sagen sollen. Ich möchte wissen, was hinter den Kulissen gespielt wird“, sagte CDUStadtrat Gerhard Pötzsch. Er wundere sich, dass der Beschluss zum neuen Funktionsgebäude am 6. April gefasst wurde, sechs Wochen später mit Abgabe des Förderantrages die Kostenerhöhung aber offensichtlich längst bekannt war. „Außerdem ist

tragen.“ Es könne ja nächstes Jahr noch einmal ein Förderantrag gestellt werden, gab Thomas zu bedenken: „Dann liegen die Haushaltszahlen vor und vielleicht bekommen wir doch noch 80 Prozent.“ Frei nach Goethe „Die Geister, die ich rief, ... “ machten sich die meisten Stadträte für das Projekt stark. „Der Kanupark steht Markkleeberg gut zu Gesicht“, sagte Pötzsch. Sein Fraktionskollege Christian Funke forderte angesichts der schwierigen Haushaltssituation, Bewährtes wie den Kanupark zu fördern statt ständig neue Projekte wie den StadtmitteWettbewerb ins Leben zu rufen. Sportfreund Jürgen Kern von der SPD beschwor den Stellenwert des

eine 30/30-Förderung üblich, wie wir von unserem Landtagsabgeordneten Oliver Fritzsche wissen“, so Pötzsch weiter. Thomas räumte ein, dass die Vorlage aus rechtlichen Gründen positiv formuliert worden sei und mahnte noch einmal, dass der Beschluss ohne Haushalt getroffen werden müsse. Anne-Katrin Seyfarth von der CDU meinte darauf: „Das heißt, wir sollen die finanzielle Verantwortung

Kanuparks, der das Image Markkleebergs deutschlandweit präge. Außerdem müsste der Deutsche Olympische Sportbund angesichts der mageren Medaillen-Ausbeute in Rio „was drauflegen“. Mit freundlicher Genehmigung ULRIKE WITT / LVZ

Grafik: Stadt Markkleeberg

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Kan u-Slalom-W eltcup anu-Slalom-W u-Slalom-Weltcup Gold und Silber für DKVSlalomteam beim W eltcup in Weltcup Prag Ricarda Funk (Bad Kreuznach) hat den vierten Weltcup der SlalomKanuten in Prag gewonnen. Die VizeWeltmeisterin setzte sich an der Moldau im Kajak-Einer trotz dreier

Torstabberührungen durch. Robert Behling/Thomas Becker paddelten im Canadier-Zweier auf Rang zwei. Als Halbfinalschnellste zuletzt in die Entscheidung gestartet, brachte Ricarda Funk die deutlich schnellste Fahrzeit aller Finalistinnen auf den Kurs und konnte sich so letztlich auch sechs Strafsekunden leisten. Die 24Jährige gewann vor Ana Satila (Brasilien) und der Slowenin Eva Tercelj und liegt vor dem Weltcupfinale in der kommenden Woche in Ljubljana-Tacen auch in der Gesamtweltcupwertung klar in Führung. „Ich war im Ziel ziemlich überrascht, mit so vielen Berührungen noch an der Spitze zu liegen. Aber trotzdem habe ich mich sehr darüber gefreut“, kommentierte Ricarda Funk ihren Erfolg. Silber gewannen im Canadier-Zweier die Merseburger Robert Behling und Thomas Becker hinter den Slowaken Ladislav und Peter Skantar und vor

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den Tschechen Ondrej Karlovsky/ Jakub Jane. Die Leipziger David Schröder/Nico Bettge wurden Fünfte und liegen als Zweite der Weltcupwertung ebenfalls noch aussichtsreich im Rennen um den Gesamtsieg. „Es war schwierig bei diesen windigen Bedingungen und zudem noch als Vorletzter ins Rennen

zu gehen. Wir haben das gut gemeistert und das Publikum hat nicht nur die Tschechen, sondern auch alle anderen gut angefeuert das war top. Wir sind sehr zufrieden“, gab Thomas Becker zu Protokoll.Im

Canadier-Einer der Herren schrammte Franz Anton (Leipzig) als Vierter knapp am Podest vorbei. Der Slowake Matej Benus gewann das Rennen vor Ryan Westley (Großbritannien) und dem Slowenen Benjamin Savsek. Im Kajak-Einer belegten Sebastian Schubert (Hamm) und Hannes Aigner (Augsburg) die Ränge acht und neun, die ersten vier Plätze dieser Kategorie machten die Gastgeber unter sich aus. Weltmeister Jiri Prskavec siegte am Ende trotz einer Torstabberührung vor seinen fehlerfreien Teamkollegen Ondrej Tunka, Vavrinec Hradilek und Vit Prindis. Den Canadier-Einer der Damen gewann die Australierin Jessica Fox vor Katerina Hoskova (Tschechien) und der Britin Mallory Franklin. Lena Stöcklin (Leipzig) paddelte auf den neunten Rang, Kira Kubbe (Luhdorf-Roydorf) wurde Zehnte. „Insgesamt war das heute noch ein erfolgreicher Abschluss unter schwierigen Bedingungen, der Wind blies doch kräftig in die Strecke hinein und es wurde schwierig, als die Tore gewackelt haben“, bilanzierte DKV-Cheftrainer Michael Trummer, der seinem Team für den ersten Wettkampf nach dem Tod von DamenBundestrainer Stefan Henze in Rio de Janeiro Respekt zollte: „Die Situation

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k-a-n-u-s-l-a-l-o-m ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ für das gesamte Team war sehr, sehr hart. Was insbesondere die Damen hier geleistet haben, ist eigentlich gar nicht zu beschreiben. Stefan war immer in unseren Gedanken. Das ganze Team ist zusammengerückt und hat das richtig gut gemacht.“

Ricarda Funk bringt Gesamtweltcup nach Hause Ricarda Funk (Bad Kreuznach) hat den Gesamtweltcup 2016 im KajakEiner der Damen gewonnen. Der

Vizeweltmeisterin reichte dazu ein vierter Platz im abschließenden Rennen beim Weltcup-Finale der Slalom-Kanuten in Tacen (Slowenien). Beim Tagessieg der Australierin Jessica Fox fehlten Funk, die in der vergangenen Woche in Prag gewonnen hatte, 81 Hundertstelsekunden für den erneuten Sprung auf das Podest. Jasmin Schornberg (Hamm) paddelte zudem auf den siebten Rang. Weitere Finalplatzierungen gelangen an diesem Wochenende Nico Bettge

(Leipzig/14.) und Florian Breuer (Augsburg/15.) im nach Juryentscheid aufgestockten Finale der Canadier-Einer. Freuen konnte sich zudem Robert Behling. Der Merseburger, der mit seinem Zweierpartner Thomas Becker als Elfter im Halbfinale der Canadier-Zweier knapp die Entscheidung verfehlte, eilte unmittelbar nach dem Rennen ins Krankenhaus, um Familiennachwuchs zu begrüßen. Jochen A. Meyer Fotos: DKV-Homepage

DKV-N achwu ch en DKV-Nachwu achwuch chss in Sloweni Slowenien Acht Medaillen für den DKVNachwuchs bei EM in Slowenien Bei den Junioren- und U23Europameisterschaften im KanuSlalom in Solkan (Slowenien) hat der Nachwuchs des Deutschen KanuVerbandes (DKV) am Wochenende acht Medaillen – zweimal Gold, einmal Silber und fünfmal Bronze – gewonnen. In den Einzelentscheidungen gab es für die gegenüber dem Jahreshöhepunkt, den Weltmeisterschaften im Juli in Kraków (Polen), verkleinerte deutsche Mannschaft vier Medaillenerfolge. Im CanadierEiner der Juniorinnen gewann Kira Kubbe (Luhdorf-Roydorf) Silber. Bronze holten in den KajakEntscheidungen der U23 Stefan Hengst (Hamm) und Lisa Fritsche

Lennard Tuchscherer / Fritz Lehrach (Halle/S.) sowie die Canadier-Zweier Besatzung Eric Borrmann/Leo Braune kanu-news Oktober 2016

Lisa Fritsche (r.) gewann Bronze, Foto: DKV-Homepage (Halle/S.) bei den Junioren. Eine weitere Einzelplakette verpasste Florian Breuer (Augsburg) im Canadier-Einer der unter 23Jährigen als Vierter um winzige 0,05 Sekunden nur sehr knapp. In den Teamentscheidungen wiederholten die aktuellen U23-Weltmeisterinnen Lisa Fritsche, Caroline Trompeter (Hanau) und Selina Jones (Augsburg)

ihren Erfolg von Kraków und gewannen im Kajak-Einer ebenso Gold wie die Junioren Lukas Stahl (Hamm), Thomas Strauß und Noah Hegge (beide Augsburg). Zudem fuhren die U23-Teams im Canadier-Einer mit Florian Breuer, Dennis Söter (Augsburg) und Junior Gregor Kreul (Schwerte) sowie im Canadier-Zweier in der Besetzung Niklas Hecht/ Alexander Weber, Lennard Tuchscherer/Fritz Lehrach (alle Leipzig) und Florian Beste/Sören Loos (Hilden) jeweils Bronze ein Jochen A. Meyer DKV-Referent ÖA Kanu-Slalom

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Zum eist Favoriten si eg en DM umeist Favoritensi sieg egee bei dden in K an u-Slalom Kan anu-Slalom Auf der Lenne in Hohenlimburg fanden im Wildwasserpark die Deutschen Meisterschaften im Kanu-

Slalom. Das Ausrichterteam um Ralf Kriegel und Siegfried Schulte bewies dabei, dass sie für die

Slalom statt. Gleichzeitig galten die Qualifikationsrennen am Samstag als Finale des Deutschland Cup. Die Veranstaltung, die am Freitagabend mit einem Konzert begann, war die Generalprobe für die an gleicher Stelle im August 2017 stattfindenden Junioren- und U23Europameisterschaften im Kanu-

Großveranstaltung im kommenden Jahr gewappnet sind. Die ersten Meistertitel wurden Samstagnachmittag in den Mannschaftsrennen vergeben. Dabei dominierten die Teams aus Leipzig, die sowohl im Canadier-Einer der Herren, im Canadier-Einer der Damen und im Canadier-Zweier den Titel erringen

konnten. Im Kajak-Einer der Herren setzte sich das Team von den KanuSchwaben aus Augsburg durch, bei den Kajak Einer der Damen gewann der KSV Bad Kreuznach. Nachdem auf veränderter Strecke am Sonntagvormittag die Halbfinals ausgefahren wurden, ging es am Sonntagnachmittag in den Finals vor reichlich Zuschauern um die Deutschen Meistertitel in den Einzeldisziplinen. Dort setzten sich überwiegend die arrivierten Sportler durch. Lediglich bei den CanadierEiner der Damen konnte mit Kira Kubbe aus Luhdorf/Roydorf eine Juniorin gewinnen, die allerdings auch schon Weltcup-Einsätze vorzuweisen hat. Zweite wurde hier Caroline Schaller vom AKV Augsburg vor Lena Stöcklin aus Leipzig. Im Canadier-Einer der Herren konnte Sideris Tasiadis seinen Titel verteidigen. Er gewann vor Jan Benzien aus Leipzig und Florian Breuer von KSA Augsburg. Auch Ricarda Funk vom KSV Bad Kreuznach gelang bei den Damen im Kajak die Titelverteidigung vor Lisa Fritsche (Halle) und Jasmin Schornberg (Hamm). Im Kajak-Einer der Herren setzte sich Tim Maxeiner (Wiesbaden) vor Alexander Grimm (KSA Augsburg) und Paul Böckelmann (LKC Leipzig) durch. Bei den Herren im Canadier-Zweier ging der Sieg an Robert Behling und Thomas Becker von MSV Buna Schkopau. Zweite wurden die Rio-Fahrer Franz Anton und Jan Benzien vor David Schröder und Nico Bettge, beides Boote vom LKC Leipzig. Im Canadier-Zweier Mixed gab es einen Dreifach-Erfolg für den LKC Leipzig. Es siegte die Besatzung Lena Stöcklin/David Schröder vor Andrea Herzog/Jan Benzien und Victoria Bergner/Nico Bettge. Text: Thorsten Bremer, Fotos: Markus Flechtner / Homepage Hohenlimburg

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Dank dden en H elfern Helfern Das war die Landesmeisterschaft der Schüler 2016 Die Durchführung dieses Wettkampfes bedeutet wie jedes Jahr für den Verein eine personelle und logistische Herausforderung. Vertraglich war die Nutzung der Niedermühle mit der Diakonie Moritzburg vereinbart und damit die Voraussetzung für den Streckenbau, die Nutzung der Sanitäranlagen und der Räume für Rechenbüro und Verkauf geschaffen. Bereits am Donnerstag machte sich ein Vorauskommando auf den Weg, um komplizierte Vorbereitungsarbeiten zu erledigen (Wolfgang Thon, Ingo Teichert, Matthias König, Jürgen Köhring, Steffen Pickhardt – Wehrbrücke anheben , Rutsche einbauen, Brückenjoch absperren,

Seiltore am Wehr aufbauen, Rasen mähen, Ausstiegstreppe einbauen) Abends galt es den Zweiachs-Hänger von Heiko Bergmann mit dem restlichen Streckenmaterial, Biertischgarnituren, Pavillon, Siegerpodest, Sonnenschirme, Paletten, Küchenutensilien und Getränke zu beladen, den am Freitag 15.00 Uhr das Streckenbaukommando (Ingo Teichert, Tom Philipp, Frank Reiche Matthias König, Michael Kindler, Steffen Pickhardt) nach Rödern brachte. 18.30 Uhr stand die Strecke, die am nächsten Tag von allen gelobt wurde und einer Landesmeisterschaft würdig war. Sonnabend Früh brachte Peter Thon Bus und Bootshänger zum Wettkampfort. Nach der Vorfahrt (Christoph Brauer) startete der Wettkampf pünktlich 10.15 Uhr. Bei

brütender Hitze brachten alle Helfer den Wettkampf ohne Zwischenfälle zu Ende. Während der Siegerehrung mit der Medaillenübergabe durch die Vizepräsidentin Slalom Sybille Spindler und den Landestrainer Frank Zimmermann bauten die Helfer alles wieder ab und verstauten es auf den Hängern und in den Fahrzeugen. Wir freuten uns besonders, dass von unserer kleinen Sportlerdelegation Felix Sachers den Landesmeistertitel und Lucas Manz den 3. Platz im K1 bei den Jungen C mit nach Coswig nehmen konnten. 16.30 Uhr war an der Niedermühle von unserem Wettkampf keine Spur mehr zu entdecken. Steffen Pickhardt

„Pir aten“ beim Raftin g im K an upark „Piraten“ Rafting Kan anupark MITGAS verlängert Vertrag mit CV Mitteldeutschland und schickt Volleyballer ins wilde Wasser Die 1. Herrenmannschaft des Chemie Volley Mitteldeutschland (CVM) war heute im Kanupark Markkleeberg zu Gast. Cornelia Sommerfeld, Pressesprecherin von MITGAS, übergab dem Verein den Vertrag für die neue Saison. Danach stiegen die Volleyballer in die Schlauchboote, um beim Wildwasser-Rafting ihren Teamgeist zu stärken. „MITGAS unterstützt den CV Mitteldeutschland bereits seit 14 Jahren“, sagte Cornelia Sommerfeld bei der Vertragsübergabe. „Wir freuen uns auf die Fortsetzung dieser langjährigen Partnerschaft und wünschen dem Verein eine erfolgreiche neue Saison.“ Der CVM, auch „Piraten“ genannt, spielt in der 2. Bundesliga Nord Männer und absolviert am 17. September 2016 mit insgesamt acht neuen Spielern die erste Partie der Bundesliga-Saison 2016/2017. In den Rafting-Booten saß neben den kanu-news Oktober 2016

Volleyball-Herren auch der Trainer Mircea Dudas. „So ein Termin ist kurz vor Saisonbeginn eine willkommene Abwechslung im Trainingsalltag“, sagte die Team-Managerin des CVM, Sandy Penno. „Das WildwasserRafting ist bestens geeignet, damit die Mannschaft noch weiter zusammenwächst. Wir danken dem Unternehmen MITGAS, dass es uns auch weiterhin unterstützt und unserem Team gemeinsam mit dem

Kanupark diese besondere Trainingseinheit ermöglicht hat.“ Der Kanupark dankt seinem Partner: Der Energieversorger ist nicht nur Sponsor des CV Mitteldeutschland, sondern auch langjähriger Partner des Kanuparks in Markkleeberg und spendierte den Volleyballern die Wildwasserfahrt. unikumarketing Anett Commichau

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Labe oder Löws, dieser Entscheidung mussten sich die 60 Teilnehmer der 22. Internationalen Elbefahrt zur Eröffnung im Bootshaus des VKD in Dresden stellen. Doch Harald Zeiler, der Hauptorganisator der Tour und sein Org.-Team hatten die Zeitplanung gut im Griff. Nach einem deftigen Abendbrot, zubereitet von den fleißigen Helfern des Vereins für Kanusport Dresden e.V., wurde 19.00 Uhr die Fahrt offiziell eröffnet. Hierbei hatte ich Gelegenheit, Wolfgang Jähne, dem Fahrtenleiter des ca. 178,5 km langen Sächsischen Abschnittes der Fahrt und Mann der ersten Stunde seit der Wiederbelebung der Internationalen Elbefahrt, im Namen des Präsidiums des SKV auszuzeichnen. Nicht nur sein unermüdlicher Einsatz zum Gelingen der Tour sondern auch sein langjähriges Engagement für seinen Verein und für den Kanusport waren Grund genug für diese Ehrung. Wolfgang erhielt für seine aufopferungsvolle Arbeit die Ehrennadel in Silber des Sächsischen Kanu-Verbandes. Nach Ansprachen durch Harald zu vielen organisatorischen Dingen der 3wöchigen Wanderfahrt durch sieben Bundesländer und durch Christian Wolf dem Vorsitzenden des VKD, konnte dann pünktlich zum Anpfiff des Viertelfinalspiels Italien Deutschland König Fußball das Zepter übernehmen. Die ebenwürdigen Gegner gaben beide ihr Bestes, doch Fußball ist ein Ergebnissport, Verlängerung und Elfmeterschießen-Deutschland zog ins Halbfinale. Was die

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Fußballbegeisterten verpassten, war eine phantastische Abendstimmung über der Elbe, entstanden aus untergehender Sonne und abziehenden Gewitterwolken. Die Teilnehmer, denen der Sport um das runde Leder nicht so wichtig war genossen den lauen Abend mit Blick über die Elbe und erinnerungsgeladenen Gesprächen. Am Morgen Sonne pur, das liebevoll angerichtete Frühstück mit Ausschau auf den majestätischen Fluss mit optimalem Wasserstand ließ für die nächsten Tage nur Gutes hoffen. Alle Teilnehmer, sie kamen aus allen Bundesländern, den Niederlanden und Österreich, waren gut gelaunt, packten ihre sieben Sachen und bestiegen den Bus in Richtung Decín. Die Boote waren bereits am Vorabend auf drei große Bootsanhänger verladen, die dem Bus folgten. In Decín soll dann noch mal gezeltet werden und am Montag startete der Tross auf die 655 km in Richtung Hamburg. Erstmalig war in diesen Jahr der Start in der

Tschechischen Republik. In der Perspektive soll versucht werden, den Start der Elbefahrt so weit wie möglich ins Tschechische hinein zu verlegen, um die Attraktivität zu erhöhen und die Zusammenarbeit mit den Sportfreunden dort auszubauen. Mit Sicherheit noch ein langer Weg, bekanntlich fließt da noch viel Wasser die Elbe runter. Harald gab natürlich noch einen Ausblick auf die 23. Internationale Elbefahrt im Jahr 2017, die ganz im Zeichen des Lutherjahres steht. Hierzu sind schon kulturelle Spezialitäten gebucht, die den Teilnehmern den großen Reformator Martin Luther näher bringen sollen. Als SKV werden wir gemeinsam mit den anderen drei veranstaltenden Landesverbänden alles tun, um die einzige internationale KanuWanderfahrt auf sächsischem Gebiet zu erhalten und auszubauen. Uwe Gravenhorst Vizepräsident des SKV KanuWandern und -segeln

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Di ch saison 2016 ist vorbei ! Diee Fahrtenbu Fahrtenbuch chsaison Wie jedes Jahr endet die Fahrtenbuchsaison für den Wasserwanderwettbewerb des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) am 30. September. Ich hoffe, dass ihr eine gute Saison hattet und eure Fahrtenbücher mit schönen und abwechslungsreichen Kanuausfahrten gut gefüllt sind. Bitte gebt die Fahrtenbücher umgehend bei eurem Vereinswanderwart ab, damit dieser alles fristgerecht an die SKV Geschäftsstelle weitergeben kann. Denn das Prozedere hat sich nicht geändert: Bis zum 31. Oktober müssen die gesammelten Fahrtenbücher unterschrieben und abgestempelt bei der Geschäftsstelle des SKV aße 2d SKV,, Goyastr Goyastraße 2d,, 04105 Leipzig vorliegen. Besonders für die Sportfreunde, die Wanderfahrerabzeichen beantragen wollen, ist dieser Termin bindend. Für die Wanderfahrerabzeichen „Silber“, „Gold“ und die „Gold Sonderstufen“ muss darüber hinaus ein vollständig ausgefüllter Antrag und eventuell weitere Fahrtenbücher eingereicht werden. Bitte nur die alleraktuellsten Anträge verwenden, zu finden auf der Homepage des Deutschen KanuVerbandes (www.kanu.de -> News -> Downloads -> Freizeitsport -> KanuWandern). Ebenfalls dort zu finden ist die Wandersportordnung mit allen Bedingungen. Bei „Silber“-Anträgen

müssen auch die Bestätigungen vom Öko- und Sicherheitskurs beiliegen. Außerdem muss eine ausgefüllte und unterschriebene Datenschutzerklärung in eurem Fahrtenbuch zu finden sein (entweder ist diese schon Teil des Fahrtenbuchs – oder sie muss unter der obigen Link-Adresse heruntergeladen, unterschrieben und eingeklebt werden). Ohne diese Erklärung ist keine Teilnahme am Wandersportwettbewerb möglich. Für die sächsische Vereinswertung werden in Ausnahmefällen noch Fahrtenbücher bis zum 30. November angeniommen. Allerdings können dann keine Wanderfahrerabzeichen mehr beantragt werden. Alternativ kann das „elektronische Fahrtenbuch“

(eFB – www.kanu-efb.de) des DKV zum Einreichen seiner gesammelten Fahrten verwendet werden. Dazu muss aber der Verein freigeschaltet sein. Diejenigen Vereine oder Einzelmitglieder, die das eFB nutzen wollen, bitte ich um Kontaktaufnahme per e-Mail: [email protected] – dann kann das weitere Prozedere geklärt werden. Ich freue mich auf viele Fahrtenbücher mit noch mehr Kanukilometern. Die Meßlatte liegt sehr hoch. Mal sehen, ob es neue Rekorde geben wird. Falk Bruder Beauftragter Wandersportwettbewerbe im SKV

Elektr onisch es Fahrtenbu ch mit n euer VVersi ersi on Elektronisch onisches Fahrtenbuch neuer ersion Das elektronische Fahrtenbuch des DKV (eFB) ist pünktlich vor der diesjährigen Saisonauswertung mit einer neuen Version online gegangen, die den Wanderwarten die Auswertung und Bestätigung der Leistungen und WFA ihrer Mitglieder noch einfacher macht. Neben einer wesentlich schnelleren Reaktion des Systems wurde auch der Ablauf so angepasst, dass sich innerhalb eines Vereins sowohl die abgegebenen Papier-Fahrtenbücher als auch die aktiv gepflegten elektronischen Fahrtenerfassungen gut bearbeiten lassen und so zu einer Gesamtmeldung des Vereins führen. Unter http://www.kanu-efb.de/support/kurzanleitungen sind zu der neuen Version auch Kurzanleitungen zu finden, in denen die Vorgehensweise dazu beschrieben ist. kanu-news Oktober 2016

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47. Röd erf ahrt 2016 Röderf erfahrt

47. Röderfahrt 2016 – oder die Meteorologen…logen Am dritten Septemberwochenende fand die Röderfahrt/ Sachsen, zum 47. Male statt. Wieder waren zahlreiche Paddelfreunde am Start in Radeburg angereist und dies obwohl der Wetterbericht nichts Gutes vorher sagte. Fast pünktlich gegen 10 Uhr, nach einem kurzen Gewitter und ordentlichem Regenguss, konnten die Sportfreunde aus Sachsen, Thüringen und Bayern ihre Boote auf die gut gefüllte Röder setzen und flott zog die Strömung den bunten Haufen mit. Lag es am Wasserstand, dem Baum oder war man noch nicht ganz bei der Sache?! Schon vorm ersten Wehr schwamm der Erste im doch recht warmen Röderwasser- drei weitere Schwimmer sollten an diesem Tag noch folgen. Langsam zog sich die Flotte der kleinen bunten Boote aus einander und konnte man es glauben. Es kam immer weniger Wasser von oben und bald zeigte sich etwas Blau am Himmel. Nachdem das eine oder andere Wehr befahren oder um getragen wurde, kam unser Mittagsziel langsam in Sicht. Am Stufenwehr in Folbern stand unser bewährtes Küchenteam, Ilse und Wolfgang Schönberg, mit Ihrem fast schon kultigen Bohneneintopf bereit

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um den Hunger zu stillen. Schnell wurde der Boden in den Töpfen sichtbar und es hieß, auf zur nächsten Tagesetappe und dem Ziel in Walda entgegen. Am Abend wurden im Bierzelt die Schwimmer geehrt und noch eine ganze Weile zusammengesessen und gequatscht. Nach und nach fand jeder seinen Schlafplatz ob in der Turnhalle, dem Wohnwagen oder einfach im Auto. Sonntagfrüh- leicht bewölkt, nach dem Sachen packen, Auto vorfahren und der allgemeinen Aufregung des Lospaddelns nahmen die Röderfahrer die zweite Etappe nach Tiefenau unter ihre Paddel. Schon nach den

ersten Paddelschlägen nimmt einen die Ruhe und Natur dieser Strecke gefangen. Am Gabelwehr in Zabeltitz heißt es aufpassen und die richtige, die Linke, Abzweigung zur ,,Kleinen Röder„ zunehmen. Durchs NSG Röderaue führt uns der kleine Fluss. Unter Stegen und Bäumen durchkriechend oder mit Schwung über Baumstämme, hier ist die Röder ein wahrer Naturfluss und ein Erlebnis. An der Straßenbrücke in Tiefenau angekommen ist auch das Ziel der Röderfahrt erreicht. Beim Aufladen der letzten Boote beginnt es wieder etwas zu regnen, was soll’s. Nach und nach verabschieden sich die Sportfreunde und die Wiese leert sich. Die 47. Röderfahrt RadeburgWalda- Tiefenau ist Geschichte! Fazit: Es hat wieder Spaß gemacht mit Euch und für Euch unterwegs gewesen zu sein. Die Sächsischen Einzelpaddler, das Kanuteam /Elbe bedankt sich bei allen die zum Gelingen beigetragen haben, dem Waldaer SV, dem Stausee- Team in Radeburg, beim SKV und der ,,Küchenmannschaft„! Bis zum nächsten Mal bei der 48. Röderfahrt 2017, mit neuen und alten Röderfahrern; Andreas Finsterbusch

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Der „K apitän“ ggeh eh d „Kapitän“ ehtt von Bor Bord Ein Großer des sächsischen Sports sagt Servus: Sportpark RabenbergGeschäftsführer Andreas Decker gab am 30. September nach 25 Jahren, in denen er maßgeblich für die heutige Attraktivität der sächsischen Sportschulen Verantwortung trug, den Staffelstab an seinen Nachfolger Alexander Hodeck weiter. Zur offiziellen Verabschiedung des ersten Präsidenten des Landessportbundes Sachsen (LSB) und heutigen Ehrenpräsidenten in den hauptamtlichen Ruhestand waren zahlreiche Gäste in den Sportpark Rabenberg gekommen. Landtagspräsident Matthias Rößler, der Bürgermeister der Gemeinde Breitenbrunn, Ralf Fischer, sowie der ehemalige LSB-Generalsekretär und jetzige IAT-Direktor Ulf Tippelt

Landtagspräsident Rößler bei seiner Laudatio

Staffelstab weitergereicht: Andreas Decker übergibt an Alexander Hodeck hielten Laudationes auf das berufliche Wirken des RuderOlympiasiegers von 1976 und 1980. LSB-Präsident Ulrich Franzen dankte dem „Kapitän“ des SportschulVerbundes für seine erfolgreiche Arbeit: „Das Schiff ‚Sportpark Rabenberg‘ glänzt, es wurde ständig modernisiert und erweitert und bietet beste Unterkünfte für seine Sportgäste. Die Crew ist bestens ausgebildet und hoch motiviert, den Gästen erfolgreiche Tage auf dem Rabenberg, in der Sportpension

Dresden oder in der Sportschule Werdau zu bieten. Dies alles, lieber Andreas, ist unter Deiner Regie entstanden und entwickelt worden. Wir wissen das Geleistete sehr zu schätzen“, bekräftigte Franzen, „nochmals vielen Dank, denn der Sportpark Rabenberg ist mehr als nur ein Teil Deines beruflichen Lebens.“ Mit freundlicher Genehmigung Homepage LSB Sachsen Fotos: Steffen Richter

Andreas Decker wuchs in Lichtentanne auf. 1967 folgte Decker einem Aufruf von Heinz Quermann in der Weihnachtssendung „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“, wo großgewachsene Kinder aufgefordert wurden, sich bei der Rudersektion in Leipzig zu melden. Bereits 1970 gewann Decker bei der Spartakiade und bei den Jugendweltmeisterschaften. 1973 wurde Decker mit dem DDR-Achter Europameister. 1974 wechselte er in den Vierer ohne Steuermann. In der Besetzung Siegfried Brietzke, Andreas Decker, Stefan Semmler und Wolfgang Mager dominierte das Boot vom SC DHfK Leipzig in den nächsten Jahren diese Bootsklasse. 1974 in Luzern und 1975 in Nottingham wurden die vier Ruderer Weltmeister, 1976 in Montreal Olympiasieger. 1977 in Amsterdam und 1979 in Bled wurde das Boot erneut Weltmeister, lediglich 1978 in Neuseeland unterlag man dem sowjetischen Boot und gewann Silber. In der Olympiasaison 1980 verletzte sich Mager an der Hand und wurde von Jürgen Thiele vertreten. Zusammen gewann die Crew bei den Olympischen Spielen in Moskau deutlich vor dem Boot der Gastgeber. Nach der Wende war Decker bis 1998 Präsident des sächsischen Landessportbundes. 1992 wurde er zum fünften Vizepräsidenten des Deutschen Sportbundes gewählt, trat von dieser Position aber nach zwei Jahren wegen Krankheit wieder zurück. Für sein langjähriges Engagement für den Sport wurde ihm 2012 der Sächsische Verdienstorden verliehen.

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10. PPappbootr appbootr enn en im K an upark appbootrenn ennen Kan anupark

„Die Inspiraten“ gewinnen Jubiläumsausgabe Im Kanupark Markkleeberg fand das 10. Pappbootrennen statt. Auf den 1. Platz paddelte der Vorjahressieger „Die Inspiraten“. Den Preis für das „Beste Design“ gewannen „Die Wellens(m)urfer & Käpt’n Kappa“. Über die Auszeichnung „Beste Performance“ freut sich das Team „Nix Haar - heut mal für’n guten Zweck“. Etwa 3.800 Besucher verfolgten bei über 35 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein das Geschehen rund um das Kultevent am Markkleeberger See. Insgesamt 15 abenteuerliche Teams stürzten sich bei der Jubiläumsausgabe des Pappbootrennens bei drückender Hitze mit ihren Booten ins kühle Wildwasser des Kanuparks. Zuvor wurde unter den Augen der Zuschauer eifrig mit Pappe, Cuttermesser und Klebeband an den fahrtüchtigen Kreationen gebaut. Drei Stunden hatten die Mannschaften Zeit für ihre Meisterwerke. Das anschließende Rennen für sich entscheiden konnten erneut „Die Inspiraten“: Die als Neandertaler verkleideten Vorjahressieger brauchten mit ihrem EinbaumBoot nur 1:22 Minuten für die

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Strecke. Als Zweitplatzierter erreichte der Kinder-Entenschwimmreifen der „Rettungsenten“ nach 2:05 Minuten das Ziel. Auf den dritten Platz paddelte das Team „Nix Haar - heut mal für’n guten Zweck“ mit nur einer Sekunde mehr. „Die Wellens(m)urfer & Käpt’n Kappa“ erhielten für ihre Pappkreation die Auszeichnung „Bestes Design“. Das einer Insel nachempfundene Boot mit Palme und Papagei überzeugte vor allem durch die Detailschönheit. In der Jury waren in diesem Jahr neben dem Markkleeberger Oberbürgermeister Karsten Schütze auch der ehemalige Radprofi Robert Förster und ein Vertreter des Publikums. Den erstmals in diesem Jahr ausgerufene Preis für die „Beste Performance“ schnappte sich das Team um Mario Geistert: „Nix Haar heut mal für’n guten Zweck“ baute einen Zwillingskinderwagen, der natürlich von Paddlern im BabyOutfit gesteuert wurde. „Hochachtung vor dem Team-Chef“, sagte der Kanupark-Leiter Christoph Kirsten schmunzelnd. „Mario ist tatsächlich den ganzen Tag hier mit Baby-Häubchen auf dem Kopf, Schnuller im Mund und einer großen

Windel rumgelaufen - das traut sich nicht jeder.“ Die Sieger-Teams konnten sich über Medaillen und wertvolle Preise freuen. Den außergewöhnlichen Ton-Pokal für die Erstplatzierten schuf auch in diesem Jahr die Vorsitzende des Kunstvereins Markkleeberg, MariaLuise Schulze. Bei der Jubiläumsausgabe des Pappbootrennens konnten nur drei der 15 in mühevoller Arbeit kreierten Boote den 270 Meter langen Wildwasserkanal komplett durchqueren und durchs Ziel fahren. Die anderen Mannschaften mussten sich den Fluten und Walzen des Kanuparks geschlagen geben und kenterten. Zwei der Pappkreationen schafften es nicht einmal über die Startlinie. Die Mannschaften des 10. Pappbootrennens kamen überwiegend aus Leipzig, zudem gab es auch Teilnehmer aus LangenleubaNiederhain, Delitzsch und AnnabergBuchholz. Am Start waren neun Wiederholungstäter und sechs Neulinge. Neben dem eigentlichem Wettbewerb lockte auch in diesem Jahr das bunte Rahmenprogramm auf das KanuparkGelände am Markkleeberger See. Die kanu-news Oktober 2016

v-e-r-b-a-n-d-s-l-e-b-e-n ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ Besucher konnten sich beim Schnupper-Rafting, auf dem SegwayParcours und auf einem E-Bike ausprobieren. Die kleinen Gäste tobten sich zudem auf der Hüpfburg und im Wasserlaufball-Bassin aus. Zudem bot das Holzspielmobil an etwa 20 verschiedenen Stationen auch für die etwas größeren Besucher abwechslungsreiche Beschäftigung. Beim „Raftingbowl“-Gewinnspiel des Kanupark-Partners AOK PLUS mussten die Besucher einen Ball in ein schwimmendes Schlauchboot werfen und konnten tolle Preise gewinnen. Am INSPIRATA-Stand stellte sich das Leipziger Mitmach-Museum vor. Das Pappboot-Team „Nix Haar - heut mal für’n guten Zweck“ brachte ein Glücksrad mit, das zugunsten des Vereins Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig e.V. gedreht wurde.

Pappbootrennen 2016 in Zahlen: Insgesamt wurden knapp 16 Kilometer Klebeband und 450 Quadratmeter Pappe verbaut.

Während des Rennens flossen 36 Millionen Wasser durch den Kanal. unikumarketing / Anett Commichau

Film em ach er teur er un d Extr emFilmem emach acher er,, Aben Abenteur teurer und ExtremPaddler OLAF OBSOMMER präsentiert sein neues Programm auf Großleinwand. Das Team um Olaf Obsommer konnte im Sommer 2016 zwei mehrtägige Wildwasser- Expeditionen im Norden Norwegens bewältigen. Zugefrorene Seen und hohe Wasserstände der Flüsse ließen das Team an ihre Leistungsgrenze stoßen – belohnt wurden sie jedoch mit atemberaubendem Wildwasser in einer grandiosen Kulisse. Zum Einsatz kam dabei auch eine Flugdrohne, die spektakuläre Action und wunderschöne Landschaftsaufnahmen ermöglichte. Diese Tour war aber auch eine kleines Jubiläum für Olaf: seine zwanzigste Reise nach Norwegen. Grund genug für Olaf in einem Rückblick über die Faszination »Norwegen« zu philosophieren. Des Weiteren gibt es noch einige kurzweilige Filme aus der wunderbaren Welt des Kanusports. Wie immer kommentiert Olaf mit einem zwinkernden Auge die Filme live. Für alle Kajakfans und Abenteurer ein Pflichttermin. Gute Unterhaltung garantiert und Gelegenheit, sich mit seinen Freuden zu treffen und zukünftige Abenteuer und Reisen zu planen. www.abenteuer-kajak.de kanu-news Oktober 2016

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Kan upark 2016 anupark Nutzerzahlen erneut gestiegen: Jubiläums-Saison im Kanupark Markkleeberg mit knapp 25.000 Wildwasser-Abenteurern beendet „In diesem Jahr konnten wir etwa 1.400 Gäste mehr als im Vorjahr bei uns begrüßen“, freut sich der Kanupark-Leiter Christoph Kirsten. „Damit ist es uns nun bereits zum neunten Mal in Folge gelungen, unsere Nutzerzahlen zu steigern.“ Den größten Anteil der 25.000 Nutzer machten in der Jubiläums-Saison die etwa 20.300 Personen aus, die beim Wildwasser-Rafting, NACHT-Rafting, POWER-Rafting und DUO-Rafting mitpaddelten. „Die neuen Angebote DUO-Rafting und Happy Rafting-Days wurden gut angenommen, haben aber noch Steigerungspotenzial“, so Christoph Kirsten weiter. „Auffällig ist, dass das Wildwasser-Rafting von sehr vielen Gruppen nachgefragt wird. So war die Möglichkeit, ein 9er Schlauchboot komplett zu buchen, sehr beliebt.“ Das Schüler-Rafting konnte erneut einen Zuwachs verbuchen: Etwa 2.900 Schülerinnen und Schüler stürzten sich 2016 in die wilden Fluten des Kanuparks (2015: 2.100). Ein großer Teil davon paddelte bei der Veranstaltungsreihe MITGAS Schüler-Rafting mit, welche in diesem Jahr bereits zum achten Mal stattfand. Auch die Kajak-Sparte erfreute sich steigender Beliebtheit: Mehr als 1.700 Freizeitsportler nutzten die Angebote der Kajak-Schule oder waren als erfahrene Paddler selbstständig auf dem Wildwasser unterwegs (2015: 1.100). Die durchschnittliche Auslastung der 2016 im Kanupark angebotenen Wildwasser-Zeiten lag bei 88 Prozent, wobei der August mit 96 Prozent der am stärksten nachgefragte Monat war. Auch hier ist eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr gelungen (durchschnittliche Auslastung 2015: 86 Prozent; August 2015: 95 Prozent). Der Kanupark am Markkleeberger See hat seine Leuchtturm-Funktion im

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Leipziger Neuseenland auch in der Jubiläums-Saison bestätigt und ist als bedeutender Freizeitanbieter, als wichtige Sportstätte und als touristischer Magnet nicht mehr wegzudenken. Anfang Mai wurde die Wildwasseranlage mit dem Sächsischen Inklusionspreis 2016 ausgezeichnet. Der Kanupark erhielt die Ehrung in der Kategorie „Barrierefreiheit“ für sein Engagement, auch Menschen mit Behinderungen die Nutzung der Wildwasserangebote zu ermöglichen. Die Auszeichnung wurde unter dem Motto „Inklusive Gesellschaft im Sozialraum“ vom Beauftragten der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Stephan Pöhler, vergeben. Während in den etwa 500 KanuSlalom-Trainingsstunden weit über 6.000 Boote gezählt werden konnten, starteten in diesem Jahr insgesamt mehr als 700 Sportlerinnen und Sportler bei den diesjährigen hochkarätig besetzten Wettkämpfen. Im April 2016 waren Deutschlands beste Slalom-Kanuten im Kanupark zu Gast und kämpften bei den OlympiaQualifikationen im Kanu-Slalom um die Tickets für die Olympischen Spiele 2016 in Rio. Wenige Wochen danach eiferte der Nachwuchs seinen Vorbildern nach, als bei den Deutschen Meisterschaften der

Jugend- und Junioren im KanuSlalom die Titel vergeben wurden. Der Kanupark war auch in seiner zehnten Saison ein beliebtes Ziel für Ausflugsgäste und Touristen. Etwa 450.000 Gäste konnten 2016 auf dem Gelände der Wildwasseranlage begrüßt werden. Neben den KanuSlalom-Wettkämpfen lockten ebenso die Saisoneröffnung mit dem XXLPaddelfestival im Mai sowie das 10. Pappbootrennen im August tausende Besucher an. Kanupark in der Wintersaison Den Spaziergängern bleibt die Wildwasseranlage am Markkleeberger See als Ausflugsziel erhalten: Noch bis Ende November kann vorwiegend an den Wochenenden den SlalomKanuten beim Training im Wildwasser zugesehen werden. Die KANU Wildwasser-Terrasse behält ihren täglichen gastronomischen Betrieb bis zum 31. Oktober 2016 bei. Danach wird an den Wochenenden sowie an Feiertagen jeweils ab 10 Uhr geöffnet. Sonntags gibt es von 10 bis 14 Uhr den traditionellen Brunch, für den eine Vorbestellung empfehlenswert ist. Sobald der Frühling im März 2017 in Sicht ist, hat die KANU Wildwasser-Terrasse wieder täglich geöffnet. unikumarketing Anett Commichau

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Ausschreibung zur 44. Winter-Elbe-Fahrt Termin:

03.02.-05.02.2017

Ort:

Dresden-Laubegast

Übernachtung:

Turnhalle/Schule/Verein –je nach Teilnehmerzahl (Luftmatratze/Schlafsack) Pension auf Anfrage

Grobablauf:

Freitag Freitag, 03.02.17 Sonnabend Sonnabend, 04.02.17 Sonntag Sonntag, 05.02.17

Verpflegung:

Imbiß / Gastronomie im Verein und Umgebung Bäcker ist ebenfalls ca. 300m vom Verein vorhanden!

Kosten: Teilnehmergebühr – incl. Imbiß am Sonntag Übernachtung Bootstransport

Anreise nach vorheriger Anmeldung Wanderung im Elbsandstein- oder Erzgebirge Elbeabfahrt von Bad Schandau - Dresden Heimreise ab 15.00 Uhr möglich

7,50 Euro 2,50 Euro/Nacht 2,50 Euro/Boot

Überweisung:

Empfänger: Kanuverein Laubegast e.V. Dresden Kennwort: WEF2017+Verein Ostsächsische Sparkasse Dresden IBAN: DE23850503003120150966 BIC: OSDDDE81XXX

Bootstransport:

kann begrenzt mit übernommen werden, Bedarf bitte bei der Meldung mit angeben!

Anmeldung:

Kanuverein Laubegast Herrn Mehlig Laubegaster Ufer 35 01279 Dresden 20.01.2017 (Poststempel) oder Telefon 0172/9153712 e-Mail: [email protected] / [email protected] Alle Teilnehmer erhalten eine Meldebestätigung mit Anfahrtsskizze

Hinweis: Jeder Verein ist für die Sicherheit seiner Teilnehmer selbst verantwortlich. Der Ausrichter übernimmt keine Haftung für Personen und Sachschäden. Teilnehmern an der Bootsfahrt wird das Tragen einer Schwimmweste dringend empfohlen, Boote sind mit entsprechenden Schwimmkörpern auszustatten und müssen außen gekennzeichnet sein (10cm Schriftgröße)!!! ————————————————————————————————-—————————————-

Anmeldeformular 44. Winter-Elbe-Fahrt vom 03.02.-05.02.2017 Verein/Einzelpaddler: Ansprechpartner: Adresse: Tel./Fax: E-Mail: Übernachtung:

Fr.-Sa./Anzahl:

Sa.-So./Anzahl:

Bootstransport/Anzahl:

Einer::

Zweier :

Sonstiges:

Uwe Lindner / Ray Mehlig

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kanu-news Oktober 2016

... impressum kanu-news Das Informationsmagazin des Sächsischen Kanu-Verbandes e.V. Herausgeber: Sächsischer Kanu-Verband e.V. Goyastraße 2d 04105 Leipzig Redaktion und Layout : Heiner Quandt eMail: [email protected] Redakteur: Bernd W. Rabe (B.R. - Wandern) Brühl 63 08412 Werdau/Sa. tel: 03761-2980 eMail:[email protected] Anzeigen: Geschäftsstelle des SKV, s.o. Druck: winterwork Inh. Mike Winter Carl-Zeiss-Straße 3 04451 Borsdorf tel: 034291-31720

Fuhr mit dem Boot in den Hafen der Ehe: Michael Hammer

Die nächsten Ausgaben der kanu-news erscheinen wie folgt: Dezember 2016 (Homepage-Download) Redaktionsschluss: Anzeigenschluss:

26. November 2016 03. Dezember 2016

Februar 2017 (Homepage-Download) Redaktionsschluss: Anzeigenschluss:

28. Januar 2017 04. Februar 2017

April 2017 (Homepage-Download) Redaktionsschluss: Anzeigenschluss: Für eingesandte Manuskripte und Bilder wird keine Haftung übernommen. Die Redaktion behält sich Kürzung und sinnwahrende Änderungen vor. Weiterverwendungen, auch auszugsweise, sind nur nach vorheriger Zustimmung der Redaktion zulässig. Die mit Namen oder Initialen gekennzeichneten Texte geben nicht zwangsweise die Meinung des Sächsischen KanuVerbandes bzw. der Redaktion wieder. ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○

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25. März 2017 01. April 2017

Textzuschriften: Gastautoren sind jeder Zeit gern willkommen! Eure Textzusendungen übermittelt bitte möglichst in elektronischer Form (Diskette, email) an die Geschäftsstelle oder direkt an die Adresse der Redaktion. Wir sind in der Lage, fast alle gängigen Windows-basierten Formate zu verarbeiten. Danke, Ihr erleichtert unsere Arbeit!

Bildzusendungen: Auch wenn’s mal nicht gleich mit der Veröffentlichung jedes Bildes klappt, unser Archiv benötigt ständig frisches Material! Wir bevorzugen Schwarz-Weiß -Aufnahmen, die sind natürlich aber kein Muß! Gern übernehmen wir auch Bilder, die bereits in elektronischer Form vorliegen: gescannt mit 300 dpi als .jpeg- oder .tifDatei! kanu-news April 2015

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kanu-news Oktober 2016

Fotos: Heiner Quandt, DKV-Homepage, RIO2016.com