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Das Team Cadillac trifft auf die Tabellennachbarn Die Mannschaft aus Eschweiler geht am 14. und 15. Januar wieder in der Squash-Bundesliga auf Punktejagd. Partien gegen Bremen und Krefeld.

Eschweiler. Am Wochenende, 14. und 15. Januar, geht es in der Squash-Bundesliga weiter. Auch das Team Cadillac Eschweiler greift dann wieder ins Geschehen ein und hofft auf viele Zuschauer. Nach knapp zweimonatiger Pause startet das Team Cadillac Eschweiler am Samstag auswärts beim 1. SC Bremen. Die Bremer bekleiden momentan Tabellenplatz vier und haben nur drei Punkte Vorsprung vor den Indestädtern, die mit einem Auswärtssieg punktmäßig gleichziehen können. Die Mannschaft des 1. SC Bremen wird vermutlich in Topbesetzung vor heimischem Publikum antreten, um ihrer Verfolgerrolle der Spitzengruppe gerecht zu werden. Aber auch das Team Cadillac kann auf seine A-Mannschaft zugreifen und wird mit der bestmöglichen Aufstellung antreten. „Ein 2:2-Unentschieden ist das anvisierte Ziel“, so Team-Manager Marco Schoeppers. Das Ergebnis bleibt abzuwarten. Am Sonntag, 15. Januar, kommt es im Heim-Center an der Nothberger Straße zum Showdown gegen den Dauerrivalen aus Krefeld. Der SC Turnhalle Niederrhein ist zur Zeit Tabellendritter und hat sich als direkter Verfolger der Spitzenplätze, die von Paderborn und Hamburg besetzt sind, etabliert. Die Krefelder hoffen auf einen Ausrutscher der Favoriten, um ihre Chance auf die Endrunde der deutschen Meisterschaft zu wahren. Die ersten beiden der Bundesliga Nord qualifizieren sich für diese.

Treten in der Squash-Bundesliga gegen die beiden vor ihnen platzierten Teams an: Die Spieler des Teams Cadillac Eschweiler. Planmäßig werden die Krefelder an der Spitzenposition mit dem Franzosen Baptiste Masotti (Platz 106 der Weltrangliste) antreten. Ein spannendes Spiel auf Weltklasseniveau ist also sicher, da auch das Team Cadillac auf seine Nummer eins, den Niederländer Piedro

Schweertman (Platz 78 der Weltrangliste) zurückgreifen kann. An Position zwei wird es zum Duell zwischen Joeri Hapers (Belgien, Weltranglistenplatz 209) gegen den für Krefeld spielenden niederländischen Profi Marc ter Sluis kommen. Auch diese Partie

verspricht Spannung. An Position drei werden der langjährige Nationalspieler André Haschker und Julian Kischel aufeinander treffen – hier wäre ein Sieg des jungen Paderborners, der in Diensten des Teams Cadillac steht, sicherlich eine Überraschung.

Foto: Tobias Röber

An Position vier wird Marco Schoeppers gegen Phillip Annandale (22. der deutschen Rangliste) um den vielleicht entscheidenden Punkt für Sieg oder Unentschieden kämpfen. „Das Ziel ist auch hier ein 2:2. Eventuell ist sogar etwas mehr drin“, sagt Teammanager

Marco Schoeppers zur Begegnung am Sonntag. Auf den Ausgang darf man gespannt sein. Der Spieltag startet um 14 Uhr im Cadillac an der Nothberger Straße in Eschweiler. Der Eintritt ist frei. Zuschauer sind willkommen.

Im Keller von Guido Diehl dreht sich alles um eine alte Brauerei Der 56-Jährige Wassenberger sammelt alles, was mit der ehemaligen Westmark-Brauerei zu tun hat. Gläser, Etiketten und Werbeschilder im Keller.

Wassenberg/Waldfeucht. Wer das Haus von Guido Diehl in Wassenberg-Rosenthal gefunden hat, taucht ein in ein Stück Zeitgeschichte. Seit 30 Jahren sammelt der 56-Jährige alles, was mit der Westmark-Brauerei zu tun hat. Sie produzierte ihr Bier von 1934 bis 1977 in Waldfeucht-Haaren. Der Weg in das kleine Museum führt eine Treppe hinunter in den Keller des Wohnhauses, vorbei an einer rund drei Meter hohen Leuchtreklame in Form eines gefüllten Bierglases. „Das hing früher

in Heinsberg an dem Haus gegenüber vom Café Louis“, sagt Diehl. Aufgestöbert hat der Sammler das gute Stück in Bad Godesberg, wohin der Hausbesitzer es mitgenommen hatte. Im ersten Kellerraum kann der Besucher dann in Vitrinen zunächst eine riesige Ansammlung von Biergläsern bestaunen. „Vor etwa 30 Jahren habe ich auf einem Trödelmarkt ein Glas entdeckt“, erzählt Diehl. Das weckte bei ihm Erinnerungen an seine Kindheit. Als kleiner Junge habe ihn sein Va-

ter immer mitgenommen, wenn er geschäftlich in Haaren zu tun gehabt habe. Dabei habe er immer die großen, kupfernen Braukessel bewundert, die heute noch als Teil der Eisfabrik in Haaren zu sehen sind. Das Glas nahm Diehl mit. Zwei Wochen später habe er ein weiteres entdeckt, dann waren es drei, und heute sind es bereits 112 verschiedene Gläser in seinen Vitrinen, die das Logo der Westmark-Brauerei tragen. So an 15 bis 20 habe er zunächst gedacht, schmunzelt er. Da er jedoch bei jedem neuen Glas ganz genau hinschaut, findet er

spezielle Unterschiede aus unterschiedlichen Produktionen, etwa unterschiedliche Durchmesser der Trinköffnung, verschieden dicke Glasfüße oder je nach Produktion variierende Zeichen rund um den Eichstrich auf dem Glas. Inzwischen sammelt Diehl nicht nur Gläser, sondern alles, was in irgendeiner Form das Logo der Brauerei trägt, vom kleinen Streichholzbriefchen bis hin zu der ersten Leuchtreklame, die seinerzeit das Brauereigebäude zierte. Seit zehn Jahren schaltet er einmal pro Woche eine Zeitungsanzeige mit der Bitte, ihm weitere Sammel-

objekte anzubieten. „So alle drei Monate ist vielleicht einmal ein Glückstreffer dabei“, sagt er. Ganz besonders stolz ist Diehl natürlich auf die Raritäten, die er besitzt. Dazu gehört eine alte Kühltruhe aus Holz, von innen mit Zinkplatten ausgekleidet. Die stamme aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Sehr stolz ist er auch auf die tönernen Bierkrüge. Einige davon seien von Hand bemalt worden und hätten nur eine ganz geringe Auflage. Ins Auge fallen dem Betrachter auch vier große Gläser. „Die habe ich aus Amerika“, sagt Diehl. Eine

„dicke fünfstellige Summe“ habe er bisher in seine Sammlung investiert. Rund 1000 Objekte umfasst sie. Mitgezählt sind da auch all die alten Schriftstücke in Form von Briefen oder Rechnungen aus der Brauerei. „Hauptsache, das Logo ist drauf“, sagt er. Auch die unterschiedlichen Flaschenetiketten der Brauerei hat er abgelegt. Zu Pilsener, Export und Alt kommen Starkbiere wie Blonder und Schwarzer Bock sowie ein Caramel-Süßbier. Wer etwas mit dem Westmark-Logo hat, kann Guido Diehl unter ☏ 02432/ 8913746 erreichen. (anna)

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In Gemeinschaft Urlaubsfreude genießen: Der Katalog mit Reisen für Senioren und pflegebedürftige Menschen der Caritas für die Regionen Aachen, Düren-Jülich und Eifel ist erschienen.

Caritas stellt Reiseprogramm für Senioren vor

Foto: dpa

Auch pflegebedürftige Menschen können die Angebote nutzen. Katalog 2017 kann telefonisch angefordert oder im Internet heruntergeladen werden.

Düren. Sorgenfrei wieder in Urlaub können und Reiseerlebnisse in Gemeinschaft genießen – das sind zwei spezielle Merkmale der Caritas-Reisen für Senioren und pflegebedürftige Menschen. Die Caritas ist nicht nur im Alltag für die Menschen da. Auch dann, wenn sie Urlaub machen

möchten, will der Verband dies mit passenden Angeboten ermöglichen. Da die Angebote der Vorjahre gut angenommen wurden, haben die drei Verbände der Caritas für die Regionen Aachen, Düren-Jülich und Eifel nun ihren vierten Reisekatalog gemeinsam aufgelegt: 26 unterschiedliche Rei-

Caritas-Vorstand Dirk Hucko, Silvia Senden und Fachbereichsleiter Rudolf Stellmach präsentieren den neuen Reisekatalog. Foto: Caritas/Lehwald

sen werden 2017 angeboten. Ab sofort ist der Katalog unter anderem in den Einrichtungen der Caritas kostenlos erhältlich und kann auf der Internetseite www.caritasverband-dueren.de heruntergeladen werden.

Spezielles Programm Das Programm kommt nicht nur gut an, weil es so vielfältig ist. Spezielle Seniorenreisen mit Reiseassistenz ermöglichen vielen Teilnehmern eine neue beziehungsweise wiedergewonnene Mobilität. Denn die drei Caritasverbände bieten ein Rundum-Sorglos-Paket an: Es beginnt mit der kompletten Reiseplanung und der wohnortnahen zentralen Abholung mit dem Bus. Die ehrenamtlichen CaritasReisebegleiter sind von Anfang an zwecks Hilfestellung und Organisation mit im Bus. Diese Unterstützung setzt sich während der gesamten Zeit am Urlaubsort fort. So

fühlen sich die Teilnehmer von Anfang an in ihrer Reisegruppe gut aufgehoben. Sogar Pflegebedürftige mit oder ohne ihre Angehörige können Reisen buchen, denn für diesen Personenkreis bietet der neue Katalog wieder zwei spezielle Pflegereisen an. Von fünf Tagesausflügen über 16 mehrtägige Hotelreisen im Inland mit dem Reisebus bietet der Katalog etwas für fast jeden Geschmack. Das diesjährige Reisehighlight ist die einwöchige Busrundreise über Passau entlang der Donau nach Wien.

Wallfahrten Natürlich sind auch Wallfahrten, Aktivfahrten und die speziellen Pflegereisen mit im Angebot. „Uns ist wichtig, dass man auch im fortgeschritten Alter Reisen antreten und noch neue Bekanntschaften im Urlaub knüpfen kann. Für ein gutes Gemeinschaftserlebnis sorgen unsere ehrenamtlichen Reise-

begleiter vor Ort. „Wir pflegen die neuen Kontakte auch im Rahmen von Nachtreffen im sogenannten Erzählcafé“ so Silva Senden, die sich hier in der Region um die Buchungen kümmert. Den gedruckten Katalog Caritas-Reisen 2017 und Informationen zu den Reiseangeboten kann

man beim Caritasverband für die Region Düren-Jülich unter ☏ 02427/948127 bei Silvia Senden anfordern sowie als Download auf der Homepage des Caritasverbandes abrufen.

im Internet: ? Infos www.caritasverband-dueren.de

Barrierefreiheit ist sichergestellt Besonderheit der Angebote ist, dass die speziellen Bedürfnisse von Senioren berücksichtigt werden. Schon bei den Vorbereitungen und der Buchung wird die Mobilität der Teilnehmenden beachtet und beispielsweise eine adäquate Barrierefreiheit bei Transport und Unterkunft sichergestellt und auch vor Ort durch die ehrenamtlichen Reisebegleitungen der Caritas umgesetzt. Auch Pflegebedürftige mit oder ohne ihre Angehörige können Reisen

buchen, denn für diesen Personenkreis bietet der neue Katalog wieder spezielle Pflegereisen an. Ehrenamtliche Reisebegleiter, die viel Erfahrung haben, kümmern sich um die Teilnehmer. Ziel der Verbände ist, dass Reiseteilnehmer neue Kontakte knüpfen, die auch über die Reise hinaus halten. Häufig sei laut Caritas ein großer Teil derjenigen angemeldet, die im vergangenen Jahr an den Reisen der Verbände teilgenommen haben.

Eineiige Zwillinge sind in dieser Session doppelt närrisch

David und Daniel Schmitz sind Karnevalsprinzen in zwei Heinsberger Ortsteilen VON ANNA PETRA THOMAS

Heinsberg. Zwei Karnevalsgesellschaften und nur ein Prinz, der abwechselnd ins rote und ins blaue Ornat schlüpft? Das könnte man beim ersten Blick auf die jecken Regenten annehmen. Aber es sind tatsächlich zwei, die beiden Prinzen aus der Pütter Familie Schmitz, jedoch sehen sie aus wie ein und derselbe. Zwillinge herrschen in dieser Session zeitgleich über die Narrenscharen in Dremmen und in Straeten: David I. regiert mit seiner Prinzessin Steffi Toerschen bei der KG Drömmer Hahne. Daniel I. und Kim I. (Michalek) sind die Tollitäten bei der KG La Strada Olé in Straeten. Dass sie es beide weit bringen würden im Karnevalsgeschehen, war eigentlich schon klar, als sie am 9. Juni 1987 das Licht der Welt erblickten, der Straetener Prinz übrigens neun Minuten früher als sein Bruder. Schon der Großvater, Heinz Schröder, war als Pütter Original aus dem Karnevalsgeschehen bei der Karnevalsvereinigung Wooder Wend in Waldenrath nicht wegzudenken und hatte sein karnevalistisches Blut seiner Tochter vererbt. Die doppelte Prinzenmutter Karin Schmitz, in Pütt und Waldenrath viel besser bekannt als die Bauersfrau „Tuesnelda“, stand hier knapp 40 Jahre in der Bütt, bis sie eine Krankheit vor einigen Jahren

aus dem Karnevalstrubel herauskatapultierte. „Aber sie hat sich richtig gefreut, als sie erfahren hat, dass wir beide zugleich Prinzen sind“, erzählt David. Mehr noch, wird sie in der Session in beiden Gesellschaften wieder in der Bütt zu sehen sein. Für Daniel wird sie am kommenden Sonntag, 8. Januar, aktiv, wenn er in der Straetener Mehrzweckhalle proklamiert wird. Für David tritt sie beim Prinzenempfang Mitte Januar auf. Offiziell proklamiert wird er in Dremmen erst am 11. Februar.

Doppelte Prinzenmutter Schon im Kinderwagen habe die Mama sie durch den berühmten Waldenrather Veilchendienstagszug geschoben, erzählen die beiden. Ihr Kindheitstraum, einmal Prinz zu sein, hätte sich jedoch in Waldenrath nicht erfüllen lassen, denn der Wooder Wend hat traditionell gar keinen Prinzen. Also sahen sich die beiden in der Nachbarschaft um. Dass sie nun zeitgleich ihre Regentschaft über die Narren ausleben dürfen, ist eher dem Zufall zu verdanken. David, der zwar inzwischen in Bocket wohnt, kam über einen Freund zu den Hahne nach Dremmen und ist hier schon seit ein paar Jahren im Elferrat aktiv. Eigentlich sei die Prinzenliste für die nächsten Jahre immer recht lang, berichtet er. Als jedoch vor zwei

Jahren ein Kandidat abgesprungen sei, habe er sich um das Amt beworben, erzählt er. Zwei Hürden mussten dabei jedoch genommen wurden. Die eine war, dass seine Prinzessin nur dabei sein wollte, wenn er versprach, sie auch zu heiraten. Die andere war sein Wunsch, dass der Prinzenwagen aus Dremmen auch beim Waldenrather Veilchendienstagszug mitrollen sollte. Als das geregelt war, stand der Regentschaft nichts mehr im Weg. Daniel, der in Straeten lebt, hat dagegen quasi ein Heimspiel. Er ist zwar bei La Strada olé auch im Elferrat aktiv, viel mehr noch liebt der gelernte Land- und Pferdewirt es aber, mit seinem Traktor im Karnevalszug unterwegs zu sein. Und am allerliebsten würde er für die Züge in Straeten und Waldenrath sogar selbst seinen Traktor fahren, verrät er schmunzelnd. Er muss sich noch ein bisschen daran gewöhnen, dieses Mal der Mittelpunkt des Geschehens zu sein. Gewünscht hätte er sich das eigentlich erst für die kommende Session, aber jetzt zeitgleich mit seinem Bruder im Amt zu sein, das sei doch etwas Besonderes, betont er. Ein Motto hat übrigens nur der Straetener Prinz. „Mit Hufgeklapper und Traktorgebrumm halten wir La Strada in Schwung“, heißt es da. Und auch der Orden zeigt ein Pferd und einen Traktor. In Drem-

Die Brüder Schmitz schwingen die närrischen Zepter: David I. in Rot regiert bei der KG Drömmer Hahne, Daniel I. in Blau bei der KG La Strada Olé in Straeten. Foto: Anna Petra Thomas men gebe es nur ein Motto für den Rosenmontagszug, erklärt David. Und das werde erst nach der Mitgliederversammlung bekanntgegeben, die Mitte Januar stattfindet. Den Orden in Dremmen ziert ein großer Schankwagen, wie ihn David in seinem Verleihprogramm hat. Neben seiner Tätigkeit als Abteilungsleiter in einem Supermarkt betreibt er noch ein eigenes Dienstleistungsunternehmen für die Ausstattung von Veranstaltungen mit Zelten, Schankwagen und vielem anderen mehr. Feiern ist er also gewohnt, nicht nur im Karneval.

Beantworten die beiden viele Fragen gleich, machen sie doch Unterschiede bei der spontanen Antwort auf die Frage, warum ihnen der Karneval so gut gefällt.

Cityzug durch die Innenstadt Für David ist es vor allem die Musik, die damit verbunden ist. Schon als Kind habe er es geliebt, wenn Willy Millowitsch vom treuen Husaren gesungen habe. Heute sei er natürlich vor allem ein Fan der Höhner, er als „Ober-Hahn“ in Dremmen, schmunzelt er. Für Da-

niel sind es dagegen vor allem die strahlenden Augen der Kinder, die am Rand des Zugwegs stehen und auf die Kamelle warten. Für Verwirrung haben die beiden übrigens seit dem 11.11. schon auf einigen Sitzungen gesorgt. Nach dem Jahreswechsel brennen sie jetzt gemeinsam schon darauf, „dass es richtig losgeht!“. Ganz besonders freuen sie sich auf ihre gemeinsamen Auftritte, vor allem auf die Rathauserstürmung am Karnevalssamstag in Heinsberg und auf den Cityzug durch die Innenstadt am Tulpensonntag.

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Steine als ein Hinweis auf einen Keltenstamm? Die rätselhaften Steinsetzungen im Kalltal zwischen Simmerath und Lammersdorf hat die Autorin Resi Röder jetzt in einem Buch thematisiert VON PETER STOLLENWERK

den gilt. In dem ansprechend gestalteten Buch werden allerdings mehr Fragen gestellt als Antworten geliefert. Resi Röder sieht ihre Veröffentlichung nicht als das Ergebnis einer wissenschaftlich fundierten Untersuchung. Vielmehr möchte sie einen Anstoß geben, damit die Fachwelt sich des Themas annimmt, „damit die Steinsetzungen als Zeugen der Vergangenheit nicht verloren gehen“. Viele Steine seien im Laufe der Zeit bereits entfernt und entweder im Straßenbau oder auch in Vorgärten gelandet. Auch im Zuge ihrer jüngsten Recherchen habe sie festgestellt, dass immer mal wieder ein besonderer Stein aus der Landschaft verschwindet. Die Anordnung der Steine an den 21 im Buch notierten Fundorten lässt für Resi Röder keinen Zweifel darüber aufkommen, dass diese bewusst und gezielt von

Simmerath. Hat sich an der Kall bei Bickerath vor 3000 bis 4000 Jahren einmal ein Keltenstamm niedergelassen? Waren es vielleicht die Eburonen mit ihrem Anführer Ambiorix? Sind die rund um Simmerath in der freien Landschaft anzutreffenden mächtigen Steine ein Indiz für eine frühe Besiedlung? Handelt es sich bei den bis zu 80 Meter langen Steinreihen, die aufrecht im Boden stehen, um Menhire (hohe Steinblöcke), alte Grabstätten oder magische Kraftorte? Wer mit offenen Augen durch die Landschaft schreitet, entdeckt die vorwiegend im Kalltal befindlichen Steinsetzungen zwischen Simmerath und Lammersdorf. Auch bei Imgenbroich und im Holderbachtal bei Rohren findet man solche auffälligen Steine. Was aber hat es damit auf sich? Dieser Frage ist in den zurückliegenden drei Jahren ein Team aus Hobbyforschern aus der Region „Die Steinsetzungen waren für Simmerath intensiv nachgegangen. Die Inidie Ewigkeit bestimmt.“ tiative ging von der SimRESI RÖDER, BUCHAUTORIN merather Malerin und Autorin Resi Röder (79) aus, nachdem sie bei einem Spaziergang im Kalltal zu- Menschenhand errichtet wurden fällig auf eine solche Steinsetzung und ganz klar ein Zusammenhang stieß. Von diesem Tag an wollte sie zwischen einer auffällig gebauten dem Rätsel der Steine auf die Spur Steinbrücke an der Kall bei Bickekommen und stieg immer tiefer in rath und dem Verlauf der Steinreihen bis zum Wolbertstein bei Lamdie Materie ein. Die Ergebnisse und Erkennt- mersdorf bestehen muss. „Diese Steinsetzungen waren für nisse dieser Arbeit hat sie nun in einem Buch, das im Selbstverlag er- die Ewigkeit bestimmt“, ist Resi Röschienen ist, herausgegeben. Mög- der überzeugt. Daher müssten sie licherweise naheliegende Erklä- auch unbedingt unter Schutz gerungen, dass Landwirte die Steine stellt werden. Im Zuge ihrer Recherchen veran den Wiesenrändern aufschichteten, weist Resi Röder zurück. Sie suchte Resi Röder auch Archäolosieht in den Steinen Zeugnisse der gen des Landschaftsverbandes Vergangenheit, die es zu ergrün- Rheinland einzubinden, die aber

keine definitiven Aussagen über Herkunft und Bedeutung der Steine im Kalltal treffen konnten. Die Landeskonservatorin wandte sich gar völlig ab: Die Steinsetzungen seien nicht von kulturhistorischer Bedeutung, ließ sie kurz und bündig wissen. Diese Abwehrreaktion aber hat das Hobbyforscherteam nicht davon abgehalten, nach erklärenden Zusammenhängen zu suchen. Ein deutlich stärkeres Interesse an den Forschungen entwickelte dagegen Dr. Frank Siegmund, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Lehrstuhl für Alte Geschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Der Archäologe kann zur Bedeutung und Herkunft der Steinsetzungen zwar auch keine belastbare Aussage treffen, „aber es handelt sich in jedem Fall um eine auffällige Erscheinung in der Landschaft, die erklärungsbedürftig ist“. Er habe seine Aufgabe beim Projekt vor allem darin gesehen, im Konflikt zwischen Fachamt und Autorin zu vermitteln. Das Rheinische Amt für Denkmalpflege sei mit Sicherheit überlastet, und aus Sicht der dort tätigen Archäologen seien die Steine im Kalltal auch nicht gefährdet. Das Buch erziele aber den Effekt, „dass das Thema jetzt in der Öffentlichkeit präsent ist. Wer die Sache interessant findet, kann sie jetzt aufgreifen“, hält Frank Siegmund fest. Die meisten Fragen stehen aber nach wie vor im Raum: Dienten die Steine als Opferstätten und weshalb wurden sie in langen Reihen mit der Spitze nach oben aufgerichtet und mit einer Steinpackung als festigendes Fundament ausgestattet? Auffällige Steinsetzungen hat Resi Röder auch in der Kalferscheider Gasse bei Simmerath entdeckt. Hier steht ein mächtiger Menhir aufrecht in der Landschaft: „Der Stein gleicht einem Mönch in seiner Kutte.“

Emotional berührt

Beim Team aus Hobbyforschern, das Resi Röder unterstützte, verdichtete sich die Erkenntnis, dass Steinreihen in der Landschaft – wie hier unterhalb des Lammersdorfer Berges – eine tiefere Bedeutung haben müssen.

Überhaupt lässt die Autorin immer wieder erkennen, dass sie von den Entdeckungen emotional stark berührt ist. So ist im Buch zu lesen: „Etwa auf der Hälfte des Weges wird man von dem majestätischen, großen und grauen Wolbertstein überrascht. Was die beiden kleineren Felsen an seiner Seite bedeuten, dazu möge sich jeder seine persönliche Meinung bilden. Für mich hat dieser Ort etwas Unheimliches oder auch Mystisches. Doch die wunderschöne stille Gegend versöhnt einen bei jeder Wetterlage.“ Von ihrer Buchveröffentlichung verspricht sich Resi Röder vor allem, dass das Thema Steinsetzungen im Bewusstsein der Menschen verankert wird und hoffentlich einmal einen würdigen Platz in der Nordeifeler Kulturhistorie einnehmen wird.

Den Steinsetzungen rund um Simmerath hat Resi Röder ein Buch gewidmet.

Auch Burgwüstung Meysenbroich bei Huppenbroich aufgespürt Das Buch „Alte Steinsetzungen in Simmerath/Monschau“ von Resi Röder ist im Selbstverlag (Books on Demand) erschienen. Es ist überall im Buchhandel erhältlich und kostet 19,90 Euro. Es umfasst 101 Seiten und enthält zahlreiche Abbildungen. Angereichert wird das Buch, das die Fundorte der einzelnen Steinsetzungen exakt lokalisiert, mit einigen Legenden und Anekdoten aus der Eifel sowie persönlichen Erlebnissen der Autorin.

Mitwirkende beim Projekt waren: Elke Genter, Frank Holtvoeth, Paul Hoffmann, Wolfgang Frings, Dr. Ulrich Albert, Dr. D. Bauer, Doris Schulz, Rolf Warmer, Klemens Braun, Helmut Breuer, Erich Heinen, Bernadette Löhrer, Peter Kalsing, Heinz Wunderlich sowie Thomas, der Enkel der Autorin. Die fachliche Unterstützung wurde von Dr. Frank Siegmund geleistet.

macht hat, interessiert sich seit rund 20 Jahren für vergessene Kulturdenkmäler in ihrer Heimat.

Die Autorin Resi Röder, die sich auch als Malerin von romantischen Heimatmotiven einen Namen ge-

Ihr erstes Buch „Weihrauch und Bohnerwachs“ (2009) beschreibt das Schicksal von Heimkindern.

Praktisches Geschenk für die Ehrenamtler eine praktische Alltagshilfe. Dank seines Faltsystems ist er schnell einsatzbereit und leicht zu tragen. Für Dirk Hürtgen von der Sparkasse Düren ist das mit Unterstützung der Sparkasse entwickelte neue Geschenk eine „mehrfache Win-Win-Situation, da es Einzelhandel und Marktbeschicker unterstützt“ sowie eine sehr gute Ergänzung zu den Papiertaschen

ist, in denen die Papierstadt Düren ihre Gastgeschenke überreicht. Sabine Briscot-Junkersdorf, Marketing der Stadt Düren, war es besonders wichtig, ein Produkt zu entwickeln, das umweltfreundlich und gut sichtbar im Stadtbild ist. Sie zitiert das Umweltbundesamt, das den Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland jährlich auf 71 Tüten schätzt. Diese sind schlecht abbau-

2006 bestätigte ihr das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege die von ihr aufgespürte, bislang verschollene Burgwüstung Meysenbroich bei Huppenbroich. Diese wurde dann 2014 förmlich als Bodendenkmal eingetragen.

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Stadt Düren verteilt beim Neujahrsempfang klappbare Einkaufskörbe an die Vereinsvertreter

Düren. In drei Varianten steht der Einkaufskorb, das neu entwickelte Geschenk der Stadt Düren für Gäste und ehrenamtlich Tätige, auf dem Tisch: schmal zusammengeklappt in der Größe einer kleinen flachen Handtasche, aufgeklappt und leer, sowie aufgeklappt und voll beladen. Mehrere Kilos kann man leicht in dieser Tasche mit dem soliden Henkel verstauen und transportieren. „Es hat sich bewährt, dass die Stadt Düren in den vergangenen Jahren Geschenke entwickelt hat, die nützlich sind. Dieses hier passt sehr gut zur Einkaufsstadt Düren.“, sagt Bürgermeister Paul Larue (CDU), der sich schon darauf freut, das neue Geschenk beim Neujahrsempfang an die Vereinsvertreter zu verteilen. Der Korb ist in schlichtem Schwarz gehalten mit einem breiten silbernen Tragegriff und trägt auf einer Seite als Hingucker den sympathisch gestalteten silbernen Schriftzug „düren…“, wobei das „ü“ ein lächelndes Gesicht andeutet. Die drei Pünktchen bieten vielleicht einen Anreiz, darüber nachzudenken, wo Düren derzeit Schwerpunkte setzt und was es zu bieten hat. Der rechteckige Korb ist geräumig und modern gestaltet,

Fotos: Peter Stollenwerk

bar und für die Umwelt eine große Belastung, zumal nur ein Bruchteil recycelt wird. Der Dürener Einkaufskorb kann diese Plastiktüten ersetzen, ist darüber hinaus sehr gut für den Transport per Fahrrad oder im Kofferraum des Autos geeignet, da er eine stabile Standfläche hat. Zusammengeklappt kann er leicht überall mitgenommen werden.

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Dirk Hürtgen von der Sparkasse Düren, Sabine Briscot-Junkersdorf, Marketing der Stadt Düren, und Bürgermeister Paul Larue (v.l.) präsentieren den neuen Einkaufskorb. Foto: Stadt Düren

Hauptstraße 195 | 52379 Langerwehe | Tel. 02423 902922 [email protected] www.w-kreuder.de *gilt ab einem Materialwer t von 500 Euro | **gilt nicht für bereits reduzier te Austellungsware nur im Aktionszeitraum bis 31.01.2017 gültig.

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Milchkuh Erika lebt: Erfolg einer verrückten Idee

Die Milchpreise sind im Keller. Die Kühe sollen zum Schlachter. Bäuerin vom Michiels-Hof in Wegberg-Schwaam treibt quer. Und die Geschichte geht weiter. VON ELKE SILBERER Wegberg-Schwaam. Erika lebt. Eigentlich hätte sie schon längst tot sein müssen. Aber nun steht sie da hinten auf der Weide. Und als sie Bäuerin Wilma Michiels sieht, trottet sie auf die Frau zu und sucht mit ihrer Schnauze in der Jacke nach einem Leckerchen. Das sind die Momente, in denen Wilma Michiels weiß, dass sie alles richtig gemacht hat. Und es kümmert sie kein bisschen, dass sie im Ort die Verrückte ist, die ihre Milchkühe vor dem Schlachter gerettet hat. Das Ultimatum ist jetzt auch kein Thema mehr.

Kuh-Altenheim

scheinend. „Das lief über Monate, bis das eskalierte“, erzählt Heinz Michiels. Damals war dem Ackerbauern gar nicht zum Schmunzeln. Die 44 Milchkühe hielt er ja nur so nebenbei.

Deal mit der Ehefrau Es kam zum Deal: Wenn seine Frau so viele Paten, Spender und Sponsoren findet, dass die Tiere kein Zuschussgeschäft sind, dürfen sie bleiben. Jetzt fehlen zwar noch immer Paten, aber vom Ultimatum spricht auf dem Hof niemand mehr. „Alle Paten wollten Erika“, sagt die Bäuerin – aber dann waren natürlich auch Olga oder Susi kein Problem. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele Menschen gibt, die so denken wie ich“, ist die Frau des Bauern immer noch erstaunt: junge Leute, tierliebe und bewusst lebende Menschen, sogar andere

Im Sommer haben wir den Michiels-Hof in Wegberg-Schwaam zum ersten Mal besucht. Damals begann die Geschichte, heute schauen wir, was aus der Idee, ein Kuh-Altenheim aufzubauen, geworden ist. Die Milchpreise waren auch „Tiere sind nicht nur Nutztiere, im Sommer des vergangenen Jahres schon lange sondern auch Lebewesen.“ so schlecht, dass die WILMA MICHIELS, GRÜNDERIN Kühe richtig viel Geld VON ERIKA & FRIENDS kosteten und andere Landwirte die Tiere schon längst zum Schlachter gebracht hatten. Also: Landwirte. Ein Schnaps-Hersteller Die Tiere mussten zum Schlachter, verkauft zugunsten von Erika & meinten jedenfalls ihr Mann und Friends Whisky mit einem KuhEtikett vorne drauf. ihr Schwiegervater im Sommer. Die Geschichte wäre vielleicht anders ausgegangen, wenn Wilma Bildungseinrichtung entsteht Michiels keine Quereinsteigerin auf dem Bauernhof gewesen wäre. Mit Spenden hat der Verein jetzt Die 53-Jährige war erst seit zehn auch einen Laufstall gebaut, wo Jahren da, natürlich der Liebe we- die Tiere nicht festgebunden wergen, zu Bauer Heinz. Vorher hatte den und auf Stroh stehen können. sie viele Jahre als Kinderpflegerin Den alten Stall gibt es aber auch gearbeitet. Und da sieht frau die noch, als Anschauungsobjekt. Dinge etwas anders als der Alt- Denn die Geschichte von Bäuerin Bauer und sein Sohn Heinz. „Tiere Wilma und ihren Kühen geht weisind nicht nur Nutztiere, sondern ter. Auf dem Hof entsteht mit auch Lebewesen“, sagt sie. Zum Unterstützung des TierschutzverSchlachter, das hätten die Tiere eins Düsseldorf eine Bildungseineinfach nicht verdient. Vor allem richtung für Kinder. „Wir möchten zeigen, wie Kühe gehalten werdie gute alte Erika nicht. Und so hat sie geschwindelt, die den“, sagt Sprecherin Christina LeBäuerin – immer wieder: Immer dermann – auch wie sie gehalten war eine andere Kuh trächtig, an- wurden in dem alten Stall. Der Ver-

Bäuerin Wilma Michiels und Kuh Erika in Wegberg-Schwaam: Die Idee mit dem Kuh-Altenheim hat gezündet. ein werde im nächsten Jahr eine Tierschutzlehrerin einstellen – eine Biologin mit einer Zusatzausbildung. Die werde dann bei ihren

Besuchen die Schulen dazu motivieren, Klassenfahrten auf den Hof zu machen. Und Bauer Heinz? Der betreibt

jetzt ausschließlich Ackerbau. Aber die Kühe betrachtet er mit ganz anderen Augen. „Er spricht jetzt auch mit den Tieren“, verrät Bäuerin

Foto: dpa Wilma und lächelt.

Verein im Internet: ? Der www.erikaandfriends.de

Richtig gequalmt wird bei Meisterschaften

Der Rauchclub Haal existiert seit 140 Jahren Würselen. Im Oktober 1876 gründeten einige Männer aus dem Würselener Ortsteil Haal den Rauchclub Haal. Neben dem Pfeiferauchen in geselliger Runde engagierten sich die Gründerväter im sozialen Bereich und spielten sogar auch Theater. Bis heute zählt der Club, übrigens der älteste Rauchclub der Welt, zu einem der geselligsten Vereine in Würselen. Über 80 aktive Mitglieder und derzeit 91 Inaktive – darunter der Würselener Bürgermeister Arno Nelles sowie der SPD-Spitzenpolitiker Martin Schulz – sind dem Club eng verbunden. Rund 80 Prozent der aktiven Mitglieder treffen sich jeden Monat zum gemütlichen Beisammensein im Vereinslokal – eine Aktivenquote, von der die meisten Vereine wohl nur träumen können. Die Zigarettenraucher sind dabei weit in der Minderheit, gequalmt wird nur auf den Meisterschaften im Pfeife-Langsamrauchen. Und dabei sind die Damen und Herren aus Würselen sehr erfolgreich. Regelmäßig werden bei den Deutschen und den Westdeutschen Meisterschaften zahlreiche Titel abgeräumt. So zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften in Bremen, als die Herrenmannschaft des Rauchclubs wieder einmal den Titel errang. Stolz darf der Verein auch auf die 1. Damenmannschaft sein, die Deutscher Vizemeister wurde. Doch worum geht es eigentlich beim Pfeife-Langsamrauchen? Die zur Verfügung gestellten drei Gramm Tabak sollen so lange wie möglich qualmen. „Bei den Meisterschaften werden neben dem Tabak auch die Pfeife, zwei Streichhölzer und der Stopfer gestellt“, erklärt Geschäftsführer Karl-Heinz Voß. Fünf Minuten verbleiben zum Stopfen der Pfeife, dann erfolgt das Kommando zum Zünden – der Wettbewerb beginnt. „Kon-

zentration und das Stopfen sind entscheidend“, betont Vorsitzender Wolfgang Peltzer. Im Idealfall brennt der Tabak in der Pfeife ganz langsam von außen runter. „Experten sind hier vor allem die Italiener“, sagt Wolfgang Peltzer, der gemeinsam mit seinen RauchclubFreunden schon an zahlreichen Europa- und Weltmeisterschaften teilgenommen hat, so in Russland, Portugal und Italien. 2017 ist eine Reise zur EM in Spanien geplant, 2018 wollen einige Aktive sogar nach Tokio zur WM reisen. Der Spaß an der Gemeinschaft und das Kennenlernen anderer Kulturen stehen dabei immer im Vordergrund. Gepflegt werden auch vielfältige internationale Kontakte, insbesondere zu den Freunden in den Niederlanden, Belgien und Frankreich. „Hier sind echte Freundschaften entstanden“, unterstreicht der Vorsitzende Wolfgang Peltzer. Kontinuität wird auf jeden Fall groß geschrieben beim Rauchclub Haal. (ro)

Der Geschäftsführende Vorstand des Rauchclubs Haal, dem ältesten Rauchclub der Welt. Foto: ro