Jahresbericht 2016 - Altes Spital Solothurn

Jahresbericht 2016 - Altes Spital Solothurn

Jahresbericht 2016 Altes Spital Solothurn – Kultur und Kongresse www.altesspital.ch Inhaltsverzeichnis 1 | Editorial 2 | Betriebsleitung 4 | Inte...

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Jahresbericht 2016

Altes Spital Solothurn – Kultur und Kongresse www.altesspital.ch

Inhaltsverzeichnis

1 | Editorial 2 | Betriebsleitung 4 | Integration 6 | Quartierarbeit 8 | Jugend 11 |

Kultur und Künstleratelier

14 | Soziokultur 16 |

Seminare und Kongresse

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Jahresrechnung 2016

19 |

Revision 2016

20 |

Das Team des Alten Spitals

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Verdankung der Geldgeber und Partner

Unser Jahresbericht soll leicht lesbar und verständlich sein. Wir verzichten deshalb auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen (z.B. Mitar­beiterinnen und Mitarbeiter). Ebenso verwenden wir keine Neutralisierungsformen (z.B. Mitarbeitende). Sämtliche Personenbezeichnungen gelten, wo nicht anders erwähnt, gleichermassen für beiderlei Geschlecht. Die Bilder in diesem Jahresbericht sind Impressionen verschiedener Veranstaltungen des Alten Spitals.

Impressum Herausgeber: Altes Spital Solothurn – Kultur & Kongresse, Oberer Winkel 2, 4500 Solothurn, www.altesspital.ch Gestaltung: amietkerle – konzept, gestaltung, www.amietkerle.ch Fotografie: diverse (Fotoserie Platz da?! 2016, Seite 9 Quartierarbeit) Druck: Druckerei Herzog AG, www.herzogdruck.ch

Jahresbericht 2016, Altes Spital Solothurn

Liebe Leser Einige von Ihnen erinnern sich: Vor 20 Jahren haben die Stadt Solothurn und das Alte Spital ihre Zusammenarbeit vertraglich geregelt. Inzwischen einige Male erneuert, ist dieser Vertrag immer noch die Basis der guten und gelebten Zusammenarbeit. Das Alte Spital ist heute ein weitherum bekannter und anerkannter Vorzeigebetrieb. Wir sind stolz, für die Stadt Solothurn wie für die Umgebungsgemeinden Kernaufgaben in den Feldern Jugend, Integration, Quartierarbeit und Kultur wahrnehmen zu können. Auf den folgenden Seiten können Sie sich überzeugen, dass das Team vom Alten Spital wiederum hervorragende Arbeit geleistet hat, was sich auch in den Zahlen widerspiegelt. Daneben wurde mit einem beachtlichen Sondereffort die Berichterstattung grundlegend umgestaltet, so dass sich unsere Auftraggeber auf einfache Weise ein klares Bild über Aktivitäten und Finanzen machen können. An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an Sie für Ihre Unterstützung – und natürlich an das Team des Alten Spital für die tolle Arbeit und ein weiteres erfolgreiches Jahr! Lothar Kind, Präsident Verein Begegnungszentrum Altes Spital Solothurn 1

Jahresbericht 2016, Altes Spital Solothurn

Freiräume schaffen für Austausch und Begegnung Eva Gauch, Betriebsleiterin

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Es ist Montagmorgen. Ein Wochenende mit genau 24 Stunden Arbeit liegt hinter mir: Zwei Platz da?!-Aktionen, denen die Vision zugrunde lag, gesellschaftlich relevante Themen miteinander zu verbinden und auf lustvolle und partizipative Art und Weise in den öffentlichen Raum zu transferieren, standen am Samstag und Sonntag auf meinem Programm. Sie sollten zeigen, ob das Resultat wochenlanger Vorbereitungen, geprägt von -zig Telefonaten, einem regen E-Mail-Verkehr, einer logistischen Meisterleistung – alles akribisch geplant – sich auch wirklich umsetzen lässt. Ob es so funktionieren würde, wie das Bild, das sich in meinem Kopf über Wochen entwickelt und eingeprägt hatte.

Mit hochgekrempelten Ärmeln selber anpacken Mit hochgekrempelten Ärmeln stand ich am Samstag um 6.30 Uhr an vorderster Front bereit, als es um das Aufbauen von Marktständen und Festbänken ging. Und ich blieb vor Ort, bis der Platz am Sonntagabend um 19 Uhr sauber gewischt wieder verlassen wurde. Man mag sich vielleicht die Frage stellen, ob es wirklich Chefsache ist, morgens in aller Frühe beim Aufbau einer Infrastruktur anzupacken. Gemäss Lehrbuch wären es doch eher die strategischen, finanziellen Aspekte, die meine Tätigkeit als Betriebsleiterin prägen sollten. Möglicherweise ist es sogar unvernünftig, meine körperlichen Kräfte fürs Anpacken einJahresbericht 2016, Altes Spital Solothurn

zusetzen. Und doch rechtfertigt der Erfolg von Anlässen wie dem «Festessen gegen die Verschwendung» und dem «1. Multikulti Streetsoccer Turnier», die von der Fähigkeit abhängig sind, unterschiedlichste Menschen von einer Idee nicht nur zu überzeugen, sondern sie auch dafür zu begeistern – offensichtlich eine Stärke von mir – einen solchen Einsatz. Wenn beim Kochen der Schreiner auf den Tourismusdirektor trifft, der Werber auf die Bäuerin und der Lehrer auf den pensionierten Verwaltungsleiter, dann ist dies der Beweis dafür, dass sich jede Stunde, jeder Anruf, jede E-Mail-Nachricht gelohnt hat. Und wenn aus rund 200 Kilo Lebensmitteln, die sonst im Abfall gelandet wären, köstliche Speisen entstehen, die hunderte Besucher und Passanten mit Wertschätzung geniessen und dabei angeregt über das Thema Lebensmittelverschwendung diskutieren – ja, dann hat es nicht nur funktioniert, sondern es hat sich gelohnt. Und wenn sich am Tag darauf auf dem Strassenfussballfeld 10 Teams aus Solothurn, Olten, Basel, Rothrist und St. Gallen messen und sich dabei Menschen, unter anderem aus Afghanistan, der Schweiz, dem Iran und Syrien, begegnen, wenn der langjährige Stadion­ speaker des FC Solothurn das Turnier mit Begeisterung moderiert, die Jungs von Radiologisch den richtigen Sound liefern und das Team von Guerilla-Catering erneut mit Freude hinter dem Grill steht, dann ist dies der Beweis dafür, dass es sich gelohnt hat.

Jahresbericht 2016, Altes Spital Solothurn

Energie fliesst als Ertrag in den Betrieb zurück Zugegeben meine Visionen und die masslose Begeisterung für eine Sache lassen mich zuweilen an meine persönlichen Grenzen stossen. Aber der Ertrag sind unzählige Begegnungen und positive Rückmeldungen, die später als Energie wieder in den Betrieb zurückfliessen und einen wertvollen positiven Imagetransfer ermöglichen. Platz da?! verlangt viel von uns allen, doch ich bin der festen Überzeugung, dass wir als Institution geradezu prädestiniert sind, diese Freiräume für Austausch und Begegnung zu schaffen. Gefragt sind Kompetenzen in der Bandbreite von visionärem Querdenken, Kreativität und Offenheit bis zu akri­bischer detailtreuer Vorbereitung und organisatorischem Geschick. Diese Fähigkeiten, gepaart mit dem Fachwissen der einzelnen Bereiche, sowie ein grosses Netzwerk sind im Alten Spital vorhanden. Und im Zusammenspiel mit den richtigen Partnern entfaltet sich eine enorme Wirkung. Menschen unterschiedlichster Herkunft, Schicht und Alter können damit erreicht werden und breite Kreise helfen jeweils bei der Realisierung mit. Platz da?! fördert durch die temporäre Gestaltung von Begegnungsorten die gesellschaftliche Teilhabe und die Integration aller Bevölkerungsgruppen. Platz da?! tut im öffentlichen Raum das, was wir im Alten Spital täglich leben: Freiräume schaffen für Austausch und Begegnung! Dieses Leitmotiv werde ich mit Begeisterung auch in Zukunft nach aussen tragen. Denn damit wird sichtbar, dass das Alte Spital ein wichtiger Pfeiler der soziokulturellen Arbeit in der Stadt und Region Solothurn ist. Einen Einblick in unsere Arbeit im Jahr 2016 erhalten Sie beim Lesen der Berichte der einzelnen Fachbereiche und die Impressionen von Platz da?! 2016 lassen Sie teilhaben an der Fülle des Aktionsmonats.

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Integration dank vielfältigem Engagement Sarah Grossmann, Fachverantwortliche Integration

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Im September 2016 habe ich die Fachverantwortung Integration von Karima Meier übernommen und seither mit Freude die Projekte und Angebote des Bereichs weitergeführt und weiterentwickelt. Brückenbauer zwischen Kulturen Das «Netzwerk Schlüsselpersonen» baut Brücken zwischen Kulturen. Das heisst, Schlüsselpersonen verschiedener ethnischer Gruppen sorgen dafür, dass Informationen von Organisationen mit Integrationsauftrag adressatengerecht an die Migrationsbevölkerung gelangen. Im zweiten Jahr der Pilotphase konnten weitere Personen für das Mitwirken an diesem Projekt gewonnen werden. Aktuell sind folgende Sprachgruppen im Netzwerk vertreten: Albanisch, Tamilisch, Tigrinya, Kurdisch/Türkisch, Arabisch, Portugiesisch und Persisch. Nebst der Begleitung der Schlüsselpersonen galt es, das Angebot in der Region bekannt zu machen und ein Konzept für den Regelbetrieb ab 2018 zu entwickeln. Jeweils zu zweit bauen auch neun Paare (je eine deutsch- und eine fremdsprachige Person) der Konversations-Tandems Brücken zwischen den Kulturen. Im Zentrum ihrer Tref-

Theatergruppe «The FutStep» und der Fachstelle Integration eine partnerschaftliche Zusammenarbeit entstanden. Mit der Überzeugung, dass Theater Integration auf, vor und hinter der Bühne fördern kann, erhielt «The FutStep» im Alten Spital nicht nur Raum zum Proben, sondern auch eine Plattform für die Vorführung ihres ersten Stückes «Black-Box Zukunft?». Der Gewölbekeller war bis auf den letzten Platz mit jungen Flüchtlingen und Schweizern sowie interessierten Personen verschiedener Berufsfelder besetzt. Und sie waren begeistert von der Vorstellung der jugend­ lichen Laienschauspieler. Dieser Erfolg bekräftigt die Wirkung dieses integrativen Ansatzes, der in weiteren gemeinsamen Veranstaltungen fortgeführt werden soll. Eine Fortsetzung fand 2016 auch der Velofahrkurs für Migrantinnen, der – wie beim ersten Mal – gemeinsam mit dem Regionalverband Pro-Velo Solothurn und so!mobil organisiert wurde. Am Kursende waren sich die zwölf Frauen aus Eritrea, Sri Lanka, Syrien und Somalia einig, dass das Velofahren ihnen in Zukunft ein Stück Freiheit schenken wird.

fen steht die Erweiterung der Sprachkompetenz, aber auch die kulturelle und soziale Integration der Migranten. Und was mit gegenseitigem Verständnis beginnt, entwickelt sich oft zu einer Freundschaft, die über das Projekt hinaus weiterbesteht.

Jugendliche beim Einstieg in die Berufswelt unterstützen An den Grosserfolg des Vorjahres konnte der 7. Infotag EBA Solothurn mit erneut rund 700 Besuchern nahtlos anknüpfen. Die Schüler aller Stufen der Sekundarschule B aus dem ganzen Kanton profitierten sowohl vom direkten Austausch mit den 24 Ausstellern der Berufsmesse als auch von den zielgruppenund praxisnahen Informationsveranstaltungen zur zweijährigen Grundbildung. Am geführten Rundgang konnten Vertreter der Regierung, der Verwaltung und der Politik begrüsst werden und zum Abschluss diskutierten Bildungsfachleute und Ausbildungsverantwort­ liche am EBA-Forum zum Thema «Wenn die Lehrstellenbewerberin nicht Meier oder Müller heisst».

Integration auf dem Markt, der Bühne und dem Velo Am Samstag, 25. Mai 2016 bereicherte der Markt der Kulturen auf dem Friedhofplatz im Rahmen von Platz da?!, dem Aktionsmonat «Öffentlicher Raum für alle», die Stadt. Traditionelles Essen und Tänze aus Tibet, der Schweiz, Eritrea, Thailand, Albanien, Türkei, Marokko, Sri Lanka und Somalia fanden grossen Anklang bei Besuchern und Passanten. Aus der Suche nach einem Raum für Theaterproben ist zwischen der interkulturellen Jahresbericht 2016, Altes Spital Solothurn

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Die Weststadt mitgestalten Regula Aepli, Fachverantwortliche Quartierarbeit

Quartierbewohner mit ihren Bedürfnissen und Anliegen in die Initiierung und Gestaltung von neuen Initiativen einzubeziehen, ist für die soziokulturelle Entwicklung eines Quartiers unabdingbar.

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Diesem Credo folgend, erwies sich die Weststadt Quartierkonferenz Ende April in den Turnhallen vom Schulhaus Brühl als wichtiger Meilenstein. Von der Ausstellung über die vielfältigen bereits bestehenden Angebote inspiriert, kreierten rund 60 Teilnehmer im Rahmen eines World-Cafés gemeinsam neue und zukunftsweisende Ideen. Der erfahrene Moderator leitete durch den Nachmittag, brachte die Quartierbewohner miteinander in Austausch und motivierte dazu, Visionen nicht nur als Wunsch an die Pinwand zu heften. So haben sich zum Abschluss Initiativgruppen gebildet, die Verantwortung und Tatkraft in die Umsetzung verschiedenster Vorhaben stecken wollen: Ein Weststadt-Gemeinschaftsgarten – immerhin der erste in der Stadt Solothurn – soll entstehen, das Infocenter mit geselligen Abendaktivitäten Interessierte zusammenbringen, ein Quartierplan, der über die gewerblichen Angebote und Dienstleistungen in der Weststadt Auskunft gibt, kreiert werden und anderes mehr. Mit grosser Freude nahm ich als Quartierarbeiterin die Diskussionen und Ergebnisse der Quartierkonferenz sowie auch die zahlreichen neuen Kontakte in meine weiterführende Arbeit auf und unterstützte in den Folgemonaten die Initiativgruppen bei der Konkretisierung und Umsetzung ihrer Ideen. Ein spannender Prozess begann, der auch mit

unerwarteten Entwicklungen überraschte und erfreute. So wandelte sich z.B. das Vorhaben, einen Quartierplan zu erstellen, zur Planung des Marktplatzes Solothurn West, an dem Angebote der Weststadt sicht- und erlebbar werden sollen. Auch entstanden neue Initiativen, wie z.B. die Erneuerung des Spielplatzes Fichtenweg durch das Stadtbauamt mit Beteiligung der Nutzer, wodurch zusammen mit dem angrenzenden zukünftigen Gemeinschaftsgarten ein neuer Treffpunkt für alle Genera­ tionen mitten im Quartier entstehen wird. Neues ergänzt Bestehendes und Bewährtes Die Initiativen aus der Quartierkonferenz ergänzen idealerweise die bestehenden, regelmässigen Austausch- und Unterstützungsangebote im Infocenter. Das Netzwerk und der Kreis von Quartierbewohnern, die sich engagieren und gleichzeitig auch von den Angeboten profitieren, wächst kontinuierlich. So haben auch die regelmässigen Hilfs- und Unterstützungsangebote neuen Zulauf, nicht nur von Nutzern, auch von Unterstützern. Das stetig grössere Mit- und Füreinander charakterisiert das Leben in der Weststadt und erweitert die Reichweite und das Arbeitsgebiet der Quartierarbeit in spannender Weise. Einmal mehr gilt ein grosses Dankeschön den Quartierbewohnern, ihrer vielfältigen, kreativen und engagierten Tatkraft, die 2016 viele Überraschungen in der Weststadt erlebbar machten.

Jahresbericht 2016, Altes Spital Solothurn

Jahresbericht 2016, Altes Spital Solothurn

Begegnung , Spiel, Sport und Spass Regula Aepli, Bereichsleiterin Soziales Eva Gauch, Betriebsleiterin

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«Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.» (Vaclav Havel) Offene Jugendarbeit ist oft oder sogar meistens ergebnisoffen. Selten wissen die Jugendarbeiter im Vorfeld, ob und wie viele Jugendliche sich im Treff einfinden oder bei Aktionen mitmachen werden. Dieser Herausforderung hat sich

Jenny Kramer als Fachverantwortliche Jugend voller Elan gestellt. Leider gab es an ihrer Seite immer wieder personelle Wechsel, was in ihr den Entscheid reifen liess, 2017 eine Arbeitsstelle mit konstanteren Rahmenbedingungen anzutreten. Trotz aller Dynamik und zeitwei­ liger Vakanzen konnte die Jugendarbeit ihre Ziele grösstenteils erreichen und auch Neues initiieren, auf dem das neue Team die Arbeit 2017 aufbauen kann. Jahresbericht 2016, Altes Spital Solothurn

Kunterbuntes Treff-Programm Da Jugendliche bei der Planung der Angebote partizipativ mitwirkten und ihre Wünsche eingebracht haben, blieb der Eventkalender der Jugendarbeit stets vielseitig und spannend. Aus klassischen Treff-Tagen ergaben sich Highlights wie Movie-Nights, Kitchen-Battles und Spielabende. Auf dem Plan standen auch Ausflüge, beispielsweise in den Skatepark Biberist, in das Lasertag Lokal in Biel oder auf den Mini-Golf Platz in Zuchwil und inhouse wurde der Boulderraum genutzt. Da die Treff-Angebote, wie überall, häufiger von Jungs als von Mädchen besucht werden, profitierten die Girls einmal im Monat von einer boyfreien Zone. Die Zeit unter ihresgleichen schätzten sie sehr. Die schwankenden Besucherzahlen, für die oft kein eindeutiger Grund ausgemacht werden konnte, führten Mitte Jahr zum Entscheid, den Fokus im Treff auf Mittwoch und Freitag zu legen und den Donnerstagnach­mittag für mobile Aktionen zu nutzen. Zudem bot der Jugendtreff Raum für Proben einer interkulturellen Jugendtheatergruppe, einen nationalen Zauberworkshop für Jugendliche und freiwillig organisierten Sprachunterricht für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge. Gemeinsam aktiv in der Weststadt Im Rahmen der Weststadt Quartierkonferenz sammelte im Frühling das Jugendteam, zusammen mit dem Leitungsteam vom Spielplatz Tannenweg, die Bedürfnisse und Anliegen der Kinder und Jugendlichen. Vielfältige Meinungen, Gedanken und Ideen lieferten die Basis für die weiterführende Jahresplanung. So fanden u.a. mehrere mobile Aktionen im Wohnquartier Riedmatt statt. Rund 50 Kids und Teenies kamen dabei in den Genuss von niederschwelligen Freizeitaktionen und freuten sich über die Abwechslung vor ihrer Haustür. Ein weiteres Highlight in Zusammenarbeit mit dem Verein Quartierspielplätze lieferte die bereits legendäre HalloJahresbericht 2016, Altes Spital Solothurn

ween Party. Die Weststadt verwandelte sich kurzum in eine Geisterstadt und das gruselige Fest wurde von gut fünfzig Personen gefeiert. Ebenfalls in der Weststadt standen an Samstagen insgesamt 11 Mal die Türen der Turnhallen vom Schulhaus Brühl für Feel the move KIDS (Kinder zwischen 6 und 12 Jahren) und anschliessend für Feel the move (Jugendliche ab der 6. Klasse) offen. Ungebrochen hoch war auch in diesem Jahr das Interesse an diesem Sport- und Präventionsangebot. Auch zurückhaltende Besucher genossen es, an Turngeräten ihre Geschicklichkeit zu testen oder sich beim Ballspielen mit ihren Kameraden auszutoben. Für die Jugendarbeiter bilden die Feel the move Anlässe deshalb eine ideale Gelegenheit, neue Kontakte zu der jungen Zielgruppe zu knüpfen und Beziehungen aufzubauen. Die Betreuung der durchschnittlich rund 30 Teilnehmern benötigte jedoch auch viel Fingerspitzengefühl: Regeln mussten mit den Jugendlichen ausgehandelt und der respektvolle Umgang zwischen Klein und Gross gefördert werden. Informelles Lernen und Aufmerksamkeit dank Platz da?! Im Mai bespielte Platz da?!, der Aktionsmonat «Öffentlicher Raum für alle», zum dritten Mal die Stadt Solothurn. Die Gewissheit, dass der öffentliche Raum allen zugänglich ist und individuelle Bedürfnisse die unterschiedlichen Nutzungen beeinflussen, wurde dank Platz da?! erneut verstärkt ins Bewusstsein der Bevölkerung gerufen. Platz da?! erinnerte die Menschen daran, den öffentlichen Raum zu beleben und bewies, dass dieser unterschiedlichste Nutzungen zulässt. Platz da?! diente als Experimentierfeld, das auf spielerische und künstlerische Art und Weise kollektive Erfahrungen möglich machte, die nachhaltig in Erinnerung bleiben. Platz da?! hat aber auch Bedürfnisse und Fragen der Bevölkerung aufgenommen und gemeinsam mit ihr nach Antworten gesucht. Gesprä-

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che zwischen verschiedenen Kulturen und Generationen führten spontan unterschiedlichste Menschen zueinander und es entstand ein Miteinander, das von gegenseitigem Respekt und von Akzeptanz geprägt war. Die dritte Durchführung profitierte vom stetig wachsenden Bekanntheitsgrad sowie der dadurch erhöhten Aufmerksamkeit der Bevölkerung. Die 35 dezentral durchgeführten Aktionen, insgesamt wurden 16 verschiedene Standorte bespielt, fielen auf und erreichten rund 3000 Personen (ein Drittel davon waren Jugendliche).

Netzwerken persönlich und virtuell Um den Kontakt zu Jugendlichen auszubauen und sie auf ihre Angebote aufmerksam zu machen, besuchten die Jugendarbeiter regelmässig städtische Schulen und pflegten Beziehungen zu Schülern und der Lehrerschaft. Daraus entstanden gemeinsame Arbeiten für Schulabschlussfeste, die Teilnahme an Elternbesuchstagen und Projekte im Siebdruckate­ lier. Doch Mund-zu-Mund Propaganda allein reichte nicht aus, um Kinder, Jugendliche und Eltern auf die Jugendarbeit aufmerksam zu machen. Die Bewirtschaftung verschiedener Social Media Kanäle wurde professionalisiert und es wird nun aktiv via WhatsApp, Facebook und Instagram kommuniziert. Weiter beteiligte sich die Jugendarbeit am kantonalen Mädchen- und Bubentag, am Jugendpolittag sowie im Jugendzelt an der HESO und nahm an den Sitzungen der JUKO und den Vernetzungstreffen von VOAKJ teil.

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Aber kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er hinterlässt, ist bleibend. (Goethe) Eva Gauch, Fachverantwortliche Kultur

Kochen hat stets mit Leidenschaft zu tun. Man schmecke einem Essen an, ob es mit Liebe gekocht wurde, weiss eine bekannte Redensart. Und wirklich: Egal, ob einfaches Gericht oder aufwändiges Menu – es kommt darauf an, dass man es mit allen Sinnen zubereitet. Was aber hat Kochen mit Kultur zu tun? Meiner Meinung nach ganz viel. Vor allem: Die Leidenschaft! Aber es gibt noch weitere Gemeinsamkeiten. Es braucht die sorgsame Auswahl der Zutaten, die Sensibilität – nicht nur für Produkte, sondern auch für die Wünsche der Gäste – und es braucht die Würze. Der Koch muss sein Handwerk beherrschen und darf kein Selbstdarsteller sein. Er braucht ein Team, denn Kreativität entsteht durch das vertraute Zusammenspiel einzelner Könner. Diese Harmonie ist unabdingbar. Und genau nach diesem Credo gestalten wir unser Kulturprogramm. Wir verführen als leidenschaftliche Gastgeber unsere Gäste mit kulturellen Leckerbissen – und bleiben fortwährend hungrig. Bleiben Sie es auch! Über den Tellerrand schauen heisst Kultur vermitteln 2016 konzentrierte sich unser Programm auf die etablierten Veranstaltungsformate Acoustic Nights (10 Konzerte) und Zmorge-Gschichte (4 Lesungen), auf die in der zweiten Jahreshälfte 2015 neu lancierte Konzertreihe Tuesday Jazz (9 Konzerte) und auf gezielte Kooperationen. Durch das bewusste Fokussieren auf Ver­anstaltungsformate kann gewissen Künstleranfragen und Stilrichtungen zwar keine PlattJahresbericht 2016, Altes Spital Solothurn

form mehr geboten werden. Das eigenstän­dige Programm, das sich klar gegenüber anderen städtischen und regionalen Kulturveranstaltern abgrenzt, ist indessen ein Mehrwert, der sich durch die stetige Erweiterung des Besucherkreises manifestiert, und das trotz oder gerade wegen der oft (noch) unbekannten Namen auf dem Line-up. Genau dies ist aber auch Ziel unserer Arbeit: die Besucher immer wieder an Neues heranzuführen – Kulturvermittlung at its best. Auch im achten Jahr der Acoustic Nights gelang es Chris Rölli – der übrigens genau so leidenschaftlich kocht, wie Kultur vermittelt – dank intensivsten Recherchen und guten Kontakten im In- und Ausland wunderbare Künstler zu verpflichten. Diese kombinierte er mit Fingerspitzengefühl zu sogenannten Double Features und fügte sie alsdann mit den Specials zu einem in sich stimmigen, aber immer wieder überraschenden Jahresprogramm zusammen. Und ob Neuentdeckung oder Wiedersehen mit bereits bekannten Künstlern, die durchschnittlich 60 Besucher pro Konzertabend zeigten sich begeistert. Ein Wiedersehen gab es zum Jahresauftakt mit Bony King aus Belgien. Als wahre Entdeckung bescherte uns Bram Vanparys alias Bony King 2013 mit seinen zauberhaften Melodien, seinen theatralischen Texten und seiner markanten Stimme, die nach wenigen Tönen die Seelen seiner Zuhörer berührt, einen dieser seltenen magischen Momente. Genau diese Momente lassen sich fast gar nicht wiederholen, bestehen doch im Gegensatz zum ersten Mal hohe Erwartungen. Bony King hat aber das fast Unmögliche

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geschafft und rührte das Publikum – nicht nur das weibliche – mit der Schönheit und Intensität seiner Musik erneut zu Tränen. Mit der noch jungen Konzertreihe Tuesday Jazz wagten wir vor allem im ersten Halbjahr an der Schnittstelle zu Elektronik oder Rock einige Experimente, die beim Publikum nur bedingt auf Zuspruch stiessen. Mit zunehmender Erfahrung – das Programmieren von zeitgenössischem Jazz ist für uns noch Neuland – trafen wir die Auswahl jedoch gekonnter und damit auch den Geschmack des Publikums. So geschehen zum Beispiel bei den Piano-Trios von Colin Vallon und Marc Perrenoud. Der junge Schweizer Jazz geniesst aktuell hohes Ansehen und grosse Aufmerksamkeit im nahen Ausland, was sich auch hierzulande in einer erhöhten Medienpräsenz bemerkbar macht. Wir hoffen, dass damit ein wachsendes Publikum Interesse entwickelt und dies auch auf den noch zaghaften Besucherstrom (durchschnittlich 38 Personen) für Tuesday Jazz positive Auswirkungen haben wird. Denn noch ist es äusserst schwierig, bei fairen Gagen finanziell über die Runden zu kommen.

Insgesamt 250 Gäste durften wir an den vier ZmorgeGschichte begrüssen. Viele davon sind Stammgäste, die jeweils Anfang Jahr für alle vier Vorstellungen reservieren. Und dann locken natürlich schon auch die Namen der Autoren: Arno Camenisch und Endo Anaconda waren es denn auch, die den Gewölbekeller bzw. den Kleinen Saal bis auf den letzten Platz füllten. Bühne frei für lokales Kulturschaffen Auch gezielte, zum Teil seit Jahren bewährte Kooperationen – vorzugsweise mit lokalen Kulturschaffenden –, die das Programm stilistisch ergänzen und eine erweitere Zielgruppe ansprechen, gehörten 2016 dazu. Der Dauerbrenner ImproVISION vom Team des Theaters Mausefalle hielt sich auch im neunten Jahr auf höchstem Niveau und mit sechs fast komplett ausverkauften Vorstellungen. Tradition hat auch die Zusammenarbeit mit Simple Voicing, dem Figurentheater allerHAND und JuKiLi, dem Jugend- und Kinderprogramm der Solothurner Literaturtage.

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Von Jubiläums-Euphorie, Wetterpech und einer Oscar-Nomination Leider liess sich Petrus von unserer JubiläumsEuphorie (20 Jahre Solothurner Sommerfilme) nicht beeindrucken. Darum war es absehbar, dass wir mit nur gerade drei «trockenen» Filmvorführungen die Zuschauerzahlen der Vorjahre nicht erreichen würden. Insgesamt verzeichneten wir 1750 Besucher. Beeinflusst wurde diese relativ bescheidene Zahl sicher auch durch das Wagnis, ein Programm mit mehrheitlich Reprisen zusammenzustellen. Aber trotz allem: Wir erhielten viele positive Rückmeldungen und natürlich liessen wir uns unsere schönste Arbeitswoche des Jahres nicht durch das schlechte Wetter vermiesen, sondern genossen gemeinsam mit den Gästen – entsprechend bekleidet – jeden Abend in vollen Zügen. Und dass sich Wagnisse auch lohnen können, beweist unser spontan gefällter Entscheid, den Kurzfilm «La Femme et le TGV» zusätzlich ins Programm aufzunehmen. Heute sind wir stolz, dass dieser Streifen eine Oscarnominierung erhalten hat.

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Frauenpower im Künstleratelier Unterschiedlicher hätten sie kaum sein können, die zwei Gastkünstlerinnen aus Finnland und Südkorea. Dies nicht allein ihrer Herkunft wegen. Für ihr politisch motiviertes Projekt «Frauen und Macht» interviewte und fotografierte die Finnin Maria Wolfram 20 Frauen aller Generationen aus der Region. Aus diesem Material entstand die Ausstellung «Some Swiss Women», die eine Serie ihrer Gemälde sowie Installationen auf der Basis der Tonaufnahmen zeigte. Für das Gastrecht und die gute Betreuung bedanken wir uns bei Martin Rohde und dem Team des Künstlerhauses S11. Gleichzeitig verspielt wie auch provokant zeigte sich das Werk der Südkoreanerin Daniel Kyong, die ihre pinkfarbenen Fabel­wesen vor dem Hintergrund des ebenfalls in pink eingefärbten Altarraumes der St. Ursen Kathedrale zeigte. Dank eines Fotos dieses Werks in der Solothurner Zeitung fanden erfreulich viele Besucher den Weg in die Ausstellung. Einmal mehr zeigte sich die persönliche und künstlerische Vielfalt eindrücklich und es entstanden spannende Begegnungen.

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Ein bunter Strauss sozialer und kultureller Aktivitäten Eva Gauch, Betriebsleiterin

Ob es daran liegt, dass der Klettersport nun olympisch wird oder dass eine Schweizerin 2016 den Weltmeistertitel im Bouldern gewonnen hat, lässt sich nicht sagen. Tatsache ist, dass das Interesse am Boulderraum im Dachstock des Alten Spital seit Jahren grösser wird. So konnten die Aboverkäufe nochmal gesteigert werden und auch die Erträge aus dem Gruppengeschäft, seien es Schulklassen, Ver­eine oder Private, fielen höher aus. Mit viel Freude und nicht nachlassendem Enthusiasmus sorgt die Unterhaltsgruppe jährlich für neue spannende Routen und Jeannine David dafür, dass administrativ alles rund läuft. 14

Inspiration für gelebte Integration Die pure Lebensfreude pulsiert im 2. Stock in den Lokalen der Ausländerorganisation. Besonders dann, wenn Real Madrid einen Match gewinnt, wenn der tamilische Sprachunterricht zu Ende ist, wenn im insieme Träff gekocht und gebacken wird, wenn die Mitglieder des Chors der Nationen singend zur Probe gehen und wenn der tibetische Drache zu Trommelklängen seine Tänze probt. Lebendig, inspirierend und manchmal auch anspruchsvoll gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den ausländischen Vereinen und dem insieme Träff. Einmal im Jahr verlegen sie alle ihre Aktivitäten nach draussen auf die Gasse: am Freundschaftsfest. Bereits 40 Jahre gibt es diesen traditionsreichen Anlass bereits und das wurde im Juni gebührend gefeiert. Die kulinarische Weltreise gibt einen Einblick in die Welt der Ausländerorganisation, die das Haus bereichert. Und dies wird so bleiben, zumindest so lange, wie José Campos nicht

nur als Wirt des Spanischen Lokals, sondern auch als Präsident und somit als Herz und Seele der Organisation mit vollem Elan tätig ist. Künstlerisch inszenierte «Kettenreaktion» Der Verein BTS Beneath the Surface machte im Herbst die grösste Industriebrache der Schweiz, die alte Zellulosefabrik Attisholz, für künstlerisch tätige Personen aus aller Welt zugänglich. Eine Beteiligung des Alten Spitals an diesem Kunst- und Urban Art-Festival lag auf der Hand, da wir bereits im Rahmen von Platz da?! mit BTS zusammengearbeitet haben – die Foliengraffiti im Kreuzackerpark waren ein echter Eyecatcher. Im weiteren war Lothar Kind, als Geschäftsführer der Geländebesitzerin Attisholz Infra AG und Präsident unseres Trägervereins, ebenfalls ein Bindeglied. Nebst Wohnraum im Künstleratelier des Alten Spitals, der verschiedenen Kunstschaffenden zur Verfügung gestellt wurde, realisierte die Jugendarbeit einen Graffiti-Workshop auf dem Industriegelände. Dank seinen spezifischen Fähigkeiten im Bereich Film erhielt Jano Jacusso, der als Praktikant Soziokultur tätig ist, eine Carte blanche für eine zusätzliche kreative Teilnahme. Entstanden ist in Zusammenarbeit mit der Luftakrobatin Kristina Wirth eine filmische Inszenierung namens «Zeitraum». Wir freuen uns sehr, dass das Alte Spital Ende Mai 2017 Austragungsort für die Präsentation der Publikation sein wird.

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Hart umkämpfter Markt hinterlässt Spuren Barbara Gnägi, Fachverantwortliche Seminare & Kongresse

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2016 erfasste das Team Seminare & Kongresse 2116 Raumreservationen, erstellte 426 Offerten und 410 Reservationsbestätigungen und betreute an rund 400 Veranstaltungen über 12'000 Gäste. Trotzdem erreichten wir leider weder den budgetierten Ertrag noch das Vorjahresergebnis. Im ersten Halbjahr machte sich im Seminarbereich einerseits der Wegfall eines grossen Stammkunden bemerkbar, der sich aufgrund der Wirtschaftslage entschieden hatte, seine Mitarbeiterschulungen künftig firmenintern durchzuführen. Andererseits fanden nur wenige Grossanlässe mit Seminarpauschalen statt. Im zweiten Halbjahr konnten diese Einbussen grösstenteils wieder aufgeholt werden und es wurden auch bereits viele Buchungen für kleinere und grössere Anlässe im 2017 getätigt. Erfolgreiche Raumvermietung Adler Ein erfolgreiches Jahr hat hingegen die Raumvermietung Adler hinter sich: Neben den mittlerweile fünf regelmässigen Mietern, die wöchentlich ihre Kurse oder Gottesdienste im Saal und im Sitzungszimmer an der Berntorstrasse 10 durchführen, fanden 2016 auch über 50 Einzelveranstaltungen statt. Zweimal konnte der Saal sogar für eine Woche am Stück vermietet werden. Deshalb – aber auch

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dank der Spezialkonditionen, die der Vermieter, der Armenverein der Stadt Solothurn, uns seit April 2016 gewährt – konnte der budgetierte Ertrag im Adler übertroffen werden. Für die Akquisition setzten wir auch 2016 auf die bereits bewährte Zusammenarbeit mit Solothurn Services. Im März organisierte die Interessengemeinschaft (Vorsitz Eva Gauch) einen weiteren Tag der offenen Tür. Unter dem Motto «SoloTouren Sie mit uns» entdeckten rund 80 Seminar- und Eventorganisatoren auf sechs unterschiedlichen Touren die Eventund Seminarbetriebe der Stadt und Region Solothurn. Die Besucher besammelten sich bei Kaffee und Gipfeli im Alten Spital und zwei Gruppen besichtigten anschliessend auf einer Führung durch das Haus die Seminarräume, die Hotelzimmer und das Restaurant Aaregarten. Gut gerüstet für die Zukunft Da der Seminarmarkt immer stärker umkämpft ist, ist es wichtig, dass wir dem professionellen Marketing auch betriebsintern Aufmerksamkeit schenken. Deshalb begannen wir bereits Ende 2016 mit der Planung eines Messeauftritts und einer Kundenbindungsaktion für Anfang 2017. Zeitgemässe Infrastruktur, professioneller Service und abwechslungsreiche Verpflegung sind die Voraussetzungen dafür, dass sich der Bereich Seminare & Kongresse auch in Zukunft positiv weiterentwickelt. Wir evaluierten darum 2016 neue Möglichkeiten der Projektionsund Tontechnik und generierten Ideen für die Weiterentwicklung der Servicequalität und des gastronomischen Angebots.

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Die Jahresrechnung 2016

Einnahmen (in Fr. 1000.–) Integration Kultur Vermietungen Raumvermietung Adler Bouldern und Soziokultur Jugend = Total Bereiche netto Übrige Einnahmen = Total Altes Spital Solothurn

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Rechnung 2016 Budget 2017 69 80 33 41 280 285 13 10 67 60 -4 1 458 477 1 8 459 485

Verein Aaregarten Beitrag Stadt Solothurn Quartierarbeit Beitrag Stadt Solothurn Mietsubvention Stadt Solothurn Beiträge Gemeinden Hotel an der Aare = Total Externe

13 10 127 130 155 155 355 355 520 520 129 117 15 17 1314 1304

Erlösminderungen MWSt. Total Einnahmen

-26 1747

-30 1759

Ausgaben (in Fr. 1000.–) Rechnung 2016 Budget 2017 Personalkosten 925 974 Miete Stadt Solothurn 520 520 Energie/Heizung/Wasser 79 78 Unterhalt 43 32 Unterhalt EDV 9 6 Verwaltung/Gebühren/Versicherungen 94 80 Anschaffungen 2 4 Marketing/Werbung 28 25 Amortisation Küche (20 Jahre) 13 13 Abschreibung Adler 4 4 Übriger Aufwand 1 0 Quartierarbeit 25 25 Total Ausgaben 1743 1761 Cashflow Jahresergebnis

4 -2 4 -2

Jahresbericht 2016, Altes Spital Solothurn

Die Revision 2016 lemag treuhand & partner ag Rolf Lehmann, Zulassung als Revisor, Leitender Revisor Marc Schwertfeger, Revisor

Bericht der Revisionsstelle zur Eingeschränkten Revision an die Generalversammlung des Vereins Begegnungszentrum Altes Spital, Solothurn

Als Revisionsstelle haben wir die Jahresrechnung (Bilanz und Erfolgsrechnung) des Vereins Begegnungszentrum Altes Spital für das am 31. Dezember 2016 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Für die Jahresrechnung ist der Vorstand verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, die Jahresrechnung zu prüfen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Zulassung und Unabhängigkeit erfüllen. Unsere Revision erfolgte nach dem Schweizer Standard zur Eingeschränkten Revision. Danach ist diese Revision so zu planen und durchzuführen, dass wesentliche Fehlaussagen in der Jahresrechnung erkannt werden. Eine Eingeschränkte Revision umfasst hauptsächlich Befragungen und analytische Prüfungshandlungen sowie den Umständen angemessene Detailprüfungen der beim geprüften Verein vorhandenen Unterlagen. Dagegen sind Prüfungen der betrieblichen Abläufe und des internen Kontrollsystems sowie Befragungen und weitere Prüfungshandlungen zur Aufdeckung deliktischer Handlungen oder anderer Gesetzesverstösse nicht Bestandteil dieser Revision. Bei unserer Revision sind wir nicht auf Sachverhalte gestossen, aus denen wir schliessen müssten, dass die Jahresrechnung nicht Gesetz und Statuten entspricht. Solothurn, 15. März 2017

Jahresbericht 2016, Altes Spital Solothurn

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Das Team des Alten Spitals Aron Gaspar Barbara Gnägi Enrico Pasquale Eva Gauch Fergie Hoang Florian Harti Heidi Flury Jan Trösch Jano Jacusso Jeannine David Jenny Kramer Karima Meier Michele Spataro Patrick Badertscher Regula Aepli Sarah Grossmann Senem Yüksel Tanja Nützi

Praktikant Jugend 80 % bis 31.3. Seminar- und Kongresskoordinatorin 90 % Lernender Unterhaltspraktiker EBA 100 % ab 1.8. Betriebsleiterin 100 % Lernende Büroassistentin EBA 100 % Jugendarbeiter 50 % ab 19.10. Fachverantwortliche Finanz- und Rechnungswesen 60 % Praktikant BVJ 100 % ab 1.8. Praktikant Jugend und Soziokultur 60 % ab 15.3. Mitarbeiterin Empfang 40 % Fachverantwortliche Jugend 80 % bis 31.12. Fachverantwortliche Integration 80 % bis 19.10., Mutterschaftsurlaub ab 20.10. Lernender Hausdienst 100 % bis 31.7. Leiter technischer Dienst 100 % Bereichsleiterin Soziales / Fachverantwortliche Quartierarbeit 85 % Fachverantwortliche Integration 70 % ab 1.9. Mitarbeiterin Seminare & Kongresse und Kultur 90 % Jugendarbeiterin 80 % 13.6. bis 30.9.

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Die Vorstandsmitglieder des Vereins Begegnungszentrum Altes Spital Solothurn Lothar Kind, Präsident | Karin Stoop, Vizepräsidentin | Evelyne Gmurczyk | Hardy Jäggi | Jasmine HuberWenger | Liliane Buchmeier | Urs Unterlerchner | Roland Furrer, dipl. Restaurateur (Beisitzer) | Thomas Zindel, Treuhänder (Beisitzer)

Jahresbericht 2016, Altes Spital Solothurn

Folgende Partner haben das Alte Spital Solothurn im vergangenen Jahr unterstützt

Einwohnergemeinde der Stadt Solothurn

James Wallace Arts Trust Foundation Neuseeland

Regionsgemeinden:

Jugendarbeit Biberist

Aeschi, Balm b. Günsberg, Bellach, Biberist,

Jugendarbeit Bellach/Selzach

Biezwil, Bolken, Deitingen, Derendingen, Drei

Jugendförderung Kanton Solothurn

Höfe, Etziken, Feldbrunnen, Flumenthal,

Jugendkommission der Stadt Solothurn

Gerlafingen, Halten, Hubersdorf, Kammersrohr,

Jump-TV Solothurn

Kriegstetten, Langendorf, Lohn-Ammannsegg,

Kanton Solothurn, Amt für Berufsbildung, Mittel-

Lommiswil, Lüsslingen-Nennigkofen, Luterbach,

und Hochschulen ABMH

Lüterkofen-Ichertswil, Lüterswil, Messen,

Kanton Solothurn, Amt für soziale Sicherheit ASO

Oberdorf, Obergerlafingen, Recherswil, Riedholz,

Kanton Solothurn, Bettagsfranken

Rüttenen, Selzach, Subingen, Unterramsern,

Künstlerhaus S11

Zuchwil

Lang & Co. AG

Aaregarten GmbH

Lotteriefonds des Kantons Solothurn

AEK Energie AG

Max Müller-Fonds

Angelini Malergeschäft

Menz Gerüste AG

Armenverein der Stadt Solothurn

Migros Kulturprozent Genossenschaft Migros Aare

Ausländerorganisation des Alten Spitals

Pro Senectute Kanton Solothurn

AXA Winterthur, Generalagentur Wolfgang Ecker

Quartierverein Weststadt

AZEIGER

Radio 32 AG

AZMedien/Solothurner Zeitung

Regiobank Solothurn AG

Benevol Solothurn

SAC Sektion Weissenstein

bodenpartner ag

Securitas AG

BSU Solothurn und Umgebung

Seraphisches Liebeswerk

c&h konzepte I werbeagentur ag

Solothurn Services

Däster-Schild Stiftung

Sophie und Karl Binding Stiftung

Druckerei Herzog AG

Stiftung Alpenblick

Druckerei Rothen

Turbensaal Bellach

Dynasoft AG

Verein Berufsbildung Kanton Solothurn VBB

Feldschlösschen Getränke AG

Verein Quartierspielplätze Solothurn

GA Weissenstein GmbH

Verein Zusammen in Zuchwil

Holzbau Solothurn AG

VXCO Eventtechnik GmbH

Hotel an der Aare AG IG zweijährige Grundbildung IG2

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