kirchentags - Evangelisches Gemeindeblatt

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KIRCHENTAGS     Erscheint im Verlag Evangelisches Gemeindeblatt für Württemberg Freitag 5. Juni 2015 Heißer Rhythmus, heiße Themen Hoffnung für a...

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KIRCHENTAGS     Erscheint im Verlag

Evangelisches Gemeindeblatt für Württemberg

Freitag

5. Juni 2015

Heißer Rhythmus, heiße Themen

Hoffnung für alte Menschen Seite 6

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Warum die Orgel Königin ist Seite 21

Aktuelle Änderungen des Programms Seite 24

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Wittenberg, Thesentür an der Schlosskirche

SACHSEN-ANHALT – URSPRUNGSLAND DER REFORMATION

LUTHER ERLEBEN.

LUTHER ERLEBEN Sachsen-Anhalt ist das Ursprungsland der Reformation. In Eisleben wird Luther geboren, in Mansfeld verbringt er seine Kindheit. Wittenberg ist Wirkungsstätte des Reformators und wird mit dem Thesenanschlag 1517 zum Ausgangspunkt der Reformation. 2017 wird weltweit das 500. Reformationsjubiläum gefeiert. In Sachsen-Anhalt kann man sich im Rahmen der Lutherdekade schon jetzt darauf einstimmen.

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5. Juni 2015

Panorama

Mein liebstes Bibelwort Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden. 4. Mose 6,24–26 Meine Tochter Paula konnte kaum einen ganzen Satz sprechen, als ich sie zum ersten Mal nach dem Abendgebet mit diesen alten biblischen Worten segnete. Ich legte die Hand auf ihre Stirn und begann zu sprechen. Sie aber legte ihr Händchen auf meine Stirn und sprach mir den Segen zu. Dann zeichnete sie ein Kreuz und drückte ein Kuss darauf. Das hat mich sehr berührt. Paula hat seit kurzem einen Hasen. Ich staunte, als sie beim Segnen eine Hand auf den Has‘ legte. Während Theologen vielfach Mühe haben, Heil oder Eschatologie für die ganze Schöpfung zu denken, rücken Kinder selbstverständlich auch Tiere in den Wirkungskreis des Schöpfers. Elfriede Dörr (45), Sibiu/Hermannstadt, Leiterin Ökumene und Fortbildung der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien. Sie hält eine Dialogbibelarbeit mit der Musikerin Judy Bailey am Samstag, 9.30 Uhr, Fellbach, Schwabenlandhalle.

Farbtupfer Richtig farbig ist er ja nicht, der fast lebensgroße Playmobil-Luther. Insgesamt gibt es nur fünf Stück davon. Und eine ist auf dem Kirchentag in Stuttgart zu Besuch. Im Neckarpark in Zelthalle 2 wirbt er am Stand E08 als „Sonderbotschafter“ der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017 und verschiedene Projekte dazu. Zum Beispiel für ein Publikumsmagazin und verschiedene Glaubenskurse zur Foto: privat Reformationstheologie. 

Mensch des Tages „Gemeinsam auf den Weg zu gehen, gemeinsam die Welt zu gestalten, oft in kleinen Dingen“ – das ist es, was Julia Schempp an ihrer Aufgabe schätzt. Die 34-Jährige vom Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) hat sich bereits mit zwölf Jahren als so genannter Sippling in der Ortsgruppe Besigheim engagiert, später als Leiterin. Seit 2003 ist Julia Schempp auf der VCP-Landesebene aktiv, war Vorstand der Landesversammlung und ist seit 2009 Bundesversammlungsvorstandsmitglied – alles ehrenamtlich. Kein Zweifel: Das Leiten, Organisieren und Planen liegt ihr. Auf dem Kirchentag ist die Württembergerin Mitglied der Projektleitung beim Zentrum Jugend: „Ich habe Lust, beim Kirchentag auch inhaltlich was zu gestalten.“ Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit Gottesdiensten, Podiumsdiskussionen zu jugendrelevanten Themen und speziellen Workshops wird den 14Laura Köhlmann/Foto: privat bis 21-Jährigen ein breites Programm geboten.

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Aufgefallen Manchmal gibt es Wunder. Katrin Stegmüller hat eines erlebt. Sie ist Mitarbeiterin bei der Stelle Fundraising und Stiftungsmanagement der württembergischen Landeskirche. Beim Markt der Möglichkeiten hatte sie gerade ihre Ausstellung „Was bleibt“ aufgebaut, schaute nochmal prüfend drüber, ob alles an seinem richtigen Platz ist und fand dann in einem Kästchen Geld. Genau 1000 Euro. Das Geld hat sie erst mal auf die Bank gebracht. Von wem die Spende kommt, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben – wie das bei Wundern eben ist. Die Ausstellung (ohne das Geld) und Fundraiserinnen und Fundraiser aus verschiedenen Landeskirchen finden Sie auf dem Markt der Möglichkeiten in Zelthalle 3, Stand E10/D05/D10.

Kirchentagsbuchhandlung In der Kirchentagsbuchhandlung im Neckarpark, Zelthalle 10, gibt es nicht nur was zum Lesen, sondern auch Interessantes zu hören. Jeden Tag werden von 11 bis 18.30 Uhr Lesungen angeboten. Am Freitag mit Beate Quaas (11.30 Uhr): Singen in der evangelischen Kindertagesstätte. Margot Käßmann (13.30 Uhr): Sehnsucht nach Leben. Samuel Koch (17.30 Uhr): Zwei Leben. Nora Steen (18 Uhr): Das Wort zum Alltag – Meine Woche mit Gott.

Aufgelesen

»

Manchmal merken wir im Rückblick, dass Gott uns formt in Zeiten des Leidens.

«

Katharina Haubold, Referentin für Arbeit mit Jugendlichen beim Bibellesebund

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Freitag

Panorama

4 „Gemeinsam können wir Ressourcen bündeln, Werte pflegen und dahin wirken, was uns Gott ans Herz gelegt hat: den Nächsten zu lieben.“

Fällt em aus d en R ahm t Dich?“,

Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July

ier inspir on Stuttnko „Was n Cra Regi irchenh e o i J d , will nK imler n. Am on de n wissen. ottlieb Da en gegebe gev t r a r g G e te ort esuch n heu n wie Antw tags-B che Größe aben ihre enschen vo Foto von h n? ris M Histo nigin Olga ng waren otiv werde tion nenu ira m Kö oder der Begegn ostkarten ählen, Insp „Gustav !“ P w d er Aben ie die zum Motiv aus Reisen“ od nbild mit , , W r n pe . e e fragt chen lass hen, Büch dem Grup Julia Lutzeyer a c f s sich m wa : „Men rzstück au t e nen, e uss das H sein.  m Baby – das

Die Landeskirchenstiftung trägt dazu bei, die Nächstenliebe in Wort und Tat in Kirche und Gesellschaft zu bewahren und zu befördern.

INTERESSIERT? Wir schicken Ihnen die Stiftungsbroschüre kostenfrei und schenken Ihnen dazu die CD „Die Himmel erzählen“ mit geistlicher Musik. Senden Sie einfach Ihre Postanschrift per E-Mail mit dem Stichwort „LKS“ an [email protected] www.landeskirchenstiftung.de Kontakt: Pfarrer Helmut Liebs 0711 22276-46

1234567890123456 Zahl des Tages

78 Feierabendmahle und 129 Gute-Nacht-Cafés werden auf dem Kirchentag angeboten.

Wetter am Freitag Vormittag

28 °C 0 % Regen 7 km/h

Mittag

34 °C 0 % Regen 9 km/h

Abend

28 °C 0 % Regen 6 km/h

Wetter am Samstag Vormittag

29 °C

22 % Regen 7 km/h

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Mittag

31 °C

32 % Regen 8 km/h

Abend

Alarm Ein herrenloser Koffer (unten Mitte) war der Grund dafür, dass gestern Nachmittag gegen 17 Uhr die Königstraße in der Nähe des Hauptbahnhofs gesperrt werden musste. Das Ganze erwies sich als blinder Alarm, der Besitzer wurde gefunden. Auch ein kurz zuvor ausgelöster Sprengstoffalarm an einem Bahnhofsschließfach entpuppte sich als harmlos.  Foto: Ursula Mörk

25 °C

24 % Regen 7 km/h

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5. Juni 2015

Panorama

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Kommentar von Nicole Marten Ich bin sehr für Gleichberechtigung. Und ich bin auch sehr dafür, die Dinge beim Namen zu nennen. Aber die geschlechtergerechte Sprache treibt mitunter seltsame Blüten. Auf Seite 12 im Programmheft des Kirchentages heißt es beispielsweise: „Die Teilnehmenden des Kirchentages sind eingeladen, mitzureden und ihre Meinung deutlich zu machen: über Anwältinnen und Anwälte des Publikums und über Saalmikrofoninnen und - mikrofone“. In manchen Vereinen wird gar von Mitgliederinnen und Mitgliedern gesprochen. Selbstverständlich ist es wichtig zu sagen und zu schreiben, ob es sich um eine Pfarrerin handelt oder einen Pfarrer. Oder um eine Fußballerin oder einen Fußballer. Aber manchmal geht mir die geschlechtergerechte Sprache zu weit. In der deutschen Sprache gibt es, anders als in anderen europäischen Sprachen, eben auch ein drittes grammatisches Geschlecht, das Neutrum. Es heißt nicht der oder die Mikrofon, sondern „das“. Das Mitglied fällt in dieselbe Kategorie. Im Bemühen um Gerechtigkeit schießen manche übers Ziel hinaus. Und wenn dann keiner mehr drüberschaut, steht es halt auch noch im Kirchentagsprogramm.Die Mikrofon-Formulierung hat im Internet jedenfalls eine muntere Diskussion entfacht. Ein User etwa stellt die Frage: „Guter Witz oder völliger Schwachsinn?“ Andere haben keinen Zweifel, dass es sich um „Gender-Idiotie“ und „Gender-Wahnsinn“ handelt. Sprache prägt das Denken – und macht einem manchmal auch schlicht sprachlos.

Da ging die Post ab: Beim Konzert der Wise Guys auf dem Cannstatter Wasen

herrschte Hochstimmung. Zu Tausenden strömten die Besucher zum Konzert der Band, die bereits seit zehn Jahren bei evangelischen Kirchentagen auftritt. Die Bandleader Eddi Hüneke und Dän Dickopf setzen sich für Projekte in der Kindernothilfe ein.  Foto: Werner Kuhnle

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Freitag

In der Diskussion

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Hoffnung für das Alter „Der Krieg der Generationen fällt aus“ – so lautet das Fazit einer Diskussion über Armut und Demokratie. Trotz kontroverser Meinungen darüber, wo die Ursachen der Altersarmut liegen, sind sich die Podiumsgäste in diesem Punkt einig.

Viele Menschen haben im Alter zu wenig Geld. Foto: epd-bild

Das Publikum ist vorgewarnt: „Demografie ist nicht sexy“, sagt Moderatorin Angelika Hensolt zum Auftakt der Podiumsdiskussion „Perspektive 2030 – mehr Armut statt Gerechtigkeit?“ in der Liederhalle. Doch die Referenten verstehen es, das komplexe Thema Altersarmut informativ und unterhaltsam zu präsentieren.

Gerontologe Gerhard Naegele von der TU Dortmund stellt das Konzept der relativen Armut vor, die nicht am tatsächlichen Einkommen, sondern am Lebensstandard der Gesellschaft gemessen wird. Anschließend sind die Journalistinnen Bascha Mika und Margaret Heckel bei ihrer leidenschaftlichen Diskussion oft verschiedener Meinung: Mika spricht von einer „wahnsinnig ungerechten Verteilung der Lebenschancen“ und warnt: „Wenn wir nicht verstehen, dass das unsere Gesellschaft aushöhlt, werden wir den Trend nicht umkehren.“ Heckel dagegen sieht in der steigenden Lebenserwartung viele Chancen, solange die Menschen mehr Freiräume bekämen, um auch mit 50 noch eine Ausbildung zu beginnen. Annelie Buntenbach vom DGB-Bundesvorstand ist da eher skeptisch: „Flexibilisierung ist nur gut, wenn die Arbeitnehmer mitbestimmen können.“ Wichtiger sei es,

die gesetzliche Rente anzuheben, den Niedriglohnbereich einzudämmen und die Gesundheit der Arbeitnehmer bis zur Rente zu erhalten. Eigentlich gebe es gar keine Altersarmut, sagt Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland: „Armut ist eine Lebenserfahrung.“ Denn wer nicht aus einem reichen Elternhaus stamme, hätte ein viel größeres Risiko, auch im Alter arm zu bleiben. In einem Punkt macht Margaret Heckel Hoffnung: „Es gibt tolle Entwicklungen in den Kommunen.“ So würden Altersheime oft neben Kindergärten gebaut, „weil kleine Kinder und ganz alte Menschen tolle Gespanne bilden“. Überhaupt, sagt Bascha Mika, sei der Generationenkonflikt „zum Teil auch eine mediale Erfindung“. Und so verkündet Moderatorin Hensolt zum Abschluss: „Der Krieg der Generationen fällt aus.“ Frank Lutz

Rabiate Reformation: Es ging um die Wurst Theaterbande inszeniert Religion als Streitobjekt auf dem Marktplatz

Was treiben diese Reformatoren nur? Historische Spielzene auf dem Marktplatz. Foto: Gemeindeblatt

Ein verzweifelter Bürgermeister versteht die Welt nicht mehr. Die Menschen treffen sich zum Bibellesen, essen Wurst in der Fastenzeit, wollen den Zehnten nicht bezahlen und besonders schlimm: Die Frauen sind so aufsässig geworden. Die historische Szene spielt im Zürich des Jahres 1522. Inszeniert von der Theaterbande für den Kirchentag und das Thema „Reformation: Religion als Streitobjekt“ der Universität Oldenburg. Alte Themen in neuen Formen präsentieren lautet die Idee dahinter und so dürfen gleich drei Freiwillige aus dem Publikum auf der Bühne mitwirken: Katholische Holzkreuze sollen sie spielen, während um sie herum im Osnabrücker Land der Kampf der Religionen tobt. Wie Berserker gehen die Schauspieler Harry Heib und Laura Schümann aufeinander los und zeigen, wie rabiat es zu Zei-

ten der Reformation zuging. Und das keineswegs nur auf katholischer Seite: Der Oldenburgische Kirchentagschor, der die Szenen zwischen den Theatereinlagen bestritt, brachte ein evangelisches Kirchenlied zu Gehör, in dem Gott doch tatsächlich Gott um Beistand bei der Tötung der

Türken und des Papstes gebeten wurde. So erbittert sich Reformierte, Lutheraner und Katholiken bekriegten, so einig waren sie sich in der Verfolgung der Wiedertäufer: 1529 wurde die Täuferin Elisabeth hingerichtet. Ein Lied der in der TäuferTradition stehenden Amisch aus Amerika erinnert noch an sie („Een Liedeken van Elisabeth“). Für den Kirchentag in Stutgart wurde es übersetzt. Da nehmen sich die aktuellen Streitigkeiten doch vergleichsweise harmlos aus: Der Bischof von Oldenburg Jan Janssen warf den Kirchentagsschal ab und streifte sich einen grün-weißen Schal von Werder Bremen über. Sein Gesprächspartner Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, outete sich hingegen als Fan von Borussia Dortmund. Evangelische Vielfalt anno 2015, stets gewalt-, aber nicht immer konfliktfrei.  st

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5. Juni 2015

In der Diskussion

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Ein seltenes Streitgespräch

G´scheit Geld anlegen.

Können nicht nur Schwaben.

Gauck: „Schalom wird auf Kirchentagen gern verweltlicht“ Es war ein Streitgespräch, wie es bei Kirchentagen lange nicht zu erleben war. Die 8000 sehen in der Hanns-Martin-SchleyerHalle einen Bundespräsidenten, der den Kirchentag kritisiert, und einen Soziologieprofessor. Hartmut Rosa, Soziologieprofessor und scharfer Kritiker von ständigem Wirtschaftswachstum und Effizienzsteigerung, warnte davor, dass immer mehr Menschen dem Kampf um die Erhaltung ihres Status wie auf einer schiefen Ebene erliegen und abrutschen. Grund: Das Versprechen der Aufklärung, eines Tages eine Gesellschaft hervorzubringen, in der es genug zu essen und zu trinken und keine Angst davor gibt, von politischen oder religiösen Autoritäten gegängelt und bevormundet zu werden, sei verraten worden. Das Ziel: „Reich der Freiheit“ sei aufgegeben worden. An seine Stelle, sagt Rosa, sind die Mittel getreten, die einst zur Zielerreichung gedacht gewesen sind. Sein Gegenmittel: „Weniger Wettbewerb“, „bedingungsloses Grundeinkommen“, und ein demokratisches System, zu dem die Bürgerinnen und Bürger in ein Verhältnis treten, und dabei unmittelbar angesprochen werden. Dem Bundespräsidenten Joachim Gauck

hatte die Veranstaltungsregie eine Antwort auf die kritische Bewertung der Politik zugedacht. Und Gauck ging darauf ein. Der in der Bibel verheißene „Schalom“ werde bei Kirchentagen gerne verweltlicht. Die Sehnsucht nach umfassendem Frieden und Wohlergehen werde auf banale Weise zu Forderungen an die Politik. Dem Argumente zu liefern, so der Bundespräsident an Rosa gewandt, sei eines Wissenschaftlers nicht angemessen. Gauck wandte sich gegen einen pessimistischen Blick auf die Gesellschaft. Es sei zwar nicht richtig, wenn ein paar Glückliche immer mehr von Reichtum profitieren und keine Verantwortung für andere übernehmen. Das bedeute aber nicht, dass sich deshalb auch alle anderen aus der Verantwortung nehmen könnten. M. Ernst Wahl/Foto: epd-bild 

Meh r Stan am d be i Halle 13

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Schon Engel beherbergt? Ein interreligiöses Fest der gegenseitigen Gastfreundschaft Schon Engel beherbergt? Mit dieser etwas rätselhaften Frage im Gepäck strömten die Besucher am Donnerstagabend zum interreligiösen Fest in die Alte Reithalle, zu dem die württembergische Landeskirche eingeladen hatte. Natürlich wurde bei dem Fest der kulturellen und religiösen Vielfalt Stuttgarts, dieser Stadt, die so gerne bunt ist, gemeinsam gegessen, wie sich das für ein Fest gehört. Zuvor aber sprachen Vertreter der drei abrahamitischen Religionen über die Bedeutung der Gastfreundschaft in ihren Kulturen. Wie eng diese und der Segen Gottes und wie eng die drei Religionen hier beieinander liegen, war der Kern ihrer Botschaften. Seit Abraham die Kultur der Gastfreundschaft im jüdischen Glauben verankert hatte, sei die Bewirtung eine Manifestation dieses Glaubens, sagte Claudia Marx Rosenstein vom Haus Ab-

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raham in Stuttgart. „Gastfreundschaft macht das Menschsein aus.“ Daran knüpfte auch der Islamwissenschaftler Hussein Hamdan an: Gastfreundschaft gehöre im islamischen Verständnis zur Wertschätzung eines Menschen. Er sagte: „Das Haus eines Gastgebers ist von Gott gesegnet.“ Pfarrer Benjamin Simon betonte aber, dass sie „nur eine Etappe ist auf dem gemeinsamen Weg, den wir weitergehen müssen“. Auch Fremde, Flüchtlinge etwa, können und sollen Gäste sein. Nach dem Segen der drei Religionen wurden mediterrane Häppchen gereicht, in festlichem Ambiente an großen Tischen. Die Gruppe Les baliseurs du désert entführte die Gäste mit arabischen Klängen in eine fremde Welt. Und der eine oder andere wird sicher in seinem Tischnachbarn einen Engel entdeckt haben. Dorothee Fauth 

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Thema des Tages: Inklusion

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Freitag

Wachsen statt scheitern Sie sieht Hindernisse nicht als Belastung, sondern als Herausforderung: Verena Bentele, ehemalige Biathletin und Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, ist seit ihrer Geburt blind. Auf dem Kirchentag in Stuttgart spricht die 33-Jährige über ihre Erfahrungen. Franciska Bohl hat sie vorab befragt. Beim Kirchentag diskutieren Sie über das Thema „Inklusion – miteinander klug werden“. Was bedeutet für Sie „kluge Inklusion“?

Verena Bentele: „Hindernisse bieten die Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen.“ Foto: Tom Maelsa

Verena Bentele: Kluge Inklusion bedeutet für mich vor allem, dass wir Inklusion als Aufgabe für alle verstehen. Es geht im inklusiven Denken darum, die Gesellschaft zu verändern. Inklusion bedeutet, von Beginn an alle Menschen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten zu berücksichtigen und das gesellschaftliche Miteinander so zu gestalten, dass alle an allem teilhaben können. Kluge Inklusion bedeutet für mich aber auch, dass wir voneinander lernen, und zwar auf Augenhöhe. Inklusion ist eine Chance und eine Bereicherung für uns alle.

Wie kann das funktionieren? Verena Bentele: Ein konkretes Beispiel ist es, Informationen in Leichter Sprache bereitzustellen. Davon profitieren nicht nur Menschen mit Lernschwierigkeiten, sondern auch zum Beispiel Menschen, die gerade die deutsche Sprache erlernen. Noch viel weiter gedacht: Von der Idee, komplizierte Sachverhalte gut verständlich zu erklären, würde eigentlich jeder profitieren. Ich fordere deshalb, dass beispielsweise Behörden einen Bescheid auch in Leichter Sprache zur Verfügung stellen, so stellen wir sicher, dass Kommunikation der Bürger mit dem Staat funktionieren kann. Als behinderter Mensch ist man besonders auf Vertrauen angewiesen. Lässt sich Vertrauen auch trainieren? Verena Bentele : Vertrauen ist für uns alle wesentlich, um uns ohne Angst bewegen zu können. Ich als blinde Frau bin gut darin trainiert, anderen Menschen einen Vertrauensvorschuss zu geben – und das kann oft ein Vorteil sein. Für mich ist es normal, in einer neuen Stadt nach dem Weg zu fragen, denn den Stadtplan kann ich nicht lesen. Je mehr gute Erfahrungen wir machen, desto leichter tun wir uns mit dem Ver-

trauen. Wichtig als Vertrauenstraining ist also, dass wir uns trauen, auf andere zuzugehen. Wieso kann es Spaß machen, Hindernisse zu suchen, statt ihnen aus dem Weg zu gehen? Verena Bentele: Immer den leichtesten Weg ohne Hindernisse zu gehen, würde bedeuten, nichts Neues zu lernen. Hindernisse bieten die Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen und eigene Grenzen auszutesten. Nur so funktioniert der Leistungssport: Das Ziel ist es, Hindernisse zu überwinden, die immer höhere Messlatte, die immer kürzere Zeit, die ich unterbieten will. Die einen nennen es Hindernisse, die anderen Herausforderungen. Der Knackpunkt ist die Sichtweise auf die Dinge: An Hindernissen kann man scheitern. An Herausforderungen nur wachsen. „Kirche und Sport. Viele(s) klug bewegen“. Podiumsdiskussion auf dem Stuttgarter Kirchentag, Bühne auf dem Schlossplatz, Freitag, 14.30 bis 18 Uhr. Mit Verena Bentele, Thomas Härtel, Rainer Schmidt, Kurt Gaugler, Bilkay Öney, Volker Steinbrecher, EvaMaria Schewe und Johannes Ostermann. Musik: „The Mix“.

Inklusion auf dem Kirchentag am Freitag Gottesdienst im Dunkeln: 16 bis 17.30 Uhr, Luther-Gemeindehaus, Martin-Luther-Straße 54, Bad Cannstatt. Haltestelle Augsburger Platz/Daimlerplatz Mit den Alten rechnen. Zwischen Ruhestand und sozialer Verpflichtung. 11 bis 13 Uhr, Liederhalle, Hegel-Saal, Berliner Platz 1-3, Haltestelle Berliner Platz

Dazugehören – klugerweise. Inklusion – eine Erwartung ganz praktisch. 11 bis 13 Uhr, Bühne auf dem Schlossplatz Klug, klüger, am klügsten – und dann? Gottesdienst in Leichter Sprache. 11 bis 12 Uhr, Lutherkirche Bad Cannstatt Klug werden durch Berührung. Erfah-

rungen eines taubblinden Seelsorgers. 11 Uhr, Zelthalle 11, Neckarpark Inklu…was? Wie geht Gemeinde für alle? 14.30 Uhr, Zelthalle 11, Neckarpark Nathan der Weise. Inklusives Theater, 15 Uhr, Theaterhaus Stuttgart, Saal T3, Siemensstraße 11, Haltestelle Pragsattel

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Thema des Tages: Inklusion

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Besuchen Sie uns! Messe im Markt Zelthalle 14 - Stand C04

Was sind für Sie Hindernisse im Alltag? Armin Rist (44), Reutlingen (geistige Behinderung) Menschen mit kognitiver und geistiger Behinderung werden in der Politik nicht wahrgenommen. Das ist für mich das größte Hindernis. Diese Menschen haben Potenzial, sind sehr, sehr lernfähig und haben ein Recht, über ihre Identität und ihre Gesundheit selbst zu bestimmen. Menschen mit einer Behinderung sollen auf Augenhöhe sein und selbst über sich entscheiden dürfen, unabhängig von Betreuern. Vor allem sollten sie das Wahlrecht bekommen. Renate Kühn (59), Stuttgart-Bad Cannstatt (sitzt im Rollstuhl) Ich kann nicht selber laufen, weil ich im Rollstuhl sitze. Das ist sehr schlecht, weil ich nichts selbstständig machen kann. Das geht schon morgens beim Aufstehen los. Zur Arbeit muss mich ein Fahrdienst bringen. Für mich wohnen kann ich auch nicht, es muss immer jemand dabei sein. Das tut oft weh, weil es mir leid tut, dass ich bei Sachen, die in meiner Wohngruppe passieren, nicht mitmachen kann. Auch abends kann ich nicht alleine weggehen. Thomas Mann (52), Stuttgart-Stammheim (Sehbehinderung) Behindert ist man nicht, behindert wird man, heißt es ja. Klar macht eine Behinderung Probleme: Ich kann zum Beispiel nicht Auto fahren. Manche Leute erkenne ich auch nicht so schnell und die werden dann sauer, weil sie denken, ich ignoriere sie. Meine Sehschärfe beträgt etwa zehn Prozent, ich kann also Dinge nur sehen, wenn sie sehr nah sind. Viele Menschen denken deshalb, ich wäre geistig behindert, weil ich so nah an Pläne und Ähnliches herangehen muss.

„Meine Bank finanziert, was wirklich wichtig ist.“ Amelie Eigemann, Schülerin

Nach Ludwigsburg pilgern Unter dem Motto „Wir in der Diakonie – Vom klugen Umgang mit Grenzen und Lebensmöglichkeiten“ lädt die Karlshöhe Ludwigsburg am Freitag zu sich auf den Kirchentag ein. Dort gibt es ab 14 Uhr Offenes Singen, einen Rollstuhlparcours und Diskussionen zum Thema „Kluge Arbeitsmarktpolitik?!“ und „Klugheit im Alter…“. Um 18.30 Uhr findet ein Inklusives Feierabendmahl in der Diakoniekirche

statt. Im Anschluss gibt es Musik mit der fb Band „Sunday Roast“.    Wer möchte, kann sich zu Fuß auf den Pilgerweg nach Ludwigsburg machen. Treffpunkt ist am Freitag um 11 Uhr in Stuttgart, Lazarettstraße/Leonhardsplatz, Stadtbahnhaltestelle Rathaus. Die Gehzeit (14 Kilometer) beträgt etwa drei Stunden.

Sprache ohne Hürden Beim Stichwort Barrierefreiheit denkt man an abgeflachte Bordsteine und Rampen für Rollstuhlfahrer. Aber es gibt auch sprachliche Hürden, die Lernbehinderten im Weg stehen. Die Leichte Sprache räumt diese Hürden beiseite. Die wichtigsten Regeln dabei: Pro Satz gibt es nur eine Aussage, Schachtelsätze und Fremdwörter sind tabu. Ist ein Wort sehr lang, wird es mit Bindestrichen getrennt.

„Das ist Kirchen-Tag: Man feiert den Glauben. Das heißt: Menschen kommen zusammen. Man lacht zusammen. Und betet zusammen.“ So ist es auf der Internetseite des Kirchentags zu lesen.

Als traditionsreiche Bank für Kirche und Diakonie ist uns wichtig, was Geld bewirkt. Deshalb unterstützen wir 149 Krankenhäuser, 868 soziale Einrichtungen, 406 Seniorenhilfeeinrichtungen und 277 Bildungsträger mit unserem Finanzierungs-Know-how. Seit 90 Jahren.

 Bitte hier abtrennen.

Gutschein für eine Portraitzeichnung Besuchen Sie uns auf der Messe im Markt – Zelthalle 14 – C04. Erfahren Sie mehr über die Angebote für Privatkunden und die Finanzierung kirchlicher und diakonischer Arbeit. Dieser Coupon gilt als Gutschein für ein persönliches Portrait vom Karikaturisten Michael Hüter. Bitte beachten: Das Zeitkontingent des Künstlers am 4. und 5. Juni am Stand ist begrenzt. Es besteht kein Anspruch auf ein persönliches Portrait. Nähere Infos finden Sie unter www.KD-BANK.de/Kirchentag

  Unter www.kirchentag.de/barrierefrei und in einer Broschüre sind Bibelarbeiten, Stadtführungen und Gottesdienste in Leichter Sprache aufgeführt.

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Spiritualität

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Optimismus im Pinselstrich Im Museum gibt es Führungen, in der Kirche wird meditiert. Das ist die Regel, doch das Kunstmuseum am Schlossplatz zeigt: Im Museum geht auch beides. Extra zum Kirchentag gibt es dort Meditationen zur Mittagszeit. Mit 30 begeisterten und vielen enttäuschten Besuchern, für die es keine Tickets mehr gab, startete gestern die erste von drei Bildbetrachtungen im angenehm kühlen Kunstmuseum. Anhand zweier Buchprojekte beschrieb die Kunsthistorikerin Catharina Wittig, wie Malerei und auch Musik Dinge erfahrbar machen, die

anders kaum zu (be)greifen sind. So hat Pablo Picasso die düsteren Gedichte „Le Chant des Morts“ (Der Gesang der Toten), die Pierre Reverdy während des Zweiten Weltkriegs verfasste, illustriert – in monochromem Rot, mal figürlich, mal kalligrafisch. „Rot ist die Farbe von Blut, Leid und Tod“, erklärte Wittig, „aber der Optimis-

Beim Kirchentag gibt es Meditation auch im Museum.

mus in Picassos Pinselstrich erzählt auch davon, dass der Tod nicht endgültig ist.“ Staunen auch vor dem zweiten Werkbeispiel von Mischa Kuball, der sich in seiner Buchkunst mit dem lyrischen Werk von Paul Celan auseinandersetzt, indem er etwa das Unsagbare des Holocausts durch Brailleschrift fühlbar macht. Begleitet wurde die Bildbetrachtung von Sabrina Klamt, die ihrer Querflöte sphärische, traurige und auch zornige Töne entDorothee Fauth lockte.    Bildbetrachtung noch einmal am Freitag und Samstag – mit anderen Kunstwerken und Musikern, jeweils um 12.30 Uhr. Tipp: frühzeitig Gratistickets besorgen

Foto: Werner Kuhnle

Peter Pan und sein Glaubensvorbild König David Wer oder was prägt unseren Glauben? Sind es biblische Frauen und Männer, die Mutter oder ein Religionslehrer? Sind es eindrucksvolle Begegnungen mit anderen oder spirituelle Erlebnisse? Peter Pan ist DJ. Sein musikalisches Motto lautete „Hip-Hop mit Hoffnungsqualität“. Über seinen eigenen Glauben schreibt er:

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Foto: iStockphoto.com / hidesy

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„Einer meiner Glaubensvorbilder ist König David, nicht vorzugsweise aufgrund der ruhmreichen Geschichten, sondern gerade auch wegen seinem authentischen Umgang mit Schwächen und dunklen Momenten. In vielen der von ihm geschriebenen Psalmen wendet er sich in Not strauchelnd und um Hilfe rufend an Gott, und in manch einer Lebenssituation kam er an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Das ist für mich greifbar, holt mich ab und gibt mir die Zuversicht, dass ich trotz meiner Begrenzungen und auch in schweren Zeiten bei Gott einen Zufluchtsort habe. Ich muss nicht immer eine religiöse Form wahren, keine künstlich fromme Fassade bemühen, nichts kaschieren. Auch die großen Helden der Bibel waren Menschen aus Fleisch und Blut. Sie hatten Fehler, Nöte, und nicht alles in ihrem Leben lief immer rund. Wir sitzen im gleichen Boot, sind aus demselben Holz geschnitzt. So paradox es vielleicht auch klingen mag, aber gerade das macht mir Mut und gibt mir Trost. David wurde ,ein Mann nach Gottes Herzen‘ genannt und das, obwohl er nicht perfekt war. Wenn

Gott mit fehlerhaften Menschen Geschichte schreiben kann, dann besteht auch Hoffnung für mich.“   Peter Pan ist DJ. Am Samstag ist er im Interview um 17 Uhr in der Kirchentagsbuchhandlung im Neckarpark, Zelthalle 10 zu hören. Dieses und andere Glaubensbekenntnisse von prominenten und auch von weniger prominenten Frauen und Männern finden Sie in dem Buch „Woran glaubst Du?“ (Herausgeber Uwe Metz). Verlag und Buchhandlung der Evangelischen Gesellschaft, Stuttgart 2014, 112 Seiten. 14,95 Euro. ISBN 978-3-945369-00-5. Im Buchhaus Wittwer am Schlossplatz werden außerdem der Theaterintendant Friedrich Schirmer (Samstag, 12 Uhr) und die Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen (Samstag, 15 Uhr) interviewt.

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Spiritualität

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Was glauben Sie eigentlich ...?

Das Vaterunser in Gebärden

Hans Leyendecker (66), Journalist, Leichlingen Wer hat Ihren Glauben beeinflusst? Die Bibel, die frühe Auseinandersetzung mit der Frage, warum es zwei Schöpfungsgeschichten gibt, und die Gewissheit, dass wir mit unseren Ängsten und Sorgen zu Gott kommen können. Glaube gibt Halt, Halt gibt Haltung. Welche Vorstellung haben Sie von Gott? Kein alter Mann mit weißem Bart; auch nicht das Auge als Symbol. Mit dem Alter verändert sich auch immer wieder das Bild von Gott. Es lässt sich durch menschliche Vorstellungen nicht festlegen. Vielleicht ist der „deus absconditus“, also der verborgene Gott, von dem Luther sprach, Gott. Wer sich von ihm ein Bild macht, presst ihn in ein Bild. Was ist für Sie typisch evangelisch? Aufklärung, Gemeinschaft, Individualität und Tradition. Dass der Christenmensch, wie Luther sagt, ein freier Herr aller Dinge und niemandem untertan ist. Was bedeutet für Sie Glück? Die Abwesenheit von Unglück. Es gibt so viele Arten von Glück, dass man sie nur schwer vollständig benennen kann: Familie, Beruf, Hobby und, ganz am Ende, auch die Treue zum BVB. Worauf können Sie nicht verzichten?

Das hängt vom jeweiligen Zustand ab. Wenn man krank wird, kann man ganz leicht auf Dinge verzichten, die man für unverzichtbar hielt. Es ist zu hoffen, dass Glaube in den schweren Stunden unverzichtbar bleibt. Welche Eigenschaften schätzen Sie bei anderen am meisten?

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Spezielle Gebärden-Workshops jeweils Samstag, 6. Juni 2015, um ...

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Verlässlichkeit, Unaufgeregtheit, Treue. Mit welcher berühmten Persönlichkeit würden Sie gerne zusammen zu Abend essen und warum? Weil ich von Berufs wegen mit vielen Prominenten beisammen bin, habe ich da so meine Probleme. Ich habe gelernt, dass Berühmtheit einsam machen kann. Freitag, 11 Uhr, Schützt der Verfassungsschutz die Demokratie? Straßenbahnwelt, Veielbrunnenweg 3. Samstag, 11 Uhr, FIFA im Abseits – Stimmen zu Korruption und Katar 2022. Bühne auf dem Marktplatz.

Besuchen Sie uns auf dem Deutschen Evang. Kirchentag

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Gottesdienst mit Andreas Bourani Nachtschicht heißt eine Abendgottesdienst-Reihe in Stuttgart. Sie findet auf dem Kirchentag ihre Fortsetzung in einem Open-Air-Gottesdienst auf dem Vorplatz des Rems-Murr-Klinikums, Am Jakobsweg 1, in Winnenden. „Ein Hoch auf uns – die soziale Energiewende“ lautet das Thema. Dabei sind unter anderem Andreas Bourani, das Ludwigsburger Blechbläser Quintett, der Jazzpianist Uli Gutscher sowie der Autor und Kabarettist Stefan Waghubin-

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ger. Nachtschicht-Pfarrer Ralf Vogel ist im Gespräch mit dem Soziologen Hartmut Rosa. Darüber hinaus besuchen Organisatoren mit den Gästen im Verlauf des Gottesdienstes auch die Gedenkstätte für die Opfer des Amoklaufs in Winnenden.  nm   Freitag, 13.30 Uhr, Winnenden, S3 Richtung Backnang, Haltestelle Winnenden. Vom Bahnhof gibt es einen Bus-Shuttle zum Rems-Murr-Klinikum

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Spiritualität

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Freitag

Tagesausklang mit Harfe und Kerzenmeer Die Harfenistin Konstanze Kuß begleitete zusammen mit Fritz Baltruweit den Nachtsegen. Foto: privat

Mit einem Kerzenmeer haben Tausende von Kirchentagsbesuchern auf dem Schlossplatz gemeinsam mit Landesbischof Frank Otfried July den Nachtsegen gefeiert. Unter warmem Lichterglanz eröffneten der Liedermacher Fritz Baltruweit und die Harfenistin Konstanze Kuß (Foto) um 22 Uhr den Tagesausklang. Der Zuspruch zur Nacht beschäftigte sich mit dem Thema Engel. Pastorin Nora Steen erinnerte dabei an Begegnungen und Begebenheiten des Tages, die sich aus unvorhergesehenen Ereignissen ergeben hatten. Etwa an eine spontane Bibelandacht in der U-Bahn oder an die kreativen Möglichkeiten, die roten Kirchentagsschals zu knoten und zu falten. Landesbischof July betonte, es sei an Kirchentagen wichtig, sich, abseits des Alltags, Zeit für sich und andere zu nehmen. „Denn viel zu oft hetzen wir im Alltag von einem zum anderen – dabei sollten wir

wieder zur Ruhe kommen, um klug zu werden.“ Dazu gehöre auch, auf andere und auf Gott zu hören, „und den Engel wahrzunehmen, der zu uns tritt“. July erinnerte daran, dass auch in der Bibel an entscheidenden Wendepunkten immer Engel mit im Spiel seien.

Nach dem Schlusssegen sangen die Besucher noch gemeinsam zum Abschluss „Der Mond ist aufgegangen“.  fb   Weitere Nachtsegen finden am Freitag und Samstag, jeweils von 22 bis 22.30 Uhr, auf der Bühne auf dem Schlossplatz statt.

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Was Menschen bewegt   Ktm_5_Jun_2015_12.indd 12

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Rotes Sofa

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Plaudereien über Kirche und Humor Sichtlich wohl fühlte sich Landesbischof Frank Otfried July gleich zu Beginn auf dem Roten Sofa. Und das nicht nur, „weil es bequem ist und ich nicht in der prallen Sonne sitze“. Sondern auch, weil, wie er im Gespräch mit Alexander Schweda gestand, die Anspannung des Vorabends, mit dem großen Eröffnungsgottesdienst auf dem Schlossplatz, inzwischen von ihm abgefallen war. Jetzt war Zeit genug, um über Lebensziele, die Wichtigkeit von Werten wie Humor und berufliche und private Herausforderungen zu plaudern. Ob man als Landesbischof das überhaupt schaffen könne, nahe an den Menschen dran zu sein? Auf jeden Fall, meinte July, auch wenn er viel unterwegs sei. Doch er genieße es, etwa bei Gemeindefesten dabei zu sein – und nehme sich Zeit, wenn er auf der Straße von jemandem angesprochen werde. Dass das Verhältnis von manchen zur Institution Kirche kritisch sei, könne er nach-

vollziehen, meinte der Landesbischof. Seit seiner Jugend betrachte er jedoch Kirche als eine Art Familie. „Und bei einer Familie bleibt man, auch wenn man sich manchmal über sie ärgert.“ Ein distanzierteres Verhältnis zur Kirche hat Fritz Kuhn. Der Stuttgarter Oberbürgermeister, der in Memmingen aufgewachsen ist, erzählte, als 16-Jähriger habe er beschlossen, Kommunist zu werden und der Kirche den Rücken zuzuwenden. Dies habe er seinem damaligen Pfarrer auch mitgeteilt. Ein paar Jahre später sei er dann aus der Kirche ausgetreten. Trotzdem fühle er sich auf dem Kirchentag äußerst wohl, betonte Kuhn. Nicht nur, weil er sich mit der Losung identifiziere. Sondern auch, da er bei der persönlichen Sinnsuche viele Parallelen zu Themen gefunden habe, die auch Christen bewege. Etwa die Gewissheit, „dass Zufriedenheit nicht über materielle Dinge, sondern nur fb über Beziehungen funktioniert“.

  Auszug aus dem Programm am Freitag: 11.45 bis 12.15 Uhr, Margot Käßmann 12.30 bis 13 Uhr, Winfried Kretschmann 13.15 bis 13.45 Uhr, Frank W. Steinmeier 14 bis 14.30 Uhr, Bodo Ramelow 15 bis 15.30 Uhr, Thomas de Maizière Rotes Sofa, Mercedesstraße/Ecke Talstraße, zwischen Zelthallen 13 und 14

Landesbischof Frank Otfried July auf dem Roten Sofa: „Kirche ist wie eine Art Familie.“ Foto: Benny Ulmer

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Seien Sie unser Premierengast beim Pop-Oratorium Luther!

Das Projekt der tausend Stimmen von Michael Kunze und Dieter Falk

Wir verlosen 5 x 2 Karten zur Uraufführung am 31.10.2015 in Dortmund (plus Reisekostenpauschale)! Liebe Leserinnen und Leser, Dieter Falk ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Kirchenmusiker unserer Zeit. Zum Reformationsjubiläum 2017 hat er mit „Luther“ ein Pop-Oratorium komponiert, das am Reformationstag, dem 31.10.2015, in Dortmund uraufgeführt wird. Sie können mit einer Begleitperson dabei sein. Erleben Sie Dieter Falk live im Gespräch: am Samstag, dem 6. Juni, von 11 bis 11.30 Uhr auf dem „roten Sofa“ oder online auf den Internetseiten Ihrer Kirchenzeitung. Zur Teilnahme einfach den Coupon am EMVD-Stand beim „roten Sofa“ oder am Stand des Kirchentagsmagazins am Hauptbahnhof abgeben.

Das „Luther Projekt“ ist ein:

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Die Gewinner werden per Los ermittelt und schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen unter www.evangelisches-gemeindeblatt.de/teilnahmebedingungen

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1. Was für ein Lächeln: Der Kirchentag lebt von seinen vielen Menschen und Gesichtern. Ob aus Süddeutschland, Norddeutschland oder, wie in diesem Fall, aus Algerien. 2. Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf: Manchmal ist es einfach das Klügste, noch ein wenig weiterzudösen. 3. Selfie muss sein: Damit die anderen wissen, mit wem und wo man hier eigentlich war. In Stuttgart natürlich – schönen Gruß an die Lieben daheim. 4. Singet dem Herrn ein Lied: Vielleicht kann man beim Kirchentag nicht allem immer zustimmen, aber stets einstimmen. 5. Mit Sonnenhut und einer weiten Anreise: Bischof Guy Erwin aus den USA. 6. Verbrüderung auf Afrikanisch: Zum Kirchentagsschal passt auch der Schal der Massai ganz vorzüglich.

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Fotos: Werner Kuhnle, Benny Ulmer

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Gesund oder krank, behindert oder nicht – in Bethel sind wir davon überzeugt, dass alle Menschen in ihrer Verschiedenheit selbstverständlich und gleichberechtigt zusammen leben, lernen und arbeiten können. Bethel auf dem Kirchentag in Stuttgart vom 3. bis 7. Juni 2015: Stand ZH 14-D03 in der Zelthalle 14. Unter dem Motto »all(es) inklusiv – gemeinsam lernen« informieren wir mit spannenden Aktionen über Arbeit und Ausbildung in Bethel. Am Freitag, 18 Uhr, laden wir zu einem inklusiven Feierabendmahl mit anschließendem Bläserkonzert in die Thomas-Kirchengemeinde Kaltental/Dachswald ein. v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel · www.bethel.de Do_AZ_Kirchentag_202x70_RZ.indd 1

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16 Beim Christustag geht es, wie der Name schon sagt, um Jesus Christus. Foto: Benny Ulmer

Christus macht klug Gänsehaut-Feeling ist beim Christustag in der Porsche-Arena: Die Besucher strömen in Scharen zu einer Veranstaltung, die ursprünglich einmal als Gegenveranstaltung zum Kirchentag gegründet wurde. Jetzt gehört der Christustag offiziell zum Programm. Unter dem Dach des Kirchentages, aber nicht innerhalb des Kirchentages: Der Christustag der Lebendigen Gemeinde lockte zahlreiche Menschen in die Porsche-Arena. Sie rockten alte Kirchenlieder zu moderner Musik, sie lauschten den Bibelauslegungen und sie verfolgten die Diskussionen. Die U-Bahn um 8.20 Uhr in den Neckarpark ist bereits völlig überfüllt. Christustag-Besucher und Pfadfinder ziehen gen Porsche-Arena. Ein Pilgerstrom ergießt sich an der Endstation über die Brücke. Und beim Betreten der Arena wird jedem klar, worum es hier geht: In großen Graffiti-Buchstaben hängt das Wort Christus von der Saaldecke. „Dein Wort macht uns klug“. Weiße Schrift auf rotem Grund – die Kirchentags-

farben. Die Farbe ist die Verbindung. Das Motto klingt auch an, wird aber präzisiert: Das Wort Gottes macht klug. Der Pietismus schätzt eben klare Antworten, die nicht in 80 Fußnoten, offenen Fragen und wissenschaftlichen Erläuterungen verwässert werden. Und damit das zweite Thema des Tages ebenfalls gleich klar wird, wird auf der Leinwand der offene SchabattGottesdienst am 6. Juni beworben. Später wird Anatoli Uschomirski vom Evangeliumsdienst für Israel beklagen, dass die Messianischen Juden vom Kirchentag ausgeschlossen worden sind. Doch jetzt geht es um die Einstimmung und die Stimmung. Die Bläser des Evangelischen Jugendwerks legen sich ins Zeug. Die ersten Vesperbrote werden ausgepackt, bevor es dann losgeht. Dekan

Ralf Albrecht, der Vorsitzende der Christusbewegung, bekräftigt noch einmal das Motto: Die Schrift ist es, die trägt. Dabei betont er, dass „wir die Weisheit nicht mit dem Löffel gefressen haben“ und dass die Lebendige Gemeinde nicht der Oberlehrer der Kirche sein will. Aber gescheit werden, das könne ein Mensch eben nur, wenn er auch betet, findet er. Wer bete, bekomme eine andere Lebenseinstellung. Damit die Suche nach der Lebenseinstellung und die im Anschluss folgende Bibelarbeit auch Freude machen, fordert Judy Bailey und ihre Band das Publikum zum Aufstehen auf. „Lobet den Herren“ zu Rock-Klängen. Und nach jeder letzten Zeile einer Strophe ist Jubel angesagt. Arme nach oben! Und keine Frage: Das as macht Gänsehaut.

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Noch ist es ruhig in Fellbach, wenige Kirchentagsbesucher sind zu sehen.Kurz vor halb neun am Morgen ist es fast schwül. Da tut die Kühle in der Lutherkirche gut. Vor dem Altar und um den Taufstein herum ist eine Bühne aufgebaut. Das Zentrum Gospel öffnet später. Aber jetzt heißt es für die Besucher des Morgengebets erst

einmal, sich zu sammeln. In drei Sprachen wird gebetet. Natürlich wird auch gesungen. Die Stille vor dem Kirchentagstrubel tat gut. Jetzt kann der Tag kommen.  nm   Morgens, mittags, abends und zur Nacht: 133 Tageszeitengebete werden angeboten

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Schwaben mit 40 g’scheit?

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Predigten auf Schwäbisch sind sehr gefragt Im Schwäbischen gibt es keine Liebe. Zumindest nicht als Substantiv. Der Schwabe ist ein Mensch der Tat und nutzt dementsprechend Verben: Er sagt aber auch nicht „Ich liebe dich“, sondern stattdessen „I han di lieb (ich habe dich lieb) oder „I duo dr doch alles z’lieb“ (ich mach doch dir alles der Liebe wegen). Hans Hilt weiß das sehr genau, weil er selbst Schwabe ist, weil er viel über Dialekt nachdenkt und er hin und wieder auf Schwäbisch predigt. Das Schwäbische hat keinen guten Ruf im Rest der Republik. Nur Sächsisch ist noch unbeliebter. Möglicherweise ist das einer der Gründe, warum das Schwäbische auf dem Rückzug ist. Der Klangteppich der Gegenwart ist auch in Süddeutschland weitgehend dialektfrei. Wenn in Radio oder Schule geschwäbelt wird, dann um etwas als besonders echt zu verkaufen oder die Schwaben als Witzfiguren vorzuführen. Wenn Hans Hilt, Pfarrer im Ruhestand, auf Schwäbisch predigt, dann geht es ihm überhaupt nicht darum, Späßle zu machen. Im Gegenteil. Es darf zwar zwischendrin auch mal gelacht werden, aber für Hilt ist der schwäbische Dialekt gerade für tiefgründige Gedanken ein besonderer Resonanzraum. „Es ist die Sprache meiner Seele“, sagt Hilt. „Ich denke auf Schwäbisch, es liegt nahe, dass ich auch auf Schwäbisch predige.“ Er hat das Schwäbeln von der Kanzel noch in seiner aktiven Zeit als Pfarrer vor etwas über zehn Jahren angefangen. Seine schwäbischen Predigten, die er viermal im Jahr hält, füllen die Kirche, es geht dann fast zu wie an Hei-

ligabend. Auch – oder gerade – weil sie nicht anbiedernd lustig daherkommen, sondern den Dialekt als Fundus der Sprache und des Denkens ernst nehmen. Die Vorbereitung einer schwäbischen Predigt geht auch dem Dialektexperten Hilt nicht leicht von der Hand. „Die Vorbereitung dazu ist viel aufwendiger als bei einer anderen Predigt.“ Im übrigen Teil der Liturge spricht er Hochdeutsch, das mundartlich eingefärbt ist. Doch die Kirche soll ein Ort für alle sein, auch die „Reigeschmeckten“, die Zugezogenen, sollen folgen können. Bei seiner Predigt am Kirchentag beschäftigt sich Hilt mit dem Schwabenalter: Werden die Schwaben tatsächlich mit 40 erst g’scheit? Dorothee Schöpfer    Samstag, 19 Uhr, Lutherkirche, Bad Cannstatt, Martin-Luther-Straße 54, U 13, U 1, Haltestelle Uff-Kirchhof

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Hans Hilt denkt auf Schwäbisch. Manchmal predigt er auch im Dialekt. Foto: privat

Eine Gelegenheit zum Kennenlernen im Kleinen: Seit 1979 gehören die Feierabendmahle am Freitagabend zum Kirchentagsprogramm. „Die Grundidee dabei ist, dass Kirchengemeinden ihre Gäste einladen und mit ihnen essen, woraus eine Art Mini-Gemeindefest entstehen kann“, sagt Koordinator Wolfgang Nebel. Die Gottesdienste stehen diesmal unter dem Bibelwort „Haltet euch selbst nicht für klug“ (Römer 12,16). „Dort geht es darum, wie Gemeinde miteinander umgeht, das passt zu den Feierabendmahlen“, sagt Nebel. 77 Kirchengemeinden und neun Kirchentags-Zentren wie das Zentrum Kinder laden ein, in Stuttgart und im Umland – von Backnang bis Sindelfingen. Zudem gibt es 15 Abendmahle in Kooperation: Dabei haben sich eine lokale Gemeinde und eine Gruppe von außen zusammengeschlossen. So feiern die Waldenser beispielsweise mit der Gemeinde in Plieningen. Für Nordlichter gibt es ein plattdeutsches Feierabendmahl in der Melanchthonkirche in Fellbach. Das Gustav-Adolf-Werk lädt mit Partnern aus Russland und Serbien in die Gedächtniskirche in Stuttgart ein und in der Markuskirche gibt es ein Abendmahl in Leichter Sprache. In Esslingen gibt es in der Stadtkirche St. Dionys ein Feierabendmahl für Pilgernde, während es in der Diakoniekirche auf der Karlshöhe in Ludwigsburg inklusiv zugeht. Musikalisch geht es zu in der Matthäuskirche in Heslach: Beim Feierabendmahl dort singen verschiedene Chöre. 

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Kluge Fragen zu rätselhaftem Buch Bei „Bibel live“, der etwas anderen Bibelarbeit, geht es um zentrale Fragen Bono bringt es auf den Punkt: „I still haven’t found what I’m looking for“ erklingt zum Auftakt des jung-dynamischen Bibellesens „Bibel live“ in der Scharrena im Neckarpark, eines von vielen württembergischen Projekten. Mit dem U2-Klassiker spricht die Ludwigsburger Bibel Live Band sicher vielen der zumeist jungen Zuschauer aus der Seele: Sie gibt einfach viele Rätsel auf, diese Bibel. „Ein geiles Buch, aber auch furchtbar kompliziert“, nennt Karsten Hüttmann vom CVJM-Gesamtverband in Deutschland die geheimnisvolle Schrift. Und auch Katharina „Haubi“ Haubold vom Bibellesebund, die mit Hüttmann auf dem Podium sitzt, gibt zu: „Ich lese seit 14 Jahren die Bibel und stoße immer wieder auf Fragen, auf die ich keine Antwort habe.“ Ähnlich geht es vielen Besuchern nach der Lektüre eines Gleichnisses aus dem Mar-

kusevangelium: Jesus rät einem reichen Mann, sein Geld den Armen zu schenken, wenn er das ewige Leben gewinnen will. Mit kniffligen Fragen bombardiert das Publikum das Duo auf der Bühne: „Warum lässt Jesus den Mann traurig weggehen?“, fragt ein Zuschauer aus Ofterdingen. „Vielleicht braucht es Zeit für ihn, um herauszufinden, was glücklich macht“, vermutet Haubold. „Kann man im Himmel denn wirklich arm oder reich sein?“, will eine junge Dame wissen. CVJM-Sekretär Kai Günther, von Moderator Dieter Braun zuvor als Joker nominiert, greift ein: „Es geht bei Jesus nicht um Reich und Arm, es gibt nur den unverlierbaren Reichtum.“ „Doch warum lässt Gott Leid zu? Warum gibt es Arm und Reich, wenn Gott es ändern kann?“, fragt eine Zuschauerin aus Rostock. Da weiß noch nicht einmal die

clevere und bibelfeste „Haubi“ die Antwort: „Egal wie sehr ich es versuche zu erklären, am Ende stecke ich da auch in einem Dilemma. Aber ich denke, dass wir manchmal Leid durchleben und aushalten müssen. Und dass es auf uns ankommt, Frank Lutz etwas zu ändern.“ 

Auch für die Menschen auf dem Podium ist die Bibel nicht immer leicht zu verstehen. Foto: Benny Ulmer

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Ein Wolfspark und zwei Häfen Kluge Ideen für die Stadtplanung von morgen Nelly, Sarah und Mia würden ihre Mittagspause in der Schule gerne anders verbringen. Deshalb haben sie ein Restaurant geplant, bei dem Erwachsene keinen Zutritt haben. Es gibt aber nur Essen, das Kindern schmeckt. Auf dem Dach der Kinderkantine steht ein Pool und eine Riesenrutsche ist auch noch auf dem Gelände. Ihre Ideen haben sie mit Pappe und bunten Mais-Marshmallows umgesetzt. Das fertige Modell steht zusammen mit vielen anderen im unteren Foyer des Unigebäudes K2 und ist Teil einer neuen Stadt – der Stadt der klugen Kinderideen. Wo und wie wollen Kinder leben? Diese Frage beantworten die kleinen Baumeis-

ter im Tun. Maria Haller-Kindler, Projektleiterin des Kinderzentrums, ist begeistert von dem Einfallsreichtum, der sich in den Modellen zeigt: Da gibt es einen Wolfspark, weil auch Tiere ihren Platz in der urbanen Welt finden sollen. Auf einem anderen Modell steht ein Windrad. Axel (10), hat ein einladendes Haus gebaut – schließlich soll jeder ein Dach über dem Kopf haben. Und Moritz (7) findet, in die Stadt gehöre auch ein Hafen für Containerschiffe. Das bringt den Güterverkehr schließlich weg von der Straße. Zwei Stunden sind die Kinder im Schnitt bei der Sache, die Materialien bekommen sie gestellt. Wer will, darf sein Modell

abends mit nach Hause nehmen. Bis Samstagabend ist das Atelier für kluge KinderDorothee Schöpfer ideen noch geöffent.  Uni Stuttgart, K2, Keplerstraße 17

Die ideale Stadt wird gerade gebaut. Foto: Werner Kuhnle

Bibelgeschichten: David wird zum König gesalbt (…) „Sind das alle deine Söhne?“, fragte Samuel, als er den siebten angesehen hatte. „Einen habe ich noch“, sagte Isai. „Aber der ist klein und von der Sonne verbrannt. Er hütet draußen unsere Schafe.“ „Ich muss ihn sehen“, sagte Samuel. Und Isai ließ seinen jüngsten Sohn von der Weide holen, David, der ein Hirte war und gern die Harfe spielte. Als David

Auf den Spuren von Martin Luther Ein strenger Lehrer, der will, dass man die ganze Zeit Latein redet und einen als Esel bezeichnet – das mögen die Kinder nicht. Da können sie es verstehen, warum sich der arme Martin Luther immer so klein gefühlt hat. Aber zum Glück findet Martin ja heraus, dass Gott die Menschen allein durch die Gnade rettet. Im „Reformationsgarten“ des ejw Heilbronn begleiten die Besucher Luther auf seinem Lebensweg: Sie bevölkern den Marktplatz von Wittenberg, sitzen als Ratsherren in Worms und sind dabei, als Luther die Bibel übersetzt. Ins Deutsche. Als Ersatz für das ungeliebte Latein.   Auf die Spuren Luthers: Freitag (15, 16, 17 Uhr), Samstag (11, 16, 17 Uhr). Zelt des ejw, Sportplätze, Mercedesstraße.

ins Haus trat, zog Samuel sein Salbhorn hervor und öffnete es. „Gott spricht: Du bist sein Erwählter“, sagte Samuel feierlich. „Du wirst einst König sein in Israel.“ So geschah es, dass David Gottes heimlicher König wurde, gesalbt von Samuel, Gottes Boten, und berührt von Gottes eigenem Geist. (…) („Biblische Grundtexte“ aus: www.martina-steinkuehler.de)

  Wer wissen möchte, wie die Geschichte von David weitergeht: Am Freitag, 15 bis 18 Uhr, gibt es im Zentrum Bibel eine Podiumsdiskussion zum Thema „David und Salomo – Fakten und Fiktionen?“, mit der Autorin Martina Steinkühler und anderen Gästen. Hospitalhof, Paul-Lechler-Saal, Büchsenstraße 33, U-Bahn/S-Bahn Stadtmitte.

Tierisch schlau – auf in die Wilhelma! Mit 9 000 Tieren gehört die Wilhelma zu den artenreichsten Zoos weltweit. Soeben umgesiedelt wurde der zwei Jahre alte Giraffen-Jungbulle Nabil (rechts). Er lebt nun in Südspanien. Die Giraffenherde hat erst im Januar Zuwachs bekommen und ist bei den Wilhelma-Besuchern immer beliebt. König Wilhelm I. ließ Mitte des 19. Jahrhunderts die Wilhelma bauen. Zu der Zeit war der Maurische Baustil in Mode. Das Paradebeispiel maurischer Baukunst war die Alhambra in Granada. Daher wird die Wilhelma auch die „Alhambra am Neckar“ genannt.Foto: Wilhelma   Speziell für Kinder gibt es am Freitag und Samstag die Führung „Tierisch schlau! Exkursion in den Zoo“. Treffpunkt ist um 14 Uhr im Zentrum Kinder, Stadtgarten, Infopunkt, Keplerstraße.

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Kultur

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Königin der Instrumente

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Lucie Panzer

zur Reformation – erfrischend und lebensnah!

Warum die Orgel gemeinhin als Königin der Instrumente bezeichnet wird, erfahren Interessierte bei einer Führung durch die Orgelsammlung der Musikhochschule. Ein Handy klingelt. Natürlich. Gerade als Volker Lutz die letzten Töne des Klangbeispiels an der italienischen Barockorgel spielt. „Der Klang ist jetzt nicht so ergreifend wie bei der Orgel“, sagt Lutz, Orgelsachverständiger der württembergischen

Die Orgelsamm­ lung der Musik­ hochschule ist vielseitig. Foto: privat

Landeskirche. Außer diesem Zwischenfall stört aber nichts die majestätischen Klänge bei diesem Orgelrundgang, der hundert Besucher angezogen hat – viel mehr, als in die Räume passen. Die Orgelführung ist ein Teil des regionalen Kulturprogramms beim Kirchentag.

Die Orgelsammlung der Stuttgarter Musikhochschule ist weltweit einzigartig. Zu der italienischen Orgel kommen unter anderem Nachbauten einer norddeutschen und einer mitteldeutschen Orgel. Mit diesen Instrumenten lernen Studenten, auf Orgeln zu spielen, die denen der Komponisten gleichen. Denn die Bauart der mitteldeutschen Orgel wirkte sich etwa auf Bachs Kompositionen aus, sagt Lutz. Bei einer französischen Orgel wird dann klar, was Volker Lutz anfangs mit der Aussage meinte: „Unsere Räume sind zu klein für diese Orgeln.“ Student Stéphane spielt los und Lutz zieht alle Register. Immer lauter und voller wird die Musik, der Klang lässt die Zuhörer zusammenfahren. Spätestens da wird klar: Den Titel „Königin der Instrumente“ trägt die Orgel völlig zu Recht.  Martin Janotta   Führung „Königin der Instrumente“: Freitag und Samstag, 11 bis 12.30 Uhr. Wandelkonzert mit Orgelmusik aus fünf Jahrhunderten: Freitag 19 bis 22 Uhr. Musikhochschule, Urbanstraße 25, Haltestelle Charlottenplatz.

„Äpfel, Linsen, Götterspeisen“ Mit Charme, Swing und einem Augenzwinkern entführt Teatro Piccolo seine Besucher in die wunderbare Welt des Al-

Auf eine Reise „jenseits von Eden“ führt Teatro Piccolo. Foto: privat

ten Testaments: „Äpfel, Linsen, Götterspeisen“ heißt das Kultstück, für das das Ensemble mit dem Bibelpreis der württembergischen Landeskirche ausgezeichnet worden ist. Wer möchte, kann sich verführen und entführen lassen – auf eine Reise „jenseits von Eden“, eine Reise durch Geschichten, die nie zu altern scheinen.   Freitag, 15 bis 17 Uhr und 20 bis 22 Uhr sowie Samstag, 11 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr, Haus 44, Theatersaal, Fritz-ElsasStraße 44, Stuttgart, Haltestelle Stadtmitte. Eintritt regulär 13 Euro; für Kirchentagsteilnehmer frei

Lucie Panzer

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Freitag

Kultur

22

David oder der Dreiklang der Religionen Trimum vereint musikalisch Juden, Christen und Muslime – Goliath als Trickfilmfigur Am Anfang ist da nur ein Mann: Er heißt David. Er nimmt Platz auf einem Thron, neben dem eine Harfe liegt. Dann füllt sich der Hegelsaal der Liederhalle allmählich. Musiker um Musiker nimmt Aufstellung, bis Chor und Orchester auf eine Größe von über 50 Personen anschwellen. Sie singen Deutsch, Hebräisch, Arabisch, streichen Cello und Geige, zupfen an der Gitarre und entlocken der Flöte betörende Töne. David war ein Mann der Musik, ein König der Klänge, ein Liebling der Frauen, ein Machtmensch und ein Weiser, der in allen drei Religionen bekannt ist. Einen Urvater der Kirchenmusik nennen ihn manche, Grund genug jedenfalls, ihm ein interreligiöses Werk zu widmen. Trimum ist ein Dreiklang der Religionen, ein Projekt, das 2012 unter dem Dach der

Internationalen Bachakademie Stuttgart entstand. Nach und nach begannen Christen, Muslime und Juden nicht mehr nur nebeneinander, sondern miteinander zu singen. Sich mit Stimme und Instrument zu ergänzen, zu beflügeln, zu bezaubern. Manchmal glaubt man im Orient zu sitzen, einem Abend aus Tausendundeinernacht beizuwohnen. Hier geht es auch um die Seele der Musik und die Vielfalt dessen, was mit ihr möglich ist. Es darf sogar gelacht werden: Das Trimum-Jugendensemble begeistert das Publikum mit einem Zeichentrickfilm, der den Kampf David gegen Goliath in den unterschiedlichsten Varianten aufgreift. Zum Piepen! Dazu wird gerasselt und getrötet, ins Horn gestoßen und getrommelt, dass es eine wahre Freude ist.

  Weitere Trimum-Veranstaltungen: Freitag, 11 Uhr, Hospitalkirche, Hospitalstraße 20; Freitag, 13.30 Uhr, Hospitalhof, Büchsenstraße 33, S-Bahn, Stadtmitte

Mit und ohne Kopftuch: interreligiöser Trimum-Chor in der Liederhalle. Foto: Benny Ulmer

„Hier gibt es keine Fremden, nur Freunde“ Beim offenen Singen auf dem Marktplatz geht Teilnehmern das Herz auf Der angekündigten Hitze des Tages entflieht am besten, wer singt. Gerade dann, wenn die Sonne am Höchsten steht. Selbst auf dem Marktplatz ist das möglich. Allerdings sind dort die Schattenplätze auf den Stufen vor dem Rathaus knapp. Wer einen ergattert, hat den freien Blick auf den Großbildschirm. Dort flackern Texte zu den Liedern auf. Zum Beispiel, wenn Clemens Bittlinger zur Eröffnung des „Offenen Singen mit dem

Liederbuch“ feststellt: „…hier gibt es keine Fremden. Hier gibt es nur Freunde, die du bisher noch nicht getroffen hast.“ Bittlinger führte durch eigene Songs und durch das Kirchentagsliederbuch.   Offenes Singen gibt es am Freitag gleich 22 Mal. In der Liederhalle und auf dem Marktplatz. In der Markuskirche in Stuttgart-Süd und im Neckarpark. Zu finden im Programm Seiten 251 bis 253.

Gegen die Sonne hilft auch ein Kirchentagsschal. Foto: Werner Kuhnle

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Film-Tipp

„Wiedersehen mit Brundibár“ Nicht schon wieder Holocaust! Das ist Einzulösen im Literatur-Café die erste Reaktion der Jugendlichen von in Deutschlands größter Christlicher Buchhandlung der Berliner Schaubühne, als sie erfahCannstatter Wasen ren, dass sie als nächstes die Kinderoper (Zelthalle 10) „Brundibár“ spielen sollen. Denn die Oper wurde einst uraufgeführt im Konzentrationslager Theresienstadt. Bei einem Besuch dort setzen sie sich dann doch mit der Geschichte auseinander. Der Film „Wiedersehen mit Brundibár“ wird am Freitag im Rahmen des Filmewww.kirchentags-buchhandlung.de abends „Dem Tod bei der Arbeit zuKirchentagsbuchhandlung /kirchentagsbuchhandlung schauen“ gezeigt, im Anschluss gibt es /BuchhandlungKTB Stugart 2015

ein Gespräch mit Regisseur Douglas Wolfsperger.   19 bis 22 Uhr, Alte Stuttgarter Reithalle, Seidenstraße 34, U9, U14 Haltstelle Berliner Platz (Liederhalle)

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Sie ganz besondere Landschaftsbilder, prachvolle Gärten, azurblaues Meer und der berühmteste Vulkan der Welt, der Vesuv. Im Preis enthalten: • Flug ab/bis Stuttgart nach Bari und zurück ab Neapel • Flughafensteuern und -gebühren (Stand Mai 2015) • Transfers Flughafen - Hafen - Flughafen • 3 Übernachtungen in einem 4**** Hotel in Apulien • 3 Übernachtungen in einem 4**** Hotel im Raum Sorrent • Täglich Frühstück und Abendessen im Hotel • Besuch Castel del Monte inkl. Eintritt und Kopfhörer • Reiseführer je gebuchtem Zimmer

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Freitag

Programmänderungen zum Kirchentag

24

Kirchentag Aktuell

Aktuelle Programmänderungen für Freitag, 5. Juni 2015 Liebe Kirchentagsgäste, das Festival des Ehrenamtes startet in den zweiten Tag. Insge­ samt sind 4307 Helfer im Einsatz, ohne die der Kirchentag nicht möglich wäre. Wir möchten an dieser Stelle allen herzlich für Ihren Einsatz danken! Zwischen interessanten Gesprä­ chen und Veranstaltungen, vollen U­Bahnen und gut besuchten Hallen gönnen Sie sich auch ab und zu eine kleine Pause in den Grünanlagen Stuttgarts (im ge­ samten Stadtgebiet gibt es über 250 Brunnen). Oder wie wäre eine Verschnaufpause bei einem „Offenen Singen mit dem Lie­ derbuch“ in der Mittagszeit von 13.30–14.30 Uhr? Wir wünschen Ihnen einen spannenden und interessanten Tag mit ausreichend Wasser im Rucksack!

11.00

14.00

15.00

Geistliches Zentrum

Theater

Podienreihe Europa in Beziehung

neu zusätzlich 14.00–15.30 Grace? Dr. Luther A Provocative Drama 3 Exposing the Effects of 500 Years of Culture on Grace Belleherst Production, San Diego/USA

15.00–18.00

Inga Krefis­Voelkel

11.00–13.00

entfällt

1

Bizeps und Bibel

I Liederhalle,

Berliner Platz 1–3

neu zusätzlich 11.00–13.00 Workshop: Leben live auf dem Laif Hof 1 Gemeinschaft auf dem ehemaligen Bauernhof Sigmund Braun, Kusterdingen

I Liederhalle,

Tagungsraum 23, Ebene 4, Berliner Platz 1–3 (492 • m29)

Podienreihe Migration und Menschenrechte

Freitag

i

10.30 Zentrum Älterwerden

p

236

f Alte Kelter

(Fellbach), Untertürk­ heimer Str. 33 (108 • U32)

Musiktheater p

214

Gespräch: Gedankenaustausch zur Bibelarbeit neu zusätzlich Christian Wulff, Bundespräsident a. D., Berlin

1

I Liederhalle,

223

Letzte Zuflucht 1 Kirchenasyl? neu zusätzlich Dieter Geerlings, Weihbischof, stellv. Vorsitzender Migrationskommission Deutsche Bischofs­ konferenz, Münster

Sie finden das Programm – ständig aktualisiert – auch in der Programmdatenbank p www.kirchentag.de/ programm und in der Kirchentags-App p www.kirchentag.de/app

10.30–11.30

p

11.00–13.00 Workshop: Männertreff –

Tagungsräume 25 + 26 + 27, Ebene 4, Berliner Platz 1–3 (492 • m29)

k

11.00–12.00

p

3

Metametic 06/15

i

I St. Fidelis,

237

Seidenstr. 41

C Stephanuskirche, Gemeindesaal, Burckhardtstr. 77 (804 • R33)

k

N Sportanlagen, Rasenplätze, Mercedesstraße (966 • R30)

575

270

f Alte Kelter

(Fellbach), Untertürkheimer Str. 33 (108 • U32)

Podium Evangelische Kirche und Messianische Juden 15.00–18.00

1DE statt jetzt

i

p

272

Was heißt: Messianisches Judentum? Landesbischöfin Ilse Junkermann Landesbischof Ralf Meister, Hannover

I Liederhalle,

Mozart­Saal, Berliner Platz 1–3 (486 • m29)

Zentrum Kulturkirche 14.30–16.00

3 statt

p

263

Schicksal, Glück und Katastrophen Prof. Dr. Karl­Josef Kuschel Prof. Dr. Hans­ Rüdiger Schwab, Kath. Hochschule Nordrhein­Westfalen, Münster

I Hospitalkirche,

p

i

neu zusätzlich 14.30–17.30 Globales Wirtschaften erleben – ein Planspiel 1 zum Mitmachen Zentrum für Management­ simulation, Duale Hochschule Baden­ Württemberg, Stuttgart

Hospitalstr. 20 (390 • m29)

Trinkwasser Innenstadt: Schlossplatz Stadtgarten

statt jetzt

Zentrum Jugend

jetzt

entfällt

1

p

Big Brother, Big Business, Big Family? Heike MacKerron Peter Sparding, Transatlantic Fellow German Marshall Fund, Washington/ USA

Zentrum Juden und Christen 15.00–18.00

1DE statt jetzt

i

p

277

Verletzt, kompliziert, vielschichtig Richard C. Schneider Gisela Dachs, Jour­ nalistin, Jerusalem

I Haus der Wirt­

schaft, König­Karl­ Halle, 2. Oberge­ schoss, Willi­Bleicher­ Str. 19 (348 • m29)

Neckarpark: Cannstatter Wasen Mercedesstraße/Messemeile Zentrum Jugend

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04.06.2015 20:29:05

Programmänderungen zum Kirchentag

5. Juni 2015

Zentrum Kirchentag Barrierefrei

Theater

entfällt

entfällt

15.00–16.30

1t

Workshop: Volles Rooohrrr …

i

I Treffpunkt

p

279

Rotebühlplatz

Thementag Leiden 15.00–18.00

p

280

Ich wünsch mir Sterben ohne Leiden jetzt ohne Petra Vetter statt Elke Baezner jetzt Prof. Dieter Birnbacher, Vizepräsident Deutsche Gesell­ schaft für Humanes Sterben, Berlin

1g

i

N Zelthalle 17,

15.00–18.00

entfällt

17.00–18.00

p

302

3

Kufuna Kifaru – Nashörner zähmen

k

C Stephanuskirche, Burckhardtstr. 77

… auch nicht mehr das, was es mal war! neu zusätzlich Michaela Frfr. v. Heereman, Theologin und Publizistin, Meerbusch

3

nationalem Sound und deutschen Texten Port London, Wetzlar

k

N Mercedes­Benz

Thementag Perspektiven demokratischer Kultur 19.30–22.00

1 statt

Theater

jetzt

i

Stuttgart, Saal T3, Siemensstr. 11 (846 • N33)

1

i

f Schwabenland­

18.30 statt 19.30–21.00

p

317

18.30–20.00 Feierabendmahl mit

2

den Waldensern

bi

a Martinskirche (Plieningen), Mönchhof 3

p

301

3

Leidenschaft, Inspiration, Lebensfreude Lothar Kosse, Rösrath

k

a St. Georg,

Feierabendmahl statt 19.30–21.00 p jetzt 19.00–20.30 k A Pauluskirche (Hegnach), Kirch­ str. 9, Waiblingen

316

f Lutherkirche (Fell­ bach), Kirchplatz 1, (528 • U32)

20.30–22.00

p

318

Gehörtwerden oder Selbermachen? Prof. Dr. Wolfgang Huber Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, Darmstadt

N Straßenbahnwelt, Große Halle, Veielbrunnenweg 3 (816 • Q31)

20.00–22.30

p

321

3

statt jetzt

Nacht der Lieder Glasperlenspiel Mrs. Greenbird, Köln

i

N Hanns­Martin­

p

327

3

Volviendo

i

C Stephanuskirche, Burckhardtstr. 75

Freitag, Samstag 21.00 Gute-Nacht-Cafés entfällt

A Martinskirche (Kornwestheim), Kirchstr. 9

neu zusätzlich I Kompass, Dia­ konische Beratungs­ stelle, Hospitalstr. 15 (m29)

C Andreäkirche, Gruppenraum, Andreästr. 15 (132 • R32)

Schleyer­Halle, Arena, Mercedesstraße (324 • Q31)

Ludwigsburg, Stadtkirchenplatz

Musiktheater entfällt 19.00–21.00 Credo

a Theaterhaus, Siemensstr. 11

neu zusätzlich 20.00–21.30 Heilung und Versöhnung in Ostasien 2 Deutsch-koreanischjapanisches Feierabendmahl

A Ev. Stadtkirche

Heilbronner Str. 133

3

424

Gottesdienst feiern

entfällt 17.00–18.00

p

entfällt

Großkonzerte

19.00

Rock und Pop

i

20.00

Gottesdienst feiern

17.00

statt Samstag 16.30–18.00 jetzt 20.30–22.00 Singen ist Glückssache 3

sk

jetzt

halle Fellbach, Hölder­ linsaal, Tainer Str. 7 (696 • U32)

Museum, Open­Air­ Bühne

Gospel

Jazz, Folk und Blues

neu zusätzlich 18.00–19.00 a Wallmerkirche (Untertürkheim), b Wallmerstr. 63 (900 • S30)

286

315

19.30

Feierabendmahl

a Theaterhaus p

p

19.00–20.00 Popmusik mit inter-

18.00

Podienreihe Streit um die Familie

20.30

Rock und Pop

neu zusätzlich 18.00–20.00 Anders als du glaubst Berliner Compagnie 3

Ehemaliger Güterbahnhof (954 • Q31)

25

p

314

Kirchentag aktuell Herausgegeben vom 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag Verantwortlich: Silke Lechner Redaktion:

Inga Krefis­Voelkel

Änderungserfassung: Julia Gundlach, Franziska Opitz, Miriam Stolz Layout und technische Realisierung: Hilke Barenthien, Thomas Walk

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04.06.2015 20:29:16

Freitag

Typisch schwäbisch

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[Für 'Eiheimische und 'Rei:gschmeckde]

Schöne Aussichten Zweimal 174 Stufen, 48 Spiralseile, jedes nur 18 Millimeter dick, und vier Plattformen: Mehr braucht der filigrane Turm im Höhenpark auf dem Killesberg nicht, um 2230 Menschen eine schöne Aussicht zu bieten. Zwar schwankt die geniale Konstruktion von Jörg Schlaich auf der obersten Plattform merklich, aber der 360-GradBlick ins Land ist einmalig. Wer nicht schwindelfrei ist: Die Parkanlage mit dem Tal der Rosen, den Wasserspielen und den Restaurants sieht man von unten ganz genauso gut. 

cl/Foto: Stuttgart-Marketing

  U-Bahn, Haltestelle Killesberg

„Ebbes Guats!“ – Schwäbische Esskultur Auf zum Gaisburger Marsch „Grombieraschnitz ond Spätzla“ sagen die Schwaben, „Verheierte“ die Badener. Beide meinen einen Gaisburger Marsch. Alles klar? Man nehme Kartoffeln und Spätzle in einer kräftigen Fleischbrühe mit Gemüse und Tafelspitz dazu. Darüber dann gebräunte Zwiebelringe. So sind Kartoffelstücke ( Grombieraschnitz) und Spätzle miteinander verheiratet – also „verheiert“. Dies ist ein uraltes Gericht im Süden. Die Legende erzählt, dass sich früher die immer hungrigen Kadetten in Stuttgart jeden Tag zum gemeinsamen Gang in die Gaisburger Vorstadt aufmachten, wo es dieses Gericht preiswert gab – also: „Auf zum Gaisburger Marsch“. Eine Legende – aber eine sehr wohlschmeckende. 

Jürgen Kaiser Foto: Stuttgart-Marketing

Schwäbisches Wörterbuch Interessante Feinheiten besitzt auch die schwäbische Grammatik: Ein Relativpronomen wird gern durch „wo“ ersetzt. So ist der Mann, der bei Mercedes angestellt ist, einfach der „Mo, wo beim Daimler schafft“.

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Die Sprecherin des »Wort zum Sonntag« und Predigerin beim Abschlussgottesdienst des Kirchentags 2015 findet Gott auch im Alltag zwischen Wäschebergen und dem »Tatort« am Sonntagabend.

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Typisch schwäbisch

5. Juni 2015

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???????????????????? Wussten Sie, dass ... … 1950 im damaligen Stuttgarter Neckarstadion (heute Mercedes-Benz Arena) das erste deutsche Nachkriegs-Länderspiel stattfand? Die Partie gegen die Schweiz verfolgten 103 000 Zuschauer – Rekordkulisse. Das Tor zum Endergebnis von 1 : 0 schoss Herbert Burdenski durch einen Handelfmeter. Das Foto zeigt den deutschen Angreifer Max Morlock bei einem Kopfball.  fb/Foto: Picture-alliance

Berühmte Stuttgarter Gottlieb Daimler kennt hierzulande jedes Kind. Daimler entwickelte den ersten schnelllaufenden Benzinmotor und das erste vierrädrige Kraftfahrzeug mit Verbrennungsmotor. Die Autos der Marke Mercedes stehen weltweit für schwäbische Wertarbeit. Geboren wurde Daimler in Schorndorf, aber er ist in Stuttgart begraben: auf dem Uff-Kirchhof in Bad Cannstatt. 

Stuttgarter Gasthaus auf dem Schlossplatz Freitag Mit „Stuttgarter Viertele“ ist das Programm des Stuttgarter Gasthauses überschrieben. Die Programmpunkte dauern genau eine Viertelstunde. 10.45 Uhr Drei-Kirchen-Partnerschaft, drei Bischöfe: Frank Otfried July (Württemberg), ein Vertreter der Mitteldeutschen Kirche, Milos Klátik (Slowakei) 11.45 Uhr Regionale Kultur: Mensch, wohin?, Kreuz und quer 12.15 Uhr Regionale Kultur: Erzählte Stadt, NachtLichtSpiel 12.45 Uhr Tanz der Folkloregruppe des Kinderheims Nethanja (Indien) 14.45 Uhr Alpa Yuraq und Kinderwerk Lima (Peru) 15.15 Uhr Handy und Rohstoffgerechtigkeit 15.45 Uhr Bildung in Burkina Faso 16.15 Uhr YANBU (Burkina Faso) und TonArt7 (Kernen) 16.45 Uhr Überleben inmitten einer Epidemie: Wie sich Frauen in Liberia mit Ebola auseinandersetzen 17.15 Uhr Erfahrungen internationaler Freiwilliger in Deutschland 17.45 Uhr Regionale Kultur: Atelierkirche, Nach(t)klang Außer Reden und Diskussionen gibt es im Gasthaus auch was zu essen: auf jeden Fall immer Maultaschen – auch vegetarisch – in der Brühe und Kartoffelsalat, am Freitag außerdem Schweinebraten mit Sauce (auf Schwäbisch „Soß“), schwäbischem Krautsalat und Weckle.

nm/Foto: Picture-alliance

Impressum

KIRCHENTAGS    Kostenlose Verteilzeitschrift für den 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart erscheint im Verlag

Herausgeberin:

Das KIRCHENTAGSmagazin wird durch die großzügige Unterstützung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und der Wüstenrot Stiftung ermöglicht.

Evangelische Gesellschaft Stuttgart e. V. Verlag: Evangelische Gemeindepresse GmbH Redaktion: Franciska Bohl (fb), Cornelie Class-Hähnel (cl), Nicole Marten (nm), Alexander Schweda (as), Andreas Steidel (st), Petra Ziegler (pz, V. i. S. d. P.) Grafik & Lauyout: tebitron gmbh, Gerlingen Anzeigen Anzeigengemeinschaft Süd Postfach 10 02 53, 70002 Stuttgart www.anzeigengemeinschaft.de Verantwortlich für Anzeigen/Werbebeilagen Wolfgang Schmoll

Postanschrift und Leserservice: Evangelisches Gemeindeblatt für Württemberg Augustenstraße 124 70197 Stuttgart Telefon: 0711 / 60 100-74 E-Mail: [email protected]

Geschäftsführer: Frank Zeithammer Druck: Bechtle Druck & Service, 73730 Esslingen, Zeppelinstraße 116 Beilagenhinweis: Unsere Ausgabe enthält zwei Beilagen: „camino. im Verlag KBW GmbH, Stuttgart“ und „Stiftung Deutsche Bibelgesellschaft/Weltbibelhilfe, Stuttgart“.

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Öffnungszeiten während des Kirchentags: Mittwoch 13 - 17 Uhr Donnerstag 10:30 - 19 Uhr Freitag 10:30 - 19 Uhr (15 - 18 Uhr Veranstaltung im bibliorama) Samstag 10:30 - 19 Uhr Sonntag geschlossen Kirchentagsteilnehmende haben freien Eintritt.

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