Klaus Straube

Klaus Straube

„Concerto mobile“ - Musiker Klaus Straube Der musikalische Leiter des Freien Theaters Bayreuth ist ein vielseitiger Künstler im Bereich des Musiktheat...

325KB Sizes 0 Downloads 3 Views

Recommend Documents

Nachruf Straube Helmut - Bayerische Akademie der Wissenschaften
für Afrikanistik und Völkerkunde an der Universität München, im 61. Le- bensjahr nach ... Vortrag über „die Stell

Klaus J - Dr. Klaus Jürgen Becker
anarchistisch-utopistische Kommunistische Arbeiterpartei Deutschlands (KAPD), ... als die Parteimehrheit den Beitritt zu

Bruder Klaus
Bruder Klaus zum Gespräch getroffen. Dieses Jahr feiern wir den 600. Geburts- tag von Niklaus von Flüe. Mystiker – M

Klaus Baltzer zum Gedenken Klaus Baltzer, Professor emeritus für
06.09.2017 - Klaus Baltzer, Professor emeritus für alttestamentliche Theologie in der Evangelisch- ... wurden Gerhard v

Marlene Lichtenberg - Klaus Billand
Marlene Lichtenberg. Mit meiner Stimme möchte ich wie mit einem Geschenk die Menschen erreichen. Mit der Mezzosopranist

Interview Klaus-Peter Koepping
Schule, die auch Arbeiterkinder annahm. Es gab eine Aufnahmeprüfung, und so entschied er praktisch, wen er in der. Schu

Klaus Wagner - papageienwagner
Kongo-Graupapagei. Foto: K. Wagner. Eine ganz beachtliche Palette an Arten, wozu man als Züchter natürlich ein großes

PDF Download - Klaus Luger
Investor und. Immobilientwickler in der Linzer Altstadt. • Finanzvorstand der Austria Milch- und. Fleischvermarktung (

Untitled - Modeagentur Klaus
Der Herbst 2017 bei MARC AUREL sorgt für Überra- schungen! Unter dem Motto: »Authentische Looks für authentische Fra

Lieb mich! - Klaus Witting
Schultaschen landen auf dem Boden, Stühle werden umgestoßen. Der Klassenraum ist in sekundenschnelle leer. Stella ist

„Concerto mobile“ - Musiker Klaus Straube Der musikalische Leiter des Freien Theaters Bayreuth ist ein vielseitiger Künstler im Bereich des Musiktheaters. Er arbeitete bereits als Dirigent für Oper, Operette, Musical und Konzert; Pianist für Liederabende mit Werken von der Renaissance bis zur Moderne; Übersetzer, Bearbeiter, Rekonstrukteur, Arrangeur zahlreicher Werke unterschiedlichster Stilrichtungen und ist seit langer Zeit auch als Regisseur tätig. In Mannheim geboren, studierte er an den Musikhochschulen Mannheim und Saarbrücken die Fächer Dirigieren (Prof. Siegfried Köhler), Klavier (Prof. Adrian Aeschbacher und Martin Galling), Komposition (Clemens Krämer), Gesang, Orgel, Flöte und Musiktheorie. Seine Studien vervollständigte er als Assistent von P. Boulez und A. Sumski beim Internationalen Jugendfestspieltreffen in Bayreuth, als Stipendiat bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt (bei Stockhausen, Boulez, Maderna, Ligeti). Hier nahm er auch an der Hauptarbeitstagung des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung als Komponist und Interpret teil. Beim Internationalen Musikseminar in Weimar absolvierte er den Meisterkurs für Dirigieren bei Prof. Avid Jansons und für Chanson bei Gisela May. Seine berufliche Laufbahn begann er als Kapellmeister am Stadttheater Koblenz, danach wechselte er als 1. Kapellmeister an die Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld-Mönchengladbach, bevor er als Musik-direktor ans Stadttheater Lüneburg engagiert wurde. Von dort ging er als Musikalischer Oberleiter ans Theater Hof für über 10 Jahre. 2003 inszeniert und leitet er an seinem “alten” Haus die NestroyParodie “Tannhäuser und die Keilerei auf der Wartburg”, die wegen großem Erfolg in der Spielzeit 2003/2004 wiederaufgenommen wird. 2002 bis 2003 war er als 1. Kapellmeister und stellvertretender GMD am Mainfrankentheater in Würzburg. Gastspielverpflichtungen führten ihn an das Theater des Westens, Berlin; das Theater Detmold; die Staatstheater Saarbrücken und Hannover. Die Bad Gandersheimer Domfestspiele verpflichteten ihn 1986-1990 als ihren musikalischen Leiter, in gleicher Funktion ging er 1990-1996 an das Theater BadenBaden und 1996-2002 zu den Etlinger Schloßfestspielen, wo 2002 die Aufführung des Musicals “Hair” unter seiner Stabführung stattfand. Seit 1987 dirigierte er einige Jahre an der Pocket-Opera Nürnberg, 1999/2000 am Metropoltheater München “Falsettos”, 1997 dirigierte er das Neujahrskonzert in Dresden und inszenierte und dirigierte das Musical “Chicago” am Theater in Coburg. Zahlreiche Gastspiele führten ihn u. a. in die Metropolen Hamburg, München, Frankfurt, Köln, Zürich und ins Bregenzer Festspielhaus. Höhepunkte in Straubes künstlerischer Laufbahn waren 1984 die deutschsprachige Erstaufführung der RSC-Fassung von Gilbert/Sullivans “Pirates of Pensence”in eigener Übersetzung, Regie, Ausstattung und musikalischer Leitung; 1993 die Pressebüro NET – www.pressebüro.net

Rekonstruktion und Aufführung der ältesten erhaltenen deutschen Oper “Seelewig” des Barockkomponisten T. von Staden in eigener Inszenierung, Ausstattung und musikalischer Leitung am Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth, eine Produktion, die vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnitten wurde; 1995 die “Ariadne auf Naxos” von Richard Strauss im neuerbauten Theater Hof; die Berliner (Ur)fassung des “Fliegenden Holländers” von Richard Wagner zum ersten Mal überhaupt und die kontinentale Erstaufführung des Musicals “Mobby Dick”, wiederum in eigener Übersetzung und musikalischer Leitung. Weiter gipfelstürmende Höchstleistungen: die Besteigung von neunzehn 4000ern in den Alpen, etlichen 4- und 5000ern in Südamerika und Asien – im Himalaja am 7. Februar 1992 den Island Peak mit einer Höhe von 6189m. Kleineres gelingt ihm als begeistertem Hobbykoch am heimischen Kochherd.

Steffen Schmidt (Bariton)  Geboren am 28.12.1985  1991-1995 Besuch der Grundschule in Münchberg  1995 Übertritt auf das Gymnasium, Eintritt in den dortigen Schulchor  Erste Erfahrungen mit dem Musiktheater  Diverse Soli im Schulchor  Seit 2003 Gesangsunterricht bei dem Tenor James Clark  Mitwirkung in mehreren Chören  2006 Preisträger bei „Jugend musiziert“ in der Kategorie „Duo Kunstlied“  Solistisches Mitwirken bei Chören in Kulmbach, Bayreuth, Marienweiher, u.a.  Auftritt im Theater Hof im Rahmen des Mozartjahres 2006  Zusammenarbeit mit Pianisten und Dirigenten wie Norbert Neukamp, John Groos und Klaus Straube  2007-2009 Besuch der Berufsfachschule für Musik Kronach  August 2008 Workshop für Gesang unter der Leitung von Klaus Straube (musikal. Leitung) und Barbara Baier (Gesang)  seit Februar 2009 Mitglied im Opernstudio Oberfranken  Juli 2009 Operndebüt als Don Basilio in „Der Barbier von Sevilla“ (G. Rossini)  August 2009 Rollendebüt als Aeneas („Dido and Aeneas“ – H. Purcell) unter der musikalischen Leitung von Klaus Straube

Pressebüro NET – www.pressebüro.net

Weitere Informationen: www.schmidt-steffen.com

Lieder

Giulio Caccini:

“Amarilli” (ital.)

Giulio Caccini:

“Tu ch‟ai le penne” (ital.)

Giulio Caccini:

“Ave Maria” (ital.)

Francesco Durante:

“Danza, danza, fanciulla gentile” (ital.)

Luigi Denza:

“Funiculì, Funiculà” (ital.)

Giuseppe Giordani:

“Caro mio ben” (ital.)

Teodoro Cottrau:

“Santa Lucia” (ital.)

Vincenzo Bellini:

“Dolente immagine” (ital.)

Ernesto de Curtis:

“Torna a Surriento” (ital.)

Alessandro Scarlatti:

“Già il sole dal Gange” (ital.)

Alessandro Scarlatti:

“O, cessate, di piagarmi” (ital.)

Alessandro Stradella:

“Pietà, Signore” (ital.)

Antonio Caldara:

“Come raggio di sol” * (ital.)

Giovanni Battista Bononcini:

“Per la gloria d‟adorarvi” (ital.)

Francesco Paolo Tosti:

“‟A vucchella” (ital.)

Francesco Paolo Tosti:

“Marechiare” (ital.)

Francesco Paolo Tosti:

“La serenata” (ital.)

Francesco Paolo Tosti:

“Ideale” (ital.)

Agustin Lara:

“Granada” (span.)

Gerhard Winkler:

“Die Capri-Fischer“ (dt.)

Gerhard Winkler:

„Chianti-Lied“ (dt.)

Eduardo di Capua:

“O sole mio” (ital.)

Alessandro Stradella:

“Pietà, Signore” (ital.)

Giovanni Battista Pergolesi:

“Se tu m‟ami” (ital.)

Antonio Caldara:

“Sebben crudele” (ital.)

Stanislao Gastaldon:

„Musica proibita” (ital.)

Salvatore Cardillo:

“Core „ngrato” (ital.)

Adolphe Adam:

„Minuit Chrétiens“ (Cantique de Noël) (frz./dt./engl./schwed.)

Pressebüro NET – www.pressebüro.net

Ludwig van Beethoven:

“Adelaide” * (dt.)

Ludwig van Beethoven:

„In questa tomba oscura“ (ital.)

Franz Schubert:

“Ständchen” (dt.)

Franz Schubert:

„Leiermann“ (dt.)

Franz Schubert:

„Der Lindenbaum“ (dt.)

Franz Schubert:

„Gute Nacht“ (dt.)

Franz Schubert:

„Das Wandern“(dt.)

Franz Schubert:

„Erlkönig“ (dt.)

Franz Schubert:

„Heidenröslein“ (dt.)

Franz Schubert:

„Ave Maria“ (dt. und lat.)

Giulio Caccini:

„Ave Maria“ (lat.)

J.S. Bach /Charles Gounod:

„Ave Maria“ (lat.)

César Franck:

„Panis angelicus“ (lat.)

Robert Schumann:

„Du bist wie eine Blume“ (dt.)

Robert Schumann:

„Ich grolle nicht“ (dt.)

Robert Schumann:

„Wenn ich in deine Augen seh‟“ (dt.)

Robert Schumann:

„Aus meinen Tränen sprießen“ (dt.)

Robert Schumann:

„Der Himmel hat eine Träne geweint“ (dt.)

Robert Schumann:

„Widmung“ (dt.)

Hugo Wolf:

„Verborgenheit“ (dt.)

Hugo Wolf:

„Der Gärtner“ * (dt.)

Johann Friedrich Reichardt:

„Der Erlkönig“(dt.)

Georg Neumark:

„Wer nur den lieben Gott lässt walten“ (dt.)

Joachim Neander:

„Lobe den Herren“ (dt, dän. und schwed.)

Karl Friedrich Zelter:

„Der König von Thule“ (dt.)

Friedrich Silcher:

„So nimm denn meine Hände“ (dt.)

Friedrich Silcher:

„Ännchen von Tharau“ (dt.)

Friedrich B. Beneken:

“Wie sie so sanft ruh‟n” (dt.)

Jean Sibelius

„Svarta rosor“ (schwed.)

Traditionell

„Ack Värmeland, du sköna“ (schwed.)

Martti Hela

„Jeesuksesta laulan“ (finn.)

Oscar Ahnfeld

„Päivä vain ja hetki“ (finn.)

Heinrich Albert/Ruotsissa

„Herraa hyvää“ (finn.)

Ilkka Kuusisto

„Kosketa minua, Henki“ (finn.) Pressebüro NET – www.pressebüro.net

Sofie Lithenius

“Ilta on tullut, Luojani” (finn.)

Benjamin Britten:

“Sally gardens” (engl.)

Ralph Vaughan Williams:

„The Vagabond“ (engl.)

Ralph Vaughan Williams:

“Let beauty awake” (engl.)

Adrew Lloyd Webber:

“Memory” (aus dem Musical Cats) (engl.)

Traditional:

„Amazing grace“ (engl.)

Traditional:

„Greensleeves“ (engl.)

John Francis Wade:

„Adeste Fideles“ (lat. und dt.)

Georg Friedrich Händel:

„Tochter Zion“ (dt.)

Kurt Weill:

“Moritat von Mackie Messer” (dt.)

Oper (Rollen)

Gioacchino Rossini

„Der Barbier von Sevilla“ – Don Basilio (dt.)

Henry Purcell

„Dido and Aeneas“ – Aeneas (engl.)

Oper (Arien)

Claudio Monteverdi:

„Tu se‟ morta“ aus L’Orfeo (ital.)

Georg Friedrich Händel:

„Ombra mai fu“ aus Xerxes (ital.)

Wolfgang Amadé Mozart:

„Der Vogelfänger bin ich, ja“ aus Die Zauberflöte (dt.)

Wolfgang Amadé Mozart:

„Ein Mädchen oder Weibchen“ aus Die Zauberflöte (dt.)

Wolfgang Amadé Mozart:

„Wer ein Liebchen hat gefunden“ aus Die Entführung aus dem Serail (dt.)

Wolfgang Amadé Mozart:

„Deh, vieni alla finestra“ aus Don Giovanni (ital.)

Giuseppe Verdi:

„Di provenza il mar, il suol” aus La Traviata (ital.)

Giuseppe Verdi:

“Alla vita, che t‟arride” aus Un ballo in maschera (ital.)

Giuseppe Verdi:

“Alzati.... Eri tu” aus Un ballo in maschera * (ital.)

Giuseppe Verdi:

“Cortigiani, vil razza” aus Rigoletto (ital.)

Gioacchino Rossini:

“La calunnia” aus Der Barbier von Sevilla (dt. und ital.)

Gioacchino Rossini:

“Largo al factotum” aus Der Barbier von Sevilla (ital.)

Umberto Giordano:

“Nemico della patria” aus Andrea Chénier * (ital.)

Ruggiero Leoncavallo:

“Si può, si può...” aus I Pagliacci (ital.) Pressebüro NET – www.pressebüro.net

Richard Wagner:

“Blick ich umher” aus Tannhäuser (dt.)

Richard Wagner:

„Lied an den Abendstern““ aus Tannhäuser (dt.)

Georges Bizet:

„Votre Toast… Toréador en garde“ aus Carmen (dt.)

Peter I. Tschaikowsky :

“Kogda by shiz‟n” aus Eugen Onégin (russ.)

Engelbert Humperdinck:

„Ach wir armen Leute“ aus Hänsel und Gretel (dt.)

Charles Gounod:

„Avant de quitter ces lieux“ aus Faust (frz.)

Oper (Duette, Terzette, etc.)

Wolfgang Amadé Mozart:

„Pa, pa, pa, pa“ aus Die Zauberflöte (dt.)

Wolfgang Amadé Mozart:

„Schnelle Füsse“ aus Die Zauberflöte (dt.)

Wolfgang Amadé Mozart:

„Là ci darem la mano“ aus Don Giovanni (ital.)

Wolfgang Amadé Mozart:

„Giovinette, que fate“ aus Don Giovanni (ital.)

Wolfgang Amadé Mozart:

“Bei Männern welche Liebe fühlen” aus Die Zauberflöte (dt.)

Georges Bizet:

„Au fond du temple saint“ aus Les pêcheurs des perles (frz.)

Johann Strauß:

„Take, take, tak….“ aus Eine Nacht in Venedig (dt.)

Franz Léhar:

„Lippen schweigen“ aus Die lustige Witwe (dt.)

Musical

Andrew Lloyd Webber:

„All I ask of you“ aus Das Phantom der Oper (engl.)

Andrew Lloyd Webber:

“Memory” aus Cats (engl.)

Leonard Bernstein:

“Maria” aus West Side Story (engl.)

Mitch Leigh:

“The impossible dream” aus Man of la Mancha (engl.)

Messe/Oratorium

Ludger Arens:

Bariton-Solo (Missa brevis) (lat.)

Joseph Haydn:

Tenor-Solo in Missa Brevis (lat.)

Carl Orff:

Bariton-Solo in Carmina Burana (lat.) *

* in Vorbereitung

Pressebüro NET – www.pressebüro.net

AUS DEM CHOR IN DIE OPER Der junge Münchberger Steffen Schmidt hat sich vom Sänger im Schulchor bis auf die Bühne der Opern gemausert. Wir sprachen mit ihm über seine Anfänge, seinen derzeitigen Erfolg und über die geplanten Projekte.

Singen ist nicht das Hobby, das jeder betreibt. Wie kommt man dazu und war es damals schon klar, welchen erfolgreichen Weg Ihre Karriere nehmen wird? Nein, absolut nicht. Eigentlich war ich anfangs gegen den Chorbeitritt zumal ich in der Grundschule zweimal vorsingen musste, um überhaupt in den Chor zu kommen, aber ein Freund hat mich schließlich überredet und so bin ich mit 17 Jahren dem Schulchor beigetreten. Das Singen hat mich dann jedoch sehr schnell fasziniert, da es einfach pures Glücksgefühl ist sich musikalisch auszudrücken und so kam ich schließlich zum Gesangsunterricht beim Tenor James Clark. Sie singen als ‚Bariton’. Wer trifft diese Einstufung und was ist ein ‚Bariton’ genau? Der ‚Bariton’ ist die Tonlage zwischen Tenor und Bass. Es gibt gewisse Grenzen für den jeweiligen Stimmumfang und diese Grenzen merkt man zum einen selbst und zum anderen auch der Gesangslehrer. Ich selbst singe den Bariton in hoher Lage, deshalb bevorzuge ich das französische Repertoire, da dieses generell höher liegt. Sie haben mit Ihrem Können bereits einige Preise gewonnen, wie bei ‚Jugend musiziert’. Haben Sie nie daran gedacht die Berufslaufbahn des Sängers einzuschlagen? Doch schon, aber es ist schon eine sehr idealistische Vorstellung, da es selbst für studierte Sänger sehr schwer ist damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Darum werde ich auf jeden Fall zunächst meine Ausbildung als Erzieher weiterführen. Hier ist es auch toll mit den Kindern zu singen und das bringt ungemeine Freude. Falls ich aber einmal ein Angebot bekäme, an einer Oper beispielsweise angestellt zu werden, so würde ich sicher zusagen! Sie haben eben Herrn Clark erwähnt. Haben Sie weitere Gesangslehrer? Wie gestaltet sich die Arbeit mit solchen Persönlichkeiten? Nunja, James Clark ist einfach genial! Er hat Ahnung vom Fach. Er kann einem einfach Technik nahe bringen, hat die nötige Erfahrung und kann mich so gezielt unterstützen, ebenso wie Klaus Straube, den ich 2008 bei einem Workshop kennen lernte. Seitdem arbeite ich mit ihm intensiv zusammen. Er selbst ist Dirigent und Pianist und verhalf mir auch zu meiner zweiten Rolle, den ‚Aeneas’. Er weiß, wie man Pressebüro NET – www.pressebüro.net

richtig gestaltet und den Ausdruck richtig rüberbringt. Vor allem in der Interpretation ist er eine große Hilfe! Sie haben bereits eine Opernrolle angesprochen. Sie sind seit Anfang 2009 beim Opernstudio Oberfranken engagiert. Wie kam es dazu? Ich habe mich schlichtweg auf ein Ausschreiben für die Rolle des ‚Don Basilio’ beworben. Ich musste gar nicht so viel vorsingen und hatte die Rolle dann. Meine erste Opernrolle übrigens - und es macht tierisch Spaß! Vor Allem das Schauspiel auf der Bühne bereitet mir große Freude. Sie singen bekanntlich vornehmlich Werke der Klassik. Weshalb gerade dieses Genre? Ich habe mit 16 Jahren meine erste Oper besucht und war sofort begeistert. Die Klassik hat für mich einfach einen besonderen Reiz! Außerdem kann diese Stücke nicht jeder singen, da oftmals das entsprechende Talent, gerade für den klassischen Gesang, fehlt. Auch die Themen der Klassik, wie Liebe, Eifersucht und Tod sind heute noch immer so aktuell wie damals. Sie treten bereits seit einigen Jahren auf. Wie hat das angefangen und was ist das für ein Gefühl? Begonnen hat alles mit 18 Jahren bei einem Musikabend des Gymnasiums Münchberg. Seitdem singe ich Konzerte. Schon mit 19 Jahren hatte ich dann meinen ersten großen Soloabend, was sich dann glücklicherweise so fortsetzte. Es ist einfach toll, wenn der Gesangsunterricht nicht ‚um sonst’ war, und man sein Talent nicht unter der Dusche vertut (lacht), sondern wenn man sich präsentieren kann und dafür Anerkennung erhält – das ist einfach cool! Sie haben bereits die Opernrolle des „Aeneas“ erwähnt, können Sie dies ein wenig erläutern? Zu der Rolle des ‚Aeneas’ bin ich durch Klaus Straube gekommen den ich bei besagtem Workshop kennen gelernt habe und er hat mir eigentlich die Rolle angeboten, da ich seiner Meinung nach die Idealbesetzung wäre - da habe ich natürlich sofort „Ja“ gesagt! Es ist aber sehr viel Heimarbeit, da man vor Allem den Text und die Noten auswendig können muss. Wobei mir das Textlernen sehr leicht fällt, da ich es mir gut merken kann. Hier ist es selbstverständlich, dass man auch weiß was man singt. Und das Schöne ist, Opern sind keine so enorme Belastung für die Stimme wie Konzerte, da öfters Singpausen für jeden Einzelnen vorkommen. Außerdem ist es klasse, einfach mal in eine andere Rolle zu schlüpfen und diese zu verkörpern. Am liebsten sind mir komplett andere Charaktere als ich selbst, aber man erkennt sich oftmals in diversen Rollen wieder. Ein interessanter Teil sind die Arien, wo die Handlung stoppt und der Charakter seine Gefühle schildert. Dies ist besonders bewegend. Sie haben gesagt, man muss verstehen, was man singt. Nun sind die meisten Werke ja aber nicht in Deutsch geschrieben… Ja, ganz klar. Durch die diversen Werke die ich bisher gelernt habe konnte ich mir auch einige Sprachen sängerisch aneignen: Natürlich Italienisch, das ist selbstverständlich, aber ich singe mittlerweile auch Spanisch, Französisch, Schwedisch und Russisch! Alles dank der Oper!

Pressebüro NET – www.pressebüro.net

Sie haben nun neben der Opernrolle auch die Arien angesprochen, welche Sie bei Ihren Konzerten singen. Welche Richtung reizt Sie am meisten? Das ist schwer. Es ist alles reizvoll. Eine Opernrolle ist natürlich besonders schön und reizvoll, da sie auch längerfristig ist. In einem Konzert kann man jedoch ein breites Spektrum erfassen – von Barock bis zur Moderne – und man ist auch nicht so musikgeschichtlich angebunden. Sie kommen aus Münchberg, treten aber bereits sehr überregional auf? Ja, das ist besonders schön: überall ein wenig auftreten ist immer schön! So kann ich in meiner kurzen Laufbahn bereits das Hofer Theater (im Rahmen des Mozartjahres) oder sogar das Neue Schloss in Bayreuth erwähnen. Nun steht aber erstmal ein regionales Konzert auf dem Plan. Das ‚Concerto mobile’. Woher der Name, was genau verbirgt sich dahinter und auf was kann man sich freuen? Ja, das wird toll: Der MünchBürger e.V. hat bereits ein Konzert in der Aula des Gymnasiums Münchberg veranstaltet und wird auch dieses wieder organisieren. Diesmal wird es im Autohaus Schnurrer in Münchberg stattfinden, deshalb auch ‚mobile’. Herr Schnurrer hat mich damals im Stoffwerk gehört und war so begeistert, dass er uns diese Option ermöglichte. Aber wie kommt man dazu es im Autohaus zu veranstalten? Das ist schon sehr außergewöhnlich. Das ist wahr, aber genau das gefällt mir: So abstrakt es auch scheint, das Autohaus ist nahezu perfekt. Es ist ein fast neutraler Ort, wo man einfach mal hingehen kann und bietet so eine optimale Einstiegsmöglichkeit für alle, die bisher noch Vorurteile gegenüber den düsteren Opernhäusern haben. Bereits das Konzert im Stoffwerk war etwas anderes. Ich bekam hierfür bereits durchweg nur positive Rückmeldungen. Also muss es einfach eine Fortsetzung geben. Das Autohaus bietet in diesem Fall eine lockere Atmosphäre, wird aber dennoch nicht zu unseriös. Sie haben eben die Vorurteile erwähnt. Wie haben Sie die Einstellung der Gesellschaft zu Opern wahrgenommen und wie könnte man junge Leute dafür begeistern? Ja, es ist schwer, viele halten das ‚Opernzeugs’ für altmodisch, was aber allein von den Themen her gar nicht stimmt. Die Themen sind nach wie vor aktuell! Ich möchte einfach etwas Neues ausprobieren. Ich unterhalte mich auch gerne mit jungen Leuten über dieses Thema und versuche sie dafür zu begeistern oder zumindest Vorurteile abzubauen, hier sind natürlich so Aktionen wie das ‚Concerto mobile’ erstklassig geeignet. Was in meinen Augen ein großer Anreiz wäre, die Jugendlichen dafür zu begeistern, wäre schlichtweg die Zusammenarbeit mit einer Rockband. Gibt es jetzt bereits eine bevorzugte Location wo es Ihnen am meisten zusagt? Oh, das ist schwer zu sagen, ich habe Spaß an jeder Location und bin da auch sehr experimentierfreudig! Zum Beispiel sang ich schon einen Liederabend der Romantik welcher in einem alten Bergwerk organisiert war. Das passt natürlich ausgezeichnet. Wenn es vom Konzept her zusammenpasst, kann man fast alles machen! Was für ein Gefühl ist es auf der Bühne bejubelt zu werden? Das ist ein einmaliges Gefühl! Der Applaus, aber besonders die ‚Bravo!’-Rufe sind einfach die größte Anerkennung und mit Geld fast nicht aufzuwiegen. Pressebüro NET – www.pressebüro.net

Das Publikum bedeutet Ihnen also auch sehr viel? Selbstverständlich, sogar sehr! Vor Allem bei den Opern ist es mir sehr wichtig, dass sie nachvollziehbar präsentiert werden. Das ist auch das Problem vieler moderner Operninszenierungen, dass einfach ohne schlüssige Zusammenhänge das Geschehen aneinander gereiht wird und das Publikum den Sinn dahinter nicht versteht. Das liegt mir persönlich aber sehr am Herzen. Sie haben eben die „großen“ Opern angesprochen. Mit wem und wo würden Sie gerne einmal auftreten? Also gerne weiterarbeiten möchte ich auf jeden Fall mit Klaus Straube mit dem ich sehr gerne musiziere! Entsprechend würde ich wahrscheinlich jede Rolle nehmen die er mir anbietet, weil er weiß, was zu mir und meiner Stimme passt. Natürlich wäre zu einer super Rolle auch das entsprechende Etablissement schön. Die Opernhäuser in München oder Dresden wären schon sehr reizvoll. Ein absolutes Highlight, das aber im Moment viel zu weit weg ist, wäre natürlich das Festspielhaus in Bayreuth. Ja, aber zurück zu Ihrer Frage. Besonders reizen würde es mich mit einer Rockband wie ‚Subway to Sally’ aufzutreten, da dies ein komplett anderer Musikstil ist, der mich aber auch privat sehr begeistert. Da könnte man wieder ein wenig experimentieren und das stelle ich mir sehr interessant vor! Aber zum klassischen Stil passend, würde ich gerne mal mit Waltraud Meier oder Peter Seiffert singen, welche phänomenale Sänger sind - sowohl von der Technik wie auch vom Schauspielerischen her. Sie haben eben die Rockband ‚Subway to Sally’ genannt: Ist das der Stil, den Sie privat bevorzugen? Ja und Nein. Es ist einfach etwas anderes als das Klassische. In Kombination wäre das gigantisch. Aber privat höre ich eigentlich fast alles: Elvis, Beatles, selbstverständlich Opern – aber keine Volksmusik! Aber auch guten Jazz schätze ich. Nun hatten wir bereits die Traumpartner und Örtlichkeit, aber welche Rolle reizt Sie? Oh, das ist schwer. Es gibt aber ein paar Highlights, wie etwa den ‚Wolfram’ in Wagners Tannhäuser, von Verdi die Titelrolle der gleichnamigen Oper ‚Rigoletto’ oder die Rolle des ‚Orfeo’ in ‚L’Orfeo’ von Monteverdi. Das sind zwar nun alles sehr unterschiedliche Stücke, aber jede ist für sich sehr reizvoll! Der Erfolg ist nun ja durchaus spürbar und die Nachfragen bezüglich einer CD oder gar einem Album von Ihnen nehmen mit jedem Auftritt zu. Wann ist mit einem Tonträger von Ihnen zu rechnen? Ja, das stimmt, es herrscht bereits rege Nachfrage, der ich auch gerne nachkommen würde, aber es ist natürlich auch eine Kostenfrage. Wenn sich jemand finden würde, der dies sponsert, würde ich dies liebend gerne sofort umsetzen! Sollte es zu einer CD kommen, haben Sie ein Lieblingsstück, welches dann unbedingt Beachtung finden sollte? Das ist eine gute Frage, aber ich denke, da muss man schon differenzieren. Zu meinen Lieblingswerken zähle ich, da ich nun ein großer Wagner Fan bin, auf jeden Fall die Oper ‚Tristan und Isolde’. Das ist für mich einfach die Krone der Opernschöpfung. Aber auch ‚Rigoletto’ ist nicht zu verachten. Pressebüro NET – www.pressebüro.net

Sie sind also ein großer Wagnerbewunderer – wenn man das so sagen darf – ist das Ihr Haupteinfluss oder spielten da noch weitere Künstler mit rein? Ja, das kann man durchaus so sagen! Und die Stücke sind einfach toll, nur stimmlich muss man sehen, ob es funktioniert. Viele sagen, man müsse älter sein, um Wagner zu singen, aber je nach Stimme ist es machbar, glaube ich. Man muss wissen, was einem gut tut und was der Stimme eventuell schadet. Neben Wagner habe ich natürlich ein großes Faible für Musik aus der Romantik, aber auch Barock und Renaissance sind reizvoll. Ich denke, man sollte flexibel sein und sich nicht unbedingt auf nur eine Richtung „festschlagen“ lassen. Hier muss man einfach mal spontan und auch offen für etwas Neues sein! Das neue Jahr ist ja noch relativ jung. Was spricht der Terminkalender? Was ist in Planung oder bereits in Vorbereitung? Also ganz aktuell ist natürlich zunächst das ‚Concerto mobile’, aber auch ein Auftritt mit einer befreundeten Sopranistin in Thurnau ist in Vorbereitung. Auch ein MusicalAbend gibt es am 17. Juli. Auch das ist ja wieder etwas Neuland für mich und ich freue mich schon richtig darauf! Ich denke auch das Publikum kann da gespannt sein. Und es wird natürlich auch wieder ganz „normale“ Konzerte geben. Alle Infos kann man sich auf meiner Homepage unter ww.schmidt-steffen.com ansehen. Ich bedanke mich für Ihre Zeit und das Interview und wünsche Ihnen noch viel Erfolg mit Ihrem Programm und zahlreiche ‚Bravo!’ Rufe! Das Gespräch führte Kevin Fritsch.

MünchBürger Konzert „Concerto Mobile“ am 24. April 2010 um 19.30 Uhr im Autohaus Schnurrer, Kirchenlamitzer Straße 112

Klaus Straube

Steffen Schmidt

www.muenchbuerger.info

Pressebüro NET – www.pressebüro.net