Konvention zur Unterbindung des Menschenhandels und der

Konvention zur Unterbindung des Menschenhandels und der

Deutscher Ubersetzungsdienst, Vereinte Nationen, New York September 1992 ( RESOLUTION DER GENERALVERSAMMLUNG verabschiedet am 2. Dezember 1949 317...

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Deutscher Ubersetzungsdienst, Vereinte Nationen, New York

September 1992

(

RESOLUTION DER GENERALVERSAMMLUNG verabschiedet am 2. Dezember 1949

317 (IV).

Konvention zur Unterbindung des Menschenhandels und der Ausnutzung der Prostitution anderer (Auszugsweise Ubersetzung) \

Konvention zur Unterbindung des Menschenhandels und der Ausnutzung der Prostitution anderer Praambel Da die Prostitution und das sie begleitende Ubel des Menschenhandels zum Zwecke der Prostitution mit der Wiirde und dem Wert der menschlichen Person unvereinbar sind und das Wohl des einzelnen, der Familie und der Gemeinschaft gefahrden, da sich hinsichtlich der Unterbindung des Frauen- und Kinderhandels die folgenden internationalen Ubereinkiinfte in Kraft befinden:

.

1. Internationales Ubereinkommen vom 18. Mai 1904 zur Gewahrung wirksamen Schutzes gegen den Madchenhandel, in der geanderten Fassung nach dem von der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 3. Dezember 1948 gebilligten ProtokoW, 2. Internationales Ubereinkommen vom 4. Mai 1910 zur Bekampfung des Madchenhandels, in der geanderten Fassung nach demobenerwahnten Protokoll, 3. Internationale Ubereinkunft vom 30. September 1921 zur Unterbindung des Frauen- und Kinderhandels, in der geanderten Fassung nach dem von der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 20. Oktober 1947 gebilligten Protoko1l2,

lSiehe Official Records of the third session of the General Assembly, Part I, Resolutionen, Seite 165. 2Siehe OfficiatRecords of the second session of the General Assembly, Resolutionen, Seite 32.

Seite 2

NRES1317 (IV)

4. lnternationales Ubereinkommen yom 11. Oktober 1933 zur Unterbindung des Handels mit volljahrigen Frauen, in der geanderten Fassung nach dem obengenannten Protokoll, da der Volkerbund im Jahre 1937 einen Konventionsentwurf ausgearbeitet hat, der den Rahmen der obenelWahnten Ubereinkiinfte elWeitert, und da die Entwicklungen, die sich seit 1937 vollzogen haben, den AbschluB einer Konvention moglich machen, we1che die obenelWahnten Uberein\iinfte zusammenfaBt und den wesentlichen lnhalt des Konventionsentwurfes yon 1937 samt der angebracht . ~ e.rscheinenden

AnderuD,gen__mi~einschlieBt;

- -

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kommen somit die Vertragsparteienwie foZgtuberein: Artikel1 Die Vertragsparteien dieser Konvention kommen iiberein, jede Person zu bestrafen, die, urn die Leidenschaften einer anderen zu befriedigen: 1. eine andere Person, selbst mit deren Einwilligung, zu Zwecken der Prostitution beschafft, sie dazu verleitet oder verfiihrt; 2. ausnutzt.

die Prostitution einer anderen Person, selbst mit deren Einwilligung,

Artikel 2 Die Vertragsparteien bestrafen, die:

dieser Konvention kommen weiter iiberein, jede Person zu

1. ein Bordell unterhalt oder leitet oder wissentlich finanziert oder an dessen Finanzierung beteiligt ist; 2. wissentlich ein Gebaude oder eine andere Statte oder irgendeinen Teil davon zum Zwecke der Prostitution anderer vermietet oder mietet.

3Siehe Volkerbund Official Journal, 18. Jahr, Nr. 12, Seite 955.

Seite 3

NRES1317 (IV)

Artikel3

Soweit es das innerstaatliche Recht zuHiBt,werden Versuche, eine der in den Artikeln 1 und 2 genannten stratbaren Handlungen zu begehen, sowie Handlungen, we1che deren Begehung vorbereiten, ebenfalls bestraft. Artikel4 ~

Soweit es das innerstaatliche Recht zuHiBt,ist die vorsatz1ich~Beteiligung an den in deR ArJikelnL und.2 genannten Handlungenebenfalls stratbar. Soweit es das innerstaatliche Recht zuHiBt,werden Beteiligungshandlungen als gesonderte stratbare Handlungen behandelt, wenn dies notwendig ist, urn Straffreiheit zu verhindern.

Artikel5 In Fallen, in denen geschadigte Personen nach innerstaatlichem Recht berechtigt sind, sich an Verfahren im Hinblick auf eine der in dieser Konvention genannten stratbaren Handlungen zu beteiligen, gelten rur die Berechtigung yon Auslandern die gleichen Bedingungen wie rur Einheimische. Artikel 6 J ede Vertragspartei dieser Konvention ist darnit einverstanden, aIle erforderlichen MaBnahmen zu ergreifen, urn jedes bestehende Gesetz und jede bestehende Vorschrift oder Verwaltungsbestimrnung aufzuheben oder auBer Kraft zu setzen, wonach Personen, die der Prostitution nachgehen oder dessen verdachtig sind, einer gesonderten Registrierung unterliegen oder im Besitze eines besonderen Dokumentes sein miissen oder anderen Ausnahmebestimmungen zwecks Kontrolle oder Anrneldung unterliegen. Artikel 7 1m Ausland ausgesprochene Vorstrafen wegen in dieser Konvention genannter stratbarer Handlungen sind, soweit es das innerstaatliche Recht zulaBt, zu beriicksichtigen zwecks:

1.

FeststelIung yon Riickfalligkeit;

Seite 4

NRES1317 (IV)

2.

AusschluB des Taters yon der Ausiibung der biirgerlichen Rechte. Artikel 8

Die in den Artikeln 1 und 2 dieser Konvention genannten strafbaren Handlungen werden in jedem Auslieferungsvertrag, der zwischen den Vertragsparteien dieser Konvention geschlossen wurde oder kiinftig geschlossen wird, als auslieferungsfahige strafbare Handlungen betrachtet. ~~, ..Die.~VeJtragsparteien..dieserKonyentiQn, w_elche..dkAuslieferung..nicht VPm Bestehen eines Vertrages abhangig machen, erkennen in Zukunft die in den Artikeln 1 und 2 dieser Konvention genannten strafbaren Handlungen untereinander als FaIle von Auslieferung an. Die Auslieferung wird nach MaBgabe des Rechts des Staates bewilligt, an den das Ersuchen gerichtet wird. Artikel 9 In Staaten, deren Rechtsvorschriften die Auslieferung yon Staatsangeh6rigen nicht zulassen, werden Staatsangeh6rige, die nach Begehung einer der in den Artikeln 1 und 2 dieser Konvention genannten strafbaren Handlungen in einem auslandischen Staat in ihren eigenen Staat zuriickgekehrt sind, yon den Gerichten des eigenen Staates verfolgt und bestraft. Diese Bestimmung findet keine Anwendung, wenn in einem gleichgelagerten Fall zwischen den Vertragsparteien dieser Konvention die Auslieferung eines Auslanders nicht bewilligt werden kann. Artikel 10 Artikel 9 findet keine Anwendung, wenn die der strafbaren Handlung beschuldigte Person in einem auslandischen Staat vor Gericht gestellt worden ist und, im FaIle ihrer Verurteilung, gemaB den Gesetzen jenes auslandischen Staates ihre Strafe verbiiBt hat oder ihr die Strafe erlassen oder dieselbe herabgesetzt wurde.

Seite 5

NRES1317 (IV)

Artikel 11 Diese Konvention ist nicht so auszulegen, als bestimme sie die Haltung einer Vertragspartei zur allgemeinen Frage der Grenzen der Strafgerichtsbarkeit nach dem Volkerrecht.

Artikel 12 ~~,

Diese Konvention beriihrt nicht das Prinzip, daB die strafbaren Handlungen, auf ._die_sie.siGhbezieht iuje.denL.Staatege_ill.aB.dem innerstaatlichen Recht zu definieren,zu verfolgen und zu bestrafen sind. Artikel 13 Die Vertragsparteien dieser Konvention sind verpflichtet, Rechtshilfeersuchen hinsichtlich der in der Konvention genannten strafbaren Handlungen nach MaBgabe ihrer innerstaatlichen Rechtsvorschriften und Praxis zu erledigen. Die Ubermittlung der Rechshilfeersuchen erfolgt:

1.

durch unmittelbare Mitteilung zwischen den Justizbehorden; oder

2. durch unmittelbare Mitteilung zwischen den Justizministern der beiden Staaten oder durch unmittelbare Mitteilung einer anderen zustandigen Behorde des ersuchenden Staates an den Justizminister des ersuchten Staates; oder 3. durch den diplomatischen oder konsUlarischen Vertreter des ersuchenden Staates in dem ersuchten Staat; dieser Vertreter iibersendet die Rechtshilfeersuchen unmittelbar der zustandigen Justizbehorde oder der yon der Regierung des ersuchten Staates angegebenen Behorde und erhalt unmittelbar yon dieser Behorde die Unterlagen, durch die das Rechtshilfeersuchen erledigt wird. In den Fallen 1 und 3 wird stets eine Abschrift der Rechtshilfeersuchen der obersten Behorde des Staates iibersandt, an den der Antrag gerichtet ist. Soweit nicht anders vereinbart,werden die Rechtshilfeersuchen in der Sprache der ersuchenden Behorde ausgefertigt, immer vorausgesetzt, daB der ersuchte Staat eine Ubersetzung in seine eigene Sprache verlangen kann, die yon der ersuchenden Behorde beglaubigt worden ist.

Seite 6

NRES/317 (IV)

Jede Vertragspartei dieser Konvention teilt den anderen Vertragsparteien mit, welche der obenerwahnten Ubermittlungsarten sie fur die Rechtshilfeersuchen des jeweiligen Staates anerkennen wird. Bis zu einer solchen Mitteilung eines Staates bleibt sein bestehendes Verfahren fur Rechtshilfeersuchen in Kraft. Die Erledigung yon Rechtshilfeersuchen gibt keinen AnlaB zur Erstattung irgendwelcher Gebiihren oder Kosten, ausgenommen Kosten fur ~achverstandige. Dieser..ArtikeLisLnich.Lso.auszulegen,.als hegriindeer...eine..:Verpflichtung.. seitens der Vertragsparteien dieser Konvention, in Strafsachen irgendeine Beweisform oder Beweismethode anzunehmen, die im Widerspruch zu ihrem eigenen innerstaatlichen Recht steht.

Artikel 14 Jede Vertragspartei dieser Konvention errichtet oder unterhalt eine Stelle, die damit beauftragt wird, die Ergebnisse der Untersuchung der in dieser Konvention genannten stratbaren Handlungen zu koordinieren und zentral zusammenzufassen. Diese Stellen sollten aIle Informationen zusammenstellen, die geeignet sind, die Verhiitung und Bestrafung der in dieser Konvention genannten stratbaren Handlungen zu erleichtern, und sollten engen Kontakt zu den entsprechenden Stellen in anderen Staaten unterhalten.

Artikel 1~ Soweit es das innerstaatliche Recht zulaBt und die fur die in Artikel 14 erwahnten Stellen verantwortlichen Behorden es fur wiinschenswert erachten, stellen sie den fur die entsprechenden Stellen in anderen Staaten verantwortlichen Behorden folgende Informationen zur Verfugung:

1. nahere Angaben zu jeder in dieser Konvention genannten stratbaren Handlung und zu jedem Versuch, eine derartige stratbare Handlung zu begehen; 2. nahere Angaben iiber jede Fahndung nach Personen, die sich einer der in dieser Konvention genannten stratbaren Handlungen schuldig gemacht haben, sowie iiber deren gerichtliche Verfolgung, Verhaftung, Verurteilung, Einreiseverweigerung oder Ausweisung, die Reisetatigkeit dieser Personen und andere sie betreffende niitzliche Informationen.

Seite 7

NRES1317 (IV)

Die bereitgestellten Informationen enthalten auch Beschreibungen der Tater, deren Fingerabdriicke, Photographien, die Art ihres Vorgehens, polizeiliche Unterlagen sowie etwaige Vorstrafen. Artikel 16 Die Vertragsparteien dieser Konvention kommen iiberein, iiber ihre offentlichen und privaten Einrichtungen im Erziehungswesen, Gesundheitswese~, auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet und auf anderen verwandten Gebieten MaBnahmen zur VerhinderungderProstitution.und zur Rehabilitierung der Opfer der Prostitution und ihrer Wiedereingliederung in die Gesellschaft sowie zur Verhinderung der in dieser Konvention genannten strafbaren Handlungen zu ergreifen oder zu fordern. Artikel 17 Die Vertragsparteien dieser Konvention verpflichten sich, im Zusammenhang mit der Ein~ und Auswanderung die MaBnahmen zu ergreifen oder beizubehalten, die aufgrund ihrer Verpflichtungen aus dieser Konvention erforderlich sind, urn den Handel mit Menschen, gleichgiiltig welchen Geschlechts, zum Zwecke der Prostitution zu bekampfen. Insbesondere verpflichten sie sich: 1. die erlorderlichen Regelungen zu erlassen, urn Ein- oder Auswanderer, und insbesondere Frauen und Kinder, sowohl am art der Ankunft als auch am art der Abreise wie auch wahrend der Reise zu schiitzen; 2. die Offentlichkeit durch entsprechende Aufklarung vor den Gefahren dieses Menschenhandels zu warn en; 3. entsprechende MaBnahmen zu treffen zur Gewahrleistung der Kontrolle auf Bahnhofen, Flughafen, in Seehafen und wahrend der Reisen sowie an anderen offentlichen Statten, urn den internationalen Menschenhandel "zumZwecke der Prostitution zu

verhindern;

-

4. entsprechende MaBnahmen zu ergreifen, urn die zustandigen Behorden yon der Ankunft der Personen in Kenntnis zu setzen, die an einem derartigen Menschenhandel offenbar als Haupt- oder Mittater oder als Opfer beteiligt zu sein scheinen.

Seite 8

NRES!317 (IV)

Artikel 18

Die Vertragsparteien dieser Konvention verpflichten sich, nach MaBgabe der im innerstaatlichen Recht festgelegten Bedingungen, yon AusUindern, die Prostituierte sind, Aussagen aufnehmen zu lassen zur Feststellung ihrer ldentitiit und ihres Personenstandes und um herauszufinden, wer sie veranlaBt hat, ihren Staat zu verlassen. Die erhaltenen Informationen werden im Hinblick auf eine mogliche Repati'iierung der besagten Personen den Behorden ihres Herkunftsstaates, tibermittelt. ~}

.Artikel19

Die Vertragsparteien dieser Konvention verpflichten sich, nach MaBgabe der im innerstaatlichen Recht festgelegten Bedingungen und unbeschadet einer gerichtlichen Verfolgung oder eines anderen Vorgehens wegen Verletzungen diese Rechtes und soweit wie moglich: 1. bis zur Fertigstellung yon Vereinbarungen zur Repatriierung yon mittellosen Opfern des internationalen Menschenhandels zum Zwecke der Prostitution geeignete Vorkehrungen rur deren zeitweilige Obhut und deren zeitweiligen Lebensunterhalt zu ueffen; ,

2. die in Artikel 18 erwahnten Personen zu repatriieren, die repatriiert zu werden wiinschen oder deren Repatriierung yon Personen, die Autoritat tiber sie austiben, verlangt wird oder deren Ausweisung gemaB dem Gesetz angeordnet wird. Die Repatriierung erfolgt erst, nachdem mit dem Bestimmungsstaat Einvernehmen tiber die ldentitat und die Staatsangehorigkeit sowie tiber Ort und Zeitpunkt der Ankunft an der Grenze erzielt wurde. Jede Vertragspartei dieser Konvention erleichtert die Durchreise dieser Personen durch ihr Hoheitsgebiet. Falls die im vorstehenden Absatz erwahnten Person en nicht selbst die Repatriierungskosten zurUckerstatten konnen und weder einen Ehepartner noch Verwandte oder einen Vormund besitzen, die rur sie zahlen konnen, werden die Repatriierungskosten bis zur nachsten Grenze oder zum nachsten Einschiffungshafen oder Flughafen in Richtung des Herkunftsstaates yon dem Staat getragen, in dem sie sich aufhalten, und die Kosten rur den tibrigen Teil der Reise yom Herkunftsstaat.

Artikel 20 Die Vertragsparteien dieser Konvention treffen die erforderlichen MaBnahmen, soweit sie dies nicht bereits getan haben, zur Uberwachung der Arbeitsvermittlungsstellen, um zu verhindern, daB Personen, die Beschaftigung suchen, insbesondere Frauen und Kinder, der Gefahr der Prostitution ausgesetzt werden.

Seite 9

NRES!317 (IV)

Artikel 21 Die Vertragsparteien dieser Konvention unterrichten den Generalsekretar der Vereinten Nationen iiber die Gesetze und sonstigen Vorschriften, die in ihrem Staat zum Gegenstapd dieser Konvention bereits erlassen worden sind, und danach jahrlich iiber neu erlassene Gesetze oder sonstige Vorschriften sowie iiber aIle MaBnahmen, die sie im Hinblick auf die Anwendung der Konvention ergriffen haben. Die erhaltenen Informationen werden vom Generalsekretar regelmaBig veroffent~ht und alIen Mitgliedern der Vereinten. Nationen sowie den Nichtmitgliedstaaten, denen diese KonventiOIL offizieIl nach.Artike123 iibermittelt. wird,iibersandt. Artikel 22 Kommt es zu einer Streitigkeit zwischen den Vertragsparteien dieser Konvention hinsichtlich ihrer Auslegung oder Anwendung und kann diese Streitigkeit nicht auf anderem Weg beigelegt werden, wird der Streit auf Antrag einer an dem Streit beteiligten Partei an den Internationalen Gerichtshof iiberwiesen.

Artikel23 Diese Konvention liegt rur jedes Mitglied der Vereinten Nationen und auch rur jeden anderen Staat, der vom Wirtschafts- und Sozialrat dazu aufgefordert wird, zur Unterzeichnung auf. Diese Konvention bedarf der Ratifikation; die Ratifikationsurkunden Generalsekretar der Vereinten Nationen hinterlegt.

werden beim

Die im ersten Absatz erwahnten Staaten, welche die Konvention nicht unterzeichnet haben, konnen ihr beitreten. Der Beitritt wird wirksam durch Hinterlegung einer Beitrittsurkunde beim Generalsekretar der Vereinten Nationen. Im Sinne dieser Konvention schlieBt das Wort "Staat" aIle Kolonien und Treuhandgebiete eines Staates ein, der Unterzeichner der Konvention ist oder ihr beitritt, und aIle Hoheitsgebiete, rur die dieser Staat international verantwortlich ist.

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Seite 10

NRES1317 (IV)

Artikel 24

Diese Konvention tritt am neunzigsten Tag nach Hinterlegung der zweiten Ratifikations- oder Beitrittsurkunde in Kraft.' '~'' ,,'

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Fiir jeden Staat, der die Konventio.n p.acl~'Hinterlegung der zweit~n 'Ratifikationsoder Beitrittsurkunde ratifiziert oder ihr. beitritt, ttitt ~ie KOIivention rieunzig Tage nach Hinterlegung seiner Ratifikations- oderBeitritts.1iTk.u,ndein Kraft. ~~ " '

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NtikeL25~<,..

Nach Ablauf yon runf Jahren nach dem Inkrafttreten dieser Konvention kann jede Vertragspartei die Konvention durch eine an den Generalsekretar der Vereinten Nationen gerichtete schriftliche Notifikationlc,iindigen. Die Kiindigung wird rur die Vertragspartei, die s!e vornimmt, ein Jahr nach Eingang der Kiindigung beim Generalsekretarder Vereinten Nationen wirksam. "'.

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Artike126 Der Generalsekrefar der Vereinten Nationen unterrichtet aIle Mitglieder der Vereinten Nationen und die in Artikel 23 eIWahnten Nichtmitgliedstaaten iiber folgendes: a) Beitritte;

nach Artike123 eingegangene Unterzeichnungen,

Ratifikationen und

b)

den Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Konvention nach Artikel 24;

c)

nach Artikel 25 eingegangene Kiindigungen. Artikel 27

J ede Vertragspartei dieser Konvention verpflichtet sich, nach MaBgabe ihrer Verfassung die gesetzgeberischen oder sonstigen MaBnahmen zu ergreifen, die zur Gewahrleistung der Anwendung der Konvention erforderlich sind.

Seite 11

NRES1317 (IV)

Artikel 28 Diese Konvention ersetzt in den Beziehungen zwischen den Vertragsparteien die in den Unterabsatzen 1, 2, 3 und 4 des zweiten Absatzes der Praambel genannten internationalen Ubereinkiinfte; diese Ubereinkiinfte gelten jeweils als beendet, sobaId aIle ihre Vertragsparteien Vertragsparteien dieser Konvention geworden sind.

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SchluBprotokoIl Diese Konvention ist nicht so auszulegen, als beeintrachtige sie Rechtsvorschriften, die zur Durchsetzung der Bestimmungen flir die Sicherung der Unterbindung des Menschenhandels und der Ausnutzung anderer zum Zwecke der Prostitution strengere Bedingungen vorsehen als diese Konvention. Die Bestimmungen der Artikel 23 bis einschlieBlich 26 der Konvention gelten rur dieses Protokoll. (