Kreis Borken - Kreis Steinfurt

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„Region in der Balance“ - Flächenmanagement im Kreis Borken Hubert Grothues Ltd. Kreisbaudirektor [email protected] www.kreis-borken.de 1 ...

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„Region in der Balance“ - Flächenmanagement im Kreis Borken Hubert Grothues Ltd. Kreisbaudirektor [email protected] www.kreis-borken.de

1

Vortragspunkte

Das Projekt „Region in der Balance“ und seine Ziele Hintergrund Prozessablauf Ergebnisse 2

Das Projekt „Region in der Balance“ und seine Ziele Nachhaltiges Flächenmanagement unter Mitwirkung der Kommunen (Pilotkommunen Ahaus, Raesfeld, Gescher, Gronau) und unter Einbeziehung lokaler und regionaler Klimaanpassungsstrategien

3

Das Projekt „Region in der Balance“ und seine Ziele Region in der Balance - Regionale Allianz für die Fläche im Kreis Borken # Wir wollen jedoch den Flächenverbrauch im Kreis Borken deutlich reduzieren. Dazu setzen wir insbesondere auf folgende Instrumente und Aufgabenbereiche: • Die Regional- und Landesplanung als übergeordnete Ebene für grundsätzliche Weichenstellungen zum Erhalt der unbesiedelten Landschaft mit ihren wertvollen Flächen für Natur sowie Land- und Forstwirtschaft. • Die kooperative Landschaftsplanung im Kreis Borken als konkretes Instrument zum Schutz von Natur, Land- und Forstwirtschaft. • Die kommunale Bauleitplanung mit dem Vorrang der Innen- vor der Außenentwicklung und der Aufwertung der Wohn- und Gewerbestandorte im Innenbereich. • Die Weiterentwicklung eines strategischen, interkommunalen, effizienten Flächenmanagements, auch im Zusammenhang mit Kompensationsmaßnahmen. • Den Erhalt unserer leistungsfähigen Böden für die Land- und Forstwirtschaft. • Die Einbeziehung der Öffentlichkeit, um den Bürgerinnen und Bürgern die Bedeutung der unbesiedelten Landschaft für Natur, Land- und Forstwirtschaft bewusst zu machen. Die Reduzierung des Flächenverbrauchs bedarf einer gemeinsamen Initiative, zu der wir alle Handelnden in der Region aufrufen. Mit möglichst vielen Partnern wollen wir dieses wichtige Ziel erreichen. Wir bitten Sie daher, unsere Initiative zu unterstützen. Heinrich Emming Kreislandwirt

Gerd Wiesmann Landrat Kreis Borken

Johannes Röring Vorsitzender des Landwirtschaft. Kreisverbandes 4

Das Projekt „Region in der Balance“ und seine Ziele Projektlaufzeit April 2011 bis April 2013 Förderung durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW Durchführung WILA Bonn und LAG 21 NRW Projektpartner

5

Ziele des Projekts Einführung eines regionale Flächenmanagementsystems Integration und Zusammenarbeit der verschiedenen Planungsebenen / regionale Herangehensweise

Verknüpfung der Erfordernisse eines nachhaltigen Flächenmanagements mit den Anforderungen des Klimawandels und der Demografischen Entwicklung

Entwicklung gemeinsamer Leitlinien für die Region und von Handlungsprogrammen / Vereinbarung einer Umsetzungsstrategie

6

Für Überschrift

Hintergrund

7

Situation Kreis Borken (ca. 370.000 Einwohner, Flächengröße 1.420 km²) • noch positive Bevölkerungsentwicklung • prosperierende wirtschaftliche Entwicklung • wachstumsorientierte Landwirtschaft

hoher Flächenverbrauch • seit 1995 sind mehr als 4.500 Hektar in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt worden • fast 30.000 neue Wohnungen, vorwiegend auf ehemals landwirtschaftlicher Fläche entstanden 8

Situation NRW 15 ha/Tag Flächeninanspruchnahme Ziel NRW bis 2020: 5 ha/Tag Flächeninanspruchnahme Region in der Balance Kreis Borken 1,37 ha/Tag Flächeninanspruchnahme 9

Nutzungskonflikte im Kreis Borken hoher Versiegelungsgrad (> 80%) mittlerer Versiegelungsgrad (40-80%) geringer Versiegelungsgrad (<40%) Truppenübungsplätze Ackerflächen Wiesen und Weiden Nadelwald Mischwald Laubwald

1975

2005 10

Nutzungskonflikte im Kreis Borken

11

Themenverpflechtung

12

Prozessablauf

13

Beteiligungsprozess

14

Bilder aus den Workshops

15

Transfertagung

Offizieller Abschluss des geförderten Projektes „Region in der Balance – Nachhaltiges Flächenmanagement im Kreis Borken“ durch die Transfertagung am 19. März 2013 im Schloss Raesfeld

16

Ergebnisse

17

Leitlinien

Beschluss von gemeinsamen Leitlinien für das nachhaltige Flächenmanagement durch den Kreistag und die Räte der Kommunen 18

Übergeordnete Ziele des Kreises FLÄCHENSPAREN Stärkung der Innenentwicklung – Flächenpotenziale erkennen und nutzen Umsetzung eines intelligenten Kompensationsmanagements Einrichtung eines regionalen Flächenmanagements – Etablierung eines Dialogs über die Landschafts- und Flächenentwicklung

KLIMASCHUTZ Unterstützung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz Teilnahme am European Energy Award

Kooperative und flächen-deckende Landschaftsplanung

KLIMAANPASSUNG Verbesserung des Mikroklimas Hochwasserschutz Erhaltung und Gestaltung der Münsterländer Parklandschaft

DEMOGRAFISCHER WANDEL Sicherung und Anpassung von altersgerechter Infrastruktur und Wohnangeboten Vermeidung von innerstädtischen Leerständen durch ein regional abgestimmtes Programm zur Nutzung von Immobilien

19

Maßnahmenprogramm des Kreises abstrakt • Leitlinien • Ziele • Maßnahmen und Projekte • Personelle und finanzielle Ressourcen • Umsetzungszeiträume

handlungsorientiert 20

Flächenbericht des Kreises

Fortschreibung des Flächenberichts alle 2 Jahre und Information der Politik 21

Nr.

Leitziel

Ziel

Teilziel

Maßnahmen

Verantwortlich

Durchführung

Beteiligte

Zeitplanung

Ressourcen

Anmerkungen

Indikatoren

Angebot an Kommunen

Anzahl der Städte und Gemeinden, für die die Karten erstellt wurden

kurzfristig: 1 Jahr mittelfr.: 3 Jahre langfr.: 10 Jahre

FLÄCHENSPAREN Die Region in der Balance reduziert ihren Flächenverbrauch und leistet eine Beitrag zu den Zielvorgaben von Bund und Land (30-ha- bzw. 5-ha-Ziel) 1. 1.1.

Stärkung der Innenentwicklung - Flächenpotenziale erkennen und nutzen Status-quo erfassen und bekannt machen

1.1.1.

GIS-gestützte Analysekarten erstellen: Verschneidung Kreis, Datenlieferung von Altersstruktur der Menschen und Gebäude durch Kommunen (gemäß Projekt 1)

FB 62

Kommunen

mittelfristig (2014)

keine zusätzlichen Ressourcen

1.2.1.

Kontaktaufnahme mit der WFG mit dem Ziel, dass die WFG Leerstände und Reserveflächen eingespeist werden

Kreis

Kommunen

kurzfristig

keine zusätzlichen Ressourcen

2. 2.1.

Anzahl der Online-gestellten sowie der vermittelten Immobilien

Umsetzung eines intelligenten Kompensationsmanagements Vereinbarungen kontinuierlich weiterentwickeln

2.1.1.

Vereinbarung "Region in der Balance – Wasser“: Handlungsempfehlungen erarbeiten und umsetzen

Kreis + Kommunen, Wasser- und Bodenverbände

Kreis FB 66

Kommunen, WABO, LWK, WLV

kurzfristig

keine zusätzlichen Ressourcen, da kontinuierliche Aufgabenwahrnehmung

2.1.2.

Vereinbarung "Region in der Balance – Wald“: Handlungsempfehlungen mit der Praxis abgleichen und umsetzen

Kreis, Waldbauernverband

Kreis, FB 66

Landesbetrieb Wald u. Holz, LWK, WLV

kurzfristig

keine zusätzlichen Ressourcen, da kontinuierliche Aufgabenwahrnehmung

Anzahl der Anwendungsfälle

2.1.3.

Beschluss und Umsetzung der Branchenvereinbarung Kommunen i. V. m. Kreis in allen kreisangehörigen Städten

Landwirte

FB 63, WLV, LWK

kurzfristig

keine zusätzlichen Ressourcen

Anzahl der Städte, in denen positive Beschlüsse vorliegen

2.2.

u.a. im Rahmen der WRRL

Anzahl der Anwendungsfälle

Informationsvermittlung verstärken

2.2.1.

Webseite und Broschüre (Arbeitshilfe für landschaftsgerechtes Bauen im Außenbereich) überarbeiten

Kreis

FB 66

externes Büro (Graphik+Text), kurzfristig LWK, WLV

keine zusätzlichen Ressourcen

6.000 Euro aus laufendem Budget

Anzahl der Klicks auf der Website

2.2.2.

Angebot privater Flächen, die als Ökokonto zur Verfügung gestellt werden, bekannt machen

Kreis

FB 66

Ökokontoinhaber, Stiftung Kulturlandschaft, Stiftung westfälische Kulturlandschaft

kurzfristig

keine zusätzlichen Ressourcen, da kontinuierliche Aufgabenwahrnehmung

Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken

Anteil privater Flächen im "Angebot"

22

Exemplarische Maßnahmen des Kreises Flächensparen: Ziel:

intelligentes Kompensationsmanagement, Vereinbarungen entwickeln

Maßnahme: Handlungsempfehlungen zur Kompensation an Fließgewässern und zur Kompensation im Wald erstellt und im Internet veröffentlicht Ergebnis:

Anwendungsfälle Fließgewässer ca. 15, Wald ca. 100 („Borkener Modell“)

Ziel:

Landschaftsplanung aktiv einsetzen

Maßnahme: Aktualisierung und Neuaufstellung von Landschaftsplänen Ergebnis:

5 LPs im Verfahren, 2 kurz vor Aufstellung, danach Ziel der flächendeckenden Landschaftsplanung erreicht

23

Wald

24

Wasser

25

26

Exemplarische Maßnahmen des Kreises Klimaschutz/-anpassung: Ziel:

Maßnahmen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz unterstützen

Maßnahme: „Haus zu Haus“-Beratung fortführen Ergebnis:

2.400 Haushalte bisher beraten

Ziel:

Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes strukturiert weiter verfolgen

Maßnahme: Klimaschutzaktivitäten des Kreises weiter voranbringen Ergebnis:

Teilnahme am „European Energy Award“ seit 2012 und Erarbeitung eines Maßnahmenplanes mit 150 Maßnahmen, Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes

Ziel:

Erneuerbare Energien umweltgerecht voranbringen

Maßnahme: Erarbeitung einer kreisweiten Solarpotentialanalyse Ergebnis:

kreisweite Solarpotentialanalyse im Mai 2014 fertiggestellt und veröffentlicht 27

Schwerpunkte der Städte und Gemeinden

AHAUS

GESCHER

• Bewusster Umgang mit Bestandsimmobilien • Innenentwicklung Wohnen/Neubau • Bedarfsgerechte Gewerbeflächenentwicklung

• Nutzung von Bestandsimmobilien • Innenentwicklung: Flächen ausnutzen, attraktive Zentren • Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Nutzfläche

GRONAU • Wohnsiedlungsentwicklung, Demografie und Infrastruktur

RAESFELD • Wohnsiedlungsentwicklung im Zeichen des demografischen Wandels • Bedarfsgerechte Gewerbeflächenentwicklung

28

Pressearbeit

Münsterland Zeitung vom 07.05.2010

Münsterland Zeitung vom 06.02.2010 WAZ vom 18.05.2010

29

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Kreises Borken unter http://kreis-borken.de/de/kreisverwaltung/aufgaben/natur-undlandschaft/region-in-der-balance/ 30