roadrunner - Deutscher Laden Holloman AFB

roadrunner - Deutscher Laden Holloman AFB

ROADRUNNER März 2016 Zeitung des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe, Holloman Air Force Base, New Mexico Redakteure/Ansprechpartner in...

7MB Sizes 1 Downloads 49 Views

Recommend Documents

roadrunner - Deutscher Laden Holloman AFB
02.02.2015 - Optionen, die nach entsprechender Bewer- .... zwei Jahren hatten wir Alamogordo mit dem Ziel Berlin verlass

roadrunner - Deutscher Laden Holloman AFB
01.06.2015 - Bereiche gepflegt und der heiligen Barbara für ein unfallfreies Jahr gedankt. Die Heilige Barbara oder auc

roadrunner - Deutscher Laden Holloman AFB
02.09.2014 - Fliegerische Grundausbildung zum Transport LFF Beachcraft King Air. Fliegerische ...... jetzt als erstes Ye

roadrunner - Deutscher Laden Holloman AFB
02.08.2016 - von fünf Messerschmitt ME262 als Test- pilot zu begleiten, wovon eine Maschine heute im Besitz der Messers

roadrunner - Deutscher Laden Holloman AFB
02.10.2016 - Oktober 2016. ROADRUNNER. E. DIT. OR. IA. L ..... zung durch die Junior League Wichita Falls. Dieses besond

Roadrunner_08_2012 FINAL_2 - Deutscher Laden Holloman AFB
bar zum Oberstabsfeldwebel) aus 17 Nationen (Australien, Botswana, Cana- .... bei den olympischen Spielen ausgeübt wurd

Roadrunner_11_2012 (Schreibgeschützt) - Deutscher Laden
gleichzeitig mit Herrn Griffin. Zum Ende seiner Verwendung hier in Holloman ..... der Container voll ist, wird er in ein

ROADRUNNER-STATISTIK VORLÄUFIGES - Roadrunner-Card
09.08.2017 - Oberoderwitz. Hoyerswerda. Hoyerswerda. Bernsdorf. Cottbus. Cottbus. Lübbenau / Spreewald. Altdöbern. Finst

BOL-Form - Roadrunner Transportation
RECEIVED, subject to individually determined rates or contracts that have been agreed upon in writing between the carrie

travis afb - Exchange
1: Main Exchange. Armed Forces Bank. Food Court (free WiFi Zone). Cinnabon. Baskin Robbins. Charley's Subs. Captain D's

ROADRUNNER März 2016

Zeitung des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe, Holloman Air Force Base, New Mexico

Redakteure/Ansprechpartner in den Gruppen

Redaktion Chefredakteur Oberstlt Sven Korthaus

sk

stellv. Chefredakteur Tel.: +1 (575) 404-2015 Mail: [email protected] OStFw Frank Schlawin  Redaktion & Lektorat Frau Astrid Burger-Weber Herr Kolja Böther OStGefr Nico Tennhardt Frau Rosemarie Wininger Frau Sonja Shafer

fs abw kb nt rw ses

Satz, Layout Frau Carolin Piendl OStGefr Nico Tennhardt

cp nt

Ausbildungsgruppe (AusbGrp) Hptm Björn Ostertag

bo

Ausbildungsstaffel (AusbStff) HptFw Martin Huber

mh

Bundeswehrverwaltungsstelle USA/CA (BWVSt) Herr Kolja Böther kb Elektronikstaffel (EloStff) HptFw Stefan Hollerbuhl

sh

Instandsetzungsstaffel (InstStff) StFw Christian Scherz

cs

Foto des Monats Artikel und Bilder Fragen und Anregungen

Nachschub- und Transportstaffel (Nsch/TrspStff) HptFw Marcel Kuba

[email protected] [email protected]

Stab HptFw Sven Rosenplänter

sr

Titelbild

Technische Gruppe (TechnGrp) HptFw Jan Grande

jg

Die Monster-Muttis sorgten beim Karneval für ausgelassene Stimmung. Bericht und Fotos ab Seite 16. Foto: abw

Wartungs- und Waffenstaffel (Wtg/WaStff) StFw Gerhard Ziesel

gz

Deutsche Schule Alamogordo StDir Torsten Reinecke

mk

tr

Der Kommandeur FlgAusbZLw trägt die Verantwortung für den Inhalt der Zeitschrift Roadrunner gegenüber den vorgesetzten Dienststellen. Beiträge von Mitgliedern der Redaktion und freien Mitarbeitern geben die Ansicht des Verfassers und nicht notwendigerweise die Meinung des BMVg oder der Verbandsführung wieder. Die Redaktion behält sich vor, die eingereichten Beiträge hinsichtlich Länge, Rechtschreibung, Grammatik und Richtigkeit zu kontrollieren und zu korrigieren. Alle Rechte sowie Änderungen vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangt eingesandtes Foto- und Textmaterial übernimmt die Redaktion keine Haftung. Redaktionsschluß ist jeweils der 15. jeden Monats. Der Roadrunner ist im Holloman Board und auf der Seite des Deutschen Ladens zu finden: www.deutscherladenholloman.de 2

ROADRUNNER

Der Februar war dieses Jahr aufgrund des Schaltjahres zwar einen Tag länger, wirklich bemerkbar machte sich dies für die meisten von uns allerdings nicht. Nach einer erfolgreichen Karnevalsfeier war in der Folgewoche der erste hochrangige Besuch dieses Jahres in Person des Generalvikars des Katholischen Bischofs und Militärgeneralvikar Monsignore Reinhold Bertram zu verzeichnen. Dieser war im Rahmen der Amtseinführung unseres Militärpfarrers Herrn Tschullik auch bei uns im Fliegerischen Ausbildungszentrum zu Gast. Wieder einmal begrüßen durften wir auch die für uns zuständige Betriebsärztin, Dr. Marion Wesselmann, die uns in bewährter Weise mit ihrer Tätigkeit unterstützt. Wie schon im letzten Roadrunner von mir angesprochen, sind die Auswirkungen des Einsatz Counter-DAESH bereits deutlich spürbar. Um die Heimatverbände bei der Personalgestellung unterstützen zu können, haben wir in meinem Stab einen Steuerkopf eingerichtet, der die Kommunikation und Koordination mit Deutschland zentral durchführt und sicherstellt, dass Voraussetzungen für mögliche Personalgestellungen eingehalten werden können. Dank der Leistungen unseres technischen Personals sind wir im Bereich der Ausbildung weiterhin in der Lage, die gesetzten Lehrgangsziele und Termine zu halten. Ich März 2016

weiß, dass in den letzten Wochen für viele von Ihnen Mehrarbeit – zum Teil auch an Wochenenden – erforderlich war, um die Tornados für den Waffenlehrerkurs bereitstellen zu können. Dies wird kein Dauerzustand für das laufende Jahr werden, aber bis zum Abschluss dieses Lehrgangs – abhängig vom Klarstand unserer Flugzeuge – auch weiterhin notwendig sein. Hierfür bitte ich bereits jetzt um Ihr Verständnis und fordere Sie auf, sich diesem Ziel mit vollem Einsatz zu stellen. Seien Sie jedoch versichert, dass im Anschluss an den Lehrgang Möglichkeiten geschaffen werden, die aufgebaute Mehrarbeit auch wieder abzubauen. Die weitere fliegerische Ausbilungsplanung für das verbleibende Jahr befindet sich leicht verzögert nun in der finalen Phase der Ausplanung. Zwar wurde aus operationellen Gründen die Gesamtanzahl der Lehrgangsteilnehmer reduziert, wir werden jedoch auch für den Rest des Jahres nicht ohne Beschäftigung sein. Eine Antwort auf die Frage zur Zukunft des FlgAusbZLw kann ich ihnen leider auch in dieser Ausgabe nicht geben. Für den Fall, dass man sich gegen einen Verbleib am Standort Holloman entscheiden sollte, habe ich meinen Stab mit der Ausplanung von Optionen zur Umsetzung dieses Falles beauftragt, um entsprechend vorbereitet reagieren zu können. Ohne Entscheidung gilt für uns alle weiterhin der Status Quo. Vom Truppenbesuch des Kommandeurs Fliegende Verbände des Luftwaffentruppenkommandos, Generalmajor Günter Katz, in der ersten Märzwoche erwarte ich mir zu diesem Thema weitere Erkenntnisse. Es bleibt also spannend. Für den März wünsche ich uns allen einen erfolgreichen Monat mit dem gemeinsamen Ziel des erfolgreichen Abschlusses unseres Waffenlehrerkurses, um dann das Osterfest entsprechend genießen zu können.

VORWORT

IMPRESSUM

LIEBE LESERINNEN UND LESER,

Ihr Stephan Breidenbach 3

BEFÖRDERUNGEN

FOTO DES MONATS

Ihr wollt eure Fotos hier sehen? Schickt sie an [email protected]

BRRRRYCE CANYON

WIR GRATULIEREN

Michael Fingerhuth

Er wurde zum Stabsfeldwebel befördert.

Martin Huber

Er wurde zum Stabsfeldwebel befördert.

Matthias Uhl

Er wurde zum Stabsfeldwebel befördert.

Edgar Herb

Er wurde zum Oberstabsgefreiten befördert.

DEUTSCHE SCHULE ALAMOGORDO

Sonnenaufgang im Januar über dem Bryce Canyon. 4 Grad Fahrenheit entsprechen -16 Grad Celsius!

4

HINWEIS ZUR ANMELDUNG NEUER GRUNDSCHÜLER

Foto: abw

Text: tr

Für Kinder, die bis zum 30. September 2016 das sechste Lebensjahr vollenden, kann die formlose Anmeldung für die zukünftige erste Klasse der Deutschen Schule Alamogordo noch bis zum 15. März 2016 erfolgen. Nach Erhalt der Anmeldungen lädt die Schule dann zu einer Einschulungsuntersuchung ein. Weitere Informationen sind bei der Deutschen Schule Alamogordo erhältlich.

was

Deutsche Schule Alamogordo

wo

3601 North Scenic Drive Alamogordo, NM 88310

Tel.

+1 (575) 437-8893

Info

www.deutscheschulealamogordo.de

ROADRUNNER

ZU GAST: BRIGADEGENERAL DR. SEAN MURPHY Command Surgeon Air Combat Command

Text: Redaktion Foto: nt

BESUCH

Die Roadrunner-Redaktion gratuliert allen Kameraden recht herzlich!

Am 10. Februar 2016 besuchte der Command Surgeon Air Combat Command, BrigGen Dr. Sean Murphy, die 49th Medical Group auf der Holloman Air Force Base. Er ist verantwortlich für die medizinische Ausbildung, Ausrüstung und Einsatzbereitschaft sanitätsdienstlicher Truppen für einen schnellen Einsatz und befehligt rund 94.000 Soldaten und Zivilisten an mehr als 70 Standorten weltweit. Bei seinem Aufenthalt in Holloman nutzte er auch die Gelegenheit, dem Fliegerischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe (FlgAusbZLw) einen Besuch abzustatten. Oberst Heinz-Josef Ferkinghoff, der Leiter des FlgAusbZLw, begrüßte den Gast und informierte ihn über den Auftrag des Verbandes und die Besonderheiten der Tornado-Ausbildung in Holloman. Letzter Punkt des Besuchs­programms war die Besichtigung der Fliegerarztdienststelle. Oberfeldarzt Andreas Klinkert stellte seinen Verantwortungsbereich vor und Brigadegeneral Dr. Murphy zeigte sich beeindruckt von der vorhandenen medizinischen Ausstattung. März 2016

5

Text: bo. Fotos: abw & bo

General Flugsicherheit Der Bundeswehr

Brigadegeneral Klement (vorne links) mit Oberst Ferkinghoff und fliegender Besatzung beim Wetterbriefing.

Vom 19. bis 29. Januar 2016 besuchte der General Flugsicherheit in der Bundeswehr, Brigadegeneral Peter Klement das Flieger­ ische Ausbildungszentrum der Luftwaffe und nahm am hiesigen Flugbetrieb teil. Der Besuch war keine offizielle Flugsicherheits­ inspizierung des Verbandes, sondern vielmehr ein Informationsbesuch des Generals. Grund genug einmal zu fragen, welche Aufgabe der General Flugsicherheit in der Bundeswehr (GenFlSichhBw) eigentlich hat. Wie der Name schon sagt, ist er mit seiner Dienststelle für die Flug­sicherheit in der gesamten Bundeswehr zuständig, da auch andere Teilstreitkräfte Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät einsetzen. Die Dienststelle

6

BESUCH

ZU GAST: BRIGADEGENERAL PETER KLEMENT

Flugsicherheit - Daumen hoch für Holloman!

des GenFlSichhBw ist im Luftfahrt­amt der Bundeswehr in Köln beheimatet. Das höchste Ziel ist klar definiert: Die Verhütung von Zwischenfällen und Unfällen im Luftverkehr der Bundeswehr. Um dies zu erreichen, stehen dem ­GenFlSichhBw verschiedene Instrumente zur Verfügung. Zum einen die Erarbeitung und Überprüfung von Vorschriften und Weisungen sowie die Überwachung der fliegenden Verbände bei der Einhaltung genau dieser Vorschriften. Zum anderen die Unterrichtung und Beratung der jeweiligen Führungsebenen nach Bedarf und die Herausgabe eines Jahresberichtes zum Thema Flugsicherheit in der Bundeswehr.

ROADRUNNER

Sollte es trotzdem zu einem Flugunfall oder Zwischenfall kommen, führt seine Dienststelle die entsprechenden Untersuchungen vor Ort durch. „Doch wie sieht es hier am Standort Holloman eigentlich mit der Flugsicherheit aus?“ frage ich den stellvertretenden Flugsicherheitsstabsoffizier des Verbandes. „Das Jahr hat mit mehreren Zwischenfällen begonnen, jedoch seit Mitte Januar liegen wir in einem durchschnittlichen Bereich. Durch die teils extremen klimatischen Bedingungen hier am Standort, in Verbindung mit der Höhe, ergeben sich besondere Herausforderungen, an die wir uns anpassen müssen. Zum Beispiel verwenden wir an unseren Tornado

März 2016

Hochgeschwindigkeitsreifen, die besser auf die hiesigen Umweltbedingungen abgestimmt sind. Vor allem jedoch haben wir die guten Ergebnisse, die wir bei Flugsicherheitsüberprüfungen erzielten, unserer technischen Gruppe zu verdanken. Die Kameradinnen und Kameraden machen hier einen exzellenten Job und stellen unseren Flugzeugbesatzungen technisch einwandfreie Maschinen zu Verfügung“, erklärt Oberstleutnant Oliver Dillenburger. Also – Daumen hoch für Holloman!

7

Generalvikars des Katholischen Bischofs und Militärgeneralvikar

Am 11. Februar besuchte der Militär­ generalvikar (MGV) Monsignore Reinhold Bartmann im Rahmen seiner ersten Dienstreise als MGV das Fliegerischen Aus­bildungszentrum der Luftwaffe in Holloman. Oberst Ferkinghoff, der Leiter des FlgAusbZLw begrüßte den Gast und erläuterte in einem Briefing die Besonderheiten des Standortes.

Text: Herman Josef Lachnit Foto: nt

Am Tag zuvor war der Monsignore im ­ aktischen Aus- und WeiterbildungszentT rum Flugabwehrraketen am Standort Fort Bliss in El Paso zu Gast. Der offizielle Anlass seiner Dienstreise in die USA war die Amtseinführung des neuen Katholischen Militärpfarrers Bernhard Tschullik im Katholischen Militärpfarramt USA an den Standorten Holloman Air Force Base in Alamogordo und Fort Bliss in El Paso. Bei der Weiter- bzw. Rückreise über Washington DC bestand für Monsignore ­ Bartmann die Gelegenheit den Militärpfarrer im Nebenamt für Washington DC und Virginia, Herrn Pfarrer C. Bock zu besuchen. Gemeinsame Gesprächstermine mit dem Verteidigungsattaché, Brigadegeneral Dirk Backen bei der Deutschen Botschaft in Wash­ ington DC sowie mit dem Kommandeur des Bundeswehrkommando USA/CAN, Oberst Joachim Bohn, in Reston beendeten das Besuchsprogramm.

DIE FLUGABWEHR ZU BESUCH IM FLIEGERISCHEN

Text & Foto: nt

Im Rahmen einer Weiterbildung besuchten 22 Soldatinnen und Soldaten des Taktischen Aus- und Weiterbildungszentrum Flugabwehrraketen Luftwaffe USA das Fliegerische Ausbildungszentrum der Luftwaffe auf der Holloman Air Force Base.

8

ROADRUNNER

FÖRMLICHE ANERKENNUNG

Der Inspekteur der Luftwaffe würdigt großartiges fliegerisches Können

Text & Fotos: OStGefr Glenn Atienza

ENJJPT

BESUCH

ZU GAST: MONSIGNORE REINHOLD BARTMANN

Während eines Ausbildungsflugs einer T-38C kam es am 9. Juli 2015 zu einem schweren Vogelschlag. Oberstleutnant Thomas Kirschenbauer, Fluglehrer im ENJJPT-Programm (Euro NATO Joint Jet Pilot Training) auf der ­Sheppard Air Force Base, befand sich im hinteren Cockpit, als sich der Vorfall während einer Vierer­formation ereignete. Das Eindringen des Vogels in die rechte Seite des Rumpfs führte zu schweren Schäden an der Struktur und dem Triebwerk des Luftfahrzeugs. Nach dem Aufprall fiel die komplette Elektrik aus, so dass weder die Anzeigen für Triebwerke noch die Warnanzeigen der T-38C funktion­ierten. Ohne Bordsprech- und Funkanlage verständigte sich Oberstleutnant Kirsche Kirschenbauer mittels Handzeichen über die Spiegel mit seinem Flugschüler auf dem Vordersitz. In nur wenigen Sekunden entschied sich die Crew, das Luftfahrzeug unter Zuhilfenahme von Referenzpunkten am Boden zurück nach Sheppard zu fliegen. Der Möglichkeit beraubt, mit der Außenwelt zu kommunizieren, benutzte K ­ irsche sein Mobiltelefon und meldete der Flugaufsicht am Boden die Luftnotlage. Vom hinteren Sitz landete er die Maschine und leitete auf der Landebahn das Notausstiegsverfahren ein. Durch sein großartiges ­fliegerisches Können und Urteilsvermögen konnte an diesem Tag ein Unglück verhindert werden. Für diese außerordentliche Leistung erhielt Oberstleutnant Thomas Kirschenbauer am 16. Februar 2016 eine förmliche Anerkennung des Inspekteur der Luftwaffe. März 2016

Im Namen des Inspekteur der Luftwaffe überreicht Oberstlt Hullena die förmliche Anerkenn­ung an Oberstlt Kirschenbauer.

9

Text & Foto: Oberstlt Oliver Dillenburger

Ein Hubschrauber Bell UH-1D der US-Army beim Landeanflug im markierten Zielgebiet.

Im Einsatz, zum Beispiel in Afghanistan, lern(t)en viele Soldaten, wie wichtig die persönlichen Gespräche zwischen Stammesführern, Dorfältesten, lokalen Machthabern bzw. Warlords und den offiziellen Regierungsstellen oder Soldaten der ausländischen Streitkräfte sind. Solche Gespräche werden oft durch Anschläge sabotiert. Rivalen können auf diese Weise neutralisiert werden. Zu den Aufgaben der alliierten Streitkräfte gehört unter anderem der Schutz solcher Schlüssel­ elemente („Keyleader“). Im Rahmen der Waffenlehrerausbildung sollte ein solcher Schutz aus der Luft unterstützt werden. Ungefähr 15 Soldaten begaben sich mit fünf Autos am 9. Februar auf die Centennial Range, um dort einen Konvoi auf dem Weg zu einem Keyleader Meeting zu simulieren. Der Tornado ist nicht nur in der Lage, über einen Zielbeleuchtungsbehälter das Ziel zu markieren. Dieser Sensor kann auch gut zur Beobachtung eines Gebietes genutzt werden. Dazu werden optische und Infrarot-Sensoren genutzt. In diesem Fall wurde die Marschroute eines Konvois (vier Kfz) über 17 km zum Treffpunkt begleitet. In einem der Autos steht ein Joint Terminal Attack Controller 10

Show of Force des Tornado über dem Konvoi.

(JTAC) in Funkkontakt mit den Luftfahrzeugen und koordiniert die Aktionen in der Luft und am Boden. Die JTACs haben gerade ihre Ausbildung in Frankreich abgeschlossen und sammeln wertvolle Erfahrungen. Sie sind oft die letzte und einzige Instanz, die „Gut“ und „Böse“ auseinanderhalten können und somit einen Waffeneinsatz auf den Gegner beschränken. Der Tornado oberhalb der Marschroute ist in der Lage, den Weg vor der Kolonne zu überwachen. Ein verdächtiges Fahrzeug seitlich der Straße mit zwei Personen in der Nähe konnte so über Funk an den JTAC innerhalb des Konvois gemeldet werden. Es ist eine grundsätzliche Schwierigkeit, fremde Personen als „unbeteiligt“ oder „angriffsbereit“ einzustufen. Die hörbare Anwesenheit von Kampfflugzeugen beeindruckt oft potentielle Gegner und wenn das nicht ausreicht, wird ein Show of Force in niedriger Höhe geflogen. Was für uns Soldaten in der Regel ein tolles Erlebnis ist, erzeugt bei potenziellen Angreifern meistens Respekt. Der Vorbeiflug in ca. 100 m ist nicht ungefährlich, denn die Luftfahrzeugbesatzung setzt sich einem möglichen Beschuss ROADRUNNER

durch z.B. Handfeuerwaffen aus. In mittlere Höhe fliegt oberhalb der Tornados eine US-Drohne, die ebenfalls von der Holloman Air Force Base gestartet ist. Nach der Ankunft des Konvois am Besprechungsort, während des Treffens der Entscheidungsträger, kommt es zu einem Beschuss aus der Nähe des Treffpunkts. Es gibt Verletzte. Von der Drohne wird die Position von zwei feindlichen Personen mit Raketen bekämpft, gleichzeitig wird durch den Mission Commander (Tornado) ein MedEvac Hubschrauber zum Verletztentransport angefordert. Der spätere Rückweg wird wieder aus der Luft überwacht. Die Tornados und die Drohne „kreisen“ um die Fahrstrecke. Parallelflug ist nur für Hubschrauber möglich. Die Jets sind ca. 20-mal schneller als die Kraftfahrzeuge. Ein verdächtiges Fahrzeug nähert sich der Kolonne von hinten. Nach der Identifikation als „feindlich“ bekämpfen die Tornados nacheinander erfolgreich im Sturzflug das Fahrzeug mit der 27 mm Bordkanone und ermöglichen so die sichere Rückkehr der Männer und Frauen. Die notwendige Koordination und die Absprachen für diese Übung waren hoch. März 2016

ON BASE

CLOSE AIR SUPPORT – SCHUTZ AUS DER LUFT

Ein Joint Terminal Attack Controller (JTAC) observiert die Lage.

Von der Staffel wurde die Rahmenlage geplant und vorbereitet, die vier Waffenlehrerschüler arbeiteten den Plan zur Sicherung des Konvois und des Treffens aus. Beteiligt waren u.a. vier Tornados (mit den Waffenlehrerschülern), eine MQ-1 US-Drohne, ein deutscher Learjet, deutsche und amerikanische JTACs, eine UH-1D der US-Army, deutsche Jägerleitoffiziere (die den Übungsraum überwachten und Anweisungen an die beteiligten Luftfahrzeuge gaben) und die 15 Lagendarsteller des Fliegerischen Ausbildungszentrums. Die Übung ist aufgrund der umfangreichen Vorbereitungen sehr gut verlaufen. Es wurden viele positive Lerneffekte erreicht, vor allem in der Koordination der verschiedenen Kräfte.

Angriff auf den Konvoi.

11

Text: OStFw Michael Kröger Fotos: OStFw Michael Kröger & OStGefr Pascal Zilligen

VON HOLLOMAN NACH INÇIRLIK

Mit den Anschlägen in Paris am 13. November 2015 hat die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) Frankreich und die freiheitliche Werteordnung Europas direkt angegriffen. Frankreich bat Deutschland um Unterstützung im Kampf gegen den IS in dessen Kerngebiet Irak und Syrien. Seither unterstützt die Bundeswehr unter anderem mit Aufklärungstornados und Tankflugzeugen die internationale A ­ llianz. Anfang März werden auch die ersten Soldaten des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe auf die Inçirlik Air Force Base in die Türkei verlegen. Als einer der ersten wird der Kommandeur der Technischen Gruppe, Oberstlt Dr. Thorsten Weber, in den Einsatz gehen.

Herr Oberstleutnant, welche Gedanken verbinden Sie mit ihrem Einsatzauftrag? Blick auf den Sierra Blanca bei perfektem Winterwetter zum Ski- und Snowboardfahren im Wintersportgebiet Ski Apache.

Unter diesem Motto setzten sich Mitglieder der Unteroffizierskameradschaft wie auch deren Familien am Freitag, den ­29. Januar 2016 in Richtung Ruidoso in Marsch. Trotz der letzten sonnigen Tage war noch etwas von der weißen Pracht übergeblieben und auch die Schneeverhältnisse für die Skifahrer waren noch mehr als akzeptabel. Selbst die Eisschollen vor den Hütten wurden getestet und nach einem Sturz für gefährlich befunden. Die Unterbringung der insgesamt 44 Teilnehmer fand in den Cabins der Noisy Water Lodge statt. Die Hütten waren zwar unterschiedlich von der Ausstattung, hatten aber doch etwas Nostalgisches und passten so sehr gut in das Vorhaben Winterwochenende. Fast von der Außenwelt abgeschnitten, keine Telefonnetze und auch kein Internetsignal auf dem Handy – Schock! Doch Gott sei Dank gab es in der einen oder ­anderen Ecke WiFi. Am Freitag angekommen, fanden sich schnell die Teilnehmer zusammen und genossen den Abend auf der Terrasse der Gemeinschaftslodge, wo auch das Winter­ grillen statt fand. Das Wetter war genau richtig, so dass auch der Glühwein hervorragend schmeckte. Der Samstag startete mit einem reichhaltigen Frühstück, von Rührei mit Speck, über Brötchen mit Wurst oder Käse bis hin zu Pancakes war für jeden etwas dabei. 12

Text: Redaktion. Foto: abw

So konnten sich alle gestärkt ihren jeweiligen Vorhaben widmen, ob mit den Kindern zum Snow Tubing, zur Skipiste oder einfach nur gemütlich zum Spazieren in Ruidoso oder Umgebung. Am Abend kehrten alle unversehrt von ihren Vorhaben zurück. Dennoch bemerkte man, dass einigen die ungewohnte Höhenluft zu schaffen machte und die ersten schnell Ermüdungserscheinungen zeigen. Trotzdem haben alle das gemeinsame Abendessen genossen. Anschließend wurden noch zwei Runden Bingo gespielt, was mittlerweile schon Tradition ist. Am Sonntagmorgen, nach einem kräftigen Frühstück, traten alle gestärkt die Heimreise an. An dieser Stelle sei noch einmal besonders den Helfern für die spontane Hilfe beim Abbau und Verpacken des Materials gedankt.

Ich saß gerade beim Abendessen in einem Restaurant in Louisiana, als die ersten Bilder von den Anschlägen aus Paris übertragen wurden. Später berichteten Freunde, die in Paris leben, von ihren Erlebnissen. Sie befanden sich zur Anschlagszeit mit ihren Kindern in dem Fußballstadion vor Ort. Streitkräfte sind dazu da, unsere Bevölkerung vor Angriffen zu schützen; unsere Tornados in der Türkei helfen dabei. Von Holloman aus in den Auslandsein­ satz, geht das so einfach?

Es ist nicht das erste Mal, dass Personal des FlgAusbZLw in den Einsatz geht. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es einige Dinge, die ich zusätzlich beachten muss. Beispielweise habe ich meiner Frau eine besondere Vollmacht erteilen müssen, um bestimmte Dinge mit TRICARE, der Bank, dem Vermieter oder mit der Motor Vehicle Division während meiner Abwesenheit regeln zu können. Das Legal Office auf der Base hat mich dabei hervorragend unterstützt. Zudem haben wir hier vor Ort das beste Familienbetreuungszentrum: Die deutsche Gemeinschaft.

EINSATZ

VERANSTALTUNG

„AB IN DEN SCHNEE!“

ber hinaus wird die militärische und politische Führung in Deutschland tagtäglich über die Lage vor Ort informiert. Fühlen Sie sich für die vor Ihnen liegen­ den Aufgaben gut vorbereitet?

Die Inçirlik Air Force Base ist sehr gut geschützt. Im Rahmen einer gesunden Risikoabschätzung kann ich mich daher auf meinen Kernauftrag konzentrieren. Darüber hinaus habe ich schon in einigen Stäben gearbeitet, national wie international und dabei einiges an Erfahrungen sammeln dürfen. Ich kann daher mit gutem Gewissen in den Einsatz gehen. Zudem weiß ich, dass meine Technische Gruppe in Holloman in sehr guten Händen ist. Herr Oberstleutnant, vielen Dank für das Interview und alles Gute für den Einsatz.

Können Sie uns erklären, was Ihr Auf­ trag in der Türkei sein wird?

Ich werde dort die Position des Chef des Stabes des deutschen Einsatzkontingentes wahrnehmen. Die Hauptaufgabe besteht darin, unseren Einsatzverband in Inçirlik zu unterstützen, damit sich dieser voll auf den Einsatzauftrag konzentrieren kann. DarüROADRUNNER

März 2016

13

Konzentration bei Lötarbeiten an einem FM-Radio.

„Ich fand dieses Praktikum beim Fliegerischen Ausbildungszentrum auf der Holloman Air Force Base sehr interessant, weil wir sehr viel selber machen durften, wie zum Beispiel ein Radio löten oder eine Nietenplatte machen. Aber auch die Tage, an denen uns nur etwas erzählt wurde, waren äußerst interessant, denn wir haben Sachen erfahren, von denen wir vorher keine Ahnung hatten. Als Zusammenfassung kann ich sagen, dass mir dieses Praktikum sehr gut gefallen hat.“  Nick R. Marinescu

14

Text: Redaktion. Fotos: HptFw Filip Mrozowski & nt.

Wie in den Jahren zuvor, so nutzten auch in diesem Februar sechs Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schule Alamogordo sowie ein Student der New Mexico State University Alamogordo die Möglichkeit, ein Praktikum bei der Luftwaffe auf der Holloman Air Force Base zu absolvieren. Über zwei Wochen hinweg konnten sie sich einen Eindruck über die vielfältigen und zahlreichen Arbeitsbereiche verschaffen und neue Berufszweige für sich entdecken. Nachfolgend berichten sie von ihren Eindrücken und Erfahrungen. Hauptfeldwebel Filip Mrozowski von der Elektronikstaffel hatte sich dieses Jahr etwas Besonderes einfallen lassen. Unter seiner Anleitung durften die sieben Praktikantinnen und Praktikanten nach einer Kurzeinweisung in die Funktionsweise eines Lötkolbens, jeweils einen FM-Radiobausatz selbst zusammenlöten. Dies machte den Schülerinnen und Schülern besonders viel Spaß und ging dank der erteilten Ratschläge „Bauteile nicht loslassen bevor das Zinn hart ist“ und „Die Temperatur der Lötspitze wird nicht mit den Fingern gemessen“ auch ohne Brandblasen vonstatten.

„Die zwei Wochen beim Fliegerischen Ausbildungszentrum der deutschen Luftwaffe haben mir sehr gefallen. Im Rahmen des Praktikums durften wir sehr viel praktisch machen und miterleben. Wir durften zum Beispiel ein Radio selbst löten und an einem Triebwerk arbeiten. Ebenfalls durften wir den Flugsimulator benutzen, das war das Spannendste für mich. Einen Einblick in die Bundeswehr zu bekommen, hat mich auf die Idee gebracht, Fliegerärztin bei der Bundeswehr zu werden. Ich bin sehr froh, dass ich mich für das Praktikum hier entschieden habe.“  Virginia Geißler

ROADRUNNER

„Ich fand dieses Praktikum beim Fliegerischen Ausbildungszentrum sehr interessant und spannend, vor allem der praktische Teil hat mir sehr gut gefallen. Es gab auch Tage an denen uns sehr viel erzählt wurde und trotzdem war es sehr interessant. Am allerbesten war der Flugsimulator.“  Kevin Lubansky

„Die zwei Wochen im Fliegerischen Ausbildungszentrum waren sehr interessant. Wir haben viele Einblicke in die verschiedenen Staffeln bekommen, besonders das Praktische hat mir sehr viel Spaß gemacht. Wir hatten die Möglichkeit, ein Radio selbst zu bauen und den Flugsimulator zu verwenden. Im Allgemeinen war es ein sehr spannendes und aufregendes Praktikum und ich bin froh, mich dafür entschieden zu haben.“  Jana Metz

ON BASE

SCHÜLERPRAKTIKUM IM FLIEGERISCHEN

„Es war ein sehr informatives Praktikum im Fliegerischen Ausbildungszentrum, welches viel Spaß gemacht hat. Vor allem der praktische Teil, der Flugsimulator und das Radio löten war das ­Interessanteste. Es war auch toll, einen Einblick in die verschiedenen Abteilungen zu bekommen und zu verstehen, wie ein Arbeitstag abläuft.“  Jasmin Kuba

„Das Praktikum im Fliegerischen Ausbildungszentrum war für mich sehr interessant und informativ. Besonders der praktische Teil in den verschiedenen Bereichen war sehr lustig. Durch das Praktikum ist mein Interesse, Soldat zu werden, stark gestiegen. Alle Angestellten der Bundeswehr sind sehr nett und haben immer freundlich auf unsere Fragen geantwortet. Ich hoffe, dass zukünftige Praktikanten genau so viel Spaß haben wie wir.“  Dominik Mutz

„Mein Eindruck von der Bundeswehr nach unserem zweiwöchigem Praktikum ist sehr positiv. Während der zwei Wochen wurden wir von verschiedenen deutschen Soldaten auf der Base rumgeführt und haben so einen Einblick in alle Staffeln bekommen. Es gab zwar viele Informationen und wir mussten oft gut zuhören, was für den einen oder anderen zu monoton war, allerdings durften wir auch viele praktische Sachen, wie Drahtsicherungen anlegen oder ein Radio zusammenlöten, erledigen. Alles war sehr interessant und die Soldaten haben uns mit viel Freude ihren Arbeitsplatz erklärt. Ein Highlight war der Ausflug zum Flugsimulator, den wir sogar selber betätigen durften. Zusammenfassend war das Praktikum sehr informativ und hat uns allen viel Spaß bereitet.“  Niklas Knüpfer

März 2016

15

„20 Johr Holloman dat is doll, mir han de nas noch lang net voll“

Text: StFw Eric Schüren. Fotos: abw, fs, nt.

VERANSTALTUNG

KARNEVAL 2016

KOSTÜMSITZUNG der KG Holloman

16

Die Mitglieder der Karnevalsgesellschaft Holloman stellten auch dieses Jahr ein unterhaltsames Programm auf die Beine ….

… und die einzelnen Akteuere schafften es, die Stimmung im Saal ordentlich anzuheizen.

Das diesjährige Motto der KG Holloman hielt, was es versprach. Das kurzweilige Programm ließ darauf schließen, dass die engagierten Damen und Herren der KG Holloman die Nase noch lang nicht voll haben, Karneval zu feiern. In der gut gefüllten und bunt geschmückten Moose Lodge fiel um 18.11 Uhr der Startschuss zur 16. Karnevalssitzung. Nach der Ansprache von Oberstleutnant Karl-F. Carlo Eppler präsentierte Michelle ­Schüren ihren Mariechentanz. Mit ihren zehn Jahren ist sie bereits zum dritten Mal ein f­ ester Bestandteil des Bühnenprogramms und begeisterte das Publikum mit ihrer groß­ artigen Darbietung voll und ganz. Erstmalig auf der Bühne konnte man das Können der Alamogordo Tanzgruppe Showtime bestaunen. 15 Kids zeigten eine Hip-Hop-Choreografie zu moderner Musik vom Feinsten. Zum ersten Mal in der Bütt zog Maik Salomon über das aktuelle Geschehen im Fliegerischen her. Damit war das Eis gebrochen und die Stimmung im Saal stieg ständig. Am Klavier hauten Stefan Schommi Schommers und Peter Fritzen auf ungewohnte Art und Weise in die Tas-

che Publikum auf Hochtouren. Als Feuerwehrmänner verkleidet, gab es eine Tanzdarbietung, die unter Applaus die Wo:tosendem Moose Lodge Moose Lodge rocken ließ. Alamogordo Für den Abschluss der Sitzung bereitete unser Moderator Einlass: Roland Bader Sport 17:11als Uhr Ursel das Publikum mit Schunkel- und Auflockerungsübungen um Uhr danach Beginn:vor,18:11 das Tanzbein zu schwingen. Mit den Klängen von Jens Arndt alias DJ00:30 ShortyUhr konnte Ende: man den gelungenen Sitzungsabend auf der Tanzfläche ausklingen lassen. Auch in diesem Jahr können wir als KG wieder auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken und uns bei allen bedanken, die an dieser Sitzung mitgewirkt haben. Viel Arbeit steckt immer in den Vorbereitungen, aber wenn man dann die vielen positiven Stimmen hört, weiß man, dass es Kartenvorverkauf sich gelohnt hat. Einen großer Dank geht an den Bundeswehr Betreuungsverein, der das Publikum mit leckeren gratis Speisen vom Koch-Team JR & Co. verwöhnt hat. Also dann:

ten. Als die Beiden die Hüllen fallen ließen, blieb im Publikum kein Auge mehr trocken. Den zweiten Mariechentanz präsentierte Nicole Nowack, die mit gekonnten Spagatsprüngen und Radschlägen alle von den Bänken riß. Die Monster-Muttis verzauberten in ihren schönen Kostümen und ihrem monstermäßigen Aussehen das P ­ ublikum, aber die kleine Pauline musste vor Angst ihr Bettchen verlassen. Die Frauen der KG sangen mit den Rockenden Socken an Hausfassaden zu be­kannten Klängen der Popmusik. Hübsch anzusehen waren die detailliert hergerichteten, singenden Handsocken. Seit letztem Jahr kannte sie jeder: Alle warteten auf Schnüss und Schnüsschen (Stefan Schommers und Mike Reichert), die auch in diesem Jahr mit ihren selbstgedichteten Liedern den Saal so richtig in Fahrt brachten. Die Kommandeure sangen aus Mülltonnen zum Schlager aus der Sesamstrasse und der Melodie „Mana mana“. Am Ende gab es dann noch ein Ratespiel, welcher Kommandeur sich wohl in der welcher Mülltonne versteckt hatte. Mit dem Einzug zu „Thunderstruck“ brachten die Männer der KG das weibliROADRUNNER

06.02.2016

ab 06.01.2016 beim SI Info und im Dt

Bis nächstes Jahr mit einem dreifach Holloman Alaaf!!!

März 2016

Das Koch-Team sorgte bestens für das leibliche Wohl.

17

18

ROADRUNNER

März 2016

19

Wer sich in diesen Tagen zufällig in die stillgelegte Bowlingalley Silver Lanes in Santa Fe verirren sollte, dürfte Zeuge einer einzigartigen Verwandlung werden. Auch wenn am Rande des Parkplatzes noch ein riesiger Bowling-Pin auf die einstige Zweckbestimmung der 3.066 Quadratmeter großen Halle hinweist, so wird das seit 2008 geschlossene Gebäude im Inneren gerade radikal umgebaut, damit es in wenigen Wochen seine Tore für Besucher öffnen kann. Der hier entstehende Meow Wolf Art Complex mit seiner Hauptattraktion The House of Eternal Return erzählt hinter den Kulissen die Geschichte einer überalternden Stadt und einer jungen Künstlergruppe, die dieser Entwicklung entgegenwirken möchte. Daher drehen wir kurz die Zeit zurück und beginnen von Anfang an: Im Jahre 2008, dem Jahr, als im Silver Lanes die letzten „Strike!“-Rufe durch das Gebäude schallten und die letzten Bowlingkugeln geworfen wurden, gründete der in Santa Fe aufgewachsene Vince Kadlubek die Künstlergruppe Meow Wolf. Die Stadt verlor im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends aufgrund der hohen Lebenskosten, der geringen Jobmöglichkeiten und des größtenteils uninteressanten 20

Text: kb. Fotos: Lennart Holz.

Nachtlebens unzählige junge Menschen an andere Städte in den USA. Dadurch stieg das Durchschnittsalter der Stadt von 40 Jahren auf 44 an. Die Mitglieder von Meow Wolf wollten diesem Trend entgegenwirken, indem sie bei Nacht kostenlose Underground-Partys veranstalteten und bei Tage riesige Kunstinstallationen an öffentlichen Plätzen oder in leerstehenden Gebäuden der Öffentlichkeit präsentierten. Im Laufe der Zeit wuchsen sowohl der Bekanntheitsgrad der Gruppe, als auch die Größe und Kostenintensität der Projekte. 2011 errichteten die Mitglieder als vorläufigen Höhepunkt im Santa Fe Center for Contemporary Art mit dem Projekt The Due Return ein riesiges gestrandetes Schiff, welches für den Besucher auf unterschiedlichste Art und Weise zu erforschen war. In jedem Raum beeindruckten Licht- und Farb­ installationen sowie viel Liebe zum Detail, zudem gab es unzählige versteckte Geschichten zu entdecken. 25.000 Besucher in drei Monaten erkundeten das interaktive Schiff und machten Meow Wolf auch über die Grenzen von Santa Fe hinaus bekannt. Nach diversen Projekten außerhalb von New Mexico wuchs in den Mitgliedern, die alle auf Freiwilligenbasis arbeiteten, der ROADRUNNER

Wunsch nach einer festen Heimat in einem Gebäude in Santa Fe. Somit sollte auch die Möglichkeit bestehen, durch ihre Kreativität langfristig Geld einzunehmen. Vince Kadlubek arbeitete zu diesem Zeitpunkt ­ nebenbei für den Bestseller-Autoren George R. R. Martin, der 2013 in Santa Fe das Jean Cocteau Cinema gekauft hatte. Dieser bediente sich seiner Dienste, um über Social Media und besondere Veranstaltungen das Kino mehr in der jungen Szene der Stadt zu verankern. Mittlerweile war Meow Wolf auch aufgrund der Unterstützung von Bürgermeister Gonzales eine feste Institution in der Stadt, dennoch fehlte es an Geldmitteln. Und so fasste sich Kadlubek ein Herz und fragte den millionenschweren Fantasy­ Autor Martin eines Tages im Herbst 2014, ob er eine gewisse leerstehende Bowling­ alley kaufen möchte. Nachdem der Schriftsteller zugesagt hatte, das Gebäude für 3,5 Millionen Dollar zu kaufen und kernsanieren zu lassen, begannen die Mitglieder von Meow Wolf damit, die darüber hinaus benötigten 1,5 Millionen Dollar für das Innenleben auf unterschiedlichsten Wegen zu beschaffen. Durch Investmentoptionen, eine erfolgreiche Spenden-Kampagne im Internet, März 2016

FREIZEIT

MEOW WOLF – PARALLELWELTEN IN SANTA FE

sowie Sponsoren haben sie ihr Ziel beinahe erreicht und der Innenausbau ist fast abgeschlossen. Neben für lokale Künstler vorgesehene Studios, einem Seminar-Bereich für Schulklassen und Erwachsene, einer klassischen Galerie und einem Giftshop wird das Herz des Gebäudes auf 1.850 Quadratmetern die bisher größte interaktive Installation der Gruppe sein, welche den Namen The House of Eternal Return tragen wird. In dieser finden sich die Besucher zunächst auf einer Rasenfläche vor der kompletten Außenfassade eines klassischen viktorianischen Herrenhauses wieder. Das Haus scheint verlassen und auf der ­Veranda schwingt eine leere Schaukel leise vor sich hin. Im Inneren entdeckt man in den scheinbar alltäglichen Räumen des Hauses ­Hinterlassenschaften von vier Bewohnern, der Familie Selig. Der Großvater, seine beiden Enkel, zehnjährige Zwillinge, und deren Onkel haben in den Räumlichkeiten Dinge zurückgelassen, die einem mehr über die Familie verraten. Seien es Kleidungsstücke, Tagebücher oder auch nur die Einkaufsliste am Kühlschrank. Und schon bald erkennt man, dass sich hinter der Fassade noch ganz andere Welten außerhalb von Raum und Zeit verbergen. 21

FREIZEIT

FORTSETZUNG: MEOW WOLF – PARALLELWELTEN IN SANTA FE

el i p s n n Gewi ner verlost Geht man geduckt in den Kamin im Wohnzimmer, findet man sich plötzlich in einem von Kristallen erleuchteten Höhlenlabyrinth wieder. Hinter der Kühlschranktür entdeckt man einen Gang, der einen in ein futuristisches intergalaktisches Reisebüro führt, wo man von einem holographischen Alien begrüßt wird. Dahinter weitere Welten. Ein Wald in dessen Baumwipfeln es per Brücken miteinander verbundene Baumhäuser zu erforschen gibt. Eine verlassene Geisterstadt. Ein senkrecht in den Boden gerammter Schulbus. Ein Mammut­skelett dessen Rippen bei Berührung Musik erzeugen. Und all diese Welten sind untermalt von Licht und Nebeleffekten sowie einem eigens komponierten Soundtrack, während man tiefer in die Welt der Familie Selig vordringt. Laut Meow Wolf muss man hundert Stunden investieren, um alles in der Ausstellung erkunden zu können. Zusätzlich gibt es innerhalb der Ausstellung einen eigenen Bühnenbereich, der abends zum Veranstaltungsort für Konzerte werden wird. Außerhalb des Gebäudes ist es vorgesehen, den großen Parkplatz nach und nach zu begrünen, mit großen Statuen und Skulpturen zu versehen und eine Begeg22

olf´s W n u w r o d e oa “ für M Der R n e eturn t R r a l k a s n e 2 Tag f Eter o e s Ho u it „The ail m M E e h ein ow Wolf“ c a f n t ei „Me Sende treffzeile e an der B März . m 0 2 m ud.co o l c i bis zu @ sbZLw u A g l F

nungsstätte mit Picknicktischen und Grillplätzen zu errichten. Schon jetzt wachen ein riesiger Roboter und eine landestypische Riesenspinne über den Eingang. Erfolg ist den Künstlern, die für Meow Wolf an dem Projekt arbeiten, welches am 18. März seine Tore öffnen wird, auf jeden Fall zu wünschen. Diesen verdienen sie schon rückblickend für das Beleben der kulturellen Szene von Santa Fe in den letzten acht Jahren und nun für das Errichten einer Begegnungsstätte für Jung und Alt, eines Ortes der Verwirklichung und Präsentation für Künstler und eines lohnenswerten Ausflugszieles nach Eröffnung auch für uns hier in der häufig kulturellen Wüste.

was

Meow Wolf Art Complex

wo

1352 Rufina Circle, 87507 Santa Fe

offen

Mi, Do & So 10.00 bis 20.00 Uhr Fr & Sa 10.00 – 24.00 Uhr Erwachsene (Einwohner NM)

$ 18 ($ 15)

Preise Kinder unter 12 Jahre (Einwohner NM)

$ 12 ($ 10)

Familienjahreskarte (5 Personen) Info ROADRUNNER

März 2016

$ 150

www.meowwolf.com 23

Text & Fotos: Elke Graves & Redaktion

In den USA ist die tiergestützte Sozialarbeit schon lange kein Fremdwort mehr. Hier werden viele verschiedene Tierarten in allen möglichen therapeutischen Gebieten eingesetzt. Der Canis lupus familiaris (der Haushund) wird beispielsweise unter anderem auch als Therapiehund (Besuchshund) eingesetzt. Wir haben uns gefragt, was so ein Hund wohl können muss, welche Voraussetzungen er haben sollte und wie und wo man ihn einsetzen kann.

Aber auch der Mensch, der den Hund führt, sollte einige Voraussetzungen mitbringen. Eine Grundvoraussetzung für die Ausbildung ist die Bereitschaft, Zeit zu investieren und der Wille, regelmäßig unentgeltliche Einsätze zu leisten. Man sollte mitfühlend sein, um sich in die Lage des gegebenenfalls kranken, einsamen oder benachteiligten Menschen versetzen zu können. Man muss seinen Hund lesen können, um zu vermeiden, dass er in Stress­ situationen gerät. Waren Sie in Deutschland schon in die­ sem Bereich tätig?

Frau Graves, Sie haben selbst zwei aus­ gebildete Therapiehunde und sind auch hier in den USA Evaluator (Gutachter) für Therapiehunde bei Therapy Dogs International e.V. Welche Grundvoraus­ setzungen sollte ein Hund mitbringen, um Therapie- beziehungsweise Besuchs­ hund zu werden?

Ein Therapiehund ist in aller Regel ein normaler Familienhund mit einer speziellen Ausbildung. Hunde jeglicher Rasse können, wenn die Grundvoraussetzungen stimmen, zum Therapiehund ausgebildet werden. Die Hunde sollten menschenbezogene, freundliche Tiere sein und sie sollten eine gewisse Nervenstärke mitbringen. Sie müssen sich unbedingt am Hundeführer orientieren, was man durch eine einfühlsame und konsequente Erziehung erreicht. 24

Als ich noch in Deutschland lebte, habe ich mich bereits für die tiergestützte Sozial­ arbeit interessiert, habe aber nicht aktiv in diesem Feld gearbeitet. Als Hundebesitzer bzw. Hundetrainer habe ich mich selbstverständlich besonders mit dem Thema „Mensch & Hund“ befasst. Wenn wir bedenken, wie viele Jahre uns der Hund schon durch unser Leben begleitet, liegt es eigentlich auf der Hand, dass er uns auch emotionale Unterstützung geben kann. Leider tut man sich in Deutschland immer noch sehr schwer mit diesem Thema.

gerade ältere Menschen oder Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen wenig bis nahezu gar keinen körperlichen Kontakt mehr erfahren, dann kann man sich vorstellen, was ein Tier bewirken kann. Da ist plötzlich ein Lebewesen, was einen ganz unvoreingenommen akzeptiert. In meiner Arbeit ist es mir besonders bei Menschen mit Einschränkungen aufgefallen, welche Freude, Momente des Glücks und auch Entspannung so ein Besuch auslösen kann. Beispielsweise haben Studien nachweislich belegen können, dass insbesondere bei Senioren die Anwesenheit von Hunden sich positiv auf den allgemeinen Gesundheitszustand, auf das Herz-Kreislaufsystem, sowie auf das vegetative Nervensystem auswirkt. Hunde laden dazu ein, Körperkontakt mit ihnen aufzunehmen, dadurch wird gerade bei älteren Menschen die Motorik trainiert. Insbesondere in Seniorenheimen regt der Therapiehund auch zur Kommunikation untereinander an. Die Konzentrationsfähigkeit kann bei Demenzpatienten steigen, wenn sie Tiere um sich haben. Der eine oder andere erzählt aus seiner Erinnerung und wird dadurch aus seiner Lethargie geholt. Gerade bei diesen Patienten wird oftmals dadurch die Langzeitgedächtnisleistung wieder in Gang gebracht. Aber auch das Kurzzeitgedächtnis wird angeregt, in dem der eine oder andere vielleicht mehr über den Hund erfahren möchte. Den Hund zu streicheln, ihn Kom-

Wo finden die meisten Besuche statt?

Die meisten Besuche finden in Altenheimen, Krankenhäusern, Einrichtungen des betreuten Wohnens, Hospizen, Schulen, Rehabilitations-Einrichtungen und Behindertenwerkstätten statt. Welche Erfahrungen konnten Sie bei Ihren Besuchen machen?

Der Hund ist lebendig und warm, das gibt viele positive Anreize. Man muss den Hund als Mittler sehen. Wenn man bedenkt, dass ROADRUNNER

März 2016

mandos ausführen zu lassen und ihn am Ende mit einem Leckerli zu belohnen, kann ein wichtiger Türöffner sein, zu einer Welt, die längst vergessen zu sein scheint.

ENGAGEMENT

TIERE HELFEN MENSCHEN

Werden Therapiehunde nur bei Erwach­ senen eingesetzt?

Selbstverständlich wird der Therapiehund auch in den verschiedensten Bereichen bei der Arbeit mit Kindern eingesetzt. Die meisten Kinder haben eine deutliche und natürliche Körpersprache, genauso wie der Hund. Deshalb verstehen, wenn dem so ist, Kinder und Hunde sich sehr gut miteinander. Der Hund hat keine Erwartungshaltung, er nähert sich unvoreingenommen, er vermittelt Sicherheit, Nähe und Geborgenheit. In der Kinder-Psychiatrie erzielt man mit der tiergestützten Therapie oft erstaunliche Erfolge. Kinder, die zuvor auf keine andere Therapiemethode mehr ansprachen, reagierten auf Tiere. Dadurch wird oftmals eine Behandlung ermöglicht oder erleichtert. Auch bei Lernschwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten kann ein Hund helfen. So gibt es einige Schulprojekte wie z.B. das Projekt „Lesehunde“, was immer mehr Anklang in den Schulen findet. Hier wird der vierbeinige Freund als Lernhelfer eingesetzt. Die Erfolge sind enorm. Einem Hund etwas vorzulesen, scheint vielen Kindern die Angst zu nehmen, ausgelacht oder ständig korrigiert zu werden. Aber auch bei anderen Einsätzen im schulischen Bereich hat man festgestellt, dass die Kinder viel konzentrierter, motivierter und aufmerksamer bei der Anwesenheit eines Tieres sind. Tiere haben einen direkten emotionalen Zugang zu uns Menschen und wer sich emotional öffnet und wieder Begeisterung empfinden kann, lernt auch besser. Es ist für mich immer wieder sehr schön zu erleben, wie ein Tier bzw. Hund Freude schenken kann, ohne mehr zu tun, als da zu sein. Einen Hund zum Freund zu haben, ist für manchen Menschen der Schlüssel zu einem besseren Leben. 25

Eigentlich sollte der diesjährige Ausflug der Grundschule Anfang Oktober stattfinden. Leider wurden aber am geplanten Tag die Busfahrer kurzfristig zu einer Personalversammlung geladen, die sich nicht verschieben ließ. So mussten die Kinder vertröstet und ein neuer Termin festgelegt werden. Am Freitag, dem 5. Februar 2016, parallel zum Wintersporttag der Sekundar­ stufe, war es dann endlich soweit. Die bunte Kinderschar, dick verpackt in winterlichem Outfit, machte sich auf zwei Schulbusse verteilt auf den Weg Richtung der weißen Dünenlandschaft von White Sands. Dort angekommen, wartete kühles und windiges Wetter auf die Kinder. Diese ließen sich zunächst auch nicht vom Wetter abhalten und kletterten flugs die Dünen

26

Text: Iris Filipowsky. Fotos: DSA.

hinauf, um sich flott auf ihre Rutschteller zu schwingen und juchzend die Dünen hinabzugleiten. Bald aber wurde es für manche zu frisch und es wurde spontan beschlossen, die Schulbusse schützend vor die Dünen zu stellen. Dies nahm dem Wind die Schärfe und man konnte wieder seiner jeweiligen Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Diese waren neben dem Dünenrutschen, im Sand buddeln, sich bergab kullern lassen, mit den Rutschtellern in Formationen aufstellen, in den Sand schreiben und noch vieles mehr! Zwischendurch wurde vom leckeren, mitgebrachten Frühstück genascht. Wenn es einem zu kalt wurde, konnte man sich in den muckelig aufgeheizten Schulbussen wärmen, bevor es wieder zum Spielen und Toben in die Dünen ging.

ROADRUNNER

DEUTSCHE SCHULE ALAMOGORDO

SCHULAUSFLUG IN DIE GROSSE SANDKISTE

Nachdem der Wind kurz nach elf Uhr wieder aufgefrischt hatte, war es kein Vergnügen mehr, oben auf den Dünen zu stehen. Der Sand blies einem ins Gesicht und so entschloss man kurzerhand, die Grundschulkinder in die Busse zu setzen, an die Schule zurückzufahren und ihnen dort im Pausenhof nochmal ausgiebig Gelegenheit zu bieten, nach Herzenslust im gewohnten Umfeld zu spielen. Meist strahlende Kinder konnten sich schließlich um 13 Uhr auf den Nachhauseweg machen, bzw. von den Eltern in Empfang genommen werden. Trotz kühlen Temperaturen und für diese Jahreszeit ungewohnten Windverhältnissen war es ein gelungener Tag, schien doch wenigstens die Sonne wie gewohnt vom tiefblauen Himmel!

März 2016

27

Text & Fotos: jg

Was macht ein Kletterer um im Winter nicht ganz einzurosten? Richtig – er wartet bis es kalt ist und geht Eisklettern. Da es hier aber nie so richtig kalt wird und auch nicht wirklich Wasser gibt, muss sich der ambitionierte Eiskletterer gedulden, bis die Bedingungen optimal sind. Anfang Februar war es dann soweit: Eine Kälteperiode mit genau der richtigen Menge Niederschlag ließ die wenigen Wasserfälle rund um Alamogordo erstarren. Eisgeräte – Seil und Steigeisen – eingepackt und los ging es zum Bridal Veil Fall im Salado Canyon. Eisschrauben wurden zur Absicherung gesetzt und die Routen an den gefrorenen Eissäulen angelegt. Für den erfolgreichen Durchstieg braucht man dann nur noch einen Seilpartner, der den Kletterer bei klirrender Kälte mit den am nassen Seil angefrorenen Handschuhen und kalten Fingern sichert. Thomas Petermann und Jan Grande konnten abwechselnd alle Routen erfolgreich durchklettern bis die Arme platt waren. Nach Abbau der Sicherungen hinterließen sie die Wasserfälle wieder sich selbst und ihre Spuren waren schon nach der nächsten Nacht mit einen neuen Schicht Eis überzogen.

EL PASO MARATHON

Angenehme 20°C erwartete die Teilnehmer des erste Marathons im diesem Jahr in El Paso. Aufgrund des Höhenunterschiedes zwischen Start und Ziel ist dieser Marathon für schnelle Zeiten bekannt. Dieses Jahr wurde das erste Mal nicht auf der Passhöhe der Transmountain Road gestartet, sondern mitten in der Stadt. Die dadurch etwas unspektakuläre Strecke wurde von den Veranstaltern durch zahlreiche kleine Vororte geführt, wodurch die Begeisterung bei Teilnehmern und Zuschauern nicht gerade gesteigert wurde. Die beiden Teilnehmer aus Holloman, Jan Grande und Tomas Forsmann, erreichten dennoch mit guten Zeiten das Ziel und feierten anschließend den Erfolg mit den Vertretern des Hauptsponsors.

Text & Foto: jg

SPORT

EISKLETTERN IM SALADO CANYON

Die Läufer des Fliegerischen Ausblidungszentrum der Luftwaffe werden sich 2016 noch an folgenden Events beteiligen:  Shiprock Marathon & Halbmarathon 7. Mai 2016 in Shiprock, NM www.shiprockmarathon.com  Duke City Marathon & Halbmarathon 16. Oktober 2016 in Albuquerque, NM www.dukecitymarahton.com Informationen über die Teilnahme an den Events gibt es bei Stabsfeldwebel Tomas Forsmann +1 (575) 404-2532 [email protected]

Sporttermine rund um Holloman wöchentliche Skiausbildung

Befehl FlgAusbZLw StO HAFB 09/16

05.03.2016

Sierra Vista Trail Runs Las Cruces 50K / 30K / 10K Run

sierravistatrailrun.wordpress.com

20.03.2016

Bataan Memorial Death March

bataanmarch.com

mittwochs

HptFw Thomas Petermann in der Eiswand.

28

HptFw Jan Grande am Fuß des gefrorenen Wasserfalls. ROADRUNNER

März 2016

29

SE VE, SE SIENTE, EL PAPA ESTA PRESENTE Man sieht, man fühlt, der Papst ist da.

Text & Foto: Militärpfarrer Bernhard Tschullik

KATHOLISCHE GEMEINDE

KIRCHE

NEUES AUS DEN KIRCHENGEMEINDEN

Johannes Der Täufer Kirche

Gottesdienst Evangelische Gemeinde 20.03., Karsamstag 10 Uhr, 2. Winterkiche mit Musik

Heilige Messe Katholische Gemeinde 03.04., Sonntag 10 Uhr

Kreuzweg für Jugendliche und Kinder Katholische Gemeinde 23.03., Mittwoch 16 Uhr, Treffpunkt Desert Foothills Park, 2907 East 1st Street, Alamogordo

Firmung Katholische Gemeinde 10.04., Sonntag 18 Uhr, Heilige Messe mit Miltärbischof Franz-Josef Overbeck

Kreuzweg – auf den Monte Christo Rey Katholische Gemeinde 25.03., Karfreitag 10 Uhr, Treffpunkt Christo Rey Road, El Paso

Erstkommunion Katholische Gemeinde 17.04., Sonntag 10 Uhr

Feier der Osternacht Katholische Gemeinde 26.03., Karsamstag 20.30 Uhr, mit Speisensegnung und anschl. Oster-Abendessen-Potluck

Aufgrund der Vakanz des Amtes des Evangelischen Militärpfarrers werden Termine für Messen und sonstige Veranstaltungen kurz­ fristig bekannt gegeben.

v.l.n.r.: Martin Huber, Yvonne Salomon, Vanessa Bauer, Bernhard Tschullik, Karolina Wyszecka.

MÄR APR Veranstaltungsorte:

30

Evangelisches Gemeindehaus 1311 Galway Drive links der Kirche

Johannes Der Täufer Kirche 1451 Galway Drive

Katholisches Pfarrzentrum 1451 Galway Drive rechts der Kirche ROADRUNNER

Man sieht, man fühlt, der Papst ist da. So klang es über den weiten Platz bei der Papstmesse in Juárez/Mexico. Wir, fünf Männer und Frauen, allesamt Angehörige des Fliegerischen Ausbildungszentrums, hatten uns am frühen Morgen des 17. Februars von Alamogordo aus auf den Weg nach Juárez gemacht. Der Papst kommt und wir wollten irgendwie dabei sein. Sehr sehr kurzfristig besorgte uns Martina O. aus Fort Bliss doch noch Karten für diesen besonderen Tag. Ausgestattet mit einer kleinen Deutschlandfahne machten wir uns schon früh auf den Weg. Als wir noch in der Dunkelheit die Grenze nach Mexiko überquerten, waren wir erstaunt, wie reibungslos alles von statten ging. Dank Vanessa Bauers Sprachkenntnissen war alles kein Problem und um 9 Uhr standen wir in unserem „Feld“. Die Messe war für 16 Uhr angesetzt und wir waren nun gespannt und erwartungsvoll, wie wir die vielen Stunden bis zur Ankunft des Papstes ­verbringen würden. Ich glaube aber sagen zu dürfen, es entwickelte sich binnen kürzester Zeit eine wunderbar entspannte und fröhliche Stimmung unter den Papstpilgern. Die Musik, die Gesänge und die Hochrufe (siehe März 2016

­ berschrift) auf den Papst b­ estimmten von Ü nun an diesen Tag. Die Menschen waren sehr freundlich und uns sehr herzlich zugetan, als sie merkten, dass deutsche Pilger unter ihnen sind. Auch wenn wir als Gruppe nur wenig verstanden, durften wir uns trotzdem in der großen katholischen Familie wohlfühlen. Letztlich konnte sich aber auch keiner dieser Atmosphäre entziehen und als dann der Papst endlich mit seinem ­ Papamobil einfuhr, gab es kein Halten mehr. Handys wurden gezückt und es herrschte ein unglaublicher Jubel. Die wenigsten konnten den Papst allerdings aus nächster Nähe sehen und so waren auch wir meist auf die großen Leinwände angewiesen. Dies tat aber unserer Freude keinen Abbruch. Die Messe selbst war der Höhepunkt und es war wunderbar zu sehen und zu spüren wie wichtig das für die Mexikaner und auch für uns war. Man hätte an manchen Stellen der Messe eine Stecknadel fallen hören können. Unser Tag endete dann mit einem kurzen Rückmarsch und einem guten Abendessen in einem mexikanischen Restaurant. Erfüllt von den vielen Eindrücken des Tages und gestärkt für unseren Alltag, durften wir problemlos unsere Heimfahrt antreten. 31

Amtseinführung des Katholischen Militärpfarrers Bernhard Tschullik

Als am 14. Februar 2016 Militärgeneral­ vikar Monsignore Reinhold Bartmann und Militärpfarrer Bernhard Tschullik die gemeinsame katholische und evangelische St. Johannes der Täufer Kirche in Alamogordo betraten, schallten ihnen die Bläser­klänge des Holloman Brass Quartett ­entgegen. „Zu dir zu, oh Gott, erheben wir“ sangen die zahlreichen Gottesdienstbe­ sucher der Militärgemeinden aus Alamogordo und Fort Bliss. An dem ersten Fastensonntag begrüßte der Generalvikar die Gemeinden und insbesondere den ehemaligen Bürgermeister von Alamogordo, Don Carroll. „Im Namen des Militärbischofes Dr. Franz-Josef ­Overbeck, den ich heute Morgen gesprochen habe, wollen wir heute ihren neuen Militärseelsorger in sein Amt einführen, und offi­ ziell auch kirchlich beauftragen, obwohl er schon seit drei Monaten für das Deutsche Katholische Militärpfarramt USA die Verantwortung trägt“, sagte der vom Bischof beauftragte Monsignore Bartmann. Er stellte Militärpfarrer Tschullik als einen guten Militärseelsorger vor, der mit seinen häufigen Einsätzen in Afghanistan hervorragende Auslandserfahrung sammelte. Seit 2008 ist er in der Militärseelsorge tätig. Bis 2013 wirkte er in Ellwangen und Niederstätten. Stetten am kalten 32

Text: Engelbert Morawietz. Fotos: fs.

Markt auf der Zollern Alb, die zu Baden-­ Württemberg gehört, war in den letzten zwei Jahren sein Wirkungsbereich. „Vor einem Jahr hatte man ihn gefragt und er sagte sofort zu“, so der Monsignore. Nach der offiziellen Einführung übernahm Militärpfarrer Bernhard Tschullik die Zelebrierung der Heiligen Messe. Monsignore Bartmann betonte in der Festpredigt, dass wir gerade am Anfang der Fastenzeit stehen und nannte beispielsweise ein paar Begriffe, wie das Osterfeuer, die Ostereier, den Osterhasen, die Oster­ferien oder das selbstgebackene Osterlamm, welche die Menschen im Allgemeinen mit dem Osterfest verbinden. „Die Erneuerung durch den Tod und die Auferstehung Christi ist jedoch das tiefe Geheimnis des Osterfestes, auf das wir uns vorbereiten“, resümierte er. Zudem erinnerte er an den zeitgleichen Papstbesuch in der Nachbarstadt Juárez/ Mexiko. Er wies darauf hin, dass der Papst das Motto Barmherzigkeit für jeden von uns für dieses Jahr ausgegeben hat. „Die Barmherzigkeit ist keine Einbahnstraße und ist auch nicht einfach Beliebigkeit, genauso wie auch das Verzeihen keine Beliebigkeit ist“, fasste der Generalvikar zusammen. Ein Grund zu feiern sei auch der heutige Valentinstag, fügte er hinzu. Er wünschte ROADRUNNER

allen Jungverliebten, weiterhin Verliebten und den Erfahrenen, in der Gemeinsamkeit erprobten, weiterhin ein gutes, gemeinsames Miteinander. Musikalisch umrahmt wurde der feierliche Gottesdienst durch den extra aus El Paso angereisten Organist Eberhard Bart. Im Anschluss an den Gottesdienst, begrüßte der Generalvikar alle Dienststellenleiter der Standorte Holloman Air Force Base und Fort Bliss, sowie hochrangige Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft und überreichte Pfarrhelfer Hermann Josef Lachnit eine Urkunde als Dank für 25 Jahre geleistete Dienste in der Katholischen Militärseelsorge. Sein Dank galt den Musikern und allen Soldaten sowie Angehörigen aber auch den zahlreichen Gästen aus den Standorten Alamogordo und Fort Bliss für ihr Erscheinen sowie den fl ­ eißigen Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Der nun offiziell verantwortliche Militärpfarrer Bernhard Tschullik dankte bescheiden für die lobenden Worte. Die vielen Anwesenden folgten gerne seiner Einladung, anschließend bei gutem Essen und Trinken im Pfarrzentrum die Amtseinführung gemütlich zu feiern.

März 2016

KATHOLISCHE GEMEINDE

VON DER ALB IN DIE WÜSTE

Monsignore Reinhold Bartmann überreicht Pfarrhelfer Hermann Josef Lachnit eine Urkunde als Dank für 25 Jahre geleistete Dienste in der Katholischen Militärseelsorge.

Das Holloman Brass Quartett begleitete den Gottesdienst.

33

34 ROADRUNNER März 2016

35

1

6

}

FEIERTAGE

7

4

1

5

8

9

7

5

5

6

4

1

3

9

3

5

7

6

8

19. MÄRZ: LET’S LAUGH DAY

6

7

2

2

3

7

Am internationalen Lass-uns-lachen-Tag soll die angeborene menschliche Verhaltensweise gefeiert werden, die ihre Wirkung vor allem in Gesellschaft anderer Menschen entfaltet. Nicht umsonst behauptet der Volksmund ja, dass Lachen oder ein Lächeln ansteckend sein können. Quelle: www.kuriose-feiertage.de 

{

1

4

9

SPEZIELLE

SIMBA

VERMISCHTES

} Los Angeles hieß ursprünglich „El Pueblo de Nuestra Señora la Reina de los Ángeles de Porciúncula“

} Laut neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen hatten wahrscheinlich sehr viele Dinosaurier Federn.

} 2007 marschierte die Schweizer Armee aus Versehen in Liechtenstein ein.

} Mixgetränke aus Alkohol und Energy Drinks steigern das Verlangen nach zusätzlichem Alkohol.

} Schnapserfinder Jim Beam hieß eigentlich Jakob Böhm und war Deutscher.

} Ein Pool riecht erst dann nach Chlor, wenn jemand ins Becken pinkelt.

} 1770 entschied das britische Parlament, dass Frauen, die Männer mit Lippenstift vor den Traualtar „lockten“, sich strafbar machten und diese Ehen deshalb annulliert werden durften.

TZES } {UNWNÜ ISSEN

Gezeichnet von Jennifer Seeliger

WAS? WANN? WO? RIVERDANCE wann

Freitag, 4. März – Sonntag, 6. März 2016

wo

The Plaza Theatre Performing Arts Center One Civic Center Plaza, El Paso, TX 79901

wieviel

ab $40.50

Info

www.elpasolive.com

Die international bekannte und beliebte Tanzshow ist wieder da! Die 20th Anniversary World Tour begeistert auch weiterhin ein Publikum aller Altersklassen mit ihrer einzigartigen Mischung aus Tanz, Musik und Gesang.

SHINEDOWN wann

Samstag, 12. März 2016, 20.00 Uhr

wo

Inn of the Mountain Gods 287 Carrizo Canyon Road Mescalero, NM 88340

wieviel

ab $30

Info

www.innofthemountaingods.com

Shinedown, die Hard Rock Band aus Jacksonville, Florida, ist mit ihrem aktuellen Album „Threat to Survival“ auf Tour und macht dabei auch Halt im Inn of the Mountain Gods. Neben Hits vom aktuellen Album werden auch Klassiker wie „Bully“, „Second Chance“ oder „If you only knew“ zu hören sein.

STATE STREET BALLET PRESENTS – CARMEN wann

Dienstag, 15. März 2016, 19.00 Uhr

wo

Flickinger Center for Performing Arts 1110 New York Ave Alamogordo, NM 88310

wieviel

$20, $30, $40, Kinder unter 12 Jahre $8

Info

www.flickingercenter.com

Erzählt wird die tragische Geschichte der schönen Zigeunerin Carmen in einem zeitgenössischen Balettstil, der klassische und moderne Einflüsse verbindet und schon weltweit das Publikum begeisterte. ROADRUNNER März 2016