roadrunner - Deutscher Laden Holloman AFB

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ROADRUNNER September 2014 Zeitung des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe, Holloman Air Force Base, New Mexico Redaktion Chefredakteur ...

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Roadrunner_11_2012 (Schreibgeschützt) - Deutscher Laden
gleichzeitig mit Herrn Griffin. Zum Ende seiner Verwendung hier in Holloman ..... der Container voll ist, wird er in ein

ROADRUNNER-STATISTIK VORLÄUFIGES - Roadrunner-Card
09.08.2017 - Oberoderwitz. Hoyerswerda. Hoyerswerda. Bernsdorf. Cottbus. Cottbus. Lübbenau / Spreewald. Altdöbern. Finst

BOL-Form - Roadrunner Transportation
RECEIVED, subject to individually determined rates or contracts that have been agreed upon in writing between the carrie

travis afb - Exchange
1: Main Exchange. Armed Forces Bank. Food Court (free WiFi Zone). Cinnabon. Baskin Robbins. Charley's Subs. Captain D's

ROADRUNNER September 2014

Zeitung des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe, Holloman Air Force Base, New Mexico

Redaktion Chefredakteur Oberstlt Andreas Berg stellv. Chefredakteur OStFw Frank Schlawin Tel.: +1 (575) 572-2612 Mail: [email protected]

Redakteure/Ansprechpartner in den Gruppen abg

fs

Redaktion Frau Sonja Shafer

ses

Satz, Layout Frau Carolin Piendl

cp

BWVSt USA/CA: Herr Kolja Böther

kb

Titelbild Oberst Heinz-Josef Ferkinghoff und seine Tochter Lisa beim feierlichen Fassanstich. Bericht und Fotos ab Seite 20. Foto: fs. Foto des Monats Artikel und Bilder Fragen und Anregungen [email protected]

Ausbildungsgruppe (AusbGrp) Hptm Carsten Lippisch

cl

Ausbildungsstaffel (AusbStff) HptFw Martin Huber

mh

Elektronikstaffel (EloStff) OFw Stefan Hollerbuhl

sh

Instandsetzungsstaffel (InstStff) StFw Christian Scherz

cs

Nachschub- und Transportstaffel (Nsch/TrspStff) HptFw Marcel Kuba

mk

Stab OFw Kevin Grünberg

kg

Technische Gruppe (TechnGrp) HptFw Jan Grande

jg

Wartungs- und Waffenstaffel (Wtg/WaStff) StFw Gerhard Ziesel

gz

Der Kommandeur FlgAusbZLw trägt die Verantwortung für den Inhalt der Zeitschrift Roadrunner gegenüber den vorgesetzten Dienststellen. Beiträge von Mitgliedern der Redaktion und freien Mitarbeitern geben die Ansicht des Verfassers und nicht notwendigerweise die Meinung des BMVg oder der Verbandsführung wieder. Die Redaktion behält sich vor, die eingereichten Beiträge hinsichtlich Länge, Rechtschreibung, Grammatik und Richtigkeit zu kontrollieren und zu korrigieren. Alle Rechte sowie Änderungen vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangt eingesandtes Photo- und Textmaterial übernimmt die Redaktion keine Haftung. Der Roadrunner ist im Holloman Board und auf der Seite des Deutschen Ladens zu finden: www.deutscherladenholloman.de 2

ROADRUNNER

der Terrororganisation ISIS wurde inzwischen der Krieg erklärt. Die Vereinigten Staaten von Amerika attackieren erkannte Ziele und verbündete Nationen haben ihre Unterstützung im Kampf gegen ISIS angesagt. Die Staaten im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sind sich einig und stützen den Kampf gegen ISIS. Auch die Türkei erwägt inzwischen eine Beteiligung an den Militäraktionen gegen ISIS. Die Reihe der Übergaben hat sich auch im September fortgesetzt. Mit dem Chefwechsel in der Nachschub- und Transportstaffel und dem Staka-Wechsel in der Tornado­staffel hat die Disziplinarvorgesetzten-Runde neue Gesichter bekommen. Den alten Chefs, Hauptmann Dung Nguyen und Oberstleutnant Joachim „Joe“ Kaschke, danke ich für die im Fliegerischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe geleistete Arbeit und wünsche viel Glück und Erfolg auf den zukünftigen Dienstposten. Die neuen Chefs, Major Stefan Köppel und Major Andreas Jeschek, heiße ich herzlich willkommen und wünsche ihnen viel Erfolg und Soldatenglück in ihren neuen Verwendungen. Im Bereich der Militärseelsorge hieß es Abschied zu nehmen von unserem evangelischen Pfarrhelfer, Herrn Harald „Charly“ Braun. Vielen Dank für sein gezeigtes Engagement. Begrüßen darf ich seinen Nachfolger, Herrn Thomas Craemer, für den die USA auch kein Neuland ist. Guten Start für diesen neuen Verantwortungsbereich. Mit der Wegversetzung von Oberstleutnant Andreas Berg hat das Fliegerische Ausbildungszentrum nicht nur einen erfahrenen September 2014

Personalstabsoffizier, sondern auch den bisherigen Chefredakteur des Roadrunner verloren. Gerade in dieser Funktion hat Oberstleutnant „Monte“ Berg ganz ausgezeichnete Arbeit geleistet, für die ich mich herzlich bedanken möchte. Ein weiterer Höhepunkt im September war die Graduation des WST 70 im Club Holloman. Die vier stolzen Besatzungsangehörigen konnten alle mit überdurchschnittlichen Leistungen überzeugen. Eine besondere Auszeichnung für den Lehrgang war der Gastredner. Generalleutnant Martin Schelleis, Kommandeur Kommando Einsatzverbände der Luftwaffe, begeisterte seine Zuhörer nicht nur mit guten Ratschlägen für die fliegerische Zukunft, sondern auch mit viel Enthusiasmus und Motivation für unsere jungen Besatzungen. Herzlichen Dank für diese bewegende Ansprache. Die Gegenwart von Generalleutnant Schelleis in Holloman wurde ebenso zur offiziellen Einweihung des seit kurzem im Heritage Park „verorteten“ Tornado mit der Kennung 43+75 genutzt. Dieses einmalige Geschenk an die 49th Wing ist weiterer Ausdruck der ausgezeichneten Zusammenarbeit zwischen der USAF und der deutschen Luftwaffe. Unser Tornado reiht sich fantastisch in die Reihe der in Holloman AFB stationierten und geflogenen Flugzeuge ein. Last, but not least, komme ich zum absoluten Höhepunkt in dieser Ausgabe, dem diesjährigen Oktoberfest. Mit einfachen Worten: Das war Spitze! Ein ausgezeichnet organisiertes Fest mit einer toll geschmückten Halle, hoch motivierten deutschen „Funktionern“ in den verschiedenen Bereichen und bei optimalem Wetter, waren Garant für eine erfolgreiche Veranstaltung. Mein besonderer Dank für diese herausragende Leistung des deutschen TEAM Holloman gilt Allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. DANKESCHÖN! Mit besten Grüßen und zuversichtlichem Blick in die Zukunft Ihr Heinz-Josef Ferkinghoff

EDITORIAL

IMPRESSUM

LIEBE LESERINNEN UND LESER, MEINE LIEBEN „HOLLOMÄNER“,

3

I WAS HERE FOR A MOMENT, THEN I WAS GONE...

Marcel Berresheim

Liebe Leserinnen und Leser ,

Er wurde zum Oberleutnant befördert.

Mattes Kurland

Er wurde zum Oberleutnant befördert.

Ümit Kaptan

FOTO DES MONATS

BS

BS

Er wurde zum Oberstabsgefreiten befördert.

Bernhard Lauth

Er wurde zum Berufssoldaten ernannt.

Peter Dorn

Er wurde zum Berufssoldaten ernannt und zum Offzier des militärfachlichen Dienstes zugelassen.

LET THERE BE LIGHT

Der Ocean Drive in Miami Beach. Foto: OStGefr Glenn Atienza.

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ROADRUNNER

so schnell gehen drei Jahre vorbei, insbesondere, wenn es wie bei mir nur zweieinviertel Jahre waren. Ja, verkürzen geht auch, mal etwas anderes zum sonst üblichen Trend der Verlängerung der Auslandsverwendung. Als Ihr/Euer Chefredakteur verabschiede ich mich mit einem Albumtitel von Maybe­shewill „I was here for a moment, then I was gone“. Denn egal wie lange jeder Einzelne von uns auch hier in Alamogordo, New Mexico, bleibt, es ist eine Momentaufnahme in unserem Leben. Schöne Momente, die wir alle genießen können. Momente, die wir nutzen und gestalten sollten. Ich habe es genossen, nochmals einem fliegenden Verband der Luftwaffe anzugehören, denn dort liegen meine beruflichen Wurzeln. Flugbenzin in flimmernder Hitze der Triebwerksabgase zu riechen und zu sehen, herrliche Erinnerungen! Alte Weggefährten, Freunde und Fliegerkameraden wieder getroffen und neue, insbesondere auch Nichtflieger, kennengelernt zu haben, awesome! Das Land mit seinen freundlichen und toleranten Menschen haben meine Frau Gritt und ich bereist und genossen. Ich habe die Zeit im Fliegerischen genutzt, Personal- sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mitgestaltet, nicht zuletzt 25 Ausgaben des Roadrunner, so wie er heute in neuem Layout erscheint. Nach 15 Jahren Tornadofliegerei und acht dreiviertel Jahren Tätigkeit in truppendienstlicher Personalbearbeitung steht für mich ein ersehnter Wechsel an. Wunschgemäß geht es für mich nach Berlin, als Dezernatsleiter in das Presse und Informationszentrum der Luftwaffe. Damit bleibe ich dem Roadrunner verbunden und werde aus der alten Welt mit Spannung und Interesse lesen und verfolgen, was sich in Holloman so tut. Diese Möglichkeit des Wechsels konnte ich einfach nicht ausschlagen und nehme gerne in Kauf, neun Monate früher als geplant die sonnenverwöhnten Weiten des Südwestens der USA zu verlassen. Meine Frau Gritt und September 2014

Text: abg

ich werden in Potsdam, bis 1918 Stadt preußischer Könige und Kaiser, wohnen und leben. Als Soldat in die alte Garnisonsstadt des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. zu ziehen, in den restaurierten Gebäuden des Potsdamer Infanterieregiments 9, der Einheit des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, zu wohnen, passender könnte es nicht sein. Das Toleranzedikt von Potsdam, im Jahre 1685 vom Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg erlassen, ließ Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religionen harmonisch zusammenleben. Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme stünde auch hier in Holloman dem einen oder anderen gut zu Gesicht. Die deutlichen Worte des früheren evangelischen Standortpfarrers Axel Mittelstädt (Ausgabe Mai 2012) nicht wiederholen zu wollen, oder das satirische Motto des KG Holloman „mer muss och jünne künne“ (Ausgabe Februar 2013) auch mal Ernst zu nehmen: „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“, so schrieb am 22. Juni 1740 Friedrich II, König von Preußen, und dokumentierte damit die für Preußens wirtschaftliche Entwicklung wichtige Toleranz. Ich übersetzte das mal in die Gegenwart für Holloman: Wenn jeder einfach mal das machte, wofür er bezahlt wird, weniger auf höchstem Niveau meckerte und sich eine Scheibe preußischer oder auch amerikanischer Toleranz zu eigen machte, wäre Vieles einfacher. Denn es sind unsere Momente hier, also nutzt und genießt sie! Wir verlassen ein grünes Alamogordo. So grün, wie derzeit nach dem Regen, habe ich es hier noch nie gesehen. Grün als Farbe der Hoffnung lässt mich mit eben dieser schließen. Ansonsten halte ich es wie die von sphärischen Klängen mit Klavier und Streichern begeleitete Soundlandschaft von Maybeshewill: Singen ist Silber, Schweigen ist Gold. And now I am gone...

ABSCHIED

BEFÖRDERUNGEN

WIR GRATULIEREN

Ihr / Euer Andreas „Monte“ Berg 5

FLUGLEHRER, 3 CANADIAN FORCES FLYING TRAINING SCHOOL (CFFTS)

Fliegerisches Auswahlverfahren auf Grob G120 Fliegerische Grundausbildung zum Transport LFF Beachcraft King Air Fliegerische Grundausbildung zum Hubschrauberführer auf Bell 206B JetRanger und Bell 412 Outlaw

6

Jeder Pilot der kanadischen Luftwaffe beginnt seine fliegerische Karriere in der 3 CFFTS. Der Weg ins Cockpit ist in mehrere Phasen mit einem stetigen Auswahlverfahren aufgeteilt. Wurde die erste Phase des Trainings auf der Grob G120 erfolgreich gemeistert erhält jeder Flugschüler eine Prognose. Wer sich hier zum künftigen Jetpiloten empfohlen hat, verlegt für den zweiten Ausbildungsabschnitt zur 2 CFFTS nach Moose Jaw. Wer den Haken für Transport- oder Hubschrauberflieger bekommt, verbleibt in Southport und wird in Phase II weiter auf der Grob G120 ausgebildet. Die Phasen I und II werden hier durch Allied Wings, ein ziviles Konsortium durchgeführt, welches auch für die Simulatorausbildung verantwortlich ist und die Rahmenbedingungen für die fliegerische Ausbildung (inklusive Wartung und Instandsetzung der Luftfahrzeuge) bereitstellt. Im dritten und abschließenden Teil der Ausbildung erfolgt die fliegerische Grundausbildung der künftigen Piloten auf dem Luftfahrzeugmuster, auf dem sie später eingesetzt werden. Die angehenden Hubschrauberführer werden hierbei, in der aus ca. 53 Flugstunden bestehenden Ausbildung auf Bell 206B JetRanger, auch von drei deutschen Fluglehrern geschult. Der weitere Verlauf der Hubschrauberführerausblidung beinhaltet zudem ca. 37 Flugstunden auf Bell 412 Outlaw, Navigation, Instrumentenflug sowie Night Vision Goggle Training (NVG). ROADRUNNER

Bell 206 JetRanger

Portage la Prairie ist ein Ort in der kanadischen Provinz Manitoba, liegt ca. 70 km westlich der Provinz-Hauptstadt Winnipeg am mäandernden Ufer des Assiniboine River und ist mit 12.700 Einwohnern (2006) die viertgrößte Stadt der Provinz. Portage ist der nächste Punkt des Assiniboine zum Manitoba See. Vor der Erbauung der Canadian Pacific Railway in den 1880ern bildete der Weg zwischen See und Fluss den Teil einer Reise- und Handelsroute zwischen Ontario und Quebec im Osten und Alberta und British Columbia im Westen und bot so eine Alternative zur Route über Grand Rapids. Da die neue Eisenbahnstrecke auch über Portage führte, blieb die Bedeutung des Orts erhalten, während Grand Rapids stark verlor. Heute ist Portage hauptsächlich von Landwirtschaft und der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie geprägt. Die größte Hafermühle der Welt steht in Portage.

September 2014

Abmessungen

Länge: 11,91 m Höhe: 3,54 m

Antrieb

1x Rolls Royce 250-C20B Gas Turbine Engine

Leistung

1x 320 PS

Geschwindigkeit

240 km/h

G-Belastung

+0,5 g bis +2,5 g / 60° Schräglage

3 CANADIAN FORCES FLYING TRAINING SCHOOL

Text: Canadian Forces Flying Training School Foto: Luftwaffe, Internet

Portage la Prairie (Manitoba), Kanada

Rotordurchmesser: 10,16 m Tragflügelfläche: –

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Am Montag, den 22. September endete für Oberstleutnant Joachim „Joe“ Kaschke nach 18 Monaten seine Zeit als Staffelkapitän der Ausbildungsstaffel Tornado. Zu der angetretenen Einheit hatten sich weit mehr als 50 geladene Gäste zum Übergabe­appell in der Bay 4, einem Tornado-Hangar, eingefunden. Neben Oberst Heinz-Josef Ferkinghoff, Kommandeur des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe und Oberst Armin Havenith, Leiter Fliegerische Ausbildungseinrichtung USA, waren auch der Deputy Commander der 49th OPS Group, Lieutenant Colonel Hansen, sowie zahlreiche Gäste von externen Standorten angereist. In seiner Ansprache dankte der Kommandeur der Ausbildungsgruppe Oberstleutnant Georg Wolters dem scheidenden Staffelchef für seine herausragenden Leistungen der vergangenen Monate und verwies dabei auf die weitreichenden Weichenstellungen, die Oberstleutnant Kaschke initiiert hat. Weiterhin wünschte er viel Erfolg in der folgenden Tätigkeit. Dem, von seiner Verwendung als Austauschoffizier in Davis Monthan AFB, Arizona kommenden, neuen Staffelchef Major Andreas „Sonic“ Jeschek, wünschte Oberstleutnant Wolters viel Erfolg in seinem neuen Amt. Weiterhin verwies er auf Major Jescheks wertvolle Expertise, die er in seiner Vorverwendung 8

Text: Hptm Arne Häußler. Fotos: OStGefr Nico Tennhardt

als A10-Pilot erlangt hat. Major Jeschek flog zahlreiche Kampfeinsätze in Afghanistan während eines siebenmonatigen Einsatzes mit seiner US-Amerikanischen Staffel. In der folgenden Rede zog Oberstleutnant Kaschke eine positive Bilanz für seinen vierten Aufenthalt in Holloman und dankte in einer emotionalen Ansprache vor allem seiner Frau Iris für Ihre Unterstützung. Er resümierte abschließend mit Hinweis auf seine Eingangsrede, dass die Staffel sein Vertrauen noch weit übertroffen habe. Oberstleutnant Kaschke tritt in der folgenden Woche seine neue Verwendung als Generalstabsoffizier im Kommando Luftwaffe in Berlin an. Nach der formalen Kommandoübergabe nutzte der neue Staffelchef in einer kurzen Ansprache die Gelegenheit, seinem Vorgänger für die geleistete Arbeit zu danken. Major Jeschek verwies eindringlich auf die sich rapide verändernden sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen für Europa und Deutschland im Speziellen. Er sprach von einer, in seinen Augen höher werdenden Wahrscheinlichkeit, dass auch deutsche Tornado-Besatzungen zukünftig nicht zwingend von robusten Kampfeinsätzen ausgeschlossen sein werden. Daraus leite er die Verpflichtung aller ab, 100 Prozent der zur Verfügung stehenden Arbeitskraft ROADRUNNER

ÜBERGABE

STAFFELÜBERGABE AUSBILDUNGSSTAFFEL TORNADO

und Mittel dem Ziel zu widmen, den Besatzungen die bestmögliche, einsatznahe Ausbildung, entsprechend der Forderungen der Heimatverbände zu ermöglichen. An seine Lehrgangsteilnehmer gewandt sagte der neue Chef: „Das Fliegerische Ausbildungszentrum dient nicht dem Selbstzweck! Es dient Ihnen…Wir dienen Ihnen…Ich diene Ihnen!“ Und mahnte die Lehrgangsteilnehmer, das maximal Mögliche aus der Ausbildung herauszuholen und rief diese auf, stets die bestmögliche Ausbildung für sich einzufordern. „Wir sind die richtige Staffel für die heutigen Herausforderungen.“ Mit diesen Worten schloss Major Jeschek seine Ansprache an die Ausbildungsstaffel und sprach ihnen damit vorweg sein Vertrauen für die Bewältigung der anstehenden Herausforderungen aus. Im Anschluss an den offiziellen Teil des Appells wurde zu einem Empfang in die Tornado Lounge geladen, bei dem vor dem Hintergrund des beginnenden Tages und des noch anstehenden Flugbetriebs alkoholfreie Getränke zum Essen ausgeschenkt wurden. Bevor Familie Kaschke die Heimreise direkt von der Veranstaltung aus antrat, nutzte Oberst Havenith in informeller Runde die Gelegenheit, seinen Dank für die herausragende Leistung auszusprechen. September 2014

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Text: Maj Andreas Jeschek Foto: OStGefr Nico Tennhardt

Staffelkapitän Ausbildungsstaffel Tornado

MAJOR STEFAN KÖPPEL

Chef Nachschub- und Transportstaffel

Liebe Kameradinnen und Kameraden, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit viel Freude und guter Dinge im Hinblick auf die anstehenden Herausforderungen, welche die Aus- und Weiterbildung unserer Kampfflugzeugbesatzungen Tornado zukünftig an uns stellen werden, habe ich am 22. September die Ausbildungsstaffel Tornado übernommen. Wir haben jetzt schon begonnen, die Durchführung der weiterführenden Lehrgänge neu und zeitgerechter zu gestalten. Mit dem Ziel vor Augen flexibler und bedarfsnah auszubilden, beschreiten wir auch bis dato unorthodoxe, aber vielversprechende neue Wege, um den Bedarf der Heimatverbände zu decken. Ich habe meiner Staffel zugesagt, dass ich 100 Prozent meiner Arbeitskraft einbringen werde, ihr für die Bewältigung eben dieser Aufgabe den Rücken freizuhalten. Dafür benötige ich und stütze ich mich vor allem auf die Unterstützung aller im Team Holloman. Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Zeit und gute Zusammenarbeit mit Ihnen. Meine Frau Jennifer, unsere vierjährigen Zwillingstöchter Anni und Nele und ich haben die letzten drei Jahre im gänzlich anderen Umfeld einer amerikanischen Staffel in Tucson, Arizona verbracht. Bis jetzt hat die Holloman-Gemeinschaft es uns sehr leicht gemacht, uns hier in Alamogordo wohlzufühlen. Wer die Augen

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aufhält, kann uns an den Wochenenden in den Bergen New Mexicos beim Campen oder Angeln finden (Ja!…auch New Mexico bietet hervorragende Möglichkeiten für den ambitionierten Petrijünger!) Gemeinsam hoffen wir, dass in dieser Verwendung neben dem Dienst auch ausreichend Zeit für die Pflege des Familienlebens bleibt, denn die Vorverwendung hat uns auch gelehrt, wie ungemein wichtig ein starker familiärer Zusammenhalt, gerade für uns Soldatenfamilien ist. Meine lieben Hollomäner, die Ausbildungsstaffel ist auch Ihre Staffel. Die Besatzungen, die wir hier aufwendig ausbilden, sind vor allem auch das Produkt Ihrer täglichen Arbeit und ich lade Sie hiermit ein, vorbeizuschauen. Die Türen meiner Staffel stehen Ihnen offen. Und damit verbleibe ich

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ROADRUNNER

Text: Maj Stefan Köppel Foto: fs.

PERSONALIEN

MAJOR ANDREAS JESCHEK

Liebe Kameradinnen und Kameraden, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, am 18.09.2014 durfte ich meinen Dienst als Staffelchef der Nachschub- und Transportstaffel antreten. Nun möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich auch auf diesem Wege bei Ihnen vorzustellen. Ich wurde am 2. Februar 1981 in Forchheim in Oberfranken geboren. Nach Abschluss des Abiturs im Jahr 2000 bin ich am 1. September desselben Jahres in die Bundeswehr eingetreten und absolvierte nach erfolgter Grundausbildung an der OSLw den 85. Offizierlehrgang. Anschließend studierte ich Wirtschafts- und Organisationswissenschaften an der Universität der Bundeswehr in München. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums wurde ich im April 2005 zur Fliegerhorststaffel nach Diepholz versetzt und zum Materialbewirtschaftungsoffizier ausgebildet. Nach einer schönen und sehr lehrreichen Zeit wurde ich im August 2006 zum 6./Logistikbataillon 472 nach Kümmersbruck versetzt und als Transportoffizier eingesetzt. Im November 2008 habe ich dann meine erste Verwendung als Disziplinarvorgesetzter an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg angetreten und war im Studentenfachbereich C für die Betreuung von studierenden Offizieren und Offiziersanwärtern der Studiengänge BWL, VWL und Politikwissenschaften verantwortlich. Nach dieser, im klassischen Werdegang sicher etwas ungewöhnlichen, aber dennoch überaus erfahrungsreichen Zeit, durfte ich im Juni September 2014

2011 meine zweite „Chefverwendung“ als Staffelchef der Nachschub- und Transportstaffel im Taktischen Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg an der Donau antreten. Diese überaus herausfordernde Tätigkeit in einem fliegenden Verband war mit Sicherheit eines der Highlights meiner bisherigen Laufbahn und trotz aller Schnelllebigkeit, hohen Abwesenheitsraten und extremer Vorhabendichte eine Bestärkung in meinem Wunsch, eine weitere Verwendung als Staffelchef anzutreten. Darüber hinaus nahm ich bislang an drei Auslandseinsätzen der Bundeswehr teil. In den Jahren 2007 und 2012 war ich für fünf bzw. vier Monate Teilnehmer an der ISAF Mission in Afghanistan und im Jahr 2013 unterstützte ich für einige Wochen die Kameraden der FlaRak bei deren AFTUR Mission in der Türkei. Persönlich freue ich mich sehr auf die nächsten drei Jahre und auf all die Überraschungen und Herausforderungen, die eine Verwendung in einer außergewöhnlichen Umgebung und fernab der Heimat für mich und meine Familie parat hält. Gleichzeitig möchte ich mich für die überaus freundliche Aufnahme und die im Vorfeld stattgefunden intensive Betreuung bei den Vorbereitungen auf die Verwendung in Holloman bedanken. Ich freue mich sehr auf die kommende Aufgabe als Staffelchef und auf die Zusammenarbeit mit Ihnen. Ihr Stefan Köppel 11

Maj Stefan Köppel

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Oberstlt Dr. Thorsten Weber

Hptm Dung Nguyen

ROADRUNNER

Text: mk. Fotos: fs.

Am Donnerstag, dem 18. September, wurde die Führung der Nachschub- und Transportstaffel durch den Kommandeur der Technischen Gruppe, Oberstleutnant Dr. Thorsten Weber von Hauptmann Dung Nguyen an Major Stefan Köppel übergeben. Soldaten und zivile Mitarbeiter der NuT Staffel sowie geladene Gäste hatten sich aufgrund des regnerischen Wetters im Shelter 4 eingefunden. In seiner Rede dankte Oberstlt Dr. Weber dem scheidenden Staffelchef für seine herausragenden Leistungen. Dem neuen Staffelchef wünschte der Kommandeur viel Erfolg und betonte, dass er sich auf eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit freue. Hptm Nguyen war sichtlich gerührt, als er in seiner Rede die Besonderheiten einer Nachschub- und Transportstaffel erwähnte und brachte sehr deutlich zum Ausdruck, wie stolz er war, Chef dieser Staffel gewesen zu sein. In seiner kurzen Ansprache dankte Maj Köppel seinem Vorgänger und fuhr fort mit den Worten: „Durch die Übernahme dieser Staffel wird ein Traum für mich wahr!“ Mit der Übertragung der Kommando­ gewalt vom alten auf den neuen Staffelchef endete der protokollarische Teil der feierlichen Veranstaltung und beim anschließenden Empfang im Staffelgebäude wurde auf die Übergabe angestoßen. Im Rahmen einer Verabschiedungsfeier, zu der die Familie Nguyen die ganze Staffel und viele weitere Gäste einlud, hatte jeder noch ein letztes Mal die Gelegenheit sich vom alten Chef zu verabschieden. Hptm Nguyen wird nun an seine alte Wirkungsstätte beim Taktischen Luftwaffengeschwader 31 Boelcke in Nörvenich zurückkehren und dort die Nachschub- und Transportstaffel führen, bei der er vor seiner Verwendung beim FlgAusbZLw als MatBewOffz eingesetzt war. Am meisten vermissen wird er die sehr gute Kameradschaft innerhalb der Staffel, die kurzen September 2014

Wege vor Ort und die vielen Golfplätze in der näheren und weiteren Umgebung. Maj Köppel kommt aus dem Taktischen Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg/ Donau, wo er als Chef der Nachschub- und Transportstaffel eingesetzt war. Zuvor war er Leiter der Studentenfachbereichsgruppe an der Bundeswehruniversität in Hamburg. Somit ist es nun seine dritte Verwendung als Disziplinarvorgesetzter. Als ausgebildeter MatBewOffz und Transportoffizier bringt er die besten Voraussetzungen mit, um erfolgreich seine neue Staffel zu führen. Persönlich freut sich Major Köppel darüber, weiterhin als Einheitsführer an dem wohl, so seine Worte: „schönsten Standort der Luftwaffe“, eingesetzt zu sein. In seiner Freizeit wird er die vielfältige Natur in nah und fern erkunden und natürlich die Tabelle der 2. Bundesliga im Auge behalten.

ÜBERGABE

DIE NACHSCHUB- & TRANSPORTSTAFFEL HAT EINEN NEUEN CHEF

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Text: Major Stefan Lehr. Fotos: Astrid Burger-Weber & cp.

LAST FLIGHT

OBERSTLEUTNANT JOACHIM „JOE“ KASCHKE

Nach knapp eineinhalb Jahren als Staffelkapitän der Ausbildungsstaffel Tornado und insgesamt 204 absolvierten Flugstunden als Fluglehrer, hob Oberstleutnant Joachim „Joe“ Kaschke am 18.09.2014 zum letzten Mal von der Holloman Air Force Base ab. Die Mission beinhaltete den Einsatz im Tiefstflug und anschließend den taktischen Angriff auf Ziele der Air-to-Ground Range „Red Rio“ aus der Luft. Der Kommandeur des FlgAusbZLw, Oberst Heinz-Josef Ferkinghoff empfing Oberstlt Kaschke nach erfolgreicher Landung mit unzähligen Kameraden des Verbandes sowie Familienangehörigen im Shelter. Nach der obligatorischen „kalten Dusche“ folgte ein letzter Umtrunk in der Lounge der Ausbildungsstaffel, getreu dem Motto „Ich glaub’, es geht schon wieder los“.

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ROADRUNNER

September 2014

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Die Graduierung des WST 70

Text: Peggy Petzke. Fotos: fs.

v.l.n.r.: OLt Viktor Wäschenbach, OLt Sven Schubert, OLt Christian Kley und OLt Konstantin Bäter

Nach einem Jahr Holloman ist für die Jungs vom WST 70 nun endlich Schluss mit dem Waffensystem Training Tornado hier in New Mexico. Konstantin Bäter, Christian Kley, Sven Schubert und Victor Wäschenbach feierten am Freitag, dem 19. September ihre Graduierung im Club Holloman. Wir heißen die neuen Crews im Team Tornado herzlich willkommen und freuen uns, dass das Grade Sheet-freie Fliegen in Deutschland nun endlich los gehen kann. Die Students des WST 70 sind mittlerweile längst daheim bei ihren Familien angekommen und auf dem Weg zu ihren neuen Standorten in Büchel und Schleswig. In guter Erinnerung werden sie hier jedoch bleiben, als eine der Klassen, die am längsten am Standort Holloman verweilten. ‚Die haben’s wohl nötig gehabt’, könnte man meinen, doch weit gefehlt. Das Niveau der Schüler im WST 70 war so hoch, dass es dieses Mal ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen um den Flying Award und den Academic Award gab. In anderen Jahrgängen wäre wohl jeder der WST-Teilnehmer ein ‚Lehrgangsbester’ gewesen. Aber, wie heißt es so schön: ‚Es kann nur einen geben’. Und so war Oberleutnant Konstatin Bäter ‚Abräumer’ des Abends. Er durfte sowohl die Auszeichnung für beste Leistungen im theoretischen 16

als auch im fliegerischen Bereich entgegennehmen. Nochmals Gratulation dafür. Ein Grund für die gute Performance der Jungs mögen wohl die zahlreichen ‚Regenerationsphasen’ gewesen sein, die dem WST ‚unvorhergesehene’ Flugpausen bescherten. Zeit, die für Ausflüge und Reisen in USA und nach Mexico reichlich gut genutzt wurde und dem ‚Ferien-WST’ schließlich seinen Namen gab: 70+ Days of Vacation – ist auf dem Patch des Lehrgangs zu lesen. Ein schönes Motto, das auch am Abend der Graduierung noch einmal auflebte. Ein Hauch von Urlaubsstimmung wehte im sonst so zurückhaltenden Club Holloman. Zugegebenermaßen war man doch ein bisschen gespannt, wie es nach der langen Bau- und Schließungszeit darin wohl aussehen würde. Das erste Mal hat eine Graduation des WST wieder auf Base stattgefunden. Das große Aha-Erlebnis blieb auf den ersten Blick zwar aus, aber das Dinner war gut und die Terrasse ein Traum. Endlich war es wieder möglich, die Graduation mit einer tollen Party unter Sternenhimmel ausklingen zu lassen. Und das ist genau, was die Students nach so einer langen Ausbildungszeit im Ausland verdienen – einen gelungenen Abschluss. „Schöne Anlässe sollten gebührend gefeiROADRUNNER

ert werden. Man sollte sich die Zeit nehmen, besondere Momente, ganz besonders zu begehen – mit besonderer Kleidung, guter Gesellschaft und einem besonderen Rahmen“, so Generalleutnant Schelleis. Der Kommandeur des Kommandos Einsatzverbände Luftwaffe war als Gastredner und Ehrengast aus Köln nach Holloman gekommen. In seiner Rede erinnerte er an seine eigene Zeit als WST-ler und angehender Tornado-Pilot. Damals fand das Waffensystem Training Tornado noch in Jever, Deutschland statt. Es war ein ständiges Kommen und Gehen der Schüler. Klassenverbände gab es kaum. Und der Lehrgang endete genauso unspektakulär wie er begonnen hatte. Das ist heute anders und das ist gut so. Eines verbindet die alten Hasen mit den jungen Hüpfern jedoch – der Tornado. Früher wie heute wird er geflogen und ist mittlerweile länger im Dienst als seine Besatzungen alt sind. „Der Tornado ist ein alter Koffer“, so Schelleis mit einem Augenzwinkern. Aber der alte Koffer bleibt – auch in Zukunft. Stets an neue Zeiten angepasst und ausgestattet mit dem neuen Softwaresystem ASSTA 3 kann der Tornado mit dem Eurofighter konkurrieren und wird auf lange Zeit das Rückgrad der Deutschen Luftwaffe blei-

Oberst Havenith übergibt den Flying Award an OLt Bäter September 2014

ben. Insofern machte GenLt Schelleis den jungen Crews Mut, die berufliche Zukunft motiviert und mit Elan anzugehen, die eigene Karriere aktiv mitzugestalten und das lebenslange Lernen nie aus den Augen zu verlieren. „Hinterlasse deine eigenen Fußstapfen“ – mit diesen Worten eröffnete auch Major Krumholz die Laudatio auf seine Schüler. Der neue Leiter WST hatte im Sommer die Führung des Arbeitsbereichs von Major Büttner übernommen und durfte auf den Abschluss seiner ersten Klasse nun ganz besonders stolz sein. Nicht zuletzt blickte auch Major Büttner mit einem zufriedenen Lächeln auf „seine letzten Babies“ zurück. Der Anlass war für alle Beteiligten ein guter Abschluss und gelungener Auftakt für einen neuen Beginn. Mit der Graduierung von OLt Bäter, OLt Kley, OLt Schubert und OLt Wäschenbach verabschiedete sich auch der Kapitän der fliegenden Staffel Oberstlt Kaschke aus Holloman. Mit den Students geht er zurück in seine neue Verwendung nach Deutschland. Wir wünschen allen viel Glück über den großen Teich – allzeit guten Flug und immer eine sichere Landung. Hals und Beinbruch!

GRADUATION

JUNGE HÜPFER AUF ALTEN KOFFERN

Gastredner Generalleutnant Schelleis

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ANZEIGE

HOLLOMAN AIR FORCE BASE

ZU GAST, ALS GASTREDNER UND FÜR EINE FEIERLICHE EINWEIHUNG: GENERALLEUTNANT MARTIN SCHELLEIS Text: Redaktion Kommandeur des Kommando Einsatzverbände Luftwaffe

Fotos: OStGefr Nico Tennhardt

Deutsche Schule Alamogordo

Der Kommandeur des Kommando Einsatzverbände Luftwaffe, Generalleutnant Martin Schelleis, besuchte am 19. September das Fliegerische Ausbildungszentrum der Luftwaffe in Holloman. Nach der Begrüßung durch den Kommandeur des FlgAusbZLw, Oberst HeinzJosef Ferkinghoff und den Ltr FlgAusbEinr USA und StvKdr, Oberst Armin Havenith erwartete den General eine umfangreiche Agenda. Neben diversen Gesprächsrunden, einer aktuellen Stunde und der Teilnahme als Gastredner an der Graduation des WST 70 (Weapon System Training), enthielt diese einen ganz besonderen Programmpunkt. Nach einer bewegenden Rede übergab Generalleutnant Schelleis den Tornado mit der taktischen Kennung 43+75 im Heritage Park der Holloman Air Force Base (HAFB) an den Kommandeur der 49th Wing, Colonel Robert Kiebler. Gemeinsam enthüllten beide die bronzene Infotafel, auf der in englischer und deutscher Sprache die Geschichte und die technischen Daten der 43+75 verewigt sind. Den feierliche Rahmen gaben eine Fahnenabordnung der Steel Talons

Honor Guard – die deutsche Fahne wurde getragen von OStGefr Beckmann – und die Gäste, unter denen sich neben Oberst Havenith die Gruppenkommandeure, Staffelchefs und -kapitän, Spieße und Projekt­ offiziere (Oberleutnant Brink und Lieutenant Boharsik) befanden. Ein seltsames Gefühl sei es, so General Schelleis in seiner Rede, ein Flugzeug an ein Museum zu übergeben, das er als Pilot über fast drei Jahrzehnte geflogen habe. Da könne man sich schon mal alt fühlen. Gleichzeitig handle es sich aber auch um einen aktiven Flugzeugtyp, der noch über Jahre hinaus das Rückgrat der Deutschen Luftwaffe darstellen wird. Also doch noch kein altes Eisen für ein Museum. Umso wichtiger war es Generalleutnant Schelleis, den symbolischen Wert dieser Maschine hervorzuheben. Sie stehe für ein gewachsenes, gegenseitiges Vertrauen und Freundschaft zwischen der amerikanischen und deutschen Nation. Dass Kampfflugzeuge mit deutschem Hoheitszeichen über amerikanischem Grund fliegen dürfen und nun auch in die traditionsreiche Geschichte der HAFB aufgenommen worden sind: „Es ist eine Ehre.“

09.09.2014

Die Deutsche Schule Alamogordo sucht eine Ortslehrkraft als Vertretung

Als Vertretungslehrkraft für den voraussichtlichen Zeitraum von Dezember 2014 bis März 2015 sucht die Deutsche Schule Alamogordo vor Ort eine Ortslehrkraft mit einem wöchentlichen Stundenumfang von voraussichtlich 18 Stunden. Sofern Sie über eine abgeschlossene deutsche Lehrerausbildung für die Sekundarstufe I und/oder Sekundarstufe II verfügen und Interesse an der Tätigkeit haben, bitten wir Sie, sich möglichst bis zum 15. Oktober 2014 schriftlich bei der DSA zu bewerben. Wir werden uns dann mit Ihnen in Verbindung setzen, so dass weitere Einzelheiten in einem persönlichen Gespräch geklärt werden können. Ihr Ansprechpartner an der Deutschen Schule Alamogordo ist der Schulleiter: Herr Torsten Reinecke Deutsche Schule Alamogordo 3601 N. Scenic Dr. Alamogordo, NM 88310 Tel.: 575-437-8893

Geschäftsbereich des Bildungszentrums der Bundeswehr

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Das diesjährige Oktoberfest des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe (FlgAusbZLw) fand Mitte September wieder im Instandsetzungshangar der Luftwaffe auf der Holloman Air Force Base (HAFB) statt. Die vielen Fragen der Amerikaner, wie es denn sein kann, dass das „Oktoberfest“ im September gefeiert wird, wollten wir mit dem guten Wetter im September begründen. Leider wollte uns das Wüstenwetter, wie schon letztes Jahr, nicht treu bleiben, und so regnete und stürmte es fast ununterbrochen in der Vorbereitungswoche. Mit guter Laune und frohen Mutes wurde die Tornado-Instandsetzungshalle mit dazugehörigem Vorfeld trotzdem in weiß und blau geschmückt und eingerichtet. Nachdem alle Zelte und Dekorationen auch die letzte stürmische Nacht überstanden hatten, stand dem Fest am 13. September 2014 nichts mehr im Wege. Durch den Einsatz der Soldaten des FlgAusbZLw, sowie der großartigen Unterstützung der USAF konnte das Fest am Samstagmittag beginnen. Nachdem die geladenen Gäste ein typisches bayrisches Frühstück mit Weißwurst und Weißbier genießen durften, wurden die Tore für alle Besucher geöffnet. Sowohl Gäste aus Alamogordo, als auch von HAFB wurden in enger Zusammenarbeit zwischen USAF und Luftwaffe mit Bussen zum Festgelände gebracht und anschließend auch wieder sicher an den Haltestellen abgesetzt. Im Eventbereich angekommen, konnte der Besucher aus einer Vielzahl von Angeboten wählen: Die Soldaten des FlgAusbZLw hatten ein Weinzelt, einen Weißbiergarten, einen Verpflegungsbereich und eine Kids Area mit zugehörigem Süßigkeitenstand im Vorfeld errichtet. Wer hier noch nicht „das Richtige“ gefunden hatte, musste sich nur ein wenig umsehen, um in der Halle neben Souvenirs und einer Fotowand einen 30 Meter langen Biertresen vorzufinden. Anstelle der üblichen, zur Instandsetzung abgestellten Tornados, war die Halle gefüllt 22

Text: OLt Christian Stellisch. Fotos: cp & fs.

mit Biertischgarnituren und der zentral gelegenen Bühne. Ein wenig von der Tradition des Münch­ ner Oktoberfests abweichend, wurde das German Oktoberfest in New Mexico erst offiziell eröffnet nachdem eine Vielzahl der über 5000 Gäste bereits eingetroffen war. Zwar kommt diese Zahl nicht an die rund sechs Millionen Besucher des Münchner Oktoberfests heran, aber ist dennoch für hiesige Verhältnisse beachtlich. Den Anstich teilten sich der Kommandeur FlgAusbZLw, Oberst Heinz-Josef Ferkinghoff und sein amerikanisches Pendant, der Kommandeur 49th Wing, Colonel Robert Kiebler. Beide Kommandeure betonten die großartige Zusammenarbeit zwischen deutschen und amerikanischen Soldaten, die dieses Fest erst ermöglichte. Oberst Ferkinghoff ergänzte, dass das Oktoberfest zum Dank und als Anerkennung für die Menschen in Alamogordo und Umgebung veranstaltet

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wird, für die außerordentlich herzliche Aufnahme und Unterstützung der deutschen Soldaten und deren Familien. Dadurch, so Oberst Ferkinghoff, war es gerechtfertigt, dass so viele Deutsche nicht am Oktoberfest teilnehmen konnten, sondern zum Gelingen dieses Festes aktiv beitragen durften. Um das Oktoberfest 2014 so authentisch wie nur möglich zu gestalten, wurden keine Kosten und Mühen gescheut. Die musikalische Unterstützung wurde dieses Jahr in einem Pilotversuch von der Chardon Polka Band, in den USA bekannt für ihre Festzeltlieder und Covermusik, gestellt. Zudem durfte natürlich die „Schuhplattler Dance Group“ aus El Paso nicht fehlen. Sowohl Band als auch die Schuhplattler schafften es die Gäste in kürzester Zeit mental auf die Wies’n zu transportieren. Damit alle den Abend über feiern konnten und sich nicht nur vom importierten Paulaner Oktoberfestbier ernähren

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mussten, sorgten vier Köche der Logistik Schule der Bundeswehr für das leibliche Wohl der Gäste. Wie schon im letzten Jahr war die Tatsache, dass sowohl echtes deutsches Bier als auch deutsches Essen angeboten wurden, ein Renner. Zu späterer Stunde und in den Pausen der Band, legten Kameraden des FlgAusbZLw als DJs fetzige Musik auf und heizten damit erfolgreich die Stimmung an. Die gesamte Tanzfläche, sowie jeder noch so kleine freie Platz in der Halle war mit tanzenden und gut gelaunten Amerikanern und Deutschen gefüllt. Als das Fest gegen Mitternacht zu Ende war und die meisten Besucher schon den bereitgestellten Bus nach Hause genommen hatten, war endlich Zeit für die vielen Helfer sich gemütlich zusammenzusetzen, bevor es am nächsten Morgen wieder galt, die Halle für ihren eigentlichen Zweck vorzubereiten. Schon drei Tage nach dem Fest, als längst die ersten Instandsetzungen in der „ehemaligen Festhalle“ ausgeführt wurden, waren sich die Verantwortlichen einig: Das German Oktoberfest 2014 war ein voller Erfolg! Nicht nur die Menschen aus Alamogordo und den angrenzenden Gemeinden, sondern auch die hier stationierten amerikanischen und deutschen Soldaten und ihre Familien waren begeistert. Diese Begeisterung lag nicht nur am Fest selbst, sondern auch daran, dass es keine größeren Zwischenfälle gab. Nun, da der September zu Ende geht, blicken wir gespannt auf die Feier nach dem Oktoberfest, die für alle Helfer gedacht ist – die Helferparty. Hierzu sind die Planungen schon im Gange und wir hoffen, uns damit bis Ende November bei allen Helfern gebührend bedanken zu können! Auch auf diesem Weg möchte ich mich schon jetzt bei allen direkten und indirekten Unterstützern des diesjährigen Oktoberfests bedanken und freue mich schon auf das nächste Oktoberfest im September 2015.

VERANSTALTUNG

SCHON WIEDER IM SEPTEMBER!

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Text: Oberstlt Dr. Thorsten Weber Fotos: Astrid Burger-Weber, cp & fs

Ein ganz besonderer Abschied

Donnerstagnachmittag, ich bin auf dem Weg zu einem unserer Tornado-Shelter. Dort wird in wenigen Minuten vermutlich der bewegendste Moment für einen Soldaten stattfinden. In Gedanken gehe ich nochmal die Kommandos durch und blicke ein letztes Mal auf die Urkunde. Durch die weitgeöffneten Hallentore sehe ich bereits Hauptmann André Hoßbach, der seine Wartungs- und Waffenstaffel stillstehen lässt. Im Hintergrund erkenne ich die Umrisse eines knallroten Objekts, das mich aus der Ferne irgendwie an „Dusty“ aus dem Film Planes erinnert. Wenige Sekunden später stehe ich vor der Truppe und die Zeremonie kann wie geplant beginnen. Zunächst verabschieden wir OFw Böcker in den Berufsförderungsdienst. Dann bitte ich Stabsfeldwebel Wolfgang Petersen, besser bekannt als „Wolle“, nach vorne. Vor der angetretenen Truppe stehen nun 34 Dienstjahre an geballter Wartungserfahrung. Die ersten zehn Jahre habe Stabsfeldwebel Wolfgang Petersen als Luftfahrzeugwartungsmechanikermeister an der Phantom RF-4 im Aufklärungsgeschwader 52 in Stadum verbracht, erfahren die zahlreichen Gäste in der Laudatio des Staffelchefs. Danach wechselte er zum Jagdbombergeschwader 33 nach Büchel und damit zum Kampfflugzeug Tornado. 1996 folgte seine erste Verwendung in Holloman, insgesamt drei sollten es werden. Aus Holloman zurück, wurde er ins Jagdbombergeschwader 31 nach Nörvenich versetzt, wo er bis März 2001 blieb. Danach ging es wieder nach Holloman, bis er im April

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VERABSCHIEDUNG

„WOLLE“ FLIEGT RAUS!

2007 an die Technische Schule der Luftwaffe 1 nach Kaufbeuren versetzt wurde. Das in Achtrup geborene Nordlicht hielt es allerdings nicht lange in Bayern aus und so kam es, dass er bereits im September 2008 wieder in Holloman anzutreffen war. Nach der Laudatio besiegele ich den offiziellen Akt der heutigen Zeremonie und gebe die Zurruhesetzung bekannt. Protokollarisch wäre damit die Veranstaltung eigentlich zu Ende gewesen. „Wolle“ hatte sich allerdings eine besonders spektakuläre Art und Weise gewünscht, um in den Ruhestand befördert zu werden. Zu diesem Zweck einsatzbereit steht an diesem Donnerstag aber kein Tornado, sondern ein knallroter Doppeldecker. Vom Song „Flieger grüß mir die Sonne“ begleitet schreitet „Wolle“ durch das Spalier der Wartungsund Waffenstaffel in Richtung des Fluggerätes. Nachdem er eingestiegen und angeschnallt ist, lässt der Pilot Hauptmann Andreas Fuchs die Mühle an. Mit Daumen hoch und einen Doughnut drehend verabschieden sich die beiden, bevor es auf die Startbahn geht. Wenige Minuten später heben die zwei tollkühnen Männer in ihrer fliegenden Kiste in den dunkelblauen Himmel New Mexicos ab. Tragflächen wackelnd rauscht der Doppeldecker über unsere Köpfe hinweg. Mit dem heutigen Tag blickt „Wolle“ auf insgesamt 15 Jahre Holloman zurück. Daher verwundert es auch nicht, dass er sein Herz in New Mexico verloren hat und seinen weiteren Lebensweg gemeinsam mit seiner amerikanischen Ehefrau in den USA verbringen wird.

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„God bless you Texas! And keep you brave and strong. That you may grow in power and worth, throughout the ages long.“ Texas, der zweitgrößte Staat der USA, unterstreicht schon mit seiner offiziellen Hymne seinen Anspruch und den identifizierenden Leitgedanken „Don't Mess with Texas“. Doch auch die Geschichte des Lone Star State ist sagenumwoben, so dass seine Orte für zahlreiche politische Bildungsfahrten prädestiniert sind. So machte sich auch die Nachschub- und Transportstaffel mit reger Beteiligung der Inst- und EloStff zu einer Zeitreise von der Zukunft zurück in die Anfänge der Republik auf. Mit einem Katzensprung wurde kurzerhand von Alamogordo nach Houston verlegt, in das Führungs- und Ausbildungszentrum der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Hier am Lyndon B. Johnson Space Center war es uns vergönnt, mit der fünfstündigen Level 9 Tour hinter die Kulissen zu schauen. Aufgeteilt in zwei Gruppen, wurden wir durch 26

sehr sachkundige, ehemalige Mitarbeiter in einem klimatisierten Kleinbus über das Gelände geführt und erhielten Einblicke in Gebäude und Arbeitsbereiche, die dem normalen Besucher verwehrt bleiben. Ein Highlight war hier u.a. das Neutral Buoyancy Laboratory, ein Schwimmbecken mit den Ausmaßen 62 x 31 x 12 m (LxBxH) in das vollständige Kopien der Module der International Space Station (ISS) sowie zugehöriger Raumkapseln versenkt werden können, um Außeneinsätze der Astronauten in Schwerelosigkeit zu trainieren. Der Besuch des Christopher C. Kraft Jr. Mission Control Center bot darüber hinaus tiefe Einblicke in den Kontrollraum FCR 1 der NASA von dem aus die ISS rund um die Uhr überwacht und gesteuert wird. Auch dieses bleibt dem generellen Publikumsverkehr verwehrt, so dass die Tourguides nicht müde wurden uns darauf hinzuweisen, wie special wir waren (natürlich zu einem Spezialpreis, versteht sich). Im Anschluss ereignete sich eine Werbeaktion für die BunROADRUNNER

Text & Fotos: Hptm Daniel Hecken

deswehr der besonderen Art, erhielten wir doch direkten Zugang zum Apollo Mission Control Center (seit 1985 National Historic Landmark) und konnten an den Konsolen, die jedem sicherlich aus dem Film Apollo 13 mehr als bekannt sind, Platz nehmen. Vom ehemaligen Arbeitsbereich des Public Affairs Officers koordinierte ich daraufhin das Blitzlichtgewitter der anderen zahlreichen Besucher, die sich mit dem Platz hinter der Scheibe im Besucherraum zufrieden geben mussten. Gleiches wiederfuhr uns auch im Gebäude 9, in dem die Astro­ nauten innerhalb zahlreicher Nachbauten von Modulen und Fahrzeugen den Einsatz im Weltraum trainieren. Während wir uns unten durch die Gänge bewegten, wurden wir unweigerlich auf jedem Bild der anderen Besucher, die auf einem Laufweg unter der Decke des Gebäudes unterwegs waren, verewigt. Weiterhin konnten während des Besuches das Shuttle Avionics Integration Laboratory, in dem man in einem original Shuttle-Cockpit Platz nehmen konnte, sowie eine Saturn V Rakete besichtigt werden. Abgeschlossen wurde der Besuch mit der Besichtigung der Space Center Plaza, die den Museumsbereich des Space Center September 2014

POLITISCHE BILDUNG

VOM MOND ÜBER DIE DISKRIMINIERUNG AFRO-AMERIKANISCHER SOLDATEN ZUM TEXANISCHEN UNABHÄNGIGKEITSKRIEG

bildet und mit zahlreichen Aktivitäten und Filmen zur weiteren Erforschung des NASA Space Program einlädt. Am folgenden Tag machten wir uns auf, um aus Gegenwart und Zukunft zurück in die Geschichte Texas und der USA zu blicken. Im Buffalo Soldiers National Museum wurde uns schnell klar, dass es sich zwar um ein Museum der Historie handelt, jedoch der Bezug zur Gegenwart im Bewusstsein, z.B. der Vorgänge in Ferguson, MO allgegenwärtig ist. Major Charles Williams, Historiker und ehemaliger Soldat der US Army, führte uns hervorragend und trotz des ernsten Themas mit Witz durch das kleine Museum, das die Geschichte der Buffalo Soldiers erzählt. Im Jahre 1866 wurden nach Ende des Sezessionskrieges durch den Kongress sechs afroamerikanische Einheiten aufgestellt und in Texas stationiert, die somit die ersten schwarzen Berufssoldaten in der befriedeten Armee der noch jungen Vereinigten Staaten wurden. Sie rekrutierten sich aus Veteranen des Sezessionskrieges sowie ehemaligen Sklaven. Ihren Spitznamen Buffalo Soldiers erhielten Sie während des Kampfes gegen die Indianer, die 27

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POLITISCHE BILDUNG 28

FORTSETZUNG MOND, DISKRIMINIERUNG UND TEXAS die gelockte Haarpracht sowie die unbändige Kampfkraft an die Attribute der Büffel erinnerte. Obwohl die Buffalo Soldiers für die gleiche Sache kämpften wie die Weißen, widerfuhr ihnen ausgiebige Diskriminierung und Rassismus. So war ihnen der Aufstieg in den Rang eines Offiziers nahezu verwehrt und selbst Duschen und Toiletten durften nicht gemeinsam genutzt werden. Erst während des ersten Weltkrieges gelang es Charles Young zum ersten afro­ amerikanischen Oberst aufzusteigen. Wiederum erst im zweiten Weltkrieg schaffte es Benjamin O. Davis in den Rang eines Brigadegenerals. Dass auch in der Gegenwart die Rassismusdebatte in den USA, trotz eines afroamerikanischen Präsidenten heftig geführt wird, zeigt, dass dieses Kapitel offenbar noch nicht überwunden ist. Zur Erkundung der Anfänge der ehemaligen Republik Texas, haben wir uns nach San Antonio begeben und mit dem Besuch des Alamo das Symbol der texanischen Unabhängigkeit besichtigt. Die einstündige Battlefield Tour führte uns entlang der ehemaligen Außenmauern der Mission San Antonio de Valero, die um das Jahr 1803 aufgrund der dort stationierten Alamo Company bald nur noch The Alamo genannt wurde. Die durch spanische Franziskanermönche im Jahr 1718 gegründete Missionsstation (sie wurde 1744 an den heutigen Ort verlegt) wurde im Laufe der spanischen Säkularisierung um 1793 wieder aufgegeben und ab 1803 durch die besagte spanische Kavallerieeinheit Alamo Company besetzt. Während des mexikanischen Unabhängigkeitskrieges zwischen 1815 und 1821 fiel auch das Alamo wie der Rest Texas in mexikanische Hände. Aufgrund der, durch die Mexikaner eingeleiteten Kolonialisierung der Region, bevorzugt mit Leuten aus den bereits Vereinigten Staaten, entwickelte sich schnell der Wille zur Unabhängigkeit Texas von Mexiko. Im Jahr 1835 fiel somit das Alamo im Rahmen des Unabhängigkeitskrieges an die Texaner. Die sagenumwobene Geschichte des Alamo beginnt, als General

Antonio López de Santa Anna, Präsident und schließlich Diktator Mexikos, in Reaktion auf die Rebellion im Februar 1836 mit seiner Armee nach San Antonio zieht, um den Aufstand niederzuschlagen. Während der mehrtägigen Belagerung wurde ungeachtet dessen in Washington-on-the-Brazos am 2. März 1836 die texanische Unabhängigkeit erklärt. Am 6. März 1836 brach der Widerstand, der ca. 200 im Alamo eingeschlossenen Kämpfer, Frauen und Kinder zusammen, so dass dieses in ungefähr 90 Minuten überrannt wurde. Am 21. April 1836 konnte General Sam Houston in einem Überraschungsangriff nahe Houston Teile der mexikanischen Armee bezwingen und General Santa Anna gefangen nehmen. Zu den Rufen „Remember the Alamo!“ gewann Texas daraufhin endgültig seine Unabhängigkeit von Mexiko. Neben dem Alamo gibt es in San Antonio vier weitere Missionen, die im San Antonio Missions National Historical Park über einen Fuß- und Radweg miteinander verbunden sind. Um einen weiteren Einblick in die Lebensweise und die Mission der damaligen Franziskaner Mönche zu erhalten, haben wir die Mission San José besucht, die mit einem informativen Visitor Center, kostenloser Ranger-Führung und einem großen Gelände zur Entdeckung einlädt. Nach fünf Tagen, bei denen es leider für Hin- und Rückfahrt allein zweier bedurfte, ging eine hoch informative und interessante politische Bildungsfahrt zu Ende und jeder konnte behaupten, obwohl er vielleicht schon mehrfach in San Antonio war, etwas dazugelernt zu haben.

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Text & Fotos: HptFw Jan Grande

das ist das Motto der neuen Neigungsgruppe Tennis, die am 4. August in Holloman ins Leben gerufen wurde und derzeit ca. 25 interessierte Tennisspieler zählt. Doch das soll es noch nicht gewesen sein. Im Zuge der Einführung einer eigenen Tennisliga, beteiligen sich derzeit 13 Spieler an einem Ranglistenspiel. Unter der Leitung von Oberleutnant Christian Matlok und seinen Ansprechpartnern, die dem Befehl FlgAusbZLw 75/14 entnommen werden können, werden jeden Dienstag und Donnerstag von 14.00 bis 16.00 Uhr Ranglistenspiele und Training angeboten.

Jedes Jahr im Spätsommer wird auf der Wright-Patterson AFB in Dayton, Ohio der schnellste Marathonläufer der Air Force ermittelt. Fünf Hollomäner und die deutsche Fliegerärztin aus El Paso konnten dem diesjährigen Regenwetter nach Dayton entfliehen und gingen mit etwa 4.000 anderen Marathonläufern am 20. September auf die 42,195 km lange Strecke. Auf der Base befindet sich auch das größte Air Force Museum der USA mit etwa 200 Fluggeräten aus allen Epochen der Luftfahrt, welches natürlich am Vortag von den Sportlern besucht wurde. Die Größe der Hallen ist beeindruckend, wenn man bedenkt, dass neben den strategischen Bombern B-52, B-2 und B-1 in derselben Halle noch etwa 50 andere Flugzeuge Platz haben. Am Samstag um 7.30 Uhr wurden die Läufer auf die Strecke geschickt und schnell verlor man sich in der Menschenmenge aus den Augen, zumal jeder sein eigenes Tempo finden musste. Für die Motivation der Läufer sorgte vor allem eine Heavy Metal Band, strategisch vor dem letzten langen Anstieg platziert, und eine Verpflegungsstation, welche komplett als Alien verkleidet war. Als erster der sechs Läufer konnte Thomas Forsmann nach 3 Stunden und 27 Minuten den Marathon beenden. Endlich im Ziel konnten sich dann auch alle anderen über ein kühles „Regenerationsbier“ freuen. Für Christian Stellisch und Yvonne Zschommler war es „das erste Mal“. Respekt und Anerkennung für diese Leistungen!

Truthahn und Tennis???

Wenn man Truthahn liest, kann man zunächst keine logische Verbindung zum Tennis finden, denn als Schläger oder Ball ist dieser eher ungeeignet. Hauptmann Christian Schneider, Mitbegründer der Neigungsgruppe Tennis sowie Mitglied im Tennisverein Alamogordo, gewann in 2013 das vereinsinterne Tennisturnier und erhielt als Prämierung einen Truthahn. Seine Ehefrau Petra tat es ihm übrigens gleich und errang den 1. Platz plus Geflügelpaket bei den Damen. Wir sind sehr froh, auf die Erfahrungen eines so talentierten Spielers zurückgreifen zu können und vielleicht hat auch jemand Appetit bekommen, aufgrund dessen die Neigungsgruppe Tennis zu verstärken. Es gibt ja viele Beweggründe, alte Leidenschaften aufleben zu lassen oder sich Neuem zu öffnen. Warum Tennis??

Sporttermine rund um Holloman

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SPIEL, SATZ UND SIEG –

04.10.2014

Alamo Shape Sunset Run ½ Marathon

alamoshape.com

12.10.2014

Trans Mountain Challenge Half – El Paso

raceadventuresunlimited.com

18.10.2014

R&R in Ruidoso Service Challenge Run

active.com

19.10.2014

Duke City Marathon Albuquerque

dukecitymarathon.com

25.10.2014

Flying Horse Half Marathon – El Paso

raceelpaso.com

27. – 02.11.2014

Day of the Dead – Marathon Series

mainlymarathons.com ROADRUNNER

Tennis ist meiner Ansicht nach schon lange kein Nischensport mehr, sondern hat sich im Laufe der vergangenen Jahre zum Breitensport entwickelt. Wichtig sei hier aber zu erwähnen, dass es nicht so einfach ist, wie man vielleicht denken mag. Einfach einen Schläger in die Hand zu nehmen und dann gegen einen Ball schlagen, ist es eher nicht. Es gehören die richtige Schlägerhaltung, Schwungbewegung, Stellung des Körpers zum Ball, und die Fixierung des Balls mit den Augen als wesentliche Dinge dazu. September 2014

Text & Foto: OLt Christian Matlok

Somit sind bei der Sportart Tennis Schnellkraft, Ausdauer und Hand-Augenkoordination gefordert, also auch Fähigkeiten, die im Basis Fitness Test sowie im Deutschen Sportabzeichen abverlangt werden.

SPORT

AIR FORCE MARATHON

Was sind die Ziele?

Meist werden sich im Leben Ziele gesetzt, die schwer zu erreichen sind. So soll es bei der Neigungsgruppe Tennis nicht sein. Interesse und Motivation vorausgesetzt steht hier der Faktor Spaß im Vordergrund. Die Verbesserung der oben genannten Fähigkeiten ist ein positiver Nebenaspekt. Die vier Plätze on base sind ausreichend und gut bespielbar. Als Alternative, und wer Lust hat, kann am Wochenende auch die Tennisplätze an der Oregon Ave kostenlos nutzen. Flutlichter gibt es dort ebenfalls. Um das Training abwechslungsreicher und effektiver zu gestalten, wurde bereits der Prozess zur Anschaffung einer Ballmaschine angestoßen. Der richtige Schwung, die richtige Stellung zum Ball sowie die Hand-Augenkoordination sind, wie bereits erwähnt wichtige Punkte beim Tennisspiel und können damit perfekt trainiert werden. Des Weiteren planen wir für Ende 2014 bzw. Anfang 2015 ein HollomanDavis Cup-Turnier durchzuführen. Ich hoffe, ich konnte euch einen kurzen Einblick in die Neigungsgruppe Tennis geben und den ein oder anderen neugierig machen. Interessenbekundungen gerne auch per LoNo an [email protected] Sport frei!!

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United States of America – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und des unendlichen Shoppings. Doch bietet dieses Land weitaus mehr, nämlich eine Naturvielfalt, die ihresgleichen sucht. Jedem sollte wohl jetzt als erstes Yellowstone National Park oder auch der Grand Canyon ins Gedächtnis kommen. Doch gibt es auch nicht so bekannte Naturschauplätze, die genauso schön und eine Reise wert sind. Wie der Jacob’s Well in Wimberley, TX unweit von Austin entfernt. Dabei handelt es sich um ein Karstquelle, die an ihrer tiefsten Stelle 36 m misst. Das kühle erfrischende Wasser lädt zum Baden ein. Die waldartige Kulisse rundet dann das Ganze noch ab. Des Weitern gibt es in der selben Gegend von Austin noch den Hamilton Pool. Es handelt sich um ein natürliches Becken, mit einem kleinen Strandabschnitt und einem 15 m hohen Wasserfall. Wichtig: Es gibt meist einen sehr hohen Andrang und so solltet ihr bei einem Besuch möglichst früh da sein.

Text: OStGefr Oliver Backe. Foto: OStGefr Oliver Backe & Internet.

NACHWUCHS IN ALAMOGORDO

Schwanger? Säugling? Krabbler? Kleine Entdecker? Mutige Probierer? Alamogordo hat für alle was! Du bist schwanger und hast 1.000 Fragen oder hast gerade ein Baby bekommen?

Wer Fragen rund um Geburt, Baby- oder Kleinkindentwicklung hat und sich mit Gleichgesinnten gerne austauschen möchte, ist herzlich willkommen in einer unserer Gesprächsgruppen der Mütteroase und kann sich wie folgt anmelden:

Jacob’s Well Natural Area 1699 Mt. Sharp Rd, Wimberley, TX 78676 www.visitwimberley.com/jacobswell

Hamilton Pool Nature Preserve 24300 Hamilton Pool Rd, Dripping Springs, TX 78676 parks.traviscountytx.gov/find-a-park/hamilton-pool

was

Mütteroase – Vorbereitung auf das schönste Ereignis im Leben

wo

Evangelisches Gemeindehaus

wann

dienstags, 9.00 – 10.00 Uhr

wer

Katrin Zappe, Tel.: (575) 921-8229

Info

www.facebook.com/katrin.za

FREIZEIT

was

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YAHTZEE ODER KNIFFELN? Bekannt wurde dieses beliebte Familienspiel im Jahre 1956 unter dem Namen Yahtzee. Der heute, in fast jedem Haushalt vorhandene Würfelbecher wird seit 1972 von der Firma Schmidt Spiele als Kniffelspiel jährlich millionenfach verkauft. Ab Oktober wollen wir im evangelischen Gemeindehaus ein monatliches Preiskniffeln veranstalten und hoffen auf viele interessierte Mitspieler. Die Startgebühr beträgt $10. Viele tolle Preise sind zu gewinnen und bei einem großen Weihnachtskniffeln möchten wir den erzielten Überschuss ausspielen. Der Termin für das Weihnachskniffeln wird zeitgerecht bekanntgegeben. Es wäre sehr hilfreich, wenn eine Anmeldung für den jeweiligen Termin im Voraus erfolgen könnte.

Text: HptFw Jan Grande. Foto: Internet.

KINDER

REISETIPP

A PIECE OF NATURE

Text & Foto: Judith Kröger

Mütteroase – Start mit Baby 0 bis 6 Monate

wo

Evangelisches Gemeindehaus

wann

dienstags, 10.30 – 11.30 Uhr

wer

Katrin Becker, Tel.: (575) 921-9045

Info

www.facebook.com /muetteroase.alamogordo

Für alle Sportliebhaber

was

Preiskniffeln

wo

Evangelisches Gemeindehaus

wann

15. Oktober, Mittwoch, 18.00 Uhr 19. November, Mittwoch, 18.00 Uhr

wieviel

$ 10

Info

Bitte voranmelden unter: [email protected] ROADRUNNER

unter euch gibt es außerdem Buggyfitness, Kinderturnen, -wandern und -fußball. Genaueres dazu findet ihr unter www.muetteroase-alamogordo.com oder ihr fragt bei den jeweiligen Gruppenleiterinnen nach – in der Regel wissen diese ebenfalls Bescheid und können eure Fragen beantworten.

September 2014

Sind die Kinder erstmal aus dem Gröbsten raus,

wollen sie neue Sachen entdecken, probieren, schauen anderen etwas ab oder lassen einfach nur ihre unglaublich vielseitige Kreativität spielen. In den Spielgruppen wird mit viel Spaß am Spiel gemeinsam gesungen und nicht selten entstehen während der Bastelzeit kleine kreative Kunstwerke. Wer Lust bekommen hat mit seinem Nachwuchs mal vorbeizuschauen, kann sich wie folgt anmelden: was

Sonnenkäfer – für Krabbler 6 bis 12 Monate

wo

Evangelisches Gemeindehaus

wann

montags, 9.00 – 10.00 Uhr

wer

Katrin Zappe, Tel.: (575) 921-8229

Info

www.facebook.com/katrin.za

was

Minimonster – für kleine Entdecker 1 bis 2 Jahre

wo

Evangelisches Gemeindehaus

wann

montags, 10.15 – 11.15 Uhr

wer

Manuela Prenzel

Info

www.facebook.com /groups/187912961345210

was

Roadrunner – für mutige Probierer 2 Jahre bis Schulanfang

wo

Katholisches Pfarrzentrum

wann

montags, 9.15 – 10.45 Uhr

wer

Monique Seidel Diana Grande, Tel.: (575) 921-4278

Info

www.facebook.com /groups/432811510142930 33

Jedes Jahr zum ersten Oktober startet die 100 Meilen Challenge im Schwimmbecken des Domenici Fitness and Sports Center auf der Holloman AFB. Bei dieser Challenge, also Herausforderung, hat man 12 Monate Zeit die 100 Meilen oder 160 km und rund 6.400 Bahnen zu bewältigen, in welchem Schwimmstil oder Tempo auch immer. Lohn der erbrachten Leistung ist an erster Stelle die persönliche Bestätigung es geschafft zu haben, aber auch eine Urkunde und ein T-Shirt mit entsprechender Aufschrift warten auf den erfolgreichen Schwimmer. In der letzten Saison machten sich mehrere Hollomänner auf, die Strecke in möglichst kurzer Zeit zu meistern. HptFw Peter Dorn wollte den bestehenden Rekord von StFw Dirk Schlicht, der die 100 Meilen in nur 26 Tagen schaffte, unterbieten. 100 Meilen schwimmen in unter 26 Tagen – ein Vorhaben, das genau geplant sein muss. Zunächst einmal reichte HptFw Dorn drei Wochen Urlaub ein, um zwei Mal täglich mindestens zwei Stunden zu schwimmen. Er schaffte es tatsächlich, die 100 Meilen in unglaublichen 16 Tagen, genau am 16.10.2013 zu bewältigen. Inspiriert von dieser super Leistung, wollte auch StFw Thomas Wagner die 100 Meilen schneller schwimmen, als ursprünglich geplant und er schaffte es in 18 Tagen. Zum besseren Verständnis sei hier angemerkt, dass die Schwimm-Challenge von den Teilnehmern als Gentlemen's 34

Text: HptFw Peter Dorn Foto: OStGefr Nico Tennhardt

Agreement verstanden wird. Will heißen, niemand steht permanent am Beckenrand und zählt die Bahnen. Jeder schwimmt für sich seine Distanz, um danach vom Bademeister die gebrachte Leistung festhalten zu lassen. Nachdem die Kameraden Dorn und Wagner das Ziel, den Rekord zu brechen, erreicht hatten, waren sie derart motiviert, dass sie beschlossen, eine weitere Challenge anzunehmen. Entgegen des Vorschlags von Thomas Wagner, 222 Meilen zu schwimmen, entschloss sich HptFw Dorn für die 300-Meilen-Distanz, die er am 26.09.2014 erfolgreich bewältigte. Das Besondere daran: Zum ersten Mal wurde diese Leistung von einem deutschen Soldaten erbracht! Last but not least möchte ich hier auch die Kameraden erwähnen, die sich ebenfalls dieser sportlichen Herausforderung gestellt und sich Bahn für Bahn die 100 Meilen erkämpft haben. Glückwunsch zu dieser Leistung, denn aus eigener Erfahrung weiß ich, wie lang 100 Meilen sein können und dass die letzten Meilen die schwersten sind! Hier die 100 Meilen Finisher der letzten Saison:  Oberstlt Stefan Huber Hptm Florian Uthoff  StFw Thomas Wagner  StFw Martin Buhl  StFw Dieter Dörrbecker HptFw Peter Dorn  StUffz Olaf Baum ROADRUNNER

NEUES AUS DEN MILITÄRISCHEN KIRCHENGEMEINDEN

KIRCHE

FREIZEIT

DIE 100-MEILEN-SCHWIMM-CHALLENGE

Johannes Der Täufer Kirche

Abendmahlsgottesdienst Evangelische Gemeinde 12.10., Sonntag 10.00 Uhr Konfirmandenunterricht in El Paso Evangelische Gemeinde 18.10., Samstag 09.30 – 16.00 Uhr

Heilige Messe Katholische Gemeinde 02.11., Sonntag 10.30 Uhr St. Martinsfest Katholische Gemeinde 11.11., Sonntag 17.30 Uhr Andacht, Umzug, Abschluß im Gemeindehaus

OKT NOV Ökumenischer Berggottesdienst... Katholische & Evangelische Gemeinde 19.10., Sonntag 10.15 Uhr ...auf dem Monte Cristo Rey in El Paso. Treff 09.00 Uhr auf dem Parkplatz des Monte Cristo Rey. Wanderung zum Gipfel, Gottesdienst, dann Brotzeit. Bitte voranmelden beim Evangelischen Militärpfarramt.

Heilige Messe Katholische Gemeinde 16.11., Sonntag 10.30 Uhr

Familiengottesdienst Evangelische Gemeinde 26.10., Sonntag 10.00 Uhr

Heilige Messe Katholische Gemeinde 30.11., Sonntag 10.30 Uhr

Veranstaltungsorte:

September 2014

Evangelisches Gemeindehaus 1311 Galway Drive links der Kirche

Prayer Breakfast Katholische Gemeinde 20.11., Donnerstag 6.30 Uhr

Johannes Der Täufer Kirche 1451 Galway Drive

Katholisches Pfarrzentrum 1451 Galway Drive rechts der Kirche

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Anlässlich der Amtsübergabe des Pfarrhelfers feierte die evangelische Kirchengemeinde am 18. September einen Gottesdienst. Militärpfarrerin Myriam Krug-Lettenmeier und Generaldekan Matthias Heimer, begleitet von Gitarrenklängen und dem Gospelchor, gestalteten einen abwechslungsreicher Gottesdienst. Pfarrhelfer Harald „Charly“ Braun wurde vom Generaldekan mit Gottes Segen verabschiedet und sein Nachfolger Thomas Craemer herzlich in die Kirchengemeinde aufgenommen. Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Empfang im evangelischen Gemeindehaus statt. Dort wurde Pfarrhelfer Braun offiziell durch den stellvertretenden Kommandeur des FlgAusbZLw, Oberst Armin Havenith, verabschiedet. Stellvertretend für den Gemeindebeirat verabschiedete Michael Kröger ebenfalls Harald Braun und wünschte Thomas Craemer und seiner Frau viel Glück und einen guten Start hier am Standort. Harald Braun, oder besser bekannt unter dem Namen Charly Braun, war in den letzten fünf Jahren als Pfarrhelfer für die evangelische Militärseelsorge in Alamogordo, aber auch in El Paso zuständig. Auch er ist, wie viele von uns, ein „Wiederholungstäter“. Während Holloman I, vor nunmehr fast 20 Jahren, war er maßgeblich am Bau der Kirche und vielen anderen Projekten betei36

Text: StFw Michael Kröger. Foto: fs.

EVANGELISCHE GEMEINDE

GOOD BYE „CHARLY“

ligt. Er war stets freundlicher Ansprechpartner für alle Belange rund um das evangelische Gemeindehaus. Er organisierte und begleitete mitverantwortlich, stets voller Tatendrang, viele Militärrüstzeiten, Gemeindefeste und Weihnachtsmärkte. Auch wenn nur er sein spezielles Ablagesystem im Büro verstand, hatte er doch alles stets griffbereit zur Hand. Er legte großen Wert auf ordentlich aufgeräumte Lagerräume, um alle Gegenstände jederzeit einsatzbereit nutzen zu können. Stets hilfsbereit und immer einen Kommentar auf den Lippen, so kannten wir ihn alle. Lieber Charly, wir wünschen Dir und Deiner Frau alles erdenklich Gute und Gottes Segen für Euren weiteren Lebensweg und einen guten Start in Hannover. Für seinen Nachfolger Thomas Craemer ist eine Auslandstätigkeit kein Neuland, hat er doch schon diverse Auslandsdienstposten bekleidet und bringt somit einen enormen Erfahrungsschatz mit. Auch ihm und seiner Frau möchten wir an dieser Stelle viel Erfolg, Gottes Segen und ein glückliches Händchen wünschen für seine, doch sehr anspruchsvolle, Tätigkeit. Last but not least möchte ich anmerken, dass die gesammelte Kollekte nach dem Gottesdienst 406,67 Dollar erzielte und direkt an Frau Weidenbacher für die Soup Kitchen übergeben wurde. Herzlichen Dank an alle Spender! ROADRUNNER

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Text: Thomas Craemer Foto: fs

Evangelischer Pfarrhelfer

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Liebe Leserinnen und Leser des Roadrunners,

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zu meiner zweiten Auslandsverwendung zum Dt. Ev. Militärgeistlichen in Decimomannu / Italien entsandt wurde. Nach dieser Verwendung wurde ich nach Günzburg / Bayern versetzt, wo ich dann fünf Jahre tätig war und leider die Auflösung beider Standorte für die wir seelsorgerlich zuständig waren (Günzburg und Leipheim) miterleben musste. Ende 2004 rief mich unser zuständiger Personalchef aus Bonn an und fragte, ob ich mir eine weitere Auslandsverwendung in El Paso / USA vorstellen könnte. Da eine Versetzung im Inland angestanden hätte, haben meine Frau und ich zugesagt und somit wurde ich zum 01.08.2005 nach El Paso versetzt. Leider hat auch dieser Standort militärseelsorgetechnisch nicht überlebt und unsere Dienststelle dort wurde zum 30.11.2010 geschlossen. Nach meiner Zeit in Hannover habe ich nun also meine vierte und letzte Auslandsverwendung in Holloman angetreten. Ich freue mich sehr auf eine gemeinsame Zeit und viele interessante Begegnungen.

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seit dem 01.09.2014 bin ich nun der neue Pfarrhelfer in Holloman und möchte hier die Gelegenheit nutzen, mich vorzustellen. Mein Name ist Thomas Craemer, ich bin 55 Jahre alt, verheiratet und in Bochum aufgewachsen. Nach der mittleren Reife habe ich eine Ausbildung zum Bürokaufmann abgeschlossen und bin anschließend zur Bundeswehr einberufen worden. Seit dem 01.10.1979 bin ich bei der Bundeswehr, davon nun schon mehr als 28 Jahre bei der Evangelischen Militärseelsorge. Begonnen habe ich meinen Dienst in der Militärseelsorge im Juni 1986 in Dülmen. Nach sechs Monaten Einarbeitung wurde ich nach Unna in Westfalen versetzt, wo ich bis Juni 1989 tätig war. Am 01.07.1989 trat ich meine erste Auslandsverwendung beim Deutschen Evangelischen Militärgeistlichen in Beja / Portugal an. Nach der Auflösung des Standortes im Juni 1994 wurde ich zum Ev. Standortpfarrer nach Bückeburg versetzt. Hier war ich zwei Jahre tätig bevor ich zum 01.07.1996

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VERMISCHTES

PERSONALIEN

THOMAS CRAEMER

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SPEZIELLE

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FEIERTAGE

6. OKTOBER: GERMAN-AMERICAN DAY Mit diesem Tag am 6. Oktober wird in den Vereinigten Staaten jedes Jahr an den Beitrag deutscher Einwanderer für die Entwicklung und Erschließung der USA gedacht.

Die Wahl des 6. Oktobers als Datum für den German-­ American Day bezieht sich dabei auf ein konkretes historisches Ereignis, nämlich den 6. Oktober 1683, an dem 13 Familien aus dem niederrheinischen Krefeld und Lank-Latum (gehört seit 1970 zur Stadt Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss) in der Nähe von Philadelphia, im heutigen US-Bundesstaat Pennsylvania, die Siedlung Germantown gründeten. Schon 1775, also nur weniger als 100 Jahre später, bestand ca. ein Drittel der Bevölkerung des Bundesstaates aus Bewohnern mit deutschen Wurzeln. Der Großteil von ihnen mit protestantischem Bekenntnis (Amische, Lutheraner, Mennoniten, Reformierte usw.). Andere große Siedlungen deutschstämmiger Siedler während der nordamerikanischen Kolonialzeit gab es in den Bundesstaaten New York und Virginia. Quelle: www.kuriose-feiertage.de

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UNNÜTZES WISSEN

}

} Viagra hilft Hamstern bei Jetlag. } Heringe kommunizieren durch Furzen. } Der Mauszeiger hat eine Neigung von 22,5°. } Manche Hauskatzen sind auf Menschen allergisch.

} James Kirk ist Kapitän des US-Kriegsschiffes USS Zumwalt. 38

ROADRUNNER

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WAS? WANN? WO? GOLDEN DRAGON ACROBATS wann

2. Oktober, Donnerstag, 19.00 Uhr

wo

Flickinger Center 1110 New York Ave Alamogordo, NM 88310

wieviel

$ 14, $ 25, $ 36

Info

flickingercenter.com

Die Golden Dragon Acrobats stehen für eine jahrhundertelange Tradition. Die Akrobatik, spektakuläre Kostüme, Inszenierung, Tanz und Musik sind Garanten für eine atemberaubende Show.

ART AND WINE WALK wann

12. Oktober, Sonntag, 12.00 – 17.00 Uhr

wo

Heart of the Desert at Eagle Ranch 7288 Highway 54/70 Alamogordo

wieviel

freier Eintritt

Info

Remi Gibbs, +1 (575) 434-0035

Art, Crafts, Essen & Weine. Außerdem gibt es den Monat über Weinverkostungen: Montag bis Samstag 8.00 bis 18.00 Uhr und Sonntag 12.00 bis 18.00 Uhr.

LINCOLN COUNTY COWBOY SYMPOSIUM wann

10. – 12. Oktober, ab 9.00 Uhr

wo

Ruidoso Downs, NM

wieviel

Eintritt frei, Konzerte $ 40 bis $ 65

Info

www.CowboySymposium.org

Das Cowboy Symposium gibt es bereits seit 25 Jahren. Es wird auch dieses Jahr wieder ein wunderbar vielfältiges Programm geboten: Konzerte, Geschichtenerzähler, Chuckwagon Cook-offs und -prämierungen, Cowboy Wettbewerbe, Spiel und Spaß für die Kleinen, Western Swing Tanz, aber auch Künstler, Handwerker, Historiker und PFERDE! ROADRUNNER September 2014