roadrunner - Deutscher Laden Holloman AFB

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ROADRUNNER Oktober 2016 Zeitung des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe, Holloman Air Force Base, New Mexico Redaktion Chefredakteur Ob...

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bar zum Oberstabsfeldwebel) aus 17 Nationen (Australien, Botswana, Cana- .... bei den olympischen Spielen ausgeübt wurd

Roadrunner_11_2012 (Schreibgeschützt) - Deutscher Laden
gleichzeitig mit Herrn Griffin. Zum Ende seiner Verwendung hier in Holloman ..... der Container voll ist, wird er in ein

ROADRUNNER-STATISTIK VORLÄUFIGES - Roadrunner-Card
09.08.2017 - Oberoderwitz. Hoyerswerda. Hoyerswerda. Bernsdorf. Cottbus. Cottbus. Lübbenau / Spreewald. Altdöbern. Finst

BOL-Form - Roadrunner Transportation
RECEIVED, subject to individually determined rates or contracts that have been agreed upon in writing between the carrie

travis afb - Exchange
1: Main Exchange. Armed Forces Bank. Food Court (free WiFi Zone). Cinnabon. Baskin Robbins. Charley's Subs. Captain D's

ROADRUNNER Oktober 2016

Zeitung des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe, Holloman Air Force Base, New Mexico

Redaktion Chefredakteur Oberstlt Sven Korthaus

Redakteure/Ansprechpartner in den Gruppen sk

stellv. Chefredakteur OStFw Frank Schlawin  fs Tel.: +1 (575) 404-2015 Mail: [email protected] bundeswehr.org Redaktion & Lektorat Frau Astrid Burger-Weber Herr Kolja Böther OStGefr Nico Tennhardt Frau Rosemarie Wininger Frau Sonja Shafer

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Satz, Layout OStGefr Nico Tennhardt OStGefr Valerie Ungefug

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Foto des Monats Artikel und Bilder Fragen und Anregungen [email protected] Titelbild Feuerwerk zum 20. Oktoberfest auf der Holloman Air Force Base. Bericht und Fotos ab Seite 14. Foto: fs.

Stab Fliegerisches Ausbildungszentrum der Luftwaffe (Stab FlgAusbZLw) n.b. Ausbildungsstaffel (AusbStff) Hptm Sören Rocker

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Technische Gruppe (TGrp) HptFw Jan Grande

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Instandsetzungs- und Elektronikstaffel (Inst/EloStff) StFw Christian Scherz cs Nachschub- und Transportstaffel (Nsch/TrspStff) HptFw Marcel Kuba Wartungs- und Waffenstaffel (Wtg/WaStff) StFw Gerhard Ziesel

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Bundeswehrverwaltungsstelle USA/CA (BWVSt) Herr Kolja Böther kb Deutsche Schule Alamogordo Herr Torsten Reinecke

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Der Kommandeur FlgAusbZLw trägt die Verantwortung für den Inhalt der Zeitschrift Roadrunner gegenüber den vorgesetzten Dienststellen. Beiträge von Mitgliedern der Redaktion und freien Mitarbeitern geben die Ansicht des Verfassers und nicht notwendigerweise die Meinung des BMVg oder der Verbandsführung wieder. Die Redaktion behält sich vor, die eingereichten Beiträge hinsichtlich Länge, Rechtschreibung, Grammatik und Richtigkeit zu kontrollieren und zu korrigieren. Alle Rechte sowie Änderungen vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangt eingesandtes Foto- und Textmaterial übernimmt die Redaktion keine Haftung. Redaktionsschluss ist jeweils der 15. jeden Monats. Der Roadrunner ist im Holloman Board und auf der Seite des Deutschen Ladens zu finden: www.deutscherladenholloman.de 2

ROADRUNNER

der vorliegende Roadrunner dokumentiert den ereignisreichen Monat September. Bestimmt wurde dieser durch Jubiläumsveranstaltungen und unser herausragendes Oktoberfest auf der Holloman Air Force Base. Aber es gab auch wieder Begrüßungen, Abschiede und wichtige Besuche. So konnte sich am 20. September der Kommandierende General des Luftwaffen­ truppenkommandos, Generalleutnant Helmut Schütz, im Rahmen eines Truppenbesuchs von der Leistungsfähigkeit und –Bereitschaft unserer beiden militärischen Dienststellen überzeugen. Informiert wurde er aber auch von Seiten der Verwaltung und der Deutschen Schule. Er bestätigte dabei nochmals die getroffenen Entscheidungen, nahm aber auch Sorgen und Nöte der Betroffenen hier am Standort auf. Seinen besonderen Dank richtete er an die Frauen und Männer, die die aktuellen Einsätze auch aus Holloman heraus unterstützen. Den Auftakt des Monats machte aber die Feierlichkeit zum 20 jährigen Bestehen der Tornado-Ausbildung hier am Standort. Auch wenn das Jubiläum praktisch mit dem Beginn der Verlagerung der Ausbildung nach Deutschland an den neuen Standort Schleswig/Jagel zusammenfällt, so sind doch die erbrachten Leistungen und die immer hohe Qualität der hiesigen Ausbildung ein Grund stolz zu sein. Entsprechend wurde dies auch von allen Rednern besonders hervorgehoben und betont. Dass der Ausbildungstransfer bereits begonnen hat, verdeutlicht der letzte Flug am Standort von Oberstleutnant Alexander Kolbfleisch. Oberstleutnant Kolbfleisch ist Oktober 2016

der erste der „Hollomäner“ der den Standort zum Ziele des Herstellens der Ausbildungsbereitschaft in Schleswig/Jagel verlässt. Er wird dort als verlängerter Arm der Ausbildung hier, dem Taktischen Luftwaffengeschwader 51 Immelmann die Besonderheiten der lehrgangsgebundenen Ausbildung vermitteln. Daran angeschlossen hat sich das diesjährige Oktoberfest. Hier sei dem Organisationsteam mein ganz besonderer Dank ausgesprochen. Die hervorragenden Planungen und Vorbereitungen haben die Durchführung zu einem ganz besonderen Event werden lassen, gekrönt von einem beeindruckenden erstmalig stattgefundenen Feuerwerk. Damit ist es uns erneut gelungen, deutsche Kultur und Küche unseren Gastgebern hier in den USA in gebotener Form darbieten zu können. Allen Helfern und Beteiligten, von nah und fern, sei hier nochmals ein „Bravo, sehr gut gemacht“ ausgesprochen. Der Monat fand nun mit einer breit aufgestellten Informationsveranstaltung zum Rückbau des FlgAusbZLw am Montag dem 26. September und einer Information für die Ortskräfte am Mittwoch dem 28. September seinen Abschluss. Hierbei geäußerte Fragen lassen doch deutlich erkennen, wie wichtig eine frühzeitige Auseinandersetzung und Beschäftigung mit dem Sachverhalt des Rückumzuges nach Deutschland ist. Hierzu möchte ich jetzt nochmals anregen! Grundsätzliche Überlegungen dazu kann und sollte man bereits jetzt tätigen. Wenn man dann später die Versetzungsverfügung in Händen hält, ist die reine Abwicklung dadurch sicher deutlich erleichtert. Genießen sie aber nun die Beiträge, lassen sie sich auch durch die Schilderungen inspirieren, sowohl zum Reisen selbst, als auch dazu, ihre Erfahrungen und Erlebnisse in Form eines kleinen Beitrages der Redaktion zukommen zu lassen. Denn auch der Roadrunner lebt vom Mitmachen! Ihr Georg Wolters

EDITORIAL

IMPRESSUM

LIEBE LESERINNEN UND LESER,

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ZU GAST: GENERALLEUTNANT SCHÜTZ

Kommandierender General Luftwaffentruppenkommando

Text: nt. Foto: vu

Im Rahmen seiner USA-Reise besuchte GenLt Schütz, KG Luft­ waffentruppenkommando, am 20. September 2016 das TaktAusbKdoLw USA und das FlgAusbZLw in Holloman. Neben dem obligatorischen Office Call beim Commander 49th Wing nahm sich Generalleutnant Schütz die Zeit um Kompaniefeldwebel, Disziplinarvorgesetzte und Vertrauenspersonen aller Dienstgradgruppen über aktuelle Themen zu unterrichten.

NEUER AUSSENSTELLENLEITER EINGEFÜHRT

Text: kb. Foto: fs

Foto: Anne Schlawin

WIR GRATULIEREN

OFw Jeffrey Kosberg

BS

BEFÖRDERUNGEN & EHRUNGEN

Sonnenuntergang in Alamogordo - immer wieder beeindruckend.

Er wurde zum Berufssoldaten ernannt.

40

Dienstjahre

Seinen Besuch im Südwesten der USA an den Standorten Fort Bliss und Holloman Air Force Base nutzte der Direktor der Bun­ deswehrverwaltungsstelle USA/CA, Herr Patrick Weiler, auch um den neuen Leiter der Außenstelle Holloman, Herrn Regierungsoberamtsrat Friedrich Wilhelm Löffler, offiziell ins Amt einzuführen. Löffler, der zuvor beim Planungsamt der Bundes­ wehr beschäftigt war, wird in den kommenden Jahren die anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen haben, den Abzug der Bun-

Ang Peter Kessler

Hat eine Dienstzeit von 40 Jahren vollendet.

Reiko Smyk

Er wurde zum Stabsbootsmann befördert. Die Roadrunner-Redaktion gratuliert allen Kameraden recht herzlich!

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BESUCH

FOTO DES MONATS

Ihr wollt eure Fotos hier sehen? Schickt sie an [email protected]

ROADRUNNER

Oktober 2016

deswehranteile auf der Air Force Base mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl verwaltungsseitig zu begleiten. Beim quartalsweise durchgeführten Commanders Call stellte Weiler den neuen Leiter den Offizieren des Taktischen Ausbildungskommandos der Luftwaffe USA und des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe vor und nahm mit ihm am Festakt anlässlich des Jubiläums von 20 Jahren Tornado-Ausbildung in Holloman teil. 5

20 Jahre Tornado Ausbildung in Holloman

Richard Boss, Bürgermeister von Alamogordo, bei seiner Rede.

Oberst Stephan Breidenbach bedankt sich mit einem ­Blumenstrauß bei Mrs. Toots Green.

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Text & Fotos: fs

BrigGen Klement erinnert sich an seine Zeit in Holloman.

Ausgelassene Stimmung bei Biergartenatmosphäre unter der Sonne New Mexicos.

Seit 20 Jahren bildet die Luftwaffe auf der Holloman Air Force Base, unmittelbar gelegen neben der rund 35.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Alamogordo in der Wüste New Mexikos, junge Luftfahrzeugbesatzungen auf dem Waffensystem Tornado aus. Eine lange Erfolgsgeschichte deutsch-­ amerikanischer Zusammenarbeit, aus der sich im Laufe der Jahre eine tiefe Freundschaft, geprägt von gegenseitigem Verständnis und Vertrauen, entwickelt hat. Grund genug für Oberst Stephan Breidenbach, seit dem 1. Juli 2016 der Kommandeur des Taktischen Ausbildungskommandos der Luftwaffe USA, am 9. September zahlreiche Gäste zu diesem Jubiläum in den festlich geschmückten Pfarrgarten zu laden. Nach der Begrüßung und einer kurzen Ansprache, in der er neben einem allgemeinen Rückblick auch zum aktuellen Planungsstand der Rückverlegung nach Deutschland vortrug, bat Oberst Breidenbach den Bürgermeister der Patenstadt Alamogordo, Richard Boss, an das Mikrofon. Boss zog ein Resümee zu 20 Jahren deutscher Geschichte in Alamogordo. Dabei bedauerte er sehr die Entscheidung der Auflösung des Fliegerischen Ausbildungs­ zentrums der Luftwaffe (FlgAusbZLw) und erinnerte an die vielen gemeinsamen Veranstaltungen und das soziale Engagement

der deutschen Familien für die Bevölkerung der Stadt. Ganz besonders vermissen, so Boss wörtlich, werden die Menschen hier die Möglichkeit des interkulturellen Austausches mit ihren deutschen Freunden. Als nächster Gastredner des Abends ließ Brigadegeneral Peter Klement, General Flugsicherheit in der Bundeswehr, selbst einmal Kommandeur des Fliegerischen Ausbildungszentrums, während seiner Rede die Meilensteine in der Geschichte des Verbandes Revue passieren, die noch vor der offiziellen Indienststellung am 1. Mai 1996 ihren Anfang nahmen. Er spannte den Bogen zurück zum deutsch-amerikanischen Verhältnis, welches im Laufe der Jahre von einer starken transatlantischen Allianz zu einer aufrichtigen Freundschaft gewachsen sei. Mit der Verlegung des F-4 Phantom Trainings von der George Air Force Base in Kalifornien nach Holloman war der erste Schritt getan, um das Fliegerische Ausbildungszentrum aufzubauen und die ersten deutschen Soldaten und deren Familien nach New Mexiko, in das Land of Enchant­ ment, zu bringen, so General Klement. Es sollte noch weitere vier Jahre dauern, bis der erste Tornado am blauen Himmel von New Mexiko flog. „In meinen Augen ein historischer Moment, da Deutschland das

ROADRUNNER

Oktober 2016

VERANSTALTUNG

EIN FESTAKT ZUM JUBILÄUM

Privileg erhielt mit den eigenen Hoheitsabzeichen am Flugzeug sich im Luftraum der USA zu bewegen.“ so der Brigadegeneral wörtlich. „Bereits im Jahre 1996, unter dem Kommando von Oberst Sowada, dem damaligen Kommandeur des Taktischen Ausbildungskommando Luftwaffe, fand das erste Oktoberfest mit rund 4.000 Gästen statt, eine Tradition, die bis heute fortgesetzt wurde und in diesem Jahr ihr zwanzigjähriges Jubiläum feiern wird.“ so der General weiter. Klement erwähnte in seiner weiteren Rede, dass mit der Beendigung der Tornado­ Ausbildung in Cottesmore, England, und mit der Fertigstellung der Infrastruktur in Holloman alle Tornado-Besatzungen im FlgAusbZLw ausgebildet wurden. Mit der Entscheidung die Eurofighter-Ausbildung nicht in Holloman durchzuführen, sowie der Reduzierung der Tornado-Verbände von sechs auf drei, fiel dann konsequenterweise die Entscheidung der militärischen Führung, die Tornado-Ausbildung wieder in Deutschland durchzuführen. Sichtlich bewegt kam General Klement dann auf seine persönlichen Erinnerungen als Kommandeur zu sprechen und richtete dabei einen besonderen Dank an die ebenfalls anwesende Mrs. Toots Green für ihr persönliches Engagement in all den Jah7

VERANSTALTUNG

FORTSETZUNG: EIN FESTAKT ZUM JUBILÄUM ren. „Es ist nicht nur das schöne Wetter und die einzigartige Landschaft, nicht nur die exzellenten Trainingsmöglichkeiten für die Jetausbildung, die für uns Deutsche den Standort so besonders machen. Es ist die herzliche Gastfreundschaft und die Unterstützung der Menschen hier, die Holloman von allen anderen Auslandsstandorten unterscheidet.“ so Brigadegeneral Klement abschließend. Dies unterstrich auch Mrs. Toots Green bei ihrer Ansprache. Mrs. Green ist Angehörige des Executive Commitee of Fifty, eine Vereinigung der Handelskammer von Alamogordo, die um den wirtschaftlichen Aufwuchs bemüht ist. Seit über 20 Jahre engagiert sie sich für die partner- und freundschaftliche Beziehung zwischen der deutschen Luftwaffe und der Stadt. Gerne erinnerte sie sich an die Begeisterung in der Stadt, als die Entscheidung für die Stationierung der deutschen Soldaten auf der Holloman Air Force Base getroffen wurde. Sie erzählte von den Bemühungen, den

deutschen Familien die Eingewöhnung in die neue Kultur so leicht wie möglich zu machen. Dabei erwähnte sie den Bau der deutschen Schule und der Kirche, um nur einige Beispiele zu nennen. Deutlich entnahm man ihrer emotionalen Ansprache, dass sehr viele Menschen in Alamogordo ihre deutschen Freunde vermissen werden. Mit diesen Worten beschrieb sie treffend die Emotionen der anwesenden Gäste und setzte den Schlusspunkt unter den offiziellen Festakt, bevor der gesellige Teil dieser gelungenen Veranstaltung begann.

Oberstleutnant Georg Wolters erhielt von Robert Cain als Vertreter des Air Combat Command Headquarter eine An­ erkennung für 18 Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Oberst Breidenbach bei seiner Ansprache an die Gäste.

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Profiköche sorgen für traditionelles bayerisches Essen. ROADRUNNER

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LAST FLIGHT OBERSTLEUTNANT KOLBFLEISCH

Fotos: vu

Foto: nt

ON BASE

BESUCH

ZU GAST: F-4 PHANTOM SOCIETY

Die F-4 Phantom II Society besuchte am 14. September das FlgAusbZLw

ZU GAST: DEUTSCHE SCHULE EL PASO

Foto: nt

Eine Delegation des Lehrerkollegiums der Deutschen Schule El Paso besuchte am 22. September das FlgAusbZLw

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ROADRUNNER

Am 7. September absolvierte Oberstleutnant Alexander Kolbfleisch seinen Last Flight im FlgAusbZLw. In Zukunft wird er sich im Taktischen Luftwaffengeschwader 51 Immelmann hauptsächlich mit der Überführung der TornadoAusbildung von Holloman nach Deutschland beschäftigen. Wir wünschen dem Kameraden viel Erfolg auf seinem weiteren Weg.

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Seit nunmehr 50 Jahren, beginnend am 24. August 1966, findet auf der Sheppard Air Force Base, nahe der Stadt Wichita Falls in Texas, die Ausbildung der deutschen Jetpiloten statt. Aufbauend auf den positiven Erfahrungen der gemeinsamen Pilotenausbildung von amerikanischen, deutschen und später auch niederländischen Luftstreitkräften, entschieden sich 1980 13 Nationen auf der Sheppard AFB ein gemeinsames Ausbildungsprogramm zu etablieren. Im Herbst 1981 wurde mit der Klasse 83-01 das Euro NATO Joint Jet Pilot Training (ENJJPT) aus der Taufe gehoben. Mittlerweile haben fast 7.200 Flugschüler die ENJJPT Ausbildung erfolgreich durchlaufen, davon waren alleine 1.280 deutsche Jetpiloten. Neben der militärischen Zusammenarbeit wird auch das Miteinander in der Gemeinde Wichita Falls intensiv gepflegt. Seit Beginn des gemeinsamen Ausbildungsprogramms im Jahr 1966 werden unsere deutschen Soldatinnen und Soldaten und die zivilen Mitarbeiter der Deutschen Schule Wichita Falls und deren Familien, von der Junior League Wichita Falls betreut. Das internationale Freundschaftskomitee engagiert sich besonders für ein besseres Verständnis zwischen den Nationen und deren Integration. Die texanische Gastfreundschaft, die wahrgenommene Akzeptanz und Wertschätzung in der Bevölkerung sind so ein fester Bestandteil im täglichen Leben der deutschen Gemeinschaft geworden. Nimmt man es genau, so sind aktuell gleich zwei Jubiläen zu feiern, zum einen 12

der 50. Jahrestag der deutschen Jet-Ausbildung in Sheppard und 50 Jahre Unterstützung durch die Junior League Wichita Falls. Dieses besondere Jubiläum wurde am 23. September 2016 in Form eines feierlichen, militärischen Appells im Community Center der Sheppard AFB gebührend gewürdigt. Dazu angetreten waren amerikanische und deutsche Jetpiloten, die von Oberst Bernhard Hey, Commander 80th Operations Group, kommandiert wurden. Zahlreiche zivile Gäste aus dem Umfeld des Standortes, wie der Bürgermeister von Wichita Falls, Mr. Glenn Barham und Mrs. Reagan Foster, die Präsidentin der Junior League, sowie hochrangige Militärs beider Nationen, nahmen an dem Event teil. Auf amerikanischer Seite war dies Lt Gen Darryl Roberson, als Commander Air Education and Training Command, u.a. verantwortlich für die gesamte Ausbildung in der US Air Force. Ehrengäste auf deutscher Seite waren der Inspekteur der Luftwaffe, GenLt Karl Müllner, sein Vorgänger im Amt GenLt a.D. Arnne Kreuziger-Janik und der Kommandierende General LwTrKdo, GenLt Helmut Schütz, sowie GenMaj a.D. Volker Zimmer, die ebenfalls zu diesem besonderen Anlass aus Deutschland angereist waren. Nach der Begrüßung durch den Commander der 80th Flying Training Wing, Colonel Gregory Keeton richtete Generalleutnant Karl Müllner das Wort an die Anwesenden. Der Inspekteur schlug bei seiner Ansprache zunächst eine Brücke in die VerROADRUNNER

Text & Fotos: fs

gangenheit und führte aus, dass es diese deutsch-amerikanische Erfolgsgeschichte ohne den Einsatz der USA damals nicht gegeben hätte. In einem Rückblick erinnert er dabei an die Nachkriegszeit nach dem 2. Weltkrieg und das besondere Engagement der USA bei der Luftbrücke während der Berlin-Blockade bis hin zum Ende des Kalten Krieges. Der Inspekteur unterstrich, dass es ohne die Unterstützung der USA weder eine deutsche Wiedervereinigung noch die in diesem Jahr stattfindende 60. Jahrfeier der Luftwaffe gegeben hätte. Sich nunmehr dem Erfolgsprojekt 50 Jahre deutsche Jet Piloten Ausbildung in den USA zuwendend, spannte er zunächst den Bogen von 15 Jahren bilateraler, gemeinsamer Ausbildung mit der US Air Force bis zur Gründung von ENJJPT im Herbst 1981. Mit ENJJPT blickt man heute auf eine 35 jährige multinationale Erfolgsgeschichte zurück, der sich mittlerweile dreizehn NATO-Staaten im gemeinsamen Verständnis angeschlossen haben. „Ein zusätzlicher und erfreulicher Meilenstein ist die Aufnahme Rumäniens als vierzehnte Nation und dieser zeigt wie wichtig und erfolgreich dieses NATO-Programm ist“, so General Müllner wörtlich. Die Gründe und Vorteile der gemeinsamen Ausbildung in Texas, USA sind dabei heute noch genauso aktuell wie damals. Optimale Rahmenbedingungen für die fliegerische Ausbildung und ideale klimatische Bedingungen gestalten diese intensive AusOktober 2016

VERANSTALTUNG

50 JAHRE JET-AUSBILDUNG IN DEN VEREINIGTEN STAATEN

bildung äußerst effizient. Das dieses multinationale Programm auch zum besseren interkulturellen Verständnis beiträgt, aber vor allem ein Meilenstein für die Offiziere auch für eine spätere gemeinsame Auftragserfüllung ist, erscheint in einer Zeit der fast ausschließlich multinationalen Einsatzszenarien umso wertvoller. Dazu General Müllner: „Sheppard wirkt im Denken und Handeln unserer Offiziere. Hier haben sie gelernt, zu fliegen und erfahren, was wirklich zählt, um zu bestehen. Es geht darum, über sich selbst hinauszuwachsen, füreinander einzustehen und sich auf den Kameraden am Flügel zu verlassen.“ Auch LtGen Roberson betonte bei seiner Ansprache die besondere Bedeutung des ENJJPT Programms für die multinationale Zusammenarbeit. „Das Band der Freundschaft und des Respekts, das sich unter unseren Lehrgangsteilnehmern entwickelt hat, ist die Grundlage für die Kooperation und die Verbundenheit in der Allianz bei künftigen Konflikten.“ so der General. Übereinstimmend stellten beide Redner fest, dass ENJJPT auch zukünftig den Maßstab für die Qualität der Jet Ausbildung in der NATO setzen wird, was nicht zuletzt durch die Verlängerung des ENJJPT Vertrages bis ins Jahr 2026 bestätigt wird.

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Beim traditionellen Oktoberfest auf der Holloman Air Force Base in New Mexico hieß es am 10. September 2016 wieder "O'zapft is". Seit 1996 wird dieses Fest von den in Holloman stationierten deutschen Soldaten ausgerichtet und jährt sich in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal. Das Oktoberfest in Holloman genießt damit eine ähnliche Tradition wie das Münchner Original. Doch nicht nur diese Veranstaltung, sondern auch die Ausbildung auf dem Flugzeugmuster Tornado in Holloman feierte ihr zwanzigjähriges Bestehen. Grund genug also, zwei Feierlichkeiten zu kombinieren und zu etwas ganz Besonderem zu machen. Doch wie wird ein Fest verbessert, dass im letzten Jahr mit seinen 6.000 Besuchern und der ausgelassenen Stimmung durchweg als Erfolg zu bewerten war? Mit dieser Frage beschäftigte sich ab Dezember 2015 ein 20-köpfiges Oktoberfest -Komitee, um das Fest zu planen, vorzubereiten und durchzuführen. Unter der Maxime "Never Change A Running System" wurde versucht, das letztjährige Oktoberfest als Maßstab beizubehalten und gleichzeitig neue Akzente zu setzten. Das German Oktoberfest wird seit 1996 durch "die Deutschen" ausgerichtet, um die Verbundenheit mit der Stadt Alamogordo, dem Landkreis Otero und den USA im Allgemeinen auszudrücken. Es ist ein Dank für 14

Text: OLt Armin Trost. Fotos: fs

die Einbindung der Deutschen in die amerikanische Gemeinschaft und eine Anerkennung für die großartige Unterstützung, welche die deutsche Gemeinschaft hier erfährt. Über 300 deutsche Soldaten und Soldatinnen, sowie Zivilisten und Zivilistinnen und damit über 70% des gesamten Verbandes sind in die Durchführung des Oktoberfestes eingebunden. Ziel ist es, das größte und stimmungsvollste Fest des Jahres, insbesondere für die Ortsansässigen, aber auch für Amerikaner aus dem ganzen Lande auszurichten und dabei den Gästen deutsche Kultur in Form von Traditionen, Speisen und Getränken näher zu bringen. Das Konzept des German Oktoberfestes ist daher, traditionelles Essen mit bayerischer Volksmusik, Unterhaltung und natürlich bayerischem Bier zu kombinieren. Als Ausrichtungsort wurde, wie in den vorhergehenden Jahren, die Instandsetzungshalle I gewählt, in liebevoller Detailarbeit eine Woche lang für die Veranstaltung hergerichtet und feierlich geschmückt. Das Ergebnis war die schönste Festtagshalle, die auf der Holloman AFB jemals gestaltet wurde. Auch das Hallenvorfeld wurde genutzt und mit Ständen aller Art - Bierständen, Essensstand, Hüpfburgen, Torwand und einem Hau den Lukas - ausgestattet. Die 15-köpfige Musikkapelle "Pressather Musikanten", die speziell für das Fest aus Deutschland angereist war, untermalte die ROADRUNNER

Veranstaltung musikalisch. In Zusammenarbeit mit den Schuhplattlern aus El Paso, Texas und dem DJ ergab sich ein tolles Gemisch aus traditioneller bayrischer Volksmusik und Festzeltklassikern, sowie bayrischem Tanz. Diese Kombination traf den Nerv des Publikums und trug zur tollen, ausgelassenen Stimmung in der Festhalle bei. Einen großen Beitrag zum Gelingen des Festes leisteten acht Köche des Hubschraubergeschwaders 64 in Laupheim. Sie kreierten, neben den üblichen Schmankerln, zum ersten Mal wirklich traditionelles Essen in Form von Schweinebraten und Sauerkraut. Die Resonanz der verbesserten Küche war überwältigend. Die Torwand, der Hau den Lukas, das Candyland mit selbstgemachten Mandeln und Zuckerwatte, sowie die Kinderbetreuung mit Hüpf burgen und Gesichtsmalerei rundeten das Fest ab und machten es für Besucher aller Altersklassen attraktiv. Die Krönung war sicherlich das Feuerwerk kurz vor 21.00 Uhr, welches erstmalig, speziell zum Anlass der 20-jährigen Jubiläen organisiert wurde und den perfekten, wolkenlosen Abendhimmel in New Mexico beeindruckend erhellte. Die rund 7.000 Besucher feierten ausgelassene und fast ohne Zwischenfälle. Das Oktoberfest 2016 auf der Holloman AFB ist rückblickend ein herausragender Oktober 2016

VERANSTALTUNG

A RIESEN GAUDI IN HOLLOMAN

Erfolg und "A riesen Gaudi" gewesen. Dies ist ein Verdienst der Helfer und Helferinnen des Verbandes, insbesondere des Oktoberfest-Komitees und des Aufbau-Teams, die neben der Dienstzeit einen Großteil der persönlichen Freizeit geopfert haben, um dieses Fest zu ermöglichen.

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ROADRUNNER

Oktober 2016

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Text: StFw Thorsten Luks. Fotos: OStGefr Mike Mätzig

Am 2. September war es mal wieder soweit – 19 Kameraden haben sich auf den Weg nach Ruidoso gemacht – genauer gesagt zu Ron MacWhorter. Der 79-jährige besitzt eine der größten privaten Auto-Sammlungen und es war die letzte Gelegenheit, diese Sammlung in diesem Umfang sehen zu können. Am 2. November wird er 130 Autos seiner Sammlung in einer Aktion in Dallas versteigern. Das verrückte daran ist, dass er das Geld nicht braucht, sondern nur Platz schaffen möchte. Er hat noch viele weitere Oldtimer im Umland untergebracht, möchte diese aber gerne alle bei sich haben. Da es nicht möglich ist weitere Gebäude zu bauen, hat er sich für diesen Schritt entschieden. Ron erzählt, dass in der vorherigen Woche Angestellte von Mecum, einem der größten

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ROADRUNNER

FREIZEIT

OLDTIMER, OLDTIMER UND NOCH MEHR OLDTIMER

Auktionshäuser der Welt, bei ihm waren und ihm das Angebot unterbreitet hätten. Dies bedeutet, dass in den nächsten Wochen die 130 Fahrzeuge auf 25 Trucks verteilt und nach Dallas transportiert werden müssen. Dies, und die darauf folgende Versteigerung, gibt es anschließend in der Fernsehserie Mecum´s Dealmakers zu sehen. Wie immer war die Führung durch die Hallen und seinen Keller eine Bereicherung für Autoliebhaber. Neben schönen Oldtimern wurde auch noch die eine oder andere Geschichte erzählt, wie es das Auto in die Sammlung geschafft hat. Auf die Frage, wann er mit dem Tausch seiner Autos fertig sein werde, riet er mir, im Januar wieder anzurufen. Genau dies wird dann auch gemacht – um die nächste Führung zu planen.

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Wer kennt sie nicht, die Bilder von Grizzly Adams – Der Mann in den Bergen, dazu die Musik von John Denver – und das Gefühl von Freiheit in den Bergen ist perfekt. Das waren die Bilder, welche sich uns auf einer Dampflokfahrt der Cumbres & Tol­ tec Scenic Railroad von Chama hinauf zum Cumbres Pass boten. Bereits Anfang August entstand der Plan, einen gemütlichen Familienausflug zu machen, der für die Großen sowie für die Kleinen etwas zu bieten hat. Verknüpft mit einem Wochenende in Santa Fe buchten wir eine Fahrt mit einer originalen amerikanischen Dampflokomotive von Chama im Norden New Mexicos hinauf zum Cumbres Pass in Colorado.

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Text & Fotos: Hptm Matthias Raab

Um es für die Kinder noch etwas interessanter zu gestalten, bietet die Gesellschaft eine spezielle Fahrt von nur zwei Stunden an, welche von dem Maskottchen Cinder Bear begleitet wird. Inklusive der Verpflegung und den Spielen für die kleinsten war die Tour eine gelungene Abwechslung mit viel Natur, Dampf und Spaß. Bereits die Fahrt nach Chama ist Sehenswert. Vorbei am Echo Amphitheater bei Abiquiu, durch eine unglaublich vielfältige Natur, hinein in ein sehr gemütliches kleines Städtchen, in dem man den Rauch der Dampflok schon von weitem sehen kann. Kaum hatten wir das Auto geparkt, schon wurden wir mit einem lauten Pfiff und einer Dampfwolke begrüßt.

ROADRUNNER

Um einen herum waren plötzlich nur noch die leuchteten Kinderaugen erwachsener Männer zu sehen, dazu die offenen Münder der staunenden Kinder, und Frauen, die darauf hofften, dass die Väter den Söhnen und Töchtern die alte Dampftechnik erklären, um selber die Fahrt genießen zu können. Nach einem Rundgang und einer kurzen Demonstration, was passiert, wenn man den Kopf in die Aschewolke hält, ging es auch schon los. Mit lautem Ächzen und Stöhnen setzte sich die Dampflok langsam in Bewegung, um uns von 7.871 Fuß (2.399 Meter) auf eine Höhe von über 10.000 Fuß zu bringen. Die Fahrt ging vorbei an wilden Tieren (wir sahen Rehe, Hirsche und Hasen) und führte durch eine unglaublich schöne Natur, in der man jeden Moment Unsere Kleine Farm oder Bonanza erwartete. Während sich der Speicher der Fotokamera langsam füllte, hielt die Bahn mitten auf einem Bahnübergang an und der Cin­ der Bear betrat den Waggon, in dem die Kinder mit Ihren Eltern saßen. Anschließend hatten die Kinder die Möglichkeit, Fotos mit dem Maskottchen aufnehmen zu lassen, welcher die letzten Meilen mit den Kindern fuhr.

Oktober 2016

FREIZEIT

MIT DER DAMPFLOK ZUM CUMBRES PASS

Nach etwas mehr als zwei Stunden erreichten wir den auf 10.022 Fuß (3.055 Meter) gelegenen Bahnhof am Cumbres Pass. Wer es während der Fahrt nicht im Wagon aushielt und die Außenbereiche des Zuges betrat, sah in etwa so aus wie der Cinder Bear – überzogen mit einer Schicht Asche aus dem Kamin der Dampflok. Dort wartete bereits ein Bus, welcher die Tour-Teilnehmer wieder zurück ins Tal brachte, wo es für jeden noch einen Snack zu essen gab und die Kinder sich mit jeder Menge Spielzeug austoben konnten. Alles in allem war der Ausflug ein rundum gelungener Tag mit vielen tollen Eindrücken und zwei schlafenden Kindern auf dem Weg zurück nach Santa Fe. Wer sich die gesamte Tour zutraut, den erwarten mehrere Stunden Fahrt mit der Dampflok durch den südlichsten Zipfel der Rocky Mountains mit durchgehend tollem Panoramaausblick. Für die gemütlicheren unter uns gibt es Abteile mit Sitzreservierung und Verpflegung, während es für die Abenteuerlustigen einen offenen Wagen gibt, auf dem man sich den Wind (und manchmal eben auch die Asche) um die Nase wehen lassen kann.

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Weihnachten am Strand – ein Erfahrungsbericht und eine Empfehlung

Alle Jahre wieder stellt sich die Frage, wie, wo und mit wem man das Weihnachtsfest verbringt. Während man in Deutschland oder auf Heimatbesuch einigermaßen geübt in dieser Frage und deren Ausführung ist, stellt sie sich hier in völlig neuem Licht. Also, warum nicht mal in der Sonne? Warum nicht mal erste Campingerfahrungen sammeln und was spricht eigentlich gegen Florida über Weihnachten? Nach insgesamt fast 9.000 gefahrenen Kilometern, 25 Tankfüllungen, ausreichend Sonne, traumhaften Stränden und Landschaften und ganz viel Eindrücken und Erfahrungen lässt sich feststellen: Nichts! Aber von vorne. Die Anreise nach Florida dauerte insgesamt drei Tage – gefühlte zweieinhalb Tage dabei durch das jahreszeitbedingt recht kalte Texas, bevor man in den Genuss der landschaftlich wunderschönen und bereits deutlich wärmeren Strecke Richtung Fort Walton Beach gelangt. Auf dem Weg zum Etappenziel Naples lag das Kriegsschiff USS Alabama, welches bei dieser Gelegenheit besichtigt werden musste, bis man schließlich über einige imposante Brücken am ersten Bestimmungsort eintraf. Naples selbst verfügt über eine gute Infrastruktur mit Traumstränden, Sonnenuntergängen am Pier, Wasserparks und guten Restaurants (auch Anhänger 22

Text & Fotos: Hptm Marc Laurenzen

der Cheesecake Factory kommen hier auf ihre Kosten) und bietet einen hervorragenden Ausgangspunkt für Ausflüge, beispielsweise nach Miami oder in die Everglades. Ein Bootsausflug in die Everglades garantiert trotz oder gerade wegen der sich zeigenden Alligatoren gerade für Kinder ein besonderes Erlebnis. Verbrachte man den Tag nicht am Meer, ging es zur Abkühlung nach einem Ausflug regelmäßig in den auf dem Campingplatz gelegenen großzügigen Pool. Überhaupt ließ der KOA Campingplatz keine Wünsche offen und ist an dieser Stelle sehr zu empfehlen. Nach einer knappen Woche verließen wir Naples und fuhren gemütlich Richtung Key West. Auf Key West hat man schon bei der Anreise das Gefühl, sich im karibischen Dauerurlaub zu befinden und so empfanden wir selbst den sich anbahnenden Stau auf der einzigen Straße auf die Keys angesichts dieser Kulisse als Wohltat gegenüber den gewöhnlich ebenfalls stehenden Autos am Autobahnkreuz Köln-Ost. Auf dieser Wolke fuhren wir unseren nächsten Campingplatz an, hatten wir doch bis zur Ankunft auf unserem Platz in Key West schon mit einigen Herausforderungen gekämpft und gerungen, die sich einem Neucamper auf seinem Weg in die Sonne so in den Weg stellen: Wir hatten an der kleinsten TankROADRUNNER

stelle der Welt mitten in San Antonio getankt, wir waren einige hundert Kilometer ohne Außenspiegel unfallfrei gefahren und hatten in Houston den zehnspurigen Fahrbahnwechsel überstanden. Die gutgelaunte Urlaubsstimmung sank auf ihren Tiefpunkt als klar war, was die nächste Hürde sein würde: Rückwärts einparken in einen sogenannten back in – konkret; Reihe 10 Platz 9. Sollten interessierte Neucamper diesen Artikel bis hierhin gelesen haben möchten wir ihnen folgendes ans Herz legen: Ein KOA-Campingplatz ist eine nette und gute Empfehlung. Aber die beiden wichtigsten Tipps für Einsteiger im Campinggeschäft lauten: erstens – immer einen pull through mieten - einen Platz, in den man vorwärts rein und vorwärts wieder raus fährt – und zweitens – Entscheidungskriterium für die Auswahl einer Tankstelle sollte zuvorderst das Platzangebot der selbigen und erst dann der Preis per Gallone oder das kulinarische Angebot sein. Nach einigem Hin und Her und Kennenlernen aller unmittelbaren und mittelbaren Campingnachbarn stand das Gefährt. Key West selbst ist ein karibisches Erlebnis, das Meer funkelt wohin man auch blickt und die Duval Street ist charmant, gut besucht und lockt mit Zigarren, Souvenierläden und vielen Restaurants. Möchte man ein Oktober 2016

FREIZEIT

AB IN DEN URLAUB…

Foto am legendären South Point schießen, sollte man früh genug aufstehen oder Wartezeit einplanen. Weiter ging es von Key West nach Orlando zum nächsten ebenfalls sehr hübschen KOA in Davenport. Von dort aus hatte man kurze Wege in die einschlägigen Vergnügungsparks wie Sea World, Dis­ neyworld oder Bush Garden, so dass für jeden Geschmack etwas dabei war. Am Rande sei dabei erwähnt: Möchte man seinen Hund in dieser Zeit in den im Vergnügungspark befindlichen Betreuungseinrichtungen betreut wissen, sollte man alle notwendigen Papiere wie Impfnachweise mit sich führen. Auch das Einkaufsangebot in Orlando läßt keine Wünsche offen. Nach einem zelebrierten Besuch bei Aldi wurden die Tage in Orlando bekocht und Marshmallows am Lagerfeuer verputzt – so wie richtige Camper eben – und schließlich nach deutscher Zeit ins neue Jahr gefeiert. Von Orlando aus ging es dann aufgeteilt auf drei Tage mit zwei Übernachtungen auf vorbildlich sauberen KOA's in Baton Rouge und San Antonio zurück in die heimischen Gefilde. Fazit – so ein Roadtrip nach Florida ist uneingeschränkt zu empfehlen! 23

Die Erfahrung der letzten Jahre verhieß eigentlich nichts Gutes – das Balloon Invitational im White Sands National Monu­ ment war in den Vorjahren bereits mehrfach hintereinander ausgefallen. Trotz allem wollte ich mir die Chance auf schöne Fotos nicht nehmen lassen. Also Frau und Kindern erklärt, dass man Samstagmorgen um 4 Uhr aufstehen wolle, um rechtzeitig am Eingang zum White Sands National Monument zu sein, da die zu erwartende Schlange doch recht lang werden könne! Aufgrund der darauf folgenden ungläubigen Blicke beschloss ich alleine zu fahren. So machte ich mich um 4.30 Uhr mit einer großen Tasse Kaffee und voller Vorfreude auf in Richtung White Sands. Nach fast einer Stunde Wartezeit ließ mich ein freundlicher Ranger auf das Gelände. Nach kurzer Suche nach der schönsten Düne konnte ich meinen Kaffee auspacken und den Sonnenaufgang in der Wüste genießen. Dann hieß es warten – zusammen mit dutzenden Ballonfahrern und hunderten von Besuchern – ob es die Freigabe bezüglich des Wetters geben wird. Um kurz vor 7 Uhr war es soweit, die Nationalhymne wurde gespielt und anschließend ging es auch schon los. Im Minutentakt stiegen die Ballons auf und färbten den morgendlichen Wüstenhimmel bunt! Ein beeindruckendes Erlebnis! Ich durfte im Laufe des Morgens ein Teil 24

Text & Fotos: Hptm Matthias Raab

FREIZEIT

DER HIMMEL HÄNGT VOLLER GEIGEN BALLONS

des Teams um den Ballon Midnight Angel, Too werden und abwechselnd aufbauen und fotografieren! Um die Chance auf eine Mitfahrt zu bekommen, sollte ich am nächsten Morgen noch einmal mitkommen und beim Aufbauen helfen. Mit Familie, diesmal überzeugt mitzukommen, ging es noch einmal um 4.30 Uhr ab nach White Sands. Auch wenn die Kinder ihre erste kurze Fahrt in einem Heißluftballon nicht wirklich genießen wollten, war es ein rundum gelungenes Wochenende mit viel Spaß und einer tollen Crew. Zwischen den beiden Morgenveranstaltungen gab es auch noch das abendliche Balloon Glow, welches ebenfalls ein sehr beeindruckendes Spektakel war.

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Am 17. September fand der alljährliche Triathlon auf der Holloman AFB statt. Knapp 50 amerikanische Triathleten und ich, der einzige Deutsche, hatten sich am frühen Morgen eingefunden um die Strecke über 5 km Laufen, 30 km Radfahren und 700 m Schwimmen in einigermaßen guter Haltung hinter sich zu bringen. Nach meinen Gesamtsiegen 2004 und 2012 sollte nun endlich das Triple her. An der Startlinie trafen sich dann auch einige „alte Bekannte“ aus der lokalen ­Triathlonszene. Nach dem üblichen „abchecken“ (man sieht der fit aus!) und tiefstapeln, („Hatte gar keine Zeit zum trainieren“, „Hoffentlich komme ich überhaupt bis ins Ziel“) ging es endlich los. Natürlich wie immer bei MultisportWettkämpfen im Südwesten der USA mit dabei, James Arthur Flip Lyle aus El Paso. Der mittlerweile 72 jährige Koreaund Vietnam-Veteran hat in seinem Leben an über 400 Multisport Events teilgenommen. Seit 2006 hält er auch den Guinness 26

Text & Fotos: jg

World Rekord für die Most Triathlon Com­ pleted. Die letzte Zählung 2015 ergab 352 Triathlons, wovon er etwa 95% in seiner Altersklasse als erster beendet hat. Da er an rund 20 Triathlon Rennen pro Jahr teilnimmt, wird in den nächsten Jahren wohl noch die 400er Marke geknackt. Sein tägliches Training beginnt um 04.30 Uhr und er bringt es trotz seinen über 70 Jahren auf etwa 10 km Schwimmen, 300 km auf dem Rad und 40 km Laufen pro Woche. Im Rennen ist er nicht zu übersehen, da er alle Rennen im Captain Amerika Outfit bestreitet. Der Monster Triathlon ist Teil der Southwest Challenge Series, die sich mit über 30 Rennen im Südwesten selbst als die größte Multisport-Serie der Welt bezeichnet. Die besten acht Ergebnisse eines Jahres werden gewertet und so ergibt sich der Champion am Ende des Jahres. Informationen zu den Rennen und der Serie gibt es unter: http://southwestchallengeseries.com Sofort nach dem Start konnte sich eine ROADRUNNER

fünfköpfige Spitzengruppe mit den üblichen "Verdächtigen" vom Feld absetzen und bestimmte das Tempo auf der Laufstrecke. Nach der Wende wurde das Tempo angezogen und jeder musste seine eigene Geschwindigkeit finden. Als zweiter ging ich dann zum ersten Mal nach 20 min in die Wechselzone. Durch einen schnellen Wechsel als erster auf der Radstrecke lief alles nach Plan und es galt nun den nötigen Vorsprung für das anschließende Schwimmen herauszufahren. Am Radwendepunkt betrug der Vorsprung auf die Gegner allerdings weniger als eine Minute, also holte ich noch einmal alles aus mir raus um den Abstand zu vergrößern. Durch die Erfahrungen aus den letzten beiden Jahren, in denen mir der Sieg immer im Wasser entrissen wurde, war klar es soll-

SPORT

HOLLOMAN RAPTOR TRIATHLON

ten schon über zwei Minuten sein, um den Vorsprung gegen die starken Schwimmer sicher ins Ziel zu bringen. Als erster im Pool ging es dann auf die letzten 700 m. Mit 100 Metern Rückstand nahm nach knapp zwei Minuten der zweite des Feldes die Verfolgung im Pool auf. Wie erwartet konnte der starke Schwimmer den Vorsprung schnell verkürzen. Auf der letzten Bahn hatte er seinen Rückstand komplett wettgemacht und wir lieferten uns, nach gemeinsamen Anschlag und Wende am Beckenrand einen Sprint auf den letzten 50 Metern, den mein Gegner leider für sich entscheiden konnte. Somit blieb wiedermal „nur“ der zweite Platz Die Chance auf eine Revanche gibt es dann hoffentlich nächstes Jahr. Chef, ich bin dann mal beim Training.

Sporttermine rund um Holloman 15.10.2016

Iron Soldier Sprint Triathlon, Ft Bliss Tx

goo.gl/tEhP3b

16.10.2016

Duke City Marathon ½ Marathon, Albuquerque

goo.gl/ZSuPf6

29.-30.10.2016

Day of the Dead Marathon, Las Cruces

goo.gl/zwVfj2

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Gemeinsames Grillen mit Siegerehrung

Nach der Ferienzeit beim Fliegeri­ schen Ausbildungszentrum der Luftwaffe (FlgAusbZLw) konnten am 2. September die zehn Bestplatzierten des EM-Tippspiels ihre Gewinne in Empfang nehmen. Bei strahlendem Sonnenschein und im Beisein von rund 200 Angehörigen des Verbandes, wurden die Preise durch den 1. Vorsitzenden, Major Stefan Köppel, an die Gewinner übergeben. Am Tippspiel beteiligten sich 110 Angehörige des FlgAusbZLw und Familienmitglieder. Am Ende eines spannenden Kopf an Kopf Rennes setze sich OLt Christian Matlok dank seiner hervorragenden Fußball-

KIRCHE

ON BASE

NEUES AUS DEN KIRCHENGEMEINDEN

EM-TIPPSPIEL DES BUNDESWEHRBETREUUNGSVEREINS Text: Major Stefan Köppel. Fotos: vu

kenntnisse und vielleicht auch mit einem Quäntchen Glück mit 109 Punkten durch. Auf dem 2. Platz folgte knapp dahinter Roksana Ewertowski mit 107 Punkten. Das Podium komplettierte StUffz Tim Schneider, als Drittplatzierter, mit 105 Punkten. Die Siegerehrung wurde an diesem Vormittag durch ein standesgemäßes, vom Bundeswehrbetreuungsverein gesponsertes Grillen vor dem Deutschen Laden begleitet. Der Vorstand des Bundeswehrbetreuungsvereins möchte auch zukünftig solche Events für die Angehörigen des FlgAusbZLw durchführen und hofft weiterhin auf Interesse und hohe Beteiligung.

Johannes Der Täufer Kirche

Familiengottesdienst in White Sands Katholische Gemeinde 06.11., Sonntag 10.30 Uhr Heilige Messe Katholische Gemeinde 20.11., Sonntag 10 Uhr Keine Heiligen Messen

OLt Christian Matlok gewinnt den Webergrill mit Zubehör.

StUffz Tim Schneider freut sich über den Makita-Gerätesatz.

OKT NOV Gottesdienst mit MilPfarrer Scholz Evangelische Gemeinde 09.10., Sonntag 10 Uhr

Veranstaltungsorte:

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ROADRUNNER

Heilige Messe mit Adventkranzsegnung und Vorstellung der Kommunionkinder Katholische Gemeinde 27.11., Sonntag 17 Uhr

Oktober 2016

Evangelisches Gemeindehaus 1311 Galway Drive links der Kirche

Gottesdienst mit dem neuen MilPfarrer Johannes Müller anlässlich der Eröffnung des Weihnachtsmarktes Evangelische Gemeinde 26.11., Samstag 14.30 Uhr

Johannes Der Täufer Kirche 1451 Galway Drive

Katholisches Pfarrzentrum 1451 Galway Drive rechts der Kirche

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} Komm auf die dunkle Seite der Macht – hier gibt es Kekse!

DUMME SPRÜCHE

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SIMBA

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} Ich war schön, reich und sexy. Und dann klingelte der blöde Wecker.

} Ich schmeiss alles hin und werde Prinzessin!

} Schuhe sind halt Rudeltiere!

} Ich glaube ich hab einen Tinitus im Auge... Ich sehe überall nur Pfeifen!

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Quelle: www.kuriose-feiertage.de

VERMISCHTES

7. OKTOBER: WELTTAG DES LÄCHELNS Begründet wurde der World Smile Day von dem US-amerikanischen Grafiker Harvey Bell (1921 – 2001), der bereits 1963 mit seinem Entwurf eines schwarz-gelben Smileys für die Werbekampagne einer Versicherung das Kernmotiv dieses kuriosen Feiertages geschaffen hatte. Unter anderem war es das Ziel dieser Kampagne rund um das gelbe Mondgesicht, die Mitarbeiter der Versicherung zu motivieren und vor allem auch fröhlicher zu machen. Mit diesem Entwurf hatte Bell zugleich aber auch ein Symbol geschaffen, welches heute als Botschafter der Fröhlichkeit weltweite Bekanntund Beliebtheit genießt. Durch eine fehlende rechtliche Sicherung des Motivs verdiente Harvey Ball nichts. Er beschäftigte sich trotz des entgangenen Geldes weiterhin mit dem Smiley und gründete die World Smile Corporation, deren verkaufte Smiley-Produkte Kinderhilfsorganisationen in der ganzen Welt zugute kommen. Dies veranlasste ihn zur Schaffung des heutigen World Smile Day, dem Tag des Lächelns, an dem seit 1999 jeder dazu aufgerufen ist, durch Freundlichkeit mindestens einen Mitmenschen zum Lächeln zu bringen.

FEIERTAGE

{ SPEZIELLE }

Gezeichnet von Jennifer Seeliger

WAS? WANN? WO? SHANGHAI ACROBATS wann

Freitag, 7. Oktober, 19 Uhr

wo

Spencer Theater for the Performing Arts 108 Spencer Road Alto New Mexico 88312

wieviel

$ 39 bis $ 79

Info

www.spencertheater.com

Direkt aus Shanghai kommen die mehrfach preisgekrönten Akrobaten aus China nach New Mexico. Die Shanghai Acrobats gibts es schon seit 1959 und sie gehören zu den Besten auf der ganzen Welt.

FULL MOON NIGHTS AT WHITE SANDS wann

Sonntag, 16. Oktober, 18.30 - 21.30 Uhr

wo

White Sands National Monument, Alamogordo, New Mexico 88310

wieviel

frei, ggf. Eintritt White Sands National Monument

Info

goo.gl/MeJCEb

Von Mai bis Oktober wird den Besuchern von White Sands ermöglicht bei Vollmond den Park in seiner nächtlichen Schönheit zu genießen. Bei diesem Event mit Live musik von John Muir - University of the Wilderness.

ZOO BOO 2016 wann

Samstag, 22. Oktober, 9 - 24 Uhr

wo

1321 N White Sands Blvd, Alamogordo, NM 88310

wieviel

ggf. Eintritt Zoo, $ 1,50 - $ 2,50

Info

goo.gl/Qu5yb7

Jährlich wird im Alameda Park Zoo eine Halloweenparty veranstaltet, bei der sowohl die Kleinen als auch die Großen feiern können. Es wird ein Kostümwettbewerb für die Kinder veranstaltet mit anschließender Prämierung des schönsten Outfits. ROADRUNNER Oktober 2016