Roadrunner_08_2012 FINAL_2 - Deutscher Laden Holloman AFB

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ROA RUNNER Ausgabe August 2012 Fliegerisches Ausbildungszentrum der Luftwaffe Holloman Air Force Base New Mexico -1- NEUES AUS DER REDAKTION Du bis...

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ROA RUNNER

Ausgabe August 2012 Fliegerisches Ausbildungszentrum der Luftwaffe Holloman Air Force Base New Mexico -1-

NEUES AUS DER REDAKTION Du bist zu lange in Alamogordo, wenn immer weniger Sprüche in der Redaktion eingehen und sich die Vorschläge wiederholen. Daher hat die Redaktion beschlossen, die zwar beliebte und durchaus erfolgreiche aber ins Alter gekommene Rubrik aus der Ausgabe zu nehmen. Für die vielen Zusendungen im Laufe der Zeit ein herzliches Dankeschön! Stattdessen werden wir in der nächsten Ausgabe mit einer neuen Sparte ins Rennen gehen und das „Foto des Monats“ ins Leben rufen. Schicken Sie uns Ihre Bilder: von zu Hause, aus dem Urlaub, über Amerika und erzählen Sie, wo es aufgenommen wurde. Denn Bilder sagen manchmal mehr als tausend Worte! Diese Ausgabe zeigt jedoch auch wieder eindrucksvoll, wie viel Journalist in dem einen oder der anderen von uns steckt! Vielen Dank für die tollen Artikel und Beiträge, von denen wir in dieser Ausgabe leider nicht alle berücksichtigen konnten. Aber schreiben Sie bitte weiter, der nächste Roadrunner erscheint bestimmt! Im Redaktionsteam begrüßen wir als Verstärkung ganz herzlich Hptm Carsten Lippisch und OFw Kevin Grünberg aus dem Stab FlgAusbZLw sowie HptFw Marcel Briese aus der St/UstgStff. Nutzen Sie auch Ihre Ansprechpartner für den Roadrunner in den Einheiten, die Sie aus dem unten stehenden Impressum entnehmen können. Mit dem Ausspruch des amerikanischen Schriftstellers Mark Twain (1835– 1910): „Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann.“, wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen der Ausgabe August 2012. Ihr A. „Monte“ Berg Titelbild: Frau Tanja Henrichs begrüßt einen Erstklässer zur Einschulung Die Redaktion setzt sich wie folgt zusammen: Chefredakteur: Oberstlt Andreas Berg stellv. Chefredakteur: OStFw Torsten Meynle Tel.: (575) 572-2612 e-mail: [email protected] Redaktion, Satz, Layout: HptGefr Glenn Atienza Frau Sonja Shafer BWVSt USA/CA: Herr Josef Reiß

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Redakteure / Ansprechpartner in den Gruppen: Stab: Frau Sonja Thompson Herr Ingo Höppner Ausbildungsgruppe: Hptm Thomas Oertel Hptm Carsten Lippisch Ausbildungsstaffel: StFw Detlef Rickels Technische Gruppe: Inst/EloStff St/UstgStff HptFw Marcel Briese Wtg/WaStff HptFw Maik Peschel

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Der Kommandeur FlgAusbZLw trägt die Verantwortung für den Inhalt der Zeitschrift "ROADRUNNER" gegenüber den vorgesetzten Dienststellen. Beiträge von Mitgliedern der Redaktion und freien Mitarbeitern geben die Ansicht des Verfassers und nicht notwendigerweise die Meinung des BMVg oder der Verbandsführung wieder. Alle Rechte sowie Änderungen vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangt eingesandtes Photo- und Textmaterial übernimmt die Redaktion keine Haftung. Der Roadrunner ist im Holloman Board und auf der Seite des Deutschen Ladens www.deutscherladenholloman.de zu finden. Redaktionsschluss ist jeweils der 15. des Monats.

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LIEBE LESERINNEN UND LESER DES ROADRUNNER, die Ferien- und Urlaubszeit geht für alle langsam zu Ende und das Alltags- und Berufsleben hat uns wieder. Ich hoffe, Sie konnten die Zeit nutzen, um Energie zu tanken, damit wir gemeinsam die vor uns liegenden Aufgaben nun erneut voller Tatendrang angehen können. Meine Familie und ich sind auch wieder gut erholt aus unserem Deutschlandurlaub zurück. Währenddessen wurde ich durch den Stellvertretenden Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Dieter Naskrent zum Oberst befördert. Über die zahlreichen Glückwünsche habe ich mich sehr gefreut und sage ein herzliches Dankeschön. Als integraler Bestandteil unserer Gemeinschaft hat die Deutsche Schule am 20. August wieder die Türen geöffnet und mit der Einschulung am 22. August hat auch für einige unserer Kinder ein wichtiger Schritt ins Leben begonnen. Der Abend der Unteroffiziere in der Knights of Columbus Hall am 23. August mit vielen guten Gesprächen und ehrlichen Meinungen hat mir sehr gut gefallen, gefolgt von einer wirklich gelungenen Beachparty der KG Holloman am darauffolgenden Tag. Doch nicht dass der Eindruck entsteht, es werde nur gefeiert: Den gut organisierten und professionell durchgeführten Standardisierungstag am 24. August habe ich auch genutzt, um alle Angehörigen des FlgAusbZLw auf Staffel- und Stabsebene im persönlichen Dialog auf die vor uns liegende Zeit einzustimmen: Bei gleichbleibenden operationellen Anforderungen und gleichzeitig geringeren, zur Verfügung stehenden Ressourcen wird aller Voraussicht nach eine zeitliche Mehrbelastung auf unser Personal zukommen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir Spitzen im enger zusammenrückenden Team, auf vielen Schultern gleichmäßig verteilt sowie unterstützt durch offene und ehrliche Kommunikation, abfangen werden. Die noch zu erwartenden Besuche in diesem Jahr, angefangen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Christian Schmidt am 28. August und des Befehlshabers Luftwaffenführungskommando Generalleutnant Peter Schelzig Anfang November zeigen deutlich, dass unser Verband weiterhin im Fokus steht. Mit der Einnahme einer neuen Struktur ab April nächsten Jahres schaffen wir gemeinsam die Basis für ein zukunftsfähiges Fliegerisches Ausbildungszentrum der Luftwaffe. Seien Sie stolz, in dieser bewegenden Zeit Teil des Teams Holloman zu sein. Teil eines Teams sind wir auch als deutsche Soldaten, daher möchte ich Ihnen nochmals besonders die Aktion des Soldatenhilfswerks ans Herz legen, an der Sie mit wenig Engagement Teil einer großen Sache werden können. Zunächst aber viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe des Roadrunner wünscht Ihnen Ihr Kommandeur Armin Havenith

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GRADUATION DER JÜNGSTEN TORNADO BESATZUNGEN DER LUFTWAFFE „Meine Damen und Herren bitte erheben Sie sich zu Ehren der jüngsten Tornado Besatzungen der Luftwaffe“. Gerne folgten die Anwesenden am Abend des 27. Juli im katholischen Gemeindegarten der Aufforderung des Kommandeurs des FlgAusbZLw, Armin Havenith. Nach neun Monaten intensiven Lernens und über 100 Flugstunden im Simulator und auf dem Flugzeugmuster TORNADO waren die Flugschüler des Waffensystemlehrgangs 62 erfolgreich am Ziel angekommen. Aus den Händen des Kommandeurs erhielten die Oberleutnante Nico Linder und Christian Flötotto ihre Lizenz als Luftfahrzeugführer Tornado sowie die Oberleutnante Jens Dürschlag und Nils Begunk ihre Lizenz als Waffensystemoffiziere. In seiner Ansprache zeigte sich Havenith sichtlich erfreut darüber, dass sich unter den Gästen nicht nur Angehörige aus dem Simulator, der Fliegertheorie sowie Fluglehrer und das OPS Team befanden, sondern darüber hinaus auch aus dem Stab und der Technischen Gruppe. „Im Sinne des Teamgedankens, ein ganz wichtiges Zeichen für all die jungen Fliegerkameraden unter uns. Ohne ein konstruktives, sich gegenseitiges respektierendes Miteinander ist kein Flugbetrieb möglich“, macht der Kommandeur deutlich. Gerade die Teamarbeit sei ein festes Fundament, das zur erfolgreichen Umsetzung des Auftrages des Zentrums unerlässlich sei. Einen besonderen Willkommensgruß richtete Havenith an die anwesenden Damen. Denn sie seien es, die mit ihrer Umsicht, dem organisatorischen Geschick und ihrer Einsicht den herausfordernden Beruf der Soldaten mittragen. Für die vier frisch gebackenen TORNADOBesatzungsangehörigen ließ der Lehrgangssprecher, OLt Dürschlag, noch einmal die vergangenen Monate der intensiven Ausbildung Revue passieren. Seinen Dank für die erfolgreiche Umsetzung richtete er dabei nicht nur an die Verbands- und Staffelführung sondern schloss ausdrücklich alle Ausbilder und Techniker mit ein. Für große Erheiterung und einen Sonderapplaus sorgte der durch die Lehrgangsteilnehmer selbst produzierte Videofilm „Dedicated to Awesomeness – Ein Standard Tag in unserem WST“.

Graduent und Lehrgangssprecher: OLt Dürschlag

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Einen doppelten Grund zur Freude hatten an diesem Abend die Oberleutnante Linder und Begunk. Beide Lehrgangsteilnehmer wurden für ihre besonderen Leistungen mit einem Preis ausgezeichnet. Dem 27-jährigen Nils Begunk wurde für die beste Theorie-Leistung der Academic Award durch Joe Franke, Leiter Simulator der Fa. Thales, verliehen während der 28-jährige Nico Linder die begehrte Auszeichnung des Flying Award für die beste fliegerisch-praktischen Phase aus den Händen des Kommandeurs erhielt.

v.l.n.r.: OLt Dürschlag, OLt Linder, OLt Flötotto und OLt Begunk

Während des neunmonatigen Waffensystemlehrgangs lernten die angehenden Piloten und Waffensystemoffiziere nicht nur die perfekte Beherrschung des TORNADO, sondern des gesamten Waffensystems mit seinen Einsatzmöglichkeiten. Mit den erworbenen Kenntnissen und Fertigkeiten sind die jungen Besatzungsmitglieder nun in der Lage, am Staffelflugbetrieb in ihren künftigen Geschwadern teilzunehmen. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Während der intensiven und fordernden Ausbildung mussten Unmengen theoretischer Grundlagen gelernt und in die Praxis umgesetzt werden. Darüber hinaus trafen die jungen Offiziere, aufgrund der unterschiedlichen Vorausbildung der Flugzeugführer und der Waffensystemoffiziere, beim FlgAusbZLw erstmalig zusammen und mussten zunächst als Crew zusammenwachsen, um erfolgreich als Besatzung agieren zu können. Das dies gut gelungen ist, werden die jüngsten TORNADO Besatzungen der Luftwaffe nun in Deutschland unter Beweis stellen. OLt Linder wird seinen Dienst beim Jagdbombergeschwader 33 in Büchel/Cochem antreten während die Oberleutnante Begunk, Dürschlag und Flötotto die fliegenden Besatzungen beim Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“ in Kropp verstärken werden. Text: -tm- Fotos: -abg-

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STAFFELÜBERGABE WARTUNGS- UND WAFFENSTAFFEL

Abschiedsworte des scheidenen Chefs

Am Dienstag, den 31. Juli, ging für den scheidenden Staffelchef Major André Schmidt seine Zeit als Staffelchef der Wartungs- und Waffenstaffel nach genau 3 Jahren zu Ende. Neben der angetretenen Staffel hatten sich die geladenen Gäste in Bay 5 eingefunden, um dem Übergabeappell und dem anschließenden Empfang beizuwohnen. Sehr erfreulich war vor allem die rege Teilnahme der Gäste an der Veranstaltung. Dazu zählten Kommandeur Havenith und viele weitere deutsche Gäste, aber auch Vertreter der amerikanischen Seite beginnend mit dem Commander der 49th Wing Colonel Croft, sowie weitere

hochrangige Offiziere der 49th Wing. In seiner Rede dankte der Kommandeur Technische Gruppe, Oberstleutnant Walter Kirchhoff, dem scheidenden Staffelchef, Major Schmidt, für seine herausragenden Leistungen in der „einzigen Wartungs- und Waffenstaffel der Luftwaffe, die eine Muntionskomponente integriert hat.“ und beendete seine Ansprache mit den Worten „Well done!“ Dem neuen Staffelchef, Major Thomas Behrendt, wünschte der Kommandeur viel Erfolg in seiner künftigen Verwendung und freute sich „auf eine interessante Zeit der Zusammenarbeit.“ Anschließend folgte die Rede von Major Schmidt der auf eine erfolgreiche Zeit zurückblickte, immer mit dem Ziel „Flugschüler zu graduieren und gemeinsam als Team Holloman neue Besatzungen für die Luftwaffe auszubilden.“ Zum Ende seiner Rede dankte er vor allem seiner Familie für die Unterstützung der letzten Jahre und schloss mit den Worten an seine Staffel „Ich bin stolz in dieser bewegten Zeit der Luftwaffe ihr Chef gewesen zu sein.“ Nach der Versetzungsreise Mit Handschlag besiegelt wird Major Schmidt seinen Dienst im Luftwaffenausbildungskommando in Köln aufnehmen. Nach der offiziellen Kommandoübergabe hatte der neue Staffelchef Major Thomas Behrendt die Gelegenheit, eine kurze Ansprache zu halten und dankte seinem Vorgänger dafür, „eine intakte und motivierte Staffel zu übernehmen.“ Vor dem Dienstantritt in Holloman war Major Behrendt im Kommando 4. Luftwaffendivision in Aurich in der Abteilung 4 als Projektoffizier für die logistische Unterstützung von Einsätzen und Übungen verantwortlich. -6-

Der offizielle Teil wurde mit einem überraschenden Musikständchen eines Dudelsackspielers, unseres Multitalents Josef Reiß, abgerundet und im Anschluss wurde in der angrenzenden Bay 6 auf die erfolgreiche Übergabe angestoßen. Es wurden kalte Getränke gereicht und ein reichhaltiges Buffet zur Stärkung angeboten. Selbstverständlich waren auch bei dieser Übergabe eine Menge Leute hinter den Kulissen damit beschäftigt, die Veranstaltung zu einem erfolgreichen Event werden zu lassen. Dies ist ihnen sehr gut gelungen! Wir wünschen beiden Kameraden alles Gute und viel Erfolg in der neuen Verwendung. Text: OLt Lucas Klinner

Fotos: -tm-

MOIN MOIN AUS OSTFRIESLAND, ich bin Major Thomas Behrendt und am 31.07.2012 bekam ich voller Stolz das Kommando über die Wartungs- und Waffenstaffel durch den Kommandeur Technische Gruppe, OTL Kirchhoff, übertragen. Mit dieser Verwendung hier als Chef auf der Holloman AFB geht für mich ein Traum in Erfüllung. Ich wurde am 27.01.1977 in Köln geboren und mit meiner Frau Mareike seit 1998 verheiratet und zusammen haben wir drei Kinder. Nach dem Abitur am Niedersächsischen Internatsgymnasium in Esens bin ich, nur zwei Tage nach dem Abschlussball, am 01.07.1997 als Offizieranwärter in die Bundeswehr eingetreten. Nach der Grundausbildung in Bayreuth habe ich an dem 78. Offizieranwärterlehrgang in Fürstenfeldbruck teilgenommen. Ein kurzer Aufenthalt für drei Monate war das JaboG 38 „F“, wo ich mein Praktikum für das Studium absolvierte. Anschließend ging ich an die Universität der Bundeswehr in Hamburg und studierte dort Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung Schweißtechnik und Werkstoffkunde. Im August 2002 wurde ich mit abgeschlossenem Diplom zum Jagdgeschwader 71 „Richthofen“ versetzt, in dem ich in acht Jahren mehrere Dienstposten in der technischen Gruppe besetzte (Leiter ES, WtgTO, S3E). Zum 01. Juli 2010, nach bestandenem Stabsoffizierlehrgang, führte mich mein dienstlicher Weg nach Aurich zum Kommando 4. LwDiv A4, wo ich für die logistische Unterstützung von Übungen und Einsätzen verantwortlich war. Es folgte die Versetzung zum Fliegerischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe nach Holloman. Mit dem gesamtem Team der Wartungs- und Waffenstaffel werde ich die nächsten 3 Jahre alles tun, um die Motivation und die Leistungsfähigkeit dieser besonderen Staffel weiter zu fördern, gerade vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Veränderungen im Verband und in der Luftwaffe. Ich freue mich auf eine neue, herausfordernde Aufgabe als Chef der Wartungs- und Waffenstaffel vom Fliegerischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe. Ihr Major Thomas Behrendt

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2012 PARTNER NATION SENIOR ENLISTED LEADER SUMMIT Im März diesen Jahres ergab es sich, dass der Command Chief der 49th Wing und ich durch den Chief Warrant Officer der Royal Canadian Air Force zur Teilnahme am 2012 Partner Nation Senior Enlisted Leader Summit eingeladen wurden. Dies geschah auf Wunsch des Chief Master Sergeant of the Air Force, James Roy, der während früherer Besuche des Standortes Holloman sehr positiv von der Partnerschaft von USAF und Luftwaffe beeindruckt war. So flogen Chief Patrie und meiner einer, unsicher über das was uns erwartet, am 24.06. nach Toronto. Mit den KvD ging es weiter zur CFB (Canadian Forces Base) Borden in Ontario. Während der Fahrt vor uns saßen der Chief Warrant Officer of the Royal Air Force neben dem Primo Maresciallo der Aeronautica Militare, beide der Radioübertragung des Europapokal-Spiels England gegen Italien lauschend. Der Brite trug das Ergebnis mit Fassung.

In diesem Jahr trafen sich 42 Senior Enlisted Leader (Dienstgrade vergleichbar zum Oberstabsfeldwebel) aus 17 Nationen (Australien, Botswana, Canada, Czechische Republik, England, Estland, Frankreich, Deutschland, Ghana, Italien, Neuseeland, Polen, Senegal, Singapur, Türkei, Uganda, USA). Dienstgradniedrigster Teilnehmer war Staabiveebel Janis Jallai, der die ca. 210 Frauen und Männer zählende Estländische Air Force vertrat. Ein weiterer Luftwaffen-Teilnehmer war OStFw Michael Sprengard vom Presseinformationszentrum des Luftwaffenamtes. Ziele der Veranstaltung sind u.a. die Bildung von Beziehungen und der Erfahrungsaustausch im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Unteroffizierkorps. Zu Beginn sprach BriGen Russell (RCAF–Air Personnel) zu international relevanten Themen aus dem Personalwesen, insbesondere über den Umgang mit der sogenannten „Me-Generation“, welche „heutzutage vor dem Eintritt in den militärischen Dienst deutliche Fragen nach persönlichen Vorteilen anführt.“ Der Umgang damit erfordert intensives Nachdenken zum Thema Attraktivität der Streitkräfte. -8-

Im Anschluß referierte CMSAF Roy ausführlich über anstehende Veränderungen bei der US Air Force in Folge von Haushaltskürzungen. Hauptsächlich wurden jedoch während der drei Tage, jeweils in kleinen Arbeitsgruppen, Erfahrungen und Erkenntnisse zusammengetragen und später gemeinschaftlich erörtert. Die Themen waren: • Communications (allgemein und speziell mit jüngeren Generationen) • Command Team Relationships (Commander – Command Chief) • Operating in Times of Fiscal Constraint (Haushaltskürzungen – in der Bw nichts Neues) • Operational and Educational Partnership Exchanges (Möglichkeiten für Austauschprogramme) • Distance Learning (Fernausbildung – Vor-/Nachteile) • Mentorship Programs (gezielte Förderung qualifizierten Nachwuchses) • Resiliency Programs (Umgang mit Posttraumatischen Belastungsstörungen) • Wertstellung des Partner Nations Summit Bemerkenswerterweise zeigten sich die Teilnehmer vom afrikanischen Kontinent zu o.a. Themen sehr zurückhaltend. Ihnen waren Themen, wie z.B. die Einhaltung von Menschenrechten (Uganda) oder der Einfluss von AIDS auf die Bevölkerungssituation (Botswana) offenkundig wichtiger. Dadurch relativierten sich die Probleme der westlichen Nationen sehr deutlich. Das soll nicht heißen, dass die Probleme unserer Gesellschaft vernachlässigbar wären. Aus anderer Sicht betrachtet sind sie jedoch manchmal nicht so problematisch wie sie uns erscheinen. Im Ergebnis ist eine Präsentation des Partnering, wie es zwischen der 49th Wing und dem FlgAusbZLw praktiziert wird, sicherlich für andere Nationen erkenntnisreich. Ob alle, durch die Luftwaffenteilnehmer gewonnen Erfahrungen, aufgrund einer vergleichbar nicht vorhandenen „Command-Struktur“ zur Weiterentwicklung des Luftwaffenunteroffizierkops beitragen können, ist fraglich. Eins ist jedoch sicher, für mich waren die drei Tage ein enormer Erfahrungsgewinn. Das Partner Nation Senior Enlisted Leader Summit (PN SELS) wurde durch den Chief Master Sergeant of the US Air Force (CMSAF) ins Leben gerufen und fand dieses Jahr zum sechsten Mal statt. Ort der Veranstaltung ist alle zwei Jahre Maxwell AFB in Montgomery, Alabama und wird dort durch eine Partnernation unterstützt. Austragungsort im Folgejahr ist das Land des Unterstützungspartners. Im Jahr 2011 halfen die Kanadier und somit fand das Summit in diesem Jahr an der RCAF - Air Command Academy in Borden, Ontario statt. Das nächste Summit wird 2013 in Alabama durch die Türkei unterstützt, um dann 2014 in Istanbul ausgetragen zu werden. Text: OStFw Roland Kernke -9-

AUF DEM WEG IN DIE NEUE LUFTWAFFENSTRUKTUR Ein entscheidender Schritt in die Zukunft für das „Fliegerische“ wurde am 18. und 19. Juli 2012 mit Vertreterinnen und Vertretern des Luftwaffenamtes Abteilung POCARLw III b gesetzt. Unter Leitung von Oberstlt Bernhard Merfort mit Hptm Heiko Hillers und Lt Stephanie Höge wurde die zukünftige Struktur (STAN) des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe mit den Kommandeuren, Staffelchefs und Stabsgebietsleitern abschließend erörtert. „Die äußerst konstruktiven und fruchtbaren Erörterungsgespräche, die analytisch und zielgerichtet geführt wurden, haben insbesondere auch die individuellen Aspekte vor Ort berücksichtigt“, betonte der Kommandeur. Eine zeitintensive Vorbereitung und optimale Unterstützung aus allen Einheiten waren für die zukunftsweisende Einnahme der neuen Soll-Organisation des Verbandes wichtig. Der Kommandeur bedankte sich insbesondere bei seinen Stabsangehörigen für das erzielte Resultat. Die Ergebnisse werden das Fundament für eine Zielstruktur bilden, die beginnend ab dem 01. April 2013 gültig sein wird. Vorbehaltlich der zu erwartenden Billigung im Haushalt sind damit bereits jetzt die Pläne für die zukünftige Aufnahme der Eurofighterausbildung hier am Standort mit eingeschlossen. Oberstlt Merfort erklärte, dass im Ergebnis ein Lösungsansatz gefunden sei, der nahe an der endgültigen Struktur liegen werde. „Wir gehen mit der Gewissheit nach Köln zurück, dass für den Standort Holloman eine tragfähige Personalstruktur für die nächsten drei Jahre geschaffen wurde, bevor die endgültige Ausplanung für Eurofighter beginnen kann“, resümierte der erfahrene Strukturspezialist seinen Besuch. Strukturelle Überlegungen nur auf Papier zu bringen ersetzen jedoch nicht persönliche Gespräche. Daher ließen es sich die Vertreter von POCARLw nicht nehmen, von Kommandeur Havenith durch den Verband geführt zu werden, um sich von den besonderen Bedingungen vor Ort selbst einen Eindruck zu verschaffen. Derzeit umfasst das Fliegerische Ausbildungszentrum 560 Dienstposten. Auch wenn in der Zielstruktur für 14 Tornados hier in Holloman zunächst ein leichter Personalrückgang zu verzeichnen sein wird, beginnt doch der stetige Aufwuchs um derzeit geplante circa 300 Dienstposten bis zum Jahr 2017. Eine neue STAN ist aber nicht nur ein komplexes Zahlenwerk mit zahlreichen Abhängigkeiten. Auf dem Weg zur Umsetzung gilt es viele materielle und infrastrukturelle aber auch personelle Aufgaben zu meistern. „Hinter allen Zahlen stecken Menschen, das dürfen wir nie vergessen“, das ist Kommandeur Havenith besonders wichtig. In diesem Zusammenhang ist insbesondere die Übernahme sämtlicher Aufgaben des zum 30. September 2013 aufzulösenden Deutschen Luftwaffenkommandos in El Paso anzuführen. Zusätzlich bringen die Aufnahme des neuen Waffensystems Eurofighter und der damit verbundene personelle Aufwuchs neue Herausforderungen mit sich. „Ein umfassendes Aufgabenpaket, zu dem wir alle unseren Anteil beitragen werden, um den Standort Holloman zukunftsfähig zu gestalten.“ prognostiziert der Kommandeur zuversichtlich. -10-

Nicht zuletzt aufgrund der Unvergleichbarkeit des Fliegerischen Ausbildungszentrums mit anderen fliegenden Verbänden in Deutschland und den daraus abzuleitenden Rahmenbedingungen war die abschließende von insgesamt drei Tagungen notwendig, um neue Strukturen erfolgreich einrichten zu können. Bereits mit der ersten Kickoff-Veranstaltung vom 19. bis 21. März 2012 wurde ein Fingerzeig in die für den Verband so wichtige zukunftsweisende Richtung gegeben. Auf Grundlage damals noch vieler Annahmen der neu zu planenden Struktur wurde der anzunehmende Dienstpostenumfang ermittelt. In dem darauf folgenden zweiten Workshop wurden die auf dem Realisierungsplan Luftwaffe basierenden ersten Detailabstimmungen innerhalb der einzelnen Strukturelemente des zukünftigen Verbandes erörtert. Insbesondere die mangelnde Erfahrung im Aufbau bzw. Umgang mit dem neuen Waffensystem Eurofighter in einer Ausbildungseinrichtung verlangte den Strukturisten aber auch den Fachleuten sowohl auf fliegender wie auch technischer Seite einiges ab. Text: OLt Ronnie Hoppe

KAMERADEN HELFEN – SOLIDARITÄT ZEIGEN… …lautet das diesjährige Motto des Spendenaufrufs von General Volker Wieker, Generalinspekteur der Bundeswehr und Vorsitzender des Soldatenhilfswerks. „Sieben unserer Kameraden sind im letzten Jahr in Erfüllung ihrer Soldatenpflicht gefallen, 66 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Weitere tragen unsichtbare Wunden an Geist und Seele“, heißt es im Schnellbrief vom 18. Juli. Letztes Jahr konnte das Soldatenhilfswerk fast 420.000 € an Soldaten und Angehörige auszahlen, unbürokratisch und schnell. Auch als Kommandeur des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe möchte ich für unsere Sammlung werben und SIE motivieren, sich durch eine freiwillige Spende an der Sammlung zu beteiligen. Damit setzen wir ein deutliches Zeichen der Solidarität für notleidende Kameradinnen und Kameraden. Dabei kommt es nicht auf die Höhe der Spende an, sondern auf die Bereitschaft, überhaupt zu helfen und Solidarität zu zeigen. Die Sammlungen in unseren Einheiten laufen bis zum 30. November 2012. Ihr Kommandeur, Oberst Armin Havenith

WIR GRATULIEREN Obersleutnant Armin Havenith wurde zum Oberst befördert. Oberfeldwebel Manuel Oltmanns wurde zum Hauptwebel befördert. Die Roadrunner Redaktion wünscht den Beförderten viel Soldatenglück im neuen Dienstgrad.

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BESUCHE Im Rahmen ihrer USA-Reise besuchte HptFw Mandy-Ina Mewes, Militärische Gleichstellungsbeauftragte des Streitkräfteamtes und Kommandobereich Streitkräfte, am 13. August das Fliegerische Ausbildungszentrum. HptFw Nicole Dreher, Gleichstellungsvertrauensfrau des FlgAusbZLw und Projektunteroffizier, begleitete sie durch das Programm und brachte ihr die Holloman AFB etwas näher. Der Tag begann mit Gesprächsrunden mit Kommandeur, Spießen und weiteren Soldaten bevor es ins Briefing des FlgAusbZLw ging. Dem folgte ein Rundgang durch den Stab, die Ausbildungs- und Technische Gruppe, bei dem sich die Gleichstellungsbeauftragte Einblicke in unsere Arbeitsabläufe verschaffen konnte. Im Simulator bekam sie die Möglichkeit selbst einmal zu „fliegen“. Im Anschluss brachte ihr HptFw Dirk Schlicht das Waffensystem Tornado anhand eines Static Displays näher und stand für Fragen parat. Bei Präsentationen am Nachmittag konnte HptFw Mewes den Disziplinarvorgesetzten, Vertrauenspersonen des FlgAusbZLw sowie den Gleichstellungsvertrauensfrauen des DtLwKdo USA/CAN und BwKdo US/CA ihr Aufgabenspektrum und ihr Amt als Gleichstellungsbeauftragte näher bringen. -gaGeneral Mike Hostage, Commander Air Combat Command, besuchte vom 15. bis zum 17. August die die 49th Wing. Seine Ehefrau, Kathrine Hostage, besuchte in diesem Zuge am 16. August das FlgAusbZLw. Oberstleutnant Jörn Apelt, Kommandeur Ausbildungsgruppe und Oberstleutnant Walter Kirchhoff, Kommandeur Technische Gruppe begrüßten Mrs. Hostage am Shelter 23. Beim Static Display hatte sie die Möglichkeit im Tornado Probe zu sitzen. -ga-

2000STE FLUGSTUNDE ABSOLVIERT Am Mittwoch, 15. August 2012, absolvierte Major Alexander Kolbfleisch seine 2000ste Gesamtflugstunde auf dem Waffensystem Tornado. Der erfahrene Pilot ist seit Anfang Juli 2010 im FlgAusbZLw als Fluglehrer eingesetzt. Nach der erfolgreichen Landung erwarteten den Jubilar bereits seine Kameraden aus der Ausbildungsgruppe. Zu den ersten Gratulanten gehörte Oberstleutnant Jörn Apelt, Kommandeur der Ausbildungsgruppe, der ihm die Dankurkunde überreichte. -ga-

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CAGE FIGHT ALAMOGORDO Am 28. Juli wurde erstmals ein Cage Fight (MMA – Mixed Martial Arts) Event in Alamogordo ausgetragen. Auf dem Plan standen zwölf Kämpfe verschiedenster Gewichtsklassen, darunter ein Titelkampf (Beltfight) im Schwergewicht. Unter diesen Begegnungen befanden sich fünf lokale Kämpfer der ortsansässigen „Gym Desert Dynasty MMA“. Daniel Gosselin, Robert Caro, Zach Washington, Fernando Gomez und der deutsche Oberfeldwebel Tobias May aus der Wtg/WaStff.

Während Daniel, Robert und Zach ihren Kontrahenten knapp unterlagen, entschieden Fernando und Tobias die Begegnungen für sich. Nach drei Runden zu je 3 Minuten geawann Fernando nach Punkten und Tobias bezwang nach 1,42 min seinen Gegner durch K.O. Dieses wurde durch die knapp 200 anwesenden Deutschen lautstark honoriert. Als erster Deutscher gewann Tobias somit einen „Heavyweight Title“ in der Amateurliga. Das Einzugsgebiet dieser AFP Amateurliga zieht sich von Texas über New Mexico nach Arizona. Der Erfolg dieses Events mit knapp 1.000 Zuschauern überraschte selbst den Promoter, der nach eigenen Angaben eine weitere Veranstaltung dieser Art in Alamogordo plant. Dann muss Tobias das erst Mal seinen Titel verteidigen. Mixed Martial Arts ist eine moderne Art des Vollkontaktkampfes. Populär geworden durch UFC (Ultimate Fighting Championship) und Pride in Asien, wird es auch in Europa immer populärer. MMA bedient sich Schlag- und Tritttechniken wie auch verschiedener Bodenkampftechniken. Geschichtliches Vorbild ist dabei das altgriechische „Pankration“ (zu deutsch: All- oder Gesamtkampf) welches erstmals 648 v. Chr. bei den olympischen Spielen ausgeübt wurde.

Text: OFw Tobias May Fotos: Thru The Looking Glass Productions

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EINE BEACH PARTY IN DER WÜSTE….. Nach guter alter Tradition feierte die KG Holloman zum vierten Mal eine Motto-Party und lud zur KG Beach Party ein. Diesmal durften wir den Evangelischen Gemeindegarten nutzen und am Freitag, den 24. August, konnten dann ca. 250 Gäste dem „Beach-Feeling“ nachgehen. Dieses Jahr wurde erstmalig seitens der KG Holloman ein Eintritt erhoben, der dazu genutzt wurde, leckere Grillwürste anzubieten und getreu dem Motto „All you can eat“ konnte jeder soviel Würstchen essen wie er wollte. Offenbar hat es sich rumgesprochen, dass die MottoPartys der KG Holloman ein Highlight hier in Alamogordo sind, denn bereits drei Tage vor der Veranstaltung herrschte Kartenknappheit an den Vorverkaufstellen was dazu führte, dass über „Facebook“ und anderen Kanälen nach Karten gesucht wurde. Wem es während des Feierns zu heiß wurde, konnte sich in den mit Wasser gefüllten Planschbecken abkühlen. Dank der sehr guten musikalischen Unterhaltung durch unseren DJ OFw Sebastian Becker, der keine Musikwünsche offen ließ, wurde auch die Tanzfläche bis früh morgens ausgiebig genutzt. Wir danken allen Gästen, die zum Gelingen der Party beigetragen haben. Für das nächste Event stecken wir schon in den Planungen und freuen uns auf die jährliche Kostüm- und Karnevalsparty am 2. Februar 2013.

Text: HptFw Matthias Reinig Fotos: -ga-

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AKTUELLES VON DER DEUTSCHEN SCHULE ALAMOGORDO „WIR SIND DIE NEUEN LEHRER- /INNEN UND STELLEN UNS VOR“

v.l.n.r.: Herr Filipowsky, Frau Hirt-Filipowsky, Frau Kramer, Frau Kuhrt

Frau Iris Hirt-Filipowsky, Lehrerin und neue Koordinatorin Grundschule Fächer: Alle Grundschulfächer Mit Frau Hirt-Filipowsky gibt es nach dem Weggang von Frau Palma eine neue Koordinatorin für die Grundschule an der Deutschen Schule Alamogordo. Sie ist mit Ehemann Ulrich (siehe unten) und ihren beiden Kindern im Juli aus Freiburg im Breisgau nach Alamogordo umgezogen. Zuletzt war sie an einer Grundschule in Titisee, Baden-Württemberg, tätig. Frau Hirt-Filipowsky wird die Leitung der 4. Klasse übernehmen. Sie freut sich auf ihre Tätigkeit und hofft auf ein gutes Miteinander aller am Schulleben Beteiligter. Frage der Red.: „Warum sind Sie Lehrerin geworden?“ Frau Hirt-Filipowsky: „Das Arbeiten mit Kindern ist eine ständige, positive Bereicherung für mich!“ Frau Nadine Kramer, Studienrätin Fächer: Deutsch, Englisch Frau Kramer tritt mit ihrer Fächerkombination Deutsch und Englisch die Nachfolge von Herrn Volz an und übernimmt die 8. Klasse. Sie ist verheiratet und kommt aus Paderborn. Bis Juli war sie bei einem Berufskolleg in Paderborn als Studienrätin eingesetzt. Mit ihrem Ehemann freut sie sich auf viele Reisen und auf das Erkunden interessanter Ziele hier in den USA. Frage der Red.: „Warum sind Sie Lehrerin geworden?“ Frau Kramer: „Ich wollte schon immer Zeit für meinen Hund haben.“ ☺

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Frau Meike Kuhrt, Lehrerin Fächer: Alle Grundschulfächer Frau Kuhrt hat die Leitung der 3. Klasse übernommen. Als gebürtige Hamburgerin war sie zuletzt auch an einer Grundschule in Hamburg tätig. Sie ist verheiratet und mit Ehemann ein absoluter Outdoor-Fan. Ihre Hobbies sind unter anderem Motorrad und Fahrrad fahren, Skifahren und „mit unseren zwei Hunden wandern.“ Frage der Red.: „Warum sind Sie Lehrerin geworden?“ Frau Kuhrt: „Nachdem ich in verschiedene Berufe hineingeschnuppert habe, wurde mir klar, dass meine Berufung im Bereich Fördern und Fordern von Kindern und Jugendlichen liegt. Ich möchte ihnen einen guten Start ins Leben ermöglichen.“ Herr Ulrich Filipowsky, Ortslehrkraft Fächer: Informatik, Technik Als Ortslehrkraft wird Herr Filipowsky einige Stunden die Fächer Informatik und Technik unterrichten. Er hat bis zum letzten Schuljahr an einer Werkrealschule in Titisee-Neustadt, Baden-Württemberg, unterrichtet. Er freut sich auf interessante Begegnungen mit Schülern, Lehrern, Eltern, Soldaten, Amerikanern, und und und. Frage der Red.: „Warum sind Sie Lehrer geworden?“ Herr Filipowsky: „Für mich gehört ein respektvoller Umgang mit Menschen zum höchsten Gut des Menschseins. Gerade junge Menschen sollten dies leibhaftig erleben. Dazu will ich beitragen.“ Die Redaktion des Roadrunner wünscht den vier Neuen einen guten Einstand, eine glückliche Hand beim Unterrichten und viel Spaß in der neuen Heimat, hier in New Mexico. Text: -jrFoto: -ga-

HERZLICH WILLKOMMEN, EINFACH SPITZE, DASS IHR DA SEID! Merle, Yannika, Angelina, Fynn-Luca, Tobias, Can Luca, Jette, Leni, Kay, Noel, Christopher, Leonie, Laura und Lena wurden am vergangenen Mittwoch mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Johannes der Täufer Kirche unter Mitwirkung von Herrn Militärpfarrer Golde und unserer neuen Militärpfarrerin Frau Krug-Lettenmeier zum Schulanfang begrüßt.

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Frau Krug-Lettenmeier erzählte uns die Geschichte von der neugierigen Ente Erna, die aus Fernsehwerbesendungen ganz viele Verbesserungsvorschläge für uns und unser Leben hatte. Nach vielen misslungenen Versuchen der Bauernhoftiere anders zu werden, kamen sie zu der Lebensweisheit: „Es ist gut so wie ich bin!“ Mit dieser Ansprache machte uns Frau Krug-Lettenmeier Mut: Ich darf so bleiben wie ich bin. Gott hat jeden von uns als einmalig und besonders erschaffen. In der Deutschen Schule Alamogordo kamen anschließend viele nette Worte und Lieder dazu. Nach den Begrüßungsworten durch unseren Schulleiter Herrn Klahre unterstrichen die Kinder der Klassen 2 und 3 das „Herzlich Willkommen“ mit einem fröhlichen Lied und persönlichem Handschlag. Frau Filipowsky leitete in der Funktion als Grundschulkoordinatorin zum Schul- und Lernalltag über. Frau Henrichs stellte sich als neue Klassenlehrerin vor und nach einem flotten Lied der Klasse 4 sowie dem Schlusswort des Rektors ging man zum gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen über. Nach diesem vielversprechenden Schulstart wird es sicher fröhlich, bunt und für uns alle gewinnbringend weitergehen! Text: Iris Hirt-Filipowsky

Foto: Sabine Brandt

Im Verlauf von fünfzig Jahren hat sich in der Schullandschaft sicherlich das Eine oder Andere verändert. Wir gehen aber mal davon aus, dass das karrikierte Bild nicht auf die Deutsche Schule Alamogordo zutrifft. Im gemeinsamen Bestreben arbeiten wir Hand in Hand. -abg-

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„GIBT ES IN ALAMOGORDO AUCH EINEN HIP-HOP KURS?“ Sofort und absolut optimistisch beantwortete ich letztes Jahr diese Frage meiner Kinder mit: „Ja, bestimmt!“, schließlich zogen wir ja in die USA, das „HipHop-Mekka“ schlechthin. Zwei Monate später und frisch in Alamogordo angekommen, hatte meine Suche nach besagtem Hip-Hop Kurs bereits tendenziell verzweifelte Züge angenommen und wie sich herausstellte, ging es vielen anderen Eltern ebenso. „Dann mach doch einfach etwas Eigenes!“, meinte meine ebenfalls tanzbegeisterte Schwester Christina ganz locker, „ich kenne genau den richtigen Trainer dafür!“ In diesen Sommerferien freuten sich nun 34 Kinder der Deutschen Schule Alamogordo (DSA) auf eine Woche voller Spaß, toller Musik und jeder Menge Hip-Hop während unseres „Sommer Hip-Hop Dance-Workshops“. Fünf Tage lang bebte in der Turnhalle der DSA im wahrsten Sinne des Wortes der Hallenboden.

Alle Kinder, im Alter zwischen 8 und 16 Jahren, waren täglich aufs Neue mit unglaublicher Energie und Leidenschaft bei der Sache und auf der Tanzfläche nicht zu bremsen. Selbst kniffligere Moves wie der „Baby Freeze“ und der „Running Man“ waren in kürzester Zeit gerade bei unseren kleinen Tänzern der totale Hit. Da staunte unser extra aus Deutschland angereiste Profi-Tanzlehrer und Choreograph Matthias „Mazze“ Arndt nicht schlecht!

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In nur vier Workshop-Tagen, unter Leitung von Mazze und meiner Schwester als Co-Trainerin, entstanden so zwei anspruchsvolle Choreographien mit mitreißenden Beats und vielen überraschenden, tänzerischen Extras. Davon konnten sich dann natürlich auch alle Eltern, Geschwisterkinder und Gäste bei unserer AbschlussShow am Freitag, den 17. August überzeugen. Bei fast „vollem Haus“ rockten unsere „Hip-Hop-Kidz“ trotz Lampenfieber mit so viel Spaß und Begeisterung die Bühne, dass bei dem einen oder anderen Elternteil während der Auftritte die Emotionen überschwappten und kräftig mitgejubelt und mitgeklatscht wurde. „Tanzen ist nicht nur Sport sondern hat auch viel mit Leidenschaft und Selbstbewusstsein zu tun“, betonte Mazze in seiner Abschlussrede nach der Show. „Und dass in diesen 34 Kindern eine ganze Menge Selbstbewusstsein steckt, haben sie, glaube ich, in dieser großartigen Vorstellung auf das Eindrucksvollste bewiesen.“ Wir als Team sind super stolz auf alle unsere „Hip-Hop-Kidz“ und hoffen nun sehr, dass wir diesen Dance-Workshop mit Mazze und Christina vielleicht im nächsten Jahr wieder für alle tanzbegeisterten Kinder der DSA anbieten können. Zum Schluss möchte ich mich nochmals herzlich bei der Bundeswehrverwaltungsstelle Holloman bedanken, die uns die Sporthalle zur Verfügung gestellt hat, bei der DSA für die Nutzung der Musikund Lichttechnik und natürlich geht auch ein großes Dankeschön an alle Eltern für Ihre Unterstützung und das viele Lob. Text und Fotos: Sandra Petermann

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ABEND DER UNTEROFFIZIERE Zur gewohnten Zeit, allerdings in ungewohnter Umgebung fand am 23. August der diesjährige Abend der Unteroffiziere statt. Oberst Havenith begrüßte insgesamt 350 Unteroffiziere und deren amerikanische Gäste in der Knights of Columbus Halle an der KC Road. Hierbei fasste sich der Kommandeur ausdrücklich kurz, denn er wollte seinen richtungsweisenden Worten des Folgetages nicht schon vorgreifen. Der Veranstaltungsort wurde diesmal außerhalb der Stadtgrenzen Alamogordos gewählt, um die mittlerweile zahlreichen Nachbarn der Kirchenhäuser nicht über das Maß hinaus mit Lärm zu belästigen, denn: Diesmal sollte der Abend durch Live-Musik begleitet werden! Hierzu wurde die Rockband „Absenth“ engagiert und die zwar noch jungen, aber dennoch deutlich hörbaren, Bandmitglieder gaben ihr Bestes. Thank you, guys! Der Plan des Vorbereitungsteams war offenbar erfolgreich und so verging die Zeit, auch wenn der eine oder andere Kamerad sich später selbst am Mikrofon versuchte, ohne jegliche Lärmbeschwerde. Für zusätzliche Unterhaltung in Form einer klatschnassen Abkühlung sorgte zwischendurch ein Gewitterschauer. Allerdings wäre ohne dies sicherlich auch keine Langeweile aufgekommen. Gefühle, die ebenso nicht aufkommen konnten, waren Hunger und Durst. Bei hervorragender Versorgung mit „Speis’ und Trank“, standen diesmal auf der Karte: Schnitzel und/oder Würstchen mit Kartoffelsalat und dazu Bier, Captain/Coke oder Tequilla Sunrise. Um das immer freundliche und äußerst fleißige Team des Hauptfeldwebels Thorsten Brandt, wurde ausgelassen bis weit nach Mitternacht sowohl gegessen und getrunken, als auch gefeiert und diskutiert. Diesen Kameradinnen und Kameraden gebührt der besondere Dank aller Teilnehmer!

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Ebenso sei den Mannen des Kfz-Einsatzes gedankt, die wieder einmal flexibel und zuverlässig mit Bus- und Shuttleservice dafür sorgten, dass alle Führerscheine bei ihren Besitzern bleiben durften. Weiterer Dank gilt dem frisch beförderten Oberst, den Spießen und nicht zuletzt den „Oberstabern“, die durch Spenden am positiven Gelingen beitrugen.

Ob nun der sehr schöne Gemeindegarten oder aber eine robuste Halle die bessere Wahl zur Durchführung einer solchen Veranstaltung darstellen, möge jede oder jeder für sich selbst entscheiden. Bereits entschieden ist jedoch für alle Unteroffiziere, dass es im nächsten Jahr wieder einen Abend der Unteroffiziere und damit verbunden, die Möglichkeit sich persönlich einzubringen, geben wird. Text: OStFw Roland Kernke Fotos: Ingo Höppner

ZWEITES SQUASHTURNIER Am 25. und 26. August war es wieder soweit! Das 2. Squashturnier fand mit zehn Teilnehmern, bunt gemischt aus allen Staffeln, in der Holloman Gym statt. Die Gruppenspiele begannen am Samstag um 10.00 Uhr mit der Gruppe A. In jeder Gruppe befanden sich 5 Spieler, da war ein Weiterkommen für viele fast schon sicher. Der Titelverteidiger Paul Borkowski war auch dieses Mal von allen Spielern als Favorit gesetzt. Die ersten Spiele zeigten jedoch, dass eine am Vorabend stattfindende Beach Party sehr wohl ihre Auswirkungen haben kann. Alle fünf Spieler liefen, was ihre Lungen hergaben, der ein oder andere sogar etwas mehr. Leider mussten wir uns nach vielen Ballwechseln von einem starken Christian Ganzel trennen. Den Gruppensieg erspielte sich hier Stefan Schätz. Die Gruppenspiele der Gruppe B konnten pünktlich um 12.00 Uhr starten. Mit dem ersten Gruppenspiel standen sich Sascha Weimar und Karsten Weber gegenüber. Beide Spieler sind mehr als geschätzte 10 km im Court gelaufen und hätten eigentlich mit einem verdienten Unentschieden nach Hause gehen können. -22-

Die Luft im Court war verbraucht und da war es gut, dass der erfahrene Carsten Jakob sich mit seiner Zeitplanung total vertan hat und erst eine geschlagene halbe Stunde später erschien. So mussten Spiele vorgezogen werden und Carsten hatte dann das eine oder andere Spiel direkt hintereinander zu spielen, was für ihn aber kein Problem darstellte. Nach vielen hitzigen Diskussionen, wie denn nun in der Bundesliga gespielt wird und wie man im Wettfieber welches Ranking hat, stand das Ergebnis aber fest: Der Titelverteidiger konnte sich am Ende doch durchsetzen und gewann die Gruppe B und hier mussten wir uns von einem guten Sascha Weimar trennen. Sonntag 10.00 Uhr, wer war der erste auf dem Court? Unser erfahrener Spieler Carsten Jakob war vor allen da und das obwohl er noch nicht mal das erste Spiel hatte. In den vier Viertelfinalspielen ging es wieder hin und her, die Bälle flogen und es knallte im Court, aber zum Glück blieben sowohl die WilsonSchläger als auch alle Knochen heil. Wir haben viele schöne Bälle gesehen und durch die Ehefrauen wurden einige auch tatkräftig unterstützt. Bei lockeren Gesprächen über die Mittagsverpflegung, „Haben wir noch Nudeln zu Hause, oder nicht.“ fanden die Halbfinalspiele statt. Trotz mangelnder Puste wurde schon über das nächste Squashturnier oder eine Mountainbike-Tour verhandelt und man malte sich aus, ob man nicht Sonderregeln für den Titelverteidiger einführen könnte. Das 1. Halbfinalspiel zwischen Stefan Schätz und Carsten Jakob war an Spannung kaum zu überbieten, nach zwei Matchbällen im 4. Satz für Stefan konnte Carsten dank seines spitzen Stellungsspiels das Blatt wenden und sich im fünften Satz den Sieg und den Einzug ins Finale sichern. Im Spiel um Platz drei zwischen dem Organisator Marcus Honisch und Stefan Schätz hatte am Ende Stefan die Nase vorn und erkämpfte sich den dritten Platz. Im Finale standen sich Carsten, der nach mehrwöchiger Abstinenz und Deutschlandurlaub über Muskelkater in jeder Faser seines Körpers klagte, und Paul, der bis dato die wenigsten Sätze gespielt und kaum geschwitzt hatte, gegenüber. Es war ein spannendes Spiel und es jagte ein toller Ballwechsel den anderen. Verdienter Sieger wurde, trotz eines aufopferungsvoll spielenden Carsten Jakob, Paul Borkowski. Somit gingen die ersten drei Plätze an die WtgWaStff und der neue, alte Turniersieger heißt abermals Paul Borkowski. Herzlichen Glückwunsch Paul! Die Organisatoren bedanken sich bei allen Teilnehmern für zwei tolle Tage und planen bereits das nächste Squash-Event, das Ende Oktober / Anfang November stattfinden soll. Interessierte Squashspieler sind herzlich willkommen!

Text: HptFw Marcus Honisch Foto: Janine Borkowski

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NEUES AUS DEN MILITÄRISCHEN KIRCHENGEMEINDEN KATHOLISCHE GOTTESDIENSTE IN DER JOHANNES DER TÄUFER KIRCHE Samstag, 01.09.2012 15:30 Uhr Ökumen. Gottesdienst in El Paso, Biggs-Field. Im Anschluss ökumenisches Pfarrfest. Samstag, 22.09.2012 18:00 Uhr Heilige Messe. Anschließend Kirchenkaffee im katholischen Pfarrzentrum. Sonntag, 07.10.2012 10:30 Uhr Heilige Messe. Anschließend Anmeldung der Erstkommunionskinder und Firmlinge 2012/2013. Sonntag, 04.11.2012 10:30 Uhr Heilige Messe.

EVANGELISCHE GOTTESDIENSTE IN DER JOHANNES DER TÄUFER KIRCHE Sonntag, 02.09.2012 17:00 Uhr Gottesdienst mit Anmeldung zum Konfirmandenunterricht. Anschließend „Smalltalk“ mit Kaffee im evangelischen Gemeindehaus. Sonntag, 23.09.2012 10:00 Uhr Gottesdienst zur Einführung von Militärpfarrerin Krug-Lettenmeier. Sonntag, 07.10.2012 17:00 Uhr Gottesdienst. Anschließend „Smalltalk“ mit Kaffee im evangelischen Gemeindehaus. Sonntag, 21.10.2012 17:00 Uhr Gottesdienst. Anschließend „Smalltalk“ mit Kaffee im evangelischen Gemeindehaus.

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16th GERMAN AIR FORCE OKTOBERFEST Hinter den Kulissen wird noch eifrig organisiert und vorbereitet, damit auch die 16. Auflage des Oktoberfestes ein voller Erfolg wird. Unterhaltung, Spaß und auch gute Laune sind am 22. September wieder garantiert. Die „Original Bavarian Brass Band“ wird zum erstem Mal den Besuchern im Maintenance Hangar ordentlich einheizen. Der Ticketverkauf beginnt am 4. September!

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REALSATIRE! JESSICA’S AMERIKA - UNSER LEBEN IM EWIGEN SAND!

WETTER EXTREM Als ich vor drei Jahren nach New Mexico zog, kannte ich nur drei Arten von Wetter: Zum einen den allseits beliebten Regen, dann gab es noch den warmen Sommerregen, meist tagelang und eher in Sturzbächen als in kleinen Tropfen und schließlich den Eisregen mit vereinzelt kometenhaft einschlagenden Hagelkörnern. Die Bräune der Haut ist in Deutschland auch eher ein Korrosionsprodukt des Regens, nämlich Rost! Und um was sich bei Sonne handelt, weiß man auch nur, wenn man im Biologie Unterricht bei dem Thema Photosynthese aufgepasst hat. -26-

In New Mexico und Umgebung ist es dagegen anders. Sonne ist hier der tagtägliche Begleiter und immer allgegenwärtig. Sonnenbrillen sind kein Zeichen von „Coolness“, außer man trägt sie im Nacken, auf der Stirn oder auch immer wieder gern gesehen, auf dem Kinn. Das man dabei nicht wirklich sprechen kann und es außerdem komisch aussieht, wenn der Sonnenbrand diverse Stellen umgeht, scheint dabei nebensächlich zu sein. Hier ist quasi immer Sommer. Ab März steigen die Temperaturen stetig an, bis sie auf dem Höhepunkt im Juli selbst Fliegen in die Knie zwingen. Haben Fliegen überhaupt Knie? Hier habe ich in Bio nicht so genau aufgepasst. Die Luftfeuchtigkeitsanzeige befindet sich auf Gefrierpunkt Niveau und man bemerkt kaum, wie sich die Flüssigkeit aus dem Körper verabschiedet. Grüne Vegetation kennt man nur aus dem hauseigenen Pool in Form von „Killeralgen“. Da Wasser in der Wüste erstaunlicherweise billiger sein muss, als sonst irgendwo auf der Welt (sonst gäbe es keine Waschmaschinen zu kaufen, die einen geschätzten Poolinhalt pro Waschgang benötigen), lässt man mal eben schnell das preisgünstige Nass ablaufen und befüllt knapp drei Tage lang den Pool neu. Mit dem Ergebnis, dass schon nach einem kurzen IKEA Shopping-Ausflug der Pool abermals Eigenleben entwickelt hat. Das passiert in Deutschland mit Sicherheit nicht. Gut, man hat selten einen Pool, wenn überhaupt eher ein Kaltwasser-Tauchbecken und zudem befindet sich der nächstgelegene IKEA selten in einem anderen Bundesland und eine Hotelübernachtung ist damit auch nicht verbunden. Wir befinden uns hier nun mal in einer Gegend mit Extremen. Entweder ist es extrem heiß oder extrem windig. In diesen Zeiten darf man sich nur mit Bauhelmen geschützt auf die Straße wagen, da es immer einmal passieren kann, dass vorbei fliegendes Outdoor Equipment die eigene Reaktionsschnelligkeit testet. Bei fliegenden Trampolinen hilft allerdings auch ein Bauhelm und die schnellste Reaktion nicht mehr. Eindrucksvoll sind auch Sandstürme die ein kostenloses Ganzkörperpeeling mit Tiefenwirkung versprechen. Wider Erwarten gibt es dennoch extrem kalt. Schnee, so dachte ich anfangs, ist doch eher selten in der Wüste. Falsch! Eine Katastrophenmeldung im Radio ruft dann schon mal den Notstand aus, weil eine dichte, 2mm dicke Schneedecke New Mexico überzogen hat. Die Base wird entweder später geöffnet oder ganz geschlossen, da nicht mehr gewährleistet ist, dass man mit den profillosen Allwetterreifen unversehrt zur Arbeit gelangen kann. Und tatsächlich fällt kurze Zeit später mit fast hundertprozentiger Sicherheit Gas oder Strom aus. Der Walmart ist völlig überlaufen und Heizlüfter und Konserven werden für die bevorstehende Eiszeit gebunkert. Immerhin sind vermutlich die Dinos so ausgestorben, da muss man vorbereitet sein. Wenn man Pech hat, bleibt es tatsächlich für 3-4 Tage richtig schattig und der Kühlschrank wird dazu benutzt, die Vorräte vor dem Gefrieren zu retten. Wenige Tage später sind es aber wieder 25 Grad im Schatten und alles ist vergessen. Alles in allem kann man doch sagen, dass Leute ohne Themen und mit dem Hang zum Quengeln hier voll auf ihre Kosten kommen. Über das Extremwetter lässt sich halt immer etwas sagen. Eure Jessi -27-

WAS? WANN? WO?

WHITE SANDS BALLOON INVITATIONAL Bereits zum 21. Mal findet das White Sands Balloon Invitational statt. Die Veranstaltung beginnt am Samstag und Sonntag direkt bei Sonnenaufgang. Viele bunte Heißluftballons steigen in den Himmel über New Mexico auf. Esempfiehlt sich, zeitnah die Website zu besuchen, da die Programmabläufe natürlich wetterabhängig sind. Eine Veranstaltung, die man gesehen haben muss. Weitere Infos unter: www.white-sands-new-mexico.com Wo: White Sands National Monument Wann: Samstag, 15. und Sonntag, 16. September Uhrzeit: Bei Sonnenaufgang Preise: Erwachsene $3, Kinder bis 15 Jahren frei

KOKOPELLI JAZZ & BLUES FESTIVAL Tolle Musik, fünf Bands, Imbissstände und vieles mehr gibt es am 29. September im Alameda Park. Wo: Wann: Uhrzeit: Preise:

Alameda Park 29. September 12:00 bis 21:00 Uhr Erwachsene $10, Kinder von 7 bis 13 Jahren $2 und Kinder unter 7 Jahre frei

Weiter Infos unter: www.flickingercenter.com -28-