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Mein erster Monat als Freiwillige im Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Oberer Kuhberg (Ulm). September : Beobachtungen, Entdeckungen und Überlegungen Das Vorbereitungsseminar Dieses Freiwilligenjahr begann mit einem ASF Vorbereitungsseminar in einem Vorort von Berlin. Wir sind dieses Jahr 18 Freiwillige und wir haben das Glück, eine internationale Gruppe zu sein (die meisten Freiwilligen kommen aus den Vereinigten Staaten, Israel und aus osteuropäischen Ländern). Das Seminar war eine Gelegenheit, ASF besser kennen zu lernen und uns praktisch auf unser Freiwilligenjahr vorzubereiten (z.B. haben wir gelernt, wie man eine Führung in einer Gedenkstätte macht). Es war auch eine Gelegenheit zum Austausch und zur Reflexion über den Zweiten Weltkrieg. Diese Woche hat mir gezeigt, wie verschieden die Wahrnehmung, die Erinnerung und die Instrumentalisierung des Krieges in verschiedenen Ländern ist, besonders in West- und Osteuropa. Diese Woche war auch ein Moment des sozialen und interkulturellen Austauschs und ich werde sicher mit den anderen Freiwilligen in Kontakt bleiben. Vorstellung der Gedenkstätte Während der ersten Wochen habe ich mich mit meiner neuen Arbeitsumgebung vertraut gemacht. Wie ich vorher in meiner Vorstellung gesagt habe, besteht die Gedenkstätte aus einem Dokumentations- und Informationszentrum in der Stadtmitte und einem ehemaligen Konzentrationslager am Rande der Stadt in der ehemaligen Festung Ulm. Vier Personen arbeiten im Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Oberer Kuhberg : eine Historikerin, die die Gedenkstätte leitet, eine Pädagogin, eine Bibliothekarin und eine Archivarin, die für drei Jahre angestellt ist, um das Archiv der Gedenkstätte neu zu organisieren. Die Gedenkstätte verfügt auch über eine kleine Bibliothek und einen Ausstellungsraum. Diese Gedenkstätte mag klein erscheinen im Vergleich zu anderen großen Einrichtungen wie Buchenwald und Dachau, aber sie ist doch etwas Besonderes : wenige „frühe Lager“ verfügen über ein solches Dokumentations-und Forschungszentrum. Trotz der geringen Anzahl von Mitarbeiter(inne)n, helfen viele Leute ehrenamtlich in diesem Dokumentationszentrum mit, das von einem Trägerverein mit mehr als 400 Mitgliedern unterstützt wird. Weitere Unterstützung bilden ein breites „Netzwerk“ aus Lehrern, die regelmäßig Führungen für Schüler durch das KZ organisieren, eine Gruppe von Jugendlichen, die sich für die Gedenkstätte engagieren (die „Dzokkis“) und Personen, die sich gegen Rechtsextremismus einsetzen. In diesem Sinne verfolgt die Gedenkstätte auch ein politisches Ziel, das über die Aufarbeitung der Jahre 19331945 hinausgeht. Ich war sehr erstaunt von der Fülle und der Verschiedenheit der Angebote der Gedenkstätte : die „Buchsengasse“ bietet jeden Monat mindestens einen Vortrag über das Thema NS-Zeit, allein oder in Verbindung mit zahlreichen lokalen Partnern (Volkshochschule, Stadtarchiv, Museen…). Manchmal gibt es auch Kooperation mit anderen Gedenkstätten wie z.B. Dachau, das 150 Kilometer entfernt ist. Meine Aufgaben In diesen ersten Wochen habe ich mir im Wesentlichen einen Einblick in die Geschichte des Lagers und des Dokumentationszentrums verschafft. Ich hatte die Möglichkeit, bei drei Interviews von Zeitzeugen anwesend zu sein, deren Familien in der Nazi-Zeit verfolgt wurden. Dieser erste Monat war entdeckungsreich und ich möchte zwei einzigartige Projekte hervorheben. Zum einen das Projekt einer Künstlerin aus Stuttgart, die im Rahmen eines Kunstprojektes Gymnasiasten für das Thema Verfolgung und Holocaust sensibilisiert hat. Zum anderen ein Projekt des Dokumentationszentrums,

ein Denkmal für die ehemaligen Häftlingen zu errichten aus Baumstämmen von Bäumen, die seit mehr als hundert Jahren am Eingang zum Fort Oberer Kuhberg standen und im August 2013 so stark beschädigt wurden, dass sie gefällt werden mussten. Im September habe ich selbst an zwei Projekten teilgenommen : ich habe mich an der Suche nach Fotos von Zwangsarbeitern in Ulm für eine Veranstaltung im Stadthaus beteiligt, die am 27. Januar (Deportationstag) statt findet und ich habe Annette, der Pädagogin der Gedenkstätte, bei der Vorbereitung der Reise der Dzokkis nach Auschwitz Anfang Oktober geholfen. Abschließend muss ich sagen, dass die Geschichte der „frühen Lager“, die wenig bekannt ist, auch für mich Neu sind und ich habe während des Freiwilligenjahres die Möglichkeit, viel darüber lernen. Ich habe mich gut in Ulm eingelebt, obwohl ich noch keine dauerhafte Wohnung habe und der Wohnungssuche-Marathon nicht gerade erholsam ist. Viele Deutsche, die ich kennenlerne, vermuten, dass eine Pariserin diese „provinzielle“ Stadt wie Ulm langweilig finden muss, aber im Gegenteil; mir gefällt das ruhige Leben!