und andere Sukkulenten - Deutsche Kakteen-Gesellschaft eV

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M 6000E Kakteen u n d a n d e re S u kku le n te n Heft März Jahrgang 3 1939 40 Kakteen und andere Sukkulenten Monatlich erscheinendes Organ der...

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M 6000E

Kakteen

u n d a n d e re S u kku le n te n

Heft März Jahrgang

3 1939 40

Kakteen und andere Sukkulenten Monatlich erscheinendes Organ der als Herausgeber genannten Gesellschaften.

Heft 3



März 1989



Jahrgang 40



ISSN 0022 7846

Zum Titelbild:

Von den besonders steilen Hängen im Süden der Schlucht des Rio Caine im bolivianischen Bergland, etwa 5080 km südlich von Cochabamba stammt eine Gruppe von Sulcorebutien, die in den Sammlungen vorallem unter den Namen Sulcorebutia breviflora und Sulcorebutia caineana weit verbreitet ist. Das Titelbild dieses Heftes zeigt eine Pflanze, die Wolfgang K r a h n bei seiner ersten Reise 1 964 in der Nähe von La Viha fand und für die er seine Feldnummer WK 167 vergab; damals sammelte er nur vier Pflanzen, die eng beieinander standen und von denen wir bis heute nicht genau wissen ob es sich vielleicht um nur einen Klon handelt - eine Form mit etwas abstehender, “besiger” Bedornung und der für fast alle Standorte typischen gelben Blüte. In der Kultur stellen diese Pflanzen vom Rio Caine keine besonderen Ansprüche. Wurzelecht und hart gezogen bleiben sie gedrungen, bringen eine gute Bedornung und reiche Blüte; bei “open-air”-Stand tendieren sie in der Färbung eher zu einer dunkelgrün-bräunlichen Epidermis. Die Vermehrung ist denkbar einfach, denn fast alle diese Formen kindeln stark, wobei Sprosse hier die Eigenart haben, bereits an der Mutterpflanze Wurzeln zu bilden. Schließlich sei auf den Artikel auf Seite 53 verwiesen. Günther Fritz Foto: Wolfgang Krahn

Inhalt :

Günther Fritz

Versuch einer Klärung der Verwandtschaft von Sulcorebutia breviflora

53

Lothar Diers

Bemerkungen zu den Gedanken des "Arbeitskreises Discocactus" über Discocactus pseudolatispinus

56

Aus anderen Fachzeitschriften

Holger Schönfeld

Kaktus — Nordische Kakteen-Gesellschaft

57

Erstbeschreibung

Walter Weskamp

Parodia krahnii

58

ln memoriam

Werner Gietl

Prof. Dr. Kurt Schreier t

Rudolf Schmied

Allgemeine Bemerkungen und Pflegehinweise zur Gattung Huernia

61

Leserbriefe

66

Heinz Hoock

60

Kleinanzeigen

67

Die Namen der Astrophyten II

68

Kultur

Manfred Föger

Lobivia saltensis

71

Neue Literatur

Die Agaven

72

Kultur

Markus Kienhöfer

Tridentea longii

73

Ulrich Meve

Tromotriche thudichumii — eine bemerkenswerte Stapeliee mit unsicherer generischer Position

74

Versuch ein er K läru n g d e r V erw a n d tsch a ft von S u lcorebu tia breviflora BACKEBERGG ünther F Bereits 1983 berichtete ich über unsere frühe­ ren Schwierigkeiten, definitiv echtes Pflan­ zenmaterial des LAU-Fundes mit der Nr. L 980 zu erhalten. Inzwischen ist uns dies mit im­ merhin zwei unterschiedlichen Originalklo­ nen gelungen. Bei näherer Beschäftigung mit der Literatur und den Pflanzen ergaben sich überraschende Feststellungen und Folgerun­ gen. Aus der Nähe des Rio Caine sind uns Pflanzen einer Gruppe von Sulcorebutien bekannt, die in den Samm­ lungen unter den drei Namen S. breviflora Backeberg, S. caineana (Cardenas) Donald, S. haseltonii (Carde­ nas) Donald verbreitet sind. In der Vergangenheit wurde allseits über eine Identität dieser drei Taxa gemutmaßt (auch: Fritz 1983); eine Synonymisierung von Rebutia caineana Cardenas und Rebutia haseltonii Cardenas unter Sulcorebutia breviflora wurde bislang allerdings nicht vorgenommen. Wichtiger als die Namen - wie sich zeigen wird - sind hingegen die Pflanzen mit den verschiedenen Feldnummern und unser Wissen, wo sie in etwa gesammelt wurden. Fast alle Funde kommen von La Viña am Rio Caine.

Dies sind - WR 198 - hier kennen wir den exakten Standort leider nicht. Oeser (1984) gibt an, R ausch habe die Pflanzen “von Tarata kommend” gesammelt, demnach also auf der nördlichen Seite des Flusses; - WK 167 - nur wenig westlich von La Viña an der Engstelle des Rio Caine, Grenze der Provinzen Bilbao und Tarata (Arce); soweit uns bekannt ist, kommen diese Pflanzen aus etwas tieferen Lagen im Vergleich zu WR 198; - L 980 ungefähr 8 km vor La Viña von Tarata kommend in den Bergen südlich der Straße Von der südlichen Seite des Rio Caine stammen die weiteren Funde: - L 313 ca. 8 km südöstlich von La Viña; - L 315 ca. 16 km südöstlich von La Viña; - L 314 ca. 24 km südöstlich von La Viña (dies ist die bis dato südöstlichste, uns bekannte Form aus dieser Verwandtschaft).

Sulcorebutia caineana WR 198 - Foto: Willi Gertel

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1. Sulcorebutia brevißora WK 382/1 - 2. Sulcorebutia breviflora WK 382/2 - 3. Sulcorebutia brevifora, Cardenas-Material - 4. Sulcorebutia caineana WR 198 - 5. Sulcorebutia caineana WR 198 - 6. Sulcorebutia caineana L 314 - 7. Sulcorebutia caineanaL 314 - 8. Sulcorebutia caineana L314 - 9. Sulcorebutia caineanaL 980. - Fotos: Willi Gertel (Abb. 1,2,4,6,7,8,9); Günther Fritz (Abb.3); Hans-Josef Klinkhammer (Abb.5)

Diese Angaben stammen von Alfred La u selbst (La u 1981 und briefliche Mitteilung aus 1982). Demnach hat er seine Pflanzen auf den höchsten Stellen der Berge gesammelt, die “diagonal, wie eine schiefe Tischplatte, hoch hinaus ragen”. Diese Berge seien durch Trockentäler und kleine Schluchten voneinander getrennt. Insgesamt habe es sich um eine Strecke von 20-25 km gehandelt. Ebenfalls als S. breviflora bezeichnet sind die von S w o b o d a und A ugustin gesammelten HS 144 und HS 144a; als Fundort für beide ist lediglich “La Viña” angegeben, wobei sich HS 144a nur durch “längere Dornen” auszeichnen soll. Von der von V a s q u e z gefundenen Form unter der Nr.

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RV 372 ist uns kein Fundort bekannt; der offensicht­ lich einzige, wenig verbreitete Klon, den wir kennen, fällt durch seine extrem derbe und lange Bedornung völlig aus dem Rahmen; Wolfgang Krahn (briefliche Mitteilung aus 1987) betont aber, die habituelle Streu­ ung seiner diversen Klone sei ähnlich der WR 198; dies könnte bedeuten, daß V asquez einmal mehr an einem der RAUSCH-Standorte gesammelt hätte. Interessant erscheint mir insgesamt, daß die uns be­ kannten Pflanzen aus den jeweiligen Populationen ziemlich einheitlich sind, läßt man mal WR 198 und ggfs. RV 372 außer betracht. So berichtet Oeser (1984), daß am Standort von S. caineana WR 198 un­ terschiedlichst bedornte Formen beobachtet (und

Sülcorebutia haseltonii, Cardenas- Material - Foto: John Donald bei Roanoke’s Nursery, England, 1963 oder 1964

gesammelt) worden seien. Die vermehrten Klone der WR 198 variieren hingegen viel weniger, die Epider­ mis ist zumeist grasgrün, die Bedornung ist vielleicht etwas derber als die der LAU-Pflanzen, auch etwas stärker abstehend. Bislang wurden gelbe bis goldgelbe Blüten beobachtet. Gut von allen anderen Formen abzutrennen ist die WK

167 von Wolfgang K r ahn, deren Epidermis graugrün ist, die Bedornung ziemlich dünn und abstehend (“besig”), die Blüte zierlich und (zitronen-) gelb. Die entsprechenden Angaben zu den Merkmalen der Pflanzen aus den von L au gefundenen Populationen lauten lt. Oeser (1984; Zusammenfassung und Ergän­ zungen vom Verfasser):

Epidermis

Bedornung

Blüte

L 313

leuchtendgrün

anliegend bis etwas ab­ stehend, teils verwoben, bräunlich-weiß

zitronengelb bis gelb, teils mit rötlichen Schuppen an Röhre und Perikarpell

L 315

dunkelgrün bis graugrün

anliegend, selten mit Mitteldorn, bräunlich-weiß

zitronengelb bis gelb, zierlich, Röhre ziemlich schlank, immer mit roten Schuppen

L 980

gräulichgrün, dunkel

eng anliegend, pektinat, bräunlich-weiß

gelb, rötliche Schuppen an Röhre und Perikarpell (Oeser berichtet an gleicher Stelle von einer Sämlings­ pflanze mit roter Blüte)

L 314

leuchtendgrün bis graugrün

anliegend, fein oder etwas derber, weiß bis braun, auch gelb oder rosa-bräunlich

gelb mit rötlichen Schuppen an Röhre und Perikarpell, auch rot, magenta, teils mit weißem Schlund, und weiß (es sind zwei Originalklone mit weißer Blüte bekannt)

Schluß folgt !

Günther Fritz Burg-Windeck-Straße 17 D-5227 Windeck 1

55

B em erkungen zu den G edanken des “A rbeitskreises Discocactus” Über Discocactus pseudolatispinus DIERS & ESTEVES Lothar Diers Zu den in dieser Zeitschrift (K önigs 1988) publizier­ ten Darlegungen des “Arbeitskreises Discocactus” müssen Anmerkungen gemacht werden, damit sich nicht irrige Vorstellungen bei den Liebhabern, die ja weitaus in der Mehrzahl Nichtbotaniker sind, festsetzen. Die Beschreibung von Discocactus pseudolatispinus erfolgte nach 7-jährigem Studium repräsentativer Standortpflanzen im Succulentarium sowie des sehr reichhaltigen Pflanzenmaterials in Brasilien, verbunden mit intensiven Feldforschungen durch den Juniorautor Es t e v e s Pe r e i r a (E.P.). Wenn auch der Seniorautor (L.D.) anfangs der Meinung zuneigte, die Sippe E - l l l als infraspecifisches Taxon von Discocactus latispinus Buining et Brederoo aufzufassen, so überzeugten ihn vor allem die Ergebnisse der Standortforschungen von Es t e v e s Pe r e i r a und die hier vorgenommenen blütenanatomischen Untersuchungen, daß es nach dem Stand der bisherigen Kenntnisse angemessen sei, diese Sippe als eigenständige Art festzulegen (D i e r s und Es t e v e s , 1987). In dieser Publikation wurden die Beobachtungen und Untersuchungen von B r a u n an Discocactus latispinus berücksichtigt (B r a u n 1981), schon um die Variabilitätsbreite dieser Art möglichst weit zu fassen. In der zitierten Veröffentlichung (B r a u n 1981) weist der Verfasser ausdrücklich daraufhin, daß die von ihm und He i m e n entdeckten Pflanzen mit der Sammelnummer HB 5 nicht vom Typstandort des Discocactus latispinus stammen, sondern von einem ca. 70 km nördlich gelegenen Fundplatz. Wenn auch in der Sproßbeschaffenheit und Bedornung eine beträchtliche Variabilität der HB 5-Exemplare festzustellen sei, so wird sogar zweimal bemerkt (S. 253), daß der Blütenbau stets einheitlich und der Beschreibung von Discocactus latispinus entspricht. Detaillierte Befunde über den Blütenbau werden zwar nicht mitgeteilt, aber die eindeutigen Ausführungen lassen nur den Schluß zu, daß alle untersuchten Blüten der HB 5Pflanzen eine offene Nektarkammer, also keine Haare im Bereich der Primärstamina zeigten, d.h. in völliger Übereinstimmung mit der Originalbeschreibung von Discocactus latispinus durch B u i n i n g und B r e d e r o o . Dagegen besitzen die bisher untersuchten Blüten von Discocactus pseudolatispinus stets eine geschlossene Nektarkammer, d.h. einen stärker oder schwächer ausgebildeten Haarkranz an den Basen der Primärstaubblätter. Im Aufsatz des Arbeitskreises “Discocactus” wird außerdem angeführt, daß der “Haarkranz oberhalb der Nektarkammer” als unterscheidendes Merkmal von Discocactus-Sippen keinerlei Bedeutung mehr haben könne, weil bei Discocactus prominentigibbus Diers

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et Esteves Pflanzen sowohl mit als auch ohne Haar­ kranz Vorkommen. Diese Meinung erscheint aus wis­ senschaftlicher Sicht unverständlich. Denn das Merk­ mal “geschlossene bzw. offene Nektarkammer” hat sich in der Gattung Discocactus als ein geradezu erstaunlich festes Merkmal erwiesen. In den Jahren 1984-1986 wurden von uns (D iers, Kamp , W ilczek) 44 Populationen bzw. Sippen u.a. auch daraufhin untersucht; nimmt man dazu alle anderen bisher be­ schriebenen Taxa, nämlich 36, so ergeben sich insge­ samt 80 Populationen bzw. Sippen. Von diesen weisen 78 das Merkmal alternativ auf, d.h. es gibt entweder eine geschlossene oder eine offene Nektarkammer. Nur bei 2 Sippen, nämlich Discocactus prominenti­ gibbus und Discocactus subviridigriseus Buining et Brederoo steht eindeutig fest, daß es innerhalb dersel­ ben Population fließende Übergänge zwischen offe­ ner bzw. geschlossener Nektarkammer gibt. Über die Sonderstellung von Discocactus subviridigriseus wird an anderer Stelle berichtet. Bei einer dritten Sippe, nämlich Discocactus multicolorispinus Braun et Brederoo konnten ähnliche Verhältnisse vorliegen. Jedoch gibt es nach unseren vorläufigen Befunden Hinweise dafür, daß bei der zuletzt erwähnten Species dieses Merkmal an reichhaltigem Material einwand­ freier Herkunft vom Typstandort noch einmal sorgfäl­ tig nachuntersucht werden sollte. In der Beschreibung von Discocactus prominentigibbus wird ausdrücklich betont, daß die Art gerade im Hinblick auf das Merk­ mal “offene” bzw. “geschlossene Nektarkammer” eine Übergangs Stellung einnimmt. Denn bei dieser Species vermischt sich offensichtlich die genetische Basis für das diskutierte Merkmal; hier kommt von zwei genetisch gegensätzlich ausgestatteten Arten­ gruppen jeweils das Gen-Material so zusammen daß eine variable Ausbildung des betreffenden Merkmals (Haarkranz) auftritt. Eine solche variable Merkmals­ ausprägung erscheint bei anderen Discocactus-Sippen, die eine Zwischenstellung zwischen bekannten Arten oder Artengruppen aufweisen, durchaus mög­ lich. Nur ist sie gewiß selten. Denn sonst müßte man bei den vielen daraufhin untersuchten DiscocactusSippen schon häufiger daraufgestoßen sein. Diese Seltenheit wiederum spricht geradezu für die Berech­ tigung, das betreffende Merkmal u.a. als mitentschei­ dendes taxonabgrenzendes Kriterium zu verwenden. Wenn der Arbeitskreis “Discocactus” in seinem Auf­ satz betont, daß die “Erscheinungsformen gerade die­ ser Gruppe” (gemeint ist Discocactus latispinus) sehr groß sind, so kann das nach unseren Befunden nur bestätigt werden. Leider wird nichts über entsprechen­ de blütenmorphologische, geschweige blütenanato­ mische Untersuchungen und Ergebnisse mitgeteilt.

Man muß daraus den Schluß ziehen, daß nur nach der “Erscheinungsform”, also dem Habitus der Pflanze geurteilt wurde. Bei hochsukkulenten Pflanzen wie den meisten Cactaceen, die eine sehr starke Reduktion der vegetativen Organe zeigen, ist eine solche Betrachungsweise nicht nur sehr einseitig, sondern in den Folgerungen höchst gefährlich und schnell irrefüh­ rend. Dagegen sind die generativen Organe, Blüte und Frucht mit Samen, bei diesen hochsukkulenten Pflan­ zen nicht reduziert sondern typisch wie bei den mei­ sten anderen Blütenpflanzen ausgebildet. Daher sind Blütenmerkmale, so wie es in der Taxonomie und Systematik bei anderen Pflanzenfamilien üblich ist, unbedingt zu berücksichtigen. Wollte man sich bei Cactaceen nur auf die Erscheinungsformen des Spros­ ses beschränken, so könnte man zu recht merkwürdi­ gen Schlußfolgerungen kommen. Es gibt z.B. bei Rebutia albopectinata Rausch (Sippe FR 758) und Lobivia sublimiflora Backeberg (Sippe W.R ausch 26) Formen, die habituell, d.h. hinsichtlich Sproßbe­ schaffenheit wie Berippung, Bedornung usw. nicht unterscheidbar sind. Bei diesem Beispiel bewegen wir uns schon nicht mehr in derselben Gattung sondern in zwei verschiedenen Genera! Außerdem sei für die Nichtbotaniker noch der Hin­ weis gestattet, daß bei anderen Familien der Blüten­ pflanzen noch viel subtilere Merkmalsausprägungen als arttrennend herangezogen werden. Zum Beispiel lassen sich in der Familie der Poaceae (Süßgräser) bestimmte Arten der Gattung Festuca nur durch einge­ hende Untersuchungen von Blattquerschnitten deter­ minieren. Abschließend müssen noch einige Zweifel an der wissenschaftlichen Zuverlässigkeit des Pflanzenma­ terials, das dem Arbeitskreis “Discocactus” zur Verfü­ gung steht, geäußert werden. Durch die Freundlichkeit von Günther Königs erhielten wir vor Jahren Disco­ kakteen “einwandfreier Herkunft und zuverlässiger Bestimmung” aus diesem Arbeitskreis. Inzwischen sind die Pflanzen herangewachsen, und in einigen Fällen haben sie sich eindeutig als etwas völlig ande­ res entpuppt als das, was sie nach den Etikettenauf­ schriften sein sollten. Literatur:

BRAUN, P.: (1981): Ein Beitrag zur Verwandtschaftsgruppe Discocactus latispinus, D. pulvinicapitatus und D. spec. HU 461, Kakt.and.Sukk. 32 (11) : 249-253 DIERS, L, ESTEVES PEREIRA, E. (1987): Discocactus pseudolatispinus Diers et Esteves, Eine neue Art aus Minas Gerais, Brasilien. Kakt. and Sukk. 38 (10) : 242-247 KÖNIGS, G., (1988): Einige Gedanken zur Neubeschreibung von Discocactus pseudolatispinus Diers et Esteves, Kakt. and Sukk. 39 (9) : 202

Prof. Dr. Lothar Diers Succulentarium Universität Köln

AUS ANDEREN FACHZEITSCHRIFEN Kaktus - Nordische Kakteengesellschaft 23 (1) : 1-25. 1988 In seiner Serie über Mammillarien berichtet Finn Larsen dies­ mal über die Series Stylothelae, Proliferae, Lasiacanthae, Sphacelathae und Decipientes. - Gunnar Ravn stöhnt über das Namenswirrwarr bei den Pflanzennamen in Fachliteratur und Samenlisten. - Über seine Fensterbrettsammlung mit 350 Pflanzen verschiedener Gattungen berichtet Erik Larsen. Hanna E. Hansen schreibt von der Schwierigkeit ein neues Gewächshaus einzurichten, und welche familiären Probleme dabei aufkommen können. - Echinocereus delaetii wird von Mats Eriksson vorgestellt und Harry Johannsen stellt Commi­ phora abessinica vor. - Eine Reise zu verschiedenen engli­ schen Sammlungen beschreibt G. Ravn. - Einen Besuch des Vogel- und Kakteenparks “Los Pajaros” auf Mallorca schlägt H.Erritzöe vor. - In Kurzfassungen werden Rebutia albopectina­ ta und Ferocactus acanthodes von Nilsson bzw. E. Holm vorgestellt.

23 (2) : 26-48. 1988 Finn Larsen setzt seine Serie über die Gattung Mammillariafort mit einem Beitrag über die Series Heterochlorae, Poiyacanthae. Supertextae, Leucocephalae, Macrothelae und Polyedrae. - Einen kleinen Blütenkalender stellt Hanne E.Hansen vor. - P. Brandt Pedersen berichtet über den Aufbau seines neuen Gewächshauses sowie über einige Arten der anderen Sukkulenten. - Über die Gattung Neolloydia schreibt Mats Eriksson. - B. Kjempff stellt ein neues Kakteenbuch vor, das in dänischer Sprache erschienen ist. - Über eine Zählung von Kakteen und anderen Sukkulenten aus der Liste 1 des Washingtoner Artenschutzabkommens, die bei Mitgliedern der NKS stehen, berichtet P.B.Pedersen. Er bedauert, daß nur so wenig Mitglieder bei der Zählung mitgemacht haben.

23 (3) : 49-72. 1988 Finn Larsens Serie über Mammillarien wird abgeschlossen mit Beiträgen über die Verbreitung der Pflanzen sowie über Kultur­ erfahrungen mit der Gattung. - Jytte Thybo gibt einen Bericht der Jahreshauptversammlung 1988 ab. - Mats Eriksson stellt Neolloydia valdeziana und N. pseudopectinata vor. - Gordon Rowley schreibt über die endemisch auf Hawaii wachsende Sukkulente Brighamia. Wie es mit ihrer Kakteensammelleiden­ schaft anfing, beschreibt Brita Madsen - und Hanna E. Hansen berichtet über den Ärger mit Ameisen in ihrem Gewächshaus.

23 (4) : 73-96. 1988 Peter B. Pedersen bedankt sich beim Redakteur des Blattes B. Kjempff für seine Mitarbeit. Neue Redakteurin wird Hanna E. Hansen, die sich in diesem Heft vorstellt. - Carla Wolter stellt Gymnocalycium saglionis vor und ergänzt ihren Bericht mit einer Federzeichnung der Pflanze auf der Titelseite. - Über Rebutia pygmaea var. friedrichiana berichtet Mats Eriksson. Finn Larsen schreibt über seine Erfolge bei der Aussaat von Kakteen, Sukkulenten und anderen Pflanzen. - Bei der NKS ist die Mitgliederbetreuung auf verschiedene erfahrene Sammler aufgeteilt. Fünf Betreuer werden hier vorgestellt. - Georg A. Sydow berichtet über Agaven in Europa. Seine Nachforschun­ gen gehen bis ins fünfte Jahrhundert. - Über verschiedene Pflanzen seiner Sammlung wie Sarcocaulon, Tylecodon, Espostoa und Pilosocereus schreibt Peter B. Federsen, - und Tips zur Pflege von Blattkakteen gibt Tommy Struck. Holger Schönfeld

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ERSTBESCHREIBUNG Parodia krahnii (UG Protoparodia)

weskamp

Walter Weskamp

Diese neue Art kam zunächst unter dem Namen Paro­ dia taratensis Cardenas zu uns, doch hat sich heraus­ gestellt, daß es nicht diese Art ist sondern eine Neu­ heit, die in die UG Protoparodia gehört. Allerdings war es ein weiter Weg, bis ich zu dieser Erkenntnis gelangte. Ich erwarb das vorliegende Exemplar 1965 von der Firma U hlig. Erst Jahre später, nachdem es an Länge zugelegt hatte, verglich ich meine “Parodia taraten-

sis” mit den von Ca r d e n a s gegebenen Habitusangaben für seine Art. Da kamen mir erstmals die Zweifel, hatte doch mein Stück mehr als doppelt so viele Randdornen. Die dann endlich erschienenen Blüten bestätigten, daß K r a h n eine neue Art entdeckt hatte. Von Anzaldo war Kr a h n über eine schlechte Wegstrecke (kilometerweit durch ein trockenes Flußbett) bei der kleinen Ansiedlung La Viña auf den Rio Caine gestoßen. In den dortigen steilen Hängen aus Rotsandstein ist die recht kleine Population angesiedelt. Die Art bevorzugt feuchte und überhängende Felsen und ist nur schwer zu erreichen. Schwierig wurde es nun, für Parodia krahnii die nächste Verwandte zu finden, gibt es doch in der ganzen weiten Umgebung nur sehr wenige Parodien. Die weiter flußabwärts (ca. 50 km Luftlinie) stehende Parodia punae Cardenas sowie Parodia laui Brandt und die im Tal des Rio Mizque vorkommende Parodia hausteiniana Rausch waren noch die nächsten, sie entfielen aber allesamt. Eine gewisse habituelle Ähnlichkeit besteht mit der allerdings weit ent­ fernten (ca. 330 km) Parodiaprocera Ritter. Beide haben einen hohen Wuchs und die gleichen leicht spira­ lig herablaufenden Rippen. Sie blü­ hen zur gleichen Zeit im zeitigen Frühjahr als erste Protoparodien in meiner Sammlung. Beide bilden zudem bewurzelte Sprößlinge aus, eine bei Parodien seltene Eigenart. Die eine zwar ein Stückchen über der Basis und bis zur Körpermitte, die andere dagegen nur am Grunde, selten auch bei Arten dieser Unter­ gattung, daß bei beiden die Borsten an der Blütenröhre bis oder fast bis zum Fruchtknoten reichen (geringe Akrotonie). Gravierend sind die Unterschiede, einmal schon bedingt durch die Entfernung der beiden Standorte, dann die Blüten, die bei Parodia krahnii zu 8-10, einmal im Jahr im Kranz erscheinen, während die viel größeren der Parodia procera mehrmals den ganzen Sommer bis zum Herbst erscheinen. Dazu kommen noch die großen Unter­ schiede bei den Samen, die bei der einen Art nahezu um die Hälfte klei­ ner sind als bei der anderen.

Parodia krahnii - Foto: Babo

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Landschaft am Rio Caine bei La Viña - Foto: W. Krahn

Um nun die verwandtschaftlichen Bindungen zwischen den beiden festzustellen, lag nichts näher, als mit den Pollen von Parodia procera die Blüten von Parodia krahnii zu bestäuben. Vier prall mit Samen gefüllte Früchte gingen aus diesem “Verhältnis” hervor. Bliebe noch zu sagen, daß Kr a h n am Standort dieser Art keinerlei habituelle Unterscheidungen sah. Mehrere 10-12 jährige Sprosse, die ich von dem Sammler erhielt, bestätigten seine Beobachtung. Vielleicht interessiert in diesem Zusammenhang auch, ob inzwischen das Vorkommen von Parodia taratensis bekannt geworden ist. Als K r a h n 1986 wieder in Bolivien war, hörte er dort von seinem Begleiter Edgar A g u i l a r , einem Mitglied der bolivianischen Kakteenfreunde, daß dieser die von Ca r d e n a s publizierte Art in der Umgebung der Ortschaft Izata aufgefunden habe. “Am Wege von Tarata zum Rio Caine”, so hatte C a r d e n a s den Standort angegeben. Kr a h n hätte nicht den sehr schlechten Weg über Anzaldo nach La Viña, sondern die ebenso unmögliche Strecke über Izata zum Fluß gehen müssen. Aber dann hätten wir die schöne Parodia krahnii vielleicht nie kennengelemt. Körper säulig, 30 cm hoch, 8 cm dick, nach oben verjüngt, Epidermis olivgrün; Scheitel leicht eingesenkt, weißfilzig; Areolen fast bis zur Basis stark weiß wollig; Rippen 13, etwas spiralig herablaufend, 10 mm hoch; Höcker relativ klein; Randdornen 20 25, gerade bis gebogen, abstehend, 12-15 mm lang, weiß mit ockerfarbener Spitze, wenig unterhalb des

Scheitels nur ockerfarben, im oberen Viertel der Areole befinden sich keine randlichen Dornen; Mitteldor­ nen 4, kreuzförmig, der obere, mit bis 30 mm meist der längste, ist häufig gehakt, der untere ist an der Spitze stark gekrallt und bis 25 mm lang, die beiden seitlichen gerade, bis 20 mm lang, alle mittleren im Scheitel braunocker, dann in ocker (also heller werdend) übergehend, die ältesten dunkelviolettbraun. Blüte innen und außen gelb; Fruchtknoten olivgelb, ganz mit gelben Schüppchen besetzt, in weiße Wolle gehüllt; Röhre dickfleischig, strohgelb, 7 mm unten, 10 mm ∅ oben, 15 mm lang, weiße Wolle in allen Kelchareolen, 1-2, unten kürzere, oben längere dunkelbraune Borsten, die vereinzelt fast bis zum Fruchtknoten herablaufen; Schuppen zunächst winzig und gelb, schlundnah dann bis zu 1 mm lang und jetzt rot, spitz; Blütenblätter lanzettlich, abgerundet bis zugespitzt, 8 mm lang, 3 mm breit; Staubfäden gelb; Staubbeutel mattgelb; Griffel 20 mm lang, mattgelb, glatt, Narben 6, mattgelb, 1 mm lang. Frucht hartschalig, 5 mm ∅, grün, bei Reife mattbraun, ganz in kurze weiße Wolle gehüllt, mit ca. 30 Samen gefüllt, unten abreißend. Samen 0,9 mm lang, 0,7 mm breit, halbrund, am Hilum etwas aufgebogen; Testa schwarz, mattglänzend, mit kleinen Höckerchen besetzt; Strophiola 0,15 mm vorspringend, meist kegelförmig, weißgelblich. Heimat: Bolivien, Departement Cochabamba, Provinz Tarata, bei La Viña am Rio Caine, 2200 m hoch, Von Wolfgang K rahn im Mai 1964 entdeckt. Farbangaben nach der Tabelle von Ost w a ld .

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Prof. Dr. Kurt Schreier t Am 1.11.1988 verstarb unerwartet in Fürth Professor Dr. Kurt S chreier im alter von 69 Jahren. Noch auf der letzten Jahreshauptversammlung der DKG war er für die 25-jährige Mitgliedschaft geehrt worden. Ihren Anfang hatte seine Liebe zu den Sukkulenten in Heidelberg genommen. Professor S chreier war dort an der

Universitätskinderklinik als Oberarzt und Professor für Kin­ derheilkunde tätig. Schon immer war er ein Pflanzenliebha­ ber gewesen, schöne Blüten hatten es ihm angetan. Sein Interesse für die Sukkulenten wurde wohl geweckt durch die unmittelbare Nachbarschaft der Kinderklinik zum Botani­ schen Garten und durch stachelige Pfleglinge, die er von seinem Cousin, dem Kakteenkenner Dr. H egenbart aus Marktredwitz, erhielt. Erst einmal angesteckt, schloß sich Professor S chreier den Heidelberger Kakteenfreunden und der DKG an.

IN MEMORIAM Anfang 1966 wurde Professor S chreier zum Chefarzt der Städtischen Kinderklinik in Nürnberg ernannt und leitete sie bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1984. In diesem Zeit­ raum entwickelte er sie zu einer der bestausgestatteten kommunalen Kinderkliniken der Bundesrepublik. Er schrieb ein Lehrbuch über angeborene Stoffwechselkrank­ heiten, seinerzeit das einzige in Deutschland. Als anerkann­ ter Fachmann der Kinderheilkunde war er häufig zu Kon­ gressen in aller Welt eingeladen. Solche Gelegenheiten nutzte er stets zu botanischen Exkursionen. Auf vielen Reisen erforschte er die Heimat der Sukkulenten. In kurzer Zeit erwarb er sich ein umfangreiches Wissen, vor allem über Mammillarien, chilenische Kakteen und Conophyten. 1969 wurde er als Mitglied in die IOS berufen. Er war immer bestrebt, seine Kenntnisse und Erfahrungen weiterzugeben. Davon zeugen viele Beiträge in verschiedenen Fachzeit­ schriften. Allein in der KuaS erschienen von ihm zwischen 1969 und 1983 zwanzig, teils mehrteilige Artikel. Ein Genuß waren seine anschaulichen Reiseberichte. Bei vielen Vorträ­ gen auf großen und kleinen Tagungen konnte man ihn als meisterlichen Fotografen und Erzähler erleben. Professor S chreier war ein umfassender Pflanzenkenner. Neben den Kakteen befaßte er sich ganau so intensiv mit den Orchideen. Seine reichen Erfahrungen von den Standorten ließen ihn um die Zukunft dieser beiden Pflanzenfamilien besorgt sein, wie er es in seinem vorletzten Beitrag in unserer Zeitschrift, “Sind die Tage der Kakteen Mexikos gezählt?” (Heft 3/83), eindringlich darstellte. Trotz seiner arbeitsreichen Stellung engagierte er sich in er Ortsgruppe Nürnberg der DKG von 1970 bis zu seinem Tode als 2.Vorsitzender. Mit Vorträgen und mitgebrachten Rari­ täten gestaltete er viele Treffen, seine Verbindungen in alle Welt ermöglichten der Ortsgruppe manch seltenen Kakteen­ genuß durch Gäste und auf Fahrten. Für jeden hatte Professor S chreier den guten Rat, das passende Wort. Doch nicht nur sein Wissen hat er großzügig weitergegeben, sondern auch manch seltene Pflanze aus seiner umfangreichen Sammlung für ein Dankeschön. So wird “der Herr Professor” vor allem bei den nordbayerischen Kakteenfreunden, besonders aber bei der Ortsgruppe Nürn­ berg, deren Ehrenmitglied er war, noch lange in dankbarer Erinnerung bleiben. Werner Gietl Kreuzsteinweg 80 D-7510 Fürth

Parodia krahnii Weskamp spec. nov. Corpus columnare, 30 cm altum, 8 cm latum, colore viridi olivarum; vertex paulum depressus lana alba. Areolae 10 mm distantes, omnae tectae lana alba. Costae 13 tortellae, 10 mm altae tubercula parva. Aculei marginales 20-25, recti, flexi, 12-15 mm longi, albi, ad superiorem partem clarifuscati, posterior omnes clari-fuscati, in superiore quadrante non aculei marginales sunt. Aculei centrales 4, cruciati, fuscati usque ad pulli, summus 30 mm longus, plerumque hamatus, inferior ungulatus et 25 mm longus, aculei a latere recti, 20 mm longi. Flos luteus est. Pericarpellum luridum, penitus squamis flavis ornatum, lana alba obductum est. Receptaculum crassum, luteum, in inferiore parte 7 mm ∅ , in superiore parte 10 mm 0,15 mm longus, omnes areolae floris lana alba et 1-2 setis fuscis ornatae sunt. Squamae minutae, flavae, iuxta faucem floris 1 mm longae, acutae, rufae sunt. Folia lanceolata, 8 mm longa, 3 mm lata; stamina lurida; antherae subalbae; stylus 20 mm longus, subalbus, levisque. Stigmata 6, subalba, 1 mm longa. Fructus cute dura, complenus ad 30 grana seminis, 5 mm ∅ , viridis, ad maturitatem subfuscus, lana alba obductus, in inferiore parte abrumpens.

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Kakteen und andere Sukkulenten 40 (3) 1989

Semen 0,9 mm longum, 0,7 mm latum, paulum depressum, testa nigra, subpolita, verrucosa verrucis oblongis; strophiola parva, conica, 0,15 mm provenita, subflava. Patria: Bolivia, provinciaTarata, prope oppidum La Vina, flumini Rio Caine appositum, in altitudine 2200 m. Exemplar ab Wolfgang Krahn inventum 1964. Holotypus cult, in coli. Weskamp, depositus in herbario instituti botanici universitatis vindobonensis (WU). Übersetzung der lateinischen Diagnose: Wolfgang Heyer.

Walter Weskamp Siedlerkamp 1 D-2300 Kronshagen

Allgemeine Bermerkungen und Pflegehinweise Rudolf Schmied

zur Gattung Huernia R. BROWN

Nachdem in dieser Zeitschrift bereits verschiedene Huernien in Wort und Bild vorgestellt wurden (S c h m ied 1987), soll an dieser Stelle noch etwas näher auf die allgemeinen Merkmale dieser Gattung eingegangen werden. Vielen Lesern liegt jedoch besonders daran, mehr über die Kultur der Huernien zu erfahren. Auch dem soll in diesem Beitrag verstärkt Rechnung getragen werden. Vieles was es hier zur Kultur zu sagen gilt, kann auch auf die meisten anderen Gattun­ gen der Unterfamilie Stapelieae übertragen werden. Die Gattung Huernia wurde 1809 von Robert B r o w n aufgestellt. Er benannte sie zu Ehren von Justus H e u r n iu s , einem holländischen Missionar, der sich für die Einführung von Stapelien in europäische Sammlungen verdient machte. Durch einen Schreibfehler entstand der Gattungsname Huernia. Das Verbreitungsgebiet der Huernien umfaßt Südund Ostafrika, Äthiopien und den arabischen Raum. Hier wachsen die Pflanzen meist im Halbschatten von Gebüsch. Huernien sind Stammsukkulenten, die sich an der Basis verzweigen. Die überwiegend vier- bis fünfkan­ tigen Sprosse wachsen niederliegend, am Ende auf­ steigend. Durch Wurzelbildung an den der Erde auf­ liegenden Sproßunterseiten werden die vom Zentrum nach außen wachsenden Pflanzenteile vom primären

Wurzelsystem unabhängig. Es bilden sich größere Rasen. Das Zentrum kann im Laufe derZeit absterben. Blüten erscheinen an der Basis junger Sprosse einzeln, seltener zu mehreren. Aus diesem Punkt entspringen gewöhnlich während mehrerer Monate immer wieder neue Blüten. Diese sind am Grunde glockig und tragen häufig einen auffälligen, wulstartigen Ring. Die Coro­ na im Zentrun ist ringförmig. In den Buchten der Kronzipfel finden sich Zwischenzipfel, die der Blüte mancher Art ein zehneckiges Aussehen verleihen, wie

Huernia macrocarpa var. penzigii - eine sehr blühwillige Pflanze

Kakteen und andere Sukkulenten 40 (3) 1989

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Eine nicht näher bestimmte Huernia, vermutlich eine Hybride (erhalten als H. barbata)

am Beispiel von Huernia macrocarpa zu sehen ist. Sie können aber auch so unscheinbar sein, daß man sie, wie Huernia pillansii, gewöhnlich übersieht. Die Fünfteilung der Blüte setzt sich im Zentrum fort, was sich besonders auch an der für die Bestimmung von Asclepiadaceen wichtigen Corona zeigt. Die Bestäubung der Huernien erfolgt durch Insekten, die zwei durch einen Klemmkörper verbundene Polli­ nien zur nächsten Blüte tragen. Die Früchte sind paar­ weise angeordnete, hornförmige Gebilde, die große, flache, mit Flughaaren versehene Samen enthalten. In unseren Sammlungen fällt auf, daß Stapelien häufig Früchte ansetzen, Huernien dagegen kaum, wenn keine gezielte Bestäubung erfolgt. Anscheinend lockt der schwache Aasgeruch der Huernien nur selten Fliegen an. So ist die rund 50 Arten umfassende Gattung der Huernien auch für Zimmersammlungen recht gut geeignet. Die abwechslungsreich geformten und gezeichneten Blüten erreichen je nach Art 2 bis 6 cm Durchmesser. Bei uns reicht die Hauptblütezeit etwa von Juni bis Oktober, mit besonderem Schwer­ punkt Juli-September. Die Einzelblüte bleibt häufig länger als eine Woche, Tag und Nacht geöffnet. Huernien sollten in gut durchlässige Erde gepflanzt werden. Da Blüten nur an jungen Trieben entstehen, ist ein ausreichender jährlicher Zuwachs Voraussetzung für Blüten. Die Vegetationszeit beginnt im April. Bis Juni sollte der Wuchs durch mäßige Stickstoffgaben angeregt werden, was ungefährlicher ist als sehr humose Erden. Später ist mehr phosphor- und kalium­

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betont zu düngen. Auch Magne­ siumgaben sollen günstig sein. Als Pflanzgefäße wären große flache Schalen dem natürlichen Wuchs entsprechend geeignet, doch würde diese Kulturweise innerhalb weni­ ger Jahre zu einem kaum realisierba­ ren Platzanspruch führen. Da außer­ dem alte Sprosse nicht blühen, ist die Kultur kleiner Pflanzen in Töpfen von 6-8 cm günstiger. Nach einigen Jahren zieht man aus Stecklingen junge Pflanzen nach. Stecklinge sollten an der dünnsten Stelle, näm­ lich an der Basis, abgetrennt werden. Nach einer Abtrocknungszeit von einigen Tagen steckt man sie nur flach in Erde und gibt ausreichend Schatten. Nebeln beschleunigt die Bewurzelung. Falls in einem abge­ schlossenen Kasten in gespannter Luft bewurzelt wird, sollten Fungi­ zide eingesetzt werden, um Pilzbe­ fall vorzubeugen. Gespannte Luft ist bei sehr kleinen Stecklingen von Vorteil, da diese im Sommer auch bei reichlicher Schattierung im heißen Gewächshaus leicht vertrocknen. Am Zimmerfenster bei mäßiger aber gleichmäßiger Temperatur um 20-25°C gelingt die Bewurzelung auch sehr schwieriger Asclepiada­ ceen leichter, Huernien benötigen in den Sommermo­ naten bei Aufstellung unter Glas Schattierung. Hohe Temperaturen ohne stechende Sonne werden gut ver­ tragen. Es hat sich gezeigt, daß in besonders heißen Sommern wie 1982 und 1983 ungewöhnlich viele Blüten erschienen. In den Sommermonaten sollten Huernien regelmäßig und nicht zu knapp gegossen werden. Von November bis März sind monatliche schwache Wassergaben bei Temperaturen um 1215°C günstig. Bei Überwinterungstemperaturen von 8-10°C muß auf Wassergaben weitgehend verzichtet werden. Das sattsam bekannte Übel der Asclepiadaceen, die Schwarzfäule, ist ein Schwächeparasit. Nach eigener Erfahrung tritt bei 12-15°C im Winterstand, an gele­ gentlich bewässerten Pflanzen, weniger oft Schwarz­ fäule auf als an trocken überwinterten Pflanzen bei sonst gleichen Bedingungen. Offenbar ist die Schwä­ chung durch lange Trockenheit für das Auftreten der Krankheit von größerer Bedeutung als die vermeintli­ che Schädigung durch Wassergaben in der Ruhezeit. Auch anhaltend hohe Luftfeuchtigkeit, wie sie in den Wintermonaten im Gewächshaus kaum zu vermeiden ist, begünstigt das Auftreten von Krankheiten. Durch

Schnitt durch die Blüte der angeblichen Huernia barbata

Schwarzfäule befallene Pflanzenteile sind nicht mehr zu retten. Verbliebene gesunde Sprosse können als Stecklinge neu bewurzelt werden. Zur Vorbeugung gegen Schwarzfäule wird Chinosol empfohlen. Leider muß hier auch ein Problem angesprochen werden, das die meisten Asclepiadaceensammlungen betrifft und das immer wieder Verwirrung stiftet. Es scheint mehr verkreuztes Material unbekannter Herkunft kultiviert zu werden als artreine, gesunde und korrrekt bezeichnete Pflanzen. Diese scheinen auch verstärkt unter Schwarzfäule zu leiden. Werden gesunde Sprosse bewurzelt, erkranken sie nach 1 - 2 Jahren erneut. An tierischen Schädlingen ist mit den gleichen Insekten zu rechnen, wie bei der Kakteenkultur. Außerdem kann eine Schmierlausart, die im Freien auf Apfelbäumen lebt, schnell ganze Sammlungen verseuchen. Befallene Pflanzen sterben von der Basis her ab, da die Wasserzufuhr unterbrochen ist. Außerdem kann Fäulnis einsetzen. Eine gründliche Behandlung der ganzen Sammlung mit geeigneten Insektiziden ist dringend anzuraten. Außer Kontakt- und Fraßgiften sind für Huernien auch systemische Mittel geeignet. Besagte Schmierlaus befällt übrigens auch das Wurzelsystem von Liliaceen und Apocynaceen, nicht jedoch von Cactaceen. Durch die an Topfpflanzen überwiegend unterirdische Lebensweise ist dieser Schädling den

Wurzelläusen ähnlich. Wie oben angegeben, ist Stecklingsvermehrung leicht und allgemein üblich. Auch Aussaaten bringen nach 2-3 Jahren blühfähige Pflanzen. Der Samen keimt bei etwa 25°C ohne Abdeckung nach 1 -2 Wochen. Auf Pfropfen kann bei Huernien verzichtet werden. Empfindlichere Arten, wie Huernia pillansii bekommen weniger Wasser und können dann gut auf eigener Wurzel leben. Abschließend noch ein Tip zur Stecklingsvermehrung: Man sollte unbedingt mit dem Schnitt warten, bis die Pflanzen gut in Trieb sind. Im Hochsommer kann man in wenigen Wochen gute Bewurzelung erreichen. Literatur:

SCHMIED, R. (1987): Huernien in Kultur, Kakt.and.Sukk. 38 (12) : 298-301

Rudolf Schmied Burgpflegerstraße 19 D-8904 Friedberg

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GESELLSCHAFTSNACHRICHTEN

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Deutsche Kakteen-Gesellschaft e.V., gegr. 1892 G eschäftsstelle: Nordstraße 18, 2882 Ovelgönne 2, Telefon 0 44 8 0 /1 4 08

1. Vorsitzender: Siegfried Janssen Postfach 0036, Weserstr. 9, 2893 Burhave, Tel. 0 47 3 3 /1 2 02

Die Geschäftsstelle der DKG ist in der Zeit vom 1. — 14. März wegen Urlaubs nicht besetzt.

2. Vorsitzender: Dr. med. W erner Röhre Witzelstraße 10, 6400 Fulda, Tel. 06 61 / 7 67 67 Schriftführer: Ursula Bergau Eibenweg 5, 7230 Schramberg, Tel. 0 74 2 2 /8 6 73 Schatzmeister : Jörn Kreimann Hermann - Weyl - Str. 12, 2200 Elmshorn, Tel. 0 41 21 / 9 15 51 1. Beisitzer: Erich Haugg Lunghamerstraße 1, 8260 Altm ühldorf, Tel. 0 86 31 / 7 8 80 2. Beisitzer: H ans-W erner Lorenz Helmholtzstraße 10, 8520 Erlangen, Tel. 0 91 31 / 6 49 62 Konto : Sparkasse Elmshorn ( BLZ 221 500 00 ) Nr. 86 800 Postscheckkonto P ostsch e ckam t Nürnberg Nr.345 50-850 DKG S tiftungsfond der DKG P ostscheckkonto: Postscheckam t Nürnberg Nr. 27 51 -851 Jahresbeitrag: 46 land 50 - DM.

DM, für M itglieder mit W ohnsitz im Aus­

A ufnahm egebühr: 10.— DM.

Der Vorstand der DKG Dankeschön

für all die Glückwünsche und Grüße zum Jahreswechsel, die auch in diesem Jahr dem Vorstand von Einzelmitgliedern und Ortsgruppen zugesandt worden sind. Der Vorstand der DKG Dank

Trotz meines Ausscheidens aus der Führungsarbeit der DKG sind mir zum Weihnachtsfest und Jahreswechsel wieder so viele Wünsche und Grüße von Ortsgruppen und Einzelmitglie­ dern zugegangen, daß ich diese unmöglich alle beantworten kann. Ich habe mich über diese Zeichen der Verbundenheit und Anhänglichkeit sehr gefreut und sage auf diesem Wege meinen herzlichen Dank. Kurt Petersen

EINRICHTUNGEN Geschäftsstelle: K arl-R ichard Jähne, Nordstraße 18, 2882 Ovelgönne 2, Tel. 0 44 8 0 /1 4 08 Arbeitsgruppe Astrophytum : Peter Schätzle Eisenhofstraße 6, 4937 Lage / Lippe, Tel. 0 52 32 / 44 85 ab 19.00 Uhr Arbeitsgruppe Echinocereus: Lothar Germer, Schützenhofstraße 58 a, 2900 O ldenburg, Tel. 04 41 /1 39 89 Arbeitsgruppe Gymnocalycium : Martin Brockmann Hohenzollernstraße 26, 4830 Gütersloh, Tel. 0 5241 /2 7 7 5 2 Arbeitsgruppe Literatur: Hans-W erner Lorenz Helmholtzstraße 10, 8520 Erlangen, Tel. 0 91 31 / 6 49 62 Arbeitsgruppe Neue Technologie: z.Zt. n icht besetzt Anfragen an den DKG-Vorstand. Arbeitsgruppe Parodien : Inter Parodia Kette, Hartmut Weise, Wiesenstr. 5, 3429 Obernfeld Arbeitsgruppe Philatelie: Horst Berk, Marientalstraße 7 0 /7 2 , 4400 Münster, Tel. 02 51 / 2 84 80 Bibliothek: B iblioth ek der DKG, Josef Merz, Goethestraße 3, 8702 Thüngersheim P ostscheckkonto: Nr. 3093 5 0 -6 0 1 PSA Frankfurt Diathek: Erich Haugg Lunghamerstraße 1, 8260 Altm ühldorf, Tel. 0 86 31 /7 8 80 P ostscheckkonto: Nr. 155 51 -851 PSA Nürnberg Landesredaktion: Frau Ursula Bergau Eibenweg 5, 7230 Schramberg, Tel. 0 74 2 2 /8 6 73 Pflanzennachweis : Manfred Wald Ludwig - Jahn - Weg 10, 7540 Neuenbürg, Tel. 0 70 82 /1 7 94 Redaktion der Kakteenkartei: Dr. med. W erner Röhre Witzelstraße 10, 6400 Fulda, Tel. 06 61 / 7 67 67

Diathek

Es freut mich, daß dank der Spende von Herrn Studiendirektor Heyer, Bünde, eine weitere Serie zur Verfügung steht: Serie Nr. 35 — Durch die Sammlung von Herrn Studiendir. W. Heyer, Bünde.

Die Blütezeit der Kakteen beginnt nun bald. Denken Sie bitte beim Fotografieren an die DKG-Diathek. Erich Haugg, Leiterder DKG-Diathek Ringbriefgemeinschaften

Leider habe ich den Lauf der Ringbriefe ECHINOFOSSULOCACTEEN und NOTOCACTEEN im Augenblick einstellen müssen, da nicht mehr genügend Teilnehmer vorhanden sind. Es wäre wünschenswert, wenn sich weitere Interessenten bei mir melden würden, damit die ausgesetzten Runden wieder anlaufen können. Der Start von Ringbriefen mit völlig neuen Themen ist ein weiterer Wunsch. Als Vorschlag von mir rege ich einen Ring­ brief mit dem Thema "Kakteen und andere Sukkulenten auf Briefmarken" an. Ich könnte mir vorstellen, daß ein solches Thema durchaus einige Freunde findet, da auch die von Herrn Berk ins Leben gerufene Arbeitsgruppe Philatelie großen Zu­ lauf gefunden hat. Natürlich bin ich auch für jeden anderen Themenvorschlag dankbar. Der Start eines neuen Ringbriefes ist möglich, wenn sich mindestens 4 Teilnehmer angemeldet haben. Hartmut Weise

Ringbriefgemeinschaften: Hartmut Weise, Wiesenstraße 5, 3429 Obernfeld, Tel. 0 55 27 / 13 50 Samenverteilung: Gerhard Deibel Rosenstraße 9, 7122 Besigheim -O ttm arsheim Zentrale Auskunftsstelle: Horst Siegmund Marnkeweg 40, 2858 Schiffdorf, Tel. 04 71 / 8 37 01

Redaktionsschluß für Gesellschaftsnachrichten Heft 5 / 8 9 am 20. März 1989

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DKG-Pflanzennachweis — Aufruf Frühjahr 1989

82. Jahreshauptversammlung der DKG in Kassel

Bedingt durch den Wechsel bei der Betreuung der Pflanzen­ nachweisstelle kommt der Aufruf zur Meldung von überzähli­ gen Pflanzen diesmal mit einem halben Jahr Verspätung. Wer also überzählige Kakteen oder Sukkulenten hat, kann diese bis zum 30. Mai 1989 der Pflanzennachweisstelle mel­ den. Bitte, verwenden Sie Schreibpapier im Format DIN A 4 und lassen an der linken Seite Ihrer Aufstellung einen Rand von 3 cm. Kakteen und andere Sukkulenten müssen in getrennten Listen aufgeführt werden. Bitte schreiben Sie gut leserlich und führen Sie die angebotenen Pflanzen alphabetisch geordnet auf. Außer der vollständigen Anschrift, dem Datum und Ihrer Tele­ fonnummer dürfen die Listen keine weiteren Angaben enthal­ ten, Anfragen oder sonstige Mitteilungen also auf einem geson­ derten Blatt beifügen! Weitere Mitteilungen über den zukünftigen Ablauf des Pflan­ zennachweises werden folgen. Die DKG-Pflanzennachweisstelle Manfred Wald

Vom 02. bis 04. Juni 1989 finden die Veranstaltungen der JHV der Deutschen Kakteen-Gesellschaft statt. Tagungsort für den 03. und 04. Juni 1989: Philipp Scheidemannhaus Holländische Straße 74 3500 Kassel Wir laden alle Kakteenfreunde aus dem In- und Ausland recht herzlich ein. Das Rahmenprogramm umfaßt außer interessanten Vorträgen über verschiedene Gattungen, Standortaufnahmen von der Baja California, Bolivien und Brasilien, ein Treffen der AG Philatelie, sowie den Verkauf von Pflanzen, Büchern und Zube­ hör. Das ausführliche Programm entnehmen Sie bitte den nächsten KuaS-Ausgaben. Zwecks Zimmerreservierung wenden Sie sich bitte bis späte­ stens 25. April 1989 an das Büro: Tourist Information Hauptbahnhof 3500 Kassel Tel. : 05 61 /1 34 43 und 7 87 80 06 Telex : 992 272 Telefax : 7 87 87 Gewünschte Preisgruppe: Gruppe Iab DM90,— je Bett Gruppe II zwischen DM70,— und 90,— je Bett Gruppe III zwischen DM45,— und 70,— je Bett Gruppe IV bis DM45,— je Bett Die Preise sind incl. Übernachtung und Frühstück. Geben Sie auch den Tag der An - und Abreise an. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Im Namen der Ortsgruppe Kakteenfreunde "Friedrich Ritter" Nordhessen / Kassel Wilfried Müller, 1. Vorsitzender

Neue Ortsgruppe: OG Rheingau — Rheingauer Kakteen­ freunde

In Geisenheim im Rheingau hat sich eine neue Ortsgruppe der DKG gegründet. Auf Initiative von Herrn Dr. Werner Hoffmann trafen sich schon seit Juni 1988 einmal im Monat Kakteenfreunde aus dem Rheingau. Am 1. November 1988 wurde der Beschluß gefaßt, eine neue Ortsgruppe der DKG zu gründen und einen Vorstand zu wählen. Dieser setzt sich wie folgt zusammen : 1. Vorsitzende Ute Seitz, Weissgasse 1, 6227 Oestrich-Winkel 2. Vorsitzender Dr. Werner Hoffmann, Blumenstr. 32, 6222 Geisenheim Kassenwartin Ute Braun, Crevestr. 16, 6228 Eltville 1 Schriftführer Klaus Helmer, Müller-Thurgau-Str. 10, 6222 Geisenheim Die Rheingauer Kakteenfreunde treffen sich an jedem 1. Dienstag im Monat um 20.00 Uhr in Geisenheim im Hotel "Zur Post".

Der Vorstand der OG Rheingau OG Osnabrück

Der Verein der Kakteenfreunde Osnabrück e. V. hat einen neuen Vorstand gewählt: Vorsitzender Reinhold Walterskötter, Mühlengrube 125, 4530 Ibbenbüren Schriftführer Rainer Uffmann, Goldpol 28, 4512 Wallenhorst 1 Die Kontinuität in der Vorstandsarbeit ist damit gewährleistet. Edgar Pottebaum, Pattbrede 6, 4500 Osnabrück OG Mönchengladbach

Die OG Mönchengladbach hat einen neuen Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender Rolf Heinrichs, Giesenkirchener Str. 206, 4050 Mönchengladbach 2 2. Vorsitzender Rolf Hemmersbach, Mühlenstr. 237, 4050 Mönchengladbach 2 OG Nienburg

Auch die OG Nienburg hat einen neuen Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender Uwe Klauck, Scheibenplatz 3, 3070 Nienburg, Tel. 0 50 21 /1 86 23 2. Vorsitzender Peter Bertram, Radebergstr. 12, 2808 Syke, Tel. 0 42 42 / 5 05 50

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Voranzeige SUCCULENTA '89 am 22./23. April 1989

Nachdem die OG Bottrop im Mai 1987 ihre 1. SUCCULENTA durchgeführt hat, werden wir ermutigt durch den großen Erfolg, auch in diesem Jahr wieder eine SUCCULENTA zu veranstal­ ten. Der Tagungsort ist der Revierpark Vonderort an der Stadt­ grenze Bottrop / Oberhausen, der durch seine verkehrsgün­ stige Lage, seine hervorragenden Räumlichkeiten und durch sein familienfreundliches Umfeld ideale Voraussetzungen bie­ tet. Durch die Beteiligung bekannter Referenten und namhafter Händler verspricht die diesjährige Veranstaltung noch attrakti­ ver zu werden. Um den Ablauf der diesjährigen Tauschbörse erfolgreich zu gestalten, werden Interessenten gebeten, sich möglichst umgehend bei Udo Meredig, Gildestr. 5, 4250 Bottrop, Tel. 0 20 42 / 6 44 75, anzumelden. Für Hobbyzüchter beträgt die Standgebühr DM 15,— / Tisch 130 x 65 cm / Tag. Als besonderes Bonbon erlaubt sich die OG Bottrop, den ersten 10 Anmeldungen jeweils einen Tisch für einen Tag kostenlos zur Verfügung zu stellen. Nähere Einzelheiten und das ausführliche Programm werden wir in Heft 4 /1989 bekanntgeben. Der Vorstand der OG Bottrop Verein der Kakteenfreunde OG Gundelfingen / Schwaben

Am Sonntag, dem 21. Mai 1989, findet unser 13. Schwaben­ treffen in Attenhausen statt. Termin bitte vormerken, Genaueres in KuaS 5/89. Der Vorstand der OG Gundelfingen / Schwaben

16. Norddeutsche Kakteen- u. Sukkulenten-Tauschbörse am 4. Mai 1989 (Himmelfahrt) in Elmshorn

Wie in all den vorhergegangenen Jahren, veranstaltet auch in diesem Jahr die OG Elmshorn wieder die nun schon zur Tradition gewordene Norddeutsche Kakteen- und Sukkulen­ ten-Tauschbörse am Himmelfahrtstag im großen Garten der Gaststätte " Sibirien " im Norden Elmshorns an der alten B 5, und zwar in der Zeit von 9.00 bis ca. 15.00 Uhr. Neben Informationen, Pflegetips und neuen Bekanntschaften ist ein überreiches Pflanzenangebot vorhanden. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Ausstellungskeller der Gaststätte statt. Anschließend können von auswärtigen Besuchern die Samm­ lungen von einigen Mitgliedern der OG Elmshorn nach vorhe­ riger Absprache besichtigt werden. Für den Pflanzentausch und den Verkauf bitten wir, eigene Tische mitzubringen. Der Eintritt ist frei. Anmeldung und Auskunft : Heinrich Hoyer, Grönlandstr. 6,2200 Elmshorn, Tel. 0 41 21 / 8 39 70 7. Kakteen-Ausstellung 1989 der OG Münster-Münster­ land

Vom Donnerstag, dem 4. Mai, bis Sonntag, dem 7. Mai 1989, findet im Rahmen des 100jährigen Bestehens der Firma Opel Kiffe die 7. Kakteen-Ausstellung 1989 statt, und zwar in der Ausstellungshalle der e. g. Firma in Münster, Am Hawerkamp 1, in unmittelbarer Nähe der Halle Münsterland. Bitte notieren Sie sich jetzt schon diesen Termin. Weitere Einzelhei­ ten folgen. Horst Berk, 1. Vorsitzender der OG Münster-Münsterland OG Hannover - 3. Kakteenbörse in Hannover

Die diesjährige Kakteenbörse der OG Hannover findet auf vielfachen Wunsch in diesem Jahr erstmalig an 2 Tagen statt. Termin: Samstag, den 6. Mai 1989, 12.00- 18.00 Uhr und Sonntag, den 7. Mai 1989, 10.00 - 17.00 Uhr Ort: Freizeitheim Hannover-Vahrenwald, direkt an der Kreuzung Vahrenwalder Straße / Dragonerstraße Anfahrt von der BAB Hannover- Dortmund, Abfahrt HannoverNord (früher Langenhagen), Richtung Innenstadt ca. 4 km. Straßenbahn: Linien 8 und 19, Haltestelle Dragonerstraße. Alle Kakteenfreunde sind herzlich eingeladen. Es erwartet Sie ein reichhaltiges Angebot an Kakteen, Sukkulenten, Tillandsien und Zubehör von Kakteenfreunden aus der OG Hannover und Umgebung. Außerdem ist eine große Kakteen-Ausstellung zu bewundern. Eine Cafétéria sorgt für das leibliche Wohl. Weitere Auskünfte erteilt gern : Michael Lieske ( 1. Vorsitzender der OG Hannover), Stiftstr. 255,3065 Nienstädt4, Tel. 0 57 24 / 1781

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7. Pfingst-Treffen der Kakteenfreunde K akteen -T reff1 89 im Kakteenland Steinfeld vom 13. bis 15. Mai ' 89 • Täglich 10 — 18 Uhr Erleben Sie ein paar bestechend schöne Tage im KakteenParadies an der südlichen Weinstraße. * Einzigartige Kakteenschau im 3000 qm großen Gewächs­ haus! * Hochinteressante Vorträge für Laien und Fachleute. * 1000 attraktive Kakteen-Angebote. * Große, ungetopfte Pflanzen aus eigener Anzucht von der Sonnen-Insel Gran Canaria. * Riesen-Spaßprogramm mit Stimmungsmusik und Pfälzer Wein & Pfälzer Spezialitäten.

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1989 findet die Teutoburger - Wald - Tagung zum 15. Male statt — merken Sie sich jetzt schon den 20. und 21. Mai für einen Besuch vor. Die Tagung soll den beiden Schwerpunkten Astrophyten und Mammillarien gewidmet werden; die Ausstellung, die Vorträge und der Pflanzenverkauf sollen in erster Linie auf diese Gattungen ausgerichtet sein. Daneben aber werden zusätzlich Raritäten anderer Gattungen, andere Sukkulenten und winterharte Pflanzen angeboten. Liebhaber mit besonde­ ren Angeboten können wieder am Kleinverkauf teilnehmen. Genaues Tagungsprogramm im April-Heft. Der Vorstand der OG Ostwestfalen / Lippe

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THUN

Ortsgruppen-Vorstände und Programme

Samstag, 18. März, 20.00 Uhr, Bahnhofbufett, Thun. "Schädlingsbekämpfung ", Vortrag von Herrn Eyer.

AARAU

WINTERTHUR

Freitag / Samstag, 17. /18. März, jeweils 19.30 Uhr: LOTTO im Gasthof zum Schützen, Aarau

Donnerstag, 9. März, 20.00 Uhr, Rest. St. Gotthard, Winterthur. " Brasilien ", Diavortrag von Werner Uebelmann.

BADEN

ZÜRICH

Dienstag, 14. März, zu Gast bei der OG-Freiamt im Hotel Freiämterhof, Wohlen. Ein Beitrag zur "Kakteen- und Sukkulentenflora von Nuevo Leon, Mexiko", von Toni Hofer. BASEL

Keine Meldung. BERN

Montag, 13. März, 20.00 Uhr, Rest. Jardin, Bern. "Orchideen", Vortrag von Alfred Schuster. Montag, 10. April, 20.00 Uhr, Rest. Jardin, Bern. Pflanzenbörse. BIEL-SEELAND

Dienstag, 14. März, 20.15 Uhr, Hotel Falken, Aarberg. Gattungen bestimmen mit Alfred Liechti und Diavortrag mit Werner Bolli, "Blüten aus meiner Sammlung". CHUR

Donnerstag, 9. März, 20.00 Uhr, Rest. Kasernenhof, Chur. Diavortrag über "Mammillarien" von Frau Morscher. FREIAMT

Dienstag, 14. März, 20.15 Uhr, Hotel Freiämterhof, Wohlen. Ein Beitrag zur "Kakteen- und Sukkulentenflora von Nuevo Leon, Mexiko", Diavortrag von Toni Hofer.

Donnerstag, 9. März, 20.00 Uhr, Rest. Schützenhaus, Albisguetli, Zürich. "Ein botanischer Streifzug durch Südafrika", Tonbildschau von Rolf Hauser. Donnerstag, 13. April, 20.00 Uhr, Rest. Schützenhaus, Albisgüetli, Zürich. "Durch die Hölle des Gran Chaco von Paraguay", Diavortrag von Hansjuerg Jucker. Hock Uetikon : Am ersten Freitag im Monat, Rest. Freischütz,

Uetikon, 20.00 Uhr. ZÜRCHER UNTERLAND

Freitag, 31. März, 20.00 Uhr, Rest. Frohsinn, Opfikon. "Lanzerote/Teneriffa", Reisebericht von E. Hiltebrand. ZURZACH

Mittwoch, 8. März, Rest. Kreuz, Full. Aussaat und Pflanzenbestimmung, Wettbewerbspflanze mit­ bringen.

Hauptvorstand und Mitteilungen aus den einzelnen Ressorts. Wichtig für alle, vor allem OG-Vorstandsmitglieder und die Einzelmit­ glieder.

GENÈVE

Keine Meldung. GONZEN

Donnerstag, 16. März, 20.00 Uhr, Parkhotel, Wangs. " Reise durch Südafrika ", Diavortrag von Hansueli Meier. LUZERN

Freitag, 17. März, 20.00 Uhr, Rest. Tribschen, Luzern. " Reise durch die USA ", Diavortrag von Arto Donjkian. OBERTHURGAU

Mittwoch, 15. März, 20.00 Uhr, Rest. Freihof, Sulgen. "Lithops", Diavortrag von Herrn Peter. OLTEN

Dienstag, 14. März, 20.00 Uhr, Rest. Coop-Center Bifang, Olten. " Streifzug durch das Kakteenland Mexiko ", Diavortrag von Marc Bigler.

Präsident: Rudolf Grüninger, Im Kleeacker 6, 4108 W itterswil, Tel. 0 61 / 73 55 26 Vice-Präsident: Marco Borio, Kindergartenstr., 7323 Wangs, Tel. 0 8 5 /2 4 7 2 2 Sekretariat: Agnes Conzett, M ühlhauserstr. 40, 4056 Basel, Tel. 0 6 1 / 43 07 24 Kassier: Werner Minder, Ringstr. 68, 9543 St. M argarethen, Tel. 0 7 3 / 263316 Protokollführer: Hansruedi Fehlmann, Alte Dübendorferstr. 12, 8305 Dietlikon, Tel. 01 / 8 33 50 68 Landesredaktion : Hans Laub, Balsbergweg 12, 8302 Kloten, Tel. 01 / 8 1 4 28 48

SCHAFFHAUSEN

Werbechef: Marc Bigler, Greyerzstr. 36, 3013 Bern, Tel. 0 31 / 42 26 01

Mittwoch, 8. März, 20.00 Uhr, Rest. Schweizerbund, Neunkirch. Diskussion über anfallende Arbeiten im Gewächshaus.

Bibliothekar: Gottfried Zim m erhäckel, Grüneggstr. 11,6005 Luzern, Tel. 0 4 1 / 41 9521

SOLOTHURN

Dienstag, 21. März, Rest. Tiger, Stalden 35, Solothurn. "Die Gattung Ceropegia", Diavortrag von Urs Eggli. ST. GALLEN

Keine Meldung.

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Diathekar: Hans Brechbühler, Parkstr. 27, 5400 Baden, Tel. 0 5 6 /2 2 71 09 Pflanzen kommission : Fritz Häring, F abrikstr., Schweizerhalle, 4133 Pratteln, Tel. 0 6 1 / 81 07 66

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG DER SCHWEIZERISCHEN KAKTEENGESELLSCHAFT 8. /9. April 1989 im Hotel Ekkehard in St. Gallen PROGRAMM Samstag, 8. April 1989

14.00 Uhr Börsen- und Ausstellungseröffnung 15.15 Uhr Begrüßung, anschließend Vortrag: "Argentinien, Wunderwelt der Kakteen" von Herrn Hansjörg Jucker, Teufen ZH 17.15 Uhr Vortrag: "Peru" von Herrn Wolfgang Krahn, Stuttgart 19.00 Uhr Nachtessen, anschließend Tombola-Haupttrefferver­ losung mit schönen Preisen (keine Kakteen) und geselliges Zusammensein im Saal und in der Tequilla-Bar Sonntag, 9. April 1989

9.30 Uhr Börsen - und Ausstellungseröffnung 10.00 Uhr Delegierten-Hauptversammlung Traktanden gemäß Publikation im April - Heft unter Hauptvorstand. Im Ausstellungsraum findet ein Pflanzenverkauf durch die Firma GAUTSCHI, Schaffisheim und durch Vereinsmitglieder statt. Ebenso wird ein Bücherverkauf durchgeführt. Besucher, die übernachten möchten, melden sich bitte direkt für die Zimmervermietung beim Hotel Ekkehard, Tel.-Nr.: 0 71/ 22 47 14 Für die OG St. Gallen Erwin Moser, Präsident

Für die SKG Rudolf Grüninger, Präsident

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Gesellschaft Österreichischer Kakteenfreunde, gegr. 1930 Sitz: A-2000 Stockerau, Nikolaus-Heid-Straße 35, Telefon 0 22 66 / 3 04 22

Präsident: Dr. D ipl.-Ing. Ernst Priessnitz A -9 30 0 Sankt V e it/G la n , Gerichtsstraße 3 Telefon 0 4 2 1 2 /3 9 2 1 5 Vizepräsident: Dr. med. Hans Steif A -2 7 0 0 W iener Neustadt, Grazer Straße 81 Telefon 0 2 6 2 2 /2 3 4 7 0 Schriftführerin und Landesredakteur KuaS: Elfriede Raz A -2 00 0 Stockerau, Heidstraße 35 Telefon 0 2 2 6 6 /3 0 4 2 2 Kassier: Elfriede Körber A -2 12 0 Wölkersdorf, O bersdorfer Straße 25 Telefon 0 22 4 5 /2 5 02 B eisitzer: Günter Raz A -2 10 3 Langenzersdorf, Paul-G usel-S traße 19 Telefon 0 22 4 4 /2 7 43 Redakteur des M itteilungsblattes der GÖK: Sepp Joschtel, A -9 0 2 0 Klagenfurt, Gabelsberger Straße 2 8 /3 Telefon: 04 6 3 /3 70 52 GÖK Bücherei und L ich tb ild ste lle : Ing. Robert Dolezal A -1 170 Wien, Leopold-E rnst-G asse 1 4 /1 4 Telefon 02 2 2 /4 3 48 945 Die Bücherei ist an den Klubabenden der LG Wien von 18.30 bis 19.00 Uhr geöffnet. Entlehnungen über Postversand erfol­ gen über den Bücherwart. Sam enaktion: Mag. Wolfgang Ebner A -9 50 0 Villach, Millesistraße 52 Telefon 0 42 4 2 /2 1 69 65

VORSCHAU : Programm für 1989 der LG Vorarlberg

Freitag, 10. 03.1989, 20.00 Uhr J. Köhler-Ausflüge nach Lanzarote und Teneriffa Freitag, 14. 04. 1989, 20.00 Uhr S. Vogel - Das andere Tessin Freitag, 12. 05. 1989, 20.00 Uhr J. Darnai - Meine Sammlung Freitag, 09. 06. 1989, 20.00 Uhr W. Kröll - Aus meiner Sammlung Juli 1989 - Grillfest August 1989 - Ferien S a /S o 09./10. 09. 1989 Internationale Bodenseetagung der Kakteenfreunde in Vorarlberg Freitag, 13. 10. 1989, 20.00 Uhr W. Miesl - Die Gattung Thelocactus Freitag, 10. 11. 1989, 20.00 Uhr W. Morscher - Aus der Sammlung Samstag, 16. 12. 1989, 15.00 Uhr Jahresausklang mit Tombola

VORANKÜNDIGUNG !

Einladung zur Jahreshauptversammlung in Spittal / Drau, KÄRNTEN vom 27. 5. — 28. 5. 1989 im ROJACHHOF. PROGRAMM:

27.5. 1989

10.00 bis 18.00 Uhr Verkaufsbörse 14.00 bis 18.00 Uhr Delegierten-Versammlung oder Alternativprogramm 19.30 Uhr Vortrag: Herr Reppenhagen, "Die Gattung der Mammillarien nach dem heutigen Stand meines Wissens" Anschließend gemütliches Beisammensein 28. 5.1989

9.00 Uhr Jahreshauptversammlung 10.30 Uhr Vortrag: Herr Dr. HASLINGER "Meine Reise durch die USA" Gemeinsames Mittagessen ENDE Zimmerbestellung: Familie RINDLISBACHER Rojachhof A-9811 L E N D O R F

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VORANKÜNDIGUNG : Einladung zum IV. Internationalen Treffen der Arbeitsgrup­ pe Gymnocalycium

Das Treffen findet vom 21. bis 23. April 1989 in Eugendorf bei Salzburg statt. Das genaue Programm wird im Märzheft bekanntgegeben. Bis jetzt stehen folgende Vortragende fest : Dr. Walter Till, Botanisches Institut der Universität Wien; Detlev Metzing, BRD und Ludwig Bercht, Holland, berich­ ten über eine Reise nach Paraguay; Hans Till, Attersee, berichtet über den Formenkreis um Gymnocalycium stellatum; Wolfgang Papsch, Knittelfeld, berichtet über Gymnocaly­ cium stellatum aus seiner Sicht. Weiters gibt es eine kleine Ausstellung die den Gymnos gewid­ met sein soll. Weiters geplant : Pflanzenverkauf, Sammlungsbesuche. Alternativprogramm für Angehörige.

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ben oder ist nur ein Fehler passiert, der sich evtl. sogar noch korrigieren läßt? Die Meinung anderer Mitglieder der DKG dazu würde mich interessieren.

LESERBRIEFE

Ute Seitz Weissgasse 1 D-6227 Oestrich-Winkel

Terminprobleme In der KuaS 1/89 mußte ich leider feststellen, daß am 3. Juni 1989 nicht nur die JHV der DKG in Kassel stattfindet, sondern auch die “Exotica ’89" in Hückel­ hoven, die von der Firma Exotica, Botanische Raritä­ ten, Marita u. Ernst Specks aus Erkelenz, veranstaltet wird. Ich finde es sehr schade, daß zwei solche Veran­ staltungen zum selben Termin stattfinden, auch wenn es bei der Exotica ’89 um die anderen Sukkulenten geht, an denen bestimmt auch viele Mitglieder der Kakteen-Gesellschaft interessiert sind. - Ist das not­ wendig ? Der Termin für die JHV ist seit dem 14. Mai 1988 bekannt. Wird hier absichtlich Spaltung betrieSchöne Kakteen gibt es immer noch bei :

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Zur Information! Im Buch “Epiphyllum” von Marga L e u e wird auf Seite 98 fälschlicherweise Ferdinand H a a g e jr. als Züchter aus der DDR genannt. Hier ist der Autorin ein Irrtum unterlaufen. Ich meine, wir schulden Walther H a a g e in Erfurt eine Richtigstellung, denn er war es, der uns 104 schönste Phyllo-Sorten schuf. Kurt Petersen SUKKULENTEN - KULTUREN Max Wieland • Telefon 0 61 21 / 54 12 40 Bürschgartenstraße 14 ■D-6200 Wiesbaden Liste 88 / 89 (identisch 88) mit 90 schw. / w. Abbildungen und Kurzbeschreib, von 420 Pflanzen gegen 3 DM in Briefmarken ; für Agavenliebhaber Farbdruckkatalog mit 50 Agavenabb. zusätzlich 5,— DM.

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Kakteen und andere Sukkulenten 40 (3) 1989

In Heft 2 (Februar) wurden versehentlich die Kleinanzeigen von Heft 1 (Januar) noch einmal abgedruckt. Die neuen Kleinanzeigen, die für Februar vorgesehen waren, werden nun an dieser Stelle zusätzlich veröffentlicht. Wir bitten das Versehen zu entschuldigen. Kakteenliteratur günstig abzugeben. Sammlung von Escobarien ge­ gen Anfrage (Rückporto!) Klothilde Latermann, Milchweg 57, D-3207 Harsum; Tel.: 05127/6741

Kleinanzeigen Bitte beachten Sie die Hinweise in Heft 2, Seite 45

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Kakteen und andere Sukkulenten 40 (2) 1989

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Die Namen der Astrophyten II Astrophytum capricorne: Astrophytum capricorne -CA: B ritton, N. L.; Rose, J. N. (1937): 184 Astrophytum capricorne aurea -CAE: B ommelje, C. (1951): 69 Astrophytum capricorne aureum -CAE: B ackeberg, C. (zit.: O kumura) (1961a): 2674

Heinz Hoock

Astrophytum capricorne capricorne -CA: K l a u s , W. (1971): 173 Astrophytum capricorne crassispina -CAR: Kreuzinger, K. (1935): 20 Astrophytum capricorne crassispina nuda -CARU: Kreuzinger, K. (1935): 20

Estropajo, “Topfkratzer” nennt man Astrophytum capricorne in Coahuila scherzhaft. Die Aufnahme wurde nördlich von Saltillo, Coahuila gemacht

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Kakteen und andere Sukkulenten 40 (3) 1989

Astrophytum capricorne crassispinoides -CAIEB: Lux, A.; Stanik, R. (1982): 60 Astrophytum capricorne crassispinum f. minor CARI: B ackeberg, C. (zit.: Okumura) (1961a): 2671

Astrophytum capricorne crassispinum nudum CARU: B ackeberg, C. (1961a): 2674 Astrophytum capricorne cv. crassispinoides -CAIE: S adovsky , O.; S chütz, B. (zit.: Fleischer) (1979): 152 Astrophytum capricorne f. aureum -CAE: D onald , J. D. (zit.: Krainz) (1975): 146 Astrophytum capricorne f. crassispinum -CAR: D o­ nald , J. D. (zit.: K rainz) (1975): 146 Astrophytum capricorne f. minus -CAI: D onald , J. D. (zit.: Krainz) (1975): 146 Astrophytum capricorne f. monstrosa -CA: S chütz, B. (1965a): 56 Astrophytum capricorne f. niveum -CAN: D onald , J. D. (zit.: Krainz) (1975): 146 Astrophytum capricorne maior -CA: S chütz, B. (1971b): 80 Astrophytum capricorne maior -CA: F ric , A. V. (1925a): 34 Astrophytum capricorne minor -CAI: Fric, A. V. (1925a): 34 Astrophytum capricorne nivea -CAN: V iereck, H. W. (1939): 8 Astrophytum capricorne var. aurea -CAE: M ars­ hall, W. T.; B ock , T. M. (1941): 154 Astrophytum capricorne var. aureum -CAE: B org, J. (1951): 311 Astrophytum capricorne var. aureus -CAE: Gilkey, J. E. (1944): 145 Astrophytum capricorne var. capricorne -CA: Bakkeberg, C. (1961a): 2655 Astrophytum capricorne var. crassipinus -CAR: An­ onym (1938): 95 Astrophytum capricorne var. crassispinum -CAR: B ackeberg, C. (1937b): 2 Astrophytum capricorne var. crassispinum f. major CAR: Backeberg, C. (zit.: O kumura) (1961a): 2673

Astrophytum capricorne var. crassispinum f. minor CARI: M egata, M. (zit.: Okumura) (1944): 51 Astrophytum capricorne var. crassispinum nudum CARU: Ito , Y. (1981): 514 Astrophytum capricorne var. luteum -CAE: N oyes, F. B. (1943): 187 Astrophytum capricorne var. major -CA: Fric, A. V. (1925): 43 Astrophytum capricorne var. major Hort. -CAR: Me ­ gata , M. (1944): 52 Astrophytum capricorne var. majus -CA: Ito , Y. (1981): 514 Astrophytum capricorne var. majus Hort. -CAR: B org, J. (1951): 310

Astrophytum capricorne var. majus Hort. -CA: B org , J. (1951): 310 Astrophytum capricorne var. mayor -CA: F ric , A. V. (1925): 38 Astrophytum capricorne var. minor -CAI: F ric , A. V. (1925): 38 Astrophytum capricorne var. minor (alba) -CAIE: K undelius, J. (1982): 34 Astrophytum capricorne var. minor f. crassispinoides -CAIB: W ery , H. (zit.: Fleischer) (1983): 104 Astrophytum capricorne var. minor f. lutea -CAIB: Lux, A.; Stanik , R. (1982): 61 Astrophytum capricorne var. minor f. luteiflora CAIB: Lux, A.; Stanik , R. (1982): 61 Astrophytum capricorne var. minus -CAI: B ackeberg , C. (zit.: O kumura ) (1961a): 2655 Astrophytum capricorne var. neveus -CAN: Anonym (1938): 95 Astrophytum capricorne var. nivea -CAN: B oke, N. H. (1968): 55 Astrophytum capricorne var. nivea Hort. -CAN: Me­ gata , M. (1944): 52 Astrophytum capricorne var. niveum -CAN: Backeberg , C. (zit.: Okumura ) (1961a): 2655 Astrophytum capricorne var. niveum f. flavispina Hort. -CANE: B ackeberg, C. (1961a): 2673 Astrophytum capricorne var. niveum Hort. -CAN: B org, J. (1951): 310 Astrophytum capricorne var. senile -CAS: B ackeberg , C. (zit.: O kumura ) (1961a): 2674 Astrophytum capricorne var. senilis -CAS: M ars­ hall, W. T.; B ock, T. M. (1941): 154 Astrophytum Capricornis -CA: M öller, A. F. (1930): 156 Astrophytum capricornis niveus -CAN: Kayser , K. (1933a): 31 Astrophytum capricornius -CA: M öller, A. F. (1930): 157 Astrophytum capricornum -CA: S adovsky , O. (1940): 32 Astrophytum capricornum var. major -CA: S adovs­ ky , O. (1940): 33 Astrophytum capricornum var. minor -CAI: S adovs­ ky , 0.(1940): 33 Astrophytum capricornum var. niveum -CAN: S a ­ dovsky , O. (1940): 33 Astrophytum capriocorne -CA: Rauh , W. (1980): 101 Astrophytum crassispinum -CAR: H aage , W.; S ado vaky , O. (1957a): 137 Astrophytum niveum -CAN: Haage , W.; S adovsky , O. (1957a): 137 Astrophytum niveum f. flavispina -CANE: Haage , W.; S adovsky , O. (1957a): 138 Astrophytum niveum war.flavispina -CANE: S adovs­ ky , O.; S chütz, B. (1979): 145 Astrophytum niveum var. flavispinum -CANE: Kampf, H.-D. (1979): 298

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Astrophytum senile -CAS: Fric, A. V. (1925a): 34 Astrophytum senile f. cristata -CAS: H a age, W.; S a dovsky , O. (1957b): 87 Astrophytum senile f.flavispina -CASE: H aage , W.; S adovsky , O. (1957b): 55 Astrophytum senile var. aureispinum -CASE: S a ­ dovsky , O. (1951b): 28 Astrophytum senile var. aureum -CASE: B ackeberg, C. (1937b): 2 Echinocactus capricorne senilis -CAS: Röder, W. (1929): 68 Echinocactus capricornis -CA: D ietrich, A. (1851): 274 Echinocactus capricornis major -CA: B ritton, N. L.; Rose, J. N. (1937): 185 Echinocactus capricornis minor -CAI: B ritton, N. L.; Rose, J. N. (1937): 185 Echinocactus capricornis niveus -CAN: Kays er, K. (1933a): 31 Echinocactus capricornis var. aureum -CAE: Megata , M. (1944): 51 Echinocactus capricornis var. aureus -CAE: B erger, A. (1929): 234 Echinocactus capricornis var. crassispinus -CAR: B erger, A. (1929): 234 Echinocactus capricornis var. major -CA: B ödeker, F. (1909): 139 Echinocactus capricornis var. minor -CAI: R unge , C.; Quehl, L. (1892): 82 Echinocactus capricornis var. niveus -CAN: M egata , M. (1944): 52 Echinocactus capricornis var. senilis -CAS: B erger, A. (zit.: Fric) (1929): 234 Echinocactus capricornus -CA: S chelle, E. (1926): 194 Echinocactus capricornus major Wort. -CA: S c h e lle , E. (1926): 194 Echinocactus capricornus minor -CAI: S c h e lle , E. (1926): 194 Echinocactus capricornus senile -CAS: Anonym (1926): 81 Echinocactus capricornus var. aureus -CAE: M öl­ ler, H. (1925): 128 Echinocactus capricornus var. crassispina -CAR: M öller, H. (1925): 129 Echinocactus capricornus var. crassispinus -CAR: M öller, H. (1925): 129 Echinocactus capricornus var. maior -CA: M öller, A. F. (1927): 47 Echinocactus capricornus var. major -CA: M öller, A. F. (1927): 46 Echinocactus capricornus var. major Hort. -CA: M e gata , M. (1944): 47 Echinocactus capricornus var. minor -CAI: M öller, A. F. (1927): 46 Echinocactus capricornus var. senilis -CAS: M öller, H. (1927): 55

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Maierocactus -CA: Rost, E. C. (1925): 138 Maierocactus capricornis -CA: Rost, E. C. (1925): 142 Maireocactus -CA: Meg at a , M. (1944): 33 Maireocactus capricornus -CA: M egata, M. (1944): 47 Trivialnamen: Bischofsmütze (de) -CA: Zander , R. (1984): 127 Biznaga de estropajo (me) -CA: M egata, M. (1944): 48 Bockshomkaktus (de) -CA: Haage , W. (1966): 265 Bokshoom (ho) -CA: Anonym (U itewaal, A.?) (1951): 88 Geitehoorncactus (ho) -CA: Anonym (U itewaal, A.?) (1951): 88 Haku-ziuho-gyoku (ja) -CAN: M egata, M. (1944): 53 Ho-o-gyoku (ja) -CAI: M egata, M. (1944): 50 Ho-o-maru (ja) -CAI: M egata, M. (1944): 50 Oho-gyoku (ja) -CAE: Megata, M. (1944): 51 Taiho-gyoku (ja) -CAR: M egata , M. (1944): 52 Widderhorn Igelcactus (de) -CA: R ümpler, TH. (1886): 493 Yokaku-gyoku (ja) -CA: Megata , M. (1944): 48 Yusei-Taiho-gyoku (ja) -CAR: M egata, M. (1944): 52 Ziu-ho-gyoku (ja) -CA: M egata, M. (1944): 48 Fortsetzung folgt!

Heinz Hoock Weingartenweg 35 D-8300 Landshut

KULTUR M anfred Föger

L o b iv ia

saltensis ( s p e g a z z in i ) b r i t t o n

Die hier behandelte Art ist eine der wenigen Lobivien, die keine umfangreiche Liste von Synonymen aufzu­ weisen hat. S pegazzini beschrieb sie im Jahre 1905 als Echinopsis saltensis. Die Gattung Echinopsis - im damaligen Sinne - war recht heterogen *. Es zählten die typischen Echinopsen (Tieflandformen mit langröhrigen, weißen Nachtblüten) ebenso dazu wie eine andere Gruppe von Pflanzen mit kurzröhrigen, bunten Tagblüten, die obendrein Gebirgsbewohner sind. Für letztere stellten B ritton und Rose 1922 die Gattung Lobivia auf, in die sie unter anderem Echinopsis sal­ tensis einordneten. Damit war die Systematik der Echinopsis-Verwandtschaft aber keineswegs am Ende. Es wurden in der Folgezeit etliche Pflanzen gefunden, deren Einordnung in die bestehenden Gat­ tungen nicht ohne weiteres möglich war (z. B. Acantholobivia und Soehrensia). B ackeberg stellte für diese Neuentdeckungen etliche Gattungen auf, die aber zum großen Teil nicht mehr anerkannt werden. Neuere Gliederungsversuche

eirr o s e

stammen zum Beispiel von R ausch und Ritter, doch die Systeme dieser Autoren können nicht voll befrie­ digen. Lobivia saltensis blieb eine gewisse Diskussion um ihren Status nicht erspart. H aage hält sie für eine Echinopsis im modernen Sinn oder einen Trichocereus. Diese Unsicherheiten sind auf eine nicht ganz exakte Stelle in der Erstbeschreibung zurückzuführen. Im folgenden deshalb eine kurze Wiedergabe: Einzeln oder nur wenig sprossend, mehr oder weniger kugelig, bis 5 cm 0, 17-18 gerade Rippen; 12-14 Randdomen, 0,4-0,6 cm lang, dazu 1-4 Mitteldomen, um 3 cm lang, alle Dornen dünn und durcheinanderge­ bogen; Blüte 5 cm lang, duftlos, kurze Petalen, rot, Staubfäden dunkelrot, Blütenröhre (lt. S pegazzini) kahl. Dieser letzte Teil der Beschreibung stiftet Ver­ wirrung, denn im allgemeinen haben Lobivien eine außen behaarte Blüte. In diesem Fall suchte man aber immer nach einer Pflanze mit nackten Blüten, wie man sie jedoch bei genauerer Beobachtung auch bei

Blühende Jungpflanze von Lobivia saltensis

Kakteen und andere Sukkulenten 40 (3) 1989

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Die “umstrittene” Blütenröhre der Art

nicht zu knappe Wasser- und Düngergaben bei gut durchlässigem Substrat (Rübenwurzel!) und kalte, absolut trockene Überwinterung. Wichtig erscheint ein weiterer Hinweis: Gerade diese Pflanze ist im Frühjahr unter Glas recht empfindlich gegen starke Sonnenstrahlung. Es empfiehlt sich daher eine Schat­ tierung in den Mittagsstunden oder besser, ein frühzei­ tiges Ausräumen ins Freie, wo auch hohe Strahlungs­ intensitäten in Verbindung mit tieferen Temperaturen gut vertragen werden. Wenn man diese wenigen Punkte beachtet, erweist sich Lobivia saltensis als eine pflegeleichte und reich blühende Art. Literatur:

BACKEBERG, C. (1959): Die Cactaceae II + III VEB Gustav Fischer Verlag Jena BRITTON,. N. L, ROSE, J. N. (1920): The Cactaceae III, Carnegie Inst. Washington

Lobivia saltensis nicht findet. Zwar erscheint ihre Blü­ tenröhre dunkel und glänzend, ist aber doch spärlich braun behaart. Die endgültige Klärung des Artstatus brachte die Wiederentdeckung ihrer Standorte zwi­ schen Salta und Tucuman, Argentinien, durch Walter Rausch (Sammelnummer WR 177). Diese Pflanzen stimmen nämlich in allen übrigen Merkmalen mit der Erstbeschreibung überein, und der Fundort ist iden­ tisch. Die Pflege von Lobivia saltensis gleicht der anderer Lobivien, das heißt sonniger, dabei luftiger und nicht zu heißer Standort, im Sommer möglichst im Freien,*

* heterogen = ungleichartig

CULLMANN, W„ GÖTZ, G„ GRÖNER, G. (1985): Kakteen, Verlag Eugen Ulmer Stuttgart ENDLER, J„ BUXBAUM, F. (1974): Die Pflanzenfamilie der Kakteen, 3.Auflage, Lehrmeisterbücherei Nr.872, A.Philler Verlag Minden HAAGE, W. (1981): Kakteen von A - Z, Neumann Verlag Leipzig, Radebeul RAUSCH, W. (1985/86): Lobivia 85, Rudolf Herzig Verlag Wien RITTER, F. (1980): Kakteen in Südamerika II, Selbstverlag Spangenberg

Manfred Föger Reichenauer Straße 64 A-6020 Innsbruck

NEUE LITERATÜR Die Agaven Beiträge zu einer Monographie Alwin Berger, ergänzter Nachdruck (1988) der 1. Auflage von 1915. 295 Seiten, 79 SW-Abbildungen, 2 Karten, mit zusätzli­ cher Synonymenliste und einem 16-seitigen Farbteil mit 50 Ein­ zelabbildungen; Format 17 x 24 cm, kartoniert, DM 98.—; ISBN 3-437-30602-2 Mit diesem Nachdruck steht nicht nur der Klassiker sondern überhaupt das einzige deutschsprachige Agaven-Werk Botani­ kern und Sukkulenten-Liebhabern wieder zur Verfügung. 1915 erschienen, beruhtdie Darstellung auf der lebenden Sammlung des Gartens in La Mortola bei Ventimiglia/Italien, der von Alwin Berger in den Jahren 1897 bis 1914 betreut wurde. Einleitend wird das wichtigste aus der Morphologie der Agaven,

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Kakteen und andere Sukkulenten 40 (3) 1989

ihrer geographischen Verbreitung und der Ausbreitung in Euro­ pa sowie der wirtschaftlichen Nutzung dargestellt. Danach folgt eine Übersicht über die systematische Gliederung der Gattung Agave samt Bestimmungsschlüsseln, die eine Bestimmung bis zur Art ermöglichen. Auch ein Schlüssel nach den Blattmerk­ malen ist vorhanden. Die Einzelbeschreibungen der Arten werden durch zahlreiche Abbildungen (nach Fotografien und Zeichnungen) erläutert. Im Nachdruck des Werkes wurden 50 neue, farbige Abbildun­ gen aufgenommen und in einer Synonymenliste die modernen Art- und Gattungsnamen nach Gentry den klassischen Namen nach Berger u.a. gegenübergestellt und so das Arbeiten mit alter und neuer Literatur erleichtert.

KULTUR T rid en te a longii ( lu c k h o ff ) leach Im Jahre 1978 erweckte Leach im Rahmen seiner Bearbeitung der Stapelieen die Gattung Tridentea wieder zum Leben, die schon 1812 von H aworth mit der Leitart T. gemmiflora beschrieben und später als Sektion zu Stapelia gestellt wurde. Der Name Tridentea (lat. etwa “dreigezähnt”) bezieht sich auf die äußeren Coronaabschnitte, die tief dreigeteilt sind oder aus drei am Ende verdickten Spitzen bestehen. Haworth begründete damit übrigens erstmals eine Gattung hauptsächlich aufgrund von Merkmalen der Coronastruktur. Im Gegensatz dazu berücksichtigte Leach bei seiner Neueinteilung auch stark vegetative Merkmale (abgerundet vier­ kantige, unbehaarte Triebe, die sich im allgemeinen nach oben verjüngen) und stellte noch vier, vormals zu anderen Gattungen gehörende Arten, nämlich Caralluma aperta, C. umdausensis, Stapelianthus choananthus und S. baylissii zu Tridentea. Damit umfaßt die Gattung 17 Arten mit insgesamt 22 Varietäten und stellt so auch eine für den Sammler überschaubare Gruppe von hochinteressanten Pflan­ zen dar. 1983 gelangte ich in den Besitz von zwei Samen der Art Tridentea longii, von denen einer keimte und langsam aber problemlos zu einer kräftigen Pflanze heranwuchs, die inzwischen einen 8-cm-Topf füllt und seit drei Jahren im Spätsommer zuverlässig ein gutes Dutzend Blüten entfaltet. Tridentea longii gehört zusammmen mit T. choanantha und T. baylissii in die Sektion Caruncularia, Subsektion Pendentes, allesamt Pflanzen mit langen, niederliegenden oder hängenden Trieben. Diese sind bei meiner Pflanze knapp bleistiftstark, bis 30 cm lang, von bläulichgrüner Farbe und mit kurzen, stumpfen Zähnchen besetzt. Auffallend sind die zu mehreren erscheinenden, sich sukzessiv öffnenden Blüten mit einem Durchmesser von etwa 2 cm. Sie sind außen bräunlich-rot, zur Mitte hin heller mit feinen orange­ gelben Querlinien, schwach runzelig und bis auf eini­ ge dunkle Keulenhaare am Rand unbehaart. In star­ kem Kontrast zur helleren Blütenmitte steht die glän­ zend schwarze Corona mit den deutlich sichtbar drei­ geteilten äußeren Coronasegmenten, die in narbige Köpfchen auslaufen. Im Gegensatz zu anderen Arten von Tridentea, mit denen ich bislang nicht viel Glück hatte, ist T. longii ziemlich problemlos. Sie steht ganzjährig auf dem Fensterbrett in einer Substratmischung aus feinem Bims und herkömmlicher Blumenerde und bekommt im Winter sparsam, im Sommer reichlich Wasser mit regelmäßigen Düngergaben (was ganz allgemein bei

Tridentea longii

Stapelieen einen günstigen Einfluß auf die Blühwilligkeit zu haben scheint). Die Vermehrung durch Stekklinge ist denkbar einfach, und aufgrund ihres hängen­ den Wuchses ist T. longii auch gut zur Kultur als Ampelpflanze geeignet, was besonders den Sammler mit Platzproblemen freut - und die hat ja wohl jeder. Literatur:

LEACH, L. C., (1978): On the classification of Stapelieae and the reinstatement of Tridentea Haw. (Asclepiadaceae), Trans. Rhodesia Scientific Association 59 (1) : 1-5 LEACH, L. C., (1980): A review of Tridentea Haw. (Asclepia­ daceae), Excelsa Taxonomic Series 2:1-68

Markus Kienhöfer Laichingerstraße 21 D-7320 Göppingen Kakteen und andere Sukkulenten 40 (3) 1989

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Tromotriche thudichum ii (pillans) leach

uinch Meve

ein e b em erk en sw erte S ta p e lie e m it u n sic h e r er g e n e risc h e r P o sitio n Die 1812 erstmals in die Stapelieen-Systematik mit Tromotriche pruinosa (heute Quaqua pruinosa) ein­ geführte Gattung wurde 1982 von L ea ch wieder auf­ gestellt und 1984 revisioniert. Heute umfaßt sie die drei in der westlichen Kapprovinz (Südafrika) allopatrisch verbreiteten Arten Tromotriche engleriana (Schlechter) Leach, T. revoluta (Masson)Haworth und T. thudichumii. Die seltenste unter ihnen, T. thudichumii, ist ende­ misch in der Ceres Karoo. Sie besitzt sehr fleischige Blüten, deren Corollenzipfel weit zurückgeschlagen werden. Der kurze Stiel (s. Abb. 4) läßt die geöffnete

Blüte dem Sproß angeklebt erscheinen. Auf ihrer Innenseite trägt die braun-grünlich gefärbte Corolle kräftige Papillen. Violette, keulige Wimpernhaare zieren die Ränder der Corollenzipfel. Die gestielte Corona ist in eine zentrale fünfkantige Grube einge­ senkt. Die vom Autor in der Nähe von Soutpan aufgesam­ melte Pflanze erinnert bezüglich ihrer Sproßmorpho­ logie unmittelbar an Vertreter der Gattung Tridentea. Beim Entnehmen einiger Sproßachsen vom Standort bestanden kaum Zweifel, trotz fehlender Blüten hier eine Tridentea entdeckt zu haben. Das Habitat schien mit seinen dominierenden Mesembryanthemaceae-Siräuchem bei spärlicher Deckung (20%) für Tri­ dentea genauso ideal. Die Ansied­ lung der Pflanze im Schutz eines Ruschia-Strauches war typisch, trifft aber für fast alle plagiotrop wachsenden Stapelieae zu. Unge­ wöhnlich zeigte sich allerdings der Habitus der Pflanze selbst: Es gab nur wenige, bis maximal 6 cm hohe und einzeln stehende Sproßachsen, die unterirdisch über z.T. sehr lange (bis 30 cm) und unregelmäßig ver­ dickte Rhizome miteinander ver­ bunden waren (Abb. 3). Dieser un­ terirdische Anteil nahm deutlich mehr als 50% der Gesamtphytomasse des Individuums ein. Die, wie einzelne Finger aus dem Sand ragen­ den Sprosse, wanderten aber nicht aus dem Schatten ihres sie beschir­ menden Strauches hinaus, obwohl sich die Pflanze bereits eine Fläche von fast einem halben m2 erobert hatte. Dieses ungewöhnliche Wuchsver­ halten trifft man in ähnlicher Weise bei T. revoluta aus dem Namaqualand an, die ansonsten auch viele morphologische Parallelen zu Tri­ dentea zeigt. T. engleriana legt zwar meist auch nur wenige Sproßachsen an, doch Abb. 1 Tromotriche thudichumii

(UM 271, cuit. Bot G. Münster; Fundort: Sout­ pan, Ceres Karoo, Cape Province)

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Abb. 3 Sproßsystem, T. thudichumii

Abb. 2 Tromotriche thudichumii

Abb. 4 T. thudichumii - Knospe

Abb. 5 Pollinien, a) T. thudichumii (UM 271), b) T. engleriana (UM 289, c) Stapelia emota (K 1440)

sind diese Bewohner der Kleinen und Großen Karoo in der Regel sehr kompakt und zeigen oft nur eine geringe Tendenz Rhizome anzulegen. Die Sprosse sind außerdem streng vierkantig, dicht behaart, und die Blattpolster treten nur wenig hervor. Solche typischen Stapelia-Merkmale finden sich auch im Bereich der Blüte, denn deren Corollenzipfel sind zwar zurückgeschlagen, haben aber eine schmutzig-rote und geriffelte Oberfläche. Blütenstiel und Calyx sind zudem behaart, wie von einigen Stapelia-Arten bekannt. Die Pollinien-Morphologie in der Gattung ist sehr heterogen (Abb. 5), was allein schon indizieren mag, daß Tromotriche keine natürliche Gattung ist. In natürlichen Gattungen, z.B. Duvalia und Piaranthus, gibt es zwar Varianten im Pollinienbau, aber insge-

samt kaum bemerkenswerte Abweichungen. So stimmen die Pollinien von T. engleriana (Abb. 5 b) mit denen der sproßbehaarten Stapelia-Arten weitgehend überein (vergl. z.B. Le a c h 1985). Le a c h (1984) räumt zu Recht ein, daß enge phylogenetische Beziehungen zwischen Tromotriche und den Gattungen Stapelia, Tridentea, Orbea und Quaqua bestehen. Die engste Verwandtschaft sieht er zwischen Tromotriche thudichumii und Tridentea peculiaris (Luckhoff) Leach, deren fast völlige Übereinstimmung in der Sproßmorphologie verblüffend ist (vergl. Le a c h 1980 : 26). Problematisch ist die Bewertung des systematischen Status’ von Stapelia remota R.A.Dyer: Diese Art zeigt frappierende Parallelen bei

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der Corollenform, -färbung und -behaarung zu T. revoluta und T. thudichumii. Sie legt außerdem die für Stapelia untypischen - und für Tromotriche charakteristischen - unterirdischen Sproßsysteme an (s.auch D y e r 1979 : 633). Während ihre Pollinien in der Morphologie zwischen T. thudichumii und T. engleriana vermitteln (Abb. 5 c), entspricht sie jedoch vegetativ einer typischen Stapelia. Eine Chromoso­ menzahl liegt für dieses Taxon leider nicht vor. Wir haben es bei der Gattung Tromotriche also mit einem morphologisch sehr inhomogenen Komplex zu tun, dessen Zustand sich auch in der Cytologie widerspiegelt. T. thudichumii ist diploid, 2n = 22, T. engleriana tetraploid, 2n = 44 und T. revoluta hexaploid, 2n = 66 (A lbers 1981, A lbers & D elfs 1983). An der Ausbildung dieses Komplexes waren vermut­ lich Hybridisierungsvorgänge beteiligt. Es sprechen die vielen Merkmalsüberschneidungen (Tridentea <-> Tromotriche <-> Stapelia), sowie auch die Hexaploidie eines Taxons für diese Vermutung, zumal es ansonsten in dem ganzen o.g. Verwandtschaftskreis keine Hexaploiden gibt. Der Umgang mit solchen Elementen ist in taxonomischer Hinsicht schwierig. Man kann die jetzige Lö­ sung vorziehen, oder aber auf die " Verlegen­ heitsgattung " Tromotriche verzichten und die betrof­ fenen Arten in den großen Gattungen Stapelia (T. engleriana) und Tridentea (T. revoluta, T. thudichu­ mii) unterbringen. Damit würden diese zwar wieder etwas inhomogener, die Existenz einer “unsicheren” Gattung wäre aber aufgehoben. Da die Gattungen Stapelia und Tridentea ohnehin in dem derzeitigen Umfang nach Leach nicht homogen sind (siehe z.B. S. remota) und die Verwandtschaften zwischen T. engleriana und Stapelia und die zwischen Summary The rare and remarkable Tromotriche thudichumii is presented and its uncertain taxonomic position is dis­ cussed. The high heterogeneity of the genus becomes visible by comparing that species with the other two Tromotriches (T. engleriana, T. revoluta). The conclusion is drawn that the reasons for the reinstatement of the genus Tromotriche wasn’t really forcible.

Erklärung einiger Fremdwörter: allopatrisch: Verbreitungsbild von Arten oder Populatio­ nen, die räumlich getrennte Gebiete bewohnen

generisch: die Gattung (Genus) betreffend

den beiden anderen Tromotriche-Arten und Tridentea oft enger erscheinen als die zwischen den dreien selbst, sollte auf die Gattung Tromotriche verzichtet werden. Literatur:

ALBERS, F. (1981 ): Chromosome numbers in the Asclepiadaceae. IOPB Chromosome number reports, Taxon 30 (1) : 76-77 ALBERS, F., DELFS, W. (1983): Chromosome numbers in the Asclepiadaceae. IOPB Chromosome numbers reports, Taxon 32 : 667-668 DYER, R.A. (1979): Notes on African Plants, Bothalia 12 (4) : 627-639 LEACH, L.C. (1980): A Revision of Tridentea, Exelsa Tax. Ser. 1 : 1-75 LEACH, L.C. (1982): The Reinstatement of Tromotriche (Sta pelieae), J. S. Afr. Bot. 48 (3) : 425-426 LEACH, L.C. (1984): A Revision of Tromotriche (Stapelieae), J. S. Afr. Bot. 50 (4) : 549-562 LEACH, L.C. (1985): A Revision of Stapelia (Asclepiadaceae), Exelsa Tax. Ser. 3 : 1-157

Ulrich Meve, Dipl.-Biol. Botanisches Institut und Bot. Garten Schloßgarten 3 D-4400 Münster

Herausgeber: Deutsche Kakteen-Gesellschaft e.V. Postfach 0036, Weserstraße 9, D -2893 Burhave Redaktion und Verlag: Dieter Honig, Ahornweg 9 D -7820 Titisee-Neustadt, Telefon 0 76 51 / 50 00 Satz und Druck: Steinhart GmbH Postfach 1105, D-7820 Titisee-Neustadt Telefon 0 76 5 1 /5 0 1 0 + 3018 Anzeigenleitung: Steinhart GmbH Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 13 Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Alle Rechte, auch des auszugsweisen Nachdrucks, der fotomechanischen Wiedergabe und der Über­ setzung Vorbehalten. Alle Beiträge stellen ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Abbildungen, die nicht besonders gekennzeichnet sind, stammen jeweils vom Verfasser. Herausgeber für Österreich: Gesellschaft Österreichischer Kakteenfreunde N ikolaus-Heid-Straße 35, A-2000 Stockerau

homogen: gleichartig

Herausgeber für die Schweiz: Schweizerische Kakteen -Gesellschaft Im Kleeacker 6, CH -4108 Witterswil

phylogenetisch: die Stammesgeschichte betreffend

Printed in Germany

plagiotrop: schräg

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