Zu Besuch in der Erinnerungsstätte Baltringer Haufen – Bauernkrieg

Zu Besuch in der Erinnerungsstätte Baltringer Haufen – Bauernkrieg

Zu Besuch in der Erinnerungsstätte Baltringer Haufen – Bauernkrieg in Oberschwaben Denkmal Ulrich Schmid in Sulmingen Was sollen die Handbewegungen au...

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Zu Besuch in der Erinnerungsstätte Baltringer Haufen – Bauernkrieg in Oberschwaben Denkmal Ulrich Schmid in Sulmingen Was sollen die Handbewegungen aussagen? Rechte Hand: …………………………………………………………………………… …………………………………………………………………………………………… ……. Linke Hand: ……………………………………………………………………………….. …………………………………………………………………………………………………….

Bauernkrieg in Deutschland Trage die wichtigsten Regionen ein, in denen es um 1525 Unruhen gab.

Thüringer Haufen

Odenwälder Haufen

Schwarzer Haufen

Baltringer Haufen Allgäuer Haufen Seehaufen

Stühlinger Haufen

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Was sieht man auf dem Bild? Beschreibe es.

Wer steht sich gegenüber im Eingangsbereich des Rathauses in Baltringen?

Die Stände im Mittelalter

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Wem muss ein Bauer

aus Baltringen 1525 dienen?

Aufgaben zum Film: was geschah in den einzelnen Monaten? Januar 1525

Februar 1525

März 1525

April 1525

3

Eigenständiges Erarbeiten im Museum Erfindung des Buchdrucks Welche Bedeutung hatte der Buchdruck für die Menschen damals?

Das Siegel des Baltringer Haufens Ergänze im Wappen: Das Symbol der Bauern DWGBIE ist eine Abkürzung von:: Geschrieben sind die Worte in

Die Beschlüsse der Bauern Zu vier Sitzungen sind die 50 Vertreter der Bauern im Kramerzunfthaus in Memmingen zusammengekommen. Ein Wandbild erinnert an dieses Ereignis

Beschlüsse der Bauern

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Kannst du das Bild erklären (es ist ein Fresko im Zentrum von Memmingen)? Was ist mit der Darstellung des Kreuzes ausgedrückt?

Welche Personen sind dargestellt?

Ende März 1525 überfielen die Bauern Klöster und Schlösser Eine zeitgenössische Quelle berichtet: Desgleichen haben die Bauern in Äpfingen unseren Stadel aufgebrochen und 3000 Roggengarben, die ungedroschen waren, daraus genommen und verteilt, jedem Haus einen Teil. Auch haben die von Äpfingen den Dorfweiher der dem Kloster Salem gehörte, ablaufen lassen, die Fische alle herausgenommen und jedem Haus einen Teil gegeben.

Wie erklären sich die Überfälle?

5

Joh. Keßlers Bericht über den Beginn der gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Bauern und dem Schwäbischen Bund Bis hierher ging es friedlich und freundlich zu. Bisher wurde nicht gefrevelt, sondern Vorschläge gemacht und um das Recht verhandelt. Da hat sich der Fürst allen Unfriedens, der Teufel, eingemischt in der Hoffnung, diese gefährliche Sache in seinem Sinne und zu seinem Vorteil zu beeinflussen. Während der Schwäbische Bund in Ulm und die Obersten der Bauern in Memmingen über die Zwölf Artikel und die Rechtsprechung verhandelten, sind die See- und Allgäuer Bauern bei Laupheim zusammengetreten, um gerüstet zu sein, falls die Herrschaft sie überfallen würde. Da hat sich folgendes zugetragen: Der Wirt von Griesingen, ein alter ehrsamer Mann, ritt, von Memmingen kommend, heimwärts. Etliche Adelige und Räte des Schwäbischen Bundes, die sich in einem Wäldchen zusammengerottet haben, riefen ihn an und fragten, wohin er reite. Er aber ist weitergeritten und gab nur eine kurze Antwort, denn er fürchtete sie. Als er ihnen den Rücken zuwandte, da durchdrang ihn ein von einer Armbrust abgeschossener gewaltiger Pfeil und nahm ihm sein Leben. Ein großes Blutvergießen. Von diesem Mord hörte der bei Laupheim versammelte Haufen - und der, der den Mord begann, war Schlossherr von Laupheim. Dieser 8000 Mann starke Haufen geriet in große Wut und sie fielen in das Schloss des Edelmanns in Laupheim ein, plünderten es und brannten es nieder. Dies erfuhr sogleich der Schwäbische Bund: Siehe, die Bauern brennen nieder - nichts als auf mit Macht und was einem Bauern gleichsieht wird erwürgt und erstochen. Da wurde von beiden Seiten wenig geschont, sondern jeder Teil hat nach Herzen gewütet und getobt. Die Herrschaften plünderten und verbrannten die Dörfer und erwürgten die Bauern, die ihnen begegneten. Die Bauern hausten in Klöstern und Schlösser, dass die Herrschaft fürchtete, Adel, Herrschaft und Geistlichkeit müssten zugrunde gehen.

Was hältst du von dieser Darstellung? Bericht des Schreibers von Georg Truchsess von Waldburg (Baumann, Quellen, S.550-554) Die Bauern standen etwa 4000 Mann stark bei Bühl an einem Wäldchen auf einer Anhöhe in einer vorteilhaften Stellung, denn auf der einen Seite hatten sie den Wald, auf der anderen ein Wasser ...; vorn war ein Moor, hinten hatten sie ihre Wagen herangezogen. Sie stellten sich ganz meisterlich, als ob sie bleiben wollten, schossen ernstlich auf die Reiter und zogen dadurch die anderen Reiter und Haufen heran. Als die Bauern das Heer des Bundes sahen, wollten sie nach hinten zu den anderen, die ihnen zu Hilfe kommen sollten und noch in den beiden Städtchen Leipheim und Günzburg lagen, wodurch eine Fluchtbewegung entstand. Nun konnten die Bündischen sie nicht direkt angreifen wegen des Moors, das - wie gesagt - zwischen ihnen war, und als sie das umgehen wollten, sahen sie einen neuen Haufen vor sich. Den griff der Truchsess samt der Vorhut an; die stellten sich zur Wehr, aber nicht länger als bis zum Zusammentreffen, dann ergriffen sie die Flucht. Noch waren die anderen, die zuerst geflohen waren, seitlich hinter der Vorhut, mit der Absicht, in die Stadt Leipheim zu kommen. Das sah der Truchsess, der die Örtlichkeit gut kannte, schrie den Knechten zu, die vor ihm rannten, sich zu dem steinernen Kreuzbild zu wenden. Damit schnitten sie die Bauern von der Stadt ab und erstachen viele von ihnen. Also flohen die Bauern zum Teil zurück den anderen Reitern in die Hände - die wurden alle erstochen -, eine große Zahl von ihnen , die an die Donau liefen, fielen in das Wasser wie die Schweine und ertranken zum größten Teil .Nun lag gegenüber von Leipheim das Kloster Elchingen, und was dort den Hessen entronnen war, floh auf Leipheim zu, und was von Leipheim über die Donau schwamm, fiel den Hessen in die Hände, und so wurden an die 4000 Bauern erstochen und ertränkt. Überlege: Ein Bote kommt nach Baltringen und berichtet, was sich in Leipheim ereignet hat. Wie wirkte dies auf die Menschen in Baltringen und die übrigen Bauern? Warum sind die Bauern militärisch unterlegen?

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