Zur Wiedereröffnung der renovierten Georg-Trakl-Forschungs- und

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SALZBURGER KULTURVEREINIGUNG Salzburgs führender Konzertveranstalter Georg Trakl Forschungs- und Gedenkstätte Zur Wiedereröffnung der renovierten Ge...

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Georg Trakl Forschungs- und Gedenkstätte

Zur Wiedereröffnung der renovierten Georg-Trakl-Forschungs- und Gedenkstätte der Salzburger Kulturvereinigung Als die Salzburger Kulturvereinigung im Jahr 1973 vom Land Salzburg die Betreuung der Trakl-Gedenkstätte im Geburtshaus des Dichters übernahm, bestand diese aus einem größeren und zwei kleinen Räumen. Den Grundstock der Ausstattung bildeten eine kleine Sammlung von Trakliana, die der Leiter der Raimund-Gesellschaft, HR Dr. Pichler, angelegt und der Kulturvereinigung verkauft hatte, und Teile des Familienerbes, das Frau Maria Geipel, die älteste Schwester des Dichters, kurz vor ihrem Tod im Herbst 1973 der Kulturvereinigung vermachte. Seither waren die Bemühungen, den Bestand zu erweitern, nicht ohne Erfolg. So befinden sich die Briefe Trakls an den Jugendfreund Erhard Buschbeck mittlerweile fast vollständig im hiesigen Archiv; sie wurden zum größeren Teil der Buschbeck-Erbin, Frau Prof. Lotte Tobisch, abgekauft; einen kleineren, aber nicht unwichtigen Teil hat sie der Einrichtung großzügiger Weise gratis überlassen. Einzelne Dokumente, Handschriften und Gedichte bzw. Gedichtentwürfe konnten bei Auktionen oder aus Privatbesitz angekauft werden. Eine besondere Bereicherung war heuer der Erwerb des handschriftlich überlieferten, bisher unbekannten Gedichtes ‚Hölderlin‘. Derzeit liegen 87 handschriftliche Dokumente im Archiv. Die Hauptaufgabe der Gedenkstätte war und ist es, Trakl-Interessierten in seinem Geburtshaus Informationen über sein Leben und Werk anzubieten. Das geschah und geschieht durch das Angebot von regelmäßigen Führungen und Veranstaltungen unterschiedlicher Art. Als 1987 aus Anlass von Trakls 100. Geburtstage die Gedenkstätte um mehrere Räume erweitert wurde und die Bezeichnung ‚Forschungs- und Gedenkstätte‘ erhielt, konnte das Legat von Frau Geipel zur Gänze realisiert und eine Tonbildschau als anschauliche Einführung in die Trakl-Welt eingerichtet werden. Sie wurde 2007 erneuert und findet bei den Besuchern großen Anklang. Die Entwicklung dieser Einrichtung ist also weitgehend ‚organisch‘ verlaufen, d. h. die vorhandenen knappen finanziellen Mittel und räumlichen Möglichkeiten wurden im Sinn der Zielsetzung, das dichterische Werk Trakls in Salzburg zu fördern, genützt.

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Georg Trakl Forschungs- und Gedenkstätte

Die beiden Haupträume vermitteln deutlich die beiden Welten, in denen Georg Trakl gelebt hat: die bürgerliche Umgebung des Elternhauses und die Suche nach einer Existenzmöglichkeit als Dichter. Im historischen Raum sind großteils Einrichtungsgenstände aus dem Trakl’schen Familienbesitz zu sehen; sie sollen einen Eindruck von der Herkunft Trakls vermitteln. Das neu hinzugekommene Klavier betont die Bedeutung der musikalischen Erziehung der Trakl-Kinder, die später auch Trakls Lyrik beeinflusst hat. Das Instrument wird auch bei manchen Veranstaltungen eingesetzt werden können. Die alten Vitrinen wurden aus beiden Räumen entfernt und im Hauptraum durch Schaudepots ersetzt, die eine Menge an Information bieten, so dass diese Dauerausstellung selbsterklärend ist. Unter den Übersichtstexten zu den Schwerpunkten befinden sich in einem beleuchteten Schaukasten und den darunter liegenden ausziehbaren Schubladen dazu passende Dokumente – teilweise im Original. Die Farben sollen die stilistische Schlichtheit der Einrichtung unterstützen und der Trakl-Welt angemessen sein. Dieser Raum kann auch für kleinere Veranstaltungen (Vorträge, Lesungen) und Sitzungen genützt werden. Der daneben liegende Medien-Raum wurde vom Hauptraum einerseits optisch stärker abgegrenzt, andererseits in Farbgebung und Einrichtung diesem angepasst. Der Monitor für die Tonbildschau ist jetzt beweglich und kann auch für Vorträge verwendet werden. Neu ist auch eine Medien-Station. Auf einem Display (Touch-Screen) sind beispielsweise Werke bildender Künstler zu sehen, die sich mit Trakl beschäftigt haben. Sie sind ebenso ein Echo auf Trakls Lyrik wie einzelne Beispiele von den vielen Kompositionen oder kurze Ausschnitte aus Trakl-Filmen. Auch die Träger des Trakl-Preises und des Förderungspreises für Lyrik aus der letzten Zeit können aufgerufen werden und Werke von Trakl-Preisträgern in der bildenden Kunst sind zu sehen. Aus Trakls Werk kann man sich Rezitationen einzelner Gedichte und Beispiele aus seinen Briefen anhören.

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Georg Trakl Forschungs- und Gedenkstätte

Der Zugang vom Waagplatz zur Forschungs- und Gedenkstätte wurde durch eine neue und graphisch einheitliche Beschilderung verbessert. Eine ungewöhnlich gestaltete Eingangstür soll auf das Innere neugierig machen. Die versteckte Lage und der fehlende äußere Hinweis auf das ‚Trakl-Haus‘ stellen aber nach wie vor ein Problem für die potentiellen Besucher dar, vor allem für die von auswärts. Sie finden oft nur mit Mühe hierher. Die jetzt renovierte Forschungs- und Gedenkstätte hätte es verdient, dass zum Kai und zum Waagplatz hin stärker auf sie aufmerksam gemacht werden könnte.

Dr. Hans Weichselbaum Leiter der Georg Trakl Forschungs- und Gedenkstätte